Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Download on the App Store
  • Favorites

    666

    Followers

  • Typical duration

    9 min

    per episode

Based on Podcast App listening data

Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen episodes

  • 09.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.SPD fordert Sanktionen gegen Herkunftsländer bei Abschiebeproblemen:
    SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann hat Sanktionen gegen Länder gefordert, die abgelehnte Asylbewerber nicht zurücknehmen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière, CDU, solle Druck auf Staaten ausüben, die Ausweispapiere zu spät oder gar nicht liefern und so Abschiebungen erschweren, sagte Oppermann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Der SPD-Politiker forderte, die entsprechenden Rückführungsabkommen neu zu verhandeln. Dabei dürften auch Sanktionen nicht ausgeschlossen werden. Die Abschiebung des aus Tunesien stammenden Berlin-Attentäters Anis Amri war an fehlenden Papieren aus seinem Heimatland gescheitert. De Maizière geht nach eigenen Worten von einer raschen Einigung mit der SPD über härtere Abschieberegeln für sogenannte Gefährder aus.
    Türkisches Parlament berät über neue Verfassung:
    Das türkische Parlament beginnt heute mit seinen Beratungen über eine neue Verfassung, die aus der Türkei eine Präsidialrepublik machen soll. Einen Ministerpräsidenten gäbe es dann nicht mehr. Die Macht läge in den Händen des Präsidenten. Kritiker befürchten, Staatschef Recep Tayyip Erdogan wolle durch die neue Verfassung seine Macht weiter ausbauen. Laut der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu sollen die parlamentarischen Beratungen etwa zwei Wochen dauern. Erdogans Partei AKP liegt im Parlament knapp unter der erforderlichen Drei-Fünftel-Mehrheit und ist auf Stimmen der rechtsgerichteten Partei MHP angewiesen. Nach der Verabschiedung im Parlament muss der Verfassungstext binnen 60 Tagen den Wählern zur Abstimmung vorgelegt werden.
    Deutsche Exporte erreichen im November neuen Rekord:
    Die Exporte der deutschen Wirtschaft haben im November einen neuen Rekordwert erreicht. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, führten Unternehmen Waren im Wert von 108,5 Milliarden Euro aus. Dies sei der höchste bisher gemessene Monatswert. Auch der Wert der Importe lag im November nach Angaben der Statistiker mit 85,8 Milliarden Euro auf einem Höchststand. Im Vergleich zum November 2015 stiegen die Exporte um 5,6 Prozent. Die Einfuhren kletterten um 4,5 Prozent.
    Zeitung: VW-Manager in USA festgenommen:
    Im VW-Dieselskandal hat die US-Bundespolizei FBI nach einem Bericht der Zeitung "New York Times" einen Manager des Autokonzerns festgenommen. Er sei in Florida in Polizeigewahrsam genommen worden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf zwei anonyme Quellen. In Klagen der Bundesstaaten New York und Massachusetts heißt es demnach, der Manager habe eine Schlüsselrolle bei den Bemühungen gespielt, die Softwaremanipulationen in Dieselautos vor den Behörden zu verbergen. Volkswagen hatte im September 2015 auf Druck der US-Behörden zugegeben, weltweit in elf Millionen Dieselautos verschiedener Marken eine illegale Software eingebaut zu haben. Dadurch wurden bei Tests deutlich niedrigere Werte an gesundheitsschädlichen Stickoxiden angezeigt.
    Musical-Romanze "La La Land" räumt sieben Golden Globes ab:
    Die Musical-Romanze "La La Land" hat bei der Verleihung der Golden Globes gleich sieben der begehrten Filmpreise erhalten. Bei der Gala in Los Angeles gewann der Hollywood-Streifen unter anderem den Hauptpreis in der Kategorie Musical/Komödie und den Preis für die beste Regie. Die Hauptdarsteller Ryan Gosling und Emma Stone wurden als beste Darsteller in einer Komödie oder einem Musical ausgezeichnet. Die deutsche Tragikomödie "Toni Erdmann" von Regisseurin Maren Ade ging in der Sparte "bester nicht-englischsprachiger Film" leer aus. Für Aufsehen sorgte bei der Preisverleihung Schauspielerin Meryl Streep, die in einer Rede den künftigen US-Präsidenten Donald Trump scharf kritisierte.
