Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 13.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump betont sein "sehr gutes" Verhältnis zu Putin:
    Inmitten der neuen Turbulenzen in der Russland-Affäre hat US-Präsident Donald Trump sein gutes Verhältnis zum russischen Staatschef Wladimir Putin hervorgehoben. Er und Putin hätten sich sehr gut verstanden und das sei eine gute Sache, sagte Trump in einem Gespräch mit dem christlichen US-Sender CBN. Trump und Putin hatten sich am vergangenen Freitag am Rande des G20-Gipfels in Hamburg zu ihrem ersten bilateralen Gespräch getroffen. Es mache keinen Sinn, wenn die USA und Russland als zwei große Atommächte "nicht irgendeine Art von Beziehung" hätten, sagte Trump. In der Affäre um dubiose Russland-Kontakte seines Wahlkampfteams war zuvor ans Licht gekommen, dass sein ältester Sohn während des Wahlkampfs eine russische Anwältin getroffen hatte - in der Erwartung, dass diese ihm belastendes Material über die Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton übergeben würde. Ein demokratischer Kongress-Abgeordneter beantragte nun offiziell ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump.
    Bundespräsident Steinmeier besucht deutsche Soldaten in Afghanistan:
    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist zu einem nicht angekündigten Besuch bei den deutschen Soldaten im Feldlager Masar-i-Scharif in Afghanistan eingetroffen. Er kam aus Kasachstan an, wo er am Morgen mit einer Maschine der Bundeswehr gestartet war. Derzeit sind in Afghanistan noch etwa 1000 deutsche Soldaten im Rahmen der NATO-Mission "Resolute Support" stationiert. Der Besuch steht im Zeichen der schlechter gewordenen Sicherheitslage und des Wiedererstarkens der radikal-islamischen Taliban. Steinmeier wird von seiner Frau Elke Büdenbender begleitet. Als Außenminister war er bereits sieben Mal in Afghanistan.
    Berlin, Paris und Rom für stärkeren Kampf gegen Fluchtursachen:
    Deutschland, Frankreich und Italien werben angesichts der vielen über das Mittelmeer kommenden Migranten für einen stärkeren europäischen Kampf gegen Fluchtursachen. Kanzlerin Angela Merkel sagte nach einem Treffen mit Präsident Emmanuel Macron und dem italienischen Regierungschef Paolo Gentiloni in Triest, über dieses Ziel sei man sich einig gewesen. Die EU könne nicht nur ein Europa der Wirtschaft sein, sondern müsse allen Herausforderungen gemeinsam begegnen. Die Situation in Libyen müsse politisch stabilisiert werden. In Kooperationen mit afrikanischen Ländern gelte es, wirtschaftliche Perspektiven zu verbessern, so Merkel. Gentiloni forderte erneut eine stärkere europäische Lastenteilung. Über das nordafrikanische Bürgerkriegsland Libyen sind in diesem Jahr schon mehr als 85.000 Menschen nach Italien gelangt. Viele stammen aus afrikanischen Staaten und haben nur geringe Chancen auf Asyl.
    Deutsch-französischer Ministerrat mit Merkel und Macron in Paris:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprechen an diesem Donnerstag in Paris über eine bessere Militär-Zusammenarbeit der EU-Staaten. Neben diesem Hauptthema wird es beim deutsch-französischen Ministerrat zudem um gemeinsame Initiativen beider Länder für Investitionen, etwa zur Förderung von Start-ups, gehen. Mit der Kanzlerin reisen unter anderem Außenminister Sigmar Gabriel, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Finanzminister Wolfgang Schäuble nach Frankreich und treffen dort ihre Ressortkollegen. Das jährliche deutsch-französische Ministertreffen hat zwei Monate nach dem Amtsantritt von Präsident Macron einen besonderen Stellenwert. Der 39-Jährige sucht eine enge Abstimmung mit Berlin und hat Hoffnungen auf einen Neuanfang in Europa geweckt.
    Brasiliens Ex-Präsident Lula wegen Korruption zu langer Haftstrafe verurteilt:
    Brasiliens Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva ist wegen Korruption und Geldwäsche zu neun Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Der 71-Jährige kann das Urteil anfechten und bleibt bis dahin auf freiem Fuß, wie das Gericht in Curitiba mitteilte. Seine Anwälte kündigten umgehend an, Berufung einzulegen. Laut Gericht soll der Baukonzern OAS ein Apartment in Guarujá an der Atlantikküste für 3,7 Millionen Reais (eine Million Euro) für den Ex-Präsidenten renoviert haben. Im Gegenzug soll Lula der Baufirma Aufträge des halbstaatlichen Ölkonzerns Petrobras verschafft haben. Der frühere Staatschef, der 2010 aus dem Amt schied, plant ein politisches Comeback. Das Urteil könnte seine angestrebte Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr nun aber durchkreuzen.
    8 min
  • 12.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump-Sohn rechtfertigt sich in Russland-Affäre:
    Der älteste Sohn von US-Präsident Donald Trump hat sein Treffen mit einer russischen Anwältin im Wahlkampf verteidigt. Für ihn sei es "eine Recherche über die Opposition" gewesen, sagte Donald Trump Jr. dem Sender Fox News. Die Begegnung sei allerdings nur vergeudete Zeit gewesen. Seinem Vater habe er davon nichts erzählt. Zuvor hatte Trump Jr. einen E-Mail-Wechsel mit dem Publizisten Rob Goldstone vom Juni 2016 öffentlich gemacht. Darin ließ er sich auf ein Angebot ein, belastendes Material über die Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton aus angeblich offizieller russischer Quelle zu erhalten. Die Zeitung "New York Times" hatte berichtet, bei dem Treffen mit der Anwältin Natalia Veselnizkaja seien auch der Schwiegersohn des Präsidenten, Jared Kushner, und der damalige Trump-Wahlkampfmanager Paul Manafort dabei gewesen.
    Rumänien soll US-Patriot-Raketen erhalten:
    Das US-Außenministerium hat den Verkauf des Flugabwehrsystems Patriot an Rumänien bewilligt. Mit den Raketen werde das Land seine Fähigkeit stärken, sich "gegen Aggressionen zu verteidigen", erklärte das State Department. Das Geschäft hat ein Volumen von 3,9 Milliarden Dollar (umgerechnet 3,4 Milliarden Euro). Der US-Kongress muss dem Verkauf noch zustimmen, doch es gilt als wahrscheinlich, dass die Abgeordneten dem Rüstungsexport in das NATO-Land zustimmen. Die Ankündigung erfolgt inmitten anhaltender Spannungen mit Russland. Am Dienstag hatten die USA für ein NATO-Manöver erstmals Patriot-Raketen in Litauen stationiert. In der vergangenen Woche hatte US-Präsident Donald Trump bei einem Besuch in Warschau den Verkauf von Patriot-Raketen an Polen angekündigt.
