Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 05.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump kommt Abschaffung von Obamacare einen Schritt näher:
    Das US-Repräsentantenhaus hat die Abschaffung der Gesundheitsreform von Ex-Präsident Barack Obama beschlossen. Die Abgeordneten verschafften dem amtierenden Präsidenten Donald Trump damit einen wichtigen Sieg. Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag mit hauchdünner Mehrheit von 217 zu 213 Stimmen für ein entsprechendes Gesetzesvorhaben. US-Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf versprochen, das als "Obamacare" bekannte Gesundheitssystem abzuschaffen und durch ein neues Modell zu ersetzen. Im März war ein erster Gesetzentwurf für eine Gesundheitsreform noch gescheitert. Damit Obamacare jetzt tatsächlich abgeschafft werden kann, muss auch die zweite Kammer des US-Kongresses, der Senat, zustimmen. Beobachter rechnen damit, dass es vor einer Zustimmung des Senats viele Änderungen am Gesetzentwurf geben wird.
    Konflikt zwischen USA und Nordkorea geht in nächste Runde:
    Das US-Repräsentantenhaus hat sich fast einstimmig für schärfere Sanktionen gegen Nordkorea ausgesprochen. Mit nur einer Gegenstimme billigten die Abgeordneten die Strafmaßnahmen, die verstärkt die Schiffsindustrie des abgeschotteten Landes ins Visier nehmen. Die Befürworter der Sanktionen wollen damit ein klares Zeichen im Streit über das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm setzen. Die Maßnahmen, die sich auch gegen Geschäftspartner Nordkoreas richten, müssen noch vom Senat verabschiedet werden. Die Internationale Atomenergiebehörde hat sich unterdessen besorgt gezeigt. Man habe Anhaltspunkte, dass das Nuklearprogramm so vorangehe, wie Nordkorea es verkündet habe, so ein Sprecher der Behörde. Trotz mehrerer UN-Resolutionen treibt die nordkoreanische Führung das Atomprogramm des Landes voran und entwickelt Raketen, die neben Südkorea und Japan auch die US-Küste erreichen könnten.
    UN begrüßen Schutzzonen in Syrien:
    Die Vereinten Nationen haben die geplante Einrichtung von Schutzzonen in Syrien als "ermutigenden" Schritt bezeichnet. Das bei den Friedensgesprächen in Astana geschlossene Abkommen zwischen den Garantiemächten Iran, Russland und Syrien müsse jedoch tatsächlich dazu beitragen, die Situation der Menschen im Land zu verbessern, forderte ein Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres. Zweifel an dem Abkommen äußerten die USA. Washington sähe vor allem die Rolle des Iran kritisch, erklärte das US-Außenministerium. Die Teheraner Regierung habe die Gewalt in Syrien bisher nicht gestoppt, sondern zu einer weiteren Zunahme beigetragen. Die Vereinbarung sieht vor, dass in bestimmten syrischen Gebieten keine Waffen oder Kampfflugzeuge mehr eingesetzt werden. Humanitäre Helfer sollen einen schnellen, sicheren und ungehinderten Zugang zu den Bedürftigen erhalten. Auch die Lieferung humanitärer Güter soll erleichtert werden. In Syrien harren Hunderttausende Menschen in belagerten Orten und Regionen aus.
    US-Richter lockert Haftbedingungen für "El Chapo":
    Der in den USA inhaftierte mexikanische Drogenboss Joaquín Guzmán, besser bekannt als "El Chapo", bekommt bessere Haftbedingungen. Guzman darf künftig Briefe an seine Frau schreiben. Familienbesuch darf er jedoch auch weiterhin nicht erhalten, ebensowenig wie Telefonanrufe. Auch ein Ende der Einzelhaft sowie den Besuch von Vertretern der Menschenrechtsorganisation Amnesty International bei Guzmán lehnte der zuständige Richter ab. Amnesty International hatte zuvor gesagt, die aktuellen Bedingungen seien unnötig hart und würden gegen humanitäre Standards verstoßen. Guzmán war im Januar von Mexiko an die US-Behörden ausgeliefert worden. Er ist unter anderem wegen Waffenvergehen und Drogenhandels angeklagt, ihm droht lebenslange Haft in einem US-Hochsicherheitsgefängnis.
    Schulz lehnt Referendum über Todesstrafe in Deutschland ab:
    SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat sich gegen ein türkisches Referendum in Deutschland über die Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei ausgesprochen. Man könne in Deutschland nicht über ein Instrument abstimmen lassen, das "unseren Werten und unserer Verfassung widerspricht", sagte Schulz dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". Darin sei er sich mit Außenminister Sigmar Gabriel einig. Gabriel hatte vor kurzem erst die Position der Bundesregierung bekräftigt, wonach die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei bei einer Wiedereinführung der Todesstrafe abgebrochen werden müssten. Zuletzt konnten die in Deutschland lebenden, wahlberechtigten Türken über die Einführung des Präsidialsystems in der Türkei abstimmen. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan zieht nun auch ein Referendum zur Todesstrafe in Erwägung. Nach türkischem Recht wären auch im Ausland lebende Türken stimmberechtigt.
    Behörde überprüft Asylverfahren:
    Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge überprüft in den nächsten Wochen 2000 Asylverfahren. Die Behörde zieht damit eine erste Konsequenz aus dem Fall des Bundeswehrsoldaten Franco A. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums soll mit der Überprüfung geklärt werden, ob es systematische Mängel im Umgang mit Asylanträgen gibt. Zudem will das Bundesamt künftig stärker auf moderne Technik setzen. Getestet werde bereits der Einsatz von Sprachidentifizierungssoftware, um die Herkunft von Flüchtlingen eindeutig nachzuweisen. Der mutmaßlich rechtsextreme Soldat Franco A. hatte sich als syrischer Flüchtling ausgegeben und vom Bundesamt auch einen vorläufigen Schutz erhalten. Dem Oberleutnant wird vorgeworfen, Anschläge geplant zu haben, die aussehen sollten, als seien sie von Flüchtlingen verübt worden.
    11 min
  • 04.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Venezuela: Panzerwagen überfährt Demonstranten:
    Der Machtkampf in Venezuela droht vollständig außer Kontrolle zu geraten. Bei neuen schweren Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten ist ein Panzerwagen in Caracas in eine Menschenmenge hineingefahren. Bei den dramatischen Szenen mit dem Panzerwagen der Nationalgarde, der durch geworfene Molotow-Cocktails in Brand geraten war, wurde mindestens ein junger Mann von dem Wagen überfahren und schwer verletzt. Das teilte der Bürgermeister des Stadtteils Chacao mit. Laut seinen Angaben wurden allein im Krankenhaus von Chacao mehr als 160 verletzte Demonstranten behandelt. In einem anderen Viertel der Hauptstadt wurde ein 18-Jähriger getötet. Viele Menschen hatten sich mit Gasmasken für die Proteste gerüstet. Tausende Demonstranten hatten sich in Caracas versammelt, um gegen die von Präsident Nicolás Maduro angestrebte neue Verfassung zu protestieren. Sie werfen dem sozialistischen Staatschef die Errichtung einer Diktatur vor und fordern Neuwahlen.