    8 min
  • 07.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Vorwürfe gegen Putin:
    Die US-Geheimdienste glauben, dass der russische Präsident Putin eine Cyber-Kampagne angeordnet hat, damit die US-Präsidentenwahl zugunsten von Donald Trump ausgeht. In einer gemeinsamen Erklärung der Dienste heißt es, Russland habe das Ziel verfolgt, den Glauben der Öffentlichkeit in den demokratischen Prozess der USA zu untergraben. Die Ziele Russlands seien es gewesen, das öffentliche Vertrauen in den demokratischen Prozess in den USA zu untergraben, Hillary Clinton zu verunglimpfen und ihren Wahlchancen sowie ihrer potenziellen Präsidentschaft Schaden zuzufügen. Der Bericht warnt zudem vor ähnlichen Beeinflussungsversuchen des Kreml in Ländern, die mit den USA verbündet sind. Moskau werde seine Erfahrungen auch gegen Verbündete der USA und ihren Wahlprozess nutzen, so die US-Geheimdienste.
    Trump: Hackerangriffe hatten keine Auswirkungen auf Wahl:
    Der designierte US-Präsident Donald Trump bestreitet weiter, dass die Hackerangriffe während des Wahlkampfes Auswirkungen auf das Ergebnis der Abstimmung hatten. Das sagte Trump, nachdem er mit dem nationalen Geheimdienstdirektor James Clapper, CIA-Direktor John Brennan und FBI-Chef James Comey gesprochen hatte. Trump ließ offen, ob er die Einschätzung der Dienste teilt, dass die russische Regierung hinter den Angriffen stehe. Die Obama-Regierung beschuldigt Moskau, sich mit den Hackerattacken in die Präsidentschaftswahl eingemischt zu haben.
    Maaßen verteidigt im Fall Amri Anti-Terror-Ermittler gegen Kritik:
    Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen hat die Terrorabwehr-Experten in Bund und Ländern nach immer neuen Enthüllungen im Fall Anis Amri gegen Kritik in Schutz genommen. Die Mitarbeiter des Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrums gingen hochprofessionell und erfahren an die Sache heran, sagte Maaßen der Deutschen-Presse-Agentur. Die Arbeit der Sicherheitsbehörden steht nach dem Terroranschlag des Salafisten schwer in der Kritik. Ermittler waren Amri über Monate hinweg deutschlandweit auf der Spur, wussten um seine Besuche in Moscheen radikaler Salafisten und erhielten Warnungen eines ausländischen Geheimdienstes - dennoch konnte Amri abtauchen. Nach ZDF-Informationen hat sich Anis Amri längere Zeit und möglicherweise sogar mehrfach in der Schweiz aufgehalten. Dort habe er sich auch seine Pistole besorgt. Der Tunesier Amri hatte am 19. Dezember einen Lkw in einen Weihnachtsmarkt in Berlin gelenkt und insgesamt zwölf Menschen getötet.
    Mehr als 6000 weitere Entlassungen und Organisationsverbote in der Türkei:
    Im Zusammenhang mit dem gescheiterten Putschversuch vom Juli haben die türkischen Behörden mehr als 6.000 weitere Menschen aus dem Staatsdienst entlassen und Dutzende Organisationen verboten. Auf der Basis von drei neuen Dekreten wurden über 2.600 Polizisten, fast 1.700 Beamte des Justizministeriums sowie über 800 Beamte des Gesundheitsministeriums entlassen. Auch hunderte Beamte anderer Ministerien sowie mehr als 600 Hochschulangestellte und acht Mitglieder des Staatsrates verlieren demnach ihre Posten. Mehr als 80 Zusammenschlüsse seien wegen, so wörtlich, "Aktivitäten, die die Sicherheit des Staates bedrohen", verboten worden. Seit dem gescheiterten Militärputsch vom 15. Juli wurden bereits mehr als 41.000 Menschen in der Türkei festgenommen und mehr als 100.000 weitere entlassen oder vom Dienst suspendiert. Das Vorgehen gründet sich auf den Ausnahmezustand, der nach dem Putschversuch verhängt und vergangene Woche erneut um drei Monate verlängert worden war.
