Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 05.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA wollen neue UN-Sanktionen gegen Nordkorea:
    Die USA haben im UN-Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf mit schärferen Sanktionen gegen Nordkorea vorgelegt. Der Entwurf zielt auf die Exporteinnahmen des kommunistischen Landes ab. Laut Diplomaten soll am Samstag darüber abgestimmt werden. Pjöngjang soll der Geldhahn zugedreht werden, indem der Regierung rund eine Milliarde US-Dollar entzogen würde. Der Exportbann würde Ausfuhren von Kohle, Stahl, Eisen, Blei und Meeresfrüchten betreffen. Im Zuge des Konflikts mit Nordkorea hatte Washington zuletzt auch ein Verbot für US-Bürger verhängt, in das ostasiatische Land zu reisen. Dieses Verbot soll im September in Kraft treten.
    Ruandas Präsident Kagame im Amt bestätigt:
    Ruandas langjähriger Präsident Paul Kagame ist wie erwartet mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt worden. Der 59-Jährige erhielt bei der Präsidentschaftswahl mehr als 98 Prozent der abgegebenen Stimmen. Das teilte die Wahlkommission nach der Auszählung von rund 80 Prozent der Stimmen mit. Lediglich zwei unbekannte Gegenkandidaten waren zu der Wahl zugelassen gewesen. Der mit harter Hand regierende Kagame dominiert Ruandas Politik seit dem Ende des Völkermords 1994. Vor zwei Jahren holte er sich in einem Volksentscheid eine überwältigende Zustimmung für eine Verfassungsänderung. Sie ermöglichte ihm die Kandidatur für eine dritte Amtszeit.
    Klimaverhandlungen weiter mit Beteiligung der USA:
    Trotz ihres angekündigten Rückzugs aus dem Pariser Klimaschutzabkommen werden die USA auch weiterhin an internationalen Klimaverhandlungen teilnehmen. Die US-Regierung werde sich insbesondere an der kommenden jährlichen Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Bonn beteiligen, erklärte das Außenministerium. Es gehe darum, US-Interessen zu schützen. US-Präsident Donald Trump hatte Anfang Juni den Ausstieg seines Landes aus dem Klimaabkommen angekündigt und erklärt, sein Land werde die Vereinbarung "ab sofort" nicht mehr umsetzen. Zur Begründung sagte er, das Abkommen gehe einseitig zulasten der USA und koste dort Jobs.
    Mauretanien stimmt über Verfassungsreform ab:
    In Mauretanien sind rund 1,4 Millionen Menschen dazu aufgerufen, über eine umstrittene Verfassungsreform abzustimmen. Die Änderungen sehen unter anderem vor, das Oberhaus des mauretanischen Parlaments abzuschaffen und es durch einen Regionalrat mit gewählten Vertretern aus dem ganzen Land zu ersetzen. Die Opposition hat zum Boykott des Referendums aufgerufen. Sie wirft Mauretaniens Präsident Mohammed Ould Abdel-Aziz vor, die Verfassung ändern zu wollen, um nach Ablauf seiner Amtszeit 2019 noch einmal kandidieren zu können. Der Präsident wies dies zurück. In Mauretanien gibt es seit Wochen immer wieder Proteste gegen die geplante Verfassungsänderung. Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen kritisiert, dass dabei mehrfach Anführer der Demonstranten gewaltsam niedergeschlagen oder verhaftet wurden.
    Vorwürfe gegen Audi-Chef Stadler:
    In der Abgasaffäre gibt es einem Medienbericht zufolge konkrete Vorwürfe gegen Rupert Stadler, den Vorstandschef der VW-Tochter Audi. Stadler soll persönlich angeordnet haben, dass den US-Umweltbehörden Manipulationen im Umgang mit einem Abgasreiniger verschwiegen wurden, berichtet der Rechercheverbund aus NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung. Die Technik habe dazu geführt, dass der Abgasreiniger bei schneller Fahrweise gedrosselt wurde und umso mehr gesundheitsschädliche Stickoxide ausgestoßen worden seien. Nach US-Recht ist das illegal. Audi habe die Tricks erst nach und nach offengelegt, so der Rechercheverbund. Auf Anfrage bei Audi und VW zu den Vorwürfen hieß es, man habe "keine Hinweise auf Verfehlungen ehemaliger oder aktiver Vorstandsmitglieder".
    In Niedersachsen könnte es bald Neuwahlen geben:
    Nach dem überraschenden Wechsel einer Grünen-Abgeordneten zur CDU steht Niedersachsen vor vorgezogenen Neuwahlen. SPD-Ministerpräsident Stephan Weil sagte, er halte es für unabdingbar, dass der Landtag möglichst rasch seine Selbstauflösung beschließe. Die Neuwahl könnte dann auch bundespolitische Bedeutung bekommen. Als möglicher Termin gilt der Tag der Bundestagswahl am 24. September. Landeswahlleiterin Ulrike Sachs sagte, ein solches Datum sei theoretisch möglich. Eine Grünen-Abgeordnete hatte am Freitag ihren Wechsel zur CDU angekündigt. Weil Rot-Grün bislang nur über eine hauchdünne Mehrheit von einer Stimme verfügt, steht die Regierung von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) nun ohne Mehrheit da.
    Erster Sieger bei Leichtathletik-WM in London:
    Der britische Läufer Mo Farah hat die erste Goldmedaille der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London gewonnen. Über 10.000 Meter holte der gebürtige Somalier seinen sechsten WM-Titel. Der 34-Jährige siegte in der Weltjahresbestzeit von 26:49,51 Minuten. Supersprinter Usain Bolt legte bei seiner letzten WM-Teilnahme einen mäßigen Start hin. Der Jamaikaner gewann seinen 100-Meter-Vorlauf zwar locker in 10,07 Sekunden. Doch sieben Konkurrenten waren in den Vorläufen schneller als der Titelverteidiger. Am Samstag wird Bolt sein letztes Einzelrennen absolvieren.
    9 min
  • 04.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Russland-Untersuchung von US-Sonderermittler gewinnt offenbar an Fahrt:
    Die Untersuchung des US-Sonderermittlers Robert Mueller zur Russland-Affäre rund um Präsident Donald Trump gewinnt offenbar an Fahrt. Das "Wall Street Journal" berichtet, Mueller habe inzwischen eine sogenannte Grand Jury einsetzen lassen. Dabei handelt es sich um ein geheim tagendes Geschworenengericht. Es ist befugt, Beweismaterial einzuholen, Zeugen unter Eid zu vernehmen und Anklagen zu erheben. Mueller war im Mai eingesetzt worden, um die mutmaßlichen russischen Hackerangriffe zugunsten Trumps im Wahlkampf sowie die mögliche Verwicklung von Trump-Mitarbeitern in die russischen Interventionen zu untersuchen. Trump selbst bezeichnet die Russland-Affäre als beispiellose "Hexenjagd" gegen ihn und hat die Einsetzung des Sonderermittlers heftig kritisiert.
