Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 14.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump verweigert Bestätigung des Atomabkommens mit Iran:
    US-Präsident Donald Trump hat Neuverhandlungen über das Atomabkommen mit dem Iran verlangt. Seine Regierung wolle mit den ausländischen Partnern zusammenarbeiten, um die "vielen ernsthaften Mängel" zu beseitigen. Als Beispiel nannte er, dass das iranische Raketenprogramm von dem Abkommen ausgeklammert sei. Trump kündigte an, dass er die per Gesetz alle 90 Tage nötige Bestätigung der Vereinbarung verweigern werde. Das kommt zwar keiner Aufkündigung gleich, Trump drohte aber, dies nachholen zu können. Die Zertifizierung durch den US-Präsidenten ist nicht Teil des Iran-Abkommens. Ein inneramerikanisches Gesetz schreibt dem Präsidenten vor, dem Kongress regelmäßig zu bescheinigen, ob der Iran sich an die Auflagen hält und das Abkommen weiterhin den Interessen der USA dient. Nun muss der US-Kongress über Sanktionen gegen den Iran entscheiden. Das Atomabkommen von 2015 sieht vor, dass der Iran wesentliche Teile seines Atomprogramms drastisch beschränkt. Dafür wurde die Normalisierung der Wirtschaftsbeziehungen in Aussicht gestellt.
    Internationale Kritik an Trumps Entscheidung zum Atom-Deal:
    Nach der Rede von US-Präsident Donald Trump hat sich der Iran zu dem Atomabkommen bekannt. Präsident Hassan Rohani sagte im staatlichen Fernsehen, solange die nationalen Sicherheitsinteressen des Iran gewährleistet seien, werde das Land Teil des Abkommens bleiben. In Bezug auf Trump sagte Rohani, das Abkommen sei solider "als dieser Herr denkt". Auf Trumps Drohung der einseitigen Aufkündigung des Abkommens erwiderte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, es stehe "keinem einzelnen Land zu, es zu beenden". Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) widersprach der Behauptung, das Abkommen ermögliche nur eine schwache Überwachung. IAEA-Chef Yukiya Amano betonte, die Behörde "hatte bisher Zugang zu allen Orten, die sie besuchen wollte". Deutschland, Großbritannien und Frankreich warnten die US-Regierung und den Kongress in einer gemeinsamen Erklärung vor Schritten, die das Abkommen gefährden könnten. Auch Russland bedauerte Trumps Entscheidung und kritisierte dessen Wortwahl. Lob und Unterstützung erhielt der US-Präsident aus Israel, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
    US-Bundesstaaten klagen gegen Aushöhlung von "Obamacare" :
    Fast 20 US-Bundesstaaten klagen gegen die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, gewisse Zuschüsse für Krankenversicherungen einzustellen. Unter anderem reichten die Generalbundesanwälte der Staaten Kalifornien, Kentucky und Massachusetts Klage ein. Wenn Trump ein gesetzlich vorgeschriebenes System beende, dass bereits in Betreib sei, missachte Trump Bundesgesetze, hieß es zur Begründung. Der New Yorker Generalbundesanwalt Eric Schneiderman nannte Trumps Vorgehen "atemberaubend rücksichtslos", die Zuschüsse "ohne Vorwarnung" zu stoppen und keinen Plan zu haben, um negative Konsequenzen einzudämmen. Nachdem Trump im US-Kongress mehrfach gescheitert war, das Krankenversicherungssystem "Obamacare" abzuschaffen, hatte er am Donnerstag eigene Maßnahmen bekannt gegeben, um dieses Ziel zu erreichen. Trump kündigte unter anderem an, umstrittene Milliardenzahlungen des Bundes an Versicherer einzustellen. Der Schritt könnte unabhängigen Experten zufolge zu einem massiven Anstieg der Prämien führen.
    Unionspolitiker kritisieren Überlegungen zu muslimischem Feiertag:
    Mit seinem Vorschlag, in Teilen Deutschlands einen muslimischen Feiertag einzuführen, ist CDU-Bundesinnenminister Thomas de Maizière auf Kritik in den eigenen Reihen gestoßen. Mehrere führende Unionspolitiker lehnten seine Überlegungen ab. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte der "Bild"-Zeitung, das christliche Erbe sei nicht verhandelbar. Islamfeiertage einzuführen komme für die CSU nicht in Frage. Auch CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach äußerte, er sehe keinen überzeugenden Grund, künftig auch nicht-christliche Feiertage unter den Schutz einer gesetzlichen Regelung zu stellen. De Maizière hatte Anfang der Woche bei einer Parteiversammlung gesagt, man könne über einzelne muslimische Feiertage in bestimmten Regionen reden. Dabei hatte er auf Allerheiligen am 1. November verwiesen - einen Feiertag, der nur in katholisch geprägten Bundesländern gilt.
    Medienbericht: Über 600 türkische Beamte beantragen Asyl in Deutschland:
    Nach dem Putschversuch in der Türkei vergangenes Jahr haben mehr als 600 ranghohe türkische Staatsbeamte Asyl in Deutschland beantragt. Das geht aus Zahlen des Bundesinnenministeriums hervor, die den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vorliegen. Demnach haben bis Mitte September dieses Jahres 250 Personen mit türkischen Diplomatenpapieren und 380 mit Dienstausweisen für hohe Staatsbeamte in der Bundesrepublik um Asyl gebeten. Etwa 200 Asyl-Antragsteller mit türkischem Diplomatenpass hätten bis Mitte September einen positiven Bescheid bekommen. Die Zahl umfasse auch Familienangehörige - also Ehepartner und Kinder. Nach dem Putschversuch in der Türkei war die Zahl der Asylsuchenden aus dem Land deutlich angestiegen. Die deutsch-türkischen Beziehungen sind angespannt, auch aufgrund mehrerer inhaftierter Bundesbürger in der Türkei.
    10 min
  • 13.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Gabriel warnt vor Ausstieg der USA aus Iran-Atomabkommen:
    Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel hat vor dem einseitigen Ausstieg der USA aus dem Iran-Atomabkommen gewarnt. Dies könne zu einem Wettrüsten oder Krieg führen, sagte der SPD-Politiker dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Eine Kündigung der Vereinbarung würde den Nahen Osten zur heißen Krisenregion machen. Iran könnte dann wieder an der Entwicklung von Nuklearwaffen arbeiten. Das aber habe Israel immer schon als direkte Bedrohung der eigenen Sicherheit wahrgenommen und mit militärischen Schlägen gegen Iran gedroht. US-Präsident Donald Trump will nach Angaben aus dem Weißen Haus an diesem Freitag seine neue Iran-Strategie dem Kongress in Washington vorstellen. US-Medien berichten bereits seit Tagen, dass Trump dem Atom-Deal die erneute Bestätigung verweigern wolle. Er hat die Vereinbarung wiederholt massiv kritisiert.
