Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 17.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Monopolkommission kritisiert Lufhansa-Übernahme von Air-Berlin:
    Die insolvente Air Berlin verhandelt neben der Lufthansa mit zwei weiteren Interessenten über eine Übernahme von Teilen ihres Geschäfts. Das bestätigte Vorstandschef Thomas Winkelmann gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft hatte am Dienstag Insolvenz angemeldet. Die Bundesregierung gewährte der Fluggesellschaft einen Kredit über 150 Millionen Euro. Außer der Lufthansa soll Ryanair-Konkurrent Easyjet Branchengerüchten zufolge an Teilen von Air Berlin interessiert sein. Auch die Thomas-Cook-Tochter Condor hat Interesse angemeldet. Deutsche Wettbewerbshüter haben Bedenken gegen die mögliche Air-Berlin-Übernahme durch die Lufthansa. Der Chef der Monopolkommission, Achim Wambach, sagte der "Rheinischen Post", die Lufthansa müsse mit strengen Auflagen rechnen. Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries betonte, aus kartellrechtlichen Gründen könne nicht eine Airline alle Landerechte übernehmen.
    Venezuela protestiert gegen deutsche Regierungskritik:
    Venezuelas Außenminister Jorge Arreaza hat die deutsche Regierung wegen Einmischung in innere Angelegenheiten scharf kritisiert. Arreaza bestellte den Deutschen Botschafter Stefan Andreas Herzberg ein und überreichte ihm eine entsprechende Protestnote. Weder Deutschland noch ein anderes Land der Welt hätten das Recht sich in die inneren Angelegenheiten Venezuelas einzumischen, sagte Arreaza. Er bezog sich dabei auf Äußerungen des Sprechers von Kanzlerin Angela Merkel, Steffen Seibert, in der Regierungspressekonferenz am Montag. Dort hatte Seibert im Bezug auf die Ereignisse in Venezuela erklärt, dass mit willkürlichen Verhaftungen und exzessiver Gewalt gegen Regierungsgegner Schluss sein müsse. Seibert sprach von einer faktischen Entmachtung des Parlaments und forderte Schutzgarantien für die abgesetzte Generalstaatsanwältin Luisa Ortega. Sie hatte unter anderem Staatspräsident Nicolás Maduro den Umbau des politischen Systems zu einer Diktatur vorgeworfen.
    Mexiko sieht nach erstem Nafta-Gespräch keine Annäherung:
    Bei den ersten Gesprächen über eine Neufassung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta hat es nach Einschätzung Mexikos keine Annäherung gegeben. Dazu sei es noch zu früh, sagte Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo in Washington. Der erste Tag der Verhandlungen zwischen den USA, Mexiko und Kanada habe keine Überraschung gebracht. Alle Seiten müssten sich flexibel zeigen, forderte Guajardo weiter. Er hoffe, dass die zweite Runde Schwung in die Verhandlungen bringen werde. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer betonte, dass die Gespräche bis Jahresende abgeschlossen sein sollten. Er signalisierte zugleich eine harte Linie. US-Präsident Donald Trump habe kein Interesse daran, das Abkommen nur leicht anzupassen. Benötigt würden umfassende Änderungen, sagte Lighthizer. Kanadas Außenministerin Chrystia Freeland erklärte dagegen, die Handelsbilanz sei für ihr Land kein Maßstab für den Erfolg oder Misserfolg eines Abkommens.
    Trump löst zwei Beratergremien auf:
    Nach zahlreichen Rücktritten aus seinen Berater-Zirkeln hat US-Präsident Donald Trump gleich zwei Gremien zu Fragen der Wirtschaftspolitik aufgelöst. Wegen Trumps zögerlicher Reaktion auf die Gewaltausbrüche bei einer Kundgebung ultrarechter und rassistischer Gruppierungen in Charlottesville hatten mehrere prominente Wirtschaftsführer ihre Beratertätigkeit für Trump beendet, darunter die Chefs der US-Konzerne Merck, Intel und 3M sowie der Vorsitzende des Gewerkschaftsverbandes AFL-CIO. Trump erklärte daraufhin über Twitter, er löse den Rat für Industrie sowie das Strategie- und Politikforum auf, anstatt die dort vertretenen Firmenchefs unter Druck zu setzen. Noch am Dienstag hatte Trump dazu erklärt, für jeden, der den Rat verlasse, habe er mehrere, die deren Plätze einnehmen würden. Die Nachricht von der Auflösung der Beratergremien belastete die Aktienkurse und den Dollar.
    Bulgarien setzt Kampftruppen für den Grenzschutz ein:
    Bulgarien will im Kampf gegen illegale Einwanderung den Grenzschutz zum Nachbarland Türkei massiv ausbauen. Verteidigungsminister Krasimir Karakachanow sagte der Tageszeitung "Welt", für die Überwachung der Grenzabschnitte werde künftig verstärkt das Militär eingesetzt. Insgesamt sollen nach Angaben des Vize-Regierungschefs bis zu 600 Soldaten zum Einsatz kommen, darunter auch "hoch spezialisierte Kampftruppen". Karakachanow kündigte auch eine verstärkte Überwachung mit Videokameras und Drohnen an. Seit die türkisch-bulgarische Grenze fast komplett durch Stacheldraht-Zäune geschlossen wurde, hat sich die Zahl der Flüchtlinge, die über die Balkanroute in die EU gelangen wollen, deutlich reduziert. Karakachanow kritisierte, dass es der EU bislang nicht gelungen sei, die Mittelmeerroute für Flüchtlinge zu schließen.
    10 min
  • 16.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Charlottesville: Trump beharrt auf Schuld "beider Seiten":
    US-Präsident Donald Trump hat seine umstrittene Aussage verteidigt, dass für die Gewalt in Virginia sowohl rechte als auch linke Gruppen verantwortlich seien. Linke Demonstranten hätten "mit Gewalt die andere Gruppe attackiert". Er griff damit auf seine anfänglichen auch in den eigenen Reihen kritisierten Äußerungen zurück. Darin hatte er zwar allgemein die Gewalt in Charlottesville vom Wochenende verurteilt, Rassisten und Neonazis aber nicht erwähnt. Auch vom rassistischen Ku Klux Klan hatte der US-Präsident sich zunächst nicht distanziert. Mehrere führende Wirtschaftsvertreter haben sich als Reaktion auf Trumps Verhalten aus Beratergremien des Präsidenten zurückgezogen.
    Diplomatie entspannt Nordkorea-Konflikt:
    Nach einer leichten Entspannung im Konflikt zwischen den USA und Nordkorea drängen China und Russland die beiden Staaten zum Dialog. Das russische Außenministerium teilte nach einem Telefonat zwischen Ressortchef Sergej Lawrow und seinem chinesischen Kollegen Wang Yi mit, es sei dabei um Möglichkeiten gegangen, "aus der Konfrontationsspirale auf der koreanischen Halbinsel herauszukommen". Es sei die Zeit gekommen, um "zu Friedensgesprächen zurückzukehren", hieß es dazu in Peking. Zuvor hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un verlautbaren lassen, er sehe zunächst davon ab, Raketen in Richtung der Pazifikinsel Guam abzufeuern. Die Vereinigten Staaten unterhalten dort einen wichtigen Militärstützpunkt. Zugleich rief Kim Washington auf, Provokationen gegen sein Land "sofort" zu stoppen. US-Außenminister Rex Tillerson ließ mitteilen, die USA seien weiterhin zum Dialog bereit.
