Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 25.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Israel baut umstrittene Metalldetektoren wieder ab:
    Nach tagelangen Protesten hat Israel die umstrittenen Metalldetektoren an den Zugängen zum Tempelberg in Jerusalem wieder entfernt. Im Laufe der Nacht hätten Polizisten die Detektoren abgebaut, bestätigte ein Polizeisprecher. Das israelische Sicherheitskabinett hatte zuvor dafür gestimmt, stattdessen andere Technologien zu installieren, die als weniger störend empfunden würden. Die Metalldetektoren waren vor gut einer Woche nach einem tödlichen Anschlag auf zwei Polizisten aufgestellt worden. Sie sollten den Waffenschmuggel auf den Tempelberg verhindern. Die Sicherheitsmaßnahme hatte die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern erheblich verschärft. Es kam zu schweren Unruhen, bei denen vier Palästinenser getötet wurden. Die Palästinenser-Regierung hatte aus Protest alle Kontakte zu Israel ausgesetzt. Das Areal ist gläubigen Muslimen und Juden gleichermaßen heilig. Auf ihm liegen die Al-Aksa-Moschee und der Felsendom sowie die jüdische Klagemauer.
    Sieben Tote bei Anschlag auf Sinai-Halbinsel:
    Bei einer Explosion in der Nähe eines Armee-Stützpunktes im Norden der Sinai-Halbinsel sind sieben Zivilisten getötet worden. Ein Panzer der Armee hatte ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug gewaltsam gestoppt, um einen drohenden Anschlag zu verhindern, berichtete die ägyptische Zeitung "Al-Ahram" unter Berufung auf einen Militärsprecher. In dem Fahrzeug sollen sich mehrere bewaffnete Extremisten und 100 Kilogramm Sprengstoff befunden haben. Wenn der Anschlag wie geplant durchgeführt worden wäre, hätten deutlich mehr Menschen ums Leben kommen können, hieß es. Zum Zeitpunkt der vereitelten Attacke standen einige Fahrzeuge von Zivilisten vor dem Kontrollpunkt Schlange. Angaben zu den Tätern gab es zunächst nicht. Ein Ableger der Terrormiliz "Islamischer Staat" hatte sich in der Vergangenheit mehrfach zu Anschlägen auf Sicherheitskräfte in der Region bekannt.
    Polens Regierung bleibt bei Justizreform:
    Trotz des Vetos von Staatspräsident Duda will die polnische Regierung am geplanten Umbau des Justizsystems festhalten. Wir werden nicht zurückrudern", sagte Ministerpräsidentin Beata Szydlo. Das Veto von Staatspräsident Andrzej Duda habe die Arbeiten an der Reform lediglich verlangsamt. Duda hatte nach Protesten in vielen polnischen Städten ein Veto gegen zwei von drei geplanten Gesetzen eingelegt. Er wolle damit den inneren Frieden wahren, sagte der Staatspräsident zur Begründung. Mit der Reform will die regierende nationalkonservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) das Justizwesen grundlegend umbauen. Unter anderem soll der Justizminister künftig selbst Richter am Obersten Gericht entlassen und ernennen können. Wegen der geplanten Justizreform hatte die EU-Kommission Warschau zuletzt mit Sanktionen gedroht, die bis zum Entzug von Stimmrechten auf europäischer Ebene führen könnten.
    Vierergruppe einigt sich auf Sofortmaßnahmen im Ukraine-Konflikt:
    Deutschland, Frankreich, Russland und die Ukraine haben sich nach Angaben der Bundesregierung auf Sofortmaßnahmen geeinigt, um den Friedensprozess in der Ukraine voranzubringen. Vorangegangen war demnach ein Telefonat der Staats- und Regierungschefs der Vierergruppe. Verletzungen des Waffenstillstands müssten umgehend aufhören, die Entflechtung der Truppen im Osten des Landes und der Abzug schwerer Waffen sollten als Priorität behandelt werden, heißt es. Die Umsetzung eines Friedensplans kommt seit Monaten nicht voran. In den vergangenen Wochen waren nach ukrainischen Militärangaben mehr als 20 Soldaten bei Kämpfen mit prorussischen Separatisten getötet worden. Der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko bekräftigte Kiews Forderung nach einer UN-Friedensmission. Der Westen hatte dies bislang immer abgelehnt.
    Deutschland erhöht Hilfen für Mossul um 100 Millionen Euro:
    Nach der Rückeroberung der Stadt Mossul durch die irakische Armee stockt Deutschland seine Hilfen auf. Allein in diesem Jahr würden 100 Millionen Euro zusätzlich in die Stabilisierung und den Wiederaufbau der Stadt gesteckt, sagte Entwicklungsminister Gerd Müller den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Bisher seien rund 50 Millionen Euro gezahlt worden. Schwerpunkte sind nach Angaben des CSU-Politikers die Wasser- und Stromversorgung, der Bau von Unterkünften und die medizinische Versorgung. Mossul stand drei Jahre lang unter der Kontrolle der Terrormiliz "Islamischer Staat". Nach monatelangen Kämpfen hatte die irakische Regierung die Stadt vor gut einem Monat für befreit erklärt. Seit Beginn der Gefechte sind mehr als eine Million Menschen aus Mossul und der umliegenden Region geflüchtet. Viele Teile der Stadt sind zerstört.
    10 min
  • 24.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Türkei: Prozess gegen inhaftierte "Cumhuriyet"-Journalisten beginnt:
    In der Türkei beginnt an diesem Montag der Prozess gegen ein Dutzend inhaftierte Journalisten der Zeitung "Cumhuriyet". Zu den angeklagten Mitarbeitern des regierungskritischen Blatts zählen der derzeitige Chefredakteur Murat Sabuncu, der langjährige Kommentator Kadri Gürsel und der Karikaturist Musa Kart. Ihnen wird die Unterstützung "terroristischer Gruppen" vorgeworfen. Der Prozess findet in Istanbul statt. Seit dem gescheiterten Putschversuch im Juli 2016 und der Verhängung des Ausnahmezustands gehen die türkischen Sicherheitskräfte mit besonderer Härte gegen kritische Journalisten vor. Auf der Rangliste zur Pressefreiheit der Organisation Reporter ohne Grenzen steht die Türkei derzeit auf Platz 155 - hinter Weißrussland und der Demokratischen Republik Kongo.
    Schäuble attackiert türkischen Präsidenten Erdogan:
    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat die Kritik am türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan verschärft. Dieser setze die jahrhundertelange Freundschaft zwischen der Türkei und Deutschland aufs Spiel, sagte Schäuble der "Bild"-Zeitung. Man könne sich nicht erpressen lassen, fügte der CDU-Politiker hinzu. Die Bundesregierung hatte in der vergangenen Woche einen Kurswechsel in der Türkei-Politik verkündet, nachdem dort nach dem "Welt"-Journalisten Deniz Yücel auch der Menschenrechtler Peter Steudtner aus Deutschland inhaftiert wurde.