    Chinas erste Militärbasis im Ausland soll bald die Arbeit aufnehmen:
    Die erste Militärbasis Chinas im Ausland soll bald den Betrieb aufnehmen. Nach Berichten von Staatsmedien brachen Schiffe mit Militärangehörigen auf, um den chinesischen Stützpunkt im ostafrikanischen Dschibuti betriebsbereit zu machen. Die Pläne zum Bau der ersten chinesischen Militärbasis im Ausland waren vor zwei Jahren bekannt geworden. China sagte damals, dass die Logistik-Basis den Kampf gegen Piraten in der Region sowie UN-Missionen und humanitäre Hilfsmissionen in Afrika unterstützen werde. In dem Land mit rund 900.000 Einwohnern befinden sich bereits Militärstützpunkte der USA, Frankreichs, Japans, Italiens und Spaniens. Deutsche Soldaten sind im Rahmen der Anti-Piraterie-Mission "Atalanta" zeitweise in Dschibuti stationiert. Auch Saudi-Arabien baut dort derzeit eine Militärbasis. Dschibuti liegt strategisch günstig am Schnittpunkt der Seewege von Europa, Afrika, dem Nahen Osten und Asien. Es grenzt an die Meerenge Bab al-Mendab, wo das Rote Meer auf den Golf von Aden trifft.
    Katar-Widersacher bekräftigen Sanktionskurs:
    Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten halten den Druck auf das Golf-Emirat Katar aufrecht. In einer Erklärung kündigten die Länder an, ihre Sanktionen gegen Katar beizubehalten und genau zu verfolgen, wie ernst das Land den Anti-Terror-Kampf nehme. Zuvor hatten die USA und Katar ein Abkommen gegen Terrorismus unterzeichnet und vereinbart, die Geldquellen extremistischer Gruppen gemeinsam aufzuspüren. Die Widersacher Katars hatten vor vier Wochen alle Beziehungen zu dem Wüstenstaat gekappt und eine Blockade verhängt. Sie werfen der Regierung in Doha vor, Terrororganisationen zu unterstützen und zu enge Beziehungen zum schiitischen Iran zu unterhalten. Katar weist dies zurück.
    Medien: Mehr Vetorechte bei Firmenübernahmen:
    Die Bundesregierung will nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) ihr Vetorecht bei Firmenübernahmen ausweiten. Das gelte für den Verkauf deutscher Unternehmen ins Ausland, wenn dadurch kritische Infrastruktur gefährdet würde. Dadurch könnten etwa Betreiber von Flughäfen oder Anbieter von Software für Stromnetze gegen Investoren außerhalb der EU abgeschottet werden. Laut SZ will das Bundeskabinett an diesem Mittwoch eine Verordnung beschließen, die der Regierung vier Monate Zeit einräumt, um Verkaufspläne zu prüfen - doppelt so lange wie bisher. Die Neuregelung sei auch eine Reaktion auf die Übernahme des Augsburger Roboterherstellers Kuka durch einen chinesischen Konzern im vergangenen Jahr, schreibt das Blatt.
    8 min
  • 11.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Maas fordert von EU-Staaten Hilfe bei Fahndung nach Gewalttätern:
    Nach den schweren Krawallen beim G20-Gipfel in Hamburg appelliert die Bundesregierung laut einem Pressebericht an ihre EU-Partner, ihre Fahndung nach den Verantwortlichen zu verstärken. Bei der Auswertung von Fotos und Videoaufnahmen seien die deutschen Behörden auch auf die Unterstützung ausländischer Partner angewiesen, heißt es den Zeitungen der Funke Mediengruppe zufolge in einem Schreiben von Justizminister Heiko Maas (SPD) an seine europäischen Amtskollegen. Die Zusammenarbeit solle so verbessert werden, dass nicht beim nächsten Gipfeltreffen ein anderer Staat und eine andere Stadt von "europäischen Krawalltouristen" heimgesucht werden. Zuvor hatten Politiker von Union und SPD eine europäische Extremisten-Datei verlangt. An den gewalttätigen Ausschreitungen während des G20-Gipfels waren auch zahlreiche Täter aus dem Ausland beteiligt gewesen. Bei den Einsätzen wurden nach Polizeiangaben 476 Beamte verletzt.
    Iraks Premier verkündet endgültigen Sieg über IS in Mossul:
    Nach monatelangen Kämpfen hat Iraks Regierungschef Haider al-Abadi die bisherige IS-Hochburg Mossul offiziell für befreit erklärt. Regierungstruppen hätten die Stadt vollständig eingenommen, sagte er in einer Fernsehansprache am Montagabend. Auch kleinere Gebiete am Fluss Tigris, die die Dschihadisten zuletzt noch hielten, sollen nicht mehr unter ihrer Kontrolle stehen. US-Präsident Donald Trump gratulierte der irakischen Regierung. Der Sieg zeige, dass die Tage des "Islamischen Staates" gezählt seien, sagte Trump. Die USA seien stolz, an der Seite der irakischen Sicherheitskräfte und all jener zu stehen, die dies möglich gemacht hätten. Auch UN-Generalsekretär António Guterres begrüßte die Befreiung Mossuls. Beim Wiederaufbau der nordirakischen Stadt stünden die Vereinten Nationen dem Land zur Seite.
    Gedenkfeiern zum Putschversuch in der Türkei starten:
    Zum Gedenken an den Putschversuch in der Türkei im vergangenen Jahr beginnen an diesem Dienstag Feierlichkeiten im ganzen Land. Eine Woche lang wollen sich die Türken jeden Abend in sogenannten "Demokratiewachen" auf den Straßen und Plätzen versammeln, um an den gescheiterten Putsch vom 15. Juli 2016 zu erinnern. Staatschef Recep Tayyip Erdogan macht den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen für den geplanten Umsturz verantwortlich. Die Behörden gehen seitdem massiv gegen vermeintliche Gülen-Anhänger vor. Zehntausende wurden verhaftet, mehr als 100.000 Staatsbedienstete entlassen oder suspendiert.