    Nach den USA kündigt auch Israel UNESCO-Austritt an:
    Nach den USA hat nun auch Israel seinen Austritt aus der UNESCO angekündigt. Beide Länder verlassen die UN-Kulturorganisation mit der Begründung, sie verhalte sich zunehmend israelfeindlich. Ihre Zahlungen hatten sie schon vor einiger Zeit eingestellt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe das Außenministerium angewiesen, den Austritt Israels an der Seite der USA vorzubereiten, hieß es in einer Erklärung von Netanjahus Büro. Der Regierungschef "begrüßte" demnach die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die UNESCO zu verlassen. Dies sei eine mutige und moralische Entscheidung, weil die UNESCO ein absurdes Theater geworden sei und weil sie, anstatt Geschichte zu bewahren, diese verzerre, hieß es in der Erklärung.
    Fatah und Hamas unterzeichnen Versöhnungsabkommen in Kairo:
    Nach jahrelangen Rivalitäten haben die Palästinenserorganisationen Fatah und Hamas ein Versöhnungsabkommen geschlossen. Vertreter beider Seiten unterzeichneten das Abkommen am Donnerstag in Kairo. Kernbestandteil der Einigung ist, dass eine palästinensische Einheitsregierung spätestens zum 1. Dezember die volle Kontrolle im Gaza-Streifen übernehmen soll. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte jedoch, die Aussöhnung werde Friedensgespräche mit seinem Land erschweren. Die radikalislamische Hamas und die gemäßigte Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas waren jahrelang verfeindet. In bewaffneten Auseinandersetzungen hatte sich die Hamas im Gazastreifen gegen die Fatah durchgesetzt und ist dort seit 2007 an der Macht, während die Fatah im Westjordanland regiert.
    Trump geht per Erlass gegen "Obamacare" vor:
    US-Präsident Donald Trump geht per Dekret gegen Teile der Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama vor. In den vergangenen Monaten war seine republikanische Partei trotz Mehrheit in beiden Kammern des Parlaments daran gescheitert, einen Rückbau der "Obamacare" genannten Krankenversicherungsmöglichkeit per Gesetz voranzutreiben. Trump unterzeichnete daher jetzt einen Erlass, der unter anderem Versicherungen mit geringeren Leistungen verfügbar machen soll. Er sagte, das werde zu mehr Wettbewerb, mehr Auswahl und niedrigeren Versicherungsprämien führen. Kritiker befürchten, dass diese Minimalversicherungen die Kosten für Menschen mit ernsthaften medizinischen Problemen erhöhen werden. Die Abschaffung von "Obamacare" war eines von Trumps wichtigsten Wahlversprechen.
    Deutsche "Reichsbürger"-Szene größer als bislang bekannt:
    Die Szene der sogenannten Reichsbürger in Deutschland ist offenbar größer als bislang angenommen. Der "Tagesspiegel" aus Berlin schreibt unter Berufung auf das Bundesamt für Verfassungsschutz, es werde davon ausgegangen, das es derzeit etwa 15.000 "Reichsbürger" gebe, darunter 900 Rechtsextreme. Im März hatte der Verfassungsschutz noch von rund 12.800 Personen gesprochen. Zu der Szene zählen auch sogenannte Selbstverwalter, die ihr Grundstück als Staat sehen und Behörden den Zutritt verweigern. Als Gemeinsamkeit der ansonsten heterogenen Szene bezeichnen die Verfassungsschützer die fundamentale Ablehnung des Staats, seiner Repräsentanten sowie der gesamten Rechtsordnung. Die "Reichsbürger" erkennen die Existenz der Bundesrepublik Deutschland nicht an. Stattdessen behaupten sie, das Deutsche Reich bestehe fort.
    Zwei deutsche Regisseure mit "Studenten-Oscars" ausgezeichnet:
    Zwei deutsche Nachwuchsregisseure sind in Hollywood mit einem "Studenten-Oscar" ausgezeichnet worden. Johannes Preuss von der Filmakademie Baden-Württemberg war mit seiner Reportage "Galamsey" über Goldgräber in Ghana in der Sparte Dokumentation alleine nominiert und damit automatisch Gold-Gewinner. Nachwuchsregisseurin Katja Benrath von der Hamburg Media School wurde bei der Preisgala in Los Angeles mit dem Oscar in Gold in der Sparte Internationaler Kurz-Spielfilm für ihren Film "Watu Wote - All of us" ausgezeichnet.
    10 min
  • 12.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Spaniens Regierung setzt Katalanen Frist:
    Die spanische Regierung hat der Region Katalonien fünf Tage Zeit eingeräumt, um sich eindeutig zum Thema Abspaltung zu positionieren. Ministerpräsident Mariano Rajoy forderte den katalanischen Regierungschef Carles Puigdemont auf, in der gesetzten Frist klarzustellen, ob die Region sich am Dienstag für unabhängig erklärt hat oder nicht. Das Kabinett in Madrid beschloss dazu auch eine formelle Anfrage. Das ist der erste Schritt, um Artikel 155 der spanischen Verfassung zu aktivieren. Mit ihm kann die Zentralregierung das Regionalparlament auflösen, Politiker absetzen und die Kontrolle über die lokale Polizei übernehmen, falls ein Verstoß gegen die Verfassung vorliegt. Die spanische Verfassung sieht die Loslösung einer Region nicht vor. Puigdemont hatte im Parlament in Barcelona erklärt, dass seine Regierung das Mandat besitze, sich von Spanien abzuspalten. Zugleich schob er den Vollzug des Schrittes aber auf. Daher gilt die Erklärung, die im Parlament unterzeichnet wurde, eher als symbolisch.
    Hamas meldet Durchbruch bei Gesprächen mit Fatah:
    Die rivalisierenden Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah haben sich nach Angaben von Hamas-Chef Ismail Hanija auf eine Versöhnung geeinigt. Nähere Angaben machte Hanija zunächst nicht. Ein Hamas-Vertreter sagte, es sei damit zu rechnen, dass am Mittwoch Details veröffentlicht werden. Die beiden Rivalen haben seit Dienstag in Ägypten über ein Ende ihrer Feindschaft verhandelt. Die vom Westen unterstützte Fatah hat 2007 im Gaza-Streifen die Kontrolle an die islamistische Hamas verloren. Im September übergab die Hamas unter ägyptischer Vermittlung die Kontrolle in Gaza an die Regierung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, der von der Fatah unterstützt wird.
