Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 21.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump sagt wegen Grönland seinen Dänemark-Besuch ab
    US-Präsident Donald Trump hat im Streit um den Kauf von Grönland ein geplantes Treffen mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen vorerst abgesagt. Trump schrieb auf Twitter, Frederiksen habe erklärt, nicht über einen Verkauf der Insel sprechen zu wollen. Er verschiebe deswegen seine Reise nach Kopenhagen. Der US-Präsident hatte am Sonntag ein Interesse an der Insel bestätigt, die als autonomes Gebiet zu Dänemark gehört. Ein Kauf wäre "sicherlich strategisch interessant", sagte Trump. Dänemarks Regierung erklärte, Grönland stehe nicht zum Verkauf.
    Boris Johnson enttäuscht über Abwehrhaltung der EU
    Der britische Premierminister Boris Johnson reagierte leicht pikiert auf die deutlichen Absagen aus der EU auf seine Änderungswünsche am Brexit-Abkommen. Die "Freunde und Partner" seien "ein bisschen negativ", kommentierte Johnson die Weigerung der Verhandlungspartner, das Austrittsabkommen nachzuverhandeln. Der Premier führt die Ablehnung der EU auf die falsche Hoffnung zurück, das britische Parlament werde einen No-Deal-Brexit verhindern, wie er der BBC sagte. Johnson wird an diesem Dienstagabend zu seinem Antrittsbesuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet.
    Flüchtlinge der "Open Arms" gehen von Bord
    Die auf dem Rettungsschiff "Open Arms" festsitzenden Migranten sind auf der italienischen Insel Lampedusa an Land gegangen. Zuvor hatte die italienische Justiz angeordnet, dass die zuletzt mehr als 80 Menschen von Bord gehen müssten. Italiens Innenminister Matteo Salvini hatte sich geweigert, das Schiff in Italien anlegen zu lassen, obwohl sich sechs EU-Staaten zur Aufnahme der Flüchtlinge bereiterklärt hatten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt deshalb wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung und des Amtsmissbrauchs - und ordnete dafür die Beschlagnahmung der "Open Arms" an.
    USA drohen allen Häfen am Mittelmeer
    Die USA haben die Mittelmeeranrainer davor gewarnt, den aus Gibraltar kommenden iranischen Supertanker "Adrian Darya 1" andocken zu lassen. Geschäfte mit dem Schiff entsprächen einer Unterstützung von Terroristen, erklärte ein Sprecher des US-Außenministeriums. Der Tanker soll nach US-Angaben im Dienst der iranischen Revolutionsgarden stehen, die von Washington als Terrororganisation eingestuft werden. Man wolle sicherstellen, dass das Öl auf dem Tanker nicht für Terrorunterstützung benutzt werden könne. In der Nacht zu Montag hatte der Tanker die Hoheitsgewässer Gibraltars verlassen.
    Kardinal Pell bleibt wegen Missbrauchs Minderjähriger in Haft
    Das Oberste Gericht des australischen Bundesstaats Victoria wies in Melbourne die Berufung des früheren vatikanischen Finanzchefs, George Pell, zurück und bestätigte die sechsjährige Haftstrafe wegen sexuellen Missbrauchs. In dem Berufungsverfahren sahen es die Richter mit zwei zu eins Stimmen weiter als erwiesen an, dass Pell 1996 als Erzbischof von Melbourne einen 13 Jahre alten Jungen missbrauchte und einen anderen belästigte. Eine Geschworenen-Jury hatte den katholischen Geistlichen im März für schuldig befunden. Der inzwischen 78-jährige Pell hatte die Vorwürfe stets bestritten.
    Waldbrand auf Gran Canaria unter Kontrolle
    Die Einsatzkräfte auf der spanischen Urlaubsinsel Gran Canaria drängen den verheerenden Waldbrand in den Bergen immer weiter zurück. Die Bewohner einiger Ortschaften und Dörfer konnten bereits wieder in ihre Häuser zurückkehren, wie die Inselregierung in der Nacht auf Mittwoch mitteilte. Von dem Feuer waren etwa 10.000 Hektar Fläche im Inselinneren nahe des Ortes Valleseco südwestlich der Hauptstadt Las Palmas betroffen. Der Chef der Einsatzkräfte, Federico Grillo, sagte, sie seien in der Lage den Brand zu löschen. In den vergangenen Tagen war das nicht machbar.
    8 min
  • 20.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Johnson wirbt für Nachverhandlungen beim Brexit
    Der britische Premierminister Boris Johnson hat in einem Brief an EU-Ratspräsident Donald Tusk abermals Änderungen am EU-Austrittsabkommen verlangt. Ziel müsse es sein, die Backstop-Regelung aus der Vereinbarung zu streichen. Bis zum Ende einer Übergangsperiode sollen stattdessen "alternative Vereinbarungen" getroffen werden, schreibt Johnson. Wie diese aussehen könnten, ließ er allerdings offen. Der Backstop sieht vor, dass Großbritannien so lange Teil einer Zollunion mit der EU bleiben soll, bis eine Lösung gefunden ist, um Grenzkontrollen zwischen Irland und Nordirland überflüssig zu machen.
    Epstein verfasste Testament
    Der wegen Sexualverbrechen angeklagte Multimillionär Jeffrey Epstein hat einem Medienbericht zufolge zwei Tage vor seinem Suizid ein Testament aufgesetzt. Darin habe er sein Vermögen in Höhe von 578 Millionen Dollar einem Treuhandfonds übertragen, schreibt die "New York Post". Unklar ist, wer davon profitiert. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg News könnte es für mutmaßliche Missbrauchsopfer schwerer werden, Schadenersatz einzuklagen. Epstein war am 10. August tot in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden worden. Nach Angaben des Justizministeriums beging er Selbstmord.