    Städte- und Gemeindebund schlägt Netzwerk der "Mutbürger" vor:
    Der Deutsche Städte- und Gemeindebund regt ein Netzwerk für Toleranz und Zusammenhalt an. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg kündigte in einem Zeitungsinterview an, diese Idee Bundeskanzlerin Merkel beim nächsten Treffen vorzuschlagen. Kommunen, Länder, Bund, Kirchen und Gewerkschaften sollen demnach in diesem Bündnis gemeinsame Strategien gegen Hass und Ausgrenzung entwickeln. Vorbild könnte laut Landsberg die Aktion "Gesicht zeigen" sein, mit der rechtsextremen Strömungen in Deutschland begegnet werde. Er kritisierte, viele Menschen sähen sich nur noch als Konsumenten auch gegenüber der Politik.
    8 min
  • 06.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Abgeordnete verurteilen UN-Resolution zu Israels Siedlungspolitik:
    Das US-Repräsentantenhaus hat die von der Obama-Regierung ermöglichte UN-Resolution verurteilt, die Israel zu einem Siedlungsstopp in den besetzten Palästinensergebieten auffordert. Für eine entsprechende Resolution votierten 342 Abgeordnete, 80 stimmten dagegen. Fast alle Republikaner, aber auch eine Mehrheit der Demokraten von Präsident Barack Obama unterstützten die Entschließung, die für die Regierung nicht bindend ist. Der UN-Sicherheitsrat hatte im Dezember erstmals seit 1979 eine Resolution gegen den israelischen Siedlungsbau verabschiedet. Möglich wurde das durch die Entscheidung der US-Regierung, nicht von ihrem Vetorecht Gebrauch zu machen, sondern sich zu enthalten. Alle anderen 14 Sicherheitsratsmitglieder stimmten für die Resolution, die den sofortigen Stopp israelischer Siedlungsaktivitäten im Westjordanland und in Ost-Jerusalem fordert.
    Fünf Festnahmen nach Brand in Flüchtlingsunterkunft:
    Nach einem Feuer mit zahlreichen Verletzten in einer Flüchtlingsunterkunft in Nordrhein-Westfalen sind fünf Bewohner wegen des Verdachts der Brandstiftung festgenommen worden. Sie stünden im Verdacht, an Matratzen gezündelt zu haben, sagte ein Sprecher der Polizei in Bielefeld. Bei dem Brand im ostwestfälischen Hövelhof-Staumühle erlitten 57 Bewohner Verletzungen, 30 von ihnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die Unterkunft, eine ehemalige Militärbaracke, brannte fast vollständig nieder.
    CDU/CSU: Kein Kompromiss bei Flüchtlings-Obergrenze:
    Im Streit zwischen CDU und CSU um eine Obergrenze für Flüchtlinge ist weiter keine Lösung abzusehen. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung lehnen sowohl CSU-Chef Horst Seehofer als auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen Kompromissvorschlag aus den eigenen Reihen ab. Die beiden Innenexperten Stephan Mayer (CSU) und Armin Schuster (CDU) hatten vor Monaten in einem Brief das Konzept eines "atmenden Deckels" vorgeschlagen. Dabei solle es keine feste Obergrenze geben. Die Aufnahmekapazität solle jedes Jahr neu berechnet und an die Zahl der Neuankömmlinge im Vorjahr gekoppelt werden. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, heißt es allerdings aus Seehofers Umfeld, der Vorschlag sei eine "Totgeburt". Seine Partei bestehe weiterhin auf einer starren Obergrenze. Die CSU hält derzeit ihre dreitägige Winterklausur im oberbayerischen Kloster Seeon.
    Vier Guantanamo-Häftlinge an Saudi-Arabien überstellt:
    Die USA haben vier Insassen des berüchtigten Gefangenenlagers Guantanamo an Saudi-Arabien überstellt. Die aus dem Jemen stammenden Männer wurden am Flughafen in Riad von dutzenden Angehörigen empfangen. In Saudi-Arabien sollen sie nun an einem Programm zur Deradikalisierung und Wiedereingliederung in die Gesellschaft teilnehmen. Einer der Ex-Häftlinge, Mohammed Bawasir, wurde nach eigenen Angaben 15 Jahre lang in dem Gefangenenlager festgehalten. Noch immer sind 55 Männer in Guantanamo inhaftiert. Der designierte US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, unter seiner Präsidentschaft keine weiteren Insassen freizulassen, weil diese gefährlich seien. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hatten die USA rund 780 Häftlinge auf dem US-Stützpunkt Guantanamo auf Kuba eingesperrt. Die meisten Verdächtigen wurden weder angeklagt noch verurteilt. Viele sollen gefoltert und misshandelt worden sein.
