Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 12.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Polizei ermittelt nach Attacke auf BVB-Bus in alle Richtungen:
    Nach dem Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus des Bundesligisten Borussia Dortmund ermittelt die Polizei in alle Richtungen. Das sagte eine Staatsanwältin. Die Polizei geht von einem gezielten Angriff aus. Sie sprach vom Verdacht auf ein versuchtes Tötungsdelikt. Nach wie vor werde ein islamistischer Hintergrund nicht ausgeschlossen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur. Auch seien gewaltbereite Fans oder andere Täter im Blick der Ermittler. In der Nähe des Tatorts wurde ein mögliches Bekennerschreiben gefunden. Die Echtheit werde geprüft, sagte die Staatsanwältin. Kurz vor dem Champions-League-Heimspiel gegen den AS Monaco waren am Abend drei Sprengsätze in der Nähe des BVB-Busses explodiert, als dieser vom Hotel losfuhr. Der Innenverteidiger Marc Bartra wurde dabei am Handgelenk verletzt und musste operiert werden. Ein Polizist erlitt ein Knalltrauma und einen Schock. Das Viertelfinal-Hinspiel gegen den AS Monaco wurde auf Mittwochabend verschoben. Die Dortmunder Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor.
    Xi mahnt bei Trump friedliche Nordkorea-Lösung an:
    Der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping hat US-Präsident Donald Trump am Telefon aufgefordert, den Konflikt mit Nordkorea "mit friedlichen Mitteln" zu lösen. Nach Angaben staatlicher Medien sagte Xi, sein Land bestehe darauf, eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel zu schaffen, um Frieden und Stabilität zu wahren. Trump hatte zuletzt mit einem Alleingang gegen Nordkorea gedroht, um das umstrittene Atomprogramm des Landes zu stoppen, falls China den Druck auf Pjöngjang nicht erhöhe. Mit dem Luftangriff in Syrien in der vergangenen Woche wollte die US-Regierung nach Einschätzung vieler Beobachter auch Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un signalisieren, dass sie vor einer militärischen Option nicht zurückschreckt. Am Wochenende entsandte Washington als Demonstration der Stärke gegenüber der kommunistischen Führung in Pjöngjang eine Flugzeugträgergruppe in Richtung der Koreanischen Halbinsel. Nordkorea drohte daraufhin mit Gegenmaßnahmen.
    Armee: Anführer von Terrorgruppe Abu Sayyaf getötet:
    Auf den Philippinen hat die Armee einen mutmaßlichen Anführer der islamistischen Terrorgruppe Abu Sayyaf getötet. Der Mann namens Muamar Askali - auch bekannt als Abu Rami - sei bei Kämpfen mit Islamisten auf der Ferieninsel Bohol erschossen worden, sagte ein Militärsprecher. Bei dem stundenlangen Schusswechsel auf Bohol, etwa 600 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila, hatte es am Dienstag insgesamt mindestens zehn Tote gegeben. Dabei soll es sich um sechs mutmaßliche Terroristen, drei Soldaten und einen Polizisten handeln. Vermutet wird, dass die schwer bewaffneten Angreifer auf der Insel Urlauber entführen wollten. Abu Sayyaf finanziert mit Entführungen seit Jahrzehnten den Kampf für einen eigenen Staat. In ihrer Hand sollen sich aktuell mehr als zwei Dutzend Geiseln befinden. Die Extremisten hatten im Februar einen deutschen Segler nach monatelanger Geiselhaft getötet.
    US-Außenminister Tillerson zu Gesprächen in Moskau:
    US-Außenminister Rex Tillerson kommt an diesem Mittwoch in Moskau mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow zusammen. Bei der Unterredung dürften die jüngsten Ereignisse im Bürgerkriegsland Syrien im Mittelpunkt stehen. Kurz vor dem Treffen hatte sich der Ton zwischen Russland und den USA verschärft. Die USA und ihre wichtigsten Verbündeten verlangen von Russland den Bruch mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Tillerson kommt als erstes Mitglied der neuen US-Regierung von Präsident Donald Trump nach Moskau. Auch Präsident Wladimir Putin dürfte den US-Außenminister empfangen, den er noch aus Tillersons Zeit als Chef des Ölkonzerns ExxonMobil kennt.
    Brasiliens Oberster Gerichtshof erlaubt Korruptionsermittlungen gegen Minister:
    Das Oberste Gericht Brasiliens hat den Weg für Korruptionsermittlungen gegen zahlreiche Minister und Parlamentsabgeordnete frei gemacht. Zu den Politikern gehören der Kabinettschef von Präsident Michel Temer sowie der Außen-, der Handels- und der Landwirtschaftsminister, wie der zuständige Richter mitteilte. Auch führende Oppositionspolitiker sind betroffen, darunter die früheren Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva und Dilma Rousseff. Die Ermittlungen gründen sich auf Aussagen früherer und aktueller Manager des Baukonzerns Odebrecht. Medienberichten zufolge wird den Politikern vorgeworfen, gegen den Erhalt von Schmiergeldern dem Baukonzern geholfen zu haben, an Aufträge des staatlichen Ölkonzerns Petrobras zu kommen.
    10 min
  • 11.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nordkorea droht den USA:
    Nordkorea hat die Entsendung einer US-Flugzeugträgergruppe zur koreanischen Halbinsel scharf verurteilt und mit einer entschiedenen Reaktion gedroht. "Das rücksichtslose Vorgehen der USA zur Invasion der Demokratischen Volksrepublik Korea hat eine ernste Phase erreicht", erklärte ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang. Man sei bereit, "auf jede von den USA gewünschte Art des Krieges zu reagieren". Das Außenministerium warnte vor "katastrophalen Konsequenzen". Südkorea rechnet mit "weiteren Provokationen" des kommunistischen Nordens. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt mit einem Alleingang gegen Nordkorea gedroht, um das Atomprogramm des Landes zu stoppen.
    Trump konsultiert Merkel und May zu Syrien:
    US-Präsident Donald Trump hat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britischen Premierministerin Theresa May über den Konflikt in Syrien beraten. Merkel und May hätten in den Telefonaten ihre Unterstützung für den US-Angriff auf die syrische Luftwaffe bekundet, teilte das Weiße Haus mit. Alle drei Regierungschefs seien sich einig gewesen, dass es wichtig sei, Syriens Staatschef Baschar al-Assad für den Giftgasangriff zur Verantwortung zu ziehen, bei dem in der vergangenen Woche mindestens 86 Menschen getötet wurden. Die britische Regierung erklärte, May und Trump seien übereingekommen, dass nun versucht werden müsse, den Kreml davon zu überzeugen, seine Allianz mit Assad aufzukündigen.
