Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 24.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.DW: Deutsche Girokonten von Dutzenden Jemeniten gekündigt:
    In Deutschland haben Dutzende Studenten, Geschäftsleute und Diplomaten aus dem Jemen nach Recherchen der Deutschen Welle eine Kündigung für ihre Girokonten bekommen. Demnach kündigten die Deutsche Bank und andere Kreditinstitute die Konten, ohne Gründe zu nennen. Der jemenitische Botschafter in Berlin, Yahia Mohammed Abdullah Al-Shaibi, sagte der DW, alle Diplomaten seines Landes hätten Mitte Oktober das gleiche Kündigungsschreiben der Commerzbank erhalten. Jemenitische Vertretungen im europäischen Ausland oder Diplomaten anderer Länder in Deutschland sind laut Al-Shaibi nicht betroffen. Die Beendigung der Konten würde den Betroffenen große Schwierigkeiten bereiten. Die Vertragsfreiheit in der Bundesrepublik sieht vor, dass Banken Konten ohne Angabe von Gründen kündigen dürfen. Es wird vermutet, dass die Schritte der Banken im Zusammenhang stehen mit deren verstärkten Sorgfaltspflichten bei sogenannten "politisch exponierten Personen" wie etwa Diplomaten sowie einem erhöhten Risiko für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung in gewissen Ländern.
    Ermittler: Kim Jong Nam wurde mit Nervengas VX ermordet:
    Malaysische Ermittler haben Spuren des Nervengases VX an der Leiche des ermordeten Halbbruders des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un gefunden. Auf dem Gesicht von Kim Jong Nam seien Rückstände des auch als Chemiewaffe eingesetzten Gases gefunden worden, teilte die malaysische Polizei mit. VX gilt als stärkstes Nervengas und wird über die Haut, Augen, Nahrung und Atemwege vom Körper aufgenommen. Es führt binnen weniger Minuten zum Tod. Der 45-jährige Kim Jong Nam war am 13. Februar am Flughafen Kuala Lumpur getötet worden, als die Täter ihm Gift ins Gesicht spritzten. Die malaysische Polizei vermutet Nordkorea hinter dem Anschlag.
    ARD-"Deutschlandtrend": SPD überholt Union erstmals seit 2006:
    Im aktuellen ARD-"Deutschlandtrend" hat die SPD vier Prozentpunkte dazugewonnen und liegt nun mit 32 Prozent erstmals seit Oktober 2006 wieder vor der Union. Die CDU/CSU verlor im Vergleich zum Vormonat drei Prozentpunkte und kommt aktuell auf 31 Prozent der Wählerstimmen. Die Grünen bleiben in der aktuellen Umfrage unverändert bei acht Prozent, die Linke verliert einen Prozentpunkt und kommt auf sieben Prozent. Ein rot-rot-grünes Bündnis würde eine Mehrheit damit knapp verfehlen. Die FDP liegt unverändert bei sechs Prozent. Weiter im Sinkflug befinden sich die Werte der AfD. Im "Deutschlandtrend" kommt die Partei auf 11 Prozent. In anderen Umfragen liegt sie bei 8 Prozent. Auf breite Zustimmung stießen im "Deutschlandtrend" die Pläne von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, die Agenda 2010 zu korrigieren. 65 Prozent der Befragten sind dafür, das Arbeitslosengeld I länger zu zahlen als bisher.
    Femen-Aktivistin stört Rede von Marine Le Pen in Paris:
    Eine Aktivistin der Organisation Femen hat mit nacktem Oberkörper eine Rede der französischen Rechtspopulistin und Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen unterbrochen. Sie sprang bei einer Le-Pen-Veranstaltung in Paris auf und rief mehrfach, die Chefin der Partei Front National sei eine "fiktive Feministin". Dies hatte sie sich auch als Slogan auf den Oberkörper geschrieben. Ordner zerrten die Frau aus dem Saal. Le Pen setzte ihre Rede zur internationalen Politik fort. Femen erklärte auf Facebook, dass Le Pen sich als Verteidigerin der Frauenrechte inszeniere, ihr Programm aber die Emanzipation nicht fördere.
    Geberkonferenz will 1,4 Milliarden für Hungernde in Westafrika:
    Angesichts der humanitären Krise in der Region um den Tschad-See in Westafrika will eine Geberkonferenz in Oslo 1,4 Milliarden Euro an Hilfsgeldern sammeln. Das Treffen mehrerer Regierungen wird von Deutschland, Norwegen, Nigeria und den Vereinten Nationen organisiert. Im Nordosten Nigerias und mehreren Nachbarländern sind mehr als zehn Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. In einigen Regionen herrscht bereits eine Hungersnot. In dem Gebiet kämpft die Dschihadistenmiliz Boko Haram für die Errichtung eines Gottesstaates. Mehr als 2,6 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Trotz eines Anstiegs von humanitärer Hilfe seien die bisherigen Leistungen nicht ausreichend, sagen internationale Helfer. Im vergangenen Jahr waren laut Experten nur 53 Prozent der benötigten 739 Millionen Dollar für die Krisenregion bereitgestellt worden.
    9 min
  • 23.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bundesamt bearbeitet Asylverfahren langsamer:
    Asylbewerber in Deutschland müssen immer länger auf einen Bescheid der Behörden warten, ob sie bleiben dürfen oder nicht. Im vierten Quartal 2016 brauchte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) dafür im Schnitt acht Monate. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor, die den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vorliegt. Im Gesamtjahr 2016 waren es noch durchschnittlich sieben Monate, 2015 nur fünf Monate. Auch die Zahl der sogenannten Altfälle, die abgearbeitet werden müssen, ist im Vergleich zu 2015 beträchtlich gestiegen. Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Ulla Jelpke, sagte, viele Schutzsuchende würden sogar über Jahre im Unklaren gelassen und zur Untätigkeit gezwungen.
