Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 09.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Hurrikan "Irma" sorgt für weitere Schäden:
    Der Wirbelsturm "Irma" zieht weiter in Richtung USA. Am Freitagabend erreichte er Kuba. An der Küste gab es nach Angaben des kubanischen Fernsehens bis zu sechs Meter hohe Wellen. Nahezu eine Million Menschen sind von den Behörden in Sicherheit gebracht worden. Die Meteorologen glauben aber dennoch, dass Kuba glimpflich davon kommen wird, da der Sturm nicht direkt auf die Hauptstadt Havanna trifft. Größere Schäden werden in den USA im Bundesstaat Florida erwartet; dort soll "Irma" am Samstagabend ankommen. Der Gouverneur des US-Bundesstaates, Rick Scott, richtete eine dramatische Warnung an die Bürger: Sämtliche knapp 21 Millionen Einwohner Floridas müssten darauf vorbereitet sein, "bald" ihre Wohngebiete zu verlassen. "Irma" sei größer als der gesamte Bundesstaat, sagte Scott.
    US-Präsident Trump verknüpft Hilfe und politischen Deal:
    US-Präsident Donald Trump hat ein Gesetz unterzeichnet, das den Opfern des Wirbelsturms "Harvey" Bundeshilfen in Höhe von fast 13 Milliarden Euro zusichert. Der Sturm hatte für riesige Regenmengen gesorgt und Teile der US-Bundesstaaten Texas und Louisiana unter Wasser gesetzt. Mit dem Hilfspaket hat Trump zugleich einen politischen Handel unter Dach und Fach gebracht. Die Hilfen sind Teil eines überraschenden Deals zwischen Trump und den oppositionellen Demokraten. Der Kongress hob entsprechend der Abmachung auch die Schuldenobergrenze an, so dass ein Regierungsstillstand zumindest bis in den Dezember hinein vermieden werden kann. Mit der Verknüpfung von Fluthilfe und Schuldenobergrenze konnte Trump das konservative Lager seiner eigenen Partei umgehen. Der rechte Flügel der Republikaner wollte einer Anhebung der Obergrenze für die Staatsverschuldung nicht ohne weiteres zustimmen. Eine Ablehnung der Fluthilfen kam für sie aber auch nicht in Frage.
    Zahl der Opfer in Mexiko steigt:
    In Mexiko werden immer mehr Opfer des schweren Erdbebens gefunden. Die Behörden gehen jetzt von mehr als 60 Toten aus. Das Beben am Donnerstagabend war mit einer Stärke von 8,2 das stärkste in der Region seit mehr als 80 Jahren. Das Epizentrum lag im Pazifik in 19 Kilometern Meerestiefe. Die Behörden hatten befürchtet, dass das Beben auch einen Tsunami auslösen würde. Später wurde jedoch Entwarnung gegeben; die Flutwelle fiel deutlich kleiner aus als gedacht. Selbst in der Hauptstadt Mexiko-Stadt, die rund 800 Kilometer vom Epizentrum entfernt liegt, bebte die Erde. Zeitweise waren 1,5 Millionen Menschen ohne Strom.
    UN kritisieren EU-Flüchtlingspolitik:
    Nach der Organisation "Ärzte ohne Grenzen" haben jetzt auch die Vereinten Nationen die Flüchtlingspolitik der Europäischen Union kritisiert. Bei der Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten würden die Menschenrechte zu wenig berücksichtigt, sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein. Er kritisierte insbesondere die Kooperation mit Libyen. Die Europäische Union habe sich dort auf die Zusammenarbeit mit einer Küstenwache eingelassen, der man nicht wirklich vertrauen könne. Teilweise würde sie Flüchtlinge retten, manchmal würde sie den Menschen aber auch nicht helfen, sondern sie ausrauben oder sogar erschießen. Dieser Machtmissbrauch werde von der EU heruntergespielt, sagte Said. Zuvor hatte bereits "Ärzte ohne Grenzen" erklärt, die EU sei "geblendet vom alleinigen Ziel, Menschen von Europa fernzuhalten".
    Innenminister de Maiziere will Asylleistungen vereinheitlichen:
    Bundesinnenminister Thomas de Maizière will die Leistungen für Asylbewerber in Europa angleichen. In Deutschland seien diese Leistungen "im EU-Vergleich ziemlich hoch", sagte der CDU-Politiker der Zeitung "Rheinische Post". Das sei Teil des Sogeffekts nach Deutschland. De Maizière räumte ein, dass auch die Lebenshaltungskosten in Deutschland höher seien als in anderen EU-Ländern wie beispielsweise in Rumänien. Im Rahmen einer EU-weiten Angleichung der staatlichen Leistungen für Asylbewerber seien entsprechende Kaufkraftzuschläge für einzelne Staaten denkbar. Der Innenminister forderte auch eine Angleichung der Asylverfahren und einen einheitlichen Rechtsschutz. De Maizière erklärte, in Deutschland klagten besonders viele abgelehnte Asylbewerber gegen die Entscheidung vor Gericht. Über diverse Rechtsmittel könnten sie ihre Abschiebung deutlich länger hinauszögern als anderswo.
    8 min
  • 08.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Schweres Erdbeben der Stärke 8,0 erschüttert den Süden Mexikos:
    Ein schweres Erdbeben der Stärke 8,0 hat sich vor Mexiko ereignet. Das Epizentrum liege vor der Küste des Landes 123 Kilometer südwestlich der Stadt Pijijiapan im Bundesstaat Chiapas in einer Tiefe von 33 Kilometern, teilte die US-Erdbebenwarte USGS mit. Der Erdstoß war auch in Mexiko-Stadt und den Bundesstaaten Puebla, Veracruz und Guerrero zu spüren, wo die Menschen in Panik auf die Straße liefen. Weitere Angaben über Schäden oder Opfer waren zunächst nicht bekannt. Es wurde eine Tsunami-Warnung ausgegeben, die auch für die Küsten in Guatemala, Honduras, El Salvador und Costa Rica gilt.
    Zahl der Hurrikan-Toten in der Karibik steigt weiter:
    In der Karibik steigt die Zahl der Toten durch Hurrikan "Irma" auf mindestens zwölf. Auf den amerikanischen Jungferninseln starben nach Behördenangaben mindestens vier Menschen. Aus Puerto Rico wurden zwei Tote gemeldet. Tausende sind nach der Zerstörung von Häusern und Wohnungen obdachlos. Zuvor hatte der Wirbelsturm bereits verheerende Zerstörungen auf den Urlaubsinseln Saint-Martin, Saint Barthélemy und Barbuda angerichtet. Im französischen Teil von Saint-Martin wurden vier Tote und rund 50 Verletzte gezählt. In Sint Maarten, dem niederländischen Teil der Insel, wurde ein Mensch getötet. Ein Todesopfer gab es auf Barbuda. Die Behörden auf Kuba, Haiti und der Dominikanischen Republik brachten zehntausende Menschen in Sicherheit, darunter viele Touristen. Der Hurrikan bedroht auch die US-Bundesstaaten Georgia und Florida. Mehr als 30.000 Menschen verließen die Inselkette Florida Keys. Auch Küstenorte in Georgia wurden evakuiert.
