Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 01.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Großrazzia gegen Islamisten-Szene in Hessen:
    Wegen Terrorverdachts hat die Polizei zahlreiche Objekte in ganz Hessen durchsucht. Wie das Landeskriminalamt mitteilte, erstreckte sich die Razzia auf 54 Wohnungen, Geschäftsräume und Moscheen. Gegen einen 36-jährigen Tunesier wurde ein Haftbefehl erlassen. Er soll als Anwerber und Schleuser für die Terrororganisation "Islamischer Staat" gearbeitet haben. Sein Ziel sei es gewesen, einen Anschlag zu verüben. Ein konkretes Anschlagsziel habe es jedoch nicht gegeben, sagte ein Sprecher der Landespolizei. Die Planung sei noch in einer frühen Phase gewesen. Hessens Innenminister Peter Beuth erklärte, durch die Maßnahmen, die sich gegen insgesamt 16 Beschuldigte richteten, sei "ein weitverzweigtes salafistisches Netzwerk" zerschlagen worden.
    Drei mutmaßliche IS-Terroristen in Berlin gefasst:
    Bei einer Anti-Terror-Razzia hat die Polizei in Berlin drei Verdächtige verhaftet. Nach Erkenntnissen der Fahnder standen die Männer kurz davor, in ein Kriegsgebiet auszureisen, um sich dort auf Terroranschläge vorzubereiten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Die Verdächtigen sollen enge Kontakte zur Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien und im Irak haben. Sondereinheiten durchsuchten auch die "Fussilet"-Moschee in Berlin-Moabit, wo die Männer laut Augenzeugen verkehrten. Sie ist als Salafisten-Treffpunkt bekannt und wurde jetzt geschlossen. Auch der Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri war in diesem Moschee-Verein ein- und ausgegangen.
    Trump benennt Neil Gorsuch als neuen Verfassungsrichter:
    US-Präsident Donald Trump hat den konservativen Juristen Neil Gorsuch für den vakanten Posten am Obersten Gericht des Landes nominiert. Trump beschrieb den 49-Jährigen bei der Bekanntgabe seiner Entscheidung im Weißen Haus als einen "brillanten Denker", der parteiübergreifende Unterstützung genieße. Gorsuch war in den vergangenen Jahren als Bundesberufungsrichter tätig. Der Supreme Court hat bei Streitthemen wie Abtreibung, Waffenbesitz, Todesstrafe oder Einwanderung das letzte Wort. Die Richter werden auf Lebenszeit ernannt. Seit dem Tod des Richters Antonin Scalia vor einem Jahr herrscht im Richterkollegium ein Patt zwischen vier konservativen und vier linksliberalen Richtern. Gorsuch muss noch vom Senat bestätigt werden. Die Republikaner haben dort 52 der 100 Mandate. Erforderlich sind allerdings 60 Ja-Stimmen.
    Doppelstaatler können US-Einreisestopp umgehen:
    Die US-Regierung hat den Einreisestopp für Menschen aus mehrheitlich muslimischen Staaten gelockert. Wie das Heimatschutzministerium mitteilte, dürfen EU-Bürger mit doppelter Staatsbürgerschaft einreisen, auch wenn einer ihrer Pässe aus den betroffenen Ländern Iran, Irak, Syrien, Sudan, Libyen, Jemen oder Somalia stammt. Ein Sprecher erklärte, Reisende würden auf Grundlage jenes Passes bewertet, den sie bei der Kontrolle vorzeigten. - Bis Montag wurden nach US-Angaben mehr als 720 Menschen wegen des Einreisestopps zurückgewiesen. Präsident Donald Trump hatte am Freitag angeordnet, dass Bürger aus sieben Ländern für 90 Tage keine Visa erhalten. Mehrere US-Bundesstaaten reichten Klagen gegen die Regelungen ein.
    Ban Ki Moon zieht sich aus Politik zurück:
    Der frühere UN-Generalsekretär Ban Ki Moon will nicht für das Präsidentenamt in Südkorea kandidieren. Er werde sich aus der Politik zurückziehen, erklärte Ban vor Journalisten in Seoul. Der langjährige Spitzendiplomat galt nach der Rückkehr in sein Heimatland im Januar als Hoffnungsträger. Kurz darauf hatte er jedoch an Ansehen eingebüßt. Unter anderem sorgten Korruptionsvorwürfe gegen nahe Verwandte Bans für Negativschlagzeilen. - Südkoreas gewählter Präsidentin Park Geun Hye waren im Dezember wegen Korruptionsvorwürfen die Amtsvollmachten entzogen worden. Wenn das Verfassungsgericht die Entscheidung bestätigt, kann Park nicht ins Amt zurückkehren. Dann stünden Neuwahlen an.
    Mehr Geld für freiwillige Rückkehr von Asylbewerbern:
    Die Bundesregierung will die Zahl freiwilliger Ausreisen aus Deutschland erhöhen. Zu diesem Zweck beginnt an diesem Mittwoch das Programm "Starthilfe Plus", wie das Bundesinnenministerium mitteilte. Für 2017 würden zusätzlich 40 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Mit dem Geld sollen Asylbewerber möglichst noch vor dem Ende ihres Asylverfahrens zu einer Rückkehr in die Heimat bewegt werden. Flüchtlinge, die älter als zwölf Jahre sind und sich noch vor Abschluss ihres Verfahrens für eine Rückreise entscheiden und den Asylantrag zurücknehmen, bekommen 1200 Euro. Wer nach einer Ablehnung seines Antrags innerhalb der Frist ausreist und die Entscheidung nicht anficht, erhält 800 Euro. Um Missbrauch zu vermeiden, sind Staatsangehörige bestimmter Herkunftsländer und -regionen, etwa des Westbalkans, von der Förderung ausgeschlossen.
    10 min
  • 31.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Washington klagt gegen Trump-Erlass :
    Als erster amerikanischer Bundesstaat klagt Washington gegen das von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot für Muslime. Trumps Dekret verstoße gegen in der Verfassung verankerte Grundrechte: "Niemand steht über dem Gesetz - nicht einmal der Präsident", betonte Generalstaatsanwalt Bob Ferguson. Sollte das Verfahren vor dem Bundesgericht in Seattle mit einem Sieg enden, wäre der Erlass im ganzen Land ungültig, betonte Ferguson. Trump hatte am Freitag die Einreise von Bürgern aus sieben überwiegend muslimischen Ländern für 90 Tage gestoppt. Flüchtlinge aus aller Welt dürfen für vier Monate nicht ins Land. Der US-Präsident zeigte sich ungeachtet aller Proteste unbeeindruckt. Mit seinem Dekret laufe "alles gut", schrieb er auf Twitter.