    Venezuela: Generalstaatsanwältin will Verfassungsversammlung stoppen:
    Mit einem Eilantrag will die venezolanische Staatsanwaltschaft die Einberufung der umstrittenen verfassungsgebenden Versammlung kurzfristig verhindern. Vor einem Gericht in der Hauptstadt Caracas beantragte Generalstaatsanwältin Luisa Ortega ein Verbot der für diesen Freitag geplanten konstituierenden Sitzung des Gremiums. Sie begründete den Antrag mit den jüngsten Vorwürfen der Wahlmanipulation. Sowohl die Opposition als auch die Firma Smartmatic, die die Wahlcomputer zur Verfügung gestellt hat, hatten von massivem Wahlbetrug gesprochen. Erste Prüfungen hätten den Verdacht erhärtet, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Mit der verfassungsgebenden Versammlung will sich der sozialistische Präsident Nicolas Maduro umfassende Vollmachten sichern. Die Wahl des Gremiums und das Vorgehen der Sicherheitskräfte am Wahltag waren international kritisiert worden.
    Erneut NATO-Soldat bei Selbstmordanschlag in Afghanistan getötet:
    Bei einem erneuten Selbstmordanschlag auf einen Militärkonvoi in Afghanistan ist ein NATO-Soldat getötet worden. Sechs weitere Menschen wurden bei dem Angriff im Qarabagh Distrikt in der Provinz Kabul verletzt, wie die NATO-Mission Resolute Support mitteilte. Die Soldaten befanden sich auf einer gemeinsamen Patrouille mit afghanischen Kräften, als der Attentäter den Anschlag verübte. Erst am Mittwoch waren bei einem Selbstmordanschlag der radikalislamischen Taliban auf einen NATO-Konvoi in Südafghanistan zwei US-Soldaten getötet und vier weitere verletzt worden. DieSicherheitslage in dem Land am Hindukusch hat sich zuletzt wieder drastisch verschlechtert.
    Wieder Großbrand in Wolkenkratzer in Dubai - Keine Opfer:
    In einem der höchsten Wolkenkratzer der Golfmetropole Dubai ist zum zweiten Mal binnen weniger Jahre ein Großbrand ausgebrochen. Das Hochhaus mit dem Namen "Torch Tower" - "Fackel-Turm" - fing in der Nacht zum Freitag Feuer. Die Stadt Dubai teilte Stunden später mit, dass der Brand gelöscht sei. Das Gebäude werde nun "abgekühlt". Es seien keine Verletzten gemeldet worden. Ein Video zeigte, wie etliche Etagen des Wohngebäudes in Flammen standen. Ein Polizeisprecher sagte, das Feuer sei in der 9. Etage des Gebäudes ausgebrochen. In dem 352 Meter hohen Wolkenkratzer mit rund 80 Stockwerken hatte es bereits 2015 gebrannt.
    China fordert Indien zu sofortigem Truppenabzug an Drei-Länder-Grenze auf:
    Der Streit zwischen China und Indien um die Grenze zwischen den beiden Atommächten und Bhutan spitzt sich weiter zu. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, forderte das chinesische Verteidigungsministerium Indien auf, seine Truppen "unverzüglich" von chinesischem Territorium abzuziehen. "Die chinesischen Streitkräfte werden die territoriale Souveränität und die Sicherheitsinteressen des Landes entschlossen schützen", zitierte die Agentur einen Ministeriumssprecher. Seit Wochen verschärft sich der Grenzkonflikt zwischen beiden Ländern. Konkret geht es um den Bau einer Straße durch die chinesische Volksarmee in einem von China und Bhutan beanspruchten Gebiet. China wirft Indien vor, Truppen auf chinesisches Territorium geschickt zu haben, um den Straßenbau zu verhindern. Angebliche Beweisfotos sollen indische Soldaten und Bulldozer vor Ort zeigen. Indiens Außenministerin Sushma Swaraj sprach von einer "direkten Herausforderung unserer Sicherheit", wenn China den Status quo im Drei-Länder-Gebiet ändern sollte. Bereits 1962 hatten Indien und China einen Krieg um Gebietsansprüche in der Himalaya-Region geführt.
    Präsidentschaftswahl in Ruanda hat begonnen:
    Im ostafrikanischen Ruanda hat die Präsidentschaftswahl begonnen. Die Wiederwahl des langjährigen Staatschefs Paul Kagame gilt als sicher. 2015 hatte sich der 59-Jährige in einem Referendum eine überwältigende Zustimmung für eine Verfassungsänderung geholt. Diese erlaubt ihm eine dritte Amtszeit. Einzige Gegenkandidaten sind der Grünen-Chef Frank Habineza und der parteilose Philippe Mpayimana. Kagame dominiert die Politik des Landes, seit er 1994 mit seiner damaligen Rebellengruppe FPR die Regierung aus Hutu-Extremisten stürzte und damit den Völkermord an 800.000 Tutsi und gemäßigten Hutu beendete. Im Jahr 2000 wurde er erstmals zum Präsidenten gewählt, zuvor war er Vizepräsident und Verteidigungsminister. Kagame genießt aufgrund des rasanten Wirtschaftswachstums und der Entwicklungsfortschritte Ruandas hohe Popularität. Kritiker werfen ihm jedoch vor, mit harter Hand zu regieren und die Meinungsfreiheit massiv einzuschränken. Zu der Wahl sind knapp sieben Millionen Menschen aufgerufen.
    11 min
  • 03.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Moskau vergleicht US-Sanktionen mit Handelskrieg:
    Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat die neuen US-Sanktionen gegen sein Land mit einem Handelskrieg gleichgesetzt. Die Strafmaßnahmen hätten die Hoffnungen zerschlagen, dass sich die Beziehungen zur neuen amerikanischen Führung verbessern würden, teilte Medwedew über Facebook mit. Das Außenministerium in Moskau erklärte, Versuche, Druck auszuüben, seien nicht geeignet, den Kurs Russlands zu ändern. Das Land behalte sich das Recht vor, neue Gegenmaßnahmen zu ergreifen. US-Präsident Donald Trump hatte trotz Vorbehalten die Gesetzesvorlage des Kongresses unterzeichnet und damit verschärfte Sanktionen in Kraft gesetzt. Mit diesen soll Russland für die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim und wegen der mutmaßlichen Einflussnahme auf den US-Präsidentschaftswahlkampf bestraft werden.
    Iran verurteilt neue US-Sanktionen:
    Die neuen US-Sanktionen gegen den Iran verstoßen laut der Regierung in Teheran gegen das 2015 nach jahrelangen Verhandlungen unterzeichnete internationale Atomabkommen. Der Sanktionsbeschluss sei eine Verletzung dieser Übereinkunft, sagte Vizeaußenminister Abbas Araghtschi im staatlichen Fernsehen. Teheran werde darauf "angemessen" reagieren. US-Präsident Donald Trump hatte das Gesetz, das auch Strafmaßnahmen gegen Russland und Nordkorea beinhaltet, am Mittwoch unterzeichnet. Die USA begründen es mit Teherans Umgang mit Menschenrechten, der Unterstützung der libanesischen Hisbollah-Miliz und dem iranischen Raketenprogramm. Das Atomabkommen von 2015 sieht die Aufhebung eines Teils der internationalen Sanktionen und im Gegenzug eine Einschränkung des iranischen Atomprogramms vor. US-Präsident Trump bezeichnete das Abkommen mehrfach als schlechteste Vereinbarung aller Zeiten.
