Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 20.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Innenminister treffen sich zu "Flüchtlingsgipfel":
    Die Migrationskrise steht im Mittelpunkt eines Treffens, zu dem die Innenminister aus europäischen und nordafrikanischen Ländern an diesem Montag in Rom zusammenkommen. Neben den Innenministern aus Italien und Deutschland, Marco Minniti und Thomas de Maizière, haben auch die Ressortchefs aus Frankreich, Malta, Slowenien, Österreich und der Schweiz sowie EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos ihre Teilnahme zugesagt. In Gesprächen mit ihren Kollegen aus Algerien, Tunesien und Libyen soll es darum gehen, wie der Zustrom von Migranten nach Europa gestoppt werden kann. Italien ist von der Flüchtlingskrise besonders betroffen, da hier derzeit die meisten Menschen aus Afrika über das Mittelmeer ankommen. Minister Minniti möchte eine ständige "Kontaktgruppe" zwischen europäischen und nordafrikanischen Ländern bilden, um das Problem in den Griff zu bekommen.
    Weltbank möchte Subsahara-Afrika mehr fördern:
    Die Weltbank will in den kommenden drei Jahren insgesamt 57 Milliarden Dollar zur Förderung der afrikanischen Länder südlich der Sahara bereitstellen. Die Mittel sollen unterem anderen in Programme für verbesserte Ausbildung, Gesundheitsfürsorge, Landwirtschaft, Infrastruktur und institutionelle Reformen fließen, wie Weltbank-Präsident Jim Yong Kim nach dem Treffen der G20-Finanzminister in Baden-Baden mitteilte. Kim sprach von einer "einmaligen Gelegenheit, den Entwicklungspfad der Länder in der Region zu verändern". Mit Besuchen in Ruanda und Tansania will er die Unterstützung der Weltbank für die Subsahara-Region demonstrieren.
    Attentäter vom Flughafen Orly stand unter Alkohol und Drogen:
    Der Angreifer vom Pariser Flughafen Orly hat bei seiner Tat am Samstag unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen gestanden. Das zeigten die Ergebnisse einer Autopsie vom Sonntag, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Justizkreise. Demnach stellte man im Blut des 39 Jahre alten Täters Ziyed Ben Belgacem eine Alkoholkonzentration von 0,93 Gramm pro Liter fest sowie Spuren von Cannabis und Kokain. Der Mann hatte eine Soldatin auf dem Flughafen attackiert, mit einer Schrotpistole bedroht und ihr ein Sturmgewehr entrissen. Andere Soldaten erschossen ihn daraufhin. Nach Angaben der beteiligten Soldaten hatte er gerufen "Ich bin da, um für Allah zu sterben" und auch angekündigt, dass es Tote geben werde.
    Schulz nennt Erdogans Nazi-Vorwurf "Frechheit":
    Der neue SPD-Chef und Kanzlerkandidat Martin Schulz hat die jüngste Verbalattacke des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel scharf kritisiert. Schulz bewertete Erdogans Aussage als "Frechheit" und "Unverfrorenheit". Ein Staatsoberhaupt eines NATO-Mitglieds und eines EU-Beitrittskandidaten dürfe "nicht alle Gepflogenheiten der internationalen Diplomatie mit Füßen treten". Das sei eines Präsidenten unwürdig. Erdogan hatte Merkel am Sonntag im Streit um Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland erstmals auch persönlich "Nazi-Methoden" vorgeworfen.
    Norweger sind die glücklichsten Menschen der Welt:
    Norwegen ist einer Studie internationaler Experten zufolge das glücklichste Land der Welt. Das skandinavische Land eroberte den Spitzenplatz im Weltglücksbericht, den die Fachleute in New York zum fünften Mal vorlegten. Norwegen löst damit das zuvor dreimalig erstplatzierte Dänemark ab. Die Top-Five-Ränge sind weitgehend vom hohen Norden belegt: Neben Norwegen, Dänemark, Island und Finnland findet sich dort nur die Schweiz. Dahinter kommen die Niederlande, Kanada, Neuseeland, Australien und Schweden. Deutschland stagniert auf Platz 16 hinter unter anderem den USA, Israel und Costa Rica. Ganz hinten liegt die Zentralafrikanische Republik. Die meisten anderen Länder der 30 hintersten Ränge liegen ebenfalls in Afrika. Ansonsten liegen Syrien, Afghanistan, Haiti, die Ukraine und der Jemen auf den 30 letzten Plätzen.
    9 min
  • 18.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel und Trump: Versuch eines Neustarts:
    Trotz tiefgreifender Differenzen haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump ihren Willen zur Zusammenarbeit betont. Sie sei freundschaftlich und sehr warmherzig empfangen worden, sagte Merkel nach ihrer ersten Begegnung mit Trump. Das deutsch-amerikanische Verhältnis galt zuletzt als angespannt. Der US-Präsident hatte Merkel wegen ihrer Flüchtlingspolitik scharf kritisiert und ihre Politik als "katastrophal" bezeichnet. Vor der Presse versicherte Trump seine Solidarität mit der NATO. Er dankte der Kanzlerin für deren Zusicherung, eine Aufstockung des deutschen Militäretats auf zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts anzustreben. Merkel hob ihrerseits die Notwendigkeit eines fairen Handels zwischen Deutschland und den USA hervor und warb für die Wiederaufnahme der Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TTIP. Trump hatte mehrfach gedroht, Strafzölle gegen deutsche und andere ausländische Produkte zu verhängen, um die amerikanische Wirtschaft zu schützen.
    Weißes Haus leitet Berufung gegen Blockade von Einreisestopp ein:
    Das Weiße Haus legt Berufung gegen die neuerliche gerichtliche Blockade der von US-Präsident Donald Trump verhängten Einreiseverbote ein. Das geht aus Gerichtsakten bei einem Bundesgericht im Staat Maryland hervor. Trump hatte nach dem Scheitern eines ersten Einreiseverbots für Menschen aus mehreren muslimischen Ländern ein abgemildertes Dekret erlassen. Es sollte den Irak und Personen mit bereits ausgestellten Visa ausnehmen. Zwei Bundesgerichte - neben der Instanz in Maryland eine in Hawaii - hatten auch die zweite Version mit einer einstweiligen Anordnung vorläufig gestoppt. Sollte Trump auch in der Berufung scheitern, wäre die nächste Instanz der Oberste Gerichtshof in Washington. Der Präsident hat bereits angekündigt, diesen Weg beschreiten zu wollen.