    Papst geißelt in Kolumbien "Finsternis der Rachsucht":
    Papst Franziskus hat bei seiner ersten Messe in Kolumbien zur Versöhnung aufgerufen. Bei einem Freiluftgottesdienst im Simón-Bolivár-Park im Herzen der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá geißelte der Papst die "Finsternis der Rachsucht und des Hasses" nach mehr als fünf Jahrzehnten des Bürgerkriegs. Jesus "zerstört all' diese Finsternis", fügte der 80-Jährige vor hunderttausenden Gläubigen hinzu. Im November 2016 hatte die Regierung in Bogotá nach gut einem halben Jahrhundert ein historisches Friedensabkommen mit den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC), der größten Guerillagruppe des Landes, geschlossen. Es ist der erste Besuch des Papstes in Kolumbien.
    Spanisches Verfassungsgericht stoppt katalanisches Referendums-Gesetz:
    Einen Tag nach der Verabschiedung eines katalanischen Gesetzes für ein Abspaltungsreferendum hat das spanische Verfassungsgericht die Regelung wieder aufgehoben. Die Entscheidung fiel in einer Dringlichkeitssitzung. Ministerpräsident Mariano Rajoy, der strikt gegen die geplante Volksbefragung über eine Abspaltung der Region ist, hatte mehrfach erklärt, er werde das Referendumsgesetz beim Verfassungsgericht anfechten. Der konservative Regierungschef sagte, er werde alles tun, um die Befragung und die Unabhängigkeit der wirtschaftsstärksten Region des Landes zu verhindern. Das Verfassungsgericht hatte das Referendum bereits in früheren Urteilen für nichtig erklärt.
    Deutsche Abgeordnete fliegen mit NATO-Begleitung nach Konya:
    Nach heftigen Querelen mit der türkischen Regierung besuchen mehrere Bundestagsabgeordnete an diesem Freitag die deutschen Soldaten auf dem türkischen NATO-Stützpunkt Konya. Die Reise findet unter der Leitung von Vize-NATO-Generalsekretärin Rose Gottemoeller statt, nachdem den deutschen Politikern allein ein Besuch im Juli verwehrt worden war. Die Militärallianz intervenierte daraufhin und machte die Reise doch noch möglich. Die Bundeswehr hat bereits ihren Anti-IS-Aufklärungseinsatz vom Stützpunkt Incirlik beendet, weil die Türkei deutschen Politikern den Besuch auch dort nicht genehmigte. Konya ist anders als Incirlik eine NATO-Basis.
    7 min
  • 07.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Südkorea und Japan drängen auf härtere Sanktionen gegen Nordkorea:
    Nach dem sechsten Atomtest durch Nordkorea wollen Südkorea und Japan die Regierungen Chinas und Russlands dazu bewegen, einem Öl-Embargo gegen Pjöngjang zuzustimmen. Mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe sei er sich einig, dass jetzt nicht der Moment sei, einen Dialog mit Nordkorea zu verfolgen, erklärte ein Sprecher des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In. Zugleich schloss Moon bei einem Wirtschaftstreffen im russischen Wladiwostok einen Krieg auf der koreanischen Halbinsel aus. Der russische Präsident Wladimir Putin betonte, der Konflikt um das Atomprogramm könne mit diplomatischen Kräften gelöst werden. Diesen Wunsch habe auch die US-Regierung unter Donald Trump erkennen lassen.
    Zahl der Toten in der Karibik durch Hurrikan "Irma" steigt auf sechs:
    Die Zahl der Toten durch den Rekord-Hurrikan "Irma" hat sich auf mindestens sechs erhöht. Behördenangaben zufolge starben Menschen auf Barbuda, Barbados, St. Martin und Saint-Barthélemy. Der Wirbelsturm traf auf seinem Weg durch die Ost-Karibik Barbuda nach ersten Berichten besonders hart. Dort sollen 90 Prozent aller Häuser zerstört worden sein. Auf Barbuda leben etwa 1700 Menschen. Der Hurrikan zog weiter in Richtung Florida, wo er am Samstag erwartet wird. Touristen wurden aufgefordert, die Insel Key West zu verlassen. "Irma" ist laut dem Nationalen Hurrikan-Zentrum der USA mit Windgeschwindigkeiten von bis zu etwa 300 Kilometern pro Stunde der stärkste Hurrikan, der jemals außerhalb der Karibik und des Golfs von Mexiko verzeichnet wurde.
    US-Repräsentantenhaus gibt knapp acht Milliarden Dollar für "Harvey"-Hilfen frei:
    Das Unterhaus des US-Kongresses hat einem milliardenschweren Hilfspaket für die vom Hurrikan "Harvey" betroffenen Katastrophengebiete in den Südstaaten zugestimmt. Mit parteiübergreifender Mehrheit stimmten die Abgeordneten des Repräsentantenhauses in Washington für staatliche Hilfen im Volumen von 7,85 Milliarden Dollar (rund 6,6 Milliarden Euro). Mit dem Votum folgte das Repräsentantenhaus einer Bitte der Regierung von Präsident Donald Trump. Das Geld soll fast ausschließlich an die Katastrophenschutzbehörde Fema fließen. Die zweite Kongresskammer, der Senat, muss noch zustimmen.
    15 US-Bundesstaaten und Washington klagen gegen Ende von DACA-Schutzprogramm:
    15 US-Bundesstaaten und die Hauptstadt Washington haben Klage gegen die Entscheidung von Präsident Donald Trump eingereicht, das sogenannte DACA-Programm zum Schutz hunderttausender junger Migranten zu beenden. Zu den Klägern gehören unter anderen Connecticut und Massachusetts im Nordosten sowie Virginia und North Carolina im Süden der Vereinigten Staaten. Bislang nicht geklagt hat dagegen Kalifornien, wo die meisten der auch "Dreamer" genannten Kinder illegaler Einwanderer leben. Der dortige Justizminister hat aber angekündigt, er sei "bereit, vor Gericht zu ziehen". In der Anklageschrift wird argumentiert, die Beendigung des Schutzprogramms verstoße gegen die in der Verfassung festgeschriebene Gleichheit des Schutzes für alle Bürger. Trumps Entscheidung sei "diskriminierend". Von der Aufkündigung des Programms sind rund 800.000 junge Menschen betroffen, die als Kinder illegaler Einwanderer ins Land kamen.
