Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 27.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Überlebende bei Flugzeugunglück in Almaty
    Den Absturz eines Passagierflugzeugs in der kasachischen Stadt Almaty haben nach Behördenangaben mindestens 66 Menschen mit Verletzungen überlebt.15 Menschen kamen ums Leben. Die Maschine der kasachischen Gesellschaft Bek Air war unmittelbar nach dem Start durchgesackt. Sie durchbrach eine Mauer, ehe sie gegen ein Wohngebäude prallte. Rettungstrupps bemühten sich, die Insassen aus der schwer beschädigten Fokker 100 zu bergen. An Bord befanden sich 93 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder. Geplantes Ziel war die Hauptstadt Nursultan.
    Auch 737-MAX-Sonderberater Luttig verlässt Boeing
    Nach dem Rücktritt von Boeing-Chef Dennis Muilenburg verlässt auch dessen Sonderberater Michael Luttig im Zuge des Debakels rund um das Flugzeugmodell 737 MAX den Konzern. Der 65-Jährige habe den Verwaltungsrat informiert, zum Jahresende in den Ruhestand zu gehen, teilte das US-Luftfahrtunternehmen mit. Luttig war seit 2006 Boeings Chefjustiziar. Im Mai 2019 wurde er in der 737-MAX-Krise zum Rechtsberater von Konzernchef Muilenburg und dem Verwaltungsrat ernannt. Er widmete sich der juristischen Aufarbeitung der Flugzeugabstürze in Indonesien und Äthiopien.
    Israels Premier Netanjahu als Likud-Chef wiedergewählt
    Israels rechtskonservative Regierungspartei Likud hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erneut zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Der Premier lag nach Auszählung aller Stimmen bei 72,5 Prozent, wie die Partei mitteilte. Sein Herausforderer Gideon Saar kam auf 27,5 Prozent. Damit dürfte Netanjahu auch wieder Likud-Spitzenkandidat bei der Parlamentswahl im März werden. Rund 116.000 Parteimitglieder waren zu der Abstimmung aufgerufen. Netanjahu hatte sich der parteiinternen Wahl gestellt, obwohl er wegen einer Korruptionsanklage und zweifachen Scheiterns bei der Regierungsbildung angeschlagen ist.
    China, Russland und Iran halten gemeinsames Marine-Manöver ab
    China, Russland und der Iran beginnen ein gemeinsames Marine-Manöver im Golf von Oman. Die viertägige Übung diene dazu, den "Austausch und die Zusammenarbeit" zwischen den Seestreitkräften der drei Länder zu vertiefen, hieß es aus dem chinesischen Verteidigungsministerium. Seitdem die USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen sind, ist die Lage in der Golfregion angespannt. Teheran begann seinerseits damit, sich schrittweise aus dem Abkommen zurückzuziehen. China und Russland zählen wie Deutschland, Großbritannien und Frankreich zu den verbliebenen Vertragspartnern.
    Im Iran inhaftierte Wissenschaftlerinnen treten in Hungerstreik
    Die französisch-iranische Anthropologin Fariba Adelkhah und die britisch-australische Islamwissenschaftlerin Kylie Moore-Gilbert verweigern aus Protest gegen ihre Inhaftierung im Iran die Nahrungsaufnahme. Die beiden Forscherinnen erklärten in einem offenen Brief, sie seien im Gefängnis "psychologischer Folter" ausgesetzt. In dem Schreiben an das in New York ansässige Zentrum für Menschenrechte im Iran beklagten sie außerdem zahlreiche Verstöße gegen die Menschenrechte. Die beiden Wissenschaftlerinnen werden wegen angeblicher Spionage festgehalten.
    Mexiko beklagt "Belagerung" seiner Botschaft
    Angesichts massiver Polizeipräsenz rund um die mexikanische Botschaft in Bolivien hat sich die Regierung des nordamerikanischen Landes über eine "Belagerung" beschwert. Mexikos Außenminister Marcelo Ebrard kündigte an, beim Internationalen Gerichtshof Beschwerde einzulegen. Die bolivianische Geschäftsträgerin wurde zu einem Gespräch einbestellt. Die Regierung in La Paz erklärte indes, die mexikanische Vertretung werde lediglich "geschützt". Nach dem Rücktritt des bolivianischen Präsidenten Evo Morales hatten einige seiner früheren Mitarbeiter in der mexikanischen Botschaft Schutz gesucht.
    7 min
  • 26.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Mindestens 13 Tote durch "Phanfone" auf den Philippinen
    Durch den Taifun "Phanfone" sind auf den Philippinen mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Das teilten Mitarbeiter der Bergungsdienste mit. Der Tropensturm war am Dienstag im Zentrum des Inselstaats auf Land getroffen. Er richtete schwere Schäden an, mehrere Ortschaften wurden überschwemmt. Die Behörden ordneten Zwangsevakuierungen für mehr als 58.000 Menschen in Küstengebieten an. Nach Angaben der Wetterdienste erreichte der Taifun Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Stundenkilometern. Inzwischen hat "Phanfone" die Philippinen verlassen und bewegt sich westwärts.
    Neuer Terrorüberfall in Burkina Faso
    In Burkina Faso sind bei einem neuen Angriff auf Regierungstruppen mindestens elf Soldaten getötet worden. In der nördlichen Provinz Soum war nach Armeeangaben eine Militärpatrouille in einen Hinterhalt geraten. Erst am Vortag waren in dem westafrikanischen Land bei schweren Kämpfen mit islamistischen Angreifern mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Neben 35 Zivilisten und sieben Soldaten seien auch 80 Dschihadisten während der Gefechte im Norden des Landes getötet worden, meldeten die Behörden.
    Putin-Kritiker soll auf Militärbasis in Arktis gebracht worden sein
    Ein Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin soll nach Oppositionsangaben widerrechtlich zum Militärdienst eingezogen und in eine entlegene Basis in der Arktis gebracht worden sein. Der prominente Oppositionspolitiker Alexej Nawalny erklärte, sein Weggefährte Ruslan Schaweddinow werde auf einer Luftabwehrbasis im entlegenen Nowaja-Semlja-Archipel als "politischer Gefangener" festgehalten.