    Cholera-Epidemie im Jemen breitet sich rasant aus:
    Die Cholera-Epidemie im Jemen gerät zusehends außer Kontrolle. In dem von schweren Kämpfen erschütterten Land gebe es inzwischen mehr als 300.000 Verdachtsfälle, teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz in Genf mit. Täglich kämen 7000 neue Cholera-Fälle hinzu. Mehr als 1700 Menschen seien in den vergangenen zehn Wochen bereits an der Durchfallerkrankung gestorben. Durch den Konflikt zwischen schiitischen Huthi-Rebellen und der sunnitisch geprägten Zentralregierung ist das jemenitische Gesundheitssystem teilweise zusammengebrochen. Mehr als die Hälfte der medizinischen Einrichtungen ist geschlossen. So kann sich die eigentlich leicht zu behandelnde Cholera rasch ausbreiten.
    Trump-Sohn will Senat über Russland-Kontakt berichten:
    Der älteste Sohn von US-Präsident Donald Trump gerät wegen eines Treffens mit einer russischen Anwältin immer stärker unter Druck. Wie die "New York Times" berichtet, habe Trump Jr. vor der Begegnung mit der Anwältin eine E-Mail des Publizisten Rob Goldstone erhalten. Darin habe dieser angedeutet, dass die Informationen über die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton von der russischen Regierung stammten und diese Trump im Wahlkampf unterstützen wolle. Das Blatt berief sich auf drei Personen, die Kenntnis von der E-Mail hätten. Senatoren beider Parteien im Geheimdienstausschuss hatten zuvor mitgeteilt, sie wollten Trumps Sohn zu dessen Treffen mit der Anwältin während des Wahlkampfs 2016 befragen. Der 39-Jährige hatte sich über den Kurznachrichtendienst Twitter zu einer Aussage bereiterklärt. Mehrere Kongressausschüsse sowie ein Sonderermittler gehen dem Verdacht nach, der Kreml könnte die US-Präsidentschaftswahl zugunsten von Trump beeinflusst haben.
    8 min
  • 10.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump macht Rückzieher bei amerikanisch-russischer Cybereinheit:
    US-Präsident Donald Trump hat seinen Vorschlag einer amerikanisch-russischen Cybereinheit verworfen. Über Twitter erklärte er, ein solches Vorhaben könne nicht verwirklicht werden. Er hatte nach eigener Auskunft im Rahmen des G20-Gipfels in Hamburg bei seinem ersten Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin darüber gesprochen. Trumps Worten zufolge könnten mit einer solchen Einheit etwa Wahlfälschungen abgewehrt werden. Doch sein Vorstoß sorgte in den USA umgehend für harsche Kritik, auch in den eigenen Reihen: führende Republikaner erklärten, Russland werde selbst der Manipulation verdächtigt und sei deshalb nicht vertrauenswürdig. In den USA gehen derzeit mehrere Gremien dem Verdacht nach, Russland habe durch das Ausspionieren vertraulicher Daten die US-Präsidentenwahl beeinflusst.
    Österreich verbietet türkischem Wirtschaftsminister die Einreise:
    Österreich hat dem türkischen Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci die Einreise für einen politischen Auftritt vor Landsleuten verboten. Die geplante Veranstaltung zum Jahrestag der Niederschlagung des Putsches in der Türkei sei sehr groß und stelle eine Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit dar, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Außenminister Sebastian Kurz habe dem türkischen Minister deswegen die Einreiseerlaubnis verweigert. Erst kürzlich lehnte die Bundesregierung den Wunsch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ab, nach seinem Besuch beim G20-Gipfel auf einer Veranstaltung in Deutschland aufzutreten.
    EU mahnt nach Rückeroberung Mossuls zur Versöhnung:
    Die Europäische Union hat das Ende der Besatzung von Mossul als "entscheidende Etappe" im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) bezeichnet. Nun sei es wichtig, dass "ein Prozess zur Rückkehr und zur Wiederherstellung von Vertrauen zwischen den Gemeinschaften beginnt und dass alle Iraker anfangen können, sich eine gemeinsame Zukunft aufzubauen", erklärten die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und der Kommissar für humanitäre Hilfe, Christos Stylianides, in Brüssel. Beide würdigten den "Mut des irakischen Volkes, seiner Regierung und seiner Streitkräfte" sowie die Soldaten, die ihr Leben für den Sieg geopfert hätten. Auch der britische Verteidigungsminister Michael Fallon begrüßte die Rückeroberung der Stadt. Es müsse allerdings "noch viel getan" werden, um die Dschihadistenmiliz vollständig aus der Region zu vertreiben. Die irakische Regierung hatte am Sonntag nach monatelangen Kämpfen den Sieg über den IS in Mossul verkündet.
    Neue Syriengespräche beginnen in Genf:
    In Genf beginnt eine neue Runde der Syrien-Verhandlungen unter UN-Vermittlung. UN-Sondervermittler Staffan de Mistura hatte im Vorfeld vor zu großen Erwartungen gewarnt. Alle bisherigen Gespräche in der Schweiz über ein Ende des blutigen Konfliktes waren ohne greifbare Ergebnisse geblieben. Am Sonntag trat im Südwesten des Landes eine regionale Waffenruhe in Kraft. Sie war von den USA, Russland und Jordanien verhandelt und bislang auch eingehalten worden. Der Vertreter des oppositionellen Syrischen Nationalrats in Deutschland, Sadiqu Al-Mousllie, äußerte sich wenig optimistisch, dass die Waffenruhe den Durchbruch bringen werde. Die Lage in Syrien sei nach wie vor komplex und die Interessen der beteiligten Parteien sehr gegensätzlich, sagte er im Deutschlandfunk. Zudem fehle es an einer nachhaltigen Umsetzung der Vereinbarungen.
    Nach G20-Krawallen: Olaf Scholz hält an Amt fest:
    Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz denkt nach den Gewaltexzessen rund um den G20-Gipfel nicht über einen Rücktritt nach. Das sagte er in der ARD-Talkshow "Anne Will". Zuvor hatte die CDU-Fraktion der Hansestadt Scholz aufgefordert, sein Amt niederzulegen. Dem 59-Jährigen wird vorgeworfen, die Gefahren durch linksextreme Autonome nicht richtig eingeschätzt zu haben. Scholz verteidigte das Vorgehen der Polizei. Es seien 20.000 Polizisten im Einsatz gewesen. Das seien alle, die in Deutschland verfügbar gewesen seien. Der SPD-Politiker forderte zudem harte Strafen für Gewalttäter und erklärte, man habe viel Beweismaterial gesammelt. SPD-Fraktionschef Andreas Dressel erklärte, es sei unerträglich, wie die CDU versuche, aus den Krawallen parteipolitisches Kapital zu schlagen. Die Linksfraktion verlangte einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss.
