Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 30.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Britisches Unterhaus stimmt für vorgezogene Neuwahlen
    Großbritannien wählt am 12. Dezember vorzeitig ein neues Parlament. Einen entsprechenden Gesetzesvorschlag von Premierminister Boris Johnson billigte das Unterhaus. 438 Abgeordnete stimmten für die Vorlage, 20 dagegen. Die oppositionelle Labour-Partei hatte zuvor ihren Widerstand gegen die Abstimmung über vorgezogene Neuwahlen aufgegeben. Mit der Verschiebung des EU-Austritts auf den 31. Januar sei die Gefahr eines ungeregelten Brexit nicht mehr gegeben, erklärte Labour-Chef Jeremy Corbyn.
    Erstmals tagt syrischer Verfassungsausschuss
    Nach achteinhalb Jahren Bürgerkrieg in Syrien setzen sich Regierung und Opposition nun erstmals an den Verhandlungstisch. Gemeinsam mit Vertretern der Zivilgesellschaft und mit Unterstützung der Vereinten Nationen wollen beide Seiten in Genf eine neue Verfassung ausarbeiten. Der Verfassungsausschuss ist mit je 50 Vertretern der Regierung, der Opposition und der Zivilgesellschaft besetzt. Im syrischen Bürgerkrieg wurden mehr als 400.000 Menschen getötet und Millionen Menschen vertrieben. Weite Teile des Landes sind zerstört.
    Türkei will nicht dauerhaft in Nordsyrien bleiben
    Die Regierung in Ankara hat die Rückgabe türkisch kontrollierter Gebiete in Nordsyrien an die Führung in Damaskus in Aussicht gestellt. Wenn die syrische Regierung in der Lage sei, ihr Territorium zu schützen und "Terrororganisationen" zu bekämpfen, dann sollten alle Gebiete an Syrien übergeben werden, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu in Genf. Nach russischen Angaben haben sich inzwischen alle kurdischen YPG-Einheiten aus der Region zurückgezogen. 34.000 Kämpfer seien mit Waffen und Militärtechnik aus Nordsyrien abgezogen, hieß es.
    Deutschland kritisiert China wegen Uiguren-Politik
    Deutschland und viele weitere Länder haben die chinesische Regierung wegen ihrer Unterdrückung der Minderheit der Uiguren kritisiert. Die chinesische Führung solle von der willkürlichen Inhaftierung von Uiguren und Angehörigen anderer muslimischer Gemeinschaften Abstand nehmen, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Bundesrepublik mit den USA, Großbritannien und 20 anderen Staaten vor den Vereinten Nationen in New York. China müsse seine nationalen und internationalen Verpflichtungen zur Achtung der Menschenrechte und der Glaubensfreiheit einhalten.
    US-Gericht stoppt Herausgabe von Mueller-Bericht
    Ein US-Berufungsgericht hat die Herausgabe der ungeschwärzten Fassung des Berichts von Sonderermittler Robert Mueller zur Russlandaffäre um Präsident Donald Trump an den Kongress per einstweiliger Verfügung gestoppt. Dies gelte bis zu einer abschließenden Bewertung der Berufung. Die US-Demokraten haben wiederholt Einsicht in den vollständigen Mueller-Bericht verlangt. Eine Bundesrichterin gab ihnen zuletzt recht und ordnete die Herausgabe des Textes an den Justizausschuss im Repräsentantenhaus an. Das Justizministerium legte Berufung ein.
    US-Repräsentantenhaus stuft Massaker an Armeniern als Völkermord ein
    Erstmals hat mit dem Repräsentantenhaus eine Kammer des US-Kongresses die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs offiziell als Völkermord eingestuft. Die entsprechende Resolution wurde mit einer klaren Mehrheit von 405 zu 11 Stimmen verabschiedet. Die Türkei, die den Begriff Völkermord zurückweist, reagierte erbost. Das Außenministerium in Ankara erklärte, der Beschluss gefährde die Beziehungen zwischen der Türkei und den USA in Zeiten großer Risiken für die internationale und regionale Sicherheit.
    Richter stoppt striktes Abtreibungsverbot in Alabama
    Ein Bundesgericht hat das neue strikte Abtreibungsgesetz in Alabama gestoppt, das Mitte November in Kraft treten sollte. Richter Myron Thompson erließ in Montgomery eine einstweilige Verfügung, die den Zugang zu legalen Schwangerschaftsabbrüchen in dem südlichen Bundesstaat weiter ermöglichen soll. Das Gesetz widerspreche der Verfassung der Vereinigten Staaten, begründete er seine Entscheidung. Befürworter und Gegner von Schwangerschaftsabbrüchen hoffen, dass irgendwann der Supreme Court in den USA ein neues Grundsatzurteil zu dem Thema fällt.
    10 min
  • 29.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Hongkonger Aktivist Wong darf bei Kommunalwahl nicht antreten
    Der Hongkonger Aktivist Joshua Wong darf bei der Kommunalwahl im November nicht antreten. Der Anführer der Demokratiebewegung in der chinesischen Sonderverwaltungsregion sei als Kandidat disqualifiziert worden, weil er für die Selbstbestimmung Hongkongs eintrete, teilten die Behörden mit. Die Regierung von Hongkong erklärte nur, ein Bewerber sei nicht zugelassen worden, weil der Einsatz für das Recht auf Selbstbestimmung gegen das Wahlgesetz verstoße. Wong selbst sprach von politischer Zensur. Er sei als einziger von mehr als 1100 Kandidaten ausgeschlossen worden, beklagte der 22-Jährige.
    Mindestens 17 Demonstranten im Irak getötet
    Bei neuen Protesten gegen die Regierung im Irak sind mindestens 17 Menschen getötet worden. Allein in der im Zentrum des Landes gelegenen Schiiten-Hochburg Kerbela starben in der Nacht Sicherheitskreisen zufolge 14 Menschen, 865 seien verletzt worden. Im südlichen Nassirija erlagen nach Angaben von Ärzten drei Demonstranten ihren Verletzungen. Damit sind seit Ausbruch der Unruhen Anfang Oktober mindestens 250 Menschen getötet worden. Der Zorn der Demonstranten richtet sich gegen die Regierung in Bagdad und eine Elite, der sie Korruption vorwerfen. Hinzu kommt die schlechte Wirtschaftslage.