    Medien: Zahl der Asylanträge in Deutschland rückläufig
    Die Zahl der Asylanträge in Deutschland ist Zeitungsberichten zufolge rückläufig. Von Januar bis November 2019 hätten 133.270 Menschen erstmals Asyl in der Bundesrepublik beantragt, berichtet die Funke Mediengruppe unter Berufung auf die Statistikbehörde Eurostat. Deutschland bleibe aber weiter Hauptziel für Asylbewerber in der EU.
    Queen beeindruckt von Klimaschutzprotesten der Jugend
    Die weltweiten Proteste hunderttausender Jugendlicher für mehr Klimaschutz stoßen bei der britischen Königin Elizabeth II. auf Sympathie. Das betonte die 93-jährige Monarchin in ihrer Weihnachtsansprache. Sie sei beeindruckt, wie eine neue Generation sich ernsthaft für den Schutz der Umwelt und des Klimas einsetze, erklärte die Queen. Die Initiatorin der internationalen Klimabewegung Fridays for Future, die Schwedin Greta Thunberg, erwähnte die britische Königin aber nicht namentlich.
    Raketenangriff unterbricht Wahlkampf-Event Netanjahus
    Militante Palästinenser im Gazastreifen haben erneut eine Rakete auf Israel abgefeuert. Das Geschoss sei von der Raketenabwehr abgefangen worden, teilte die Armee mit. In der Küstenstadt Aschkelon unterbrach der Angriff aber eine Wahlkampfveranstaltung des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Der 70-Jährige musste vorübergehend in einen Schutzraum. Netanjahus rechtskonservative Likud-Partei wählt an diesem Donnerstag einen neuen Parteichef.
    Viel Prominenz bei Beerdigung des algerischen Armeechefs Gaïd Salah
    Zwei Tage nach seinem Tod ist der einflussreiche algerische Armeechef Ahmed Gaïd Salah im Beisein hochrangiger Vertreter aus Politik und Militär beigesetzt worden. Zur Beerdigung kam auch Algeriens neuer Staatschef Abdelmadjid Tebboune. Gaïd Salah war am Montag im Alter von 79 Jahren einem Herzinfarkt erlegen. Er stand nach dem Rücktritt des langjährigen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika im April faktisch an der Spitze des Staates, bis Tebboune am vergangenen Donnerstag als neuer Staatschef vereidigt wurde.
    7 min
  • 25.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Papst feiert Christmette in Rom
    Im Vatikan hat Papst Franziskus die Christmette gefeiert. Mehrere Zehntausend Gläubige versammelten sich im Petersdom und auf dem Petersplatz. Die Messe wurde dort auf Großbildschirmen übertragen. In seiner Predigt rief der Papst zu "Vertrauen in die Liebe Gottes" auf. Dieser liebe ohne Vorleistung jeden Menschen, "auch den schlimmsten", betonte Franziskus. Im Heiligen Land beteiligten sich Christen aus aller Welt an der Prozession von Jerusalem nach Bethlehem. Der Wagenkonvoi zur Geburtskirche wurde angeführt vom Oberhaupt der katholischen Kirche im Heiligen Land, Pierbattista Pizzaballa.
    Tausende Hongkonger demonstrieren in Einkaufszentren
    Neue Proteste und Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei haben den Heiligabend in Hongkong überschattet. Aktionen gab es in mehreren Stadtteilen wie unter anderem den populären Einkaufs- und Touristenzielen Tsim Sha Tsui und Mong Kok. Augenzeugen berichteten, Demonstranten hätten gezielt Läden verwüstet, die geschäftliche Beziehungen zur Volksrepublik China unterhalten. Einsatzkräfte gingen mit Tränengas, Wasserwerfern und Schlagstöcken gegen Aktivisten vor. U-Bahn-Stationen mussten aus Sicherheitsgründen geschlossen werden.
    Tote bei Dschihadistenangriff in Burkina Faso
    Im Norden von Burkina Faso haben dschihadistische Kämpfer die Stadt Arbinda und ein Militärlager angegriffen. Nach Angaben des Kommunikationsministeriums des westafrikanischen Landes wurden mindestens sieben Soldaten sowie 35 Zivilisten getötet. 80 Angreifer seien – so wörtlich – "neutralisiert" worden, was offen lässt, ob sie getötet oder kampfunfähig gemacht wurden. Seit 2015 greift die Gewalt von Dschihadisten in den Nachbarländern Niger und Mali zunehmend auf Burkina Faso über. In Mali sind etwa 1000 deutsche Soldaten stationiert, die an einem UN-Einsatz in dem Land beteiligt sind.
    Irakisches Parlament beschließt neues Wahlgesetz
    Das neue irakische Wahlgesetz lässt zu, dass Bewerber einzeln kandidieren. Bisher hatten die Wähler nur die Möglichkeit, aus Listen der Parteien eine Auswahl zu treffen. Außerdem sollen Wahlbezirke eingeführt werden. Parlamentssprecher Mohammed al-Halbousi betonte in Bagdad, die Abgeordneten hätten im Namen der irakischen Bevölkerung entschieden. Die Änderung des Wahlgesetzes war eine zentrale Forderung in den Massenprotesten gegen die Regierung, die seit Anfang Oktober andauern. Bei Zusammenstößen mit irakischen Sicherheitskräften wurden in dieser Zeit mindestens 450 Menschen getötet.
    Brasiliens Präsident begnadigt verurteilte Sicherheitskräfte
    Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat verurteilte Polizisten und Soldaten begnadigt. Die zu Weihnachten traditionellen Begnadigungen durch den Präsidenten gelten dieses Jahr als ungewöhnlich großzügig. Er sendet damit ein Signal an seine Wählerschaft, die ein härteres Vorgehen gegen Verbrechen fordert und Sicherheitskräften dafür mehr Rechte zugestehen will. Bolsonaro spricht sich generell für eine Straffreiheit für Sicherheitskräfte aus, die im Dienst Tötungsdelikte begangen haben. Neben Polizisten und Soldaten profitieren auch wieder schwerkranke und ältere Häftlinge von den Begnadigungen.