    USA: Computer mit Plänen des "Trump Tower" gestohlen:
    In den USA sorgt eine neue Sicherheitspanne im Umfeld von Präsident Donald Trump für Aufregung. Dem für die Sicherheit des Staatschefs zuständigen Secret Service wurde ein Laptop gestohlen. Ein Mitarbeiter sei Opfer einer "kriminellen Handlung" geworden, erklärte der Dienst. Nach Medienberichten befanden sich auf dem Computer Pläne von Trumps Firmenzentrale in New York, dem "Trump Tower", und Angaben zu Evakuierungseinsätzen für den Wolkenkratzer. Der Sender ABC meldete, es seien auch Informationen zur E-Mail-Affäre der unterlegenen demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton auf dem Rechner gespeichert gewesen.
    Gauck: Nach fünf Jahren mit Großem Zapfenstreich verabschiedet:
    Nach fünf Jahren im Amt ist Bundespräsident Joachim Gauck mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedet worden. An der Veranstaltung im Park von Schloss Bellevue nahmen rund 600 Gäste teil, darunter auch etwa 300 ehrenamtlich engagierte Bürger. Bundeskanzlerin Angela Merkel war wegen ihrer Reise nach Washington nicht dabei. Vertreten wurde sie von Vizekanzler Sigmar Gabriel, der Gaucks Verdienste würdigte. Dieser habe nie den Glauben an Deutschland und die Kraft seiner Menschen zu Demokratie und Freiheit verloren. An diesem Sonntag tritt der ehemalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier Gaucks Nachfolge als Staatsoberhaupt an.
    Streit um Israel-Bericht - UN-Mitarbeiterin tritt zurück :
    Wegen des Streits um einen Bericht über die Behandlung der Palästinenser durch Israel hat eine ranghohe Mitarbeiterin der Vereinten Nationen (UN) ihren Rücktritt erklärt. Die Jordanierin Rima Chalaf erklärte, Generalsekretär Antonio Guterres habe sie aufgefordert, ihren Bericht zurückzuziehen und auch darauf bestanden. Chalaf arbeitete als Exekutivsekretärin des UN-Wirtschafts- und Sozialrates für Westasien (ESCWA). In ihrem Report war von einem "Apartheid-Regime" die Rede; Israel trage die Schuld dafür, dass dieses System dem palästinensischen Volk aufgezwungen werde. Als "Apartheid" wurde in Südafrika das jahrzehntelang ausgeübte System der Rassentrennung bezeichnet, in dem die schwarze Bevölkerungsmehrheit unterdrückt und in sogenannte Townships und Homelands umgesiedelt wurde.
    Medien: DFB löschte Daten zur Weltmeisterschaft 2006:
    Steuerfahnder sind laut Medienberichten bei ihren Ermittlungen auf eine Datenlöschaktion beim Deutschen Fußball-Bund gestoßen. Die gelöschten Daten stünden in Zusammenhang mit der Affäre um die Weltmeisterschaft 2006, berichten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung". So sollen am 22. Oktober 2015 nach der Pressekonferenz, auf der sich der damalige DFB-Chef Wolfgang Niersbach zu den Vorwürfen äußerte, sieben Dateien erst verändert und dann gelöscht worden sein. Die Unterlagen konnten von den Steuerfahndern rekonstruiert werden. Eine Spur soll zu dem früheren FIFA-Funktionär Jack Warner führen, der inzwischen lebenslang gesperrt ist. Vonseiten des DFB heißt es, weder Niersbach noch die neue Führungsriege des Verbandes habe etwas von einer Löschaktion gewusst.
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  • 17.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel trifft Trump in den USA:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt an diesem Freitag erstmals mit dem neuen US-Präsidenten Donald Trump zusammen. In Washington wollen beide Politiker über die transatlantische Partnerschaft und internationale Krisen sprechen. Später soll die Wirtschaftspolitik im Mittelpunkt stehen. Merkel wird auf ihrer Reise von den Vorstandschefs der Unternehmen Siemens, BMW und Schaeffler begleitet. Nach Angaben aus Regierungskreisen will die Kanzlerin für freien Handel und offene Märkte werben. Trump strebt dagegen eine stärkere Abschottung der US-Wirtschaft an. Ursprünglich war die Begegnung bereits für Dienstag geplant. Die Reise wurde jedoch wegen einer Schneesturmwarnung verschoben.
    Trump behauptet weiter, Obama habe ihn abhören lassen:
    Donald Trump beharrt auf seinen Vorwürfen, dass sein Vorgänger Barack Obama angeordnet habe, ihn während des Präsidentschafts-Wahlkampfs abhören zu lassen. Das bestätigte Trumps Sprecher Sean Spicer. Der Geheimdienstausschuss des US-Senats hatte die Vorwürfe zuvor als unbegründet zurückgewiesen. Es gebe keinerlei Beweise für solche Anschuldigungen, heißt es in einer Stellungnahme des republikanischen Ausschussvorsitzenden Richard Burr und seines demokratischen Stellvertreters Mark Warner. Trump selbst sagte, er habe sich dabei auf Medienberichte gestützt.
    Schäuble und Mnuchin machen "guten Anfang":
    Der neue US-Finanzminister Steven Mnuchin hat nach einer ersten Begegnung mit seinem deutschen Kollegen Wolfgang Schäuble den Willen zur Zusammenarbeit betont. "Wir wollen keinen Handelskrieg", sagte Mnuchin in Berlin. Ungleichgewichte müssten jedoch beseitigt werden, erklärte er mit Blick auf den deutschen Handelsüberschuss. Abkommen weltweit sollten auf Wechselseitigkeit beruhen. Oberstes Ziel sei das Wirtschaftswachstum. Schäuble sprach nach der Unterredung von einem "guten Anfang" und einer "konstruktiven, offenen Diskussion". An diesem Freitag beginnt in Baden-Baden das Finanzminister-Treffen der G20-Staaten. Deutschland hat in der Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer derzeit den Vorsitz.