    Johnson scheitert wieder mit Neuwahl
    Trotz der Einigung der EU-Mitglieder auf einen weiteren Brexit-Aufschub um bis zu drei Monate hält die innenpolitische Blockade Großbritanniens an. Das Londoner Unterhaus lehnte die von Premierminister Boris Johnson geforderten vorgezogenen Neuwahlen am 12. Dezember ab. Johnson kündigte im Anschluss einen neuen Anlauf für diesen Dienstag an. Zuvor hatte er die von der EU gewährte Fristverlängerung für den Brexit bis zum 31. Januar angenommen.
    Demokraten treiben Amtsenthebungsverfahren voran
    Die US-Demokraten wollen ihre Ermittlungen zu einem möglichen Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump durch ein Votum im Repräsentantenhaus untermauern. Es soll nach Angaben der Anführerin der Oppositionspartei in der Kongresskammer, Nancy Pelosi, am Donnerstag stattfinden. Damit könne das Weiße Haus das Fehlen eines Plenarbeschlusses nicht mehr als "grundlose" Ausrede nutzen, um die Untersuchung zu boykottieren, erklärte Pelosi. Mit dem Votum soll auch der Justizausschuss eine größere Rolle bei der Vorbereitung der eigentlichen Abstimmung zur Amtsenthebung bekommen.
    Neue Minister beruhigen Chilenen nicht
    In Chile hat es trotz einer umfassenden Regierungsumbildung durch Präsident Sebastián Piñera neue Proteste gegeben. Tausende Menschen demonstrierten in der Hauptstadt Santiago de Chile gegen niedrige Löhne, zu hohe Lebenshaltungskosten und die ungleiche Verteilung des Wohlstands. Hunderte Demonstranten lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei. Piñera hatte am Montag acht der 24 Minister ausgetauscht. Er entließ auch den umstrittenen Innenminister Andrés Chadwick.
    Jüdischer Weltkongress ehrt Merkel mit Theodor-Herzl-Preis
    Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in München mit dem Theodor-Herzl-Preis des Jüdischen Weltkongresses (WJC) ausgezeichnet worden. WJC-Präsident Ronald S. Lauder würdigte die Kanzlerin als "Wächterin der Demokratie und der Zivilisation". Merkel rief die Gesellschaft zum Schulterschluss gegen jede Form des Antisemitismus auf. Jüdisches Leben sei "Teil der Identität Deutschlands", und Israels Sicherheit sei deutsche Staatsräson, bekräftigte sie. Mit dem Theodor-Herzl-Preis werden jährlich Persönlichkeiten geehrt, die sich für eine sichere und tolerante Welt für das jüdische Volk einsetzen.
    Der Hund, der den IS-Chef jagte
    Der bei dem US-Militäreinsatz gegen IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi verletzte Hund wird von Präsident Donald Trump und der Spitze der US-Streitkräfte mit Lob überschüttet. Der "wunderbare" Hund habe einen "großartigen Job bei Festnahme und Tötung" al-Bagdadis geleistet, schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter und veröffentlichte ein Foto des Tieres. Der Hund hatte den Chef der Terrormiliz bei dem Einsatz in der Nacht zum Sonntag in einen Tunnel verfolgt, wo sich dieser dann in die Luft sprengte. Das Tier ist laut Pentagon inzwischen wieder fast genesen.
    10 min
  • 28.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Rot-Rot-Grün verliert Mehrheit bei Landtagswahl in Thüringen
    Bei der Landtagswahl in Thüringen ist die Linke von Ministerpräsident Bodo Ramelow mit einem Rekordergebnis von 31 Prozent erstmals bei einer Wahl stärkste Kraft geworden. Platz zwei erreichte mit 23,4 Prozent die rechtspopulistische AfD, die ihr Ergebnis mehr als verdoppelte. Die CDU verlor ein Drittel an Stimmen und fiel auf 21,8 Prozent. Die SPD sackte auf einen Tiefstand von 8,2 Prozent ab, während Grüne und FDP mit 5,2 und 5,0 Prozent knapp in den Landtag kamen. Ramelows rot-rot-grüne Koalition hat damit keine Mehrheit mehr. Auf Thüringen kommt eine schwierige Regierungsbildung zu.
    Zweiter schwerer Schlag gegen Terrormiliz IS
    Durch eine Militäraktion mit US-Beteiligung hat die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) eine weitere Führungskraft verloren. In der syrischen Provinz Aleppo wurde bei einem Einsatz von US-Soldaten und Vertretern des Geheimdienstes der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) IS-Sprecher Abu Hassan al-Muhadschir getötet. Ein ranghohes kurdisches SDF-Mitglied sagte, Al-Muhadschir sei die rechte Hand von IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi gewesen. Stunden zuvor hatte US-Präsident Donald Trump mitgeteilt, dass Al-Bagdadi bei einer US-Kommandoaktion im Nordwesten Syriens getötet worden sei.
    Mitte-Links-Politiker Fernández gewinnt Wahl in Argentinien
    Der Oppositionskandidat Alberto Fernández hat die Präsidentenwahl in Argentinien gewonnen. Amtsinhaber Mauricio Macri gestand die Niederlage ein und gratulierte dem Sieger. Nach Auszählung fast aller Stimmen kam der Peronist Fernández auf knapp 48 Prozent der Stimmen. Der wirtschaftsliberale Macri erhielt nur 41 Prozent. Nach jetzigem Stand ist eine Stichwahl nicht nötig. Die Wähler erteilten damit Macris harter Sparpolitik inmitten einer Wirtschaftskrise eine Abfuhr. Fernández war mit der umstrittenen Ex-Präsidentin Cristina Kirchner angetreten, die das Amt der Vize-Präsidentin anstrebt.
