Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 08.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Briten wählen ein neues Parlament:
    Fast ein Jahr nach dem Brexit-Referendum wählen die Briten unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen vorzeitig ein neues Parlament. Noch bis 22.00 Uhr Ortszeit (23.00 Uhr MESZ) haben die mehr als 40.000 Wahllokale in England, Schottland, Wales und Nordirland geöffnet. Premierministerin Theresa May wollte sich mit der von ihr vorgezogenen Wahl ein starkes Mandat für die Verhandlungen mit Brüssel über den EU-Austritt ihres Landes sichern. Laut jüngsten Umfragen könnte die Konservative ihr Ziel einer komfortablen Mehrheit im Parlament allerdings verfehlen. Die oppositionelle Labour-Partei von Jeremy Corbyn liegt nur noch knapp hinter Mays Tories. Nach drei Terroranschlägen in Großbritannien in drei Monaten werfen Kritiker der Premierministerin vor, während ihrer Zeit als Innenministerin für den Abbau von über 20.000 Stellen bei der Polizei mitverantwortlich gewesen zu sein. Insgesamt bewerben sich mehr als 3000 Kandidaten um die 650 Sitze im Londoner Unterhaus.
    Ex-FBI-Chef Comey geht in die Offensive :
    Der frühere FBI-Chef James Comey hat am Mittwoch, einen Tag vor seiner mit Spannung erwarteten Aussage vor dem Geheimdienstausschuss des Senats, ein Statement veröffentlicht. Darin erklärte er, US-Präsident Donald Trump habe ihn mehrfach vor seiner überraschenden Entlassung gebeten, einen Teil der FBI-Ermittlungen zur Russland-Affäre einzustellen. So forderte Trump den FBI-Chef im Februar in einem Vier-Augen-Gespräch auf, die Ermittlungen gegen den kurz zuvor zurückgetretenen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn "sein zu lassen". Flynn gilt als Schlüsselfigur der Affäre. Ende März habe ihn der Präsident dann in einem Telefonat gebeten, etwas dafür zu tun, dass die wegen der Russland-Affäre über seiner Präsidentschaft hängende "Wolke aufgerissen" werde, berichtete Comey. Er bestätigte auch Medienberichte, wonach er von Trump kurz nach dessen Amtsantritt im Januar aufgefordert worden sei, seine "Loyalität" zu ihm zu bekennen. Während zahlreiche Gegner Trumps im Vorgehen des Präsidenten eine Behinderung der Justiz sehen, erklärte Trumps Anwalt Marc Kasowitz nach Bekanntwerden der Aussage Comeys, der Präsident fühle sich "vollkommen und absolut bestätigt".
    Attentäter von Teheran waren Iraner :
    Die Attentäter von Teheran waren nach Angaben eines Regierungsvertreters von der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) rekrutierte Iraner. Die sechs Männer hätten sich in verschiedenen Teilen des Landes der sunnitischen Terrororganisation angeschlossen, sagte Resa Seifollahi, ranghohes Mitglied des Nationalen Sicherheitsrats, im Staatsfernsehen. Sechs Terroristen hatten am Mittwoch das Parlament und das Mausoleum des verstorbenen Revolutionsführers Ajatollah Ruhollah Chomeini in der iranischen Hauptstadt gestürmt. Zwei waren Selbstmordattentäter, die sich in die Luft sprengten, die übrigen vier wurden erschossen. Insgesamt wurden 18 Menschen getötet und etwa 40 verletzt. Der IS bekannte sich zu den Angriffen. Im März hatten die IS-Dschihadisten gedroht, das mehrheitlich schiitische Land zu erobern und "der sunnitischen muslimischen Nation zurückzugeben".
    Nordkorea testet mehrere Marschflugkörper:
    Nach ihren weltweit verurteilten Tests verschiedener ballistischer Raketen hat die nordkoreanische Führung nun mehrere Marschflugkörper (Cruise Missiles) abfeuern lassen. Die Flugkörper seien nach dem Start von der Ostküste nahe Wonsan etwa 200 Kilometer weit in Richtung offenes Meer geflogen, teilte ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums mit. Es habe sich vermutlich um Lenkflugkörper gehandelt, die gegen Schiffe eingesetzt werden können. Anders als ballistische Raketen verfügen Marschflugkörper über einen permanenten eigenen Antrieb. Bei einer niedrigen Flughöhe von unter hundert Metern sind sie vom gegnerischen Radar nur schwer zu orten.
    Türkisches Parlament beschließt Truppenstationierung in Katar:
    Das türkische Parlament hat die Stationierung von Truppen in Katar beschlossen. Die Abgeordneten billigten ein Verteidigungsabkommen mit dem Golf-Emirat. Angaben zur Zahl der zu stationierenden Soldaten oder zum Zeitpunkt der Stationierung sind in dem Abkommen bislang nicht enthalten. Das Vorgehen der Türkei wird als Zeichen der Unterstützung Katars gewertet. Das kleine Emirat am Golf steht derzeit im Zentrum einer schweren diplomatischen Krise, nachdem Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate ihre diplomatischen Beziehungen zu ihm abbrachen. Sie werfen der Regierung in Doha vor, Extremistengruppen in der Region zu unterstützen. Zudem sind sie unzufrieden, dass Katar ihren Kurs zur Isolation des Iran nicht mitträgt. Die Türkei unterhält gute Beziehungen zu Katar, aber auch zu anderen Golfstaaten.
    11 min
  • 07.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Schießerei im iranischen Parlament - Selbstmordanschlag am Chomeini-Mausoleum:
    Bei zwei anscheinend koordinierten Angriffen im Iran sind nach ersten Berichten mehrere Menschen verletzt worden. Im Parlament in Teheran gab es eine Schießerei. Drei bis vier bewaffnete Männer sollen mit Maschinengewehren in das Gebäude eingedrungen sein. Iranische Medien sprechen von Verletzten. Die Nachrichtenagentur Tasnim meldet zudem, ein Wachmann sei getötet worden. Näheres ist noch nicht bekannt. Am Mausoleum von Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Chomeini im Süden der Hauptstadt wurde laut Staatsmedien ein Selbstmordanschlag verübt. Ein bewaffneter Mann habe das Feuer eröffnet und mehrere Menschen verletzt, hieß es zuvor.
