Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 29.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nordkorea schießt Rakete über Japan hinweg:
    Nordkorea hat nach Angaben Südkoreas eine Rakete über das benachbarte Japan hinweg geschossen. Die Rakete sei in einem Gebiet nahe der Hauptstadt Pjöngjang abgefeuert worden und etwa 2700 Kilometer weit geflogen, teilte die südkoreanische Armee mit. Die USA und Japan bestätigten den Raketenflug. Nach japanischen Medienberichten gingen Teile der Rakete im Pazifik etwa 1200 Kilometer östlich der Insel Hokkaido nieder. Der Abschuss stelle eine "ernste und schwerwiegende Bedrohung Japans dar", sagte ein japanischer Regierungssprecher. Ministerpräsident Shinzo Abe kündigte an, Japan werde "alle Schritte" unternehmen, um die Bevölkerung zu schützen. Nordkorea hatte erst am Wochenende drei Kurzstreckenraketen abgefeuert, offenbar als Reaktion auf ein gemeinsames Militärmanöver der USA und Südkoreas.
    EU will Asylanträge schon in Afrika überprüfen lassen:
    Mehrere EU-Staaten wollen die Asylchancen von Flüchtlingen in Zukunft schon in Afrika prüfen lassen. Bei einem Gipfeltreffen zur Flüchtlingskrise sagte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, in den Transit-Staaten Tschad und Niger sollten jene "identifiziert" werden, die "Recht auf Asyl" hätten. Die Flüchtlinge mit Asylchancen sollten dann sicher nach Europa gebracht werden und nicht die gefährliche Route über Libyen und das Mittelmeer auf sich nehmen. Die Federführung bei dem Verfahren solle das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR übernehmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, wichtig sei eine "klare Unterscheidung" zwischen Flüchtlingen und Wirtschaftsmigranten. Merkel kündigte gleichzeitig die Bereitschaft an, afrikanische Migranten im Rahmen von Kontingenten aufzunehmen, falls die illegale Migration gestoppt werde. An dem Treffen in Paris nahmen die vier EU-Staaten Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien, die Regierungschefs von Niger, Tschad, Libyen und die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini teil.
    "Harvey" sorgt für "beispiellose Überschwemmungen":
    Sturm "Harvey" lässt die Pegel in Texas und Louisiana weiter ansteigen. Das Nationale Hurrikanzentrum der USA sprach von "beispiellosen Überschwemmungen" und rechnet damit, dass "Harvey" in den kommenden Tagen nochmals an Stärke zunehmen wird. Den Höhepunkt des Hochwassers erwarten Meteorologen Mitte der Woche. Nach Texas rief US-Präsident Donald Trump auch für das angrenzende Louisiana den Katastrophenfall aus. Die US-Katastrophenschutzbehörde Fema erklärte, voraussichtlich müssten mehr als 30.000 Flutopfer in Notunterkünften untergebracht werden. "Harvey" sorgte unter anderem in Houston, der viertgrößten Stadt der USA, für Überflutungen. Straßen und Autobahnen verwandelten sich in Kanäle, der Regen setzte Häuser fast vollständig unter Wasser. Mehr als 2000 Menschen wurden bislang per Hubschrauber gerettet. Am Dienstag werden Donald und Melania Trump in den betroffenen Gebieten erwartet.
    Neue Brexit-Verhandlungsrunde startet mit Vorwürfen:
    Die EU und Großbritannien haben ihre dritte Runde der Austrittsverhandlungen mit gegenseitigen Vorwürfen begonnen. EU-Chefunterhändler Michel Barnier sagte, die Briten sollten endlich für Klarheit über ihre Positionen in allen Themenbereichen sorgen. Die bislang vorgelegten Papiere reichen demnach nicht aus. Der britische Verhandlungsführer David Davis forderte die EU dagegen zu mehr "Flexibilität" und "Vorstellungskraft" auf. In verschiedenen Strategiepapieren fordert London, die Gespräche über den Austritt und die künftigen Beziehungen gleichzeitig zu führen. Die EU lehnt dies ab. Sie will zunächst zentrale Austrittsfragen klären. Der Brexit soll nach derzeitigem Stand Ende März 2019 erfolgen. Bei der aktuellen Verhandlungsrunde soll unter anderem über den Status der nordirisch-irischen Grenze und die Rechte der EU-Bürger verhandelt werden.
    Gericht fällt erstes Urteil nach G20-Krawallen:
    Im ersten Prozess um die Ausschreitungen beim G20-Gipfel hat das Hamburger Amtsgericht einen 21-jährigen Niederländer zu zwei Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt. Es sprach den Mann unter anderem wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung schuldig. Der Niederländer hatte zwei Flaschen auf Polizisten geworfen und einen Beamten getroffen. Mit dem Strafmaß ging der Richter deutlich über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus. Diese hatte ein Jahr und neun Monate gefordert. Die Verteidigung forderte Freispruch. Der Richter verwies zur Begründung unter anderem auf die kurz vor dem G20-Gipfel in Kraft getretenen Strafverschärfungen für tätliche Angriffe auf Polizisten. Während des Gipfels wurden Hunderte Polizisten im Zuge schwerer Ausschreitungen verletzt, mehr als 400 Personen wurden festgenommen. An diesem Dienstag beginnt der nächste Prozess gegen einen 24-jährigen Polen. Dieser soll gegen das Bewaffnungsverbot verstoßen haben.
    Papst kündigt Myanmar-Besuch inmitten von Rohingya-Krise an:
    Inmitten der Krise um die muslimische Minderheit in Myanmar hat Papst Franziskus einen Besuch der Region angekündigt. Ende November bis Anfang Dezember werde das katholische Kirchenoberhaupt Myanmar und das benachbarte Bangladesch besuchen, teilte der Vatikan mit. Im Mittelpunkt der Reise stehen demnach Friedensbemühungen. Es wäre das erste Mal, dass ein Papst nach Myanmar reist. Franziskus hatte am Wochenende erneut auf das Schicksal der Minderheit der Rohingya in dem Land hingewiesen und volle Rechte für die muslimische Minderheit gefordert. In dem überwiegend buddhistischen Myanmar wird den Rohingya die Staatsangehörigkeit verweigert, auch ihre Reisefreiheit ist eingeschränkt. In den vergangenen Tagen eskalierten die ethnisch motivierten Auseinandersetzungen. Mehr als 100 Menschen wurden getötet, Tausende Rohingya flohen, viele nach Bangladesch.
    11 min
  • 28.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel bei internationalem Treffen zur Flüchtlingskrise in Paris:
    Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien beraten an diesem Montag mit mehreren afrikanischen Ländern über die Eindämmung von Fluchtbewegungen nach Europa. Dazu reist Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Einladung von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nach Paris. Im Mittelpunkt der Gespräche soll die sogenannte Migrationszusammenarbeit mit afrikanischen Ländern stehen. Eine große Rolle dürften die Pläne für Hotspots, also Registrierungsstellen für Flüchtlinge auf afrikanischem Boden, spielen. An dem Treffen werden auch die Staatschefs der Saharastaaten Niger und Tschad teilnehmen, zudem wird der Ministerpräsident der international anerkannten Übergangsregierung in Libyen erwartet. Die drei Staaten liegen entlang der Migrationsroute nach Europa. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration sind in diesem Jahr bislang mehr als 120.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa gekommen, die meisten davon nach Italien.