    Facebook: Russische Drahtzieher kauften Platz für politische Anzeigen:
    Facebook geht davon aus, dass russische Drahtzieher Anzeigenplatz bei dem Online-Netzwerk für rund 100.000 Dollar (84.000 Euro) gekauft haben, um sich in die US-Innenpolitik einzumischen. Das sei bei einer Untersuchung zum Einfluss aus Russland auf die US-Präsidentenwahl festgestellt worden. Dabei seien rund 470 Accounts identifiziert worden, die zwischen Juni 2015 und Mai 2017 etwa 3000 Anzeigen geschaltet hätten. In einem Großteil davon seien die Wahl oder die Kandidaten nicht erwähnt worden, hieß es. Sie seien aber darauf ausgerichtet gewesen, die Spaltung bei umstrittenen Themen wie Rassenspannungen, Einwanderung oder Waffenbesitz zu vertiefen. Facebook hatte bereits im April erklärt, das Online-Netzwerk sei für politische Einflussnahme missbraucht worden. Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, während des Wahlkampfs zur US-Präsidentenwahl zu wenig gegen die Manipulation öffentlicher Meinung durch gefälschte Nachrichten und Propaganda getan zu haben.
    8 min
  • 06.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Katastrophenalarm im karibischen Urlaubsparadies:
    Angesichts des Tropensturms "Irma" bereiten sich die Menschen in der Karibik auf das Schlimmste vor. Der Hurrikan der höchsten Stufe fünf könnte katastrophale Schäden anrichten, warnte das Nationale Hurrikanzentrum in den USA. Mit Windgeschwindigkeiten von fast 300 Kilometern pro Stunde trifft "Irma" auf die Kleinen Antillen. Es ist mit über drei Meter hohen Wellen, starkem Regen und Erdrutschen zu rechnen. Laut Wetterdienst Météo France könnten zunächst die bei Touristen beliebten Inseln Saint-Barthélémy und Saint-Martin schwer betroffen sein. "Irma" ist einer der stärksten jemals registrierten Tropenstürme in der Region. Vergleichbare Windgeschwindigkeiten wurden bislang nur bei Hurrikan "Wilma" 2005 und Hurrikan "Allen" 1980 gemessen.
    Trump stoppt Schutzprogramm für Kinder illegaler Einwanderer:
    US-Präsident Donald Trump hat ein Programm zum Schutz von Kindern illegaler Einwanderer gekippt. Das von Trumps Vorgänger Barack Obama eingeführte Verfahren bewahrt bislang knapp 800.000 junge Erwachsene, die als Kinder illegal in die USA gekommen sind, vor der Ausweisung. Trump ordnete die schrittweise Abschaffung dieser Regelung an und gab dem von seinen Republikanern dominierten Kongress sechs Monate Zeit, um über das Schicksal der Betroffenen zu entscheiden. Obama nannte die Entscheidung grausam und falsch. Auch andere Demokraten, Bürgerrechtler und Unternehmen sowie Mexikos Regierung kritisierten Trumps Vorgehen. Von dem Programm "Deferred Action for Childhood Arrivals" ("DACA") profitieren vor allem Mexikaner. Die DACA-Schützlinge werden in den USA auch "Dreamer" genannt. Sie machen nur einen kleinen Teil der rund elf Millionen illegalen Migranten in den USA aus.
    Nordkorea droht USA mit "weiteren Geschenkpaketen":
    Im Konflikt mit Nordkorea ringt die Weltgemeinschaft um eine gemeinsame Antwort. Während die USA, Südkorea und Deutschland für härtere Sanktionen plädierten, äußerten die UN-Vetomächte Russland und China Zweifel am Sinn solcher Maßnahmen. Der nordkoreanische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Han Tae Song, sagte mit Blick auf den sechsten und bisher größten Nukleartest, sein Land werde den USA noch mehr solche "Geschenkpakete" schicken. UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete das Risiko eines Nuklear-Konflikts mit Nordkorea als die derzeit "gefährlichste Krise" der Welt. Ein Krieg müsse unbedingt verhindert werden, so Guterres. "Die möglichen Konsequenzen einer Militäraktion sind zu schrecklich."
    Korruptionsklage gegen Brasiliens Ex-Präsidenten Lula und Rousseff:
    Brasiliens ehemalige Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva und Dilma Rousseff müssen sich vor dem Obersten Gericht wegen Korruptionsvorwürfen verantworten. Oberstaatsanwalt Rodrigo Janot wirft in seiner Anklageschrift den beiden Ex-Staatschefs, fünf ehemaligen Ministern und weiteren führenden Politikern der Arbeiterpartei PT die Bildung einer kriminellen Vereinigung vor. Die nun eingereichte Klage ist Teil der Ermittlungen in dem ausgedehnten Korruptionsskandal um den halbstaatlichen Ölkonzern Petrobras, der das größte Land Südamerikas in eine tiefe politische Krise stürzte. Insgesamt sollen die Angeklagten oder ihre Partei zwischen 2002 und 2016 umgerechnet gut 400 Millionen Euro Bestechungsgeld aus dem Korruptionsschema erhalten haben. Die Arbeiterpartei wies die Beschuldigungen umgehend zurück und warf Janot vor, er sei politisch voreingenommen.
    Papst startet Versöhnungsreise nach Kolumbien:
    Papst Franziskus reist an diesem Mittwoch nach Kolumbien. Im Mittelpunkt steht der Versöhnungsprozess in dem südamerikanischen Land nach Jahrzehnten eines blutigen Konflikts mit der FARC-Guerilla. Weiter will Franziskus bei der gut fünftägigen Reise zwei ermordete katholische Priester als Märtyrer seligsprechen. Neben großen Gottesdiensten in der Hauptstadt Bogota, in Villavicencio, Medellin und Cartagena sind auch Begegnungen mit den Spitzen des Staates sowie mit Vertretern der Kirche Lateinamerikas geplant. Kolumbiens Staatspräsident Juan Manuel Santos sagte im Vorfeld, der Papst komme "mit einer Botschaft der Versöhnung". Nach 53 Jahren Konflikt werde es Zeit brauchen, Frieden zu schaffen.