    Harter Schlagabtausch zwischen Macron und Le Pen:
    Im letzten TV-Duell vor der Stichwahl in Frankreich haben sich die beiden Präsidentschaftskandidaten ein hartes Rededuell geliefert. Emmanuel Macron warf seiner Gegnerin Marine Le Pen vor, sie würde Lügen verbreiten und die Gesellschaft spalten. Le Pen wiederum sagte, Macron sei "ferngesteuert" und stehe für die "wilde Globalisierung". In einer ersten Umfrage sahen fast zwei Drittel der befragten Zuschauer den sozialliberal eingestellten Macron als Sieger des Duells. Am kommenden Sonntag sind die Franzosen aufgerufen, sich in einer Stichwahl zu entscheiden, wer nächster Präsident des Landes wird. Macron gilt auch in den Umfragen als Favorit. Wegen der Anti-EU-Position Le Pens gilt die Abstimmung auch als Schicksalswahl für Europa.
    Verteidigungsministerin trifft sich mit Generälen und Admiralen:
    Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen trifft sich mit rund 100 Generälen und Admiralen zu Gesprächen über Extremismus bei der Bundeswehr. Dabei soll geklärt werden, weshalb Informationen über Missstände und Verfehlungen oft nicht ins Ministerium weitergeleitet wurden. Hintergrund ist die Affäre um den mutmaßlich rechtsextremen Offizier Franco A., der getarnt als syrischer Flüchtling, Anschläge vorbereitet haben soll. Am Wochenende war bekannt geworden, dass der Bundeswehr schon seit mehreren Jahren Hinweise auf eine rechtsextreme Gesinnung des Soldaten vorlagen, ohne dass es Konsequenzen gegeben hätte. Die Verteidigungsministerin ist durch die Affäre stark unter Druck geraten. Sie hatte der Bundeswehr ein "Haltungsproblem" und "Führungsschwäche" vorgeworfen. Ihre Kritik war inner- und außerhalb der Bundeswehr als zu pauschal zurückgewiesen worden.
    Viele Flüchtlingskinder in Südosteuropa gestrandet:
    Fast 25.000 Flüchtlingskinder sind nach Schätzungen des Kinderhilfswerks Unicef in Südosteuropa gestrandet. Insgesamt hielten sich in Griechenland, Bulgarien, Serbien und weiteren Ländern der Region rund 75.000 Flüchtlinge und Migranten ohne klare Perspektive auf. Manche Mütter und Kinder, so das UN-Kinderhilfswerk, hätten ihren Mann beziehungsweise Vater seit mehreren Monaten oder gar Jahren nicht gesehen. Der Prozess der Familienzusammenführung verlaufe so schleppend, dass beträchtlicher emotionaler Schaden bei den Kindern ausgelöst werde. Die Entwicklung der Mädchen und Jungen könne dadurch um Jahre zurückgeworfen werden. Die meisten Anträge auf Familienzusammenführung betreffen Unicef zufolge Flüchtlinge, die in Griechenland gestrandet sind.
    Schweizer Geheimdienst hat offenbar Spion in Finanzverwaltung:
    Der Schweizer Geheimdienst soll in die Finanzverwaltung von Nordrhein-Westfalen einen Spitzel eingeschleust haben. Das geht aus Recherchen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" hervor. Der Spion sei bisher nicht enttarnt worden. Seine Aufgabe sei herauszufinden, wie deutsche Behörden beim Ankauf von Daten-CDs mit Informationen über mögliche Steuersünder vorgehen. Herausgekommen ist die Anwerbung des Spitzels nach der Festnahme eines Schweizer Agenten am vergangenen Freitag. Seit mehr als zehn Jahren kaufen deutsche Bundesländer - darunter Nordrhein-Westfalen - CDs mit Bankdaten aus der Schweiz und Liechtenstein. Tausende von Steuersündern konnten dadurch von den Finanzämtern ermittelt werden. Der Ankauf der CDs sorgt allerdings auch seit Jahren für Verstimmungen in den Beziehungen zwischen Deutschland und der Schweiz.
    9 min
  • 03.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Von der Leyen sagt schonungslose Aufklärung der Bundeswehr-Affären zu:
    Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will neben dem Skandal um den festgenommenen terrorverdächtigen Offizier Franco A. auch andere bekannt gewordene Fälle von Erniedrigung, sexueller Herabwürdigung und Schikane bei der Bundeswehr aufarbeiten. "Das Dunkelfeld auszuleuchten, das wird mühsam, das wird schmerzhaft, das wird nicht schön werden", sagte die CDU-Politikerin in den ARD-Tagesthemen. An diesem Mittwoch fährt die Ministerin nach Illkirch in Frankreich, wo Franco A. am Standort der deutsch-französischen Brigade zuletzt stationiert war. Dieser Fall sei aus dem Ruder gelaufen, die große Mehrheit der Soldaten mache aber einen hervorragenden Dienst, sagte von der Leyen. Kritik an ihrem Krisenmanagement kommt von der Bundeswehr, der Opposition und vom Koalitionspartner SPD. Deren Kanzlerkandidat Martin Schulz forderte die Ministerin auf, selbst Verantwortung für die Vorfälle zu übernehmen und nicht wegen Verfehlungen Einzelner die gesamte Truppe unter Generalverdacht zu stellen.
    Trump und Putin verabreden sich:
    Die Präsidenten der USA und Russlands, Donald Trump und Wladimir Putin, wollen sich beim G20-Gipfel im Juli zum ersten Mal treffen. Das vereinbarten die beiden Staatschefs in einem Telefongespräch, wie der Kreml mitteilte. Der G20-Gipfel findet am 7. und 8. Juli in Hamburg statt. Die beiden Präsidenten sprachen sich demnach auch für weitere regelmäßige Telefonate aus. Bislang telefonierte der US-Präsident zwei Mal mit Putin. Die Beziehungen beider Länder sind derzeit so gespannt wie seit Jahrzehnten nicht. US-Geheimdienste werfen dem Kreml vor, mit Hackerangriffen den US-Wahlkampf manipuliert zu haben, was dieser bestreitet.
    Internationaler Tag der Pressefreiheit:
    Die Vereinten Nationen beklagen eine "Dämonisierung" kritischer Medien in vielen Ländern der Welt. Allzu viele Regierungschefs sähen Journalisten als Feinde, Reporter als Schurken, Twitter-Nutzer als Terroristen und Blogger als Gotteslästerer an, sagte der UN-Sonderberichterstatter für Meinungsfreiheit, David Kaye, mit Blick auf den heutigen Internationalen Tag der Pressefreiheit. EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani betonte in Brüssel, echte Demokratie könne ohne die Freiheit der Medien nicht existieren. Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler (SPD), nannte die Pressefreiheit eine "unerlässliche Voraussetzung" für die Verwirklichung der Menschenrechte. Die Hilfsorganisation Amnesty International forderte die Freilassung in der Türkei inhaftierter Journalisten. In keinem Land der Welt säßen derzeit mehr Reporter im Gefängnis, sagte der Generalsekretär von Amnesty Deutschland, Markus N. Beeko.
