Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 01.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Chinas Präsident warnt Hongkong vor "roter Linie":
    Chinas Präsident Xi Jinping hat die Bürger Hongkongs in scharfen Worten vor einer Missachtung der Führung in Peking gewarnt. Jeder Versuch, die Zentralregierung infrage zu stellen, sei das "Überschreiten einer roten Linie", sagte Xi bei der Vereidigung von Hongkongs neuer Regierungschefin Carrie Lam. Er werde entschieden gegen alle Bemühungen vorgehen, die Souveränität und die Sicherheit des Landes zu untergraben. Die Zeremonie fand am 20. Jahrestag der Rückgabe der früheren britischen Kronkolonie an China statt. An diesem Datum versammeln sich jedes Jahr zahlreiche Demonstranten zu einem Protestmarsch. In der Nähe des Kongresszentrums kam es zu Zusammenstößen zwischen Anhängern Xis und Demokratie-Aktivisten. Die Unterstützer der kommunistischen Regierung schwenkten chinesische Flaggen und stellten sich dem Protestmarsch der Aktivisten in den Weg, die symbolisch die Freiheitsrechte mit einem Sarg zu Grabe trugen. Die Polizei nahm die Demokratie-Befürworter daraufhin vorübergehend fest.
    Medien: BAMF setzt Asylentscheidungen für Afghanen aus:
    Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat nach eigenen Angaben Asylentscheidungen für Afghanen kurzfristig ausgesetzt. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Grund dafür seien die jüngsten schweren Anschläge am Hindukusch. Das Bundesamt warte daher auf eine neue Bewertung der Sicherheitslage in Afghanistan durch die Bundesregierung. Dem Bericht zufolge nimmt das BAMF zwar weiterhin Erst- und Folgeanträge auf Asyl von Afghanen an. Es würden derzeit aber keine abschließenden Entscheidungen mehr getroffen. Zuletzt lagen der Behörde knapp 30.000 Asylanträge von afghanischen Staatsangehörigen zur Bearbeitung vor.
    Bund ist an umstrittenen belgischen Atommeilern beteiligt:
    Der Bund ist offenbar an den umstrittenen belgischen Atomkraftwerken Tihange und Doel beteiligt. Wie die "Aachener Zeitung" und die "Aachener Nachrichten" berichten, hält der Bund Aktien des belgischen Atomkraftwerksbetreibers Engie-Electrabel im Wert von insgesamt 6,4 Millionen Euro. Das hat eine Anfrage der Grünen an das Bundesinnenministerium ergeben. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks zeigte sich dem Zeitungsbericht zufolge überrascht davon, dass Deutschland indirekt Miteigentümer sei. Sie sagte, sie wolle sich dafür einsetzen, dass der Bund seine Anteile verkauft. Das sei auch eine Frage der Glaubwürdigkeit. Hendricks dringt schon lange auf eine Abschaltung der beiden Atommeiler nahe der deutschen Grenze. Deren Sicherheit ist aufgrund von Rissen in den Reaktordruckbehältern umstritten.
    Estland übernimmt EU-Ratspräsidentschaft:
    Estland hat ab diesem Samstag für ein halbes Jahr die EU-Ratspräsidentschaft inne. Die Regierung des baltischen Landes übernimmt den Vorsitz unter den 28-EU-Mitgliedstaaten von Malta. Estland will einen Schwerpunkt auf den Ausbau der digitalen Wirtschaft legen und hält dazu Ende September auch einen Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs ab. Die Ratspräsidentschaft wechselt unter den EU-Ländern alle sechs Monate. Der amtierende Vorsitz organisiert und leitet die Sitzungen im Rat der Mitgliedstaaten und hat damit maßgeblichen Einfluss auf Themensetzung und Zeitpläne für die Beschlussfassung. Das gerade einmal 1,3 Millionen Einwohner zählende Estland gilt als Digitalpionier. Estland war 2005 weltweit das erste Land gewesen, in dem Bürger online wählen konnten. Längst gibt es dort auch eine digitale Kfz-Zulassungsstelle, digitale Krankenakten und papierlose Verwaltungen.
    Deutsche U21 ist Europameister:
    Die deutsche U21-Fußballnationalmannschaft hat in Polen den EM-Titel gewonnen. Das Team von Trainer Stefan Kuntz gewann das Finale in Krakau gegen Topfavorit Spanien mit 1:0. Den Treffer erzielte Mitchell Weiser von Hertha BSC in der 40. Minute per Kopfball. Damit hat sich die U21 zum zweiten Mal den EM-Titel gesichert. 2009 gewann das DFB-Team um Manuel Neuer und Mesut Özil die Europameisterschaft.
    7 min
  • 30.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bundestag stimmt für die Ehe für alle:
    Der Bundestag hat in einer historischen Entscheidung der "Ehe für alle" zugestimmt. Die Mehrheit der Abgeordneten sprach sich für eine völlige rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare aus. Zunächst hatten die Abgeordneten am Morgen mehrheitlich dafür gestimmt, die Abstimmung auf die Tagesordnung zu setzen. SPD, Grüne und Linke hatten den zusätzlichen Tagesordnungspunkt zusammen gegen die Union durchgesetzt. Als Auslöser der Bundestagsabstimmung gilt eine Aussage von Bundeskanzlerin und CDU-Parteichefin Angela Merkel von Montagabend, sie plädiere für eine Gewissensentscheidung bei dem Thema. Das bedeutet, dass Abgeordnete von der Parteilinie abweichen können. Daraufhin hatte sich die SPD entgegen dem Koalitionsvertrag für eine Abstimmung noch in dieser Woche stark gemacht. Die Kanzlerin selbst sagte, sie habe gegen die Öffnung der Ehe für Homosexuelle gestimmt. Insgesamt stimmten gut drei Viertel der CDU/CSU-Fraktion gegen die völlige Gleichstellung von Schwulen und Lesben bei der Ehe.
    Geheimdienste wussten von Anschlagsplan in Kabul:
    Die deutschen Geheimdienste wussten laut einem Medienbericht schon im Januar von Anschlagsplänen auf die deutsche Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Wie das rbb-Inforadio unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, war seitdem bekannt, dass ein Anschlag mit einem Tanklastwagen zur Abwasserentsorgung geplant sei. Später habe es weitere Warnungen gegeben. Die deutschen Nachrichtendienste hätten entsprechende Hinweise weitergeleitet. Bei der Explosion in unmittelbarer Nähe der deutschen Botschaft in Kabul waren am 31. Mai 150 Menschen getötet und 450 weitere verletzt worden. Das deutsche Personal in dem Gebäude blieb unverletzt. Nach rbb-Informationen war auch die Sprengladung deutlich größer als bisher bekannt: Während zunächst von etwa 1000 Kilogramm Sprengstoff die Rede war, hätten sich tatsächlich 10.000 Kilogramm in dem Tanklaster befunden.
