Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 27.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.G7-Gipfel droht Debakel:
    Der G7-Gipfel der großen westlichen Industriestaaten droht wegen der Blockade von US-Präsident Donald Trump in zentralen Fragen im Debakel zu enden. Die Staats- und Regierungschefs diskutieren am heutigen Samstag in Taormina auf Sizilien erneut über ihre tiefen Differenzen in der Handels- und Klimapolitik sowie in der Flüchtlingskrise. Die Abschlusserklärung könnte ein Minimalkonsens werden. Trump wollte sich noch nicht festlegen, ob er aus dem internationalen Klimaabkommen von Paris aussteigen möchte. Kanzlerin Angela Merkel und die restlichen G7-Staaten hatten am Freitag an Trump appelliert, an der Verpflichtung festzuhalten, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Im Streit um Freihandel hielt der US-Präsident an seinem Abschottungskurs fest und kritisierte die Deutschen dafür, dass sie zwar viel an die USA verkaufen, aber weniger kaufen. In der Flüchtlingspolitik verhinderte Trump einen umfassenden Plan zur Bewältigung der Krise und brüskierte damit Gastgeber Italien. Das Thema dürfte jedoch am zweiten Gipfeltag nochmal eine größere Rolle spielen, da Vertreter mehrerer afrikanischer Länder zu dem Treffen dazustoßen. Italiens Ministerpräsident Paolo Gentiloni möchte dann über Migration und den Kampf gegen Hungersnöte reden.
    Spezial-Team im Weißen Haus soll Russland-Vorwürfe kontern:
    Das US-Präsidialamt bereitet Insidern zufolge ein spezielles Team vor, dass die Vorwürfe über eine Einflussnahme Russlands auf Präsident Donald Trump abwehren und ihn im Land besser in Szene setzen soll. Mit der Einsetzung eines Sonderermittlers durch das Justizministerium sei der Druck gewachsen, eine Gegenstrategie umzusetzen, hieß es in Kreisen des Präsidialamts. Zu dem Team des sogenannten War Rooms sollen unter anderem Trumps Berater und Schwiegersohn Jared Kushner sowie sein Chefstratege Steve Bannon gehören. Kushner steht selbst unter wachsendem Druck. Die "Washington Post" berichtet, Kushner wollte einen geheimen Gesprächskanal mit dem Kreml einrichten. Er habe darüber mit dem russischen Botschafter in den USA, Sergej Kisljak, diskutiert, heißt es unter Berufung auf Geheimdienstkreise. Kushner ist laut US-Medienberichten in der Affäre um eine mögliche russische Einflussnahme auf die US-Wahl ins Visier der Bundespolizei FBI geraten. Der 36-Jährige ist mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet und berät seinen Schwiegervater in innen- und außenpolitischen Fragen.
    Hunderte Palästinenser in israelischer Haft beenden Hungerstreik:
    Nach fast sechs Wochen haben hunderte palästinensische Häftlinge in israelischen Gefängnissen ihren Hungerstreik beendet. Die Protestaktion für bessere Haftbedingungen wurde nach einer Vereinbarung zwischen Vertretern der Gefangenen und den israelischen Behörden gestoppt. Eine Sprecherin der israelischen Gefängnisbehörde bestätigte das Ende der Aktion.
    Früherer US-Präsidentenberater Brzezinski gestorben:
    Der Berater des früheren US-Präsidenten Jimmy Carter, Zbigniew Brzezinski, ist tot. Er starb im Alter von 89 Jahren in Falls Church im US-Bundesstaat Virginia, wie seine Tochter mitteilte. Der polnischstämmige Politologe galt als wichtiger Experte für die Außenpolitik der USA. Bekannt wurde Brzezinski als Sicherheitsberater Carters von 1977 bis 1981. In diese Zeit fiel die Geiselnahme in der US-Botschaft im Iran 1979. Die misslungene Befreiung der mehr als 50 US-Diplomaten kostete Carter die Wiederwahl, Brzezinski trat danach zurück. Später veröffentlichte der Politologe Studien zur strategischen Rolle der USA.
    Kirchentag zieht nach Wittenberg:
    Beim Evangelischen Kirchentag versammeln sich an diesem Samstag Tausende Besucher auf den Elbwiesen in Wittenberg zu einer Nacht der Lichter. Vor dem großen Gottesdienst am Sonntag sollen Gebete und Musik auf den Abschluss des Glaubensfestes einstimmen, Tausende Kerzen sollen die Wiese in ein Lichtermeer verwandeln. Einige Besucher wollen dann die Nacht unter freiem Himmel auf dem Gelände verbringen. Zuvor endet das Programm des Kirchentags in Berlin. Höhepunkt ist eine Diskussion mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Die Einbindung Wittenbergs in den Kirchentag war der Kirche deshalb wichtig, weil Martin Luther (1483-1546) hier der Überlieferung nach am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel veröffentlichte. Er gab so den Anstoß für die Reformation, die in eine Spaltung der Kirche mündete.
    8 min
  • 26.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump erneuert Kritik am deutschen Handelsüberschuss:
    US-Präsident Donald Trump hat sich Medienberichten zufolge bei seinem Treffen mit EU-Spitzenvertretern in Brüssel über den Handelsüberschuss Deutschlands beschwert. "Die Deutschen sind böse, sehr böse", habe Trump gegenüber EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und EU-Ratspräsident Donald Tusk gesagt, meldet "Spiegel Online" unter Berufung auf Teilnehmerkreise. Trump habe hinzufügt: "Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen. Fürchterlich. Wir werden das stoppen." Juncker habe sich hinter Deutschland gestellt. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, Trump habe bei dem Gespräch mit den EU-Spitzen den deutschen Handelsüberschuss als "schlecht, sehr schlecht" bezeichnet. Eine Bestätigung für die angeblichen Äußerungen war in Brüssel zunächst nicht zu erhalten. Der US-Milliardär hat den Exportüberschuss Deutschlands mehrmals deutlich kritisiert und im Wahlkampf den deutschen Einfluss in der US-Wirtschaft angeprangert.
    Trump brüskiert NATO-Verbündete in Brüssel:
    Beim NATO-Gipfel in Brüssel hat US-Präsident Donald Trump die Bündnispartner mit harschen Worten kritisiert. So nutzte er seine Rede, um die europäischen Staats- und Regierungschefs für ihre vermeintlich zu niedrigen Verteidigungsausgaben zu rügen. 23 von 28 NATO-Mitgliedern gäben noch immer keine zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für Verteidigung aus, sagte Trump. Viele dieser Nationen hätten sich in den vergangenen Jahren enorm verschuldet. Dies sei "nicht fair gegenüber den US-Steuerzahlern". Kanzlerin Angela Merkel betonte, sie sehe in diesem Punkt keinen Handlungsbedarf. Das Engagement Deutschlands im Bündnis könne sich "sehen lassen". NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg räumte nach Abschluss des Gipfels ein, Trump sei "sehr deutlich" geworden. Er zeigte sich aber überzeugt, dass an der Bündnistreue der USA nicht gezweifelt werden müsse.
