Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 13.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Amnesty: Polizeibrutalität gefährdet junge tunesische Demokratie:
    Amnesty International sieht die demokratischen Reformen in Tunesien durch das zunehmend brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte gefährdet. Die Behörden hätten zweifellos die Pflicht, auf Sicherheitsrisiken zu reagieren und die Bevölkerung vor tödlichen Anschlägen zu schützen, sagte die Nordafrika-Direktorin der Menschenrechtsorganisation, Heba Morayef, zur Veröffentlichung eines Berichts über die Lage in dem nordafrikanischen Land. Der Kampf gegen Terrorismus rechtfertige aber keine Foltermethoden, die an die Ära des früheren Präsidenten Zine el Abidine Ben Ali erinnerten. Der Bericht zählt 23 besonders schwere Fälle von Folter und Misshandlung seit 2015 auf. In dem Jahr war das neue Anti-Terror-Gesetz verabschiedet worden.
    Tausende Mexikaner demonstrieren gegen Trump:
    Tausende Mexikaner haben bei landesweiten Protestaktionen gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump demonstriert. In Mexiko-Stadt versammelten sich Demonstranten zu einer Großkundgebung vor dem Unabhängigkeitsdenkmal. Auch im westlich gelegenen Guadalajara gingen Tausende Menschen auf die Straße. Trump hatte die Mexikaner während des US-Wahlkampfs als Drogenhändler und Vergewaltiger diffamiert. Als Präsident will er nun das Nordamerikanische Freihandelsabkommen neu aushandeln oder aufkündigen. Zudem plant er den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko, um illegale Einwanderung zu verhindern.
    Zehntausende protestieren in Bukarest:
    Mit einem Lichtermeer in den Farben der Flagge Rumäniens haben Zehntausende erneut in der Hauptstadt Bukarest gegen die Regierung protestiert. Die Demonstranten hielten Papierbögen in den Nationalfarben Blau, Gelb und Rot hoch und leuchteten sie mit ihren Handys an. Es war bereits der 13. Tag des Dauerprotestes gegen die sozialliberale Regierung. Die Demonstranten werfen ihr vor, korrupte Politiker begünstigen zu wollen. In mindestens acht Städten waren Regierungsgegner am Sonntag auf den Straßen. Allein in Bukarest waren es nach Schätzung der Medien etwa 50.000. Vor dem Bukarester Präsidentenpalast zogen den achten Tag in Folge rund 1000 Gegendemonstranten auf. Die Regierungsanhänger werfen dem Staatspräsidenten Klaus Iohannis vor, das Land zu spalten. Er unterstützt die Protestbewegung gegen die Regierung.
    USA, Japan und Südkorea fordern Treffen des UN-Sicherheitsrats zu Nordkorea:
    Nach dem neuerlichen nordkoreanischen Raketentest haben die USA, Japan und Südkorea eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates gefordert. Das Gremium werde voraussichtlich am Montagnachmittag (Ortszeit) zusammenkommen und beraten, sagte ein Vertreter der US-Botschaft bei den Vereinten Nationen. Zuvor hatte Pjöngjang den Test einer Rakete vom Typ Pukgukson-2 als Erfolg bezeichnet, wie die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete. Das Geschoss wurde nach Angaben der südkoreanischen Regierung am Sonntagmorgen von einem Stützpunkt im Westen des Landes ins Japanische Meer abgefeuert. Es war der erste Abschuss einer nordkoreanischen Rakete seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump.
    Bericht: Kein Rückgang der Gewalt von rechts:
    Die Zahl rechtsextremer Gewaltdelikte in Deutschland lag 2016 vorläufigen Angaben zufolge unverändert hoch. Die Polizei habe im vergangenen Jahr nach vorläufigen Erkenntnissen 914 Gewaltdelikte registriert, dabei seien 692 Menschen verletzt worden, berichtete der "Tagesspiegel". Die Zahlen ergäben sich aus den Antworten der Bundesregierung auf monatliche Anfragen von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau und ihrer Linksfraktion. Die tatsächliche Zahl der Gewalttaten werde jedoch noch höher liegen, da die Polizei erfahrungsgemäß viele Delikte nachmelde. Die Angaben für 2016 liegen auf ähnlichem Niveau wie im Jahr zuvor. 2015 hatte es allerdings einen Anstieg um etwa 30 Prozent im Vergleich zu 2014 gegeben.
    9 min
  • 11.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Französischer Dschihadist Kassim offenbar bei Luftangriff getötet:
    Der französische Dschihadist Rachid Kassim ist Medienberichten zufolge offenbar im Irak bei einem Luftangriff der US-geführten Koalition getötet worden. Das amerikanische Verteidigungsministerium bestätigte seinen Tod nicht, erklärte aber, Kassim sei in den vergangenen 72 Stunden in der Nähe von Mossul ins Visier genommen worden. Dem Sohn algerischer Einwanderer wird vorgeworfen, im Internet zu Terrorangriffen in Frankreich aufgerufen zu haben. Außerdem soll Kassim mit dem Angreifer in Kontakt gestanden haben, der im Juni ein französisches Polizistenpaar im Nordwesten Frankreichs getötet hatte.:
    Australien entzieht IS-Kämpfer Staatsbürgerschaft:
    Australien hat Medienberichten zufolge erstmals einem Anhänger der Terrormiliz IS die Staatsbürgerschaft entzogen. Nach einem Anti-Terror-Gesetz von 2015 darf das Land Menschen mit doppelter Staatsangehörigkeit ausbürgern, wenn diese Mitglied einer verbotenen Vereinigung sind oder sich an kriegerischen Angriffen beteiligt haben. Bei dem betroffenen IS-Kämpfer handelt es sich um den Sohn libanesischer Einwanderer. 2014 sorgte ein Foto, das den Mann und seinen siebenjährigen Sohn mit den Köpfen enthaupteter syrischer Soldaten zeigt, international für Empörung.
    Trump erwägt neues Dekret zur Einwanderung:
    Nach der Blockade seines Einreiseverbots durch die Justiz erwägt US-Präsident Donald Trump den Erlass eines neuen Einwanderungsdekrets. Er ziehe es in Betracht, eine "ganz neue" Anordnung zu erlassen, sagte Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. Gegen die Entscheidung des Bundesberufungsgerichts in San Francisco, das am Donnerstag die Wiedereinsetzung des umstrittenen Einreisebanns abgelehnt hatte, will der US-Präsident nach eigenen Worten nicht sofort vor das Oberste Gericht ziehen. Über seine nächsten Schritte werde er in der nächsten Woche entscheiden, sagte Trump. Trotz juristischer Niederlagen vor zwei Bundesgerichten hält Trump sein Dekret weiter für rechtmäßig. "Wir werden diesen Kampf gewinnen", betonte er. "Wir haben auch viele andere Optionen", fügte er hinzu. Dazu zähle auch der Erlass eines neuen Dekrets.
