Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 20.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU-Außenminister beraten über Libyen
    Die EU-Außenminister beraten an diesem Montag über die Ergebnisse des Berliner Libyen-Gipfels. Außenminister Heiko Maas sowie der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell wollen in Brüssel über Details der Einigung vom Sonntag informieren. Die in den Bürgerkrieg in Libyen verwickelten Staaten hatten sich auf die Einhaltung eines UN-Waffenembargos verständigt. Milizen sollen entwaffnet werden. Bei Verletzungen eines Waffenstillstandes sind Sanktionen geplant.
    Fast 150 Verletzte bei gewaltsamen Protesten in Beirut
    In der libanesischen Hauptstadt Beirut ist es den zweiten Tag in Folge zu Auseinandersetzungen zwischen regierungskritischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Nach Angaben des Roten Kreuzes wurden am Sonntag 145 Menschen verletzt. Bereits am Vortag mussten fast 400 Menschen medizinisch versorgt werden. Der Libanon wird seit Oktober von Protesten erschüttert. Die Wut der Bevölkerung hat zuletzt noch zugenommen, weil sich ihre wirtschaftliche Lage weiter verschlechtert und es zwei Monate nach dem Rücktritt von Ex-Ministerpräsident Saad Hariri noch immer keine neue Regierung gibt.
    Warnung vor weiteren Unwettern in Australien
    Über die Brandgebiete im Südosten Australiens sind starker Regen und Gewitter gezogen. Außerdem gingen stellenweise Hagelkörner so groß wie Golfbälle nieder. Betroffen war unter anderem die Hauptstadt Canberra. Es gab auch Berichte über andere Wetterextreme: Viele Australier teilten Bilder im Internet, die einen gewaltigen Sandsturm in New South Wales zeigten, der den Himmel verdunkelte. Hier und in den Bundesstaaten Victoria und Queensland müssen die Bewohner mit heftigem Wind und schweren Gewittern rechnen. Das Wetteramt warnte auch vor möglichen Sturzfluten.
    Lungenkrankheit in China breitet sich deutlich aus
    Nach dem Ausbruch der rätselhaften Lungenkrankheit in China ist die Zahl der bestätigten Fälle sprunghaft auf rund 200 gestiegen. Ein weiterer Patient starb. Damit gibt es jetzt drei Todesfälle, wie die Gesundheitsbehörde der zentralchinesischen Stadt Wuhan mitteilte. Erstmals wurden auch Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus an anderen Orten in China entdeckt.
    Neue Proteste gegen rechte Lega
    In Bologna sind zehntausende Menschen gegen die rechtspopulistische und fremdenfeindliche Lega des früheren italienischen Innenministers Matteo Salvini auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich rund 40.000 Menschen an der Protestaktion, zu der die sogenannte Sardinen-Bewegung aufgerufen hatte. Eine Woche vor der Regionalwahl in der Emilia Romagna im Nordosten Italiens warnten sie mit Luftballons und Plakaten in Form von Sardinen vor einem Sieg der Lega.
    Flucht durch Tunnel: Häftlinge türmen aus Gefängnis
    Mindestens 75 Insassen sind aus einem paraguayischen Gefängnis nahe der Grenze zu Brasilien entkommen. Die Häftlinge waren durch einen Tunnel geflohen. Wie es heißt, sind viele von ihnen Bandenmitglieder der First Capital Command, Brasiliens mächtigster Gruppierung für organisierte Kriminalität. Paraguays Justizministerin Cecilia Perez sagte, ein korruptes Netzwerk habe die Flucht ermöglicht. Der Direktor der Justizvollzugsanstalt in der Stadt Pedro und sechs weitere Gefängnisbeamte seien gefeuert worden.
    SpaceX-Rakete explodiert - Betreiber spricht von Erfolg
    Eine Rakete des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX ist bei einem Test kurz nach dem Start in Cape Canaveral in einem großen Feuerball explodiert - doch die Mission war ein voller Erfolg. Bei dem Test war ein Notfall-Rettungssystem mit einer Abspaltung der Raumkapsel simuliert worden. SpaceX-Chef Elon Musk sagte, jetzt sei der Weg frei für den ersten bemannten "Dragon"-Flug zur Internationalen Raumstation ISS in den nächsten Monaten.
    7 min
  • 18.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump richtet Warnung an Irans geistliches Oberhaupt Chamenei
    Im Konflikt mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump eine Warnung an die Führung in Teheran gerichtet. Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, solle "sehr vorsichtig mit seinen Worten" sein. Chamenei habe "böse Dinge" über die USA und Europa gesagt. Dabei stürze die iranische Wirtschaft ab und die Bevölkerung leide, kritisierte Trump. Der Ajatollah hatte Trump und US-Außenminister Mike Pompeo als Clowns bezeichnet. Sie würden lügen, um dem iranischen Volk einen Dolch in die Brust zu stoßen.
    Chinesische MeToo-Aktivistin wieder frei
    Die chinesische Aktivistin Sophia Huang ist nach drei Monaten aus der Haft entlassen worden. Die 32-Jährige war im Oktober in der südchinesischen Metropole Guangzhou festgenommen worden. Ihr war unterstellt worden, "Streit angefangen und Ärger provoziert" zu haben. Bei einer Verurteilung drohen bis zu fünf Jahre Haft. Vor ihrer Festnahme hatte die Journalistin über die prodemokratische Protestbewegung in Hongkong berichtet. Huang ist eine bekannte Aktivistin in der MeToo-Bewegung in China. Sie hatte chinesische Frauen ermutigt, ihr Schweigen über sexuelle Übergriffe von Männern zu brechen.