    Russland-Affäre: FBI nimmt Trump-Schwiegersohn Kushner ins Visier:
    Die Russland-Untersuchungen der US-Bundespolizei FBI haben anscheinend das engste Umfeld von Präsident Donald Trump erreicht. Die "Washington Post" und der Sender NBC berichten, die Ermittler hätten Jared Kushner, Schwiegersohn und einer der engsten Trump-Berater, im Visier. Die Behörde soll klären, ob es 2016 vor der US-Wahl Absprachen zwischen Russland und Trumps Wahlkampfteam gegeben hat. Im Kongress befassen sich zudem fünf Ausschüsse mit der Affäre. Das FBI gehe davon aus, dass der 36-Jährige relevante Informationen habe. Die Untersuchungen bedeuteten aber nicht, dass die Ermittler Kushner eines Verbrechens beschuldigten. Die "Washington Post" schreibt, die Ermittler interessierten sich vor allem für einige Treffen Kushners mit dem russischen Botschafter in den USA, Sergej Kisljak, und einem Moskauer Bankier. Der Anwalt Kushners erklärte, der 36-Jährige sei zur vollen Zusammenarbeit mit den Behörden bereit.
    Medien: Türkische Putschisten suchen in Deutschland Asyl:
    Medienberichten zufolge haben zwei am türkischen Militärputsch beteiligte Offiziere in Deutschland Asyl beantragt. Wie die "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR berichten, kamen die Militärs am 12. Mai in Frankfurt an. Ihren Asylantrag hätten die Flüchtigen damit begründet, dass in der Türkei öffentlich nach ihnen gefahndet werde. Nach türkischen Angaben gehören die beiden Männer zum Führungspersonal einer renommierten Militärakademie in Ankara. Den Recherchen zufolge stellten bisher über 400 ehemalige türkische Diplomaten, Militärs und Staatsbeamte in Deutschland einen Asylantrag. In Berlin sei man davon ausgegangen, dass es sich bei den Bewerbern nicht um Anhänger des Predigers Fethullah Gülen handele und demnach nicht um Putschisten.
    Griechenlands Ex-Regierungschef Papademos bei Anschlag in Athen verletzt:
    In Athen ist Griechenlands ehemaliger Ministerpräsident Lucas Papademos bei einem Anschlag verletzt worden. Wie der staatliche Fernsehsender ERT berichtet, explodierte eine Briefbombe, als Papademos in seinem Auto Post öffnete. Krankenhausangaben zufolge erlitt der 69-Jährige leichte Verletzungen an Brust, Bauch und Beinen. Auch zwei seiner Leibwächter wurden leicht verletzt. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Die Polizei vermutet als Urheber die linke Untergrundorganisation "Verschwörung der Feuerzellen". Zuletzt hatte die Gruppe im März ein Päckchen mit einem explosiven Gemisch und scharfem Zünder an das Finanzministerium in Berlin geschickt. Dort wurde das Päckchen frühzeitig entdeckt.
    8 min
  • 25.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Manchester-Attentäter soll IS-Mitglied gewesen sein:
    Die Polizei in Libyen hat den Vater und einen Bruder des Attentäters von Manchester festgenommen. Der jüngere Bruder des Attentäters Salman Abedi zeigte sich gegenüber den Ermittlern in der libyschen Hauptstadt Tripolis auskunftsfreudig. Der 18-jährige erklärte, er sei Mitglied der Terrororganisation "Islamischer Staat", genauso wie sein Bruder Salman es gewesen sei. Er habe zudem von den Anschlagsplänen seines Bruders gewusst. Der Vater des Attentäters bestritt, dass sein Sohn Mitglied des IS gewesen sei. Er habe seinen Sohn zuletzt vor etwa fünf Tagen telefonisch gesprochen. Alles sei normal gewesen. In Großbritannien hat die Polizei weitere, mutmaßliche Unterstützer des Attentäters verhaftet. Insgesamt befinden sich jetzt sechs Männer und eine Frau in Gewahrsam der britischen Behörden. Der jüngsten Verhaftung sind Durchsuchungen in Nuneaton in Zentralengland vorausgegangen. Laut einem Zeitungsbericht wurden dabei Sprengsätze gefunden, die möglicherweise für künftige Attentate genutzt werden sollten. Bei dem Anschlag in Manchester starben am Montag 22 Menschen, mehr als 60 wurden verletzt.
    Trump zu Besuch in Brüssel:
    US-Präsident Donald Trump besucht an diesem Donnerstag erstmals die Europäische Union und die NATO. Er trifft mit EU-Ratspräsident Donald Tusk und Kommissionschef Jean-Claude Juncker zusammen. Das Verhältnis des US-Präsidenten zur Europäischen Union gilt als schwierig. Er hatte im Januar den Brexit als "großartig" bezeichnet und den Austritt weiterer EU-Mitglieder vorhergesagt. Unsicherheit gibt es zudem über den Kurs des neuen US-Präsidenten in der Handels- und Klimapolitik. Später nimmt Trump dann erstmals an einem Gipfel der NATO teil. Die NATO-Partner wollen dem US-Präsidenten bei dem Treffen sowohl finanziell als auch im Kampf gegen den Terror entgegenkommen. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte, die Staaten würden sich wohl verständigen, nationale Pläne zur Erreichung der NATO-Ziele aufzustellen und darüber einmal im Jahr zu berichten. Im Kampf gegen den Terror wollen die Alliierten nach Angaben aus Diplomatenkreisen den Beitritt der Allianz zur Anti-IS-Koalition beschließen.
    Demonstranten in Brasilien setzen Ministerium in Brand:
    In der brasilianischen Hauptstadt Brasilia ist es zu gewaltsamen Protesten gekommen. Dabei wurde das Landwirtschaftsministerium in Brand gesetzt. In mehreren anderen Ministerien versuchten Demonstranten ebenfalls, Feuer zu legen; die Gebäude wurden daraufhin von den Behörden evakuiert. Die Polizei setzte Tränengas ein, um einen Sturm auf den Kongress zu verhindern. Ein Demonstrant soll angeschossen worden sein. Verteidigungsminister Raul Jungmann sagte, die Regierung werde nun das Militär einsetzen, um die Lage in den Griff zu bekommen. Bei den gewalttätigen Übergriffen handele es sich um "inakzeptablen Vandalismus". Insgesamt waren nach Polizeiangaben rund 35.000 Menschen auf den Straßen. Sie fordern vor allem den Rücktritt von Präsident Michel Temer. Temer, der seit gut einem Jahr im Amt ist, wird vorgeworfen, bestechlich zu sein. Er soll von einem Unternehmer umgerechnet mehr als vier Millionen Euro für seinen Wahlkampf erhalten haben. Zudem soll er knapp 300.000 Euro selbst eingesteckt haben.