    Stichwahl in Uruguay angesetzt
    Uruguay wird den Nachfolger des sozialistischen Präsidenten Tabaré Vázquez in einer Stichwahl bestimmen. Nach Auszählung von mehr als 95 Prozent der Stimmen erreichte kein Kandidat die absolute Mehrheit. Daniel Martínez vom linken Regierungsbündnis Frente Amplio kam demnach auf knapp 39 Prozent, Luis Lacalle Pou von der konservativen Nationalpartei auf gut 28 Prozent. Die Stichwahl soll in knapp einem Monat stattfinden. Bei der Parlamentswahl, die ebenfalls am Sonntag abgehalten wurde, verlor die Regierungskoalition ihre Mehrheit. Im Zentrum der Kampagnen stand die kriselnde Wirtschaft.
    Wachsender Widerstand gegen Präsident Morales in Bolivien
    Eine Woche nach der Präsidentenwahl in Bolivien und dem umstrittenen Sieg von Amtsinhaber Evo Morales formiert sich massiver Widerstand in den Reihen der Opposition. Ein breites Bündnis aus Vertretern mehrerer Parteien der Mitte und des rechten Spektrums sowie der Zivilgesellschaft forderte die Annullierung der Wahl vom 20. Oktober. Die Gruppe namens Komitee zur Verteidigung der Demokratie verlangte zudem die Einrichtung eines neuen obersten Wahlgerichts, das unparteiische Wahlen organisieren soll. Der Anführer der Gruppe, Waldo Albarracín, rief zu weiteren Protesten gegen die Regierung auf.
    Hamilton gewinnt Formel-1-Rennen in Mexiko
    Der britische WM-Titelverteidiger Lewis Hamilton muss noch mindestens eine Woche auf den vorzeitigen Gewinn seines sechsten Formel-1-Titels warten. Der Mercedes-Pilot gewann zwar den Großen Preis von Mexiko, doch sein finnischer Teamkollege und Titelrivale Valtteri Bottas vertagte Hamiltons Krönung durch den dritten Platz hinter dem deutschen Ferrari-Piloten Sebastian Vettel. Beim drittletzten Saisonrennen am nächsten Sonntag in Austin im US-Bundesstaat Texas reicht Hamilton jedoch selbst im Falle eines Sieges von Bottas schon ein achter Rang zur erfolgreichen Titelverteidigung.
    9 min
  • 26.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Erneute Massendemonstrationen für Reformen in Chile
    Mehr als eine Million Demonstranten haben in Santiago de Chile tiefgreifende soziale Reformen gefordert. Sie marschierten ohne Zwischenfälle am Regierungsgebäude vorbei und forderten Präsident Sebastián Piñera zum Rücktritt auf. Auch in Valparaíso, Punta Arenas, Viña del Mar und anderen Städten gab es Demonstrationen. Die Protestwelle hatte sich vor einer Woche an der Erhöhung der Preise für U-Bahn-Tickets entzündet. Inzwischen verlangen die Chilenen auch höhere Löhne und Renten und die Senkung der Medikamentenpreise. Bei Unruhen wurden mindestens 19 Menschen getötet.
    US-Gericht ordnet Übergabe von ungeschwärztem Mueller-Bericht an
    Das US-Justizministerium muss dem Justizausschuss im Repräsentantenhaus nach einem Gerichtsurteil den ungeschwärzten Bericht des Russland-Sonderermittlers Robert Mueller aushändigen. Bundesrichterin Beryl Howell setzte dem Ministerium dafür eine Frist bis Mittwoch. Die Anordnung gilt auch für bisher zurückgehaltene Mitschriften oder Beweise, auf die in den geschwärzten Teilen verwiesen wurde. Die Regierung kann dagegen Berufung einlegen. Im Streit um die Veröffentlichung des Berichts haben die Demokraten, die das Repräsentantenhaus dominieren, damit einen juristischen Punktsieg errungen.
    US-Haushaltsdefizit steigt auf höchsten Stand seit sieben Jahren
    Die US-Regierung hat das abgelaufene Fiskaljahr 2018/19 mit dem höchsten Haushaltsdefizit seit sieben Jahren beendet. Trotz steigender Steuereinnahmen, einer wachsenden Wirtschaft und einem boomenden Arbeitsmarkt stieg der Fehlbetrag in den zwölf Monaten bis Ende September auf 984 Milliarden Dollar. Das entspricht laut Finanzministerium einem Anstieg von 26 Prozent. Die Defizitquote zum Bruttoinlandsprodukt legte damit um 0,8 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent zu. Ursachen sind unter anderem das Steuersenkungsprogramm von Präsident Donald Trump und höhere Militärausgaben
    Zehntausende fliehen vor den Bränden in Kalifornien
    Mehrere tausend Feuerwehrmänner sind im Einsatz, um die Brände in der nördlichen Weinbauregion von Sonoma und im südkalifornischen Santa Clarita einzudämmen. Heißes, trockenes Wetter und starke Winde fachen die Flammen an. In Sonoma County, rund 120 Kilometer nördlich von San Francisco, haben sich die Flammen auf einer Fläche von mehr als 95 Quadratkilometern ausgebreitet. Viele Wohnhäuser wurden zerstört. Das sogenannte Tick-Feuer, rund 50 Kilometer nördlich von Los Angeles, hat eine Fläche von knapp 18 Quadratkilometern verkohlt. 50.000 Menschen mussten sich in Sicherheit bringen.
    Viele Todesopfer bei Protesten gegen Regierung in Äthiopien
    Bei Protesten gegen den äthiopischen Regierungschef Abiy Ahmed und gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Volksgruppen sind in Äthiopien mindestens 67 Menschen getötet worden. Etwa 55 Menschen seien bei Kämpfen zwischen Angehörigen verschiedener Ethnien in der Region Oromia in den vergangenen Tagen ums Leben gekommen, sagte der regionale Polizeichef Kefyalew Tefera. Die anderen Opfer seien von der Polizei getötet worden. Auslöser für die Proteste waren Gerüchte über eine angebliche Misshandlung des Abiy-Kritikers und Internetaktivisten Jawar Mohammed
    Verurteilte russische Spionin Maria Butina in USA freigelassen
    Die Russin Maria Butina, die in den USA wegen illegaler Agententätigkeit zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt worden war, ist aus dem Gefängnis entlassen worden. Ein Sprecher des Bundesgefängnisses in Tallahassee in Florida sagte, die Frau sei Beamten der Polizei- und Zollbehörde ICE übergeben worden. Sie sollen die 30-Jährige nach Angaben von Butinas Anwalt zurück nach Russland begleiten. Butina hatte vor Gericht eingeräumt, unter Anleitung eines Moskauer Regierungsvertreters in den USA tätig gewesen zu sein. Ihre Aktivitäten umfassten demnach auch die Zeit des Präsidentschaftswahlkampfs 2016
    Fußball-Bundesliga: Mainz besiegt Köln 3:1
    Mit einer Energieleistung und einem Traumtor von Robin Quaison hat der FSV Mainz 05 die Abstiegsplätze in der Fußball-Bundesliga verlassen. Die Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz siegte im Kellerduell mit dem Aufsteiger 1. FC Köln 3 zu 1. Sie schob sich durch den dritten Saisonerfolg in der Tabelle am Rivalen aus der Domstadt vorbei und belegt zumindest für eine Nacht den 13. Platz.