    Viele Tote bei Luftangriff auf syrisches Gebetshaus:
    Bei einem Luftangriff auf eine Moschee in Syrien sind laut Aktivisten mindestens 42 Menschen getötet worden. Viele weitere wurden verletzt. Bei den meisten Opfern handele es sich um Zivilisten, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien mit. Das Gebetshaus in Al-Dschinnah westlich von Aleppo wurde demnach während des Abendgebets bombardiert. Die US-Streitkräfte widersprachen diesen Angaben. Man habe ein Gebäude unmittelbar neben der Moschee beschossen, weil sich dort Mitglieder des Terrornetzwerkes Al-Kaida getroffen hätten.
    Bundeswehr verabschiedet Gauck mit Großem Zapfenstreich:
    Mit einem Großen Zapfenstreich im Park von Schloss Bellevue wird Bundespräsident Joachim Gauck nach fünf Jahren aus dem Amt verabschiedet. Es ist die höchste Form militärischer Ehrerweisung der Bundeswehr. Zu der Veranstaltung werden rund 600 Gäste erwartet, darunter auch etwa 300 Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren. Gauck hat sich unter anderem den größten Hit der DDR-Rockband Karat, "Über sieben Brücken musst du gehn", und den Bach-Choral "Ein feste Burg ist unser Gott" gewünscht. Der 77-Jährige hatte aus Altersgründen nicht für eine zweite Amtszeit kandidiert. Am Sonntag soll der frühere Außenminister Frank-Walter Steinmeier das Amt des Staatsoberhaupts antreten.
    Europa League: Schalke im Viertelfinale:
    Der FC Schalke 04 ist ins Viertelfinale der Europa League eingezogen. Im Rückspiel bei Borussia Mönchengladbach erkämpften die Königsblauen nach einer furiosen Aufholjagd ein 2:2. Zur Pause hatte es noch 0:2 gestanden. In der zweiten Halbzeit erzielten Leon Goretzka und - mit einem umstrittenen Handelfmeter - Nabil Bentaleb den Ausgleich. An diesem Freitag wird der Viertelfinalgegner für Schalke ausgelost.
    8 min
  • 16.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Rutte siegt bei Wahl in den Niederlanden:
    Bei der Wahl in den Niederlanden bleibt die Partei von Ministerpräsident Rutte stärkste Kraft. Trotz Verlusten kam seine VVD auf 32 Sitze im Parlament in Den Haag. Die rechtspopulistische PVV konnte ihr Ergebnis verbessern, blieb aber mit 19 Sitzen deutlich hinter den Prognosen zurück. Sie muss sich Rang zwei mit den Christdemokraten und der linksliberalen D66 teilen. Ihr Ergebnis deutlich verbessern konnten die Grünen. Die bislang mitregierenden Sozialdemokraten wurden hingegen von den Wählern abgestraft. Sie verloren rund 20 Prozent. Ministerpräsident Rutte nannte das Ergebnis ein Fest für die Demokratie. Der falsche Populismus habe verloren. Er rechne aber mit schwierigen Koalitionsverhandlungen. Die Wahlbeteiligung lag mit 81 Prozent so hoch wie seit 30 Jahren nicht mehr.
    US-Gericht stoppt Trumps neues Einreiseverbot:
    Auch das neue US-Einreiseverbot für Menschen aus sechs muslimisch geprägten Ländern tritt vorerst nicht in Kraft. Ein Bundesgericht auf Hawaii stoppte die überarbeitete Regelung vorerst. Das Dekret von Präsident Donald Trump verstoße möglicherweise gegen den Verfassungsgrundsatz, der religiöse Diskriminierung verbietet, hieß es in der Begründung. Geplant war, Bürger aus sechs muslimisch geprägten Staaten nicht mehr einreisen zu lassen. Die Regierung, die im Februar mit einer ersten Fassung bereits vor Gericht gescheitert war, hatte den neuen Erlass etwas abgemildert. Präsident Trump nannte das Urteil aus Hawaii "fehlerhaft" und kündigte an, vor das Oberste Gericht zu ziehen.
    Keine Beweise für Abhörangriff auf Trump:
    Der Geheimdienstausschuss des US-Kongresses hat keine Belege gefunden, dass der frühere US-Präsident Barack Obama seinen Nachfolger Donald Trump abhören ließ. Der US-Präsident hatte zuvor in einer Serie wütender Tweets erklärt, Obama habe ihn 2016 im Wahlkampf im Trump-Tower abhören lassen. Der republikanische Vorsitzende des Ausschusses, Devin Nunes, sagte, er glaube nicht, dass es ein aktuelles Anzapfen des Trump Towers gegeben habe. Wenn man Trumps Tweets wörtlich nehme, dann sei der Präsident eindeutig im Unrecht, so Nunes weiter. Auch der frühere Geheimdienstdirektor James Clapper hatte ein Abhören verneint. FBI-Direktor James Comey hatte das Justizministerium aufgefordert, sich von den Vorwürfen Trumps zu distanzieren. Es gibt bisher keinen Beleg für Trumps Anschuldigungen. Trump blieb aber bei seinen Verdächtigungen. In einem Interview mit dem Sender Fox News erklärte Trump, dass man in den nächsten beiden Wochen einige sehr interessante Dinge sehen werde, die an die Oberfläche kämen.
    Drohungen der Türkei wegen EU-Flüchtlingspakt:
    Die Türkei hat das Flüchtlingsabkommen mit der EU teilweise ausgesetzt. Derzeit würden keine Flüchtlinge von den griechischen Inseln zurückgenommen, sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu in einem Interview des Fernsehsenders "24 TV". Zugleich drohte er mit dem vollständigen Ende des Flüchtlingspakts. Cavusoglu warf der EU vor, die in Aussicht gestellte Visa-Freiheit für türkische Bürger nicht umzusetzen. Dies scheiterte bislang daran, dass die Türkei nicht bereit ist, ihre Anti-Terror-Gesetze zu entschärfen. Die Beziehungen zwischen der Türkei und der EU sind derzeit äußerst angespannt. Als Grund gelten die Absagen von Wahlkampfauftritten türkischer Politiker in Deutschland und den Niederlanden.