    Früherer Präsident Obama spricht auf Kirchentag:
    In Berlin wird an diesem Donnerstag der Evangelische Kirchentag fortgesetzt. Ein erster Höhepunkt ist der Auftritt von Barack Obama. Der ehemalige US-Präsident spricht mit Bundeskanzlerin Angela Merkel vor dem Brandenburger Tor. Merkel hatte die Christen zum Auftakt des Christentreffens zum öffentlichen Bekenntnis ermutigt. Religion gehöre in den öffentlichen Raum, sagte die Kanzlerin. Deshalb trete der Staat in Deutschland der Religion bei aller Trennung "wohlwollend gegenüber". Merkel räumte ein, dass es ihr aus der Erfahrung in der DDR nach der Wende zunächst schwer gefallen sei, Religion öffentlich zu praktizieren, etwa bei Gottesdiensten vor den Parteitagen. Sie zeigte sich aber überzeugt, dass dies ein richtiges Zeichen des öffentlichen Bekenntnisses sei. Der Evangelische Kirchentag dauert noch bis zum Sonntag. Es sind mehr als 2.500 Veranstaltungen geplant, zu denen mehr als 200.000 Teilnehmer erwartet werden.
    Manchester gewinnt Europa League-Finale:
    Manchester United hat zum ersten Mal die Europa League gewonnen und sich damit im Fußball-Olymp verewigt. Der englische Fußball-Rekordmeister setzte sich im Endspiel mit 2:0 gegen Ajax Amsterdam durch. Die britische Mannschaft hat nun ebenso wie Bayern München, Juventus Turin, der FC Chelsea und Ajax Amsterdam alle drei wichtigen europäischen Pokalwettbewerbe gewonnen. Durch den Triumph im schwedischen Solna sicherte sich die Mannschaft von Trainer José Mourinho zudem die Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League.
    9 min
  • 24.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Britische Regierung rechnet mit weiterem Anschlag:
    Nach dem Anschlag in Manchester hat Großbritannien die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen. Die Terrorgefahr werde nun mit dem Status "kritisch" bewertet, sagte Premierministerin Theresa May. Dies bedeute, dass mit einem weiteren, unmittelbar bevorstehenden Anschlag gerechnet werde. May sagte, es könne sein, dass es eine größere Gruppe von Personen gebe, die mit dem Anschlag von Manchester in Verbindung stünden. Mit der Anhebung der Terrorwarnstufe ist auch verbunden, dass Soldaten an strategischen Orten stationiert werden, wo bislang bewaffnete Polizisten im Einsatz waren. Bei dem Anschlag am Montagabend waren 22 Menschen getötet worden; 59 wurden verletzt. Bei dem Attentäter soll es sich um einen 22jährigen handeln, der laut Medienberichten in Manchester geboren wurde. Seine Familie soll aus Libyen stammen.
    Präsident Trump trifft den Papst:
    Papst Franziskus hat US-Präsident Trump im Vatikan empfangen. Nach der Audienz will der Staatschef zusammen mit seiner Frau unter anderem die Sixtinische Kapelle besichtigen. Der Immobilienmilliardär und der "Papst der Armen" haben bei vielen Themen unterschiedliche Ansichten. Beim Klimaschutz, in der Flüchtlingskrise und bei Fragen der Einwanderung vertreten sie gegensätzliche Positionen. Wegen des geplanten Baus einer Mauer an der Grenze zu Mexiko lieferten sich Trump und Franziskus während des US-Präsidentschaftswahlkampfs bereits einen verbalen Schlagabtausch. Nach seinem Besuch im Vatikan trifft Trump in Rom den italienischen Ministerpräsidenten Paolo Gentiloni und Staatschef Sergio Mattarella. Anschließend reist der US-Präsident weiter nach Brüssel, wo tausende Menschen gegen seinen Besuch demonstrieren wollen.
    Außenminister Gabriel zu Besuch in China:
    Bundesaußenminister Sigmar Gabriel ist zu seinem Antrittsbesuch in der chinesischen Hauptstadt Peking eingetroffen. Zum Auftakt hat er ein Forschungs- und Entwicklungszentrum der deutschen Autobauer Volkswagen und Audi besucht. Dabei mahnte Gabriel "faire Bedingungen" für die deutschen Hersteller an. Bei Ausschreibungen und Zulassungen müsse der Konzern genauso behandelt werden wie chinesische Unternehmen. Auf dem weiteren Programm stehen unter anderem Treffen mit Ministerpräsident Li Keqiang und Außenminister Wang Yi. Gabriel dürfte dabei auch die durch das nordkoreanische Raketen- und Atomprogramm angespannte Lage in der Region ansprechen. China ist der wichtigste Verbündete Nordkoreas, schloss sich jedoch am Montag im UN-Sicherheitsrat einer Verurteilung des jüngsten nordkoreanischen Raketentests an.
    Phillipinen verhängen Kriegsrecht über Region Mindanao:
    Nach Angriffen der Terrormiliz "Islamischer Staat" hat der philippinische Präsident Rodrigo Duterte über die südliche Region Mindanao das Kriegsrecht verhängt. Verkündet wurde es zunächst durch Dutertes Sprecher von Moskau aus, wo sich Duterte zu einem Staatsbesuch aufhielt. In der landesweit im philippinischen Fernsehen übertragenen Erklärung sagte der Regierungssprecher, die gesamte Region Mindanao, die rund ein Drittel des Landes ausmacht und in der rund 20 Millionen Menschen leben, werde unter Kriegsrecht gestellt. Soldaten und Polizisten kämpften in der 200.000-Einwohner-Stadt Marawi auf der Insel Mindanao gegen dutzende muslimische Kämpfer. Dabei wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums mindestens ein Polizist und zwei Soldaten getötet. Duterte hat bei seinem Kurzbesuch in Moskau den russischen Präsidenten Wladimir Putin um moderne Waffen zum Kampf gegen die islamistischen Rebellen gebeten. Sein Land sei nicht für den Kampf gegen den IS gerüstet, so der philippinische Präsident.
    Neue Runde von Friedensgesprächen in Myanmar:
    In Myanmar hat eine neue Runde von Friedensgesprächen begonnen. Sie stehen unter Leitung der faktischen Regierungschefin Aung San Suu Kyi. Damit sollen die seit Jahrzehnten andauernden Aufstände ethnischer Minderheiten in dem Vielvölkerstaat beendet werden. In der Hauptstadt Naypyidaw kamen mehrere hundert Vertreter von Rebellengruppen für Beratungen über einen Waffenstillstand zusammen. Die anhaltende Gewalt belastet die Regierung der Friedensnobelpreisträgerin und hemmt die Entwicklung des verarmten Landes.
