Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 22.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Deutsche Politiker fordern Freilassung von türkischem Anwalt
    Mehrere Bundestagsabgeordnete haben die Festnahme eines Anwalts der deutschen Botschaft in der Türkei scharf kritisiert und dessen Freilassung gefordert. Durch eine Entlassung könne der Konflikt schnell und folgenlos gelöst werden, sagte der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt. Die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, Sevim Dagdelen, bezeichnete den Fall als neuen Tiefpunkt in den deutsch-türkischen Beziehungen. Der türkische Anwalt war bereits im September festgenommen worden. Er hatte vermutlich Daten türkischer Asylbewerber in Deutschland bei sich.
    Tausende Ukrainer demonstrieren für härteren Kurs gegen Moskau
    Knapp drei Wochen vor dem ersten Treffen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit Kreml-Chef Wladimir Putin haben tausende Demonstranten in Kiew eine konsequente Haltung der Regierung gegenüber Moskau gefordert. Selenskyj dürfe nicht vor Putin "kapitulieren", forderten sie. Am sechsten Jahrestag der Maidan-Proteste in Kiew zogen die Demonstranten mit Fahnen und Bannern ins Zentrum der Hauptstadt. Beim Gipfeltreffen im Normandie-Format am 9. Dezember in Paris sprechen die Ukraine und Russland unter der Vermittlung Deutschlands und Frankreichs über eine Beilegung des Konflikts.
    Netanjahu bezeichnet Anklage als versuchten Putsch
    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die gegen ihn gerichtete Korruptionsanklage scharf kritisiert. Der Regierungschef sprach von einem versuchten Putsch und erklärte, es sei Ziel der Ermittlungen gewesen, seine rechtsgerichtete Regierung zu stürzen. Der Generalstaatsanwalt hat Anklage wegen Bestechung, Betrugs und Untreue erhoben. Netanjahu ist der erste amtierende Regierungschef Israels, der unter Anklage steht. Ihm werden unter anderem die Beeinflussung von Medien und die Annahme teurer Geschenke vorgeworfen. Oppositionsführer Benny Gantz forderte Netanjahus Rücktritt.
    Präsident Bolsonaro gründet neue Partei in Brasilien
    Der rechtsgerichtete Präsident von Brasilien, Jair Bolsonaro, hat eine neue Partei ins Leben gerufen. Die "Allianz für Brasilien" will nach eigenen Angaben Gott, Familie und die Heimat in den Mittelpunkt ihrer Politik stellen. Bolsonaro war zuletzt aus seiner bisherigen Partei PSL ausgetreten. Mit der Neugründung will er vor allem evangelikale Wähler zurückgewinnen. Er hofft zudem, dass mehrere PSL-Abgeordnete im Parlament zu seiner "Allianz" wechseln. In seiner bislang 30-jährigen politischen Karriere gehörte Bolsonaro bereits neun Parteien an.
    Trump vermeidet Shutdown für einen Monat
    US-Präsident Donald Trump hat einen einmonatigen Überbrückungshaushalt unterzeichnet, mit dem eine erneute Haushaltssperre vermieden wird. Zuvor hatte der Senat mit 74 zu 20 Stimmen die Maßnahme gebilligt, die eine Finanzierung der Bundesbehörden bis zum 20. Dezember sicherstellt. Trumps Republikaner und die Demokraten hatten sich monatelang nicht auf eine längerfristige Lösung einigen können. Hauptgrund dafür ist der Streit über die Finanzierung der Sicherung der Grenze zu Mexiko. Der Kompromiss beinhaltet 3,1 Prozent mehr Gehalt für Soldaten und die Finanzierung großer Gesundheitsprogramme.
    Tesla präsentiert erstmals futuristischen Elektro-Pickup
    Der US-Autobauer Tesla hat erstmals einen batteriegetriebenen Pritschenwagen vorgestellt. Firmenchef Elon Musk sagte in Los Angeles, der Cybertruck werde ab 39.900 Dollar kosten und eine maximale Reichweite von 500 Meilen (etwa 800 Kilometer) haben. Mit dem futuristisch aussehenden Elektro-Pickup will der Branchenpionier in das wichtigste Marktsegment amerikanischer Autokonzerne vorstoßen. Bisher dominieren dort die konventionellen Modelle von Ford, General Motors und Fiat Chrysler. In einem Video zeigte Tesla, dass der neue Pickup schneller beschleunigt als ein Porsche 911.
    WHO-Studie: Jugendliche haben zu wenig Bewegung
    Die meisten Jugendlichen bewegen sich nach Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation zu wenig. In der ersten WHO-Studie zu globalen Bewegungstrends heißt es, mehr als 80 Prozent der Jungen und Mädchen verbrächten nicht wie empfohlen eine Stunde am Tag mit körperlicher Aktivität. Dadurch gefährdeten sie ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden. Für die Untersuchung wurden weltweit mehr als anderthalb Millionen Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 11 und 17 Jahren befragt. Den Daten zufolge bewegen sich die Mädchen noch weniger als ihre männlichen Altersgenossen.
    10 min
  • 21.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Kongress unterstützt Demokratiebewegung in Hongkong
    Trotz heftiger Proteste aus China hat der US-Kongress zwei Gesetzesentwürfe zur Unterstützung der Protestbewegung in Hongkong durchgewunken. Mit dem "Hong Kong Human Rights and Democracy Act" könnten die USA Sanktionen gegen Personen verhängen, die für Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind. Außerdem sollen jährliche Berichte des Außenministeriums darlegen, ob die von China zugesagten Autonomierechte eingehalten werden. Da beide Entwürfe bereits vom Senat bewilligt wurden, ist nun der Weg frei für die Unterzeichnung durch Präsident Donald Trump. Ein Veto gilt als unwahrscheinlich.