    Leverkusen scheitert an Atletico Madrid:
    Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat sich aus der UEFA Champions League verabschiedet. Bei Atletico Madrid spielte die Werkself nur 0:0. Das Hinspiel hatte die Mannschaft bereits mit 2:4 verloren. In der zweiten Partie des Abends schied Manchester City nach einer 1:3-Niederlage beim AS Monaco ebenfalls aus dem europäischen Fußballwettbewerb aus. Das erste Spiel hatte Manchester noch mit 5:3 gewonnen.
    8 min
  • 15.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Parlamentswahl in den Niederlanden hat begonnen:
    In den Niederlanden wird an diesem Mittwoch ein neues Parlament gewählt. Rund 13 Millionen Menschen sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Die jüngsten Umfragen sehen die rechtsliberale Partei VVD von Ministerpräsident Mark Rutte vor der rechtspopulistischen Freiheitspartei von Geert Wilders, der ein Einreiseverbot für Muslime gefordert hatte. Die Wahllokale schließen um 21 Uhr Mitteleuropäischer Zeit. Danach werden erste Prognosen erwartet. Die letzten Tage des Wahlkampfs waren von einer diplomatischen Eskalation im Verhältnis mit der Türkei geprägt. Entzündet hatte sich der Streit am Verbot von Wahlkampfauftritten türkischer Politiker in den Niederlanden.
    US-Sender veröffentlicht Steuerunterlagen Trumps:
    Dem US-Sender MSNBC ist eine mehr als zehn Jahre alte Steuererklärung von US-Präsident Donald Trump zugespielt worden. Das Dokument aus dem Jahr 2005 zeige, dass Trumps Unternehmenskonsortium damals 150 Millionen Dollar Gewinn gemacht und 38 Millionen Dollar an Steuern bezahlt habe, berichtete der Sender. Das Weiße Haus bestätigte die Zahlen und wies zugleich darauf hin, dass es die unerlaubte Veröffentlichung als illegal betrachte. Entgegen der üblichen Praxis hatte Trump sich im Wahlkampf geweigert, seine Steuererklärungen zu veröffentlichen. Bisher hatte jeder aussichtsreiche Präsidentschaftskandidat seit Richard Nixon schon vor der Wahl Einblick in seine Steuerunterlagen gewährt.
    Altmaier verurteilt Angriffe türkischer Politiker:
    Bundeskanzleramtschef Peter Altmaier hat die jüngsten Angriffe aus der Türkei scharf verurteilt und türkischen Politikern mit Einreiseverboten gedroht. Man verwahre sich entschieden gegen Nazi-Vergleiche und groteske Vorwürfe, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Türkei lege immer großen Wert darauf, dass die Ehre ihres Landes nicht verletzt werde. Auch Deutschland habe eine Ehre, so Altmaier. Die Bundesrepublik sei seit ihrer Gründung ein weltweit anerkannter, vorbildlicher Rechtsstaat. Deutschland habe nach geltendem Völkerrecht die Möglichkeit, die Einreise ausländischer Regierungsmitglieder zu unterbinden. Dies behalte man sich als letztes Mittel vor. Die Bundesregierung begebe sich nicht auf das Niveau derer, die in unverantwortlicher Weise die deutsch-türkischen Beziehungen gefährdeten, sagte Altmaier.
    In Kabul gekidnappte Entwicklungshelferin wieder frei:
    Eine im November in der afghanischen Hauptstadt Kabul entführte australische Entwicklungshelferin ist wieder frei. Polizei und Geheimdienst hätten die Frau im Zentrum von Kabul gefunden und zur australischen Botschaft gebracht, teilten die Behörden mit. Es sei niemand festgenommen worden. Das australische Außenministerium dankte den afghanischen Sicherheitskräften für ihren Einsatz. In Kabul werden immer wieder Ausländer, aber auch einheimische Geschäftsleute entführt. Dahinter stehen oft kriminelle Banden, aber auch Extremisten. Ein Australier, mehrere US-Amerikaner und ein Kanadier befinden sich noch in der Hand der radikalislamischen Taliban.
    China will EU-Unternehmen gleiche Rechte gewähren:
    Chinas Regierungschef Li Keqiang hat europäischen Unternehmen einen besseren Marktzugang versprochen. Registrierte ausländische Firmen sollten die gleiche Behandlung genießen wie einheimische Betriebe, sagte Li zum Abschluss der Jahrestagung des Volkskongresses in Peking. Der Premier forderte die Europäische Union auf, ihre Beschränkungen für den Export von Hochtechnologie nach China aufzuheben. Er betonte zugleich, sein Land wolle keinen Handelskrieg mit den USA. Beide Staaten teilten viele gemeinsame Interessen. US-Präsident Donald Trump hatte der Volksrepublik mehrfach unfairen Wettbewerb vorgeworfen und gedroht, Importe aus China mit hohen Strafzöllen zu belegen.
    Eon schreibt 2016 Rekordverlust:
    Die Folgen der Energiewende haben beim Versorger Eon zum höchsten Verlust in der Firmengeschichte geführt. Für das Geschäftsjahr 2016 summiert sich das Minus auf rund 16 Milliarden Euro, wie der Konzern in Essen mitteilte. 2015 hatte Eon bereits einen Fehlbetrag von annähernd sieben Milliarden Euro verbucht. Das Unternehmen musste mehrere Milliarden auf seine Kraftwerks-Beteiligung Uniper abschreiben. Hinzu kommen die Belastungen durch den Atomausstieg. Eon wird Mitte des Jahres rund zehn Milliarden Euro an den staatlichen Kernenergiefonds zahlen. Um Geld einzusparen, will der Konzern bis zu 1300 Arbeitsplätze streichen, die meisten davon in Deutschland.