    Präsident Maduro bereitet neue Verfassung vor:
    Venezuelas sozialistischer Präsident Nicolás Maduro hat damit begonnen, eine neue Verfassung erarbeiten zu lassen. Vor dem Präsidentenpalast in der Hauptstadt Caracas unterzeichnete er ein Dokument, in dem die Vorschriften zur Ernennung der Mitglieder einer Verfassungsgebenden Versammlung festgehalten sind. Die Mitglieder dieser Versammlung sollen danach den eigentlichen Text der Verfassung erarbeiten. Maduro schlug außerdem vor, die Verfassungsgebende Versammlung solle künftig im Parlament tagen. Dort haben die Regierungsgegner die Mehrheit. Die Opposition lehnt den Vorstoß des Staatschefs kategorisch ab. Sie wirft dem Präsidenten vor, damit seinen Machtanspruch zementieren zu wollen. Bei neuen Protesten der Opposition wurden im westlichen Bundesstaat Barinas drei junge Männer erschossen. Seit Beginn der Demonstrationen gegen Maduro Anfang April wurden damit 53 Menschen getötet.
    11 min
  • 23.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.22 Tote bei Selbstmordanschlag am Ende von Popkonzert in Manchester:
    Bei einem Selbstmordanschlag am Ende eines Popkonzerts in der englischen Stadt Manchester sind mindestens 22 Menschen getötet und fast 60 verletzt worden. Man habe einen einzelnen Attentäter ausgemacht, der eine selbstgebaute Bombe am Körper getragen habe, teilte der Polizeichef der Stadt mit. Unter den Toten seien auch Kinder. Medien hatten nach dem Auftritt des US-Teenie-Stars Ariana Grande in der Nacht zum Dienstag von einer schweren Explosion vermutlich im Foyer der "Manchester Arena" berichtet, einer 21.000 Zuschauer fassenden Halle. Auf Bildern und Videos in sozialen Netzwerken waren Verletzte und Menschen in Panik zu sehen. Auch die britische Premierministerin Theresa May sprach von einem "Anschlag" und rief das Sicherheitskabinett nach London. Sämtliche Parteien haben ihre Kampagnen für die Parlamentswahlen am 8. Juni bis auf Weiteres unterbrochen. Beileids- und Solidaritätsbekundungen kamen aus aller Welt.
    Prozess gegen frühere südkoreanische Präsidentin hat begonnen:
    Die vor gut zwei Monaten entmachtete Präsidentin Park Geun Hye muss sich jetzt vor Gericht verantworten. Der 65-jährigen wird Bestechlichkeit, Nötigung, Amtsmissbrauch und Verletzung von Staatsgeheimnissen vorgeworfen. Sie soll südkoreanische Unternehmen wie Hyundai und Posco unter Druck gesetzt haben, insgesamt umgerechnet 64 Millionen Euro an zwei Stiftungen einer Jugendfreundin zu spenden. Diese soll ihre Beziehungen zur Präsidentin ausgenutzt haben, um von den Firmen Millionenspenden einzutreiben und sich dabei persönlich zu bereichern. Auch der Samsung-Konzern ist in die weit verzweigte Affäre verwickelt. Park ist bereits das dritte südkoreanische Staatsoberhaupt, das sich wegen Korruptionsvorwürfen auf der Anklagebank wiederfindet.
    Noch keine neuen Kredite für Griechenland:
    Die Auszahlung weiterer Hilfsmilliarden an das hoch verschuldete Griechenland wird erneut zur Hängepartie: Die Euro-Finanzminister konnten sich am Montagabend nicht darauf verständigen, den Weg für weitere Hilfsgelder frei zu machen. Zentrales Problem war ein Streit um Schuldenerleichterungen, die Athen ab dem kommenden Jahr bekommen könnte. Ein Durchbruch muss nun beim nächsten Treffen Mitte Juni gefunden werden; im Juli braucht das Land dringend wieder frisches Kapital. Man sei sehr nahe an einer Gesamtvereinbarung gewesen, so Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem. Die Schuldenerleichterungen sind Voraussetzung für die Beteiligung des Internationalen Währungsfonds an dem Hilfsprogramm. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte hier bei konkreten Zusagen gebremst.
    Trump und Abbas reden miteinander:
    US-Präsident Donald Trump setzt seinen Besuch in Israel und den Palästinensergebieten heute fort. In Bethlehem soll er mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammentreffen. Beide hatten sich erst kürzlich im Weißen Haus in Washington gesehen. Es wird erwartet, dass sich Trump erneut für eine regionale Lösung des Nahostkonflikts aussprechen wird; in Israel hatte er am Montag gesagt, dass der Frieden nur gemeinsam erreicht werden könne. Trump treibt zugleich während seines Besuchs eine Isolierung Irans voran. Das Land dürfe niemals eine Atomwaffe haben, so der US-Präsident am Montag in Israel.
    Früherer Trump-Berater Flynn will nicht aussagen:
    Der Untersuchungsausschuss des US-Senats, der sich mit den mutmaßlichen Russland-Beziehungen von Präsident Donald Trump beschäftigt, wird wohl vorerst auf die Aussage des ehemaligen Nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn verzichten müssen. Flynn teilte nach Angaben von Senatsmitarbeitern dem Geheimdienstausschuss in einem Brief mit, dass er einer Vorladung des Gremiums nicht Folge leisten werde. Der pensionierte General berief sich auf das von der Verfassung garantierte Recht, sich nicht selbst belasten zu müssen. Einzelne Senatoren haben sich bereits zu der Absage Flynns geäußert. Die beiden Vorsitzenden des Ausschusses, die Senatoren Richard Burr und Mark Warner sagten, sie würden Flynn "energisch verfolgen". Der republikanische Senator James Lankford schrieb via Twitter, man werde die Wahrheit "so oder so" herausbekommen.
    Amnesty: Massenentlassungen in der Türkei verletzen Menschenrechte:
    Mit den Massenentlassungen von Staatsbediensteten verstößt die türkische Führung nach Ansicht von Amnesty International gegen Menschenrechte. In einem neuen Bericht kritisierte die Organisation die Entlassungen als "willkürlich". Die Betroffenen und ihre Familien würden damit zudem als "Terroristen" stigmatisiert. Seit dem Putschversuch im vergangenen Juli hat der türkische Staatspräsident Erdogan mehr als 100.000 Staatsbedienstete per Dekret entlassen. Ihnen werden angebliche Verbindungen zur Gülen-Bewegung vorgeworfen, die laut Erdogan für den Umsturzversuch verantwortlich sein soll.