    Ermittlungen wegen Verdachts auf Wahlbetrug in Venezuela:
    Wegen des Verdachts eines millionenfachen Betrugs bei der Wahl zur verfassunggebenden Versammlung hat die venezolanische Generalstaatsanwaltschaft Ermittlungen gegen die Regierung und die Wahlbehörde eingeleitet. Die britische Herstellerfirma der Wahlcomputer hatte zuvor erklärt, die Zahlen zur Beteiligung seien eindeutig manipuliert worden. Demnach ist die Zahl der abgegebenen Stimmen viel niedriger als von der Wahlbehörde angegeben. Unterdessen hat Staatschef Nicolás Maduro die konstituierende Sitzung der umstrittenen neugewählten verfassunggebenden Versammlung auf Freitag verschoben. Zur Begründung sagte er, die Sitzung solle friedlich und in Ruhe stattfinden. Die Opposition erkennt die Versammlung nicht an und hat zu Massenprotesten dagegen aufgerufen.
    Brasiliens Präsident Temer entgeht Amtsenthebung:
    Trotz Korruptionsvorwürfen bleibt der brasilianische Präsident Michel Temer im Amt. Bei der Abstimmung im Parlament über seine Immunität lehnte die Mehrheit es ab, ihn vor Gericht zu stellen. Die Opposition hätte eine Zwei-Drittel-Mehrheit gebraucht, um ein Korruptionsverfahren zu ermöglichen. Die Staatsanwaltschaft hatte Temer Ende Juni förmlich angeklagt, vom weltweit größten Fleischkonzern JBS Bestechungsgelder angenommen zu haben. Der konservative Politiker beteuert seine Unschuld. In Brasilien wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Korruptionsskandale aufgedeckt. Temers Vorgängerin Dilma Rousseff wurde deswegen des Amtes enthoben. Zahlreiche Manager und Politiker stehen in verschiedenen Korruptionskomplexen unter Anklage.
    Enttäuschung über Ergebnisse des Berliner Diesel-Gipfels:
    Die beim Diesel-Gipfel von der Automobilbranche zugesagten Nachbesserungen zur Schadstoff-Senkung haben scharfe Kritik ausgelöst. In Berlin hatten die deutschen Hersteller eine neue Abgas-Software für rund 5,3 Millionen Autos zugesagt, um den Ausstoß des Atemgiftes Stickoxid zu verringern. Aufwendige Umbauten am Motor, die wesentlich teurer wären, lehnte die Branche ab. Umweltschützern und der Opposition gehen die Maßnahmen nicht weit genug. Die Deutsche Umwelthilfe kündigte an, ihre Klagen gegen den Diesel weiter zu verfolgen. Fahrverbote seien unvermeidlich. Grünen-Chef Cem Özdemir sagte, für saubere Luft reichten Software-Updates alleine nicht. Linkspartei-Chef Bernd Riexinger nannte den Gipfel eine "Farce". Auch für Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sind die Vereinbarungen vom Mittwoch nur ein erster Schritt. Die SPD-Politikerin forderte die Hersteller auf, auch Umrüstungen am Motor ins Auge zu fassen.
    9 min
  • 02.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump macht Maduro für Schicksal der Oppositionsführer verantwortlich:
    US-Präsident Donald Trump hat den venezolanischen Machthaber Nicolas Maduro persönlich für das Schicksal der inhaftierten Oppositionspolitiker verantwortlich gemacht. Trump bezeichnete die Politiker Leopoldo Lopez und Antonio Ledezma als "politische Gefangene". Sie würden von der venezolanischen Regierung illegal in Haft gehalten. Lopez und Ledezma waren zuvor vom Hausarrest in Haft genommen worden. Das oberste Gericht in Venezuela hatte dies mit Fluchtgefahr begründet. Maduro will sich mit einer am Wochenende abgehaltenen Wahl einer verfassunggebenden Versammlung weitreichende Machtbefugnisse sichern. Die USA stufen ihn als De-facto-Diktator ein und verhängten Sanktionen gegen ihn.
    Trump half Trump Jr. bei Erklärung zu Russland-Kontakten:
    Das Weiße Haus hat eingeräumt, dass Präsident Donald Trump seinem ältesten Sohn bei einer Stellungnahme zu dem umstrittenen Treffen mit einer russischen Anwältin geholfen hat. Der Präsident habe sich eingebracht, er habe aber nicht diktiert, was er schreiben solle, sagte Trumps Sprecherin Sarah Sanders. Die "Washington Post" hatte zuvor berichtet, Trump habe seinem Sohn die Stellungnahme diktiert. Darin spielte Trump Jr. das Treffen mit einer russischen Anwältin im Juni 2016 herunter. Bei dem Gespräch sei es lediglich um ein Adoptionsprogramm für russische Kinder gegangen, und dies sei zur damaligen Zeit kein Wahlkampfthema gewesen, hieß es. Unter wachsendem Druck legte der Präsidentensohn schließlich seinen damaligen E-Mail-Wechsel offen. Daraus geht hervor, dass er dem Treffen zugestimmt hatte, weil ihm kompromittierendes Material über die Konkurrentin seines Vaters, die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, versprochen worden war.:
    US-Außenminister: Machtwechsel in Nordkorea nicht unser Ziel:
    Angesichts der wachsenden Spannungen mit Nordkorea ist US-Außenminister Rex Tillerson um Zurückhaltung bemüht. Vor Journalisten in Washington richtete er einen Appell an die Führung in Pjöngjang und bekräftigte, dass die USA nicht ihren Sturz beabsichtigten. Auch arbeiteten die USA nicht auf "eine beschleunigte Wiedervereinigung" von Nord- und Südkorea hin, und ebensowenig suche Washington einen Vorwand, um sein Militär Richtung Norden zu schicken, sagte Tillerson. Zugleich forderte er Nordkorea auf, sein atomares Raketenprogramm zu beenden. Zeitgleich zu seinem Auftritt äußerte sich auch Präsident Donald Trumps Sprecherin Sarah Sanders zu Nordkorea. Sie betonte, es lägen nach wie vor alle Optionen auf dem Tisch. Diese Formulierung schließt eine Militäraktion ein.
    US-Senat bestätigt Christopher Wray als neuen FBI-Chef:
    Der US-Senat hat die Ernennung von Christopher Wray zum neuen FBI-Chef mit großer Mehrheit bestätigt. 92 Senatoren stimmten in Washington für den 50-Jährigen, fünf waren gegen die Nominierung. Wray tritt an der Spitze der US-Bundespolizei die Nachfolge des im Mai von US-Präsident Donald Trump entlassenen James Comey an. Sein Amtsantritt erfolgt in politisch unruhigen Zeiten. Trump sieht sich wegen der Entlassung Comeys dem Vorwurf ausgesetzt, er habe sich unstatthaft in die FBI-Ermittlungen zur Russland-Affäre eingemischt. Der neue FBi-Chef versprach, er werde für die "strikte Unabhängigkeit" der Polizeibehörde einstehen.
    Amnesty beklagt Verfolgung von Menschenrechtlern im Iran:
    Kurz vor der Vereidigung des iranischen Präsidenten Hassan Rohani zu seiner zweiten Amtszeit hat Amnesty International eine Verschlechterung der Menschenrechtslage im Iran beklagt. Trotz Rohanis Versprechen bei seinem Amtsantritt 2013, sich für die Menschenrechte einzusetzen, habe sich die Verfolgung von Menschenrechtlern in seiner ersten Amtszeit sogar noch verschärft, kritisierte die Organisation in einem neuen Bericht. Menschenrechtsaktivisten würden als "ausländische Agenten" und "Verräter" diffamiert und vielfach zu Haftstrafen von mehr als zehn Jahren verurteilt, beklagte Dieter Karg, Iran-Experte von Amnesty in Deutschland. Die Verfahren vor Revolutionsgerichten fänden hinter geschlossenen Türen statt und dauerten oft nur wenige Minuten. Angeklagte hätten keinen Zugang zu Anwälten und würden auch gefoltert, um Geständnisse zu erpressen.