    Trump entlässt kommissarische US-Justizministerin:
    Nach ihrer Kritik an seinem Einreiseverbot für Muslime hat US-Präsident Donald Trump die kommissarische Justizministerin und Generalstaatsanwältin Sally Yates entlassen. Yates hatte die Anwälte des Ministeriums angewiesen, das umstrittene Dekret von Trump nicht zu verteidigen. Sie hält den Erlass nicht für rechtmäßig. Yates habe das Justizministerium verraten, teilte das Weiße Haus mit. Ihre Position übernimmt nun übergangsweise die Juristin Dana Boente. Yates war von Barack Obama zur Vize-Generalstaatsanwältin ernannt worden. Die neue Regierung bat sie, das Amt der obersten Chefanklägerin so lange auszuführen, bis der designierte Justizminister Jeff Sessions vom Senat bestätigt ist.
    Briten demonstrieren gegen Trump :
    In Großbritannien sind zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen US-Präsident Donald Trump zu protestieren. Kundgebungen gab es in London, Edinburgh und anderen Städten. Vor dem Regierungssitz in der Londoner Downing Street versammelten sich tausende Bürger mit Schildern und Bannern. Sie forderten Premierministerin Theresa May auf, sich deutlicher von der Einreisepolitik des US-Präsidenten zu distanzieren. Auch im britischen Parlament rief das umstrittene Dekret Trumps heftigen Widerspruch hervor. Die Abgeordneten kamen spontan zu einer außerordentlichen Debatte zusammen. Viele von ihnen forderten, die Einladung an Trump zum Staatsbesuch zu überdenken oder ihm zumindest eine Rede vor dem Parlament zu versagen. May ließ wissen, sie sei "sehr glücklich gewesen", den US-Präsidenten nach Großbritannien einzuladen.
    USA werfen Iran Test von Mittelstrecken-Rakete vor:
    Der Iran hat nach Angaben der US-Regierung Ende Januar eine ballistische Mittelstrecken-Rakete getestet. Der Vorgang werde noch untersucht, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer. Einzelheiten nannte er nicht. Der UN-Sicherheitsrat setzte auf Antrag der USA für Dienstag eine Dringlichkeitssitzung an. Ein solcher Raketentest könnte eine Verletzung von UN-Resolutionen darstellen und neue Sanktionen gegen den Iran zur Folge haben. Eine UN-Resolution von 2015 verbietet es dem Iran, atomwaffenfähige Raketen zu entwickeln.
    Anklage wegen sechsfachen Mordes nach Moschee-Angriff :
    Einen Tag nach dem Anschlag auf eine Moschee im kanadischen Québec ist gegen einen 27-jährigen Studenten Anklage erhoben worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm sechsfachen Mord und fünffachen versuchten Mord vor. Die Vernehmung des mutmaßlichen Täters sei noch im Gange, hieß es. Möglich sei auch eine Anklage wegen "Terrorismus" und Gefährdung der nationalen Sicherheit. Bei dem verdächtigen Alexandre B. handelte es sich um einen Politikstudenten der Universität Laval, der sich 20 Kilometer außerhalb der Stadt selbst der Polizei stellte. Der Campus der Hochschule ist nur einige hundert Meter von der Großen Moschee entfernt. Alexandre B. soll in der Vergangenheit durch nationalistische und rechtsradikale Parolen aufgefallen sein. Bei dem Feuerüberfall während des Abendgebets waren sechs Muslime getötet und 19 verletzt worden. Fünf von ihnen sind in einem kritischen Zustand.
    Millionenstrafe für Deutsche Bank :
    Die Deutsche Bank hat sich mit der New Yorker Finanzaufsicht auf einen millionenschweren Vergleich im russischen Geldwäsche-Skandal geeinigt. Das Institut zahlt ein Bußgeld in Höhe von 425 Millionen Dollar (397 Mio. Euro), wie das New York State Department of Financial Services (DFS) mitteilte. Kunden der Bank hatten nach Angaben der Behörde über die Finanzplätze Moskau und London rund zehn Milliarden Dollar an Rubel-Schwarzgeld aus Russland gewaschen. Die Deutsche Bank habe wegen Aufsichtsversagen über Jahre zahlreiche Gelegenheiten ungenutzt gelassen, das Komplott zu bemerken und zu unterbinden, so das DFS. Mit der britischen Finanzaufsicht FCA soll sich das Geldhaus auf eine Strafzahlung von fast 205 Millionen Dollar geeinigt haben.
    10 min
  • 30.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bewaffnete erschießen sechs Menschen in Moschee in Québec:
    Zwei bewaffnete Männer haben in einer Moschee in der kanadischen Stadt Québec das Feuer eröffnet und sechs Gläubige getötet. Weitere acht Menschen hätten Verletzungen erlitten, teilte eine Polizeisprecherin mit. Zwei Verdächtige seien festgenommen worden. Kanadas Premierminister Justin Trudeau sprach von einem Terroranschlag. Wie Augenzeugen in örtlichen Fernsehsendern berichteten, drangen die beiden maskierten Männer während des Abendgebets in die Moschee ein und schossen auf die Betenden. Dabei hätten die Täter "Allahu Akbar" (Gott ist groß) gerufen. Trudeau und der Premierminister der Provinz Quebec, Philippe Couillard, riefen die Kanadier zum entschlossenen Einsatz gegen jegliche Gewalt und zur Solidarität mit Muslimen auf.
    Trump unbeirrt von Protesten gegen Einreiseverbot für Muslime:
    Trotz wachsendem Widerstand gegen das von ihm verfügte Einreiseverbot für viele Muslime gibt sich US-Präsident Donald Trump unbeirrt. Es gehe nicht um Religion sondern darum, die USA vor Terror zu schützen, erklärte Trump in einer Mitteilung. Mehrere US-Unternehmen reagierten beunruhigt auf die Maßnahme. In vielen US-Städten protestierten am Sonntag wieder Tausende Menschen gegen Trumps Dekret, so in New York, Boston und Los Angeles.
    Sozialisten schicken Hamon ins Rennen um das Präsidentenamt:
    Frankreichs Sozialisten haben den Parteilinken Benoît Hamon zum Kandidaten für die Präsidentschaftswahl gekürt. Hamon kam in der Stichwahl nach Auszählung fast aller Stimmen auf knapp 59 Prozent und liegt damit klar vor Ex-Premier Manuel Valls. Der Vertreter des rechten Parteiflügels erhielt gut 41 Prozent der Stimmen. Die Regierungspartei vollzieht damit einen radikalen Bruch mit der Reformpolitik von Staatschef François Hollande, der nicht wieder antritt. Der 49-jährige Hamon will etwa eine umstrittene Arbeitsmarktreform zurücknehmen und ein bedingungsloses Grundeinkommen einführen. Umfragen sehen die Sozialisten aber weit hinter dem konservativen Präsidentschaftskandidaten François Fillon und der rechtsextremen Bewerberin Marine Le Pen.