    10 min
  • 22.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump besucht Israel und Palästinensergebiete:
    Nach einem milliardenschweren Waffendeal und einer Grundsatzrede zum Islam in Saudi-Arabien beginnt US-Präsident Donald Trump an diesem Montag seinen ersten Besuch in Israel und den Palästinensergebieten. Er will dort den seit drei Jahren brachliegenden Friedensprozess wieder in Gang bringen. Dazu trifft er den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und am Dienstag den Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas. Israels Sicherheitskabinett billigte unmittelbar vor Trumps Besuch eine Reihe von Erleichterungen für die Palästinenser. Zu dieser Geste des guten Willens gehören unter anderem Baugenehmigungen für die Palästinenser in Gebieten des Westjordanlandes, die unter israelischer Kontrolle stehen. Außerdem sollten zwei Industriegebiete im Westjordanland eingerichtet werden. In Riad hatte Trump die arabischen Staatschefs aufgefordert, selbst die Führung im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus zu übernehmen. Dem Iran gab er die Schuld an "so viel Instabilität in dieser Region".
    Gabriel will Schuldenerleichterungen für Griechenland:
    Kurz vor einer Sitzung der Staaten der Euro-Währungsunion über die Auszahlung weiterer Hilfsmilliarden an das hochverschuldete Griechenland hat Außenminister Sigmar Gabriel Schuldenerleichterungen für das Land gefordert. Dies sei den Griechen im Gegenzug für Reformen immer wieder versprochen worden, sagte der SPD-Politiker der "Süddeutschen Zeitung". Jetzt müssten die Geldgeber hierzu stehen. Die Erleichterungen dürften nicht am deutschen Widerstand scheitern. Laut dem SPD-Politiker sind der Internationale Währungsfonds und eine Mehrheit der Eurogruppe bereit, den Griechen einen Teil der Schulden zu erlassen. Damit stellt sich Gabriel gegen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), der Schuldenentlastungen für Athen derzeit ablehnt.
    Budapest: Demo für Europa und gegen Orban:
    In der ungarischen Hauptstadt Budapest haben erneut mehrere tausend Menschen für die EU und gegen die rechtsnationale Regierung demonstriert. Zu der Kundgebung hatten die Facebook-Gruppen mit den Namen "Unterrichtsfreiheit!" und "Wir halten nicht still!" aufgerufen. Ziel der Proteste sei der Kampf für den Erhalt der Pressefreiheit und der Schutz kritischer und unabhängiger Nichtregierungsorganisationen vor Diskriminierung. Ebenso wichtig sei ihnen der Erhalt der von Schließung bedrohten Central European University, deren Fortbestand durch das modifizierte Hochschulgesetz gefährdet ist. Kundgebungsteilnehmer kritisierten zudem die "europafeindliche Politik" der rechtskonservativen Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban.
    Trump will Hilfe für arme US-Bürger zusammenstreichen:
    US-Präsident Donald Trump will laut einem Pressebericht die Versorgung armer Bürger mit kostenloser medizinischer Hilfe und Lebensmitteln einschränken. In einem Haushaltsentwurf, den seine Regierung an diesem Dienstag vorlegen werde, seien tiefe Einschnitte an den entsprechenden Programmen vorgesehen, berichtete die "Washington Post" unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen. Das Budget des Programms "Medicaid", das Menschen mit geringem Einkommen kostenlose Arztbesuche ermöglicht, will Trump demnach in den nächsten zehn Jahren um 800 Milliarden Dollar kürzen. Nach Berechnungen des Haushaltsbüros des Kongresses könne das in dieser Zeit rund zehn Millionen US-Bürger ihrer Gesundheitsversorgung berauben. Zudem werde erwartet, dass Trump Änderungen an einem Programm vornehmen wolle, das arme Amerikaner mit Essensmarken versorgt, hieß es weiter.
    Blinder Bergsteiger Holzer bezwingt Mount Everest:
    Der blinde österreichische Extrembergsteiger Andy Holzer hat den Mount Everest bestiegen. Nach Angaben seines Teams hat der 50-Jährige gemeinsam mit seinen Begleitern den Gipfel gesund und munter nach etwa zehn Stunden Aufstieg erreicht. Seine Frau Sabine schrieb im Blog des Sportlers, die Gruppe habe um 7.10 Uhr bei minus 26 Grad auf dem Mount Everest-Gipfel gestanden. Holzer ist der zweite Blinde, der den mit 8848 Metern höchsten Berg der Erde erklommen hat. Er wurde blind geboren. Das Online-Magazin Dolomitenstadt.at berichtete, Holzer habe damit die "Seven Summits", die höchsten Berge aller Kontinente, bestiegen.
    Fußball: Real Madrid gewinnt spanischen Meistertitel:
    Fußball: Eine fünfjährige Durststrecke hat für Real Madrid ein Ende gefunden. Mit einem 2:0 Auswärtssieg über den FC Malaga gewannen die "Königlichen" am letzten Spieltag der ersten Liga den spanischen Meistertitel. Das Starensemble von Trainer Zinedine Zidane entthronte den Erzrivalen FC Barcelona und feierte den ersten Real-Meistertitel seit 2012. Barca nutzte im Ligafinale auch ein 4:2 Heimsieg über SD Eibar nichts. Schweden ist zum zehnten Mal Eishockey-Weltmeister. Im WM-Finale in Köln besiegten die Skandinavier Titelverteidiger Kanada mit 2:1.
    11 min
  • 20.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Amtsinhaber Rohani bei Präsidentenwahl im Iran in Führung:
    Bei der Präsidentenwahl im Iran liegt Amtsinhaber Hassan Rohani ersten offiziellen Ergebnissen zufolge in Führung. Nach Auszählung von rund 25 Millionen Stimmen entfielen knapp 15 Millionen auf den reformorientierten Rohani und gut zehn Millionen auf seinen erzkonservativen Rivalen Ebrahim Raeissi, wie das Innenministerium in Teheran mitteilte. Nach offiziellen Angaben wurden mehr als 40 Millionen Stimmen abgegeben, was einer Wahlbeteiligung von rund 70 Prozent entspricht. Bei der Wahl geht es um die Fortsetzung der von Rohani verfolgten Reformpolitik, die den Iranern mehr Freiheit und eine Erholung der Wirtschaft bringen soll. Raeissi ist dagegen ein enger Vertrauter des geistlichen und politischen Führers, Ajatollah Ali Chamenei. Nach dessen Ansicht ist Rohani in den vergangenen Jahren schon zu weit gegangen. So wurde unter der Präsidentschaft des 68-Jährigen das internationale Atomabkommen ausgehandelt.