    Amnesty-Bericht: Weniger Hinrichtungen - mehr Todesurteile:
    Die Zahl der weltweit vollstreckten Todesstrafen ist im vergangenen Jahr deutlich gesunken, gleichzeitig stieg die Zahl der Todesurteile stark an. Das geht aus der Jahresstatistik der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hervor. Demnach stieg die Zahl der Todesurteile im Vorjahresvergleich um mehr als die Hälfte auf 3117. Die Zahl der Hinrichtungen sank um etwa ein Drittel auf 1031. Fast 90 Prozent der gezählten Exekutionen fanden im Iran, in Saudi-Arabien, im Irak und in Pakistan statt. Nicht erfasst wurden die Hinrichtungen in China, die Amnesty auf mehrere Tausend schätzt. Die chinesische Führung behandelt die Todesstrafe als Staatsgeheimnis.
    Flüchtlingslager in Nordfrankreich geht in Flammen auf:
    In einem Flüchtlingslager im Norden Frankreichs ist nach gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Bewohnern ein Großbrand ausgebrochen. Das Camp in Grande-Synthe bei Dünkirchen sei vollständig niedergebrannt, sagte Präfekt Michel Lalande. Vorausgegangen seien Kämpfe zwischen afghanischen und kurdischen Flüchtlingen, bei denen sechs Menschen durch Messerstiche verletzt worden seien. Die rund 1500 Flüchtlinge, die in Holzhütten untergebracht waren, sollen nun in Notunterkünfte verlegt werden. Die Spannungen in Grande-Synthe hatten zugenommen, als viele Flüchtlinge nach der Räumung des berüchtigten "Dschungels" in Calais dort eintrafen. Die französischen Behörden hatten das dortige Lager Ende Oktober aufgelöst.
    Viele Verletzte bei Demonstrationen in Caracas:
    Bei Demonstrationen gegen eine drohende Diktatur ist es in Venezuelas Hauptstadt Caracas zu schweren Ausschreitungen gekommen. Mindestens 57 Menschen sollen bei gewalttätigen Zusammenstößen mit der Polizei verletzt worden sein. Mindestens 18 Demonstranten wurden festgenommen. Wie in den Vortagen versuchten die Sicherheitskräfte durch den massiven Einsatz von Tränengas die Proteste aufzulösen. Angesichts der Protestwelle gegen die sozialistische Regierung warnte der Vizepräsident des venezolanischen Parlaments, Freddy Guevara, davor, auf Gewalt zu setzen. Von einer Grauzone zwischen Diktatur und Resten einer Demokratie bewege sich Präsident Nicolás Maduro gerade in Richtung der "schwarzen Zone", sagte Guevara der Deutschen Presse-Agentur.
    USA, Mexiko und Kanada wollen gemeinsame Fußball-WM:
    Die USA, Mexiko und Kanada bewerben sich gemeinsam um die Fußball-WM im Jahr 2026. Das kündigten die Präsidenten der drei nationalen Fußball-Verbände in New York an. Das WM-Turnier 2026 ist das erste, das statt mit 32 mit 48 Teilnehmern ausgetragen wird. Der gemeinsamen Bewerbung der nordamerikanischen Staaten werden gute Chancen eingeräumt, da der Rotationsmodus europäischen und asiatischen Ländern eine Bewerbung verbietet. Es wäre das erste Mal, dass drei Nationen gemeinsam eine WM ausrichten.
    10 min
  • 10.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Ägypten verhängt Ausnahmezustand:
    Nach den Terroranschlägen auf zwei koptische Kirchen in Tanta und Alexandria hat Ägyptens Staatschef Fattah al-Sisi einen dreimonatigen Ausnahmezustand verhängt. Dieser trete in Kraft, sobald die notwendigen verfassungsrechtlichen Schritte eingeleitet seien, sagte al-Sisi in einer Fernsehansprache. Darüber hinaus werde eine Reihe weiterer Maßnahmen ergriffen. In der Rede warf der Präsident anderen Ländern vor, den Terrorismus in Ägypten zu unterstützen, nannte aber keine konkreten Staaten. Zuvor hatte al-Sisi nach eigenen Angaben dem Militär befohlen, landesweit wichtige Gebäude zu schützen. Bei den blutigsten Angriffen auf koptische Christen in Ägypten seit langem waren am Palmsonntag mindestens 44 Menschen getötet worden, mehr als 100 wurden verletzt. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" reklamierte die Anschläge für sich und drohte weitere Gewalttaten an.
    Landesweite Schweigeminute für Opfer von Stockholm:
    In Schweden findet an diesem Montag um 12 Uhr mittags eine landesweite Schweigeminute für die Opfer des LKW-Anschlags von Stockholm statt. Am Sonntag hatten im Zentrum der schwedischen Hauptstadt Tausende Menschen gemeinsam der Getöteten gedacht. Zuvor hatte die Polizei weitere Details über den mutmaßlichen Attentäter bekannt gegeben. Der 39-jähriger Usbeke sei ein IS-Sympathisant, der aus Schweden abgeschoben werden sollte, nachdem sein Asylantrag abgelaufen war. Kurz darauf sei er untergetaucht, sagte Polizeichef Jonas Hysing. Im Zusammenhang mit dem Attentat nahmen die Ermittler mehrere Menschen in Gewahrsam, um sie zu befragen. Eine weitere Person wurde formell unter Terror- und Mordverdacht festgesetzt.
    Sigmar Gabriel warnt vor weiterer Eskalation im Syrien-Konflikt:
    Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat die USA vor einer weiteren Eskalation im Syrien-Krieg gewarnt. Es sei vernünftig, dass US-Präsident Donald Trump seine Position aus dem Wahlkampf korrigiert habe, denn die USA würden bei der Lösung des Konflikts gebraucht. Dabei dürfe Washington aber nicht nur auf Militäraktionen setzen, sagte Gabriel in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Wichtig sei außerdem, Russland durch politische Gespräche aus der "unverbrüchlichen Treue" zum syrischen Präsidenten Baschar al-Assad herauszuholen.