    Sozialbericht im Kabinett: Mehr als 900 Milliarden Sozialausgaben:
    Deutschland hat im vergangenen Jahr 918 Milliarden Euro für Sozialleistungen ausgegeben. Das geht aus dem Sozialbericht 2017 hervor, den das Bundeskabinett verabschieden will. Trotz Rekordbeschäftigtung steigen die Ausgaben im Vergleich zu 2015 um 3,7 Prozent. Laut "Handelsblatt" könnten die Sozialausgaben bis zum Ende der kommenden Legislaturperiode die Billionengrenze überschreiten. Der Arbeitgeberverband BDA hatte in der vergangenen Woche vor rapide steigenden Sozialabgaben zulasten von Arbeitsplätzen gewarnt. Der Sozialverband VdK hielt nun dagegen, dass hohe Sozialleistungen trotz geringer Arbeitslosigkeit ein deutlicher Hinweis auf viele schlecht bezahlte Jobs seien.
    Letzter offizieller Auftritt von Prinz Philip:
    Prinz Philip, der Ehemann der britischen Königin, geht mit 96 Jahren in den Ruhestand. Er hat am Nachmittag seinen letzten offiziellen Termin. Dabei wird er an einer Parade der Königlichen Marine teilnehmen, deren Oberhaupt er seit 1953 ist. Die Veranstaltung vor dem Buckingham-Palast in London ist der Abschluss einer Spendenaktion. Nach Angaben des Palastes absolvierte Philip seit 1952 insgesamt mehr als 22.000 eigene Termine. Er hielt über 5000 Reden und unternahm rund 640 Auslandsreisen. Philip ist seit fast 70 Jahren mit Elizabeth II. verheiratet. Der dienstälteste britische Prinzgemahl mit deutschen Wurzeln hatte im Mai angekündigt, sich zurückziehen zu wollen.
    11 min
  • 01.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Angehörige: Zwei führende Oppositionelle in Venezuela festgenommen:
    In Venezuela sind zwei führende Oppositionelle nach Angaben ihrer Angehörigen festgenommen worden. Agenten des Inlandsgeheimdienstes hätten Leopoldo López und Antonio Ledezma festgenommen, teilten ihre Familien mit. Beide befanden sich zuletzt unter Hausarrest. Am Sonntag hatte die umstrittene Wahl der 545 Mitglieder einer verfassungsgebenden Versammlung stattgefunden. Trotz blutiger Proteste und Betrugsvorwürfen plant Präsident Nicholas Maduro eine Verfassungsreform, die das Land laut Kritikern in eine Diktatur stürzen könnte. Die Opposition boykottierte die Wahl, aufgestellt wurden fast nur den Sozialisten nahestehende Kandidaten. Es wird erwartet, dass die Gewaltenteilung aufgehoben werden könnte. Die USA haben Sanktionen gegen Maduro verhängt.
    Trumps Kommunikationschef Scaramucci gefeuert:
    Nach nur zehn Tagen im Amt hat der Kommunikationschef von US-Präsident Donald Trump, Anthony Scaramucci, den Posten wieder geräumt. Das bestätigte das Weiße Haus. Scaramucci wolle damit dem neuen Stabschef John Kelly einen unbelasteten Start ermöglichen, hieß es in einer Mitteilung. Kelly solle die Gelegenheit bekommen, sein eigenes Team aufzubauen. US-Medien berichteten, die Entlassung des umstrittenen 53-Jährigen sei auf Drängen des wenige Stunden zuvor vereidigten Stabschefs erfolgt. Es blieb zunächst unklar, wer auf Scaramucci folgen soll. In der vergangenen Woche hatte sich Scaramucci in einem Interview äußerst unflätig über Trumps Stabschef Reince Priebus geäußert. Einen Tag später gab Priebus sein Amt auf.
    Mitarbeiter von Wahlkommission in Kenia ermordet:
    Eine Woche vor den Wahlen in Kenia ist der Leiter des elektronischen Wahlsystems tot aufgefunden worden. Es bestehe kein Zweifel, dass Christopher Msando gefoltert worden sei, sagte der Chef der Wahlkommission, Wafula Chebukati. Am 8. August ist die Bevölkerung des ostafrikanischen Landes aufgerufen, Präsident und Parlament neu zu bestimmen. Heftige Anfeindungen zwischen den Lagern von Regierung und Oppositon prägen den Wahlkampf. Die Regierung wirft der Opposition vor, das Land spalten zu wollen und zu Gewalt anzustacheln. Bei der Präsidentschaftswahl zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Amtsinhaber Uhuru Kenyatta und dessen langjährigem Rivalen Raila Odinga ab.
    Seenotretter verweigern Zustimmung zu Verhaltenskodex im Mittelmeer:
    Die meisten Hilfsorganisationen wie "Ärzte ohne Grenzen" oder die deutsche Organisation "Jugend Rettet" haben den von Italien ausgearbeiteten Verhaltenskodex für Rettungsaktionen im Mittelmeer nicht unterschrieben. Mit dem Kodex will die Regierung in Rom Hilfsaktionen für Migranten besser regeln. Die privaten Seenotretter fühlen sich dadurch jedoch kriminalisiert. Besonders umstritten bei den Gesprächen im Innenministerium war, dass nach dem Kodex bewaffnete Polizisten auf den Booten mitfahren und Transfers von kleineren Rettungsbooten auf größere erschwert werden sollen. Das Engagement der privaten Helfer war in den vergangenen Monaten immer wieder kritisiert worden, weil Einsätze immer näher an derlibyschen Küste stattfinden und ihr Engagement angeblich mehr Flüchtlinge anzieht. Eindeutige Belege gibt es dafür jedoch nicht.
    Spaniens Justiz untersagt Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien:
    Das spanische Verfassungsgericht hat dem in Katalonien geplanten Unabhängigkeitsreferendum erneut einen Riegel vorgeschoben. Die Richter setzten eine erst vergangene Woche vom katalanischen Regionalparlament beschlossene Reform wieder außer Kraft, wie in Madrid offiziell mitgeteilt wurde. Die aufgehobene Regelung sah vor, dass in Barcelona eine schnellere Verabschiedung des Referendumsgesetzes ohne vorherige Debatten möglich gewesen wäre. Die Separatisten planen das Referendum für den 1. Oktober. Das Gericht in Madrid gab mit der Entscheidung einer Verfassungsklage der Zentralregierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy statt. Der konservative Politiker hat schon mehrfach betont, die Abspaltung der wirtschaftsstärksten Region Spaniens werde unter keinen Umständen zugelassen.
    Paris richtet 2024 Olympische Sommerspiele aus:
    Erst Paris, dann Los Angeles: Die Olympischen Spiele 2024 werden in Frankreichs Hauptstadt ausgerichtet. Das kalifornische Los Angeles ist dann als Gastgeber der Sommerspiele 2028 vorgesehen. Eine entsprechende Vereinbarung bestätigte das Internationale Olympische Komitee (IOC). IOC-Präsident Thomas Bach hatte die Doppelvergabe vorangetrieben. Der Vertrag muss noch von der Vollversammlung der IOC-Mitglieder am 13. September in der peruanischen Hauptstadt Lima gebilligt werden. Ein Beschluss gilt als Formsache. 1900 und 1924 war Paris schon zwei Mal Gastgeber. Auch in Los Angeles wurden die Spiele schon zwei Mal ausgetragen - 1932 und 1984. Beide Städte wollen auf bestehende Wettkampfstätten zurückgreifen.