    May erwägt im Anti-Terror-Kampf Menschenrechte einzuschränken:
    Die britische Premierministerin Theresa May setzt im Kampf gegen den Terrorismus auf ein umfassendes Konzept. Die Bewegungsfreiheit von Terrorverdächtigen müsse beschnitten, die Strafen für Täter müssten verlängert werden, sagte May in einer Rede vor Anhängern. "Und wenn uns unsere Menschenrechtsgesetze davon abhalten, das zu tun, werden wir die Gesetze ändern, so dass wir es tun können", sagte sie wörtlich. In Großbritannien wird am Donnerstag ein neues Parlament gewählt. Die konservative Regierungschefin steht nach drei Anschlägen binnen drei Monaten mit 34 Toten und Dutzenden Verletzten enorm unter Druck. Als Innenministerin von 2010 bis 2016 war May für die Streichung von rund 20.000 Stellen bei der Polizei verantwortlich. Massive Kritik gibt es auch an Polizei und Geheimdiensten, denen beispielsweise einer der Täter des jüngsten Anschlags in London bekannt war.
    Neue Festnahme nach Terroranschlag in London:
    Im Zusammenhang mit dem Anschlag im Zentrum der britischen Hauptstadt haben Ermittler einen 30-jährigen Verdächtigen festgenommen. Der Zugriff sei laut Scotland Yard am frühen Mittwochmorgen im östlichen Londoner Stadtteil Ilford erfolgt, berichten Medien. Dort hätten Anti-Terror-Einheiten ein Gebäude durchsucht, meldet die britische Nachrichtenagentur PA. Dem festgenommenen Mann wird demnach vorgeworfen, Terroranschläge geplant, in Auftrag gegeben oder dazu angestiftet zu haben. Drei Terroristen hatten am Samstagabend auf der London Bridge und am nahen Borough Market mindestens sieben Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Acht Minuten nach dem ersten Notruf wurden sie am Tatort von Polizisten erschossen.
    Von der Leyen: Incirlik-Verlegung dauert ein paar Monate:
    Die geplante Verlegung der Bundeswehrtruppen vom türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik nach Jordanien soll nach den Worten von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen rasch beginnen. Von der Leyen kündigte im Deutschlandfunk an, sie werde nach der Kabinettsentscheidung noch heute die entsprechende Weisung erteilen, um die Verlegung der knapp 280 deutschen Soldaten und der Aufklärungs-Tornados dann nach und nach einzuleiten. Dennoch werde sich der Prozess über zwei bis drei Monate hinziehen. Man habe sehr viel Geduld mit der Türkei gehabt, ergänzte die Ministerin. Wegen der Verweigerung des Besuchsrechts für deutsche Abgeordnete bei den gegen die Terrormiliz IS eingesetzten Bundeswehrsoldaten sei nun aber der Punkt erreicht, um zu entscheiden.
    Trump soll nicht nur Comey unter Druck gesetzt haben:
    In der Russland-Affäre soll US-Präsident Donald Trump neben dem damaligen FBI-Chef James Comey auch Druck auf den Nationalen Geheimdienstdirektor Daniel Coats ausgeübt haben. Die "Washington Post" schreibt unter Berufung auf anonyme Quellen im Regierungsapparat, Trump habe versucht, Top-Geheimdienstleute dazu zu bringen, Druck auf Comey auszuüben. Ziel sei gewesen, dass dieser die Ermittlungen gegen den im Februar entlassenen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn fallen lässt. Entsprechende Aufzeichnungen habe Coats an Vertraute weitergereicht, schreibt das Blatt. Demnach soll Trump nach einem Treffen im Weißen Haus in größerem Kreis Coats und CIA-Chef Mike Pompeo gebeten haben, im Raum zu bleiben. Anschließend habe er die Bitte geäußert.
    7 min
  • 06.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA und Russland wollen in Katar-Krise vermitteln:
    Nach dem Bruch mehrerer arabischer Staaten mit Katar wollen sich die USA und Russland um Entspannung in der schweren diplomatischen Krise bemühen. Präsident Donald Trump werde mit allen Beteiligten sprechen, um die Lage zu beruhigen, sagte eine Sprecherin des Weißen Hauses. Auch Russland, die Türkei und Kuwait mahnten die Konfliktparteien, den Dialog zu suchen. Katars Außenminister Mohammed bin Abdulrahman Al-Thani sprach sich ebenfalls für einen offenen Dialog aus. Von Seiten Katars werde es keine Eskalation geben. Die Beziehungen zu den USA nannte er "strategisch". Die USA betreiben in Katar ihre größte Luftwaffenbasis in der Region. Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten, Jemen und die Malediven hatten alle Kontakte mit Katar abgebrochen. Sie werfen dem Emirat am Persischen Golf vor, Terrorgruppen zu unterstützen. Drei von ihnen stoppten den Luftverkehr mit Katar. Das Land ist damit weitgehend isoliert. Die Europäische Union und der Iran zeigten sich besorgt.
    FBI nimmt mutmaßliche "Intercept"-Informantin fest:
    Die US-Bundespolizei FBI hat eine 25-Jährige gefasst, die vertrauliche Informationen des Geheimdienstes NSA an die Webseite "The Intercept" weitergegeben haben soll. Das Justizministerium teilte mit, es habe am Samstag eine Festnahme im US-Bundesstaat Georgia gegeben. Der Vize-Chefankläger Rod Rosenstein sagte, die Weitergabe vertraulichen Materials gefährde die nationale Sicherheit. Dem US-Sender NBC wurde ein direkter Zusammenhang mit dem nur eine Stunde zuvor erschienenen "Intercept"-Bericht bestätigt. Die US-Regierung unter Donald Trump hat angekündigt, mit aller Macht gegen die Weitergabe geheimer Informationen vorzugehen. Der "Intercept"-Bericht befasst sich mit russischen Versuchen einer Beeinflussung der Präsidentenwahl 2016. Demnach zeigen die NSA-Dokumente eindeutig, dass der russische Militärgeheimdienst noch weitgehender in die Wahl einzugreifen versuchte als bekannt. Belegt seien demnach nun auch Attacken auf Systeme der Wählerregistrierung.
    Top-US-Diplomat in China tritt wegen Trumps Klimapolitik zurück:
    Der zurzeit ranghöchste US-Diplomat in China ist zurückgetreten. Geschäftsträger David Rank habe den Posten "aus persönlichen Gründen" aufgegeben, hieß es dazu lediglich aus der US-Botschaft in Peking. Aus dem Außenministerium wurde bekannt, Rank habe seine Entscheidung mit der Klimapolitik von Präsident Donald Trump begründet. Die Presse berichtet, der Diplomat sei "bestürzt" gewesen über den von Trump beschlossenen Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaabkommen. Rank, der auf eine 27-jährige Karriere im diplomatischen Dienst zurückblickt, arbeitete seit Anfang 2016 in der Botschaft in Peking. Der neue US-Botschafter in China, der frühere Gouverneur Terry Branstad, hat seinen Posten noch nicht angetreten.