    Mehrere Tote bei Anschlag auf Militärkonvoi in Kabul:
    In der afghanischen Hauptstadt Kabul sind bei einem Selbstmordanschlag auf von der NATO genutzte Militärfahrzeuge mindestens acht Menschen getötet worden. Nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörden wurden 28 weitere verletzt, darunter drei US-Soldaten. Das Attentat galt laut Sicherheitskreisen gepanzerten Mannschaftstransportwagen, die im Rahmen des NATO-Einsatzes "Resolute Support" genutzt werden. Der Anschlag ereignete sich nahe der US-Botschaft und dem belebten Verkehrsknotenpunkt um den Massud-Platz. In der Nähe liegen der oberste Gerichtshof des Landes und mehrere Ministerien.
    Parlament in London aufgelöst:
    Gut einen Monat vor den Neuwahlen in Großbritannien ist das Parlament in London aufgelöst worden. Kurz nach Mitternacht verloren die 649 Abgeordneten ihre Rechte als Mitglieder des britischen Unterhauses. Premierministerin Theresa May wird im Tagesverlauf bei Königin Elizabeth II. im Buckingham-Palast erwartet, wie ein Sprecher mitteilte. Die Königin müsse zwar nicht ihre Zustimmung zu der Auflösung geben, werde aber von May auf den neuesten Stand gebracht. Die Regierungschefin hatte Mitte April überraschend Neuwahlen für den 8. Juni angekündigt. Sie will damit unter anderem ihre Position in den Brexit-Verhandlungen mit der EU stärken.
    Proteste gegen Maduros Plan für Verfassungsänderung:
    Venezuelas Präsident Nicolás Maduro ist mit seinem Plan für eine neue Verfassung vorerst gescheitert. Die konservative Oppositionsmehrheit im Parlament lehnte im Machtkampf mit dem sozialistischen Präsidenten die Einberufung einer Verfassunggebenden Versammlung ab. Die Venezolaner wollten keine neue Verfassung, sondern einen neuen Präsidenten, hieß es von Seiten der Abgeordneten. Die Ablehnung des Kongresses hat jedoch nur symbolischen Charakter, da das Parlament nicht die Macht hat, eine Verfassunggebende Versammlung zu blockieren. In Caracas protestierten erneut Tausende gegen den Staatschef.
    10 min
  • 02.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Kanzlerin Merkel in Russland erwartet:
    Erstmals seit zwei Jahren besucht Bundeskanzlerin Angela Merkel wieder den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Bei den Gesprächen im Kurort Sotschi am Schwarzen Meer geht es nach Angaben aus Berlin und Moskau um die Kriege in der Ukraine und in Syrien. In der Ostukraine bekämpfen sich seit Jahren Regierungstruppen und prorussische Separatisten. Die Bundesregierung fordert von Moskau, Einfluss auf die prorussischen Rebellen zu nehmen. Der Kreml hat aus Sicht Berlins auch eine Schlüsselposition bei der Suche nach einer Lösung für Syrien. Dort unterstützt er Machthaber Baschar al-Assad militärisch gegen die Rebellen. Das Treffen in Putins Sommerresidenz dient auch der Vorbereitung des G20-Gipfels der führenden Industrie- und Schwellenländer Anfang Juli in Hamburg, wo Merkel Gastgeberin ist.
    Trump zu Treffen mit Kim Jong Un bereit:
    US-Präsident Donald Trump ist grundsätzlich zu einem Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bereit. "Wenn es für mich angemessen wäre, ihn zu treffen, würde ich es durchaus tun, ich würde mich geehrt fühlen", sagte Trump der Nachrichtenagentur Bloomberg. Allerdings müssten die richtigen Voraussetzungen dafür geschaffen sein, meinte er weiter. Später relativierte sein Sprecher Sean Spicer die Äußerungen. Eine Menge Bedingungen müssten erfüllt sein. Und diese sind im Moment nicht erfüllt, sagte Spicer in Washington. Der Konflikt um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm spitzt sich in den vergangenen Wochen erheblich zu. Trump drohte mehrfach mit Alleingängen und schloss auch einen Militärschlag nicht aus.
    US-Raketenabwehrsystem in Südkorea einsatzbereit:
    Das umstrittene amerikanische Raketenabwehrsystem THAAD in Südkorea ist nach US-Angaben schon einsatzbereit. Es habe die Leistungsfähigkeit, nordkoreanische Raketen abzufangen und Südkorea zu verteidigen, erklärte ein Sprecher der US-Streitkräfte. Das System wurde in der östlichen Provinz Nord-Gyeongsang installiert. Die USA hatten vergangene Woche ungeachtet der Kritik aus China und Russland mit dem Aufbau begonnen. Die THAAD-Raketen sollen feindliche Kurz- und Mittelstreckenraketen abfangen. Sie tragen keinen Sprengkopf, sondern zerstören die Rakete durch direkten Aufprall.
    Maduro will Verfassungsgebende Versammlung:
    Der politisch schwer angeschlagene Präsident Venezuelas, Nicolás Maduro, hat als Ausweg aus der Staatskrise nun eine Verfassungsgebende Versammlung vorgeschlagen. Er wolle diese unter Einbeziehung des Volkes und der Arbeiterklasse einberufen, um die Verfassung zu ändern, sagte der Sozialist in seiner Rede zum "Tag der Arbeit" in Caracas. Ziel sei es, einen Staatsstreich der Opposition abzuwenden. Die Regierungsgegner lehnten den Vorstoß umgehend ab. In zahlreichen Städten protestierten wieder zehntausende Menschen gegen Maduro. In der Hauptstadt gingen schwer bewaffnete Sondereinheiten mit Tränengas gegen Demonstranten vor. In einigen Vierteln lieferten sich beide Seiten schwere Straßenschlachten.
    Griechenland einigt sich mit Geldgebern:
    Griechenland und seine Gläubiger haben sich nach Angaben der Regierung in Athen auf ein Bündel neuer Sparmaßnahmen geeinigt, die den Weg für weitere Hilfen für das kriselnde Land ermöglichen könnten. Der Einigung waren mehrtägige Marathon-Verhandlungen vorangegangen. Eine Bestätigung von Seiten der Gläubiger lag zunächst nicht vor. Insgesamt handelt es sich um ein Sparpaket in Höhe von gut 3,6 Milliarden Euro, wie aus dem Finanzministerium in Athen zu hören war. Wichtigste Einschnitte: Rentenkürzungen von bis zu 18 Prozent vom 1. Januar 2019 an und eine Senkung des jährlichen Steuerfreibetrages von 8636 Euro auf etwa 5681 Euro. Der genaue Betrag wurde zunächst nicht bekannt.
