Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 20.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump will als Präsident die USA einen :
    Der Republikaner Donald Trump will als US-Präsident die politisch und gesellschaftlich polarisierten Vereinigten Staaten zusammenführen. Bei einer Veranstaltung am Vorabend seines Amtsantritts sagte Trump in Washington: "Wir werden unser Land vereinigen." Er wolle die USA für jeden Bürger zu einem großartigen Land machen, erklärte der 70-Jährige in Anknüpfung an seinen Wahlkampfslogan. Trump wird an diesem Freitag vor dem Kapitol in Washington den Amtseid ablegen und damit die Nachfolge des Demokraten Barack Obama an der Spitze der USA antreten.
    Letzter Anruf Obamas bei Merkel :
    Der scheidende US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben die Bedeutung starker bilateraler Beziehungen für die Weltordnung betont. Einen Tag vor dem Ende seiner Amtszeit rief Obama die Kanzlerin an und würdigte acht Jahre der Freundschaft und Partnerschaft. Das Weiße Haus erklärte, es sei Obama wichtig gewesen, dass der letzte Anruf bei einem ausländischen Regierungschef Merkel gehöre.
    Ultimatum an Gambias abgewählten Präsidenten :
    Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) hat den abgewählten Präsidenten Gambias, Yahya Jammeh, ultimativ aufgefordert, die Macht abzugeben und das Land zu verlassen. Sollte dies nicht bis Freitagmittag geschehen, würden Truppen der ECOWAS mit einer richtigen Militärintervention beginnen, sagte der Kommissionspräsident der Wirtschaftsgemeinschaft, Marcel Alain de Souza. Truppen des Senegals haben die Grenze zu Gambia bereits überschritten. Jammeh akzeptiert seine Niederlage bei der Präsidentenwahl im Dezember nicht und weigert sich, die Macht abzugeben.
    Suche nach Überlebenden in italienischem Berghotel geht weiter:
    Nach dem Lawinenunglück in den italienischen Abruzzen haben Rettungskräfte in der Nacht zum Freitag die Suche nach vermissten Mitarbeitern und Gästen des verschütteten Berghotels fortgesetzt. Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass in dem Hotel "Rigopiano" in Farindola bis zu 30 Menschen verschüttet sein könnten. Zwei Menschen wurden tot geborgen. Zwei Überlebende wurden mit Unterkühlungen ins Krankenhaus gebracht. Von den Vermissten fehlt weiter jedes Lebenszeichen. Eine gewaltige Lawine hatte am Mittwoch das Vier-Sterne-Hotel unter sich begraben. Die Wucht der Schneemassen riss einige Teile des Gebäudes mit. Zuvor hatte es in der Region wieder Erdbeben gegeben.
    Chinas Wirtschaft wächst 2016 um 6,7 Prozent:
    Die Wirtschaft der Volksrepublik China ist im vergangenen Jahr nach Regierungsangaben um 6,7 Prozent gewachsen. Dies ist die niedrigste Wachstumsrate seit 1990. Im Jahr 2015 hatte die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft noch ein Plus von 6,9 Prozent verzeichnet. Das schwächere Wachstum ist die Folge einer grundlegenden Neuausrichtung der Wirtschaft durch die kommunistische Führung in Peking - weg vom Export, von Schwerindustrie und schuldenfinanzierten Investitionen hin zu einer stärkeren Binnennachfrage, zu Innovationen und Dienstleistungen. Die Exporte gingen 2016 in US-Dollar bewertet um 7,7 Prozent zurück, die Einfuhren nahmen um 5,5 Prozent ab.
    7 min
  • 19.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Viele Tote in verschüttetem Hotel in Italiens Erdbebenregion:
    In einem von einer Lawine verschütteten Hotel in der Erdbebenregion in Italien sind nach ersten Berichten zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Das Hotel liegt am am Hang des Gran Sasso-Berges. Das Gebiet war am Mittwoch von vier schweren Erdstößen erschüttert worden.
    Obama richtet bei letzter Pressekonferenz Warnungen an Nachfolger Trump:
    Bei seiner letzten Pressekonferenz im Weißen Haus hat der scheidende US-Präsident Barack Obama eine Reihe mehr oder minder deutlicher Warnungen an seinen Nachfolger Donald Trump gerichtet. Obama unterstrich, dass "systematische Diskriminierung" gesellschaftlicher Gruppen oder die Einschränkung der Pressefreiheit die demokratischen Grundwerte beschädigen würden. Er warnte Trump auch vor "plötzlichen" oder "einseitigen" Manövern in der Nahostpolitik. Obama machte außerdem deutlich, dass er sich zukünftig zwar aus der Tagespolitik heraushalten wolle, sich aber zum Eingreifen veranlasst sehen werde, sollte er "grundlegende Werte" der US-Demokratie in Gefahr sehen.
    Merkel spricht mit Putin und Hollande über internationale Krisen:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Frankreichs Staatschef François Hollande über die Krisenherde Syrien und Ukraine gesprochen. In dem Dreier-Telefonat sei es insbesondere um die Umsetzung der Waffenruhe in der Ukraine und um den Fortgang der Syrien-Diplomatie vor der Konferenz in Astana gegangen, teilte Hollandes Büro in Paris mit. Der französische Präsident habe mit Blick auf die von Russland, der Türkei und dem Iran vorbereiteten Syrien-Konferenz betont, dass eine umfassende Friedensregelung für Syrien nur unter der Ägide der Vereinten Nationen gefunden werden könne, hieß es in der Erklärung des Elysée-Palasts. Putin kündigte mit Blick auf den Ukraine-Konflikt Krisengespräche auf verschiedenen Ebenen an.