    Schulz wirft Merkel abgehobenes Verhalten vor:
    Einen Monat vor der Bundestagswahl hat Martin Schulz Angela Merkel scharf angegriffen. Der SPD-Kandidat warf der Kanzlerin wegen der Wahlkampfführung ihrer Partei abgehobenes Verhalten vor. Schulz zog dabei eine Parallele zum Ende der Ära des früheren Kanzlers Helmut Kohl in den 90er Jahren. Während die SPD ein "sehr differenziertes Programm" vorgelegt habe, begnüge sich die Union mit der Aussage: "Wir haben Angela Merkel, und das reicht für die Zukunft". Schulz machte Merkel eine Reihe von Vorwürfen: Sie missbrauche die Flugbereitschaft der Bundeswehr für den Wahlkampf, habe in der Dieselaffäre, so wörtlich, "keinen Plan" und kusche vor dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Merkel reagierte gelassen auf den Vorwurf der Abgehobenheit. Sie versuche, ihrem Amtseid "wirklich gerecht zu werden - dem Wohle des deutschen Volkes zu dienen", sagte Merkel dem ZDF. In Meinungsumfragen liegt die CDU derzeit bei knapp 40 Prozent, während die Sozialdemokraten auf rund 22 Prozent kommen.
    Brexit-Gespräche gehen weiter:
    Großbritannien und die Europäische Union verhandeln ab diesem Montag wieder über den Brexit. Ziel ist ein Abkommen, um die Folgen des für 2019 geplanten britischen EU-Austritts für Bürger und Wirtschaft so reibungslos wie möglich zu gestalten. Chefunterhändler der EU ist Michel Barnier, die britische Delegation wird von Brexit-Minister David Davis geleitet. Beide Seiten gehen ohne Erwartung großer Fortschritte in die neue Verhandlungsrunde, die bis Donnerstag angesetzt ist. Am Wochenende mahnte die britische Regierung die EU-Seite, sich "flexibler" zu zeigen. London will über Fragen der Trennung von der EU und über die künftigen Beziehungen beider Seiten gleichzeitig verhandeln. Die EU-Kommission will dagegen erst ihre Forderungen an Großbritannien durchsetzen, darunter britische Zahlungen von bis zu 100 Milliarden Euro für gemeinsam eingegangene Verpflichtungen. Großbritannien hatte zuletzt eine Serie von Positionspapieren vorgelegt, die aber in Brüssel kritisch aufgenommen wurden.
    Tote und Verletzte bei Autobomben-Anschlag in Afghanistan:
    Erneut hat ein Selbstmordattentäter in Afghanistan zahlreiche Menschen mit in den Tod gerissen. Mindestens 13 Menschen seien getötet worden, als der Täter sein mit Sprengstoff gefülltes Auto beim Passieren eines Militärkonvois in der Provinz Helmand zur Explosion gebracht habe, teilte die Provinzregierung mit. Unter den Toten seien Soldaten und Zivilisten. Bei den meisten Opfern handele es sich um Soldaten. Die radikalislamischen Taliban reklamierten die Tat für sich. Es war der erste größere Anschlag, seit US-Präsident Donald Trump eine Verstärkung der US-Streitkräfte in Afghanistan angekündigt hatte. Die Sicherheitslage in der Hauptstadt Kabul und in weiten Teilen des Landes hat sich in den vergangenen Monaten drastisch verschlechtert. In den vergangenen Wochen gab es mehrere Selbstmordanschläge.
    "Harvey" richtet in Texas große Schäden an:
    Im von Sturzregen überfluteten US-Bundesstaat Texas spitzt sich die Lage weiter zu. Nach Angaben von Gouverneur Greg Abbott waren massive Rettungsaktionen mit Hunderten Booten und Dutzenden Helikoptern im Gange, um Menschen aus ihren überfluteten Häusern oder von Hausdächern zu bergen. 3000 Angehörige der Nationalgarde sowie der Garde von Texas sind mobilisiert, 250 Fernstraßen geschlossen. Der Tropensturm "Harvey" schüttet von der Stadt Corpus Christi im Südosten bis zur weiter nördlich gelegenen Millionenmetropole Houston sintflutartige Regenmengen aus. Bis in die Innenstadt Houstons hinein sind Straßen unpassierbar, der Flughafen wurde geschlossen. Behörden sprechen mittlerweile von einer Flutkatastrophe historischen Ausmaßes mit enormen Schäden. Nach jüngsten Vorhersagen könnte der Regen bis Freitag andauern. Der inzwischen abgeschwächte Sturm "Harvey" hatte am Freitagabend als Hurrikan die texanische Küste am Golf von Mexiko erreicht.
    10 min
  • 26.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Hunderttausende vor Hurrikan "Harvey" in Texas und Louisiana in Sicherheit gebracht:
    In den US-Bundesstaaten Texas und Louisiana sind hunderttausende Menschen vor dem gefährlichen Hurrikan "Harvey" in Sicherheit gebracht worden. Jetzt sei es dringend an der Zeit, sich vor dem Sturm in Sicherheit zu bringen, erklärte der Nationale Wetterdienst. Der texanische Gouverneur Greg Abbott forderte die Bevölkerung auf, den Aufrufen der Behörden zur Evakuierung unbedingt Folge zu leisten. Das Nationale Hurrikanzentrum stufte den Wirbelsturm auf die vierte von fünf Hurrikan-Kategorien herauf. Die Einrichtung warnte vor "lebensbedrohlichen und zerstörerischen" Überschwemmungen. Die Regierung in Washington erklärte, sie stehe bereit, um im Katastrophenfall zu helfen. Präsident Donald Trump werde Anfang kommender Woche betroffene Gebiete besuchen. "Harvey" könnte der schwerste Sturm in den USA seit dem Hurrikan "Katrina" werden, bei dem im Jahr 2005 mehr als 1800 Menschen ums Leben gekommen waren.
    Trump begnadigt "härtesten Sheriff Amerikas":
    Erstmals hat Donald Trump von seinem Begnadigungsrecht als US-Präsident Gebrauch gemacht. Er erließ dem umstrittenen früheren Sheriff Joe Arpaio seine Strafe. Der 85-Jährige, der wegen seines harten Vorgehens gegen Einwanderer in der Kritik steht, sei ein "Patriot", der den Bundesstaat Arizona "sicher" gehalten habe, schrieb Trump. Bürgerrechtsgruppen warfen dem Präsidenten eine weitere Spaltung des Landes vor. Arpaio nennt sich selbst "der härteste Sheriff Amerikas". Ein Gericht hatte ihn schuldig gesprochen, diskriminierende Verkehrskontrollen bei Einwanderern durchgeführt zu haben.