    8 min
  • 08.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Polizei rückt in Hamburger Schanzenviertel vor - Lage beruhigt sich:
    Nach den massiven Ausschreitungen am Rande des G20-Gipfels hat die Polizei in der Nacht das Hamburger Schanzenviertel rund um die Autonomen-Hochburg Rote Flora gestürmt. Mit Sturmgewehren bewaffnete Spezialeinheiten rückten in die Straße Schulterblatt vor, in der das seit Jahrzehnten besetzte Theater liegt. Die Polizei war mit Wasserwerfern, Tränengas und Schlagstöcken im Einsatz. Die Einsatzkräfte löschten brennende Barrikaden und gingen gegen Randalierer vor. Diese hatten die Beamten zuvor mit Steinen und Farbbeuteln beworfen, Scheiben eingeschlagen, Läden geplündert und Böller gezündet. Nahe der Altonaer Straße war ein Supermarkt von rund 500 Menschen geplündert und in Brand gesteckt worden. Bei dem Großeinsatz wurden 13 Personen festgenommen. Die Polizei sprach von etwa 1500 Randalierern, die an den Krawallen am Schulterblatt beteiligt waren. Fast 200 Beamte der Polizei wurden demnach verletzt, niemand davon schwer. Erst am frühen Samstagmorgen beruhigte sich die Lage wieder. Der zuvor eingestellte S-Bahn-Betrieb und der Fernverkehr der Bahn konnten wieder aufgenommen werden.
    USA fliegen Manöver nahe Nordkorea:
    Zwei US-Langstreckenbomber sind für ein gemeinsames Abschreckungsmanöver mit der südkoreanischen und der japanischen Luftwaffe in die Nähe der nordkoreanischen Grenze entsandt worden. Die zehnstündige Übung sei eine Reaktion auf Nordkoreas jüngsten Test einer ballistischen Interkontinentalrakete und das Atomprogramm des Landes, teilte das US-Militär mit. Die Flugzeuge seien bis an die militärische Demarkationslinie zwischen den verfeindeten Nachbarstaaten herangeflogen, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Gemeinsam hätten die Piloten einen Angriff auf nordkoreanische Ziele simuliert. Ein US-Luftwaffengeneral erklärte, Nordkoreas Vorgehen sei eine Bedrohung für die Verbündeten und Partner der USA. Man stehe für den Ernstfall bereit, um das "volle tödliche Potenzial" der alliierten Streitkräfte "zu entfesseln", hieß es. Nordkorea hatte am Dienstag erstmals eine Interkontinentalrakete getestet. US-Präsident Donald Trump drohte Machthaber Kim Jong Un daraufhin mit einer harten Reaktion.
    USA und Russland vereinbaren Waffenstillstand für Südwestsyrien:
    US-Präsident Donald Trump ist am Rande des G20-Gipfels in Hamburg mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin zusammengetroffen. Bei dem zweieinhalb Stunden dauernden Gespräch einigten sich die beiden Staatschefs auf eine Waffenruhe für den Südwesten Syriens. Diese werde am Sonntag in Kraft treten, kündigte US-Außenminister Rex Tillerson an - und sprach von einem "ersten Erfolg" in Syrien. Auch über den Vorwurf der Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf hätten Trump und Putin gesprochen, so Tillerson. Der russische Präsident habe den Vorwurf zurückgewiesen. Laut dem US-Außenminister hat Trump ein stärkeres Engagement Russlands im Korea-Konflikt gefordert. Auch der Konflikt in der Ukraine, der Kampf gegen den Terrorismus und Cybersicherheit wurden thematisiert. Es war das erste direkte Gespräch zwischen dem US-Präsidenten und dem Kremlchef.
    Deutscher Krebsspezialist besucht chinesischen Dissidenten Liu Xiaobo:
    Nach Angaben der Hongonker Zeitung "South China Morning Post" hat ein deutscher Krebsspezialist im nordchinesischen Shenyang den todkranken Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo besucht. China hatte einen deutschen und einen amerikanischen Arzt eingeladen, sich einen Überblick über den Gesundheitszustand des 61-Jährigen zu verschaffen. Der an Leberkrebs erkrankte Liu war zuvor "aus medizinischen Gründen" aus dem Gefängnis ins Krankenhaus verlegt worden, wird aber weiterhin streng überwacht. Der Bürgerrechtler hatte sich für Demokratie und Menschenrechte in China eingesetzt und war 2009 wegen "Untergrabung der Staatsgewalt" zu elf Jahren Haft verurteilt worden. 2010 wurde er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Die chinesischen Behörden hatten zuletzt seinen Wunsch abgelehnt, mit seiner unter Hausarrest stehenden Frau Liu Xia zur Behandlung ins Ausland reisen zu dürfen.
    Griechenland bekommt versprochene Hilfsgelder kommende Woche:
    Drei Wochen nach der Einigung auf die nächste Finanzhilfe für Griechenland hat der Euro-Rettungsschirm der Auszahlung der vereinbarten 8,5 Milliarden Euro zugestimmt. Schon am Montag sollen 7,7 Milliarden Euro an Athen fließen. 6,9 Milliarden Euro benötigt das hochverschuldete Land, um Altkredite an die Europäische Zentralbank (EZB) zurückzuzahlen. 800 Millionen Euro kann es verwenden, um Außenstände im eigenen Land zu bezahlen. Zum 1. September könnten weitere 800 Millionen Euro zur Begleichung entsprechender Außenstände fließen. Bis dahin muss die Regierung in Athen allerdings bei der Begleichung Fortschritte gemacht haben. Seit Ausbruch der Krise 2010 haben der Europäische Rettungsfonds und der Vorläuferfonds EFSF nach offiziellen Angaben mehr als 181 Milliarden Euro für Griechenland bereitgestellt. Das dritte Hilfsprogramm läuft im Sommer 2018 aus.
    9 min
  • 07.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.G20-Gipfel beginnt in Hamburg:
    In Hamburg beginnt der G20-Gipfel der großen Industrieländer und aufstrebenden Wirtschaftsnationen. Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt dazu die zahlreichen Staats- und Regierungschefs sowie die Führung der Europäischen Union in der Hansestadt. Eines von Merkels Gipfelzielen ist, in der Klimapolitik größtmögliche Gemeinsamkeit zu erreichen, nachdem US-Präsident Donald Trump den Ausstieg seines Landes aus dem Pariser Klimaschutzabkommen angekündigt hat. Erste Gespräche mit G20-Teilnehmern führte die Kanzlerin bereits am Vorabend. Mit dem US-Präsidenten habe sie sich über einige Themen der G-20-Agenda, aber auch über internationale Krisenherde ausgetauscht, erklärte ein Regierungssprecher. Mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan habe die Kanzlerin neben G20-Themen über das EU-Türkei-Flüchtlingsabkommen und strittige Aspekte in den bilateralen Beziehungen gesprochen.