    Tillerson: Syrien-Luftschlag auch Warnung an andere Länder:
    Nach den Worten von US-Außenminister Rex Tillerson ist der jüngste Luftangriff gegen die syrische Armee auch eine Warnung an andere Staaten wie Nordkorea. Wenn von einem Land Gefahr ausgehe, sei eine militärische Antwort der USA wahrscheinlich, sagte Tillerson dem amerikanischen Sender ABC. "In Bezug auf Nordkorea sind wir sehr klar, dass unser Ziel eine denuklearisierte koreanische Halbinsel ist", erklärte der Außenminister. Angesichts der wachsenden Spannungen verlegen die USA einen Marine-Kampfverband in die Region.
    EU befürchtet bei hartem Brexit Chaos in Großbritannien:
    Für den Fall, dass sich die Regierung in London in den Verhandlungen mit der Europäischen Union nicht auf einen geregelten EU-Austritt einigen kann, fürchtet die EU Versorgungsengpässe in Großbritannien. Chefunterhändler Michel Barnier habe davor gewarnt, bei einem sogenannten harten Brexit drohten "Chaos an den Grenzen, Versorgungsprobleme für Großbritannien, besonders bei frischen Produkten, und eine ernsthafte Störung des Flugverkehrs", berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf ein Protokoll der EU-Kommissionssitzung vom 22. März. Premierministerin Theresa May hatte Ende März offiziell den Austritts-Antrag gestellt. Ihre Regierung und die EU haben nun zwei Jahre Zeit, sich auf die Bedingungen zu einigen. Unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen wird die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens am 29. März 2019 enden.
    Mutmaßlicher russischer Hacker in Spanien festgenommen:
    Die spanische Polizei hat am Flughafen von Barcelona einen russischen IT-Fachmann festgenommen. Ihm wird angeblich vorgeworfen, an Manipulationen im US-Wahlkampf beteiligt gewesen zu sein. Seine Ehefrau sagte dem russischen Sender RT, ihr Mann sei im Zusammenhang mit Cyberkriminalität auf Verlangen der amerikanischen Behörden festgenommen worden. Die Ermittler hätten ihr gesagt, dass ein Computervirus, der anscheinend von ihrem Mann erstellt wurde, in Verbindung mit dem Wahlsieg von Präsident Donald Trump stehe. Das russische Konsulat in Barcelona bestätigte die Festnahme. Die amerikanischen Geheimdienste werfen Russland vor, die US- Präsidentenwahl im November durch Hackerangriffe zugunsten von Trump beeinflusst zu haben. Moskau weist die Anschuldigungen zurück.
    10 min
  • 08.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-DateiSyrien schickt Kampfbomber erneut los:
    Wenige Stunden nach dem US-Raketenangriff auf den syrischen Luftwaffenstützpunkt Al-Schairat sind nach Angaben von Aktivisten Kampfjets von der Basis erneut zu Einsätzen gestartet. Zwei syrische Suchoi-Kampfflugzeuge hätten Angriffe auf Ziele nahe Palmyra geflogen, meldete die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Auf Befehl von Präsident Donald Trump hatten US-Kriegsschiffe in der Nacht zum Freitag den Stützpunkt als Vergeltung für den mutmaßlichen Giftgasangriff auf die Stadt Chan Scheichun mit 85 Todesopfern mit Marschflugkörpern beschossen. Es war die erste US-Attacke gegen die Streitkräfte des syrischen Machthabers Baschar al-Assad in dem sechsjährigen Bürgerkrieg. Die USA drohten mit weiteren Angriffen auf die Streitkräfte Assads. Man sei bereit, noch mehr zu tun, hoffe aber, dass es nicht notwendig sei, sagte die US-Botschafterin bei den UN, Nikki Haley, in New York.
    Schweden verstärkt nach Terroranschlag Grenzkontrollen:
    Die schwedische Regierung will nach dem Terroranschlag in Stockholm an den Landesgrenzen zehn Tage alle Ausreisenden kontrollieren. Innenminister Anders Ygeman sagte, dies sei wichtig, um einen Täter oder Helfer daran zu hindern, das Land zu verlassen und sich einer Festnahme zu entziehen. Ministerpräsident Stefan Löfven sagte, Terroristen könnten niemals über das Leben der Schweden bestimmen. Am Freitagnachmittag war in Stockholm ein Lastwagen in einer großen Einkaufsstraße zunächst in eine Menschenmenge und dann in ein Kaufhaus gerast. Vier Menschen wurden getötet, 15 verletzt. Am Abend nahm die Polizei eine Person fest. Später hieß es, der Mann werde einer terroristischen Straftat verdächtigt und bleibe in Gewahrsam. Der TV-Sender SVT meldete, ein zweiter Mann sei inhaftiert worden.
    ETA hat französischer Polizei Liste mit Waffenverstecken übergeben:
    Die baskische Untergrundorganisation ETA hat der französischen Polizei eine Liste mit zwölf Waffenverstecken übergeben. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus mit den Vorgängen vertrauten Kreisen. Die ETA hatte angekündigt, fast 60 Jahre nach ihrer Gründung ihre Waffen bis zum 8. April vollständig abzugeben. Die Separatistenorganisation führte in Spanien jahrzehntelang einen blutigen Kampf für ein unabhängiges Baskenland. Sie tötete mehr als 800 Menschen. 2011 verkündete sie ihren Gewaltverzicht und verübte seither keine Anschläge mehr. Die ETA gab jedoch bisher weder ihre Waffen ab noch löste sie ihre Strukturen im Untergrund auf.
    Venezuelas Oppositionsführer Capriles für öffentliche Ämter gesperrt:
    Die politische Krise in Venezuela spitzt sich zu. Oppositionsführer Henrique Capriles teilte mit, er sei für 15 Jahre von allen Wahlen ausgeschlossen worden. Damit werde ihm die Ausübung jedes politischen Amtes verweigert. Der Grund dafür sollen finanzielle Unregelmäßigkeiten in Capriles Bundesstaat Miranda sein. Unter anderem wurden ihm Kontakte zu dem brasilianischen Baukonzern Odebrecht vorgeworfen, der in einen Korruptionsskandal verwickelt ist. Zahlreiche Politiker der Opposition erklärten ihre Solidarität mit Capriles, der bei den Wahlen 2013 dem sozialistischen Präsidenten Nicolas Maduro knapp unterlegen war und als aussichtsreichster Kandidat der bürgerlichen Opposition bei der Präsidentenwahl 2018 galt. In den vergangenen Jahren waren weitere namhafte Vertreter der Opposition aus ihren Ämtern entfernt oder inhaftiert worden. In der Nacht zum Freitag wurde bei Protesten gegen die Regierung ein Oppositioneller erschossen.