    Abgemildertes US-Einreiseverbot tritt in Kraft:
    In den USA ist ein abgeschwächtes Einreiseverbot für Menschen aus sechs überwiegend muslimisch geprägten Ländern in Kraft getreten. In den kommenden 90 Tagen dürfen Menschen aus dem Iran, Sudan, Syrien, Jemen, Libyen und Somalia, die keine engen Verbindungen in die USA haben, nicht in das Land einreisen. Nach monatelangem Rechtsstreit hatte das Oberste Gericht in Washington das Einreiseverbot von Präsident Donald Trump zugelassen - mit zahlreichen Ausnahmen. Einreisen darf demnach, wer Ehepartner, Eltern, Kinder, Geschwister oder Verlobte in den USA hat. Auch wer dort studiert oder eine US-Aufenthaltsgenehmigung hat, darf weiterhin ins Land. Der Bundesstaat Hawaii hat bereits rechtliche Schritte gegen das Dekret eingeleitet. Eine endgültige Entscheidung darüber soll im Herbst fallen. Zuvor hatten mehrere Gerichte die Einreisesperre aus Diskriminierungsgründen blockiert.
    May gewinnt Vertrauensabstimmung im britischen Parlament:
    Die britische Premierministerin Theresa May hat die Vertrauensabstimmung im Unterhaus mit knapper Mehrheit gewonnen. Die Abgeordneten der Konservativen Partei und der nordirischen DUP haben ihr Regierungsprogramm mit 323 Stimmen gebilligt, 309 Parlamentarier stimmten dagegen. Das Votum galt als wichtige Bewährungsprobe für die Minderheitsregierung der Konservativen Partei von May. Die Partei hatte bei der Parlamentswahl vor drei Wochen ihre eigene Mehrheit im britischen Unterhaus eingebüßt. Um eine Schlappe zu verhindern, hatte die Regierung Zugeständnisse gemacht: Wenige Stunden vor der Abstimmung gab sie einer Forderung der Opposition nach, die Kosten für Abtreibungen nordirischer Frauen zu übernehmen. Im verabschiedeten Regierungsprogramm geht es hauptsächlich um den geplanten EU-Austritt Großbritanniens.
    Weniger Angriffe auf Asylbewerberheime:
    Die Zahl der Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland ist einem Zeitungsbericht zufolge deutlich gesunken. Für die erste Jahreshälfte habe das Bundeskriminalamt bislang 137 Attacken erfasst, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung". Dies sei ein Fünftel der Vorfälle des ersten Halbjahres 2016 und liege zugleich unter dem Niveau der ersten sechs Monate 2015, also noch vor Beginn des großen Flüchtlingszustroms nach Deutschland. Dem Bericht zufolge haben 128 der 137 Übergriffe einen rechtsradikalen Hintergrund. Überwiegend habe es sich bei den Attacken um Überfälle und Gewaltdelikte, Sachbeschädigungen und Propagandadelikte gehandelt. Die Polizei habe aber auch zwölf Brandstiftungen und zwei Sprengstoffexplosionen erfasst.
    DFB-Elf im Confed-Cup-Finale:
    Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat das Finale beim Confederations Cup in Russland erreicht. Das junge Team von Bundestrainer Joachim Löw setzte sich in Sotschi mit 4:1 gegen Mexiko durch. Die Tore für Deutschland schossen Leon Goretzka, Timo Werner und Amin Younes. Am Sonntag trifft die DFB-Elf dann im Endspiel in St. Petersburg auf Chile. Mexiko spielt gegen Portugal um den dritten Platz.
    10 min
  • 29.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Missbrauchsvorwürfe: Kardinal Pell legt Amt vorübergehend nieder:
    Einer der ranghöchsten Kardinäle im Vatikan, Finanzchef George Pell, will angesichts von Missbrauchsvorwürfen in Australien sein Amt vorübergehend niederlegen. Er habe Papst Franziskus darum gebeten, um in seinem Heimatland seine Unschuld beweisen zu können, gab Pell in Rom bekannt. Der 76-Jährige reagierte damit auf ein Ermittlungsverfahren gegen ihn wegen Kindesmissbrauchs. Nähere Angaben machten die australischen Behörden nicht. Medienberichten zufolge wird Pell von zwei Männern bezichtigt, sie Ende der 1970er Jahre missbraucht zu haben. Zudem soll er sich in den 1980er Jahren nackt vor drei Jungen gezeigt haben. Die australischen Ermittler hatten Pell bereits im Oktober in Rom zu Missbrauchsvorwürfen befragt. Nun soll er Mitte Juli zu einer Anhörung nach Melbourne kommen. Pell selbst wies die Vorwürfe "energisch" zurück.
    Gabriel und Lawrow streiten öffentlich über Syrien-Politik:
    Bei einem Treffen von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel und seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow ist es zum Streit über die Syrien-Politik gekommen. Bei der Zusammenkunft im südrussischen Krasnodar nannte Lawrow die Warnungen der USA vor einem angeblich bevorstehenden Chemiewaffen-Angriff der syrischen Regierungstruppen als reine Spekulation. Gabriel widersprach. Er bezeichnete Syriens Präsidenten Baschar al-Assad als Kriegsverbrecher und warf Lawrow vor, die Assad-Regierung als "friedfertiges Regime" zu verharmlosen. Das Weiße Haus hatte am Montag mit drastischen Worten vor einem Giftgas-Einsatz gewarnt. Bereits am 4. April 2017 waren bei einem mutmaßlichen Giftgas-Angriff auf die syrische Stadt Chan Scheichun mehr als 80 Menschen getötet worden.
    Italien droht mit Hafen-Verbot für Flüchtlingsboote:
    Italien droht in der Flüchtlingskrise mit ernsten Konsequenzen. Sollte die EU Italien nicht mehr Unterstützung zukommen lassen, könnte den Booten von Hilfsorganisationen die Einfahrt in italienische Häfen verwehrt werden, hieß es aus Regierungskreisen in Rom. Dabei geht es um Rettungsschiffe, die nicht unter italienischer Flagge fahren. Viele deutsche NGOs sind im Mittelmeer bei der Rettung von Flüchtlingen unterwegs. Damit will Italien von anderen EU-Staaten eine fairere Lastenverteilung einfordern. Allein in den vergangenen Tagen wurden im Mittelmeer mehr als 10.000 Menschen gerettet. Schiffe der EU-Mission "Operation Sophia" oder der EU-Grenzagentur Frontex sollen von dem möglichen Verbot nicht betroffen sein.