    Trump beruft Kirstjen Nielsen als Heimatschutzministerin:
    Kirstjen Nielsen soll nach dem Willen von US-Präsident Donald Trump neue Ministerin für Heimatschutz werden. Das teilte das Weiße Haus in Washington mit. Nielsen soll Ex-General John Kelly nachfolgen, der als Stabschef ins Weiße Haus gewechselt ist. Ihrer Ernennung muss der US-Senat zustimmen. Die 45-jährige Expertin für Sicherheit und Cybersicherheit kennt das Ministerium gut, sie war dort Kellys Stabschefin. Sie wechselte Ende Juli mit ihm ins Weiße Haus. Das Ministerium hat etwa 240.000 Mitarbeiter. Ihm kommt eine zentrale Rolle zu bei Trumps Vorhaben, die illegale Einwanderung zu unterbinden. So kümmert es sich um den Bau einer Mauer entlang der Grenze zu Mexiko. Das Ministerium war ebenso für die Umsetzung von Trumps umstrittenen Einreiseverboten für Menschen aus muslimischen Ländern zuständig.
    EU-Agentur: Hunderttausende Todesfälle durch Luftverschmutzung :
    Die Luftverschmutzung in Europa hat nach Berechnungen der Europäischen Umweltagentur (EEA) 2014 zum vorzeitigen Tod von mehr als 520.000 Menschen geführt - mehr als 80.000 davon in Deutschland. Rund 400.000 dieser Todesfälle in Europa und davon etwa 66.000 in Deutschland ließen sich auf die Belastung durch Feinstaub zurückführen. Feinstaub stammt aus dem Straßenverkehr, aber auch aus der Landwirtschaft, Fabriken und Heizungen. Stickoxide seien für den Tod von knapp 13.000 Menschen in Deutschland verantwortlich. In Innenstädten werden Stickoxid-Emissionen vor allem von Diesel-Fahrzeugen verursacht. Insgesamt ging die Luftverschmutzung in Europa laut EEA leicht zurück. Es gebe dennoch keine Entwarnung, mahnen Umweltschützer.
    Goetheturm in Frankfurt am Main abgebrannt:
    Ein Feuer hat den mehr als 80 Jahre alten Goetheturm in Frankfurt am Main vernichtet. Der Turm sei eingestürzt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Wegen der großen Flammen und der Einsturzgefahr des 43 Meter hohen Holzturms löschte die Feuerwehr den Brand zunächst nicht, sondern sicherte die Umgebung ab. Der Turm im Stadtteil Sachsenhausen zählte nach Angaben der Stadt Frankfurt zu den höchsten hölzernen Aussichtstürmen Deutschlands. Erst im Jahr 2014 war das beliebte Ausflugsziel saniert worden. Der Turm wurde 1931 eröffnet. Seinen Namen erhielt er damals anlässlich des bevorstehenden 100. Todestages des Dichters Johann Wolfgang von Goethe, der in Frankfurt geboren wurde. Die Brandursache ist unklar.
    9 min
  • 11.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Puigdemont unterzeichnet Unabhängigkeitserklärung - und setzt sie dann aus:
    Die katalanische Regionalregierung hat vorerst auf eine Abspaltung von Spanien verzichtet. Nach dem Referendum vor gut einer Woche habe er zwar das Mandat, die Unabhängigkeit auszurufen, sagte Regierungschef Carles Puigdemont in seiner mit Spannung erwarteten Rede vor dem Regionalparlament in Barcelona. Zugleich schlug er aber vor, die Loslösung auszusetzen, um eine Einigung mit der Zentralregierung in Madrid zu ermöglichen. Dazu sprach sich Puigdemont erneut für eine internationale Vermittlung aus. Ministerpräsident Mariano Rajoy ruft sein Kabinett am Vormittag zu einer Sondersitzung zusammen, bevor er im spanischen Parlament auf Puigdemont antworten wird.
    USA schicken Kampfbomber zu Manöver über koreanische Halbinsel:
    Mit einem nächtlichen Flugmanöver über der koreanischen Halbinsel haben die USA mit ihren Verbündeten Südkorea und Japan eine Warnung an Nordkorea geschickt. Zwei B-1B-Überschallbomber der US-Luftwaffe flogen über das Meer vor der Ostküste und überquerten dann die Halbinsel. Das teilten die US-Pazifikstreitkräfte mit. Bei diesem ersten gemeinsamen nächtlichen Flugmanöver habe das "taktische Können" der Kampfflieger trainiert werden sollen. Der Generalstab in Seoul erklärte, die Verbündeten hätten damit "ihre Entschlossenheit zu einer starken Vergeltung gegenüber den Atom- und Raketendrohungen Nordkoreas demonstriert". Das Routine-Training diene der Stärkung der Abschreckung. In Washington beriet US-Präsident Donald Trump mit dem Sicherheitskabinett über die Nordkorea-Krise. Verteidigungsminister James Mattis und General Joseph Dunford hätten "eine Reihe von Optionen" dargelegt, auf "jede Form der Aggression Nordkoreas" zu reagieren, erklärte das Weiße Haus.
    Erdogan erkennt US-Botschafter in der Türkei nicht mehr an:
    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat im Visa-Streit mit den USA den amerikanischen Botschafter ins Visier genommen. Er erkenne John Bass nicht mehr als Vertreter der US-Regierung an, sagte Erdogan bei seinem Besuch in Belgrad. Damit verschärfte er den Streit zwischen den beiden NATO-Verbündeten. Die USA hatten am Sonntagabend verkündet, dass ihre Botschaft in Ankara die Vergabe von Visa vorübergehend einstelle. Anlass war die Festnahme eines türkischen Mitarbeiters des US-Konsulats in Istanbul. Wenig später kündigte die türkische Vertretung in Washington ebenfalls einen vorläufigen Visa-Stopp an.
    US-Umweltbehörde leitet Abkehr von Obamas Klimaschutzplan ein:
    Die US-Regierung hat die Rücknahme des Klimaschutzplans von Ex-Präsident Barack Obama eingeleitet. Der Chef der Umweltbehörde EPA, Scott Pruitt, unterzeichnete einen entsprechenden Verordnungsentwurf. Mit Obamas "Clean Power Plan" werde der heimische Energiesektor durch "unnötige" Regulierungen belastet, erklärte er zur Begründung. Der neue Entwurf wird frühestens in 60 Tagen wirksam, falls er nicht noch juristisch gestoppt wird. Eine Ersatzlösung für den "Clean Power Plan" enthält dieser Text noch nicht.
    Proteste gegen weitere Amtszeit von Präsident Morales in Bolivien:
    In Bolivien haben Anhänger der Opposition gegen eine angestrebte vierte Amtszeit von Präsident Evo Morales protestiert. In La Paz beteiligten sich Tausende Bürger an einer Kundgebung, an der auch Ex-Präsident Carlos Mesa teilnahm. In Cochabamba, Santa Cruz und der Hauptstadt Sucre kam es ebenfalls zu Demonstrationen. Die linke Regierungspartei MAS will eine erneute Kandidatur des seit elf Jahren regierenden Präsidenten erreichen und war dazu jüngst vor das Verfassungsgericht gezogen. Die aktuelle Verfassung verbietet eine weitere Amtszeit des ehemaligen Kokabauern. Im Vorjahr hatte die Bevölkerung in einem Referendum eine Verfassungsänderung abgelehnt, die Morales die Teilnahme an den Wahlen 2019 ermöglicht hätte. Die Opposition fordert, das Ergebnis der Volksbefragung zu respektieren.