    Feuersturm auf Gran Canaria
    Der Waldbrand auf der spanischen Kanareninsel Gran Canaria ist außer Kontrolle geraten. Die Flammen schlagen bis zu 50 Meter hoch, teilte der Inselrat mit. 9000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Naturschützer stufen den Brand als Umwelt-Tragödie ein. Das Feuer habe den als "grüne Lunge der Insel" bekannten Naturpark Tamadaba erreicht, sagte Lourdes Hernández von der Umweltorganisation WWF. Seit Samstag hat das Feuer rund 6000 Hektar Land zerstört. Die enorm hohen Flammen machen es den Einsatzkräften nach eigenen Angaben an manchen Stellen unmöglich, zu dem Feuer vorzudringen.
    Twitter und Facebook werfen China Manipulationskampagne vor
    Twitter und Facebook haben China vorgeworfen, über die Online-Plattformen gezielt Stimmung gegen die Demokratiebewegung in Hongkong zu machen. Twitter habe eine "staatlich unterstützte" Informationskampagne gegen die Protestbewegung aufgedeckt, heißt es. Zahlreiche Nutzerkonten hätten falsche Botschaften über die Proteste in Hongkong verbreitet. Deswegen seien 936 Konten gesperrt worden. Facebook erklärte ebenfalls, mehrere Seiten, Gruppen und Nutzerkonten gesperrt zu haben. Nachforschungen hätten ergeben, dass es Verbindungen zur chinesischen Regierung gebe.
    Auftrag für nächste US-Mondlande-Mission geht nicht an SpaceX
    Die erste Landung eines US-Raumfahrzeugs auf dem Mond seit fast 50 Jahren soll durch "Vulcan"-Raketen der United Launch Alliance ermöglicht werden. Das Gemeinschaftsunternehmen von Boeing und Lockheed Martin schlug im Rennen um den Auftrag das Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk. Der Start soll im Sommer 2021 erfolgen. Die Raketentriebwerke von "Vulcan" werden von Blue Origin gefertigt, dem Raumfahrtunternehmen des Amazon-Gründers Jeff Bezos. Die US-Regierung von Präsident Donald Trump will bis 2024 wieder Astronauten auf dem Mond landen lassen.
    Mindestens 13 Tote bei Busunglück in Laos
    Bei einem Busunglück in Laos sind nach Informationen chinesischer Staatsmedien mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Zwei Menschen werden noch vermisst. Zudem gab es 29 Verletzte, berichtete Chinas Staatssender CGTN. 44 der 46 Insassen waren Chinesen. Das Unglück ereignete sich, als der Bus zwischen der laotischen Hauptstadt Vientiane und dem nördlichen Touristenzentrum Luang Prabang von der Straße abkam.
    9 min
  • 19.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Supertanker mit iranischem Öl verlässt Gibraltar
    Der in Gibraltar wochenlang festgehaltene iranische Öltanker ist mit unbekanntem Ziel losgefahren. Das bestätigte die iranische Botschaft in London. Das Schiff habe Gibraltar in Richtung internationale Gewässer verlassen, hieß es. Das inzwischen von "Grace 1" in "Adrian Darya 1" umbenannte Schiff ist mit 2,1 Millionen Barrel iranischem Rohöl beladen. Die Behörden von Gibraltar hatten es wegen des Verdachts festgehalten, dass das Rohöl nach Syrien gebracht werden sollte. Dies wäre ein Verstoß gegen EU-Sanktionen gewesen. Der Iran erklärte, die Ladung sei nicht für Syrien gedacht.
    UN-Flüchtlingshilfe würdigt weltweiten Einsatz von Helfern
    Die Zahl der Flüchtlinge ist laut Vereinten Nationen auf einem neuen Höchststand angekommen. Demnach flüchteten derzeit 70 Millionen Menschen vor Hunger und Verfolgung, teilt die UN-Flüchtlingshilfe anlässlich des Welttags der humanitären Hilfe mit. Tausende Helfer weltweit setzten sich für Betroffene ein und riskierten ihr eigenes Leben. Die UN-Flüchtlingshilfe ist der deutsche Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen UNHCR. Allein für das UNHCR arbeiteten mehr als 16.000 Menschen in 134 Ländern, 90 Prozent von ihnen in Krisengebieten und direktem Kontakt mit Geflüchteten.
    Trump warnt China vor Einsatz von Gewalt in Hongkong
    US-Präsident Donald Trump hat China angesichts der Massenproteste in Hongkong vor dem Einsatz von Gewalt gewarnt. In diesem Fall wäre es sehr schwierig, sich mit Peking auf ein Handelsabkommen zu verständigen, erklärte Trump. Er habe Vertrauen in Chinas Präsidenten Xi Jinping, die Krise auf menschliche Art zu lösen. Am Sonntag hatten erneut mehr als eine Million Menschen in Hongkong gegen die Regierung und gegen chinesischen Einfluss in der Sonderverwaltungszone demonstriert. Hongkong gehört seit dem Abzug der Briten 1997 wieder zu China, hat aber noch bis 2047 umfangreiche Sonderrechte.
    Trump bestätigt Interesse am Kauf von Grönland
    US-Präsident Donald Trump hat ein Interesse am Kauf von Grönland bestätigt. Darüber habe man gesprochen, sagte er vor Journalisten. Das Konzept sei aufgekommen und er habe gesagt, dass es sicherlich strategisch interessant und dass man interessiert sei. Zunächst müsse aber "ein bisschen" mit Dänemark über das Thema gesprochen werden, fügte Trump hinzu. Im Grunde genommen sei es ein großes Immobiliengeschäft. Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen sagte bei einem Besuch in Grönland, sie hoffe inständig, dass die Äußerungen nicht ernst gemeint seien.
    Jordanien bestellt israelischen Botschafter ein
    Eine Woche nach gewaltsamen Zusammenstößen auf dem Tempelberg in Jerusalem hat Jordanien den israelischen Botschafter einbestellt. Damit protestiere das jordanische Außenministerium gegen israelische Übergriffe, hieß es. Außerdem kritisierte Jordanien den Vorstoß des israelischen Ministers für öffentliche Sicherheit, Gilad Erdan, auch Juden auf dem Tempelberg beten zu lassen. Jordanien steht einer Behörde vor, die die Aufsicht über die heiligen islamischen Stätten auf dem Tempelberg hat. Juden dürfen diese nur zu festgelegten Zeiten besuchen und nicht dort beten, um Spannungen zu vermeiden.