    Papst Franziskus verurteilt Ausbeutung von Frauen und Kindern in Thailand
    Papst Franziskus hat bei seinem Besuch in Thailand den sexuellen Missbrauch von Kindern und Frauen in dem Land angeprangert. Bei einer Ansprache vor Politikern und Diplomaten in der Hauptstadt Bangkok gedachte der Pontifex "jenen Frauen und Kindern unserer Zeit, die besonders verletzt und vergewaltigt werden, und jeder Form von Ausbeutung, Sklaverei, Gewalt und Missbrauch ausgesetzt sind". Franziskus lobte gleichzeitig die "Anstrengungen" der Regierung, die "Plage" der Ausbeutung auszurotten. Nach UN-Angaben gibt es in Thailand mehr als 120.000 Sexarbeiterinnen und -arbeiter.
    Amnesty: Google und Facebook bedrohen Menschenrechte
    Amnesty International wirft großen Internetkonzernen wie Google und Facebook vor, mit ihrem Geschäftsmodell die Menschenrechte zu bedrohen. Uneingeschränkte Überwachung und Datenausbeutung durch Digitalunternehmen seien unvereinbar mit dem Recht auf Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung, so Amnesty. Die Bundesregierung und die EU müssten rechtsstaatliche Rahmenbedingungen schaffen, um die Grund- und Menschenrechte kommender Generationen zu wahren. Laut Amnesty nutzen monatlich 2,8 Milliarden Menschen einen Facebook-Dienst, mehr als 90 Prozent nutzen die Google-Suchmaschine.
    EU-Ratspräsident Donald Tusk wird neuer EVP-Chef
    Der scheidende EU-Ratspräsident Donald Tusk ist zum neuen Chef der Europäischen Volkspartei (EVP) gewählt worden. Die Delegierten der konservativen EVP, der auch CDU und CSU angehören, wählten den Polen auf ihrem Parteitag in Zagreb. Laut EVP erhielt Tusk 93 Prozent der Stimmen. Der 62-Jährige übernimmt das Amt seines Vorgängers Joseph Daul am 1. Dezember. Am Tag zuvor endet Tusks Amtszeit als EU-Ratspräsident. Daul war sechs Jahre lang EVP-Vorsitzender. EVP-Fraktionschef Manfred Weber (CSU) gratulierte Tusk zur Wahl. Er sei das Gesicht eines modernen Polens, sagte Weber.
    Anwalt der deutschen Botschaft in der Türkei festgenommen
    In der Türkei haben die Behörden einen für die deutsche Botschaft arbeitenden Rechtsanwalt festgenommen. Das bestätigten Mitarbeiter im Auswärtigen Amt. Die Festnahme erfolgte offenbar bereits Mitte September. Die deutsche Botschaft in Ankara hatte den türkischen Juristen damit beauftragt, Informationen für Asylverfahren für türkische Staatsbürger in Deutschland einzuholen. Jetzt fürchtet die Bundesregierung, dass die türkischen Behörden und der Geheimdienst MIT bei der Festnahme Daten und Akten abgegriffen haben könnten. Das Auswärtige Amt erklärte, man bemühe sich um die Freilassung des Juristen.
    8 min
  • 20.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.China wirft den USA Einmischung vor
    Die chinesische Regierung hat die USA scharf kritisiert. Hintergrund sind neue Gesetze, die jetzt auch vom Senat in Washington angenommen wurden und mit denen die US-Regierung die Demokratiebewegung in Hongkong unterstützen kann. Die "Menschenrechts- und Demokratieverordnung" sieht vor, dass US-Präsident Trump Sanktionen gegen Personen verhängt, die für Menschenrechtsverletzungen in Hongkong verantwortlich sind. Die USA werden zudem kein Tränengas und keine Wasserwerfer mehr nach Hongkong exportieren. Chinas Regierung nannte die Gesetze eine "unverhohlene Einmischung in innere Angelegenheiten".
    Luftangriffe auf syrische Hauptstadt Damaskus
    Rund um die syrische Hauptstadt Damaskus sind mehrere Explosionen zu hören gewesen. Örtliche Medien berichteten, dass die syrische Luftabwehr dabei "mehrere Ziele" beschossen und getroffen habe. Genauere Angaben lagen zunächst nicht vor. Erst in der Nacht zum Dienstag waren in der Nähe des Flughafens der Hauptstadt Damaskus Explosionen zu hören gewesen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, Israels Armee habe fünf Raketen auf den Süden von Damaskus abgefeuert. Einige seien abgefangen worden.
    Schlichtung bei der Lufthansa geplatzt
    Bei der Lufthansa ist die erst kürzlich vereinbarte umfassende Schlichtung für die Flugbegleiter vorerst geplatzt. Das Unternehmen zog seine Zustimmung mit der Begründung zurück, die Gewerkschaft UFO habe sich nicht eindeutig und unbefristet zu einem Streikverzicht auch bei den Lufthansa-Töchtern bereit erklärt. Man halte aber weiterhin an einer sogenannten „kleinen Schlichtung“ fest. UFO hatte höhere Zulagen für die Flugbegleiter und Wechselmöglichkeiten für Saisonkräfte in reguläre Arbeitsverhältnisse gefordert. Die Gewerkschaft kündigte an, die neue Situation zunächst intern zu bewerten.
    Heftiger Schlagabtausch bei TV-Debatte im britischen Wahlkampf
    In der ersten TV-Debatte im britischen Wahlkampf haben sich Premierminister Boris Johnson von den Konservativen und Jeremy Corbyn von der Labour-Partei heftig attackiert. Johnson griff seinen Kontrahenten immer wieder scharf wegen dessen Versprechen eines zweiten Brexit-Referendums an. Johnson fragte Corbyn immer wieder, ob er für den Verbleib oder den Austritt werben werde. Corbyn will sich aber nicht festlegen. Die Labour-Partei will die Briten in einem Referendum vor die Wahl zwischen einem Brexit mit enger Bindung an die EU und dem Verbleib in der Staatengemeinschaft stellen.