    Kein Laptop-Verbot für Flüge in die USA:
    Die USA verhängen vorerst kein Laptop-Verbot für Handgepäck aus der EU. Flugpassagiere, die von Europa in die USA reisen, dürfen weiterhin ihr Laptop oder Tablet im Handgepäck mit in die Kabine nehmen. Weil befürchtet wurde, dass in den Geräten Sprengsätze versteckt sein könnten, hatten die USA im März ein solches Verbot für Flüge aus acht muslimischen Ländern verhängt. Auf diesen Flügen müssen Laptops und andere Geräte, die größer sind als ein Smartphone, seitdem am Check-in-Schalter mit aufgegeben werden. Statt einer Ausweitung dieses Verbots auf die Flüge aus Europa sollen nun die Sicherheitsvorschriften für sämtliche Fluggesellschaften erheblich verschärft werden.
    Großbanken meistern Fed-Stresstest:
    Zum ersten Mal haben alle US-Großbanken den jährlichen Stresstest der amerikanischen Notenbank bestanden. Die Kapitalpläne der 34 geprüften Finanzinstitute seien genehmigt worden, teilte die Federal Reserve in Washington mit. Damit verfügen alle großen Banken über ausreichend Kapital, um selbst einem extremen Krisenszenario standhalten zu können. Für die Banken geht es bei diesen Belastungsproben um Milliarden. Nach dem Stresstest haben sie nun grünes Licht, in großem Stil Geld in Form von Dividenden oder Aktienrückkäufen an ihre Investoren auszuschütten. Auch bei der Deutschen Bank, die mit ihrer US-Tochter in beiden Vorjahren durchgefallen war, gab es diesmal keine Probleme.
    G20-Protestcamp darf nicht vollständig verboten werden:
    Die G20-Gegner dürfen ihr großes Protestcamp in Hamburg aufbauen, aber in einem stark beschränkbaren Rahmen. Das Bundesverfassungsgericht hob nach einer Klage der Veranstalter ein generelles Verbot des im Stadtpark geplanten Camps im Eilverfahren auf. Die Karlsruher Richter verpflichten die Hansestadt aber nicht zur uneingeschränkten Duldung. Hamburg kann ausdrücklich den Umfang des Camps beschränken, Auflagen verhängen und die Veranstaltung sogar an einen anderen Ort verlegen. Der Protest richtet sich gegen das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der führenden Industrie- und Schwellenländer am 7. und 8. Juli in Hamburg.
    11 min
  • 28.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Cyber-Attacke: Ermittlungen gegen Unbekannt:
    Der zweite massive Angriff mit Erpressersoftware in zwei Monaten hat offenbar eine neue Sicherheitslücke genutzt. Die Schadsoftware verbreitete sich Experten zufolge nicht nur über die Windows-Sicherheitslücke, die im Mai der Trojaner "WannaCry" nutzte. Zudem seien die Angreifer eher auf Chaos und nicht auf Profit aus gewesen. Ihre Bezahlfunktion für das erpresste Lösegeld sei äußerst krude gestaltet gewesen, so die Experten. Der Email-Anbieter Posteo habe die angegebene Adresse schnell aus dem Verkehr gezogen, sodass die Opfer sich gegenüber den Erpressern nicht mehr zu erkennen geben konnten. Von dem Cyber-Angriff waren Unternehmen vor allem in der Ukraine und Russland, aber auch in westlichen Staaten betroffen. Strafverfolger in den verschiedenen Ländern nahmen Ermittlungen gegen Unbekannt auf. Nach Angaben des britischen Versicherungsmarktes Lloyds unterschätzen Unternehmen in Europa die langfristigen Kosten von Cyber-Angriffen. Sie müssten sich auf einen Abgang von Kunden, fallende Aktienkurse und mögliche weitere Konsequenzen einstellen, so Lloyds.
    Abstimmung zu Obamacare im Senat verschoben:
    Der von US-Präsident Donald Trump angestrebte Rückbau der Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama hat im Senat einen Rückschlag erlitten. Die Republikaner verschoben kurzfristig eine für diese Woche angekündigte Abstimmung in der Kongresskammer über einen entsprechenden Entwurf bis nach dem Nationalfeiertag am 4. Juli. Man arbeite noch daran, die notwendigen 50 Stimmen zusammenzubekommen, sagte Mehrheitsführer Mitch McConnell.
    Merkel und US-Handelsminister wollen neuen Anlauf bei TTIP:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Handelsminister Wilbur Ross haben sich für einen Neustart der Verhandlungen über das europäisch-amerikanische Freihandelsabkommen TTIP ausgesprochen. Merkel sagte auf einer Veranstaltung des CDU-Wirtschaftsrats in Berlin, sie sei ganz klar dafür, die Gespräche wieder in Gang zu bringen. Geklärt werden müsse, was fairer Handel sei und welche Handelshemmnisse es neben Zöllen gebe. Ross sagte per Video aus Washington zugeschaltet, die USA hätten nicht vor, sich von dem Abkommen abzuwenden. Handelspartner bräuchten eine solche Vereinbarung. Mit Blick auf den Handel zwischen der EU und den Vereinigten Staaten sprach Ross von einem Missverhältnis zu Lasten der USA, das verringert werden müsse. Da Präsident Donald Trump eigentlich nichts von globalen Freihandelsverträgen hält, hatte es Zweifel gegeben, ob die USA noch einen Freihandelskurs verfolgen.
    Türkischer Geheimdienst bespitztelt deutsche Abgeordnete:
    Der türkische Geheimdienst sammelt einem Zeitungsbericht zufolge verstärkt Informationen über deutsche Politiker. Im Visier stünden Innen-, Außen- und Verteidigungspolitiker des Bundestags, berichtet "Die Welt". Das Bundeskriminalamt (BKA) habe deshalb mit einigen Abgeordneten sogenannte Sicherheitsgespräche geführt. Dabei solle es auch um die mögliche Beobachtung durch den türkischen Geheimdienst und eine Gefährdungssituation durch türkische Nationalisten gegangen sein.Wegen des Verdachts türkischer Spionageaktivitäten in Deutschland ermittelt bereits die Bundesanwaltschaft.
    Mysteriöse Hubschrauber-Attacke in Caracas:
    Ein mutmaßlicher Granatenangriff in Venezuelas Hauptstadt Caracas hat Sorgen vor einem möglichen Putschversuch gegen den linksgerichteten Präsidenten Nicolás Maduro geschürt. Maduro sagte im Staatsfernsehen, aus einem Helikopter seien zwei Granaten auf den Obersten Gerichtshof abgeworfen worden, von denen eine nicht explodierte. In der Nähe liegt der Präsidentenpalast. Maduro sprach von einem "terroristischen Putschversuch". Angeblich wurde der Hubschrauber entführt und von Dissidenten zu der Attacke genutzt. Kurz zuvor hatte der Staatschef gedroht, das sozialistische Projekt notfalls mit Waffengewalt zu verteidigen. Mit Blick auf eine geplante Verfassungsreform, die seine Rolle stärken soll, betonte er: "Wenn wir es nicht mit den Stimmen schaffen, dann mit Waffen." Bei fast täglichen Unruhen und Protesten kamen seit Anfang April 77 Menschen ums Leben. Maduro plant für den 30. Juli eine Wahl zur Einberufung einer Verfassungsgebenden Versammlung - doch es gibt massive Proteste dagegen.