    Deutlich mehr Cyberattacken gegen NATO:
    Die Zahl der Cyber-Attacken auf die NATO hat nach Angaben von Generalsekretär Jens Stoltenberg deutlich zugenommen. Demnach gab es im vergangenen Jahr pro Monat durchschnittlich 500 bedrohliche Cyberangriffe auf Einrichtungen des westlichen Militärbündnisses, sagte Stoltenberg der Tageszeitung "Die Welt". Das sei ein Anstieg um 60 Prozent im Vergleich zu 2015. Die meisten dieser Angriffe gingen nicht von Privatpersonen aus, sondern seien von staatlichen Institutionen anderer Länder gesponsert worden. Stoltenberg zeigte sich angesichts dieser Entwicklung äußerst besorgt und kündigte an, die Cyberabwehr werde beim nächsten NATO-Gipfel eine wichtige Rolle spielen.
    Mehrere Länder drohen mit Einmarsch in Gambia:
    Streitkräfte aus dem Senegal, Nigeria und Ghana haben für einen möglichen Einmarsch in Gambia Truppen in Richtung der Grenze des westafrikanischen Landes verlegt. Die Einheiten sind Teil der Eingreiftruppe der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS). Sie könnten intervenieren, sollte der abgewählte gambische Präsident Yahya Jammeh nicht abtreten. Seine Amtszeit lief offiziell um Mitternacht Ortszeit (01.00 MEZ) aus. Jammeh weigert sich aber, das Präsidentenamt an den bei den Wahlen im Dezember siegreichen Adama Barrow abzutreten. Am Dienstag hatte er den Ausnahmezustand verhängt, um an der Macht zu bleiben.
    Familiennachzug im vergangenen Jahr um 50 Prozent gestiegen:
    Der Nachzug von Ehepartnern und anderen Familienangehörigen nach Deutschland ist im vergangenen Jahr laut einem Zeitungsbericht um etwa 50 Prozent gestiegen. 2016 seien annähernd 105.000 Visa zum Familiennachzug erteilt worden, ein Großteil davon für den Nachzug zu einem anerkannten Flüchtling, meldete die Tageszeitung "Die Welt" unter Berufung auf das Auswärtige Amt. Im Jahr 2015 waren es noch rund 70.000 Visa, 2014 etwa 50.000. 73.000 Visa entfielen danach 2016 auf den Nachzug aus Syrien und dem Irak, zwei Hauptherkunftsländer von Asylsuchenden. 2015 waren für diesen Personenkreis 24.000 Visa erteilt worden. Mit dem Asylgesetz II hatte die Bundesregierung im Februar 2016 den Familiennachzug deutlich erschwert. Flüchtlinge mit sogenanntem subsidiärem Schutz müssen seitdem zwei Jahre warten, ehe sie ihre Ehefrau oder ihre Kinder nachholen können.
    10 min
  • 18.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Italienischer Konservativer Tajani wird neuer Präsident des EU-Parlaments:
    Der italienische Konservative Antonio Tajani ist zum neuen Präsidenten des Europaparlaments gewählt worden. In einem mehrstündigen Wahlmarathon setzte sich der Christdemokrat in der Stichwahl gegen seinen sozialdemokratischen Landsmann Gianno Pittella durch. Der Jurist und Journalist Tajani ist Mitbegründer der konservativen italienischen Partei Forza Italia. Er war Pressesprecher des früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi und seit 2014 Vizepräsident des Europaparlaments. Nun tritt er die Nachfolge des SPD-Politikers Martin Schulz an. Der war nicht mehr angetreten und wechselt in die deutsche Bundespolitik.
    Obama begnadigt Whistleblowerin Chelsea Manning:
    Kurz vor seinem Amtsende hat US-Präsident Barack Obama die Whistleblowerin Chelsea Manning begnadigt. Das Strafmaß der ehemaligen Wikileaks-Informantin wurde von 35 auf sieben Jahre reduziert. Manning darf das Gefängnis nun dieses Jahr am 17. Mai verlassen, wie das Weiße Haus mitteilte. Manning sitzt seit sechs Jahren in Isolationshaft im Militärgefängnis in Fort Leavenworth im US-Bundesstaat Kansas ein. Die 29-Jährige hatte schon im Jahr 2013 ein Gnadengesuch an Obama gestellt. Chelsea Manning hatte als Soldat Bradley Manning im Irak gedient und der Enthüllungsplattform Wikileaks Hunderttausende geheime Militärdokumente zugespielt. Nach eigenen Angaben wollte sie damit eine öffentliche Debatte über die Kriege in Afghanistan und im Irak anstoßen. Manning lebt mittlerweile als Frau und will sich einer operativen Geschlechtsangleichung unterziehen.
    Nigerianische Armee bombardiert versehentlich Flüchtlingslager:
    Im Kampf gegen die Terrorgruppe Boko Haram hat die nigerianische Luftwaffe versehentlich ein Flüchtlingslager im Nordosten des Landes bombardiert. Nach Angaben der Organisation Ärzte ohne Grenzen kamen dabei 52 Menschen ums Leben, 120 wurden verletzt. Das Militär räumte ein, das Flüchtlingslager Rann irrtümlicherweise angegriffen zu haben. In dem Flüchtlingscamp leben Menschen, die vor der Gewalt durch die Terrorgruppe geflohen sind. Vermutlich sollte statt des Flüchtlingslagers die nahe gelegene Kleinstadt Kala getroffen werden, vermutete ein Anwohner. Dorthin habe Boko Haram vor einigen Wochen seinen Stützpunkt verlegt, hieß es. Nigerias Staatschef Muhammadu Buhari äußerte sein tiefes Bedauern über das Bombardement.- Die Armee konnte Boko Haram seit vergangenem Jahr militärisch deutlich schwächen. Die Extremisten kontrollieren nur noch ein kleineres Gebiet im Nordosten des Landes, verüben aber immer wieder Anschläge.