    Japan nimmt Toyota nach Trumps Attacke in Schutz:
    Nach einer Attacke des künftigen US-Präsidenten Donald Trump gegen den japanischen Autokonzern Toyota wegen dessen Investitionsplänen in Mexiko hat die Regierung in Tokio die heimische Industrie demonstrativ in Schutz genommen. Japanische Autobauer leisteten signifikante Beiträge zu Arbeitsplätzen in den Vereinigten Staaten. Es sei wichtig, dass dies breit akzeptiert werde, sagte Wirtschaftsminister Hiroshige Seko. An der Börse in Tokio gab die Aktie von Toyoto nach Trumps Äußerungen nach. Der designierte Präsident hatte dem Unternehmen mit hohen Einfuhrzöllen gedroht, wenn es ein neues Werk nicht in den USA, sondern in Mexiko bauen sollte.
    9 min
  • 05.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Plante Kontaktmann Amris Anschlag in Düsseldorf?:
    Der festgenommene Kontaktmann des mutmaßlichen Berlin-Attentäters Anis Amri ist laut Medienberichten nach dem Anschlag als islamistischer "Gefährder" eingestuft worden. Der 26-jährige Tunesier, der am Vorabend des Terroranschlags vom 19. Dezember mit Amri in einem Restaurant in Berlin war, wird der radikal-salafistischen Szene zugeordnet, wie "Süddeutsche Zeitung", WDR und NDR berichten. Der 26-Jährige war im November 2015 schon einmal festgenommen worden. Laut Berliner Staatsanwaltschaft wurde er damals mit zwei weiteren Männern verdächtigt, Sprengstoff für einen Anschlag in Düsseldorf besorgt zu haben. Dafür habe man aber keine Beweise gefunden. Gegen den Tunesier erging am Mittwoch Haftbefehl, allerdings nur wegen des Verdachts auf Betrug beim Bezug von Sozialleistungen.
    CSU-Klausurtagung in Seeon: Sicherheitspolitik im Mittelpunkt:
    Die CSU-Landesgruppe im Bundestag befasst sich an diesem Donnerstag auf ihrer Klausurtagung mit der Sicherheitslage in der Europäischen Union angesichts der terroristischen Bedrohungen. Im oberbayerischen Kloster Seeon wird dazu der zuständige EU-Kommissar Julian King aus Großbritannien erwartet. Zuletzt hatte die Flucht des Attentäters vom Berliner Weihnachtsmarkt, Anis Amri, von Deutschland über die Niederlande, Belgien und Frankreich bis nach Italien die Debatte über unzureichende Kontrollen in der EU neu entfacht. Auch aus der CSU hatte es Kritik gegegeben, weil Amri mehrere Staatsgrenzen unbemerkt passieren konnte, bis er in Italien von der Polizei entdeckt und getötet wurde. Da das seit 40 Jahren für die Klausur genutzte Tagungszentrum Wildbad Kreuth wegen Sanierungsarbeiten nicht zur Verfügung steht, findet das dreitägige Treffen erstmals in Seeon unweit des Chiemsees statt.
    USA lassen Guantanamo-Gefangene frei :
    In den letzten Tagen seiner Amtszeit versucht US-Präsident Barack Obama, weiter Fakten zu schaffen - zum Missfallen seines designierten Nachfolgers Donald Trump. So sollen in den nächsten Stunden aus dem umstrittenen Gefangenenlager Guantanamo vier Häftlinge entlassen und nach Saudi-Arabien überstellt werden, wie der Sender Fox News unter Berufung auf Behördenvertreter berichtet. Weitere Entlassungen vor dem Machtwechsel im Weißen Haus am 20. Januar seien zu erwarten, hieß es. Trump hatte zuvor gefordert, niemanden mehr aus dem Lager auf Kuba gehen zu lassen. Dem Vernehmen nach gibt es dort noch 59 Häftlinge, von denen 23 die Freigabe zur Entlassung haben. Laut einem Gremium aus Vertretern mehrerer Ministerien stellen sie keine wirkliche Bedrohung für die Sicherheit der USA dar.