    London will keine harte Irland-Grenze nach Brexit:
    Die britische Regierung sieht trotz Brexits keinen Bedarf für Grenzkontrollen zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Landesteil Nordirland. Das geht aus einem Positionspapier für die Austrittsverhandlungen hervor. In dem vom Brexit-Ministerium in London veröffentlichten Bericht heißt es, es werde kein Zurück zu einer befestigten Grenze zwischen den beiden Teilen der irischen Insel geben. Stattdessen solle ein neues Zollabkommen mit der EU so ausgestaltet werden, dass Grenzposten nicht notwendig seien. Brexit-bedingte Grenzkontrollen hatten bereits Befürchtungen vor einem neuen Aufflammen des Nordirland-Konflikts geschürt. Die EU-Mitgliedschaft beider Teile der irischen Insel und der freie Grenzverkehr gelten als wichtige Bausteine für den Friedensschluss im Karfreitagsabkommen von 1998.
    FARC-Rebellen komplett entwaffnet:
    Mit dem Abtransport der letzten beschlagnahmten Waffen hat Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos den rund 50 Jahre dauernden Konflikt mit der linken FARC-Guerilla offiziell für beendet erklärt. "Heute haben wir Adiós gesagt zu den Waffen der FARC", betonte Santos. Bei Fonseca, in der Nähe der Karibikküste, verließen die letzten beiden UN-Container mit Waffen und Sprengstoff eines der 26 Camps, wo 6800 Guerilleros sich zur Waffenabgabe versammelt hatten. Die Abgabe von rund 8100 Waffen in den Camps war schon seit Wochen beendet. Seit 1964 erschütterte der Konflikt Kolumbien, über 220.000 Menschen starben bei Kämpfen zwischen Guerilla, Soldaten und Paramilitärs. Für seine Arbeit als Vermittler hatte Santos den Friedensnobelpreis bekommen.
    Ryanair wittert "Komplott" bei Air Berlin-Insolvenz:
    Der irische Billigflieger Ryanair hat Kartellbeschwerde gegen eine mögliche Übernahme der deutschen Fluglinie Air Berlin durch Lufthansa eingereicht. Ryanair habe beim Bundeskartellamt und bei der EU-Wettbewerbskommission Beschwerde eingelegt wegen des "offensichtlichen Komplotts" zwischen der Bundesregierung, Lufthansa und Air Berlin, teilte das Unternehmen mit. Die Insolvenz sei "künstlich erzeugt" und offensichtlich aufgesetzt, "damit Lufthansa eine schuldenfreie Air Berlin übernehmen" könne und dies widerspreche sämtlichen Wettbewerbsregeln von Deutschland und der EU, erklärte der Billigflieger auf seiner Homepage. Auch die Bestimmungen zu staatlichen Beihilfen würden ignoriert, beklagt Ryanair mit Blick auf den Überbrückungskredit der Regierung von 150 Millionen Euro an Air Berlin.
    Daniel Craig bestätigt Rückkehr als James Bond:
    Lange wurde spekuliert, jetzt hat er es selbst bestätigt: Daniel Craig wird erneut James Bond darstellen. Auf eine entsprechende Frage des Moderators Stephen Colbert in dessen "The Late Show" antwortete der 49-Jährige Brite kurz und klar mit: "Ja." Ende Juli hatten britische und amerikanische Medien berichtet, dass Craig nach den Filmen "Casino Royale", "Ein Quantum Trost", "Skyfall" und "Spectre" auch im 25. Bond-Abenteuer die Hauptrolle übernehmen soll. Angeblich wurden ihm umgerechnet 90 Millionen Euro geboten. In den US-Kinos zu sehen sein wird der nächste Film mit dem britischen Agenten 007 ab November 2019.
    10 min
  • 15.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Mattis warnt Nordkorea vor Krieg:
    US-Verteidigungsminister Jim Mattis hat Nordkorea davor gewarnt, einen Krieg gegen sein Land zu riskieren. "Wenn sie die Vereinigten Staaten unter Beschuss nehmen, könnte sich dies sehr schnell zu einem Krieg zuspitzen", sagte Mattis vor Journalisten. Zuletzt hatte die nordkoreanische Regierung Vorbereitungen für einen Angriff nahe der Pazifikinsel Guam angekündigt, wo die USA einen Militärstützpunkt haben. Mattis sagte dazu, die USA könnten die Flugbahn einer nordkoreanischen Rakete binnen Augenblicken abschätzen. Sollte die Rakete Kurs auf Guam nehmen, "werden wir sie außer Gefecht setzen". Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bekräftigte derweil bei einem Besuch des Hauptquartiers der Raketentruppen die Bereitschaft zu einem Angriff auf Guam. Um einen Krieg zu verhindern, sollten die Amerikaner als ersten Schritt eine "ordentliche Option" unterbreiten und darauf Taten folgen lassen, sagte Kim.
    China droht USA im Falle von Sanktionen im Handelsstreit mit Gegenmaßnahmen:
    China hat den USA Gegenmaßnahmen angedroht, sollte die von US-Präsident Donald Trump angeordnete Untersuchung der chinesischen Handelspraktiken zu Strafmaßnahmen führen. China werde nicht "tatenlos herumsitzen", erklärte das Handelsministerium in Peking. Jeder Protektionismus durch die USA werde den Interessen beider Seiten schaden. Trump hatte am Montag seinen Handelsbeauftragten Robert Lightizer damit beauftragt, Chinas Handelspraktiken genauer zu untersuchen und dabei vor allem den Umgang Pekings mit dem geistigen Eigentum. Sollte die US-Regierung feststellen, dass chinesische Gesetze und Handelspraktiken US-Erfindern und Technologiefirmen tatsächlich schaden, drohte Trump mit Handelssanktionen.
    Iran droht mit Ende des Atomabkommens bei neuen US-Sanktionen:
    Der Iran hat mit der Aufkündigung des Atomabkommens von 2015 gedroht, falls die USA weitere Sanktionen verhängen sollten. Präsident Hassan Rohani sagte im Parlament, man könne das Abkommen "binnen Stunden" aufkündigen, sollte Washington seine Politik "der Sanktionen und des Zwangs" fortsetzen. Die "gescheiterte Erfahrung von Sanktionen und Zwang" habe bereits frühere US-Regierungen an den Verhandlungstisch gebracht. Rohani warf den Vereinigten Staaten vor, wiederholt gegen ihre eigenen Zusagen zum Atomabkommen verstoßen zu haben. Die USA seien "kein verlässlicher Verhandlungspartner" mehr. Auch Präsident Donald Trump habe der Welt gezeigt, dass er "kein guter Partner" sei. Trump ist ein scharfer Kritiker des internationalen Atomabkommens. Seit seinem Amtsantritt im Januar haben sich die bilateralen Beziehungen deutlich verschlechtert. Die USA verhängten seither mehrfach neue Sanktionen gegen den Iran.
