Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 21.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU für Beibehaltung des Atomabkommens mit dem Iran:
    Nach der scharfen Kritik von US-Präsident Donald Trump am Atomabkommen mit dem Iran haben sich führende europäische Staaten für eine Beibehaltung des Pakts ausgesprochen. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel warnte am Rande der UN-Vollversammlung in New York davor, das Atomabkommen zu gefährden und erklärte, man wolle die Abmachung weder jetzt noch in der Zukunft aufkündigen. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warb für eine Beibehaltung und sagte, es wäre ein Fehler, sich aus dem Abkommen zurückzuziehen. Nach Ansicht der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini wird die Vereinbarung von allen Beteiligten eingehalten. Es bestehe keine Notwendigkeit, Teile neu zu verhandeln. US-Präsident Trump hatte am Dienstag in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung den Iran als wirtschaftlich erschöpften Schurkenstaat und das Abkommen als eine Schande bezeichnet. Die US-Regierung muss dem Kongress alle drei Monate mitteilen, ob der Iran die Bedingungen der Vereinbarung erfüllt. Ein Nein von Trump am kommenden Stichtag Mitte Oktober könnte das Abkommen zu Fall bringen. In der Vereinbarung von 2015 verpflichtet sich der Iran, seine Urananreicherung drastisch herunterzufahren und verschärfte internationale Kontrollen zuzulassen.
    Myanmars Regierung will auf friedliche Lösung im Rohingya-Konflikt setzen:
    Die Regierung von Myanmar ist nach Angaben von Vizepräsident Henry Van Thio "zutiefst besorgt" über die Situation in der Unruheprovinz Rakhine. In einer Rede vor der UN-Vollversammlung in New York erklärte Van Thio, die Situation in der nordwestlich gelegenen Region sei komplex und die Herausforderungen sehr groß. Die Regierung versuche aber, Frieden, Stabilität und Harmonie zwischen den Gemeinschaften wiederherzustellen. Gleichzeitig sei wichtig, den Menschen, die in ihren Dörfern geblieben sind, humanitäre Hilfe zu gewähren. In der Nacht zum Donnerstag waren Helfer des Internationalen Roten Kreuzes in der Stadt Sittwe bei ihrer Arbeit behindert worden. Medienberichten zufolge soll ein Mob von rund 300 Personen versucht haben, ein Boot mit 50 Tonnen Hilfsgütern an seiner Weiterfahrt zu abgeschnittenen Dörfern zu hindern. Augenzeugen zufolge feuerte die Polizei Warnschüsse ab, um die wütende Menge aufzulösen.
    Südkorea beschließt Hilfsprojekte für Nordkorea:
    Ungeachtet der zunehmenden Spannungen um Nordkoreas Atomprogramm will Südkorea die humanitäre Hilfe für das Nachbarland wiederaufnehmen. Die Regierung in Seoul entschied sich dazu, nach zwei Jahren Pause, wieder Geld für Hilfsprojekte von UN-Organisationen für Nordkorea bereitstellen zu wollen, wie das Vereinigungsministerium mitteilte. Das Kinderhilfswerk Unicef und das Welternährungsprogramm sollen demnach umgerechnet rund 6,7 Millionen Euro an Spenden für Nahrungsmittel, Impfstoffe und Arznei erhalten, damit Kindern und Schwangeren geholfen wird. Die Hilfe für den weitgehend abgeschotteten Nachbarn im Norden galt in der Vergangenheit in Südkorea als umstritten und sorgte auch für Kritik Japans und der USA. Das Vereinigungsministerium erklärte dazu, die Entscheidung zur Unterstützung der Bevölkerung sei unabhängig von den geopolitischen Spannungen getroffen worden. Nordkorea hatte in den vergangenen Wochen mehrere Raketen- und Atomtests durchgeführt. Der UN-Sicherheitsrat hat deshalb die Sanktionen gegen das Land zuletzt deutlich verschärft.
    Hurrikan "Maria" richtet schwere Schäden in Puerto Rico an:
    Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern hat Hurrikan "Maria" in Puerto Rico große Schäden und flächendeckende Stromausfälle verursacht. Zahllose Dächer wurden abgedeckt und Straßen standen unter Wasser. Gouverneur Ricardo Rossello zufolge kam ein Mann ums Leben, der von einem Holzstamm getroffen wurde. Damit stieg die Zahl der Todesopfer durch "Maria" in der Karibik auf zehn. Zuvor hatte der Sturm die Inseln Guadeloupe, St. Croix und Dominica verwüstet. Laut dem US-Hurrikan-Zentrum NHC dürfte "Maria" nun nördlich an der Dominikanischen Republik vorbeiziehen und dann die Turks- und Caicosinseln sowie die Bahamas ins Visier nehmen. Der Hurrikan ist bereits der zweite verheerende Wirbelsturm in der Region in diesem Monat. Erst kürzlich hatte "Irma" eine Schneise der Zerstörung durch die Karibik gezogen und auch den US-Bundesstaat Florida schwer getroffen.
    Proteste in Katalonien:
    Nach der Festnahme von Unabhängigkeitsbefürwortern eineinhalb Wochen vor einem geplanten Referendum in der spanischen Region Katalonien haben sich die Proteste der Bevölkerung ausgeweitet. Vor dem Sitz der katalanischen Vizepräsidentschaft in Barcelona harrten in der Nacht zum Donnerstag tausende Demonstranten aus. Militante Kämpfer für die Unabhängigkeit hielten den Zugang zu dem Gebäude sowie zum Wirtschaftsministerium besetzt. Nach Polizeiangaben saßen in den beiden Regierungsgebäuden weiterhin mehrere Polizisten fest, die dort Büros durchsucht hatten. Auslöser der Proteste waren Verhaftungen durch die paramilitärische Polizeieinheit Guardia Civil, die der Zentralregierung in Madrid untersteht. Sie hatte 14 zum Teil ranghohe Politiker und Beamte der separatistischen Regionalregierung festgenommen. Zudem sollen rund neun Millionen Wahlzettel beschlagnahmt worden sein. Trotz mehrmaliger Verbote des Verfassungsgerichts will die Regionalregierung am 1. Oktober eine Volksbefragung über die Abspaltung der wirtschaftsstarken Region abhalten.
    11 min
  • 20.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Fast 250 Tote durch schweres Erdbeben in Mexiko:
    Am Morgen nach dem schweren Erdbeben in Mexiko werden die ganzen Ausmaße der Zerstörungen immer deutlicher. Die Zahl der Todesopfer steigt kontinuierlich an. Mindestens 248 Menschen seien ums Leben gekommen, teilten Innenministerium und Katastrophenbehörden zuletzt mit. In der 20-Millionen-Einwohner-Metropole Mexiko-Stadt stürzten zahlreiche Häuser ein, Menschen wurden unter den Trümmern begraben. In Hunderttausenden Wohnungen fiel der Strom aus. Die Erdstöße erreichten laut US-Erdbebenwarte eine Stärke von 7,1. Das Epizentrum lag in der Provinz Puebla, rund 120 Kilometer von Mexiko-Stadt entfernt. Das Beben ereignete sich auf den Tag genau 32 Jahre nach der Erdbebenkatastrophe von 1985, bei der in Mexikos Hauptstadt mehr als 10.000 Menschen umkamen. Mexiko befindet sich in einer der weltweit aktivsten Erdbebenzonen. Erst am 7. September waren bei einem Beben der Stärke 8,2 rund 100 Menschen umgekommen. Danach gab es weit über tausend Nachbeben.