    Viele Verletzte bei Anti-G20-Demo:
    Am Tag vor dem G20-Gipfel eskalierte die Lage bei der bisher größten Demonstration gegen das politische Spitzentreffen. Bei der von den Initiatoren "Welcome to Hell" genannten Kundgebung flogen Flaschen, Feuerwerkskörper knallten, später brannten Mülltonnen und Autos. Zunächst hatten sich etwa 12.000 Teilnehmer versammelt, um gegen die Politik der G20 zu protestieren. Weil sich unter ihnen auch etwa 1000 Vermummte befanden, stoppte die Polizei den Zug. Es kam zu Krawallen, die Polizei setzte Wasserwerfer und Pfefferspray ein. Später gab es eine weitere Kundgebung im Schanzenviertel, die kurz vor Mitternacht nach neuerlichen Krawallen endete. Mehr als 70 Polizisten wurden nach Behördenangaben verletzt. Auch zahlreiche Demonstranten sollen verletzt worden sein. Insgesamt sind 20.000 Polizisten zum Schutz des G20-Gipfels im Einsatz.
    Zypern-Verhandlungen ergebnislos beendet:
    Die Verhandlungen über eine Wiedervereinigung Zyperns sind ergebnislos zu Ende gegangen. UN-Generalsekretär Antonio Guterres reagierte enttäuscht auf das Scheitern der Gespräche. Im schweizerischen Crans-Montana hatten die Präsidenten des griechischen und türkischen Teils der Mittelmeerinsel unter UN-Vermittlung nach einer Lösung gesucht. Zypern ist geteilt, seit das türkische Militär im Jahr 1974 den nördlichen Teil der Insel eingenommen hatte. Bis heute sind mehr als 35.000 türkische Soldaten auf Zypern stationiert. Zu den zahlreichen ungelösten Fragen vor einer Wiedervereinigung gehören die künftige Machtteilung, die Gebietsaufteilung und die Besitzrechte auf der Insel.
    Russland blockiert UN-Erklärung zu Nordkorea:
    Russland hat im UN-Sicherheitsrat eine Erklärung des höchsten UN-Gremiums zu Nordkorea verhindert. In dem Text wurden "bedeutende Maßnahmen" angekündigt, die als Reaktion auf den jüngsten nordkoreanischen Raketentest vorbereitet werden sollten. Nach Angaben von UN-Diplomaten meldete Russland Bedenken gegen den Entwurf an. Der russische Vize-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Wladimir Safronkow, hatte bereits bei einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats am Tag zuvor argumentiert, es sei nicht bewiesen, dass Pjöngjang bei dem Test in der Nacht zum Dienstag eine Interkontinentalrakete eingesetzt habe. Zudem könnten weder Sanktionen noch ein militärisches Eingreifen das Nordkoreaproblem lösen, sagte Safronkow. Bei seinem Besuch in Warschau drohte US-Präsident Donald Trump Nordkorea mit "starken Konsequenzen" auf den neuerlichen Raketentest.
    Eilantrag gegen US-Einreiseverbot vor Gericht gescheitert:
    Ein Eilantrag des US-Bundesstaats Hawaii gegen das von Präsident Donald Trump angeordnete Einreiseverbot ist vor Gericht gescheitert. Das angerufene Gericht erklärte sich für nicht zuständig und verwies den Kläger weiter an den Obersten Gerichtshof der USA. Das von Trump initiierte Einreiseverbot war vergangene Woche nach langem juristischen Gezerre in deutlich abgeschwächter Form in Kraft getreten. Von den Visa-Sperren betroffen sind für 90 Tage alle Menschen aus den Ländern Iran, Sudan, Syrien, Jemen, Libyen und Somalia, die keine engen Verbindungen in die USA nachweisen können.
    Katar storniert Airbus-Großauftrag wegen Lieferverzögerungen:
    Das Golfemirat Katar hat wegen Lieferverzögerungen einen milliardenschweren Auftrag an Airbus annulliert. Es gehe um die ursprünglich vereinbarte Lieferung von vier Langstreckenjets des Typs A350, teilte der Flugzeugbauer mit. Sie haben einen Listenpreis von 1,2 Milliarden Euro. Airbus steht nun vor dem Problem, andere Abnehmer für die Maschinen mit jeweils 283 Sitzplätzen zu finden und das in einer Zeit, in der die Nachfrage nach großen Flugzeugen sinkt. Katar hatte zuletzt eine schnellere Auslieferung angemahnt.
    8 min
  • 06.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA erhöhen nach Raketentest Druck auf Nordkorea:
    Nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest wollen die USA zusammen mit Frankreich eine Verschärfung der UN-Sanktionen gegen das kommunistische Land durchsetzen. Ein entsprechender Resolutionsentwurf solle in den kommenden Tagen in den UN-Sicherheitsrat eingebracht werden, kündigte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, an. Sie bezeichnete den Raketentest in einer Sondersitzung des Sicherheitsrats in New York als "klare und scharfe militärische Eskalation". Russland wandte sich gegen neue Sanktionen, China warnte vor einem möglichen militärischen Vorgehen gegen Pjöngjang. Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte in Berlin, Nordkorea müsse sein völkerrechtswidriges Atom- und Raketenprogramm einstellen. Nordkorea war am Dienstag nach eigenen Worten ein "historischer Durchbruch" beim Test einer ballistischen Interkontinentalrakete gelungen.
    Sturm von Maduro-Anhängern auf Parlament in Caracas beendet:
    In der Hauptstadt Venezuelas hat eine Gruppe gewaltbereiter Anhänger des sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro das Parlament überfallen. Mehrere Abgeordnete wurden von den teils vermummten Angreifern verprügelt, sieben dabei verletzt. Mehr als 350 Politiker, Medienvertreter und Gäste saßen fast neun Stunden im Gebäude der Nationalversammlung in Caracas fest, bevor die Blockade beendet wurde. Die letzten Parlamentswahlen hatte die Opposition gewonnen, doch die Regierung wird weiterhin von Anhängern Maduros gestellt. Die konservative Opposition kämpft für eine Amtsenthebung des Staatschefs, den sie für die schwere Wirtschaftskrise und die dramatischen Versorgungsengpässe im Land verantwortlich macht. Bei Massenprotesten gegen Maduros Regierung hatte es in den vergangenen Monaten mindestens 90 Tote gegeben.