    Vorerst keine Neuwahlen in Österreich:
    Die Regierungskrise in Österreich ist beendet. Die sozialdemokratische SPÖ und die konservative ÖVP haben sich nach Angaben von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) auf ein aktualisiertes Arbeitsprogramm und damit auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit verständigt. Der Einigung waren fünftägige intensive Verhandlungen vorangegangen. Beobachter sprechen von einem strategischen Frieden, denn die Einigung hält die rechte FPÖ zumindest vorerst von der Macht fern. Bei Neuwahlen hätten die in Umfragen führenden Rechtspopulisten gute Chancen auf den Kanzlerposten gehabt. Demoskopen sehen sie bei 29 bis 34 Prozent.
    Volkswagen überholt Toyota als größter Autobauer der Welt:
    Trotz des Abgasskandals hat Volkswagen im vergangenen Jahr so viele Auto in Verkehr gebracht, wie kein anderes Unternehmen. Die bisherige Nummer Eins, der japanische Konzern Toyota, verkaufte 2016 insgesamt 10,17 Millionen Fahrzeuge. Volkswagen setzte dagegen 10,31 Millionen Autos ab. Es ist das erste Mal seit fünf Jahren, dass der japanische Branchenprimus die Spitzenposition als größter Autobauer der Welt abgeben musste.
    Sechs Leichen in Gartenhaus - Ermittlungen zur Todesursache laufen:
    Nach dem Fund von sechs Leichen in einem Gartenhaus in Arnstein bei Würzburg gehen die Ermittlungen zur Todesursache weiter. Ein Vater hatte seinen Sohn und seine Tochter sowie vier Freunde von ihnen am Sonntag tot im Gartenhäuschen der Familie auf einem abgelegenen Grundstück gefunden. Die 18 und 19 Jahre alten Opfer hatten dort am Vorabend eine Party gefeiert. Woran die jungen Leute starben, ist nach Polizeiangaben noch unklar. Hinweise, die auf ein Gewaltverbrechen hindeuten, gibt es bislang nicht.
    8 min
  • 28.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Türkische Soldaten beantragen Asyl in Deutschland:
    Wenige Tage vor der geplanten Türkei-Reise von Kanzlerin Angela Merkel belastet ein neuer Zwischenfall das ohnehin gespannte Verhältnis beider Länder. Laut Medienberichten haben etwa 40 in NATO-Einrichtungen stationierte türkische Soldaten in Deutschland Asyl beantragt. Dabei handelt es sich nach Informationen des Magazins "Der Spiegel" und des ARD-Magazins "Report Mainz" zumeist um ranghohe Militärs. Nach Artikel 16a des Grundgesetzes genießen politisch Verfolgte Asylrecht in Deutschland. "Es gibt keinen Zweifel, dass wir diese Soldaten nicht in die Türkei zurückschicken können", zitiert "Der Spiegel" den CSU-Innenpolitiker Stephan Mayer. Sie würden dort sofort im Gefängnis landen. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen, sagte, das Asylverfahren sei rein rechtlich, politische Erwägungen dürften dabei keine Rolle spielen und würden es auch nicht.
    Fitch stuft Türkei auf Ramschniveau herab:
    Als letzte Ratingagentur hat Fitch die Kreditwürdigkeit der Türkei heruntergestuft - auf Ramschniveau. Damit gelten türkische Staatsanleihen bei allen großen Ratingagenturen als risikoreich. Die Bonitätsnote werde um eine Stufe auf "BB+" gesenkt, teilte Fitch in London mit. Als Gründe werden die mangelnde politische Stabilität und die seit dem Putschversuch geltende Notstandsgesetzgebung genannt. Zudem würden Terroranschläge das Verbrauchervertrauen und den Tourismussektor belasten. Der Ausblick für das Rating ist stabil. Es droht also zunächst keine weitere Herabstufung.
    Trump begrenzt Einreisemöglichkeiten für Muslime in die USA drastisch:
    US-Präsident Donald Trump will für muslimische Migranten und Flüchtlinge die Einreise deutlich erschweren. Dazu unterzeichnete er bei einem Besuch im Pentagon ein Dekret, das den Titel trägt: "Schutz der Nation vor der Einreise ausländischer Terroristen in die Vereinigten Staaten". Der vom Weißen Haus veröffentlichte Erlass sieht unter anderem vor, dass Flüchtlinge aus Syrien bis auf weiteres gar nicht mehr ins Land gelassen werden. Zudem bekommen in den nächsten 120 Tagen Menschen aus den muslimischen Ländern Iran, Irak, Jemen, Libyen, Sudan und Somalia keine Visa mehr für die USA. Ausgenommen sind lediglich Besitzer von Diplomaten-Visa und Mitarbeiter internationaler Organisationen.
    Trump und May bekräftigen amerikanisch-britische Freundschaft:
    Als ersten Staatsgast im Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump die britische Premierministerin Theresa May empfangen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Sicherheitspolitik sowie ein geplantes bilaterales Handelsabkommen. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz betonten beide das besondere Verhältnis, das Großbritannien und die USA verbinde. May sagte vor den versammelten Journalisten, der Präsident habe sich zur NATO bekannt. Trump begrüßte den Brexit-Beschluss. Das Ausscheiden der Briten aus der Europäischen Union sei eine "phantastische Sache". Bei dem von ihm präferierten Einsatz von Folter im Kampf gegen Terroristen ruderte Trump zurück. Die Entscheidung liege bei seinem Verteidigungsminister James Mattis. Der Ex-General ist als Gegner von Foltermethoden bekannt. Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel sind für diesen Samstag zu einem Telefonat verabredet. Es ist das erste Gespräch der beiden nach dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten, der sich wiederholt kritisch über Merkels Flüchtlingspolitik geäußert hatte.
    Bundeswehr: Misshandlungen in Kaserne für Elitesoldaten:
    In einem Ausbildungszentrum der Bundeswehr für Elitesoldaten im Süden Baden-Württembergs sind Rekruten misshandelt und gedemütigt worden. Nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums geht es um sexuell-sadistische Praktiken sowie Gewaltrituale. Unter anderem hätten sich Soldaten in der Staufer-Kaserne in Pfullendorf nackt ausziehen müssen und seien dabei gefilmt worden. Wie die Bundeswehr mitteilte, wurden sieben Soldaten vom Dienst suspendiert und sollen fristlos entlassen werden. Außerdem sei Strafanzeige gegen mehrere Armeeangehörige wegen Freiheitsberaubung und Nötigung gestellt worden. Der Generalinspekteur der Bundeswehr ordnete zudem mehrere Disziplinarverfahren und Versetzungen an. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nannte die Vorgänge abstoßend und widerwärtig.