    Somalischer Flüchtlingsfolterer in Italien zu lebenslanger Haft verurteilt:
    Ein Somalier, der in einem Flüchtlingslager in Libyen andere Flüchtlinge gefoltert und ermordet hat, ist in Italien zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Mailand sprach den 22-Jährigen Osman M. wegen Mordes, Folter und Vergewaltigung schuldig. Die zuständige Staatsanwältin sprach von unvorstellbarem Horror. 17 seiner Opfer hatten im Prozess gegen den Somalier ausgesagt. Der junge Mann hatte sich in Italien als normaler Asylbewerber ausgegeben. Er war im September 2016 festgenommen worden, nachdem andere Flüchtlinge ihn wiedererkannt und angezeigt hatten.
    10 min
  • 10.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Wahlen in Liberia:
    In Liberia in Westafrika steht der erste friedliche Machtwechsel seit Jahrzehnten bevor. Rund zwei Millionen Liberianer sind aufgerufen, ein neues Parlament und einen neuen Staatschef zu wählen. Die 78-jährige Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf war rund ein Jahrzehnt im Amt und das erste gewählte weibliche Staatsoberhaupt in Afrika. 2011 hatte sie zusammen mit zwei anderen Frauen den Friedensnobelpreis erhalten. Von den 20 Präsidentschaftskandidaten werden nur dreien ernsthafte Chancen eingeräumt. Dazu zählt der frühere Fußballstar George Weah, der den Kampf gegen die Korruption zu seinem wichtigsten Wahlkampfthema machte.
    Barcelonas Bürgermeisterin plädiert für Spanien:
    Die Bürgermeisterin von Barcelona, Ada Colau, hat sich gegen eine einseitige Unabhängigkeitserklärung Kataloniens ausgesprochen. Die Ergebnisse des Referendums vom 1. Oktober könnten keine Grundlage dafür sein, sagte sie in der katalanischen Hauptstadt. Colau warnte vor einer Gefahr für den sozialen Zusammenhalt und forderte Gesten der Entspannung von beiden Seiten. Katalonien könnte am Dienstagabend seine Loslösung von Spanien verkünden. Regionalpräsident Carles Puigdemont will zuvor im Regionalparlament in Barcelona eine Rede zur "aktuellen politischen Situation" halten.
    Frankreich will 10.000 Flüchtlinge legal einreisen lassen:
    Die französische Regierung will Flüchtlingen aus bestimmten Ländern außerhalb Europas eine legale Weiterreise nach Frankreich ermöglichen. Das kündigte Präsident Emmanuel Macron an. Er hatte sich zuvor in Paris mit dem UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi getroffen. Laut Macron sollen auf diesem Weg innerhalb von zwei Jahren 10.000 Flüchtlinge ins Land kommen dürfen. Die Plätze sollen für Menschen bereit stehen, die sich in der Türkei, dem Libanon, Jordanien, im Niger oder im Tschad aufhalten. Die EU-Kommission hatte entsprechende Schritte vorgeschlagen, um die illegale Migration einzudämmen.
    EU-Finanzminister nehmen Apple und Google ins Visier:
    Die EU-Finanzminister diskutieren in Luxemburg über die stärkere Besteuerung von Digitalkonzernen. Die EU-Kommission macht deshalb Druck. Aus ihrer Sicht liegt das Hauptproblem darin, dass Internet-Riesen lediglich dort besteuert werden, wo sie ihren Firmenstandort haben - ihre Geschäftsaktivitäten reichen aber weit darüber hinaus. Deutschland und eine Reihe weiterer Staaten hatten unlängst gefordert, dass erstmals die in Europa gemachten Umsätze - und nicht die Gewinne - Grundlage der Besteuerung sein sollten. In Details herrscht aber noch Uneinigkeit.
    Zehn Tote bei Buschbränden in Kalifornien:
    Bei den Flächenbränden in Kalifornien sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Die Flammen werden von starken Winden angefacht. Insgesamt zählen die Forst- und Brandschutzbehörden derzeit rund 15 Feuer, die weitgehend unkontrolliert in acht nördlichen Bezirken des US-Bundesstaats wüten. Nach ersten Schätzungen sollen 1500 Gebäude abgebrannt sein. Rund 20.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und in Sicherheit gebracht werden.
    Fahndungserfolg in Missbrauchsfall:
    In einem schweren Fall von Kindesmissbrauch hat eine öffentliche Fahndung in Deutschland zum Erfolg geführt. Nur Stunden nach der Veröffentlichung von Fotos eines missbrauchten vierjährigen Mädchens haben die Ermittler am Montagabend Opfer und Täter identifiziert. Die Fahndung, die unter anderem über Soziale Medien lief, sei erfolgreich beendet, teilte das Bundeskriminalamt mit. Der Beschuldigte soll das Kind mehrfach schwer sexuell missbraucht haben und Aufnahmen davon auf einer Kinderporno-Plattform im sogenannten Darknet verbreitet haben. Auf den Fotos und Videos der Taten war nach Angaben der Ermittler der Tatverdächtige nicht zu sehen. Die Ermittler veröffentlichten daher Ausschnitte der Aufnahmen mit dem Gesicht des Mädchens. Der Vierjährigen geht es nach Angaben der Ermittler den Umständen entsprechend gut. Jetzt werden Social-Media-Nutzer gebeten, alle Fahndungsbilder des Mädchens, die geteilt wurden, wieder zu löschen.
    Frankfurter Buchmesse startet:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron eröffnen heute die Frankfurter Buchmesse. Frankreich ist in diesem Jahr Gastland des weltweit größten Treffens der Buchbranche. 180 französischsprachige Autoren werden in Frankfurt erwartet, darunter auch Michel Houellebecq und Yasmina Reza. Die Eröffnung der Messe durch Merkel und Macron stehe symbolhaft für eine enge Verbindung beider Länder und sei Bekenntnis für ein gemeinsames und starkes Europa, sagte der Direktor der Buchmesse, Juergen Boos. Insgesamt präsentieren 7000 Aussteller aus 106 Ländern in Frankfurt ihre neuesten Veröffentlichungen.