    Tausende demonstrieren in Budapest für EU:
    In der ungarischen Hauptstadt Budapest haben mehrere tausend Menschen für die Europäische Union demonstriert. Dazu aufgerufen hatte die neue Zentrumspartei Momentum. Vor genau 13 Jahren war das Land zusammen mit neun weiteren Staaten aus Mittel-, Ost- und Südeuropa der EU beigetreten. Seit einem Monat protestieren immer wieder größere Menschenmengen gegen die Politik des rechtsnationalen Ministerpräsidenten Viktor Orban. Kritiker werfen Orban vor, dass sich seine Politik zunehmend gegen europäische Werte wie Toleranz, Rechtsstaatlichkeit und Offenheit richtet. Die jüngste Protestwelle hatte ein neues Hochschulgesetz ausgelöst, das die angesehene Zentraleuropäische Universität des US-Milliardärs George Soros in Budapest zur Schließung zwingen könnte.
    Bedenken wegen Todesdroge: Ohio schiebt neun Hinrichtungen auf:
    Wegen wachsender Bedenken gegen die Todesdroge Midazolam hat der US-Bundesstaat Ohio neun geplante Hinrichtungen verschoben. Gouverneur John Kasich wolle eine Entscheidung eines Bundesgerichts abwarten, ob dem Bundesstaat der Einsatz des Wirkstoffes erlaubt sei, berichtete der Sender NBC. Nach Angaben des Senders WKSU soll eine für kommende Woche angesetzte Hinrichtung nun Ende Juli durchgeführt werden, die weiteren von September an. Midazolam ist Teil des bei vielen Hinrichtungen in den USA verwendeten Giftcocktails. Der umstrittene Wirkstoff wird für einen langen Todeskampf verantwortlich gemacht - wie etwa vergangene Woche bei einer Exekution in Arkansas.
    11 min
  • 01.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Heftige Debatte über Leitkultur-Vorstoß de Maizières:
    Mit seinem Zehn-Punkte-Katalog für eine deutsche Leitkultur hat Innenminister de Maizière eine hitzige Diskussion ausgelöst. Er wolle damit zu einer Debatte einladen über eine Leitkultur für Deutschland, schrieb der Minister in der Zeitung "Bild am Sonntag". So sei die Religion "Kitt und nicht Keil der Gesellschaft". Zur Leitkultur gehörten eine offene Gesellschaft, Allgemeinbildung und der Leistungsgedanke. FDP-Chef Christian Lindner kritisierte, der Minister wolle nur Wahlkampf machen. Der Vorstoß sei ein Ablenkungsmanöver. Grünen-Chef Cem Özdemir twitterte: "Meine Leitkultur ist europäisch." Für SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel ist der Vorschlag "eine peinliche Inszenierung". Dagegen stellte sich der CDU-Abgeordnete Wolfgang Bosbach hinter de Maizière. Der Begriff Leitkultur solle "nicht ausgrenzen, sondern einladen, jene Normen und Werte zu beachten, deren Einhaltung notwendig ist, damit alle in unserem Land unabhängig von Hautfarbe, Staatsangehörigkeit und Religion friedlich und konfliktfrei miteinander leben können", so Bosbach.
    Merkel reist in die Vereinigten Arabischen Emirate:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel reist an diesem Montag von Saudi-Arabien in die Vereinigten Arabischen Emirate. In Abu Dhabi wird sie mit Kronprinz Scheich Mohammed bin Said al-Nahjan sprechen. Mit ihm will sie über den Gipfel der großen Industrie- und Schwellenländer (G20) im Juli in Hamburg reden. Dabei geht es unter anderem um Klimaschutz und Frauenförderung. Ferner sind die Konflikte in der Region - in Syrien, Libyen und im Jemen - wichtige Themen. Merkel wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet.
    Renzi ist wieder Chef der Demokratischen Partei in Italien:
    Der italienische Ex-Ministerpräsident Matteo Renzi hat sein politisches Comeback eingeleitet: Der 42-Jährige wurde als Chef der regierenden Demokratischen Partei (PD) wiedergewählt. Das teilten die Kandidaten für das Amt noch vor dem Ende der Auszählung der Stimmen mit. Renzi setzte sich demnach gegen Justizminister Andrea Orlando und den Regionalpräsidenten von Apulien, Michele Emiliano, durch, die politisch weiter links eingeordnet werden. An der Abstimmung konnten sich alle wahlberechtigen Italiener ab 16 Jahren beteiligen. Nach Angaben der PD nahmen zwischen 1,9 und zwei Millionen Bürger teil. Das waren deutlich weniger als die fast drei Millionen Teilnehmer bei früheren Abstimmungen, aber genug für Renzi: Dieser hatte sich das Ziel von mindestens einer Million Teilnehmern gesetzt. Renzi war im Dezember nach der Niederlage bei einem Referendum über eine Verfassungsreform vom Amt des Regierungschefs zurückgetreten und legte im Februar auch den Parteivorsitz nieder.
    Französische Militäraktion gegen Islamisten in Mali:
    Das französische Militär hat bei einem groß angelegten Einsatz in Mali nach eigenen Angaben mindestens 20 Extremisten getötet. Der Führungsstab der Streitkräfte teilte mit, an der Aktion in einem Wald nahe der Grenze zu Burkina Faso sei auch die Luftwaffe beteiligt gewesen. Kampfjets griffen demnach Logistiklager an. Am Boden entdeckten die Soldaten große Mengen an Waffen, Munition, Raketenwerfer und Sprengstoffmaterial. Ein Anwohner sagte, viele Islamisten seien zu Fuß geflohen. Das Einsatzgebiet südwestlich der Stadt Gao gilt als Rückzugsort für bewaffnete Extremisten. In dem Gebiet war am 5. April ein französischer Soldat erschossen worden. Erst am Freitag hatte das malische Parlament den Notstand bis Ende Oktober verlängert. Frankreich hat mit der Einsatztruppe Barkhane 4000 Soldaten in den Sahel-Staaten Mali, Niger, Burkina Faso, Tschad und Mauretanien stationiert. Sie sollen einheimische Streitkräfte bei ihrem Anti-Terror-Kampf unterstützen.
    Verheerende Luftangriffe auf Kliniken in Idlib:
    In der syrischen Provinz Idlib sind nach Angaben aus dem Gesundheitssektor bei Luftangriffen sieben Krankenhäuser zerstört worden. Der zuständige Behördenvertreter Abdel Hamid Dabbak sagte, im Süden der Provinz seien sieben Krankenhäuser infolge der Luftangriffe funktionsunfähig. Der Arzt Monser Chalil erklärte, es gebe vor allem Probleme für Babys, denn man habe kaum noch Brutkästen. In der benachbarten Provinz Hama seien drei Krankenhäuser durch Bombenangriffe zerstört worden. Idlib wird seit 2015 von einer Rebellen-Allianz kontrolliert, der auch ehemalige Verbündete des Terrornetzwerks Al-Kaida angehören. Die Provinz ist regelmäßiges Ziel von Angriffen der syrischen Streitkräfte und russischer Kampfjets. Aktivisten sehen dahinter eine Strategie des syrischen Regimes. Die UN hatten sich in dieser Woche entsetzt über die fortlaufende Bombardierung von Krankenhäusern gezeigt und eine Ende gefordert.