    Neue Probleme bei Boeing 737 MAX
    Der US-Flugzeugbauer Boeing hat bei dem Maschinentyp 737 MAX ein neues Software-Problem entdeckt. Wie der Konzern mitteilte, werden "notwendige Updates" und Änderungen vorgenommen. Weitere Angaben zur Art des Problems machte Boeing nicht. Boeing steckt nach zwei Abstürzen von Flugzeugen des Typs 737 MAX mit insgesamt 346 Toten in einer Krise. Seit März gilt für dieses Modell ein weltweites Flugverbot. Derweil senkte die Ratingagentur Fitch ihre Bewertung für Boeing von A auf A minus. Die Probleme mit den Flugzeugen hätten das Finanzpolster des Konzerns deutlich schrumpfen lassen.
    Häfen in Ost-Libyen stellen Ölexporte ein
    Kurz vor Beginn der Libyen-Konferenz in Berlin hat sich die Lage in dem nordafrikanischen Land weiter zugespitzt. Die ostlibyschen Häfen, die unter Kontrolle von General Chalifa Haftar stehen, haben die Ölexporte eingestellt. Damit wird mehr als die Hälfe der Ölproduktion des Landes gestoppt. Am Sonntag steht in Berlin eine internationale Konferenz an, die eine Eskalation der Lage in Libyen verhindern soll. Das Treffen findet auf Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und unter Leitung der Vereinten Nationen statt.
    Bericht: EU kürzt Hilfsgelder für Türkei
    Die EU hat die sogenannten Vorbeitrittshilfen für die Türkei in diesem Jahr einem Medienbericht zufolge drastisch zusammengestrichen. Gründe seien der Gasstreit mit der Türkei im Mittelmeer und die Militäroffensive Ankaras in Syrien. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf ein Schreiben des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell an das Europäische Parlament. Von den Kürzungen unberührt bleiben die Zahlungen, die die EU im Rahmen des Flüchtlingsabkommens an die Türkei leistet.
    Lufthansa-Gruppe streicht alle Flüge nach Teheran bis Ende März
    Nach dem Abschuss einer ukrainischen Passagiermaschine nahe Teheran vor anderthalb Wochen streicht die Lufthansa-Gruppe alle Verbindungen in die iranische Hauptstadt bis einschließlich 28. März. Die Sicherheitslage rund um den Teheraner Flughafen sowie im iranischen Luftraum insgesamt sei weiterhin unklar, erklärte die Lufthansa zur Begründung. Vor einer Woche hatte die Lufthansa-Gruppe ihre Teheran-Flüge zunächst bis einschließlich 20. Januar annulliert.
    6 min
  • 17.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump: "Impeachment ist eine Schande"
    US-Präsident Donald Trump hat das Amtsenthebungsverfahren gegen ihn erneut scharf kritisiert. Es sei "eine Schande", sagte Trump nach Beginn des Impeachments im Senat. Den Anklagevertreter des Repräsentantenhauses, Adam Schiff, bezeichnete er als "korrupt". Die Demokraten beschuldigen Trump, er habe den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Ermittlungen gegen den möglichen Herausforderer bei der US-Präsidentenwahl im November, Joe Biden, gedrängt. Trump habe die Freigabe von Militärhilfen für die Ukraine von entsprechenden Zusagen abhängig gemacht und damit seine Macht missbraucht.
    Guatemala kappt Beziehungen zu Venezuela
    Guatemalas neuer Präsident Alejandro Giammattei bricht die diplomatischen Beziehungen zu Venezuela ab. Dessen Botschaft in Guatemala-Stadt werde geschlossen, sagte Giammattei. Er distanziert sich damit demonstrativ von Venezuelas amtierendem Staatschef Nicolás Maduro. Dieser liefert sich einen Machtkampf mit Parlamentspräsident Juan Guaidó, der sich vor knapp einem Jahr zum Interimspräsidenten erklärt hatte. Der konservative Giammattei war am Dienstag als Staats- und Regierungschef Guatemalas vereidigt worden. Zu der Zeremonie kam auch eine Delegation Guaidós in das mittelamerikanische Land.
    Taliban reden mit den USA über Truppenrückzug
    Die radikalislamischen Taliban haben weitere Gespräche mit den USA bestätigt. Bei den Verhandlungen im Golfemirat Katar gehe es um die Unterzeichnung eines Abkommens zwischen beiden Seiten, twitterte Taliban-Sprecher Suhail Schahin. Die Islamisten verlangen den Abzug der internationalen Truppen. Im Gegenzug fordern die USA Garantien, dass von Afghanistan aus keine Terroranschläge mehr ausgehen. Die Gespräche sollen in innerafghanische Friedensverhandlungen münden. Bislang weigern sich die Taliban, mit der Regierung in Kabul zu sprechen, die sie als "Marionette" Washingtons betrachten.
    Heftige Regenfälle unterstützen Feuerwehr in Australien
    Starke Gewitter mit heftigen Regenfällen sorgen in den australischen Buschbrandgebieten für etwas Entspannung. Der Niederschlag werde die verheerenden Feuer nicht löschen, aber etwas eindämmen, sagte Einsatzleiter Rob Rogers im Fernsehen. Laut Vorhersage soll der Regen in den Bundesstaaten Victoria, New South Wales und Queensland, die am stärksten betroffen sind, noch das ganze Wochenende anhalten. Seit September wüten in Australien Buschfeuer, bei denen bisher 29 Menschen ums Leben kamen. Eine Fläche in der Größe von etwa einem Drittel Deutschlands wurde zerstört.
    Chinas Wirtschaft kühlt ab
    Vor dem Hintergrund des Handelskonflikts mit den USA ist die chinesische Wirtschaft 2019 weitaus schwächer gewachsen als im Vorjahr. Nach offiziellen Zahlen betrug der Zuwachs der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt 6,1 Prozent. Dies ist die niedrigste Wachstumsrate seit fast drei Jahrzehnten. 2018 lag der Wert noch bei 6,6 Prozent. Am Dienstag hatte der chinesische Zoll mitgeteilt, dass der Handel mit den USA 2019 um 14,6 Prozent zurückgegangen sei.