    Großteil der afghanischen Kinder lebt in Angst
    Ein Großteil der Kinder in Afghanistan ist laut einem Bericht der Organisation "Save the Children" direkt vom Konflikt im Land betroffen. In einer Befragung der Organisation gaben zwei Drittel der Eltern an, dass ihre Kinder Angst hätten, zum Beispiel auf ihrem Schulweg Opfer von Explosionen, Entführungen oder anderen Formen extremer Gewalt zu werden. Afghanische Kinder fühlen sich demnach neben dem Schulweg vor allem auf Marktplätzen und in der Nähe von Regierungsgebäuden oder Kontrollpunkten unsicher. Nur 30 Prozent der Kinder fühlten sich in der Schule sicher, so der Bericht weiter.
    25 Migranten in Kühlcontainer auf Fähre entdeckt
    25 Migranten sind in einem Kühlcontainer auf einer dänischen Frachtfähre gefunden worden. Das teilte die Polizei der niederländischen Stadt Rotterdam mit. Das Schiff war auf dem Weg vom niederländischen Hafen Vlaardingen bei Rotterdam ins englische Felixstowe gewesen, drehte nach der Entdeckung aber um. Spürhunde suchten nach der Rückkehr nach Vlaardingen nach weiteren Personen. Der Lkw wurde beschlagnahmt, der Fahrer festgenommen. Zunächst war noch unklar, ob er von den Migranten wusste.
    Hitlers Geburtshaus wird Polizeistation
    Das Geburtshaus von Adolf Hitler in Braunau am Inn soll künftig von der Polizei genutzt werden. Nach jahrelangem Streit hat das jetzt das österreichische Innenministerium entschieden. Innenminister Wolfgang Peschorn sagte, es solle ein klares Signal gesetzt werden, dass das Gebäude niemals ein Ort zum Gedenken an den Nationalsozialismus sein werde. Der deutsche Diktator Adolf Hitler war 1889 in dem Haus geboren worden und hatte dort seine ersten Lebensmonate verbracht. Das Haus ist seit Anfang 2017 im Besitz der Republik Österreich.
    Deutsche Fußball-Nationalmannschaft gewinnt gegen Nordirland
    Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation den ersehnten Gruppensieg geschafft - vor dem Erzrivalen Niederlande - und löst das Ticket für die Europameisterschaft 2020. Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw siegte zum Abschluss gegen Nordirland mit 6 zu 1 Toren. Drei Tore schoß der Münchner Serge Gnabry. Mit dem Sieg sicherte sich die deutsche Fußballelf zudem einen Platz in Topf 1 bei der Endrundenauslosung am 30. November in Bukarest.
    10 min
  • 19.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.China stellt Hongkongs Justiz infrage
    China spricht den Gerichten in Hongkong die Berechtigung ab, Entscheidungen über die Verfassung der Sonderwirtschaftszone zu treffen. Parlamentssprecher Jian Tiewei erklärte staatlichen chinesischen Medien zufolge, nur der Volkskongress in Peking könne Entscheidungen über die Verfassung Hongkongs treffen. Unterdessen zeichnet sich kein Ende der Proteste ab. Noch immer umstellt die Polizei die Polytechnische Universität. Nach Angaben von Regierungschefin Carrie Lam haben mittlerweile 600 Personen das Gebäude verlassen; etwa 100 seien noch eingekesselt.
    Iran bricht weitere Regel des Atomabkommens
    Der Iran hält nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) eine weitere Regelung des Nuklearabkommens nicht ein. Die Islamische Republik verfüge inzwischen über mehr als die in dem Vertrag festgelegte Höchstmenge von 130 Tonnen Schwerwasser, teilte die IAEA in Wien mit. Schwerwasser kommt in Reaktoren zum Einsatz, in denen waffenfähiges Plutonium produziert werden kann. Der Iran hatte Ende Juli angekündigt, in Arak eine derartige Anlage wieder hochzufahren. Teheran reagiert damit auf den einseitig von den USA im vergangenen Jahr erklärten Ausstieg aus dem Atomvertrag.
    Netanjahu begrüßt US-Entscheidung zum Westjordanland
    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begrüßt die Kursänderung der USA zum Siedlungsbau im Westjordanland. In Jerusalem nannte er die Entscheidung der USA, den Siedlungsbau nicht mehr als Verstoß gegen internationales Recht anzusehen, die "Korrektur einer historischen Fehlentscheidung". US-Außenminister Mike Pompeo hatte zuvor erklärt, es habe den Friedensprozess im Nahen Osten nicht vorangebracht, die israelischen Siedlungen im Westjordanland für illegal zu erklären. Israel hatte 1967 das Westjordanland eingenommen. Inzwischen leben dort mehrere Hunderttausend israelische Siedler.
    Tote bei Luftangriff auf Keksfabrik in Libyen
    Bei einem Luftangriff auf eine Keksfabrik in Libyen sind nach UN-Angaben mindestens zehn Arbeiter getötet und 35 verletzt worden. Bei den Toten handele es sich offenbar mehrheitlich um Migranten, heißt es in einem Bericht des UN-Sondergesandten für das Land, Ghassan Salame, an den Sicherheitsrat. Der Vorfall habe sich südlich der Hauptstadt Tripolis ereignet. Salame betonte, der Angriff sei möglicherweise ein Kriegsverbrechen. Tripolis ist seit April Ziel einer Offensive der Libyschen Nationalarmee unter Führung des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar.
    Verletzte bei Protesten in Georgien
    Bei einer Demonstration in Georgien für eine Änderung des Wahlsystems hat die Polizei 37 Menschen festgenommen. Sechs seien verletzt worden, darunter zwei Sicherheitskräfte, teilte das Innenministerium in der Hauptstadt Tiflis mit. Protestierende hatten die Eingänge zum Parlament verbarrikadiert. Die Polizei setzte daraufhin Wasserwerfer ein. Seit Tagen gehen Demonstranten in Georgien auf die Straße, weil eine versprochene Reform des Wahlsystems nicht verabschiedet wurde. Gemäß der Reform sollte die für Herbst 2020 angesetzte Parlamentswahl nach dem Verhältniswahlrecht abgehalten werden.