    Deutschland schiebt 18 Männer nach Afghanistan ab:
    18 abgelehnte Asylbewerber sind von Deutschland nach Afghanistan abgeschoben worden. Die Männer flogen von München aus nach Kabul, wie das bayerische Innenministerium mitteilte. Demnach handelte es sich um alleinstehende junge Männer, unter ihnen auch Straftäter. Es war bereits die dritte Sammelabschiebung nach Afghanistan seit Ende vergangenen Jahres. Rund 300 Menschen versammelten sich am Flughafen, um gegen die Rückführung zu demonstrieren. Nach Einschätzung der Opposition und mehrerer Flüchtlingsorganisationen ist Afghanistan kein sicherer Herkunftsstaat, weil die islamistischen Taliban dort immer wieder Anschläge verüben. Mehrere Bundesländer haben Abschiebungen nach Afghanistan ausgesetzt.
    Rekordüberschuss in deutscher Staatskasse:
    Der deutsche Staat hat im vergangenen Jahr den höchsten Überschuss seit der Wiedervereinigung erzielt. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialkassen nahmen unter dem Strich knapp 24 Milliarden Euro mehr ein, als sie ausgaben. Bezogen auf die Wirtschaftsleistung fiel das Plus mit 0,8 Prozent höher aus als die im Januar geschätzten 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dank sprudelnder Einnahmen und rückläufiger Arbeitslosigkeit war es das dritte Jahr in Folge mit einem Überschuss. Deutschland ist damit weit entfernt von der Defizit-Grenze des Maastricht-Vertrages. Danach darf das Defizit drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen.
    Ost- und Zentralafrika: 20 Millionen Menschen droht der Hungertod:
    UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat einen dringenden Hilfsappell an die internationale Gemeinschaft gerichtet. Den Vereinten Nationen zufolge sind insgesamt 20 Millionen Menschen im Südsudan, in Somalia, im Jemen und im Nordosten Nigerias vom Hunger bedroht. Viele Menschen seien durch Mangelernährung dem Tode nahe, sagte Guterres. Besonders schlimm sei die Situation im Südsudan, wo fünf Millionen Menschen hungerten. Der UN-Generalsekretär forderte die internationale Gemeinschaft zum Handeln auf. Ein Problem sei vor allem die Finanzierung der humanitären Hilfe. Um die Hungersnöte in den betreffenden Ländern zu lindern, brauchten die UN bis Ende März 4,2 Milliarden Euro. Bislang stünden aber nur 85 Millionen Euro zur Verfügung.
    US-Außenminister Tillerson zu Gesprächen in Mexiko:
    Inmitten wachsender Spannungen besuchen US-Außenminister Rex Tillerson und Heimatschutzminister John Kelly das Nachbarland Mexiko. Geplant sind Treffen mit Präsident Enrique Peña Nieto, Außenminister Luis Videgaray und weiteren Regierungsvertretern. Neben Gesprächen zum Freihandel dürften vor allem die Streitigkeiten bei den Einwanderungsfragen auf der Agenda stehen. Kurz vor Tillersons Ankunft in Mexiko hatte Außenminister Videgaray betont, Mexiko werde keine aus den USA abgeschobenen Migranten anderer Staaten aufnehmen. Er reagierte damit auf eine neue Richtlinie des US-Heimatschutzministeriums. Der zufolge können illegale Migranten etwa aus Mittel- und Südamerika künftig nach Mexiko zurückgeschickt werden, wenn sie über dieses Land in die USA eingereist sind.
    Französische Behörden eröffnen Ermittlungsverfahren gegen Le Pens Büroleiterin:
    Die französische Justiz hat ein Ermittlungsverfahren gegen die Büroleiterin von Front-National-Chefin Marine Le Pen eröffnet. Catherine Griset wird in der Affäre um EU-Parlamentsjobs Verschleierung vorgeworfen. Das berichten mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Justizkreise. Griset und Le Pens Leibwächter waren zuvor von Ermittlern angehört und in Polizeigewahrsam genommen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte schon im März 2015 Vorermittlungen zu dem Fall eingeleitet. Erst am Montag war die Parteizentrale des Front National durchsucht worden. Le Pen und andere EU-Abgeordnete des Front National sollen Mitarbeiter als parlamentarische Assistenten beschäftigt haben, obwohl diese in Wirklichkeit für die Partei tätig waren.
    10 min
  • 22.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Amnesty International kritisiert Aushöhlung der Menschenrechte:
    Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International prangert eine zunehmende Aushöhlung der Menschenrechte in Europa und den USA an. Die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten sei beispielhaft für einen politischen Trend, der auf Wut und Spaltung setze. Die Welt wurde 2016 finsterer und unsicherer, schreibt Generalsekretär Salil Shetty im Jahresbericht der Organisation. Auch der Umgang Europas mit Terroranschlägen, insbesondere in Frankreich, wird in dem Report kritisiert. Frankreichs Ruf als "Wiege der Menschenrechte" werde zunichte gemacht, unter anderem durch Anti-Terrorgesetze, die die Freiheit der Menschen einschränkten. Deutschland wird von Amnesty wegen der Verschärfung des Asylrechts und mangelnder Maßnahmen gegen Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte kritisiert.
    Trump-Regierung verschärft Maßnahmen gegen illegale Einwanderer:
    Mit verschärften Razzien will die US-Regierung gegen illegale Einwanderer vorgehen. Verstöße gegen die Einwanderungsgesetze würden künftig mit Maßnahmen bis hin zur Abschiebung geahndet. Das teilte Heimatschutzminister John Kelly in Anweisungen an den Grenzschutz und die Einwanderungsbehörden mit. Ausnahmen würden nur in extrem begrenzten Fällen gemacht, vor allem bei Minderjährigen. Bereits in der vergangenen Woche waren bei Razzien gegen Einwanderer ohne Papiere nach Angaben des Heimatschutzministeriums mehr als 680 Menschen festgenommen worden. Bei 75 Prozent von ihnen habe es sich um verurteilte Straftäter gehandelt. In den Vereinigten Staaten leben nach Schätzungen rund elf Millionen Menschen ohne Papiere, etwa die Hälfte von ihnen sind Mexikaner. Der Kampf gegen illegale Einwanderung war ein zentrales Wahlkampfversprechen des neuen Präsidenten Donald Trump.