    10 min
  • 09.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.CDU und CSU einigen sich auf Begrenzung der Zuwanderung:
    Die Unionsparteien CDU und CSU haben sich in der Flüchtlingspolitik darauf verständigt, dass künftig maximal 200.000 Menschen pro Jahr in Deutschland aus humanitären Gründen und über den Familiennachzug aufgenommen werden sollen. Das Grundrecht auf Asyl wird nicht angetastet. Der von der CSU aufgebrachte umstrittene Begriff "Obergrenze" wird in dem Kompromiss der Schwesterparteien nicht mehr genannt. Eine Situation wie 2015 mit der Aufnahme einer sehr hohen Zahl an Migranten solle sich nicht wiederholen, betonen CDU und CSU. Asylbewerber sollen künftig in Entscheidungs- und Rückführungszentren untergebracht werden. Dort soll über ihre Anträge entschieden werden. Die Einigung im Streit zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Horst Seehofer soll die Basis für die Verhandlungen zu einer Dreier-Regierungskoalition mit FDP und Grünen schaffen.
    Kataloniens Regierungschef hält an Unabhängigkeitsplänen fest:
    Kataloniens Regierungschef Carles Puigdemont will die Unabhängigkeit seiner Region von Spanien ungeachtet mehrerer gerichtlicher Verbote und trotz energischer Warnungen der Zentralregierung ausrufen. Die Unabhängigkeitserklärung sei im Referendumsgesetz vorgesehen. "Wir werden das Gesetz befolgen", sagte Puigdemont in einem Fernsehinterview. Der katalanische Regierungschef bezog sich auf das Anfang September vom Regionalparlament in Barcelona verabschiedete Gesetz, das als rechtliche Grundlage für das Unabhängigkeitsreferendum vom Sonntag vor einer Woche gelten sollte. Das Gesetz war aber vom Verfassungsgericht schon vor der Abstimmung für illegal und nichtig erklärt worden. Barcelona hielt die Volksbefragung trotz des gerichtlichen Verbots und auch gegen den Willen der Zentralregierung ab. Gestern gingen in Barcelona erstmals massiv Unabhängigkeitsgegner auf die Straßen, um gegen die Abspaltungspläne zu demonstrieren.
    USA und Türkei setzen gegenseitige Visavergabe aus:
    Nach der Ankündigung aus den USA, die Vergabe von Visa für türkische Bürger vorläufig und mit sofortiger Wirkung einzufrieren, hat die Türkei reagiert. Sie stoppt sämtliche Visa-Vergaben in der Botschaft in Washington sowie in sämtlichen Konsulaten in den USA. Die türkische Regierung entschloss sich zu dem Schritt nur Stunden, nachdem die Regierung von Präsident Donald Trump ihre Maßnahme verkündet hatte, in der amerikanischen Botschaft in Ankara bis auf weiteres keine Einreisepapiere mehr auszustellen. Begründet wurde der Schritt damit, dass man prüfen müsse, inwieweit die türkische Regierung die Sicherheit der US-Botschaft und ihres Personals in Ankara gewährleiste. Hintergrund ist die Festnahme eines türkischen Mitarbeiters der US-Vertretung unter Spionageverdacht. Der Mann soll der Bewegung des in den USA lebenden Predigers Fetullah Gülen nahestehen, den Ankara für den Putschversuch im vergangenen Jahr verantwortlich macht. Die US-Botschaft in der Türkei wies die Vorwürfe zurück und fordert die Freilassung ihres Mitarbeiters.
    Trump legt Eckpunkte für Einwanderungspolitik vor:
    US-Präsident Donald Trump hat dem Kongress Eckpunkte für eine Reform der Einwanderungsgesetze vorgelegt. Eine entsprechende Liste mit Verschärfungen in der US-Migrationspolitik umfasst die Bereitstellung von Finanzmitteln für den Bau einer Mauer zu Mexiko, ein schärferes Asylrecht, mehr Personal für die Einwanderungsbehörden und ein härteres Vorgehen gegen unbegleitete Minderjährige, die illegal in die USA einreisen. Die Prinzipien sollen nach dem Willen der Regierung auch Richtschnur für eine Neuregelung des Status von rund 700.000 jüngeren Immigranten sein, die als Kinder illegal mit ihren Eltern in die USA gekommen waren und dort derzeit ein Bleiberecht haben. Die oppositionellen Demokraten lehnten die Vorschläge umgehend ab.
    Bundespräsident Steinmeier zum Antrittsbesuch beim Papst:
    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Montag zu seinem Antrittsbesuch bei Papst Franziskus erwartet. Nach der Privataudienz im Vatikan ist ein Besuch bei der katholischen Gemeinschaft Sant'Egidio im römischen Stadtteil Trastevere geplant. Die Bewegung setzt sich insbesondere für den Frieden in aller Welt und den Dialog der Religionen ein. Am Sonntagabend hat Steinmeier aus Anlass des Reformationsgedenkens einen Vortrag in der evangelischen Christuskirche in Rom gehalten. Dabei bezeichnete er die Versöhnung zwischen Katholiken und Protestanten als Vorbild für das Miteinander in Europa.
    9 min
  • 07.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Spaniens Regierung will keine Vermittlung im Katalonien-Konflikt:
    Die spanische Regierung hat die Forderung der katalanischen Regionalregierung zurückgewiesen, den Konflikt mithilfe internationaler Vermittler zu lösen. Der spanische Außenminister Alfonso Dastis sagte dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", die spanische Regierung müsse den Rechtsstaat gegen eine Regionalregierung verteidigen, "die einen Staatsstreich durchziehen" wolle. Kein demokratischer Staat könne einen derartigen Bruch der Verfassung hinnehmen. Deshalb halte er die Forderung nach internationaler Vermittlung für "nicht hilfreich". Am Wochenende wollen in zahlreichen Städten Befürworter und Gegner der Abspaltung Kataloniens vom Zentralstaat demonstrieren. In Madrid soll ein "patriotischer Marsch" der Anhänger eines ungeteilten Spaniens stattfinden. Unterdessen ist für Dienstagabend eine Sitzung des katalanischen Parlaments angesetzt. Die ursprünglich für Montag geplante Zusammenkunft war von der spanischen Justiz verboten worden, um eine Ausrufung der Unabhängigkeit zu verhindern.
    Hurrikan "Nate" gewinnt über Golf von Mexiko an Kraft:
    Auf seinem Weg Richtung USA ist der tropische Sturm "Nate" zu einem Hurrikan der Kategorie 1 hochgestuft worden. Der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern wird am späten Samstagabend oder Sonntagfrüh auf die Golfküste der USA treffen. Die US-Meteorologen gaben für Teile Louisianas, Mississippis und Alabamas eine Hurrikanwarnung heraus. In allen drei Staaten wurde der Notstand ausgerufen. "Nate" wird für die USA der vierte tropische Sturm in kurzer Folge. Zuvor war der Sturm an Mittelamerika und Mexiko vorbeigezogen. Mindestens 28 Menschen kamen ums Leben. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst. Viele Orte sind von der Außenwelt abgeschnitten, weil Brücken eingestürzt oder Straßen überflutet waren.