    Erster Ingenieur in VW-Abgasskandal in USA verurteilt:
    In den USA ist erstmals ein VW-Mitarbeiter wegen seiner Rolle im Abgasskandal zur Rechenschaft gezogen worden. Das Bezirksgericht in Detroit verurteilte den 63-jährigen Deutschen James L. wegen seiner Rolle bei der Manipulation von Abgaswerten zu drei Jahren und vier Monaten Gefängnis sowie einer Geldstrafe von 200.000 Dollar. Damit lag das Urteil über der von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafe von drei Jahren und 20.000 Dollar. Richter Sean Cox sagte, das Urteil werde hoffentlich andere abschrecken. Die Verteidigung, die für eine mildere Strafe plädiert hatte, kann Berufung einlegen. Der Ingenieur hatte sich schuldig bekannt und mit den Behörden kooperiert. Er arbeitete seit 1983 für den Wolfsburger Konzern und war Teil des Teams, das einen Dieselmotor entwickelt hat. Volkswagen äußerte sich nicht zu dem Urteil.
    Mutmaßlicher Islamist bei Messerangriff in Belgien erschossen:
    Nach einem Messerangriff auf Soldaten im Zentrum von Brüssel ist ein 30-jähriger Mann niedergeschossen und tödlich verletzt worden. Es werde wegen Terrorverdachts ermittelt, erklärte die Staatsanwaltschaft. Der Angreifer habe "Allahu akbar" (Gott ist groß) gerufen. Nach belgischen Medienberichten soll er aus Somalia stammen. Er war der Polizei bisher nicht wegen terroristischer Aktivitäten bekannt. Die angegriffenen Militärs wurden bei dem Vorfall am Freitagabend nur leicht verletzt. In London kam es kurze Zeit später ebenfalls zu einem Messerangriff. Vor dem Buckingham-Palast wurde ein Mann nach einer Attacke auf Polizisten festgenommen. Zwei Beamte seien bei dem Vorfall leicht am Arm verletzt worden. Die Londoner Polizei äußerte sich zunächst nicht dazu, ob sie ein terroristisches Motiv vermutet.
    Großkundgebung gegen Terrorismus mit König Felipe VI. in Barcelona:
    Neun Tage nach den Anschlägen von Barcelona und Cambrils wollen an diesem Samstag Hunderttausende Menschen in der katalanischen Metropole gegen Terror und Gewalt demonstrieren. Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy rief die gesamte spanische Bevölkerung zur Teilnahme auf. Unter anderem wird König Felipe VI. erwartet. Im Badeort Cambrils demonstrierten bereits am Freitagabend mehr als 16.000 Menschen gegen den Terror. Viele Demonstranten riefen "Ich habe keine Angst" - jenen Satz, mit dem sich die Bevölkerung schon kurz nach den Attentaten mit 15 Toten und mehr als 120 Verletzten gegen den islamistischen Terror aufgelehnt hatte. Der Demonstrationszug in Barcelona soll an der Plaça de Catalunya enden, von der ein Attentäter am 17. August mit einem Lieferwagen mit hoher Geschwindigkeit auf den Boulevard Las Ramblas gefahren war.
    Bundesregierung öffnet am Wochenende ihre Türen für Besucher:
    Die Bundesregierung lädt an diesem Wochenende zum 19. Mal in ihre Dienstgebäude in Berlin ein. Knapp vier Wochen vor der Bundestagswahl beteiligen sich fast alle Minister und die Bundeskanzlerin an den Begegnungen mit den Bürgern. Zu den Tagen der offenen Tür erwartet die Besucher neben Einblicken in die Machtzentralen ein umfangreiches Bühnenprogramm. Die meisten der 14 Bundesministerien und das Bundeskanzleramt sind am Samstag und Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. Am Sonntag begrüßt auch Kanzlerin Angela Merkel persönlich ihre Gäste und trifft im Garten Fußball-Nationalspieler Sami Khedira. Wie in den vergangenen Jahren werden mehr als 100.000 Besucher erwartet.
    9 min
  • 25.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Thailand erlässt Haftbefehl gegen Ex-Regierungschefin Yingluck:
    Thailands angeklagte Ex-Regierungschefin Yingluck Shinawatra hat möglicherweise das Land verlassen. Nachdem Yingluck nicht zu einem angesetzten Gerichtstermin erschien, ordnete der Chef der Militärjunta, Prayut Chan-O-Cha, an, die Grenzposten zu verstärken. Der Chef der Einwanderungsbehörde, Natorn Prohsuntorn, sagte, es gebe keine Aufzeichnungen darüber, dass Yingluck das Land über einen offiziellen Grenzübergang verlassen habe. Die Ex-Regierungschefin steht wegen vermuteter Steuerverschwendung in Milliardenhöhe vor Gericht. Am heutigen Freitag sollte das Urteil gefällt werden. Yingluck hatte zuvor aus Krankheitsgründen um eine Verschiebung des Urteils gebeten. Das Oberste Gericht glaubt dieser Begründung nicht und erließ Haftbefehl. Bei einem Schuldspruch drohen der ehemaligen Regierungschefin bis zu zehn Jahre Haft. In dem Fall werden Ausschreitungen befürchtet, da Yingluck in Thailand immer noch eine große Anhängerschaft hat. Yingluck war 2011 zur ersten Ministerpräsidentin Thailands gewählt worden. Im Mai 2014 setzte das Verfassungsgericht sie ab. Kurz darauf putschte sich das Militär an die Macht, das bis heute regiert.
    Myanmar: Tote bei Angriffen auf Sicherheitskräfte:
    Bei Ausschreitungen in Myanmar sind mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Regierung mitteilte, gab es koordinierte Angriffe auf 24 Polizeiwachen sowie den Versuch, in einen Armeestützpunkt einzudringen. Dabei seien zehn Polizisten, ein Soldat sowie 21 Angreifer getötet worden. Die Kämpfe dauerten noch an. Die Arakan Rohingya Salvation Army (ARSA), eine neugebildete militante Gruppe der muslimischen Minderheit Rohingya, beanspruchte die Angriffe für sich und warnte vor weiteren Attacken. Damit hat sich der seit Oktober vor allem im Bundesstaat Rakhine ausgetragene Konflikt in Myanmar nochmals verschärft. Damals wurden bei ähnlichen Ausschreitungen neun Polizisten getötet. Die schätzungsweise 800.000 Rohingyas in Myanmar gelten offiziell als staatenlos. Die Regierung betrachtet sie als illegale Einwanderer aus Bangladesch. Die Vereinten Nationen (UN) haben die Rohingyas als eine besonders stark verfolgte Volksgruppe eingestuft.
    Gabriel rät von Reisen in die Türkei ab:
    Bundesaußenminister Sigmar Gabriel empfiehlt den Deutschen, sich genau zu überlegen, ob sie momentan in die Türkei reisen wollen. Aus seiner Sicht könne man das derzeit "nicht mit gutem Gewissen" tun, sagte der SPD-Politiker der "Bild"-Zeitung. So könne es beispielsweise passieren, dass ein Hotelbesitzer verdächtigt werde, Anhänger der von den türkischen Behörden als terroristisch eingestuften Gülen-Bewegung zu sein, und dadurch auch sein deutscher Gast ins Visier der Behörden gerate. Gabriel fügte hinzu, für die türkische Regierung gelte jeder als Terrorist, der nicht mit der Politik von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan einverstanden sei. Die Beziehungen zwischen Berlin und Ankara werden zurzeit unter anderem dadurch belastet, dass der Korrespondent der Zeitung "Die Welt", Deniz Yücel, die Journalistin Meşale Tolu und der Menschenrechtsaktivist Peter Steudtner in der Türkei inhaftiert sind.