    HSV rutscht nach Schlappe in Augsburg auf Relegationsplatz :
    Dem Hamburger SV droht wieder einmal der erste Abstieg aus der Fußball-Bundesliga. Nach einem desaströsen Auftritt unterlag das Team im Keller-Duell beim FC Augsburg mit 0:4 und steht drei Spieltage vor dem Saisonende nur noch auf dem Relegationsplatz. 1899 Hoffenheim gewann durch ein Tor in der Schlussminute 1:0 gegen Eintracht Frankfurt und rückte auf den dritten Rang vor. Damit sind die Kraichgauer seit 16 Ligaspielen daheim ungeschlagen.
    10 min
  • 29.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU-Sondergipfel zu Brexit:
    Auf einem Sondergipfel ohne Großbritannien legen die EU-Staats- und Regierungschefs an diesem Samstag ihre Position für die Brexit-Verhandlungen fest. Sie wollen in Brüssel Leitlinien für die auf zwei Jahre angelegten Austrittsgespräche vereinbaren. Die EU-Regierungen streben dabei einen geordneten Austritt an, fordern aber auch die Vorbereitung auf ein mögliches Scheitern der Gespräche. Der Gipfel soll auch bekräftigen, dass London alle finanziellen Verpflichtungen aus seiner EU-Mitgliedschaft erfüllen muss und nicht nur in Teilbereichen weiter Zugang zum europäischen Binnenmarkt erhalten kann. Nach dem Gipfel erhält die EU-Kommission ein Mandat für die Brexit-Verhandlungen. Die Gespräche mit Blick auf den britischen EU-Austritt Ende März 2019 sollen im Juni beginnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die Briten zuvor vor Illusionen gewarnt: Als künftiger Drittstaat könne Großbritannien nicht über gleiche Rechte verfügen wie ein EU-Mitgliedsland.
    Nicht alle Flüchtlinge in Deutschland erkennungsdienstlich erfasst:
    In Deutschland sind offenbar rund 5200 Flüchtlinge noch nicht erkennungsdienstlich erfasst. Das hat das Bundesinnenministerium nach einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" eingeräumt. Ursprünglich hieß es von Seiten der Bundesregierung, die Registrierung sei im Oktober vergangenen Jahres vollständig abgeschlossen worden. Seit etwa einem Jahr können alle Landesaufnahmeeinrichtungen Flüchtlinge vollständig erkennungsdienstlich behandeln, insbesondere Fingerabdrücke nehmen und Daten zentral speichern. Vor einigen Tagen war bekannt geworden, dass ein deutscher Bundeswehrsoldat problemlos als Flüchtling registriert wurde und dann unberechtigt Sozialhilfe bezog.
    Merkel verteidigt doppelte Staatsbürgerschaft:
    CDU-Chefin Angela Merkel hat die doppelte Staatsbürgerschaft gegen Kritik aus den eigenen Reihen verteidigt. Merkel sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, ein Türkischstämmiger mit Doppelpass könne ebenso loyal zu Deutschland stehen wie einer, der nur die deutsche Staatsbürgerschaft habe. Merkel betonte, sie wünsche sich eine ernsthafte Debatte darüber, wie Integration gelingen könne. Seit dem türkischen Verfassungsreferendum fordern immer mehr CDU-Politiker, den Doppelpass in der jetzigen Form abzuschaffen, weil er eine vollständige Integration in Deutschland verhindere.
    Neuer Raketentest Nordkoreas wahrscheinlich fehlgeschlagen:
    Ein erneuter Raketentest Nordkoreas ist anscheinend fehlgeschlagen. Das Militär in Seoul erklärte, das Nachbarland habe offensichtlich eine ballistische Rakete abgefeuert, der Test sei aber wohl gescheitert. Die Nachrichtenagentur Yonhap meldet, der Flugkörper sei mutmaßlich Sekunden nach dem Start explodiert. Auch aus Kreisen der US-Regierung hieß es, es gebe Hinweise auf ein Scheitern des Raketentests. - Nordkorea treibt trotz internationaler Kritik und verschärfter UN-Sanktionen sein Atom- und Raketenprogramm voran. US-Präsident Donald Trump hatte nicht einmal 24 Stunden vor dem neuen Test gewarnt, es könne am Ende zu einem großen Konflikt mit Nordkorea kommen. Trump hatte ein härteres Vorgehen gegen Nordkorea angekündigt und auch einen Angriff nicht ausgeschlossen. Vor dem UN-Sicherheitsrat warb Außenminister Rex Tillerson für schärfere Sanktionen gegen Pjöngjang. Es sei wohl nur eine Frage der Zeit, bis Nordkorea das Festland der USA angreifen könne.
    Papst ruft zu Eintracht zwischen Christen und Muslimen auf:
    Papst Franziskus hat in Ägypten zu Eintracht zwischen Christen und Muslimen aufgerufen. Nach mehreren blutigen Anschlägen auf Kopten besuchte er mit dem koptischen Patriarchen Tawadros II. in Kairo die Kirche St. Peter und Paul, wo im Dezember bei einem Selbstmordanschlag 29 Menschen getötet worden waren. Zu dem Anschlag hatte sich die sunnitische Terrormiliz "Islamischer Staat" bekannt. "Eure Leiden sind auch unsere Leiden", sagte Franziskus. An einem ökumenischen Gebet in der Kirche nahmen hohe Geistliche mehrerer christlicher Konfessionen teil. Die Minderheit der Kopten ist in Ägypten immer wieder Opfer von Gewalt. Zuletzt wurden vor gut zwei Wochen bei Anschlägen auf zwei Kirchen in Alexandria sowie in Tanta nördlich von Kairo insgesamt 45 Menschen getötet. Die Kopten machen rund zehn Prozent der 92 Millionen Ägypter aus. An diesem Samstag will Franziskus eine Messe für die kleine katholische Gemeinde in Ägypten halten, die rund 272.000 Mitglieder zählt.
    8 min
  • 28.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump warnt vor "großem, großem Konflikt" mit Nordkorea:
    US-Präsident Donald Trump hat im Konflikt mit Nordkorea erneut vor einer militärischen Eskalation gewarnt. Trump sagte der Nachrichtenagentur Reuters, er strebe eigentlich eine diplomatische Lösung des Streits um das Atom- und Raketenprogramm an, aber das sei "sehr schwierig". "Es besteht die Möglichkeit, dass wir am Ende einen großen, großen Konflikt mit Nordkorea haben", sagte Trump. US-Außenminister Rex Tillerson lobte derweil die Bemühungen Chinas in dem Konflikt. China habe Nordkorea inzwischen mit "eigenen" Sanktionen gedroht, sollte das Land weitere Atomwaffentests vornehmen, sagte Tillerson dem Fernsehsender Fox News. Darüber habe Peking die US-Regierung informiert.