    Maduro ruft zu Militärübungen auf:
    Venezuelas Präsident Nicolas Maduro hat die Bevölkerung des Landes nach der Drohung von US-Präsident Donald Trump auf eine "imperialistische" Invasion seitens der USA vorbereitet. In der Hauptstadt Caracas rief Maduro vor tausenden Anhängern zu Militärübungen auf. Alle Venezolaner sollten an den für 26. und 27. August geplanten Übungen teilnehmen - Militärangehörige und Zivilisten. Zugleich forderte der sozialistische Präsident, gegen den seit Monaten zahlreiche Menschen demonstrieren, ein Gespräch mit Trump. Der US-Präsident hatte zuletzt gesagt, er schließe einen Einsatz des US-Militärs nicht aus. Sein Stellvertreter Mike Pence ruderte bei einem Besuch in Kolumbien wieder zurück: Die USA wollten die venezolanische Regierung mit diplomatischem und wirtschaftlichem Druck dazu bewegen, die Demokratie wiederherzustellen, sagte Pence.
    Tote bei Angriff auf UN-Posten in Mali:
    Bei einem Angriff auf einen UN-Stützpunkt in Mali sind mindestens 13 Menschen getötet worden, unter ihnen auch sechs Angreifer. Bewaffnete hätten die Lager der Vereinten Nationen in Timbuktu überfallen, teilte die UN-Truppe Minusma mit. Sieben Personen wurden demnach verletzt. In Mali kommt es immer wieder zu Angriffen auf Blauhelmsoldaten. Das Land war nach einem Militärputsch im März 2012 ins Chaos gestürzt, mehrere islamistische Gruppierungen brachten den Norden des Landes unter ihre Kontrolle. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff im Januar 2013 militärisch ein. Sie wird inzwischen von der UN-Mission Minusma unterstützt, an der auch die Bundeswehr beteiligt ist. Die Mission zur Stabilisierung des krisengeschüttelten Landes zählt zu den gefährlichsten UN-Einsätzen weltweit.
    Auto rast in Pizzeria - Mädchen getötet:
    In Frankreich ist ein Autofahrer in eine Pizzeria gerast und hat dabei ein 13-jähriges Mädchen getötet. Bei dem Vorfall in dem Ort Sept-Sorts, 60 Kilometer östlich von Paris, wurden mindestens zwölf Menschen verletzt, einige von ihnen schwer, wie ein Sprecher des Innenministeriums mitteilte. Die Ermittler gehen von einem möglichen Suizid-Versuch des Fahrers aus. Er wurde festgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft lenkte der 31-Jährige seinen Wagen "vorsätzlich" in das Restaurant. Es handele sich vermutlich aber nicht um einen "Terrorakt", hieß es. In Frankreich gilt nach einer Serie von Anschlägen der Ausnahmezustand. Erst vor fünf Tagen hatte ein Algerier bei einer Attacke mit einem Auto nahe Paris sechs französische Soldaten verletzt.
    11 min
  • 14.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump bleibt nach Gewalt von Rechtsextremisten unter Druck:
    US-Präsident Donald Trump steht nach den Ausschreitungen rechtsextremer Gruppen vom Wochenende weiter im Kreuzfeuer der Kritik. In mehreren US-Städten gab es Demonstrationen gegen Neonazis und Rassismus. Das Weiße Haus wies Vorwürfe auch von republikanischen Politikern zurück, Trump habe sich nicht klar genug von den Ultra-Rechten und den Vertretern einer weißen Vorherrschaft distanziert. Bei der Gewalt in Charlottesville im Bundesstaat Virginia war eine Frau ums Leben gekommen, mindestens 34 Menschen wurden verletzt. Der Bürgermeister der Universitätsstadt, Michael Signer, beschuldigte Trump gar, mit seiner Wahlkampfrhetorik für die Eskalation mitverantwortlich zu sein. Der Präsident habe "sehr klar betont, dass er alle Formen der Gewalt, des Fanatismus und Hasses verurteilt", mühte sich das Weiße Haus um Klarstellung. Dies gelte "natürlich auch für Neonazis, den Ku Klux Klan und alle extremistischen Gruppen".
    Chinesische Parteizeitung warnt USA vor Handelskrieg:
    Eine chinesische Parteizeitung hat gewarnt, US-Präsident Donald Trump könne einen Handelskrieg heraufbeschwören, sollte er seine Pläne zur Untersuchung vorantreiben, ob China amerikanische Technologie stehle. In dem Kommentar des englischsprachigen Blatts "China Daily" wird aber nicht darauf eingegangen, wie mögliche Gegenmaßnahmen aussehen könnten. Trump will an diesem Montag offiziell eine Untersuchung von Pekings Handelspraktiken einleiten. Nach Angaben von Regierungsbeamten wird er in Washington dazu ein Memorandum unterzeichnen. Nach Medienberichten soll es dabei vor allem um den Peking zur Last gelegten Diebstahl geistigen Eigentums gehen. Die USA schätzen die Verluste für die US-Wirtschaft durch gefälschte Waren, Software-Piraterie und Industriespionage auf jährlich mehr als 255 Milliarden Dollar.
    US-Vizepräsident: Friedliche Lösung in Venezuela-Krise möglich:
    Venezuela befindet sich nach den Worten von US-Vizepräsident Mike Pence auf dem Weg in eine Diktatur. Die Vereinigten Staaten würden das Aufkommen eines Diktators nicht akzeptieren, sagte Pence zu Beginn einer Lateinamerikareise in Kolumbien. Es könnten schon bald neue Sanktionen gegen Venezuela verhängt werden. Eine friedliche Lösung der Unruhen und politischen Wirren in dem Land sei jedoch weiterhin möglich. US-Präsident Donald Trump hatte Venezuela mit einer Militärintervention gedroht und war damit bei lateinamerikanischen Ländern auf Kritik gestoßen. In dem unter einer schweren Wirtschaftskrise leidenden Venezuela ist ein Machtkampf zwischen dem sozialistischen Präsidenten Nicolas Maduro und der Opposition entbrannt. Bei Protesten wurden seit April mehr als 120 Menschen getötet, mehrere Tausend wurden verhaftet.
    Terrorangriff in Ouagadougou - Mindestens 18 Tote:
    Bei einem Terrorüberfall auf ein Restaurant in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou sind nach Angaben von Sicherheitskräften mindestens 18 Menschen getötet worden, darunter auch zwei der Angreifer. Vermutlich islamistische Extremisten hatten im Zentrum der Stadt das Feuer auf die Gäste des bei Ausländern beliebten türkischen Lokals eröffnet und sich anschließend in dem Gebäude verschanzt. Im Januar 2016 hatten Dschihadisten ein Restaurant und ein Hotel in Burkina Faso angegriffen. Dabei waren 30 Menschen umgekommen, unter ihnen mehrere Ausländer.