    Von der Leyen zu Besuch bei US-Verteidigungsminister Mattis:
    Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat nach ihrem Gespräch mit ihrem US-Kollegen James Mattis die guten Beziehungen beider Länder gelobt. Der US-Verteidigungsminister habe "ein ganz klares Bekenntnis zur NATO" abgegeben. Vor dem Gespräch brachte Mattis von der Leyen seine "höchste Wertschätzung" für die deutschen Streitkräfte zum Ausdruck. Mattis hob zudem hervor, dass beide Länder "viele gemeinsame Interessen" hätten. US-Präsident Donald Trump hat sich wiederholt extrem kritisch über die NATO geäußert, was große Unruhe unter den Verbündeten auslöste. Allerdings hat sich Trump zuletzt auch mehrfach ausdrücklich zu der Allianz bekannt.
    USA und Japan wollen Kooperation ausbauen:
    Die USA und Japan wollen ihre Sicherheits- und Wirtschaftskooperation weiter ausbauen. US-Präsident Donald Trump und der japanische Premier Shinzo Abe bezeichneten die "tiefe Freundschaft" beider Länder in Washington als Eckpfeiler der Sicherheitsallianz im Pazifik. Mit Blick auf den Konflikt mit China um Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer sagten Trump und Abe, sie träten für die Freiheit von Handel und Schifffahrt ein. Trump betonte, die Wirtschaftsbeziehungen beider Länder würden frei, fair und zum Nutzen beider Seiten sein. Ausdrücklich dankte Trump seinem Gast dafür, dass Japan US-Truppen beherberge. Im Wahlkampf hatte er noch gesagt, Japan müsse wie andere Länder auch für den Schutz seitens der USA bezahlen.
    Rumäniens Senatspräsident muss vor Gericht:
    Der Präsident des rumänischen Senats, Calin Popescu Tariceanu, kommt wegen mutmaßlicher Falschaussagen und Begünstigung eines Straftäters vor Gericht. Das entschied Rumäniens oberster Gerichtshof. Tariceanu ist als Chef des Senats zugleich zweiter Mann im Staat nach dem Staatspräsidenten. Damit stehen die Vorsitzenden beider Parlamentskammern Rumäniens vor Gericht - neben Tariceanu auch der Präsident des Abgeordnetenhauses, Liviu Dragnea, der auch Vorsitzender der Regierungspartei PSD ist. Derweil verlangten mehr als zehntausend Demonstranten landesweit den elften Tag in Folge den Rücktritt der sozialliberalen Regierung. Sie werfen ihr vor, den Kampf gegen Korruption bremsen zu wollen.
    9 min
  • 10.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Berufungsgericht: Einreisebann bleibt ausgesetzt:
    US-Präsident Donald Trump muss wegen seines umstrittenen Einreiseverbots eine weitere juristische Niederlage hinnehmen. Das Berufungsgericht in San Francisco lehnte den Antrag der Regierung ab, die Visa-Sperren für Menschen aus sieben vornehmlich muslimischen Ländern wieder in Kraft zu setzen. Die Entscheidung fiel einstimmig mit 3:0 Richterstimmen. In der 29-seitigen Urteilsbegründung folgt das Gericht fast vollständig der Argumentation der Kläger, die den Erlass als verfassungswidrig bezeichnet hatten. Die Bundesstaaten Washington und Minnesota hätten überzeugend dargelegt, dass den Abgewiesenen schon aus einem befristeten Einreisestopp Schaden entstehen könne. Die US-Regierung habe keinen Beweis für Sicherheitsbedenken vorgelegt, die ein Einreiseverbot rechtfertigten. Trump schrieb als Reaktion auf Twitter "Wir sehen uns vor Gericht". Damit deutet sich an, dass die US-Regierung den Supreme Court anrufen wird, das Oberste US-Gericht.
    Jetzt wirbt Trumps Beraterin für Ivankas Mode:
    Die umstrittene US-Präsidentenberaterin Kellyanne Conway hat in aller Direktheit für das Mode-Unternehmen von Donald Trumps Tochter Ivanka geworben, das sich mit Boykottaufrufen konfrontiert sieht. "Geht und kauft Ivanka-Sachen!", appellierte Conway während eines TV-Interviews an das Fernsehpublikum. Die Präsidentenberaterin bezeichnete ihre Äußerungen als "kostenlose Werbung" für die Ivanka-Trump-Marke. Nach einem Sturm der Kritik in den US-Medien ging das Weiße Haus auf Distanz zu dem Auftritt. Conway sei deswegen "ein Rat erteilt" worden, hieß es. Der demokratische Abgeordnete Elijah Cummings warf Conway vor, gegen die für Beschäftigte der US-Regierung geltenden Ethikregeln verstoßen zu haben. Er forderte eine Untersuchung. Auch andere Politiker sprachen von einer ernsten Angelegenheit.
    Bund und Länder einig über schnellere Abschiebung:
    Abgelehnte Asylbewerber sollen künftig schneller und konsequenter aus Deutschland abgeschoben werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder verständigten sich in Berlin auf eine wesentlich intensivere Zusammenarbeit bei der Abschiebung. Dazu solle zeitnah die gesetzliche Grundlage geschaffen werden, sagte Merkel nach dem Treffen im Kanzleramt. Rückführungen sollen demnach möglichst direkt aus den Erstaufnahmeeinrichtungen erfolgen. Zudem soll ein neues "Zentrum zur Unterstützung der Rückkehr" Sammelabschiebungen erleichtern. Beide Seiten betonten, dass das Vortäuschen einer Identität oder Straftaten eine schnelle Abschiebung zur Folge haben müssten. Die Abschiebehaft für Gefährder soll ausgeweitet, ihre Überwachung erleichtert werden. Außerdem sollen Anreize für eine freiwillige Rückkehr geschaffen werden.