    Alle Verdächtigen nach Anschlag von London wieder frei:
    Die britischen Behörden haben alle Verdächtigen freigelassen, die im Zusammenhang mit dem Anschlag von London festgenommen worden waren. Es werde gegen niemand Anklage erhoben, teilte die Polizei mit. Am Sonntag waren zwölf Verdächtige inhaftiert worden, darunter sieben Frauen. Bei dem Anschlag am Samstagabend auf der London Bridge und im nahegelegenen Borough Market wurden sieben Menschen getötet und etwa 50 verletzt. Nur wenige Minuten nach dem ersten Notruf erschoss die Polizei die drei Angreifer. Am Montag gab sie die Identität von zwei Tätern bekannt. Einer von ihnen, ein 27-jähriger Brite pakistanischer Herkunft, war vor der Tat im Visier der Polizei und des Inlandsgeheimdiensts MI6. Die Behörden hatten aber keine Hinweise auf Anschlagspläne. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" reklamierte die Tat für sich. Derzeit befinden sich noch 18 Verletzte in kritischer Verfassung im Krankenhaus.
    Apple stellt vernetzten Lautsprecher HomePod vor:
    Mit einem neuen sprachgesteuerten Lautsprecher HomePod will Apple vernetzten Geräten wie Amazon Echo und Google Home Konkurrenz machen. Das Gerät komme im Dezember zuerst in den USA, Australien und Großbritannien auf den Markt, sagte Apple-Chef Tim Cook auf der jährlichen Entwicklerkonferenz seines Konzerns im Silicon Valley. Der smarte zylinderförmige Lautsprecher soll 349 Dollar (309 Euro) kosten. Der HomePod soll mit einer ansprechenden Tonqualität unter anderem die Musiknutzung zu Hause revolutionieren, etwa indem Apples digitaler Assistent Siri den Musikgeschmack des Nutzers erkennt und für ihn Songs aus der Internet-Cloud beschafft. Über die Einführung eines intelligenten Lautsprechers bei Apple wurde schon länger spekuliert. Der Amazon Echo ist bereits seit 2014 erhältlich. In den USA hat er einen Marktanteil von 70 Prozent, es folgt Google Home mit 24 Prozent.
    11 min
  • 05.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichtenn
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.IS bekennt sich zu Terroranschlag in London:
    Die Dschihadisten-Miliz "Islamischer Staat" hat die jüngste Terrorattacke in London für sich reklamiert. IS-Kämpfer hätten die Tat ausgeführt, teilte ihr Sprachrohr Amak im Internet mit. Bei dem Anschlag waren am späten Samstagabend im Zentrum der britischen Hauptstadt sieben Menschen getötet worden, etliche Verletzte schweben noch in Lebensgefahr. Die drei Attentäter waren zunächst auf der London Bridge mit einem Kleintransporter in eine Menschenmenge gerast. Anschließend gingen sie in einem Kneipenviertel willkürlich mit Messern auf Passanten und Lokalbesucher los. Polizisten konnten die Angreifer erschießen. Im Zusammenhang mit der Tat wurden mehrere Objekte und Wohnungen durchsucht. Elf festgenommene Verdächtige befänden sich noch in Gewahrsam, hieß es in der Nacht zum Montag. Premierministerin Theresa May kündigte eine härtere Gangart gegen den islamischen Extremismus an. Sie wolle diese Strömung in der britischen Gesellschaft "ausrotten", sagte May. Londons Bürgermeister Sadiq Khan rief dazu auf, bei einer Mahnwache an diesem Montag der Opfer zu gedenken. "Wir werden uns nie vom Terrorismus einschüchtern lassen", erklärte Khan.
    Benefizkonzert mit Staraufgebot für Opfer von Manchester:
    Als Zeichen gegen den Terror haben sich in Manchester rund 50.000 Menschen zu einem Benefizkonzert für die Opfer des Selbstmordanschlags in der nordenglischen Stadt vor zwei Wochen versammelt. Die Großveranstaltung unter dem Motto "One Love Manchester" begann am Sonntagabend mit einer Schweigeminute. Die Konzertbesucher demonstrierten ihre Solidarität auf verschiedene Weise: Viele trugen Hemden mit einer Biene, dem Wahrzeichen der Stadt Manchester. Einige hielten Zettel mit der Aufschrift "Wir stehen zusammen" hoch oder trugen Anstecker mit der Aufschrift "Für unsere Engel". Am 22. Mai hatte sich am Ende eines Konzerts der US-Popsängerin Ariana Grande ein libyschstämmiger Brite in die Luft gesprengt und 22 Menschen mit in den Tod gerissen. Grande hatte das Benefizkonzert angekündigt, um den Opfern und Hinterbliebenen zu helfen. Neben ihr traten etliche weitere Weltstars auf, darunter Katy Perry, Justin Bieber und Miley Cyrus.
    Diplomatische Offensive mehrerer arabischer Staaten gegen Katar:
    Das Emirat Katar ist überraschend von seinen Nachbarländern isoliert worden. In einer offenkundig konzertierten Aktion brachen Bahrain, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und auch Ägypten alle diplomatischen Beziehungen zu Katar ab. Wie der Fernsehsender Al-Arabiya berichtete, erklärten die unmittelbaren Nachbarn des Emirats zudem alle Grenzen für geschlossen und forderten die Bürger Katars auf, ihre jeweiligen Länder in spätestens 14 Tagen zu verlassen. Grund für diese Maßnahme sei Dohas "anhaltende Unterstützung des Terrorismus im Jemen und in Syrien".
    Gabriel bemüht sich in Türkei um bessere Beziehungen:
    Bundesaußenminister Sigmar Gabriel wird an diesem Montag in Ankara erwartet, wo er sich um eine Entschärfung der Krise zwischen Deutschland und der Türkei bemühen will. Im Zentrum der Gespräche dürfte der Streit um das Besuchsrecht für deutsche Abgeordnete bei den Bundeswehrsoldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik stehen. Falls die Türkei den Parlamentariern den Besuch weiterhin verbietet, sollen die rund 260 Soldaten aus Incirlik abgezogen werden. Sie beteiligen sich von dort aus am Kampf gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" in Syrien. Die Türkei ist vor allem verärgert darüber, dass türkische Soldaten kürzlich in Deutschland Asyl erhalten hatten. Ankara wirft ihnen eine Beteiligung am Putschversuch im vergangenen Jahr vor. Gabriel will bei seinem Besuch auch den Fall des inhaftierten deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel ansprechen.