    Türkischer Polizist von mutmaßlichem IS-Mitglied erstochen:
    Ein türkischer Polizist ist in Istanbul von einem mutmaßlichen Mitglied der Terrormiliz "Islamischer Staat" erstochen worden. Nach Angaben der Agentur Anadolu hatte die Polizei den Mann zuvor bei einem Einsatz gegen einen möglichen Bombenanschlag festgenommen. Bei der Vernehmung im Polizeihauptquartier habe der Mann plötzlich ein Messer gezückt und auf einen Polizisten eingestochen. Der Beamte starb kurz darauf im Krankenhaus an seinen Verletzungen.
    Alfano wirft EU Versagen in Flüchtlingspolitik vor:
    Der italienische Außenminister Angelino Alfano hat den EU-Staaten vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise auf der Mittelmeerroute Versagen vorgeworfen. Das Umverteilungsprogramm funktioniere nicht, sagte Alfano der "Bild"-Zeitung. Es fehle an einer gemeinsamen europäischen Migrationspolitik, die sich der Ankünfte aus Afrika annehme. Italien könne diese Last nicht alleine verkraften. Außerdem müsse in Libyen die Lage verändert werden, damit man den Menschenhandel bekämpfen und die Flüchtlingsströme steuern könne. Alfano rechnet bis Ende des Jahres mit mehr als 200.000 Menschen, die über die Mittelmeerroute nach Europa kommen. "Und weitere Hunderttausende Menschen warten in Libyen auf die gefährliche Überfahrt, die häufig tödlich endet", sagte der Minister.
    10 min
  • 12.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump schließt militärische Schritte gegen Venezuela nicht aus:
    Ein Einsatz eigener Soldaten kommt für US-Präsident Donald Trump offenbar auch in Venezuela in Betracht. In dem südamerikanischen Land gebe es mehrere Möglichkeiten, darunter auch eine militärische Option, sagte Trump in Bedminster. Venezuela sei nicht sehr weit weg und die Menschen dort müssten leiden und sterben. Die Lage sei sehr gefährlich. Die Regierung in Caracas nannte Trumps Drohungen einen "Akt der Verrücktheit". Die US-Regierung hatte nach der Wahl einer sogenannten verfassungsgebenden Versammlung in Venezuela Ende Juli Sanktionen gegen den sozialistischen Staatschef Nicolás Maduro und weitere Amtsträger verhängt. Kritiker befürchten, dass Maduro mit dem Gremium seine Macht sichern und eine Diktatur errichten will. Eine Anfrage aus Caracas für ein Telefonat der beiden Staatschefs war von Trump am Freitag abgelehnt worden.
    Trump bekräftigt Drohungen an Nordkorea:
    US-Präsident Donald Trump hat seine Drohungen an Nordkorea noch einmal bekräftigt. An seinem Urlaubsort Bedminster im US-Bundesstaat New Jersey sagte Trump, Machthaber Kim Jong Un werde Aktionen gegen die US-Pazifikinsel Guam oder einen anderen Ort auf amerikanischem Territorium bereuen. Zugleich distanzierte sich Trump von Äußerungen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, die zur Mäßigung aufgerufen und vor einer Eskalation des Konflikts gewarnt hatte. Merkel habe sich dabei möglicherweise auf Deutschland bezogen, aber sicher nicht auf die USA, so Trump. Die Europäische Union plant ein Sondertreffen zur Nordkorea-Krise. Die Außenbeauftragte Federica Mogherini berief für kommenden Montag die für Sicherheitsfragen zuständigen EU-Botschafter ein. Chinas Präsident Xi Jinping forderte Trump in einem Telefonat zur Mäßigung im Atomstreit auf.
    Kenyatta zum Wahlsieger in Kenia ausgerufen:
    In Kenia ist das offizielle Endergebnis der Präsidentenwahl vom vergangenen Dienstag bekannt gegeben worden. Wie die Wahlkommission mitteilte, erhielt Amtsinhaber Uhuru Kenyatta 54,3 Prozent der Stimmen und bleibt damit Präsident. Sein Konkurrent Raila Odinga kam demnach auf 44,7 Prozent. Nach der Verkündung des Wahlergebnisses rief Kenyatta seine politischen Gegner zum Frieden auf. Diese seien nicht seine Feinde, sondern Bürger derselben Republik. Die Anhänger Odingas hatten den Wahlausgang schon im Vorfeld in Zweifel gezogen. Unter anderem war der Vorwurf erhoben worden, die Datenbank der Wahlbehörde sei von Hackern manipuliert worden. Internationale Beobachter gelangten jedoch zu der Einschätzung, dass es bei der Abstimmung keine Unregelmäßigkeiten gab.
    Weitere umstrittene Justizreform in Polen tritt in Kraft:
    Mitten in der Parlamentspause ist in Polen ein Teil der international kritisierten Justizreform der nationalkonservativen Regierung in Kraft getreten. Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass Justizminister Zbigniew Ziobro künftig Gerichtsvorsitzende ohne Grund entlassen und ohne Rücksprache mit Juristen durch neue Kandidaten austauschen kann. Dadurch könne er die Posten mit eigenen, willfährigen Bewerbern besetzen, bemängelten Rechtsexperten und Regierungsgegner. Ungeachtet großer Proteste der Bevölkerung und eindringlicher Warnungen der EU-Kommission hatte Präsident Andzej Duda das von der regierenden Partei Recht und Gerechtigkeit forcierte Gesetz Ende Juli unterschrieben. Die EU-Kommission leitete daraufhin ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Polen ein, das im letzten Schritt sogar zur Verhängung von Strafgeldern führen könnte.
    Mehr als 20 Tote bei Selbstmordanschlag in Syrien:
    Bei einem Selbstmordanschlag im Süden Syriens sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 23 Menschen getötet worden. Bei den meisten Opfern handele es sich um Kämpfer der Rebellengruppe Dschaisch al-Islam, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Viele weitere Menschen seien bei der Explosion an der Grenze zu Jordanien zum Teil lebensgefährlich verletzt worden. Laut der Beobachtungsstelle zündete der Täter seinen Sprengstoffgürtel auf einem Stützpunkt der Rebellengruppe nahe dem Grenzübergang Nasib. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Im Süden Syriens werden Rebellen aber immer wieder von Extremisten mit Verbindungen zur Terrormiliz "Islamischer Staat" attackiert.
    USA wollen Nahost-Friedensprozess neu beleben:
    Die USA wollen offenbar eine neue Initiative für den Frieden zwischen Israelis und Palästinensern starten. US-Präsident Donald Trump sehe dafür eine Gelegenheit, nachdem sich die Wogen im jüngsten Streit um den Jerusalemer Tempelberg geglättet hätten, teilte das Weiße Haus in Washington mit. Trump wolle zunächst drei seiner Berater in die Region entsenden, um Gesprächsoptionen zu prüfen. Den Angaben zufolge soll es sich dabei um seinen Schwiegersohn Jared Kushner, seinen Gesandten für internationale Verhandlungen, Jason Greenblatt, und die stellvertretende nationale Sicherheitsberaterin, Dina Powell, handeln. Die drei wollen sich auch mit Vertretern von Staaten treffen, die den Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern unterstützen könnten, darunter Saudi-Arabien, Ägypten und Katar.