    Wieder wüten Waldbrände auf Gran Canaria
    Auf Gran Canaria sind wegen eines erneuten Waldbrandes mehr als 4000 Menschen aus einem Touristengebiet in Sicherheit gebracht worden. Wie die Behörden mitteilten, mussten unter anderem ein Luxushotel und ein bei Touristen beliebter Aussichtspunkt geräumt werden. Das Feuer im bergigen Zentrum der spanischen Ferieninsel habe bereits fast 1500 Hektar Land zerstört. Der kanarische Regionalpräsident Angel Víctor Torres nannte den Brand "extrem heftig". Die Flammen seien bislang weder eingekreist noch stabilisiert oder unter Kontrolle. Möglicherweise würden weitere Evakuierungen nötig.
    Besatzung der "Open Arms" lehnt Angebot aus Spanien ab
    Die Besatzung des Rettungsschiffs "Open Arms" hat das Angebot zur Einfahrt in einen südspanischen Hafen abgelehnt. Der Vorschlag der Regierung in Madrid, die Hafenstadt Algeciras anzusteuern, sei angesichts der Notlage an Bord "vollkommen undurchführbar", sagte eine Sprecherin der Hilfsorganisation Proactiva Open Arms. Der Gründer der NGO, Oscar Camps, verwies darauf, dass eine Fahrt nach Algeciras mindestens fünf Tage dauern würde. Das Schiff harrt seit Tagen vor der italienischen Insel Lampedusa aus. Italiens Innenminister Matteo Salvini weigert sich strikt, das Schiff anlegen zu lassen.
    11 min
  • 17.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Bundesstaaten ziehen wegen Einwanderungsregeln vor Gericht
    Die US-Bundesstaaten Kalifornien, Maine, Oregon, Pennsylvania und der Bundesdistrikt Washington haben die US-Regierung wegen der Verschärfung der Regeln für legale Einwanderung beim Bundesgericht in Nordkalifornien verklagt. Die neue Regelung verletze den in der Verfassung garantierten Schutz der Gleichberechtigung und blockiere unverhältnismäßig die Einreise von nicht-weißen Einwanderern aus Asien, Lateinamerika und Afrika, heißt es. Die Regelung sieht vor, dass US-Behörden Antragstellern künftig die Green Card verweigern können, wenn diese auf staatliche Hilfsprogramme angewiesen sind.
    Viele Tote bei Luftangriff auf Flüchtlingssiedlung bei Idlib
    Bei einem Luftangriff auf Flüchtlingsunterkünfte in Syriens letztem großen Rebellengebiet Idlib sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 17 Menschen getötet worden, darunter sechs Kinder. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte machte die russische Luftwaffe für das Bombardement verantwortlich. Moskau ist im syrischen Bürgerkrieg ein wichtiger Verbündeter von Präsident Baschar al-Assad. Frankreich forderte ein sofortiges Ende der Kämpfe in der Region Idlib. Insbesondere verurteile man Angriffe auf Flüchtlingslager, erklärte das Außenministerium in Paris.
    Piraten überfallen deutsches Frachtschiff im Golf von Guinea
    Piraten haben vor der Küste des westafrikanischen Staates Kamerun ein Frachtschiff einer deutschen Reederei überfallen und mehrere Seeleute entführt. Die Hamburger Reederei MC-Schifffahrt, der das Schiff gehört, schreibt auf ihrer Homepage, Seeräuber hätten die "MarMalaita" geentert, während sie vor der Millionenstadt Duala ankerte. Die Piraten hätten acht der zwölf Besatzungsmitglieder in ihrer Gewalt. Ob Deutsche unter den Opfern sind, ist noch unklar. Nach Angaben des International Maritime Bureau wurde auch ein griechisches Schiff in den Gewässern vor Duala angegriffen.
    Ratingagentur Fitch stuft Argentinien auf Ramschniveau herab
    Die US-Ratingagentur Fitch hat Argentinien nach dem Börsencrash vom Montag auf Ramschniveau herabgestuft. Das Land werde nun mit "CCC" statt wie bisher mit "B" bewertet. Die Herabstufung spiegele die gestiegene politische Unsicherheit und die problematischere finanzielle Lage wider. Die Wahrscheinlichkeit eines Staatsbankrotts habe sich erhöht. Die Niederlage von Staatschef Mauricio Macri bei einem wichtigen Stimmungstest für die Präsidentschaftswahlen hatte dem Leitindex der Börse in Buenos Aires einen Kurseinbruch von fast 50 Prozent eingebrockt. Die Landeswährung verlor 15 Prozent an Wert.
    Obduktionsbericht bestätigt Selbstmord Epsteins
    Der am 10. August in seiner Gefängniszelle tot aufgefundene US-Milliardär Jeffrey Epstein hat sich laut offiziellem Obduktionsbericht erhängt. Das teilte die zuständige Rechtsmedizinerin mit. Nach dem Tod des 66-Jährigen hatten Verschwörungstheoretiker behauptet, Epstein sei ermordet worden. Der Geschäftsmann soll jahrelang minderjährige Mädchen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. Laut Anklageschrift baute Epstein in New York und Florida einen illegalen Sexhandelsring auf. Zwei mutmaßliche Missbrauchsopfer reichten inzwischen Zivilklage gegen Epsteins Erben ein.