    Mindestens 24 Tote bei Autobomben-Anschlag in Kabul:
    Bei einem Autobombenanschlag in Kabul sind mindestens 24 Menschen getötet und mehr als 40 verletzt worden. Die Bombe traf einen Bus, der Mitarbeiter des Bergbauministeriums transportierte, wie ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums mitteilte. Wer hinter der Tat steckt, blieb zunächst unklar. Nach ersten Erkenntnissen detonierte die Bombe im Viertel Gulai-e Dawachana, nahe dem Haus des stellvertretenden Regierungsgeschäftsführers Hadschi Mohammed Mohakek. Dieser blieb nach Auskunft seines Sprechers unversehrt. In der Nähe soll sich auch eine der vielen privaten Universitäten der Stadt befinden. Ob Studenten betroffen waren, blieb zunächst unklar. Es ist bereits der zehnte schwere Anschlag in der afghanischen Hauptstadt seit Jahresbeginn. Kabul verzeichnet landesweit die meisten zivilen Opfer von Anschlägen.
    Tote bei Schüssen in Israels Botschaft in Jordanien:
    Bei einer Schießerei auf dem Gelände der israelischen Botschaft in Jordanien sind Sicherheitskreisen zufolge zwei Menschen getötet worden. Beide sollen Jordanier sein. Unklar ist, ob der Vorfall im Zusammenhang mit dem jüngsten Gewaltausbruch zwischen Israelis und Palästinensern steht. Dabei geht es um den Zugang zum Tempelberg in Jerusalem, der Juden, Muslimen und Christen gleichermaßen heilig ist. Am Freitag waren dabei drei Israelis und drei Palästinenser getötet worden. Kurz danach hatten in Jordanien mehrere Tausend Menschen gegen Israel und die verschärften Sicherheitsvorkehrungen am Tempelberg demonstriert. In Jordanien leben viele palästinensische Flüchtlinge und deren Nachfahren.
    Dramatischer Appell an die USA zum Auftakt von Aids-Konferenz:
    Mit einem dramatischen Appell an die USA hat die internationale Konferenz zum Kampf gegen Aids in Paris begonnen. Die von US-Präsident Donald Trump angekündigten "drakonischen" Budgetkürzungen würden Leben kosten, sagte die Präsidentin der Internationalen Aids-Gesellschaft (IAS), Linda-Gail Bekker. Bei dem viertägigen Treffen in der französischen Hauptstadt beraten mehr als 6000 Wissenschaftler über Fortschritte bei der Bekämpfung der Immunschwächekrankheit. Die USA sind seit Jahren der größte Geldgeber im Kampf gegen Aids. Vergangenes Jahr gab Washington 4,9 Milliarden Dollar (4,2 Milliarden Euro) für HIV-Projekte weltweit aus.
    Erinnerung an die Toten des Loveparade-Unglücks in Duisburg:
    Mit einer so genannten "Nacht der 1000 Lichter" ist in Duisburg der Toten und Verletzten des Loveparade-Unglücks vor sieben Jahren gedacht worden. An der Gedenkstätte am Unglücksort wurden Hunderte Kerzen entzündet. Am 24. Juli 2010 waren am einzigen Ein- und Ausgang der Technoparade 21 Menschen erdrückt worden. Hunderte wurden verletzt. Im Laufe des heutigen Tages soll es eine weitere Gedenkfeier geben, die erstmals öffentlich ist.
    8 min
  • 22.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Gabriel betont Bedeutung der deutsch-türkischen Freundschaft:
    Nach seiner Ankündigung einer "Neuausrichtung" der deutschen Türkei-Politik hat sich Außenminister Sigmar Gabriel in einem offenen Brief an türkischstämmige Bürger in der Bundesrepublik gewandt. In dem in der "Bild"-Zeitung auf Deutsch und auf Türkisch abgedruckten Brief nennt Gabriel die Freundschaft zwischen Deutschen und Türken einen - so wörtlich - "großen Schatz". Der Verhaftung deutscher Staatsbürger in der Türkei könne die Bundesregierung jedoch nicht tatenlos zusehen. Die deutsche Reaktion richte sich aber nicht gegen die Menschen in der Türkei und gegen die Mitbürger mit türkischen Wurzeln in Deutschland, versicherte der SPD-Politiker. Nach zahlreichen Konflikten mit der Regierung in Ankara und zuletzt der Inhaftierung des deutschen Menschenrechtsaktivisten Peter Steudtner hatte das Auswärtige Amt am Donnerstag die Reisehinweise für die Türkei verschärft. Auch Wirtschaftshilfen und Exportgarantien für die Türkei sollen auf den Prüfstand gestellt werden.
    Polens Senat stimmt Justizumbau zu:
    Begleitet von landesweiten Protesten hat der polnische Senat das umstrittene Gesetz zur Neubesetzung des Obersten Gerichts verabschiedet. Nach 15-stündiger Debatte stimmten 55 Senatoren für die Vorlage der rechtsnationalistischen Regierung, 23 stimmten dagegen, zwei enthielten sich. Das Unterhaus hatte dem Entwurf bereits zugestimmt. Kritiker sehen in dem Gesetz einen Versuch der Regierung, Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit zu untergraben. Vor dem Parlamentsgebäude demonstrierten Regierungskritiker gegen das Gesetz. Die Vorlage, die noch von Präsident Andrzej Duda unterzeichnet werden muss, erlaubt dem von der Regierungspartei PiS gestellten Justizminister, Richter am Obersten Gericht abzuberufen und durch eigene Kandidaten zu ersetzen.
    Palästinenser brechen Beziehungen zu Israel ab:
    Als Reaktion auf verschärfte Sicherheitskontrollen am Jerusalemer Tempelberg hat die Palästinensische Autonomiebehörde alle Kontakte zu Israel eingefroren. Das teilte Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas nach einem Krisentreffen seiner Regierung mit. Hintergrund ist ein Streit um Metalldetektoren, die Israel nach einem tödlichen Anschlag auf zwei Polizisten kürzlich am Zugang zu der heiligen Stätte in Jerusalems Altstadt aufgestellt hatte. Muslimischen Männern unter 50 Jahren wurde der Zutritt zum Tempelberg ganz verwehrt. Bei Protesten nach dem Freitagsgebet waren in Ost-Jerusalem und im Westjordanland am Freitag insgesamt drei Palästinenser getötet worden. In einer jüdischen Siedlung erstach ein Angreifer drei Israelis. Der Täter sei erschossen worden, teilte die israelische Armee mit.