    8 min
  • 27.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump empfängt May und telefoniert mit Putin:
    Vor ihrem Treffen mit US-Präsident Donald Trump hat die britische Premierministerin Theresa May die USA vor einer zu großen Nähe zu Russland gewarnt. May sagte in Philadelphia vor Abgeordneten der Republikaner, Washingtons Annäherung an Moskau müsse nach der Maßgabe erfolgen: "sich einlassen, aber in Acht nehmen". Sie beschwor einen gemeinsamen Führungsanspruch der USA und Großbritanniens und appellierte an den Verbündeten, sich international nicht zu isolieren. Die Britin warb für ein bilaterales Freihandelsabkommen, das für sie Priorität habe. Für diesen Samstag kündigte der Kreml ein erstes Telefonat von Präsident Wladimir Putin mit dem neuen US-Präsidenten an.
    Trump droht Mexiko nach Absage mit Strafzöllen:
    Nach der Absage des Staatsbesuchs in den USA durch den mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto hat US-Präsident Donald Trump unterschwellige Drohungen gegen den Nachbarn Mexiko ausgesprochen. Er möchte nun einen anderen Weg gehen. Man habe keine andere Wahl, sagte Trump in Philadelphia. Erläuterungen, wie dieser Weg aussehen könnte, gab Trump nicht. Zuvor hatte Peña Nieto erklärt, er werde ein für kommenden Dienstag anberaumtes Treffen mit Trump nicht einhalten. Er hatte damit auch auf eine Twitternachricht Trumps reagiert, in der der US-Präsident erklärt hatte, wenn Mexiko nicht für die US-Grenzmauer bezahlen wolle, mache ein Treffen keinen Sinn. Trumps Sprecher Sean Spicer hatte erklärt, dass die US-Regierung die Grenzmauer zum Beispiel auch mit einer Steuer über 20 Prozent auf alle mexikanischen Importe finanzieren könne.
    Kündigungen im State Department:
    Wenige Tage nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump haben mehrere hochrangige Mitarbeiter des US-Außenministeriums ihren Rücktritt eingereicht. Darunter sind ein Staatsekretär sowie drei Referats- und Büroleiter, wie Mitarbeiter des State Departments der Nachrichtenagentur AFP bestätigten. Medienberichte, wonach es sich um einen ungewöhnlich weitreichenden Umbruch auf den obereren Hierarchie-Ebenen handeln soll, wurden aus dem Ministerium zurückgewiesen. Die "Washington Post" hatte berichtet, die Dimension des Wechsels gehe deutlich über die sonst üblichen Umbesetzungen nach Antritt eines neuen Präsidenten hinaus. Es gebe einen "Massenexodus" von leitenden Mitarbeitern, "die nicht für die Trump-Ära da bleiben wollen". Demnach soll die "gesamte obere Management-Ebene in der Verwaltung" des Ministeriums zurückgetreten sein.
    Erinnerung an KZ-Opfer in Auschwitz am weltweiten Holocaust-Gedenktag:
    Weltweit wird heute der Millionen Opfer der NS-Herrschaft gedacht. Holocaust-Überlebende und Politiker warnten davor, dieses dunkle Kapitel der Geschichte zu verdrängen. Gerade in Zeiten des erstarkenden Rechtspopulismus und einer wieder grassierenden rechtsextremistischen Bewegung sei das Erinnern wichtiger denn je, erklärte der Zentralrat der Juden in Deutschland anlässlich des Holocaust-Gedenktages. Zentralratspräsident Josef Schuster rief dazu auf, dass jede Schulklasse mindestens einmal eine KZ-Gedenkstätte besuchen sollte. Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau 1945 durch die Rote Armee. Unter der faschistischen Diktatur waren dort mindestens 1,1 Millionen Menschen vergast, zu Tode geprügelt oder erschossen worden, oder durch Hunger und Krankheiten umgekommen.
    Steinmeier warnt in Paris vor Populismus:
    Bei seinem Abschiedsbesuch in Frankreich hat der scheidende deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier vor den Gefahren des Populismus in Europa gewarnt. Die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Frankreich seien nicht allein für Frankreich wichtig, sie seien es für ganz Europa, sagte Steinmeier. Auf Französisch fügte er hinzu: "Ich ermutige Sie: Widerstehen Sie den populistischen Sirenenklängen." Der 61-Jährige wird heute vom bisherigen Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel an der Spitze des Auswärtigen Amtes abgelöst. Am 12. Februar dürfte Steinmeier dann zum Nachfolger des scheidenden Bundespräsidenten Joachim Gauck gewählt werden.
    Britisches Gericht weist Klagen gegen Shell wegen Umweltverschmutzung zurück:
    Ein britisches Gericht hat eine Sammelklage von mehr als 40.000 Bewohnern des nigerianischen Niger-Deltas gegen den Ölkonzern Shell wegen Umweltverschmutzung abgewiesen. Der High Court folgte damit der Argumentation des Konzerns, wonach der Fall vor einem Gericht in Nigeria verhandelt werden sollte. Shell könne nicht für mögliche Verstöße seines nigerianischen Tochterunternehmens SPDC verantwortlich gemacht werden, erklärten die Richter. Die Kläger hatten hingegen argumentiert, sie könnten nur vor britischen Gerichten zu ihrem Recht kommen. Die Anwälte der Kläger kündigten umgehend an, das Urteil anzufechten. Shell sei verantwortlich für das Fehlverhalten seiner nigerianischen Filiale, erklärten sie. Das westafrikanische Nigeria ist der größte Ölproduzent des Kontinents, Shell ist dort traditionell einer der größten Ölförderer.
    10 min
  • 26.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Mehrheit der Deutschen begrüßt Schulz' Kanzlerkandidatur :
    Der Verzicht von Sigmar Gabriel auf die SPD-Kanzlerkandidatur ist aus Sicht der Bundesbürger einer Umfrage zufolge die richtige Entscheidung gewesen. Zwei Drittel der Deutschen finden, SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sei die richtige Wahl. Das geht aus dem ARD-DeutschlandTrend hervor. Wenn der Bundeskanzler direkt gewählt würde, lägen Amtsinhaberin Merkel und Schulz sogar gleichauf. Im Vergleich halten die Befragten die CDU-Chefin für führungsstärker und Schulz für glaubwürdiger. Auch bei den Sympathie-Werten punktet der SPD-Kanzlerkandidat. Dem ARD-DeutschlandTrend zufolge empfinden 69 Prozent der Befragten Schulz als sympathisch, bei Merkel sind es 63 Prozent.