    Wieder Asylentscheidungen über Afghanen:
    Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) entscheidet wieder über Asylanträge von Afghanen, wie Innenminister Thomas de Maizière der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Behörde hatte Asylanträge afghanischer Antragsteller zuletzt zwar bearbeitet, die Entscheidungen wegen der unklaren Sicherheitslage aber zum Großteil ausgesetzt. Daran hielt das BAMF bis zu einer neuen Lagebewertung des Außenamts zu Afghanistan fest. Inzwischen liegt diese Lagebewertung vor. Aus dem Innenministerium heißt es, die Kernaussage des Berichts sei, dass die Sicherheitslage stark von individuellen Faktoren abhänge. Das werde bei der Einzelfallprüfung umfassend gewürdigt. De Maizière sagte, die Regierung verfolge weiter ihren Kurs zu Abschiebungen in das Land. Er wisse, dass „die Lage in Afghanistan kompliziert ist“. In begrenztem Rahmen seien Abschiebungen dorthin aber verantwortbar.
    Waffenruhe in der Ostukraine in Kraft getreten:
    Im Kriegsgebiet im Osten der Ukraine ist in der Nacht zum Freitag ein weiterer Anlauf für eine Waffenruhe unternommen worden. Die Feuergefechte zwischen ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten sollten um Mitternacht Ortszeit eingestellt werden. Aus dem Kampfgebiet gab es zunächst keine Informationen, ob die Feuerpause eingehalten wird. Sie war am Mittwoch von Vertretern der ukrainischen Regierung, Russlands und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mit Blick auf den bevorstehenden Schulbeginn beschlossen worden. Die Beobachtermission der OSZE hoffte darauf, beide Seiten zum Abzug schwerer Waffen von der Frontlinie bewegen zu können. Nach UN-Schätzungen sind im Ukraine-Konflikt seit 2014 etwa 10.000 Menschen getötet worden.
    8 min
  • 24.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Konzert in Rotterdam nach Terrorwarnung abgesagt :
    Nach einer Terrorwarnung der spanischen Polizei ist im niederländischen Rotterdam ein Rockkonzert abgesagt worden. In der Nähe des Veranstaltungsortes sei ein Kleinlaster mit verdächtigen Gasflaschen entdeckt worden, teilten die Behörden mit. Der Wagen hatte spanische Kennzeichen, der Fahrer wurde festgenommen. Ob es tatsächlich einen Zusammenhang mit dem Konzert gibt oder der Wagen zufällig in der Nähe war, müsse sich noch zeigen, hieß es von der Polizei. Eigentlich sollte die US-amerikanische Band "Allah-Las" auftreten. Sie erhält häufiger Drohungen mit der Begründung, sie verunstalte den Namen Allahs.
    Spanischer Richter stoppte Abschiebung von "Terror-Imam":
    Die spanische Justiz hat einen schweren Fehler im Umgang mit dem mutmaßlichen Kopf der Terrorzelle in Katalonien eingeräumt. Ein Richter habe die Abschiebung von Imam Abdelbaki Es Satty im März 2015 gestoppt, teilten die Behörden mit. Zur Begründung habe es geheißen, der Imam stelle keine "ausreichend schwere Gefahr für die öffentliche Ordnung dar". Der aus Marokko stammende Es Satty hatte damals gerade eine vierjährige Haftstrafe wegen Drogenhandels verbüßt. Der zuständige Richter habe jedoch geurteilt, der Imam sei "um eine Integration in die spanische Gesellschaft" bemüht. Es Satty gilt als Drahtzieher hinter den Anschlägen in Katalonien mit 15 Toten und mehr als 120 Verletzten. Nach letzten Erkenntnissen der Ermittler kam er kurz vor den Anschlägen bei einer Sprengstoffexplosion in einem Haus 200 Kilometer südlich von Barcelona ums Leben - vermutlich beim Versuch eine Bombe zu bauen.
    Ex-Staatsanwältin Ortega bezichtigt Maduro der Korruption:
    Venezuelas entlassene Generalstaatsanwältin Luisa Ortega hat schwere Korruptionsvorwürfe gegen Präsident Nicolás Maduro erhoben. Der venezolanische Staatschef sei in den Korruptionsskandal um den brasilianischen Baukonzern Odebrecht verstrickt, sagte Ortega bei einem Treffen südamerikanischer Staatsanwaltschaften in Brasilien. Sie werde den Strafverfolgungsbehörden der Teilnehmerländer Beweise dafür übergeben. Die Juristin war vergangene Woche aus Venezuela nach Kolumbien geflohen. Ortega galt lange als Unterstützerin von Venezuelas Staatschef Maduro, wirft ihm aber mittlerweile vor, dort eine Diktatur zu errichten. Anfang August wurde sie von der umstrittenen Verfassungsgebenden Versammlung ihres Amtes enthoben. Zuvor hatte das Gremium das von der Opposition kontrollierte Parlament in Caracas entmachtet.
    Gute Integrations-Noten für Deutschland :
    Deutschland schneidet bei der Integration muslimischer Einwanderer im Vergleich zu anderen westeuropäischen Staaten gut ab. Das ist das Ergebnis einer Studie der Bertelsmann-Stiftung. Verglichen wird die Situation von Muslimen, die vor 2010 nach Deutschland, in die Schweiz, nach Österreich, Frankreich und Großbritannien kamen. Dabei bekommt Deutschland mit Abstand die besten Noten bei der Integration der Einwanderer auf dem Arbeitsmarkt: Bei Arbeitslosenquote und Vollzeitstellen gibt es der Studie zufolge kaum noch Unterschiede zum Bevölkerungsschnitt. Minuspunkte gibt es dagegen bei der Schulbildung. So verlassen in Frankreich nur 11 Prozent der Muslime vor dem 17. Lebensjahr ohne Abschluss die Schule - in Deutschland sind es dagegen 36 Prozent.
    Zahl der Toten nach Taifun "Hato" steigt auf mindestens 16:
    Der verheerende Taifun "Hato" hat im Süden Chinas eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Behördenvertreter sprachen von einem der schwersten Wirbelstürme der vergangenen Jahrzehnte in der Region. Die Zahl der Todesopfer stieg auf mindestens 16. Weitere Leichen waren in der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao entdeckt worden, wo "Hato" mit heftigen Windböen und Wolkenbrüchen am schlimmsten wütete. In der für ihre Luxushotels und Casinos bekannten Stadt sind nach Behördenangaben zudem 153 Menschen verletzt worden, die meisten von umherfliegenden Teilen.
    Gedenken an verheerendes Erdbeben in Amatrice:
    Italien gedenkt an diesem Donnerstag der Erdbebenkatastrophe rund um die Stadt Amatrice vor einem Jahr. Bei der Naturkatastrophe in Mittelitalien starben 299 Menschen. Viele Orte der bergigen Region liegen noch in Trümmern. Nach dem ersten Beben folgte eine Serie von Erdstößen, die die Gegend weiter verwüsteten. Das Erdbeben der Stärke 6,0 geschah um 3.36 Uhr morgens - zu diesem Zeitpunkt wurde an jedes Opfer mit einem Glockenschlag erinnert. Am Vormittag ist eine Messe in Amatrice geplant. Zahlreiche Regionen Italiens sind stark erdbebengefährdet. In dieser Woche richtete ein Beben auf der Insel Ischia vor Neapel große Schäden an, zwei Menschen starben.