    Briten wollen nach Brexit Einwanderung von EU-Bürgern beschränken:
    Großbritannien plant laut einem Pressebericht, die Einwanderung niedrigqualifizierter EU-Arbeitnehmer nach einem Brexit zu beschränken. Zudem solle der Nachzug von Familienmitgliedern erschwert werden, berichtet die Zeitung "The Guardian" unter Berufung auf Vorschläge des Innenministeriums. Das 82-seitige Dokument wurde demnach an die Zeitung durchgestochen. EU-Bürger, die nach dem Brexit ins Königreich einwandern wollen, müssten sich dann um eine zweijährige Aufenthaltsgenehmigung bewerben. Als hochqualifiziert eingestufte Zuwanderer könnten dagegen eine bis zu fünfjährige Genehmigung erhalten. Beim Familiennachzug plant das Innenministerium demnach strengere Kriterien: Dieser soll auf Lebenspartner, Kinder unter 18 Jahren und erwachsene Unterhaltsberechtigte beschränkt werden. Künftig soll es auch für EU-Bürger verpflichtend sein, bei der Einreise einen Reisepass mit sich zu führen. Bislang reichte der Personalausweis.
    9 min
  • 05.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump will Waffenverkäufe an Südkorea steigern:
    Nach dem neuerlichen nordkoreanischen Atomwaffentest will US-Präsident Donald Trump massiv Waffen und militärische Ausrüstung an Südkorea liefern. Er sei bereit, Rüstungsverkäufe im Wert von "vielen Milliarden Dollar" zu genehmigen, sagte Trump nach Angaben des Weißen Hauses in einem Telefonat mit seinem südkoreanischen Kollegen Moon Jae In. In den Jahren 2010 bis 2016 haben die USA nach Angaben des Stockholmer Sipri-Instituts Rüstungsgüter im Wert von fast fünf Milliarden Dollar (4,2 Milliarden Euro) an ihren Verbündeten geliefert. Südkorea war damit in dem Zeitraum der viertgrößte Käufer von US-Rüstungsgütern hinter Saudi-Arabien, Australien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Trump und Moon hätten "die große Bedrohung" unterstrichen, die "die jüngste Provokation Nordkoreas für die gesamte Welt bedeutet". Sie seien sich einig gewesen, "den Druck auf Nordkorea maximal zu erhöhen, indem sie alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel anwenden".
    Merkel und Trump wollen schärfere Nordkorea-Sanktionen:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump sind für schärfere Sanktionen gegen Nordkorea. Beide seien sich in einem Telefonat einig gewesen, dass der Test einer Wasserstoffbombe eine neue und inakzeptable Eskalation durch das nordkoreanische Regime bedeute, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Merkel und Trump vertraten demnach die Auffassung, dass die internationale Gemeinschaft den Druck auf das Regime in Nordkorea erhöhen und der UN-Sicherheitsrat rasch verschärfte Sanktionen beschließen müsse. Die Bundeskanzlerin bekräftigte zudem, dass sich Deutschland in der Europäischen Union für zusätzliche, harte Sanktionen gegen Nordkorea einsetzen werde. Ziel bleibe es, Nordkorea von seinem völkerrechtswidrigen Verhalten abzubringen und eine friedliche Lösung des Konflikts zu erreichen. Nordkorea hatte am Sonntag seinen sechsten und bisher stärksten Atomwaffentest vorgenommen.
    Kleinere Parteien streiten im TV-"Fünfkampf" über Flüchtlingspolitik:
    AfD, FDP, Grüne, Linkspartei und CSU haben sich einen Tag nach dem Kanzlerkandidaten-Duell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz einen heftigen Schlagabtausch geliefert. Beim Duell der kleineren Bundestagsaspiranten unterstrichen deren Spitzenkandidaten im Fernsehen inhaltliche Unterschiede. Grüne, FDP und CSU vermieden es aber, rote Linien zu ziehen, die bestimmte Koalitionskombinationen unmöglich machen würden. Ein zentraler Streitpunkt bei dem "Fünfkampf" war die Flüchtlingspolitik. Für die CSU bekräftigte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, der Familiennachzug für Flüchtlinge solle ausgesetzt bleiben. Der Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir widersprach: Familiennachzug sei eine wichtige Voraussetzung für die Integration. FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner warf den Grünen vor, Abschiebungen bestimmter Migrantengruppen ohne Aufenthaltsrecht zu verhindern. Sie blockierten die Einstufung bestimmter Staaten als sicher.
    Israel startet Manöver mit Blick auf Hisbollah:
    Das israelische Militär beginnt an diesem Dienstag eine groß angelegte Militärübung, bei der ein bewaffneter Konflikt mit der libanesischen Hisbollah-Miliz simuliert werden soll. Das Manöver werde zehn Tage dauern, hieß es im israelischen Verteidigungsministerium. Militärkreisen zufolge sollen zehntausende Soldaten, darunter tausende Reservisten, teilnehmen. Geplant ist der Einsatz von Flugzeugen, Schiffen und U-Booten. Israel lieferte sich im Grenzgebiet zum Libanon bereits mehrere bewaffnete Konflikte mit der schiitischen Miliz, die vom Iran unterstützte wird. In der Vorwoche hatten Israel und die USA der UN-Truppe UNIFIL vorgeworfen, nicht genug gegen den Waffenschmuggel der Hisbollah im Südlibanon zu unternehmen. Diese Truppe wacht seit 1978 über die Einhaltung des Waffenstillstandes.
    Guatemalas Präsident droht Prozess wegen illegaler Wahlkampffinanzierung:
    Wegen illegaler Wahlkampffinanzierung muss Guatemalas Präsident Jimmy Morales mit einem Strafverfahren rechnen. Der Oberste Gerichtshof gab grünes Licht für die Aufhebung der Immunität des Staatschefs. Das letzte Wort hat allerdings das Parlament. Zuletzt hatte die Internationale Kommission gegen Straflosigkeit (Cicig) Morales vorgeworfen, seinen Wahlkampf 2015 illegal finanziert zu haben. Die Herkunft von 600.000 US-Dollar sind demnach unklar. Der Präsident erklärte Cicig-Chef Iván Velásquez zur unerwünschten Person und wollte ihn des Landes verweisen. Das Verfassungsgericht stoppte den Rauswurf. Trotz des schwelenden Streits zwischen Regierung und Cicig wurde das Mandat der UN-gestützten Ermittler bis September 2019 verlängert, wie das Außenministerium mitteilte. Die Cicig unterstützt Guatemala im Kampf gegen Korruption und das organisierte Verbrechen.
    "Irma" nimmt über der Karibik weiter an Fahrt auf:
    Der Hurrikan "Irma" legt über der Karibik weiter an Stärke zu. Der Wirbelsturm wurde inzwischen in die Kategorie vier hochgestuft. Er nähert sich mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Stundenkilometern dem Osten der Karibik und dürfte bis Mittwoch noch bedrohlicher werden. Das teilte das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) der USA mit. Mehrere Inseln der Kleinen Antillen sowie das US-Außengebiet Puerto Rico wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Puerto Rico und Florida riefen den Notstand aus.