    Einigung beim EU-Haushalt für 2020
    Im Konflikt über den EU-Haushalt für 2020 gibt es eine Einigung. Regierungsvertreter aus den 28 Mitgliedstaaten verständigten sich mit Abgeordneten des Europaparlaments, im kommenden Jahr für Auszahlungen an die Empfänger von EU-Geldern 153,6 Milliarden Euro bereitzustellen. Das sind 3,4 Prozent mehr als im laufenden Jahr. Zusätzliche Mittel soll es unter anderem für die Digitalisierung, den Klimaschutz und den Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit geben. Weiterhin offen ist die mittelfristige Haushaltsplanung für die anschließenden Jahre 2021 bis 2027.
    9 min
  • 18.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Oberstes Gericht in Hongkong verwirft Vermummungsverbot
    Das Vermummungsverbot in Hongkong ist nach einem Urteil des Obersten Gerichts "verfassungswidrig". Die Beschränkungen gingen weiter als notwendig, teilte das Gericht der chinesischen Sonderverwaltungszone mit. Angesichts der Massenproteste hatte die Regierung Hongkongs im Oktober ein Notstandsgesetz aus der britischen Kolonialzeit genutzt und ein Vermummungsverbot verhängt. Viele Demonstranten missachten es jedoch. Zuletzt schlugen die Massenproteste häufiger in Gewalt um. Nach Angriffen mit Pfeilen, Steinschleudern und Molotowcocktails drohte die Polizei mit dem Einsatz scharfer Munition.
    Bolivianische Kokabauern planen weitere Straßenblockaden
    Im Machtkampf in Bolivien haben Anhänger des zurückgetretenen linksgerichteten Präsidenten Evo Morales die konservative Interimspräsidentin Jeanine Áñez ultimativ zum Rücktritt binnen 48 Stunden aufgefordert. Anderenfalls würden die Kokabauern weitere Straßensperren errichten, um wichtige Städte des Andenstaates auf dem Landweg unerreichbar zu machen, berichtete die Zeitung "El Deber". Bereits seit dem Wochenende mussten laut Meldungen regionaler Radiosender Städte wie La Paz, Sucre und Cochabamba auf dem Luftweg mit Lebensmitteln versorgt werden, weil Kokabauern Fernstraßen blockierten.
    Kein einziger Sitz für Oppositionspolitiker im Parlament
    Nach der Wahl in Weißrussland sind keine Oppositionspolitiker mehr im Parlament vertreten. Alle 110 Sitze gingen an Mitglieder von Parteien, die die Regierung des autoritären Präsidenten Alexander Lukaschenko unterstützen. Das geht aus den jetzt veröffentlichten offiziellen Wahlergebnissen hervor. Wichtige Anführer der Opposition und die einzigen beiden Parlamentarier der Opposition waren für die Wahl am Sonntag nicht zugelassen worden. Die Opposition hat fast 600 Unregelmäßigkeiten bei der Wahl gemeldet. Vor allem die Zahl der Wähler sei höher angegeben worden als von Wahlbeobachtern gezählt.
    Maas reist zu Vorbereitungstreffen in die Ukraine
    Drei Wochen vor einem geplanten Gipfeltreffen zum Ukraine-Konflikt wird Außenminister Heiko Maas an diesem Montag zu Vorbereitungsgesprächen in Kiew erwartet. Am 9. Dezember wollen die Staats- und Regierungschefs der Ukraine, Russlands, Deutschlands und Frankreichs einen neuen Anlauf zur Lösung des Konflikts in der Ostukraine starten. Zuvor wurde bekannt, dass Russland drei vor einem Jahr beschlagnahmte Kriegsschiffe zurückgeben wird. Die in der Meerenge von Kertsch festgesetzten Boote verließen laut Agentur Interfax bereits einen Hafen auf der Krim für die Übergabe in neutralen Gewässern.
    Bloomberg entschuldigt sich für Ja zu umstrittenem Polizeivorgehen
    Der frühere New Yorker Bürgermeister Bloomberg hat sich für seine langjährige Unterstützung des umstrittenen "Stop and Frisk"-Polizeivorgehens entschuldigt. Er habe falsch gelegen und es tue ihm leid, sagte der Milliardär in einer mehrheitlich von Afroamerikanern besuchten Kirche im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Die "Stop and Frisk"-Taktik zielte überproportional auf die Kontrolle und Durchsuchung schwarzer und lateinamerikanischer Bewohner der Großstadt ab. Kritiker sehen die Worte des Politikers der Demokraten als Versuch, Wählerstimmen für die US-Präsidentenwahl 2020 zu sammeln.
    Schnee- und Regen-Chaos blockiert Teile Österreichs
    Im Westen und Süden Österreichs wächst in Folge starker Regen- und Schneefälle die Sorge vor Überflutungen, abrutschenden Hängen und Lawinen. Ganze Ortschaften sind abgeschnitten, es gelten Zivilschutzwarnungen. Der Verkehr in der Region liegt weiter in Teilen lahm. Aus einigen kleineren Gemeinden wurden die Menschen evakuiert. In Osttirol und in Teilen Kärntens ist die Situation besonders kritisch. Mancherorts gab es seit Mittwoch so viel Niederschlag wie sonst im gesamten Monat November. Auch Teile der Bundesländer Steiermark und Salzburg sind betroffen.
    Niederländer Verstappen gewinnt Formel-1-Rennen in Brasilien
    Das vorletzte Formel-1-Rennen der Saison, den Großen Preis von Brasilien, hat Max Verstappen gewonnen. Der Red-Bull-Pilot aus den Niederlanden setzte sich vor dem Franzosen Pierre Gasly im Toro Rosso durch. Auf Platz drei landete zunächst Weltmeister Lewis Hamilton im Mercedes, der Brite kassierte später jedoch eine Fünf-Sekunden-Strafe und rutschte auf Position sieben ab. Sebastian Vettel lieferte sich kurz vor Ende einen Schlagabtausch mit seinem Teamkollegen Charles Leclerc aus Monaco. Beide schieden dann nach einer Berührung ihrer Ferraris mit einem Reifenschaden aus.