    Steinmeier eröffnet Kunstausstellung documenta 14 in Athen:
    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet an diesem Samstag in Athen mit seinem griechischen Kollegen Prokopis Pavlopoulos die Kunstausstellung documenta 14. Die weltweit wichtigste Kunstschau hat in diesem Jahr neben Kassel erstmals einen weiteren Standort. Sie steht unter dem Motto "Von Athen lernen" und hat auch die Finanz- und Schuldenkrise zum Thema. Am Freitag hatte Steinmeier in Athen Griechenland Solidarität zugesichert, aber auch weitere Reformen gefordert. Zudem hatte er für gegenseitiges Vertrauen zwischen Deutschen und Griechen geworben und Athens Anstrengungen in der Flüchtlingskrise gewürdigt. Erstmals wird Steinmeier auf einer Auslandsreise von seiner Frau Elke Büdenbender begleitet. Nach Paris und Straßburg ist es Steinmeiers dritte Auslandsreise. Sie gilt als Zeichen der Wertschätzung für Griechenland, das durch die Schuldenkrise und den Flüchtlingszuzug hohe Belastungen zu schultern hat.
    9 min
  • 07.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA greifen syrischen Luftwaffenstützpunkt an:
    Als Reaktion auf einen mutmaßlichen Giftgaseinsatz der syrischen Streitkräfte hat US-Präsident Donald Trump einen Angriff auf einen Luftwaffenstützpunkt in dem Bürgerkriegsland befohlen. Nach Angaben des Pentagons feuerten US-Marineschiffe im Mittelmeer 59 Raketen des Typs Tomahawk auf die Basis Al-Schairat ab. Der Gouverneur der syrischen Provinz Homs, Talal Barasi, teilte mit, bei dem Angriff seien mindestens drei Soldaten und zwei Zivilisten getötet worden. Nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien wurde der Stützpunkt fast vollständig zerstört. Moskauer Nachrichtenagenturen meldeten, auf Al-Schairat stationierte Russen seien nicht zu Schaden gekommen. Präsident Trump machte Syriens Staatschef Baschar al-Assad für den mutmaßlichen Giftgasangriff verantwortlich, bei dem am Montag in der von Rebellen gehaltenen Stadt Chan Scheichun mehr als 80 Menschen getötet worden waren. Von der Basis Al-Schairat seien die Kampfflugzeuge des Regimes gestartet, sagte Trump. Es liege im grundlegenden nationalen Sicherheitsinteresse der Vereinigten Staaten, die Verbreitung und Verwendung von Chemiewaffen zu verhindern, betonte der Präsident. Er rufe alle zivilisierten Nationen auf, sich den USA anzuschließen, um das Abschlachten und Blutvergießen in Syrien zu beenden und um den Terrorismus zu stoppen, erklärte Trump.
    Verbündete unterstützen US-Luftangriff in Syrien:
    Frankreich und Großbritannien haben sich hinter die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump gestellt, als Vergeltung für den Giftgaseinsatz eine Luftwaffenbasis in Syrien mit Raketen anzugreifen. Das Außenministerium in Paris nannte den Luftschlag eine Warnung an ein kriminelles Regime. Ein Sprecher der britischen Premierministerin Theresa May erklärte, das Vorgehen der USA sei eine angemessene Antwort auf den barbarischen Chemiewaffenangriff der syrischen Regierung. Auch Israel und die Türkei begrüßten den US-Luftangriff. Russlands Präsident Wladimir Putin verurteilte hingegen Trumps Vorgehen als, so wörtlich, Aggression gegen einen souveränen Staat. Russland ist ein enger Verbündeter des Regimes in Damaskus. Die Bundesregierung in Berlin hat sich bislang nicht geäußert.
    Trump trifft Xi:
    US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping haben sich auf Trumps Anwesen Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida getroffen. Erster Programmpunkt beim ersten Treffen war ein gemeinsames Abendessen mit den Ehefrauen. Wir haben eine Freundschaft entwickelt, sagte Trump danach. Für die Zukunft sagte er ein "großartiges Verhältnis" voraus. Am Freitag sollen Fachgespräche folgen, unter anderem über die Spannungen mit Nordkorea und die Handelspolitik. Das Verhältnis zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten ist durch Trumps Kritik an Pekings Außenhandelspolitik belastet.
    UN-Sicherheitsrat verurteilt Nordkoreas jüngsten Raketentest:
    Der UN-Sicherheitsrat hat auch den jüngsten Raketentest Nordkoreas verurteilt. Mit dem Test habe die Führung in Pjöngjang eine "schwerwiegende Verletzung" mehrerer UN-Resolutionen begangen, erklärte das höchste UN-Gremium. Am Mittwoch hatte Nordkorea erneut eine Rakete getestet. Ungeachtet der Resolutionen der Vereinten Nationen treibt die nordkoreanische Führung unter Machthaber Kim Jong-Un das Atomprogramm des Landes voran und entwickelt Raketen, die neben Südkorea und Japan auch die US-Küste erreichen sollen.
    Schärfere Passkontrollen an Schengen-Grenzen:
    Von diesem Freitag an gelten schärfere Kontrollen bei Einreisen in den Schengen-Raum. Die Neuregelung verpflichtet die Schengen-Mitgliedsstaaten, die Daten aller Reisenden beim Überschreiten einer Außengrenze des Gebiets mit den Fahndungslisten sowie Daten über verlorene oder gestohlene Dokumente abzugleichen. Vorgeschrieben ist ab sofort die systematische Überprüfung aller Ein- und Ausreisenden, also auch der EU-Bürger, deren Länder dem Schengen-Raum angehören, wie die deutsche Bundespolizei erläuterte. Die Schengen-Zone umfasst 26 Länder, 22 EU-Staaten sowie Norwegen, Island, die Schweiz und Liechtenstein. Innerhalb dieses Territoriums gibt es grundsätzlich keine Kontrollen zwischen den Mitgliedstaaten, überwacht werden normalerweise nur die Außenzugänge.