    Generaldebatte bei der UN-Vollversammlung geht weiter:
    In New York wird an diesem Mittwoch die Generaldebatte der UN-Vollversammlung fortgesetzt. Angekündigt sind etwa Reden von Irans Präsident Hassan Rohani, Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sowie der britischen Premierministerin Theresa May. Am Vortag hatte die Rede von US-Präsident Donald Trump für Aufregung gesorgt. Mit Blick auf den Konflikt um das nordkoreanische Raketenprogramm warnte Trump, die USA würden Nordkorea "völlig zerstören", wenn die Führung in Pjöngjang nicht nachgebe. Die nordkoreanische Regierung verurteilte er als "verkommenes Regime". Trump attackierte zudem scharf den Iran. Dieser sei ein wirtschaftlich ausgelaugter "Schurkenstaat", der vor allem Gewalt exportiere. Das internationale Atomabkommen mit dem Iran bezeichnete Trump erneut als einen der schlechtesten Verträge, die jemals abgeschlossen worden seien.
    Thyssenkrupp schmiedet mit Tata neuen europäischen Stahlkonzern:
    Der deutsche Thyssenkrupp-Konzern und die indische Tata-Gruppe wollen ihr Stahlgeschäft in Europa zusammenlegen. Beide Unternehmen unterzeichneten nach mehr als einjährigen Verhandlungen jetzt eine Absichtserklärung über die Fusion. Ziel sei die Schaffung eines führenden europäischen Anbieters von Flachstahl, wurde in Essen mitgeteilt. Pro Jahr werde das neue Unternehmen mit dem Namen Thyssenkrupp Tata Steel mit Sitz in der Region Amsterdam einen Umsatz von etwa 15 Milliarden Euro erzielen. Man rechne mit Einspareffekten in Höhe von 400 bis 600 Millionen Euro. In beiden Konzernen sollen jeweils 2000 Arbeitsplätze wegfallen. Das neue Unternehmen wäre der zweitgrößte Stahlkonzern nach dem luxemburgischen ArcelorMittal.
    Briten bieten beim Brexit offenbar 20 Milliarden Euro an:
    Die britische Regierung ist laut einem Zeitungsbericht bereit, im Zuge des Austritts aus der Europäischen Union mindestens 20 Milliarden Euro als Ausgleich für Haushaltslöcher bei der EU zu zahlen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sei darüber von den Briten informiert worden, dass Premierministerin Theresa May diesen Betrag in ihrer Grundsatzrede am Freitag in Florenz anbieten werde, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Die Höhe der Summe, die Großbritannien der EU nach dem Brexit schuldet, ist einer der größten Streitpunkte zwischen der EU und der Londoner Regierung. In Brüssel werden Austrittsrechnungen zwischen 60 und 100 Milliarden Euro aufgemacht.
    Polizei meldet dritte Festnahme nach Anschlag in U-Bahn:
    Die britische Polizei hat nach dem Londoner U-Bahn-Anschlag einen dritten Verdächtigen festgenommen. Eine Anti-Terror-Einheit habe den 25-Jährigen in Newport nahe der walisischen Hauptstadt Cardiff festgenommen, hieß es. Am Samstag hatten Polizeibeamte bereits zwei Männer im Alter von 18 und 21 Jahren gefasst, die mutmaßlich aus Syrien und dem Irak stammen. Am Freitag war in London eine selbstgebaute Bombe in einer voll besetzten U-Bahn explodiert. Durch den Feuerball und anschließendes Gedränge wurden 30 Menschen verletzt. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) reklamierte den Anschlag für sich.
    Hurrikan "Maria" nimmt Kurs auf Puerto Rico:
    Hurrikan "Maria" hat in der Karibik verheerende Schäden angerichtet und Kurs auf Puerto Rico genommen. Gouverneur Ricardo Rossello warnte vor dem schlimmsten Sturm seit Jahrzehnten. Man werde einen großen Teil der Infrastruktur verlieren, Stromversorgung und Kommunikation könnten für einige Tage ausfallen. In dem US-Außengebiet wurden 500 Notunterkünfte eingerichtet. Präsident Donald Trump rief den Notstand aus, um den Zugang für Wiederaufbau-Mittel zu erleichtern. Zuvor hatte "Maria" mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Stundenkilometern über den Inseln Domenica und Guadeloupe gewütet. Erst vor zwei Wochen war Hurrikan "Irma" durch die Karibik gezogen, mehrere Menschen kamen ums Leben. In vielen Gebieten dauern die Aufräumarbeiten noch an.
    11 min
  • 19.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Suu Kyi verurteilt erstmals Gewalt gegen Rohingya:
    Myanmars De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi hat nach der Massenflucht von Hunderttausenden Muslimen der Rohingya-Minderheit erstmals Gewalt und Menschenrechtsverletzungen in dem Land verurteilt. Zugleich kündigte die Friedensnobelpreisträgerin bei einer Rede in der Hauptstadt Naypidaw an, dass ihre Regierung bereit sei, die Rückkehr der ins Nachbarland Bangladesch geflüchteten Rohingya zu gestatten - allerdings abhängig von einer Überprüfung des "Status" der Geflohenen. Myanmar solle nicht wegen unterschiedlicher Religionen gespalten sein. Nach wochenlangem Schweigen war dies Suu Kyis erster öffentlicher Auftritt, bei dem sie sich zu dem Konflikt äußerte. Dabei lud sie ausländische Diplomaten ein, die Unruhe-Provinz Rakhine zu besuchen, um sich über die Lage zu informieren. Mehr als 410.000 Rohingya sind nach UN-Angaben ins Nachbarland Bangladesch geflüchtet. Die Vereinten Nationen sprechen von "ethnischen Säuberungen".
    Hurrikan "Maria" verbreitet Schrecken in der Karibik:
    Zwei Wochen nach dem verheerenden Wirbelsturm "Irma" werden die Inseln der Karibik erneut von einem Hurrikan der höchsten Kategorie fünf bedroht. "Maria" traf auf der Insel Domenica mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Stundenkilometern auf Land. Es wurden Dächer weggerissen und es kam zu Überschwemmungen. Wegen des Hurrikans gelten auf mehreren Karibik-Inseln Unwetterwarnungen, auf der französischen Insel Guadeloupe wurden Evakuierungen eingeleitet. Dort drohten Überflutungen und Erdrutsche, hieß es zur Begründung. Die Bewohner der französischen Insel Martinique wurden angewiesen, wegen des gefährlichen Sturms in den Häusern zu bleiben.