    8 min
  • 25.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Panzer sollen syrische Ölfelder schützen
    Nach dem US-Truppenabzug aus dem nordsyrischen Grenzgebiet zur Türkei will das Pentagon zusätzliche militärische Kräfte zum Schutz der Ölfelder in den Osten Syriens schicken. Im Gespräch sind bis zu 30 Abrams-Panzer und US-Soldaten. Sie sollen verhindern, dass die von Kurden-Milizen kontrollierten Ölfelder wieder an die Terrormiliz "Islamischer Staat" oder an "andere destabilisierende Akteure" fallen, wie ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums erklärte. Die Verstärkung geschehe in Abstimmung mit den US-Partnern, den kurdischen Syrischen Demokratischen Kräften (SDF).
    Türkei schiebt hunderte Syrer rechtswidrig ab
    Schon Monate vor dem Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien hat die Türkei nach einem Bericht von Amnesty International hunderte syrische Flüchtlinge rechtswidrig abgeschoben. Die türkischen Behörden erklärten dagegen, 315.000 Syrer seien freiwillig in die Heimat zurückgekehrt. Betroffene schilderten allerdings, sie seien bedroht und geschlagen worden. Amnesty rief die Türkei auf, die Abschiebungen zu stoppen und abgeschobene Syrer wieder zurückzuholen. Laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk leben insgesamt 3,6 Millionen syrische Flüchtlinge in der Türkei.
    US-Vizepräsident wirft China Wirtschaftsspionage vor
    US-Vizepräsident Mike Pence hat China den Diebstahl von Betriebsgeheimnissen in großem Stil und weitere unfaire Handelspraktiken vorgeworfen. Chinas Verhalten sei in den vergangenen Jahren noch aggressiver und destabilisierender geworden, sagte er. Dies koste amerikanische Firmen jährlich viele Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig zeigte sich Pence zuversichtlich, dass es den beiden größten Volkswirtschaften noch gelingen könnte, ein umfassendes und faires Handelsabkommen zu schließen. An diesem Freitag sollen die Gespräche hierüber fortgesetzt werden.
    Evo Morales bleibt in Bolivien an der Macht
    Boliviens linker Staatschef Evo Morales hat die Präsidentenwahl nach Angaben der Wahlkommission schon im ersten Durchgang gewonnen. Nach Abschluss der vorläufigen Stimmenauszählung kam Morales auf gut 47 Prozent, sein konservativer Herausforderer Carlos Mesa auf knapp 37 Prozent. Der seit 2006 amtierende Präsident steht damit vor seiner vierten Amtszeit, allerdings gibt es Vorwürfe der Wahlmanipulation. Mesa will deshalb das Ergebnis nicht anerkennen und fordert eine Stichwahl. Auch Wahlbeobachter der Organisation Amerikanischer Staaten und die EU plädieren dafür.
    Menschenrechtler fordern Thailand zu demokratischem Wandel auf
    In Thailand werden Presse- und Meinungsfreiheit nach einem Bericht von Human Rights Watch auch nach der jüngsten Parlamentswahl unterdrückt. Die Menschenrechtsorganisation warf dem ehemaligen Putschgeneral Prayut Chan-o-cha und seiner Regierung vor, Kritiker weiterhin verfolgen und verhaften zu lassen. Zugleich appellierte sie an den Regierungschef, demokratischen Wandel zu ermöglichen. Prayut steht inzwischen als gewählter Premierminister an der Spitze einer zivilen Regierung. International gab es an den Umständen der Wahl in diesem Frühjahr viel Kritik.
    Wieder wüten Waldbrände in Kalifornien
    Ein Wald- und Buschbrand im US-Bundesstaat Kalifornien hat sich wegen starker Winde innerhalb weniger Stunden auf eine Fläche von mehr als 64 Quadratkilometer ausgebreitet. Das Feuer in der Nähe des Ortes Geyserville nördlich von San Francisco sei derzeit noch außer Kontrolle, erklärte die örtliche Polizei. Im Bezirk Sonoma County - bekannt vor allem als Weinbaugebiet - wurden hunderte Häuser evakuiert. Auch im Süden Kaliforniens wüten mehrere Buschfeuer. Ein Brand - 50 Kilometer nördlich von Los Angeles - bedroht nach Angaben der Behörden eine dicht besiedelte Region.
    Europa-League: Gladbach mit Glück zum Unentschieden in Rom
    Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach hat in der Europa League dank eines Elfmetertores von Kapitän Lars Stindl in letzter Minute einen wichtigen Punkt geholt. Die Mannschaft von Trainer Marco Rose kam beim italienischen Topklub AS Rom zu einem glücklichen 1 zu 1 und darf sich damit weiter berechtigte Hoffnungen machen, international zu überwintern. Die weiteren Ergebnisse in der Fußball-Europa-League mit deutscher Beteiligung: Eintracht Frankfurt gewann gegen Standard Lüttich 2 zu 1 und KAA Gent und der VfL Wolfsburg spielten 2 zu 2 unentschieden.