    Odebrecht-Skandal: Haftbefehl gegen Perus Ex-Präsidenten Toledo:
    Die Schmiergeldaffäre um den brasilianischen Baukonzern Odebrecht zieht immer weitere Kreise: Wegen Korruptionsvorwürfen wurde ein internationaler Haftbefehl gegen den früheren peruanischen Staatschef Alejandro Toledo erlassen. Zudem ordnete ein Richter 18 Monate Untersuchungshaft an. Toledo wird vorgeworfen, bis zu 20 Millionen US-Dollar Bestechungsgeld angenommen zu haben. Auch Panamas Präsident Juan Carlos Varela wurde von einem früheren Vertrauten belastet. Ein Rechtsanwalt sagte, Varela habe Wahlkampfspenden von Odebrecht erhalten. Zuvor war bereits der kolumbianische Staatschef Juan Manuel Santos beschuldigt worden, von dem Konzern Geld für seinen Wahlkampf bekommen zu haben. In Venezuela, Mexiko und Argentinien soll ebenfalls Geld geflossen sein. Nach Ermittlungen der US-Justiz hat der Odebrecht-Konzern – er wurde von deutschen Einwanderern gegründet – in insgesamt zwölf Ländern bis zu 785 Millionen US-Dollar an Schmiergeldern gezahlt, um dafür Bauaufträge zu erhalten.
    Berlinale lockt mit fast 400 Filmen:
    Die 67. Berlinale ist eröffnet. Zum Auftakt der Internationalen Filmfestspiele wurde am Donnerstagabend im Berliner Festivalpalast die Weltpremiere des Künstlerporträts "Django" gezeigt. Der Film von Etienne Comar handelt vom Schicksal des französischen Jazz-Gitarristen Django Reinhardt und seiner Flucht aus dem von Deutschland besetzten Paris im Jahr 1943. Nach der Premiere sagte Comar, dass "Django" nach all den Jahren in Berlin spielen dürfe, sei ein Zeichen der Versöhnung. Der Film war der erste von 18 Kandidaten, die um den Hauptpreis, den Goldenen Bären, konkurrieren. Bis zum 19. Februar werden rund 400 Filme aus 71 Ländern gezeigt.
    Levina gewinnt deutschen ESC-Vorentscheid:
    Deutschland schickt Isabella "Levina" Lueen zum Eurovision Song Contest 2017 nach Kiew. Die 25-jährige Studentin mit Wohnsitzen in London und Berlin gewann den ESC-Vorentscheid in Köln nach Publikumswahl gegen vier Mitbewerber. Das Finale des internationalen Wettbewerbs findet am 13. Mai in der ukrainischen Hauptstadt statt. Levina wird mit dem Song "Perfect Life" auftreten.
    10 min
  • 09.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Britisches Unterhaus billigt Brexit:
    Das britische Unterhaus hat das Gesetz zum Start der Brexit-Verhandlungen mit der Europäischen Union gebilligt. Die Abgeordneten erteilten der Regierung mit 494 gegen 122 Stimmen die förmliche Erlaubnis, die Austrittsverhandlungen mit der EU aufzunehmen. Obwohl die meisten Parlamentarier eine Scheidung von der EU ablehnen, stimmten sie für den Gesetzentwurf, um das Mehrheitsvotum der Wähler beim Brexit-Volksentscheid im Juni zu respektieren. Jetzt geht die Vorlage ins Oberhaus, wo ebenfalls mit einem Ja gerechnet wird. Die konservative Premierministerin Theresa May will bis Ende März offiziell den Austritt nach Artikel 50 des EU-Vertrages erklären. Danach haben beide Seiten zwei Jahre Zeit, um einen entsprechenden Vertrag zu vereinbaren.
    Hardliner Sessions als Justizminister bestätigt:
    Der US-Senat hat den ultra-konservativen Politiker Jeff Sessions als Justizminister der Vereinigten Staaten bestätigt. Für den Republikaner stimmten 52 Senatoren bei 47 Gegenstimmen. Vorausgegangen war eine erbitterte Debatte um die Tauglichkeit des 70-Jährigen Senators für das Amt. In den 1980er Jahren hatte er vergeblich den Posten als Bundesrichter angestrebt – ihm wurden rassistische Äußerungen und eine gewisse Sympathie für den Ku-Klux-Klan nachgesagt. Sessions bestritt, Rassist zu sein. Er gilt als einflussreicher Rechtsaußen im Team des US-Präsidenten Donald Trump.
    US-Präsident Trump greift wieder per Twitter an:
    US-Präsident Donald Trump hat die Kaufhauskette Nordstrom hart dafür kritisiert, dass sie die Modekollektion seiner Tochter Ivanka aus dem Sortiment genommen hat. Seine Tochter werde von Nordstrom "so unfair" behandelt, schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Schrecklich!", fügte er hinzu. Das US-Unternehmen begründete seine Entscheidung mit den niedrigen Verkaufszahlen der Produkte von Ivanka Trump. Seit vergangenem Herbst kursiert im Internet unter dem Hashtag #GrabYourWallet (Greif nach Deiner Geldbörse) der Aufruf, Produkte der Trump-Familie zu boykottieren. Der Präsident und seine Familie sehen sich dem Vorwurf ausgesetzt, ihre politischen und wirtschaftlichen Aktivitäten nicht sauber zu trennen.
    CDU will Deutsche Welle als "Gegengewicht zu Propaganda" stärken:
    Als Reaktion auf "Fake News" und Einflussversuche aus dem Ausland will die CDU den öffentlich-rechtlichen Rundfunk stärken, insbesondere den Auslandssender Deutsche Welle. Das geht aus einem Beschluss der Medienpolitiker der Christdemokraten hervor, über den die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten. Der Vorsitzende des CDU-Netzwerkes "Medien und Regulierung", Marco Wanderwitz, sagte, die Deutsche Welle müsse "ein klares Gegengewicht zu Desinformation und Propaganda" darstellen. Die CDU tritt dafür ein, den Sender finanziell besser auszustatten, um ihn "auf das Niveau der Auslandssender" der großen EU-Mitgliedstaaten zu heben, wie es im Beschluss heißt.
    Polizeistreik löst Gewaltwelle mit 85 Toten in brasilianischer Stadt aus:
    Ein seit Tagen andauernder Polizeistreik in der brasilianischen Großstadt Vitória hat zu einer Welle der Gewalt geführt. In den vergangenen Tagen seien mindestens 85 Menschen getötet worden, berichtete das Nachrichtenportal Globo unter Berufung auf die Polizeigewerkschaft. Der öffentliche Nahverkehr in der 320.000-Einwohner-Stadt fiel aus, Gesundheitszentren und Schulen blieben geschlossen. In den Straßen patrouillierten Soldaten. Immer wieder kam es zu Schießereien, Plünderungen und Überfällen. In der nahe gelegenen Stadt Cariacica wurden am Mittwoch drei Polizisten angeschossen. Die Militärpolizisten streiken seit Samstag und fordern höhere Gehälter. Der Bundesstaat Espírito Santo mit der Hauptstadt Vitória hat massive Finanzprobleme und ist zum Sparen gezwungen.