    Netanjahu wirft Gabriel "instinktloses" Verhalten vor:
    Nach dem diplomatischen Eklat beim Israel-Besuch von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dem deutschen Politiker "instinktloses" Verhalten vorgeworfen. Er empfange keine Diplomaten anderer Länder, die sich bei ihrem Besuch mit Organisationen träfen, die Israels Soldaten als Kriegsverbrecher bezeichneten, sagte Netanjahu der "Bild-Zeitung". Der Premier sagte aber auch, er hoffe, dass sich Gabriel bei der nächsten Israel-Visite mit ihm treffe anstatt mit einer radikalen Randgruppe, die die Sicherheit seines Landes untergrabe. Der israelische Regierungschef hatte am Dienstag ein Treffen mit Gabriel platzen lassen. Der Grund: Gabriel hatte sich gegen Netanjahus Wunsch auch mit Vertretern der Bürgerrechtsorganisationen Breaking the Silence und B'Tselem getroffen. Diese setzen sich kritisch mit der israelischen Siedlungspolitik und dem Militär auseinander. Daher werden sie in Israel oft als Nestbeschmutzer oder Verräter bezeichnet.
    Ende der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei?:
    Die Außenminister der Europäischen Union beraten über die Zukunft der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Wegen der massiven Repression der türkischen Regierung gegen ihre Gegner und Kritiker seit dem gescheiterten Militärputsch im Juli mehren sich in der EU Forderungen nach einem Abbruch der seit 2005 laufenden Gespräche. Zu dem Treffen in der maltesischen Hauptstadt Valletta wird auch der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu erwartet. Entscheidungen sind bei dem informellen Treffen nicht geplant. Die EU hat aber bereits deutlich gemacht, dass die vom türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan erwogene Wiedereinführung der Todesstrafe das automatische Aus der Beitrittsverhandlungen bedeuten würde.
    Festnahmen bei weiterem Anti-Terror-Einsatz in London:
    Die britische Polizei hat bei einem Anti-Terror-Einsatz in London und dem nahe gelegenen Kent vier Verdächtige festgenommen. Zudem sei eine Frau angeschossen worden, teilten die Sicherheitsbehörden mit. Sie werde unter Polizeibewachung in einem Krankenhaus behandelt. Die Festgenommenen stünden unter Verdacht, einen Terrorangriff angestiftet und vorbereitet zu haben. Die fünf Personen seien bereits seit einiger Zeit überwacht worden. Einzelheiten nannte die Polizei nicht. Den Angaben zufolge stand der Einsatz aber nicht in Zusammenhang mit der Festnahme eines Terrorverdächtigen im Londoner Regierungsviertel wenige Stunden zuvor. Der Mann wurde am Donnerstag in der Nähe des Parlamentsgebäudes gefasst und trug mehrere Messer bei sich. Er war den Ermittlern bekannt.
    Arkansas richtet vierten Mann binnen acht Tagen hin:
    Im US-Bundesstaat Arkansas ist der vierte Häftling binnen acht Tagen hingerichtet worden. Der verurteilte Mörder Kenneth Williams sei durch eine Giftspritze getötet worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Versuche seiner Anwälte, in letzter Minute einen gerichtlichen Aufschub zu bekommen, waren gescheitert. Der republikanische Gouverneur von Arkansas, Asa Hutchinson, wollte ursprünglich binnen elf Tagen acht Häftlinge hinrichten lassen, weil das Haltbarkeitsdatum des bei Giftinjektionen verwendeten Mittels Midazolam abläuft. Hutchinson hatte deshalb per Dekret die größte Hinrichtungswelle in den USA seit 40 Jahren angeordnet. Vier der geplanten Exekutionen wurden aber von Gerichten gestoppt.
    Papst Franziskus zu Besuch in Ägypten:
    Drei Wochen nach den Anschlägen auf zwei koptische Kirchen reist Papst Franziskus an diesem Freitag nach Ägypten. Die Reise solle eine "Geste des Trostes und der Ermutigung" für alle Christen in der Region sein, kündigte er an. Zugleich will der Papst den Dialog mit den Muslimen befördern. Geplant ist neben seiner Teilnahme an einer christlich-islamischen Friedenskonferenz auch ein Treffen mit Staatspräsident Abdel Fattah al-Sisi. Am Samstagmorgen soll eine Messe stattfinden. Die Reise findet nach den jüngsten Anschlägen mit mehr als 40 Toten unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt.
    9 min
  • 27.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA wollen diplomatischen Druck auf Nordkorea erhöhen:
    Die US-Regierung will im Konflikt mit Nordkorea den diplomatischen Druck erhöhen und die internationalen Sanktionen verschärfen. Dabei wolle sie die Verbündeten und Partner in der Region einbinden, hieß es in einer Erklärung der Regierung nach einer unüblichen Lagebesprechung mit dem gesamten Senat im Weißen Haus. Sie strebe Stabilität in der Region und eine friedliche Lösung zum Stopp des nordkoreanischen Atom- und Raketenprogramms an und sei auch offen für Verhandlungen. Damit deutete die Regierung zwar ihre Bereitschaft an, alle diplomatischen Mittel auszuschöpfen. Zugleich warnte sie aber auch die kommunistische Führung in Pjöngjang, dass sie sich weiter alle Optionen offenhalte. Nordkorea sei eine akute Bedrohung für die nationale Sicherheit.
    Trump hält vorerst doch am Nafta-Freihandelsabkommen fest:
    US-Präsident Donald Trump hält vorerst doch am nordamerikanischen Freihandelsabkommen Nafta fest. Dies habe er dem mexikanischen Präsidenten Enrique Pena Nieto und Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau in einem Telefonat angekündigt, teilte das US-Präsidialamt mit. Neuverhandlungen sollten jedoch rasch beginnen. Zuvor war im Weißen Haus erwogen worden, per Dekret aus dem Freihandelsabkommen auszusteigen. Trumps Berater waren sich in der Sache aber uneins. Trump hatte mit dem Rückzug aus Nafta gedroht, sollte er keine besseren Bedingungen für die USA aushandeln können.
    Venezuela kündigt Austritt aus Staatenbund OAS an:
    Venezuelas Regierung hat den Rückzug des Landes aus der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) angekündigt. Am Donnerstag werde der OAS ein entsprechendes Schreiben vorgelegt, das den 24 Monate dauernden Austrittsprozess aus dem Staatenbund einleiten werde, sagte Außenministerin Delcy Rodriguez in einer Fernsehansprache. Hintergrund ist die massive Kritik der Organisation an Venezuelas sozialistischer Regierung unter Präsident Nicolás Maduro wegen des gewaltsamen Vorgehens gegen Demonstranten. Seit Anfang April versucht die konservative Opposition mit Massenprotesten einen Rücktritt Maduros zu erzwingen. Sie warnt davor, dass der Staatschef eine Diktatur errichten wolle. Am Abend wurde bei neuen Protesten in Caracas ein Demonstrant getötet. Damit steigt die Zahl der seit Anfang April bei den landesweiten Protesten getöteten Menschen laut offiziellen Angaben auf 32. Venezuela steckt nach jahrelanger Misswirtschaft in einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise.