    9 min
  • 11.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump: Nordkorea sollte sehr, sehr nervös sein:
    US-Präsident Donald Trump hat im Streit um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm nochmals nachgelegt: Seine Warnung an die Regierung in Pjöngjang sei "vielleicht nicht hart genug" gewesen, sagte er auf seiner Golfanlage in Bedminster im US-Bundesstaat New Jersey. Nordkorea sollte "sehr, sehr nervös" sein, selbst wenn es nur über einen Angriff auf die USA oder ihre Verbündeten nachdenke. Seine Drohungen in Richtung Pjöngjang vom Dienstag verteidigte der Präsident. Es sei an der Zeit, dass jemand "für die Menschen in diesem Land eintritt und auch für die Menschen in anderen Ländern". Trump hatte Nordkorea "mit Feuer und Wut" gedroht, wie es die Welt noch nicht gesehen habe. Er rief China abermals auf, den Druck auf Nordkorea zu erhöhen. Gleichzeitig betonte der US-Präsident, die USA seien weiterhin offen für Verhandlungen.
    China protestiert gegen US-Kriegsschiff im Südchinesischen Meer:
    China hat scharf gegen das Manöver eines US-Kriegsschiffes in territorial umstrittenen Gewässern des Südchinesischen Meeres protestiert. Der Zerstörer "USS John S. McCain" sei illegal in das Seegebiet um ein Riff der Spratly-Inseln eingedrungen, kritisierte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking. Ein solches Vorgehen untergrabe "ernsthaft" Chinas Souveränität, das Land werde daher offiziell Protest in Washington einlegen. Mit der Durchquerung der Zwölf-Meilen-Zone um die von China beanspruchten, künstlich aufgeschütteten Atolle hatten die USA für die "Freiheit der Schifffahrt" eintreten wollen. Es war das dritte Manöver dieser Art seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump im Januar. - Das internationale Schiedsgericht in Den Haag hatte die weitreichenden Gebietsansprüche der Volksrepublik im Südchinesischen Meer vor einem Jahr als unrechtmäßig abgewiesen.
    Entlassene Staatsanwältin in Venezuela fürchtet um ihr Leben:
    Die von der Verfassunggebenden Versammlung entlassene Generalstaatsanwältin Venezuelas, Luisa Ortega, hat Angst um ihr Leben. Sie sei auf der Flucht, aber sie werde in ihrem Kampf für Demokratie und Freiheit in Venezuela nicht nachlassen, sagte Ortega der Nachrichtenagentur Reuters. Sie hatte im März mit Präsident Nicolás Maduro gebrochen und wurde zu einer scharfen Kritikerin des Staatschefs, der mit der Installation der neuen Verfassungsversammlung das Parlament aushebelte, in dem seit der letzten Wahl die Opposition die Mehrheit hatte. Die 59-jährige Juristin lebt versteckt und wechselt nach eigenen Angaben mindestens einmal am Tag ihren Unterschlupf. Sie fühle sich permanent verfolgt, klagte sie. Die Vereinten Nationen (UN) forderten Maßnahmen zu ihrem Schutz.
    Kinder in Mali zum Kämpfen gezwungen:
    Im Norden Malis setzen bewaffnete Gruppen nach UN-Angaben auch Kindersoldaten ein. Der Direktor der Menschenrechtsabteilung der UN-Mission für Mali (MINUSMA), Guillaume Ngefa, sagte, in der Stadt Kidal hätten dort herrschende Kämpfer des ehemaligen Rebellenbündnisses CMA 33 Gefangene genommen, darunter acht Kinder. Zwar wurde 2015 in dem westafrikanischen Land eine Waffenruhe geschlossen, besonders in den vergangenen Wochen nahmen die Kämpfe zwischen CMA-Anhängern und regierungsnahen Gruppen allerdings erheblich zu. Laut Ngefa wurden bei sieben Einsätzen der UN-Mission MINUSMA innerhalb eines Monats auf beiden Seiten Menschenrechtsverletzungen wie Folter, Hinrichtungen und Entführungen festgestellt. Außerdem entdeckten UN-Helfer im Norden Malis zwei Massengräber.
    Zwölf europäische Länder von Eierskandal betroffen:
    Der Skandal um verseuchte Eier nimmt immer größere Dimensionen an: Die Behörden in zwölf europäischen Ländern meldeten am Donnerstag Funde des Insektengifts Fipronil. Kontaminierte Eier gelangten demnach auch in die Slowakei sowie nach Rumänien und Dänemark. Das Bundeslandwirtschaftsministerium geht nach einem Bericht der "Rheinischen Post" inzwischen von rund 10,7 Millionen mutmaßlich belasteten Eiern in Deutschland aus. Der Skandal hat nach bisherigen Erkenntnissen seinen Ursprung in Belgien. Dort wurde offenbar ein für die Nutztierhaltung zugelassenes, rein pflanzliches Desinfektionsmittel mit dem für die Nutztierhaltung verbotenen Fipronil gemischt. Es wurde auch in Ställen in den Niederlanden und in einigen Fällen auch in Deutschland eingesetzt.
    Snapchat-Aktie stürzt nach schwachen Zahlen ab:
    Die Betreiberfirma der Foto-App Snapchat hat die Anleger auch mit dem zweiten Quartalsbericht nach ihrem Börsengang enttäuscht. Der Verlust weitete sich verglichen mit dem Vorjahreswert von 116 Millionen auf 443 Millionen Dollar aus. Trotz Zuwächsen bei Nutzerzahlen und Umsatz brach die Aktie des Messaging-Diensts nachbörslich zeitweise um 14 Prozent ein. Die Anzahl der täglich aktiven Nutzer stieg den Angaben zufolge auf 173 Millionen von 143 Millionen im gleichen Vorjahreszeitraum und 166 Millionen ein Quartal zuvor. Analysten hatten im Durchschnitt mit 175,2 Millionen gerechnet. Das US-Unternehmen bekommt die starke Konkurrenz des sozialen Netzwerkes Facebook zu spüren. Facebook und die zum Konzern gehörende Foto-App Instagram kopieren wesentliche Funktionen von Snapchat.
    11 min
  • 10.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Pentagonchef warnt Nordkorea vor "Vernichtung" des eigenen Volkes:
    Im Atomstreit mit Nordkorea hat US-Verteidigungsminister James Mattis die Führung in Pjöngjang vor der "Vernichtung" des eigenen Volkes gewarnt. Nordkorea sei den USA und ihren Verbündeten militärisch deutlich unterlegen, sagte Mattis. Er rief Pjöngjang auf, das Programm zur Entwicklung atomarer Waffen aufzugeben. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor auf Twitter betont, das Nuklearwaffenarsenal der Vereinigten Staaten sei "schlagkräftiger als je zuvor". Nordkorea wiederholte derweil seine Drohung mit einem Angriff auf die Pazifikinsel Guam, wo die USA einen Stützpunkt unterhalten. Bis Mitte August solle der Einsatzplan stehen, um vier Mittelstreckenraketen vom Typ Hwasong-12 auf Guam abzufeuern, berichteten staatliche Medien. Das Konzept werde Staatschef Kim Jong Un vorgelegt, der dann über das weitere Vorgehen entscheide. Die Raketen würden 30 bis 40 Kilometer vor Guam im Meer niedergehen, zitierte die Nachrichtenagentur KCNA den Chef der strategischen Streitkräfte, General Kim Rak Gyom.