    8 min
  • 08.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Berufungsgericht will schnell über Trumps Einreiseverbot entscheiden:
    Im Rechtsstreit um die US-Einreisesperre soll noch im Verlauf der Woche ein Urteil fallen. Dies teilte das Berufungsgericht in San Francisco mit. Das Gericht befasste sich mit dem Antrag der US-Regierung, das Urteil eines Bundesrichters in Seattle gegen Präsident Donald Trumps Einreiseverbot für Flüchtlinge und für Staatsbürger aus sieben vorwiegend muslimischen Ländern aufzuheben. Die einstündige Verhandlung wurde telefonisch durchgeführt. Zwei der drei Richter stellten dem Vertreter der US-Regierung besonders harte Fragen. Letztlich dürfte der Streit vor dem Obersten Gericht landen. Trump hatte am 27. Januar verfügt, dass die Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern sowie sämtliche Flüchtlinge vorübergehend nicht in die USA einreisen dürfen. Seither sorgt der Erlass, der mit Terrorrisiken begründet wurde, für Chaos bei den Einwanderungsbehörden und an den Flughäfen, wütende Demonstrationen sowie heftigen politischen und juristischen Streit.
    Türkische Regierung entlässt erneut tausende Staatsangestellte:
    Knapp sieben Monate nach dem gescheiterten Putschversuch hat die türkische Regierung erneut tausende Staatsangestellte entlassen. Das Dekret des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan betrifft knapp 4500 Menschen. Unter den Entlassenen sind hauptsächlich Bedienstete des Bildungsministeriums, aber auch Mitglieder der Gendarmerie sowie Angestellte des öffentlichen Fernsehsenders TRT. In der Folge des gescheiterten Militärputschs hat die Führung in Ankara bereits mehr als 100.000 Angestellte entlassen. Über 40.000 Menschen wurden festgenommen. Erdogan hatte kurz nach dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 den Ausnahmezustand ausgerufen. Seitdem kann er weitgehend per Dekret regieren. Die erweiterten Vollmachten nutzt die Regierung, um hart gegen ihre Gegner vorzugehen - vor allem gegen Anhänger der Gülen-Bewegung, die für den Putschversuch verantwortlich gemacht wird.
    Merkel spricht in Polen über Zukunft der EU:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in Warschau mit Jaroslaw Kaczynski, dem Chef der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit PiS, zusammengekommen. Themen seien die Zukunft der EU und die politische Situation nach dem Brexit-Votum Großbritanniens gewesen, teilte ein Sprecher der Bundesregierung mit. Der mächtige PiS-Chef hat derzeit kein Regierungsamt inne, gilt aber als politischer Strippenzieher im Land. Wiederholt hatte er sich für einen Verbleib Polens in der EU ausgesprochen, aber eine Reform der EU-Verträge gefordert. Polens Regierung setzt sich für eine Stärkung der nationalen Parlamente ein. Während ihres Besuchs in Warschau sprach Merkel auch mit Regierungschefin Beata Szydlo sowie Präsident Andrzej Duda.
    Entscheidende Abstimmung über Brexit im britischen Unterhaus:
    Das britische Unterhaus stimmt an diesem Mittwoch abschließend über das Brexit-Gesetz ab. Stimmen die Abgeordneten für die Vorlage von Premierministerin Theresa May, kann das Verfahren zum Austritt Großbritanniens aus der EU offiziell beginnen. Es wird erwartet, dass die Parlamentarier den Gesetzentwurf der Regierung billigen werden. Bei einer ersten Abstimmung votierte bereits eine klare Mehrheit dafür. Die Einbindung des Parlaments wurde durch ein im Januar verkündetes Urteil des Obersten Gerichts in London erforderlich. Nach der Abstimmung im Unterhaus geht das Gesetz ins Oberhaus, das vermutlich bis Anfang März seine Zustimmung geben wird. Laut Medienberichten könnte May dann bei dem EU-Gipfel am 9. und 10. März den EU-Austritt beantragen.
    Kolumbiens Präsident Santos gerät im Odebrecht-Skandal unter Druck:
    In dem mehrere Länder Südamerikas erschütternden Korruptionsskandal um den Baukonzern Odebrecht gerät nun auch Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos unter Druck. Die Generalstaatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen des Verdachts ein, dass Odebrecht für die Wahlkampagne von Santos 2014 bis zu eine Million US-Dollar gezahlt haben soll. Nach Ermittlungen der US-Justiz soll der brasilianische Odebrecht-Konzern, der von deutschen Einwanderern gegründet wurde, in zwölf Ländern bis zu 785 Millionen US-Dollar an Schmiergeldern gezahlt haben, um dafür Bauaufträge zu erhalten. In Peru beantragte die Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft gegen Ex-Präsident Alejandro Toledo. Nun muss ein Gericht entscheiden, ob ein internationaler Haftbefehl erlassen wird. - Wegen des Verdachts auf Annahme von 20 Millionen US-Dollar (18,5 Mio. Euro) Bestechungsgeld droht ihm eine Haftstrafe zwischen acht und 30 Jahren. Derzeit hält sich der 70-Jährige in Paris auf.
    10 min
  • 07.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Amnesty berichtet von Massenhinrichtungen in syrischem Gefängnis:
    Die syrische Regierung hat nach Erkenntnissen von Amnesty International bis zu 13.000 Häftlinge bei Massenhinrichtungen töten lassen. Die Menschen seien von 2011 bis 2015 in dem berüchtigten Militärgefängnis Saidnaja nahe Damaskus ohne ein rechtsstaatliches Verfahren mit Billigung des Regimes getötet worden, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation. Dazu kämen Tausende, die durch Folter und unmenschliche Behandlung ums Leben gekommen seien. Der Bericht stützt sich auf Zeugenaussagen, darunter ehemalige Gefängniswärter und Behördenvertreter, aber auch ehemalige Häftlinge, Richter und Anwälte. Andere Menschenrechtsorganisationen hatten in der Vergangenheit ebenfalls auf Hinrichtungen und Folter in den Militärgefängnissen des Staates hingewiesen.