    Opel-Übernahme durch französischen PSA-Konzern perfekt:
    Der Verkauf von Opel an den französischen Autokonzern PSA ist abgeschlossen. Der Rüsselsheimer Autobauer ist nun Teil der PSA-Gruppe, wie beide Unternehmen mitteilten. Opel-Chef Michael Lohscheller sprach von einem "historischen Tag". Er versprach, das Unternehmen bis 2020 wieder profitabel zu machen. PSA hatte im März angekündigt, Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall vom US-Autoriesen General Motors übernehmen zu wollen. Das GM-Europageschäft ist seit Jahren defizitär. Als Kaufsumme flossen 1,3 Milliarden Euro.
    11 min
  • 31.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA und Japan einigen sich auf härtere Maßnahmen gegen Nordkorea:
    Nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas haben sich US-Präsident Donald Trump und Japans Premierminister Shinzo Abe auf die Notwendigkeit weiterer Aktionen gegen das isolierte Land geeinigt. Pjöngjang sei über wiederholte Bemühungen um eine friedliche Lösung des Konflikts "hinweggetrampelt", so Abe. Der 62-Jährige rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, den Druck auf das Land zu erhöhen. Zuvor hatte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats abgelehnt. Eine Dringlichkeitssitzung einzuberufen sei nicht sinnvoll, wenn diese keine Ergebnisse produziere, sagte Haley. Zugleich forderte sie China dazu auf, endlich härtere Sanktionen gegen Pjöngjang mitzutragen. Nordkorea hatte am Freitag zum zweiten Mal innerhalb eines Monats eine Interkontinental-Rakete abgefeuert. Die USA und Südkorea reagierten mit einem gemeinsamen Manöver. Nach Angaben des US-Pazifikkommandos ließ Washington außerdem zwei Langstreckenbomber vom Typ B-1B die koreanische Halbinsel überfliegen.
    Putin weist 755 US-Diplomaten aus dem Land:
    Als Reaktion auf die neuen Sanktionen der Vereinigten Staaten hat der russische Präsident Wladimir Putin 755 US-Diplomaten und Botschaftsmitarbeiter zur Ausreise aufgefordert. Die Ausreise müsse bis zum 1. September erfolgen, sagte Putin im Fernsehen. Bereits am Freitag hatte das Außenministerium mitgeteilt, die Zahl der Mitarbeiter bei der US-Botschaft und den drei Konsulaten in Russland müsse auf 455 sinken. So viele Diplomaten hat Moskau in den USA. Putin betonte, er habe eine ganze Weile auf positive Veränderungen in den bilateralen Beziehungen gewartet. Diese seien aber in nächster Zeit nicht zu erwarten. Der US-Senat hatte am Donnerstag trotz Kritik aus Europa mit großer Mehrheit schärfere Sanktionen gegen Moskau beschlossen. Damit will er die Annexion der ukrainischen Krim und die mutmaßliche Einmischung Moskaus in die US-Präsidentenwahl abstrafen. Die Sanktionen treten erst in Kraft, wenn Präsident Donald Trump sie unterzeichnet hat. Dies hat er angekündigt.
    Zypries rügt US-Sanktionen gegen Russland als "völkerrechtswidrig":
    Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries hat die geplanten US-Sanktionen gegen Russland erneut kritisiert und den Vereinigten Staaten mit Gegenmaßnahmen gedroht. Das Gesetz sehe auch Sanktionen gegenüber deutschen und europäischen Unternehmen vor, sagte Zypries. Dies sei "völkerrechtswidrig". Die Amerikaner könnten nicht deutsche Unternehmen bestrafen, weil die sich in einem anderen Land wirtschaftlich betätigten. Zypries bekräftigte, man wolle keinen Handelskrieg. Da die Amerikaner die Linie der gemeinsamen Sanktionen verließen, sei es richtig, "wenn die EU-Kommission jetzt Gegenmaßnahmen prüft". Europa sei "bereit, auch kurzfristig Gegenmaßnahmen zu ergreifen - auch auf anderen Gebieten". Der US-Senat hatte am Donnerstag trotz Kritik aus Europa mit großer Mehrheit schärfere Sanktionen gegen Moskau beschlossen. Damit will er die Annexion der ukrainischen Krim und die mutmaßliche Einmischung Moskaus in die US-Präsidentenwahl abstrafen.
    Mindestens neun Tote bei Protesten am Wahltag in Venezuela:
    Die Wahl zu einer verfassunggebenden Versammlung in Venezuela ist von Gewaltakten überschattet gewesen. Mindestens neun Menschen wurden getötet, wie die Justizbehörden mitteilten. Die Opposition spricht sogar von mindestens 15 Todesopfern. Im Westen der Hauptstadt Caracas rückte die Nationalgarde aus, um Straßenblockaden zu entfernen. Die Gardisten setzten Tränengas und Gummigeschosse ein. Gewaltsame Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizisten gab es auch in den Städten Maracaibo und Puerto Ordaz. Bei der Wahl am Sonntag sollten die 545 Mitglieder der verfassunggebenden Versammlung bestimmt werden. Die Opposition wirft Präsident Nicolás Maduro vor, er wolle sich "diktatorische Vollmachten" sichern. Maduro hingegen erklärte, die neue Verfassung solle dazu beitragen, die schwere Krise in dem Land beizulegen. Die Opposition hatte zum Boykott der Abstimmung aufgerufen.
    Zweiter Tropensturm wütet über Taiwan und China:
    In Taiwan hat der Wirbelsturm "Haitang" nach Behördenangaben für Überschwemmungen und Stromausfälle gesorgt. Nur wenige Stunden zuvor war schon der Taifun "Nesat" über die Inselrepublik gefegt und hatte mehrere Unfälle verursacht. Behörden sprachen von mindestens 128 Verletzten. Die meisten von ihnen wurden demnach von herumwirbelnden Gegenständen getroffen oder von Windböen von ihren Motorrollern gefegt. Mehr als 650.000 Haushalte waren zwischenzeitlich ohne Strom. Im Süden des Landes wurden Schnellstraßen gesperrt, außerdem fielen Zugverbindungen aus. Nach Angaben des Central Emergency Operation Centre in Taipeh beträgt der von den Wirbelstürmen verursachte landwirtschaftliche Schaden 5,7 Millionen US-Dollar. Auch das chinesische Festland war von den Stürmen betroffen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua mitteilte, mussten in der ostchinesischen Provinz Fujian 216.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden.