    9 min
  • 14.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Türkei setzt Kontakte zu Niederlanden aus:
    Die türkische Regierung verweigert nach dem Eklat um verhinderte Wahlkampfauftritte zweier türkischer Minister in Rotterdam nun auch niederländischen Diplomaten die Einreise. Der Luftraum für Maschinen mit Diplomaten aus dem Land sei ab sofort gesperrt, teilte der stellvertretende Ministerpräsident Numan Kurtulmus in Ankara mit. Zudem würden die Gespräche auf höherer Ebene bis auf weiteres ausgesetzt. Der niederländische Botschafter hält sich derzeit im Ausland auf.
    Erdogan wirft Merkel Unterstützung von Terroristen vor:
    Als "erkennbar abwegig" hat die deutsche Regierung den Vorwurf des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zurückgewiesen, Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstütze Terroristen. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte weiter, die Bundeskanzlerin habe nicht die Absicht, sich am Wettlauf der Provokationen zu beteiligen. "Verehrte Merkel, Du unterstützt Terroristen", hatte Erdogan in einem Interview eines türkischen TV-Senders gemeint. Erdogan hielt den deutschen Behörden vor, auf Informationen der Türkei zu 4500 "Terrorverdächtigen" nicht zu reagieren.
    Großbritannien kann aus der EU austreten:
    Das britische Parlament hat das Brexit-Gesetz verabschiedet. Nach dem Unterhaus stimmte auch das Oberhaus, das "House of Lords", der Vorlage zu. Das Gesetz sieht kein Veto-Recht des Parlaments für das Ergebnis der Austrittsverhandlungen Londons mit der Europäischen Union vor. Das Oberhaus hatte versucht, eine derartige Klausel in dem Text zu verankern, war dabei aber am Widerstand des Unterhauses gescheitert. Jetzt muss noch Königin Elizabeth II. das Dokument unterzeichnen, dann kann Premierministerin Theresa May das Papier bei der EU einreichen. Sobald das Schreiben den Europäischen Rat in Brüssel erreicht hat, läuft die Uhr für die zweijährige Verhandlungsphase.
    Nordirische Sinn Fein will Irland wiedervereinigen:
    Die katholisch-republikanische Sinn-Fein-Partei in Nordirland hat eine Volksabstimmung über die Vereinigung mit der Republik Irland gefordert. Die britische Regierung führe Nordirland gegen den Willen des Volkes aus der EU, begründete Sinn-Fein-Chefin Michelle O'Neill den Vorstoß. Der Brexit sei eine Katastrophe für Nordirland und die Republik Irland und werde zu einer befestigten Grenze zwischen den beiden Teilen der Insel führen, warnte O'Neill. Die Nordiren hatten beim Brexit-Referendum im vergangenen Jahr mehrheitlich gegen einen EU-Austritt votiert. Sie wurden aber von einer Brexit-Mehrheit in England und Wales überstimmt. Die Forderung aus Belfast kam nur kurz nachdem die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon ein erneutes Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands von Großbritannien angekündigt hatte.
    US-Gesundheitspläne: Millionen Menschen ohne Versicherung?:
    Die Gesundheitspläne der US-Republikaner führen aus Sicht von Experten dazu, dass die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung im Land im nächsten Jahrzehnt um Millionen steigen wird. Zu dieser Prognose kommt das unabhängige Budgetbüro des Kongresses (CBO) in einem Bericht, der in Washington veröffentlicht wurde. Allein im nächsten Jahr könnten demnach rund 14 Millionen Menschen weniger versichert sein als derzeit. Die Experten schätzen, dass sich die Zahl bis 2026 um 24 Millionen auf insgesamt rund 52 Millionen erhöht. Gesundheitsminister Tom Price widersprach der Einschätzung vehement. Die Abschaffung von "Obamacare" gehört zu den Wahlversprechen von US-Präsident Donald Trump.
    8 min
  • 13.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Millionen syrische Kinder bringt Bürgerkrieg in große Gefahr:
    Das Leiden der Kinder in Syrien hat 2016 ein nie dagewesenes Ausmaß erreicht. Das berichtet das UN-Kinderhilfswerks UNICEF. Demnach sind im vergangenen Jahr 652 Kinder in dem Bürgerkrieg umgekommen, 20 Prozent mehr als im Jahr davor. Insgesamt seien mehr als 2500 Fälle von direkter Gewalt und schweren Kinderrechtsverstößen offiziell dokumentiert. Dabei hätten auch Verstümmelungen und die Rekrutierung von Kindersoldaten deutlich zugenommen. Bewaffnete Gruppen hätten mehr als 850 Minderjährige zum Dienst an der Waffe gezwungen, doppelt so viele wie 2015. Dabei, so UNICEF, würden die Kinder und Jugendlichen immer häufiger nicht nur für unterstützende Tätigkeiten wie Träger oder Wachtposten eingesetzt, sondern auch direkt als Kämpfer an der Front. In extremen Fällen würden sie auch für Hinrichtungen und Bombenattentate missbraucht. Das Kinderhilfswerk geht von einer hohen Dunkelziffer bei den schweren Kinderrechtsverletzungen aus.
    De Maizière: Türkischer Wahlkampf hat hier nichts verloren:
    Der Streit um Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Europa eskaliert weiter. Bundesinnenminister Thomas de Maizière sprach sich nach der Eskalation des Streits zwischen den Niederlanden und der Türkei in der ARD entschieden gegen derartige Auftritte aus. Er wolle das nicht. Ein türkischer Wahlkampf in Deutschland habe hier nichts verloren. Wie die Niederlande Einreiseverbote gegen türkische Politiker zu verhängen, müsse man klug abwägen, sagte der Innenminister. Es gebe für solche Auftritte aber klare Grenzen, zum Beispiel das Strafgesetzbuch. Wer die Bundesrepublik Deutschland oder ihre verfassungsmäßige Ordnung beschimpfe und böswillig verächtlich mache, mache sich strafbar. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erteilt dem türkischen Wunsch nach engeren Wirtschaftskontakten mit Verweis auf den Streit um die Wahlkampfauftritte und den inhaftierten Journalisten Deniz Yücel vorerst eine Absage.