    Google-Mutter ist eine Billion Dollar wert
    Der Google-Mutterkonzern Alphabet hat einen Börsenwert von einer Billion Dollar - umgerechnet knapp 900 Milliarden Euro. Der Kurs des US-Internetriesen stieg an der New Yorker Wall Street auf ein Rekordhoch, wodurch die symbolisch wichtige Marke geknackt wurde. Alphabet ist erst das vierte US-Unternehmen, das die Billionengrenze überschritt - nach Apple, Microsoft und Amazon. Google-Chef Sundar Pichai hatte im Dezember bekanntgegeben, dass er auch im Mutterhaus die Chefrolle übernehmen wird. Die beiden Gründer Larry Page und Sergey Brin ziehen sich von der Alphabet-Spitze zurück.
    Wieder Massenproteste in Frankreich
    Trotz neuer Zugeständnisse der Regierung sind in Frankreich wieder Zehntausende Menschen gegen die Rentenreform auf die Straße gegangen. Proteste gab es in Paris, aber auch in anderen Städten wie Toulouse, Marseille oder Rouen. Nach Schätzungen des Innenministeriums demonstrierten in ganz Frankreich rund 187.000 Menschen, davon 23.000 in der Hauptstadt. Landesweit legten etwa 30 Prozent der Lokführer die Arbeit nieder. Der Vorsitzende der Staatsbahn SNCF, Jean-Pierre Farandou, sagte, die Einbußen durch den Streik beliefen sich inzwischen auf 850 Millionen Euro. Er kündigte einen Sparplan an.
    9 min
  • 16.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bund und Kohleländer einigen sich auf Zeitplan beim Kohleausstieg
    Die Bundesregierung und die vier Bundesländer mit Braunkohle-Regionen haben sich auf einen Fahrplan für das Abschalten von Kohlekraftwerken verständigt. Sie beschlossen einen Stilllegungsvertrag für die Anlagen, den der Bund nun mit den Betreibern der Braunkohle-Kraftwerke und -Tagebaue aushandeln soll, hieß es nach einer sechsstündigen Nachtsitzung im Kanzleramt. Nach den Vorstellungen der Kohlekommission der Bundesregierung vor einem Jahr soll spätestens 2038 das letzte Kraftwerk vom Netz gehen.
    UN-Gesandter für den Libanon kritisiert Politiker
    Nach erneuten gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Beirut hat sich der UN-Gesandte Jan Kubis zu Wort gemeldet. Er verurteilte die Gewalt, kritisierte aber ungewöhnlich scharf auch die regierenden Parteien und beklagte Konfusion bei der Regierungsbildung. Er schrieb auf Twitter: "Politiker, gebt nicht den Menschen, sondern euch selbst die Schuld für dieses gefährliche Chaos." Die wochenlangen Proteste haben im Libanon die schwerste politische und wirtschaftliche Krise seit dem Ende des Bürgerkriegs vor 30 Jahren ausgelöst.
    Tote bei Angriffen auf Rebellenhochburg Idlib
    Trotz einer Waffenruhe sind in Syriens letztem großen Rebellengebiet Idlib bei einem Lufangriff der Regierung mindestens 15 Zivilisten getötet worden. Mindestens 35 Menschen seien bei der Attacke auf einen Markt und mehrere Werkstätten verletzt worden, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Seit Sonntag galt eine Waffenruhe, die Russland und die Türkei ausgehandelt hatten. Angesichts eines Vormarsches der Regierungstruppen sind in Idlib hunderttausende Menschen auf der Flucht.
    US-Senat kommt zur ersten Impeachment-Sitzung zusammen
    Im Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump kommt der Senat an diesem Donnerstag zur ersten Sitzung zusammen. Die Anklagevertreter des Repräsentantenhauses werden zunächst ihre Anschuldigungen gegen Trump vorlegen. Ihm werden Machtmissbrauch und Behinderung der Ermittlungen vorgeworfen. Die Demokraten beschuldigen Trump, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Ermittlungen gegen seinen politischen Rivalen Joe Biden gedrängt zu haben, um die US-Präsidentschaftswahl 2020 zu seinen Gunsten zu beeinflussen.
    Beratung über Putins Wunschkandidat für das Ministerpräsidentenamt
    Nach dem unerwarteten Rücktritt der russischen Regierung wollen die Abgeordneten des Parlaments über die Nachfolge von Ministerpräsident Dmitri Medwedew beraten. Michail Mischustin ist der Wunschkandidat von Kremlchef Wladimir Putin; er wird sich an diesem Donnerstag mit den einzelnen Fraktionen treffen. Der 53-Jährige leitet die russische Steuerbehörde seit 2010. Er ist weitgehend unbekannt, gilt aber als effizienter Funktionär. Die Rochade an der Regierungsspitze ist Teil einer Verfassungsänderung, mit der Putin sich langfristig seine Machtposition sichern will.
    Türkisches Gericht hebt Sperrung von Wikipedia auf
    Nach drei Jahren Sperre soll Wikipedia in der Türkei wieder abrufbar sein. Dies entschied ein Gericht in Ankara. Dem Urteil vorausgegangen war eine Entscheidung des türkischen Verfassungsgerichts, wonach die Blockade nicht rechtmäßig sei. Die Türkei hatte 2017 die Sperre mit der Begründung verfügt, auf der Website würde fälschlicherweise behauptet, die Türkei unterstütze Terrororganisationen. In dem Urteil des Verfassungsgerichts hieß es, Wikipedia habe die kritisierten Artikel korrigiert. Die Türkei war neben China das einzige Land weltweit, das Wikipedia komplett gesperrt hatte.