    EU-Kommission hatte früher Informationen über Fipronil-Eier:
    Die EU-Kommission hat entgegen erster eigener Angaben bereits Anfang Juli Informationen zu mit Fipronil belasteten Eiern erhalten. Dies geht aus dem Bericht der belgischen Lebensmittelsicherheitsbehörde hervor. Wie die Deutsche Presse-Agentur weiter berichtet, wurde die Meldung in Brüssel bestätigt. Eine Sprecherin der Kommission hatte noch am Dienstag jegliche Kenntnis ihrer Behörde zu Fipronil-Eiern in Belgien vor dem 20. Juli verneint. Allerdings hatten sich Belgien und die Niederlande schon vorher über eine Plattform ausgetauscht, die von der EU-Kommission betrieben wird.
    Transgender-Frauen verklagen Trump:
    Fünf Transgender-Frauen aus den US-Streitkräften verklagen Präsident Donald Trump und das Pentagon vor einem Bundesgericht. Damit wollen sie erreichen, dass das von Trump reaktivierte Transgender-Verbot für verfassungsfeindlich erklärt wird. Ursprünglich sollten die Streitkräfte seit Juli offiziell für Transgender geöffnet sein. Trump verkündete jedoch vor zwei Wochen über den Kurzbotschaftendienst Twitter, dass Transgender "in keiner Funktion" in der Armee dienen dürften. Laut der Klage sehen sich die Frauen etwa mit den Fragen konfrontiert, ob sie jetzt entlassen werden und ob sie ihre Rentenbezüge verlieren. Transgender ist ein Oberbegriff für Menschen, die sich im falschen Körper geboren fühlen sowie für solche, die sich keinem eindeutigen Geschlecht zuordnen können.
    Schmuggler stößt Flüchtlinge ins Meer:
    Vor der Küste des Jemen, im Golf von Aden, hat ein Schlepper mehr als 120 Migranten ins Wasser gestoßen. Zuvor hatte er nach Angaben Überlebender in der Nähe "uniformierte Personen" entdeckt. 29 Flüchtlinge aus Somalia und Äthiopien ertranken, wie die Internationalen Organisation für Migration (IOM) mitteilte. 22 Migranten werden vermisst. Der Schlepper habe sich dann auf den Rückweg nach Somalia gemacht, um weitere Migranten an die jemenitische Küste zu bringen, berichteten Überlebende. Trotz des Bürgerkriegs und der Cholera-Epidemie im Jemen flohen in diesem Jahr bereits 55.000 Menschen vom Horn von Afrika über das Wasser in das arabische Land. Zum Teil schlagen sie sich weiter in wohlhabende Golfstaaten durch, wo sie auf Arbeit hoffen, teils flüchten sie vor Konflikten in ihren Heimatländern.
    Gabriel im Südsudan:
    Am zweiten Tag seiner Afrika-Reise besucht Außenminister Sigmar Gabriel den von Bürgerkrieg und Hunger erschütterten Südsudan. Dort bekämpfen sich seit 2013 Anhänger von Präsident Salva Kiir vom Volk der Dinka und die Unterstützer des früheren Vizepräsidenten Riek Machar vom Volk der Nuer. In der Hauptstadt Juba will der Minister über die humanitäre Lage und insbesondere über die Not der vier Millionen Sudanesen sprechen, die vor den Kämpfen und der Not in umliegende Länder geflohen sind. Das benachbarte Uganda beherbergt mehr als 1,3 Millionen Flüchtlinge, eine Million kommt aus dem Südsudan.
    Mexikanischer Fußballstar auf US-Liste von Drogenhändlern:
    Die USA haben schwere Vorwürfe gegen den mexikanischen Fußballstar Rafael Marquez erhoben. Der Kapitän der mexikanischen Nationalmannschaft sei eine der Schlüsselfiguren eines Drogenkartells, erklärte das US-Finanzministerium in Washington. Das Vermögen des Sportlers in den USA wurde eingefroren, sein Name wurde auf eine schwarze Liste gesetzt und sein Visum annulliert. US-Bürger dürfen nun keine Geschäfte mit dem Fußballer mehr machen. Er weise alle Vorwürfe zurück, dies sei das schwerste Spiel seines Lebens, entgegnete der 38-Jährige auf einer Pressekonferenz. Marquez spielte lange für den FC Barcelona und steht derzeit beim CF Atlas in Guadalajara unter Vertrag. Auf der Sanktionsliste der USA sind die Namen von insgesamt 22 Personen zu finden.
    10 min
  • 09.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump richtet scharfe Drohung an Nordkorea:
    US-Präsident Donald Trump hat Nordkorea indirekt militärische Gewalt angedroht. Wenn Nordkorea seine Drohungen gegen die USA fortsetze, werde diesen "mit Feuer, Wut und Macht begegnet, wie es die Welt noch nicht gesehen hat", sagte Trump vor einer Sitzung zur nationalen Opioid-Krise in seinem Golfclub in New Jersey. Wenige Stunden später reagierte Nordkorea. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA verbreitete eine Mitteilung, in der das kommunistische Regime in Pjöngjang mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam droht. Das Militär ziehe eine solche Attacke "ernsthaft in Erwägung". Zuvor waren aus verschiedenen Quellen mehrere teils vertrauliche Informationen zur Bewaffnung Nordkoreas und dem Fortschritt seines Atomwaffenprogramms öffentlich geworden. Demnach könnte Nordkorea im Besitz von Miniatur-Atomsprengköpfen sein. Eine solche Bombe würde den Berichten zufolge in nordkoreanische Interkontinentalraketen passen, die die USA erreichen könnten.
    Wahl in Kenia: Amtsinhaber Kenyatta vorläufig vorn:
    Bei den Präsidentschaftswahlen in Kenia liegt Amtsinhaber Uhuru Kenyatta nach Auszählung von fast 80 Prozent der Stimmen in Front. Nach vorläufigen Zahlen der Wahlkommission kommt Kenyatta demnach auf etwa 55 Prozent der Stimmen, sein Herausforderer Raila Odinga auf rund 44 Prozent. Odinga zweifelte die bisherigen Ergebnisse in einer nächtlichen Pressekonferenz vehement an. Die Zählung sei falsch und ein "Fake". Ihre eigenen Prognosen würden zeigen, dass er selbst klar vorn liege. Die Wahlen am Dienstag waren nach Angaben von Polizei und Wahlbehörde weitgehend friedlich verlaufen, allerdings blieb die Lage in Kenia weiter angespannt. Odingas Parteienbündnis Nasa berichtete von Bestechungsfällen und vorausgefüllten Stimmzetteln in einigen Wahllokalen. Auch die Jubilee-Partei von Kenyatta beschwerte sich über ähnliche Vorfälle.