    Israel billigt umstrittenes Siedler-Gesetz:
    Israels Parlament will tausende von Siedlerwohnungen auf palästinensischem Privatland legalisieren. Für das umstrittene Gesetz stimmten 60 der 120 Abgeordneten, 52 votierten dagegen. Rund 4000 Wohnungen israelischer Siedler im besetzten Westjordanland werden mit dem Gesetz rückwirkend genehmigt, obwohl sie widerrechtlich auf privaten Grundstücken von Palästinensern gebaut wurden. Befürworter der Verordnung wollen damit weitere Räumungen wilder Siedlungen verhindern. Palästinensische Besitzer sollen finanziell entschädigt werden. Seit dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Donald Trump im vergangenen Monat hat Israel bereits den Bau von mehr als 5000 neuen Siedlerwohnungen angekündigt.
    US-Gericht setzt Anhörung über Dekret zum Einreisestopp an:
    Der erbitterte Rechtsstreit um das von US-Präsident Donald Trump erlassene und derzeit ausgesetzte Einreiseverbot für Bürger aus muslimisch geprägten Ländern geht weiter. Anwälte des Justizministeriums erklärten, es liege in der Befugnis des Präsidenten zu entscheiden, wer einreisen dürfe und wer nicht. Der Erlass sei daher rechtmäßig, heißt es in einer Begründung, die das Ministerium bei einem Berufungsgericht in San Francisco vorlegte. Das Gericht setzte für diesen Dienstag eine Anhörung an. Es ist wahrscheinlich, dass der Fall am Ende vor dem Obersten Gerichtshof landet. Auf der einen Seite steht die US-Regierung, auf der anderen stehen die Generalstaatsanwälte mehrerer US-Bundesstaaten. Sie argumentieren, dass das von Trump unterzeichnete Dekret die Wirtschaft schwäche und die Religionsfreiheit verletze. Fast 130 große US-Unternehmen verurteilten in einem Schreiben das Einreiseverbot als widerrechtlich.
    Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Staatsbesuch in Polen:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel reist zu Gesprächen mit polnischen Politikern nach Warschau. Unter anderem ist ein Treffen mit Ministerpräsidentin Beata Szydlo sowie dem Präsidenten Andrzej Duda geplant. Merkel will in der polnischen Hauptstadt außerdem Vertreter der deutschen Minderheit und die Chefs politischer Parteien treffen. Nach Angaben der Bundesregierung stehen die bilateralen Beziehungen sowie europapolitische Themen auf der Agenda. In den Gesprächen soll es zudem um außen- und sicherheitspolitische Fragen gehen. Polens Regierung hat seit ihrem Amtsantritt eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, die von der Opposition im Land sowie der EU als Einschränkung der Rechtsstaatlichkeit kritisiert werden.
    Koalition einigt sich auf Maßnahmenbündel zur Terrorbekämpfung:
    Die Bundesregierung hat grünes Licht für ein Maßnahmenpaket zur Stärkung der inneren Sicherheit gegeben. Die Bundesminister für Inneres und Justiz hatten den 10-Punkte-Plan bereits im Januar als Konsequenz aus dem Berliner Weihnachtsmarktanschlag vorgestellt. Bei einem Treffen der Koalitionspartner in München segneten Bundeskanzlerin Angela Merkel, der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer und der scheidende SPD-Chef Sigmar Gabriel das Vorhaben nun ab. Die Maßnahmen sehen unter anderem eine Erweiterung der Abschiebehaft vor. So sollen künftig auch Extremisten in Abschiebehaft genommen werden können, von denen womöglich eine besondere Gefahr für die Sicherheit ausgeht. Diese so genannten Gefährder sollen außerdem künftig besser überwacht werden können.
    Friedensverhandlungen zwischen Kolumbiens Regierung und ELN:
    In der ecuadorianischen Hauptstadt Quito beginnen Friedensgespräche zwischen der Regierung und der Rebellengruppe ELN. In den vergangenen drei Jahren hatten die beiden Konfliktparteien bereits geheime Verhandlungen geführt. Voraussetzung für die nun anstehenden Gespräche in Kolumbiens Nachbarland Ecuador war unter anderem die Freilassung des früheren Abgeordneten Odín Sánchez in der vergangenen Woche. Er war seit März 2016 in der Gewalt der marxistischen Rebellen. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos strebt nach mehr als 50 Jahren Konflikt einen vollständigen Frieden in dem südamerikanischen Land an. Seine Regierung hatte im Vorjahr nach vierjährigen Verhandlungen bereits ein Abkommen mit der größten Guerillaorganisation FARC erreicht.
    10 min
  • 06.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Unternehmen kritisieren vor Gericht Trumps Einreiseverbot :
    Fast 100 amerikanische Unternehmen, angeführt von Technologie-Schwergewichten wie Apple, Google, Facebook und Microsoft, haben sich vor Gericht gegen das Einreiseverbot von Präsident Donald Trump gewandt. Sie reichten eine ausführliche Stellungnahme im Verfahren bei einem Berufungsgericht in San Francisco ein. Dort wird der Rechtsstreit um das Trump-Dekret über befristete Einreiseverbote für Bürger aus muslimisch geprägten Ländern ausgefochten. Die Konzerne betonen, dass Einwanderer zu vielen Innovationen in Amerika beigetragen hätten. Das Präsidentendekret sei zudem diskriminierend und widerrechtlich.
    Trump bekundet "starke Unterstützung" für die NATO :
    US-Präsident Donald Trump wird im Mai die politischen Führer der NATO-Mitgliedstaaten treffen. Das teilte das Weiße Haus nach einem Telefonat Trumps mit dem Generalsekretär der Militärallianz, Jens Stoltenberg, mit. Trump habe in dem Gespräch seine "starke Unterstützung für die NATO" bekundet und seine Teilnahme an dem Treffen zugesagt. Demnach erörterten die beiden auch, wie man alle NATO-Staaten "ermuntern" könne, sich bei den Verteidigungsausgaben stärker zu engagieren. Jüngst hatte der US-Präsident in einem Interview die NATO noch als "obsolet" bezeichnet.
    Halbe Million Rumänen demonstriert gegen Regierung :
    In Rumänien gehen die Proteste gegen die sozialliberale Regierung weiter. Landesweit haben sich nach Berichten mehrerer Fernsehsender rund 500.000 Menschen an den Kundgebungen gegen Ministerpräsident Sorin Grindeanu beteiligt. Allein in der Hauptstadt Bukarest wurden mehr als 200.000 Demonstranten gezählt. Die Menschen verlangen den Rücktritt des Regierungschefs, obwohl dieser die umstrittene Verordnung zurückgenommen hat, die die Ahndung von Amtsmissbrauch deutlich erschweren sollte. Von der Neuregelung hätte auch der Parteichef der regierenden Sozialdemokraten, Liviu Dragnea, profitiert, der wegen Anstiftung zum Amtsmissbrauch vor Gericht steht.