    "Easy Rider"-Star Peter Fonda gestorben
    Der durch den Kult-Film "Easy Rider" berühmt gewordene US-Schauspieler Peter Fonda ist tot. Er starb in Los Angeles im Alter von 79 Jahren an den Folgen von Lungenkrebs, wie seine Familie mitteilte. 1969 wurde Fonda als Motorradfreak "Captain America" in "Easy Rider" zum Idol der Hippie-Bewegung. Der Film um eine Motorradgang mit Peter Fonda, Dennis Hopper und Jack Nicholson machte Kinogeschichte. Gemeinsam ziehen die drei darin als Motorradrocker im Drogenrausch durch die USA. Peter Fonda ist der Sohn von Hollywood-Star Henry Fonda und der jüngere Bruder von Schauspielerin Jane Fonda.
    7 min
  • 16.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Demokraten kritisieren Israels Einreiseverbot für Abgeordnete
    Die US-Demokraten haben Israels Einreiseverbot gegen die muslimischen US-Abgeordneten Rashida Tlaib und Ilhan Omar scharf kritisiert. Das Vorgehen sei "ein Zeichen der Schwäche, nicht der Stärke", erklärte der Fraktionschef im Senat, Chuck Schumer. Die Senatorin Elizabeth Warren sprach von einem "beschämenden, beispiellosen Schritt". Israel wollte den Besuch eigentlich erlauben, entschied sich jedoch um, nachdem US-Präsident Donald Trump dazu aufgerufen hatte, den Frauen die Einreise zu verweigern. Tlaib und Omar gelten als scharfe Kritiker der israelischen Palästinenser-Politik.
    Chinesische Staatszeitung droht Hongkongern
    China hat seine Warnung an die Demonstranten in Hongkong verschärft. Peking wolle die "Aufstände" in Hongkong nicht gewaltsam unterdrücken, aber Peking stehe diese Option eindeutig zur Verfügung, heißt es in einem Leitartikel der staatlich kontrollierten "Global Times". Die Übungen der Bewaffneten Volkspolizei in Shenzhen, das direkt neben der Sonderverwaltungszone Hongkong liegt, seien eine deutliche Warnung an die "Randalierer".
    Nordkorea provoziert mit neuen Raketentests
    Das nordkoreanische Militär hat erneut zwei Raketen abgefeuert. Die beiden noch nicht identifizierten Projektile seien aus der Provinz Kangwon an der Ostküste des Landes gestartet worden, teilte der südkoreanische Militärstab mit. Nordkorea hat damit bereits zum sechsten Mal innerhalb von drei Wochen mehrere Raketen abgefeuert. Seoul wertet die Raketentests des Nachbarn als "Machtdemonstration". Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un wolle gegen die Militärmanöver protestieren, die Südkoreas Streitkräfte derzeit mit dem US-Militär abhielten.
    Einzelne Migranten der "Open Arms" gehen in Lampedusa von Bord
    Fünf Migranten haben aus Gesundheitsgründen das spanische Rettungsschiff "Open Arms" verlassen dürfen. Mit ihnen konnten vier Angehörige vor der italienischen Insel Lampedusa von Bord gehen. Die übrigen rund 130 Flüchtlinge dürfen das Schiff allerdings nicht verlassen. Die Menschen sind zum Teil seit zwei Wochen an Bord. Italiens rechter Innenminister Matteo Salvini hatte der "Open Arms" die Einfahrt in italienische Gewässer verboten. Ein Gericht kippte dieses Dekret. Sechs EU-Länder, darunter Deutschland, haben sich bereit erklärt, Migranten von der "Open Arms" zu übernehmen.
    Regierung und Opposition in Venezuela planen Gespräche
    In Venezuela wollen Regierung und Opposition wieder miteinander verhandeln. Nach geplatzten Gesprächen vergangene Woche teilte Außenminister Jorge Arreaza mit, dass der Dialog mit der Opposition nicht aufgekündigt sei. Präsident Nicolás Maduro hatte geplante Verhandlungen mit dem selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó zunächst abgesagt und mit diesem Schritt auf die harten Wirtschaftssanktionen der US-Regierung gegen das südamerikanische Land reagiert. Regierung und Opposition liefern sich seit Jahresbeginn einen Machtkampf. Millionen Menschen haben Venezuela bereits verlassen.
    Frankreich weist deutschen Reporter aus
    Die französischen Behörden haben vor dem G7-Gipfel in Biarritz einen Mitarbeiter des deutschen Radiosenders Radio Dreyeckland aus Freiburg des Landes verwiesen. Das Innenministerium in Paris teilte mit, gegen den Deutschen liege seit Juli ein Aufenthaltsverbot vor. Der linksalternative Freiburger Sender protestierte gegen die Ausweisung. Der Journalist sei auf dem Weg zum G7-Gipfel gewesen. Er sei "ohne Bescheid unverzüglich ausgewiesen" worden. Als Begründung sei ihm mitgeteilt worden, er sei verdächtig, beim G20-Gipfel in Hamburg im Sommer 2017 Straftaten verübt zu haben.
    7 min
  • 15.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump schlägt in Hongkong-Krise persönliches Treffen mit Xi vor
    US-Präsident Donald Trump hat angesichts der Krise in Hongkong ein persönliches Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping ins Spiel gebracht. Er habe keine Zweifel, dass Xi die Krise in Hongkong schnell und human lösen könne, erklärte Trump auf Twitter und fügte dann hinzu "Persönliches Treffen?". In Hongkong kommt es seit Wochen zu regierungskritischen Protesten und Zusammenstößen mit Sicherheitskräften. Trump und Xi waren zuletzt im Juni beim G-20 Gipfel in Osaka zusammengetroffen, wo sie unter anderem über den Handelskonflikt der beiden Nationen sprachen.
    China fordert Sitzung von UN-Sicherheitsrat zu Kaschmir
    China hat nach Informationen von Diplomaten eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats wegen des Streits zwischen Indien und Pakistan um die Himalaja-Region Kaschmir beantragt. Auslöser ist die Entscheidung der indischen Regierung, dem von ihr beherrschten Teil Kaschmirs Sonderrechte zu entziehen und das vor allem von Muslimen bewohnte Gebiet ins überwiegend hinduistische Indien zu integrieren. Indien und Pakistan streiten sich schon seit mehr als 70 Jahren um Kaschmir. Beide Atommächte beherrschen jeweils einen Teil der Region, ein weiterer Teil gehört zu China.