    10 min
  • 23.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump verteidigt Reaktion auf Gewalt in Charlottesville:
    US-Präsident Donald Trump hat bei einer Großkundgebung in Arizona seine Position zu Rassisten und Neonazis verteidigt. Seine Reaktionen nach dem Rassistenaufmarsch in Charlottesville seien "perfekt" gewesen, sagte Trump vor Tausenden Anhängern in Phoenix. Die "unehrenhaften Medien" hätten seine Aussagen wieder einmal falsch wiedergegeben. Er habe sich immer auch gegen rechte Gruppierungen gewandt. Trump hatte sowohl Rechtsextremisten als auch Gegendemonstranten für die Gewaltexzesse in Virginia verantwortlich gemacht. Eine Frau war ums Leben gekommen. Der Präsident versprach, die Mauer gegen Einwanderer an der Grenze zu Mexiko werde auf jeden Fall gebaut. Vor dem Kongresszentrum in Phoenix demonstrierten Gegner Trumps und riefen etwa "Kein Trump, kein Ku-Klux-Klan, keine faschistische USA". Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Menge aufzulösen.
    Kim ordnet Bau neuer Raketenteile an:
    Die nordkoreanische Führung will ihre Raketenproduktion offenbar ausweiten. Machthaber Kim Jong Un habe angeordnet, mehr Raketentriebwerke und Sprengköpfe für Interkontinentalraketen herzustellen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Fotos in nordkoreanischen Medien zeigten Kim bei einem Besuch in einem staatlichen Forschungsinstitut für Rüstung. Auf den Bildern waren nach Einschätzung von US-Experten auch neu entwickelte Raketentechnik und künftige Projekte zu sehen, darunter Skizzen für eine Interkontinentalrakete, die mit einem Atomsprengkopf bestückt werden könnte. Kim hatte kürzlich Pläne für einen Raketenangriff auf Ziele nahe der US-Pazifikinsel Guam verschoben. US-Außenminister Rex Tillerson hatte am Dienstag gesagt, er sei froh, dass Nordkorea in jüngster Zeit "ein gewisses Maß an Zurückhaltung" geübt habe.
    Dänische Polizei: Frauenleiche ist vermisste Journalistin Kim Wall:
    Bei der an der Küste vor Kopenhagen entdeckten Frauenleiche handelt es sich um die vermisste schwedische Journalistin Kim Wall. "Die DNA des Torsos stimmt mit der von Kim Wall überein", bestätigte die dänische Polizei. Schon am Montag war mitgeteilt worden, dass Kopf, Arme und Beine von einem Täter vom Körper der Frau abgetrennt worden waren. Die 30-Jährige war das letzte Mal gesehen worden, als sie am 10. August an Bord eines U-Bootes des dänischen Ingenieurs Peter Madsen ging. Sie wollte eine Reportage über ihn schreiben. Madsen hat im Verhör völlig widersprüchliche Aussagen gemacht, sowohl über den Untergang seines Unterwasserfahrzeugs, als auch über das Schicksal der Journalistin.
    Richter verhängt Haftbefehle nach Terror in Spanien:
    Nach den Terroranschlägen in Spanien hat der Ermittlungsrichter Haftbefehle gegen zwei Verdächtige erlassen. Ein anderer Festgenommener solle zunächst nur für weitere drei Tage in Polizeigewahrsam bleiben, berichten spanische Medien unter Berufung auf Justizkreise. Ein vierter Mann, der ebenfalls gefasst worden war, wurde demnach mangels Beweisen auf freien Fuß gesetzt. Bei ihm soll es sich um den Besitzer des Wagens handeln, der bei der vereitelten Attacke in Cambrils nahe Tarragona benutzt worden war. Am Montag hatten Polizisten in Subirats nahe Barcelona den mutmaßlichen Haupttäter erschossen. Er soll den Lieferwagen gesteuert haben, mit dem in der katalanischen Hauptstadt Passanten auf der Flaniermeile Las Ramblas überrollt wurden. Im Zuge der Anschläge kamen 15 Opfer zu Tode, viele weitere wurden verletzt.
    Botschafter darf zu Steudtner und Yücel:
    Der deutsche Botschafter in der Türkei, Martin Erdmann, ist erstmals zu dem inhaftierten Menschenrechtsaktivisten Peter Steudtner vorgelassen worden. Wie das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte, konnte Erdmann auch den deutsch-türkischen Korrespondenten der Tageszeitung "Die Welt", Deniz Yücel, besuchen. Die Gespräche seien "intensiv" gewesen und hätten jeweils über eine Stunde gedauert. Yücel sitzt ebenfalls im Gefängnis Silivri westlich von Istanbul ein. Unterdessen wurde eine angekündigte Entscheidung über die Haftentlassung der Journalistin Mesale Tolu verschoben. Tolu und Steudtner haben - anders als Yücel - nur die deutsche Staatsbürgerschaft. Die Bundesregierung hat damit Anspruch auf konsularischen Zugang. Alle drei Beschuldigten sind wegen Terrorvorwürfen in Untersuchungshaft.
    Gedenken an Krawalle in Rostock-Lichtenhagen:
    In der Hansestadt Rostock ist an die ausländerfeindlichen Krawalle vor 25 Jahren erinnert worden. Zum Auftakt einer Gedenkwoche sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die damaligen Ereignisse im Stadtteil Lichtenhagen dürften sich in Deutschland niemals wiederholen. Der Kampf gegen Rechtsextremismus sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Im August 1992 hatten mehrere hundert Randalierer, darunter viele Neonazis, die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber belagert. Unter dem Beifall von Anwohnern griffen sie das Haus mit Steinen und Brandsätzen an. Die Ausschreitungen gelten als die bis dahin schlimmsten rassistischen Übergriffe der deutschen Nachkriegsgeschichte.
    10 min
  • 22.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Verteidigungsminister überraschend im Irak:
    US-Verteidigungsminister Jim Mattis ist zu einem unangekündigten Besuch im Irak eingetroffen. Mattis erklärte, er wolle der Regierung in Bagdad seine Unterstützung im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) bekunden. Die irakische Armee hatte am Wochenende eine Offensive auf Tal Afar gestartet, die letzte IS-Hochburg im Norden des Landes. Der US-Verteidigungsminister will unter anderem den irakischen Ministerpräsidenten Haider al-Abadi und Kurdenführer Massud Barsani treffen. Tal Afar liegt zwischen Mossul und der syrischen Grenze. Die irakische Armee hatte Mossul Anfang Juli aus den Händen des IS befreit.