    Trump kritisiert "Bürokratie und Missmanagement" bei den UN:
    US-Präsident Donald Trump hat die Bürokratie bei den Vereinten Nationen scharf kritisiert. Die UN sollten sich mehr auf die Menschen und weniger auf die Bürokratie konzentrieren, sagte Trump einen Tag vor Beginn der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. Die UN seien mit "noblen Zielen" gegründet worden. Allerdings hätten sie "wegen Bürokratie und Missmanagement" in den vergangenen Jahren nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen können. Zugleich erklärte der US-Präsident, er unterstütze die von UN-Generalsekretär Antonio Guterres angestrengten Reformschritte. Trump hatte die Vereinten Nationen in der Vergangenheit immer wieder als ineffektiv und als Verschwender von Steuergeldern kritisiert.
    Trumps Ex-Wahlkampfchef offenbar monatelang abgehört:
    Der frühere Wahlkampfmanager von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, ist laut einem CNN-Bericht während des Wahlkampfs und auch noch danach heimlich von den Behörden abgehört worden. Manaforts Gespräche seien auf Grundlage einer geheimen Gerichtsanordnung bis mindestens Anfang dieses Jahres mitgeschnitten worden, so der US-Nachrichtensender. Unklar sei, ob auch Gespräche mit Trump abgehört worden seien. Manafort hatte Trumps Kampagne von Juni bis August 2016 geleitet. Unter Berufung auf drei Quellen berichtete CNN, die belauschten Gespräche hätten bei den Ermittlern den Verdacht genährt, dass Manafort Russland ermutigt habe, zugunsten von Trump in den Wahlkampf einzugreifen. Zwei der Quellen gaben demnach allerdings an, dass die Beweise nicht ausreichend gewesen seien. - Manafort soll erstmals 2014 überwacht worden sein. Dies sei im Rahmen von Ermittlungen der Bundespolizei FBI geschehen, bei denen es um die Arbeit von in Washington ansässigen Beraterfirmen für die damalige Regierungspartei in der Ukraine gegangen sei.
    USA schicken mehr als 3000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan:
    Die USA schicken mehr als 3000 weitere Soldaten nach Afghanistan. Das sagte Verteidigungsminister James Mattis im Pentagon. Einige der zusätzlichen Kräfte sind demnach bereits auf dem Weg in das Land am Hindukusch. Das US-Militär hat derzeit rund 11.000 Soldaten in Afghanistan. Der Einsatz ist mit fast 16 Jahren die längste Militär-Operation der USA. Die Sicherheitslage in dem Land hat sich mit dem Erstarken der radikalislamischen Taliban zuletzt wieder deutlich verschlechtert. Nach Militärangaben kontrollieren die Aufständischen rund elf Prozent des Landes. Weitere knapp 30 Prozent gelten als umkämpft. Zudem gibt es einen Ableger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS).
    Ryanair veröffentlicht Liste mit Flugstreichungen:
    Die irische Billig-Fluggesellschaft Ryanair hat nach heftiger Kritik von Kunden und von Seiten der EU eine vollständige Liste mit rund 2000 Flugstreichungen bis Ende Oktober veröffentlicht. Betroffene Kunden würden zudem per E-Mail benachrichtigt, teilte das Unternehmen in Dublin mit. Die Liste der Flugstreichungen lässt sich über die Website einsehen. Ursache "dieser chaotischen Verhältnisse" sind laut Ryanair-Chef Michael O'Leary "Schwierigkeiten mit der Planung des Jahresurlaubs" der Piloten. O'Leary wollte damit Berichte entkräften, wonach Ryanair mit einem Pilotenmangel zu kämpfen habe, weil die Fluggesellschaft viel niedrigere Gehälter zahle als die Konkurrenz.
    11 min
  • 18.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Gabriel schlägt in Nordkorea-Krise direkte Gespräche mit Pjöngjang vor:
    Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat im Atomstreit mit Nordkorea direkte Gespräche angeregt. Dazu müssten drei Mächte gemeinsam an den Tisch, die USA, China und Russland, sagte er der "Bild"-Zeitung. Der SPD-Politiker fügte hinzu, es brauche "Visionen und mutige Schritte" nach dem Vorbild der Entspannungspolitik in den Zeiten des Kalten Krieges. Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un sei "nicht irre", sondern folge einer kühl überlegten Strategie: Wenn er die Atombombe habe, werde sich niemand trauen, ihn zu bedrohen. Daher müsse Kim "eine andere Sicherheitsgarantie als die Atombombe" vor Augen geführt werden. Gabriel plädierte zugleich dafür, die Wirkung der zuletzt verhängten Strafmaßnahmen gegen Pjöngjang abzuwarten. Sanktionen brauchten Zeit, bis sie wirkten. Der Bundesaußenminister hatte sich am Samstag zu politischen Gesprächen in China aufgehalten. Auch dabei stand die Nordkorea-Krise im Mittelpunkt.
    FDP und Grüne positionieren sich für Bundestagswahl:
    Eine Woche vor der Bundestagswahl haben sich FDP und Grüne ein Fernduell um Platz drei in der Wählergunst geliefert. Auf Parteitagen in Berlin machten beide Parteien deutlich, dass sie die AfD als stärkste Kraft hinter CDU/CSU und SPD verhindern wollen. Zugleich schlossen weder Liberale noch Grüne aus, nach der Wahl ein Dreierbündnis mit der Union einzugehen. Inhaltlich setzten sie aber hohe Hürden für eine solche "Jamaika-Koalition". Die FDP beschloss einen Wahlaufruf mit zehn sogenannten Trendwenden für Deutschland. Zudem bekräftigte Parteichef Christian Lindner die Forderung der Liberalen nach Steuerentlastungen. Der Spitzenkandidat der Grünen, Cem Özdemir, betonte, in einer Bundesregierung, an der seine Partei beteiligt wäre, müsse es "klare Vorfahrt für den Klimaschutz geben".
    Tillerson deutet Entgegenkommen der USA bei Pariser Klimaabkommen an:
    US-Außenminister Rex Tillerson kann sich offenbar vorstellen, dass sein Land doch nicht aus dem Pariser Klimaabkommen austritt. Auf eine entsprechende Frage antwortete Tillerson im Gespräch mit dem Fernsehsender CBS, dies sei möglich, wenn die Bedingungen stimmten. Die USA wollten bei dem Thema produktiv und hilfreich sein. Derzeit prüfe der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Gary Cohn, eine Zusammenarbeit mit anderen Ländern beim Klimaschutz, es handele sich aber weiter um ein schwieriges Thema. Trump hatte im Juni angekündigt, dass sich die USA aus dem Pariser Abkommen zurückziehen wollen. Er argumentierte, das von fast 200 Staaten unterzeichnete Dokument begünstige Länder wie China und Indien auf Kosten Amerikas. Mit dem Ende 2015 geschlossenen Abkommen soll die Erderwärmung auf unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter beschränkt werden.