    Bundespolizei registriert mehr illegale Einreisen als Abschiebungen
    Die Zahl der unerlaubten Einreisen nach Deutschland übersteigt im laufenden Jahr die Zahl der Abschiebungen. Das berichten Zeitungen unter Berufung auf die Bundespolizei. Von Januar bis Oktober 2019 registrierte die Behörde demnach 20.996 Rückführungen - etwa 1.000 weniger als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Dem stehen 32.945 unerlaubte Einreisen nach Deutschland gegenüber. Im November verzeichnete die Bundespolizei rund 3700 weitere unerlaubte Einreisen. Insgesamt war die Zahl der unerlaubten Einreisen von Januar bis November 2019 jedoch leicht rückläufig.
    7 min
  • 24.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bundespräsident fordert in Weihnachtsansprache mehr Zivilcourage
    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in seiner Weihnachtsansprache zu mehr Zivilcourage aufgerufen. Was die Demokratie brauche, seien selbstbewusste Bürger mit Tatkraft, Anstand und Solidarität, sagte Steinmeier laut vorab verbreitetem Redetext. Insbesondere nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle an der Saale gehe es darum, als Gemeinschaft zusammenzuhalten, betonte der Bundespräsident. Ebenso wichtig sei das Engagement der Bürger in Vereinen oder auf Demonstrationen. Die Menschen brauchten die Demokratie, doch noch mehr brauche die Demokratie die Menschen, sagte Steinmeier.
    Gefangenenaustausch in der Ukraine noch vor Jahresende
    Die ukrainische Regierung und prorussische Rebellen im Osten des Landes haben sich auf einen Gefangenenaustausch geeinigt. Der Austausch solle bis zum Jahresende vollzogen werden, erklärte eine Sprecherin Kiews, Darka Olifer. Der Schritt erfolge entsprechend den Vereinbarungen des Ukraine-Gipfels in Paris vor rund zwei Wochen. Die Einigung wurde gegenüber russischen Nachrichtenagenturen von einem Vertreter der Regierung in Moskau und Rebellenvertretern bestätigt. Auch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bestätigte die Einigung.
    UN warnen vor Flüchtlingswelle in Idlib
    UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat zum sofortigen Stopp der Kämpfe in der syrischen Rebellenprovinz Idlib aufgerufen. Guterres erinnere alle Parteien an die Pflicht, Zivilisten zu schützen, erklärte ein UN-Sprecher. Zehntausende Menschen sollen laut den UN vor den Kämpfen in Richtung türkischer Grenze fliehen. Die türkische Hilfsorganisation IHH spricht von 120.000 Menschen. Die Türkei lehnt die Aufnahme weiterer Flüchtlinge aus Kapazitätsgründen ab. Im April hatte Syriens Machthaber Baschar al-Assad eine neue Offensive auf Idlib gestartet, um die Region wieder unter seine Kontrolle zu bringen.
    Frankreich setzt erstmals bewaffnete Drohne ein
    Das französische Militär hat in Mali nach eigenen Angaben erstmals eine bewaffnete Drohne gegen islamistische Terroristen eingesetzt. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, wurden bei der Attacke sieben Personen "neutralisiert". Zum Zeitpunkt des Angriffs hielt sich Präsident Emmanuel Macron im Nachbarland Elfenbeinküste auf. Dieser hatte von 33 weiteren Terroristen gesprochen, die bei einem Einsatz außer Gefecht gesetzt worden seien. In Westafrika sind rund 4500 französische Soldaten im Einsatz. In Mali gibt es zudem eine UN-Friedensmission, an der auch deutsche Soldaten teilnehmen.
    Haftbefehl für Bewerber der Präsidentschaftswahlen in der Elfenbeinküste
    Die Regierung in der Elfenbeinküste hat einen Haftbefehl gegen den Bewerber bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Oktober, Guillaume Soro, erlassen. Der Generalstaatsanwalt wirft dem im Exil lebenden ehemaligen Rebellenkommandeur unter anderem Gefährdung der staatlichen Sicherheit und Geldwäsche vor. Soro sagte daraufhin seine geplante Rückkehr in seine Heimat ab. In der Stadt Abidjan ging die Polizei gegen rund hundert Demonstranten mit Tränengas vor, die gegen den Haftbefehl protestiert hatten. Die Präsidentschaftswahl gilt als Test für die Stabilität der Elfenbeinküste.
    US-Börsenaufsicht untersucht Verkaufspraktiken von BMW
    Die Börsenaufsicht in den USA untersucht die Verkaufspraktiken des deutschen Automobilkonzerns BMW. Ein Unternehmenssprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht des "Wall Street Journal". BMW kooperiere bei den Ermittlungen der Behörde. Weitere Details nannte der Sprecher nicht. Auch die Börsenaufsicht äußerte sich nicht näher zu der Untersuchung. Die Behörde hatte bereits die Vertriebsmethoden des italienisch-amerikanischen Herstellers Fiat Chrysler überprüft. Gegen den Autokonzern verhängte die Börsenaufsicht eine Strafe von 40 Millionen Dollar wegen der Irreführung von Investoren.
    Auch über Weihnachten Streiks im französischen Bahnverkehr
    In Frankreich haben die Gewerkschaften ihre Proteste gegen die geplante Rentenreform der Regierung fortgesetzt. Der landesweite Bahnverkehr war erneut massiv gestört. Auch über die Weihnachtstage soll es trotz eines Appells von Präsident Emmanuel Macron Arbeitsniederlegungen geben. So fahren an Heiligabend nach Angaben der Betreibergesellschaft im Schnitt nur zwei Fünftel der Hochgeschwindigkeitszüge TGV. Auch Verbindungen von und nach Deutschland sind betroffen. Im Regionalverkehr und bei der Pariser Metro werden ebenfalls massive Einschränkungen erwartet.