    Bunter Protestzug gegen G20-Gipfel:
    Tausende Menschen haben in Hamburg unter dem Motto "Lieber tanz ich als G20" gegen das Gipfeltreffen der führenden Wirtschaftsnationen der Welt am Freitag und Samstag in der Hansestadt demonstriert. Die Polizei spricht von 11.000 Teilnehmern, die Veranstalter von bis zu 20.000. Die zumeist jungen Menschen zogen tanzend zu Techno und Ravemusik und mit Schildern und Transparenten, auf denen Parolen standen wie "G20 in die Tonne kloppen", durch die Stadt. Zwischenfälle gab es nach Polizeiangaben nicht. Als schwierigstes Thema des Gipfeltreffens der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer gilt die Debatte über den Klimaschutz und eine gemeinsame Gipfel-Erklärung dazu. Seit der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass die USA das Pariser Klimaabkommen verlassen, ist die Diskussion hierüber neu entbrannt.
    US-Präsident Trump zu Gast in Polen:
    Vor dem G20-Gipfel in Hamburg ist US-Präsident Donald Trump zu einem Besuch in Polen angekommen. In Warschau hofft der US-Präsident auf einen freundlichen Empfang. Der Nationalismus und Protektionismus Trumps stoßen in Polens nationalkonservativer Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) auf Wohlwollen. So erhoffen sich die Polen unter anderem Unterstützung für ihren restriktiven Kurs in der Flüchtlingspolitik und ein Bekenntnis zur US-Militärpräsenz im Rahmen der NATO in Polen. Trumps Kritik an der NATO hatte in Warschau und den baltischen Staaten für Unruhe gesorgt. Sie fühlen sich seit dem Beginn der Ukraine-Krise verstärkt von Russland bedroht. Trump wird in Warschau eine Rede zu den transatlantischen Beziehungen halten.
    Führende Amnesty-Mitarbeiterin in der Türkei festgenommen:
    In der Türkei ist die Direktorin von Amnesty International festgenommen worden. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation seien noch sieben weitere Menschenrechtsverteidiger und zwei Referenten inhaftiert worden, darunter auch ein deutscher Staatsbürger. Die Organisation sprach von einem "grotesken Machtmissbrauch". Dies zeige zudem die prekäre Lage für Menschenrechtsaktivisten in der Türkei. Vor weniger als einem Monat wurde bereits der Vorsitzende von Amnesty International in der Türkei festgenommen. Ihm wurden laut der Menschenrechtsorganisation Verbindungen zu Mitgliedern der Gülen-Bewegung vorgeworfen. Die türkische Regierung macht den in den USA lebenden islamischen Prediger Fethullah Gülen für den gescheiterten Putschversuch im Juli 2016 verantwortlich.
    8 min
  • 05.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA kündigen nach Nordkoreas Raketentest härtere Sanktionen an:
    Die USA haben nach Nordkoreas Test einer Interkontinentalrakete "härtere Maßnahmen" gegen Pjöngjang angekündigt. Wie zuvor US-Präsident Donald Trump auf Twitter verurteilte auch Außenminister Rex Tillerson in einer schriftlichen Mitteilung den Raketentest scharf. Er stelle "eine neue Eskalation der Bedrohung" für die Vereinigten Staaten dar. Als Warnung an Machthaber Kim Jong Un hielten das amerikanische und südkoreanische Militär zudem eine gemeinsame Raketenübung ab. Dabei hätten die USA und Südkorea ihre "präzise Feuerkraft" demonstriert, heißt es in einer Mitteilung des amerikanischen Militärs. Für diesen Mittwoch ist auf Antrag der USA eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates geplant. Mit dem mutmaßlich ersten Test einer nordkoreanischen Langstreckenrakete ist eine neue Eskalationsstufe im Streit um Nordkoreas Atomprogramm erreicht, der als einer der gefährlichsten Konflikte weltweit gilt.
    Ausländische Mediziner sollen chinesischen Friedensnobelpreisträger behandeln:
    Der an Leberkrebs erkrankte chinesische Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo erhält medizinische Hilfe aus dem Ausland. Nach Angaben chinesischer Behörden hatte seine Familie führende Experten aus den USA, Deutschland und anderen Ländern eingeladen, den 61-Jährigen zu behandeln. Liu war kürzlich wegen seiner schweren Erkrankung aus dem Gefängnis entlassen und in ein Krankenhaus überstellt worden. Menschenrechtsaktivisten und mehrere westliche Länder wie die USA forderten die chinesische Regierung daraufhin auf, dem Dissidenten eine Behandlung im Ausland zu ermöglichen. Liu war 2009 wegen "Untergrabung der Staatsgewalt" zu elf Jahren Haft verurteilt worden.
    Ankara lässt geflüchtete Soldaten im Ausland ausspähen:
    Die Türkei lässt geflohene Soldaten offenbar systematisch bespitzeln. Nach Recherchen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR soll der Generalstab alle türkischen Militärattachés sowie die türkischen Offiziere auf NATO-Stützpunkten im Ausland angewiesen haben, die ehemaligen Kameraden auszuforschen. Unter anderem wolle Ankara wissen, wo diese wohnen, ob sie Asylanträge gestellt haben und ob sie in Kontakt zu westlichen Regierungen oder Medien stehen. Zahlreiche türkische Militärangehörige, aber auch Diplomaten hatten nach dem gescheiterten Putsch Zuflucht in Europa gesucht, vor allem in Deutschland. Mehreren Offizieren der türkischen Armee wurde hierzulande Asyl gewährt. Die mutmaßlichen Spionageaktivitäten der Türkei in Deutschland sorgen seit Längerem für Verstimmungen zwischen Berlin und Ankara.
    Katars Gegner beraten über weitere Schritte in Golf-Krise:
    In der Krise am Golf wollen Katars Kontrahenten an diesem Mittwoch über die Reaktion des Emirats auf ihren weitreichenden Forderungskatalog beraten. Die Außenminister von Saudi-Arabien, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Ägypten treffen sich dazu in Kairo. Sollte ihnen Katars Antwort nicht ausreichen, könnten sie weitere Sanktionen beschließen. Katars Außenminister Abdulrahman al-Thani hatte die 13 Forderungen kurz vor Ablauf des Ultimatums als "unrealistisch und unzulässig" zurückgewiesen. Die Gegner werfen dem Emirat vor, Terroristen zu unterstützen und fordern, dies zu beenden. Zudem soll Katar unter anderem seinen TV-Kanal Al-Dschasira schließen und die Beziehungen zum Iran zurückfahren. Außenminister Sigmar Gabriel rief in Katar zu einer Lösung "am Verhandlungstisch" auf. Gabriel wird am Mittwoch in Kuwait erwartet. Damit beendet er seine dreitägige Reise durch die Region, bei der er sich um eine Entspannung des Konflikts bemüht.