    Mehr als 5000 Flüchtlinge in einer Woche im Mittelmeer aufgegriffen:
    Innerhalb einer Woche hat die libysche Küstenwache nach eigenen Angaben mehr als 3.000 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer aufgegriffen. Aus Italien gibt es zudem Berichte von Regierungsorganisationen und Medien, in denen von insgesamt fast 2.000 geretteten Migranten die Rede ist. Die italienische Marine unterstützt die libysche Küstenwache dabei, Flüchtlinge abzufangen, bevor sie internationale Gewässer erreichen. Dadurch ist die Zahl der in Italien ankommenden Schutzsuchenden zuletzt deutlich zurückgegangen. Regierungschef Paolo Gentiloni zeigte sich erfreut. Er sagte, die italienische Erfahrung der vergangenen Monate zeige, was getan werden könne. Es gebe weniger Ankünfte und damit weniger Todesfälle auf See. Hilfsorganisationen werfen Rom dagegen vor, zuzulassen, dass Flüchtlinge in libysche Lager zurückgebracht würden, wo sie unter menschenunwürdigen Umständen leben müssten.
    Älteste Frau der Welt in Jamaika gestorben:
    Die bislang älteste Frau der Welt ist tot. Die Jamaikanerin Violet Brown sei am Freitag im Alter von 117 Jahren in einem Krankenhaus in Montego Bay gestorben, berichteten regionale Medien am Wochenende. Sie sei kurz zuvor wegen Herzrhythmusstörungen und Dehydrierung in die Klinik gebracht worden. Jamaika sei stolz auf "Miss Vy", schrieb Jamaikas Premierminister Andrew Holness auf Facebook. Sie sei eine inspirierende Person gewesen. Seit die Italienerin Emma Morano im April dieses Jahres gestorben war, galt Brown als die älteste Frau der Welt. Brown wurde am 10. März 1900 geboren. Ihre Langlebigkeit schrieb sie einer speziellen Diät zu. Sie esse jeden Tag drei Eier, zwei davon roh, erzählte sie im April der Zeitung "Jamaica Gleaner".
    Fußball-Bundesliga: Dortmund besiegt Köln 5:0:
    In den Sonntagsspielen der Fußball-Bundesliga gab es folgende Ergebnisse: Hoffenheim - Berlin 1:1, Leverkusen - Freiburg 4:0 und Dortmund - Köln 5:0. Die Kölner kündigten nach der Partie Einspruch gegen die Spielwertung an, weil der Schiedsrichter aus ihrer Sicht ein Tor der Dortmunder zu Unrecht gegeben hat.
    10 min
  • 16.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA halten sich militärische Option gegen Nordkorea offen:
    Der UN-Sicherheitsrat hat in einer Dringlichkeitssitzung den jüngsten Raketentest Nordkoreas verurteilt, allerdings keine weiteren Maßnahmen gegen das Regime von Kim Jong Un beschlossen. Das Gremium hatte erst vor wenigen Tagen die Sanktionen gegen das Land verschärft. Die USA wollen ein militärisches Eingreifen nicht ausschließen. Dies sei jedoch nicht die bevorzugte Option, sagte der nationale Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster in Washington. Die von Nordkorea am Freitag abgefeuerte Rakete flog über Japan hinweg und stürzte rund 2000 Kilometer östlich der Insel Hokkaido in den Pazifik.
    Höchste Terrorwarnstufe in Großbritannien:
    Großbritannien hat nach dem Anschlag in der Londoner U-Bahn die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen. Nach Einschätzung der Behörden könnte demnach ein weiterer Anschlag unmittelbar bevorstehen. Premierministerin Theresa May sagte, es werde eine höhere Präsenz bewaffneter Polizeikräfte an öffentlichen Plätzen geben. Zudem werde das Militär die Polizei unterstützen. Bei der Explosion im Berufsverkehr wurden 29 Personen verletzt. Nur weil die selbst gebastelte Bombe offenbar nicht richtig explodierte, sind keine Todesopfer zu beklagen.
    Proteste in St. Louis nach Freispruch für Ex-Polizisten:
    Nach dem Freispruch für einen weißen Ex-Polizisten, der nach einer Verfolgungsjagd einen Schwarzen erschossen hatte, sind in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri Proteste und Unruhen ausgebrochen. Hunderte von Menschen gingen auf die Straße, um gegen den Richterspruch und gegen die aus ihrer Sicht rassistische Polizei zu demonstrieren. Um Straßenblockaden aufzulösen, setzten die Sicherheitskräfte Tränengas ein. Sie wurden im Gegenzug mit Flaschen und Steinen beworfen. Die Polizei hatte im Jahr 2011 einen Drogenhändler nach einer Verfolgungsjagd durch die Stadt erschossen. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie der Mann mit fünf Schüssen getötet wurde.
    Irakische Kurden wollen die Unabhängigkeit:
    In der autonomen Kurdenregion im Nordirak soll am 25. September über die Unabhängigkeit abgestimmt werden. Den Termin für das Referendum legte das kurdische Parlament in Erbil in seiner ersten Sitzung seit zwei Jahren fest. Die Unabhängigkeitsbestrebungen stoßen nicht nur bei der irakischen Zentralregierung in Bagdad auf starken Widerstand, sondern auch in anderen Ländern. Die Türkei hatte zuletzt erklärt, wenn die Kurden ihre Pläne weiter vorantrieben, werde das seinen Preis haben. Auch die USA lehnen das Referendum ab. Die Bundesregierung rief alle Seiten auf, den Konflikt nicht weiter zu schüren.
    Merkel will Grenzkontrollen auf unbestimmte Zeit verlängern:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Kontrollen an den deutschen Grenzen auf unbestimmte Zeit verlängern. Zur Begründung verwies sie auf anhaltende Mängel beim Schutz der EU-Außengrenzen. Kontrollen an den entscheidenden Abschnitten der Binnengrenzen solle es geben, solange es sachlich erforderlich sei, sagte Merkel den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Kanzlerin sprach sich zudem für einheitliche Aufnahmebedingungen für Asylbewerber in Europa aus. Dies sei nötig, um überall effiziente Verfahren zu haben.
    Oktoberfest beginnt in München:
    Um Punkt 12.00 Uhr wird Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter das Oktoberfest eröffnen. Dabei wird wie jedes Jahr mit Spannung erwartet, wie viele Schläge er braucht, um das erste Fass Bier anzustechen. Das größte Volksfest der Welt lockt jedes Jahr mehrere Millionen Menschen an. Aus Sorge vor Anschlägen gab es im vergangenen Jahr allerdings einen erheblichen Besucherrückgang. Auch deshalb weiteten Stadt und Polizei das Sicherheitskonzept noch einmal erheblich aus.
    Aufsteiger Hannover ist Tabellenführer:
    In der Fußball-Bundesliga hat Hannover 96 die Tabellenspitze erobert. Der Aufsteiger siegte im brisanten Nordduell gegen den Hamburger SV mit 2:0. Nach dem dritten Sieg im vierten Saisonspiel ist das Team von Trainer André Breitenreiter zumindest über Nacht Tabellenführer. Die Hamburger kassierten nach zwei Siegen nun die zweite Niederlage hintereinander, bleiben aber vorerst Siebter.