    Emir setzt im Katar-Konflikt auf Dialog:
    Im Streit mit seinen arabischen Kritikern schlägt das Golf-Emirat Katar versöhnliche Töne an. Man hoffe, den Konflikt im Dialog und auf dem Verhandlungsweg zu lösen, sagte Emir Tamim bin Hamad al-Thani in einer Fernsehansprache. Zugleich lobte er die Vermittlungsbemühungen Kuwaits. Anfang Juni hatten Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Ägypten ihre Beziehungen zu Katar abgebrochen. Die vier mit den USA verbündeten Länder werfen der Führung in Doha Terror-Finanzierung sowie eine zu große Nähe zu Saudi-Arabiens Erzrivalen Iran vor. Katar weist die Anschuldigungen zurück. Sein Land bekämpfe "schonungslos" islamistischen Terrorismus, versicherte Emir al-Thani.
    Trumps Sprecher Spicer wirft das Handtuch:
    Der umstrittene Pressesprecher von US-Präsident Donald Trump, Sean Spicer, hat seinen Rücktritt erklärt. Unmittelbar zuvor hatte sich Trump für den Finanzinvestor Anthony Scaramucci als neuen Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses entschieden. Laut Presseberichten war Spicer damit nicht einverstanden und wollte unter Scaramucci nicht Pressesprecher bleiben. Dem 45-Jährigen war von Medien und politischen Gegnern immer wieder vorgeworfen worden, irreführende oder falsche Informationen zu verbreiten. Spicers Posten übernimmt die bisherige Vize-Pressesprecherin Sarah Sanders.
    Polizeichefin von Minneapolis geht:
    Eine Woche nach den tödlichen Polizeischüssen auf eine unbewaffnete Frau in Minneapolis hat die Polizeichefin der US-Stadt ihren Rücktritt erklärt. Janee Harteau folgte damit einer Aufforderung der Bürgermeisterin, die ihr öffentlich das Misstrauen ausgesprochen hatte. Vor einer Woche hatten Polizisten in der größten Stadt des Bundesstaates Minnesota eine Australierin erschossen. Die 40-Jährige hatte die Beamten wegen eines mutmaßlichen Überfalls in der Nachbarschaft selbst gerufen. Warum die Polizisten auf sie schossen, ist unklar. Polizeichefin Harteau war in die Kritik geraten, weil sie sich tagelang nicht öffentlich zu dem Vorfall äußerte. Am Freitag gab es in Minneapolis erneut Proteste, die sich auch gegen die Bürgermeisterin richteten.
    9 min
  • 21.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Seebeben erschüttert Urlaubsregion in Griechenland:
    Ein starkes Seebeben hat in der Nacht zum Freitag die griechischen Inseln der Dodekanes und den Südwesten der Türkei erschüttert. Auf der Insel Kos seien mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen und 120 verletzt worden, berichtete das griechische Staatsradio. Die US-Erdbebenwarte (USGS) gab die Stärke des Bebens mit 6,7 an. Das türkische Fernsehen zeigte Aufnahmen von Menschen im Raum der Touristenstadt Bodrum, die in Panik auf die Straßen liefen. Das Zentrum des Bebens lag laut USGS nahe Bodrum in etwa zwölf Kilometer Tiefe. In der Nacht folgten mehrere schwächere Nachbeben. Bodrum liegt rund zehn Kilometer Luftlinie entfernt von Kos. Auf türkischem Boden schien es ersten Berichten zufolge keine Opfer gegeben zu haben.
    Deutschland legt offenbar Rüstungsprojekte mit der Türkei auf Eis:
    Deutschland hat einem Zeitungsbericht zufolge Rüstungsprojekte mit der Türkei auf Eis gelegt. Das betreffe sowohl bestehende als auch geplante Vorhaben, schreibt die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise. Die Bundesregierung lehnte eine Stellungnahme zunächst ab. Die Große Koalition hatte angekündigt, die Beziehungen zur Türkei auf den Prüfstand zu stellen, nachdem deutsche Bürger verhaftet und gegen deutsche Unternehmen Drohungen ausgesprochen worden waren. Bislang waren als erste konkrete Maßnahmen die Reise- und Sicherheitshinweise verschärft worden.
    Brüssel erhöht im Abgasskandal Druck auf Volkswagen:
    Brüssel erhöht im Abgasskandal den Druck auf Volkswagen. EU-Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska forderte offenbar alle 28 EU-Verkehrsminister in einem Brief auf, verpflichtende Rückrufaktionen von VW anzuordnen. Autos, die die EU-Normen nicht erfüllten, müssten 2018 "aus dem Verkehr gezogen werden", heißt es in dem Schreiben an die EU-Minister, das der "Wirtschaftswoche" und der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt. Die EU-Kommissarin kritisierte in ihrem Schreiben den VW-Konzern auch direkt. Sie habe Firmenchef Matthias Müller gebeten, ihr "detaillierte Daten über den aktuellen Stand der Rückrufaktion zukommen zu lassen." Erst kürzlich hatte Bienkowska in der Abgasaffäre um Dieselfahrzeuge von Daimler den deutschen Aufsichtsbehörden Versagen vorgeworfen.
    BKA zählt 690 islamistische Gefährder in Deutschland:
    Die Zahl islamistischer Gefährder in Deutschland hat sich laut Bundeskriminalamt (BKA) auf 690 erhöht. Das berichtet die "Frankfurter Rundschau". Noch im Februar hatte das Bundesinnenministerium fast 100 Gefährder weniger vermeldet. BKA-Präsident Holger Münch sagte, das größte Risiko eines terroristischen Anschlags gehe hierzulande von Islamisten aus. Die Gefahr terroristischer Anschläge von Links- oder Rechtsextremen halte er dagegen für gering. Trotzdem gebe es vor allem im rechten Spektrum durchaus das Risiko, dass sich terroristische Strukturen bilden könnten. Die wachsende Zahl von Straftaten gegen Asylbewerberunterkünfte in den vergangenen beiden Jahren unterstreiche das. Man müsse wachsam sein und verhindern, dass Personen in den Untergrund abglitten wie bei der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund.
    Tote und Verletzte bei Generalstreik in Venezuela:
    In Venezuela sind bei Auseinandersetzungen während des Generalstreiks mindestens zwei Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft starben ein 24-Jähriger in der Hauptstadt Caracas und ein 23-Jähriger in Valencia. Mit dem 24-stündigen landesweiten Ausstand will die Opposition des lateinamerikanischen Landes den Druck auf die sozialistische Regierung von Präsident Nicolás Maduro erhöhen. Konkret geht es darum, dass dieser am 30. Juli eine verfassunggebende Versammlung wählen lassen will. Die Opposition wirft Maduro vor, das Gremium mit eigenen Anhängern besetzen zu wollen, um sich so wörtlich "diktatorische Vollmachten", zu sichern. Seit April hat es in Venezuela ständig Massenproteste gegeben, bei denen fast 100 Menschen getötet wurden.