    9 min
  • 24.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Wieder Massenproteste trotz Ausgangssperre in Chile
    Obwohl die chilenische Regierung Sozialreformen zugunsten ärmerer Bevölkerungsschichten angekündigt hat, sind erneut Hunderttausende Menschen in Santiago de Chile und vielen großen Städten auf die Straßen gegangen. Auf dem zentralen Ñuñoa-Platz in der Hauptstadt weigerten sich Demonstranten, nach Beginn der Ausgangssperre den Platz zu verlassen und wurden von der Polizei mit Tränengas vertrieben. In der fünften Nacht mit Ausgangssperre in Santiago und 18 weiteren Städten kam es wieder zu Plünderungen und Bränden in Supermärkten. Bei Unruhen kamen seit Freitag mindestens 18 Menschen ums Leben.
    US-Republikaner stören Anhörung zu Ukraine-Affäre im Kongress
    Bei der Untersuchung im US-Kongress zur Ukraine-Affäre ist es zu einem Eklat gekommen: Mehr als zwei Dutzend Abgeordnete der Republikaner stürmten unerlaubt in einen Sitzungssaal und verhinderten damit vorübergehend eine Zeugenbefragung. Sie warfen den Demokraten mangelnde Transparenz bei der Ukraine-Untersuchung gegen Präsident Donald Trump vor. In einem abhörsicheren Raum sollte eigentlich die hochrangige Pentagon-Mitarbeiterin Laura Cooper aussagen, die für die Ukraine verantwortlich ist. Die Regeln des Kongresses verbieten den Zutritt zu solchen Räumen ohne Genehmigung.
    Putin wirbt bei Russland-Afrika-Gipfel um Gunst afrikanischer Staatschefs
    Russland will seine Wirtschaftsbeziehungen zu den Staaten Afrikas in den kommenden fünf Jahren ausbauen. Geplant ist eine engere Zusammenarbeit zwischen der Afrikanischen Union und der von Russland initiierten Eurasischen Wirtschaftsunion. Bis 2024 solle das Handelsvolumen rund 40 Milliarden US-Dollar erreichen, sagte Wladimir Putin zum Auftakt des ersten Russland-Afrika-Gipfels in Sotschi. Er wies darauf hin, dass man schon jetzt mehr landwirtschaftliche Erzeugnisse und Technik exportiere als Waffen. An dem zweitägigen Treffen nehmen 44 Staats- und Regierungschefs aus Afrika teil.
    Südafrikas Oppositionsführer tritt wegen Anfeindungen zurück
    Der Chef der größten Oppositionspartei in Südafrika, Mmusi Maimane, hat seinen Rücktritt bekannt gegeben. Es habe "koordinierte Angriffe" aus Teilen seiner Partei gegen seine Politik zugunsten der schwarzen Bevölkerungsmehrheit gegeben, sagte der 39-Jährige auf einer Pressekonferenz in Johannesburg. Maimane war seit seinem Amtsantritt 2015 der erste schwarze Parteichef der Demokratischen Allianz, die lange als Partei der weißen Mittelschicht galt. Er sprach von "Verleumdung" und einer "Hetzkampagne" gegen seine Person.
    Tesla erzielt überraschend einen Quartalsgewinn
    Der US-Elektroautobauer Tesla hat das dritte Quartal überraschend mit Gewinn abgeschlossen. Unterm Strich verdiente Tesla 143 Millionen Dollar, wie die Firma im kalifornischen Palo Alto mitteilte. Damit konnte Tesla-Chef Elon Musk sein Versprechen schwarzer Zahlen doch noch erfüllen. Das hatten ihm Analysten wegen hoher Expansionskosten nicht zugetraut. Der Triumph verblasst aber bei näherer Betrachtung: Das Ergebnis fiel zwar positiv aus, liegt aber 54 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Anleger ließen die Aktie nachbörslich zeitweise um mehr als 20 Prozent steigen.
    Merkel überreicht Afrika-Preis an kenianische IT-Unternehmerin
    Die kenianische IT-Unternehmerin Juliana Rotich ist für ihr soziales unternehmerisches Engagement im Digitalbereich mit dem Deutschen Afrika-Preis ausgezeichnet worden. Kanzlerin Angela Merkel nannte die 42-Jährige bei der Preisverleihung in Berlin eine Inspiration für viele Menschen in Afrika, die zeige, was man mit guten Ideen und Entschlossenheit bewegen könne. Bekannt wurde Rotich vor allem durch eine von ihr entwickelte App, über die Nutzer Informationen aus und über Krisengebiete hochladen und teilen können. Die Plattform wird in über 160 Ländern genutzt, auch nach Naturkatastrophen.
    Sieg für Leipzig in der Fußball-Champions-League
    In der Fußball-Champions-League hat am 3. Spieltag der Gruppenphase RB Leipzig 2 zu 1 gegen Zenit St. Petersburg gewonnen. Die Sachsen haben damit sechs Punkte und alle Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale. Borussia Dortmund verlor nach schwacher Leistung mit 0 zu 2 bei Inter Mailand. Der BVB steht damit vor dem Rückspiel gegen die effektiv spielenden Italiener unter Zugzwang.
    9 min
  • 23.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Historischer Prozess gegen ExxonMobil um Folgen des Klimawandels
    Im Streit um die Auswirkungen des Klimawandels hat in New York ein Verfahren gegen den Erdölriesen ExxonMobil begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem texanischen Konzern vor, Investoren und Aktionäre bewusst getäuscht zu haben, indem er das für sein Geschäft gefährliche Risiko der Erderwärmung heruntergespielt und kleingerechnet habe. Bei dem von Umweltrechtsexperten als "historisch" beschriebenen Prozess wird sich wohl auch der frühere ExxonMobil-Chef und spätere US-Außenminister Rex Tillerson verantworten müssen.
    Brisante Aussage zu US-Ukraine-Affäre
    In der Ukraine-Affäre wächst der Druck auf US-Präsident Donald Trump. Die "New York Times" und die "Washington Post" zitieren aus einer Kongress-Anhörung des geschäftsführenden US-Botschafters in Kiew, William Taylor. Demnach hatte Trump gefordert, sein ukrainischer Amtskollege Wolodymyr Selenskyj müsse öffentlich erklären, er ordne Ermittlungen gegen Hunter Biden an, den Sohn des möglichen US-Präsidentschaftsbewerbers Joe Biden. Nur dann gebe es Militärhilfen, habe der US-Botschafter bei der EU, Gordon Sondland, ihm - Taylor - bestätigt. Trump droht in der Affäre ein Amtsenthebungsverfahren.