    6 min
  • 16.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump greift frühere Ukraine-Botschafterin während Aussage vor dem Kongress an
    In den Impeachment-Ermittlungen hat US-Präsident Donald Trump die frühere Botschafterin in der Ukraine während ihrer laufenden Aussage vor dem Repräsentantenhaus auf Twitter angegriffen. Überall, wo Marie Yovanovitch hingegangen sei, habe sich die Lage verschlechtert, schrieb Trump am Freitag. Der Ausschussvorsitzende Adam Schiff warf Trump "Einschüchterung von Zeugen in Echtzeit" vor. Zuvor hatte Yovanovitch unter Eid ausgesagt, sie habe sich von früheren Aussagen Trumps bedroht gefühlt. Yovanovitchs Aussage war Teil der Anhörungen für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Trump.
    Trump-Intimus Stone schuldig gesprochen
    Der US-Politikberater Roger Stone, ein langjähriger Vertrauter von Präsident Donald Trump, ist von einem Gericht in Washington schuldig gesprochen worden. Die Geschworenen sahen den 67-Jährigen unter anderem der Falschaussage und der Justizbehinderung überführt. Das Strafmaß soll im Februar verkündet werden. Stone drohen bis zu 20 Jahre Haft. Ihm wurde zur Last gelegt, die Kongressuntersuchung zur Affäre um die russische Manipulation des US-Wahlkampfs 2016 behindert zu haben. Unter anderem soll er versucht haben, einen anderen Zeugen zu manipulieren. Stone selbst hatte auf unschuldig plädiert.
    Boliviens Übergangspräsidentin droht Ex-Präsident Morales
    Boliviens Übergangspräsidentin Jeanine Áñez hat dem ins mexikanische Exil geflohenen Ex-Präsidenten Evo Morales juristische Konsequenzen für den Fall seiner Rückkehr angedroht. Morales müsse sich in Bolivien wegen der Unregelmäßigkeiten bei den Präsidentschaftswahlen am 20. Oktober sowie wegen "zahlreicher Korruptionsvorwürfe" vor Gericht verantworten, sagte Áñez. Zudem werden, bis auf zwei Ausnahmen, alle unter Morales ernannten Botschafter von ihren Aufgaben entbunden. Bei neuen Ausschreitungen kamen in Sacaba im Zentrum des Landes laut Krankenhausangaben fünf Morales-Anhänger ums Leben.
    Richtungsentscheidung bei Präsidentenwahl in Sri Lanka erwartet
    Die Bürger in Sri Lanka sind aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Die Abstimmung gilt als wichtige Weichenstellung für den Inselstaat im Indischen Ozean. Einer der Favoriten ist der 70-jährige Gotabaya Rajapaksa. Der frühere Offizier steht für die Rückkehr zu einer autoritären Regierung, die die Interessen der singhalesisch-buddhistischen Mehrheit vertritt. Sein Gegenspieler ist der 52-jährige Sajith Premadasa von der regierenden UNP, der derzeit Wohnungs- und Kulturminister ist. Er hofft auf die Unterstützung durch Tamilen und Muslime. Zur Wahl stehen insgesamt 35 Kandidaten.
    Zwei Deutsche während Protesten in Hongkong festgenommen
    Bei den Protesten in Hongkong sind zwei deutsche Studenten festgenommen worden. Die 22 und 23 Jahre alten Deutschen seien bereits am Donnerstag wegen des Verdachts der Teilnahme an einer unerlaubten Versammlung festgenommen worden, teilte die Polizei in Hongkong mit. Dem 22-Jährigen werde zudem ein Verstoß gegen das Vermummungsverbot vorgeworfen. Die beiden Deutschen würden vom Generalkonsulat in Hongkong betreut, hieß es aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. Tausende Anhänger der Demokratiebewegung blockierten den fünften Tag in Folge Straßen und besetzten das Gelände von Universitäten.
    In China inhaftierter Peking-kritischer Verleger in Schweden geehrt
    Trotz chinesischer Drohungen ist ein Peking-kritischer Verleger in Schweden mit dem Tucholsky-Preis ausgezeichnet worden. Bei der symbolischen Preisübergabe an den in China geborenen Schweden Gui Minhai sagte Kulturministerin Amanda Lind, diejenigen an der Macht sollten sich niemals die Freiheit nehmen, die Meinungsfreiheit anzugreifen. Auf der Bühne in Stockholm stand für den seit Jahren an einem unbekannten Ort in China inhaftierten 55-Jährigen symbolisch ein leerer Stuhl. Der Publizist Gui Minhai hatte kritische Bücher über China herausgegeben und vertrieben.
    Bayern München verabschiedet sich emotional von Uli Hoeneß
    Mit donnerndem Applaus haben Tausende Mitglieder des FC Bayern München ihren scheidenden Präsidenten Uli Hoeneß verabschiedet. Als er seinen Platz am Rednerpult in der Münchner Olympiahalle einnahm, bedachten ihn die Mitglieder mit Standing Ovations. Sie feierten ihren "Uli" mit Sprechchören als "besten Mann". Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge würdigte den 67-Jährigen für seine Verdienste um Deutschlands Rekordfußballmeister. Zudem verkündete Rummenigge eine zumindest vorläufige Entscheidung in der Trainerfrage. Hansi Flick bleibe mindestens bis Weihnachten Coach des FC Bayern.
    8 min
  • 15.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Hongkongs Regierungschefin verurteilt Angriff auf Justizministerin
    In London ist die Justizministerin Hongkongs, Teresa Cheng, durch eine Gruppe maskierter Demonstranten zu Fall gebracht worden. Sie erlitt bei dem Sturz Verletzungen. Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam sprach von einer barbarischen Attacke. Aus Hongkong wird unterdessen ein weiteres Todesopfer gemeldet. Ein 70-jähriger Mann, der bei einer Auseinandersetzung mit Anti-Regierungs-Demonstranten von einem Pflasterstein getroffen worden war, starb an seinen Verletzungen. Zuvor war der Tod eines Studenten bestätigt worden, der bei Ausschreitungen von einem Parkhaus gestürzt war.