    8 min
  • 15.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Human Rights Watch wirft China "heftigsten Angriff" auf Menschenrechte vor
    Die Organisation Human Rights Watch sieht Chinas Regierung als eine "globale Bedrohung" für Menschenrechte. Schon lange unterdrücke Peking Regimekritiker im eigenen Land, sagte der Chef der Organisation, Kenneth Roth, bei der Veröffentlichung ihres Jahresberichts zur weltweiten Lage der Menschenrechte. Jetzt werde versucht, diese Zensur auf den Rest der Welt auszuweiten. Zudem habe die chinesische Regierung ihre Bemühungen deutlich verschärft, die nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffenen internationalen Organisationen zum Schutz der Menschenrechte zu untergraben, hieß es in dem Bericht weiter.
    Ukrainisches Flugzeug wurde laut "New York Times" zweimal getroffen
    Die vom Iran abgeschossene ukrainische Passagiermaschine ist einem Zeitungsbericht zufolge vor dem Absturz von zwei iranischen Raketen getroffen worden. Die "New York Times" veröffentlichte als Beweis Aufnahmen von einer Überwachungskamera. Das verschwommene Video zeigt das brennende Flugzeug, das schlingernd versucht, zum Flughafen Teheran zurückzufliegen. Kurz darauf explodierte die Maschine und stürzte ab. Der Iran hatte erst nach tagelangen Dementis den versehentlichen Abschuss des Flugzeugs zugegeben, bei dem am vergangenen Mittwoch alle 176 Insassen umgekommen waren.
    USA/China: Trotz Abkommen keine Reduzierung von Zöllen
    Die USA sehen sich durch die Einigung auf ein Teilabkommen im Handelsstreit mit China nicht zur Senkung bestehender Strafzölle verpflichtet. Die Vereinbarung sehe dies keineswegs vor, teilte das Finanzministerium mit. Diesbezügliche Gerüchte seien falsch. Die USA und China wollen am Mittwoch in Washington ein Teilabkommen zur Beilegung zahlreicher Konfliktpunkte in ihrem seit fast zwei Jahren andauernden Handelskonflikt unterzeichnen. China sagt darin unter anderem zu, mehr US-Güter zu importieren und geistiges Eigentum zu respektieren. Die USA verzichten auf neue Strafzölle.
    Schlagabtausch der US-Demokraten bei TV-Debatte
    Bei der letzten Fernsehdebatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber in den USA vor Beginn der Vorwahlen haben sich Bernie Sanders und Elizabeth Warren einen Schlagabtausch über die Siegeschancen einer Frau geliefert. Zentrales Thema der Diskussion war die Frage, welcher der Kandidaten Amtsinhaber Donald Trump schlagen könnte. Am 3. Februar finden in Iowa die ersten Vorwahlen statt. Von der ersten Abstimmung in dem US-Bundesstaat im Mittleren Westen geht eine wichtige Signalwirkung aus.
    Trumps Ex-Sicherheitsberater Flynn zieht Geständnis zurück
    Der frühere Nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus, Michael Flynn, will sein Schuldbekenntnis in der Russlandaffäre zurücknehmen. Grund dafür seien "Arglist" und "Rachsucht" der Regierung, die sich nicht an eine Vereinbarung halte, heißt es in Unterlagen, die seine Anwälte bei dem zuständigen Gericht in Washington einreichten. Das Justizministerium will nun Haft für den ehemaligen Vertrauten von US-Präsident Donald Trump fordern. 2017 hatte Flynn sich schuldig bekannt, das FBI über seine Kontakte zum damaligen russischen Botschafter in den USA, Sergej Kisljak, belogen zu haben.
    Proteste in Beirut eskalieren
    Sicherheitskräfte sind in Beirut mit Tränengas gegen Demonstranten vorgegangen. Die Proteste gegen Korruption und Misswirtschaft fanden in einem belebten Geschäftsviertel statt, unter anderem vor der libanesischen Zentralbank. Die Demonstranten warfen mit Steinen und schlugen Fensterscheiben ein. Seit drei Monaten wird das kleine Land am Mittelmeer von beispiellosen Protesten erschüttert. Unter dem Druck der Straße trat Ministerpräsident Saad Hariri zurück. Seinem designierten Nachfolger, Hassan Diab, ist es noch nicht gelungen, ein Kabinett zu bilden.
    Waldrodungen im Amazonas kräftig gestiegen
    Im Regenwald des Amazonas sind im vergangenen Jahr 9166 Quadratkilometer gerodet worden. Das entspricht einem Anstieg um 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies teilte Brasiliens Weltraumforschungsinstitut (IMPE) mit. Der rasante Anstieg korrespondiert mit dem ersten Amtsjahr von Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro. Dieser steht dem Klimawandel skeptisch gegenüber und hat Auflagen für die Nutzung des Regenwaldes gelockert. IMPE hat die Daten über ein satellitengestützes System erhoben, das die Rodungen in Echtzeit aufnimmt.
    9 min
  • 14.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.General Haftar sagt Nein zu Waffenruhe-Abkommen für Libyen
    Der abtrünnige libysche General Chalifa Haftar hat Moskau verlassen, ohne das Abkommen über eine Waffenruhe zu unterzeichnen. Eine Sprecherin des russischen Außenministeriums sagte, dass Haftar bereits abgereist sei. Der General, der einen Großteil des Ostens und Südens von Libyen kontrolliert, hatte sich am Montagabend Bedenkzeit für das Abkommen erbeten, das der libysche Regierungschef Fajes al-Sarradsch bereits unterschrieben hat. Die Konfliktparteien hatten unter Vermittlung Russlands und der Türkei sieben Stunden über das Abkommen verhandelt, das die neunmonatigen Kämpfe beenden soll.