    "Linkin Park"-Sänger Chester Bennington tot aufgefunden:
    Der Sänger der Rockband "Linkin Park" ist tot. Medienberichten zufolge wurde Chester Bennington tot in seinem Anwesen nahe Los Angeles aufgefunden. Ein Polizeisprecher deutete Suizid als Todesursache an. Bennington litt in der Vergangenheit immer wieder an Depressionen. Der 41-Jährige hatte vor einigen Jahren offenbart, dass er als Kind sexuellen Missbrauch und Vernachlässigung erleben musste. Trotz des weltweiten Erfolgs seiner Band "Linkin Park" konsumierte er über Jahre hinweg große Mengen Alkohol und harte Drogen.
    10 min
  • 20.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.CIA liefert keine Waffen mehr an syrische Miliz:
    Die USA stoppen nach Angaben von Regierungsvertretern ein CIA-Programm zur Ausbildung und Bewaffnung syrischer Rebellengruppen, die gegen Machthaber Baschar al-Assad kämpfen. US-Präsident Donald Trump habe nach einem Treffen mit CIA-Chef Mike Pompeo und dem Nationalen Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster vor knapp einem Monat die Entscheidung gefällt, das CIA-Programm zu beenden, schrieb die "Washington Post". Die Insider betonten, dass das US-Militär weiter andere syrische Rebellengruppen ausbilden, bewaffnen und mit Luftangriffen unterstützen werde. Einer der Regierungsvertreter sagte, die Entscheidung sei Teil der Bemühungen der Regierung von Präsident Donald Trump, die Beziehungen zu Russland zu verbessern. Die Regierung in Moskau ist neben dem Iran der wichtigste Unterstützer Assads. Eine Sprecherin des Präsidialamts lehnte eine Stellungnahme ab, ebenso der Auslandsgeheimdienst CIA.
    Türkei veröffentlicht Syrien-Stützpunkte der USA:
    Die USA haben die Veröffentlichung interner Angaben zu ihrem Syrien-Einsatz in Staatsmedien des NATO-Partners Türkei kritisiert. Die Weitergabe "sensibler militärischer Informationen" setze die internationalen Truppen in Syrien einem "unnötigen Risiko" aus, sagte Pentagon-Sprecher Adrian Rankine-Galloway in Washington. Die Veröffentlichung gefährde den Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat". Anfang der Woche hatte die amtliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu Ortsangaben zu zehn US-Einsatzbasen in Nordsyrien veröffentlicht sowie die Besatzungsstärke der Stellungen. Die USA fürchten nun, diese könnten zum Ziel von Angriffen werden. Woher die Informationen stammen, ist unklar. Die USA setzen in ihrem Kampf gegen die Rebellen in Nordsyrien auch auf kurdische Verbände, die sie mit Waffen beliefern. Für die türkische Regierung sind die Kurdenkämpfer "Terrorgruppen".
    Bundesregierung will Kurs gegen Türkei verschärfen:
    Nach den jüngsten Verhaftungen von Menschenrechtlern in der Türkei droht die Bundesregierung dem NATO-Partner mit Konsequenzen. Was praktisch geschehen soll, will Bundesaußenminister Sigmar Gabriel am Vormittag in Berlin verkünden. Aufgrund der zugespitzten Lage hatte der SPD-Politiker eigens seinen Urlaub abgebrochen. Bereits am Mittwoch war der türkische Botschafter ins Auswärtige Amt zitiert worden. Dabei wurde ihm nach Angaben des Ministeriums "klipp und klar" mitgeteilt, dass die Verhaftungen des Deutschen Peter Steudtner und fünf weiterer Menschenrechtsaktivisten in Istanbul "weder nachvollziehbar noch akzeptabel" seien. Nach den Worten des SPD-Vorsitzenden Martin Schulz erwägt die Bundesregierung eine Verschärfung der Reisehinweise für die Türkei.
    Brasiliens Justiz dreht Ex-Präsident Lula den Geldhahn zu:
    Brasiliens Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat keinen Zugriff mehr auf sein Vermögen. Ein Gericht in der Hauptstadt Brasilia sperrte die Konten des Politikers der Arbeiterpartei und zog andere Vermögenswerte wie Immobilien, Fahrzeuge und ein Grundstück ein. Laut veröffentlichten Gerichtsunterlagen wird das Gesamtvermögen Lulas auf umgerechnet 3,8 Millionen Euro geschätzt. Vor einer Woche war der beim Volk weiterhin sehr beliebte Politiker im weitverzweigten Korruptionsskandal um den halbstaatlichen Ölkonzern Petrobras zu neuneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Lula, der das Urteil anfechten will, ist jedoch weiterhin nicht in Haft. Die Petrobras-Affäre erschüttert die brasilianische Politik seit Jahren. Auch der amtierende Präsident Michel Temer steht wegen Korruptionsvorwürfen unter Druck, mehrere Minister seiner Regierung traten bereits zurück.
    Amnesty kritisiert Folter in kamerunischen Militärcamps:
    Mehrere mutmaßliche Mitglieder der Islamistengruppe Boko Haram sind einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge in Gefängnissen in Kamerun getötet worden. Zudem hätten rund hundert Menschen angegeben, zwischen März 2013 und März 2017 von einer Elitetruppe und dem Geheimdienst in dem afrikanischen Land heimlich festgehalten und gefoltert worden zu sein, heißt es in einem Amnesty-Bericht. Boko Haram hat seinen Ursprung in Nigeria. Die mit der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) verbündeten Extremisten begehen aber auch in Kamerun, im Tschad und im Niger regelmäßig Anschläge.
    10 min
  • 19.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump und Putin sprachen ein zweites Mal beim G20-Gipfel:
    US-Präsident Donald Trump und sein russischer Kollege Wladimir Putin haben beim G20-Gipfel in Hamburg ein zweites, bislang nicht öffentlich bekanntgewordenes Gespräch geführt. Das US-Präsidialamt bestätigte zwar einen Bericht, wonach die beiden Männer während des privaten Dinners der Staats- und Regierungschefs miteinander sprachen. Es wies allerdings die Darstellung zurück, es habe sich um eine zweite, etwa einstündige Diskussion gehandelt. Vielmehr hätten die Männer nur ein "kurzes Gespräch" geführt. Trump habe dabei auf den russischen Übersetzer zurückgegriffen, weil der anwesende amerikanische kein Russisch gesprochen habe. Über das Treffen hatte zunächst der Präsident des Beratungsunternehmens Eurasia Group, Ian Bremmer, in einem Schreiben an Kunden berichtet.