    Marine Le Pen bezeichnet EU als Fehlschlag :
    Mit den erwartet scharfen Tönen gegen die Einwanderungspolitik und die Europäische Union hat die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen ihre Kampagne für die Präsidentschaftswahl begonnen. Die EU sei ein Fehlschlag und habe Frankreich entmündigt, sagte die Vorsitzende der Partei "Front National" vor etwa 3000 Anhängern in Lyon. Die 48-Jährige kann Umfragen zufolge mit dem Einzug in die Stichwahl um die Nachfolge von Staatschef Francois Hollande rechnen. Für diese entscheidende Abstimmung im Mai sagen ihr Beobachter aktuell aber eine Niederlage voraus. Allerdings ist der konservative Bewerber Francois Fillon, der lange als Favorit galt, wegen der Vorwürfe zur Beschäftigung seiner Ehefrau auf Staatskosten in Bedrängnis geraten.
    Breite Kritik an Oppermanns Flüchtlingsschwenk :
    Die Opposition und Hilfsorganisationen in Deutschland haben scharfe Kritik an SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann für dessen Bereitschaft geübt, aus dem Mittelmeer gerettete Flüchtlinge nach Nordafrika zurückschicken zu lassen. Die Grünen-Vorsitzende Simone Peter nannte Oppermann in der "Berliner Zeitung" einen "Asyl-Hardliner". Linksfraktionschef Dietmar Bartsch verwies darauf, dass man "mit einer de facto nicht existierenden Regierung wie in Libyen" keine Verträge schließen könne. Oppermann hatte sich mit einem Gastbeitrag in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" auf den Kurs der Union in Fragen der Flüchtlingsrückführung begeben. Die Hilfsorganisation Pro Asyl kritisierte, dass auf diese Weise keine Probleme gelöst und das Menschenrecht auf Asyl missachtet würden.
    Drei Tote bei Feuer in Berliner Saunaclub :
    Bei einem Brand in einem Saunaclub in Berlin sind drei Männer ums Leben gekommen. Außerdem musste eine Person mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Insgesamt haben sich zum Zeitpunkt des Feuers etwa 30 Menschen in dem Etablissement aufgehalten. Die Polizei geht nicht davon aus, dass sich die Zahl der Opfer noch erhöht. Die Ursache des Feuers in dem Gebäude, in dem sich auch eine Seniorenunterkunft befindet, ist noch unklar.
    New England Patriots gewinnen Super Bowl :
    In den USA haben die New England Patriots den 51. Super Bowl mit 34:28 gegen die Atlanta Falcons gewonnen. Die Falcons mit Spielmacher Matt Ryan dominierten die Partie vor völlig ausverkauftem Haus in Houston zunächst. Nach einer Aufholjagd der Patriots um Tom Brady wurde das Spiel in der Verlängerung entschieden. Das Football-Großereignis wurde von Millionen Fernsehzuschauern in der ganzen Welt verfolgt. In der Halbzeit trat Lady Gaga auf, die zu Beginn ihres Auftritts mit "God bless America" ein Bekenntnis zur Liberalität der Vereinigten Staaten abgab. Manche Beobachter wollten dies als politische Botschaft in Richtung des Präsidenten verstanden wissen.
    10 min
  • 04.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Bundesrichter stoppt Trumps Einreise-Bann:
    Ein US-Bundesrichter in Seattle hat das von Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot für Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern vorläufig gestoppt. Die einstweilige Verfügung gilt laut der Urteilsbegründung landesweit. Sie bleibt solange in Kraft, bis über die Klage des Generalstaatsanwalts des nordwestlichen Bundesstaates Washington, Bob Ferguson, entschieden ist. Ferguson begrüßte die vorläufige Entscheidung. In einer Mitteilung seiner Behörde heißt es, niemand stehe über dem Gesetz, nicht einmal der Präsident. Das Weiße Haus kündigte an, umgehend gegen das Urteil vorgehen zu wollen. Trump hatte vor einer Woche per Dekret die Einreise von Bürgern aus dem Irak, Iran, Libyen, Somalia, Syrien, Sudan und Jemen für 90 Tage gestoppt. Im ganzen Land sind an Gerichten weitere Klagen anhängig.
    Iran droht nach US-Sanktionen mit Gegenmaßnahmen:
    Der Iran hat die neuen US-Sanktionen im Zusammenhang mit dem iranischen Raketentest als "dilettantisch" und "zwecklos" abgetan. Das Teheraner Außenministerium erklärte, das iranische Raketenprogramm diene lediglich der Verteidigung der nationalen Grenzen. Als Reaktion werde auch der Iran einige US-Bürger und Firmen mit Beschränkungen belegen. Die neuen iranischen Militärmanöver mit Raketentests verschiedener Reichweiten bezeichneten die Revolutionsgarden als Antwort an Washington. Wegen des Tests einer ballistischen Mittelstreckenrakete hatten die USA am Freitag Sanktionen erlassen. Nach Angaben des US-Finanzministeriums betreffen die Strafmaßnahmen 25 Firmen und Einzelpersonen. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel äußerte während seiner USA-Reise Verständnis für die Sanktionen. Sie dürften aber keine Auswirkungen auf das nach jahrzehntelangen Verhandlungen 2015 beschlossene Atomabkommen haben.
    Identität des Louvre-Attentäters geklärt:
    Der Angreifer vom Pariser Louvre war vermutlich ein 29-jähriger Ägypter, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten lebt. Die Identität des Mannes sei aber noch nicht "formell" bestätigt, sagte der Pariser Staatsanwalt François Molins bei einer Pressekonferenz. Nach ersten Ermittlungen flog der Mann am 26. Januar mit einem Touristenvisum von Dubai nach Paris. Zwei Tage später habe er in der Stadt zwei Macheten gekauft. Am Freitagvormittag griff der Mann vier patrouillierende Soldaten an einem unterirdischen Zugang an, der zu einem Einkaufszentrum und zum Kunstmuseum Louvre führt. Einer der Soldaten schoss auf den Mann und verletzte ihn schwer am Bauch. Der Attentäter liegt lebensgefährlich verletzt in einem Krankenhaus. Ein Soldat wurde leicht verletzt.