    Putin bestreitet Insiderwissen über Trump:
    Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach eigenen Worten keine kompromittierenden Informationen über US-Präsident Donald Trump. Das sei alles Blödsinn, sagte Putin in einem Interview des US-Senders NBC News. Zwischen ihm und Trump bestehe keine persönliche Beziehung, versicherte der Kreml-Chef. Auch Trumps früheren Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn kenne er kaum. Erst vor wenigen Tagen hatte Putin bestritten, dass es zwischen der Führung in Moskau und Trump vor dessen Amtsantritt Geheimabsprachen gegeben habe. Mehrere Ausschüsse des US-Kongresses untersuchen derzeit, ob Russland im Präsidentenwahlkampf 2016 zugunsten Trumps Einfluss nahm und ob es Absprachen zwischen dessen Wahlkampfteam und Russland gab. Flynn wird zu den Schlüsselfiguren der sogenannten "Russland-Connection" gerechnet.
    8 min
  • 03.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Musikfestival am Nürburgring wegen Terrorwarnung unterbrochen:
    Die Polizei hat nach eigenen Angaben Hinweise für eine Terrorbedrohung des Musikfestivals "Rock am Ring" erhalten. Die Veranstaltung am Nürburgring in der Eifel wurde unterbrochen, die Besucher mussten das Gelände verlassen. Einen Zeitungsbericht, nach dem zwei Mitarbeiter eines Subunternehmers des Veranstalters verhört wurden, wollte die Polizei weder bestätigen noch dementieren. Die Behörden betonten, die Unterbrechung sei erfolgt, um eine Gefährdung von Festivalbesuchern so weit wie möglich auszuschließen. Mit Blick auf den Selbstmordanschlag nach einem Popkonzert in Manchester sei das Sicherheitskonzept für "Rock am Ring" aktualisiert worden. Das populäre Rock-Festival hatte am Freitag begonnen und sollte bis Sonntag dauern. Ob es fortgesetzt wird, soll an diesem Samstag bekannt geben werden.
    Mattis verurteilt Pekings Vorgehen im Südchinesischen Meer:
    US-Verteidigungsminister Jim Mattis hat Chinas Politik im Territorialstreit um das Südchinesische Meer scharf kritisiert. Die "Militarisierung" von Inseln in internationalen Gewässern gefährde die regionale Stabilität, sagte Mattis bei einer Sicherheitskonferenz in Singapur. Er warf Peking vor, gegen das internationale Recht zu verstoßen. Im Südchinesischen Meer, in dem auch andere Staaten territoriale Ansprüche erheben, lässt China seit längerem künstliche Inseln aufschütten. Die USA werfen Peking vor, dort vor allem militärisch nutzbare Einrichtungen wie Landepisten, Radartürme, Bunker und Geschützstellungen anzulegen. Beim sogenannten Shangri-La-Dialog hob Mattis zugleich die Bereitschaft Chinas hervor, sich für ein Ende des nordkoreanischen Atomprogramms einzusetzen. Pjöngjangs Politik sei "eine Bedrohung für uns alle", sagte er. Die internationale Gemeinschaft müsse daher zusammenarbeiten, um diese Gefahr zu bannen.
    Keine gemeinsame Klima-Erklärung von EU und China:
    Ein Handelsstreit zwischen der EU und China hat eine gemeinsame Stellungnahme zum Weltklimavertrag verhindert. China pocht darauf, als Marktwirtschaft behandelt zu werden, was dem Land beim Beitritt zur Welthandelsorganisation (WHO) zugesagt worden war. Die EU weigert sich aber, das Land als solche anzuerkennen. Dies ermöglicht es ihr, Schutzzölle auf chinesische Produkte wie etwa Stahl aufzuschlagen. Peking sieht das als versteckten Protektionismus an. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker forderte auf dem EU-China-Gipfel in Brüssel wiederum einen besseren Marktzugang für europäische Firmen in China. Die gemeinsame Klimaschutz-Erklärung mit China war von EU-Vertretern als Reaktion auf den von US-Präsident Donald Trump verkündeten Rückzug der USA aus dem Weltklimavertrag angekündigt worden.
    Erstmals offen homosexueller Premierminister für Irland:
    Erstmals wird künftig ein Homosexueller mit Migrationshintergrund an der Spitze des vorwiegend katholischen Irland stehen. Die Regierungspartei Fine Gael nominierte den bisherigen Sozialminister Leo Varadkar als Parteivorsitzenden und damit als Regierungschef. Der Sohn eines indischen Einwanderers und einer irischen Mutter soll am 13. Juni offiziell zum Premierminister gewählt werden, wenn das irische Parlament nach einer einwöchigen Pause wieder zusammentritt. Der 38-Jährige löst Enda Kenny ab, der seit Monaten wegen seiner Rolle in einer Schmutzkampagne gegen einen Polizei-Whistleblower unter Druck stand.
    Iran hält sich an Atomabkommen:
    Der Iran hält nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA die Auflagen aus dem Atomabkommen ein. Die iranischen Vorräte an angereichertem Uran seien unter der erlaubten Höchstmenge von 300 Kilogramm, teilte die IAEA mit. Hoch angereichertes Uran oder Plutonium ist für die Produktion von Atomwaffen nötig. Der Vorrat an schwerem Wasser lag demnach knapp unter der vorgeschriebenen Grenze von 130 Tonnen. Schwerwasser wird in Reaktoren verwendet, die atomwaffenfähiges Plutonium herstellen können. Mit dem Wiener Atomabkommen zwischen dem Iran auf der einen und den USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland auf der anderen Seite soll sichergestellt werden, dass Teheran keine Atombomben bauen kann. Im Gegenzug wurden Wirtschaftssanktionen gegen das Land gelockert.
    Parlamentswahl beginnt in Malta:
    Malta wählt an diesem Samstag vorzeitig ein neues Parlament. Premierminister Joseph Muscat und seine sozialdemokratische Labour-Partei hoffen trotz der Korruptionsvorwürfe gegen Muscats Familie auf eine Wiederwahl. Gegen Muscat tritt der Oppositionsführer Simon Busuttil an, der Chef der konservativ-christlichen Partei Partit Nazzjonalista. Das kleinste EU-Land hat eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in Europa.