    Trump verurteilt antisemitische Vorfälle:
    US-Präsident Donald Trump hat die antisemitischen Vorfälle verurteilt, die sich in jüngster Zeit in den Vereinigten Staaten ereignet haben. Die Drohungen gegen jüdische Gemeinden seien furchtbar, sagte Trump in Washington. Die Vorfälle seien eine traurige Erinnerung daran, dass noch viel getan werden müsse, um Hass und Vorurteile auszurotten. Der Präsident reagierte damit unter anderem auf einen Fall von Vandalismus auf einem jüdischen Friedhof im Bundesstaat Missouri. Unbekannte hatten in der Nähe von St. Louis mehr als 170 Grabsteine umgestoßen und teils zerstört. Zudem kam es laut US-Medienberichten in den vergangenen Wochen zu zahlreichen Bombendrohungen gegen jüdische Einrichtungen.
    Polizei in Malaysia will Nordkoreaner zu Mordfall befragen:
    Nach der Ermordung des älteren Halbbruders von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Malaysia konzentrieren sich die Ermittlungen der Polizei jetzt auf einen Diplomaten des kommunistischen Landes. Man wolle den Mitarbeiter der nordkoreanischen Botschaft in Kuala Lumpur sowie zwei seiner Landsleute zu dem Anschlag auf Kim Jong Nam vernehmen, teilte ein Polizeisprecher mit. Gleichzeitig veröffentlichten die malaysischen Behörden ein Überwachungsvideo vom Flughafen in Kuala Lumpur vom Montag vergangener Woche, das den Angriff auf Kim Jong Nam zeigt. Durch die Aufnahme werden zwei bereits festgenommene Frauen schwer belastet. Vermutet wird, dass sie den Giftanschlag im Auftrag des nordkoreanischen Geheimdienstes verübten. Kim Jong Un habe seinen Halbbruder beseitigen wollen, heißt es in Medienberichten.
    Thyssenkrupp verkauft verlustreiches Stahlwerk in Brasilien:
    Der Industriekonzern Thyssenkrupp hat sein verlustträchtiges Stahlwerk in Brasilien verkauft. Der argentinische Ternium-Konzern übernehme die Stahlhütte CSA für 1,5 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen in Essen mit. Damit sei das verlustreiche Amerika-Kapitel beendet und ein wichtiger Meilenstein beim Umbau erreicht. Den Verkaufserlös will Thyssenkrupp zum Abbau von Schulden verwenden. Die Essener hatten seit mehreren Jahren nach einem Käufer gesucht. 2014 hatte sich Thyssenkrupp bereits von seinem Stahlwerk im US-Bundesstaat Alabama getrennt, das ebenso wie CSA über Jahre für rote Zahlen sorgte. Auch nach Abzug der Verkaufserlöse für beide Werke bleibe für das Unternehmen unter dem Strich ein Verlust von rund acht Milliarden Euro, teilte Thyssenkrupp weiter mit.
    9 min
  • 21.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump ernennt neuen US-Sicherheitsberater:
    US-Präsident Donald Trump hat Generalleutnant Herbert Raymond McMaster zum neuen Nationalen Sicherheitsberater ernannt. Der 54-Jährige ist Spezialist der Widerstandsbekämpfung und war unter anderem im Irak und in Afghanistan stationiert. Trumps erster Sicherheitsberater Michael Flynn musste den Posten räumen, weil er mit dem russischen Botschafter über die Sanktionen gegen Moskau gesprochen und es anschließend geleugnet hatte. Die falschen Angaben machte er unter anderem gegenüber dem jetzigen Vize-Präsidenten Mike Pence. Nachdem Flynn zurückgetreten war, fiel die Wahl auf Vize-Admiral Robert Harward, der jedoch ablehnte. Offiziell hieß es, Harward habe aus privaten Gründen abgesagt. Mehrere US-Medien vermuteten jedoch, es habe an der ungewöhnlich großen Einflussnahme des Weißen Hauses gelegen.
    Wieder demonstrieren Tausende gegen Trump:
    Mehr als zehntausend Menschen haben sich in New York versammelt, um gegen US-Präsident Donald Trump zu demonstrieren. Anlass ist der "Tag der Präsidenten", der traditionell am dritten Montag im Februar stattfindet. Der Feiertag erinnert an den ersten Präsidenten des Landes, George Washington, und seine Nachfolger. Gleichzeitig danken die Menschen üblicherweise dem aktuellen Präsidenten für seine Arbeit und sein Engagement. In diesem Jahr warnten die Redner stattdessen vor einer Spaltung des Landes, die dadurch entstehe, dass Trump gewisse Gruppen - zum Beispiel Einwanderer - als Feind klassifiziere. Ähnliche Kundgebungen gab es in Los Angeles, Chicago, Atlanta und Washington. In Portland im Bundesstaat Oregon geriet eine Gruppe von Trump-Gegnern mit Sicherheitskräften aneinander.
    Saudi-Arabien bietet Truppen für gemeinsamen Kampf gegen IS an:
    Saudi-Arabien hat seine Bereitschaft erklärt, zusammen mit den USA Truppen nach Syrien zu entsenden. In einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" sagte der saudische Außenminister Adel al-Dschubeir, die Regierung in Riad wolle sich mit Spezialeinheiten am Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) beteiligen. Die USA haben bereits 300 Ausbilder, Berater und Bombenentschärfer in Syrien stationiert, die Aufständische im Kampf gegen den IS unterstützen sollen. Riad wolle nun mit den USA abstimmen "was der Plan ist", kündigte Dschubeir an. Indirekt machte der saudische Chefdiplomat außerdem deutlich, dass befreite syrische Gebiete der Kontrolle der Rebellen übergeben werden sollten. US-Präsident Donald Trump hatte seinen Verteidigungsminister James Mattis zuletzt angewiesen, innerhalb von 30 Tagen einen neuen Plan für den Kampf gegen den IS vorzulegen.