    Maas: Rechtsextreme Gruppen immer stärker vernetzt:
    Nach der bundesweiten Razzia gegen Rechtsextremisten hat Bundesjustizminister Heiko Maas vor weiteren rechtsextremen Netzwerken in Deutschland gewarnt. Die Sicherheitsbehörden würden feststellen, dass sich rechtsextreme Gruppen organisatorisch immer enger zusammenschließen, sagte Maas. Es gehe ihnen darum, vernetzt besser Straftaten begehen zu können. Das sei besorgniserregend. Die Bundesanwaltschaft hat gestern zwei Verdächtige vorläufig festnehmen lassen und prüft, ob sie Haftbefehle beantragt. Bei den Razzien wurden diverse Waffen, eine große Menge an Munition sowie Sprengmittel sichergestellt. Der Hauptverdächtige soll der Bewegung der "Reichsbürger" nahestehen.
    Trump erwägt Waterboarding als Verhörmethode :
    US-Präsident Donald Trump bezeichnet Foltermethoden wie Waterboarding als wirkungsvoll. In einem Interview mit dem US-Fernsehsender ABC sagte Trump, er denke, dass Waterboarding und andere umstrittene Verhörtechniken funktionierten. Es sei nötig, "Feuer mit Feuer zu bekämpfen" angesichts der von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verübten Gräueltaten. "Wenn sie die Köpfe unserer Bürger und anderer Menschen abhacken, bin ich sehr für Waterboarding", sagte er. Er würde jedoch eine mögliche Wiedereinführung solcher Methoden von den Meinungen von Verteidigungsminister Mattis und CIA-Chef Pompeo abhängig machen. Die CIA hatte nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ein Programm von Verhörmethoden entwickelt, die international geächtet werden. Dazu zählte auch das simulierte Ertränken von Gefangenen. Die Methoden hatte Trumps Vorgänger Barack Obama 2009 per Gesetz verboten.
    Mexikos Präsident kritisiert Trumps Mauerpläne :
    Der mexikanische Staatschef Enrique Peña Nieto hat die Anordnung zum Bau einer Grenzmauer von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. Er wies die Forderung Trumps zurück, dass Mexiko für die Kosten der Mauer aufkommen würde. "Mexiko wird nicht für die Mauer bezahlen", versicherte er. "Mexiko zollt und verlangt Respekt, der ihm als souveräne Nation zusteht." Zuvor war spekuliert worden, ob Peña Nieto sein für nächste Woche geplantes Treffen mit Trump absagt. Darauf ging der Präsident mit keinem Wort ein. Den in den USA lebenden Mexikanern sagte Peña Nieto Unterstützung zu. Zuvor hatte Trump per Dekret den Weg zum Bau einer Grenzmauer freigemacht. Die Mauer entlang der 3200 Kilometer langen Grenze zwischen den USA und Mexiko soll illegale Einwanderung und Drogenschmuggel stoppen. Baustart soll schon in einigen Monaten sein. Zudem hatte Trump angekündigt, hart gegen Migranten ohne Aufenthaltserlaubnis durchzugreifen.
    Britische Regierung bringt Gesetzentwurf für Brexit-Antrag ins Parlament ein:
    Die britische Regierung will an diesem Donnerstag einen Gesetzentwurf für die EU-Austrittserklärung des Landes ins Parlament einbringen. Das bestätigte eine Sprecherin des Brexit-Ministeriums in London. Die Parlamentsdebatte soll frühestens in der kommenden Woche stattfinden. Zur Abstimmung soll es nach dem Willen der Regierung noch vor Ende März kommen. Dann will Premierministerin Theresa May Brüssel über den EU-Austritt des Landes informieren und damit die Verhandlungen einleiten. Das höchste britische Gericht hatte zuvor entschieden, dass May dafür die Zustimmung des Parlaments benötigt. Mit einem entsprechenden Gesetz sollen die Parlamentarier nun dem Ergebnis der Volksabstimmung im vergangenen Jahr Geltung verschaffen. Eine knappe Mehrheit der Briten hatte sich damals für einen Brexit ausgesprochen.
    Italien: Alle Vermissten tot geborgen:
    Nach dem Lawinenunglück in Italien haben Rettungskräfte die noch 29 Vermissten tot aus den Trümmern des Hotels geborgen. 11 Menschen hatten die Katastrophe überlebt. Unterdessen mehren sich die Vorwürfe gegen die Behörden. Die Staatsanwaltschaft in Pescara ermittelt gegen Unbekannt wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung. Es würden auch alle Entscheidungen überprüft, die zur Eröffnung des Hotels geführt hätten, so die Staatsanwaltschaft.
    11 min
  • 25.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.SPD stellt sich neu auf mit Martin Schulz als Kanzlerkandidat:
    Acht Monate vor der Bundestagswahl stellen sich die deutschen Sozialdemokraten politisch neu auf. Der frühere EU-Parlamentspräsident Martin Schulz wurde vom SPD-Präsidium als Kanzlerkandidat nominiert. Er soll auf einem vorgezogenen Parteitag außerdem zum SPD-Chef gewählt werden und dann Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel bei der Bundestagswahl am 24. September herausfordern. Schulz kündigte an, seine Partei werde einen Wahlkampf für mehr Gerechtigkeit und Zusammenhalt führen. Durch die Gesellschaft gehe nicht nur in Deutschland ein Riss. Zuvor hatte SPD-Chef Sigmar Gabriel seinen Verzicht auf die Kanzlerkandidatur bekanntgegeben und angekündigt, er werde auch als Vorsitzender zurücktreten. Gabriel will Außenminister werden, wenn der bisherige Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier im Februar Bundespräsident wird. Gabriels Nachfolgerin im Wirtschaftsressort wird die frühere Bundesjustizministerin Brigitte Zypries.
    Transparency sieht wieder Zunahme der Korruption weltweit:
    Die Korruption hat nach Einschätzung von Transparency International im vergangenen Jahr weltweit zugenommen. Es gebe mehr Länder, in denen sich die Lage verschlechtert habe, als solche, die besser als im Vorjahr dastünden, schreibt die in Berlin ansässige Organisation in ihrem veröffentlichten jährlichen Korruptionsranking. In 69 Prozent der insgesamt 176 untersuchten Länder sei die Korruption sehr hoch. Dänemark ist im Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) 2016 das Land mit der niedrigsten festgestellten Korruption. Gleichauf liegt nun Neuseeland, gefolgt von Finnland. Auf den beiden letzten Plätzen des Rankings rangieren der Südsudan und Somalia. Transparency International warnt in dem Bericht davor, dass korrupte Regierungen Populisten Auftrieb geben.