    Frau von Orlando-Attentäter als Terrorhelferin angeklagt:
    Sieben Monate nach dem tödlichen Anschlag auf einen Schwulenclub in Orlando ist die Ehefrau des Attentäters wegen Beihilfe angeklagt worden. Noor S. habe ihrem Mann bei seinem Versuch geholfen, sich der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) anzuschließen, heißt es in der Anklageschrift. Außerdem wird die 30-Jährige beschuldigt, Beamte von Polizei und FBI in die Irre geleitet zu haben. Medienberichten zufolge könnte Noor S. auch von den konkreten Anschlagsplänen ihres Mannes gewusst haben. Ihre Anwältin wies die Vorwürfe in einem Fernsehinterview zurück. Der 29-jährige Omar M., ein US-Bürger mit afghanischen Wurzeln, hatte in Orlando im US-Bundesstaat Florida in dem Nachtclub "Pulse" 49 Menschen getötet und 53 verletzt. Er wurde schließlich von der Polizei erschossen. Seine Witwe wurde am Montag in Kalifornien festgenommen.
    Militär soll Meuterei in Brasiliens Gefängnissen stoppen:
    Die brasilianische Regierung will die Meutereien in mehreren Gefängnissen mit Hilfe von Militäreinheiten stoppen. Wie die Regierung mitteilte, sollen die Soldaten helfen, verbotene Waffen und andere Gegenstände sicherzustellen. Außerdem sollen den Bundesstaaten rund 86 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Damit sollen mehr Störsender gegen die Handykommunikation in den Gefängnissen eingesetzt werden, es sollen mehr Körperscanner und Detektoren angeschafft und mehr Haftplätze geschaffen werden, hieß es nach mehreren Krisensitzungen der Regierung. Seit Jahresbeginn hat es bei Meutereien in den Gefängnissen mehr als 120 Tote gegeben. In den Haftanstalten toben Stellvertreterkriege zwischen einsitzenden Bandenmitgliedern, die um die Kontrolle des Drogenhandels kämpfen. Auch die massive Überbelegung der Gefängnisse trägt zu den Aufständen bei.
    10 min
  • 17.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Suche nach vermisstem Flug MH370 eingestellt:
    Fast drei Jahre nach dem ungeklärten Verschwinden des Flugs MH370 der Fluglinie Malaysia Airlines ist die Suche nach der Maschine eingestellt worden. Das teilte die Koordinierungsstelle für die Suche in Australien mit. Das Flugzeug habe in dem 120.000 Quadratkilometer großen Suchgebiet im südlichen Indischen Ozean nicht lokalisiert werden können. Die Entscheidung wurde von den Behörden in Malaysia, Australien und China gemeinsam getroffen, die an der Koordinierungsstelle beteiligt sind. An Bord der Maschine, die am 8. März 2014 von den Radarschirmen verschwand, waren 239 Menschen. Das Flugzeug war auf dem Weg von der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur in die chinesische Hauptstadt Peking. Das Verschwinden der Maschine gehört zu den größten Rätseln der Luftfahrtgeschichte.
    Mutmaßlicher Silvester-Attentäter von Istanbul festgenommen:
    Gut zwei Wochen nach dem Anschlag auf einen Istanbuler Nachtclub ist der Attentäter laut Medienberichten gefasst. Die türkische Polizei nahm den Mann bei einem Großeinsatz in einer Wohnung im Istanbuler Stadtbezirk Esenyurt fest, wie das Staatsfernsehen und Nachrichtenagenturen übereinstimmend meldeten. Bei dem Anschlag auf den Club "Reina" waren in der Silvesternacht 39 Menschen erschossen worden, darunter viele ausländische Partygäste. Zu dem Anschlag hatte sich die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannt. Türkische Medien hatten in den vergangenen Tagen berichtet, bei dem Tatverdächtigen handele es sich nach Überzeugung der Ermittler um einen 34-jährigen Usbeken.
    DRK fordert winterfeste Unterkünfte für Flüchtlinge in Griechenland:
    Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) dringt auf feste Unterkünfte für Flüchtlinge in Griechenland, die dort teilweise in Zelten leben müssen. Die strenge Winterkälte mit Temperaturen um die minus 15 Grad verschärfe die ohnehin schwierige humanitäre Situation der Menschen in den Camps erheblich, sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Seit Schließung der Balkanroute harren nach seinen Angaben noch immer rund 62.500 Flüchtlinge, hauptsächlich Familien, in Griechenland aus. Viele befänden sich inzwischen seit rund acht Monaten in diesem Land und lebten "in täglicher Unsicherheit über ihre Zukunft". Der DRK-Präsident betonte, seine Organisation werde weiter mit der griechischen Regierung zusammenarbeiten. Es gehe darum, die Bedingungen in den Camps zu verbessern und auch die Lage in den griechischen Gemeinden, die Migranten aufnehmen.
    Kampfabstimmung um Schulz-Nachfolge im EU-Parlament:
    Das Europaparlament wählt an diesem Dienstag seinen neuen Präsidenten. Um die Nachfolge des Deutschen Martin Schulz, der in die Bundespolitik wechselt, bewerben sich sieben Abgeordnete: Für die Christdemokraten geht der ehemalige EU-Kommissar Antonio Tajani aus Italien ins Rennen, für die Sozialdemokraten deren italienischer Fraktionschef Gianni Pittella. Außerdem kandidieren der Chef der Liberalen, Guy Verhofstadt aus Belgien, sowie Vertreter von vier kleineren Fraktionen. Erstmals in der jüngeren Geschichte des Parlaments gilt der Ausgang der Abstimmung als völlig offen.
    Venezuela gibt wegen Inflation neue Banknoten aus:
    Mit einem Monat Verzögerung hat in dem von einer Hyperinflation betroffenen Venezuela die Ausgabe größerer Geldscheine begonnen. Nun sind dort auch Banknoten im Nennwert von 500, 5000 und 20.000 Bolívares erhältlich. Bald soll es zudem Scheine im Wert von 1000, 2000 und 10.000 Bolívares geben. Eigentlich sollte die Ausgabe schon Mitte Dezember beginnen, doch fehlte es an Papier zum Gelddrucken. Venezuela leidet seit längerem unter einer schweren Wirtschafts- und Versorgungskrise. Wegen des niedrigen Ölpreises verfügt das Land mit den größten Erdölreserven der Welt kaum noch über Devisen, um Waren zu importieren.