    Schwedischer Schauspieler Michael Nyqvist ist tot:
    Der schwedische Schauspieler Michael Nyqvist ist tot. Er wurde einem breiten Publikum als Journalist Mikael Blomqvist in der Verfilmung der "Millennium"-Trilogie "Verblendung", "Verdammnis" und "Vergebung" von Stieg Larsson bekannt. Nyquist erlag im Alter von 56 Jahren einer langjährigen Krebserkrankung, wie seine Sprecherin im Namen der Familie mitteilte. Insgesamt wirkte der Schauspieler in mehr als 50 Filmen mit, darunter einige Hollywood-Streifen, in denen er den Bösewicht spielte. In seiner Heimat war Nyqvist auch als Theaterschauspieler bekannt. 2010 veröffentlichte er seine Autobiografie, die seine Kindheit bei Adoptiveltern und die Suche nach seinen leiblichen Eltern beschreibt.
    11 min
  • 27.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Image der USA im Ausland leidet unter Trump:
    Das Image der Vereinigten Staaten im Ausland hat seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump massiv gelitten. Nach einer Erhebung des US-Forschungszentrums Pew Research gaben nur 49 Prozent der Befragten an, eine positive Meinung über die USA zu haben. Unter Trumps Vorgänger Barack Obama waren es zum Ende von dessen Amtszeit noch 64 Prozent gewesen. Vor allem in vielen europäischen Staaten sind die USA etwa so unbeliebt wie 2003 unter George W. Bush, der damals militärisch im Irak intervenierte. In Kanada und Deutschland fielen die Werte auf 43 beziehungsweise 35 Prozent. Nur in Russland und Israel genießt Trump der Erhebung zufolge größeres Vertrauen als sein Vorgänger. An der Umfrage nahmen rund 40.000 Menschen in 37 Ländern teil.
    US-Handelsminister Ross sagt Deutschlandreise ab:
    US-Handelsminister Wilbur Ross hat seine Reise nach Deutschland überraschend abgesagt. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin mit. Gründe wurden demnach nicht genannt. Kurz vor dem G-20-Gipfel der führenden Wirtschaftsmächte in Hamburg wollte Ross sich mit Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) treffen. Dabei sollte es auch um den Handelskonflikt zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten sowie drohende Strafen gegen europäische und damit auch deutsche Stahlproduzenten gehen. Zudem sollte Ross im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einer CDU-Konferenz eine Rede zur Zukunft der transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen halten. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt mehrfach Deutschlands massiven Handelsüberschuss mit den USA kritisiert.
    US-Außenminister Tillerson trifft katarischen Kollegen:
    US-Außenminister Rex Tillerson empfängt am Dienstag seinen katarischen Kollegen Scheich Mohammed al-Thani in Washington. Das Treffen findet vor dem Hintergrund wachsender Kritik seitens der USA am Vorgehen Saudi-Arabiens gegen Katar statt. Mehrere arabische Staaten werfen dem Emirat eine Unterstützung von Terrororganisationen vor. Zuletzt hatten die Golfstaaten Katar eine Liste mit 13 Forderungen vorgelegt. Dazu gehören nach Medienberichten die Auflösung des Nachrichtensenders Al-Dschasira, eine Distanzierung vom Verbündeten Iran und die Schließung eines türkischen Militärstützpunktes in Katar. Die Regierung in Doha hat das Ultimatum abgelehnt. Tillersons Sprecherin Heather Nauert hatte kürzlich Zweifel an der Begründung für die Krise geäußert.
    Merkel rückt vom Nein zur gleichgeschlechtlichen Ehe ab:
    Bei der Regierungspartei CDU bahnt sich ein neuer Umgang mit dem Thema gleichgeschlechtliche Ehe an. CDU-Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel rückte von ihrem klaren Nein zur sogenannten "Homo-Ehe" ab und stellte auf einer Veranstaltung in Berlin in Aussicht, sie werde eine künftige Bundestagsentscheidung über die "Ehe für alle" jedem einzelnen Abgeordneten selbst überlassen. Damit wäre der Weg für eine überparteiliche Mehrheit im Parlament offen. Die Spitzengremien der Christdemokraten hatten sich zuletzt intensiv mit der Frage beschäftigt, wie das Thema "Homo-Ehe" im Wahlprogramm der Union für die Bundestagwahl im September behandelt werden soll. Nach Agenturberichten ist die Kurskorrektur bereits mit der Schwesterpartei CSU abgestimmt. SPD, Grüne und FDP haben die völlige Gleichstellung homosexueller Paare zur Bedingung für eine Koalition nach der Wahl gemacht.
    UN: Entwaffnung der FARC in Kolumbien abgeschlossen:
    Die FARC-Rebellen in Kolumbien haben nach Angaben der für die Überwachung zuständigen Beobachtermission der Vereinten Nationen ihre Waffen vollständig abgegeben. Die Entwaffnung der FARC-Guerilla ist Teil des historischen Friedensabkommens vom vergangenen Jahr, das den jahrzehntelangen Konflikt zwischen den linksgerichteten Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) und der Regierung beendete. Für diesen Dienstag ist ein offizieller Festakt zur symbolischen Beendigung der Waffenabgabe im Beisein der ehemaligen Rebellen-Führung und von Präsident Juan Manuel Santos in Mesetas geplant. Die Waffen sollen eingeschmolzen und als Baumaterial für mehrere Friedensmahnmale neue Verwendung finden.
    Wahlschlappe für mongolischen Regierungskandidaten:
    Bei der ersten Wahlrunde der mongolischen Präsidentschaftswahl hat keiner der drei Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erreicht. Wie die Wahlkommission mitteilte, kam der Oppositionspolitiker und Immobilien-Tycoon Khaltmaa Battulga auf 38 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer Mieygombo Enkhbold von der regierenden Mongolischen Volkspartei musste eine Schlappe hinnehmen: Der 52-Jährige erhielt nur 30 Prozent der Stimmen. Der dritte Kandidat, Sainkhuu Ganbaatar von der Revolutionären Volkspartei (MRVP), kam auf 30,2 Prozent. Damit wird der Staatschef des drei Millionen Einwohner zählenden Landes erstmals in einer Stichwahl bestimmt. Der Wahlkampf stand im Zeichen der schweren Wirtschaftskrise, unter der die Mongolei seit Jahren leidet. Außerdem machten Korruptionsvorwürfe gegen alle drei Kandidaten Schlagzeilen.