    9 min
  • 04.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Umfragen sehen Merkel als Siegerin in TV-Duell gegen Schulz:
    Drei Wochen vor der Bundestagswahl hat Kanzlerin Angela Merkel laut Umfragen das Fernsehduell gegen ihren Herausforderer von der SPD, Martin Schulz, gewonnen. Übereinstimmend wird die CDU-Vorsitzende zur Siegerin erklärt, wenn auch mit unterschiedlich großem Vorsprung. SPD-Kanzlerkandidat Schulz hatte versucht, Merkel bei zentralen Themen wie Flüchtlinge, Türkei oder der Rente in Bedrängnis zu bringen, schaffte aber nicht die erhoffte Trendwende. In der von vier Moderatoren geleiteten Debatte dominierte die Frage, wie die Integration der Flüchtlinge in Deutschland gelingen kann. Schulz warf der Kanzlerin vor, die Grenzöffnung 2015 nicht ausreichend vorbereitet und die europäischen Partner vor vollendete Tatsachen gestellt zu haben. Der SPD-Chef kündigte überraschend an, sich im Falle eines Wahlsieges für ein Ende der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei einzusetzen. Merkel lenkte ein und signalisierte, sie werde mit ihren EU-Kollegen erörtern, ob "wir diese Beitrittsverhandlungen auch beenden können".
    Kritik der Opposition am TV-Duell:
    Während Politiker von CDU/CSU und SPD ihre jeweiligen Spitzenkandidaten beim TV-Duell vorne sahen, zeigten sich Vertreter der Opposition enttäuscht über die Debatte. Der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Bundestag, Dietmar Bartsch, erklärte, es sei kein Duell, sondern ein TV-Duett der großen Koalition gewesen. Der Grünen-Parteivorsitzende Cem Özdemir kritisierte, die Große Koalition stehe für den Stillstand in Deutschland. FDP-Chef Christian Lindner beklagte, es seien etliche Themen ausgespart worden; so sei zum Beispiel nicht über Bildung und Digitalisierung gesprochen worden.
    USA drohen Nordkorea nach Atomtest mit militärischer Reaktion:
    Als Reaktion auf den jüngsten Atomwaffentest Nordkoreas hat Südkorea seinerseits eine Raketenübung abgehalten. Die südkoreanische Armee habe einen Angriff auf das Atomgelände des nördlichen Nachbarn simuliert, teilte der Generalstab in Seoul mit. US-Präsident Donald Trump erklärte die - wie er sagte - Besänftigungspolitik gegenüber Nordkorea für gescheitert und kündigte harte Sanktionen an. US-Verteidigungsminister James Mattis sprach von einer möglichen "massiven militärischen Antwort". Nordkorea hatte am Sonntag seinen bislang stärksten Atomtest vorgenommen und dabei nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe gezündet, deren Zerstörungskraft um ein Mehrfaches stärker ist als bei einem Atom-Sprengsatz. An diesem Montag beschäftigt sich der UN-Sicherheitsrat mit der aktuellen Situation.
    Brics-Staaten streben engere Kooperation an:
    In der chinesischen Hafenstadt Xiamen hat das jährliche Gipfeltreffen der Brics-Staaten begonnen. Die Staats- und Regierungschefs Brasiliens, Russlands, Indiens, Chinas und Südafrikas wollen über eine engere Kooperation sprechen. Außerdem geht es um den Freihandel und eine weitere Ankurbelung der aufstrebenden Volkswirtschaften dieser Länder. Chinas Präsident Xi Jinping hatte am Vortag zu einem gemeinsamen Kampf gegen Protektionismus aufgerufen. Bei einem Treffen Xis mit Russlands Präsident Wladimir Putin am Rande des Gipfels ging es auch um den jüngsten nordkoreanischen Atomtest. Beide sprachen sich für einen "angemessenen Umgang" mit dem Konflikt aus.
    Syrische Regierungstruppen machen Boden gut:
    In Syrien sind Regierungseinheiten bis an den Stadtrand von Deir Essor im Osten des Landes vorgedrungen. Die Stadt steht unter Kontrolle der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Wie die oppositionelle Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte von London aus mitteilte, erreichten syrische Soldaten die Basis einer Brigade bei Deir Essor, die gegenwärtig noch vom IS belagert wird. Die Armee versucht derzeit mit russischer Unterstützung, in der Region Boden gut zu machen. Parallel zu diesen Kämpfen unternimmt eine kurdisch-arabische Allianz mit Unterstützung der USA Anläufe, die IS-Hochburg Rakka zu erobern.
    Sturmschäden nach "Harvey" in den USA gravierend:
    Der Wirbelsturm "Harvey" hat in den USA offenbar schlimmere Schäden angerichtet als der Hurrikan "Katrina", der 2005 in New Orleans und dem Südosten des Landes wütete. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, spricht von einem Betrag von 150 bis 180 Milliarden Dollar. Nach dem Wirbelsturm, bei dem mindestens 47 Menschen ums Leben kamen, sind zehntausende Bürger wegen der enormen Schäden an ihren Häusern obdachlos. Der Sender ABC zitierte die texanische Behörde für Katastrophenmanagement mit der Schätzung, dass insgesamt mindestens 185.000 Häuser ganz oder teilweise beschädigt worden seien. Das Weiße Haus hat beim Kongress erste Hilfsgelder in Höhe von rund 14,5 Milliarden Dollar beantragt.
    9 min
  • 02.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Politiker fordern Konsequenzen nach Festnahmen in der Türkei:
    Nach der Inhaftierung von zwei weiteren Deutschen in der Türkei fordern Politiker mehrerer Parteien Konsequenzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel kündigte eine entschiedene Reaktion Deutschlands an. Unter diesen Umständen kämen für sie weitere Verhandlungen über eine Erweiterung der Zollunion nicht in Frage, sagte die CDU-Chefin. Auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sprach sich für eine Aussetzung der Gespräche aus. Grünen-Chef Cem Özdemir bezeichnete den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan als einen Geiselnehmer, der Menschen gefangen nehme, um Deutschland zu erpressen. Die Linkenabgeordnete Sevim Dagdelen und FDP-Chef Christian Lindner forderten eine Verschärfung der Reisewarnungen für die Türkei. Der genaue Hintergrund der beiden Festnahmen am Flughafen von Antalya ist bislang unklar.
    USA und Südkorea vereinbaren Neuverhandlung von Raketenabkommen:
    Die USA und Südkorea wollen angesichts der Nordkoreakrise ihr Raketenabkommen überarbeiten. Die Präsidenten der beiden Länder, Donald Trump und Moon Jae-in, seien sich einig, dass Südkorea gestärkt werden müsse, um besser auf die Provokationen und Drohungen Nordkoreas antworten zu können, teilte das südkoreanische Präsidialamt mit. Der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel hat sich zuletzt verschärft. Nordkorea schoss am Dienstag eine Mittelstreckenrakete ab, die über Japan flog und nördlich der Region Hokkaido im Pazifik landete. Trump bezeichnete das abgeschottete Land daraufhin als zunehmende Bedrohung für die ganze Welt.