    8 min
  • 06.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump schlägt neue Töne in Sachen Syrien-Krieg an:
    Nach dem mutmaßlichen Giftgaseinsatz in der Provinz Idlib hat US-Präsident Donald Trump der syrischen Regierung vorgeworfen, eine - so wörtlich - "ganze Reihe von Linien überschritten" zu haben. Seine Einstellung zu Präsident Baschar al-Assad habe sich verändert, sagte Trump. Der Angriff am Dienstag auch auf Frauen, Kinder und Babys sei entsetzlich und furchtbar. Dieser Affront des Assad-Regimes gegen die Menschlichkeit könne nicht toleriert werden. Trump deutete mögliche militärische Schritte an, ohne jedoch ins Detail zu gehen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ging derweil in New York nach einer Sitzung zum Thema Giftgas ergebnislos auseinander. Zu einer Abstimmung über einen von den USA, Frankreich und Großbritannien eingebrachten Resolutionsentwurf kam es am Mittwoch nicht. Russland wollte eine Verurteilung seines Verbündeten Assad - wie schon öfter in der Vergangenheit - nicht mittragen.
    Syrien-Konferenz sammelt Milliarden an Hilfsgeldern ein:
    Bei der internationalen Syrien-Geberkonferenz haben die Teilnehmerländer insgesamt 5,6 Milliarden Euro (sechs Milliarden Dollar) zur Versorgung von Flüchtlingen in diesem Jahr zugesagt. Dies sei "eine beeindruckende Zahl", die "greifbare Solidarität" zeige, sagte der für humanitäre Hilfe zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides zum Abschluss der Konferenz in Brüssel. Endgültiges Ziel müsse es aber sein, so schnell wie möglich eine politische Lösung für den Konflikt zu erreichen, betonte Stylianides. An dem Treffen nahmen Vertreter von mehr als 70 Staaten und Organisationen teil.
    Streit mit Nordkorea überschattet ersten Gipfel zwischen Trump und Xi:
    Die Spannungen mit Nordkorea überschatten das erste Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping. Im Mittelpunkt stehen neben Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm auch die Handelsstreitigkeiten zwischen den beiden größten Wirtschaftsnationen. Der zweitägige, informelle Gipfel beginnt am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) in Mar-a-Lago, dem Privatdomizil Trumps in Florida. Trump hatte im Vorfeld des Treffens erklärt, notfalls würden die USA das Problem Nordkorea auch allein und ohne China lösen. Schwierige Gespräche werden auch über Handelsfragen erwartet. Trump wirft China, aber auch Deutschland und anderen Ländern unfaire Handelspraktiken zulasten der USA vor.
    NGOs prangern die Misshandlung von Flüchtlingen an:
    Flüchtlinge auf der sogenannten Balkanroute sind laut einer neuen Studie oftmals Gewalt und Misshandlungen durch Polizisten ausgesetzt. Geflüchtete seien geschlagen, ausgeraubt und unmenschlich behandelt worden, heißt es in einem in Berlin veröffentlichten Bericht der Nichtregierungsorganisation Oxfam. Sie hätten zudem keinen Zugang zu einem fairen Asylverfahren, vielfach sei es schon zu Sammelausweisungen gekommen. Für den Bericht befragten Oxfam, das Belgrader Menschenrechtszentrum und der Mazedonische Verband junger Anwälte nach eigenen Angaben 140 Menschen, die in Serbien und Mazedonien Zuflucht gesucht haben. Die drei Organisatoren riefen die Regierungen von Serbien, Mazedonien, Kroatien, Ungarn und Bulgarien auf, die Verletzung von Rechten Schutzsuchender zu beenden. Täter müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Auch die EU müsse dafür Sorge tragen, dass völkerrechtliche und menschenrechtliche Verpflichtungen in Europa eingehalten würden.
    Parlament in Venezuela möchte Oberste Richter absetzen:
    In Venezuela hat das Parlament ein Amtsenthebungsverfahren gegen die Richter des Obersten Gerichtshofes eingeleitet. Die Abgeordneten verabschiedeten einen Text, in dem den Verfassungsrichtern ein versuchter "Staatsstreich" vorgeworfen wird. Diese hatten in der vergangenen Woche dem von der Mitte-rechts-Opposition dominierten Parlament in Caracas die Kompetenzen entzogen. Nach Protesten gegen dieses Vorgehen im In- und Ausland revidierten die Richter ihre Entscheidung. Das Amtsenthebungsverfahren dürfte allerdings kaum Erfolgsaussichten haben, da mit Ausnahme des Parlaments alle anderen Institutionen von der sozialistischen Regierung unter Präsident Nicolás Maduro beherrscht werden.
    Deutsche Behörden ermitteln gegen 20 mutmaßliche türkische Spione:
    In Deutschland laufen Ermittlungsverfahren gegen rund 20 mutmaßliche türkische Spione. Hinzu kommen Ermittlungen der Bundesanwaltschaft gegen unbekannte Angehörige des türkischen Geheimdienstes MIT, die im Verdacht stehen, angebliche Anhänger der Gülen-Bewegung in Deutschland ausspioniert zu haben. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linke-Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen hervor, die der Tageszeitung "Die Welt" vorliegt. Ankara macht die Gülen-Bewegung für den gescheiterten Putsch im Juli 2016 verantwortlich.
    9 min
  • 05.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nordkorea provoziert mit weiterem Raketentest:
    Kurz vor dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping setzt Nordkorea weiter auf Provokation: Das kommunistische Land feuerte trotz Verbots erneut eine ballistische Rakete in Richtung Japans ins Meer, wie Südkorea und die USA übereinstimmend mitteilten. Trump will bei Xis bevorstehendem Besuch in Washington auf ein wirksames Vorgehen gegen Kim Jong Uns Atom- und Raketenprogramm dringen. Die US-Armee sprach von einer Mittelstreckenrakete vom Typ KN-15, die "keine Gefahr für Nordamerika" dargestellt habe. US-Außenminister Rex Tillerson hatte kürzlich die Region besucht und dabei deutlich gemacht, dass die Geduld der USA am Ende sei.
    Nach Giftgasangriff in Syrien: Suche nach dem Schuldigen:
    Die USA, Frankreich und Großbritannien haben dem UN-Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf vorgelegt, in dem der mutmaßliche Giftgasangriff in Syrien verurteilt und eine rasche Aufklärung verlangt wird. Die zweiseitige Resolution könnte an diesem Mittwoch in New York zur Abstimmung kommen. Direkte Sanktionen, etwa gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad, sieht der Resolutionsentwurf nicht vor, sie werden nur allgemein angedroht. Bei dem mutmaßlichen Angriff mit Giftgas waren laut Aktivisten mindestens 58 Menschen getötet worden. Die USA riefen Russland und den Iran in scharfer Form dazu auf, ihren Einfluss auf Assad geltend zu machen. Auch Frankreich und Großbritannien sahen die syrische Regierung hinter dem Angriff. Russland erklärte dagegen, die syrische Luftwaffe habe bei dem Angriff auf die von Rebellen kontrollierte Stadt Chan Scheichun im Nordwesten des Landes ein Chemiewaffenlager der Terroristen getroffen.