    10 min
  • 26.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Armutsrisiko für deutsche Rentner steigt laut Studie weiter:
    Das Armutsrisiko für künftige Rentner steigt in den kommenden Jahren immer weiter an. Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung wird in 20 Jahren jeder fünfte Rentner von Altersarmut bedroht sein. Gefährdet sind demnach vor allem alleinstehende Frauen, Menschen ohne Berufsausbildung und Langzeitarbeitslose. Auch die sogenannte Grundsicherungsquote wird steigen. Bis zum Jahr 2036 könnten sieben Prozent aller Neurentner auf staatliche Unterstützung angewiesen sein. Die Autoren der Studie warnen, dass viele der aktuell diskutierten Reformvorschläge den Trend steigender Altersarmut nicht umkehren könnten. In Deutschland gilt als arm, wer monatlich weniger als 958 Euro zur Verfügung hat.
    60 Hochhäuser in Großbritannien nicht flammensicher:
    Eineinhalb Wochen nach dem verheerenden Feuer im Grenfell Tower entwickelt sich das Unglück zum landesweiten Skandal. Bei Sicherheitstests fielen die Fassaden von 60 Hochhäusern durch, wie ein britischer Regierungssprecher mitteilte. Die Gebäude stehen in London und anderen Städten wie Manchester, Plymouth, Portsmouth und Norwich. Man habe alle Vermieter, deren Objekte betroffen sind, sowie die zuständigen Feuerwehren und Rettungskräfte informiert, hieß es weiter. Damit müssen womöglich Tausende weitere Anwohner in Kürze ihre Wohnungen verlassen. Premierministerin Theresa May hat angekündigt, landesweit insgesamt 600 Hochhäuser mit ähnlichen Außenverkleidungen wie beim Londoner Grenfell Tower überprüfen zu lassen. Mindestens 79 Menschen waren bei der Brandkatastrophe ums Leben gekommen.
    Iran stellt sich demonstrativ hinter Katar:
    In der diplomatischen Krise um das Golfemirat Katar hat sich nach der Türkei auch der Iran eindeutig positioniert. Teherans Politik ziele darauf ab, die Beziehungen zu Katar "immer weiter zu entwickeln", sagte Irans Präsident Hassan Rohani nach einem Telefonat mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani. Das Golfemirat sei ein Bruderstaat. US-Außenminister Rex Tillerson rief alle Beteiligten zum Dialog auf. Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten am 5. Juni ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und eine Verkehrs- und Handelsblockade gegen den gasreichen Wüstenstaat verhängt. Später legten sie eine Liste mit 13 Forderungen als Bedingung für ein Ende der Isolationspolitik vor. Dies verstoße gegen internationales Recht, betonte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.
    Sozialisten gewinnen wohl Parlamentswahl in Albanien:
    Aus der Parlamentswahl in Albanien scheinen die regierenden Sozialisten als Sieger hervorzugehen. Nach ersten Auszählungen könnte die Partei von Ministerpräsident Edi Rama auf eine absolute Mehrheit von 79 der 140 Sitze kommen. Auf Platz zwei liegt die oppositionelle Demokratische Partei gefolgt von Ramas bisherigem Koalitionspartner, der Sozialistischen Bewegung für Integration. Die Wahlbeteiligung erreichte mit 45 Prozent einen historischen Minusrekord. Offensichtlich haben die Wähler den Parteien ihr Versprechen, in dem armen Balkanland endlich tiefgreifende Reformen anzustoßen, nicht abgenommen. Albanien, seit 2014 offizieller EU-Beitrittskandidat, gilt als eines der ärmsten und korruptesten Länder Europas.
    Mongolen wählen neuen Präsidenten:
    In der Mongolei sind 1,9 Millionen Menschen dazu aufgerufen, ein neues Staatsoberhaupt zu bestimmen. Drei Kandidaten bewerben sich um die Nachfolge von Tsakhia Elbegdorj, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten darf. Es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Miyegombo Enkhbold von der regierenden Volkspartei (MVP) und Khaltmaa Batulgaa von der Demokratischen Partei (DP) erwartet. Mit Außenseiterchancen tritt der parteilose Sainkhuu Ganbaatar an, der von der Revolutionären Volkspartei (MRVP) nominiert wurde. Alle Bewerber sind in schwerwiegende Korruptionsskandale verwickelt. Beobachter rechnen deshalb mit einer historisch niedrigen Wahlbeteiligung - früher lag sie in der Mongolei bei etwa 90 Prozent.
    Airbag-Hersteller Takata meldet Insolvenz an:
    Der japanische Airbag-Hersteller Takata hat Insolvenz angemeldet. Der mehr als 80 Jahre alte Konzern konnte die finanziellen Folgen einer gigantischen Rückrufaktion in den USA nicht mehr ausgleichen. Dort waren Millionen Fahrzeuge mit Takata-Airbags wegen technischer Probleme in die Werkstätten gerufen worden. Der Schaden für das Unternehmen soll sich auf umgerechnet zehn Milliarden Euro belaufen. Mit der US-Justiz einigte sich das Unternehmen auf einen Vergleich und zahlte eine Milliarde US-Dollar. Mehrere Manager sollen mit manipulierten Testergebnissen die Risiken mangelhafter Airbags bewusst verschleiert haben. Takata kündigte an, seine weltweite Geschäftstätigkeit und die Lieferungen an Kunden trotz der Insolvenz fortführen zu wollen. Die Aktien wurden an der Tokioter Börse vom Handel ausgesetzt.
    10 min
  • 24.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Fünf Hochhäuser in London aus Sicherheitsgründen evakuiert :
    Nach der Brandkatastrophe im Londoner Grenfell-Tower haben die Bewohner von insgesamt 800 Haushalten in der britischen Hauptstadt ihr Zuhause verlassen müssen. Wegen Feuergefahr würden fünf Hochhäuser "umgehend geräumt", hatte die Stadtverwaltung im Bezirk Camden zuvor mitgeteilt. Es bestünden Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Fassadenverkleidung, hieß es. Die Anwohner wurden in Hotels in London untergebracht. Für die Entfernung der Fassadenverkleidung der betroffenen Gebäude wurde ein Zeitraum von zwei bis vier Wochen angesetzt. Das Feuer in dem 24-stöckigen Grenfell-Tower hatte sich in der vergangenen Woche rasend schnell über die Fassade ausgebreitet. Das Material der Außenverkleidung steht daher im Fokus der Aufarbeitung des Unglücks, bei dem mindestens 79 Menschen ums Leben kamen.