    Amerikanischer Mond-Raumfahrer Cernan gestorben:
    Der US-Astronaut Eugene Cernan, der als bisher letzter Mensch den Mond betrat, ist tot. Wie die Weltraumbehörde NASA mitteilte, starb Cernan im Alter von 82 Jahren in Houston/Texas. Er habe bis ins hohe Alter mit großem Interesse die Erkundung des Alls verfolgt, heißt es in einer Traueranzeige seiner Familie. Cernan war Kommandant der Mission "Apollo 17" im Dezember 1972. Es war sein dritter Flug ins Weltall und die bislang letzte bemannte Mission zum Mond.
    10 min
  • 16.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump poltert gegen Deutschland:
    Der designierte US-Präsident Donald Trump hat in der "Bild"-Zeitung und der britischen "Times" die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert. Es sei ein "schlimmer Fehler" gewesen, die Flüchtlinge ins Land zu lassen, sagte Trump. Diese Politik habe zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union geführt. Der US-Milliardär zeigte sich überzeugt, dass noch mehr Länder die EU verlassen werden, da diese nur ein Mittel zum Zweck für Deutschland sei. Im Hinblick auf die Pläne des BMW-Konzerns, 2019 eine Fabrik in Mexiko zu eröffnen, drohte er dem deutschen Autobauer mit hohen Strafzöllen für Verkäufe in den USA. Die NATO nannte Trump "obsolet", da sie vor sehr langer Zeit gegründet worden sei, nicht alle Mitglieder ihren Zahlungspflichten nachkämen und sich das Verteidigungsbündnis nicht um das Thema Terrorismus gekümmert habe.
    Oxfam: Weltweite soziale Ungleichheit wächst rasant:
    Laut einer Studie der Entwicklungsorganisation Oxfam besitzen acht Männer so viel wie die gesamte ärmere Hälfte der Menschheit. Wie die Organisation weiter vorrechnet, besitzt das reichste Prozent der Menschheit mehr als der gesamte Rest. Für die Studie, die Oxfam kurz vor dem Start des Weltwirtschaftsforums in Davos veröffentlichte, wurden Daten aus Forbes-Schätzungen über das Vermögen der acht reichsten Männer mit Schätzungen zum globalen Vermögen der Bank Credit Suisse zusammengebracht. Daraus gehe hervor, dass die Kluft zwischen Arm und Reich weiter gewachsen sei, teilte die Organisation mit. Nach ihren Angaben kam fast die Hälfte des globalen Wirtschaftswachstums seit Ende der 80iger Jahre gerade einmal den reichsten zehn Prozent der Menschheit zugute.
    Medien: BKA hatte detaillierte Berichte über Anis Amri:
    Das Bundeskriminalamt (BKA) hatte Medienberichten zufolge die Erkenntnisse über den Islamisten Anis Amri in den Monaten vor dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt chronologisch aufgelistet. In dem Dossier, das dem Rechercheverbund aus WDR, NDR und der "Süddeutschen Zeitung" nach eigenen Angaben vorliegt, gibt es demnach 60 Einträge über den Tunesier. Demnach soll der spätere Attentäter zunächst "islamistisches Gedankengut" gepflegt haben. Dann aber sei er im Drogenhandel unterwegs gewesen, habe selbst Drogen konsumiert und religiöse Pflichten vernachlässigt. Offenbar erlosch damit das Interesse der Behörden an ihm, ein Anschlag durch Amri wurde für unwahrscheinlich gehalten, wie der Rechercheverbund aus den BKA-Unterlagen zitiert. In dieser Woche will sich der Bundestag mit möglichen Behördenfehlern im Fall Amri befassen.
    Viele Tote bei Absturz türkischer Frachtmaschine nahe kirgisischer Hauptstadt:
    Beim Absturz eines Frachtflugzeugs in der Nähe des Flughafens von Bischkek in Kirgistan sind mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich am frühen Morgen bei dichtem Nebel während des Landeanflugs auf den Hauptstadtflughafen, wie Behörden mitteilten. Die Maschine stürzte demnach in der Nähe des Flughafens Manas über dicht besiedeltem Gebiet ab. Am Unglücksort wurden nach Angaben der kirgisischen Behörden die Leichen von Erwachsenen und Kindern gefunden. Bei den Toten handele es sich größtenteils um Anwohner.
    Ermittler in Südkorea beantragen Haftbefehl gegen Samsung-Erben Lee:
    Ermittler in Südkorea haben nach Medienberichten einen Haftbefehl für den Samsung-Erben Lee Jae Yong wegen Bestechungsvorwürfen beantragt. Hintergrund ist der Korruptionsskandal um eine Vertraute der vorläufig entmachteten Staatspräsidentin Park Geun Hye. Der Antrag zur Verhaftung Lees sei bei einem Gericht in Seoul gestellt worden, berichtete der Rundfunksender KBS. Südkoreas größter Konzern soll als Gegenleistung für die Förderung von Unternehmen und Stiftungen von Parks langjähriger Freundin Choi Soon Sil politische Unterstützung für die Fusion zweier Firmentöchter erhalten haben. Choi sitzt inzwischen in Haft, die Staatspräsidentin Park wird als Verdächtige behandelt.
    9 min
  • 14.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump stellt Russland Aufhebung der US-Sanktionen in Aussicht:
    Der künftige US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die jüngst verhängten Sanktionen gegen Russland auf den Prüfstand zu stellen. Zwar wolle er die Strafmaßnahmen zumindest für eine gewisse Zeit aufrechterhalten, sagte Trump der Zeitung "Wall Street Journal". Er deutete aber an, die Sanktionen fallen zu lassen, falls Moskau strategische Ziele der USA wie den Anti-Terror-Kampf unterstütze. In dem Interview erklärt Trump zudem seine Bereitschaft, nach seiner Amtseinführung am 20. Januar Russlands Staatschef Wladimir Putin zu treffen. Der scheidende US-Präsident Barack Obama hatte als Reaktion auf die Hacker-Angriffe während des Präsidentschaftswahlkampfs eine Reihe von Sanktionen gegen Russland erlassen.