    Erste Auslandsreise führt Präsident Trump nach Saudi-Arabien:
    Fast vier Monate nach Beginn seiner Amtszeit unternimmt Donald Trump seine erste Auslandsreise als US-Präsident. Erste Station ist die saudische Hauptstadt Riad, wo er an diesem Samstag erwartet wird. Dort trifft er König Salman und nimmt bis Montag an einem Treffen des Golfkooperationsrates sowie an einem Gipfeltreffen von 50 islamischen Ländern teil. Trump hat angekündigt, dass er sie auffordern wolle, Stellung gegen islamistisch-extremistische Bewegungen zu beziehen. Erwartet wird zudem, dass während Trumps Besuch neue US-Rüstungslieferungen an Saudi-Arabien bekanntgegeben werden. Der US-Präsident wird anschließend nach Israel und in die Palästinensergebiete weiterreisen. Weitere Stationen sind der Vatikan, wo er von Papst Franziskus empfangen wird, der NATO-Gipfel in Brüssel sowie der Gipfel der sieben führenden Industriestaaten (G7) auf Sizilien.
    Neue Vorwürfe gegen Trump in Russlandaffäre:
    US-Medien haben neue Vorwürfe gegen Präsident Donald Trump erhoben. Die "New York Times" berichtet, beim Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow vergangene Woche habe der US-Präsident gesagt, der Rauswurf von FBI-Chef James Comey habe Druck aus den Ermittlungen wegen möglicher Verstrickungen seines Wahlkampflagers mit Russland genommen. Die Zeitung beruft sich auf interne Aufzeichnungen des Gesprächs. Zu den Gründen für den Rauswurf Comeys haben Trump und sein Umfeld seit vergangener Woche wechselnde und teilweise widersprüchliche Angaben gemacht. Comey erklärte sich inzwischen bereit, in einer öffentlichen Sitzung des Geheimdienstausschusses des US-Senats auszusagen. Laut einem Bericht der "Washington Post" ist nun auch ein enger Mitarbeiter Trumps aus dem Weißen Haus ins Zentrum der Beobachtungen um mögliche illegale Russlandkontakte gerückt.
    Mehr als 140 Tote bei Angriff auf Stützpunkt in Libyen:
    Bei dem Angriff regierungstreuer Kämpfer in Libyen auf einen Stützpunkt gegnerischer Einheiten sind nach Angaben aus Armeekreisen mindestens 141 Menschen getötet worden. Bei den meisten Opfern handle es sich um Soldaten, die dem abtrünnigen General Chalifa Haftar angehörten, teilte ein Sprecher der Haftar-treuen Truppen mit. Weitere Opfer des Angriffs, der sich in der Nacht auf Freitag ereignete, seien Zivilisten, die auf dem Stützpunkt arbeiteten oder sich in der Nähe aufhielten. Überdies habe es Hinrichtungen gegeben. Die UN verurteilten den Angriff scharf. Er sei entsetzt über die Berichte, wonach es eine große Anzahl von Opfern, darunter auch Zivilisten, gegeben habe, erklärte der UN-Sondergesandte für Libyen, Martin Kobler.
    Maduro fühlt sich von den USA verfolgt:
    Venezuelas sozialistischer Präsident Nicolás Maduro hat US-Präsident Donald Trump mit scharfen Worten vor einer Einmischung in den Machtkampf in dem südamerikanischen Land gewarnt. Er solle seine "schmutzigen Hände" von Venezuela lassen, sagte Maduro in Caracas. "Geh nach Hause, Donald Trump", gab er seinem Präsidentenkollegen mit auf den Weg, offensichtlich erbost über die von den Vereinigten Staaten am Donnerstag verhängten Sanktionen gegen acht hochrangige Richter Venezuelas. Maduro unterstellt den USA bereits seit längerem, einen Putsch gegen ihn zu unterstützen. Die USA hatten die Strafmaßnahmen mit einseitigen Urteilen der Richter zugunsten der Regierung Maduro begründet.
    8 min
  • 19.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Präsidentenwahl im Iran hat begonnen:
    Im Iran hat die Wahl des nächsten Präsidenten begonnen. Der moderate Amtsinhaber Hassan Rohani bewirbt sich um eine zweite vierjährige Amtszeit, um seinen Kurs der Öffnung und Entspannung fortsetzen zu können. Sein konservativer Herausforderer, der Kleriker Ebrahim Raeissi, präsentiert sich dagegen als Verteidiger der Armen und Arbeitslosen und wirbt für eine "Widerstandswirtschaft" und eine "Diplomatie der Stärke". Rohani gilt zwar als Favorit, Raeissi genießt aber die Unterstützung des Klerus und der staatlichen Medien. Zwei weitere Bewerber gelten als chancenlos. Bereits am Morgen bildeten sich lange Warteschlangen vor den Wahllokalen mehrerer Städte. Erhält kein Kandidat bei der ersten Runde mehr als 50 Prozent, findet voraussichtlich am 26. Mai eine Stichwahl statt. Die 56 Millionen Stimmberechtigten sind auch aufgerufen, die Stadt- und Gemeinderäte neu zu wählen.
    USA verhängen Sanktionen gegen Venezuelas Verfassungsrichter:
    Die US-Regierung hat Sanktionen gegen acht Verfassungsrichter in Venezuela verhängt. US-Finanzminister Steven Mnuchin ordnete an, die Vermögen der Juristen in den USA einzufrieren. Zudem dürfen die Richter - unter ihnen der Präsident des venezolanischen Obersten Gerichts nicht mehr mit US-Bürgern in Geschäftskontakte treten. Das Ministerium begründete die Strafmaßnahmen mit der wiederholten Parteinahme der Richter für die Regierung des autoritären sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro. Die Richter seien verantwortlich für mehrere Urteile, die im Vorjahr die Rechte des demokratisch gewählten Parlaments beschnitten hätten. Im Parlament hat die Opposition die Mehrheit. Maduro wird seit Anfang April mit Massenprotesten konfrontiert, bei denen bisher 46 Menschen getötet wurden. Die Opposition kämpft für ein Referendum über seine Amtsenthebung. Sie macht ihn für die Wirtschaftskrise verantwortlich, die zu dramatischen Versorgungsengpässen geführt hat.
    Bundestag beschließt Verschärfungen des Asylrechts:
    Der Bundestag hat einen umstrittenen Gesetzesentwurf verabschiedet, mit dem das Asylrecht verschärft wird. Sogenannte ausreisepflichtige "Gefährder" können demnach leichter in Abschiebehaft genommen oder per Fußfessel überwacht werden. Auch wer kein Aufenthaltsrecht in Deutschland hat, aber nicht freiwillig ausreist und falsche Angaben über seine Identität macht, muss künftig mit Einschränkungen seiner Bewegungsfreiheit rechnen. Asylsuchende ohne Bleibeperspektive sollen verpflichtet werden können, bis zum Ende ihres Asylverfahrens in Erstaufnahmeeinrichtungen zu bleiben. Die Höchstdauer des Abschiebegewahrsams wird zudem von vier auf zehn Tage verlängert. Ferner erhält das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge das Recht, Mobiltelefone und Laptops von Asylbewerbern auszuwerten, um ihre Identität zu überprüfen. Menschenrechtsorganisationen kritisierten die erneute Verschärfung des Asylrechts als Angriff auf die Grundrechte von Schutzsuchenden.