    Terror-Anschlag in Mekka verhindert? :
    Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben einen Anschlag auf die Große Moschee in Mekka vereitelt. Dort hatten sich hunderttausende Gläubige zum Ende des Fastenmonats Ramadan versammelt. Sicherheitskräfte stellten einen Selbstmordattentäter, der sich in seiner Wohnung nahe der heiligsten Stätte des Islam in die Luft sprengte, wie ein Sprecher des Innenministeriums mitteilte. Sechs ausländische Pilger und fünf Polizisten seien verletzt worden, als das Gebäude durch die Wucht der Detonation einstürzte. Vorausgegangen seien heftige Schusswechsel zwischen dem Verdächtigen und Polizisten. Zuvor hätten Sicherheitskräfte ebenfalls in Mekka einen verdächtigen Islamisten erschossen, hieß es weiter. Eine dritte Zelle sei in der Hafenstadt Dschidda ausgehoben worden. Vier Männer und eine Frau seien festgenommen worden.
    Mehr als 140 Menschen bei Erdrutsch in China verschüttet:
    Bei einem massiven Erdrutsch in China sind nach ersten Angaben mehr als 140 Menschen verschüttet worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldet, begruben die Landmassen das Dorf Xinmo im Kreis Mao. Dieser liegt in der südwestlichen Provinz Sichuan. Das Parteiorgan "Volkszeitung" schreibt, der Erdrutsch sei durch heftige Niederschläge ausgelöst worden. Von einem hohen Berg herabrutschender Schlamm und Geröll hätten auch einen Fluss blockiert. Rettungstrupps suchten nach Vermissten. Schon seit Wochen gehen in China heftige sommerliche Regenfälle nieder, die jedes Jahr schwere Überschwemmungen und oft auch Erdrutsche auslösen.
    Nur wenig Finanzhilfe für Ugandas Flüchtlinge :
    UN-Generalsekretär António Guterres hat die Weltgemeinschaft zu mehr Unterstützung für die Flüchtlingshilfe in Uganda aufgerufen. Das ostafrikanische Land sei derzeit mit "dem größten Exodus an Flüchtlingen in Afrika seit dem Genozid in Ruanda 1994 konfrontiert", sagte Guterres bei einer Geberkonferenz in der Hauptstadt Kampala. Uganda hat fast eine Million Flüchtlinge aus dem Südsudan aufgenommen. Der Bürgerkrieg dort zwang bisher etwa 3,8 Millionen Menschen zur Flucht. Bei dem Treffen sicherten die internationalen Delegierten allerdings nur rund 358 Millionen US-Dollar (320 Millionen Euro) an Finanzhilfe zu.
    Geplantes Freihandelsabkommen mit Japan gefährdet Verbraucherschutzrechte :
    Bei den Verhandlungen zwischen der EU und Japan über ein Freihandelsabkommen sind nach Presse-Informationen Verbraucherschutzrechte gefährdet. Auch in der Frage der Zuständigkeit der nationalen Gerichte zur Regelung von Streitfragen habe sich die EU bisher nicht durchsetzen können, berichten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Die Zeitung beruft sich auf geheime Verhandlungsdokumente, die die drei Medien eingesehen hätten. Als weiteren Streitpunkt nennt das Blatt das sogenannte Vorsorgeprinzip. Ohne dieses Prinzip könnte die EU die Einfuhr etwa von hormonbehandeltem Fleisch oder genetisch veränderten Lebensmitteln nur noch dann verbieten, wenn wissenschaftlich deren Gesundheitsgefahren erwiesen sind. Das Abkommen soll noch in diesem Jahr - auch als Zeichen gegen US-Protektionismus - abgeschlossen werden.
    ELN-Rebellen lassen zwei Reporter in Kolumbien frei:
    Kolumbiens linke ELN-Guerilla hat zwei niederländische Journalisten freigelassen, die am Montag im Grenzgebiet zu Venezuela entführt worden waren. Das meldet das kolumbianische Militär. Zuvor hatte es Verwirrung über eine mögliche Freilassung der beiden Männer gegeben. Nachdem die ELN-Rebellen zunächst mitgeteilt hatten, die Ausländer seien frei, kam Stunden später ein Dementi. Die Reporter waren in der Provinz Norte de Santander gekidnappt worden. Die etwa 2000 ELN-Rebellen finanzieren ihren bewaffneten Kampf gegen die Regierung von Präsident Juan Manuel Santos auch mit der Erpressung von Lösegeld. Seit Februar gibt es zwischen der marxistischen Organisation und der Regierung Gespräche über einen Waffenstillstand.
    9 min
  • 23.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.May sichert Bleiberecht für EU-Bürger zu:
    Bürger der Europäischen Union dürfen auch nach dem Brexit in Großbritannien bleiben. Dies kündigte die britische Premierministerin Theresa May auf dem EU-Gipfel in Brüssel an. Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßte das Angebot. Es gebe jedoch bei den Verhandlungen über den Ausstieg der Briten aus der Union noch viele offene Punkte. Zuvor hatten die Staats- und Regierungschefs der EU die Sanktionen gegen Russland wegen der Ukraine-Krise um weitere sechs Monate verlängert. Außerdem bekannten sie sich - trotz des Ausstiegs der USA - ausdrücklich zum Klimapakt von Paris. Ferner vereinbarten die Gipfelteilnehmer, die Verteidigungspolitik enger zu koordinieren und Extremismus im Internet stärker zu bekämpfen.
    Bestrafte Homosexuelle werden rehabilitiert:
    Homosexuelle, die in der Bundesrepublik Deutschland aufgrund des früheren Paragrafen 175 bestraft wurden, werden rehabilitiert und entschädigt. Der Bundestag verabschiedete einstimmig ein entsprechendes Gesetz. Damit werden die damaligen Urteile aufgehoben und Betroffene erhalten Entschädigungszahlungen. Sie sollen pauschal 3000 Euro bekommen. Einst inhaftierte Schwule erhalten zudem 1500 Euro für jedes angefangene Jahr im Gefängnis. Der Lesben- und Schwulenverband begrüßte die Bundestagsentscheidung grundsätzlich, kritisierte aber die vorgesehene Entschädigung als viel zu gering. Der Paragraf 175 stellte sexuelle Handlungen unter Männern unter Strafe. Er wurde erst 1994 endgültig abgeschafft.
    Medien: USA fahnden nach fünf Ex-VW-Mitarbeitern:
    Im VW-Abgasskandal fahnden die USA weltweit nach fünf ehemaligen Volkswagen-Mitarbeitern. Nach Informationen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" wirft die US-Justiz den Männern Verschwörung zum Betrug und Verstöße gegen US-Umweltvorschriften vor. Bei den Gesuchten handelt es sich demnach um zwei frühere ranghohe Manager sowie drei Ex-Entwickler und Techniker des Autokonzerns. Dem Bericht zufolge drohen den in Deutschland lebenden Verdächtigen bis zu fünf Jahre Haft in den USA. Deutschland liefert seine Staatsbürger grundsätzlich nicht ins Ausland aus. Sollten die Gesuchten die Bundesrepublik jedoch verlassen, könnten sie mit Hilfe der internationalen Polizeiorganisation Interpol verhaftet und an die USA ausgeliefert werden.