    Apple löscht "New York Times"-App in China:
    Nach jahrelanger Zensur der Pekinger Behörden hat der Elektronikkonzern Apple die Nachrichten-App der "New York Times" aus seinem Angebot in China gelöscht. Die US-Zeitung berichtet, ihr Programm sei seit Ende Dezember nicht mehr im chinesischen App-Store. Ein Sprecher des US-Konzerns erläuterte, die App sei nach Intervention der chinesischen Behörden entfernt worden, weil sie gegen "lokale Regularien" verstoße. Die Webseite der "New York Times" wird in China bereits seit vier Jahren geblockt. Damals hatte das Blatt in mehreren Artikeln kritisch über das Familienvermögen von Chinas Ex-Regierungschef Wen Jiabao berichtet. Auch etliche andere ausländische Medien sind in der Volksrepublik gesperrt, darunter die Internetangebote der Deutschen Welle, der Nachrichtenagentur Reuters und des "Wall Street Journal". China blockiert auch soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter sowie Google-Dienste oder Webseiten, die die Regierungspolitik kritisieren oder Menschenrechtsthemen ansprechen.
    Vier Festnahmen in Chicago nach Verbreitung eines Misshandlungs-Videos :
    Auf Grundlage eines im Internet kursierenden Videos hat die Polizei in Chicago vier junge Menschen festgenommen, die einen geistig behinderten Mann gefesselt und misshandelt haben. In dem über Facebook gezeigten Video sei zu sehen, wie die Vier ihr an Händen und Füßen gefesseltes Opfer angreifen und verhöhnen und rassistische Beleidigungen rufen, teilte die Polizei mit. Das Opfer, ein geistig behinderter junger Mann, sei von den Verdächtigen aus einem Vorort Chicagos in ein Gebiet im Südwesten der Stadt gebracht worden. Einer der Festgenommenen kenne das Opfer aus der Schule. Die vier mutmaßlichen Täter, zwei Männer und zwei Frauen, sind laut Polizei schwarz, ihr Opfer weiß.
    9 min
  • 04.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Türkei: Identität des mutmaßlichen Attentäters festgestellt:
    Die türkischen Behörden haben die Identität des Angreifers auf eine Silvesterparty in Istanbul feststellen können. Das gab Außenminister Cavusoglu bekannt. Details nannte er nicht. Die Fahndung nach dem Flüchtigen dauere an. Zu dem Angriff in der Silvesternacht auf den Club Reina mit 39 Toten hatte sich die Terrormiliz IS bekannt. Trotz 43 Festnahmen, darunter die der Ehefrau des mutmaßlichen Angreifers, vermeldet die türkische Polizei bislang jedoch keinen Durchbruch bei der Fahndung. Am Dienstag hatte die Türkei den nach dem Putschversuch im Sommer verhängten Ausnahmezustand zum zweiten Mal verlängert und dies mit den anhaltenden terroristischen Attacken begründet. Die Regierung nutzt die Sondervollmachten aber insbesondere auch, um gegen Oppositionelle und Kurden vorzugehen.:
    Durchsuchungen bei möglichem Amri-Komplizen:
    Zwei Wochen nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt haben die Ermittler zwei Kontaktmänner des mutmaßlichen Attentäters Anis Amri ins Visier genommen. In einem Berliner Flüchtlingsheim wurde die Unterkunft eines 26-jährigen Tunesiers durchsucht. Er steht im Verdacht, von den Anschlagsplänen gewusst und Amri möglicherweise geholfen zu haben. Auch die Berliner Unterkunft eines ehemaligen Mitbewohners von Amri wurde durchsucht. Er wurde als Zeuge bezeichnet und soll möglicherweise ebenfalls zeitnah zum Anschlag Kontakt zu Amri gehabt haben. Anis Amri gilt als der Attentäter, der am 19. Dezember mit einem Lkw in den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche raste. Dabei wurden zwölf Menschen getötet. Amri war nach mehrtägiger Flucht bei einer Polizeikontrolle in einem Vorort von Mailand erschossen worden.:
    Gefangenenbefreiung auf den Philippinen:
    Bewaffnete Rebellen haben im Süden des Inselstaats ein Gefängnis gestürmt. Der Leiter des Gefängnisses, Peter John Bonggat, sprach von etwa 100 bewaffneten Angreifern, die das Feuer auf die Wachen eröffnet und mehr als 130 Gefangene befreit hätten. Ein Wachmann sei bei der Attacke getötet worden. Überfallen wurde die Haftanstalt der Stadt Kidapawan auf der Insel Mindanao. Der Gefängnisleiter machte die "Moro Islamic Liberation Front" (MILF) für die Attacke verantwortlich. Die südliche Philippinen-Insel Mindanao wird überwiegend von Muslimen bewohnt. Sie ist Brennpunkt des Konflikts zwischen muslimischen Rebellen und der Regierung des mehrheitlich katholischen Landes. 2014 hatte die MILF einen Friedensvertrag mit der philippinischen Regierung geschlossen, der weitreichende Autonomierechte für die muslimische Bevölkerung auf Mindanao vorsieht. Die Autonomievereinbarung ist aber noch nicht umgesetzt.:
    Britischer EU-Botschafter gibt Posten auf:
    Großbritanniens Botschafter bei der Europäischen Union (EU), Sir Ivan Rogers, ist zurückgetreten. Einen entsprechenden Zeitungsbericht bestätigte die britische EU-Botschaft in Brüssel. Rogers hatte zuletzt mit der Einschätzung für Aufsehen gesorgt, dass die Verhandlungen über ein Abkommen Großbritanniens mit der EU über den Austritt noch zehn Jahre dauern könnten. Weiterhin hatte der britische EU-Botschafter gewarnt, selbst ein solches Abkommen könnte von einem der nationalen Parlamente der EU-Mitgliedsstaaten blockiert werden. Die Briten hatten im Juni in einem Referendum für einen Austritt aus der EU gestimmt. Der Austrittsprozess kann erst beginnen, wenn London das Ausscheiden nach Artikel 50 des EU-Vertrags beantragt hat. Premierministerin Theresa May will die Austrittserklärung bis Ende März abgeben.:
    Ford stoppt Pläne für Werk in Mexiko :
    Kurz vor dem Amtsantritt des designierten US-Präsidenten Donald Trump hat der Autobauer Ford angekündigt, auf den Bau einer großen Fertigungsanlage in Mexiko zu verzichten. Stattdessen sollten im Rahmen eines Investitionsprogramms für Elektromobilität 700 Jobs in einem Ford-Werk im US-Bundesstaat Michigan geschaffen werden, teilte der Konzern mit. Im Sender CNN versicherte Ford-Chef Mark Fields, die Entscheidung gegen das neue Werk in Mexiko habe das Unternehmen ohne Einflussnahme von außen getroffen. Fields räumte aber ein, mit Trumps künftigem Vize Mike Pence über das Thema gesprochen zu habe. Während des Wahlkampfs hatte der künftige US-Präsident massiven Druck auf US-Unternehmen angekündigt, die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern und mit einem Einfuhrzoll von 35 Prozent für in Mexiko produzierte Autos gedroht.:
    10 min
  • 03.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Syrische Rebellen legen Vorbereitung für Friedensgespräche auf Eis:
    Mehrere wichtige syrische Rebellengruppen frieren sämtliche Gespräche über die geplanten Friedensverhandlungen ein. Damit protestieren sie gegen Verstöße gegen die Waffenruhe, die sie den Regierungstruppen vorwerfen. Die Milizen hätten sich an die landesweite Feuerpause gehalten, heißt es in einer Erklärung von zwölf Gruppen der moderaten Freien Syrischen Armee (FSA). Syriens Regime und seine Verbündeten hätten diese hingegen trotz anderslautender Garantien immer wieder gebrochen. Die von Russland und der Türkei vermittelte Waffenruhe war am Freitag in Kraft getreten. Die Friedensgespräche sollen noch im Januar in der kasachischen Hauptstadt Astana stattfinden.
    De Maizière will deutsche Sicherheitsstruktur neu ordnen:
    Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat angesichts der Terrorgefahr in Deutschland deutlich mehr Kompetenzen für den Bund bei der Inneren Sicherheit gefordert. In einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" verlangt er unter anderem eine Stärkung des Bundeskriminalamts, eine Abschaffung der Landesämter für Verfassungsschutz zugunsten des Bundesamtes sowie den Ausbau der Bundespolizei. Um das Land krisenfest zu machen, halte er eine Neuordnung für erforderlich, schreibt der CDU-Politiker zwei Wochen nach dem Anschlag eines mutmaßlichen Islamisten auf einen Berliner Weihnachtsmarkt.