    Dänemark lädt türkischen Ministerpräsidenten Yildirim aus:
    Die dänische Regierung hat den für den 20. März geplanten Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim abgesagt. Ein solcher Besuch könnte angesichts der aktuellen Angriffe der Türkei gegen die Niederlande nicht stattfinden, sagte der dänische Ministerpräsident Lars Lökke Rasmussen. Er habe seinem türkischen Kollegen vorgeschlagen, das Treffen zu verschieben. In normalen Zeiten wäre es ein Vergnügen, den türkischen Ministerpräsidenten zu empfangen, hieß es in Rasmussens Erklärung. Noch am 10. Dezember habe er in Ankara ein offenes und konstruktives Gespräch mit Yildirim geführt. Derzeit beobachte die dänische Regierung jedoch sehr besorgt die aktuellen Entwicklungen in der Türkei.
    Gabriel wirbt für UN-Aktion gegen Hungerkatastrophe:
    Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat nach einem Telefonat mit UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien zu einer Aktion der internationalen Gemeinschaft gegen die Hungerkatastrophe in weiten Teilen Afrikas aufgerufen. Wenn jetzt nicht bald umfassende internationale Hilfe einsetze, drohe Millionen von Menschen in den betroffenen Regionen der Hungertod, sagte Gabriel. Die Lage in den Hungerregionen am Horn von Afrika, in der Tschadseeregion sowie in Südsudan sei zum Verzweifeln, so Gabriel weiter. Deutschland sei bereit, zusätzlich 15 Millionen Euro Hilfsgelder bereitzustellen. Es brauche jetzt rasch eine konzertierte Aktion der internationalen Gebergemeinschaft, forderte der Minister. Nach UN-Angaben droht in Kenia, Somalia, Südsudan und auch im Jemen 20 Millionen Menschen der Hungertod.
    Island kehrt an die Finanzmärkte zurück:
    Island hat die im Zuge der Finanzkrise von 2008 verhängten Kapitalkontrollen für Privatkunden, Unternehmen und Pensionsfonds aufgehoben, wie die Regierung in Reykjavik erklärte. Die Kapitalkontrollen waren Bestandteil der wirtschaftlichen Erholung nach dem Crash gewesen, um eine Kapitalflucht zu verhindern und einen Kollaps der isländischen Krone zu verhindern. Die Kapitalkontrollen beschnitten das Recht der Isländer zum Erwerb von Eigentum im Ausland und zum Tausch der Krone in ausländische Devisen.
    Präsidentschaftskandidat Fillon räumt Luxusgeschenke ein:
    Den Präsidentschaftskandidaten der Konservativen in Frankreich, François Fillon, belastet eine neue Affäre. Nach Medieninformationen hat er zwei Luxusanzüge im Wert von 13.000 Euro als Geschenk angenommen. Fillon bestätigte das in einem Interview, sah darin aber kein Fehlverhalten. Wörtlich sagte er: "Ein Freund hat mir die Anzüge im Februar angeboten. Na und?" Der Politiker steht seit Wochen unter Druck, weil er seine Frau nur zum Schein auf Staatskosten beschäftigt haben soll. Fillon weist die Vorwürfe zurück und weigert sich, seine Kandidatur zurückzuziehen.
    10 min
  • 11.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Türkischer Sportminister spricht in Köln über gescheiterten Putsch:
    Der türkische Sportminister Akif Cagatay Kilic hat bei einer Veranstaltung in Köln an die deutschen Medien appelliert, sich um ein besseres Verständnis der Putschnacht in der Türkei zu bemühen. Vor rund 400 Zuhörern sagte Kilic, das türkische Volk habe damals durch sein mutiges Eingreifen verhindert, dass die Putschisten Demokratie und Rechtsstaat abgeschafft hätten. Vor und nach seiner Rede wurden Filme gezeigt, in denen die Niederringung der Putschisten gepriesen und Präsident Recep Tayyip Erdogan gefeiert wurde. Die Veranstaltung trug den Titel "Helden unter uns. 15 Juli". Am 15. Juli fand im vergangenen Jahr der Putschversuch in der Türkei statt. Veranstalter des Abends war ein Zusammenschluss verschiedener Organisationen, der sich "Demokratieplattform gegen den Putsch" nennt. Offiziell sollte das ganze eine Kulturveranstaltung sein. Türkische Minister hatten zuletzt in Deutschland mehrfach für Erdogans Verfassungsreform werben wollen, über die im April auch in Deutschland lebende Türken abstimmen können. Mehrere Kommunen hatten den Ministern aber Auftrittsorte verweigert.
    Japan gedenkt der Opfer von Fukushima:
    Sechs Jahre nach der Erdbeben- und Atomkatastrophe gedenkt Japan der Opfer. Überall im Land finden an diesem Samstag Gedenkfeierlichkeiten statt. Für 14.46 Uhr Ortszeit ist eine Schweigeminute für die rund 18.500 Todesopfer geplant. Zu diesem Zeitpunkt suchte am 11. März 2011 ein schweres Erbeben den Nordosten des asiatischen Inselreiches heim. Im Atomkraftwerk Daiichi war es in Folge des Bebens und eines gewaltigen Tsunamis zu Kernschmelzen gekommen. Noch immer können Zehntausende Menschen wegen der Verstrahlung nicht in ihre Häuser zurück.