    9 min
  • 02.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Rückzug aus Klimaschutzabkommen löst weltweite Kritik aus:
    Der angekündigte Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen hat weltweit beispiellose Kritik hervorgerufen. Deutschland, Frankreich und Italien erteilten der von US-Präsident Donald Trump geforderten Neuverhandlung des internationalen Regelwerks eine deutliche Absage. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Italiens Regierungschef Paolo Gentiloni betonten in einer gemeinsamen Erklärung, das historische Abkommen weiter umsetzen zu wollen. Auch Großbritannien, Kanada, Japan und Australien bedauerten den Rückzug der USA. Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua kommentierte, nun sei es umso wichtiger, dass andere "Hauptakteure" wie die EU, China und Indien gemeinsam voranschreiten, um die Ziele des Abkommens dennoch umzusetzen. UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete Trumps Ankündigung als "große Enttäuschung". Trump hatte zuvor den Ausstieg der weltgrößten Volkswirtschaft aus dem Abkommen bekanntgegeben und dies damit begründet, amerikanische Interessen an die erste Stelle zu setzen.
    Abschiebungen aus Deutschland nach Afghanistan ausgesetzt:
    Nach dem schweren Terroranschlag in Kabul setzt die Bundesregierung Abschiebungen nach Afghanistan bis auf wenige Ausnahmen vorerst aus. Darauf verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer bei einem Treffen in Berlin. Merkel teilte anschließend mit, das Auswärtige Amt solle bis spätestens Juli die Sicherheitslage in Afghanistan prüfen und neu bewerten. Bis dahin solle es keine regulären Abschiebungen von abgelehnten Asylbewerbern geben. Die freiwilligen Rückführungen sowie die Abschiebung von Straftätern und sogenannten Gefährdern würden jedoch fortgesetzt. Dies gelte auch für Menschen, die sich weigerten, an der Feststellung ihrer Identität mitzuarbeiten. Ein Autobombenanschlag im Diplomatenviertel Kabuls hatte am Mittwoch mindestens 90 Menschen getötet und hunderte verletzt.
    Bundestag verbietet Kinderehen:
    Der Bundestag hat das Gesetz gegen Kinderehen beschlossen. Demnach soll es künftig nicht mehr generell möglich sein zu heiraten, wenn mindestens ein Partner bei der Trauung unter 18 Jahre alt ist. Bereits geschlossene Ehen, bei denen mindestens ein Partner jünger als 16 Jahre ist, sollen stets als nichtig eingestuft werden und damit ungültig sein. Bei 16- und 17-Jährigen soll die Ehe in der Regel aufgehoben werden müssen. Das Justizministerium legte den Entwurf vor, weil durch die stärkere Zuwanderung auch mehr minderjährige Ehepartner ins Land gekommen sind. Laut Ministerium sind derzeit deutschlandweit 1475 Minderjährige als verheiratet erfasst.
    Mindestens 36 Tote bei Überfall auf Hotel-Casino in Manila:
    Bei einem Überfall auf einen Hotel- und Casinokomplex in der philippinischen Hauptstadt Manila sind mindestens 36 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei erstickten sie bei einem Brand, den der mutmaßliche Angreifer gelegt hatte. Der Mann starb dabei auch selbst. Einen terroristischen Hintergrund schloss die Polizei aus. Die Behörden vermuten, dass es sich um einen Einzeltäter handelte, der sich an dem Casino rächen oder es ausrauben wollte. Die Leichen wurden erst mehrere Stunden nach Beginn des Überfalls in der Anlage "Resorts World Manila" gefunden. In der Anlage in der Nähe des Flughafens hatte der Mann zunächst mit einem Schnellfeuergewehr um sich geschossen, bevor er die Brände legte. Auf Menschen zielte er offenbar nicht.
    Neue Vorwürfe gegen Audi im Diesel-Abgasskandal:
    Im Diesel-Abgasskandal bei Volkswagen sind neue Vorwürfe gegen die Tochtergesellschaft Audi aufgetaucht. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt wirft auch Audi die Verwendung unzulässiger Abgas-Software vor. Nur wenn sich ein Auto auf dem Prüfstand befand, seien die Abgas-Reinigungssysteme aktiviert gewesen, sagte der CSU-Politiker in Berlin. Nach seinen Angaben sind rund 24.000 Fahrzeuge der Oberklassebaureihen A7 und A8 betroffen. Der deutsche Autobauer Volkswagen wurde aufgefordert, bis zum 12. Juni Umrüstungsvorschläge zu machen. Audi und VW hatten bereits in einem milliardenschweren Vergleich mit dem US-Justizministerium eingeräumt, dass sie in den USA rund 83.000 Autos mit Audi-Dieselmotoren und einer dort illegalen Software verkauft hatten, die niedrigere Abgaswerte angibt.
    10 min
  • 01.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump will Entscheidung zu Klimaabkommen mitteilen:
    Mit Spannung wird an diesem Donnerstag die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump erwartet. Er will heute um 15 Uhr Ortszeit (21 Uhr MESZ) bekanntgeben, ob die USA aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen. Das teilte er per Twitter mit. US-Medienberichten zufolge hat sich Trump für einen Rückzug aus dem Abkommen vom Dezember 2015 entschieden. Trump hatte die Aufkündigung des Klimaabkommens im Wahlkampf versprochen. Den Klimawandel nannte er eine Erfindung, mit der China die US-Wirtschaft schädigen wolle. Trumps Berater sind in der Frage uneins. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker warnte nochmals vor einer Aufkündigung. Juncker rief die Gefahren des Klimawandels in Erinnerung. 83 Länder liefen Gefahr, von der Erdoberfläche zu verschwinden, wenn der Kampf gegen die Erderwärmung nicht resolut geführt werde.
    Armeehubschrauber stürzt in der Türkei ab:
    Beim Absturz eines Helikopters der Streitkräfte sind in der Türkei alle 13 Soldaten an Bord ums Leben gekommen. Der Hubschrauber vom Typ Cougar habe kurz nach dem Start eine Hochspannungsleitung gestreift und sei zu Boden gegangen, teilte die Armee mit. Es habe sich um einen Unfall gehandelt, eine Untersuchung zum genauen Ablauf sei eingeleitet worden. Der Hubschrauber war vom Stützpunkt Sirnal im Südosten nahe der irakischen Grenze gestartet. Die türkische Armee würdigte die Opfer in einer Erklärung als "Märtyrer".
    Philippinische Soldaten von eigener Luftwaffe getötet:
    Im Kampf gegen islamistische Rebellen hat die philippinische Luftwaffe irrtümlich mindestens zehn eigene Soldaten getötet. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums kamen die Männer in der umkämpften Stadt Marawi bei einem Luftangriff ums Leben, der eigentlich den Rebellen galt. Die Stadt Marawi auf der Insel Mindanao - etwa 800 Kilometer südlich von Manila - ist seit Dienstag vergangener Woche zwischen Regierungstruppen und islamistischen Rebellen umkämpft. Es gab bereits mehr als 140 Tote. Von den eigentlich mehr als 200.000 Einwohnern sind inzwischen Zehntausende geflohen. Präsident Rodrigo Duterte hat das Kriegsrecht über die gesamte Insel verhängt.