    Taliban reagieren auf neue Afghanistan-Strategie der USA:
    Mit einer scharfen Kriegsdrohung haben die radikalislamischen Taliban auf die neue Afghanistan-Strategie von US-Präsident Donald Trump reagiert. Ein Taliban-Sprecher forderte einen kompletten Rückzug der US-Truppen. Ansonsten werde Afghanistan bald ein "weiterer Friedhof für die Supermacht". Die USA wollen in Afghanistan ihre Anstrengungen im Kampf gegen den Terrorismus verstärken. Dabei soll auch das Nachbarland Pakistan stärker in die Pflicht genommen werden, kündigte Trump in einer Rede in Fort Myer in der Nähe von Washington an. Trump vermied es, zu sagen, wie viele US-Soldaten künftig am Hindukusch stationiert sein sollen, derzeit sind es 8400 Mann. Die US-Truppen erhielten größere Freiheiten, um Terroristen und kriminelle Netzwerke ins Visier zu nehmen, versprach Trump. Der US-Präsident warnte vor einem übereilten Abzug aus Afghanistan. Dies würde ein "Vakuum" für "Terroristen" hinterlassen.
    Beide Hauptverdächtige der Attentate in Katalonien sind tot:
    Der mutmaßliche Haupttäter der Attentate in Katalonien, Younes Abouyaaqoub, ist in der Nähe von Barcelona erschossen worden. Der 22-jährige Marokkaner habe einen Sprengstoffgürtel getragen, der sich aber als Attrappe herausgestellt habe, teilte die Polizei mit. Abouyaaqoub soll der Fahrer des Lastwagens gewesen sein, mit dem in Barcelona Passanten überfahren wurden. Bei Attacken in Barcelona und Cambrils waren insgesamt 14 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt worden. Laut Polizei hat Abouyaaqoub auf seiner Flucht außerdem einen Mann erstochen und dessen Fahrzeug gestohlen. Der Imam, der die Attentäter radikalisiert haben soll, ist nach Angaben der Ermittler ebenfalls tot. Abdelbaki Es Satty sei vergangene Woche bei der Explosion in einem Haus in Alcanar gestorben, teilte die Polizei mit. Sie vermutet, dass die vermutlich zwölf Personen umfassende islamistische Terrorzelle dort Bomben für Anschläge bauen wollte.
    Stillstand der US-Flotte nach See-Unfall:
    Nach dem zweiten schweren Unfall innerhalb weniger Wochen lässt die US Navy die Aktivitäten der gesamten Marine einen Tag lang weltweit ruhen. Wie Marine-Chef John Richardson mitteilte, soll die im Pazifik stationierte US-Flotte einer intensiven Untersuchung unterzogen werden. Beim Zusammenstoß des amerikanischen Kriegsschiffs "USS John S. McCain" mit einem Öltanker im Meer vor Singapur waren fünf US-Soldaten verletzt worden. Weitere zehn Soldaten werden noch vermisst. Bereits Mitte Juni waren vor Japan sieben Seeleute bei der Kollision des Zerstörers " USS Fitzgerald" mit einem Containerschiff gestorben.
    Lockerung des Abtreibungsverbots in Chile rechtens:
    Das Verfassungsgericht in Chile hat die Lockerung des strikten Abtreibungsverbots gebilligt. Mit sechs zu vier Stimmen lehnte das Gericht in dem katholisch geprägten Land zwei Anfechtungsklagen gegen die kürzlich vom Parlament gebilligte Reform ab. Laut den Plänen ist ein Schwangerschaftsabbruch in drei Ausnahmefällen erlaubt: bei Vergewaltigung, bei einer Lebensgefahr für die Mutter und bei tödlichen Erkrankungen des Fötus. Befürworter der Reform begrüßten die Entscheidung am Sitz des Verfassungsgerichts in Santiago de Chile mit Beifall. Gegendemonstranten beschimpften die Befürworter des neuen Gesetzes als "Mörder". Laut Umfragen unterstützen 70 Prozent der Chilenen die Lockerung des Abtreibungsrechts.
    Tote bei Erdbeben auf italienischer Urlaubsinsel Ischia:
    Bei einem Erdbeben auf der italienischen Urlaubsinsel Ischia sind laut Angaben des Zivilschutzes mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Eine Frau wurde von Brocken einer Kirche erschlagen, eine zweite Frau starb unter den Trümmern ihres Hauses. Mindestens fünf Menschen konnten lebend aus Trümmern geborgen werden. Mehr als 25 Menschen sollen verletzt worden sein. Italienische Experten gaben die Stärke des Bebens mit 4,0 an. Die Erdbebenwarten der USA und Europas sprachen dagegen von 4,3. Italien wird immer wieder von teils verheerenden Erdbeben heimgesucht. Am 24. August vor einem Jahr erschütterte ein schweres Beben die mittelitalienische Region um die Stadt Amatrice. 299 Menschen starben.
    10 min
  • 21.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel wirft Türkei Missbrauch von Interpol vor:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die auf Wunsch der Türkei erfolgte zeitweise Festnahme des Kölner Schriftstellers Dogan Akhanli in Spanien als Missbrauch von Interpol kritisiert. Internationale Einrichtungen wie die grenzübergreifende Polizeibehörde dürften nicht für so etwas instrumentalisiert werden, sagte Merkel im Sender RTL. Das gehe aus ihrer Sicht gar nicht. Die spanische Polizei hatte den 60-Jährigen an seinem Urlaubsdomizil auf der Grundlage einer sogenannten Red Notice im Auftrag der Türkei festgenommen. Dabei handelt es sich um einen Dringlichkeitsvermerk, den nationale Polizeibehörden bei Interpol hinterlegen können. Der türkischstämmige Akhanli, der ausschließlich die deutsche Staatsbürgerschaft hat, war nach rund 24 Stunden Haft unter der Auflage, Spanien nicht zu verlassen, wieder freigelassen worden. Die spanische Justiz muss nun über eine mögliche Auslieferung an die Türkei entscheiden.
    USA und Südkorea beginnen gemeinsames Manöver:
    Ungeachtet der schweren Spannungen mit Nordkorea starten die USA ihr jährliches gemeinsames Militärmanöver mit dem Verbündeten Südkorea. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Seoul sollen von diesem Montag an daran 17.500 US-Soldaten und 50.000 südkoreanische Soldaten teilnehmen. Nordkorea fühlt sich durch die Militärübungen bedroht. Niemand könne garantieren, dass sich das Manöver nicht zu tatsächlichen Kämpfen ausweite, hieß es in der Staatszeitung "Rodong Sinmun". Das wegen seines Raketen- und Atomprogramms international isolierte Land unterstellt den USA regelmäßig, einen Angriff vorzubereiten, was Washington bestreitet. Machthaber Kim Jong Un hatte zwar seine Pläne, Raketen mit längerer Reichweite in Richtung US-Pazifikinsel Guam abfeuern zu lassen, erst einmal zurückgestellt, doch die Drohung besteht weiter.
    Hauptverdächtiger des Anschlags von Barcelona weiter flüchtig:
    Am vierten Tag nach den Terrorattacken von Barcelona und Cambrils ist der Hauptverdächtige weiter auf der Flucht. Ein Schwerpunkt der Suche nach dem 22-jährigen gebürtigen Marokkaner ist die Grenzregion zu Frankreich. Die spanischen Behörden gehen nach eigenen Angaben davon aus, dass eine islamistische Terrorzelle mit vermutlich zwölf Mitgliedern hinter den Taten steht und dass die Gruppe ursprünglich einen oder mehrere Sprengstoffanschläge geplant hatte. Die Ermittler stellten in dem Haus in Alcanar, das einen Tag vor den Terrorangriffen durch eine Explosion zerstört wurde, rund 120 Gasflaschen sicher. Durch die Explosion wurden die Pläne der Terrorzelle offenbar durchkreuzt. Die Islamisten wollten daraufhin offenbar schnell agieren und nutzten Fahrzeuge für ihre Gewalttaten, bei denen insgesamt vierzehn Menschen getötet wurden.