    UN-Nothilfekoordinator: 20 Millionen Menschen droht Hungertod:
    UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien hat den Weltsicherheitsrat mit dramatischen Worten um Hilfe für Millionen von hungernden Menschen gebeten. Nach seinen Worten droht rund 20 Millionen Menschen in Nigeria, Somalia, im Jemen und im Südsudan der Hungertod, sollte sich die internationale Gemeinschaft nicht zu einer größeren Hilfsaktion entschließen. In einer UN-Mitteilung hieß es außerdem, die Vereinten Nationen stünden vor der größten humanitären Katastrophe seit ihrer Gründung. Noch bestehe die Möglichkeit, das Schlimmste zu verhindern, sagte O'Brien, doch seien rasche Hilfe und finanzielle Unterstützung nötig.:
    VW bekennt sich in den USA des Betrugs schuldig:
    Im Skandal um manipulierte Abgaswerte hat sich Volkswagen vor einem US-Gericht in mehreren Punkten schuldig bekannt. Der VW-Chefjurist Manfred Döss legte das Schuldbekenntnis vor einem Berufungsgericht in Detroit ab. Der Konzern hatte das Geständnis vor zwei Monaten im Rahmen eines Vergleichs mit dem US-Justizministerium zugesagt. Mit der Vereinbarung willigte Volkswagen in Strafzahlungen in der Gesamthöhe von 4,3 Milliarden Dollar ein. Im Gegenzug werden strafrechtliche Ermittlungen eingestellt. Insgesamt nimmt der Konzern in den USA mehr als 20 Milliarden Euro für Vergleiche mit Kunden, Autohändlern, Behörden und Bundesstaaten in die Hand. Der zuständige Richter Sean Cox will am 21. April bekanntgeben, ob er der Einigung mit dem Justizministerium zustimmt.
    Doppelmord von Herne: 19-Jähriger tötete eiskalt und aus Frust:
    Nach dem Doppelmord von Herne werden immer mehr Details zum Motiv des Täters bekannt. Wie die zuständige Mordkommission mitteilte, soll der 19-jährige H. aus purem Frust über private Rückschläge plötzlich Mordlust entwickelt haben. Auslöser für den Mord an dem neunjährigen Nachbarsjungen waren demnach eine Absage auf eine Bewerbung bei der Bundeswehr, der drohende Verlust von Internetanschluss und Online-Videospielen sowie zwei gescheiterte Suizidversuche. Das habe H. der Polizei während seiner Vernehmung geschildert, teilte der Leiter der Mordkommission mit. Der Teenager trete in Vernehmungen "eiskalt" auf, hieß es. Nach seiner ersten Tat habe H. sich in einem Waldstück versteckt und dann Unterschlupf bei einem Mitschüler vom Berufskolleg gesucht. Als der Bekannte von der Fahndung erfuhr und seinen Besucher zur Rede stellte, tötete H. ihn mit 68 Messerstichen.
    8 min
  • 10.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Südkoreas Verfassungsgericht bestätigt Amtsenthebung von Präsidentin Park:
    Südkoreas Verfassungsgericht hat die Amtsenthebung von Präsidentin Park Geun Hye offiziell bestätigt. Das Parlament in Seoul hatte im Dezember wegen einer Korruptionsaffäre für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Park gestimmt. Nach dem Urteil des Verfassungsgerichts kann sie nun nicht mehr ins Amt zurückkehren, und es muss binnen 60 Tagen neu gewählt werden. Park war über die Korruptionsaffäre ihrer Vertrauten Choi Soon Sil gestolpert. Die Präsidentenfreundin soll ihre Beziehungen zu Park genutzt haben, um Millionenspenden für Stiftungen einzutreiben und sich dabei persönlich zu bereichern. Außerdem soll sich Choi in die Regierungsgeschäfte eingemischt haben. Sie sitzt inzwischen in Haft. Gegen die Präsidentin hatten wochenlang hunderttausende Südkoreaner demonstriert.
    EU-Gipfel berät ohne Großbritannien über Zukunft der Union:
    Der EU-Gipfel in Brüssel endet an diesem Freitag mit einer Debatte über die Zukunft der Europäischen Union. Die britische Premierministerin Theresa May, deren Land aus der EU austreten will, nimmt daran nicht mehr teil. Die verbleibenden Länder wollen sich auf Eckpunkte einer Abschlusserklärung verständigen. Allerdings kündigte Polen an, aus Empörung über die Wiederwahl von Donald Tusk als Ratspräsident die Abschlusserklärung nicht mittragen zu wollen. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten am ersten Tag des Gipfels gegen den Willen seines Heimatlandes Polen eine zweite Amtszeit für Tusk bis November 2019 beschlossen. Die rechtsnationale Regierung in Warschau wirft Tusk vor, sich in die polnische Innenpolitik eingemischt zu haben.
    Österreich: "Balkanroute ist nicht dicht":
    Ein Jahr nach Schließung der sogenannten Balkanroute hat Österreichs Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil vor Sorglosigkeit gewarnt. Die Balkanroute sei "nicht dicht", sagte Doskozil der "Bild"-Zeitung. Verglichen mit 2015 könne man zwar als Erfolg verbuchen, dass das Durchwinken vorbei sei. Viel mehr sei aber noch nicht erreicht, erklärte der SPÖ-Politiker. Obwohl die Balkanroute Anfang März 2016 zwischen Griechenland und Mazedonien geschlossen wurde, seien im vergangenen Jahr noch mehr als 42.000 Flüchtlinge in Österreich angekommen. Auch die slowenische Regierung warnt vor einer Verschärfung der Situation. Auf der Balkanroute herrsche wieder "enormer Druck", sagte der stellvertretende Innenminister Bostjan Sefic.
    Bundestag macht mehr Videoüberwachung möglich:
    Als Konsequenz aus mehreren Gewalttaten im vergangenen Jahr hat der Bundestag den Weg für mehr Videoüberwachung freigemacht. Der Parlamentsbeschluss erleichtert vor allem privaten Betreibern das Installieren von Kameras in Einkaufszentren, vor Fußballstadien und auf Parkplätzen. Bei der Entscheidung über die Zulässigkeit von Videokameras erhalten Sicherheitsaspekte in Zukunft ein größeres Gewicht als bisher. Ferner beschloss der Bundestag die Einführung sogenannter Bodycams für Polizisten. Dabei handelt es sich um Kameras, die die Beamten direkt am Körper tragen.