    Deutschland ist EU-Spitzenreiter bei Asylanträgen:
    In Deutschland sind in den ersten drei Quartalen 2016 mehr Asylanträge gestellt und bearbeitet worden als in den übrigen 27 EU-Staaten zusammen. Das geht aus Datensammlungen des europäischen Statistikamtes Eurostat hervor, die der "Welt" vorliegen". Demnach gab es in der gesamten EU rund 756.000 erstinstanzliche Entscheidungen über Asylanträge, davon rund 420.000 in Deutschland. Den zweiten Platz nehme Italien mit 68.000 Entscheidungen ein, gefolgt von Frankreich mit 63.000 Entscheidungen.
    Trump glaubt nicht an Bedrohung durch nordkoreanische Raketen:
    Der künftige US-Präsident Donald Trump sieht die USA nicht durch das nordkoreanische Atomwaffenprogramm bedroht. Nordkorea habe gerade erklärt, sich in der "finalen Entwicklungsphase" einer Atomwaffe zu befinden, die Teile der USA erreichen könne, schrieb Trump im Kurznachrichtendienst Twitter und ergänzte, dies werde nicht passieren. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte in seiner Neujahrsansprache verkündet, sein Land stehe kurz vor dem Test einer Interkontinentalrakete. Das US-Verteidigungsministerium warnte Nordkorea daraufhin nachdrücklich vor einem neuerlichen Raketentest. Nordkorea hatte im vergangenen Jahr zwei Atomwaffen- und eine Reihe von Raketentests durchgeführt.
    Schlussphase im Rassismus-Prozess von Charleston:
    Der rassistisch motivierte Attentäter von Charleston, der in der US-Stadt ein Attentat auf eine afroamerikanische Kirchengemeinde verübt hatte, ist erneut für prozessfähig erklärt worden. In der Schlussphase des Prozesses geht es nun um das Strafmaß gegen den 22-jährigen Dylann Roof: die Todesstrafe oder lebenslange Haft. Das Gericht befand ihn bereits Mitte Dezember für schuldig, den Pastor und acht Gemeindemitglieder getötet zu haben. - Roof hatte sich im Juni 2015 in der Emanuel African Methodist Episcopal Church unter die Teilnehmer einer Bibelstunde gemischt und dann plötzlich um sich gefeuert.
    Kuba ehrt Fidel Castro mit Militärparade:
    In Kuba ist der im November verstorbene Revolutionsführer Fidel Castro mit einer großen Militärparade geehrt worden. Militäreinheiten und Milizen marschierten auf dem Revolutionsplatz in Havanna auf. Anlass war der 58. Jahrestag des Siegeseinzugs der Guerilla unter Führung Castros in Santiago de Cuba. Die Feier erinnerte auch an den 60. Jahrestag der Landung der ersten 82 Revolutionäre unter Führung von Castro und Ernesto "Che" Guevara auf Kuba. Dieses Jubiläum fand bereits am 2. Dezember statt, die Parade wurde jedoch vertagt, weil Castro nur eine Woche vorher gestorben war. Im Unterschied zu den Militärparaden von 2011 und 2006 wurden keine schweren Waffensysteme aufgefahren.
    9 min
  • 02.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Großfahndung nach Täter von Istanbul - Opfer viele Ausländer:
    Mit einem massiven Aufgebot suchen die türkischen Sicherheitsbehörden den flüchtigen Täter des Istanbuler Nachtclub-Anschlags. Ministerpräsident Binali Yildirim ließ offen, in welche Richtung ermittelt werde, er sprach lediglich von einem "bewaffneten Terroristen". Eine Bekennernachricht lag zunächst nicht vor. Bei dem Massaker in dem exklusiven Luxusclub "Reina" am Bosporus waren am Silvesterabend 39 Menschen getötet worden, 24 von ihnen waren Touristen, die vor allem aus arabischen Staaten stammen. Innenminister Süleyman Soylu berichtete, der Attentäter habe sein Gewehr unter einem Mantel verborgen und womöglich die Kleidung gewechselt, bevor er sich absetzte. - Experten mutmaßten, wie im Pariser Bataclan oder beim Berliner Weihnachtsmarkt habe der Angreifer einen Ort westlichen, unislamischen und freizügigen gesellschaftlichen Lebens treffen wollen.