    Griechisches Parlament billigt weitere Sparmaßnahmen:
    Das griechische Parlament hat ein weiteres Sparpaket verabschiedet. Dieses sieht unter anderem neuerliche Rentenkürzungen und Steuererhöhungen vor. Die Maßnahmen waren von den Geldgebern - der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds gefordert worden. Im Gegenzug soll Griechenland weitere Hilfszahlungen in Höhe von sieben Milliarden Euro erhalten. Die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras verspricht sich von der neuerlichen Sparrunde Einnahmen in Höhe von 4,5 Milliarden Euro. Aus Protest gegen die Kürzungen gingen zahlreiche Griechen auf die Straße. So versammelten sich mehrere Hundert Rentner im Zentrum von Athen; die Gewerkschaften demonstrierten vor dem Parlament. Die zunächst friedliche Protestaktion eskalierte, als Randalierer Böller und Brandflaschen auf die Polizei schleuderten. Die Beamten reagierten mit Tränengas und Blendgranaten.
    Basquiat-Gemälde erzielt Auktionsrekord:
    Ein Gemälde des Malers und Graffitikünstlers Jean-Michel Basquiat hat bei einer Sotheby's-Auktion in New York einen Rekordpreis erzielt. Das Werk mit dem Titel "Untitled" war dem neuen Besitzer 110,5 Millionen Dollar wert, das sind umgerechnet 99,4 Millionen Euro. Das ist der mit Abstand höchste Preis, der bislang für das Werk eines US-Künstlers bezahlt wurde. Der Verkäufer hatte das Gemälde, das einen bunten totenkopfartigen Schädel auf einer großen Leinwand zeigt, 1984 zum Preis von 19.000 Dollar erworben. Der 1960 im New Yorker Stadtteil Brooklyn geborene Basquiat ist einer der am höchsten gehandelten US-amerikanischen Künstler. Er starb 1988 im Alter von 27 Jahren an einer Überdosis Drogen.
    10 min
  • 18.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Sonderermittler untersucht mögliche Russland-Verstrickung Trumps:
    Das US-Justizministerium hat einen Sonderermittler eingesetzt, der mögliche Verbindungen zwischen US-Präsident Donald Trumps Wahlkampf und Russland untersuchen soll. Der frühere FBI-Chef Robert Mueller werde die Ermittlungen leiten, hieß es. Mueller war von 2001 bis 2013 unter den Präsidenten George W. Bush und Barack Obama Chef der US-Bundespolizei. Die Ereignisse in Washington hatten sich zuletzt überschlagen. Jüngst berichteten Medien, Trump habe wegen der Kontakte zu Moskau FBI-Ermittlungen behindert. Unter anderem soll der US-Präsident den ehemaligen FBI-Chef James Comey aufgefordert haben, die Untersuchung im Fall des früheren Nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn wegen dessen Kontakten nach Moskau einzustellen. In der vergangenen Woche hatte Trump Comey entlassen. Dazu kam zuletzt ein weiterer Vorwurf: Trump soll als vertraulich eingestufte Informationen an Russlands Außenminister Sergej Lawrow weitergegeben haben.
    Gabriel hofft auf Vermittlung der USA im Incirlik-Streit :
    Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel hofft im Incirlik-Streit mit der Türkei auf ein Einwirken der USA. Es sei für NATO-Partner undenkbar, "dass wir uns gegenseitig unter Druck setzen", sagte Gabriel in Washington nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen Rex Tillerson. Er glaube, "dass die Amerikaner auch ihre Möglichkeiten nutzen werden, um mit der türkischen Seite darüber zu sprechen, dass wir ein anderes Verhältnis miteinander haben müssen als derzeit." Gabriel beschrieb das Gespräch als "ausgesprochen gut". Es habe auch Themen wie Syrien, den Irak und Russland umfasst. Die Türkei hat Bundestagsabgeordneten wiederholt Besuche bei den deutschen Soldaten in Incirlik untersagt, die dort im Rahmen eines NATO-Einsatzes gegen den "Islamischen Staat" (IS) stationiert sind. Die Bundeswehr plant bereits eine Verlegung.
    Macron präsentiert sein Kabinett:
    Frankreichs neuer Präsident Emmanuel Macron hat in Paris sein Kabinett vorgestellt. Der Regierung gehören Politiker der Konservativen, Sozialisten und der Zentrumspartei an sowie politische Neulinge. Außenminister wird der bisherige Ressortchef für Verteidigung, Jean-Yves Le Drian. Er gilt als das angesehenste Mitglied aus der Regierung von Macrons Vorgänger, Francois Hollande. Für Wirtschaft und Finanzen ist künftig der Konservative Bruno Le Maire zuständig. Er soll über stabile Beziehungen nach Deutschland verfügen. Le Maire hat angekündigt, sich kommenden Montag in Berlin mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zu treffen. Insgesamt gehören Frankreichs neuer Regierung 22 Minister und Staatssekretäre an.
    Irischer Regierungschef Kenny tritt zurück:
    Der irische Regierungschef Enda Kenny hat seinen Rückzug als Premierminister und Vorsitzender der Fine-Gael-Partei angekündigt. Er habe seine Partei beauftragt, bis zum 2. Juni einen Nachfolger zu finden, erklärte Kenny in Dublin. Der 66-Jährige war seit 2002 Parteichef und seit 2011 Premierminister. Seine fragile Minderheitsregierung wird von der ebenfalls konservativen Partei Fianna Fáil unterstützt. Kenny stand seit Monaten wegen seiner Rolle in einer Schmutzkampagne gegen einen Polizei-Whistleblower unter Druck. Nun tritt der Ministerpräsident noch vor Beginn der Brexit-Verhandlungen zurück. Der geplante Austritt Großbritanniens aus der EU könnte für Irland schwere Folgen haben. Denn die EU-Außengrenze verläuft dann zwischen Irland und Nordirland.
    Immer mehr Minderjährige ohne Eltern auf der Flucht:
    Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge hat sich laut UNICEF seit 2010 verfünffacht. Wie aus einem Bericht des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen hervorgeht, sind allein in den vergangenen beiden Jahren weltweit rund 300.000 Jungen und Mädchen unter 18 Jahren getrennt von ihren Eltern registriert worden. 2010 und 2011 waren es noch 66.000 Kinder. Für Minderjährige sei die Flucht besonders gefährlich, heißt es in dem Bericht weiter. Schleuser und Menschenhändler nutzten ihre Lage aus, um sie "wie Sklaven" zu verkaufen oder zur Prostitution zu zwingen.