    8 min
  • 15.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nordkorea zündet erneut Rakete:
    Zwölf Tage nach seinem jüngsten Atomtest hat Nordkorea erneut eine Rakete über Japan hinweg abgefeuert. Sie sei nach dem Start in Pjöngjang 3700 Kilometer weit geflogen, teilte die Armee von Südkorea mit. Die Regierung in Seoul berief eine Sitzung des nationalen Sicherheitsrates ein. Auch die japanische Führung bestätigte den Test und sprach von einer Provokation. Wie es aus Tokio hieß, überflog die Rakete die japanische Insel Hokkaido, bevor sie im Pazifik niederging. An diesem Freitag will der Weltsicherheitsrat in New York über den neuen Raketentest beraten. Erst am Montag hatte das wichtigste UN-Gremium mit einer Deckelung von Öllieferungen und einem Verbot von Textilexporten den Druck auf Nordkorea erhöht. Die verschärften Sanktionen sind eine Reaktion auf den Atomtest vom 3. September, bei dem nach Angaben aus Pjöngjang eine Wasserstoffbombe gezündet wurde.
    Von der Leyen verfolgt Großmanöver von Russland und Weißrussland mit Skepsis:
    Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen verfolgt das gemeinsame Manöver von Russland und Weißrussland mit Skepsis. Sie habe großes Verständnis für die Sorgen osteuropäischer Verbündeter, sagte von der Leyen der "Bild"-Zeitung. Für Deutschland scheine das Manöver weit weg, doch die Verbündeten hätten "ihre Erfahrungen mit Russland gemacht" und müssten "nun solch massive Truppenkonzentrationen an ihren Grenzen erleben". Zur Solidarität der NATO leiste auch die Bundeswehr mit einem Bataillon in Litauen ihren Beitrag. Das westliche Bündnis reagiert nach ihren Worten "auf diesen militärischen Großaufmarsch genau richtig: besonnen, mit kühlem Kopf, aber auch wachsam". Streitkräfte Russlands und Weißrusslands hatten am Donnerstag mit dem Großmanöver "Sapad 2017" an der Ostflanke von NATO und EU begonnen.
    US-Präsident Trump unterschreibt Resolution gegen Rassismus:
    US-Präsident Donald Trump hat eine Resolution zur Bekämpfung von Rassismus unterschrieben. Darin verurteile er jegliche Form von Fanatismus, teilte das Weiße Haus mit. Die Resolution geht insbesondere auf die Vorfälle in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia im vergangenen Monat ein. Demnach werde die Gewalt der "weißen Nationalisten und Rassisten, Ku-Klux-Klan, Neonazis und anderer Hassgruppen" missbilligt. Der Kongress hatte Trump dazu gedrängt, sich klar gegen weißen Rassismus zu positionieren. Bei der Demonstration von Rechtsextremisten in Charlottesville war es zu gewalttätigen Ausschreitungen zwischen den rassistischen Gruppierungen und Gegendemonstranten gekommen. Eine Frau wurde getötet, als ein mutmaßlicher Neonazi mit einem Auto in die Menge fuhr.
    Trump reist im November nach Asien:
    US-Präsident Donald Trump fliegt im November erstmals seit seinem Amtsantritt nach China. Im Rahmen einer geplanten Asien-Reise werde er außerdem die US-Verbündeten Südkorea und Japan besuchen, teilte Trump in Washington mit. Möglicherweise werde er auch zum Gipfel des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsrats - APEC - nach Vietnam reisen. Auf Trumps Tagesordnung dürften unter anderem der Atomstreit mit Nordkorea und Handelsfragen stehen. Trump hatte China im Wahlkampf wiederholt unfaire Handelspraktiken vorgeworfen und damit gedroht, auf chinesische Waren einen Strafzoll von 45 Prozent zu erheben. Seit seinem Amtsantritt hat er diese Drohung allerdings nicht wiederholt.
    Neue Anklage gegen Brasiliens Präsident Temer:
    Die brasilianische Generalstaatsanwaltschaft hat beim Obersten Gerichtshof in Brasilia Klage gegen Präsident Michel Temer eingereicht. Die Behörde wirft Temer Behinderung der Justiz und die Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung vor. Es ist die zweite Klage gegen Temer während seiner Amtszeit als Staatschef. Eine erste Klage gegen ihn wegen mutmaßlicher Korruption war Anfang August vom Parlament blockiert worden. Der konservative Temer hat wiederholt seine Unschuld beteuert. In den vergangenen Jahren wurden aber immer wieder Korruptionsskandale aufgedeckt. Temers Vorgängerin, die linksgerichtete Dilma Rousseff, wurde sogar des Amtes enthoben. Temer ist extrem unbeliebt im Land. Seine Zustimmungswerte liegen im einstelligen Bereich.
    Kampagne für Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien hat begonnen:
    Die nordspanische Region Katalonien hält trotz Widerstands von Seiten der Regierung in Madrid und des Verfassungsgerichts an ihren Unabhängigkeitsbestrebungen fest. Mit einer Großkundgebung vor rund 8.000 Menschen wurde in einer Stierkampf-Arena der Stadt Tarragona die Kampagne für ein entsprechendes Referendum eröffnet. Der Chef der katalanischen Regionalregierung, Carles Puigdemont, forderte die Menschen auf, an dem für den 1. Oktober geplanten Volksentscheid teilzunehmen. Die spanische Zentralregierung ist gegen das Referendum über eine Abspaltung Kataloniens. Das Verfassungsgericht hat das Gesetz, in dem es angeordnet wird, für ungültig erklärt und für fünf Monate ausgesetzt. In der Zeit wollen die Richter ein endgültiges Urteil fällen. Inzwischen hat sich auch die Bürgermeisterin der katalanischen Metropole Barcelona hinter die Kampagne gestellt.
    11 min
  • 14.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump und US-Demokraten nähern sich in Frage des Schutzes junger Migranten an:
    In den USA haben sich die Demokraten mit US-Präsident Donald Trump darauf verständigt, ein Gesetz zum Schutz von jungen Immigranten vor Abschiebung auf den Weg zu bringen. Das teilten der Anführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, sowie die demokratische Oppositionsführerin Nancy Pelosi mit. Darüber hinaus habe man bei einem Treffen mit Trump vereinbart, ein Paket zur Sicherung der Grenzen auszuarbeiten. Dieses beinhalte aber keine Mauer. Trumps Sprecherin Sarah Sanders teilte dagegen mit, dass man sich nicht darauf verständigt habe, die von Trump geplante Mauer zu Mexiko auszuschließen. Trump hatte vergangene Woche ein Dekret seines Vorgängers Barack Obama außer Kraft gesetzt. Dieses sah vor, dass Einwanderer, die jünger als 16 Jahre waren und ohne gültige Papiere in die USA gelangt sind, unter bestimmten Bedingungen eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erhalten konnten. Damit sollten sie vor Abschiebung geschützt werden.