    Medwedew weist Korruptionsvorwürfe zurück:
    Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat erstmals auf die gegen ihn erhobenen Korruptionsvorwürfe reagiert. Die Anschuldigungen seien "Quatsch", sagte Medwedew bei einem Besuch in Zentralrussland. Ziel sei es, "die Menschen auf die Straßen zu treiben und politische Ziele zu erreichen". Der bekannte Kreml-Kritiker und Blogger Alexej Nawalny hatte berichtet, Medwedew kontrolliere über ein undurchsichtiges Netzwerk von Stiftungen ein Immobilienimperium. Nawalny prangert seit Jahren Korruption in Russland an. Er strebt an, bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr anzutreten. Vor gut einer Woche hatte er tausende Menschen zu Protesten gegen die russische Führung mobilisiert. Ein Internetvideo Nawalnys zum Thema wurde millionenfach angeklickt.
    Von der Leyen stellt Cyber-Armee auf:
    Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen gibt an diesem Mittwoch den Startschuss für die neue Cyber-Armee der Bundeswehr. Das Kommando Cyber- und Informationsraum soll mit einem feierlichen Appell in Bonn aufgestellt werden. Künftig sollen rund 13.500 Soldaten und zivile Mitarbeiter die Netze und Waffensysteme der Bundeswehr schützen; die IT-Experten sollen aber auch zu Angriffen in der Lage sein. Dazu werden bereits vorhandene IT-Strukturen in der Truppe zusammengelegt. Die neue Einheit steht auf einer Ebene mit Heer, Marine und Luftwaffe. Bis 2021 soll die Cyber-Truppe voll einsatzbereit sein. Generalleutnant Ludwig Leinhos wird zum ersten Inspekteur der Cyber-Streitkraft ernannt. Er gilt als Experte für elektronische Kampfführung.
    Zusammenstöße in Venezuelas Hauptstadt:
    Im Zuge der politischen Krise in Venezuela hat es in der Hauptstadt Caracas Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Die Lage eskalierte, als rund tausend Regierungsgegner versuchten zur Nationalversammlung zu gelangen. Die Einsatzkräfte versperrten den Demonstranten den Weg und setzten Tränengas ein. Aus der Menge wurden Steine geworfen. Abgeordnete hatten Mühe, zum Parlament durchzukommen. In der vergangenen Woche hatte das Oberste Gericht Venezuelas dem Parlament die Kompetenzen entzogen und diese auf sich selbst übertragen. Nach scharfer internationaler Kritik nahm der Oberste Gerichtshof auf Drängen von Präsident Nicolás Maduro sein Urteil am Samstag zurück. Die Opposition kritisierte den Schritt aber als bedeutungslos.
    Hoffenheim entzaubert Bayern:
    Im Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga hat 1899 Hoffenheim dem FC Bayern München die zweite Saisonniederlage zugefügt. Hoffenheim gewann gegen den Tabellenführer 1:0 und feierte im 18. Duell mit den Münchnern den ersten Sieg überhaupt. Borussia Dortmund setzte sich gegen den Hamburger SV mit 3:0 durch, Werder Bremen verlängerte seine Erfolgsserie durch ein 3:0 gegen Schalke 04. Im Duell um einen Europa-League-Platz holte sich der 1. FC Köln mit einem 1:0 gegen Eintracht Frankfurt drei wichtige Punkte.
    8 min
  • 04.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Anschlag in St. Petersburg von Attentäter aus Kirgistan verübt:
    Der Anschlag auf die U-Bahn in St. Petersburg ist nach Angaben der Behörden in Kirgistan von einem Bürger des zentralasiatischen Landes verübt worden. Ein Sprecher des Geheimdienstes sagte in Bischkek, die Tat sei von dem Kirgisen Akbarschon D. begangen worden. Der 1995 geborene Mann habe "wahrscheinlich" auch einen russischen Pass gehabt. Bei der Explosion wurden elf Menschen getötet und 45 verletzt. Zu der Tat bekannte sich bisher niemand. Einem Agenturbericht zufolge wurde die Bluttat vermutlich von einem Selbstmordattentäter mit islamistischem Hintergrund verübt. US-Präsident Donald Trump sagte derweil seinem russischen Kollegen Wladimir Putin nach dem Bombenanschlag die umfassende Unterstützung seines Landes zu. Putin legte am Abend Blumen am Anschlagsort nieder und verharrte in stillem Gedenken. Der russische Präsident hatte sich zum Zeitpunkt der Explosion nahe St. Petersburg aufgehalten.
    NATO-Generalsekretär Stoltenberg fordert höhere Verteidigungsausgaben:
    NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat Deutschland und andere europäische Verbündete aufgerufen, im eigenen Interesse mehr in die Verteidigung zu investieren. Es gehe nicht darum, die Vereinigten Staaten zufriedenzustellen, sondern um Europas Sicherheit, sagte er dem "Handelsblatt". Europa sei viel näher an den Krisen und Bedrohungen als die USA, näher an Russland, näher an Syrien und dem Irak. Stoltenberg erhöht damit den Druck auf die Bundesregierung, die Verteidigungsausgaben von jetzt 1,2 Prozent in Richtung der Zielmarke von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen. Außenminister Sigmar Gabriel hatte es beim jüngsten Treffen mit den NATO-Kollegen als "völlig unrealistisch" bezeichnet, dass Deutschland seinen Militärhaushalt fast verdoppele.