    8 min
  • 23.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Kroatiens Sozialdemokrat Milanovic gewinnt erste Runde der Präsidentenwahl
    Der künftige Präsident Kroatiens wird am 5. Januar in einer Stichwahl ermittelt. Nach der ersten Runde der Präsidentenwahl liegt der oppositionelle Sozialdemokrat Zoran Milanovic mit fast 30 Prozent in Führung, wie die Wahlkommission in Zagreb mitteilte. Für die konservative Amtsinhaberin Kolinda Grabar-Kitarovic stimmten knapp 27 Prozent der Wähler. Auf Platz drei kam der unabhängige Kandidat und populäre Schlagersänger Miroslav Skoro mit gut 24 Prozent. Der Präsident Kroatiens hat vor allem repräsentative Aufgaben, aber auch ein Mitspracherecht in der Außen- und Verteidigungspolitik.
    Erdogan warnt vor steigenden Flüchtlingszahlen
    Angesichts der für die Bevölkerung immer auswegloseren Situation in Nordsyrien hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan vor Belastungen durch mehr Flüchtlinge gewarnt. Wenn die Zahlen weiter zunähmen, könne die Türkei "die Last nicht allein tragen", sagte Erdogan. Die Auswirkungen wären dann nach seinen Worten "in allen europäischen Ländern zu spüren, beginnend mit Griechenland". Das könne zu Zuständen wie 2015 führen. In der nordsyrischen Provinz Idlib sind laut Erdogan 80.000 Menschen auf der Flucht vor Bombardements der syrischen Armee und ihrem Verbündeten Russland.
    Al-Sisi-Gegner in Ägypten freigelassen
    Ägyptens Ex-Armee-Stabschef Sami Annan ist vorzeitig aus dem Gefängnis freigekommen. Offiziell wurden gesundheitliche Gründe angeführt, wie sein Anwalt erklärte. Der 71-Jährige war im Januar 2018 festgenommen worden. Zuvor hatte er angekündigt, bei der Präsidentenwahl im März gegen Amtsinhaber Abdel Fattah al-Sisi zu kandidieren. Das zuständige Militärgericht sprach ihn schuldig, gegen Vorschriften verstoßen und Dokumente gefälscht zu haben. Annan wurde zu neun Jahren Haft verurteilt. Die Opposition vermutete, dass die Regierung keinen ernst zu nehmenden Gegner zulassen wollte.
    Ecuador ruft für Galapagos-Inseln Notstand aus
    Vor den zum Weltnaturerbe zählenden Galapagos-Inseln läuft Diesel-Kraftstoff von einem gesunkenen Schiff aus. Ecuador rief deswegen den Notstand aus. Das Unglück ereignete sich nach Angaben der Behörden vor San Cristóbal, der östlichsten Insel des Archipels. Ein Kran war während der Verladung eines Containers zusammengebrochen. Der herabstürzende Container brachte den Frachter zum Sinken. Das Militär sowie Umweltaktivisten seien dabei, Schutzbarrieren zu errichten, teilte der Galapagos-Nationalpark im Kurznachrichtendienst Twitter mit.
    Rumänen erinnern an Revolution vor 30 Jahren
    In Rumäniens Hauptstadt Bukarest haben tausende Menschen an die Opfer des blutigen politischen Umsturzes vor 30 Jahren erinnert. Auf dem Platz der Revolution gedachten sie mit einer Schweigeminute der 1142 Toten, anschließend ließen sie hunderte Ballons aufsteigen. Mitte Dezember 1989 hatten die Demonstrationen gegen den kommunistischen Diktator Nicolae Ceausescu begonnen, die sich ausweiteten und schließlich im Sturz Ceausescus mündeten. Er und seine Frau wurden am 25. Dezember hingerichtet. Noch immer ist ungeklärt, wer für die vielen Todesopfer in Rumänien verantwortlich ist.
    Bundesinnenministerium gegen Aufnahme von Flüchtlingskindern
    Das Bundesinnenministerium hat die Forderung von Grünen-Chef Robert Habeck abgelehnt, Flüchtlingskinder aus überfüllten griechischen Lagern in Deutschland aufzunehmen. Der Parlamentarische Staatssekretär im Innenministerium, Stephan Mayer, erklärte, die Regierung lehne einen "Alleingang" ab. Der CSU-Politiker sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, andere EU-Länder würden sich dann ihrer Verantwortung entziehen. Ähnlich äußerte sich Innenstaatssekretär Günter Krings. Habeck hatte gefordert, Kinder aus griechischen Flüchtlingslagern zu holen. Schnelle Hilfe sei ein "Gebot der Humanität".
    Weitere Niederlage für Frankfurter Fußballer
    Eintracht Frankfurt hat auch zum Abschluss der Hinrunde in der Fußball-Bundesliga keinen Weg aus der Krise gefunden. Die Hessen unterlagen bei Schlusslicht SC Paderborn 1:2 und blieben im siebten Spiel in Serie ohne Sieg. Fortuna Düsseldorf stoppte seine Negativserie und gewann gegen Aufsteiger 1. FC Union Berlin 2:1.
    8 min
  • 21.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA verhängen Sanktionen wegen Nord Stream 2
    Die USA wollen die Gaspipeline Nord Stream 2 kurz vor der Fertigstellung noch stoppen und haben trotz des Widerstands aus Deutschland Sanktionen gegen beteiligte Firmen erlassen. US-Präsident Donald Trump unterzeichnete ein Gesetzespaket zum Verteidigungshaushalt. Dort war das Sanktionsgesetz eingefügt worden. Trump argumentiert, Deutschland begebe sich mit der Ostsee-Pipeline in Abhängigkeit von Moskau. Nord Stream 2 soll vom kommenden Jahr an Gas von Russland nach Deutschland liefern. 300 Kilometer der 2100 Kilometer langen Strecke müssen noch verlegt werden.