    11 min
  • 29.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-DateiKelly statt Priebus - Trump ernennt neuen Stabschef:
    Nach heftigen Turbulenzen im Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump einen Schlüsselposten in der Regierungszentrale neu besetzt. Sein bisheriger Stabschef Reince Priebus verliert seinen Posten, Nachfolger wird der bisherige Heimatschutzminister John Kelly. Trump dankte Priebus für "seinen Dienst und sein Engagement". Der 67-jährige Ex-General Kelly habe als Minister einen "spektakulären Job gemacht" und sei "ein wahrer Star meiner Regierung", erklärte Trump auf Twitter. Priebus, der dem republikanischen Partei-Establishment entstammt, war zuletzt zunehmend in Bedrängnis. Kritiker wiesen ihm eine Mitschuld an dem wenig effektiven Regierungsmanagement zu. In Trumps Umkreis wurde er zudem verdächtigt, interne Informationen an Medien durchgestochen zu haben. Trumps neuer Kommunikationschef Anthony Scaramucci hatte diese Anschuldigung zuletzt öffentlich erhoben. Zudem beschimpfte er Priebus in unflätiger Weise, ohne dass Trump eingriff.
    Russland: Trump will verschärfte US-Sanktionen unterzeichnen:
    US-Präsident Donald Trump will das Gesetz für die verschärften neuen Russland-Sanktionen unterzeichnen. Er habe den entsprechenden Entwurf gebilligt, teilte das Weiße Haus mit. Der Gesetzentwurf sieht auch neue Strafmaßnahmen gegen den Iran und Nordkorea vor. Russland hatte bereits vor Trumps Absichtserklärung erbost auf die geplante Verschärfung reagiert und den Abzug von zahlreichen US-Diplomaten verlangt. Die neuen Russland-Sanktionen der USA richten sich gegen wichtige russische Wirtschaftszweige, darunter auch den für Moskau zentralen Energiesektor. Damit soll Moskau für seine Rolle im Ukraine-Konflikt sowie für die mutmaßliche Einflussnahme auf die US-Wahl abgestraft werden. Der US-Kongress hatte zuvor den Weg für diese Maßnahmen freigemacht und den Präsidenten gleichzeitig darauf festgelegt, dass er die Strafmaßnahmen gegen Russland nicht ohne Zustimmung der Parlamentarier aufheben darf.
    Scholz: Messerstecher von Hamburg konnte nicht abgeschoben werden:
    Nach der Messerattacke in einem Hamburger Supermarkt hat die Polizei eine Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Langenhorn durchsucht. Dort soll der 26-jährige Angreifer gelebt haben. Der Mann aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hatte am Freitag einen 50-Jährigen getötet und sechs weitere Menschen verletzt, einige von ihnen schwer. Unklar ist sein Motiv. Unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete der "Tagesspiegel", der Verdächtige sei den deutschen Behörden als Islamist bekannt. Nach Angaben von Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz konnte der Tatverdächtige als abgelehnter Asylbewerber nicht abgeschoben werden, weil er keine Papiere hatte. Die Polizei will im Tagesverlauf in einer Pressekonferenz Einzelheiten nennen.
    USA und Südkorea reagieren mit Militärmanöver auf Raketentest:
    Nach dem erneuten Raketentest Nordkoreas haben die USA und Südkorea ein gemeinsames Militärmanöver mit scharfer Munition abgehalten. Als Warnung an die kommunistische Führung in Pjöngjang feuerten die Streitkräfte vor der Ostküste Südkoreas Kurzstreckenraketen ins Meer. Das teilte das US-Militär mit. Zuvor hatten die USA und Südkorea angekündigt, über eine mögliche "militärische Antwort" zu beraten. Nordkorea hatte nach US-Angaben am Freitag zum zweiten Mal innerhalb eines Monats eine Interkontinentalrakete abgefeuert. Das Geschoss sei etwa tausend Kilometer weit geflogen und in das Japanische Meer gestürzt. Die internationale Gemeinschaft verurteilte den Raketentest. Nur wenige Stunden zuvor hatte der US-Senat ein umfassendes Sanktionsgesetz verabschiedet, das sich neben Russland und dem Iran auch gegen Nordkorea richtet. Nordkorea arbeitet seit Jahren an der Entwicklung von Atomwaffen sowie Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe womöglich bis in die USA getragen werden könnten.
    Niedersachsen schlägt Klimaprämie für Autokäufer vor:
    Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil hat angesichts des Abgasskandals in Deutschland eine Klimaprämie beim Kauf emissionsärmerer Autos ins Gespräch gebracht. Es müssten Anreize für den Umstieg von alten Dieselmotoren auf die Euro-6-Norm oder Elektroautos geschaffen werden, sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dem Bericht zufolge ist der Vorschlag Teil eines Fünf-Punkte-Plans Weils zur künftigen Autopolitik in Deutschland. Spitzenvertreter aus Industrie und Politik wollen am Mittwoch in Berlin über die Dieselkrise beraten. Weil sagte, die Industrie müsse sich zur Nachbesserung von Dieselfahrzeugen verpflichten. Der Staat sei wiederum in der Pflicht, großflächige Fahrverbote zu verhindern. Die deutsche Automobilindustrie hofft, Diesel-Fahrverbote noch abwenden zu können. Der Präsident des Verbands der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, sagte, mit neuer Software lasse sich der Ausstoß von Stickoxiden im Schnitt um mindestens 25 Prozent senken.
    9 min
  • 28.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Senat billigt neue Russland-Sanktionen:
    Mit großer Mehrheit hat sich der US-Senat für eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland ausgesprochen. Lediglich zwei von 100 Senatoren stimmten gegen den Gesetzentwurf, der auch neue Strafmaßnahmen gegen den Iran und Nordkorea vorsieht. Nachdem das Repräsentantenhaus dem entsprechenden Gesetz bereits am Dienstag zugestimmt hatte, muss es nun noch US-Präsident Donald Trump unterzeichnen. Mit Blick auf eine Verbesserung der Beziehungen zum Kreml könnte Trump sein Veto einlegen, das dann von beiden Parlamentskammern aber wieder überstimmt werden könnte. Die Abgeordneten wollen mit den Sanktionen vor allem Russlands Rolle im Ukraine-Konflikt sowie dessen mutmaßliche Einflussnahme auf die US-Präsidentenwahl 2016 abstrafen. Der russische Präsident Wladimir Putin zeigte sich empört über den Kongress-Beschluss. Moskau werde früher oder später auf diese "Frechheit" reagieren, sagte Putin bei einem Besuch in Finnland.
    Republikaner scheitern abermals mit Entwurf zu Obamacare:
    Die Republikaner im US-Senat haben sich in einem weiteren Anlauf nicht durchsetzen können, die Krankenversicherung in den USA neu zu organisieren. Die Konservativen bekamen keine Mehrheit für einen abgespeckten Entwurf, der die Krankenversicherung Obamacare in Teilen abgeschafft hätte. Das Ergebnis fiel 51 zu 49 aus. Auch drei republikanische Senatoren stimmten gegen das Papier, darunter John McCain. Das Ergebnis ist eine herbe Niederlage für die republikanische Parteiführung, die in den vergangenen Tagen eine Art Alles-oder-Nichts-Szenario aufgebaut hatte. Der Entwurf hatte zwei zentrale Punkte zum Ziel: Zum einen sollte die Versicherungspflicht für weite Teile der Bevölkerung aufgehoben werden. Zum anderen sollte die Vorschrift wegfallen, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern eine Krankenversicherung zur Verfügung stellen müssen, oder andernfalls eine Art Strafsteuer riskieren.