    Bundesregierung verteidigt Abschiebungen nach Afghanistan:
    Die Bundesregierung kritisiert rot-grün-regierte Bundesländer wegen ihres Abschiebestopps nach Afghanistan. Bundesinnenminister Thomas de Maiziere erklärte im Ersten Deutschen Fernsehen, Abschiebungen in das Bürgerkriegsland in "kleinem Umfang" für vertretbar. Die Sicherheitslage sei "kompliziert", aber es gebe durchaus "sichere Orte", sagte der CDU-Politiker. Die radikalislamischen Taliban zielten auf Repräsentanten des Systems "Polizisten, Botschaften, westliche Hotels", so de Maiziere. Die "normale Bevölkerung" sei zwar Opfer, aber nicht Ziel der Taliban. Das sei "ein großer Unterschied." Die Abschiebungen nach Afghanistan sind umstritten, denn viele Experten halten das Land für unsicher. Fünf Bundesländer verhängten in den vergangenen Wochen einen Abschiebestopp.
    EU-Prüfer können nach Griechenland zurückkehren:
    Die Eurogruppe will wieder Experten zur Überprüfung von Reformen nach Griechenland schicken. Darauf hätten sich die Finanzminister bei ihrem Treffen in Brüssel geeinigt, teilte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem mit. Die Experten überprüfen regelmäßig, ob die Griechen Reformen umsetzen, die von den Euro-Ländern im Gegenzug für die Finanzhilfen verlangt werden. Vorher kann Athen kein frisches Geld aus dem 86 Milliarden Euro schweren Hilfsprogramm bekommen. Spätestens im Sommer wird das aber nötig werden, wenn andere Kredite des pleitebedrohten Landes auslaufen. - An diesem Dienstag werden die EU-Finanzminister über den Kampf gegen Steuerflucht diskutieren. Es soll unter anderem um eine gemeinsame EU-Liste von Steueroasen gehen. Die Idee war nach den Enthüllungen der sogenannten "Panama Papers" im vergangenen Jahr aufgekommen.
    Kleinflugzeug stürzt in Einkaufszentrum in Melbourne:
    Beim Absturz eines Kleinflugzeugs auf ein zu dieser Zeit noch geschlossenes Einkaufszentrum im australischen Melbourne sind alle fünf Insassen der Maschine ums Leben gekommen. Das Unglück sei wohl auf einen "verhängnisvollen Triebwerksausfall" zurückzuführen, teilte die Polizei des Bundesstaats Victoria mit. Laut TV-Berichten handelt es sich bei den Opfern um den australischen Piloten und vier US-Touristen. Diese waren unterwegs in einen Golfurlaub.
    10 min
  • 20.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel will sich in Algerien für Eindämmung der Migration einsetzen:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel reist an diesem Montag nach Algerien, um sich für eine Eindämmung der Fluchtbewegung über das Mittelmeer und den Kampf gegen Terrorismus in Nordafrika einzusetzen. Die frühere französische Kolonie gilt als wichtiger Akteur für Stabilität und Sicherheit in der Region, wie es aus Kreisen der Bundesregierung hieß. Geplant sind unter anderem Gespräche mit Ministerpräsident Abdelmalek Sellal und dem seit 1999 amtierenden Präsidenten Abdelaziz Bouteflika. Merkel will sich außerdem mit Vertretern der Zivilgesellschaft treffen. Der Wüstenstaat Algerien, das größte Flächenland Afrikas, grenzt an die wichtigen Transitländer für Flüchtlinge, Mali und Niger. Außerdem engagiert sich die Regierung in Algier für eine Stabilisierung des benachbarten Bürgerkriegslandes Libyen, von wo aus rund 90 Prozent der Migranten und Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa übersetzen.
    Neuer Massenansturm auf spanische Exklave Ceuta:
    Bei einem neuen Ansturm von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Marokko sind in der Nacht zum Montag etwa 350 Menschen auf spanisches Gebiet gelangt. Es gelang ihnen, den sechs Meter hohen doppelten Grenzzaun zu erklimmen. Elf Menschen seien dabei verletzt worden, einige seien mit Knochenbrüchen in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte das Rote Kreuz mit. Die Anderen seien in das Erstaufnahmezentrum in Ceuta gebracht worden und würden dort von Helfern versorgt. Erst am Freitag hatten etwa 1000 Migranten versucht, über den Zaun zu klettern. 500 von ihnen schafften es dem Roten Kreuz zufolge, Spanien zu erreichen. Sie stammen überwiegend aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara.
    Schulz will Agenda 2010 korrigieren:
    Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz verlangt laut einem Pressebericht Korrekturen an der Sozialreform-Agenda 2010, unter anderem eine längere Bezugsdauer des Arbeitslosengelds I. Die bisherige Regelung könne bei Betroffenen "an die Existenz" gehen, das dürfe "so nicht sein", zitiert das Boulevard-Blatt "Bild" den früheren EU-Parlamentspräsidenten. Aktuell erhalten Arbeitslose unter 50 Jahren maximal zwölf Monate Arbeitslosengeld I, für ältere Erwerbslose gibt es die Leistung bis zu 24 Monate. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles von der SPD solle in den nächsten Wochen ein konkretes Programm vorlegen, schreibt die Zeitung. Die Agenda 2010 zur Reform des deutschen Sozialsystems und Arbeitsmarkts geht auf die rot-grüne Regierung des Kanzlers Gerhard Schröder zurück und hatte für die SPD starke Wählerverluste zur Folge.
    Verwirrung um Trumps Äußerungen über Schweden:
    Nach Verwirrung über seine Äußerungen über einen angeblichen Flüchtlingsvorfall in Schweden hat US-Präsident Donald Trump Stellung bezogen. In einer Botschaft beim Kurzmitteilungsdienst Twitter schrieb Trump am Sonntag, er habe sich auf einen Bericht des US-Fernsehsenders Fox News über Einwanderer in Schweden bezogen. Trump hatte zuvor bei einer Rede vor Anhängern im Bundesstaat Florida einen Anschlag in Schweden herbeizitiert, der gar nicht verübt wurde. Zur Rechtfertigung seiner restriktiven Einwanderungspolitik stellte er einen Zusammenhang zwischen der Einwanderung und Terror-Anschlägen her. Dann sagte er: "Seht, was in Deutschland passiert, seht, was letzte Nacht in Schweden passiert ist." Das schwedische Außenministerium forderte von der US-Regierung eine Erklärung für die Äußerungen Trumps. Im ersten Monat von Trumps Amtszeit gab es schon wiederholt Fehlinformationen aus dem Washingtoner Führungszirkel über angebliche Anschläge und Massaker.