    Labour-Chef Corbyn sucht Unterstützung gegen Johnson
    Der britische Oppositionsführer und Labour-Chef Jeremy Corbyn will Premierminister Boris Johnson offenbar mit einem Misstrauensvotum stürzen und so einen ungeregelten Brexit verhindern. In einem Brief an die Chefs der anderen oppositionellen Parteien und an mehrere Unterhaus-Abgeordnete der Konservativen warb Corbyn für eine Übergangsregierung unter seiner Führung. Diese werde umgehend Neuwahlen ansetzen und auch ein zweites Referendum über den Ausstieg aus der Europäischen Union auf den Weg bringen.
    Ryanair-Piloten in Irland kündigen zweitägigen Streik an
    Die irischen Piloten der Fluggesellschaft Ryanair wollen in der kommenden Woche für 48 Stunden die Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaft Forsa kündigte Streiks für den 22. und 23. August an. Die Piloten fordern mehr Gehalt sowie bessere Arbeitsbedingungen. Zuvor hatten bereits die Ryanair-Piloten in Großbritannien mehrtägige Streiks angekündigt. Sie wollen ebenfalls in der kommenden Woche sowie zusätzlich vom 2. bis 4. September in den Ausstand treten. Ryanair steht wegen der starken Konkurrenz, steigender Treibstoff- und Personalkosten sowie der Unsicherheiten wegen des Brexits unter Druck.
    Ethikkommission rügt Kanadas Premier Trudeau
    Kanadas Premierminister Justin Trudeau ist zwei Monate vor der Parlamentswahl von der Ethikkommission des Parlaments gerügt worden. Das Gremium warf Trudeau vor, in der Affäre um den Baukonzern SNC-Lavalin Einfluss auf die Ermittlungen genommen zu haben. Es sei auf unzulässige Weise Druck auf die damalige Justizministerin Jody Wilson-Raybould ausgeübt worden, um SNC-Lavalin vor Strafverfolgung zu schützen, heißt es. Das Unternehmen soll Schmiergeld in Höhe von umgerechnet 31 Millionen Euro an die Familie des damaligen libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi gezahlt haben, um sich Aufträge zu sichern.
    Mikroplastik selbst in der Arktis
    Forscher des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts (AWI) haben nachgewiesen, dass selbst in entlegenen Gegenden wie der Arktis der Schnee inzwischen hohe Konzentrationen von Mikroplastik enthält. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich die Partikel durch die Atmosphäre verbreiten und dann mit dem Schnee aus der Luft ausgewaschen werden. In der Arktis wurden bis zu 14.400 Partikel pro Liter gemessen. Je nach Region waren es unterschiedliche Arten von Kunststoff. Vor allem Kautschuk aus Autoreifen, Schläuchen und Dichtungen wurde nachgewiesen.
    Liverpool gewinnt UEFA-Supercup
    Der FC Liverpool und Teammanager Jürgen Klopp haben in Istanbul den UEFA-Supercup gewonnen. Nach Elfmeterschießen setzte sich der Champions-League-Gewinner mit 5:4 gegen den Europa-League-Sieger FC Chelsea durch und sicherte sich die Trophäe zum vierten Mal. Nach 120 Minuten hatte es 2:2 gestanden. Erstmalig wurde ein bedeutendes UEFA-Wettbewerbsspiel im Männerfußball von einer Frau geleitet. Die 35-jährige Französin Stéphanie Frappart lieferte im Besiktas Park eine souveräne Premiere ab.
    10 min
  • 14.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.China verbietet zwei US-Marineschiffen Einfahrt in Hongkongs Hafen
    Die chinesische Regierung hat zwei US-Marineschiffen untersagt, in den Hafen von Hongkong zu fahren. Nach Angaben der US-Pazifikflotte wollte ein Docklandungsschiff am Samstag einen Zwischenstopp in der chinesischen Sonderverwaltungszone einlegen, der Kreuzer sollte dort im September einlaufen. China macht zunehmend dem Westen Vorwürfe, dass er die seit zehn Wochen andauernden Proteste gegen die Peking-treue Regierung in Hongkong fördere. Am Montag und Dienstag legten Regierungsgegner den Hongkonger Flughafen lahm. Hunderte Flüge wurden gestrichen.
    Pakistan will Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats wegen Kaschmir
    Pakistan hat die Vereinten Nationen um eine Sondersitzung des Sicherheitsrats wegen des Konflikts um die Autonomie der indischen Region Kaschmir gebeten. Der Entzug des Autonomiestatus für das Gebiet durch Indien berge eine Gefahr für den Weltfrieden, begründete der pakistanische Außenminister Shah Mehmood Qureshi die Eingabe. Man wolle keinen Konflikt provozieren. Aber falls Indien erneut Gewalt anwenden wolle, müsse Pakistan mit all seinen Möglichkeiten reagieren, sagte Qureshi. Der UN-Sicherheitsrat könnte das Thema noch in dieser Woche behandeln, hieß es in Diplomatenkreisen.
    Deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal um 0,1 Prozent geschrumpft
    Handelskonflikte und eine schwächere Weltkonjunktur haben die exportabhängige deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal schrumpfen lassen. Das Bruttoinlandsprodukt fiel von April bis Juni um 0,1 Prozent zum Vorquartal. Das teilte das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Berechnungen mit. Zum Jahresauftakt war die größte Volkswirtschaft Europas noch um 0,4 Prozent gewachsen. Schrumpft die Wirtschaft im laufenden Sommerquartal erneut, sprechen Experten von einer "technischen Rezession". Zwei Minus-Quartale in Folge gab es zuletzt um den Jahreswechsel 2012/13.