    Macron und Sahel-Staatschefs verstärken Anti-Terror-Kampf
    Bei einem Treffen in der französischen Stadt Pau haben sich die Staatschefs der Sahelzone und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf eine verstärkte militärische Kooperation im Kampf gegen Dschihadisten geeinigt. Nachdem es in den sogenannten G5-Staaten zuletzt Kritik am Einsatz der Franzosen gegeben hatte, erklärten Niger, Tschad, Mauretanien, Burkina Faso und Mali nun, sie wünschten eine Fortsetzung des militärischen Engagements. In der Sahelzone sind etliche Extremisten-Gruppen aktiv. Trotz internationaler Militärpräsenz ist die Zahl der Angriffe in den letzten Jahren stark gestiegen.
    USA werfen China nicht mehr Währungsmanipulation vor
    Kurz vor der geplanten Unterzeichnung eines ersten Handelsabkommens hat die US-Regierung ihren gegen China erhobenen Vorwurf der Währungsmanipulation zurückgenommen. Peking habe sich überprüfbar dazu verpflichtet, seine Währung nicht mehr zu manipulieren, hieß es aus dem US-Finanzministerium. Nach einer überraschenden Abwertung des chinesischen Yuan im August 2019 hatte Washington Peking bezichtigt, sich damit im Welthandel Vorteile verschaffen zu wollen. Der neue Schritt ist ein weiteres Zeichen der Entspannung in dem seit fast zwei Jahren währenden Handelsstreit zwischen den USA und China.
    Kanadische Ermittler sollen im Iran Zugang zu Flugschreibern erhalten
    Kanadische Ermittler werden im Iran voraussichtlich Zugang zum Wrack und den Flugschreibern des abgeschossenen Passagierflugzeugs erhalten. Irans Einladung zur Teilnahme an der Untersuchung sehe dies vor, so die kanadische Verkehrssicherheitsbehörde TSB. Beim Abschuss der ukrainischen Maschine nahe Teheran durch eine iranische Rakete waren am Mittwoch alle 176 Insassen getötet worden, darunter 57 Kanadier. Als offene Fragen nannte TSB, ob der Abschuss absichtlich gewesen sei und warum der Luftraum angesichts des eskalierten Konflikts zwischen Iran und den USA offengehalten worden war.
    Angriff von saudischem Soldaten auf US-Basis als Terrorakt eingestuft
    Der Angriff eines saudischen Offiziers im Dezember auf einem Marinestützpunkt in Florida war laut Ermittlern ein Terrorakt. US-Justizminister William Barr erklärte, der Täter habe "anti-amerikanische, anti-israelische und dschihadistische Botschaften" in sozialen Medien veröffentlicht. Er wurde erschossen, nachdem er drei US-Soldaten tötete. Laut Barr gibt es keine Hinweise auf Unterstützer. Jedoch seien Ermittler bei 21 ebenfalls in den USA stationierten saudischen Soldaten auf dschihadistisches und kinderpornographisches Material gestoßen. Sie seien nicht mehr Teil des Ausbildungsprogramms.
    Behörden warnen vor baldigem gefährlichen Vulkanausbruch auf Philippinen
    Auf den Philippinen haben die Behörden die Menschen davor gewarnt, in ihre Häuser in der Nähe des gefährlich aktiven Vulkans Taal südlich von Manila zurückzukehren. Der Vulkan spuckt weiter Lava und Asche. Es gilt weiter die Warnstufe 4 von 5. Das seismologische Institut Phivolcs hatte erklärt, innerhalb von Stunden oder Tagen sei ein "gefährlicher, explosiver Ausbruch" möglich. Etwa 45.000 Menschen hatten sich in Sicherheit gebracht. In einem Radius von 14 Kilometern um den Vulkan leben aber nach UN-Angaben 460.000 Menschen. Phivolcs-Chef Renato Solidum riet davon ab, diese Zone zu betreten.
    Betreiber des Panamakanals führen Sondergebühr ein
    Um den mittelamerikanischen Panamakanal passieren zu dürfen, müssen Schiffe ab 38 Metern Länge künftig eine Sondergebühr von 10.000 US-Dollar zahlen. Damit reagiert der Betreiber auf den immer niedrigeren Pegel des Panamakanals. Grund für den Wassermangel seien ausbleibende Regenfälle und höhere Temperaturen. Um den Kanalbetrieb sicherzustellen, wolle man die zusätzlichen Einnahmen in Projekte für eine nachhaltige Wasserversorgung investieren, hieß es. Der Panamakanal, der den Atlantik und den Pazifik für die Schifffahrt verbindet, ist eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt.
    8 min
  • 13.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Libysche Kriegsparteien beraten in Moskau über Waffenruhe
    Die beiden Konfliktparteien aus dem umkämpften Bürgerkriegsland Libyen werden in Moskau erwartet, um ein bereits in Kraft getretenes Abkommen über eine Waffenruhe zu unterzeichnen. Laut der Agentur Interfax erklärte das Moskauer Außenministerium, dass dabei auch ein direktes Treffen zwischen dem international anerkannten Regierungschef Fajis al-Sarradsch und dem abtrünnigen Rebellengeneral Chalifa Haftar geplant sei. Seit Sonntag gilt eine an Bedingungen geknüpfte Waffenruhe in Libyen. Beide Konfliktparteien warfen sich zuletzt aber gegenseitig Verstöße vor.
    Hongkong verweigert Chef von Human Rights Watch die Einreise
    Hongkong hat dem Chef der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch erstmals die Einreise verweigert. Kenneth Roth durfte auf dem Flughafen nicht die Passkontrolle passieren. Er habe in Hongkong den Jahresbericht der Organisation vorstellen wollen, der, so wörtlich, "die zunehmenden Angriffe der chinesischen Regierung auf das internationale Menschenrechtssystem hervorheben" werde, teilte Human Rights Watch mit. Als Reaktion auf US-Gesetze zur Förderung der Demokratiebewegung in Hongkong hatte China unter anderem "Sanktionen" gegen Menschenrechtsgruppen erlassen.