    Elf Millionen Nordkoreaner sind mangelernährt
    In Nordkorea leidet nach Erkenntnissen der Vereinten Nationen fast die Hälfte der Bevölkerung unter Mangelernährung. Rund elf Millionen Menschen seien unterernährt, erklärte UN-Sonderberichterstatter Ojea Quintana in New York. Schätzungen zufolge hätten 140.000 Kinder nicht genug zu essen, 30.000 von ihnen hätten ein erhöhtes Todesrisiko. Quintana führt den Zustand auf die Wirtschafts- und Agrarpolitik des kommunistischen Regimes zurück. Verschärft werde der Lebensmittelmangel durch die Klimaverhältnisse, unfruchtbares Land und die negativen Auswirkungen der Sanktionen gegen Pjöngjang.
    China erwägt Hongkongs Regierungschefin auszutauschen
    Die chinesische Führung überlegt laut einem Bericht der "Financial Times" die Absetzung der durch Massenproteste unter Druck geratenen Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam. Dies solle aber erst nach einer Stabilisierung der Lage in der chinesischen Sonderverwaltungszone geschehen, schreibt das Blatt. Lams Nachfolger könne bis März ernannt werden und den Rest ihrer Amtszeit bis 2022 übernehmen. Seit Monaten gehen immer wieder Zehntausende Menschen in Hongkong auf die Straße und demonstrieren gegen Lams Regierung und für Demokratie.
    Zahl der Abschiebungen leicht gesunken
    In den ersten neun Monaten dieses Jahres sind rund 16.800 Asylbewerber aus Deutschland abgeschoben worden - die meisten von ihnen nach Italien. Das berichten die Funke-Medien. Sie zitieren aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Auf das Jahr hochgerechnet gehe die Fraktion von etwa 22.400 Abschiebungen aus, etwas weniger als im Vorjahr. 2018 seien es noch rund 23.600 gewesen. Bei den Zielländern folgten an zweiter und dritter Stelle Albanien und Frankreich. Erstaufnahmeländer in der EU müssen von dort aus weitergereiste Flüchtlinge zurücknehmen.
    Chiles Präsident bietet Reformen an
    Angesichts der Unruhen in Chile hat Präsident Sebastián Piñera ein umfassendes Paket von Sozialmaßnahmen angekündigt. So sollen die Mindestrente um 20 Prozent angehoben und die Strompreise eingefroren werden, wie Piñera bei einer Ansprache im Präsidentenpalast sagte. Piñera bat um Entschuldigung dafür, dass er das Ausmaß der sozialen Unzufriedenheit zuerst nicht erkannt habe. Die gewaltsamen Protestaktionen hatten am Freitag begonnen und sich rasch ausgeweitet. Bisher wurden mindestens 15 Menschen getötet. Hintergrund ist die tiefe Kluft zwischen Arm und Reich in dem südamerikanischen Land.
    Tusk spricht sich für Brexit-Verlängerung aus
    EU-Ratspräsident Donald Tusk wird allen Mitgliedstaaten empfehlen, für eine Verlängerung der Brexit-Frist zu stimmen. Damit solle ein ungeordneter Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union verhindert werden, schrieb Tusk auf Twitter. Die Entscheidung muss einstimmig fallen. Der britische Premierminister Boris Johnson hatte die Brexit-Gesetzgebung auf Eis gelegt, nachdem das Parlament in London seinen Zeitplan für die Debatte abgelehnt hatte. Er sei weiter gegen eine Fristverlängerung, sagte Johnson. Großbritannien werde die Vorbereitungen auf einen Austritt ohne Abkommen verstärken.
    10 min
  • 22.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.AKK für internationale Sicherheitszone in Syrien
    Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) macht sich für eine international kontrollierte Sicherheitszone in Nordsyrien stark. Die Türkei und Russland müssten einbezogen werden, sagte die CDU-Chefin der Deutschen Welle. Die Zone solle gewährleisten, dass der Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" wiederaufgenommen und die Region stabilisiert werde. Über eine mögliche Beteiligung der Bundeswehr müsse das Parlament entscheiden, erklärte Kramp-Karrenbauer. Vor zwei Wochen hatte die türkische Armee im Norden Syriens eine Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG gestartet.
    Liberale bei Wahl in Kanada vorn
    Bei der Parlamentswahl in Kanada liegen laut Prognosen die Liberalen von Premier Justin Trudeau vorn. Anders als vor vier Jahren erreichen sie aber wohl keine absolute Mehrheit, wie der Fernsehsender CBS meldet. Wichtigster Herausforderer von Trudeau war der Konservative Andrew Scheer. Er hatte im Wahlkampf versprochen, nach einem Sieg die von den Liberalen eingeführte CO2-Steuer zurückzunehmen. In dem - nach Fläche - zweitgrößten Land der Erde waren rund 27 Millionen Bürger zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Abgeordneten werden in Kanada per Direktwahl nach dem Mehrheitsprinzip gewählt.
    Auch Straßburg kippt Brexit-Zeitplan
    Das Europaparlament wird diese Woche nicht mehr über den Brexit-Vertrag mit Großbritannien abstimmen. Der portugiesische Parlamentsvize Pedro Silva Pereira sagte, die EU-Abgeordneten könnten ihre Zustimmung erst geben, wenn das britische Ratifizierungsverfahren abgeschlossen sei. Das Unterhaus in London wird die Brexit-Gesetze von diesem Dienstag an beraten und frühestens Donnerstag darüber abstimmen. Dann geht der Entwurf ins Oberhaus. Die Europäische Union hat sich noch nicht festgelegt, ob sie - wenn nötig - eine Verschiebung des Austrittsdatums über den 31. Oktober hinaus bewilligen wird.