    Russland und China lehnen weitere Syrien-Hilfe ab
    Russland und China haben im UN-Sicherheitsrat gegen eine Resolution gestimmt, mit der die humanitäre Hilfe der Vereinten Nationen in Syrien fortgesetzt werden sollte. Das Mandat für dringend benötigte Lebensmittel und Medikamente läuft am 10. Januar aus. Der russische UN-Botschafter begründete sein Nein damit, dass die syrische Regierung von Machthaber Baschar al-Assad die meisten Gebiete im Land wieder selbst kontrolliere. Die Resolution sei somit "obsolet". Der deutsche Diplomat Christoph Heusgen sprach von einem sehr traurigen Tag für die syrische Bevölkerung.
    Zehntausende Zivilisten fliehen vor Luftangriffen aus Idlib
    In der syrischen Rebellenhochburg Idlib sind nach schweren Luftangriffen zehntausende Menschen auf der Flucht. Viele versuchen, sich ins Grenzgebiet zur Türkei durchzuschlagen, wie Rettungskräfte berichten. Zehntausende weitere Zivilisten warteten darauf, dass die Bombardements nachließen, um ebenfalls fliehen zu können, erklärte eine Sprecherin des UN-Nothilfebüros (OCHA). Seit Anfang Dezember nehmen syrische und russische Kampfjets die Provinz massiv unter Beschuss.
    Keine US-Zölle auf brasilianischen Stahl
    US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben des brasilianischen Staatschefs Jair Bolsonaro zugesagt, Stahl sowie Aluminium des südamerikanischen Landes auch künftig nicht mit Strafzöllen zu belegen. Die beiden Präsidenten hatten zuvor telefoniert. Im März 2018 hatten die USA weltweit Strafzölle in Höhe von 25 Prozent für Stahl und zehn Prozent für Aluminium verhängt, später jedoch einige Staaten davon ausgenommen, darunter Brasilien. Anfang Dezember warf der US-Präsident der Bolsonaro-Regierung vor, die Währung abzuwerten, was amerikanischen Landwirten schade. Er kündigte Strafzölle an.
    Polizei stuft viel weniger Islamisten als "Gefährder" ein
    Die Zahl der von der Polizei als sogenannte Gefährder eingestuften Islamisten ist in Deutschland zurückgegangen. Das Bundesinnenministerium teilte mit, die Behörden hätten Anfang November im islamistischen Spektrum bundesweit 679 Gefährder gezählt. Im Juli 2018 waren es noch etwa 100 Personen mehr. Als Gefährder werden im Bereich der politisch motivierten Kriminalität Menschen bezeichnet, denen man schwere Gewalttaten bis hin zu Terroranschlägen zutraut. Der CDU-Innenpolitiker Armin Schuster sagte, der gestiegene Verfolgungsdruck durch Behörden und Polizei zeige eine gewisse Wirkung.
    Parlament in Polen billigt Gesetz zur Richter-Disziplinierung
    Das polnische Parlament hat ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, das die Möglichkeiten zur Bestrafung von Richtern erweitert. Das Gesetz, das von der nationalkonservativen Regierungspartei PiS eingebracht wurde, sieht unter bestimmten Umständen sogar Entlassungen für Richter vor. Kritiker sehen durch die Neuregelung die Unabhängigkeit der Justiz in Gefahr. Gegen die geplante Gesetzesänderung hatte es Proteste in zahlreichen polnischen Städten gegeben. EU-Kommission und das UN-Menschenrechtsbüro hatten sich im Vorfeld ebenfalls kritisch geäußert.
    Weltstrafgerichtshof will wegen Kriegsverbrechen ermitteln
    Die Chefanklägerin am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) hat eine Untersuchung zu möglichen Kriegsverbrechen in den Palästinensergebieten angekündigt. Es bestehe eine "vernünftige Grundlage", um mit Ermittlungen zu beginnen, sagte Fatou Bensouda in Den Haag. Zuvor müsse die zuständige Kammer allerdings entscheiden, inwiefern das Gericht für die Palästinensergebiete rechtlich zuständig sei. Bensouda erklärte weiter, sie sei überzeugt, dass Kriegsverbrechen im von Israel besetzten Westjordanland, in Ost-Jerusalem und im Gazastreifen begangen wurden oder weiterhin begangen werden.
    8 min
  • 20.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Russland und Ukraine beenden Gasstreit
    Russland und die Ukraine haben eine Grundsatzeinigung über einen neuen Gastransit-Vertrag erzielt. EU-Kommissionsvizepräsident Maros Sefcovic sagte in Berlin, noch seien Details offen, die in den nächsten Tagen verhandelt werden sollen. Der bestehende Vertrag zwischen Russland und der Ukraine läuft Ende des Jahres aus. Es hätten Engpässe in der Gasversorgung in Europa gedroht. Die Ukraine ist das wichtigste Transitland für russisches Gas, das 18 Prozent des gesamten Gasverbrauchs in der EU ausmacht. Beide Länder hatten unter Vermittlung der EU und Deutschland verhandelt.
    Entscheidender Fortschritt für nordamerikanischen Freihandelsvertrag
    Das US-Repräsentantenhaus hat mit großer Mehrheit das überarbeitete nordamerikanische Freihandelsabkommen gebilligt. Die Zustimmung der zweiten Parlamentskammer, des US-Senats, steht noch aus. Das Abkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada wird den Freihandelspakt NAFTA von 1994 ablösen. Die Staats- und Regierungschefs der drei Länder hatten den neuen Vertrag ursprünglich Ende vergangenen Jahres unterzeichnet. In den USA sperrten sich die Demokraten jedoch gegen die Ratifizierung, weil sie Nachbesserungsbedarf sahen. Sie einigten sich mit der US-Regierung nach schwierigen Nachverhandlungen.
    Johnson legt Parlament Brexit-Gesetz vor
    Das britische Parlament stimmt an diesem Freitag über das Austrittsabkommen mit der Europäischen Union ab. Dazu wird Premierminister Boris Johnson das entsprechende Ratifizierungsgesetz einbringen. Gleichzeitig soll ausgeschlossen werden, dass die bis Ende 2020 vorgesehene Übergangsfrist verlängert werden kann. Eine Mehrheit gilt nach Johnsons Sieg bei der Parlamentswahl als sicher. Der Vorsitzende des Unterhauses, Jacob Rees-Mogg, teilte mit, die Regierung wolle die Gesetzgebung bis zum 9. Januar durchs Unterhaus bringen. Johnson will Großbritannien am 31. Januar aus der EU führen.