    Trump will Huntsman als Botschafter in Russland:
    US-Präsident Donald Trump hat den ehemaligen Gouverneur von Utah, Jon Huntsman, als US-Botschafter in Moskau nominiert. Das teilte das Weiße Haus in Washington mit. Huntsman war unter früheren Präsidenten bereits Botschafter in Singapur und China. 2012 zählte er zu den Präsidentschaftsbewerbern der Republikaner. Der 57-Jährige ist Vorsitzender des Atlantic Council. Zudem sitzt er im Aufsichtsrat mehrerer Großunternehmen. Die Beziehungen zwischen den USA und Russland befinden sich seit Monaten in der Krise. Trump wird überdies vorgeworfen, sein Wahlkampfteam habe unerlaubte Kontakte zu Russland unterhalten. Mehrere Kongressausschüsse, die Bundespolizei FBI und ein Sonderermittler sind mit der Affäre befasst.
    Merkel: Türkei muss Menschenrechtler freilassen:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Inhaftierung des deutschen Menschenrechtlers Peter Steudtner in der Türkei verurteilt und seine Freilassung gefordert. Die Bundesregierung erkläre sich mit Steudtner und den anderen Verhafteten solidarisch, sagte die Kanzlerin. Auch die USA verurteilten die Entscheidung der Justiz. Eine Sprecherin des Außenministeriums erklärte, Strafverfolgungen wie diese höhlten die Reputation der Türkei als Rechtsstaat aus. Ein Richter in Istanbul hatte die Aktivisten am Dienstag wegen angeblicher Unterstützung einer terroristischen Vereinigung in Untersuchungshaft genommen. Steudtner und neun weitere Teilnehmer einer Tagung zum Thema IT-Sicherheit waren Anfang Juli festgenommen worden. Vier von ihnen kamen gegen Auflagen wieder frei.
    Erneut Verletzte bei Unruhen am Tempelberg:
    Bei erneuten Unruhen in der Nähe des Tempelbergs in Jerusalem sind in der Nacht zu Mittwoch 14 Palästinenser und zwei Polizisten verletzt worden. Hintergrund der angespannten Situation sind verschärfte Sicherheitschecks für Muslime am Tempelberg. Die Kontrollen hatte Israel am Sonntag nach einem blutigen Attentat am Freitag eingeführt. Ein Palästinenser sei von einem Gummimantelgeschoss schwer verletzt worden, teilte das Palästinensische Rote Kreuz mit. Polizisten wurden laut einer Polizeisprecherin mit Steinen und Brandflaschen beworfen. Die Fatah-Partei von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte für Mittwoch zu einem "Tag des Zorns" aufgerufen. Auch die radikalislamische Hamas und der Islamische Dschihad riefen zu Protesten und Gewaltakten gegen Sicherheitskräfte im Westjordanland und im Gazastreifen auf.
    Polens Präsident bremst umstrittene Justizreform aus:
    Die rechtskonservative Regierung in Polen stößt mit ihren umstrittenen Plänen zur Justizreform auf Widerstand bei Präsident Andrzej Duda. Der Staatschef verlangte überraschend, ein Gesetz zu überarbeiten, mit dem die Regierung ihren Einfluss auf die Besetzung von Richterstellen ausweiten will. In seiner jetzigen Form wirke das Gesetz "wie ein politisches Diktat" bei der Richterbesetzung, erklärte Duda. Er drohte damit, auch die geplante Reform des Obersten Gerichts zu blockieren, das dem Justizminister unterstellt werden soll. Am Abend gingen wieder tausende Menschen auf die Straßen, um für den Erhalt des Rechtsstaats in Polen zu demonstrieren. EU-Justizkommissarin Vera Jourova verlangte unterdessen, dem Land neue EU-Fördergelder nur auszuzahlen, wenn es Grundrechte und rechtsstaatliche Prinzipien einhalte.
    USA bereiten Sanktionen gegen Venezuela vor:
    Die USA bereiten Regierungskreisen zufolge Sanktionen gegen Venezuela vor, um den Druck für einen Verzicht auf die umstrittene Verfassungsreform zu erhöhen. Im Visier seien Verteidigungsminister Vladimir Padrino Lopez und weitere ranghohe Personen aus dem Umfeld der Führung des südamerikanischen Landes wegen Menschenrechtsverletzungen, verlautete aus den Regierungskreisen in Washington. Auch gegen den Vizechef der regierenden Sozialisten von Präsident Nicolas Maduro könne es Strafmaßnahmen geben. US-Präsident Donald Trump hatte der venezolanischen Regierung am Montag mit raschen Sanktionen gedroht, sollte sie ihre Pläne für eine verfassungsgebende Versammlung umsetzen, gegen die es seit Monaten zu Massendemonstrationen kommt. Bei den Protesten sind rund 100 Menschen getötet worden. Als Reaktion auf die Ankündigung berief Staatschef Maduro den nationalen Sicherheitsrat ein.
    10 min
  • 18.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Menschenrechtler in der Türkei inhaftiert:
    Ein türkisches Gericht hat Untersuchungshaft gegen die Landesdirektorin von Amnesty International und fünf weitere Menschenrechtler verhängt. Unter den sechs Inhaftierten sind neben der Amnesty-Direktorin Idil Eser auch ein Deutscher und ein Schwede, wie die Menschenrechtsorganisation mitteilte. Vier weitere Aktivisten habe der Haftrichter in Istanbul bis zu einem Prozess unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt. Die Staatsanwaltschaft hatte in der Nacht Untersuchungshaft für alle zehn Menschenrechtler verlangt. Sie warf den acht türkischen und zwei ausländischen Menschenrechtlern nach Amnesty-Angaben vor, eine Terrororganisation unterstützt zu haben, ohne deren Mitglied zu sein. Unklar blieb, um welche Terrororganisation es sich handeln sollte. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte die Menschenrechtler in die Nähe der Putschisten vom 15. Juli vergangenen Jahres gerückt. Beim G20-Gipfel in Hamburg hatte er gesagt, die Versammlung, bei der sie festgenommen wurden, habe in ihrem Charakter "einer Fortsetzung des 15. Juli" entsprochen.