    Prozess um geplanten Anschlag in Düsseldorf beginnt:
    Drei mutmaßliche IS-Terroristen müssen sich von diesem Mittwoch an vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verantworten. Sie wollten laut Bundesanwaltschaft in der Altstadt der Landeshauptstadt ein verheerendes Blutbad anrichten. Ihre Pläne sahen demnach vor, dass zunächst zwei Selbstmordattentäter Sprengwesten zünden und danach weitere Attentäter mit Schnellfeuergewehren möglichst viele flüchtende Menschen erschießen sollten. Doch der mutmaßliche Kopf der Terrorzelle, der Syrer Saleh A., stellte sich nach Behördenangaben in Paris und verriet die Pläne. Daraufhin wurden seine mutmaßlichen Komplizen in Asylunterkünften in Deutschland festgenommen. Der Auftrag für den Anschlag soll Saleh A. bereits 2014 von der Führungsebene der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) erteilt worden sein. Allen drei Angeklagten wird die IS-Mitgliedschaft und die Verabredung zu einem Verbrechen vorgeworfen. Daneben gibt es noch einen vierten Verdächtigen. Das Verfahren gegen ihn wird getrennt geführt.
    Weltmeister Peter Sagan von der Tour ausgeschlossen:
    Doppel-Weltmeister Peter Sagan ist wegen seines Ellbogenchecks gegen den Briten Mark Cavendish von der Tour de France ausgeschlossen wurden. Das teilte die Rennjury mit. Cavendish muss nach dem Angriff mit einer Schulterverletzung von der Tour ausscheiden. Der Slowake Sagan hatte beim Sprint-Finale auf der vierten Etappe in Vittel den Briten in das Absperrgitter abgedrängt. Die Jury hatte Sagan zunächst nur mit einer Zeitstrafe von 30 Sekunden in der Gesamtwertung belegen wollen, später aber dann ihr Urteil drastisch verschärft. Zuvor hatte auch Cavendishs Sportdirektor Rolf Aldag den Ausschluss gefordert.
    9 min
  • 04.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nordkorea testet offenbar erneut Rakete:
    Nordkorea hat nach südkoreanischen Angaben erneut eine Rakete getestet. Das kommunistische Land habe eine "nicht identifizierte ballistische Rakete" von einem Stützpunkt in der Provinz Nord Phyongan abgefeuert, die anschließend ins Meer gestürzt sei, teilten die südkoreanischen Streitkräfte mit. Nordkorea hatte die internationale Gemeinschaft zuletzt mehrfach mit Raketentests provoziert und mit den Tests gegen Sanktionen des UN-Sicherheitsrats verstoßen. Kurz vor dem Test hatte Chinas Botschafter bei den Vereinten Nationen vor möglichen "katastrophalen" Folgen einer weiteren Eskalation der Krise mit Nordkorea gewarnt. Liu Jieyi sagte, der Konflikt könne "außer Kontrolle geraten", wenn es nicht gelinge, die Spannungen zwischen Pjöngjang und Washington abzubauen.
    Chinas Präsident will Beziehungen zu Deutschland vertiefen:
    Vor seinem Deutschland-Besuch anlässlich des G-20-Gipfels hat Chinas Präsident Xi Jinping eine Vertiefung der Partnerschaft mit der Bundesrepublik angeboten. In einem Gastbeitrag für die Tageszeitung "Die Welt" plädiert Xi dafür, die Zusammenarbeit auf Gebieten wie "Innovation, Internet, intelligente Fertigung, Finanzwesen, Energie, Umweltschutz und ökologische Entwicklung" zu intensivieren. Als zweit- beziehungsweise viertgrößte Volkswirtschaft der Welt sollten China und die Bundesrepublik aber auch Verantwortung für Frieden, Stabilität und Wohlstand übernehmen. Nach Xis Angaben betrug das bilaterale Handelsvolumen im vergangenen Jahr 170 Milliarden Euro. Damit sei die Volksrepublik erstmals auch Deutschlands wichtigster Handelspartner. Zudem seien die gesellschaftlichen Beziehungen immer enger geworden. Inzwischen studierten mehr als 40.000 Chinesen in der Bundesrepublik. Gleichzeitig lebten in China 30.000 deutsche Experten sowie 8200 deutsche Studenten, so Xi.
    Bundespräsident Steinmeier übt harte Kritik an US-Präsident Trump:
    Kurz vor dem G20-Gipfel in Hamburg hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. Wenn jeder nur nach dem besten Deal suche, dann würden am Ende alle verlieren, sagte Steinmeier der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Er warnte vor den Folgen, die die außenpolitische Strategie Trumps haben könnte. Über diese Veränderungen sei er sehr besorgt . Gleichzeitig forderte Steinmeier die Europäer zu Geschlossenheit auf. Der Bundespräsident sagte wörtlich: "Wir können uns jetzt entscheiden, ob wir Spieler am Schachbrett der internationalen Politik sein wollen." Europa werde zur Spielfigur, wenn es sich nicht zusammenreiße. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird nach Angaben der Bundesregierung einen Tag vor Beginn des G20-Gipfels am Freitag mit Trump zusammenkommen.
    Bundesregierung erwägt nach Busunglück höhere Bußgelder für Gaffer:
    Angesichts der Vorfälle beim schweren Busunfall in Bayern erwägt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, das Bußgeld für Gaffer zu erhöhen. Es sei unverantwortlich und beschämend, wenn auf der Gegenfahrbahn die Geschwindigkeit drastisch vermindert werde, um zu sehen, was passiert sei, sagte er im deutschen Fernsehen. Weil die Rettungsgasse nicht breit genug war, hatten nach Angaben der bayerischen Landesregierung vor allem die großen Einsatzfahrzeuge Zeit verloren. Auf der Gegenfahrbahn hätten zudem einige Gaffer beinahe weitere Unfälle verursacht. Beim Brand des Reisebusses auf der Autobahn 9 in Nordbayern waren 18 Menschen in den Flammen gestorben. 30 weitere Reisende wurden verletzt - einige von ihnen schwer.
    Türkischer Kapitän wirft griechischer Küstenwache Schiffsbeschuss vor:
    Der Kapitän eines türkischen Frachtschiffs hat der griechischen Küstenwache vorgeworfen, mehrere Schüsse auf sein Schiff abgefeuert zu haben. Das türkische Außenministerium sprach von einem "empörenden" Vorfall. Die griechische Polizei teilte mit, nach einem anonymen Hinweis, wonach das Schiff Drogen transportiere, seien "Warnschüsse" abgefeuert worden. Der Kapitän sagte dem Sender CNN Turk, die Küstenwache habe ihn aufgefordert, sein Schiff zur Überprüfung in den Hafen von Rhodos zu fahren. Er habe sich aber geweigert. Daraufhin sei sein Frachter beschossen worden. Es gebe 16 Einschusslöcher.