    Trumps neuer Kommunikationschef teilt gegen Mitarbeiter des Weißen Hauses aus:
    Der vor einer Woche etablierte Kommunikationschef von US-Präsident Donald Trump, Anthony Scaramucci, hat sich äußerst derb über hochrangige Kollegen im Weißen Haus geäußert. Das geht aus der Mitschrift eines Telefonats hervor, das die Zeitschrift "New Yorker" veröffentlichte. In dem Gespräch mit einem Reporter sagte Scaramucci demnach, Trumps Stabschef Reince Priebus sei ein "paranoider Schizophrener". Er warf Priebus das Durchstechen von Informationen an die Presse vor und äußerte die Einschätzung, dass er bald zurücktreten werde. Den Chefstrategen Steve Bannon überzog er mit unflätigen Schmähungen. Nach der Veröffentlichung seiner Tirade gelobte der Kommunikationschef Besserung: "Ich werde mich künftig zurückhalten", schrieb Scaramucci auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter.
    Israel schränkt Zugang zu Tempelberg wieder ein:
    Nach neuen Ausschreitungen schränken die israelischen Sicherheitskräfte den Zugang zum Tempelberg in Jerusalem wieder ein. Wie die Polizei mitteilte, dürfen Männer unter 50 Jahren an diesem Freitag nicht an den heiligen Stätten beten. Befürchtet würden neue Demonstrationen und Gewalt. Israel hatte am Donnerstag letzte Sicherheitsvorrichtungen am Tempelberg abgebaut, der Juden wie Muslimen heilig ist. Erstmals seit rund zwei Wochen drängten wieder Tausende Palästinenser zu Gebeten in die Al-Aksa-Moschee. Kurz darauf gab es wieder Zusammenstöße mit israelischen Sicherheitskräften. Der palästinensische Rote Halbmond meldete mehr als 50 Verletzte.
    Französische Regierung rückt von Hotspots-Vorstoß ab:
    Nach dem Vorstoß von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, sogenannte Hotspots für Flüchtlinge in Libyen einzurichten, rudert die Regierung in Paris zurück. Dies sei in Libyen aus Sicherheitsgründen derzeit nicht möglich, teilte der Elysée-Palast mit. Stattdessen solle zunächst die Machbarkeit solcher Registrierungsstellen in einem Grenzgebiet von Libyen, Niger und dem Tschad geprüft werden. Macron hatte am Donnerstag zunächst verkündet, er wolle Registrierungsstellen für Flüchtlinge in Libyen noch in diesem Sommer eröffnen - zusammen mit der EU oder im Alleingang. Damit wollte er nach eigenen Angaben Menschen ohne Chance auf Asyl davon abhalten, die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer nach Europa anzutreten.
    8 min
  • 27.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Zwei deutsche Soldaten sterben bei Hubschrauberabsturz in Mali:
    Beim Absturz eines Kampfhubschraubers der Bundeswehr vom Typ Tiger sind in Mali zwei deutsche Soldaten ums Leben gekommen. Das teilte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in Berlin mit. Die Absturzursache ist noch ungeklärt. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung liegen laut Bundeswehr nicht vor. Der Hubschrauber war rund 70 Kilometer nordöstlich der Stadt Gao abgestürzt. Die Bundeswehr beteiligt sich in Mali an der UN-Friedensmission Minusma, die der Stabilisierung des westafrikanischen Landes dienen soll. Derzeit sind 875 Bundeswehr-Soldaten an dem Einsatz beteiligt. Der Norden Malis wurde vor fünf Jahren vorübergehend von islamistischen Extremisten und anderen Rebellen kontrolliert. Es handelt sich um die ersten Todesfälle der Bundeswehr bei einem Auslandseinsatz seit fast zwei Jahren.
    Zwei Tote bei Generalstreik in Venezuela:
    Zum Auftakt des zweitägigen Generalstreiks in Venezuela sind zwei Menschen getötet worden. Wie die Behörden mitteilten, kamen ein 16-Jähriger in der Hauptstadt Caracas und ein 30-Jähriger im Westen des Landes ums Leben. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Proteste gegen Präsident Nicolas Maduro auf 104. Die Opposition kämpft seit Monaten für Maduros Amtsenthebung. Sie macht ihn für die Wirtschaftskrise im ölreichen Venezuela verantwortlich. Für Freitag planen die Regierungsgegner in Caracas einen großen Protestmarsch. Damit wollen sie die von der Regierung angestrebte Wahl einer verfassunggebenden Versammlung verhindern, die für Sonntag vorgesehen ist. Maduros Gegner werfen ihm vor, er wolle das Gremium mit eigenen Anhängern besetzen, um sich "diktatorische Vollmachten" zu sichern.
    Hendricks mahnt Entwicklung abgasfreier Autos an:
    Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat die Entwicklung abgasfreier Autos angemahnt. Es sei mittlerweile unstrittig, dass die Entwicklung in Richtung abgasfreier Verkehr gehen müsse, sagte Hendricks (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Man benötige endlich eine breite Palette an attraktiven und günstigen Fahrzeugen mit alternativen Antrieben. Vorstöße zum Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor wie in Frankreich oder Großbritannien sollten Deutschland nach Meinung der Ministerin nicht kalt lassen. Nicht nur aus klima- und gesundheitspolitischen Gründen sei man gut beraten, die Signale aus anderen Ländern sehr ernst zu nehmen. Schließlich seien diese Länder wichtige Absatzmärkte für deutsche Autobauer.
    Israel entfernt auch letzte Kontrollmaßnahmen am Tempelberg:
    Israelische Sicherheitskräfte haben die letzten Kontrollmaßnahmen am Tempelberg in Jerusalem entfernt. Alle Metallbarrieren, Kameras und Metallträger seien abgebaut worden, berichten palästinensische Medien. Palästinenser hätten auf den Straßen gefeiert. Dennoch dauert die Sorge vor einer weiteren gefährlichen Eskalation der Gewalt nach den Freitagsgebeten an. Die Fatah-Organisation des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas und die im Gazastreifen herrschende radikalislamische Hamas haben für Freitag zu einem neuen "Tag des Zorns" aufgerufen. Israel hatte nach einem tödlichen Anschlag arabischer Attentäter auf Polizisten am 14. Juli unter anderem Kontrollen von muslimischen Gläubigen mit Metalldetektoren angeordnet.
    Fast 30 Zivilisten sterben bei Luftangriffen der Anti-IS-Koalition in Rakka:
    Bei Luftangriffen der US-geführten Militärallianz auf die syrische IS-Hochburg Al-Rakka sollen mindestens 29 Zivilisten getötet worden sein. Unter den Toten seien mehrere Kinder, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Kampfjets der Militärallianz unterstützen in Al-Rakka die kurdisch-arabischen Einheiten, die Anfang Juni eine Offensive auf die Stadt gestartet haben, in ihrem Kampf gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS). Inzwischen haben die Kämpfer nach Angaben der Beobachtungsstelle die Stadt etwa zur Hälfte eingenommen. Al-Rakka diente seit 2014 als informelle Hauptstadt des von der IS-Miliz ausgerufenen Kalifats. Die oppositionsnahe Beobachtungstelle mit Sitz in London beruft sich auf Informanten vor Ort. Ihre Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.
    Trump verbietet Militärdienst für Transgender:
    US-Präsident Donald Trump will Transgender vom Militärdienst ausschließen. Das kündigte der Republikaner im Kurznachrichtendienst Twitter an. Das Militär müsse sich auf den "entscheidenden und überwältigenden Sieg" konzentrieren und könne nicht mit den "enormen medizinischen Kosten" belastet werden, die mit dem Dienst von Transgendern einhergingen, fügte er hinzu. Damit leitet Trump eine Kehrtwende gegenüber der Regierung seines Vorgängers Barack Obama ein, die 2016 die Armee für Transgender und Transsexuelle geöffnet hatte, nachdem fünf Jahre zuvor bereits Einschränkungen gegen Homosexuelle abgeschafft wurden. Transgender sind Menschen, deren sexuelle Identität nicht den biologischen Geschlechtsmerkmalen entspricht, mit denen sie geboren wurden.