    Gesundheitsreform von US-Präsident Donald Trump vorerst gescheitert:
    Die von US-Präsident Donald Trump geforderte Reform des Gesundheitssystems in den USA ist vorerst gescheitert. Am Montagabend erklärten zwei weitere republikanische Senatoren, sie würden gegen den Gesetzentwurf stimmen. Nachdem zuvor bereits zwei Parteikollegen ihren Widerstand angekündigt hatten, würden die Republikaner bei einer Abstimmung nicht mehr über die nötige Mehrheit verfügen. Jetzt wollen die Republikaner das von Trumps Vorgänger Barack Obama eingeführte System komplett aufheben. Der Anführer der Konservativen im US-Senat, Mitch McConnell, kündigte eine entsprechende Abstimmung in den kommenden Tagen an. Das Gesetz solle mit einer Verzögerung von zwei Jahren inkraft treten, um eine "stabile Übergangsphase" zu schaffen. Donald Trump hatte bis zuletzt auf eine Umsetzung der Reform gepocht. Der Ersatz von Obamacare durch ein stärker marktwirtschaftlich orientiertes Modell ist eines seiner zentralen Wahlkampfversprechen.
    Philippinischer Präsident Rodrigo Duterte will Kriegsrecht verlängern:
    Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte will das Kriegsrecht im von Dschihad-Kämpfern bedrohten Süden des Inselstaates bis zum Jahresende verlängern. Duterte kündigte in einem Brief an das Parlament an, dass die Regelung über die kommende Woche hinaus bis zum 31. Dezember ausgeweitet werden soll. Wegen Kämpfen mit bewaffneten Islamisten in der südphilippinischen Stadt Marawi hatte Duterte Mitte Mai über die Region Mindanao für 90 Tage das Kriegsrecht verhängt. Bei den Kämpfen gab es seither schon annähernd 600 Tote. Dem philippinischen Militär gelang es bislang nicht, die Stadt unter Kontrolle zu bringen. Mehr als 200 000 Menschen sind auf der Flucht. Nach philippinischem Recht kann der Präsident das Kriegsrecht nur für 90 Tage ausrufen. Einer Verlängerung muss der Senat zustimmen, zu dem beide Kammern des Parlaments gehören. Dies gilt angesichts der Mehrheitsverhältnisse jedoch als Formsache.
    Regierungsgegner wollen Venezuela lahmlegen:
    Die Opposition in Venezuela hat für Donnerstag zu einem Generalstreik aufgerufen. Damit wollen die Gegner von Präsident Nicolás Maduro eine von ihnen abgelehnte Verfassungsänderung verhindern. Die Opposition wirft Maduro vor, mit "diktatorischen Vollmachten" regieren zu wollen. Sie hatte am Montag bekanntgegeben, mehr als sieben Millionen Menschen hätten sich an einem Referendum gegen die Regierung beteiligt. 98 Prozent von ihnen hätten gegen die Verfassungsreform votiert. Maduro bezeichnete das Referendum als illegal und bedeutungslos. US-Präsident Donald Trump erklärte, falls die venezolanische Führung wie geplant Ende des Monats eine verfassunggebende Versammlung durchsetze, würden die USA "rasche und deutliche ökonomische Maßnahmen" ergreifen.
    Wohl deutsche IS-Kämpferinnen im Irak gefasst:
    Bei einer Militäroperation in der irakischen Stadt Mossul sind offenbar fünf Dschihadistinnen aus Deutschland gefasst worden. Ein Offizier der irakischen Anti-Terror-Kräfte berichtete von 20 Kämpferinnen des "Islamischen Staates" (IS), darunter fünf Deutsche. Auch Frauen aus Russland, der Türkei, Kanada und Tschetschenien gehörten zu der Gruppe. Die Sicherheitsbehörden prüfen Hinweise, wonach eine der Festgenommenen eine 16-Jährige aus dem sächsischen Pulsnitz ist. Sie war im Sommer 2016 verschwunden, kurz nachdem sie zum Islam konvertiert war. Die Staatsanwaltschaft in Dresden ermittelte gegen sie wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, stellte die Ermittlungen wegen Abwesenheit des Mädchens jedoch ein.
    Versicherungen schätzen Schäden durch G20-Gipfel auf zwölf Millionen Euro:
    Die beim G20-Gipfel in Hamburg verursachten Schäden belaufen sich nach Schätzungen von Versicherungen auf zwölf Millionen Euro. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Berücksichtigt seien dabei Schäden an Fahrzeugen, Wohngebäuden und Geschäften, die im Zuge der G20-Krawalle entstanden sind. Allein vier Millionen Euro entfallen demnach auf demolierte und ausgebrannte Autos. Rund um den zweitägigen Gipfel der Staats- und Regierungschefs der 19 größten Industrie- und Schwellenländer und der Europäischen Union Anfang Juli in Hamburg war es zu schweren Ausschreitungen gekommen.
    11 min
  • 17.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel verteidigt Hamburg als Ortswahl für G20-Gipfel:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel steht zu der umstrittenen Wahl Hamburgs als Ort des G20-Gipfels. Mit Blick auf die massiven Krawalle und Zerstörungen in Hamburg während des Gipfels sagte Merkel im ARD-Sommerinterview, sie drücke sich nicht vor der Verantwortung. Die Rücktrittsforderungen an den Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz halte sie für falsch, da sie selbst und die Bundesregierung Gastgeber gewesen seien. Inhaltlich sei sie mit dem Verlauf des Gipfels "sehr zufrieden" gewesen. In dem Interview bestand die Bundeskanzlerin auch auf dem deutschen Besuchsrecht für den türkischen NATO-Stützpunkt Konya. Vor wenigen Tagen hatte die Türkei einen geplanten Besuch von Bundestagsabgeordneten abgesagt. Merkel bekräftigte außerdem erneut, nach einem Wahlsieg bei der Bundestagswahl im September vier weitere Jahre regieren zu wollen.
    Südkorea geht auf Nordkorea zu:
    Südkorea hat dem verfeindeten Nachbarn Nordkorea vorgeschlagen, wieder Militärgespräche aufzunehmen, um Spannungen abzubauen. Das Verteidigungsministerium in Seoul schlug für den kommenden Freitag Verhandlungen auf nordkoreanischer Seite des Grenzortes Panmunjom vor. Ziel sei es, alle "feindseligen Handlungen" entlang der militärischen Demarkationslinie einzustellen. Beide Länder sind durch eine vier Kilometer breite Pufferzone voneinander getrennt. Vermutlich könnte ein Vorschlag sein, die Lautsprecher-Propaganda auf beiden Seiten der Grenze einzustellen. Das Ministerium warte noch auf Antwort aus Nordkorea, sagte ein Sprecher. Das südkoreanische Rote Kreuz will bald zusätzliche Gespräche führen, um die Familienzusammenführung zwischen beiden Ländern fortzusetzen. Südkoreas neuer Präsident Moon Jae In hatte bei seinem Wahlsieg im Mai erklärt, wieder stärker auf die Führung in Pjöngjang zugehen zu wollen.