    Rund 23 Milliarden Euro für Flüchtlinge in 2016:
    Die Kosten für Aufnahme, Unterbringung und Versorgung von Asylbewerbern werden aller Voraussicht nach deutlich höher ausfallen als von Bund und Ländern erwartet. Das legten Zahlen des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages nahe, berichtet die Zeitung "Die Welt". Rechne man die bisher vorliegenden Daten auf alle Bundesländer hoch, ergäben sich für 2016 rund 23 Milliarden Euro Gesamtkosten, sagte Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer. Bisherige Schätzungen waren von 20 Milliarden Euro ausgegangen. Allein in Berlin habe sich der ursprünglich kalkulierte Betrag fast verdoppelt: auf 1,27 Milliarden Euro. Damit liege die Hauptstadt nahe am Bedarf des Bundeslandes Hessen, das rund 2,5 Millionen Einwohner mehr hat. Dort beliefen sich die Kosten auf 1,63 Milliarden Euro.
    Verdächtiger im Mordfall Jaden stellt sich - weitere Leiche:
    Die Polizei hat den mutmaßlichen Kindermörder Marcel H. in Herne gefasst und ist dabei auf einen weiteren Toten gestoßen. Der 19-Jährige habe sich gestellt und von sich aus den Hinweis auf ein Feuer gegeben. Am Ort des Brandes wurde die Leiche eines Mannes gefunden. Am Montagabend war im Keller von Marcel H. der neun Jahre alte Jaden erstochen aufgefunden worden. Nach Angaben der Polizei verbreitete der 19-Jährige nach der Mordtat Fotos im Internet, die ihn blutverschmiert neben dem toten Kind zeigen. Seither gab es eine Großfahndung. Die Polizei ging mehr als 1400 Hinweisen nach. Immer wieder gab es Fehlalarme.
    8 min
  • 09.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Gabriel warnt vor Rückfall in Kalten Krieg :
    Zum Auftakt seines Antrittsbesuchs in Moskau hat sich Außenminister Sigmar Gabriel für eine Rückkehr zur Abrüstung zwischen Russland und der NATO ausgesprochen. In einem Interview der russischen Nachrichtenagentur Interfax verteidigte er zwar die jüngsten NATO-Truppenstationierungen in Polen und im Baltikum als Reaktion auf die militärische Übermacht Russlands in der Region. Der SPD-Chef fügte aber hinzu, noch wichtiger wäre es, Schritt für Schritt wieder zu Abrüstungsmaßnahmen zu kommen. Er plädierte dafür, den NATO-Russland-Rat wieder regelmäßig tagen zu lassen und Gespräche über eine Risikovermeidung im Ostseeraum zu führen. Der Vizekanzler trifft sich an diesem Donnerstag mit Außenminister Sergej Lawrow und wahrscheinlich auch mit Präsident Wladimir Putin im Kreml.
    Linke beklagt Besuchsverbot bei deutschen Soldaten in der Türkei:
    Die Türkei hat dem Linken-Bundestagsabgeordneten Jan van Aken einen Besuch bei den deutschen Soldaten auf dem NATO-Stützpunkt Konya verweigert. Das Auswärtige Amt habe ihm mitgeteilt, die türkische Seite habe soeben telefonisch den Besuch abgelehnt, sagte der Außenpolitiker der Zeitung "Die Welt". Damit suche die türkische Regierung eine weitere Eskalation mit Deutschland. Auf den Luftwaffenstützpunkten Konya und Incirlik in der Türkei sind etwa 270 Bundeswehrsoldaten stationiert, um sich von dort aus am internationalen Einsatz gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zu beteiligen. Linken-Chef Bernd Riexinger forderte die Bundesregierung angesichts des anhaltenden Streits mit der Türkei auf, in der Flüchtlingspolitik nicht länger auf Abschottung mithilfe des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu setzen.
    Weniger Flüchtlinge aus Maghreb-Staaten :
    Der Flüchtlingszuzug aus den Maghreb-Staaten Algerien, Marokko und Tunesien ist erheblich zurückgegangen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zählte 2016 nur noch 8000 Flüchtlinge, die aus den drei Staaten in Deutschland erstmals registriert wurden, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. 2015 waren es demnach noch 25.000 Migranten gewesen. Der Bundesrat stimmt am Freitag über ein Gesetz zur Einstufung von Algerien, Marokko und Tunesien als sichere Herkunftsstaaten ab. Das Vorhaben Bayerns, die drei Maghreb-Staaten als sichere Herkunftsländer einstufen zu lassen, um Abschiebungen zu erleichtern, wird jedoch vermutlich scheitern. Die Grünen sind nach wie vor dagegen.
    Hawaii klagt gegen Trumps neues Einreiseverbot :
    Als erster US-Bundesstaat geht Hawaii gegen das von Präsident Donald Trump erlassene neue Einreiseverbot vor. Anwälte der Regierung reichten eine Klage bei einem Bundesgericht in Honolulu ein, wie Medien berichteten. Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates, Douglas Chin, bezeichnete das neue Dekret als "Muslim-Bann 2.0". Unter dem Vorwand der nationalen Sicherheit ziele das Gesetz nach wie vor auf Migranten und Flüchtlinge ab und öffne Tür und Tor für weitere Beschränkungen. Der Einreisestopp tritt am 16. März in Kraft. Menschen aus den vorwiegend islamischen Ländern Iran, Jemen, Libyen, Syrien, Somalia und Sudan dürfen ab dann mindestens 90 Tage lang nicht in die USA einreisen. Ausgenommen sind Besitzer einer Greencard oder eines bereits vor Inkrafttreten des Stopps gültigen Visums.
    Tusk preist gute Konjunktur in Europa:
    Vor dem EU-Gipfel an diesem Donnerstag und Freitag hat Ratspräsident Donald Tusk zu weiteren Anstrengungen für eine wirtschaftliche Erholung Europas aufgerufen. Der Schwung müsse erhalten bleiben, sagte Tusk. Er erinnerte daran, dass es erstmals seit fast zehn Jahren in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten Wachstum gebe. Der Pole steht bei dem Treffen der Staats- und Regierungschefs in Brüssel zur Wiederwahl - und kann trotz Widerstands aus seinem Heimatland wohl mit einer Mehrheit rechnen. Auch Kanzlerin Angela Merkel befürwortet eine zweite Amtszeit Tusks bis Ende 2019. Vor Beginn der Brüsseler Beratungen gibt Merkel im Bundestag eine Regierungserklärung zu Europa ab.
    8 min

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