    Tote bei Raketenangriff auf Handelsmesse in Damaskus:
    Bei einem Raketenangriff auf die Internationale Handelsmesse in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind sechs Menschen getötet worden. Das melden sowohl die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte als auch Rettungsdienste. Die Messe wird erstmals seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs 2011 wieder abgehalten und soll nach den Vorstellungen der Staatsführung die internationalen Handelsbeziehungen wiederbeleben. Die USA und Europa, die Wirtschaftssanktionen gegen die Regierung von Baschar al-Assad verhängt haben, sind nicht eingeladen. Der Machthaber sagte in einer im Staatsfernsehen übertragenen Rede, er lehne jede Zusammenarbeit mit dem Westen ab, solange dieser - so Assad - seine Verbindungen zum Terrorismus nicht kappe. Das gelte für eine Sicherheitskooperation genauso wie für die Eröffnung von Botschaften. Unter anderen hatten die USA, Deutschland und Großbritannien ihre Botschaften in Damaskus im Frühjahr 2012 geschlossen.
    Demokratische Abgeordnete will Trumps Psyche überprüfen lassen:
    Die demokratische US-Abgeordnete Zoe Lofgren will US-Präsident Donald Trump dazu zwingen, sich medizinisch untersuchen zu lassen, auch auf seinen Geisteszustand hin. Eine entsprechende Resolution brachte die Kalifornierin jetzt im Repräsentantenhaus in Washington ein. Ziel ist es demnach herauszufinden, ob der 71-Jährige "stabil" genug ist, im Amt zu bleiben. Sollten die Ergebnisse dagegen sprechen, so heißt es in der Resolution, müssten Vizepräsident Mike Pence und Regierungsmitglieder ihn von seinem Posten entfernen. Lofgren beruft sich auf den 25. Zusatzartikel zur US-Verfassung, der einen solchen Schritt unter bestimmten Voraussetzungen ermöglicht. Zu klären ist nach Lofgrens Ansicht unter anderem, ob der Präsident an einem frühen Stadium von Demenz leidet oder seine Impulskontrolle beeinträchtigt ist.
    Fußball: Mönchengladbach gewinnt Rhein-Derby gegen Köln:
    Borussia Mönchengladbach ist mit einem 1:0-Erfolg über den 1. FC Köln in die neue Saison der Fußballbundesliga gestartet. Im zweiten Sonntagspiel trennten sich der SC Freiburg und Eintracht Frankfurt 0:0.
    11 min
  • 19.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Polizei vermutet Terrorzelle hinter Doppelanschlag in Spanien:
    Für die Terroranschläge im Norden Spaniens ist nach Erkenntnissen der Polizei eine organisierte Islamisten-Zelle verantwortlich. Die Ermittler nehmen an, dass die Angreifer die Terrorakte in Barcelona und Cambrils verübt haben und Pläne für einen weitaus größeren und verheerenderen Anschlag hatten. Die Täter sollen in der Stadt Alcanar südlich von Barcelona eine Bombenwerkstatt eingerichtet haben. Dort gab es offenbar eine Panne, bei der das Sprengmaterial vorzeitig explodierte. Daraufhin änderten die Islamisten nach Ansicht der Polizei ihre Strategie und fuhren erst auf Barcelonas Flaniermeile Las Ramblas in eine Menschenmenge und dann in den Badeort Cambrils. Dabei töteten sie insgesamt 14 Menschen, mehr als hundert wurden verletzt. Der mutmaßliche Haupttäter, der den Lieferwagen in Barcelona gefahren hatte, wurde laut spanischen Medienberichten in Cambrils zusammen mit vier weiteren Angreifern erschossen.
    Trump-Vertrauter Bannon verlässt Weißes Haus:
    US-Präsident Donald Trumps umstrittener Chefstratege Stephen Bannon gibt mit sofortiger Wirkung seine Arbeit im Weißen Haus auf. Das teilte eine Sprecherin der Regierung mit. Bannon galt als nationalkonservativer Kopf in Trumps Team mit Verbindungen ins rechtsradikale Lager. Nach den rechtsextremen Ausschreitungen im US-Bundesstaat Virginia war seine Rolle im Weißen Haus wieder verstärkt in den Fokus geraten. Kritiker sehen in Bannon einen der geistigen Brandstifter der Krawalle in der Stadt Charlottesville. Der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte Bannon nach seinem Abgang, er werde weiter gegen die Widersacher Trumps - so wörtlich - in den Krieg ziehen. - Der 63-Jährige war lange Chef der ultrarechten Propagandaplattform "Breitbart News". Er teilte inzwischen mit, er werde dort wieder einsteigen.
    Venezuelas Parlament entmachtet:
    Die neu eingerichtete Verfassunggebende Versammlung in Venezuela, die von Anhängern des sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro kontrolliert wird, hat das von der Opposition dominierte Parlament für abgesetzt erklärt. Die Versammlung verabschiedete einstimmig ein Dekret, das die Autorität zur Gesetzgebung in den meisten wichtigen Bereichen an sie überträgt. Aus Sicht der Opposition gleicht das Vorgehen endgültig einem Staatsstreich. Die Versammlung wird von vielen Staaten nicht anerkannt. Die Wahl der fast ausschließlich Maduro-treuen Mitglieder der Verfassungsversammlung Ende Juli wurde von massiven Betrugsvorwürfen begleitet und von der Opposition boykottiert. - Die abgesetzte Generalstaatsanwältin Luisa Ortega, eine der wichtigsten Gegenspielerinnen Maduros, ist inzwischen nach Kolumbien geflohen.
    Parteien verbitten sich Einmischung Erdogans in Bundestagswahlkampf:
    Die Bundesregierung hat sich jegliche Einmischung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in den Wahlkampf verbeten. Deutschland erwarte von ausländischen Regierungen, "sich nicht in unsere inneren Angelegenheiten einzumischen", schrieb der Sprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Kurzbotschaftendienst Twitter. Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) sprach von einem bislang einmaligen Eingriff in die Souveränität Deutschlands. Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir nannte den Aufruf "wenig überraschend" angesichts von Erdogans Versuchen, Deutsch-Türken zu beeinflussen. Erdogan hatte türkischstämmige Wähler in Deutschland aufgefordert, bei der Bundestagswahl im September die Regierungsparteien CDU, SPD oder die Oppositionspartei Bündnis90/Die Grünen nicht zu wählen. - In Deutschland leben rund 1,25 Millionen türkischstämmige Bürger mit deutscher Staatsangehörigkeit, die damit wahlberechtigt sind.