    US-Repräsentantenhaus stimmt gegen "Obamacare":
    Nach dem Senat hat auch das US-Repräsentantenhaus den ersten Schritt vollzogen, um die Gesundheitsreform des scheidenden Präsidenten Barack Obama abzuschaffen. 227 Abgeordnete stimmten für eine Haushaltsvorlage, die einer Aufhebung des auch "Obamacare" genannten Gesetzes den Weg ebnen soll. 198 Abgeordnete votierten dagegen. Am Donnerstag hatte bereits der Senat mit 51 zu 48 Stimmen den ersten Schritt zur Abschaffung von "Obamacare" vollzogen. Der künftige US-Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf versprochen, die 2010 eingeführte staatlich gestützte Krankenversicherung rückgängig zu machen.
    Bericht: Bericht: Koalition über härteres Vorgehen gegen Hasskommentare einig:
    Die Koalitionsparteien CDU, CSU und SPD haben sich nach einem Zeitungsbericht über ein schärferes Vorgehen gegen Hasskommentare und gefälschte Nachrichten in sozialen Medien verständigt. Das berichtet die "Rheinische Post" aus Düsseldorf unter Berufung auf ein Gespräch zwischen Unionsfraktionschef Volker Kauder und Bundesjustizminister Heiko Maas. Die Koalition will demnach künftig darauf bestehen, dass Facebook, Twitter und andere Plattformen leicht zugängliche Beschwerdestellen unterhalten und innerhalb von 24 Stunden reagieren. Sonst drohe ihnen eine empfindliche Strafzahlung. Das Bußgeld müsse wirken und im Zweifel auch weh tun, sagte Kauder der Zeitung. Facebook und andere Plattformen seien ihren gesetzlichen Verpflichtungen zu wenig nachgekommen, Hasskommentare und gefälschte Nachrichten mit verleumderischem Charakter zu löschen.
    Merkel appelliert an Bürger:
    Angesichts eines erstarkenden Rechtspopulismus hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bürger aufgefordert, offensiv für die Werte der Demokratie einzutreten. Es könne nicht sein, dass einige darüber befänden, wer das Volk sei, und andere ausgeschlossen würden, sagte die CDU-Vorsitzende bei einer Parteiveranstaltung im saarländischen Saarlouis. Eindringlich mahnte die Kanzlerin, Bürgerrechte nicht als selbstverständlich anzusehen. Pressefreiheit, Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und Reisefreiheit bekomme man nicht "dauerhaft geschenkt", ohne dass man etwas dafür tue.
    Meuterer und Regierung einigen sich in Elfenbeinküste auf Solderhöhung:
    In der Elfenbeinküste haben sich Regierung und meuternde Soldaten endgültig auf eine Lösung ihres Konflikts um bessere Bezahlung geeinigt. Ein Behördenvertreter in der Protesthochburg Bouaké sagte, den Soldaten sei eine Sonderprämie von jeweils 7500 Euro zugesagt worden. In der Elfenbeinküste ist das eine hohe Summe, ein normales Gehalt liegt bei rund 150 Euro im Monat. Die Meuterer seien nach der Einigung in ihre Kasernen zurückgekehrt. Vor einer Woche hatten unzufriedene Soldaten in mehreren Städten des westafrikanischen Landes teilweise die Kontrolle an sich gerissen und Ängste vor einem Militärputsch geschürt.
    7 min
  • 13.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Maas gesteht im Fall Amri Behördenfehler ein:
    Bundesjustizminister Heiko Maas hat im Fall des Weihnachtsmarkt-Attentäters von Berlin, Anis Amri, Fehler der Behörden eingeräumt. Es werde aufgearbeitet, warum die Tat nicht verhindert worden sei, obwohl Amri den Behörden bis hin zum Terrorabwehrzentrum bekannt war, sagte der SPD-Politiker im ZDF. Für die nächsten Tage kündigte er einen Bericht dazu an. Amri war in Deutschland unter mindestens 14 verschiedenen Namen aufgetreten. Maas verteidigte die von ihm und CDU-Bundesinnenminister Thomas de Maizière vorgeschlagenen Verschärfungen im Umgang mit Terrorverdächtigen. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Thomas Strobl forderte mit Blick auf die an diesem Freitag beginnende Vorstandsklausur der Partei eine unbeschränkte Abschiebehaft für Gefährder und Kriminelle.
    Steinmeier in Kolumbien:
    Außenminister Frank-Walter Steinmeier informiert sich in Kolumbien über den Friedensprozess zwischen Regierung und linken FARC-Rebellen. Der SPD-Minister will sich in der Hauptstadt Bogotá zunächst mit Präsident Juan Manuel Santos und Außenministerin María Ángela Holguín treffen, bevor er eines der 26 Gebiete besucht, in denen die FARC-Kämpfer bis Mitte des Jahres entwaffnet werden sollen. Anschließend nimmt Steinmeier an der Gründungsveranstaltung für ein Deutsch-Kolumbianisches Friedensinstitut teil, das den Versöhnungsprozess mit Forschung und Beratung unterstützen soll. Nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg, in dem mehr als 220.000 Menschen getötet worden waren, hatten sich die kolumbianische Regierung und die FARC-Guerilla Ende vergangenen Jahres auf ein Friedensabkommen geeinigt.
    Syrische Medien: Militärflughafen von Israel angegriffen:
    Ein syrischer Militärflughafen bei Damaskus ist von mehreren Raketen getroffen worden. Regimenahe Medien berichteten, dass diese von israelischen Kampfjets in der Nacht zum Freitag abgeschossen worden seien. Demnach sei der Flughafen im Südwesten der syrischen Hauptstadt von mindestens acht Raketen getroffen worden, deren Explosionen ein Feuer in dem Gebäude entfacht hätten. Die israelische Armee wollte die Berichte über die Explosionen nicht kommentieren. Unterschiedliche syrische Quellen haben seit Beginn des Konflikts von israelischen Luftangriffen auf syrischem Gebiet gesprochen, darunter in der Gegend von Mezze. Der Militärflughafen Mezze liegt acht Kilometer südwestlich von Damaskus. Er ist Sitz des Geheimdienstes der Luftwaffe, der dort über ein großes Gefängnis verfügt.