    Britischer Teenager für Anschlagsplanung zu lebenslanger Haft verurteilt:
    In Großbritannien ist ein 19-jähriger Islamist wegen eines geplanten Bombenanschlags auf ein Konzert von Popstar Elton John zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Haroon S. habe einen "Massenmord" geplant und könne daher frühestens nach 16 Jahren vorzeitig entlassen werden, entschied ein Londoner Gericht. S. hatte sich im April schuldig bekannt, im vergangenen Jahr mehrere Anschläge geplant zu haben. Als Anschlagsziele wählte S. die Oxford Street, eine der wichtigsten Einkaufsstraßen der britischen Hauptstadt, und ein Konzert von Elton John im Hyde Park am 11. September 2016, dem 15. Jahrestag der islamistischen Terroranschläge in den USA, aus. Das Konzert besuchten rund 50.000 Zuschauer.
    9 min
  • 03.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA und Japan wollen Druck auf Nordkorea erhöhen:
    US-Präsident Donald Trump und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe haben ihre harte Haltung zum nordkoreanischen Atomprogramm bekräftigt. Zusammen mit Südkorea wolle man den Druck auf die Regierung in Pjöngjang erhöhen, sagte Abes Sprecher nach einem Telefonat beider Politiker. Wie das Weiße Haus mitteilte, sprach Trump auch mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping über die "wachsende Bedrohung" durch Nordkorea, das gegen internationalen Widerstand ein Atom- und Raketenprogramm vorantreibt. Unterdessen kritisierte China mit scharfen Worten die Operation eines US-Zerstörers im Südchinesischen Meer. Das Pekinger Außenministerium sprach von einer "ernsthaften politischen und militärischen Provokation". Ein US-Zerstörer hatte am Sonntag Gewässer nahe der Paracel-Inseln durchquert und war durch Gebiete gefahren, die China als Hoheitsgewässer betrachtet, was andere Anrainer und die USA jedoch ablehnen.
    Ultimatum an Katar verlängert:
    Saudi-Arabien und weitere arabische Staaten haben ihr Ultimatum an Katar um 48 Stunden verlängert. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung der Saudis mit Ägypten, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten hervor. Die Länder hatten Anfang Juni ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und eine Verkehrs- und Handelsblockade gegen den Wüstenstaat verhängt. Sie werfen Katar die Unterstützung von Terrorgruppen vor und hatten von dem Land verlangt, ursprünglich bis Sonntag um Mitternacht mehrere Forderungen zu erfüllen. Dazu gehört auch die Schließung des in Katar ansässigen Fernsehsenders Al-Dschasira. Die Führung in Doha hatte das Ultimatum energisch zurückgewiesen. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel reist an diesem Montag in die Golfregion. Er will dort nach eigenen Worten für einen Dialog zwischen den "Bruder- und Nachbarstaaten" werben.
    SIPRI sieht keine Bereitschaft zum Verzicht auf Atomwaffen:
    Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI sieht keine Anzeichen dafür, dass auch nur eine einzige Atommacht auf ihre Nuklearwaffen verzichten will. Alle Staaten mit solchen Waffen seien dabei, ihre Arsenale zu modernisieren, heißt es in einem neuen Bericht des Instituts. Der Studie zufolge ist allerdings die Zahl der Atomsprengköpfe weiter zurückgegangen. Anfang 2017 waren demzufolge neun Staaten - die USA, Russland, Großbritannien, China, Pakistan, Indien sowie Frankreich, Nordkorea und Israel - im Besitz von geschätzt rund 15.000 Atomwaffen. Mitte der 80er Jahre gab es noch etwa 70.000 Atomsprengköpfe.
    Union setzt in Wahlprogramm auf Familienförderung:
    Die Spitzen von CDU und CSU haben sich auf ein gemeinsames Wahlprogramm für die Bundestagswahl geeinigt. Das 70-seitige Papier soll an diesem Montag noch von den Führungsgremien der Parteien verabschiedet werden, was aber als Formsache gilt. Ein Schwerpunkt ist die Familienförderung. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, will die Union das Kindergeld im Fall eines Wahlsiegs um 25 Euro pro Kind anheben. Außerdem soll auch der Kinderfreibetrag erhöht werden. Bei dem Treffen in Berlin wurde den Berichten zufolge auch die Schaffung eines sogenannten Fachkräftezuwanderungsgesetzes verabredet. Der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer erklärte nach der Unterredung mit Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel, es gebe ein "sehr kräftiges Band der Gemeinsamkeit zwischen CDU und CSU".
    "Protestwelle" gegen G20-Gipfel in Hamburg:
    Mehrere tausend Menschen haben in Hamburg gegen das Treffen der führenden Staats- und Regierungschefs beim bevorstehenden G20-Gipfel protestiert. Nach Angaben der Behörden versammelten sich rund 8000 Menschen zu einer "Protestwelle" durch die Innenstadt. Die Veranstalter hingegen sprachen von 25.000 Teilnehmern. Unterdessen hat die Polizei das Übernachten in einem G20-Protest-Camp auf der Elbhalbinsel Entenwerder untersagt. Dies geschah, obwohl das Hamburger Verwaltungsgericht zuvor eine positive Entscheidung im Sinne der Organisatoren gefällt hatte. Diese sprachen von einem rechtspolitischen Skandal. Am späten Sonntagabend wurden Tumulte gemeldet.
    US-Behörden lockern Verbot von Laptops bei Flügen:
    Die US-Regierung lässt die Mitnahme von Laptops und Tablets bei Flügen der Gesellschaft Etihad Airways aus Abu Dhabi wieder zu. Dies teilten die zuständigen Behörden in Washington mit. Die Fluglinie der Vereinigten Arabischen Emirate ist die erste, die von der Aufhebung eines entsprechenden Banns profitiert. Vor gut drei Monaten waren Kleincomputer in der Kabine bei Direktflügen von insgesamt zehn Airports in der Türkei, Nahost und Nordafrika verboten worden. Zuvor hatten Sicherheitsexperten davor gewarnt, dass Sprengsätze in den Laptops und Tablets versteckt werden könnten. Das Heimatschutzministerium hatte dann in der zurückliegenden Woche strengere Kontrollen des Handgepäcks als Bedingung für die Aufhebung des Banns angekündigt. Bei Flügen aus der EU in die USA wurde vorerst auf das geplante Verbot verzichtet.
    9 min

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