    Venezuela: Endgültige Entmachtung des Parlaments:
    Venezuelas Militär hat Abgeordneten der Opposition den Zugang zum Parlament versperrt. 15 Politiker seien am Betreten des Gebäudes in der Hauptstadt Caracas gehindert worden, schrieb der Fraktionschef des Oppositionsbündnisses "Tisch der Demokratischen Einheit", Stalin González, auf Twitter. Auch einigen Journalisten soll der Zugang zum Parlament verweigert worden sein. Nach Angaben des Abgeordneten Jorge Millán sind neben der Nationalgarde auch von der Regierung bewaffnete zivile Gruppen aufmarschiert. Anschließend kam die von Staatschef Nicolás Maduro initiierte neue verfassungsgebende Versammlung im Parlamentssaal zu einer Sitzung zusammen. Unterdessen haben 17 amerikanische Staaten das Handeln von Maduro scharf verurteilt. Bei einem Sondertreffen in der peruanischen Hauptstadt Lima beschlossen die Außenminister der Länder und ihre Vertreter, dass keine Entscheidungen der Verfassungsgebenden Versammlung in Caracas akzeptiert würden.
    Oxfam warnt vor Gewalt an Flüchtlingen in Libyen:
    Die Hilfsorganisation Oxfam hat die EU-Mitgliedsstaaten davor gewarnt, Menschen an der Flucht aus Libyen zu hindern. In einem Bericht heißt es, das gefährde mehr Männer, Frauen und Kinder, "missbraucht oder ausgebeutet zu werden". Der Bericht basiert auf Befragungen von knapp 160 Migranten, die in Sizilien angekommen sind. Sie berichteten demnach von Vergewaltigungen, Zwangsarbeit und Folter in dem Bürgerkriegsland. 84 Prozent gaben an, selbst Opfer von körperlicher Gewalt oder Folter geworden zu sein. Die Aussagen belegen Oxfam zufolge, dass Libyen ein Land bleibt, in dem Menschenrechte unter anderem von kriminellen Banden verletzt werden und in dem Menschen unter unzumutbaren Bedingungen leben. Roberto Barbieri, Geschäftsführer von Oxfam Italien, forderte die EU auf, "sichere Korridore" zu schaffen, über welche die Flüchtlinge nach Europa kommen könnten.
    Nagasaki gedenkt Atombombenangriff vor 72 Jahren:
    Mit einer Schweigeminute um 11.02 Uhr Ortszeit haben Tausende Menschen in Nagasaki an den Atombombenabwurf vor 72 Jahren erinnert. Zu diesem Zeitpunkt warf ein US-Flugzeug die Bombe "Fat Man" über der japanischen Stadt ab; drei Tage nach der Atomexplosion in Hiroshima. Kurz danach kapitulierte das japanische Kaiserreich. Bei dem Angriff auf Nagasaki starben unmittelbar rund 74.000 Menschen. Der Bürgermeister von Nagasaki, Tomihisa Taue, kritisierte in seiner Rede, dass Japan dem im Juli beschlossenen UN-Vertrag zum Atomwaffenverbot nicht beigetreten ist. Mit dem Vertrag verpflichteten sich 122 Länder, "nie, unter keinen Umständen" Atomwaffen zu entwickeln, herzustellen, anzuschaffen, zu besitzen oder zu lagern. Der ebenfalls anwesende japanische Premier Shinzo Abe reagierte in seiner Rede nicht auf die Kritik.
    Real Madrid gewinnt zum vierten Mal den europäischen Supercup:
    Real Madrid hat zum vierten Mal den europäischen Supercup gewonnen. Der Champions-League-Sieger bezwang in der mazedonischen Hauptstadt Skopje Europa-League-Gewinner Manchester United mit 2:1. Die Tore für Real schossen Casemiro und Isco. Manchester gelang durch Neuzugang Romelu Lukaku nur noch das Anschlusstor. Weltfußballer Cristiano Ronaldo wurde wegen Trainingsrückstands erst in der 83. Minute eingewechselt.
    11 min
  • 08.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Wahllokale in Kenia haben geöffnet:
    In einem angespannten Klima hat in Kenia die Präsidentschaftswahl begonnen. Nach jüngsten Umfragen wird es ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben. Der 55-jährige Uhuru Kenyatta tritt für eine zweite Amtszeit an. Sein Herausforderer, der 72-jährige Raila Odinga, bewirbt sich zum vierten Mal um die Präsidentschaft. Überschattet wird die Wahl von der Angst vor Ausschreitungen. Nach der vorletzten Wahl 2007 wurden bei Unruhen über 1.000 Menschen getötet und Hunderttausende vertrieben. In einer Fernsehansprache forderte Präsident Kenyatta seine Landsleute auf, friedlich zu bleiben. Auch der frühere US-Präsident Barack Obama, dessen Vater aus Kenia stammt, rief die Ostafrikaner zu friedlichen Wahlen auf. Er appelliere an alle kenianischen Führer, Gewalt zurückzuweisen und den Willen des Volkes zu respektieren. Rund 180.000 Sicherheitskräfte werden im Einsatz sein, um die Wahl abzusichern. Knapp 20 Millionen Kenianer haben sich für die Wahl registrieren lassen. Sie entscheiden unter anderem auch über das Parlament, Senatoren und Gouverneure.
    Chicago klagt gegen US-Regierung:
    Im Streit um die Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump hat die Stadt Chicago Klage gegen die US-Regierung eingereicht, wie Bürgermeister Rahm Emanuel mitteilte. Konkret geht es darum, dass einwandererfreundliche Städte mit den Bundesbehörden zusammenarbeiten sollen, um illegale Einwanderer aufzuspüren und festzunehmen. Weigern sich die sogenannten "Sanctuary Cities", droht die US-Regierung, Zuschüsse zur Polizeiausstattung zu streichen. Dagegen wehrt sich Chicago. Bürgermeister Emanuel sagte, Chicago werde immer Menschen willkommen heißen und sich auch nicht erpressen lassen, diese Werte zu ändern. Ihm zufolge ist die örtliche Polizei darauf angewiesen, mit Einwanderern zusammenzuarbeiten. US-Justizminister Jeff Sessions kritisierte das Vorgehen Chicagos scharf. Die Regierung werde nicht weiter Geld an Städte hergeben, die "stolz" gegen Gesetze verstießen und "kriminelle Fremde auf Kosten der öffentlichen Sicherheit" schützten. Nach Angaben des Bürgermeisters erhielt seine Stadt 2016 rund 1,9 Millionen Dollar Zuschüsse für die Polizeiausstattung.
    UN-Generalsekretär fordert Syrien-Kommission zur Weiterarbeit auf:
    Nach dem Rücktritt der Sonderermittlerin Carla Del Ponte hat UN-Generalsekretär Antonio Guterres die Untersuchungskommission der Vereinten Nationen für Syrien aufgefordert, die Arbeit fortzusetzen. Über seinen Sprecher Stephane Dujarric ließ Guterres mitteilen, dass die Arbeit der Kommission "wichtiger und integraler Bestandteil" dafür sei, dass Verbrechen gegen Zivilisten im Syrien-Konflikt bestraft würden. Del Ponte zeigte sich zuvor frustriert darüber, dass sich der UN-Sicherheitsrat trotz dutzender Berichte über schwere Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen in Syrien nicht auf Maßnahmen einigen konnte. Guterres dankte Del Ponte für ihre Arbeit und lobte die ehemalige UN-Chefanklägerin als "unermüdliche Kämpferin für die Rechenschaftspflicht".