    Opposition in Bolivien prangert Wahlbetrug an
    Bei der Präsidentenwahl in Bolivien hat Oppositionskandidat Carlos Mesa Wahlbetrug angeprangert. Er werde das Ergebnis nicht anerkennen, kündigte der Herausforderer von Staatschef Evo Morales an. Zuvor hatten neue Teilergebnisse daraufhin hingedeutet, dass Morales die Wahl doch in der ersten Runde gewinnen könnte und damit nicht in die Stichwahl muss. Wahlbeobachter der Organisation Amerikanischer Staaten teilten mit, der Trendwechsel bei den Ergebnissen sei kaum zu erklären.
    Japans neuer Kaiser besteigt den Thron
    Im Beisein von rund 2000 Würdenträgern aus aller Welt hat Japans neuer Kaiser Naruhito seine Inthronisierung verkündet. Nach dem Besuch mehrerer Schreine erklärte der 59-Jährige in einer rund 30-minütigen Zeremonie, im Einklang mit der Verfassung seine Verantwortung als Symbol des Staates und der Einheit des japanischen Volkes erfüllen zu wollen. Nach einer letzten, religiösen Zeremonie in den kommenden Tagen wird Naruhito endgültig in die Reihe der Kaiser aufgenommen. Sein Vater Akihito hatte den Thron vorzeitig für den Nachfolger freigemacht.
    Homo-Ehe in Nordirland erlaubt
    Gleichgeschlechtliche Paare dürfen in Nordirland künftig heiraten. Zugleich wird das Abtreibungsverbot gelockert. Aktivisten begrüßten die Gesetzesänderungen. Diese gleichen das Recht in Nordirland an die Regelungen im übrigen Vereinigten Königreich an. Dort ist die Ehe gleichgeschlechtlicher Partner seit 2014 erlaubt; seit 1967 darf unter bestimmten Bedingungen straffrei abgetrieben werden. Bereits im Juli hatte das britische Unterhaus für die Änderungen in Nordirland gestimmt. Seit der Aussetzung seines Parlaments Anfang 2017 wird Nordirland geschäftsführend von London aus regiert.
    Facebook verschärft Regeln gegen Propaganda
    Facebook will die Verbreitung von Falschnachrichten weiter eindämmen. Würden Beiträge von unabhängigen Faktenprüfern für falsch erklärt, werde man auffälliger darauf hinweisen, teilte das soziale Netzwerk mit. Künftig sollen staatlich kontrollierte Medien - wie etwa der russische Sender Russia Today - als solche gekennzeichnet werden. Facebook-Chef Mark Zuckerberg sagte, die Online-Plattform sei immer ausgeklügelteren Attacken aus Ländern wie Russland, Iran und China ausgesetzt. Auch der Kurznachrichtendienst Twitter gab bekannt, man arbeite an einer neuen Strategie gegen manipulierte Inhalte.
    10 min
  • 21.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Maas wirft Türkei Verstoß gegen Völkerrecht vor
    Bundesaußenminister Heiko Maas hat die türkische Offensive in Nordsyrien als Verstoß gegen das Völkerrecht bezeichnet. Ein Angriff auf kurdische Einheiten sei völkerrechtlich nicht legitimierbar, sagte Maas im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF). Ein Dialog mit der Türkei sei weiter nötig, auch darüber, ob syrische Bürgerkriegsflüchtlinge aus der Türkei möglicherweise gegen ihren Willen in die angestrebte Sicherheitszone nach Nordsyrien gebracht werden sollen. Weitere Maßnahmen der EU gegen die Türkei, wie etwa Wirtschaftssaktionen, schloss der SPD-Politiker nicht aus.
    Hariri bekommt Unterstützung von Partnern
    Im Libanon haben sich die wichtigsten Parteien hinter ein Reformpaket von Ministerpräsident Saad Hariri gestellt. Wie ein Regierungsvertreter mitteilte, stimmten sie unter anderem der Privatisierung großer Unternehmen und einem Verzicht auf neue Steuern zu. Auch sei geplant, die Gehälter von Regierungsbeamten zu halbieren. Die Reformmaßnahmen sollen an diesem Montag vom Kabinett verabschiedet werden. Im Libanon hatten am Sonntag erneut Hunderttausende demonstriert. Sie forderten den Umbau des politischen Systems und prangerten Korruption, Vetternwirtschaft und schlechte Lebensbedingungen an.
    Ausgangssperre für Chiles Hauptstadt verlängert
    Angesichts der anhaltenden Unruhen in Chile haben die Behörden die zweite Nacht in Folge eine Ausgangssperre für die Hauptstadt Santiago de Chile und andere Städte verhängt. Das Militär rief die Bevölkerung auf, "sich ruhig zu verhalten und zu Hause zu bleiben". Unterdessen stieg die Zahl der Toten im Zuge der Unruhen auf mindestens acht. Bei einem Brand in einer geplünderten Kleiderfabrik starben fünf Menschen, wie örtliche Medien unter Berufung auf Feuerwehrvertreter berichteten. In der Nacht zum Sonntag waren bereits zwei Frauen und ein Mann in geplünderten Supermärkten verbrannt.
    Präsidentenwahl in Bolivien geht in Stichwahl
    In Bolivien wird es nach vorläufigen Ergebnissen der Präsidentenwahl wohl zu einer Stichwahl zwischen dem linken Staatschef Evo Morales und dem konservativen Bewerber Carlos Mesa kommen. Morales führt nach Auszählung von 84 Prozent der Stimmen mit 45,3 Prozent, wie die Wahlkommission bekanntgab. Mesa kommt auf 38,2 Prozent. Für einen Sieg in der ersten Wahlrunde wären eine absolute Mehrheit oder mindestens 40 Prozent mit zehn Prozentpunkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten erforderlich gewesen. Morales tritt zum vierten Mal in Folge zur Wahl an, was laut Verfassung eigentlich verboten ist.
    Katalanische Separatisten protestieren ohne Ausschreitungen
    In Barcelona haben katalanische Separatisten die siebte Nacht in Folge gegen langjährige Haftstrafen für neun Führer der Unabhängigkeitsbewegung demonstriert. Tausende Menschen veranstalteten am Sonntagabend einen friedlichen Sitzprotest vor dem Polizeipräsidium im Zentrum von Barcelona. Anders als in den vorangegangenen Nächten gab es diesmal keine Ausschreitungen. Auch auf Mallorca gingen knapp 5000 Menschen aus Solidarität auf die Straße. Am vergangenen Montag hatte Spaniens Oberstes Gericht neun Separatistenführer wegen Aufruhrs zu langen Haftstrafen verurteilt.