    Kim-Mordfall: Malaysia bestellt nordkoreanischen Botschafter ein:
    Im Streit um den Mord am älteren Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat Malaysia den nordkoreanischen Botschafter einbestellt. Ihm sei erklärt worden, dass seine Anschuldigungen gegen Malaysia "grundlos" seien, teilte das Außenministerium in Kuala Lumpur mit. Zudem sei der malaysische Botschafter in Nordkorea für Konsultationen zurückbeordert worden. Der nordkoreanische Botschafter hatte Malaysia vorgeworfen, mit seinen Ermittlungen zum Tod von Kim Jong Nam in Verschwörung mit "feindlichen Mächten" den Ruf Nordkoreas schädigen zu wollen. Nach Angaben aus Südkorea ergaben die malaysischen Ermittlungen, dass das kommunistische Regime hinter dem Mordanschlag steckt. Der 45-jährige Halbbruder von Staatschef Kim Jong Un war vor einer Woche am Flughafen von Kuala Lumpur ermordet worden. Vier Verdächtige wurden bereits festgenommen, darunter ein Nordkoreaner. Mehrere weitere Verdächtige aus Nordkorea werden noch gesucht.
    10 min
  • 18.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel und Pence als Redner bei Münchner Sicherheitskonferenz:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Vizepräsident Mike Pence eröffnen den zweiten Tag der Münchner Sicherheitskonferenz. Mit Spannung wird erwartet, welche außenpolitischen Leitlinien der Stellvertreter des neuen US-Präsidenten Donald Trump benennen wird. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte am ersten Tag der Konferenz die USA vor Alleingängen in der Außenpolitik gewarnt. Die Trump-Regierung dürfe nicht über die Köpfe der Partner hinweg etwa mit Moskau eigene Absprachen treffen. So sei eine Lastenteilung unter NATO-Partnern mehr als eine Frage des Geldes. Die Last gemeinsam zu tragen, das sei zuallererst das Prinzip, füreinander einzustehen, ohne Wenn und Aber. US-Verteidigungsminister James Mattis bemühte sich, Zweifel an der amerikanischen Bündnisfestigkeit zu zerstreuen. Die transatlantische Verbindung sei stark. Die Sicherheit der USA sei verbunden mit der Sicherheit Europas, sagte Mattis.
    Merkel und Guterres betonen Bedeutung der UN :
    Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, haben sich für eine starke UN ausgesprochen. Nur so könne die Organisation die Bemühungen zur Lösung der vielen Konflikte weltweit voranbringen, bekräftigten beide nach einem Treffen am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz. In Zeiten wachsender weltweiter Verunsicherung und angesichts vieler Krisenherde erforderten globale Probleme globale Lösungen, sagte Guterres. Merkel betonte, sie stimme mit Guterres überein, dass das Thema der Krisenprävention besonders wichtig sei. Angesichts der großen Zahl an Flüchtlingen verwies die Kanzlerin nochmals auf die Notwendigkeit, Fluchtursachen vor Ort zu bekämpfen.
    Vierter Verdächtiger nach Mord an Kims Halbbruder in Haft:
    Nach dem mutmaßlichen Giftmord am ältesten Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat die Polizei in Malaysia eine vierte verdächtige Person festgenommen. Bei ihr soll es sich nach Medienberichten um einen 47 Jahre alten Nordkoreaner handeln. Nach drei weiteren mutmaßlichen Hintermännern werde noch gefahndet. In dieser Woche waren bereits eine 29-jährige Indonesierin, ihr malaysischer Freund sowie eine 28-Jährige mit Papieren aus Vietnam festgenommen worden. Bei den Frauen wird spekuliert, dass sie Agentinnen des nordkoreanischen Geheimdienstes sind. Der 45 Jahre alte Kim Jong Nam war am Montag auf dem Flughafen von Kuala Lumpur getötet worden. Möglicherweise wurde ihm Gift ins Gesicht gesprüht.
    Menschenrechtsbeauftragte fordert Abschiebestopp nach Afghanistan:
    Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler, fordert einen Stopp der Abschiebung abgelehnter Asylbewerber nach Afghanistan. Nicht die Lage in Afghanistan habe sich verändert, sondern die innenpolitische Diskussion in Deutschland, sagte die SPD-Politikerin der "Passauer Neuen Presse". Dies dürfe aber nicht auf dem Rücken der Menschen ausgetragen werden. Vielmehr seien neue Ansätze in der Integrationspolitik gefordert. Kofler ergänzte, die Sicherheitslage in Afghanistan möge von Region zu Region unterschiedlich sein, gut sei sie aber nirgendwo.
    Zahl der türkischen Asylbewerber in Deutschland weiter hoch:
    Die Zahl der türkischen Asylbewerber in Deutschland bleibt auch im neuen Jahr vergleichsweise hoch. Im Januar wurden 573 türkische Asylsuchende im so genannten Easy-System registriert, wie die "Rheinische Post" aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion zitiert. Seit dem Putschversuch im vergangenen Juli und dem darauffolgenden Vorgehen der Staatsmacht gegen Oppositionelle suchen deutlich mehr Türken Schutz in Deutschland. 2016 wurden insgesamt 5700 Asylanträge gestellt, 2015 waren es knapp 1800 Anträge. Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim will an diesem Samstag im nordrhein-westfälischen Oberhausen vor in Deutschland lebenden Landsleuten für die umstrittene Verfassungsreform in seiner Heimat werben. Sollte Präsident Recep Tayyip Erdogan das Referendum am 16. April gewinnen, würde er deutlich mehr Macht erhalten. Abstimmen dürfen auch die mehr als 1,4 Millionen Türken in Deutschland.
    8 min
  • 17.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Neue US-Regierung im Mittelpunkt der Münchner Sicherheitskonferenz:
    Die neue US-Regierung steht im Mittelpunkt der Münchner Sicherheitskonferenz. Zum Auftakt an diesem Freitag werden Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und ihr US-Kollege James Mattis vor dem mit zahlreichen Regierungschefs und Ministern hochkarätig besetzten Forum sprechen. Trumps Vize Mike Pence wird am Samstag die Sicherheitspolitik des Weißen Hauses vorstellen und soll dort auch Kanzlerin Angela Merkel treffen. Neben der neuen US-Außenpolitik geht es um viele weitere Themen: die Spannungen mit Russland, den Syrien-Krieg, den Ukraine-Konflikt und die Zukunft der EU. Die Konferenz sei angesichts der weltpolitischen Lage die spannendste und kritischste seit vielen Jahren, sagte Gastgeber Wolfgang Ischinger, der früher deutscher Botschafter in den USA war.