    Italien ruft Wassernotstand für Umbrien und Latium aus:
    Die italienische Regierung hat wegen der extremen Trockenheit für zwei weitere Regionen den Notstand ausgerufen. Betroffen sind Latium und Umbrien. Durch diesen Schritt bekommt der staatliche Katastrophenschutz Sonderbefugnisse, um besser gegen die Wasserknappheit vorzugehen. Für die sizilianischen Provinzen Messina und Agrigent wurde die Notstandsregelung verlängert. Italien leidet unter einer außergewöhnlichen Trockenheit. In etlichen Städten und Gemeinden dürfen Bewohner nicht mehr uneingeschränkt Trinkwasser verbrauchen. Ein großes Problem ist aber auch das italienische Wassernetz, das als marode gilt. Allein in der Hauptstadt Rom gehen so etwa 40 Prozent Trinkwasser verloren.
    Niedersachsen: Ex-Grüne Twesten nun CDU-Mitglied:
    Die ehemalige niedersächsische Grünen-Landtagsabgeordnete Elke Twesten ist der CDU beigetreten. Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbands Rotenburg/Wümme sagte, der Vorstand habe die 54-Jährige am Montagabend einstimmig aufgenommen. Damit gehört Twesten nun auch der CDU-Landtagsfraktion an. Das hat zur Folge, dass die knappe Ein-Stimmen-Mehrheit der rot-grünen Regierungskoalition in Niedersachsen zugunsten der Opposition kippt. Am 15. Oktober soll daher ein neuer Landtag gewählt werden. Twesten hatte am Freitag angekündigt, von den Grünen zur CDU zu wechseln. Die Abgeordnete hatte ihren Wechsel mit einem seit längerem anhaltenden Entfremdungsprozess erklärt.
    9 min
  • 07.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nordkorea noch nicht zu Gesprächen bereit:
    Nordkorea hat sich im Konflikt um sein Atom- und Raketenprogramm skeptisch zu einem südkoreanischen Dialog-Angebot geäußert. Bei einer kurzen Begegnung mit seiner südkoreanischen Kollegin Kang Kyung Wha am Rande eines Regionalforums der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean in Manila sagte Außenminister Ri Yong Ho, der Offerte mangele es angesichts der am Samstag verschärften UN-Sanktionen an Aufrichtigkeit. Chinas Außenminister Wang Yi ergänzte allerdings, Nordkorea habe damit das Angebot nicht völlig zurückgewiesen. Südkoreas neuer Staatschef Moon Jae In mahnte in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump, es müsse eine friedliche und diplomatische Lösung gefunden werden. Der Süden könne es nicht zulassen, dass "ein weiterer Krieg ausbricht".
    Südkoreanische Ankläger fordern zwölf Jahre Haft für Samsung-Erben:
    Im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre um Südkoreas frühere Präsidentin Park Geun Hye hat die Staatsanwaltschaft zwölf Jahre Haft für den Erben des Großkonzerns Samsung beantragt. Lee Jae Yong, der derzeit als Vizepräsident von Samsung Electronics amtiert, sei der "ultimative Begünstigte" der Straftaten in dem Skandal gewesen, erklärte die Staatsanwaltschaft. Lee soll Geld an dubiose Stiftungen gezahlt haben, um sich die Gunst der Ex-Präsidentin zu sichern. Davon habe er sich auch Unterstützung für eine Unternehmensfusion im Jahr 2015 erhofft, argumentierte die Anklage. Park war im März vom südkoreanischen Verfassungsgericht ihres Amtes enthoben worden. Sie steht selbst wegen Korruption vor Gericht. Ihr wird vorgeworfen, namhafte südkoreanische Unternehmen unter Druck gesetzt zu haben, damit diese hohe Summen an Stiftungen aus ihrem Umfeld zahlen.
    Venezuelas Führung spricht von "Terrorangriff":
    Das Militär in Venezuela hat nach eigenen Worten einen "terroristischen" Angriff abgewehrt. Eine bewaffnete Gruppe angeblich abtrünniger Soldaten griff den Militärkomplex Paramacay in Valencia, 170 Kilometer westlich von Caracas, an. Der sozialistische Staatschef Nicolás Maduro sagte im Staatsfernsehen, zwei der Angreifer seien getötet, einer verletzt und sieben festgenommen worden. Zehn weitere konnten demnach vorerst fliehen. Wie das Militär mitteilte, haben die Festgenommenen gestanden, im Auftrag von Regierungsgegnern gehandelt zu haben. Maduro behauptete, die Geldgeber säßen "in Miami und Kolumbien". Das Ereignis könnte ein Indiz sein, dass es im Militärapparat Risse gibt. Bisher konnte sich der Staatschef der Unterstützung des Militärs sicher sein. Der Vizechef der Sozialisten, Diosdado Cabello, betonte, dass in "allen anderen Militäreinheiten im Land absolute Normalität" herrsche. Dazu gab es aber widersprüchliche Angaben.
    Niedersachsen veröffentlicht umstrittene Redemanuskripte:
    Im Streit über eine Rede des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil zum Abgasskandal bei Volkswagen versucht die Landesregierung, Transparenz zu schaffen. Dafür hat sie zwei Versionen des Redemanuskriptes veröffentlicht. Auslöser für den Schritt war ein Bericht der "Bild am Sonntag". Die Zeitung hatte einen anonymen VW-Mitarbeiter zitiert, der behauptete, der Autokonzern habe eine Regierungserklärung des Ministerpräsidenten "weichgespült" und Kritik abgeschwächt. Weil selbst, der auch VW-Aufsichtsrat ist, wies die Vorwürfe zurück. Ihm zufolge stimmt es zwar, dass der Konzern 2015 seine Regierungserklärung zu den Vorwürfen im Abgasskandal prüfen und verändern durfte. Dabei sei es jedoch nur um rechtliche Klarstellungen gegangen. Wie aus den nun verbreiteten Dokumenten hervorgeht, machte VW mehrere Änderungsvorschläge, die teils angenommen, teils aber auch abgelehnt wurden.
    UN-Sonderermittlerin Carla Del Ponte gibt auf:
    Die Juristin Carla Del Ponte tritt aus der Untersuchungskommission der Vereinten Nationen für Syrien zurück. Die Schweizer Boulevardzeitung "Blick" zitiert die 70-Jährige, sie sei "frustriert". Demnach sei sie nur als "Alibi-Ermittlerin ohne politische Unterstützung" eingesetzt worden. Sie warf den Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates vor, keine Gerechtigkeit zu wollen. Die Kriegsverbrechen in Syrien seien schlimmer als in Jugoslawien oder beim Völkermord in Ruanda. In beiden Fällen war sie Chefanklägerin am Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Im September werde sie an ihrer letzten Sitzung teilnehmen. Die Untersuchungskommission für Syrien wurde im August 2011 gegründet, wenige Monate nach dem Beginn der Proteste gegen Machthaber Baschar al-Assad. Bis heute erhielten die Mitglieder keine Erlaubnis der syrischen Führung, in das Land zu reisen.
    9 min

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