    Neun weitere Demokratie-Aktivisten in Hongkong festgenommen:
    In Hongkong haben die Behörden neun weitere Aktivisten festgenommen. Sie seien wegen ihrer Teilnahme an einer chinakritischen Kundgebung im November in Gewahrsam genommen worden, teilten Aktivistengruppen mit. Erst am Mittwoch waren in der chinesischen Sonderverwaltungszone mit Baggio Leung und Yau Wai Ching die beiden führenden Mitglieder der chinakritischen Partei Younginspiration aufgegriffen worden. Bereits im vergangenen Monat waren neun Demokratieaktivisten, darunter Studenten und Abgeordnete des Parlaments, wegen ihrer Beteiligung an den sogenannten Regenschirm-Protesten im Jahr 2014 angeklagt wurden. Bei den Protesten hatten zeitweise Zehntausende Menschen mehr Demokratie und freie Wahlen in Hongkong gefordert.
    Türkei suspendiert 9000 Polizisten:
    In der Türkei sind mehr als 9000 Polizisten vom Dienst suspendiert worden, weil sie Verbindungen zum regierungskritischen islamischen Prediger Fethullah Gülen haben sollen. Die Suspendierung der insgesamt 9.103 Beamten sei "aus Gründen der nationalen Sicherheit" erforderlich, teilte die Polizei mit. Ziel sei es gewesen, geheime Netzwerke der Gülen-Bewegung innerhalb der Polizei zu zerschlagen. Zuvor hatte es erneut landesweit Razzien gegen mutmaßliche Gefolgsleute Gülens innerhalb der Polizei gegeben. Mehr als tausend Verdächtige wurden festgenommen. Präsident Recep Tayyip Erdogan macht die Gülen-Bewegung für den gescheiterten Militärputsch vom vergangenen Juli verantwortlich. Seitdem wurden mehr als 40.000 Menschen verhaftet. Die Bundesregierung äußerte Bedenken gegen die Massenverhaftungen und mahnte die Einhaltung rechtsstaatlicher Maßstäbe an.
    Deutsche Bank steigert Gewinn - Anleihehandel boomt:
    Die Deutsche Bank kommt im Tagesgeschäft wieder in Schwung. Das Vorsteuerergebnis kletterte im ersten Quartal um 52 Prozent auf 878 Millionen Euro, wie Deutschlands größtes Geldhaus mitteilte. Unter dem Strich standen 575 Millionen Euro Gewinn zu Buche, ebenfalls mehr als erwartet. Vor allem der wichtige Anleihehandel florierte zu Jahresbeginn, wie sich schon bei den Rivalen gezeigt hatte. Vorstandschef John Cryan hatte bereits zum Abschluss der rund acht Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung Anfang April angekündigt, im Kerngeschäft Investmentbanking wieder anzugreifen.
    DFB-Pokal: Dortmund steht nach Sieg gegen Bayern im Finale:
    Borussia Dortmund hat das DFB-Pokal-Halbfinale bei Titelverteidiger Bayern München mit 3:2 gewonnen. Der BVB steht damit zum vierten Mal in Folge im Finale um den DFB-Pokal. Im Endspiel treffen die Dortmunder auf Eintracht Frankfurt. Die Hessen hatten bereits am Dienstag das erste Halbfinale gegen den Bundesliga-Rivalen Borussia Mönchengladbach gewonnen. Das Pokalendspiel findet am 27. Mai in Berlin statt.
    10 min
  • 26.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA wappnen sich mit THAAD-Abwehrraketen gegen Nordkorea:
    Angesichts der wachsenden Spannungen mit Nordkorea im Streit um dessen Atomprogramm demonstrieren die USA mit dem Aufbau eines umstrittenen Raketenabwehrsystems in Südkorea militärische Stärke. Die ersten Container mit Bauteilen des Systems THAAD (Terminal High Altitude Area Defense) seien auf ein Gelände in der Provinz Gyeongsang gebracht worden, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit. Es solle Ende des Jahres einsatzbereit sein. Bereits im März hatte das Kommando der US-Streitkräfte im Pazifik mitgeteilt, erste THAAD-Elemente seien in Südkorea eingetroffen. Das System soll Kurz- und Mittelstreckenraketen abwehren und diese auch außerhalb der Erdatmosphäre zerstören können. China und Russland sehen durch das US-Raketensystem ihre Sicherheitsinteressen bedroht.
    Haushaltsstreit verzögert Trumps Mexiko-Mauer:
    US-Präsident Donald Trump muss vorerst von einem seiner zentralen Wahlkampfversprechen abrücken: Der Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko ist gegenwärtig wohl nicht zu finanzieren. Ein Entwurf für ein Haushaltsgesetz, das die beiden Kammern des US-Kongresses bis Freitag passieren muss, enthält keine Mittel für das Prestigeprojekt, mit dem Trump auf jeder seiner Wahlkampfveranstaltungen geworben und für das er viel Beifall seiner Anhänger geerntet hatte. Laut US-Medien ist Trump bereit, die Anfangsfinanzierung der geplanten Mauer auf den Herbst zu verschieben. Dass Trump einwilligt, den Baustart zu verschieben, hat mit dem derzeitigen Haushaltsstreit im Kongress zu tun. Republikaner und Demokraten müssen sich dort auf ein neues Haushaltsgesetz einigen.
    Handelsstreitigkeiten zwischen USA und Kanada verschärft:
    Der Handelsstreit zwischen den USA und Kanada schaukelt sich hoch. Der kanadische Premierminister Justin Trudeau drohte mit einer harten Reaktion auf Strafzölle für kanadisches Holz, die das US-Finanzministerium am Montag verhängt hatte. Trudeau sagte in einem Fernsehinterview, er sei sehr entschlossen, wenn es um die Verteidigung kanadischer Interessen gehe. US-Präsident Donald Trump kritisierte seinerseits, Kanada sei in den Handelsangelegenheiten "sehr grob" mit den USA umgegangen. Das sei der Grund für den "sehr hohen" Zoll auf die Hölzer. Auf die Frage, ob er sich vor einem Handelskrieg mit Kanada fürchte, antwortete Trump mit Nein. Streit gibt es auch um den Handel mit Milchprodukten. Kanada ist nach China wichtigster Handelspartner der USA.