    Trump zieht im Streit über Steuerunterlagen vor den Supreme Court
    US-Präsident Donald Trump will vor dem US-Supreme Court endgültig die Herausgabe seiner Steuerunterlagen verhindern. Seine Anwälte argumentieren, die Einleitung eines Strafverfahrens gegen einen amtierenden Präsidenten verstoße gegen die US-Verfassung. Zuvor hatte ein Berufungsgericht in New York diese Argumentation abgewiesen und somit den Weg für eine Herausgabe der Unterlagen geebnet. Wenn das Oberste Gericht Trumps Berufung annimmt, kann es seine endgültige Entscheidung noch bis nach den Präsidentenwahlen im November 2020 hinausschieben. Im Supreme Court haben konservative Richter die Mehrheit.
    Brüchige Waffenruhe im Gazastreifen
    Die vereinbarte Waffenruhe zwischen der Extremistenorganisation Islamischer Dschihad und Israel wird immer wieder unterbrochen. Israelische Kampfflugzeuge griffen nach Angaben des Militärs erneut Ziele der Islamisten im Gazastreifen an. Nach zwei Tagen heftiger Konfrontationen hatten sich Israel und der Islamische Dschihad unter Vermittlung Ägyptens auf eine Waffenruhe geeinigt. Trotzdem feuerten militante Palästinenser bis zum Abend nach Armeeangaben vereinzelt Raketen nach Israel ab. Die israelische Armee tötete nach eigenen Angaben 34 Menschen in Gaza.
    Erneut Unruhen im Machtkampf in Bolivien
    In Bolivien ist es erneut zu Zusammenstößen gekommen. Anhänger des Ex-Präsidenten Evo Morales setzten die Wohnung eines indigenen Führers der Landarbeitergewerkschaft und Kritikers Morales' in Brand. Vorher hatte Interimspräsidentin Jeanine Añez erklärt, Morales könne bei der anstehenden Wahl nicht noch einmal kandidieren. Unterdessen hat UN-Generalsekretär António Guterres angesichts der Krise einen Sondergesandten in das südamerikanische Land geschickt. Er habe den Franzosen Jean Arnault gebeten, mit allen Beteiligten zu sprechen und nach einer friedlichen Lösung zu suchen.
    Zwei Tote nach Schüssen an Schule in Kalifornien
    Ein Jugendlicher hat an einer Schule im kalifornischen Santa Clarita zwei Mitschüler erschossen. Bei den Toten handelte es sich um eine 16-Jährige und einen 14-Jährigen, teilte die Polizei in dem Ort nördlich von Los Angeles mit. Der Schütze soll selbst die Saugus High School besucht haben und die Tat an seinem 16. Geburtstag verübt haben. Mit der letzten Patrone seiner halbautomatischen Pistole soll er sich in den Kopf geschossen haben und schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden sein. Seit Jahren kommt es in den USA immer wieder zu Schießereien in Schulen und an öffentlichen Orten.
    Türkei schiebt weitere deutsche IS-Sympathisanten ab
    Die Türkei will an diesem Freitag zwei deutsche Frauen abschieben, die aus kurdischen Gefangenenlagern geflohen waren und deren Männer der IS-Miliz angehörten. Beide hatten sich zuletzt in der Türkei aufgehalten. Ankara hatte kürzlich mit der Ausweisung inhaftierter ausländischer IS-Anhänger in ihre Heimatländer begonnen. Am Donnerstag landete in Berlin ein Flugzeug mit einer abgeschobenen deutsch-irakischen Familie. Sie soll versucht haben, nach Syrien einzureisen und wird dem Salafismus zugerechnet. Haftbefehle wegen islamistischer Umtriebe liegen in Deutschland gegen sie jedoch nicht vor.
    7 min
  • 14.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei."Islamischer Dschihad" legt Bedingungen für Waffenstillstand vor
    Die militante palästinensische Gruppe "Islamischer Dschihad" im Gazastreifen hat ihre Bedingungen für einen von Ägypten vermittelten Waffenstillstand mit Israel vorgelegt. Dazu zähle die Beendigung der gezielten Tötung von Militanten, das Einstellen gewaltsamer Reaktionen auf Gaza-Proteste und eine Lockerung der Blockade der palästinensischen Enklave, sagte der Anführer der Gruppe, Ziyad al-Nakhalah, einem libanesischen Fernsehsender. Die neue Welle an Kämpfen wurde am Dienstag ausgelöst, als die israelische Armee den obersten Feldkommandeur der Islamisten bei einem Luftangriff tötete.
    Präsident Trump rügt Impeachment-Anhörung im Kongress
    Nach der ersten öffentlichen Kongressanhörung seit Beginn der Impeachment-Ermittlungen hat US-Präsident Donald Trump das Verfahren als "Hexenjagd" und einen "Scherz" bezeichnet. Das sagte Trump bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Washington. Die Zeugen präsentierten nur Informationen aus dritter Hand. Der geschäftsführende US-Botschafter in der Ukraine, William Taylor, hatte während der Anhörung gesagt, ein Teil der Ukraine-Politik sei auf einem "hochgradig irregulären" Kanal abgelaufen. Am Freitag soll es weitere Aussagen geben.
    Trump lobt trotz Konflikten Verbindungen zu Erdogan
    Mitten im Konflikt mit der Türkei um die Situation in Nordsyrien hat US-Präsident Donald Trump das Verhältnis zu seinem Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan gewürdigt. "Wir sind seit langer Zeit Freunde", sagte Trump bei einem Besuch Erdogans in Washington. Bei einer anschließenden gemeinsamen Pressekonferenz äußerten sich die Staatschefs neben der Türkeioffensive in Nordsyrien auch zum türkischen Kauf russischer Abwehrsysteme. Letzteres nannte Trump eine "ernsthafte Herausforderung". Die Außenminister und die Nationalen Sicherheitsberater seien mit der Suche nach einer Lösung beauftragt worden.