    Trump macht Obamas Pipeline-Stopps rückgängig:
    Donald Trump hat zwei hochumstrittene Öl-Pipeline-Projekte wiederbelebt. Der Schritt gehört zum Konzept des neuen US-Präsidenten, wieder verstärkt auf fossile Energieträger zu setzen. Er unterzeichnete zwei Dekrete, mit denen er sowohl die Keystone-XL- als auch die Dakota-Access-Pipeline neu genehmigte. Beide Ölprojekte waren unter seinem Vorgänger Barack Obama gestoppt worden, der im Zuge seiner Klimapolitik auf erneuerbare Energien setzen und damit auch neue Erlösquellen für die US-Wirtschaft erschließen wollte. - Es geht um die Keystone Öl-Pipeline von Kanada in die USA und um die Dakota-Acces-Pipeline, die von North Dakota bis nach Illinois verlaufen soll. Gegen beide Ölleitungen hatte es monatelange Proteste gegeben.
    Irakische Armee nimmt Ostteil von IS-Hochburg Mossul ein:
    Die irakische Armee hat rund drei Monate nach Beginn der Großoffensive gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" in Mossul den Osten der Stadt vollständig von den Dschihadisten zurückerobert. Wie Ministerpräsident Haidar al-Abadi mitteilte, ist der IS jetzt nur noch in wenigen Vierteln der nordirakischen Stadt präsent. Ziel der Offensive ist, die Millionenstadt komplett aus den Händen der Terrormiliz zu befreien. In einer nächsten Phase sollen deshalb nach offiziellen Angaben die Bezirke westlich des Flusses Tigris eingenommen werden. Nach Einschätzung internationaler Beobachter dürfte diese Aktion sehr schwierig sein und einige Wochen dauern.
    Bulgarien: Interims-Premier ernannt - Neuwahlen im März:
    Bulgarien wird bis zu Neuwahlen im März von dem Jura-Professor und früheren Parlamentspräsidenten Ognjan Gerdschikow als Interimsregierungschef geführt. Präsident Rumen Radew ernannte Gerdschikow per Erlass zum Übergangsregierungschef. Mit einem weiteren Erlass setzte der Präsident die vorgezogene Parlamentswahl für den 26. März an. Es ist bereits die dritte vorgezogene Parlamentswahl in Bulgarien seit 2009. - Gerdschikow löst den bisherigen Ministerpräsidenten Boiko Borissow von der bürgerlichen GERB-Partei ab. Dessen Mitte-Rechts-Regierung war im November 2016 wegen der Niederlage der GERB-Kandidatin bei der Präsidentenwahl zurückgetreten.
    Chiles Präsidentin stellt Waldbrandregionen Nothilfe in Aussicht:
    Die Waldbrände im Süden Chiles breiten sich immer weiter aus. Inzwischen haben die Flammen mit 1600 Quadratkilometer zerstörtem Wald- und Wiesenland bereits eine Fläche doppelt so groß wie Berlin erfasst. Präsidentin Michelle Bachelet besuchte die am stärksten betroffene Region O'Higgins, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Angesichts der verheerenden Brände forderte Bachelet Mittel für die Brandbekämpfung und die Bewältigung der Folgen. Die Staatschefin sprach von den schlimmsten Waldbränden "in unserer Geschichte". Nach Angaben der nationalen Forstbehörde CONAF werden aktuell noch 85 Brände bekämpft, von denen sich 34 weiter unkontrolliert ausbreiten. Am schwersten betroffen sind die Regionen El Maule und O'Higgins.
    11 min
  • 24.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump sorgt mit Ausstieg aus TPP-Abkommen für Unmut :
    Der Ausstieg der USA aus dem geplanten asiatisch-pazifischen Handelsabkommen TPP hat bei anderen beteiligten Staaten Unmut ausgelöst. Japan, Australien und Neuseeland kündigten Bemühungen an, um die vom neuen US-Präsidenten Donald Trump aufgekündigte Trans-Pazifische Partnerschaft noch zu retten. Der japanische Außenminister Fumio Kishida sagte, auch die Vereinigten Staaten hätten nach dem Krieg sehr vom freien Handel profitiert. Australiens Ministerpräsident Malcolm Turnbull äußerte die Hoffnung, dass sich die Trump-Regierung noch umstimmen lässt. Es gebe aber auch die Möglichkeit, ohne die USA weiterzumachen, sagte der konservative Regierungschef. Insgesamt sollte die im vergangenen Jahr vereinbarte Trans-Pazifische Partnerschaft zwölf Staaten umfassen, darunter auch Mexiko, Singapur und Vietnam. In Kraft ist das Abkommen noch nicht. Bislang hat nur das japanische Parlament die Vereinbarungen ratifiziert. Die Länder repräsentieren 40 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung.
    Neuer Pentagonchef nennt Beziehung zur NATO "unerschütterlich":
    Der neue US-Verteidigungsminister James Mattis hat das Bekenntnis der USA zur NATO in einem Telefonat mit Generalsekretär Jens Stoltenberg bekräftigt. Mattis habe deutlich gemacht, dass die USA auf der Suche nach Verbündeten immer zuerst nach Europa schauen würden, teilte der Sprecher des Pentagon mit. In einem weiteren Telefongespräch mit seinem britischen Kollegen Michael Fallon habe Mattis die Beziehung zur Allianz als "unerschütterlich" bezeichnet. Der 66-Jährige Ex-General setzte sich damit von Äußerungen Donald Trumps ab. Der neue US-Präsident hatte die NATO vor seiner Amtseinführung als überholt bezeichnet und zudem kritisiert, dass europäische NATO-Mitglieder sich zu wenig an den finanziellen Lasten im Bündnis beteiligten. Derweil bestätigte der US-Senat Trumps Kandidaten für das Amt des Chefs des Auslandsgeheimdienstes CIA, Mike Pompeo. Der Außenausschuss gab zudem grünes Licht für den designierten Außenminister Rex Tillerson, der nun noch vom gesamten Senat bestätigt werden muss.
    Syrien-Gespräche in Astana gehen weiter:
    In der kasachischen Hauptstadt Astana sind die Gespräche der syrischen Regierung mit Oppositionsgruppen wiederaufgenommen worden. Russland, die Türkei und der Iran als Initiatoren des Treffens wollen einen Mechanismus zur Überwachung einer Waffenruhe vorschlagen. Eine stabile Waffenruhe wird als Voraussetzung für den Erfolg von Verhandlungen angesehen, die am 8. Februar in Genf starten sollen. Am Montag haben sich die Vertreter von Regierung und Rebellen mit harten Worten angegriffen. Der Unterhändler der Oppositionsgruppen, Mohammed Allusch, bezeichnete die syrische Regierung als "Bande". Der syrische UN-Botschafter Baschar al-Dschafari, der die Führung in Damaskus bei den Gesprächen vertritt, nannte Allusch daraufhin den Leiter einer "Delegation von bewaffneten Terroristen". Dennoch wollen beide Konfliktparteien weiter zumindest indirekt miteinander reden und ein Dokument verabschieden, das die Waffenruhe in Syrien festigen soll.