    Druck auf rumänische Regierung wächst:
    In Rumänien haben den vierten Tag in Folge zehntausende Menschen landesweit gegen die sozialliberale Regierung demonstriert. Nach rumänischen Medienberichten zogen in der Hauptstadt Bukarest rund 100.000 Menschen zum Sitz der Regierung. Offizielle Teilnehmerzahlen gab es nicht. Auch in zahlreichen weiteren Städten gab es Proteste. Auslöser ist eine Eilverordnung, die die Gesetze gegen Korruption aufweicht. Der Druck auf die Regierung wuchs durch eine dritte Verfassungsklage gegen diese Verordnung und durch Kritik aus dem eigenen Lager. Für diesen Samstagnachmittag ist die nächste Großdemonstration geplant. Die Demonstranten wollen in Bukarest zum Parlament ziehen und eine Menschenkette bilden.
    Mexiko bestätigt ersten Kindstod durch Zika-Virus:
    Mexiko hat erstmals den Todesfall eines Babys mit dem Zika-Virus in Verbindung gebracht. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, kam das Mädchen bereits im November vergangenen Jahres als Frühgeburt zur Welt und starb noch bei der Geburt. Es habe unter Mikrozephalie, also einem zu kleinen Kopf, gelitten. Nach Angaben des Ministeriums hat es einige Monate gedauert, um zu bestätigen, dass die Mikrozephalie mit dem Zika-Virus zusammenhängt. Seit November 2015 gab es in Mexiko mehr als 7600 bestätigte Infektionen mit dem Zika-Virus. Mehr als die Hälfte davon waren schwangere Frauen. Das Virus kann beim Embryo schwere Schädelfehlbildungen verursachen.
    MoMA in New York stellt Werke muslimischer Künstler aus:
    Aus Protest gegen das von US-Präsident Donald Trump per Dekret verhängte Einreiseverbot hat das New Yorker "Museum of Modern Art" (MoMA) die Werke mehrerer Künstler ausgestellt, die aus mit dem Bann belegten Ländern stammen. Sieben Werke von Künstlern unter anderem aus dem Sudan, dem Irak und dem Iran nahmen im fünften Stock des weltberühmten Museums den Platz von Bildern von Pablo Picasso, Henri Matisse oder Francis Picabia ein, wie die Zeitung "New York Times" berichtet. Zu sehen sind unter anderen Werke des Malers Ibrahim el-Salahi aus dem Sudan oder der irakischstämmigen Architektin Saha Hadid.
    9 min
  • 03.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Sanktionen gegen Iran sollen kurz bevorstehen:
    Wie aus US-Regierungskreisen bekannt wurde, sollen wegen des jüngsten Raketentests bereits an diesem Freitag neue Sanktionen gegen den Iran in Kraft treten. Bis zu zwei Dutzend Menschen, Firmen und möglicherweise Regierungsbehörden könnten mit Strafmaßnahmen belegt werden. Das Weiße Haus und das Außenministerium äußerten sich dazu nicht. Sowohl US-Präsident Donald Trump als auch sein Sicherheitsberater Michael Flynn hatten den Iran zuvor "formell gewarnt", wobei unklar blieb, was das konkret bedeutet. Die Regierung in Teheran wies die US-Kritik entschieden zurück. Der Iran hatte den Test einer ballistischen Mittelstreckenrakete bestätigt. Das Verteidigungsministerium beteuerte, es handle sich dabei nicht um einen Verstoß gegen das Atomabkommen.
    Gabriel sieht politische Gemeinsamkeiten mit Pence und Tillerson:
    Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zeigt sich nach ersten Gesprächen mit seinem US-Kollegen Rex Tillerson und Vizepräsident Mike Pence in Washington zufrieden über große politische Gemeinsamkeiten. Es gebe zwar Differenzen mit US-Präsident Donald Trump bei den Themen Migration, Europa, beim Ukraine-Konflikt und der Haltung zu Russland, sagte Gabriel. In den Gesprächen mit Pence und Tillerson hätten sich diese Unterschiede aber nicht gezeigt. Beide hätten ein großes Interesse an einer Stärkung Europas, sagte Gabriel. Auch das Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union würden sie nicht als Beginn eines Auseinanderbrechens der EU interpretieren. Nach dem Treffen bestätigte das Weiße Haus, Vizepräsident Pence werde bei seiner ersten Auslandsreise die NATO und die Europäische Union in Brüssel besuchen sowie Mitte Februar an der Münchner Sicherheitskonferenz teilnehmen.
    USA wollen Russland-Sanktionen beibehalten:
    Die neue US-Regierung von Präsident Donald Trump will die wegen der russischen Annexion der Krim-Halbinsel verhängten Sanktionen gegen Moskau aufrecht erhalten. Das sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, in New York. Die Sanktionen sollen demnach so lange bestehen bleiben, bis Russland der Ukraine die Kontrolle über die Halbinsel zurückgebe. Haley sagte, die USA wollten bessere Beziehungen zu Russland, aber die Lage in der Ukraine erfordere "bedauerlicherweise" eine "klare und starke Verurteilung russischer Handlungen". Die Kämpfe in der Ostukraine hatten sich zuletzt verschärft. Laut Haley unterstützen die USA wie unter der Vorgängerregierung den Friedensplan von Minsk. Die Haltung zu Russland kommt unerwartet, da Trump eine Aufhebung oder Lockerung der Sanktionen erwägt hatte.
    USA distanzieren sich von Israels Siedlungsplänen:
    Die USA haben sich überraschend und erstmals unter Präsident Donald Trump von Israels Siedlungspolitik distanziert. Wer neue Siedlungen baue oder bestehende erweitere, gefährde damit womöglich die Friedensbemühungen im Nahen Osten, teilte das Weiße Haus mit. Grundsätzlich habe die neue US-Regierung aber noch keine offizielle Position zum Siedlungsbau bezogen, heißt es in der Mitteilung von Trumps Sprecher Sean Spicer. Dies sei Gegenstand weiterer Diskussionen, auch mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der Trump am 15. Februar besuchen wird. Netanjahu hatte zuvor den Bau einer neuen Siedlung angekündigt – und mit diesem Vorpreschen Trumps Regierung in ihrer außenpolitischen Findungsphase verärgert, wie ein Zeitungsbericht nahelegt.