    Deutschland nicht mehr so wettbewerbsfähig:
    Deutschland ist im weltweiten Vergleich der wettbewerbsfähigsten Standorte laut einer Studie das dritte Jahr in Folge abgerutscht. Die Bundesrepublik liege in diesem Jahr auf dem 13. Platz von 63 untersuchten Staaten, teilte die Schweizer Business School IMD zu ihrer Rangliste mit. 2014 war Europas größte Volkswirtschaft noch auf den sechsten Platz vorgerückt. Wettbewerbsfähigster Standort ist demnach wieder Hongkong, gefolgt von der Schweiz und Singapur. Die USA liegen auf Platz vier, die schlechteste Platzierung seit fünf Jahren. Die Studie, die auf Daten wie Beschäftigung und Handel sowie auf einer weltweiten Befragung von 6250 Managern fußt, attestiert Deutschland hohe bürokratische Hürden für die Unternehmensgründung. Auch bei Investitionen in die Telekommunikation schneidet das Land nicht gut ab.
    Mazedonien hat eine neue Regierung:
    Das mazedonische Parlament hat den Sozialdemokraten Zoran Zaev zum Regierungschef bestimmt. 62 der 120 Abgeordneten gaben Zaev ihre Stimme. Damit habe das Land eine neue Regierung, erklärte Parlamentspräsident Talat Xhaferi. Es ist der erste Schritt zur Beendigung einer zweijährigen politischen Krise, die Mazedonien gelähmt hat. Zaev wolle das Balkanland so schnell wie möglich in die EU und die NATO führen, sagte der bisherige Oppositionschef. Der 42-Jährige führt eine Koalition aus Sozialdemokraten und Parteien der albanischen Minderheit. Nach der Parlamentswahl im Dezember war die Bildung des neuen Kabinetts monatelang durch den früheren Langzeitregierungschef Nikola Gruevski und dessen Partei VMRO verhindert worden. Die Sonderstaatsanwaltschaft wirft dem Gruevski-Lager massive kriminelle Machenschaften, groß angelegte Korruption sowie die Gängelung von Justiz und Medien vor, was dieses bestreitet.
    Brasilianischer Konzern zahlt Milliardenstrafe wegen Korruption:
    Der brasilianische Fleischkonzern JBS zahlt für die Einstellung der Korruptionsverfahren eine Rekordstrafe von umgerechnet 2,8 Milliarden Euro. Die Staatsanwaltschaft in Brasilia teilte mit, das Unternehmen habe 25 Jahre Zeit, die Strafe vollständig zu begleichen. Der weltweit größte Fleischproduzent steht im Zentrum des Korruptionsskandals in Brasilien, über den auch Präsident Michel Temer stürzen könnte. Der Einigung vorangegangen war das Geständnis der Eigentümer von JBS, Joesley und Wesley Batista, mit Millionenbeträgen in den vergangenen Jahren fast 1900 Politiker bestochen zu haben. Im Prozess wurde auch ein von Joesley Batista aufgezeichnetes Gespräch mit dem damaligen Vize-Präsidenten Temer bekannt. Darin ist offenkundig Temer zu hören, wie er die Zahlung von Schweigegeld an einen inhaftierten Abgeordneten billigt. Der Staatschef erklärte, die Aufnahme sei manipuliert worden und lehnt einen Rücktritt ab.
    11 min
  • 31.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Mindestens 49 Tote bei Anschlag in Botschaftsviertel in Kabul:
    Nach einem der schwersten Anschläge in der afghanischen Hauptstadt Kabul seit Jahren ist die Zahl der Toten auf mindestens 49 gestiegen. Zudem seien mindestens 319 Menschen verletzt worden, sagte ein Regierungssprecher. Die Bombe explodierte demnach im Berufsverkehr an einer viel befahrenen Straße zwischen der deutschen Botschaft und einem Sicherheitsposten am Sanbak-Platz. Die Botschaft liegt rund 300 Meter vom Tatort entfernt. In dem schwer gesicherten Bezirk stehen auch viele andere Botschaften, das NATO-Hauptquartier, der Präsidentenpalast und afghanische Ministerien. Die Straße ist eng und wird an beiden Seiten von hohen Sprengschutzmauern begrenzt. Etwa 30 Fahrzeuge wurden zerstört oder beschädigt. Der Sender Tolo TV meldete schwere Schäden an Gebäuden. Es ist bereits der achte schwere Anschlag in Kabul seit Januar. Zu dem Anschlag bekannte sich bisher niemand.
    USA simulieren Raketenabschuss über dem Pazifik:
    Vor dem Hintergrund der zunehmenden Spannungen mit Nordkorea haben die USA erfolgreich das Abfangen einer Langstreckenrakete getestet. Die "feindliche" Interkontinentalrakete sei von einem US-Stützpunkt auf den Marshall-Inseln abgefeuert worden, hieß es in einer Erklärung der Streitkräfte. Vom Luftwaffenstützpunkt Vandenberg in Kalifornien - wo das Raketenabwehrsystem installiert ist - habe man eine Boden-Luft-Abwehrrakete aktiviert. Das Ziel sei über dem Pazifik zerstört worden. Der Direktor der Raketenabwehr-Agentur, Jim Syring, sagte, das System sei entscheidend für die Verteidigung des Landes. Die kommunistische Führung Nordkoreas ließ in den vergangenen Wochen mehrere Raketenversuche vornehmen.
    USA beginnen Lieferung von Waffen an kurdische Kämpfer in Nordsyrien:
    Die USA haben mit der Lieferung von Kleinwaffen an kurdische Verbündete begonnen, die im Norden Syriens gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) kämpfen. Ein Pentagon-Sprecher sagte, kurdische Einheiten der Rebellenallianz "Syrische Demokratische Kräfte" (SDF) hätten Gewehre vom Typ AK-47, kleinkalibrige Maschinengewehre und Fahrzeuge erhalten. Präsident Donald Trump hatte Anfang Mai Waffenlieferungen an die kurdische YPG-Miliz genehmigt und damit scharfe Kritik aus der Türkei ausgelöst. Die USA schätzen diese Miliz als schlagkräftigen Verbündeten im Kampf gegen den IS ein. Dagegen stuft die Türkei die YPG wegen ihrer Verbindungen zur verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als Terrorgruppe ein. Sie fürchtet, dass Waffenlieferungen an die YPG in den Händen der PKK landen.