    Filmfestspiele von Cannes offiziell eröffnet:
    Im französischen Cannes hat das Filmfestival begonnen. Bei einer Gala erklärten der iranische Regisseur und Oscar-Preisträger Asghar Farhadi und die US-französische Schauspielerin Lily-Rose Depp die Filmfestspiele offiziell für eröffnet. Den Auftakt bildete das französische Beziehungsdrama "Les fantômes d'Ismaël" mit Marion Cotillard, Charlotte Gainsbourg und Mathieu Amalric. Zu dem Event fanden sich zahlreiche Prominente in Cannes ein, darunter Julianne Moore, Susan Sarandon und Robin Wright. Da das Festival an der Côte d'Azur in diesem Jahr zum 70. Mal stattfindet, hatten besonders viele Stars ihr Kommen zugesagt. Ins Rennen um die begehrte Goldene Palme, die wichtigste Auszeichnung des Festivals, gehen 19 Spielfilme. Darunter ist auch der deutsche Thriller "Aus dem Nichts" des Hamburger Regisseurs Fatih Akin.
    11 min
  • 17.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trumps Russland-Affäre zieht weitere Kreise:
    US-Präsident Donald Trump soll laut der "New York Times" den inzwischen entlassenen FBI-Chef James Comey gebeten haben, die Ermittlungen wegen der Russland-Kontakte von Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn einzustellen. Trump hatte Comey vergangene Woche entlassen. Im Skandal um die mutmaßliche Weitergabe von Geheimdienstinformationen an Russland verteidigte der US-Präsident sein Handeln. Er habe "absolut das Recht" zu einem solchen Vorgehen, erklärte Trump. Bei den streng geheimen Informationen über die IS-Miliz handele es sich den Medienberichten zufolge um Erkenntnisse, die die USA von einem befreundeten ausländischen Geheimdienst erhalten haben. Recherchen der "New York Times" zufolge könnte es sich dabei um Israel handeln.
    Vorerst keine neuen UN-Sanktionen gegen Nordkorea:
    Der Weltsicherheitsrat sieht trotz des erneuten Raketentests Nordkoreas von neuen Sanktionen gegen das kommunistisch regierte Land vorerst offenbar ab. Der UN-Botschafter Uruguays und derzeitige Vorsitzende des Gremiums, Elbio Rosselli, sagte in New York, der Rat lehne die Handlungen Nordkoreas entschieden ab. Alle Länder müssten sich an bereits verhängte Sanktionen des UN-Sicherheitsrats halten. Mehrere UN-Resolutionen untersagen der kommunistischen Führung in Pjöngjang Tests unter Verwendung ballistischer Raketentechnik. Am Montag hatte der Sicherheitsrat den Raketentest vom Sonntag bereits scharf verurteilt und Bereitschaft erkennen lassen, neue Sanktionen gegen Pjöngjang zu verhängen.
    Neue Todesfälle bei Protesten in Venezuela:
    Die Zahl der Toten bei den politischen Unruhen in Venezuela seit Anfang April hat sich auf 42 erhöht. Behörden bestätigten die Tode von drei Demonstranten. Seit Montag hatten erneut tausende Menschen gegen den linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro demonstriert. Sie blockierten stundenlang wichtige Hauptverkehrsstraßen. Örtlichen Medienberichten zufolge gab es Zusammenstöße und Festnahmen von Oppositionellen in sechs Bundesstaaten. Mindestens 155 Bürger Venezuelas sind inzwischen wegen der Proteste durch die Militärjustiz inhaftiert worden. Dies gab die regierungsunabhängige Gruppierung Foro Penal bekannt.
    Umfangreiche Streiks gegen neue Sparmaßnahmen in Griechenland:
    Aus Protest gegen neue Sparmaßnahmen haben die größten Gewerkschaften in Griechenland landesweit Streiks begonnen. Weil die Fluglotsen vier Stunden lang die Arbeit niederlegen, werden Dutzende Flüge verschoben. Die Busse in Athen fuhren am Morgen zunächst nicht, auch die staatliche Bahn wurde bestreikt. Die Fähren sind den zweiten Tag in Folge in den Häfen geblieben. Ärzte staatlicher Krankenhäuser behandeln nur Notfälle. Am Abend will das Parlament ein neues Sparpaket billigen, das Rentenkürzungen und Steuererhöhungen in Höhe von gut 4,9 Milliarden Euro vorsieht. Es ist Voraussetzung für weitere Finanzspritzen seitens der Gläubiger an das hoch verschuldete Land.
    EU fordert Ermittlungen nach Journalistenmorden in Mexiko:
    Nach der Tötung von zwei Journalisten in Mexiko fordert die Europäische Union (EU) rasche und transparente Ermittlungen. Die Täter müssten zur Rechenschaft gezogen werden, sagte ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini in Brüssel. Innerhalb weniger Stunden waren am Montag zwei Journalisten in Mexiko getötet worden. In der Drogenhochburg Sinaloa erschossen Unbekannte den Korrespondenten der Zeitung "La Jornada", Javier Valdez. Kurz darauf töteten Angreifer den Reporter Jonathan Rodríguez Córdova im Bundesstaat Jalisco. Die mexikanischen Behörden sollten Journalisten effektiv schützen und die Straflosigkeit bei Verbrechen gegen Journalisten und Aktivisten beenden, sagte der EU-Sprecher. In diesem Jahr wurden in Mexiko bereits sechs Reporter getötet. Die Morde werden allerdings fast nie aufgeklärt.
    BAMF räumt Fehler bei Überprüfung von Asylverfahren ein:
    Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat Medienberichten zufolge bei der Überprüfung von Altfällen viele Bearbeitungsfehler entdeckt. Nach Informationen der Zeitungen "Bild" und "B.Z." fanden die Kontrolleure der Behörde bei 1.000 Überprüfungen in 10 bis 15 Prozent der Fälle Fehler. Zudem stellt sich das Amt wegen der Untersuchungen zum Fall des mutmaßlich rechtsextremistischen Bundeswehrsoldaten Franco A. auf neue Verzögerungen bei laufenden Asylverfahren ein. Der Abzug erfahrener Entscheider für den Sonderauftrag könne zu einer langsameren Aufarbeitung des Rückstands führen, sagte eine Behördensprecherin. Der Offizier Franco A. hatte sich erfolgreich als syrischer Flüchtling registrieren lassen und subsidiären Schutz erhalten. Innenminister Thomas de Maiziere ordnete daraufhin an, 2.000 positive Asylentscheide zu überprüfen.
    10 min

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