    Russland und Weißrussland starten Großmanöver "Sapad 2017":
    Die Streitkräfte Russlands und Weißrusslands starten ihr mehrtägiges Großmanöver "Sapad 2017". Die Soldaten der beiden Armeen marschieren nahe der Grenze zu den NATO-Staaten Polen, Litauen, Lettland und Estland auf. Dort wird die Militärübung mit Sorge beobachtet. Die Länder fürchten, dass Russland unter dem Deckmantel des Manövers dauerhaft Soldaten an den Grenzen stationiert. An der siebentägigen Übung in der Ex-Sowjetrepublik Weißrussland sind nach offiziellen Angaben aus Moskau etwa 12.700 Soldaten aus beiden Ländern beteiligt. Zahlreiche westliche Staaten und die NATO gehen jedoch davon aus, dass die eigentliche Teilnehmerzahl viel höher liegen könnte. Das Verteidigungsministerium in Minsk betonte, dass das Manöver keine Bedrohung für Europa darstelle.
    UN fordern Ende der Gewalt gegen muslimische Minderheit in Myanmar:
    Die Vereinten Nationen haben ein Ende der Gewalt gegen die muslimische Minderheit der Rohingya in Myanmar gefordert. UN-Generalsekretär António Guterres rief in New York die Regierung des Landes dazu auf, den Militäreinsatz gegen die Rohingya zu beenden und ihre Rechte anzuerkennen. Der UN-Sicherheitsrat befasste sich erstmals seit der Eskalation des Konflikts mit dem Thema, allerdings hinter verschlossenen Türen. Myanmar steht wegen des brutalen Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen die muslimische Minderheit der Rohingya derzeit massiv in der Kritik. Nach UN-Angaben sind mittlerweile etwa 370.000 Rohingya aus Myanmar ins Nachbarland Bangladesch geflohen.
    Schäuble mahnt bei Erweiterung der Eurozone zur Vorsicht:
    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat bei der Erweiterung der Eurozone zur Vorsicht gemahnt. Zwar sei es grundsätzlich gut, dass Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in dieser Frage "Druck und Tempo macht", sagte Schäuble dem TV-Sender ARD. Das Beispiel Griechenland zeige aber, wie wichtig es für Länder sei, alle Kriterien für die Gemeinschaftswährung zu erfüllen. Juncker hatte zuvor in einer Grundsatzrede für eine Ausweitung der Eurozone plädiert. Der Euro müsse "mehr sein als die Währung einer ausgewählten Ländergruppe", betonte er. Laut Vertrag seien alle EU-Staaten außer Großbritannien und Dänemark verpflichtet, der Gemeinschaftswährung beizutreten, sobald sie die Bedingungen erfüllten. Derzeit gehören 19 der 28 EU-Staaten der Währungsunion an.
    Niki Lauda will mit Thomas Cook Teile von Air Berlin übernehmen:
    Der Unternehmer und frühere Formel 1-Weltmeister Niki Lauda will zusammen mit Condor und dem Reiseanbieter Thomas Cook Teile der insolventen Fluglinie Air Berlin übernehmen. Er selbst werde an dem Konsortium 51 Prozent der Anteile halten, kündigte Lauda im Gespräch mit dem "Kurier" aus Österreich an. Ein Sprecher des Reisekonzerns Thomas Cook wiederholte, man sei zusammen mit Condor bereit, eine aktive Rolle bei der Restrukturierung von Air Berlin und der Tochter Niki zu spielen. Das Konsortium will nach Medienangaben neben der von Lauda gegründeten Air-Berlin-Tochter Niki zusätzlich 17 Maschinen von Air Berlin übernehmen. Geplant ist demnach, ausschließlich touristische Ziele auf der Kurz- und Mittelstrecke anzufliegen. Neben Lauda und seinen Partnern hatten auch die Lufthansa, der Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl, die Billigairline Easyjet und die chinesische Betreiber-Gesellschaft des Flughafens Parchim in Mecklenburg-Vorpommern, Link Global Logistics, Interesse an Air Berlin bekundet.
    Olympia: Paris und Los Angeles erhalten Zuschlag:
    Erstmals seit fast 100 Jahren sind wieder zwei Olympische Spiele gleichzeitig vergeben worden: Paris richtet die Sommerspiele 2024 aus, Los Angeles ist 2028 Gastgeber. Dies gab das Internationale Olympische Komitee nun offiziell in Peru bekannt. Eine außerordentliche Vollversammlung des IOC hatte die Grundsatzentscheidung für eine Doppelvergabe schon am 11. Juli in Lausanne getroffen. Danach handelten beide Städte die Reihenfolge und den rechtlichen Rahmen mit Hilfe des IOC aus. Paris war bereits 1900 und 1928 Gastgeber. Los Angeles hatte die Spiele 1932 und 1984 ausgerichtet.
    11 min
  • 13.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Schulz fordert Merkel zu zweitem TV-Duell:
    SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem zweiten Fernsehduell aufgefordert. Bei einer ZDF-Wahlsendung sagte der SPD-Chef, dass er viele der angesprochenen Punkte beim ersten TV-Duell mit der Bundeskanzlerin nicht habe diskutieren können. Deshalb habe er Merkel einen Brief geschrieben und sie zu einem weiteren Duell aufgefordert. Bisher lehnt Merkel ein zweites direktes Aufeinandertreffen mit ihrem Herausforderer vor der Bundestagswahl am 24. September ab. Schulz verweist darauf, dass Fragen der Bürger etwa zur Digitalisierung, Zukunft der Arbeit, Rente und Bildung im TV-Duell nicht beantwortet worden seien. Er stimme mit der Kanzlerin "absolut überein, dass wichtige Kernfragen unseres Landes nicht zur Sprache kamen". Die SPD liegt in Umfragen mit Werten von 21 bis 24 Prozent bis zu 16 Punkte hinter CDU und CSU zurück.
    Air Berlin streicht am Morgen 32 Flüge wegen Krankmeldungen:
    Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin hat wegen Krankmeldungen zahlreicher Piloten am Mittwoch 32 Flüge gestrichen. Besonders betroffen seien der Flughafen Berlin-Tegel mit sieben und der Flughafen Düsseldorf mit fünf Ausfällen, sagte eine Sprecherin der Fluglinie. Die weiteren Ausfälle verteilten sich auf verschiedene Flughäfen. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass im weiteren Verlauf des Mittwochs noch weitere Flüge gestrichen werden müssten. Bereits am Dienstag hatten sich etwa 200 Mitarbeiter krank gemeldet, mehr als 100 Flüge fielen aus, Tausende Passagiere waren betroffen. Die Fluglinie hatte bereits am Dienstag angekündigt, dass es auch am Mittwoch zu Flugstreichungen kommen werde, allerdings keine genauen Zahlen genannt.