    Gabriel trifft wie geplant Regierungskritiker in Israel:
    Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat in Israel wie geplant Vertreter regierungskritischer Menschenrechtsorganisationen getroffen. Zu den Gesprächen waren unter anderen die Gruppen "Breaking the Silence" und "Betselem" eingeladen. Beide setzen sich kritisch mit der Siedlungspolitik in den Palästinensergebieten und dem Vorgehen des israelischen Militärs dort auseinander. Wegen dieses Treffens war es zu einem diplomatischen Eklat gekommen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte ein geplantes Gespräch mit Gabriel kurzfristig ab. Zur Begründung hieß es, Netanjahu treffe sich nicht mit ausländischen Gästen, wenn diese auf ihren Besuchen auch mit Gruppen verkehrten, die israelische Soldaten als Kriegsverbrecher verleumdeten. Gabriel bedauerte die Entscheidung. Sein Verhältnis sowie das Deutschlands zu Israel werde sich durch den innenpolitisch motivierten Schritt Netanjahus aber nicht ändern.
    Venezuela droht mit Austritt aus der OAS:
    Die Regierung in Venezuela droht mit dem Austritt des Landes aus der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS). Außenministerin Delcy Rodriguez sagte im Staatsfernsehen, Präsident Nicolas Maduro habe sie angewiesen, ein Austrittsverfahren einzuleiten, wenn sich die OAS-Außenminister ohne Venezuela träfen, um über die Lage in dem Land zu sprechen. Venezuela wird seit mehr als drei Jahren von einer schweren Versorgungskrise und politischen Spannungen erschüttert. Bei Protesten sind seit Anfang des Monats rund 30 Menschen getötet worden. Die OAS fordert seit längerem Neuwahlen in dem Land. Amnesty International beklagte derweil die Unterdrückung der Meinungsfreiheit in Venezuela. Andersdenkende würden ohne Haftbefehl vom Geheimdienst festgenommen und friedliche Aktivisten strafrechtlich verfolgt, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation.
    Frontex-Chef: Immer mehr Flüchtlinge kommen über das Mittelmeer:
    Immer mehr Migranten kommen über das Mittelmeer nach Europa. Von Januar bis Mitte April seien 28.000 Menschen von Libyen aus nach Italien gelangt, sagte der Chef der europäischen Grenzschutzbehörde Frontex, Fabrice Leggeri, der "Passauer Neuen Presse". Das sei ein Anstieg um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Es handele sich aber nicht um syrische Bürgerkriegsflüchtlinge, sondern vor allem um Menschen von der Elfenbeinküste, aus Guinea, Nigeria sowie Bangladesch, sagte Leggeri. Die Schleuser nutzten die chaotische Lage in Libyen gnadenlos aus. Sie setzten inzwischen im Durchschnitt 170 Menschen in ein Boot - oft ohne Proviant und ausreichend Treibstoff. Vor zwei Jahren seien es im Schnitt 100 Migranten gewesen. Die Route von der Türkei durch das östliche Mittelmeer nach Griechenland ist laut Leggeri weitgehend geschlossen.
    9 min
  • 25.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Netanjahu droht mit Absage von Gabriel-Treffen:
    Ein geplantes Treffen von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel mit linken Menschenrechtsorganisationen während seines Antrittsbesuchs in Israel sorgt für Wirbel. Das israelische Fernsehen berichtet, Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erwäge deswegen eine Absage seines für diesen Dienstag geplanten Gesprächs mit Gabriel. Der Regierungschef soll seinen Gast aus Deutschland vor die Wahl gestellt haben, sich mit den Menschenrechtlern oder mit ihm zu treffen. Gabriel wollte sich zu dem Bericht bisher nicht äußern. Auch von Netanjahus Büro gab es keine Stellungnahme. Es verschickte aber einen Terminplan des Ministerpräsidenten, auf dem ein Treffen mit Gabriel fehlt.
    Le Pen tritt vorübergehend von Parteivorsitz zurück:
    Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen legt vorübergehend den Vorsitz des Front National nieder. Sie wolle "über den Parteiinteressen" stehen und in der Stichwahl möglichst viele Franzosen hinter sich vereinen, sagte sie im französischen Fernsehen. Le Pen gab sich trotz Umfragen, wonach ihr Rivale Emmanuel Macron im zweiten Wahlgang mit einer großen Mehrheit rechnen kann, siegesgewiss. Zudem attackierte sie Macron scharf. Nichts in seinem Programm oder seinem Verhalten lasse "die geringste Liebe zu Frankreich erkennen", sagte Le Pen. Macron hatte in der ersten Wahlrunde am Sonntag 24 Prozent geholt, Le Pen kam auf 21,4 Prozent. Der sozialliberale Reformpolitiker und die Rechtspopulistin treten am 7. Mai gegeneinander an.
    USA sanktionieren syrische Forscher für Giftgaseinsatz:
    Wegen des mutmaßlichen Giftgaseinsatzes durch die syrische Armee hat die US-Regierung finanzielle Sanktionen gegen insgesamt 271 Syrer verhängt. Bei ihnen handelt es sich um Mitarbeiter einer Forschungseinrichtung, wie das Finanzministerium in Washington mitteilte. Das syrische Wissenschaftszentrum wird von der US-Regierung für die Entwicklung der Chemiewaffen verantwortlich gemacht, die Anfang April in der von Rebellen kontrollierten Stadt Chan Scheichun gegen Zivilisten eingesetzt worden sein sollen. 87 Menschen wurden getötet, darunter viele Kinder. Mit den Sanktionen werde eine "starke Botschaft" ausgesandt, dass die US-Regierung "das gesamte Assad-Regime für diese eklatanten Menschenrechtsverletzungen" zur Rechenschaft ziehe, erklärte das Finanzministerium.
    Zwei Häftlinge an einem Tag in Arkansas hingerichtet:
    Im US-Bundesstaat Arkansas sind zwei Häftlinge am selben Tag hingerichtet worden. Die beiden in den 90er Jahren wegen Vergewaltigung und Mordes zum Tode verurteilten Männer wurden durch eine Giftspritze getötet, wie die Justizbehörden des Bundesstaats mitteilten. Versuche, in letzter Minute einen gerichtlichen Aufschub zu erhalten, waren zuvor gescheitert. Die Regierung von Arkansas hat geplant, bis Ende April acht Häftlinge hinrichten zu lassen, weil das Haltbarkeitsdatum des bei Giftinjektionen verwendeten Mittels abläuft. Das Vorhaben der Behörden sorgte weltweit für Kritik und Protest.
    Erneut Tote bei Demonstrationen in Venezuela:
    Bei den anhaltenden Demonstrationen in Venezuela sind mindestens zwei weitere Menschen getötet worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden die Opfer aus zwei Städten im Westen des von einer tiefen politischen Krise erschütterten Landes gemeldet. Damit stieg die Zahl der Toten seit Beginn der Protestwelle gegen den sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro Anfang April auf 23. Die Opposition hatte zu landesweiten Straßenblockaden aufgerufen. In der Hauptstadt Caracas verlief eine Massenkundgebung zunächst friedlich. Später kam es zu Ausschreitungen zwischen Polizei und Demonstranten.
    7 min

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