    Die US-Medienunternehmen Viacom und CBS fusionieren
    Die US-Firmen Viacom und CBS schließen sich zu einem großen Medienunternehmen zusammen. Es entsteht ein auf die Produktion von Kinofilmen und Serien sowie diverser Kabelfernsehangebote fokussierter Konzern. Den Marktwert der neuen ViacomCBS Inc. taxieren Analysten auf 30 Milliarden Dollar. Die Fusion soll über einen Aktientausch vollzogen werden. Zu Viacom gehören unter anderem das Studio Paramount Pictures und die Fernsehsender MTV, Nickelodeon, BET und Comedy Central. CBS besitzt ebenfalls zahlreiche TV-Sender, den Verlag Simon & Schuster und das Bezahlfernsehen Showtime.
    Proteste gegen Trumps neue Kohlepolitik
    22 US-Bundesstaaten und sieben Städte haben Klage gegen die US-Regierung eingereicht. Sie protestieren damit gegen eine geplante Aufweichung von Klimaauflagen für Kohlekraftwerke. Die Klage richtet sich konkret gegen das Vorhaben von Präsident Donald Trump, die Regelung seines Vorgängers Barack Obama durch eine neue Regelung zu ersetzen. Diese trägt den Titel "Affordable Clean Energy" – bezahlbare saubere Energie. Bundesstaaaten können demnach Klimaschutzvorgaben für Kohlekraftwerke selbst festlegen. Umweltschützer befürchten eine Zunahme klimaschädlicher Treibhausgasemissionen in den USA.
    Auch Facebook hat abgehört und abtippen lassen
    Das Netzwerk Facebook hat offenbar Aufnahmen aus seinem Chatdienst Messenger anhören und abtippen lassen. Facebook räumte dem Informationsdienst Bloomberg gegenüber ein, davon seien Nutzer betroffen gewesen, die die Transkriptions-Funktion für Sprachunterhaltungen eingeschaltet hätten. Mitarbeiter hätten überprüfen sollen, ob die Software die gesprochenen Sätze korrekt verstanden habe. Die Nachrichten seien anonymisiert worden. Inzwischen sei das Vorgehen gestoppt worden. In den vergangenen Wochen waren auch Amazon, Apple und Google in die Kritik geraten, weil sie Mitschnitte auswerten ließen.
    US-Justizminister versetzt Gefängnisdirektor nach Epstein-Tod
    US-Justizminister William Barr zieht aus dem Tod des US-Unternehmers Jeffrey Epstein in einer New Yorker Gefängniszelle Konsequenzen. Der Direktor der Haftanstalt werde während der laufenden Untersuchungen versetzt. Zudem seien die beiden Wachen, die mit der Aufsicht Epsteins in dessen Todesnacht betraut waren, beurlaubt worden, teilte eine Sprecherin des Ministeriums mit. US-Justizminister Barr hatte zuvor "schwere Unregelmäßigkeiten" in der Haftanstalt beklagt und eine gründliche Untersuchung des Falles angekündigt.
    10 min
  • 13.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Senat in Rom stimmt über Termin für Misstrauensvotum ab
    In Italien entscheidet der Senat am heutigen Abend über einen Termin für das Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Guiseppe Conte. Dazu wurden die Senatoren aus der Sommerpause nach Rom beordert. Die Abstimmung wurde notwendig, weil sich die Fraktionsvorsitzenden nicht auf einen Termin verständigen konnten. Vorgeschlagen ist der 20. August. Der Antrag für das Misstrauensvotum wurde von der rechtsgerichteten Lega von Innenminister Matteo Salvini eingebracht, der damit möglichst schnell eine Neuwahl erreichen will. Salvini hat die Koalition mit der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung aufgekündigt.
    USA ermutigen britische Regierung zu hartem Brexit
    Die US-Regierung befürwortet einen EU-Austritt Großbritanniens auch ohne Abkommen. Der Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump erklärte bei einem Besuch in London, man werde einen No-Deal-Brexit, so wörtlich, "mit Begeisterung" unterstützen. Dem US-Präsidenten sei an einem erfolgreichen Ausstieg Großbritanniens aus der EU am 31. Oktober gelegen, sagte Bolton vor Journalisten. Er stellte zudem ein Handelsabkommen in Aussicht. Zuvor hatte sich Bolton mit Premierminister Boris Johnson und anderen hochrangigen Vertretern der britischen Regierung getroffen.
    USA verschärfen die Regeln für die Green Card
    Die US-Regierung verschärft die Regeln für Einwanderer, die die sogenannte Green Card erhalten wollen. Die Aufenthaltserlaubnis werde ab Oktober nur noch Antragstellern gewährt, die keine Unterstützung von staatlichen Hilfsprogrammen benötigten. Das teilte der Vize-Direktor der Einwanderungsbehörde, Ken Cuccinelli, mit. Dazu zählten unter anderem Lebensmittelkarten und Wohngeld. Cuccinelli betonte, mit der neuen Regelung wolle die Regierung sicherstellen, dass Einwanderer auf eigenen Füßen stehen könnten. Die Green Card erlaubt den unbefristeten Aufenthalt und das Arbeiten in den USA.
    Hongkonger Regierungschefin Lam kritisiert Demonstranten
    Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam hat die anhaltenden Proteste in der Stadt scharf kritisiert. Es habe zahlreiche "illegale Aktivitäten im Namen der Freiheit" gegeben, sagte sie. Lam verteidigte zudem das harte Vorgehen der Polizei. Zuvor hatte Chinas Zentralregierung erklärt, bei den seit rund zwei Monaten andauernden Demonstrationen hätten sich "Keime von Terrorismus" gezeigt. Das schürt Sorgen, dass die Sicherheitskräfte demnächst noch härter durchgreifen könnten. Die Demonstranten fürchten um Hongkongs liberale Sonderrechte und werfen Lam eine zu große Nähe zur Führung in Peking vor.