    Venezolaner trotzen Gewalt bei Volksabstimmung:
    Mindestens 7,1 Millionen Menschen haben sich an dem Referendum gegen die sozialistische Führung unter Präsident Nicolás Maduro beteiligt. Das teilten die Organisatoren des Votums nach Auszählung von 95 Prozent der Stimmzettel mit. Vor mehreren Wahllokalen gingen Regierungsanhänger gewaltsam gegen Bürger vor. Mindestens eine Frau war vor einem Wahllokal getötet worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden bei dem Vorfall in der Hauptstadt Caracas vier weitere Menschen verletzt. Berichten örtlicher Medien zufolge hatten regierungsnahe bewaffnete Milizen dort von Motorrädern aus auf Bürger geschossen. Bei dem Votum geht es um einen Protest gegen den Kurs der sozialistischen Regierung von Präsident Nicolás Maduro. Der venezolanische Präsident hatte angekündigt, die Volksbefragung nicht anzuerkennen. Das südamerikanische Land wird seit Monaten von schweren Protesten erschüttert. Die Opposition wirft dem Staatschef vor, er wolle eine Diktatur errichten.
    Indische Abgeordnete wählen neuen Staatspräsidenten:
    In Indien wird an diesem Montag ein Nachfolger für Staatspräsident Pranab Mukherjee gewählt. Dafür stimmen die knapp 5000 Abgeordneten der Parlamente des Landes und der Bundesstaaten ab. Zur Wahl stehen Ram Nath Kovind, der von der Regierungspartei nominiert wurde, und die frühere Diplomatin und erste weibliche Parlamentspräsidentin Meira Kumar. Beide Kandidaten stammen aus der untersten Schicht des Kastenwesens, deren Angehörige früher als "Unberührbare" galten und heute Dalits genannt werden. Bereits von 1997 bis 2002 war ein Präsident aus dieser Bevölkerungsgruppe im Amt. Der indische Präsident ist Staatsoberhaupt, erfüllt aber vor allem repräsentative Aufgaben. Die Stimmen werden am kommenden Donnerstag ausgezählt.
    US-Regisseur und Gruselmeister George A. Romero tot:
    Der US-Regisseur George A. Romero ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Wie sein Manager Chris Roe mitteilte, ist der Filmemacher nach einem "kurzen, aber aggressiven Kampf" gegen Lungenkrebs "friedlich" im Schlaf gestorben. Der Filmemacher gilt als Vater der Zombie-Filme. 1968 schockte Romero mit seinem Regiedebüt in "Die Nacht der lebenden Toten". Er drehte ein Dutzend Gruselstreifen, darunter "Crazies", "Zombie" und "Land of the Dead". 2009 stellte Romero beim Filmfest in Venedig mit "Survival of the Dead" sein letztes Regiewerk vor.
    9 min
  • 15.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Neue Entlassungswelle in der Türkei:
    In der Türkei sind kurz vor dem ersten Jahrestag des jüngsten Putschversuchs Tausende weitere Staatsbedienstete entlassen worden. Betroffen seien insgesamt 7563 Polizisten, Soldaten und Ministeriumsmitarbeiter, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf ein am Freitag veröffentlichtes Dekret. Auch die Zeitung "Hürriyet" berichtete über den Vorgang. Die türkische Regierung geht seit dem gescheiterten Militärputsch gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan mit großer Härte gegen ihre Gegner vor. Bislang wurden etwa 50.000 Menschen festgenommen, weitere 100.000 wurden aus dem Staatsdienst entlassen oder suspendiert, darunter Lehrer, Richter, Soldaten und Polizisten.
    Türkei untersagt Abgeordneten-Besuch des NATO-Stützpunktes in Konya:
    Die Türkei hat Bundestagsabgeordneten einen Besuch auf dem NATO-Stützpunkt im türkischen Konya untersagt. Das Auswärtige Amt teilte sieben Mitgliedern des Verteidigungsausschusses mit, dass Ankara um eine Verschiebung der für Montag geplanten Reise gebeten habe. Ein neuer Termin wurde nicht genannt. Als Begründung gab die Türkei den derzeitigen Zustand der Beziehungen an. Die Absage erfolgte weniger als eine Woche nach dem Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Hamburg. Die Bundesregierung hatte dem Staatsoberhaupt verboten, um den G20-Gipfel herum zu seinen Landsleuten in Deutschland zu sprechen. In Konya sind zehn bis 15 deutsche Soldaten stationiert, die sich am Einsatz der "Awacs"-Aufklärungsflugzeuge der Nato im Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) beteiligen. Wegen eines Besuchsverbots für Abgeordnete auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt "Incirlik" hatte die Bundesregierung im Juni entschieden, die dort stationierten 260 Soldaten mit ihren "Tornado"-Flugzeugen abzuziehen. Die Verlegung nach Jordanien hat bereits begonnen.
    Zwei Deutsche bei Messerangriff im ägyptischen Hurghada getötet:
    Im ägyptischen Urlaubsort Hurghada sind zwei Frauen bei einer Messerattacke getötet und mehrere Urlauber verletzt worden. Nach Angaben des ägyptischen Staatlichen Informationsservices handelt es sich bei den beiden Getöteten um Deutsche. Dies wurde inzwischen auch vom Auswärtigen Amt in Berlin bestätigt. Der Angreifer war bisherigen Erkenntnissen des Innenministeriums zufolge von einem öffentlichen Bereich aus an einen Hotelstrand geschwommen und hatte dort mit dem Messer mehrere Gruppen angegriffen. Der Angreifer wurde überwältigt. Über sein Motiv ist noch nichts bekannt.
    Gedenken an Anschlag in Nizza am Nationalfeiertag:
    Frankreich hat an seinem Nationalfeiertag der Opfer des Lastwagen-Anschlags von Nizza vor genau einem Jahr gedacht. Bei der Zeremonie in der Stadt an der Mittelmeerküste wurden die Namen der 86 Ermordeten verlesen; anschließend hielten Angehörige und Spitzenpolitiker für eine Schweigeminute inne. Staatspräsident Emmanuel Macron erklärte, der Nationalfeiertag werde nie mehr völlig der gleiche sein. Bei dem Terroranschlag war ein 31-jähriger Angreifer mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge gerast, die das Feuerwerk anlässlich des Feiertages verfolgt hatte. Unter den Opfern waren auch zwei Schülerinnen und eine junge Lehrerin aus Berlin. Der Täter war von der Polizei erschossen worden.
    Nach G20-Krawallen: De Maizière will härteren Kurs gegen potenzielle Gewalttäter :
    Nach den Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière strengere Meldebestimmungen für potenzielle Gewalttäter gefordert. Krawallmachern sollte auferlegt werden, sich in bestimmten zeitlichen Abständen bei der Polizei zu melden, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Notfalls sollten ihnen auch Fußfesseln angelegt werden. Der Innenminister sprach sich zudem dafür aus, Hausbesetzungen schneller zu beenden.