    Australische Zeitungen fordern mehr Pressefreiheit
    Aus Protest gegen eine zunehmende Einschränkung der Pressefreiheit sind in Australien namhafte Tageszeitungen mit geschwärzten Titelseiten erschienen. Schwarze Balken verdeckten Text und Fotos. 19 Zeitungen und Journalistenverbände beteiligten sich an der Aktion. Damit protestierten sie gegen die Durchsuchung von Redaktionsräumen durch die Polizei und Gesetzesverschärfungen, die Journalisten die Arbeit erschweren. Nach Angaben des Bündnisses verabschiedete das australische Parlament in den vergangenen Jahren mehr als 60 Gesetze, die das Aufdecken von Skandalen und Missständen erschweren.
    9 min
  • 19.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Fünfte Krawallnacht in Barcelona
    In Barcelona sind Proteste der katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter den fünften Abend in Folge in Gewalt eskaliert. Ein paar Hundert gewaltbereite Demonstranten errichteten Barrikaden, entfachten Feuer und warfen Steine und Feuerwerkskörper auf Polizisten. Diese setzen Tränengas, Gummigeschosse und Wasserwerfer ein. Am Freitag hatten in Katalonien im Nordosten Spaniens nach Polizeiangaben mehr als eine halbe Million Menschen an überwiegend friedlichen Protesten teilgenommen. Die Empörung entzündete sich am Montag an der Verurteilung von neun Separatistenführern zu langen Haftstrafen.
    Großbritanniens Parlament entscheidet über Brexit-Vertrag
    Das britische Parlament stimmt an diesem Samstag über den Brexit-Vertrag ab, den Premierminister Boris Johnson und die EU neu ausgehandelt hatten. Da Johnsons Konservative Partei keine Mehrheit im Parlament hat, ist er auf die Unterstützung aus anderen Parteien angewiesen. Einige Abgeordnete der Labour-Opposition haben sich zu dem Brexit bekannt und könnten Johnson helfen. Andererseits gibt es auch in Johnsons eigener Partei Abgeordnete, die den neuen Vertrag ablehnen. Falls der Brexit-Vertrag eine Mehrheit bekommt, kann Großbritannien zum 31. Oktober aus der EU ausscheiden.
    Republikanischer Spitzenpolitiker kritisiert Trumps Syrien-Politik
    Der republikanische Mehrheitsführer im US-Senat, Mitch McConnell, hat sich mit ungewohnt harschen Worten gegen den Syrien-Kurs von US-Präsident Donald Trump gestellt. Der Truppenabzug aus Syrien sei "ein schwerer strategischer Fehler", schrieb McConnell in einem Gastbeitrag für die "Washington Post". Dies mache Amerika unsicherer, stärke die Feinde der USA und schwäche wichtige Partner. Ihm zufolge haben die Geschehnisse in Nord-Syrien den Kampf der USA gegen den Terrorismus zurückgeworfen. Vor McConnell kritisierten auch enge Verbündete in der eigenen Partei Trumps Syrien-Kurs öffentlich.
    Chiles Präsident ruft Ausnahmezustand aus
    Chiles Präsident Sebastián Piñera hat für die Hauptstadt Santiago den Ausnahmezustand ausgerufen. Grund dafür sind Unruhen wegen Fahrpreiserhöhungen der U-Bahn. In den vergangenen Tagen steckten Demonstranten zahlreiche U-Bahn-Stationen in Brand. Piñera sprach in einer Fernsehansprache von ernsten und wiederholten Angriffen, die die Sicherheit in Santiago gefährdeten. Die Metro stellt übers Wochenende ihren gesamten Verkehr auf dem 140 Kilometer langen Streckennetz ein. Vor einer Woche hatten die Verkehrsbetriebe die Fahrpreise von umgerechnet 1,01 Euro auf 1,05 Euro pro Fahrt erhöht.
    Probleme beim Flugzeugbauer Boeing offenbar schon lange bekannt
    Der Flugzeughersteller Boeing wusste offenbar schon vor der Zulassung von Problemen bei seinem Modell 737 MAX. Der technische Chefpilot soll sich bereits im Jahr 2016 in Kurznachrichten an einen Kollegen über Schwierigkeiten beschwert haben. Wörtlich beschrieb der Pilot "ungeheuerliche Fehlleistungen" des speziell für die neuen Maschinen entwickelten Stabilisierungssystems bei Simulationsflügen. Dieses System soll hauptverantwortlich für zwei Abstürze von Boeing 737-MAX-Maschinen gewesen sein, bei denen in Indonesien und in Äthiopien insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen waren.
    38 Verstöße in Clintons E-Mail-Affäre festgestellt
    Das US-Außenministerium hat interne Untersuchungen zur E-Mail-Affäre um die frühere Ressortchefin Hillary Clinton abgeschlossen und Verstöße von 38 Mitarbeitern festgestellt. Demnach wurden die Personen in 91 Fällen für schuldig befunden, vertrauliche Informationen verschickt zu haben, die in Clintons persönlichem E-Mail-Konto landeten, nicht aber wie vorgeschrieben in ihrem Dienst-Account. Die vor mehr als drei Jahren gestartete Untersuchung umfasste 33.000 Nachrichten, die Clinton zwecks Überprüfung an die Behörden übergeben hatte.
    Mindestens sechs Menschen sterben bei Dammbruch in Russland
    Mindestens sechs Menschen sind bei einem Dammbruch in Sibirien ums Leben gekommen. Zehn weitere Personen galten nach dem Zwischenfall in der Nacht zum Samstag als vermisst, wie die russischen Zivilschutzbehörden mitteilten. Nach ersten Berichten war der zu einer Goldmine nahe der Stadt Krasnojarsk gehörende Staudamm aus noch unbekannter Ursache gebrochen, die Fluten erfassten zwei Wohngebäude der dort beschäftigten Arbeiter.
    8 min

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