    Lange Haftstrafen für Mitglieder einer französischen Dschihadisten-Zelle:
    Mehrere Mitglieder einer in Frankreich zerschlagenen Islamistenzelle sind von einem Pariser Gericht mit Haftstrafen von bis zu 28 Jahren bestraft worden. Von den 20 Männern wurden zwei freigesprochen. Im Mittelpunkt der Anklage stand ein Anschlag auf ein jüdisches Geschäft im Pariser Vorort Sarcelles vor fünf Jahren. Damals war es nur dem Zufall zu verdanken, dass es keine Opfer gab. Ein Mann, der eine Granate in das Geschäft geworfen hatte, erhielt die 28-jährige Haftstrafe, der Fahrer der Gruppe muss für 18 Jahre ins Gefängnis. Der mutmaßliche Anführer der Gruppe war beim Versuch seiner Festnahme getötet worden. Frankreich wird seit mehreren Jahren von einer beispiellosen islamistischen Terrorwelle erschüttert. Es kamen dabei mittlerweile fast 240 Menschen ums Leben.
    Arabische Staaten übergeben Katar Forderungen:
    In der Katar-Krise haben vier arabische Staaten dem Emirat ihre Forderungen zur Beendigung ihrer Blockade vorgelegt. Unter anderem wurde die Führung Katars aufgefordert, umgehend die Unterstützung von Terroristen einzustellen und "bestimmten Personen" nicht mehr Zuflucht zu gewähren, sagte der Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Anwar Gargasch. Nähere Angaben zu den übrigen Forderungen wurden nicht gemacht. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Berufung auf einen Vertreter der vier Staaten, zu den 13 Bedingungen gehörten auch die Schließung des Senders Al-Jazeera, eine Einschränkung der Beziehungen zum Iran und die Auflösung der türkischen Militärbasis in Katar. Katar habe zehn Tage Zeit, um die Forderungen zu erfüllen. Bei den Staaten handelt es sich um Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Ägypten. Diese und weitere arabische Staaten werfen Katar vor, Extremisten zu unterstützen. Sie haben das Land isoliert. Das Emirat weist die Vorwürfe zurück und wird vom Iran - dem Erzrivalen Saudi-Arabiens - und der Türkei unterstützt.
    9 min
  • 22.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Regierung plant nach Medienberichten neue Abschiebungen nach Afghanistan:
    Die Bundesregierung plant nach Medienberichten, die Abschiebungen nach Afghanistan wieder aufzunehmen. Der Norddeutsche Rundfunk und das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" melden, in der kommenden Woche sei ein weiterer Flug von Leipzig nach Kabul geplant. Das Bundesinnenministerium wollte dies weder bestätigen noch dementieren. Die Abschiebungen waren nach dem schweren Bombenanschlag in der afghanischen Hauptstadt Ende Mai mit mehr als 150 Toten vorläufig weitgehend ausgesetzt worden. Das Auswärtige Amt bereitet eine aktuelle Bewertung der Sicherheitslage in Afghanistan vor.
    Macron warnt vor Brüsseler Gipfel vor Zerfall der EU:
    Vor dem EU-Gipfel in Brüssel hat der französische Präsident Emmanuel Macron Deutschland dazu aufgerufen, die europäische Idee wieder mit Leben zu versehen. Er wünschte sich, wieder zum Geist der Kooperation zurückzukehren, wie er einst zwischen Francois Mitterrand und Helmut Kohl herrschte, sagte Macron der "Süddeutschen Zeitung". Sonst drohe der Europäischen Union der Zerfall. Es ist der erste EU-Gipfel, an dem Macron teilnimmt. Im Mittelpunkt der zweitägigen Beratungen dürften die Themen Sicherheit und Verteidigung sowie die Frage stehen, wie das Pariser Klimaabkommen nach dem Ausstieg der USA Bestand haben kann.
    Moschee in Mossul gesprengt:
    In der umkämpften irakischen Großstadt Mossul ist die bekannte und Jahrhunderte alte Nuri-Moschee gesprengt worden. Wer letztendlich dafür verantwortlich ist, ist unklar. Die IS-nahe Nachrichtenagentur Amak warf den USA vor, bei einem Luftangriff die Moschee zerstört zu haben. Die irakische Armee behauptet, der IS habe das Gotteshaus gesprengt. Die Moschee hat für den IS eine große symbolische Bedeutung, weil IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi sich dort 2014 kurz nach der Ausrufung des sogenannten Kalifats das erste Mal der Öffentlichkeit gezeigt hatte. Seit dem vergangenen Herbst läuft eine Offensive irakischer Truppen gegen die Islamisten. Die Stadt gilt als Hochburg der Dschihadisten.
    Kushner besucht Netanjahu und Abbas:
    Der Nahostgesandte der USA, Jared Kushner, hat bei seinem ersten Nahost-Besuch Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas getroffen. Von den Gesprächen mit den beiden Politikern, die jeweils getrennt stattfanden, drang nur wenig in die Öffentlichkeit. Journalisten waren nicht zugelassen und konnten auch anschließend keine Fragen an Kushner stellen. Der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, erklärte, das Treffen sei produktiv gewesen. Die US-Delegation und die israelische Führung unterstrichen, dass der Friedensprozess Zeit brauchen werde, so Spicer weiter. Unmittelbar vor dem neuen Vermittlungsversuch der USA hatte Israel erstmals seit 25 Jahren mit dem Bau einer neuen Siedlung im Westjordanland begonnen. Ein Sprecher von Abbas verurteilte den Baubeginn als gefährliche Eskalation und Versuch, die US-Bemühungen um neue Friedensgespräche zu untergraben.
    Polizist auf US-Flughafen in den Hals gestochen:
    Ein 50 Jahre alter Mann aus Kanada hat einem US-Polizisten auf dem Flughafen von Flint im US-Bundesstaat Michigan mit einem Messer in den Hals gestochen. Die Bundespolizei FBI stufte den Fall später als terroristischen Akt ein. Nach Medienberichten soll er "Allahu Akbar", "Gott ist groß", gerufen haben. Der Mann sei legal in die USA eingereist. Der Polizist sei operiert worden, es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, sagte ein Polizeisprecher. Nach Medienberichten wurde der auf dem Bishop Airport beschäftigte Polizeibeamte am Hals und Rücken verletzt. Der Flughafen wurde vorsichtshalber geräumt. Augenzeugenberichte deuteten schon früh darauf hin, dass der Polizist gezielt angegriffen worden sei. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass der Angreifer zu einem Terrornetzwerk gehöre, heißt es aus Polizeikreisen.