    Nationaler Sicherheitsberater: Absage für Trump:
    US-Präsident Donald Trump hat bei der Nachfolgersuche für den entlassenen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn nach Medienberichten eine Absage bekommen. Der frühere Vize-Admiral Robert Harward war Stellvertreter des heutigen Verteidigungsministers James Mattis, als dieser das US-Zentralkommando kommandierte. Trumps Sicherheitsberater Flynn musste den Posten räumen, weil er über ein Telefonat mit dem russischen Botschafter falsche Angaben gemacht hatte. Als Trumps Regierung noch gar nicht im Amt war, hatte er mit dem Botschafter über die Sanktionen gegen Moskau gesprochen. Trump zog bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus eine überaus positive Bilanz seiner ersten vier Wochen im Amt. Seine Regierung arbeite, wie "eine gut abgestimmte Maschine" überall Erfolge, aber leider berichte niemand darüber. Probleme schob er auf seinen Vorgänger.
    Gutachten: PKW-Maut verstößt weiterhin gegen EU-Recht:
    Die PKW-Maut verstößt laut einem Bundestagsgutachten weiterhin gegen EU-Recht. Dies gelte auch nach den Änderungen, die Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) mit der EU-Kommission vereinbart hat. Für sich genommen seien die Maut und die geplante Maut-Entlastung für inländische Autofahrer bei der Kfz-Steuer nicht diskriminierend, heißt es in der Studie des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags im Auftrag der Grünen. Die gebotene Gesamtbetrachtung spreche aber dafür, dass die Kombination "eine mittelbare Diskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit" zu Lasten von Straßennutzern aus anderen Mitgliedstaaten bewirke. - Das Bundeskabinett hatte Ende Januar eine Änderung der seit 2015 geltenden Mautgesetze beschlossen, um eine Zustimmung der EU-Kommission zu ermöglichen. So sollen Inländer mit besonders abgasarmen Euro-6-Autos stärker per Kfz-Steuer-Senkung für ihre Mautzahlungen entlastet werden. Insgesamt soll kein Inländer zusätzlich belastet werden.
    Fake-News-Kampagne gegen Bundeswehr in Litauen:
    Soldaten der Bundeswehr sind in Litauen Ziel einer Desinformationskampagne geworden. Wie der "Spiegel" berichtete, streuten Unbekannte vor einigen Tagen über Emails Gerüchte, dass deutsche Soldaten bei ihrem Einsatz in dem baltischen Land eine Minderjährige vergewaltigt hätten. Die litauische Regierung stellte jedoch klar, dass es einen solchen Vorfall nicht gab. Ein NATO-Diplomat sprach laut "Spiegel"-Bericht von einer erneuten Provokation der Russen, die gegen die temporäre Truppenstationierung an der Ostgrenze des Militärbündnisses protestieren. Die Bundeswehr führt in Litauen ein NATO-Bataillon an. Insgesamt sollen 1000 Soldaten dort stationiert werden, davon 450 von der Bundeswehr.
    Zahlreiche Tote bei Selbstmordanschlag in Pakistan:
    Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Schrein im Süden Pakistans sind nach Behördenangaben mindestens 70 Menschen getötet und weitere 250 zum Teil schwer verletzt worden. Der Attentäter sprengte sich in der Stadt Sehwan in der Provinz Sindh inmitten hunderter Gläubiger in die Luft. Die sunnitische Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Attentat.
    8 min
  • 16.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.SPD: Drastische Erhöhung des Militäretats "abenteuerlich":
    Die SPD hat die Forderung der US-Regierung nach einem deutlich stärkeren finanziellen Engagement der europäischen Staaten in der NATO zurückgewiesen. Eine Erhöhung des Verteidigungshaushalts auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung würde für Deutschland fast eine Verdoppelung der Ausgaben bedeuten, sagte der militärpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Rainer Arnold, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Eine derart drastische Erhöhung halte er für abenteuerlich. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen bezeichnete die Forderungen der USA hingegen als berechtigt. Die Europäer müssten mehr tun für die eigene Sicherheit, sagte die CDU-Politikerin im ARD-Fernsehen. Pentagonchef James Mattis hatte bei einem Treffen mit seinen europäischen NATO-Kollegen in Brüssel damit gedroht, die USA würden ihr Engagement im Bündnis reduzieren, sollten die Alliierten ihre Militärausgaben nicht erhöhen.
    Trump fordert von Israel Zurückhaltung bei Siedlungspolitik:
    US-Präsident Donald Trump hat Israel mit Blick auf eine Friedenslösung im Nahostkonflikt zur Zurückhaltung in der Siedlungspolitik aufgerufen. Bei einer Pressekonferenz mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu im Weißen Haus machte Trump zugleich deutlich, dass er bereit sei, von der Linie früherer US-Regierungen abzurücken und nicht mehr unbedingt eine Zwei-Staaten-Lösung zur Überwindung des Nahostkonfliktes anzustreben. Er könne mit jeder Lösung leben, die Israel und die Palästinenser aushandelten, sagte Trump.
    G20-Außenminister tagen in Bonn:
    Bundesaußenminister Sigmar Gabriel empfängt an diesem Donnerstag in Bonn seine Amtskollegen von den wichtigsten Wirtschaftsmächten der Welt. Im Mittelpunkt der zweitägigen Konferenz der Staatengruppe G20 steht die neue Außenpolitik der USA unter Präsident Donald Trump. Mit Spannung erwartet wird ein Treffen von US-Außenminister Rex Tillerson mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow. Auch Gabriel will sich erstmals mit Lawrow treffen. Das Ziel des Bundesaußenministers ist, dass die "Gruppe der 20" ein klares Zeichen zum Multilateralismus abgibt - also zur zentralen Bedeutung internationaler Abkommen und Organisationen wie den Vereinten Nationen. Trump hat mit seiner "Amerika zuerst"-Politik seit seinem Amtsantritt im Januar für Verunsicherung in der internationalen Staatengemeinschaft gesorgt.