    Neuer Verdacht gegen Trump wegen Comey-Entlassung:
    Ein Briefentwurf bringt US-Präsident Donald Trump erneut in Bedrängnis. Wie US-Zeitungen berichten, soll das Schreiben die wahren Motive für die Entlassung von FBI-Chef James Comey im Mai enthüllen. Dem Präsidenten wird vorgeworfen, Comey aufgrund von dessen Ermittlungen zu Russland-Kontakten von Trumps Wahlkampfteam entlassen zu haben. Dies scheint der Briefentwurf zu bestätigen, der laut "Washington Post" dem Sonderermittler Robert Mueller vorliegt. Das Weiße Haus hatte offiziell einen anderen Grund für Comeys überraschende Entlassung genannt. Wie die "New York Times" berichtet, verhinderte ein juristischer Berater, dass das jetzt bekannt gewordene Schreiben abgeschickt wurde.
    Ex-Diplomat Grenell wird US-Botschafter in Berlin:
    Der frühere Diplomat und Fernsehkommentator Richard Grenell wird neuer US-Botschafter in Deutschland. Das gab das Weiße Haus in Washington bekannt. Grenell war von 2001 bis 2008 Sprecher der USA bei den Vereinten Nationen in New York und hatte anschließend eine Beratungsfirma gegründet. Der 50-Jährige gilt als einer der stärksten Unterstützer des außenpolitischen Kurses von Präsident Donald Trump. Die Stelle des US-Botschafters in Berlin ist seit dem Ausscheiden von John Emerson Mitte Januar verwaist.
    Deutschland genießt weiterhin höchste Bonität:
    Nach Einschätzung der Ratingagentur Fitch genießt Deutschland an den Finanzmärkten weiterhin höchste Bonität. Die Experten vergaben der Bundesrepublik erneut die Bestnote "AAA". Die Ratingagentur begründet dies mit der breit gefächerten Wirtschaft, der hohen Wertschöpfung und der großen Schuldendisziplin. Die Einstufung auf Höchstniveau trägt dazu bei, dass Deutschland bei der Aufnahme von Schulden kaum Zinsen zahlen muss. Deutsche Staatsanleihen gelten zurzeit als nahezu risikolose Geldanlage. Auch der Ausgang der Bundestagswahl wird nach Einschätzung der US-Ratingagentur Moody's keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bonität der Bundesrepublik haben.
    Ehrenlöwen für Jane Fonda und Robert Redford:
    Beim Filmfestival in Venedig sind die Hollywoodstars Jane Fonda und Robert Redford mit jeweils einem Ehren-Löwen für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden. Festivalleiter Alberto Barbera würdigte die Leistungen der beiden Stars. Er lobte die Entschlossenheit und Courage von Jane Fonda, die im Laufe ihrer Karriere Sexsymbol und feministische Ikone gewesen sei. Über Redford sagte Barbera, er habe sich auf unübertroffene Weise vor und hinter der Kamera, als Gründer des Filmfestivals Sundance und Umweltschützer engagiert. Die beiden Stars stellen in Venedig außerhalb des Wettbewerbs ihren neuen gemeinsamen Film "Our Souls at Night" vor.
    7 min
  • 01.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bundeswehr räumt nach Tod von Soldat nach Fußmarsch Fehler ein:
    Nach dem Tod eines Soldaten bei einem Übungsmarsch im niedersächsischen Munster hat die Bundeswehr Fehler eingeräumt. Mehrere Fehlentscheidungen der Führungskräfte hätten zu dem Kollaps von vier Soldaten beigetragen, teilte die Bundeswehr mit. Einer von ihnen war am 29. Juli - zehn Tage nach dem Fußmarsch - gestorben. Ein zweiter Soldat befinde sich weiterhin im kritischen Zustand, heißt es in dem Bericht einer internen Untersuchungsgruppe. Die vier Soldaten hatten während des Marsches bei rund 28 Grad einen Hitzschlag erlitten. Den Angaben zufolge fehlten an dem Tag durch Urlaub und eine Dienstreise mehrere Führungskräfte. Die Bundeswehr führte mehrere "nicht sachgerechte Führungsentscheidungen" auf, dazu zählt auch, dass die Offiziersanwärter Feldjacken über Splitterschutzwesten und Gefechtshelme getragen hätten. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die Untersuchung habe für den Kollaps der Soldaten keinen klaren und gemeinsamen Grund gefunden. Die Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen.
    USA ordnen Schließung von russischem Konsulat an:
    Die US-Regierung hat die Schließung des russischen Konsulats in San Francisco angeordnet. Zudem wurde Moskau aufgefordert, zwei konsularische Außenstellen in Washington und New York zu schließen. Russland habe bis Samstag Zeit, die Anordnung umzusetzen. Die Entscheidung folge dem Grundsatz der Ausgewogenheit, hieß es aus dem US-Außenministerium. Zuvor hatte Russland angeordnet, dass Hunderte US-Diplomaten bis zu diesem Freitag das Land verlassen müssten. Vorausgegangen waren neue vom US-Kongress verhängte Sanktionen gegen Russland. Begründet wurden die Strafmaßnahmen mit der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim und mutmaßlichen russischen Hackerangriffen während des US-Wahlkampfes. Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte, er bedauere die neuerliche Eskalation.
    Ungarn will EU für Grenzzaun zahlen lassen:
    Ungarn fordert von der EU 400 Millionen Euro für den Sperrzaun, den das Land im Herbst 2015 an seiner Grenze zu Serbien und Kroatien zur Abwehr von Flüchtlingen errichtet hat. Der Stabschef von Ministerpräsident Victor Orban sagte in Budapest, das sei die Hälfte der Summe, die man für den Bau und den bisherigen Betrieb der Sperranlagen ausgegeben habe. Brüssel müsse seinen Anteil zahlen, da der Zaun schließlich nicht nur Ungarn schütze, sondern auch den Rest Europas. Das sei eine Frage praktischer Solidarität. Ein Sprecher der EU-Kommission erklärte dazu, Solidarität sei keine Einbahnstraße. Man könne nicht Unterstützung für die Grenzsicherung fordern und gleichzeitig gemeinsam in der EU getroffene Entscheidungen zur Flüchtlingsverteilung zurückweisen.