    USA weisen kubanische Flüchtlinge ab:
    Der scheidende US-Präsident Barack Obama beendet eine Regelung, durch die kubanische Bootsflüchtlinge Asyl in den USA beantragen konnten. Ab sofort würden kubanische Staatsangehörige, die illegal einreisten und nicht unter humanitären Schutz fielen, zurückgeschickt, teilte Obama mit. Damit würden Migranten aus Kuba genauso behandelt wie Migranten aus anderen Ländern. Es sei ein Schritt, um die Beziehungen zu Kuba zu normalisieren. Nach der als "Wet foot, dry foot" bekannt gewordenen Politik durften Bootsflüchtlinge, die trockenen Fußes US-Territorium betreten, dort Asyl beantragen. Wurden die ohne Papiere einreisenden Migranten hingegen auf dem Wasser aufgegriffen, schickten die US-Behörden sie nach Kuba zurück. Beide Länder hatten Ende 2014 eine Wende in ihrem jahrzehntelang zerrütteten Verhältnis eingeleitet.
    Frankreichs Ex-Minister Montebourg gewinnt Präsidentschaftsdebatte:
    Der frühere Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg hat die erste TV-Debatte der sozialistischen Präsidentschaftsanwärter in Frankreich für sich entschieden. Eine Blitzumfrage des Meinungsforschungsinstituts Elabe ergab, dass 29 Prozent der Zuschauer Montebourg am überzeugendsten fanden. Der ehemalige Premierminister Manuel Valls kam auf 26 Prozent und der frühere Bildungsminister Benoît Hamon auf 20. Valls, der in seinem Lager als Favorit gilt, geriet in der sachlich geführten Debatte in die Defensive. Er musste seine frühere Regierungsarbeit unter dem unbeliebten Präsidenten François Hollande verteidigen, der nicht wieder antritt. Der Wahlkampf bei den Sozialisten ist auch ein Streit über die künftige Ausrichtung der Partei. Valls steht für einen unternehmerfreundlichen Reformkurs. Montebourg und Hamon sind prominente Vertreter des linken Sozialistenflügels. Den Sozialisten droht bei der Präsidentschaftswahl im Frühjahr eine herbe Niederlage – die Vorwahl soll der Regierungspartei neuen Aufschwung geben.
    8 min
  • 12.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Präsident Peña Nieto: "Mexiko wird nicht für die Mauer zahlen":
    Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto hat die Mauer-Pläne des künftigen US-Präsidenten Donald Trump zurückgewiesen. Dieser hatte auf einer Pressekonferenz erneut erklärt, eine Mauer zur Grenze zu Mexiko zu errichten, um die illegale Einwanderung zu stoppen. Die Kosten dafür würden früher oder später von Mexiko übernommen, so Trump. Mexikos Staatschef konterte bei der Jahrestagung des diplomatischen Corps in Mexiko-Stadt und sagte wörtlich: "Natürlich wird Mexiko nicht für die Mauer zahlen." Im Hinblick auf das nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) sagte Peña Nieto, seine Regierung stehe für offene und umfassende Gespräche mit der künftigen US-Regierung bereit, verbitte sich aber jede Einflussnahme auf ausländische Investoren.
    Designierter US-Außenminister kündigt robustere Außenpolitik an:
    Der designierte US-Außenminister Rex Tillerson hat bei seiner Anhörung im Senat eine Außenpolitik angekündigt, die robuster ausfallen werde als unter dem scheidenden Amtsinhaber Barack Obama. Die Führungsrolle der USA müsse zugunsten der Stabilität im 21. Jahrhundert "nicht nur erneuert, sondern behauptet" werden. Russland bezeichnete er in der Anhörung als "Gefahr". Offen blieb bei der Anhörung, welche Haltung der 64-jährige Tillerson in der Frage von Strafmaßnahmen gegen Russland einnimmt.
    Ditib entschuldigt sich nach Spitzel-Vorwürfen:
    Der deutsch-türkische Moscheedachverband Ditib hat die Vorwürfe der Spitzelei für den türkischen Staat bestätigt und sich dafür entschuldigt. Generalsekretär Bekir Alboga sagte der "Rheinischen Post", einige Imame des Verbands hätten Informationen über Gülen-Anhänger nach Ankara geschickt. "Wir bedauern die Panne zutiefst", sagte er wörtlich. Am Mittwoch hatte der Leiter der Gülen-nahen Stiftung "Dialog und Bildung", Ercan Karakoyun, erklärt, die Anhänger der islamischen Bewegung verließen die Ditib-Gemeinden in Scharen. Sie wichen wegen starker Anfeindungen durch Anhänger des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auf andere Moscheegemeinden aus. Die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen, der im US-Exil lebt, gilt in der Türkei als Staatsfeind Nummer eins. Erdogan macht sie für den gescheiterten Putsch im Juli 2016 verantwortlich. Gülen bestreitet dies. Ditib beteuert, von der Türkei unabhängig zu sein. Die Verbindung zum türkischen Religionspräsidium ist aber in ihrer Satzung festgeschrieben.
    Zeitung: Bundesregierung will wieder Asylbewerber nach Griechenland abschieben:
    Asylbewerber sollen laut einem Zeitungsbericht bald wieder nach Griechenland zurückgeschickt werden können. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) habe das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gebeten, die Übernahmeersuchen an Griechenland nur noch bis zum 15. März 2017 auszusetzen, meldet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". De Maizière folgt damit der Empfehlung der EU-Kommission, wieder vollständig zum Dublin-System zurückzukehren. Es sieht vor, dass Flüchtlinge ihren Asylantrag grundsätzlich in dem Land stellen müssen, in dem sie zuerst europäischen Boden betreten. Wegen Mängeln im griechischen Asylsystem hatte Deutschland Abschiebungen nach Griechenland jedoch schon 2011 ausgesetzt.