    Attentat auf FARC-Parteichef in Kolumbien vereitelt
    Die Sicherheitskräfte in Kolumbien haben offenbar einen Anschlag auf den früheren Oberkommandierenden der linken FARC-Guerilla, Rodrigo Londoño, verhindert. Zwei Verdächtige, die das Attentat ausführen wollten, seien getötet worden, teilte die Polizei mit. Die Männer hätten einer Terrorgruppe angehört, die von einem abtrünnigen FARC-Mitglied geführt werde. Der auch unter seinem früheren Kampfnamen "Timochenko" bekannte Londoño ist heute Vorsitzender der FARC-Partei, die nach Ende des Bürgerkriegs in Kolumbien 2016 aus der Guerilla hervorging.
    Pentagon-Chef kennt keine Beweise für Behauptung Trumps
    Nach der gezielten Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani wachsen die Zweifel an der Begründung von US-Präsident Donald Trump für die Militäraktion. Verteidigungsminister Mark Esper sagte dem US-Sender CBS, ihm seien keine Beweise für geplante Angriffe auf vier US-Botschaften im Nahen Osten bekannt. Der US-Präsident hatte erklärt, er glaube, dass Soleimani solche Pläne gehabt habe. Esper betonte, er teile die Einschätzung Trumps, dass der Iran "wahrscheinlich" US-Botschaften angreifen wollte.
    Maas besucht Bundeswehrsoldaten in Jordanien
    Bundesaußenminister Heiko Maas ist in Jordanien eingetroffen. Geplant ist dort neben einem Treffen mit seinem Kollegen Aiman Safadi auch ein Besuch der Bundeswehrsoldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Asrak. Von dort starten normalerweise Aufklärungsflüge über Syrien und dem Irak. Sie sind derzeit wegen der Zuspitzung der Lage in der Region ausgesetzt. Jordanien gilt als wichtiger Verbündeter im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat".
    7 min
  • 11.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Iran räumt "unbeabsichtigten" Flugzeug-Abschuss ein
    Der Iran hat nun doch eingeräumt, für den Absturz des ukrainischen Passagierjets mit 176 Opfern verantwortlich zu sein. Das Militär habe die Maschine "unbeabsichtigt" abgeschossen, es handele sich um einen "menschlichen Fehler", hieß es in einer Presseerklärung. Außenminister Mohammed Dschawad Sarif wies den USA aber eine Mitschuld wegen deren "Abenteurertums" zu. Zuvor hatte Teheran einen Abschuss der Boeing 737 vehement bestritten. Der Iran hatte kurz vor dem Absturz am Mittwoch zwei von US-Soldaten genutzte Stützpunkte im Irak angegriffen. Unter den Absturzopfern sind allein 57 Kanadier.
    Fehlgeschlagener US-Angriff auf weiteren Kommandeur
    In der Nacht der gezielten Tötung von Top-General Ghassem Soleimani im Irak, sollte im Jemen ein weiterer hochrangiger Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden getötet werden. Das berichten die "Washington Post" und der TV-Sender CNN. Doch der Angriff schlug fehl. Demnach soll die streng geheime Operation im Jemen Abdul Resa Schahlaei gegolten haben. Er ist zuständig für Finanzen bei den Al-Kuds-Brigaden, die zu den iranischen Revolutionsgarden, einer Eliteeinheit der Streitkräfte, gehören. Die USA hatten im Dezember eine Belohnung von insgesamt 15 Millionen Dollar für Hinweise auf Schahlaei ausgelobt.
    Omans Sultan ist gestorben
    Der Herrscher des Oman, Sultan Kabus bin Said, ist tot. Er starb im Alter von 79 Jahren. Kabus soll an Darmkrebs gelitten haben. Er saß knapp 50 Jahre auf dem Thron des Sultanats. Die omanische Verfassung sieht vor, dass die Königsfamilie binnen drei Tagen einen Nachfolger bestimmt. Gelingt dies nicht, soll die Macht an die Person übergeben werden, deren Namen der Sultan in einem versiegelten Brief niedergeschrieben hat. Wie zwei omanische Zeitungen melden, ist die Nachfolge bereits klar: Neuer Sultan wird Haitham bin Tariq al-Said. Der Cousin des Verstorbenen wurde demnach bereits vereidigt.
    Regierungsbildung in Tunesien gescheitert
    Die schwierige Regierungsbildung in Tunesien ist vorerst gescheitert. Das Parlament in Tunis stimmte mit 134 zu 72 gegen das geplante Kabinett des designierten Ministerpräsidenten Habib Jemli. Damit muss die Regierungssuche von neuem beginnen. Präsident Kais Saied hat nun zehn Tage Zeit, um eine andere Person mit dem Auftrag auszustatten, eine Koalition zu schmieden. Sollte dies nicht gelingen, stehen Neuwahlen an. Tunesien ist seit dem Umsturz von 2011 eine Demokratie. Das nordafrikanische Land leidet unter einer hohen Arbeitslosenquote und Inflation.
    UN finden Kompromiss bei Syrien-Hilfe
    Der UN-Sicherheitsrat hat für eine Verlängerung der grenzüberschreitenden Hilfslieferungen nach Syrien gestimmt, wegen Drucks aus Russland allerdings unter starken Einschränkungen. Das Gremium votierte dafür, die Hilfe um sechs Monate zu verlängern und künftig nur noch über zwei Übergänge an der türkisch-syrischen Grenze erfolgen zu lassen. Beides hatte Russland zuvor gefordert und andernfalls mit einem Veto gedroht. Bisher wurden die Syrien-Hilfslieferungen seit 2014 stets jeweils um ein Jahr verlängert und an vier Grenzübergängen ins Land gebracht.