    UN: 28 Zivilisten bei Luftangriffen in Afghanistan getötet:
    Die Vereinten Nationen haben den Tod von mindestens 28 Zivilisten bei Luftangriffen auf radikalislamische Taliban in dieser Woche als inakzeptabel bezeichnet. Alle Kriegsparteien müssten ihre Verpflichtung ernst nehmen, Zivilisten zu schützen, forderte der Spezialgesandte der UN für Afghanistan, Tadamichi Yamamoto. Für einen der beiden Luftangriffe Ende August soll die im Aufbau befindliche afghanische Luftwaffe verantwortlich sein, für den anderen die US-Armee. Die Zahl der Luftangriffe auf Taliban und die Terrormiliz "Islamischer Staat" steigt angesichts des Wiedererstarkens der Islamisten seit Monaten rasant. Bis Mitte August waren es allein mehr als 2200 US-Luftschläge, mehr als doppelt so viele wie im gesamten Vorjahr. Gleichzeitig häuft sich die Anzahl der zivilen Opfer. Laut UN stieg im ersten Halbjahr 2017 die Zahl der durch Luftangriffe getöteten und verletzten Zivilisten auf 232 und damit im Vergleich zu 2016 um 43 Prozent.
    Tropensturm "Harvey" beschädigte mindestens 100.000 Häuser:
    Bei dem schweren Tropensturm "Harvey" sind im US-Bundesstaat Texas nach Schätzungen des Weißen Hauses 100.000 Gebäude beschädigt worden. Die Zahl der Todesopfer liegt nach offiziellen Angaben bei 37. Angesichts der Zerstörungen beteiligen sich immer mehr US-Stars an der Flut- und Sturmhilfe. Die Schauspieler Sandra Bullock und Leonardo DiCaprio kündigten an, jeweils eine Million Dollar zu spenden. Auch Kevin Hart und Amy Schumer, die Sängerinnen Beyoncé und Miley Cyrus bekundeten ihre Hilfsbereitschaft. US-Präsident Donald Trump hat sich dem angeschlossen und will eine Million Dollar aus seinem Privatvermögen in einen Hilfsfonds für die Opfer von "Harvey" einzahlen. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott erklärte, sein Bundesstaat werde für den Wiederaufbau womöglich weit mehr als 125 Milliarden Dollar Hilfe von der Regierung in Washington benötigen.
    10 min
  • 31.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Marine schickt Schiffe in Katastrophenregion:
    In den Überschwemmungsgebieten im US-Bundesstaat Texas bleibt die Lage dramatisch. Während sich die Situation in der Millionenmetropole Houston etwas verbessert hat, kämpfen nun die kleineren Städte Beaumont und Port Arthur mit steigenden Wasserpegeln. Die Zahl der Toten durch den Tropensturm "Harvey" stieg nach Angaben des Senders CNN mittlerweile auf mindestens 28. Die US-Marine kündigte an, zwei Schiffe vor die texanische Küste zu schicken. Sie sollen die örtlichen Behörden bei den Rettungsarbeiten unterstützen. Nach Auskunft des nationalen Wetterdienstes zieht "Harvey" derzeit weiter durch den Bundesstaat Louisiana und soll an diesem Donnerstag Mississippi erreichen. Auch Tennessee und Kentucky rüsten sich bereits für mögliche Überschwemmungen.
    USA haben mehr Soldaten in Afghanistan als bislang bekannt:
    Die USA haben deutlich mehr Soldaten in Afghanistan stationiert als bislang bekannt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums befinden sich etwa 11.000 amerikanische Militärs in dem Land. Bislang hatte das Pentagon stets von etwa 8400 gesprochen. Die neuen Angaben bedeuten keine Truppenerhöhung, sie gehen lediglich auf eine andere öffentliche Zählweise zurück, wie es aus dem Pentagon heißt. Dabei werden nun auch Militärangehörige berücksichtigt, die nur für eine kurze Zeit in Afghanistan sind. Dennoch wird auch eine Truppenerhöhung erwogen. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, dass die USA ihr Engagement in Afghanistan verstärken wollen.
    May sieht keinen Anlass für vorzeitigen Rücktritt:
    Die britische Premierministerin Theresa May hat Meldungen zurückgewiesen, sie wolle nach dem EU-Austritt ihres Landes vorzeitig ihr Amt aufgeben. Diese Berichte entbehrten jeder Grundlage, sagte die konservative Politikerin dem Sender "Sky News". In einem Gespräch mit der BBC erklärte May, dass sie auch bei der nächsten regulären Parlamentswahl in Großbritannien im Jahr 2022 wieder antreten wolle. Ihre Regierung werde nicht nur den Austritt aus der EU bewerkstelligen, sondern auch für eine bessere Zukunft des Landes sorgen. May hatte zu einer vorgezogenen Wahl im vergangenen Juni aufgerufen und sich dabei eine breite Rückendeckung für die Brexit-Verhandlungen erhofft. Stattdessen verlor ihre Partei die absolute Mehrheit. Bei vielen Beobachtern gilt May seitdem als angezählt.
    Griechische Regierung legt Plan zu Reform der Verwaltung vor:
    Die griechische Regierung will mit einem auf drei Jahre angelegten Reformplan die Verwaltung des Landes reformieren. Das Vorhaben sieht vor, staatliche Beschäftigte besser zu qualifizieren, Personal mit digitalen Kenntnissen einzustellen und Stellen in die Bereiche zu verlagern, in denen sie tatsächlich benötigt werden. Zudem soll die weit verbreitete Vetternwirtschaft bekämpft werden. Bis 2020 würden Behörden und andere öffentliche Verwaltungen unabhängig und entpolitisiert sein, sagte die Ministerin für den Wiederaufbau der Verwaltung, Olga Gerovasili. Eine Reform des öffentlichen Sektors ist eine Kernforderung der Geldgeber Griechenlands. 2010 war beinahe jeder fünfte Beschäftigte im Staatsdienst. Seit der Schuldenkrise ist die Zahl der im öffentlichen Dienst beschäftigten Menschen um 18 Prozent gesunken. Griechenland ist seit 2010 von Hilfen der Euro-Geldgeber abhängig.
    Ryanair bietet nicht mehr für Air Berlin:
    Der irische Billigflieger Ryanair steigt aus dem Bieterkampf um die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin aus. In diesem - so wörtlich - "abgekarteten Spiel" werde Ryanair nicht mitbieten, sagte Unternehmenschef Michael O'Leary. Den von der Regierung gewährten Überbrückungskredit in Höhe von 150 Millionen Euro für Air Berlin bezeichnete er als Staatshilfe für die Lufthansa. Lufthansa ist an Teilen von Air Berlin interessiert. Auch der britische Billigflieger Easyjet wird als Interessent gehandelt.