    US-Justiz stellt Vergewaltigungsverfahren gegen Polanski nicht ein:
    Ein US-Gericht hat den Antrag auf Einstellung eines Missbrauchsverfahrens gegen Regisseur Roman Polanski abgelehnt. Der Filmemacher sei ein flüchtiger Gesetzesbrecher, der den Auflagen des Gerichts nicht Folge leiste, begründete der Richter in Kalifornien seine Entscheidung. Im Falle einer Einreise in die USA muss der 84-Jährige somit eine Haftstrafe wegen eines vor 40 Jahren begangenen Sexualverbrechens befürchten. 1977 hatte Polanski die Vergewaltigung einer damals 13-Jährigen zugegeben. Unmittelbar vor der Urteilsverkündung floh er nach Europa und kehrte nie mehr in die USA zurück. - Auch das Opfer hatte die US-Justiz um die Einstellung des Verfahrens gebeten. Die Frau will den Fall laut eigener Aussage endlich abschließen und sich nicht länger als Opfer fühlen.
    Fußball: München schlägt zum Bundesligaauftakt Leverkusen:
    Das Auftakt-Spiel der 55. Bundesligasaison hat der deutsche Meister Bayern München für sich entschieden. Die Bayern besiegten vor heimischem Publikum bei strömendem Regen Bayer Leverkusen 3:1.
    8 min
  • 18.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nach Terroranschlag in Barcelona suchen Behörden weiter nach Attentäter:
    Nach dem schweren Terroranschlag in Barcelona mit mindestens 13 Toten und mehr als 100 Verletzten suchen die spanischen Behörden weiter nach dem Täter. In der Kleinstadt Cambrils, rund 100 Kilometer südlich der katalanischen Metropole, töteten Polizisten in der Nacht fünf mutmaßliche Terroristen. Die Behörden erklärten, dadurch sei ein weiterer Terrorangriff mit Sprengstoff-Gürteln verhindert worden. Möglicherweise bestehe ein Zusammenhang zu dem Anschlag in Barcelona. Am Donnerstag hatte ein Mann mit einem Lieferwagen viele Menschen auf der Touristenmeile Las Ramblas überfahren. Er wurde bislang nicht gefasst. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um einen Terroranschlag. Die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) erklärte sich selbst zum Drahtzieher.
    Trump sorgt mit Reaktion auf Barcelona-Attentat für Empörung:
    US-Präsident Donald Trump hat mit seiner Reaktion auf den Terroranschlag von Barcelona für Empörung gesorgt. Zunächst verurteilte Trump das Attentat in einer Twitter-Nachricht und sagte Spanien die Solidarität der USA zu. Man werde alles tun, was nötig sei, um zu helfen, hieß es darin. In einem zweiten Tweet forderte Trump dann jedoch dazu auf, man solle im Kampf gegen Terrorismus die Methoden von General John Pershing studieren. Dieser soll auf den Philippinen 50 muslimische Gefangene mit Kugeln exekutiert haben, die zuvor in Schweineblut getaucht worden waren. Die Legende ist nachweislich falsch. Dennoch behauptete Trump, es habe danach 35 Jahre keinen islamistischen Terror mehr gegeben. Mit dieser Äußerung stieß der US-Präsident in sozialen Netzwerken auf heftige Kritik.
    Trump beerdigt Pläne zur Gründung eines Infrastruktur-Rats:
    US-Präsident Donald Trump hat seine Pläne zur Gründung eines Infrastruktur-Rats mit Konzernschefs aus der Privatwirtschaft einem Medienbericht zufolge begraben. Das Vorhaben werde nicht mehr weiter verfolgt, teilte das Weiße Haus am Donnerstag mit. In dem Beratergremium sollten Vertreter der Immobilienbranche, der Bauwirtschaft, des Transportwesens und anderer Sektoren zusammenkommen. Trump hatte angekündigt, eine Milliardensumme in den Bau und die Reparatur etwa von Straßen, Brücken und Flughäfen zu stecken. Die Pläne zählen zu seinen wichtigen Vorhaben neben einer Gesundheits- und einer Steuerreform. Nach Trumps kontroversen Äußerungen zu der rechtsextremen Gewalt in Charlottesville hatten sich führende Wirtschaftsvertreter vom US-Präsidenten distanziert.
    USA und Japan halten in Nordkorea-Krise zusammen:
    Die USA und Japan haben sich gegenseitige Unterstützung im Kampf gegen Bedrohungen aus Nordkorea zugesichert. Die Provokationen durch Pjöngjangs Raketenprogramm seien nicht akzeptabel und müssten sofort aufhören, betonte US-Außenminister Rex Tillerson nach einem Sicherheitstreffen in Washington. Tillerson und US-Verteidigungsminister James Mattis machten nach Gesprächen mit ihren japanischen Kollegen Taro Kono und Itsunori Onodera deutlich, dass als letzte Konsequenz weiterhin auch ein Militäreinsatz gegen Nordkorea denkbar sei. Der Chefstratege von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, hatte hingegen "militärische Lösungen" des Konflikts ausdrücklich ausgeschlossen.
    UN wollen Fortschritte bei Syrien-Gesprächen erzielen:
    Die Vereinten Nationen hoffen auf ernsthafte Verhandlungen zur Lösung des Syrien-Konflikts im Herbst. Er zähle darauf, dass die syrische Regierung sowie ihre Verbündeten Russland und Iran dann bereit seien, aufrichtige und direkte Verhandlungen mit der syrischen Opposition zu beginnen, erklärte der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura in Genf. Als zentrales Hindernis für eine Einigung hatte sich bei den bisherigen sieben Verhandlungsrunden die Forderung der Opposition nach dem Abtritt von Präsident Baschar al-Assad erwiesen. Der Krieg zwischen seinen Anhängern und Gegnern tobt bereits seit mehr als sechs Jahren, Hunderttausende Menschen wurden getötet.
    Zeitungsberichte: Mehr Gewalt gegen Muslime in Deutschland:
    Die Zahl gewalttätiger Übergriffe auf Muslime in Deutschland hat einem Zeitungsbericht zufolge deutlich zugenommen. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtete, seien im zweiten Quartal bei islamfeindlichen Straftaten 16 Menschen verletzt worden. Das seien deutlich mehr als im ersten Vierteljahr, in dem zwei Verletzte gezählt wurden. Der Bericht beruft sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken. In fast allen Fällen waren die Täter demnach Rechtsextreme. Insgesamt hätten Polizei und Verfassungsschutz im zweiten Quartal 192 islamfeindliche Straftaten auf muslimische Einrichtungen oder Muslime erfasst. Zu den Straftaten zählen unter anderem Hetze gegen Muslime, Drohbriefe oder Angriffe auf Kopftuch tragende Frauen.
    ISS-Außeneinsatz bereitet Sputnik-Jubiläum vor:
    Bei einem fast achtstündigen Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation ISS haben zwei russische Kosmonauten ein wichtiges Jubiläum der Raumfahrt vorbereitet: den 60. Jahrestag des Sputnik-Starts. Der erste künstliche Erdsatellit war 1957 in seine Umlaufbahn geschickt worden. Die Kosmonauten Fjodor Jurtschichin und Sergej Rjasanski setzten nun mehrere Mini-Satelliten im All aus. Einer der kleinen Satelliten sendet eine Sprachbotschaft auf Russisch, Englisch, Spanisch und Chinesisch. Die Nachricht sei auch von Hobbyfunkern zu empfangen, berichtete die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos.
    11 min

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