    Maduro will offenbar Parlament auflösen
    Venezuelas Präsident Nicolás Maduro will offenbar das von der Opposition kontrollierte Parlament auflösen. Die regierungstreue Verfassungsgebende Versammlung setzte eine Kommission ein, die den Termin für die Parlamentswahl festlegen soll. Wahlen müssten stattfinden, weil die Nationalversammlung nicht mehr funktioniere, hieß es. Außerdem wurde die Immunität von vier Oppositionsabgeordneten aufgehoben. Ihnen wird Verrat und Verschwörung vorgeworfen. Parlamentspräsident Juan Guaidó erklärte, die Entscheidungen seien verfassungswidrig und hätten keine Gültigkeit.
    Mann sticht in Sydney auf Passanten ein
    In der Innenstadt von Sydney hat ein Mann auf offener Straße auf eine Frau eingestochen und weitere Passanten verfolgt. Die australische Polizei nahm den Verdächtigen fest. In Fernsehberichten war zu sehen, wie der Mann "Allahu Akbar" sowie "Erschießt mich" rief. Der Zustand der Frau ist der Polizei zufolge stabil. Im November vergangenen Jahres hatte ein aus Somalia stammender Mann in der Innenstadt von Melbourne drei Menschen erstochen. Dann attackierte er eintreffende Polizisten und wurde schließlich erschossen. Er hatte sich offenbar auf die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" berufen.
    WWF: Tierbestände in Wäldern seit 1970 mehr als halbiert
    Die weltweiten Bestände zahlreicher Tierarten in Wäldern haben sich laut einer Untersuchung in den vergangenen Jahrzehnten mehr als halbiert. Zwischen 1970 und 2014 schrumpften die 455 untersuchten Populationen um durchschnittlich 53 Prozent, teilte die Umweltstiftung WWF unter Berufung auf eine eigene Analyse mit. Besonders betroffen seien die Tropen und der Amazonas-Regenwald. Als Hauptgrund für die Entwicklung wurde "durch Menschen verursachter Lebensraumverlust" genannt.
    8 min
  • 12.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Konservativer gewinnt Präsidentenwahl in Guatemala
    Der rechtskonservative Politiker Alejandro Giammattei hat die Stichwahl um das Präsidentenamt in Guatemala gewonnen. Nach Auszählung von mehr als 90 Prozent der Wahllokale kommt Giammattei auf knapp 60 Prozent der Stimmen. Seine Rivalin, die Sozialdemokratin und frühere Präsidentengattin Sandra Torres, liegt bei etwa 40 Prozent. Im Wahlkampf in dem mittelamerikanischen Land hatte ein Asylabkommen mit den USA eine große Rolle gespielt, das kürzlich von US-Präsident Donald Trump durchgesetzt worden war.
    Ex-Regierungschef will Übergangsregierung in Italien
    Der frühere italienische Ministerpräsident Matteo Renzi hat sich für die Bildung einer Übergangsregierung aus Technokraten ausgesprochen, um rasche Neuwahlen in Italien zu verhindern. Der Sozialdemokrat schlug vor, dass ein breites Spektrum von Parteien eine solche Technokratenregierung unterstützen solle, um das Land vor einem "extremistischen" Kurs zu bewahren. Nach dem Bruch der populistischen Regierungskoalition aus Lega und fünf Sterne sollen heute im italienischen Parlament Beratungen über einen Misstrauensantrag gegen Ministerpräsident Giuseppe Conte starten.
    Zahl der Toten durch Taifun "Lekima" in China steigt auf über 40
    In China werden die Folgen des Taifuns "Lekima" sichtbar. Der Wirbelsturm wütete am Samstag mit heftigem Regen, hohen Wellen und Sturmböen an der Ostküste und tags darauf in der Provinz Shandong. Die Zahl der Todesopfer ist mittlerweile auf mindestens 44 gestiegen. Außerdem werden noch 17 Menschen vermisst, wie chinesische Staatsmedien berichteten. Die meisten Opfer gab es in der Provinz Zhejiang, wo unter anderem ein Erdrutsch einen Fluss angestaut hatte. Die Wassermassen brachen sich schließlich Bahn und rissen die Menschen mit.
    Brasiliens Präsident erklärt deutsche Fördermittel für verzichtbar
    Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hält deutsche Fördermittel für Waldschutzprojekte in seinem Land für verzichtbar. Brasilien brauche das Geld nicht, sagte Bolsonaro in der Hauptstadt Brasilia. Er reagierte damit auf Äußerungen von Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Die SPD-Politikerin hatte dem "Tagesspiegel" gesagt, die Projektzusammenarbeit könne erst dann wieder fortgeführt werden, wenn Klarheit darüber herrsche, ob eine konsequente Reduzierung der Abholzungen verfolgt werde. Laut dem Bericht geht es in einem ersten Schritt um einen Betrag von rund 35 Millionen Euro.
    Afghanischer Präsident kritisiert US-Verhandlungen mit Taliban
    Der afghanische Präsident Aschraf Ghani hat die Verhandlungen der USA mit den radikalislamischen Taliban kritisiert. Die Zukunft des Landes könne nicht von außen entschieden werden, sagte Ghani in der Hauptstadt Kabul. Niemand dürfe sich in innere Angelegenheiten einmischen. Am 28. September wählen die Afghanen einen neuen Präsidenten. Diese Wahl werde dem nächsten Präsidenten ein starkes Mandat geben, sagte der Präsident. Der US-Sondergesandte Zalmay Khalilzad und die Taliban wollen bis zum 1. September unter Ausschluss der Regierung in Kabul ein Abkommen aushandeln.
    Angriff in Oslo war versuchter Terror
    Die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg hat den bewaffneten Angriff auf eine Moschee bei Oslo verurteilt. Das sei ein Angriff auf die Muslime im Land und auf die Religionsfreiheit, sagte Solberg. Die Polizei geht von einem "versuchten Terroranschlag" aus. Der mutmaßliche Täter vertrete rechtsextreme Ansichten, so die Polizei. Der gebürtige Norweger war am Samstag bewaffnet in die Al-Noor-Moschee in der Nähe von Oslo eingedrungen. Dort verletzte er einen Mann. In der Wohnung des Angreifers wurde später die Leiche einer jungen Frau gefunden. Es handelt sich um dessen Stiefschwester.