    Texas will keine neuen Flüchtlinge aufnehmen
    Texas will keine neuen Flüchtlinge mehr aufnehmen. Man habe in den vergangenen zehn Jahren bereits zehn Prozent aller Flüchtlinge akzeptiert, die von der US-Regierung auf die 50 Bundesstaaten verteilt worden seien, teilte der texanische Gouverneur Greg Abbott mit. Hintergrund ist eine Verfügung von US-Präsident Donald Trump vom September. Darin ist festgelegt, dass die Regierung in Washington Flüchtlinge nur noch in Bundesstaaten und Kommunen ansiedeln darf, die ihr Einverständnis geben. Texas ist der erste Bundesstaat, der seine Zusage auf dieser Grundlage verweigert.
    USA beschränken weiter Flugverkehr nach Kuba
    Die USA haben ihre Sanktionen gegen Kuba erweitert und schränken den Flugverkehr zwischen den beiden Ländern ein. Alle Charterflüge von den USA nach Kuba würden suspendiert, mit Ausnahme des internationalen Flughafens in der Hauptstadt Havanna, teilte US-Außenminister Mike Pompeo mit. Betroffen sind neun kubanische Flughäfen. Anbieter von Charterflügen haben 60 Tage Zeit, die Maßnahme umzusetzen. Washington wirft Kuba schwere Menschenrechtsverletzungen und eine Unterstützung von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro vor, der sich einen Machtkampf mit Oppositionsführer Juan Guaidó liefert.
    8 min
  • 10.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Kanada: Flugzeug im Iran wohl versehentlich abgeschossen
    Nach dem Absturz einer Passagiermaschine bei Teheran geht Kanada von einem Abschuss durch eine iranische Boden-Luft-Rakete aus. Das ergebe sich aus Geheimdienstinformationen verschiedener Herkunft, sagte Premierminister Justin Trudeau. An Bord des Flugzeugs auf dem Weg in die Ukraine waren 176 Menschen, davon 63 Kanadier. Trudeau sagte weiter, der Abschuss sei wohl unbeabsichtigt gewesen. Kurz zuvor war schon in US-Regierungskreisen ein entsprechender Verdacht geäußert worden. Die iranische Luftfahrtaufsicht wies die Anschuldigungen zurück.
    Haftar weist Feuerpause in Libyen zurück
    In Libyen hat der abtrünnige General Chalifa Haftar eine Waffenruhe abgelehnt. Seine Truppen würden weiter gegen die Regierungstruppen und ihre Verbündeten kämpfen, erklärte Haftar in Bengasi. Er führt seit Monaten eine Offensive Richtung Tripolis, wo die international anerkannte Regierung ihren Sitz hat. Am Mittwoch hatten die Türkei und Russland zu einer Feuerpause aufgerufen. Die Lage in Libyen ist an diesem Freitag Thema eines Sondertreffens der EU-Außenminister. Deutschland plant zudem einen Libyen-Gipfel in Berlin. In dem nordafrikanischen Land herrscht seit 2011 Bürgerkriegschaos.
    Entwicklungsminister Müller will EU-Afrika-Pakt
    Bundesentwicklungsminister Gerd Müller will die Handelsbeziehungen zwischen der EU und Afrika neu gestalten. Dazu solle die EU während der deutschen Ratspräsidentschaft einen Pakt mit der Afrikanischen Union schließen, sagte Müller dem "Handelsblatt". Ein solches Abkommen müsse die Bereiche Hunger und Armut, faire Handelsbeziehungen, Migration und Umweltschutz umfassen. Generell dürfe die EU Afrika nicht länger nur als Absatzmarkt für subventionierte billige Agrarprodukte behandeln. Der Minister schlug deshalb auch gemeinsame Standards für die Beachtung der Menschenrechte in Lieferketten vor.
    Türkei plant Schulen in Deutschland
    Die Türkei will in Deutschland Schulen gründen. Die Bundesregierung und die Türkei verhandelten derzeit über ein Abkommen, das dies ermöglichen solle, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf das Auswärtige Amt. Als Standorte seien Berlin, Köln und Frankfurt am Main im Gespräch, wo jeweils viele türkische und türkischstämmige Menschen leben. Vor anderthalb Jahren hatten Behörden in Izmir eine der drei deutschen Schulen in der Türkei zeitweise geschlossen. Das geplante Abkommen dient dem Bericht zufolge dem Schutz der deutschen Schulen in der Türkei.
    Grüne feiern 40-jähriges Jubiläum
    Die Grünen feiern an diesem Freitag ihr 40-jähriges Bestehen als Bundespartei. Gastredner bei dem Fest in Berlin ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Außerdem werden viele prägende Politiker der Grünen-Geschichte erwartet. Gefeiert wird auch die Gründung des ostdeutschen Bündnis' 90, mit dem die westdeutsche Öko-Partei sich 1993 vereinigte. Am 13. Januar 1980 gründeten gut 1000 Delegierte in Karlsruhe die Bundes-Grünen. 1983 zogen sie erstmals in den Bundestag ein, von 1998 bis 2005 regierten sie als Juniorpartner der SPD im Bund.
    London und Dublin legen Plan für nordirische Regierungsbildung vor
    Großbritannien und Irland haben einen Plan für die Wiederbelebung der nordirischen Regionalregierung präsentiert. Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Die Chefin der protestantisch-loyalistischen DUP, Arlene Foster, sprach von einem "fairen Weg". Die Vorsitzende der katholisch-republikanischen Sinn Fein, Mary Lou McDonald, kündigte an, den Vorschlag zu prüfen. Das britische Nordirland hat seit 2017 keine Regierung mehr, als die Koalition von Sinn Fein und DUP zerbrach. Alle Entscheidungen werden seitdem in London getroffen. Bisher scheiterten alle Verhandlungen über eine Regierungsneubildung.