    Suu Kyi sagt Teilnahme an UN-Vollversammlung ab:
    Myanmars Regierungschefin Aung San Suu Kyi hat ihre Teilnahme an der diesjährigen UN-Vollversammlung in New York abgesagt. Dies teilte ein Regierungssprecher in Rangun mit. Gründe nannte er nicht. Die Friedensnobelpreisträgerin steht international wegen des brutalen Vorgehens von Myanmars Sicherheitskräften gegen die muslimische Minderheit der Rohingya massiv in der Kritik. Suu Kyi führt seit vergangenem Jahr in dem südostasiatischen Land als "Staatsrätin" praktisch die Regierung. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mittlerweile etwa 370.000 Rohingya aus Myanmar ins Nachbarland Bangladesch geflohen. Suu Kyi äußerte sich bislang kaum zu der Verfolgung. Sie machte "Terroristen" für den Konflikt verantwortlich.
    Venezuelas Staatschef Maduro zu Gesprächen mit Opposition bereit:
    Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro hat sich zu Gesprächen mit der Opposition bereit erklärt. Er akzeptiere diesen neuen Tag des Dialogs, sagte Maduro mit Blick auf eine Vermittlungsinitiative des Präsidenten der Dominikanischen Republik, Danilo Medina, und des ehemaligen spanischen Regierungschefs José Luis Rodríguez Zapatero. In Venezuela tobt seit Monaten ein erbitterter Machtkampf zwischen der linksnationalistischen Regierung unter Maduro und der Mitte-rechts-Opposition. Fast 130 Menschen wurden bei den Unruhen seit Anfang April getötet, nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden mehr als 5000 Menschen festgenommen. Die Beziehungen zwischen Maduro und der Opposition gelten als verhärtet.
    Rakete zur Internationalen Raumstation gestartet:
    Eine russische Sojus-Rakete ist mit drei Raumfahrern zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Wie geplant hob die Trägerrakete vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab. An Bord der Sojus-Raumkapsel waren die NASA-Astronauten Joseph Acaba und Mark Vande Hei sowie der russische Kosmonaut Alexander Misurkin. Sie werden nach einem sechsstündigen Flug auf der ISS erwartet. Die drei Wissenschaftler bilden die neue Langzeitbesatzung auf der ISS. Auf ihrem Arbeitsprogramm stehen Experimente zu Biologie, Biotechnologie und Physik. Die neue Mannschaft löst den Amerikaner Randy Bresnik, den Russen Sergej Rjasanski und den Italiener Paolo Nespoli ab.
    Britischer Theatermacher Peter Hall mit 86 Jahren gestorben:
    Der britische Theatermacher Peter Hall ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Der Gründer der Royal Shakespeare Company, starb bereits am Montag im Alter von 86 Jahren im Kreis seiner Familie, teilte das Londoner National Theatre mit. Hall hatte 1960 im Alter von 29 Jahren das berühmte Theaterensemble Royal Shakespeare Company gegründet und war acht Jahre lang sein künstlerischer Leiter. Von 1973 bis 1988 war er Intendant des National Theatre. Im Jahr 2011 wurde bei ihm Demenz diagnostiziert.
    Bayern siegt zum Auftakt:
    Der FC Bayern München ist mit einem 3:0-Sieg über den belgischen Vertreter RSC Anderlecht in die Fußball-Champions-League gestartet. Die Tore erzielten Lewandowski, Thiago und Kimmich. Der FC Barcelona schlug Juventus Turin 3:0. Benfica Lissabon unterlag ZSKA Moskau 1:2. Celtic Glasgow verlor zuhause mit 0:5 gegen Paris St. Germain. Chelsea schlug Karabach 6:0. Manchester United besiegte Basel mit 3:0. Piräus unterlag Sporting Lissabon 2:3. Der AS Rom und Atletico Madrid trennten sich 0:0.
    10 min
  • 12.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.UN-Sicherheitsrat verhängt neue Sanktionen gegen Nordkorea:
    Nach dem jüngsten Atomtest Nordkoreas hat der UN-Sicherheitsrat neue Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Ein deutlich abgeschwächter Resolutionsentwurf der USA wurde in New York einstimmig angenommen. Er sieht ein Verbot von Textilimporten aus Nordkorea sowie Beschränkungen bei Öl- und Gaslieferungen vor. Als Reaktion auf Nordkoreas sechsten Atomwaffentest vor gut einer Woche hatten die USA ursprünglich zahlreiche drastische Strafmaßnahmen gegen Pjöngjang gefordert: So sollten alle ausländischen Guthaben von Machthaber Kim Jong Un eingefroren und Geldtransfers nordkoreanischer Bürger in ihr Heimatland unterbunden werden. Vorgesehen waren zudem ein sofortiges Ölembargo sowie Zwangsdurchsuchungen nordkoreanischer Schiffe auf hoher See. Die Veto-Mächte China und Russland hatten sich solch schärferen Sanktionen jedoch widersetzt.
    UN-Sicherheitsrat befasst sich mit Lage der Rohingya:
    Der Weltsicherheitrat berät am Mittwoch über die Eskalation der Gewalt in Myanmar. Der Termin sei auf Antrag Großbritanniens und Schwedens festgesetzt worden, teilte der britische UN-Botschafter Matthew Rycroft in New York mit. Für die muslimische Minderheit der Rohingya verschlechtere sich die Lage zusehends. UN-Menschenrechtskommissar Zeid Ra'ad Al Hussein hatte am Montag von einem "Paradebeispiel für ethnische Säuberungen" gesprochen. Der Konflikt zwischen Rohingya-Rebellen und Regierungsarmee im Bundesstaat Rakhine in Myanmar war Ende August wieder voll entbrannt. Nach UN-Angaben flohen bisher 313.000 Rohingya ins Nachbarland Bangladesch. Zehntausende weitere Flüchtlinge sollen sich in Myanmar versteckt halten. Die Bundesregierung appellierte an die Führung in dem südostasiatischen Land, ihrer Verantwortung für alle Bevölkerungsgruppen gerecht zu werden.
    EU-Austrittsgesetz nimmt erste Hürde im britischen Parlament:
    Das britische Parlament hat in zweiter Lesung für das EU-Austrittsgesetz gestimmt. Für den Gesetzesvorschlag der Regierung votierten 326 Abgeordnete, 290 stimmten dagegen. Premierministerin Theresa May entging damit vorerst einer Niederlage. Doch weitere Abstimmungen stehen an, bevor das Gesetz verabschiedet werden kann. Die Regierung will mit dem Gesetz die Geltung von EU-Recht in Großbritannien nach dem Brexit beenden. Gleichzeitig sollen mehr als 12.000 EU-Vorschriften aus allen Lebensbereichen in nationales Recht übertragen werden, damit am Tag des Austritts kein Chaos entsteht. Dabei geht es etwa um Arbeitnehmerrechte sowie Verbraucher- und Umweltschutz. Großbritannien wird die EU im März 2019 verlassen. Strittig sind Klauseln, die weitreichende Gesetzesänderungen ohne Beteiligung des Parlaments zulassen. Die Regierung argumentiert, sie brauche freie Hand, um die große Menge an EU-Vorschriften in Kürze an die neuen Verhältnisse anzupassen. Die Opposition spricht von einem Eingriff in die Gewaltenteilung.