    EU erklärt Botschafter aus Benin zur unerwünschten Person
    Die EU hat den Botschafter des westafrikanischen Landes Benin zu einer "persona non grata" erklärt. Die Entscheidung sei eine Antwort auf die Ausweisung des EU-Botschafters in Benin, teilte der Europäische Rat mit. Benins Regierung gab als Grund für dessen Ausweisung Ende November eine angebliche Beteiligung an umstürzlerischen Aktivitäten an. Diese Entscheidung sei "vollkommen ungerechtfertigt" gewesen, hieß es vom Europäischen Rat. Die Gegenmaßnahme bedeutet nicht unbedingt, dass Benins Diplomat in seine Heimat zurückkehren muss, da er auch Botschafter seines Landes in Belgien ist.
    Waffenrückkauf in Neuseeland vor dem Ende
    In Neuseeland endet eine Frist für eine Amnestie für Halter verbotener Waffen. Nach Angaben der Polizei wurden mehr als 56.300 Waffen und rund 188.000 Waffenteile abgegeben. Neuseeland hatte nach dem rassistisch motivierten Amoklauf in Christchurch die Waffengesetze verschärft. Teil des Plans war der Rückkauf nun verbotener Waffen. Nach Angaben des Polizeiministers, Stuart Nash, wurden umgerechnet knapp 59 Millionen Euro gezahlt. Laut Nash ist es allerdings ein Problem, dass unbekannt ist, wie viele Waffen im Umlauf sind. Oppositionspolitiker und die Waffenlobby bezeichneten die Amnestie als Misserfolg.
    VW droht Millionenstrafe in Australien
    Ein Gericht in Australien hat Volkswagen im Abgasskandal zu Strafen von umgerechnet rund 77,5 Millionen Euro verurteilt. Der deutsche Autobauer habe gegen das Verbrauchergesetz des Landes verstoßen, hieß es zur Begründung. Nach Angaben der Verbraucherschutzbehörde ACCC handelt es sich um die bislang höchste Gerichtsstrafe für einen solchen Verstoß in Australien. Volkswagen teilte mit, das Unternehmen werde in den kommenden Wochen prüfen, ob es die Entscheidung des Gerichts anfechten wird. VW hatte sich zuvor mit der Verbraucherschutzbehörde auf eine geringere Strafe geeinigt.
    Äthiopien meldet erfolgreichen Satellitenstart
    Äthiopien hat einen ersten Satelliten gestartet. Man gehöre nun zu den 70 Ländern weltweit, die einen eigenen Satelliten betreiben, sagte Ahmedin Mohamed vom Technologieministerium des ostafrikanischen Staates. Der gemeinsam von chinesischen und äthiopischen Ingenieuren gebaute, nur 72 Kilo schwere Wetterbeobachtungssatellit war zuvor von einer chinesischen Trägerrakete ins All geschossen worden. Neben dem Start eines Kommunikationssatelliten ist nun der Aufbau einer Montagestätte für Raumfahrtkomponenten in Äthiopien geplant.
    8 min
  • 19.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Präsident Trump muss sich einem Verfahren im Senat stellen
    Das US-Repräsentantenhaus hat für die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Präsident Donald Trump gestimmt. Das mehrheitlich von Demokraten besetzte Gremium votierte für die zwei Anklagepunkte. Demnach muss sich Trump sowohl wegen Machtmissbrauchs als auch wegen Behinderung der Kongress-Ermittlungen in der Ukraine-Affäre verantworten. Das Verfahren ist in der Verfassung der USA festgeschrieben. Dessen ungeachtet bezeichnete das Weiße Haus die Entscheidung als "verfassungswidrige Farce". Trump ist erst der dritte US-Präsident, gegen den ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet wurde.
    Indien verbietet Proteste gegen umstrittenes neues Staatsbürgerrecht
    Angesichts des wachsenden Widerstands gegen das neue Staatsbürgerrecht in Indien haben die Behörden in vielen Teilen des Landes Versammlungen von mehr als fünf Menschen untersagt. Entsprechende Anordnungen gelten etwa im gesamten Bundesstaat Uttar Pradesh. Bei Protesten in mehreren Großstädten wurden zahlreiche Menschen festgenommen. Indien hatte in der vergangenen Woche ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, das illegalen Migranten aus Pakistan, Bangladesch und Afghanistan die indische Staatsbürgerschaft gewährt. Für illegal eingewanderte Muslime gilt das neue Recht ausdrücklich nicht.
    Polen protestieren gegen "Maulkorb"-Regel für Richter
    In rund hundert Städten haben Tausende Polen gegen einen Gesetzentwurf zur Disziplinierung von Richtern demonstriert. Dazu aufgerufen hatten Richterorganisationen und Bürgerrechtsgruppen. Der Streit um die Justizreformen der nationalkonservativen Regierungspartei PiS schwelt seit mehreren Jahren. Aktuell entzünden sich die Proteste an einem neuen Gesetzentwurf der PiS. Demnach müssen Richter mit Strafen bis hin zur Entlassung rechnen, wenn sie die Entscheidungskompetenz eines anderen Richters, eines Gerichts oder einer Kammer infrage stellen. Gegner kritisieren dies als "Maulkorb".
    Hitze und Feuer führen in Australien zum Ausnahmezustand
    Im australischen Bundesstaat New South Wales haben die Behörden einen siebentägigen Ausnahmezustand erklärt. Grund seien "katastrophale Wetterbedingungen", erklärte die Regierungschefin des Bundesstaats, Gladys Berejiklian. Für Teile von New South Wales wurden für Donnerstag Temperaturen um 45 Grad Celsius vorhergesagt, in der Metropole Sydney ab Samstag sogar 46 Grad. Während des Ausnahmezustands müssen die Menschen Anweisungen von Behörden befolgen. Nördlich von Sydney wütet weiter ein großes Feuer. Die Buschbrände-Saison hatte außergewöhnlich früh und heftig begonnen.