    Abgeschobene Afghanen erreichen Kabul :
    Eine Gruppe von aus Deutschland abgeschobenen afghanischen Flüchtlingen ist mit dem Flugzeug in Kabul eingetroffen. Insgesamt 26 junge Männer gehörten zu der sogenannten Sammelabschiebung, weniger als ursprünglich von den afghanischen Behörden erwartet. Vor dem Abflug der Maschine hatte es auf dem Flughafen in Frankfurt am Main Proteste gegeben. Knapp 100 Menschen demonstrierten gegen die zweite größere Abschiebungsaktion binnen zwei Monaten. Abschiebungen in ein Kriegs- und Krisengebiet seien inhuman und unverantwortlich, erklärten die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl und der Paritätische Wohlfahrtsverband. Die Aktionen sind umstritten, weil es in weiten Teilen Afghanistans Kämpfe zwischen Regierungstruppen und radikalislamischen Taliban gibt und es immer wieder zu Anschlägen kommt. Von den rund 250.000 in Deutschland lebenden Afghanen waren Mitte Dezember rund 11.900 ausreisepflichtig, davon sind etwa 10.300 geduldet.
    EU-Experten sehen Merkel im Visier russischer Propaganda:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel steht nach Ansicht von EU-Experten im Zentrum gezielter Desinformationskampagnen. Sie ist nach Ansicht von EU-Experten stärker im Fokus falscher Propagandameldungen als jede andere öffentliche Person in Europa. Das verlautete in Brüssel aus dem Umfeld einer Arbeitsgruppe, die versucht, vor allem russische Fehlinformationen aufzudecken. So sei Merkel unterstellt worden, mit den islamistischen Attentätern von Brüssel und Paris unter einer Decke zu stecken. Die Regierung in Moskau nutze Falschmeldungen bewusst als Machtinstrument, hieß es. Im Fokus der seit September 2015 aktiven EU-Arbeitsgruppe sind unter anderem russischsprachige Medien. Bisher wurden laut deren Angaben insgesamt 2500 Meldungen widerlegt. Das stelle aber nur einen Bruchteil kursierender Fehlinformationen dar.
    Australian Open: Venus Williams steht im Halbfinale:
    Die frühere Tennis-Weltranglisten-Erste Venus Williams steht erstmals seit 14 Jahren wieder im Halbfinale der Australian Open. Die 36-jährige Amerikanerin besiegte die Russin Anatassija Pawljutschenkowa in Melbourne 6:4, 7:6 (7:3).
    11 min
  • 23.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Syrien-Friedenskonferenz in kasachischer Hauptstadt Astana beginnt:
    In der kasachischen Hauptstadt kommen Vertreter der syrischen Regierung und einzelner Rebellengruppen zu Friedensgesprächen zusammen. Im Mittelpunkt der zweitägigen Gespräche steht die Vereinbarung einer Waffenruhe. Die derzeit geltende Feuerpause in dem Bürgerkriegsland ist brüchig. Russland, die Türkei und der Iran hatten die Konferenz initiiert. Die USA sind mit ihrem Botschafter in Kasachstan als Beobachter bei den Gesprächen vertreten. Eine Teilnahme der USA hatte der Iran bis zuletzt kritisiert.
    Trump und Netanjahu bekräftigen Willen zu enger Zusammenarbeit:
    Der neue US-Präsident Donald Trump hat in einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu seine Unterstützung für Israel deutlich gemacht. Das Weiße Haus erklärte, Trump und Netanjahu hätten ihren Willen bekräftigt, eng zusammenzuarbeiten, auch mit Blick auf die "Bedrohungen durch den Iran". Damit unterstrich das Weiße Haus, dass mit der neuen US-Regierung ein härterer Kurs Washingtons gegenüber Teheran zu erwarten ist. Trump ist wie Netanjahu ein Gegner des in jahrelangen Verhandlungen unterzeichneten Atomabkommens mit dem Iran. Netanjahus Büro erklärte, Trump habe den israelischen Regierungschef für Februar nach Washington eingeladen. Das Telefonat sei sehr "warmherzig" gewesen. Der neue US-Präsident hatte angekündigt, Jerusalem als Hauptstadt anzuerkennen und die US-Botschaft von Tel Aviv dorthin zu verlegen. Kurz vor dem Telefonat äußerte sich das Weiße Haus allerdings dazu zurückhaltend.
    Hollande-Kritiker Hamon bei Kandidatenkür von Frankreichs Sozialisten vorne:
    Frankreichs Sozialisten stehen bei der Kür ihres Präsidentschaftskandidaten vor einer Richtungsentscheidung: Bei der ersten Runde der Präsidentschaftsvorwahl setzte sich der Parteilinke Benoît Hamon überraschend an die Spitze. Er tritt damit in der Stichwahl gegen Ex-Premier Manuel Valls vom konservativen Parteiflügel an, der auf Platz zwei kam. Der zunächst als Außenseiter gehandelte Ex-Bildungsminister Hamon erhielt gut 36 Prozent der Stimmen. Der 49-Jährige spricht sich unter anderem für ein bedingungsloses Grundeinkommen von 750 Euro für alle Franzosen aus. Umfragen zufolge hat der Kandidat der Sozialisten allerdings kaum Chancen auf einen Sieg bei der Präsidentschaftswahl im Frühjahr. Im Mai wird eine Stichwahl zwischen dem Konservativen François Fillon und der Chefin der rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, erwartet. Fillon trifft an diesem Montag in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen.
    Demonstration in Rumänien gegen Straffreiheit für korrupte Politiker:
    In mehreren Städten Rumäniens haben tausende Menschen gegen Pläne der Regierung demonstriert, korrupten Politikern Straffreiheit zu gewähren. Unter den rund 10.000 Demonstranten in der Hauptstadt Bukarest war auch Staatspräsident Klaus Iohannis. "Politische Verantwortliche, die Auseinandersetzungen mit der Justiz haben, wollen die Gesetzgebung ändern und den Rechtsstaat schwächen", beklagte er wörtlich. Die seit drei Wochen amtierende sozialdemokratische Regierung von Ministerpräsident Sorin Grindeanu hatte zwei Dekrete veröffentlicht, nach denen Strafgefangene, die zu weniger als fünf Jahren Haft verurteilt wurden, aus dem Gefängnis entlassen werden sollen. Von der Amnestie profitieren würden auch Politiker, die wegen Korruption in Haft sitzen. Die Regierung will die Neuregelung am Parlament und am Staatspräsidenten vorbei per Dekret beschließen.