    Tote und Verletzte bei Hochhausbrand auf Hawaii:
    Bei einem Hochhausbrand auf Hawaii sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Einsatzkräfte erlitten mehrere Anwohner Rauchvergiftungen. Das Feuer in dem 36-stöckigen Gebäude in Honolulu war am frühen Nachmittag Ortszeit im 26. Stock ausgebrochen. Mehr als 100 Feuerwehrleute kämpften mehrere Stunden lang gegen die Flammen. Nach Angaben des Feuerwehrchefs waren in dem 45 Jahre alten Gebäude keine Sprinkleranlagen verbaut. Zahlreiche Bewohner der insgesamt fast 600 Wohnungen werden noch vermisst. Vor einem Monat waren bei einem Hochhausbrand in London 80 Menschen gestorben.
    8 min
  • 14.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Macron und Trump betonen enge Beziehungen zwischen USA und Frankreich:
    US-Präsident Donald Trump und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron haben bei einem Treffen in Paris trotz einiger Konfliktpunkte ihren Willen zur Zusammenarbeit bekundet. Die Freundschaft zwischen ihnen und ihren Nationen sei unzerbrechlich, sagte Trump im Elysée-Palast. Macron verwies auf - so wörtlich - "Meinungsverschiedenheiten" beim Klimaschutz, betonte aber auch die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern auf vielen anderen Feldern. So gebe es bei Themen wie der "Sicherheit unserer Länder, dem Kampf gegen den Terrorismus, der Stabilität im Nahen Osten, in Libyen, in der Sahelzone" eine "gemeinsame Entschlossenheit". Am Abend aßen Trump und Macron mit ihren Ehefrauen im Sterne-Restaurant auf der zweiten Etage des Eiffelturms. An diesem Freitag ist Trump Ehrengast bei den Feiern zum Nationalfeiertag. An der traditionellen Militärparade auf den Champs-Élysées nehmen auch 200 US-Militärs teil.
    An Frankreichs Nationalfeiertag auch Gedenken an Nizza-Anschlag:
    Die Festlichkeiten zum Nationalfeiertag in Frankreich werden überschattet vom Terroranschlag von Nizza vor genau einem Jahr. Ein islamistischer Attentäter war nach dem Feuerwerk an der berühmten Promenade des Anglais mit einem Lastwagen durch die Menschenmenge gerast. Bei dem Anschlag waren 86 Menschen getötet und Hunderte verletzt worden. Zu den Gedenkfeiern kommt auch Präsident Emmanuel Macron in die Stadt an der Cote d`Azur. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hatte das Blutbad für sich reklamiert. Die Ermittler fanden zwar Anzeichen für eine islamistische Radikalisierung des Angreifers, aber keine Verbindungen zwischen ihm und dem IS.
    Rückschlag für Trumps Einreiseverbot - Weitere Ausnahmen angeordnet:
    Ein Bundesrichter auf Hawaii hat das unter US-Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot für Bürger aus sechs muslimischen Staaten noch weiter eingeschränkt. Auch Großeltern und andere Verwandte von bereits in den USA lebenden Personen müssten ins Land gelassen werden, ordnete Richter Derrick Watson in Honolulu an. Er präzisierte damit ein Urteil des Obersten Gerichtshofs von Ende Juni. Dieser hatte den Einreisebann für Bürger aus dem Iran, Libyen, Somalia, Sudan, Syrien und dem Jemen vorerst genehmigt, aber entschieden, dass Menschen mit engen Verbindungen weiterhin in die USA einreisen dürften. Die Regierung legte dies kurz vor Inkrafttreten so aus, dass die Ausnahmen lediglich für Eltern, Ehepartner, Verlobte, Kinder und Geschwister gälten. Andere Verwandte blieben außen vor. Der Bundesstaat Hawaii argumentierte vor Gericht, diese Interpretation sei zu kleinlich.
    Israelische Polizisten erschießen am Tempelberg drei Attentäter:
    Israelische Polizisten haben am Tempelberg in Jerusalem drei Attentäter erschossen. Die Palästinenser hätten auf die Sicherheitskräfte das Feuer eröffnet, teilten die Behörden mit. Die Angreifer seien in Richtung des Tempelbergs geflohen und von Polizisten getötet worden. Drei Menschen wurden zudem verletzt, zwei davon schwer. Der Tempelberg wurde laut Polizei geschlossen. Dies gelte auch für die Freitagsgebete der Muslime. Seit Beginn einer Gewaltwelle vor knapp zwei Jahren sind bei ähnlichen Attacken rund 300 Palästinenser getötet worden. Die meisten kamen bei ihren eigenen Anschlägen ums Leben. Mehr als 40 Israelis wurden in dem Zeitraum getötet.
    China wehrt sich gegen Kritik nach Tod Liu Xiaobos:
    Die chinesische Führung hat die internationale Kritik im Zusammenhang mit dem Tod des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo entschieden zurückgewiesen. "China ist ein Rechtsstaat", sagte der Sprecher des Pekinger Außenministeriums, Geng Shuang. Er forderte "die betroffenen Länder auf, die Souveränität der chinesischen Justiz zu respektieren". Liu war am Donnerstag im Alter von 61 Jahren an den Folgen einer Leberkrebserkrankung gestorben. Gut einen Monat zuvor war er nach mehr als acht Jahren in Haft aus dem Gefängnis in ein Krankenhaus in Shenyang verlegt worden. Die Bundesregierung hatte vergeblich seine Behandlung in Deutschland angeboten, auch die USA boten ihre Hilfe an. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel verlangte wie Frankreich und die USA, Lius unter Hausarrest stehende Witwe Liu Xia ausreisen zu lassen, wenn sie dies wünsche.
    Bundesregierung verurteilt Hinrichtungen in Japan:
    Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung hat die abermalige Vollstreckung der Todesstrafe in Japan scharf kritisiert. Die SPD-Politikerin Bärbel Kofler forderte die Regierung in Tokio auf, "die bisherige Praxis zu überdenken und die weitere Vollstreckung der Todesstrafe auszusetzen". Die Todesstrafe sei "eine unmenschliche und grausame Art der Bestrafung". Japans Justiz hatte am Donnerstag zwei wegen Mordes verurteilte Männer hängen lassen. Damit stieg die Zahl der Hinrichtungen seit dem Amtsantritt des konservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe Ende 2012 auf 19. Japan ist neben den USA das einzige große Industrieland, das weiterhin die Todesstrafe vollstreckt.
    9 min

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