    Zyperngespräche in Genf beginnen auf Außenministerebene:
    Nicht ganz so hochkarätig wie geplant beginnt in Genf eine Zypern-Konferenz zur Wiedervereinigung der seit 43 Jahren geteilten Mittelmeerinsel. Zu den Gesprächen unter UN-Vermittlung werden die Außenminister der Türkei und Griechenlands sowie der früheren Kolonialmacht Großbritannien erwartet. Die Regierungschefs stießen womöglich im Laufe der Woche dazu, sagte UN-Vermittler Espen Barth Eide. Vor Beginn der Konferenz, die UN-Generalsekretär António Guterres eröfffnen wird, wollten griechische und türkische Zyprer ihre Vorschläge für einen Grenzverlauf austauschen - eines der erbittertsten Streitthemen bei den jahrelangen Versuchen einer Annäherung. Ziel der Gespräche ist die Wiedervereinigung der Insel in einer Föderation mit zwei Bundesstaaten.
    Gauck und Merkel bei Elbphilharmonie-Eröffnung:
    Nach knapp zehn Jahren Bauzeit ist am Abend die Hamburger Elbphilharmonie mit einem Konzert eröffnet worden. Zu den 2100 geladenen Gästen gehörten Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Der Bundespräsident lobte den Bau als ein Zeichen bürgerschaftlichen Engagements. Die Versäumnisse bei der Planung dürften allerdings nicht vergessen werden, sagte Gauck. Das Eröffnungskonzert gab das Elbphilharmonieorchester des Norddeutschen Rundfunks unter anderem mit einer Komposition von Benjamin Britten. Draußen begann parallel dazu ein zur Musik passendes Lichtspektakel auf der Außenfassade.
    10 min
  • 11.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Obama ruft US-Bürger zu Geschlossenheit auf:
    Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat in Chicago nach acht Jahren Amtszeit seine Abschiedsrede gehalten. Tausende Zuhörer jubelten Obama zu und feierten ihn mit tosendem Applaus. "Heute Abend bin ich an der Reihe, Danke zu sagen", sagte Obama. "Ihr habt mich zu einem besseren Präsidenten und zu einem besseren Menschen gemacht", sagte Obama. Während seiner Rede rief er US-Bürger zur Geschlossenheit auf. Die Demokratie in den Vereinigten Staaten könne nur funktionieren, "wenn alle von uns, unabhängig von unserer Parteizugehörigkeit oder unserem spezifischen Interesse, dazu beitragen, das Bewusstsein einer gemeinsamen Bestimmung wiederherzustellen, das wir derzeit so dringend brauchen", sagte Obama. Rassismus sei nach seiner Amtszeit noch immer eine spaltende Kraft. Demokratie erfordere ein Mindestmaß an Solidarität, sagte Obama. -- Er wird am 20. Januar von Donald Trump abgelöst. Obama ist der erste schwarze Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten.
    Charleston-Attentäter Dylann Roof zum Tode verurteilt:
    Ein US-Bundesgericht hat den Attentäter von Charleston, Dylann Roof, zum Tode verurteilt. Roof hatte im Juni 2015 in einer Kirche in Charleston auf wehrlose Gläubige geschossen und tötete dabei neun Menschen. Alle Opfer waren Schwarze. Der Todesschütze bezeichnete sich selbst als Rassist. Nach seiner Festnahme hatte er die Tat mit rassistischen Vorbehalten gegen Afroamerikaner begründet. Mit seinen Morden wollte er, so Roof wörtlich, einen "Krieg zwischen Schwarzen und Weißen" anzetteln. Es ist das erste Mal, dass ein US-Bundesgericht eine Todesstrafe wegen eines Hassverbrechens verhängt.
    Dieselgate: VW vor Einigung mit US-Justizbehörde:
    Der deutsche Autobauer Volkswagen steht nach eigenen Angaben im Diesel-Abgasskandal vor einem Vergleich mit dem US-Justizministerium. Wie VW bestätigte, sieht ein Vergleichsentwurf Strafzahlungen in Höhe von rund 4,3 Milliarden Dollar vor. Volkswagen befinde sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem US-Justizministerium sowie der US-amerikanischen Zollbehörde. Mit der Einigung sollen verschiedene strafrechtliche Untersuchungen sowie zivilrechtliche Bußgeldverfahren beigelegt werden, hieß es. Der Entwurf enthält laut VW auch ein Schuldeingeständnis des Konzerns. -- VW hatte weltweit Software in Diesel-Pkw eingebaut, die niedrigere Abgaswerte vortäuschte. Eine halbe Million Autos in den USA waren betroffen. Bislang hat das Unternehmen 18,2 Milliarden Euro für die Folgen des Skandals zurückgelegt, eine Summe, die durch den jetzt getroffenen Vergleich nicht reichen werde, teilte VW mit.
    Weltbank: Weltwirtschaft wächst 2017:
    Das weltweite Wirtschaftswachstum nimmt nach einem Bericht der Weltbank wieder stärker zu. Die Volkswirte in Washington prognostizieren für das kommende Jahr ein Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung von 2,7 Prozent. Wegen der Ungewissheit über den Kurs des künftigen US-Präsidenten Donald Trump wurde die Prognose etwas gesenkt. Seine Ankündigungen, die Wirtschaft etwa mit Infrastrukturprojekten stimulieren zu wollen, könnte zu einem schnelleren Wachstum in den USA, der weltgrößten Volkswirtschaft, und damit in der Welt führen. Andererseits sei die von Trump ausgehende Tendenz zum Protektionismus ein großes Hindernis. Besonders die Wirtschaft in Schwellen- und Entwicklungsländern soll dank langsam steigender Rohstoffpreise um 4,2 Prozent wachsen.