    Rechtsextreme Anti-Flüchtlings-Aktion sitzt in Nordzypern fest:
    Ein Schiff rechtsextremer Antiflüchtlingsaktivisten von der rechtsextremen "Identitären Bewegung" ist laut einem Zeitungsbericht von den zyprischen Behörden festgesetzt worden. Der Kapitän der "C-Star" und sein Stellvertreter seien im Hafen von Famagusta in der Türkischen Republik Nordzypern festgenommen worden, berichtete die Zeitung "Kibris Postasi". Das Schiff war von deutschen, französischen und italienischen Mitgliedern der sogenannten Identitären Bewegung gechartert worden. Die "C-Star" sollte die libysche Küstenwache auf Flüchtlingsboote aufmerksam machen, damit diese die Flüchtlinge zurück in das nordafrikanische Land bringt. Sie wollten damit gegen Hilfsorganisationen protestieren, die Flüchtlinge nach Europa bringen. Die "Identitäre Bewegung" steht in Deutschland unter Beobachtung des Verfassungsschutzes.
    12 min
  • 26.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Repräsentantenhaus billigt neue Russland-Sanktionen:
    Das US-Repräsentantenhaus hat nahezu einstimmig einen Gesetzentwurf verabschiedet, der eine Ausweitung der Sanktionen gegen Russland vorsieht. Neue Strafmaßnahmen sollen wegen der Rolle Moskaus im Ukrainekonflikt sowie der mutmaßlichen Einflussnahme des Kremls auf die Präsidentschaftswahl 2016 verhängt werden. Der Entwurf setzt dem US-Präsidenten außerdem Grenzen, was die Aufhebung von Sanktionen gegen Russland betrifft. Zugleich stimmte die Kongresskammer auch für neue Sanktionen gegen den Iran und Nordkorea. Nach dem Repräsentantenhaus muss noch die zweite Kammer des Kongresses, der Senat, über den Gesetzentwurf abstimmen. Das Weiße Haus signalisierte in den vergangenen Tagen, dass Präsident Donald Trump den neuen Sanktionen zustimmen wird, obwohl seine Vollmachten eingeschränkt werden.
    US-Senat eröffnet Debatte über Abschaffung von "Obamacare":
    Der US-Senat hat einen ersten Schritt zur Abschaffung der "Obamacare" genannten Pflicht zur Krankenversicherung für die meisten US-Bürger unternommen. Die Parlamentskammer votierte mit knapper Mehrheit dafür, eine Debatte über ein Alternativgesetz zu eröffnen. Unklar ist jedoch, über welche Gesetzesvorlage debattiert werden sollte. Die Republikaner versuchen seit sieben Jahren, das vom damaligen Präsidenten Barack Obama initiierte Gesundheitspaket zu torpedieren. Sie argumentieren, die als "Obamacare" bekannte Krankenversicherung sei zu teuer und ein zu großer Eingriff des Staates. Präsident Trump machte die Abschaffung zu einem seiner zentralen Wahlversprechen. Alle bisher unternommenen Versuche einer Umsetzung scheiterten aber auch am Widerstand innerhalb der eigenen Reihen.
    Abbas will vorerst keine Gespräche mit Israel:
    Die Palästinenser lassen ihre wegen des Streits um den Jerusalemer Tempelberg ausgesetzten offiziellen Kontakte zu Israel weiter ruhen. Präsident Mahmud Abbas erklärte, erst wenn alle israelischen Kontrollmaßnahmen am Tempelberg auf das Niveau vor dem 14. Juli zurückgefahren seien, werde man die Gespräche wieder aufnehmen. Nach anhaltenden Unruhen hatte Israel am Dienstag die von den Palästinensern kritisierten Metalldetektoren an den Zugängen zu dem Moscheebezirk entfernt. Die Regierung kündigte jedoch an, die Geräte durch "hoch entwickelte Technologien" zu ersetzen. Laut Medienberichten sollen Kameras zur Gesichtserkennung eingesetzt werden. Vor knapp zwei Wochen hatten drei arabische Attentäter zwei israelische Polizisten am Tempelberg getötet. Israel verfügte daraufhin schärfere Sicherheitsvorkehrungen für muslimische Besucher.
    Vatikan-Finanzchef Pell weist vor Gericht Missbrauchsvorwürfe zurück:
    Der unter Missbrauchsverdacht stehende Vatikan-Finanzchef George Pell hat vor Gericht sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen. Bei einer ersten gerichtlichen Anhörung in Melbourne bestritt der 76-jährige Kardinal, sich vor Jahrzehnten als Geistlicher in Australien sexueller Misshandlungen schuldig gemacht zu haben. Pells Anwalt Robert Richter sagte laut der Zeitung "The Age", der Kardinal erkläre sich in allen Anklagepunkten für unschuldig. Australischen Medienberichten zufolge wird Pell von zwei Männern bezichtigt, sie Ende der 70er Jahre missbraucht zu haben. Zudem soll er sich in den 80er Jahren nackt vor drei Jungen gezeigt haben. Der Kardinal ist die inoffizielle Nummer drei in der Hierarchie des Vatikans. Papst Franziskus hatte ihn vom Dienst freigestellt, damit er sich in Australien den Vorwürfen stellen kann.
    Dauerregen lässt in Deutschland Pegel steigen:
    Heftiger und langanhaltender Regen hat in Teilen Deutschlands zu zahlreichen überfluteten Straßen, vollgelaufenen Kellern und über die Ufer getretenen Bächen und kleineren Flüssen geführt. Besonders stark betroffen sind der Süden Niedersachsens, der Harz und Nordthüringen. In einer Ortschaft bei Halberstadt in Sachsen-Anhalt wurde aus Sicherheitsgründen die Stromversorgung unterbrochen. In einigen Regionen fielen binnen 24 Stunden 60 bis 90 Liter Regen pro Quadratmeter, in manchen Orten auch über 100. Das ist so viel Niederschlag wie sonst im ganzen Juli. Nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes wird es auch an diesem Mittwoch weiter regnen.
    Großbritannien verbietet ab 2040 Diesel- und Benzin-Autos:
    Großbritannien will ab 2040 den Verkauf von Diesel- Fahrzeugen und Benzinern verbieten. Die Emissionen und der Schaden für die Umwelt seien zu groß, sagte Umweltminister Michael Gove dem Sender BBC. "Die Konservativen haben in ihrem Manifest versprochen, dass bis 2050 keine Diesel- oder Benzinfahrzeuge mehr auf unseren Straßen sind", sagte Gove. Das bedeutet, dass ab 2040 keine neuen Diesel- und Benzinfahrzeuge mehr zugelassen werden sollten. Für Straßen mit besonders hohen Emissionen wolle die Regierung den lokalen Behörden 200 Millionen Pfund zur Verfügung stellen. Er halte die Verbannung von Autos von Straßen mit besonders hoher Schadstoffbelastung für sinnvoller als ein generelles Fahrverbot etwa für Innenstädte.
    11 min

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