    Showdown im Senat bei Votum über Trumps Richter-Kandidaten:
    Bei der Abstimmung über Donald Trumps Kandidaten für den Obersten Gerichtshof suchen die oppositionellen Demokraten die Machtprobe. Sie bekamen die notwendige Zahl von 41 Senatoren zusammen, um die Abstimmung über den Juristen Neil Gorsuch mit Dauerreden blockieren zu können. Die Republikaner bräuchten bei diesem sogenannten Filibuster 60 der 100 Senatoren-Stimmen, um eine Wahl zu erzwingen. Diese haben sie aber nicht. Ihnen bleibt allerdings noch die Möglichkeit, die Abstimmungsregeln zu ändern, so dass eine einfache Mehrheit genügen würde. Der Justizausschuss des Senats stimmte dem Kandidaten Trumps am Montag zu. Elf Senatoren waren dafür, neun dagegen. Das Amt am politisch sehr einflussreichen Obersten Gerichtshof ist seit dem Tod des erzkonservativen Richters Antonin Scalia im Februar 2016 frei. Die Besetzung ist politisch heftig umstritten.
    Oppositionskandidat Lasso vermutet Wahlbetrug in Ecuador:
    Der konservative Präsidentschaftskandidat Guillermo Lasso will seine Niederlage bei der Wahl in Ecuador nicht anerkennen. Er sprach von Wahlbetrug und rief seine Anhänger auf, friedlich auf den Straßen gegen das offizielle Wahlergebnis zu protestieren. Die Opposition hat das offizielle Ergebnis der Wahlkommission zudem angefochten. Der linke Regierungskandidat Lenín Moreno erklärte derweil, er sei nun "Präsident aller Ecuadorianer". Er hatte die Stichwahl mit 51,15 Prozent der Stimmen gewonnen. In der Provinzhauptstadt Riobamba kam es vor dem lokalen Wahlzentrum zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten der Opposition. Moreno, der seit einem Raubüberfall an den Rollstuhl gefesselt ist, und unter Correa bis 2013 bereits Vizepräsident war, steht für eine Fortführung der sozialen Reformen Correas.
    Deutscher Generalkonsul besucht Deniz Yücel:
    Die Türkei gestattet erstmals einem deutschen Diplomaten Zugang zu dem inhaftierten deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel. Rund sieben Wochen nach Yücels umstrittener Festnahme wird Generalkonsul Georg Birgelen den 43-jährigen "Welt"-Korrespondenten an diesem Dienstag im Gefängnis westlich von Istanbul besuchen. Die türkischen Behörden hatten dem Auswärtigen Amt am Montag mitgeteilt, dass Yücel ab sofort von der Botschaft betreut werden dürfe. Dem Journalisten werden Volksverhetzung sowie Terrorpropaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK und die von Ankara geächtete Gülen-Bewegung vorgeworfen. Ankara macht die Gülen-Bewegung für den gescheiterten Putsch im Juli 2016 verantwortlich. Gülen hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen.
    8 min
  • 03.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Wahlsieger Vucic will Serbien auf Kurs Richtung EU halten:
    Der Sieger der Präsidentenwahl in Serbien, der bisherige Regierungschef Aleksandar Vucic, will nach eigenen Worten den Kurs des Balkanlandes Richtung EU fortsetzen, aber auch freundliche Beziehungen zu Russland und China pflegen. Die Wähler hätten gezeigt, in welche Richtung Serbien gehen solle, sagte Vucic nach seinem klaren Sieg. Nach Angaben der Wahlkommission erhielt der 47-Jährige knapp 57 Prozent der Stimmen. Vucic wird nach Überzeugung heimischer Kommentatoren jetzt einen Strohmann als Regierungschef einsetzen. Die echte politische Macht werde er in das verfassungsrechtlich eigentlich nur repräsentative Amt des Staatsoberhauptes mitnehmen.
    Linkspolitiker Moreno gewinnt Präsidentenwahl in Ecuador:
    Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt hat sich der linksgerichtete Politiker Lenín Moreno mit knappem Vorsprung durchgesetzt. Wie die Wahlkommission in Quito mitteilte, entfielen auf Moreno 51,12 Prozent der Stimmen, sein konservativer Gegenkandidat Guillermo Lasso kam auf 48,88 Prozent. Der Bankier sprach von Wahlbetrug und forderte eine Neuauszählung der Stimmen. Der 64-jährige Moreno will die linke Reformpolitik des scheidenden Staatschefs Rafael Correa im Wesentlichen fortsetzen. Moreno hat bereits angekündigt, er werde Wikileaks-Gründer Julian Assange weiter Asyl in der Botschaft Ecuadors in London gewähren. Assange lebt seit Juni 2012 in der Botschaft, um einer Auslieferung an Schweden und möglicherweise an die USA zu entgehen. Die schwedische Justiz will ihn zu Vergewaltigungsvorwürfen befragen.
    US-Präsident Trump droht mit Alleingang gegen Nordkorea:
    Wenige Tage vor seinem Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping hat US-Präsident Donald Trump im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm mit einem Alleingang der Vereinigten Staaten gedroht. China habe großen Einfluss auf Pjöngjang. Wenn die Volksrepublik das Problem mit Nordkorea nicht löse, würden die USA es tun, sagte Trump der Zeitung "Financial Times". US-Experten hatten vergangene Woche gewarnt, dass Nordkorea offenbar einen neuen Atomwaffentest vorbereite. Zugleich arbeitet die kommunistische Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten. Mit seinen Atomwaffen- und Raketentests verstößt Nordkorea gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats.
    Deutschland stockt Hilfe für Hungernde in Ostafrika auf:
    Deutschland stockt seine Hilfe für die vom Hunger bedrohten Menschen in den Dürregebieten in Ostafrika um 100 Millionen auf 300 Millionen Euro auf. Dies teilte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller bei seinem Besuch in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba mit. In Ostafrika herrscht die schlimmste Dürre seit fünfzig Jahren. Allein in Äthiopien leiden akut etwa 5,6 Millionen Menschen an Hunger. Ebenfalls betroffen sind der Südsudan, Uganda, Kenia und Somalia. Die UN gehen davon aus, dass in der Region mehr als 20 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht sind und rechnen mit einem finanziellen Bedarf von vier Milliarden US-Dollar. Die Weltgemeinschaft habe bislang zu langsam reagiert und Gelder flössen zu zögerlich, kritisierte Müller. Bislang sei der Mitteltopf erst zu einem Viertel gefüllt.
    Protest in Budapest für Erhalt der US-Uni:
    In der ungarischen Hauptstadt Budapest haben mehrere tausend Menschen für den Erhalt der Central European University (CEU) demonstriert, die 1991 von US-Milliardär George Soros gegründet worden war. Die Universität sieht sich durch Gesetzespläne der rechtsgerichteten Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban bedroht. Diese will die Befugnis von Hochschulen mit Hauptsitz außerhalb der EU einschränken, ungarische Abschlüsse zu verleihen. An der angesehenen Universität mit Sitz in Budapest studieren gegenwärtig rund 1400 Menschen aus etwa 100 Ländern. Die CEU ist in den USA registriert, unterhält dort aber keine Lehranstalt.