    Viele Tankstellen in Portugal sind leergetankt
    In Portugal sind mitten in der Urlaubszeit zahlreiche Tankstellen leergetankt. "Leer" stand auf Schildern an Tankstellen in Lissabon und in anderen Teilen des Landes. Viele Autofahrer hatten vor dem Beginn eines unbefristeten Streiks der Tanklastwagenfahrer am Montag noch ihre Fahrzeuge vollgetankt. Der Treibstoffverkauf habe sich in den vergangenen Tagen fast verdoppelt, sagte Regierungschef Antonio Costa. Die Gewerkschaften fordern höhere Gehälter für die Fahrer der Tanklastwagen. Die portugiesische Regierung hat vorsorglich den "Energienotstand" ausgerufen und Rationierungen angekündigt.
    10 min
  • 10.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Supertaifun "Lekima" trifft auf Chinas Küste
    Der als Supertaifun eingestufte Sturm "Lekima" hat Chinas Ostküste erreicht. Der Taifun traf mit Windgeschwindigkeiten von 187 Stundenkilometern bei der Stadt Wenling an Land. Angesichts heftiger Regenfälle warnten die Behörden vor Sturzfluten und Schlammlawinen. Mehr als eine Million Menschen mussten ihre Häuser verlassen. "Lekima" ist bereits der neunte Taifun in der Region in diesem Jahr. Am Freitag war der Sturm über den Norden Taiwans hinweggezogen. Neun Menschen wurden verletzt, Zehntausende Haushalte waren ohne Strom. Mehr als 500 Flüge wurden gestrichen.
    Tornado verursacht schwere Schäden in Luxemburg
    Ein heftiger Wirbelsturm fegte am Freitagabend durch den Südwesten von Luxemburg und richtete dabei schwere Schäden an. 14 Menschen wurden nach Angaben der Regierung verletzt, davon zwei schwer. Besonders hart getroffen wurden demnach die Orte Petingen und Kaerjeng. Dort wurden insgesamt rund 160 Häuser beschädigt. Auch auf deutscher Seite sorgten schwere Unwetter für vollgelaufene Keller und umgestürzte Bäume. Bei einem Blitzeinschlag im baden-württembergischen Rosenfeld-Heiligenzimmern wurden 15 Fußballer während des Trainings leicht verletzt.
    Nordkorea hat offenbar erneut Raketen getestet
    Nur Stunden nachdem US-Präsident Donald Trump Verständnis für Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un geäußert hatte, hat das Land offenbar erneut Raketen getestet. Nach Angaben des südkoreanischen Militärs wurden zwei Flugkörper von der Ostküste Nordkoreas aus gestartet und stürzten dann ins Japanische Meer. Es war bereits der fünfte Raketentest innerhalb von zwei Wochen. Zuletzt feuerte Pjöngjang am Dienstag zwei mutmaßliche Kurzstreckenraketen ab - nur einen Tag nach dem Beginn von Militärübungen von USA und Südkorea.
    Polizeibericht belegt rassistisches Motiv des Täters von El Paso
    Der Amoklauf in der US-Grenzstadt El Paso hat sich nach Angaben des Täters gezielt gegen Mexikaner gerichtet. In einem Polizeibericht heißt es, der 21-jährige Angreifer habe ausgesagt, dass er bei der Attacke "Mexikaner" ins Visier genommen habe. Der Angreifer hatte am vergangenen Samstag in einem Einkaufszentrum im texanischen El Paso 22 Menschen getötet. Acht der Todesopfer waren Mexikaner. Die Ermittler gingen früh von einem rassistischen Motiv aus: Der Täter hatte vor der Attacke ein rechtsextremes Manifest gegen Einwanderer aus Lateinamerika im Internet veröffentlicht.
    Große Teile Londons und Großbritanniens von Stromausfall betroffen
    In London und Teilen Großbritanniens hat es am Freitag großflächige Stromausfälle gegeben. Betroffen davon waren Züge, Flughäfen, Tausende Haushalte und sogar ein Krankenhaus. Weil mancherorts auch die Ampeln ausfielen, mahnte die Londoner Nahverkehrsgesellschaft zu Vorsicht im Straßenverkehr. Grund für die Panne waren nach Angaben des Netzbetreibers National Grid zwei fehlerhafte Stromgeneratoren. Die Probleme seien inzwischen behoben worden, teilte das Unternehmen am Abend mit.
    Deutschland setzt Förderung von Umweltprojekten in Brasilien aus
    Die deutsche Regierung will die Förderung von Projekten zum Schutz von Wäldern und Artenvielfalt in Brasilien stoppen. Der Grund sei die starke Zunahme der Regenwald-Rodungen in dem südamerikanischen Land. Bundesumweltministerin Svenja Schulze sagte, die Politik der brasilianischen Regierung lasse Zweifel aufkommen, ob eine konsequente Reduzierung der Entwaldungsraten noch verfolgt werde. Der neue brasilianische Präsident Jair Bolsonaro will keine weiteren Schutzgebiete ausweisen, mehr Rodungen zulassen und die Amazonasregion wirtschaftlich stärker nutzen.
    Inder pflanzen 220 Millionen neue Bäume
    In Indien haben Menschen an nur einem Tag 220 Millionen neue Bäume gepflanzt. An der Aktion im Bundesstaat Uttar Pradesh nahmen über eine Million Menschen teil, darunter Schüler, Beamte und Abgeordnete. Eine ähnliche Kampagne hatte Anfang vergangener Woche im afrikanischen Äthiopien stattgefunden. Bei einer landesweiten Pflanzaktion wurden dort innerhalb eines Tages 350 Millionen Bäume gepflanzt. Die Bäume entziehen der Luft das Kohlendioxid und können so den Klimawandel bremsen.
    7 min

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