    USA heben Sanktionen gegen den Sudan auf:
    Die USA heben die Wirtschaftssanktionen gegen den Sudan auf. Das US-Außenministerium teilte mit, man erkenne damit die Bemühungen der Regierung in Khartum um einen Waffenstillstand in dem Land an. Außerdem habe der Sudan sehr gut mit den USA bei der Terrorbekämpfung und dem Umgang mit regionalen Konflikten kooperiert. Bis zu einer vollständigen Normalisierung der Beziehungen zu den USA sei es noch ein weiter Weg, hieß es aus Washington. Die Sanktionen gegen das von Kämpfen im Inneren erschütterte Land waren mit dem Vorwurf begründet worden, der Sudan unterstütze Terrorgruppen. Bereits im Januar hatte der scheidende US-Präsident Barack Obama erste Sanktionen gegen den Sudan gelockert.
    Trump streicht Antibabypille auf Krankenschein:
    US-Bürger haben keinen automatischen Anspruch mehr darauf, dass ihr Arbeitgeber ihnen indirekt die Verhütungsmittel bezahlt. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump strich einen entsprechenden Absatz im Gesetz über die Krankenversicherung. Seit "Obamacare", also der Reform des Gesundheitswesens durch Trumps Vorgänger Barack Obama, mussten alle Arbeitgeber einen Versicherungsschutz anbieten, mit dem Arbeitnehmer kostenlos Verhütungsmittel erhielten. Dagegen hatten vor allem christlich-konservative Gruppierungen protestiert. Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, "Obamacare" zu kippen. Mehrere Anläufe seiner republikanischen Verbündeten dazu waren jedoch in den vergangenen Monaten im Kongress gescheitert, deswegen ist das Krankenversicherungssystem weiter in Kraft.
    Kanada will Ureinwohner wegen Zwangsadoptionen entschädigen:
    Tausende kanadische Ureinwohner, die als Kinder ihren Eltern weggenommen und zur Adoption in weiße Familien freigegeben wurden, erhalten eine Entschädigung von der Regierung. Insgesamt zahlt der Staat umgerechnet rund 544 Millionen Euro Schmerzensgeld. Auf diese Summe hatten sich Betroffene und die kanadische Regierung nach einem achtjährigen Rechtsstreit geeinigt. Die Regierung in Ottawa war dabei bereits im Februar für schuldig befunden worden, bei den Betroffenen psychologische Schäden und den Verlust ihrer kulturellen Identität mit verursacht zu haben. Carolyn Bennett, Kanadas Ministerin für indigene Angelegenheiten, nannte die erzielte Einigung einen wichtigen Schritt, um ein "dunkles und schmerzhaftes Kapitel in der Geschichte Kanadas" aufzuarbeiten. Ein Teil der Entschädigungszahlungen soll Berichten zufolge an eine Stiftung zur Aussöhnung zwischen der Regierung und den betroffenen Ureinwohnern gehen.
    Proteste zu Putins Geburtstag geplant:
    Zum 65. Geburtstag von Kremlchef Wladimir Putin hat der russische Oppositionelle Alexej Nawalny zu Massenprotesten in rund 80 Städten aufgerufen. Die größte Demonstration wird in Putins Heimatstadt St. Petersburg erwartet. Beobachter halten Festnahmen und eine Gewalteskalation für wahrscheinlich. Nawalny war Anfang der Woche von einem Moskauer Gericht zu einer 20-tägigen Haftstrafe verurteilt worden, weil er zur Teilnahme an nicht-genehmigten Kundgebungen aufgerufen hatte. Der Oppositionelle ist einer der erbittertsten Gegner des russischen Staatschefs und will an der nächsten Präsidentenwahl im März teilnehmen. Putin hat seine Kandidatur noch nicht offiziell erklärt. Der 65-Jährige ist seit Mai 2012 in seiner dritten Amtszeit Präsident der Russischen Föderation. Bereits von 2000 bis 2008 stand Putin an der Staatsspitze. Davor und in der Zeit von 2008 bis 2012 war er russischer Ministerpräsident.
    9 min
  • 06.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Riad und Moskau vereinbaren milliardenschwere Rüstungsgeschäfte:
    Beim ersten Besuch eines saudischen Königs in Russland haben beide Staaten milliardenschwere Rüstungs- und Energieabkommen vereinbart. Insgesamt wurden am Rande des Besuchs von König Salman bin Abdelasis al-Saud beim russischen Präsidenten Wladimir Putin rund ein Dutzend Abkommen unterzeichnet. Saudi-Arabien will unter anderem russische Flugabwehrsysteme vom Typ S-400, Panzerabwehrsysteme und Raketenwerfer kaufen. Außerdem soll Russland künftig auch in Saudi-Arabien Waffen herstellen. Ein weiterer wichtiger Punkt der Gespräche war die Zusammenarbeit im Ölsektor. Putin nannte das Treffen einen "Meilenstein". Der Monarch wiederum sagte, der Besuch würde die Verbindungen der beiden Nationen im Interesse von Frieden und Sicherheit stärken.
    Nach Las Vegas - winzige Verschärfung im US-Waffengesetz in Sicht?:
    In den USA deutet sich nach dem Massaker von Las Vegas eine kleine Bewegung in der festgefahrenen Debatte um Schusswaffen-Kontrolle an. Die republikanische Parteiführung, das Weiße Haus und auch die einflussreiche Waffenlobby "National Rifle Association" (NRA) signalisierten, sie könnten sich unter bestimmten Voraussetzungen zu einem Verbot von Vorrichtungen durchringen, die halbautomatische Waffen de facto zu automatischen Waffen machen. Eine solche frei erhältliche und legale Umbauvorrichtung hat nach ersten Erkenntnissen auch der Attentäter von Las Vegas benutzt. So konnte er Waffen so ausstatten, dass er in der Lage war, bis zu 900 Schuss pro Minute abzugeben. Er tötete mindestens 58 Menschen und verletzte knapp 500. Zu einer grundsätzlichen Verschärfung der laxen US-Waffengesetze sind weder die Republikaner noch die NRA bereit.