    Seoul: Nordkoreas Machthaber entlässt Minister für Staatssicherheit:
    Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat nach südkoreanischen Angaben im Januar den Minister für Staatssicherheit nach Korruptionsvorwürfen entlassen. Der 72-jährige Kim Won Hong sei zudem nach Ermittlungen durch die in Nordkorea herrschende Arbeiterpartei für Machtmissbrauch und Folterungen durch das Ministerium verantwortlich gemacht worden, teilte das Vereinigungsministerium in Seoul mit. Der frühere Minister sei eigentlich ein enger Helfer Kim Jong Uns gewesen, um dessen "Schreckensherrschaft" umzusetzen, sagte ein Sprecher. Er spekulierte, dass die "Instabilität des Regimes" im weiterhin isolierten Nachbarland größer werden und die staatliche Kontrolle der Bevölkerung schwächer werden könne. Aus Nordkorea gibt es für die Angaben über die Entlassung des Ministers bisher keine Bestätigung.
    Anklage gegen Amri-Kontaktmann in Tunesien:
    Die tunesische Staatsanwaltschaft will den Kontaktmann des Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri wegen "Zugehörigkeit zu einer terroristischen Gruppe" anklagen. Die tunesischen Behörden verfügten über Beweise, dass sich der Mann einer Dschihadisten-Miliz in Syrien anschließen wollte, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Demnach war er aber nicht an dem Anschlag im Dezember in Berlin beteiligt. Die sächsischen Behörden hatten den 26-Jährigen am Mittwoch abgeschoben. Er wurde Anfang Januar wegen des Verdachts auf Sozialbetrug inhaftiert. Er hatte sich am Vorabend des Anschlags vom 19. Dezember mit Amri in einem Berliner Restaurant getroffen, bestreitet aber, von den Anschlagsplänen gewusst zu haben.
    11 min
  • 02.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel besucht die Türkei:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel reist an diesem Donnerstag zu politischen Gesprächen in die Türkei. Es ist der erste Besuch seit dem Putschversuch im Juli 2016. Bei ihren Treffen mit Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und Ministerpräsident Binali Yildirim will Merkel unter anderem Fortschritte für das Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei erzielen. Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert sollen auch Freiheitsrechte und deren Einschränkungen in der Türkei ein Thema sein. Seibert ließ offen, ob Merkel auch Oppositionelle treffen wird. Das Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei ist seit langem angespannt. Erdogan wirft deutschen Politikern vor, nach dem Putschversuch zu wenig Solidarität gezeigt zu haben. Er drängt zudem auf ein härteres Vorgehen gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK und die Gülen-Bewegung in Deutschland.
    Bundesaußenminister Gabriel trifft US-Amtskollegen Tillerson:
    Außenminister Sigmar Gabriel reist als erstes Mitglied der Bundesregierung seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump nach Washington. Er wird dort seinen Amtskollegen Rex Tillerson treffen. Er bringe das Angebot von Freundschaft und Vertrauen mit nach Washington, sagte Gabriel. Tillerson war erst am Mittwochabend deutscher Zeit vom Senat als Außenminister bestätigt worden. Politisch ist Tillerson umstritten. Er war über 40 Jahre lang Manager des Ölkonzerns ExxonMobil, zuletzt als Vorstandschef. Kritiker sehen darin eine mögliche Befangenheit. Seine Ölgeschäfte haben Tillerson auch große Nähe zu Russlands Präsident Wladimir Putin gebracht. Zuletzt bemühte er sich eifrig um Distanz zu Putin. Er bezeichnete Russland als "Gefahr" für die USA und Europa.
    Trump wird gegenüber Australiens Premier ausfällig:
    US-Präsident Donald Trump soll sich laut einem Medienbericht mit Australiens Premier Malcolm Turnbull am Telefon gestritten haben. Trumps Ärger in dem Gespräch entspann sich demnach an der Verpflichtung der USA, Flüchtlinge aus einem Lager Australiens in Papua Neuguinea aufzunehmen, eine vertragliche Bindung aus der Zeit Barack Obamas. Die "Washington Post" beruft sich auf Mitarbeiter der US-Regierung. Das sei der schlechteste Deal aller Zeiten, soll Trump gesagt haben, als Turnbull wissen wollte, ob sich die Vereinigten Staaten an die Abmachung halten würden. Das Weiße Haus wollte den Bericht der "Washington Post" nicht kommentieren.
    Gewaltsame Zusammenstöße in Rumäniens Hauptstadt:
    Vor dem Regierungssitz in Rumäniens Hauptstadt Bukarest ist es zu gewaltsamen Zusammenstößen gekommen. Bei einer Massendemonstration gegen die Lockerung der Anti-Korruptionsgesetze begannen mehrere Dutzend aggressive Sportfans, die Polizisten mit Feuerwerkskörpern zu bewerfen. Die Polizei antwortete mit Tränengas, woraufhin viele der zehntausenden friedlichen Demonstranten den Platz verließen. Oppositionsmedien sahen in dem Krawall eine gezielte Provokation regierungsnaher Kreise, um den Protest zu diskreditieren. Zehntausende Rumänen demonstrieren seit Tagen landesweit gegen die von der sozialliberalen Regierung beschlossene Einschränkung des Kampfs gegen Korruption.
    May veröffentlicht Brexit-Plan:
    Die britische Regierung veröffentlicht an diesem Donnerstag einen Plan für die Trennung von der Europäischen Union. Premierministerin Theresa May hatte vor zwei Wochen in einer Grundsatzrede einen "harten Brexit" angekündigt, der auch den Ausstieg aus dem europäischen Binnenmarkt beinhaltet. Nun will sie ein so genanntes Weißbuch mit einem genaueren Plan zu ihrer Verhandlungsstrategie vorlegen. Am Mittwoch hatte das Brexit-Gesetz der Regierung eine erste Hürde im Parlament genommen. Die Abgeordneten votierten im Unterhaus mit großer Mehrheit für die Vorlage. Mit dem nur 143 Worte zählenden Gesetz sollen die Parlamentarier der Regierung die förmliche Erlaubnis erteilen, die Austrittsverhandlungen mit der EU aufzunehmen.
    Gewalttätige Proteste gegen Räumung der jüdischen Siedlung Amona:
    Begleitet von gewaltsamen Protesten hat Israels Polizei mit der Räumung der umstrittenen Siedlung Amona im besetzten Westjordanland begonnen. Hunderte Polizisten rückten zu Fuß in die jüdische Siedlung ein, die ohne Genehmigung auf palästinensischem Privatland errichtet wurde. Mehrere Beamte wurden durch Attacken der Siedler und deren Unterstützer verletzt. Das Oberste Gericht Israels hatte schon Ende 2014 den Abriss der Häuser angeordnet. Unterdessen verkündete das Verteidigungsministerium die Genehmigung für 3000 neue Siedlerwohnungen. Die EU und die UN verurteilten die israelischen Siedlungspläne.
    10 min

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