    Merkel als Zeugin im NSA-Untersuchungsausschuss:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel sagt an diesem Donnerstag als letzte Zeugin vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages zur Spähaffäre um den US-Geheimdienst NSA aus. Im Mittelpunkt wird die Frage stehen, was Merkel wann über nicht vom Gesetz gedeckte Spähaktivitäten des Bundesnachrichtendienstes (BND) wusste. Der BND ist dem Kanzleramt unterstellt. Außerdem dürfte es um die gescheiterten Bemühungen gehen, mit den USA ein Abkommen auf gegenseitigen Spionageverzicht auszuhandeln. Mit dem im März 2014 eingesetzten Untersuchungsausschuss hatte der Bundestag auf die Enthüllungen des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden zu den massiven Spähprogrammen der NSA reagiert.
    Zweite Festnahme nach Mord an Halbbruder Kims :
    Nach dem Mord am Halbbruder des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un in Malaysia hat die Polizei eine zweite Verdächtige festgenommen. Die 29-Jährige soll im Besitz eines indonesischen Reisepasses sein. Am Mittwoch war im Zusammenhang mit dem Tod von Kim Jong Nam bereits eine 28-Jährige Frau festgesetzt worden. Sie soll Papiere aus Vietnam dabei gehabt haben. Spekuliert wird, dass die beiden Frauen Agentinnen des nordkoreanischen Geheimdienstes sind und Kim Jong Nam im Auftrag des kommunistischen Regimes in Pjöngjang ermordet haben.
    8 min
  • 15.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Affäre um Moskau-Kontakte von Trump-Team weitet sich aus:
    In der Affäre um die Moskau-Kontakte von Vertrauten des neuen US-Präsidenten Donald Trump werden die Vorwürfe immer schwerwiegender. Wie die "New York Times" berichtet, standen mehrere Mitarbeiter des Trump-Wahlkampfteams in Kontakt zu ranghohen russischen Geheimdienstmitarbeitern. Dies belegten abgefangene Telefonate und Mitschnitte. Die Zeitung beruft sich dabei auf Angaben von "vier derzeitigen und früheren US-Behördenvertretern". Zweck und Inhalte der Gespräche wurden nicht bekannt. Namentlich wurde nur Trump-Mitarbeiter Paul Manafort genannt. Besonders brisant an den Telefonaten ist laut "New York Times", dass sie "etwa zu derselben Zeit" stattgefunden hätten, als die Behörden Hinweise auf Versuche Moskaus erhalten hätten, durch Cyberangriffe auf die US-Demokraten die Präsidentschaftswahl zu stören. Die betreffenden Behördenmitarbeiter hätten sich im Zusammenhang mit dem Rücktritt des Nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn geäußert.
    Netanjahu besucht Trump:
    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kommt an diesem Mittwoch zu seinem ersten Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus zusammen. Wichtige Themen werden der Nahost-Konflikt und das Atomabkommen mit dem Iran sein. Unter Trumps Vorgänger Barack Obama war das bilaterale Verhältnis auf einen Tiefpunkt gefallen. Der neue Präsident versprach dagegen bereits im Wahlkampf eine Neuausrichtung in der Nahost-Politik. So kündigte Trump an, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen und Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen zu wollen. Ein hochrangiger Regierungsbeamter erklärte zudem kurz vor dem Treffen mit Netanjahu, dass die USA nicht weiter auf eine Zwei-Staaten-Lösung im Nahost-Konflikt bestehen werden. Die US-Regierung werde das unterstützen, was die Konfliktparteien vereinbarten.
    Russland soll vertragswidrig neue Raketen stationiert haben:
    Russland soll nach einem Bericht des amerikanischen Senders CNN mit der Stationierung neuer Raketensysteme den russisch-amerikanischen Abrüstungsvertrag INF gebrochen haben. Der Sender beruft sich dabei auf Quellen in der US-Regierung. Auch die "New York Times" hatte darüber berichtet. Der 1987 in Kraft getretene INF-Vertrag regelt die Vernichtung aller nuklear bestückbaren Mittelstreckensysteme. CNN liegt ein Statement des US-Außenministeriums vor, in dem es heißt, Russland seien der Besitz, das Produzieren und das Testen von Boden-Luft-Lenkraketen mit einer Reichweite zwischen 500 und 5500 Kilometern verboten. Dem Bericht zufolge soll Russland auch mit anderen Aktionen provoziert haben. So soll unter anderem ein Kriegsschiff vor der Atlantikküste des US-Bundesstaates Delaware aufgetaucht sein.
    Argentiniens Präsident Macri im Visier der Justiz:
    In Argentinien hat ein Staatsanwalt Ermittlungen gegen Präsident Mauricio Macri angekündigt. Dabei geht es um den Verdacht auf Bevorteilung der Unternehmensgruppe Socma, die Macris Familie gehört. Die Ermittlungen sollen klären, ob ein Vertrag zwischen der Regierung und Socma vor rund 20 Jahren einen Verlust in Millionenhöhe für die Staatskasse verursacht haben könnte. Socmas Schulden gegenüber dem Staat resultieren vor allem aus der Zeit von 1993 bis 2007, als die Unternehmensgruppe für die argentinische Post zuständig war. Über das Ermittlungsverfahren muss nun ein Richter entscheiden. Eine Untersuchung könnte der Mitte-Rechts-Partei Macris bei den dieses Jahr anstehenden Kongresswahlen schaden.
    Interner Bericht über Demütigungen in Bundeswehr-Kaserne:
    Ein interner Bericht des Bundesverteidigungsministeriums hat neue Details zum Skandal um demütigende Rituale und sexuelle Nötigung in einer Bundeswehr-Kaserne in Pfullendorf zutage gebracht. Demnach zwangen Ausbilder untergebene Soldatinnen zum Tanz an der Stange und tasteten sie im Intimbereich ab. Der Bericht schildert außerdem, wie sich ein noch minderjähriger Mannschaftssoldat im Januar aus Angst vor einem Aufnahmeritual an seinen Vorgesetzten gewandt habe. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte nach dem Bekanntwerden der Vorfälle erklärt, die Missstände seien "bestürzende Zeichen für einen Mangel an Führung, Haltung und Kultur". Als Konsequenz waren sieben Soldaten vom Dienst suspendiert worden. An diesem Mittwoch befasst sich der Verteidigungsausschuss mit dem Fall.