    UN-Bericht: Tausende Kinder in Kriegs-Konflikten getötet oder verstümmelt:
    Die UN ziehen in ihrem Jahresbericht zur Lage von Kindern in bewaffneten Konflikten eine düstere Bilanz. Allein im Jahr 2016 wurden demnach weltweit mehr als 8000 Kinder in kriegerischen Auseinandersetzungen getötet oder verstümmelt. Die UN haben in Afghanistan im vergangenen Jahre 3512 Kinder-Kriegsopfer gezählt, im Jemen 1340 und in Syrien 1299. Zudem wurden hunderte Kinder in Konflikten als Soldaten rekrutiert oder waren sexueller Gewalt sowie Angriffen auf ihre Schulen ausgesetzt. Auf der "schwarzen Liste" der Verantwortlichen für die Taten listet der Bericht unter anderem Organisationen aus Afghanistan, der Zentralafrikanischen Republik, Kongo, Irak, Mali, Myanmar, Somalia, Sudan und Südsudan, Syrien und dem Jemen auf. Erstmals steht auch die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition, die die jemenitische Regierung im Kampf gegen die Huthi-Rebellen unterstützt, auf dieser Liste.
    Türkei will Kurden im Nordirak isolieren:
    Die Türkei versucht, die Kurden im Nordirak nach deren umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum zu isolieren. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kündigte die Schließung der Grenzen zur Kurdenregion im Nordirak an. Dies werde bald geschehen, ebenso wie eine Sperrung des Luftraums, sagte Erdogan bei einem Auftritt in Ankara. Zuvor hatte Erdogan den Kurden im Nachbarland als Reaktion auf die Unabhängigkeitsbestrebungen bereits mit einem Ende ihres Ölexports über sein Land und mit einer Militärintervention gedroht. Der Luftverkehr in die kurdischen Autonomiegebiete im Irak ist bereits jetzt eingeschränkt. Wie die irakische Zentralregierung in Bagdad sind auch die Türkei und der Iran gegen die Unabhängigkeit für Iraks Kurden, da beide Auswirkungen auf die Autonomiebestrebungen der Kurden in ihren Ländern befürchten.
    Spanische Bank Sabadell zieht von Katalonien nach Alicante:
    Der Konflikt um die von Katalonien angestrebte Abspaltung von Spanien hat nun auch erste Konsequenzen im Bankensektor. Die spanische Banco Sabadell werde ihren Hauptsitz aus der gleichnamigen Stadt bei Barcelona nach Alicante in der Region Valencia verlegen, berichtete das spanische Fernsehen. Dies habe das Direktorium des fünftgrößten Geldhauses des Landes bei einer Sondersitzung entschieden. Die Verlagerung des Firmensitzes sei im Interesse der Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter, hieß es von Seiten der Bank. Katalonien wäre vermutlich nicht mehr Teil der Europäischen Union, sollte die Region unabhängig von Spanien werden und hätte den Euro nicht mehr als Währung. Der Sabadell-Aktienkurs war zuletzt im Zuge der Krise stark gefallen. Medien berichteten, weitere Banken könnten dem Beispiel folgen.
    8 min
  • 05.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Madrid und Barcelona im Katalonienstreit auf Konfrontationskurs:
    Die spanische Zentralregierung lehnt Gespräche über die Unabhängigkeit Kataloniens weiter ab. Man werde über nichts Illegales verhandeln und keine Erpressung hinnehmen, teilte das Büro von Ministerpräsident Mariano Rajoy in Madrid mit. Gespräche werde es erst geben, wenn der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont auf den Boden des Gesetzes zurückgekehrt sei. Puigdemont hatte die Zentralregierung zuvor noch einmal zu Gesprächen aufgefordert. Jetzt sei der richtige Moment für eine Vermittlung, sagte er in einer Fernsehansprache. Allerdings halte seine Regierung an den Unabhängigkeitsbestrebungen fest. Scharfe Kritik übte Puigdemont an König Felipe VI. Der Monarch werde der vermittelnden und ausgleichenden Rolle eines Staatsoberhaupts nicht gerecht, kritisierte er mit Blick auf dessen Fernsehansprache vom Dienstag. Felipe habe die unnachgiebige Haltung der Regierung Rajoy übernommen. Laut Medienberichten will das Regionalparlament in Barcelona am Montag die Abspaltung von Spanien ausrufen.
    Trump besucht Überlebende des Massakers von Las Vegas:
    US-Präsident Donald Trump hat in Las Vegas Überlebende des Massakers sowie Hinterbliebene jener 58 Personen getroffen, die von dem Massenmörder Stephen Paddock am Sonntagabend erschossen worden waren. Trump lobte die große Professionalität der Hilfskräfte, ohne deren Einsatz sicher noch mehr Menschen getötet worden wären. Der Todesschütze hatte aus einem Hotel heraus das Feuer auf die Besucher eines Musikfestivals in der Casino-Stadt im Bundesstaat Nevada eröffnet. Das Motiv des Angreifers ist weiter unklar. Laut Polizei ist nunmehr bekannt, dass der 64-jährige Schütze die Tat seit längerem intensiv vorbereitet und ein riesiges Waffenarsenal angehäuft hat. Die Bundespolizei FBI befragte inzwischen die Lebensgefährtin des Attentäters. Ihr Anwalt erklärte anschließend, die 62-Jährige habe nichts von den Plänen für die Gewalttat gewusst. Sie habe auch keinerlei Anzeichen dafür wahrgenommen.
    May ruft Tories zur Geschlossenheit bei Brexit-Prozedere auf:
    Die britische Premierministerin Theresa May hat beim Parteitag der Tories die Unterstützung ihrer Partei für ihre Brexit-Politik eingefordert. Sie rief zum Abschluss der Parteitagung in Manchester dazu auf, sich zusammenzureißen und dem Land die Regierung zu geben, die es brauche. Sie wolle die Verhandlungen mit Brüssel über einen EU-Austritt zu einem guten Ergebnis führen, sei aber auch auf ein Scheitern vorbereitet. Innerhalb der Konservativen herrscht Uneinigkeit darüber, wie der Austritt aus der Europäischen Union erfolgen soll. So wirbt Außenminister Boris Johnson für einen harten Bruch. Die Premierministerin entschuldigte sich beim Parteitag auch für das schlechte Ergebnis ihrer Partei bei den Parlamentswahlen im Juni, bei denen die Tories ihre absolute Mehrheit im Unterhaus verloren.
    UN-Ermittler haben Hinweise auf weiteren Giftgas-Angriff in Syrien:
    UN-Ermittler haben nach eigenen Angaben Hinweise auf einen weiteren Giftgasangriff in Syrien. Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen -OPCW- berichtete, bei einem Vorfall Ende März im Nordwesten des Landes seien etwa 70 Menschen durch das Nervengift Sarin verletzt worden. Dies habe die Analyse von Proben ergeben. Wenige Tage später wurden bei einem Giftgasangriff auf das ebenfalls im Nordwesten des Landes gelegene Dorf Chan Scheichun mehr als 80 Menschen getötet. In einem im September veröffentlichten Bericht hatten Ermittler der Vereinten Nationen erstmals das Regime von Präsident Baschar al-Assad für den Angriff verantwortlich gemacht.