    Filmfestival Venedig eröffnet:
    Die 74. Internationalen Filmfestspiele in Venedig sind eröffnet worden. Zum Auftakt stand die Premiere der Filmsatire "Downsizing" mit den Hauptdarstellern Matt Damon und Kristen Wiig auf dem Programm. Er erzählt von einer Welt in der Zukunft, in der Menschen sich schrumpfen lassen können, um Umweltprobleme zu reduzieren. "Downsizing" konkurriert im Wettbewerb des Festivals mit 20 weiteren Produktionen um den Goldenen Löwen für den besten Film. Die Preise werden am 9. September vergeben.
    9 min
  • 30.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Sicherheitsrat stellt sich geschlossen gegen Nordkorea:
    Der UN-Sicherheitsrat hat den jüngsten Abschuss einer nordkoreanischen Rakete über Japan hinweg einstimmig verurteilt. Der Raketentest sei "empörend", hieß es nach einer dreistündigen Sondersitzung. In einer gemeinsamen Erklärung fordern die 15 Mitglieder des höchsten UN-Gremiums Nordkorea auf, weitere Tests zu unterlassen und sein Atomprogramm einzustellen. Neue Sanktionen werden in der Erklärung nicht genannt, stattdessen wird auf der strikten Umsetzung bereits bestehender Maßnahmen beharrt. Nordkorea hatte am Dienstag eine Rakete über Japan hinweg in Richtung Pazifik gefeuert. Machthaber Kim Jong Un bestätigte den Test und zeigte sich nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA zufrieden. Es sei der erste Schritt der nordkoreanischen Armee gewesen, um im Pazifik den militärischen Vorposten der USA auf der Insel Guam einzudämmen. Der Raketentest hatte weltweit Empörung ausgelöst. US-Präsident Donald Trump erneuerte seine Drohung, dass im Umgang mit Nordkorea "alle Optionen auf dem Tisch" lägen.
    Trump spricht Hochwasser-Opfern in Texas Mut zu - Ausgangssperre in Houston:
    Tropensturm "Harvey" setzt den Südosten Texas' weiter unter Wasser. In der besonders schwer getroffenen Stadt Houston lief ein Damm über, ein anderer in Brazoria County brach. Aus Angst vor Plünderungen verhängte der Bürgermeister von Houston eine nächtliche Ausgangssperre. Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht. Meteorologen warnen davor, es könne bis Donnerstag oder Freitag weiterregnen. Auch Louisiana rüstet sich gegen Überflutungen. US-Präsident Donald Trump versuchte bei einem Besuch im texanischen Corpus Christi und in Austin, den Betroffenen Mut zu machen. "Harvey" sei zwar gewaltig, so Trump, doch Texas werde mit allem fertig. Die Hochwasserhilfe solle beispielhaft sein, so der Republikaner. Trump dankte den Rettungskräften und Behörden für ihre Hilfe im Kampf gegen die Fluten und kündigte finanzielle Hilfen an. In den vergangenen Tagen wurden 3500 Menschen in Sicherheit gebracht, Tausende Menschen suchten Zuflucht in Notunterkünften.
    Tausende Rohingya sitzen an Grenze zu Bangladesch fest:
    Nach der jüngsten Gewalteskalation im Westen Myanmars sitzen mindestens 6000 muslimische Flüchtlinge an der Grenze zu Bangladesch fest. Die Regierung in Dhaka hält die Mitglieder der Rohingya-Minderheit von der Einreise ab, während die Vereinten Nationen das Land zur Grenzöffnung für die Geflohenen drängen. Mehr als 5000 Rohingya sollen es nach UN-Angaben in den vergangenen Tagen nach Bangladesch geschafft haben. Die Mehrheit wurde jedoch aufgehalten, Hunderte sollen wieder zurückgeschickt worden sein. In Camps an der Grenze zu Myanmar leben bereits etwa 400.000 Rohingya-Flüchtlinge unter schlimmen Bedingungen. Deshalb will die Regierung in Dhaka keine weiteren Menschen aufnehmen. Die Gewalt in Myanmars Bundesstaat Rakhine war am Freitag eskaliert, nachdem Rohingya-Rebellen Polizei- und Armeeposten angegriffen hatten. Dabei und bei den anschließenden Kämpfen wurden mehr als 100 Menschen getötet, Tausende flohen.
    Macron sieht in Kampf gegen Terror "erste Priorität":
    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den Kampf gegen den islamistischen Terrorismus zur "ersten Priorität" in der Außenpolitik seines Landes erklärt. In einer Grundsatzrede vor französischen Botschaftern bezeichnete er die Terrormiliz "Islamischer Staat" als "unseren Feind". Im Syrienkrieg kündigte Macron vor diesem Hintergrund eine neue internationale Kontaktgruppe an, die im September starten soll. Die Stabilisierung des Iraks und Syriens sowie die Rückkehr zum Frieden sei von "vitalem Interesse" für Frankreich, sagte Macron. Das französische Militär beteiligt sich in der Region mit Luftschlägen und Artillerie am Kampf gegen Stellungen des IS. Frankreich ist in den vergangenen Jahren von einer islamistischen Anschlagsserie getroffen worden, bei der fast 240 Menschen getötet wurden.
    UN-Korruptionswächter darf weiter in Guatemala ermitteln:
    Der UN-Korruptionswächter in Guatemala darf weiter ermitteln. Das Verfassungsgericht des mittelamerikanischen Landes stoppte die von Präsident Jimmy Morales angeordnete Ausweisung von UN-Ermittler Iván Velásques. Velásques leitet seit Jahren die Internationale Kommission gegen Straflosigkeit in Guatemala - kurz Cigic. Vergangene Woche hatte die Antikorruptionsbehörde Korruptionsermittlungen gegen Morales eingeleitet. Der Staatschef hatte Velásques daraufhin zur unerwünschten Person erklärt und seine sofortige Ausreise verfügt. Die unerwartete Maßnahme des Präsidenten stieß im Land auf heftige Kritik. Eine Ministerin und mehrere Staatsbedienstete traten aus Protest zurück.
    Mekka erwartet zwei Millionen Pilger zum Hadsch:
    Muslime aus aller Welt beginnen an diesem Mittwoch im saudi-arabischen Mekka die jährliche Pilgerfahrt Hadsch. Bis zum kommenden Montag erwarten die Behörden des Königsreichs mehr als zwei Millionen Teilnehmer, davon rund 1,5 Millionen aus dem Ausland. Zehntausende Sicherheitskräfte sollen für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Nach einer Massenpanik im Jahr 2015 mit rund 2400 Toten hatte Saudi-Arabien die Sicherheitsvorkehrungen deutlich verschärft. Der Hadsch ist für viele Muslime der Höhepunkt ihres spirituellen Lebens. Als eine der fünf Säulen im Islam ist die Pilgerreise nach Mekka für gesunde und finanzkräftige Muslime Pflicht, die zumindest einmal im Leben erfüllt werden sollte.
    11 min

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