    Neue Verhandlungen über Rentenreform in Frankreich
    Nach neuen Massenprotesten gegen die Rentenreform in Frankreich verhandelt die Regierung an diesem Freitag erneut mit den Sozialpartnern. Premierminister Edouard Philippe hat Gewerkschaften und Arbeitgeber für den Vormittag zu einer neuen Gesprächsrunde eingeladen. Die Fronten sind allerdings verhärtet. Am Donnerstag waren erneut hunderttausende Menschen gegen die Pläne auf die Straße gegangen. Präsident Emmanuel Macron will das komplizierte System mit mehr als 40 Rentenkassen vereinheitlichen. Die Arbeitnehmervertretungen lehnen dies ab.
    10 min
  • 09.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Kramp-Karrenbauer widerspricht Trump bei Atomvertrag mit Iran
    Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Forderung von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, Deutschland und andere Staaten sollten nicht länger am Atomabkommen mit dem Iran festhalten. Deutschland habe mit Frankreich und Großbritannien immer gesagt, dass die Existenz dieses Abkommens"ein Wert an sich" sei, sagte die CDU-Vorsitzende. "Deswegen kämpfen wir um diesen Wert, auch um diesen Vertrag." Der Vertrag sei zwar in einer schwierigen Lage, man sollte aber die Bemühungen um seinen Erhalt fortsetzen. Die US-Regierung hatte das Abkommen von 2015 im Mai 2018 aufgekündigt.
    Französische Gewerkschaften rufen zu neuem Massenprotest gegen Rentenreform auf
    Französische Gewerkschaften haben zu einem neuen Massenprotest und branchenübergreifenden Streiks gegen die Rentenreform aufgerufen. Der große Demonstrationszug soll um 13:30 Uhr am Pariser Place de la République starten. Die Hardliner-Gewerkschaft CGT und andere Gewerkschaften hatten bereits im Dezember nach erfolglosen Verhandlungen mit der Regierung dazu aufgerufen. Es ist der vierte große Protesttag in der Hauptstadt seit Beginn der Streiks vor mehr als einem Monat. Der Pariser Nahverkehr und der Fernverkehr sind seit rund fünf Wochen massiv gestört.
    US-Kongress fordert Sanktionen gegen China wegen Uiguren
    Der US-Kongress hat Sanktionen gegen Peking wegen der Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China gefordert. In einem Bericht wirft der für China zuständige Kongressausschuss Peking Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Das US-Repräsentantenhaus hatte im Dezember einen Gesetzentwurf beschlossen, in dem Sanktionen gegen ranghohe chinesische Regierungsvertreter wegen des Umgangs mit den Uiguren gefordert werden. Der US-Senat hatte bereits im September einen ähnlichen Gesetzentwurf verabschiedet. China hatte für den Fall des Inkrafttretens mit Gegenmaßnahmen gedroht.
    Britisches Unterhaus soll Gesetz für Brexit-Deal verabschieden
    Das britische Unterhaus soll an diesem Donnerstag das Gesetz zur Ratifizierung des Brexit-Abkommens verabschieden. Die Abgeordneten hatten bereits am 20. Dezember in zweiter Lesung mit großer Mehrheit für den Gesetzentwurf gestimmt. Die Zustimmung gilt daher als sicher. Die Ratifizierung ist die Voraussetzung für einen geordneten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union am 31. Januar. In der danach beginnenden Übergangsphase, in der fast alles bleibt wie gehabt, soll bis Ende des Jahres ein Freihandels- und Partnerschaftsabkommen geschlossen und ratifiziert werden.
    Weltbank senkt Wachstumsprognosen
    Die Weltbank hat ihre Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum gesenkt. Für 2020 rechnet die Weltbank nur noch mit einem Zuwachs um 2,5 Prozent statt wie noch im Juni mit 2,7 Prozent. Für das vergangene Jahr senkte sie die Schätzung in ihrem aktuellen Bericht auf 2,4 Prozent. Das sei die schwächste Expansion seit der Finanzkrise vor einem Jahrzehnt. Grund sei die schwächer als erwartete Erholung von Handel und Investitionen. Das Jahr 2020 dürfte anfällig für Unsicherheiten und internationale Spannungen beim Handel bleiben, hieß es.
    Neuer Virustyp hinter Lungenkrankheit in China vermutet
    Die Ausbreitung einer mysteriösen Lungenkrankheit in der zentralchinesischen Metropole Wuhan könnte auf einen neuartigen Coronavirus zurückgehen. Das hätten erste Untersuchungen von Experten ergeben, meldet das Staatsfernsehen. Die volle Gen-Sequenz sei bei einem Patienten identifiziert worden. Das Virus zeige die typische Morphologie eines Coronavirus und sei bei 15 weiteren Erkrankten bestätigt worden. Bisher wurde die Infektion bei 59 Menschen bestätigt, von denen acht als geheilt gelten. Coronaviren können normale Erkältungen auslösen, aber auch die tödliche Lungenseuche Sars.
    Prinz Harry und Herzogin Meghan ziehen sich von royalen Pflichten zurück
    Prinz Harry und seine Frau Meghan wollen sich aus der ersten Reihe der Royals zurückziehen. Das Paar kündigte in einer Erklärung an, einen Großteil seiner royalen Verpflichtungen aufgeben und finanziell unabhängig werden zu wollen. Die Familie werde ihre Zeit künftig abwechselnd in Großbritannien und Nordamerika verbringen. Sie wollten Queen Elizabeth II. aber weiterhin voll unterstützen. Der Buckingham Palast äußerte in einer Mitteilung Verständnis, erklärte aber zugleich, Gespräche über die zukünftige Rolle des Paares stünden noch ganz am Anfang.
    10 min

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