    AI wirft Europäern rechtswidrige Abschiebungen nach Afghanistan vor:
    Amnesty International (AI) hat der EU und den Regierungen der einzelnen Mitgliedstaaten vorgeworfen, Menschen illegal nach Afghanistan abzuschieben. 2016 seien in dem Land knapp 11.500 Menschen bei Gewaltakten getötet oder verletzt worden, darunter zunehmend Frauen und Kinder. Die Zahl der Opfer liege so hoch wie seit 2009 nicht mehr, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation. Trotzdem seien im vergangenen Jahr aus der EU rund 10.000 Afghanen abgeschoben worden. Für 2017 sei eine weitere Verschlechterung der Lage in Afghanistan zu erwarten. Die Entschlossenheit der Europäer, dessen ungeachtet die Zahl der Abschiebungen zu steigern, sei rücksichtslos und ungesetzlich, kritisierte Anna Shea, zuständig für Flüchtlingsrecht bei AI.
    Medien: Heynckes soll Bayern München bis Saisonende trainieren:
    Laut einem Medienbericht wird Jupp Heynckes neuer Trainer des FC Bayern München. Der 72-Jährige soll den deutschen Rekordmeister bis zum Saisonende trainieren, berichtete die "Bild"-Zeitung. Der Verein bestätigte die Personalentscheidung bislang nicht. Heynckes hatte 2013 mit dem FC Bayern das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions League gewonnen und wurde anschließend von Pep Guardiola abgelöst. Nach der Entlassung von Trainer Carlo Ancelotti am vergangenen Donnerstag war heftig über die Nachfolge spekuliert worden.
    8 min
  • 04.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Spaniens König kritisiert Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens scharf:
    Nach dem Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien hat sich erstmals Spaniens König Felipe VI. in den Konflikt eingeschaltet und dabei scharfe Vorwürfe an die Regionalregierung in Barcelona gerichtet. Deren Verhalten sei unverantwortlich und könne die wirtschaftliche und soziale Stabilität Kataloniens und ganz Spaniens in Gefahr bringen, sagte das Staatsoberhaupt im Fernsehen. Es sei die Pflicht der Staatsführung, die verfassungsmäßige Ordnung sicherzustellen, verlangte der König. Die Regionalregierung hatte am Sonntag ein - aus Sicht Madrids rechtswidriges - Referendum über die Unabhängigkeit abgehalten. 90 Prozent der Katalanen stimmten für die Abspaltung von Spanien. Allerdings beteiligten sich weniger als 50 Prozent der Wahlberechtigten daran. Durch drastische Polizeigewalt wurden rund 900 Menschen verletzt. Kataloniens Regierungschef Carles Puidgemont sagte auf die Frage nach der Unabhängigkeitserklärung, man werde Ende dieser oder Anfang der nächsten Woche handeln.
    US-Verteidigungsminister Mattis widerspricht Trump in Sachen Nordkorea:
    Im Ringen um die richtige Nordkorea-Strategie zwischen US-Präsident Donald Trump und Außenminister Rex Tillerson hat sich Pentagon-Chef James Mattis auf die Seite des Chefdiplomaten geschlagen. Das Verteidigungsministerium unterstütze die Bemühungen von Minister Tillerson, eine diplomatische Lösung zu finden, voll und ganz, erklärte Mattis in Washington. Dagegen hatte der Präsident über den Kurznachrichtendienst Twitter mitgeteilt, der Außenminister verschwende so seine Zeit.
    US-Präsident Trump besucht verwüstete Karibikinsel Puerto Rico:
    US-Präsident Donald Trump hat die vom Hurrikan "Maria" schwer verwüstete Karibikinsel Puerto Rico besucht. Während des Kurzaufenthalts, bei dem er von der First Lady begleitet wurde, traf sich Trump mit Behördenvertretern, Einsatzkräften und mit betroffenen Bürgern. Der Präsident sah sich zuletzt mit Kritik konfrontiert, dem überwiegend von Latinos bewohnten US-Außengebiet nicht ausreichend unter die Arme gegriffen zu haben. Außerdem wurde bemängelt, dass Bundesbehörden auf die Schäden durch die Hurrikans "Harvey" und "Irma" in den US-Bundesstaaten Texas, Louisiana und Florida deutlich zügiger reagiert hätten. Trump wies die Kritik zurück.
    Ministerinnen-Rücktritt in den Niederlanden nach Tod von Soldaten in Mali:
    In den Niederlanden ist Verteidigungsministerin Jeanine Hennis nach heftiger Kritik wegen des Todes zweier Soldaten im Juli 2016 in Mali zurückgetreten. Auch der Oberbefehlshaber des Militärs räumt seinen Posten. Sie übernehme die Verantwortung für die Vorgänge, sagte die Politikerin vor dem Parlament in Den Haag. In der Vorwoche hatte ein niederländischer Untersuchungsbericht zum Tod der Soldaten durch eine Granate, die bei einer Übung in Kidal im Nordwesten Malis umgekommen waren, für Aufregung gesorgt. Der Bericht stellte "schwere Mängel" im Zusammenhang mit der Beschaffung der Granaten fest. Sie seien 2006 mit Hilfe des US-Verteidigungsministeriums unter Zeitdruck gekauft worden. Das niederländische Verteidigungsministerium habe sich auf Washington verlassen und nötige Kontrollen versäumt.
    Medien: Amoklauf von München doch politisch motiviert:
    Die Bluttat von München, bei der ein 18-jähriger im Juli 2016 neun Menschen und dann sich selbst erschoss, wird von mehreren Gutachtern als politisch motivierte, rechte Gewalttat eingestuft. Dies meldet die "Süddeutsche Zeitung" nach gemeinsamen Recherchen mit dem Westdeutschen Rundfunk. Die Behörden waren bisher von einem nicht politisch motivierten Amoklauf ausgegangen. Eine städtische Fachstelle für Demokratie hatte drei Sozialwissenschaftler damit beauftragt, einen rechtsextremistischen Hintergrund des Täters David S. zu prüfen, wie das Blatt berichtet.
    Israel riegelt zu Feiertag Palästinensergebiete ab:
    Wegen des jüdischen Laubhüttenfestes (Sukkot) riegelt Israel für elf Tage die Palästinensergebiete ab. Die Schließung der Übergänge trat in der Nacht zum Mittwoch in Kraft und dauert bis zum 14. Oktober. Das teilte das Militär mit. Die Übergänge am Gazastreifen und Westjordanland werden während dieser Zeit nur in humanitären oder medizinischen Notfällen geöffnet. Die israelischen Behörden begründen die ungewöhnlich langen Restriktionen, die während jüdischer Feiertage routinemäßig verhängt werden, mit der erhöhten Gefahr von Anschlägen. In der Vorwoche hatte ein Palästinenser bei einem Angriff auf die jüdische Siedlung Har Adar zwei Wachleute und einen Polizisten erschossen.
    8 min

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