    Konservatives Regierungsbündnis gewinnt Wahl in Norwegen:
    Die konservative norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg kann weiter regieren. Ihr bürgerliches Bündnis lag nach Auszählung fast aller Stimmen mehrere Sitze vor dem rot-grünen Lager. Großer Verlierer ist die sozialdemokratische Arbeiterpartei von Herausforderer Jonas Gahr Støre. Doch auch alle bisherigen Regierungsparteien verlieren an Zustimmung, während die kleinen Oppositionsparteien klar gewinnen. Für eine Mehrheit sind im norwegischen Parlament Storting 85 Mandate nötig. Solbergs bürgerliches Bündnis kommt nach den zuletzt vorliegenden Zahlen auf 88 Sitze. Das von Støre angestrebte Bündnis von Arbeiterpartei, Zentrumspartei und Sozialistischer Linkspartei kann mit Unterstützung von Grünen und Sozialisten mit 81 Sitzen rechnen.
    Wieder Sammelabschiebung nach Afghanistan :
    Erstmals seit dem Anschlag auf die deutsche Botschaft in Kabul Ende Mai sollen wieder abgelehnte Asylbewerber mit einem Sammelflug nach Afghanistan abgeschoben werden. Mindestens zwölf Menschen, darunter vier aus Nordrhein-Westfalen und sechs aus Bayern, werden nach Angaben von Flüchtlingshelfern am Dienstagabend von Düsseldorf aus in die afghanische Hauptstadt geflogen. Die Bundesregierung hatte die Abschiebung afghanischer Flüchtlinge nach dem Anschlag auf die deutsche Vertretung am 31. Mai weitgehend ausgesetzt. Lediglich Straftäter, Gefährder und Asylbewerber, die in ihrem Verfahren nicht kooperierten, wurden zwangsweise zurückgeführt. Hilfsorganisationen lehnen die Abschiebungen ab, weil sie die Situation in Afghanistan für lebensgefährlich halten. Bisher wurden mehr als 100 abgelehnte Afghanen in ihre Heimat zurückgeflogen.:
    10 min
  • 11.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Hurrikan Irma schwächt sich auf Kategorie eins ab:
    Der Hurrikan Irma hat auf seinem Weg über das Festland von Florida an Stärke verloren. Das nationale Hurrikanzentrum stufte den Sturm auf die niedrigste Hurrikan-Kategorie eins zurück. Die Winde hätten sich auf bis zu 135 Stundenkilometer abgeschwächt. Zuvor waren Windgeschwindigkeiten von bis zu 229 Stundenkilometern gemessen worden. Nach einer ersten Bilanz riss der Wirbelsturm mindestens drei Menschen in den Tod. So wie in Miami kam es vielerorts zu Überschwemmungen. Dort kam auch der Flugverkehr zum Erliegen. Rund drei Millionen Haushalte sind ohne Strom. US-Präsident Donald Trump hat für den Bundesstaat den Katastrophenfall ausgerufen.
    USA legen abgeschwächten Sanktionsentwurf zu Nordkorea vor:
    Vor der heutigen Sitzung im UN-Sicherheitsrat haben die USA einen abgeschwächten Resolutionsentwurf zu Nordkorea vorgelegt. In der neuen Beschlussvorlage sind bestimmte Sanktionen nicht mehr enthalten, wie Diplomaten in New York berichteten. So soll etwa das Auslands-Vermögen des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un nicht mehr eingefroren werden. Damit gehe Washington auf Russland und China zu, hieß es. Die Zustimmung der beiden Vetomächte galt zuletzt als ungewiss. Nordkorea hatte den USA im Fall verschärfter Sanktionen mit harten Konsequenzen gedroht. Das Außenministerium in Pjöngjang nannte den Vorstoß Washingtons "illegal". Die USA würden einen "Preis dafür zahlen", hieß es in einer Erklärung des Ministeriums.
    Papst Franziskus beendet Kolumbienreise:
    Papst Franziskus hat seine fünftägige, ganz im Zeichen des historischen Friedensprozesses stehende Kolumbienreise beendet und ist nach Rom zurückgeflogen. Rund vier Millionen Menschen kamen zu den Messen in Bogotá, Villavicencio, Medellín und am Ende in Cartagena. Immer wieder mahnte der Papst zur Aussöhnung und Vergebung, um nach rund 50 Jahren Konflikt einen stabilen Frieden zu erreichen. Am letzten Tag hatte der Papst auch einen indirekten Appell an den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gerichtet, auf jede Art von Gewalt zu verzichten und eine Lösung der Krise zu finden. Ihm wird die Errichtung einer Diktatur vorgeworfen.
    Amnesty prangert Waffenexporte in Kriegsgebiete an:
    Amnesty International wirft den USA, Großbritannien, Frankreich und anderen westlichen Ländern vor, mit Waffenexporten Konflikte wie im Jemen anzuheizen. Trotz Kriegsverbrechen in den Kampfgebieten führten viele Staaten Rüstungsgüter aus, mit der Gefahr, dass sie dort für Menschenrechtsverstöße eingesetzt würden, kritisierte die Organisation in Genf. Zu Beginn der Staatenkonferenz zum Vertrag über den Waffenhandel, die von Montag bis Freitag in Genf stattfindet, prangerte Amnesty insbesondere den Verkauf von Waffen an Saudi Arabien an.
    Türkische Amtsträger wollen Asyl in Deutschland:
    Seit dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei im Juni vergangenen Jahres haben Hunderte Amtsträger einen Asylantrag in Deutschland gestellt. Darunter seien 250 Personen mit türkischem Diplomatenpass und 365 sogenannte Dienstpassinhaber, sagte Innenminister Thomas de Maizière der "Rhein-Zeitung". Er berufe sich dabei auf Zahlen, die bis Ende August 2017 vorlagen. Darin seien auch die Familienangehörigen von Diplomaten und Dienstpassinhabern enthalten. Für de Maizière ist dies "eine beachtliche, aber auch nicht extrem hohe Zahl". Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge behandele jeden dieser Fälle wie alle anderen auch. Nach dem gescheiterten Putschversuch hat die türkische Regierung Zehntausende Beamte aus dem Staatsdienst entlassen und viele verhaftet.
    Justizminister - AfD-Programm in Teilen verfassungswidrig:
    Das Wahlprogramm der AfD verstößt nach Ansicht von Bundesjustizminister Heiko Maas in mehreren Punkten gegen das Grundgesetz. Mit der AfD könne erstmals seit 1949 eine Partei die 5-Prozent-Hürde überspringen, deren Programm in Teilen verfassungswidrig sei, schrieb der SPD-Politiker in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Rundschau". Die AfD fordere unter anderem in ihrer Religions-, Familien-, Strafrechts- und Europa-Politik klare Verletzungen mehrerer Grundgesetz-Artikel. Nicht mit der Verfassung vereinbar seien etwa Forderungen nach einem pauschalen Verbot von Minaretten und Muezzin-Rufen.
    9 min

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