    George Lucas baut Museum in Los Angeles:
    Die Entscheidung über den Standort des lange geplanten Museums des Filmemachers George Lucas ist gefallen. Das Lucas Museum of Narrative Art wird in Los Angeles auf dem Exposition-Park-Gelände gebaut. Das teilte Bürgermeister Eric Garcetti mit. Die kalifornische Metropole setzte sich damit gegen San Francisco durch. Der 72-jährige Filmemacher will die Baukosten von einer Milliarde Dollar weitgehend allein tragen. Das geplante Gebäude soll einem großen Raumschiff ähneln. Es soll die Kunstsammlung von Lucas aufnehmen und ausstellen. Zu der Sammlung zählen Gemälde von Edgar Degas und Pierre-Auguste Renoir ebenso wie Entwürfe, Illustrationen und andere Materialien zu der weltberühmten Weltraumsaga "Star Wars", die Lucas 1977 ins Leben gerufen hat. Der Regisseur verkaufte die "Star Wars"-Marke im Jahr 2012 für vier Milliarden Dollar an den Walt Disney Konzern.
    10 min
  • 10.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei."Bild": Gabriel will als Kanzlerkandidat antreten :
    SPD-Chef Sigmar Gabriel will bei der Bundestagswahl im kommenden Herbst als Kanzlerkandidat seiner Partei antreten. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung habe der Vizekanzler und Wirtschaftsminister diese Entscheidung nach internen Gesprächen und unter anderem auf dringendes Anraten von Altkanzler Gerhard Schröder getroffen. Die Zeitung beruft sich auf nicht näher bezeichnete Parteikreise. Der SPD-Parteivorstand schrieb in einer Reaktion auf Twitter, es handele sich um "Spekulationen". Es bleibe dabei, dass die Frage der SPD-Kanzlerkandidatur erst am 29. Januar entschieden werde.
    Nach Berlin-Anschlag: Maas und de Maizière beraten über Konsequenzen:
    Die für Inneres und Justiz zuständigen Bundesminister Thomas de Maizière und Heiko Maas wollen sich am Dienstag über sicherheitspolitische Konsequenzen des Lkw-Anschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt verständigen. Bereits im Vorfeld deutete sich eine gemeinsame Linie der Minister zur Ausweitung der Abschiebehaft sowie zugunsten des Einsatzes elektronischer Fußfesseln für sogenannte Gefährder an. Zudem dürfte es darum gehen, Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber generell zu beschleunigen, besonders in die nordafrikanischen Maghreb-Staaten. Bei dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt durch den Tunesier Anis Amri waren am 19. Dezember zwölf Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden.
    Türkisches Parlament stimmt für Debatte über Verfassungsreform:
    Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan ist seinem Ziel der Einführung eines Präsidialsystems einen wichtigen Schritt näher gekommen. Das Parlament in Ankara stimmte in der Nacht zu Dienstag dafür, Beratungen über die dazu notwendige Verfassungsreform aufzunehmen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Demnach sprachen sich 338 von anwesenden 480 Abgeordneten dafür aus. Mindestens 330 Ja-Stimmen waren für die Eröffnung der Diskussion nötig. Das Vorhaben der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP, die über 316 Sitze im Parlament verfügt, erhielt damit Unterstützung aus Reihen der Opposition. Im nächsten Schritt wird über jeden der 18 Artikel in der Reform einzeln beraten und abgestimmt. Die Regierung strebt danach eine Volksabstimmung über die noch einmal erweiterten Machtbefugnisse für Erdogan an.
    Trumps Schwiegersohn wird Berater im Weißen Haus:
    Der designierte US-Präsident Donald Trump holt seinen Schwiegersohn Jared Kushner als einen seiner einflussreichsten Berater ins Weiße Haus. Der 36 Jahre alte Ehemann von Trumps Tochter Ivanka war bereits während des Wahlkampfes eine feste Größe in Trumps Beraterteam. Der Immobilienunternehmer hatte sich vor allem um die digitale Strategie des Wahlkampfes gekümmert. Eigentlich ist es dem US-Präsidenten verboten, Verwandte zu berufen. Laut einem Bericht des Fernsehsenders NBC News versicherte eine Kushner-Anwältin, dass dieser die gesetzlich festgelegten ethischen Maßstäbe zur Vermeidung solcher Konflikte beachten werde, das für diese Standards zuständige Regierungsbüro sei kontaktiert. Kushner werde aus seiner Firma ausscheiden, "substanzielle Vermögenswerte" abstoßen und sich aus Regierungsangelegenheiten heraushalten, die seine finanziellen Interessen berührten, so seine Anwälte.
    Mehr als eine Million Strafen wegen Korruption in China verhängt:
    Seit Beginn der Anti-Korruptions-Kampagne in China vor vier Jahren sind nach Behördenangaben fast 1,2 Millionen Menschen überführt und bestraft worden. Dabei seien auch Vermögenswerte im Volumen von umgerechnet mehr als einer Milliarde Euro beschlagnahmt worden, teilte die zuständige Behörde, die Zentralkommission für Inspektion und Disziplin, in Peking mit. Knapp 2600 flüchtige Korruptionsverdächtige seien aus dem Ausland nach China ausgeliefert worden. Die Kampagne solle bis zu einem "vernichtenden Schlag gegen die Korruption" fortgeführt werden, sagte ein führender Behördenvertreter, Luo Dongchuan, auf einer Pressekonferenz. Nach Informationen der staatlichen Zeitung "China News" wurden allein im Jahr 2016 rund 410.000 Beamte wegen Korruption bestraft, unter ihnen 76 hohe Ministerialbeamte.
    Parlament Venezuelas entzieht Maduro das Vertrauen :
    Die Nationalversammlung Venezuelas hat dem sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro Pflichtverletzung vorgeworfen und seine Amtsenthebung erklärt. Maduro werde seiner Verantwortung angesichts der schweren wirtschaftlichen und politischen Krise nicht gerecht, hieß es in einer Erklärung des von der Opposition dominierten Parlaments in Caracas. Gefordert wurden Neuwahlen. Die Amtsenthebung ist allerdings nur ein symbolischer Schritt. Der Oberste Gerichtshof hätte sie bestätigen müssen. Dieser hatte den Parlamentsbeschluss aber bereits im Vorfeld zurückgewiesen und erklärt, die Nationalversammlung habe dazu kein Recht. Die Opposition kämpft seit Monaten für eine Volksabstimmung über eine Absetzung Maduros.
    11 min

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