    Entscheidende Fortschritte bei der Flüchtlingshilfe
    Beim ersten Globalen Flüchtlingsforum haben die Vereinten Nationen mehrere Milliarden US-Dollar an Zusagen für Hilfsprojekte erhalten. UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen. Staaten, internationale Organisationen und Firmen hätten neben Geld auch 15.000 zusätzliche Jobs für Flüchtlinge, den Schulbesuch vertriebener Kinder und Umsiedlungsprogramme in Aussicht gestellt. Grandi sagte, Flüchtlingssituationen würden nur durch kurzfristiges Denken zu Krisen. Er lobte, nun werde eine "entscheidende Wende hin zu einer längerfristigen Sichtweise" vollzogen.
    Fußball: Bayern München siegt in der Nachspielzeit
    Der FC Bayern München ist nach dem 16. Spieltag der Fußballbundesliga vom fünften auf den dritten Tabellenrang geklettert. Trotz des 3:1-Siegs beim SC Freiburg haben die Bayern aber keine Möglichkeit mehr, Herbstmeister zu werden. Borussia Mönchengladbach wahrte diese Chance dagegen. Die Borussen besiegten Paderborn mit 2:0 und sind damit punktgleich mit dem Tabellenführer RB Leipzig. Mit 2:4 unterlag Eintracht Frankfurt dem 1. FC Köln. Der VfL Wolfsburg und Schalke 04 trennten sich 1:1 unentschieden. Zuvor verlor Bayer 04 Leverkusen mit 0:1 gegen Hertha BSC.
    7 min
  • 18.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump attackiert US-Demokraten
    Mit einem Wutbrief an Oppositionsführerin Nancy Pelosi hat US-Präsident Donald Trump auf das bevorstehende Amtsenthebungsverfahren gegen ihn reagiert. In dem Schreiben warf Trump der Vorsitzenden des Repräsentantenhauses vor, "der amerikanischen Demokratie den offenen Krieg" zu erklären. Die Demokraten beschuldigen Trump, die Ukraine zu Ermittlungen gegen den früheren US-Vizepräsidenten Joe Biden gedrängt zu haben, der Trump bei der Präsidentschaftswahl 2020 herausfordern könnte. Später soll Trump die Untersuchung des Repräsentantenhauses zur Ukraine-Affäre unrechtmäßig behindert haben.
    US-Kongress will Sanktionen wegen Nord Stream 2
    Der US-Kongress hat Sanktionen gegen das umstrittene Ostsee-Pipeline-Projekt Nord Stream 2 beschlossen. Nach dem Repräsentantenhaus stimmte nun auch der Senat mit großer Mehrheit für Strafmaßnahmen, die unter anderem Eigner von Schiffen treffen sollen, die die Rohre für die Leitung verlegen. US-Präsident Donald Trump will das Gesetzespaket noch in dieser Woche unterzeichnen. Durch die Pipeline soll vom nächsten Jahr an Gas von Russland nach Deutschland fließen. Die USA argumentieren, Deutschland mache sich damit abhängig. Die USA wollen ihr eigenes Gas an Europa verkaufen.
    Großfusion zwischen PSA und Fiat Chrysler
    Nach wochenlangen Verhandlungen haben die Opel-Mutter PSA und Fiat Chrysler ihre Mega-Fusion beschlossen. Das teilten die Unternehmen mit. Der neue Konzern will 8,7 Millionen Fahrzeuge pro Jahr absetzen. Nur noch Volkswagen, Toyota und der französisch-japanische Renault-Nissan-Verbund wären größer als der neue Auto-Gigant. Der Zusammenschluss muss noch von Wettbewerbsbehörden genehmigt werden. Damit wären die Automarken Opel, Peugeot, DS, Citroen, Alfa Romeo, Chrysler, Dodge, Jeep, Lancia und Maserati unter einem Dach zusammengeführt.
    Griechenland rechnet mit 100.000 Migranten
    Griechenland geht davon aus, dass 2020 rund 100.000 Migranten über die Türkei auf griechischen Inseln ankommen werden. Das sagte der Regierungsbeauftragte für die Erstaufnahme von Flüchtlingen, Manos Logothetis, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Krise sei aktuell und gravierend. Die Regierung in Athen wolle deshalb im kommenden Jahr von den Inseln 10.000 Asylsuchende in Richtung Türkei abschieben. Dafür wolle man zusätzliche 270 Asyl-Entscheider einstellen. Seit Monaten kommen unzählige Flüchtlinge über die Türkei auf die griechischen Inseln. Die Registrierungslager sind völlig überfülllt.
    UN verlangen mehr Hilfen für Flüchtlinge
    UN-Generalsekretär António Guterres hat die wohlhabenden Staaten der Welt zu mehr finanzieller Unterstützung für Flüchtlinge aufgerufen. Bislang werde die große Mehrheit der Flüchtlinge von Entwicklungsländern aufgenommen, sagte Guterres beim Globalen Flüchtlingsforum in Genf. Neun der zehn größten Aufnahmeländer für Flüchtlinge sind laut Bundesaußenminister Heiko Maas Länder mit niedriger und mittlerer Wirtschaftsleistung wie Uganda oder Pakistan. Derzeit sind nach Angaben der UN weltweit rund 71 Millionen Menschen auf der Flucht.
    Schifffahrt richtet Milliarden-Fonds für CO2-Reduzierung ein
    Internationale Schifffahrtsverbände wollen einen Fonds im Volumen von fünf Milliarden US-Dollar einrichten, um die Verringerung des CO2-Ausstoßes voranzutreiben. Dies teilte der an der Initiative beteiligte Verband Deutscher Reeder mit. Ziel sei es, die Schifffahrt möglichst schnell in einen "kohlenstofffreien Verkehrsträger" umzuwandeln. Reedereien sollen zur Finanzierung des Fonds über einen Zeitraum von zehn Jahren zwei US-Dollar pro Tonne Brennstoff einzahlen. Mit dem Geld sollen unter anderem Schiffe entwickelt werden, die keine Treibhausgase mehr ausstoßen.