    Weißes Haus bestreitet Konflikt zwischen Trump und Merkel:
    Nach der jüngsten Kritik von Donald Trump an Deutschland hat sich US-Präsidentensprecher Sean Spicer darum bemüht, die Wogen zu glätten. Die Äußerung von Kanzlerin Angela Merkel, dass die Europäer ihr Schicksal nun "wirklich in die eigene Hand nehmen müssen", bezeichnete er als "großartig". Sie entspräche genau dem, "was der Präsident gefordert hat". Spicer beschrieb die Beziehung zwischen Trump und Merkel als "ziemlich unglaublich". Trump respektiere die Kanzlerin und sehe Deutschland wie das übrige Europa als Verbündeten. Der US-Präsident hatte zuvor via Twitter den Handelsüberschuss Deutschlands und die aus seiner Sicht geringen Militärausgaben scharf kritisiert und hinzugefügt: "Das wird sich ändern."
    UN warnen vor Kollaps des Jemens:
    Der Jemen ist nach Angaben der Vereinten Nationen auf dem besten Weg, das Land mit der größten Hungersnot zu werden. Mehr als 17 Millionen Menschen sind dringend auf Nahrungsmittel angewiesen, darunter 6,8 Millionen, die kurz vor dem Hungertod stehen, wie UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien vor dem UN-Sicherheitsrat in New York deutlich machte. Er rief die internationale Gemeinschaft zum sofortigen Handeln auf. Hinzu kommt die grassierende Cholera in dem Bürgerkriegsland. Zu den bislang bekannten 60.000 Verdachtsfällen könnten in den kommenden Monaten 150.000 hinzukommen. 500 Menschen starben bereits an der Darminfektion.
    Neue Eisenbahnstrecke für Kenia:
    Erstmals seit mehr als einem Jahrhundert wird in Kenia wieder eine neue Zugverbindung in Betrieb genommen. Das 2,8 Milliarden Euro teure Bauprojekt verbindet die Hauptstadt Nairobi mit der Hafenstadt Mombasa. Lastwagen benötigen zwei Tage für die Strecke. Güterzüge brauchen nun acht Stunden, Passagierzüge fünf Stunden. Die weitgehend von China finanzierte und gebaute 472 Kilometer lange Strecke ist das größte Infrastrukturprojekt in Kenia seit der Unabhängigkeit 1963. Zuletzt hatte 1896 die Kolonialmacht Großbritannien eine Eisenbahnstrecke gebaut.
    10 min
  • 30.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Panamas Ex-Diktator Manuel Noriega ist tot:
    Der frühere Machthaber Panamas, Manuel Noriega, ist tot. Er starb in der Nacht zum Dienstag im Alter von 83 Jahren in Panama-Stadt, wie die Regierung mitteilte. Noriega hatte den zentralamerikanischen Staat von 1983 bis zu einer US-Invasion 1989 mit harter Hand regiert. Später saß er unter anderem wegen Drogenhandels, Geldwäsche und des Verschwindens von Oppisitionellen während seiner Herrschaft in den USA, in Frankreich und in Panama im Gefängnis. Seit einer Hirntumor-Operation im März hatte er im Krankenhaus gelegen.
    Blutiger Bombenanschlag vor Eisdiele in Bagdad:
    Bei einem Autobombenanschlag im Zentrum von Bagdad sind wenige Tage nach Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan mindestens elf Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Das meldet der Sender Al-Arabija unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die sunnitische Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) bekannte sich über ihr Sprachrohr Amak zu dem Anschlag, der sich gegen eine "Versammlung von Schiiten" gerichtet habe. Die Autobombe explodierte in der Nacht vor einer Eisdiele im belebten Einkaufsviertel Karada. Sicherheitskräfte riegelten den Anschlagsort und die umliegenden Straßen ab. Fotos und Videoaufnahmen auf der Internetseite des Senders Al-Arabija zeigten brennende Gebäude, zerfetztes Restaurantmobiliar und mit Trümmern übersäte Straßen.
    13 Tote bei heftigem Sturm in Moskau und Umgebung:
    Bei einem schweren Sturm sind in Moskau und Umgebung mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin sagte der Nachrichtenagentur Interfax, 70 Menschen seien schwer verletzt worden. Er sprach von einer "beispiellosen" Tragödie. Es gebe so viele Opfer, weil der Sturm am helllichten Tage gewütet habe. Die meisten der Todesopfer wurden offenbar von umstürzenden Bäumen und herumfliegenden Gegenständen getroffen. Wie es heißt, hat der Sturm nur wenige Minuten gedauert.
    Britische Premierministerin und Herausforderer im indirekten Fernsehduell:
    Zehn Tage vor der vorgezogenen Parlamentswahl haben sich im Fernsehen die britische Premierministerin Theresa May und Oppositionsführer Jeremy Corbyn getrennt den Fragen der Wähler gestellt. Vor allem bei dem bevorstehenden EU-Austritt zeigten sich Unterschiede zwischen den Konkurrenten von den regierenden Konservativen und der oppositionellen Labour-Partei. Während May dafür plädierte, notfalls auch ohne Einigung mit der EU die Union zu verlassen, kündigte Labour-Chef Corbyn an, als Premierminister auf jeden Fall eine Vereinbarung mit Brüssel treffen zu wollen. Auch die Sicherheitspolitik war ein großes Thema. Nach dem Attentat von Manchester, bei dem vor einer Woche 22 Menschen getötet worden waren, wurde May vorgeworfen, sie habe als frühere Innenministerin "verheerende" Stellenstreichungen bei der Polizei vorgenommen.
    Gabriel: Europa muss zusammenrücken:
    Bundesaußenminister Sigmar Gabriel plädiert wie schon zuvor Bundeskanzlerin Angela Merkel für ein stärkeres Zusammenrücken in Europa. Es gehe darum, gemeinsam die Ideen der westlichen Welt - nämlich Demokratie, Meinungsfreiheit, aber vor allem die Stärke des internationalen Rechts und nicht das Recht des Stärkeren - zu verteidigen. Anlass für die Äußerungen Gabriels ist das Auftreten von US-Präsident Donald Trump bei seinem Europa-Besuch vergangene Woche. Dort erlebten "wir einen Führer der Vereinigten Staaten, der sich von diesen Idealen immer mehr entfernt", sagte Gabriel im ZDF. Von einem Ende des amerikanischen Jahrhunderts wolle er zwar noch nicht sprechen. Doch Trump sei ein gewählter amerikanischer Präsident, "der in wichtigen Fragen nicht mehr in Übereinstimmung steht mit uns in Europa".