    8 min
  • 01.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump nimmt US-Handelsdefizit ins Visier:
    Vor dem Hintergrund des Handelsdefizits der Vereinigten Staaten will US-Präsident Donald Trump die Handelsbeziehungen zu allen Ländern überprüfen lassen. Von nun an müssten alle Regelverstöße Konsequenzen haben, sagte Trump in Washington nach der Unterzeichnung eines Dekrets. Geplant ist unter anderem die Erstellung einer Liste mit Ländern und Produkten, die für das Handelsdefizit von rund 500 Milliarden Dollar verantwortlich gemacht werden. US-Handelsminister Wilbur Ross nannte in diesem Zusammenhang China, aber auch Kanada, Japan und Deutschland. Diesen Ländern wirft die US-Regierung unfaire Handelspraktiken zu Lasten der USA vor. Bereits am Freitag hatte der US-Präsident Dumping-Vorwürfe gegen mehrere ausländische Stahlproduzenten erhoben. Darunter sind die deutschen Unternehmen Salzgitter und Dillinger Hütte. Die Bundesregierung kritisierte, das Vorgehen widerspreche internationalem Handelsrecht.
    Bericht: Bundesanwaltschaft ermittelt gegen hohen türkischen Funktionär:
    In der Türkei-Spionageaffäre hat die Bundesanwaltschaft Medienberichten zufolge ein Ermittlungsverfahren gegen einen der höchsten Funktionäre der türkischen Religionsbehörde Diyanet eingeleitet. Wie Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR berichteten, soll Halife Keskin Imame in Deutschland beauftragt haben, in deutschen Moscheen Anhänger des Predigers Fetullah Gülen auszuforschen. Keskin ist Leiter der Abteilung Auslandsbeziehungen von Diyanet. Er soll diplomatische Vertretungen der Türkei in aller Welt aufgefordert haben, gezielt Informationen über Anhänger der Gülen-Bewegung zusammenzutragen. Der Verdacht gegen Keskin beruht dem Bericht zufolge auf den Angaben eines Insiders, der der Karlsruher Behörde in den vergangenen Wochen Material über Keskin übergeben haben soll. Das Verfahren gegen den Diyanet-Funktionär soll schon am 13. März eingeleitet worden sein, hieß es. Der türkische Geheimdienst MIT soll in den vergangenen Jahren ein weltweites Netzwerk zur Bespitzelung von Regierungskritikern aufgebaut haben.
    Venezuela: Machtkampf zwischen Maduro und Parlament geht weiter:
    Nach massiver auch internationaler Kritik will der venezolanische Präsident Nicolas Maduro die jüngste Entscheidung zur Entmachtung des Parlaments überprüfen lassen. Das Oberste Gericht werde seine Entscheidungen "klarstellen und korrigieren". Das kündigte Maduro in Caracas nach Beratungen des nationalen Sicherheitsrats an. Damit sei die durch die Urteile ausgelöste Krise "überwunden". Am Mittwoch hatte das Oberste Gericht beschlossen, der Nationalversammlung ihre Kompetenzen zu entziehen und auf sich selbst zu übertragen. Zudem hatte das Gericht die Immunität der Abgeordneten aufgehoben. Galt das Regierungslager bisher nach außen hin als geschlossen, hatte als bisher ranghöchste Vertreterin des Staates Generalstaatsanwältin Luisa Ortega Díaz den Machtentzug durch den Obersten Gerichtshof am Freitag als "Verfassungsbruch" bezeichnet. Die Opposition, die eine deutliche Mehrheit im Parlament hat, rief zu Massendemonstrationen an diesem Samstag auf. Venezuela wird seit Monaten vom Machtkampf zwischen dem Präsidenten und dem Parlament lahmgelegt.
    Demonstranten stürmen nach geheimer Abstimmung Parlament in Paraguay:
    Demonstranten haben im südamerikanischen Paraguay das Parlament gestürmt und teilweise in Brand gesetzt. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Fensterscheiben des Kongressgebäudes in der Hauptstadt Asunción eingeschlagen wurden. Zuvor hatte es bereits stundenlange Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Medienberichten zufolge gab es Verletzte, darunter auch Politiker. Hintergrund der Proteste ist eine nichtöffentliche Sondersitzung des Senates. Dabei stimmte die Mehrheit der Abgeordneten dafür, dass sich Staatspräsident Horacio Cartes zur Wiederwahl stellen darf. Das Abgeordnetenhaus, wo der Vorschlag offenbar auf große Zustimmung trifft, soll an diesem Samstag entscheiden. Kritiker halten die Abstimmung für illegal. Die fünfjährige Amtszeit von Cartes läuft 2018 ab. Ein erneuter Antritt ist bisher nicht vorgesehen.
    WM-Affäre: Ermittler stoßen angeblich auf weitere Millionenzahlungen:
    In der Affäre um die Fußball-WM 2006 in Deutschland sind die Schweizer Ermittler offenbar auf weitere, bislang unbekannte Zahlungen gestoßen. Nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR erhielt Fedor Radmann nach dem Turnier 5,4 Millionen Euro. Der enge Vertraute von WM-Organisationschef Franz Beckenbauer soll die Hälfte des Betrags an Beckenbauer weitergereicht haben. Laut dem Rechercheverbund soll Radmann die Millionenzahlung von einer Firma des früheren Adidas-Chefs Robert Louis-Dreyfus erhalten haben. Der Bericht stützt sich dabei auf die Ermittlungen der Schweizer Bundesanwaltschaft. Die hatte Beckenbauer und Radmann in der vergangenen Woche zeitgleich befragt. Radmann und sein Anwalt sollen dabei betont haben, dass es bei den 5,4 Millionen um Rechtevermarktung gegangen sei. Die Hälfte des Betrags habe Radmann "aus Dankbarkeit" an Beckenbauer weitergereicht. In der Schweiz ermittelt die Bundesanwaltschaft wegen ominöser Zahlungen gegen mehrere frühere Fußballfunktionäre. Es geht um den Verdacht des Betrugs, der ungetreuen Geschäftsbesorgung, der Geldwäscherei und der Veruntreuung.
    9 min

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