    Botschaftsbesetzung überschattet BRICS-Gipfel in Brasilien
    Anhänger des selbsternannten Präsidenten Venezuelas, Juan Guaido, haben die venezolanische Botschaft in Brasiliens Hauptstadt Brasilia gestürmt. Das Botschaftspersonal hatte bisher der Regierung von Nicolas Maduro die Treue gehalten. Der Zwischenfall wird als Provokation gegenüber Chinas Präsident Xi Jinping und Russlands Präsident Wladimir Putin angesehen, die nahezu gleichzeitig zum Gipfel der BRICS-Länder in Brasilia eintrafen. Guaido bestreitet die Legitimität von Maduro, weshalb sich der Parlamentspräsident Anfang des Jahres zum Interimspräsidenten erklärt hatte.
    Proteste nach Amtsantritt von Boliviens Übergangspräsidentin
    Nach dem Amtsantritt der bolivianischen Übergangspräsidentin Jeanine Añez haben hunderte Anhänger des zurückgetretenen Staatschefs Evo Morales in der Hauptstadt La Paz und in der von Indigenen geprägten Stadt El Alto demonstriert. Die Polizei ging mit Tränengas gegen die Steine werfenden Demonstranten vor. Añez hatte sich am Dienstag zur Interimspräsidentin des südamerikanischen Landes erklärt. In Bolivien war ein Machtvakuum entstanden, nachdem der unter Druck geratene bisherige Staatschef Morales nach wochenlangen Protesten zurückgetreten war. Er ist nach Mexiko ins Exil gegangen.
    Buschbrände in Australien wüten weiter: schon vier Tote
    Bei den schweren Buschbränden in Australien ist die Zahl der Todesopfer auf vier gestiegen. Bei Löscharbeiten in Kempsey im Bundesstaat New South Wales sei die Leiche eines vermissten Mannes entdeckt worden, teilte die Polizei mit. Sicherheitskräfte nahmen derweil zwei mutmaßliche Brandstifter fest. Die Flammen haben landesweit mehr als eine Million Hektar Land zerstört. Noch immer lodern mehr als 100 Feuer. New South Wales und das benachbarte Queensland haben den Notstand ausgerufen. An Teilen der auch bei Touristen beliebten Ostküste wurden Evakuierungen angeordnet.
    Deutsche Wirtschaft im dritten Quartal überraschend leicht gewachsen
    Die deutsche Wirtschaft ist dank der guten Kauflaune der Verbraucher der erwarteten Rezession knapp entronnen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs von Juli bis September überraschend um 0,1 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Rückgang um 0,1 Prozent gerechnet. Im zweiten Quartal war das BIP noch um 0,2 Prozent geschrumpft, im ersten war es noch um 0,5 Prozent gewachsen. Erst bei zwei Minus-Quartalen in Folge sprechen Ökonomen von einer Rezession. Das gab es zuletzt zum Jahreswechsel 2012/13.
    8 min
  • 13.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Militante Palästinenser feuern erneut Raketen auf Israel
    Militante Palästinenser haben den zweiten Tag in Folge vom Gazastreifen aus Raketen auf israelisches Territorium abgefeuert. In der Nacht hatte Israels Luftwaffe Ziele der Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad in dem Küstenstreifen angegriffen. Dabei wurde laut dem Gesundheitsministerium in Gaza ein Palästinenser getötet. Die Angriffe auf Israel hatten am Dienstag begonnen, nachdem dessen Armee einen Befehlshaber des extremistischen Islamischen Dschihad gezielt getötet hatte. Palästinenser feuerten daraufhin rund 200 Raketen auf israelische Städte ab, darunter auch auf Tel Aviv.
    Senatorin Jeanine Añez erklärt sich zur Interimspräsidentin Boliviens
    Nach dem Rücktritt von Boliviens Staatschef Evo Morales hat sich die Senatorin Jeanine Añez zur Interimspräsidentin des südamerikanischen Landes erklärt. Neben Morales waren auch der Vizepräsident, die Präsidentin des Senats und der Präsident der Abgeordnetenkammer zurückgetreten. Somit rückte Añez als zweite Vizepräsidentin des Senats an die Regierungsspitze. Die 52-jährige Anwältin muss nun innerhalb von 90 Tagen eine Neuwahl organisieren. Morales war am Sonntag nach massiven Protesten und auf Druck des Militärs nur drei Wochen nach seiner umstrittenen Wiederwahl zurückgetreten.
    Türkischer Journalist Ahmet Altan erneut verhaftet
    Der türkische Schriftsteller und Journalist Ahmet Altan ist erneut festgenommen worden. Die Organisationen Amnesty International und Reporter ohne Grenzen bestätigten entsprechende Angaben der türkischen staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Laut Reporter ohne Grenzen wurde Altan mit der Begründung verhaftet, es bestehe Fluchtgefahr. Der 69-Jährige war 2018 wegen Mitgliedschaft in der verbotenen Gülen-Bewegung zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Am 4. November wurde er nach mehr als drei Jahren Haft unter Auflagen aus dem Gefängnis entlassen. Zugleich reduzierten die Richter das Strafmaß.
    Tesla will Fabrik im Großraum Berlin bauen
    Der Elektroautopionier Tesla will eine neue Autofabrik im Berliner Umland errichten. Das sagte Konzernchef Elon Musk bei einer Veranstaltung in Berlin. Die "Gigafactory 4" solle in der Nähe des neuen Flughafens entstehen. Zudem solle in der Hauptstadt ein Ingenieur- und Designzentrum angesiedelt werden. Tesla hatte zuvor angekündigt, in Kürze den Standort seiner europäischen Fertigungsanlage bekanntzugeben. Mehrere Bundesländer hatten um das Werk geworben. Dort soll ab 2021 produziert werden. Derzeit zieht das US-Unternehmen eine Fabrik in China hoch.