    Drohende Staudamm-Katastrophe: Kalifornier können wieder nach Hause:
    Nach einer Massenevakuierung wegen eines drohenden Bruchs des höchsten amerikanischen Staudamms in Kalifornien können zahlreiche Menschen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Ein Sheriff im Norden des US-Bundesstaates nahm die Evakuierungsanordnung bis auf weiteres zurück. Grund dafür seien unter anderem niedrigere Seespiegel, weiterführende Untersuchungen und aktuelle Wettervorhersagen. Die Umstände könnten sich aber rasch wieder ändern, teilte das Büro des Sheriffs auf Facebook mit. Der Not-Abflusskanal des Oroville-Staudamms drohte vergangene Woche wegen Erosionsschäden zu brechen. Mehr als 160.000 Menschen mussten vor der drohenden Katastrophe fliehen. Durch andauernde Bemühungen, den Kanal zu verstärken, sei die Lage vorerst unter Kontrolle, so der Sheriff.
    11 min
  • 14.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Sicherheitsberater Flynn tritt zurück :
    Der nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Michael Flynn, ist von seinem Amt zurückgetreten. Trump habe den ehemaligen General Joseph Kellogg übergangsweise auf den Posten berufen, teilte das Weiße Haus in Washington weiter mit. Flynn hatte sich in der Affäre um ein umstrittenes Telefonat mit dem russischen Botschafter in Washington in Widersprüche verstrickt. In seinem Rücktrittsgesuch bedauerte Flynn demnach, dass er im Zusammenhang mit seinen umstrittenen Kontakten zu dem russischen Botschafter den damaligen "designierten US-Vizepräsidenten (Mike Pence) und andere mit unvollständigen Informationen" versorgt habe. Ihm war vorgeworfen worden, entgegen bisherigen Aussagen Ende Dezember in einem Telefonat mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljak über die neuen Russland-Sanktionen des damaligen Präsidenten Barack Obama gesprochen zu haben. Damals war Flynn lediglich für den Posten des Sicherheitsberaters nominiert.
    Ex-Banker Mnuchin wird US-Finanzminister:
    Der US-Senat hat den umstrittenen früheren Banker Steven Mnuchin als neuen Finanzminister bestätigt. Der Wunschkandidat von US-Präsident Donald Trump erhielt am Montag 53 Stimmen bei 47 Gegenstimmen. Die große Mehrheit der oppositionellen Demokraten stimmte damit gegen den 54-Jährigen. Während die Republikaner die langjährige Erfahrung im Umgang mit privatwirtschaftlichen Unternehmen und das Verhandlungsgeschick Mnuchins loben, befürchten Kritiker ein Erstarken der Finanzlobby im Weißen Haus. Mnuchin gilt als Kind der Wall Street. Nach seiner langjährigen Arbeit als Manager für die Investmentbank Goldman Sachs gründete der Yale-Absolvent seinen eigenen Hedgefonds. Während der Immobilienkrise sah sich Mnuchin Vorwürfen ausgesetzt, Eigenheimbesitzer gezielt in die Zwangsvollstreckung zu treiben, um dann Ausgleichzahlungen von der Einlagensicherungsbehörde FDIC zu erhalten.
    Ministerpräsident Youssef Chahed weist Behördenfehler im Fall Amri zurück:
    Vor seinem Besuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag hat Tunesiens Ministerpräsident Youssef Chahed Fehler der tunesischen Behörden im Fall des Berliner Attentäters Anis Amri zurückgewiesen. Amri sei bei seiner Ausreise aus Tunesien kein Terrorist gewesen, sondern habe sich erst im Gefängnis in Italien radikalisiert, sagte Chahed gegenüber der "Bild"-Zeitung. Auch bezüglich der Papiere Amris hätten sich die tunesischen Behörden korrekt verhalten. Chahed kündigte an, bei seinem Besuch in Berlin den Anschlagsort an der Gedächtniskirche zu besuchen. Was passiert sei, tue ihm wahnsinnig leid, erklärte der Regierungschef. Zugleich betonte er, sein Land habe derzeit keine Kapazitäten für Asylzentren. Die geplante Abschiebung des als Gefährder bekannten Amri war an fehlenden Personalpapieren aus Tunesien gescheitert.
    Türkischer Premier Yildirim hält Großveranstaltung in Oberhausen ab:
    Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim wird an diesem Samstag zu einer Großveranstaltung mit rund 10.000 Besuchern in der Oberhausener König-Pilsener-Arena erwartet. Das bestätigte die Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Veranstalter ist demnach die türkische Regierung. Offizieller Anlass für Yildirims Deutschlandbesuch ist laut UETD dessen Teilnahme an der Sicherheitskonferenz in München. Der Zeitung zufolge will Yildirim in Oberhausen für das umstrittene Referendum werben, mit dem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seine Macht ausbauen will. Über die Verfassungsreform entscheiden am 16. April auch in Deutschland lebende türkische Staatsangehörige.
    Konsum und Bauboom lassen deutsche Wirtschaft wachsen:
    Konsum und Bauboom haben die deutsche Wirtschaft zum Jahresende 2016 stark wachsen lassen. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Oktober bis Dezember gegenüber dem dritten Quartal um 0,4 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Im dritten Vierteljahr war die Wirtschaftsleistung lediglich um 0,1 Prozent gestiegen. Im Gesamtjahr wuchs die deutsche Wirtschaft um 1,9 Prozent und damit so stark wie zuletzt vor fünf Jahren, wie die Behörde vorläufige Daten bestätigte. Die Kauflust der Verbraucher und die Ausgaben des Staates, auch für die Unterbringung Hunderttausender Flüchtlinge, trugen zum Jahresende zum Wachstum bei.
    9 min

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