    Wolfsburg bleibt in der 1. Fußball-Bundesliga:
    ZUM SPORT: Der VfL Wolfsburg bleibt in der Fußball-Bundesliga. Der Tabellen-16. der ersten Liga setzte sich in der Relegation gegen den Zweitligisten Eintracht Braunschweig durch. Dem 1:0-Hinspielerfolg ließen die Wolfsburger im zweiten Duell einen weiteren 1:0-Sieg folgen.
    9 min
  • 29.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nordkorea feuert erneut ballistische Rakete ab:
    Ungeachtet mehrerer UN-Resolutionen hat Nordkorea erneut eine ballistische Rakete abgefeuert. Das teilte das südkoreanische Militär mit. Südkoreas Präsident Moon Jae In berief daraufhin in Seoul eine Sitzung des nationalen Sicherheitsrats ein. Die japanische Regierung reagierte mit einer Protestnote gegen den Raketentest, wie ein Regierungssprecher in Tokio mitteilte. Der Test habe ein Risiko für Schiffe und Flugzeuge in der Region dargestellt. Schäden habe es aber offenbar nicht gegeben, sagte der Regierungssprecher. Mit Dutzenden Raketentests und zwei Atomwaffentests seit Anfang vergangenen Jahres hat Nordkorea wiederholt gegen UN-Resolutionen verstoßen. Zuletzt hat US-Präsident Donald Trump Nordkorea beim G7-Gipfel in Italien als "Weltproblem" bezeichnet, das gelöst werde.
    USA erwägen Laptop-Verbot auf allen Flügen:
    Die USA erwägen ein komplettes Verbot von Laptops auf allen Flügen, die in die USA führen oder dort starten. Heimatschutzminister John Kelly sagte dem Fernsehsender Fox News, die USA planten außerdem die Anhebung der Sicherheitsstandards im Flugverkehr sowie strengere Vorgaben bei der Kontrolle des Handgepäcks. Damit solle verhindert werden, dass die Kontrolleure bei der Durchleuchtung vollgestopfter Taschen gefährliche Gegenstände übersähen. Die Terroristen seien von dem Ziel besessen, ein Flugzeug zum Absturz zu bringen, das einer US-Fluggesellschaft gehöre und insbesondere voller US-Bürger sei, warnte Kelly. Washington hatte im März ein Laptop-Verbot bei Flügen aus acht muslimischen Ländern in die USA erlassen. Am Freitag hatte Kelly auf Fox News gesagt, wenn die Menschen Bescheid wüssten über die tatsächliche Bedrohung der USA, dann würden einige ihr Haus nicht mehr verlassen.
    Weitere Festnahmen nach Anschlag von Manchester:
    Nach dem Selbstmordanschlag in Manchester hat die britische Polizei drei weitere Verdächtige festgenommen. Dabei handelt es sich um Männer im Alter von 19, 25 und 23 Jahre. Insgesamt sind im Zusammenhang mit dem Anschlag 16 Verdächtige in Gewahrsam genommen worden. Unterdessen setzten zehntausende Sportler und Zuschauer mit einem Halbmarathon in Manchester ein Zeichen gegen den Terror. 40.000 Läufer kamen zu der durch ein großes Polizeiaufgebot gesicherten Sportveranstaltung. Nach einer Schweigeminute vor dem Start sangen viele der Teilnehmer gemeinsam den Oasis-Klassiker "Don't Look Back In Anger" (Schau nicht im Zorn zurück). Der libyschstämmige Brite Salman A. hatte sich am vergangenen Montag am Ende eines Popkonzerts der US-Sängerin Ariana Grande in die Luft gesprengt und 22 Menschen mit in den Tod gerissen.
    Frankreichs Präsident Macron empfängt Russlands Staatschef Putin:
    Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron empfängt an diesem Montag seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin in Versailles, um über den Syrienkrieg zu sprechen. Die Gespräche könnten schwierig werden, die Beziehungen zwischen ihren beiden Ländern waren zuletzt angespannt. Macron hatte beim G7-Gipfel in Sizilien einen "anspruchsvollen Dialog" mit Moskau angekündigt, um zu einer Lösung der Syrienkrise zu kommen. Russland unterstützt in dem Krieg den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Westliche Länder unterstützen Rebellen, die Assad stürzen wollen. Ein weiteres Thema ist der Ukrainekonflikt. Deutschland und Frankreich vermitteln in der Krise, bisher aber ohne durchschlagenden Erfolg. Das Treffen der Staatschefs findet im Grand Trianon, einem Lustschloss im Park von Versailles, statt.
    Facebook wehrt sich gegen Maas-Gesetz:
    Das US-Unternehmen Facebook hat einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zufolge in einer Stellungnahme den Gesetzentwurf von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) zur Bekämpfung von Hassbotschaften im Internet kritisiert. Der Rechtsstaat dürfe "die eigenen Versäumnisse und die Verantwortung nicht auf private Unternehmen abwälzen", hieß es in der Mitteilung. Das vom Justizministerium erarbeitete Gesetz soll soziale Netzwerke dazu verpflichten, offensichtlich rechtswidrige Inhalte zu löschen. Dazu gehören etwa Aufrufe zu Mord oder Gewalt, Bedrohungen, Beleidigungen und Volksverhetzung. Der Gesetzentwurf sieht zudem bessere Beschwerdemöglichkeiten für die Nutzer und Bußgelder in Millionenhöhe vor. Die Opposition befürchtet eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Maas will seine Pläne noch vor der Sommerpause durch das Parlament bringen.
    Mindestens vier Tote nach Massenpanik in Honduras:
    Vor dem Endspiel der Fußballmeisterschaft in Honduras sind bei einer Massenpanik vor dem Nationalstadion nach Polizeiangaben mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. 25 weitere wurden verletzt. Einem Krankenhaussprecher zufolge kam es zu der Panik, als hunderte Fußballfans in das bereits ausverkaufte Stadion in der Hauptstadt Tegucigalpa drängten, um das Spiel zwischen Motagua und Honduras Progreso zu sehen. Die Polizei habe daraufhin Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt. Zwei Menschen seien im Stadion zu Tode getrampelt worden, zwei weitere später in der Klinik verstorben, so der Krankenhaussprecher. Nach Angaben der Polizei waren für das letzte Spiel der Saison zu viele Eintrittskarten verkauft worden. Das Nationalstadion verfügt über 35.000 Sitzplätze. Das Spiel fand ungeachtet der Massenpanik statt.
    11 min

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