    Venedig kämpft mit Rekord-Hochwasser
    Venedig wird von den schwersten Überschwemmungen seit mehr als 50 Jahren heimgesucht. Der Markusplatz ist vollkommen überflutet. Im Markusdom hat das Hochwasser italienischen Medienberichten zufolge Schäden am Mauerwerk angerichtet. Grundschulen und Kindertagesstätten sind geschlossen. Bürgermeister Luigi Brugnaro sprach von einer "Katastrophe" und mobilisierte alle Einsatzkräfte. Er kündigte an, an diesem Mittwoch den Notstand auszurufen. Wegen seiner Lage in der Lagune wird Venedig immer wieder überflutet, der Anstieg des Meeresspiegels verschärft die Situation aber zunehmend.
    Greta Thunberg segelt zur Klimakonferenz in Madrid
    Klimaaktivistin Greta Thunberg hat eine umweltschonende Mitfahrgelegenheit von den USA nach Europa gefunden. Wie die 16-jährige Schwedin auf Twitter mitteilte, werde sie mit Bekannten auf einem Katamaran von der Ostküste der USA nach Europa segeln, um dort noch an der UN-Klimakonferenz in Madrid im Dezember teilnehmen zu können. Die "La Vagabonde" des australischen Paars Riley Whitelum und Elayna Carausu soll demnach schon an diesem Mittwoch ablegen. Thunberg hatte im August in einem Segelboot den Atlantik überquert und unter anderem an der UN-Klimakonferenz in New York teilgenommen.
    7 min
  • 12.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Israel tötet Anführer des Islamischen Dschihad
    Israels Armee und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet haben in einer gezielten Aktion einen Anführer des Islamischen Dschihad im Gazastreifen getötet. Bei dem Raketenangriff starben Baha Abu Al Ata und dessen Frau. Der militante Palästinenser habe Terroranschläge auf Israelis vorbereitet, teilte die Armee mit. Sie attackierte zudem Ziele in Damaskus, um Aktivisten des Islamischen Dschihad zu treffen. Dabei starben nach syrischen Agenturmeldungen acht Menschen. Als Reaktion auf die Angriffe feuerten Palästinenser im Gazastreifen zahlreiche Raketen auf Israel ab. Auch in Tel Aviv heulten die Sirenen.
    Boliviens Ex-Präsident auf dem Weg ins Exil in Mexiko
    Nach seinem Rücktritt ist der bolivianische Ex-Präsident Evo Morales eigenen Angaben zufolge ins Exil nach Mexiko aufgebrochen. "Es schmerzt mich, das Land aus politischen Gründen zu verlassen, aber ich werde mich immer kümmern", schrieb er auf Twitter. Zuvor hatte Mexiko erklärt, Morales aus humanitären Gründen Asyl zu gewähren. Das Leben des ehemaligen Staatschefs sei in Bolivien in Gefahr, sagte Außenminister Marcelo Ebrard. Morales war am Sonntag nach dreiwöchigen Protesten gegen seine Wiederwahl zurückgetreten.
    Merkel und Conte stimmen ihre Migrationspolitik ab
    Bundeskanzlerin Angela Merkel und Italiens Ministerpräsident Guiseppe Conte haben eine engere europäische Kooperation bei der Verteilung aus dem Mittelmeer geretteter Flüchtlinge angemahnt. "Es bleibt noch viel zu tun, um zu einer fairen Aufgabenteilung in ganz Europa zu kommen", sagte Merkel während eines Besuchs in Rom. Es brauche mehr willige Staaten, die sich an einer Verteilung von Flüchtlingen beteiligen. Ziel müsse es weiter sein, "dass dies alle EU-Staaten tun", erklärte Conte. Als langfristige Strategie verwiesen beide auf die Bekämpfung von Fluchtursachen.
    Europäer setzen Iran unter Druck
    Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die EU haben den Iran aufgefordert, sich wieder an die Auflagen des internationalen Atomabkommens von 2015 zu halten. Die Außenminister der drei Länder sowie die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini zeigten sich in einer gemeinsamen Erklärung "extrem beunruhigt" über die Wiederaufnahme der Urananreicherung in der Anlage Fordo. Deshalb würden auch Mechanismen in Erwägung gezogen, die zur Wiedereinführung von Sanktionen führen könnten. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hatte zuvor Angaben Teherans zur Urananreicherung in Fordo bestätigt.
    Hunderte Schulen in Australien wegen Buschfeuern geschlossen
    Angesichts verheerender Buschbrände in Australien sind am Dienstag mehr als 600 Schulen in Sydney und Teilen des Bundesstaats New South Wales geschlossen geblieben. Dies hatte die Bildungsbehörde beschlossen, um die Vorbereitungen der Feuerwehren auf die vorrückenden Brände zu unterstützen. Bereits am Montag war in dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat der Notstand ausgerufen worden. Mindestens drei Menschen sind seit vergangener Woche bei dutzenden Buschfeuern im Osten des Landes ums Leben gekommen. Nach Behördenangaben ist eine Fläche von rund 10.000 Quadratkilometern betroffen.
    Hilfswerke schlagen wegen Lungenentzündung bei Kindern Alarm
    Im Kampf gegen Lungenentzündung bei Kindern fordert ein Zusammenschluss von Hilfsorganisationen mehr Impfstoffe und bezahlbare Antibiotika. Obwohl es sich um eine vermeidbare Krankheit handele, seien 2018 weltweit mehr als 800.000 Kinder unter fünf Jahren an einer Lungenentzündung gestorben, heißt es in einer Mitteilung des UN-Kinderhilfswerks UNICEF und fünf weiterer Organisationen. Damit sei die Erkrankung für Kleinkinder tödlicher als Malaria oder Durchfall. Den Hilfswerken zufolge erhält jedes dritte an Lungenentzündung erkrankte Kind keine ausreichende medizinische Versorgung.
    7 min

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