    Entmachteter Präsident Gambias leert Staatskasse:
    Gambias entmachteter Staatschef Yahya Jammeh hat vor seinem Abflug ins Exil wohl noch einmal kräftig in die Staatskasse gegriffen. Wie aus dem Stab seines Amtsnachfolgers Adama Barrow verlautete, soll Jammeh in der Zeit nach seiner Wahlniederlage im Dezember und während des Streits um die Amtsübergabe mindestens zwölf Millionen US-Dollar von der Zentralbank Gambias erhalten haben. Jammeh hatte den kleinen westafrikanischen Staat 22 Jahre mit harter Hand regiert. Nach seiner Abwahl im Dezember vergangenen Jahres hatte sich der bisherige Präsident geweigert, sein Amt zu räumen. Erst angesichts der Drohung einer Entmachtung durch Interventionstruppen aus Nigeria, Ghana, Togo und dem Senegal sowie nach Marathonverhandlungen mit Vertretern anderer westafrikanischer Staaten gab er auf.
    AfD-Vorstand berät über Ausschlussverfahren gegen Höcke:
    Die Spitze der AfD (Alternative für Deutschland) diskutiert über einen Rauswurf des umstrittenen Thüringer Landeschefs Björn Höcke. Wie die "Thüringer Allgemeine" unter Berufung auf Parteikreise meldet, will der Bundesvorstand an diesem Montag in einer Telefonkonferenz über ein Parteiausschlussverfahren gegen Höcke beraten. Der hatte vergangene Woche mit massiver Kritik am Holocaust-Gedenken in Deutschland breite Empörung ausgelöst. Offensichtlich mit Blick auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin sprach Höcke von einem "Denkmal der Schande" und verlangte eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad".
    Deutsche Handballer scheitern im WM-Achtelfinale:
    Der Medaillentraum der deutschen Handballer bei der WM in Frankreich ist geplatzt. Die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson unterlag im Achtelfinale Vize-Weltmeister Katar in Paris überraschend mit 20:21. Die deutschen Handballer treten damit nach zuvor fünf Siegen in fünf Spielen die Heimreise an. Neben Europameister Deutschland ist auch Olympiasieger Dänemark bei der Handball-WM sensationell schon im Achtelfinale gescheitert.
    11 min
  • 21.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump unterzeichnet Dekret gegen Obamacare:
    US-Präsident Trump hat mit dem Regieren begonnen. Noch am Tag seiner Amtseinführung unterzeichnete er eine Exekutivanordnung, um die "Lasten" der Gesundheitsreform seines Vorgängers, Barack Obama, zu minimieren. Damit gab er allen staatlichen Stellen die Erlaubnis, Obamacare nicht anzuwenden, sollten damit Kosten verbunden sein. Trumps Stabschef Reince Priebus sprach von einer Zwischenlösung, bis die Reform abgeschafft werde. Ebenso noch am Freitag hat Vizepräsident Mike Pence die Ex-Generäle John Kelly und James Mattis als Heimatschutz- und Verteidigungsminister vereidigt. Zuvor hatte der republikanisch geführte Senat die beiden ehemaligen Militärs als Minister bestätigt.
    Mindestens 20 Tote nach Anschlag in Pakistan:
    Bei einer Bombenexplosion auf einem Gemüsemarkt im Nordwesten Pakistans sind mindestens 20 Menschen getötet worden. Das Zentralkrankenhaus des Bezirks Kurrum berichtet zudem von mindestens 50 Verletzten. Über die Ursache der Explosion gibt es unterschiedliche Berichte: Ein Abgeordneter des Regionalparlaments sagte, die Bombe habe sich in einer Kiste mit Tomaten befunden. Ein Behördenvertreter sprach von einem Selbstmordanschlag.
    Gambias langjähriger Präsident Jammeh kündigt Rücktritt an:
    Gambias abgewählter Präsident Yahya Jammeh hat nach einem wochenlangen Konflikt um die Macht in dem westafrikanischen Land seinen Rücktritt angekündigt. Er habe "guten Gewissens" entschieden, die Führung "dieser großen Nation" abzugeben, sagte Jammeh in einer TV-Ansprache. Er dankte dem gambischen Volk. Mit der Verkündung seines Rückzugs wendete Jammeh eine militärische Lösung des Machtkampfs ab. Jammeh war im Dezember abgewählt worden und hatte seine Niederlage zunächst eingestanden. Später weigerte er sich aber, die Macht an seinen mittlerweile vereidigten Nachfolger Adama Barrow abzugeben. Die politische Krise in Gambia hatte sich in den vergangenen Tagen extrem zugespitzt. Truppen der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS überschritten die Grenze zu Gambia, um Jammeh zum Aufgeben zu bewegen. Der UN-Sicherheitsrat hatte einem militärischen Eingreifen zugestimmt.
    Parlament billigt Erdogans Präsidialsystem - Referendum im Frühjahr:
    Die von Staatschef Recep Tayyip Erdogan angestrebte Verfassungsreform für ein Präsidialsystem in der Türkei ist vom Parlament verabschiedet worden. In Kraft treten können die Änderungen allerdings erst, wenn das Volk in einem Referendum zustimmt. Für das von Erdogans AKP vorgelegte Reformpaket stimmten 339 Abgeordnete, 142 waren dagegen. Die notwendige Dreifünftelmehrheit wurde auch mit Hilfe von Abgeordneten aus der ultranationalistischen Oppositionspartei MHP erzielt. Damit nahm die Reform ihre bislang wichtigste Hürde. Zu der Volksabstimmung, bei der eine einfache Mehrheit notwendig ist, soll es voraussichtlich Ende März oder Anfang April kommen. Das Präsidialsystem würde Erdogan mehr Macht verleihen und das Parlament schwächen.
    Petry und Le Pen bei Rechtspopulisten-Kongress in Koblenz:
    Einige der bekanntesten Rechtspopulisten Europas kommen an diesem Samstag in Koblenz zusammen. Der Kongress der ENF-Fraktion des Europaparlaments mit rund 1000 Teilnehmern soll die diesjährigen Wahlen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden in den Blick nehmen. Bei der Tagung treten AfD-Chefin Frauke Petry und die Präsidentschaftskandidatin der rechtsextremen französischen Partei Front National, Marine Le Pen, erstmals gemeinsam in Deutschland auf. An einer Gegendemo beteiligen sich SPD-Chef Sigmar Gabriel, die Grünen-Vorsitzende Simone Peter, Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer.
    Tote und Verletzte nach Busunglück in Italien:
    Bei einem schweren Busunfall nahe der italienischen Stadt Verona sind nach Feuerwehrangaben 16 Menschen ums Leben gekommen, 39 wurden verletzt. Der Bus mit etwa 50 vorwiegend jungen Insassen sei in Flammen aufgegangen, nachdem er gegen einen Leitungsmast geprallt war, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa. An Bord des Busses seien Schüler eines Budapester Gymnasiums gewesen, sagte ein Sprecher des ungarischen Außenministeriums. Sie waren den Angaben zufolge auf der Rückkehr von einer Schülerreise in Frankreich.
    8 min

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