    Deniz Yücel mit Sonderpreis geehrt:
    Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger hat den in der Türkei inhaftierten "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel mit einem Sonderpreis geehrt. Die Auszeichnung wurde im Rahmen der Vergabe des renommierten Theodor-Wolff-Preises verliehen, wie der Verband in Berlin mitteilte. Die Jury wolle damit ein Zeichen für die Pressefreiheit setzen, die in der Türkei und an vielen anderen Orten der Welt mit Füßen getreten werde. Yücel selbst ließ über seine Anwälte erklären, er sehe den Preis als große Ehre an. Zugleich empfinde er ihn als Zeichen der Anteilnahme mit zahlreichen türkischen Journalisten, die größtenteils unter ähnlich absonderlichen Anschuldigungen im Gefängnis säßen. Yücel sitzt seit Februar in Istanbul in Haft. Dem deutsch-türkischen Journalisten werden wegen seiner Artikel zum Kurdenkonflikt und dem gescheiterten Militärputsch im vergangenen Juli "Terrorpropaganda" und "Volksverhetzung" vorgeworfen. Präsident Recep Tayyip Erdogan beschuldigte ihn zudem, ein deutscher Spion zu sein.
    11 min
  • 21.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Attentäter vom Brüsseler Hauptbahnhof identifiziert:
    Der mutmaßliche Attentäter vom Brüsseler Hauptbahnhof ist identifiziert worden. Das erklärte der belgische Innenminister Jan Jambon im Fernsehsender RTBF. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. Der Mann hatte am Dienstagabend eine Explosion am Zentralbahnhof ausgelöst. Soldaten schossen ihn daraufhin nieder. Später erlag er seinen Verletzungen. Laut Augenzeugen hatte der Täter vor der Detonation "Allahu Akbar" - Gott ist groß - gerufen. Der unterirdisch gelegene Zentralbahnhof wurde vorübergehend evakuiert. Der Bahnhof Central ist einer der großen Umsteigebahnhöfe der belgischen Hauptstadt, die bereits mehrfach von Terroranschlägen erschüttert wurde. Im März 2016 hatten islamistische Attentäter mehrere Bomben am Flughafen und in einer Metrostation gezündet, 32 Menschen wurden getötet.
    Weitere französische Minister treten zurück:
    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verliert zwei weitere Minister. Nach Verteidigungsministerin Sylvie Goulard gaben auch Justizminister François Bayrou und Europaministerin Marielle de Sarnez ihre Posten auf. Bayrou erklärte, er werde der neuen Regierung nicht angehören. Gründe für seinen Rücktritt nannte er zunächst nicht. De Sarnez gibt ihren Posten nach Angaben aus Parteikreisen auf, um Fraktionschefin der Zentrumspartei MoDem in der Nationalversammlung zu werden. Goulard, de Sarnez und Parteichef Bayrou waren die drei MoDem-Vertreter in Macrons Kabinett. Die Partei wird derzeit von einer Scheinbeschäftigungsaffäre erschüttert.
    Europäischer Trauerakt für Kohl am 1. Juli:
    Altbundeskanzler Helmut Kohl wird als erster Politiker mit einem europäischen Trauerakt geehrt. Die Zeremonie solle am 1. Juli im Europäischen Parlament in Straßburg abgehalten werden, teilten die drei Institutionen der Europäischen Union - die EU-Kommission, das EU-Parlament und der EU-Rat - mit. Danach sei eine Trauerfeier im Dom zu Speyer geplant. In der Stadt wird der Leichnam Kohls anschließend auf einem Friedhof beigesetzt. Auf Wunsch von Kohls Witwe, Maike Kohl-Richter, soll es keinen zusätzlichen Staatsakt in Deutschland geben. Der Altkanzler, dem für seinen Einsatz für Europa und die EU zu Lebzeiten die europäische Ehrenbürgerschaft verliehen worden war, war am vergangenen Freitag im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Ludwigshafen gestorben.
    USA weiten Sanktionen gegen Russland aus:
    Die USA haben wegen der Ukraine-Krise weitere Strafmaßnahmen gegen russische Organisationen und Personen verhängt, die mit der Annexion der Halbinsel Krim oder mit den Kämpfen in der Ostukraine zu tun haben sollen. Mit den Sanktionen werden Gelder bei US-Banken eingefroren, US-Unternehmen dürfen keine Geschäfte mit den Sanktionierten tätigen. Die Strafmaßnahmen wurden während des USA-Besuchs des ukrainischen Ministerpräsidenten Petro Poroschenko ausgeweitet. Dieser traf dabei auch US-Präsident Donald Trump. In dem Gespräch sei es unter anderem um eine Ausweitung der Zusammenarbeit im Rüstungsbereich gegangen, sagte Poroschenko anschließend. Russlands Außenminister Sergej Lawrow nannte die Ausweitung der Sanktionen bedauerlich. Die Russophobie in Amerika sprenge inzwischen alle Grenzen, sagte Lawrow. Sein Stellvertreter Sergej Riabkow kündigte Gegenmaßnahmen an.
    Otto Warmbiers Leiche wird nicht obduziert:
    Die Leiche des verstorbenen US-Studenten Otto Warmbier wird keiner Autopsie unterzogen. Ein entsprechender Wunsch der Eltern werde respektiert, teilte die Gerichtsmedizin im US-Bundesstaat Ohio mit. Der 22-Jährige war am Montag gestorben - nur wenige Tage nachdem er im Koma liegend aus nordkoreanischer Haft in die USA zurückgekehrt war. Die genaue Todesursache konnten Ärzte durch äußerliche Untersuchungen bislang nicht feststellen. Nun müssten weitere Untersuchungen sowie die Sichtung von Unterlagen und Gespräche mit behandelnden Ärzten folgen, hieß es. Der 22-jährige Student war bei einem Aufenthalt in Nordkorea im vergangenen Jahr zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden, weil er ein Plakat aus einem Hotel entwendet haben soll.
    Saudischer König ernennt Sohn als Nachfolger:
    Der saudische König Salman hat seinen Sohn Mohammed bin Salman zum Kronprinzen des Landes erklärt. Der nunmehrige Thronfolger verdrängt Mohammed bin Najef, einen Enkel des Staatsgründers Abdul Asis bin Saud. Der neue Kronprinz wird stellvertretender Regierungschef und behält seine bisherigen Aufgaben. Dazu gehört unter anderem das Verteidigungsministerium. Außerdem ist er für Saudi-Arabiens Kriegseinsatz im Jemen und für den Umbau der bisher vom Erdöl abhängigen Wirtschaft zuständig. Der 31-jährige Königssohn vertrat seinen gebrechlichen Vater bereits bei wichtigen Auslandsreisen. König Salman steht seit dem Tod seines Vorgängers Abdallah seit 2015 an der Spitze der Golfmonarchie.
    11 min

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