    Bundesliga-Topspiel endet mit Remis
    In der Fußball-Bundesliga hat sich Spitzenreiter RB Leipzig im Topspiel bei Borussia Dortmund einen Punkt erkämpft. Die Sachsen kamen am 16. Spieltag beim BVB zu einem 3:3 nach 0:2-Pausenrückstand. Damit hat das Team von Trainer Julian Nagelsmannn beste Chancen auf die Herbstmeisterschaft. Neuling Union Berlin verlor nach zuletzt vier Heimsiegen in Serie gegen die TSG 1899 Hoffenheim 0:2. Seinen Aufwärtstrend bestätigte der FC Augsburg durch ein klares 3:0 gegen Fortuna Düsseldorf. Werder Bremen ging beim 0:5 gegen den FSV Mainz 05 unter.
    8 min
  • 17.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Weltweit weniger getötete Journalisten
    Im Jahr 2019 ist die Zahl der weltweit getöteten Journalisten deutlich zurückgegangen. Das ergibt der jährliche Bericht zur Pressefreiheit der Organisation "Reporter ohne Grenzen". Wurden 2018 noch 87 Medienschaffende getötet, waren es in diesem Jahr nur noch 49. Gründe dafür sind, dass insgesamt weniger Kriegsreporter im Einsatz sind und Journalisten aus Krisenregionen besser geschult sind. Allerdings zeigt die Zahl auch, dass einige Journalisten in Krisenländern ihren Beruf aus Sicherheitsgründen aufgeben mussten. Weltweit sitzen außerdem 389 Journalisten wegen ihrer Arbeit im Gefängnis.
    Deutschland sucht Fachkräfte außerhalb der EU
    Die Bundesregierung will verstärkt Fachkräfte außerhalb der EU anlocken. Dafür unterzeichnete sie gemeinsam mit der Wirtschaft eine Absichtserklärung, um Deutschland attraktiver für Fachkräfte aus aller Welt zu machen. Pilotprojekte werde es etwa in Brasilien, Indien und Vietnam geben. Schätzungen zufolge fehlen in Deutschland 300.000 bis 400.000 Fachkräfte. Im März tritt das Fachkräfte-Einwanderungsgesetz in Kraft, mit dem Fachkräfte von außerhalb der EU einen besseren Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt bekommen sollen. Kanzlerin Angela Merkel sagte, der Wettbewerb um diese Talente sei groß.
    Zahl der illegalen Einreisen aus der Türkei steigt
    Die Zahl der illegalen Einreisen aus der Türkei in die Europäische Union ist in diesem Jahr um 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das geht aus einem Dokument der EU-Kommission hervor, wie die "Welt" berichtet. Die meisten illegalen Einreisen erfolgten nach Griechenland. Die größte Gruppe sind Flüchtlinge aus Afghanistan. Die Türkei hat sich in einem Abkommen mit der EU 2016 verpflichtet, die Grenzen des Landes so zu sichern, dass möglichst keine Migranten mehr illegal in die EU kommen können. Im Gegenzug erhält die Türkei sechs Milliarden Euro zur Versorgung der Flüchtlinge.
    Boeing stoppt 737-Max-Produktion
    Der Flugzeugbauer Boeing hat die Produktion des Jets 737 Max angesichts der hohen Ungewissheit um eine Wiederzulassung vorübergehend ausgesetzt. Der Grund seien hohe Kosten und logistische Probleme, so der US-Konzern. Laut Boeing müssen derzeit rund 400 Flugzeuge zwischengelagert werden, was zu Platzmangel führt. Der Flugzeugtyp ist mit Startverboten belegt. Grund sind zwei Abstürze mit insgesamt 346 Toten. Boeing steht im Verdacht, die Jets überstürzt auf den Markt gebracht und dabei die Sicherheit vernachlässigt zu haben. Boeing weist dies zurück.
    Abgeordneten in Venezuela Immunität entzogen
    In Venezuela hat die regierungstreue Verfassunggebende Versammlung vier Abgeordneten der Opposition die Immunität entzogen. Ihnen kann damit nun vom Obersten Gericht der Prozess unter anderem wegen Landesverrats, Verschwörung und Aufrufs zur Rebellion gemacht werden. Die von der Opposition kontrollierte Nationalversammlung bezeichnete die Entscheidung als "illegal". Bereits vor zwei Tagen hatte die venezolanische Regierung öffentlich die Anschuldigung erhoben, zwei andere Parlamentarier hätten einen Putsch gegen Staatschef Nicolás Maduro geplant.
    Streiks in Frankreich gehen weiter
    In Frankreich haben die Gewerkschaften erneut zu landesweiten Streiks und Protesten gegen die Rentenreform von Präsident Emmanuel Macron aufgerufen. Zug- und Flugreisende müssen mit Ausfällen und Verspätungen rechnen. Es ist der 13. Protesttag in Folge. Nach Angaben der Bahngesellschaft SNCF ist der Zugverkehr erneut massiv gestört. 75 Prozent der Verbindungen sind betroffen. Auch Flüge fallen aus, da das Bodenpersonal die Arbeit niederlegen will. Die Regierung hat bereits Abstriche an der Rentenreform gemacht, die Streikenden fordern aber deren komplette Streichung.
    Ex-Polizist nach Argentinien ausgeliefert
    Frankreich hat einen früheren argentinischen Polizeioffizier wegen des Vorwurfs schwerer Menschenrechtsverletzungen an Argentinien ausgeliefert. Dem 66-Jährigen wird vorgeworfen, an der Verschleppung eines Studenten während der Militärjunta in den Jahren 1976 bis 1983 beteiligt gewesen zu sein. Der Polizist soll an rund 500 Fällen von Folter und Ermordung beteiligt gewesen sein. Er hatte sich 1985 nach Frankreich abgesetzt. 1997 erhielt er die französische Staatsangehörigkeit.
    8 min

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