    Grüne kritisieren Kölner Polizei wegen Silvestereinsatz:
    Grünen-Chefin Simone Peter hat das Vorgehen der Polizei in Köln in der Silvesternacht gegen Hunderte Nordafrikaner kritisiert. Das Großaufgebot der Polizei in der Stadt habe Gewalt und Übergriffe zwar deutlich begrenzt, sagte Peter der "Rheinischen Post". Allerdings stelle sich die Frage nach der Verhältnis- und Rechtmäßigkeit, wenn insgesamt knapp 1000 Personen alleine aufgrund ihres Aussehens überprüft und teilweise festgesetzt würden. Peter kritisierte auch die Verwendung des Begriffs "Nafris" für Nordafrikaner durch die Polizei als herabwürdigend und inakzeptabel. Amnesty International kritisierte, so genanntes "Racial Profiling", also ein polizeiliches Vorgehen aufgrund ethnischer Merkmale, sei mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies verteidigte das Vorgehen gegen rund 650 Nordafrikaner. Bei den jungen Männern sei eine "Grundaggressivität" festgestellt worden, es sei mit Straftaten zu rechnen gewesen.
    Russische Diplomaten aus den USA abgeschoben:
    Die von den USA ausgewiesenen 35 russischen Diplomaten und ihre Familien sind nach Moskau ausgeflogen worden. Die Botschaftsmitarbeiter und ihre Angehörigen - insgesamt 96 Personen - verließen die US-Hauptstadt in einer von Russland entsandten Sondermaschine, teilte die russische Botschaft in Washington mit. Präsident Barack Obama hatte die Ausweisung als Strafmaßnahme für russische Cyber-Attacken im US-Präsidentschaftswahlkampf auf Kosten seiner Demokratischen Partei bezeichnet. Obamas designierter Nachfolger Donald Trump äußerte erneut Zweifel an entsprechenden US-Geheimdiensterkenntnissen und der Notwendigkeit solcher Sanktionen. Er tritt am 20. Januar Obamas Nachfolge an und setzt sich für engere Beziehungen zu Kremlchef Wladimir Putin ein.
    Afrikanische Flüchtlinge stürmen Grenzzaun nach Spanien:
    Etwa 1100 afrikanische Migranten haben in der Neujahrsnacht versucht, über den Grenzzaun in die spanische Exklave Ceuta in Marokko zu gelangen. Bei den Zusammenstößen seien fünf Polizisten aus Spanien und 50 Sicherheitskräfte aus Marokko verletzt worden, teilte die Regierung in Madrid mit. Die größtenteils aus Ländern südlich der Sahara stammenden Männer seien "sehr organisiert und gewalttätig" vorgegangen, hieß es. Einige Migranten hätten es zwar geschafft, auf die sechs Meter hohen Absperrzäune zu klettern. Sie seien jedoch von den Sicherheitskräften wieder heruntergeholt und nach Marokko zurückgeschickt worden. Nur zwei Migranten hätten spanischen Boden erreicht. - Anfang Dezember hatten es 400 Afrikaner geschafft, auf das Gebiet von Ceuta vorzudringen.
    Regierung erwägt Ausnahmen bei Mindestlohnregelung für Flüchtlinge:
    Die Bundesregierung erwägt laut einem Medienbericht, Flüchtlinge teilweise vom Mindestlohn auszunehmen. Betroffen wären Migranten, die sich für die Anerkennung ihres ausländischen Berufsabschlusses in Deutschland nachqualifizieren müssen. Das berichtete die Süddeutsche Zeitung und berief sich auf ein gemeinsames Papier von Arbeits-, Finanz- und Bildungsministerium. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) äußerte die Befürchtung, Flüchtlinge könnten als billige Arbeitskräfte ausgenutzt werden. Der Arbeitgeberverband sagte dagegen, es gehe um ausbildungsähnliche Qualifizierungen für Zuwanderer. Diese Regelung falle damit nicht unter die Mindestlohnpflicht. Würde dafür der Mindestlohn fällig, würde die Bereitschaft der Betriebe abnehmen, solche Angebote zu machen.
    Präsident Hollande besucht französische Soldaten im Irak:
    Frankreichs Präsident François Hollande stattet an diesem Montag den französischen Soldaten im Irak einen Besuch ab. Paris unterstützt die irakische Armee im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) mit Ausbildern, Beratern und Artillerie. Die französische Luftwaffe fliegt zudem Angriffe auf mutmaßliche IS-Stellungen im Irak und im Nachbarland Syrien. Die Großoffensive der irakischen Armee auf die IS-Hochburg Mossul begann Mitte Oktober. Auf einer internationalen Konferenz zur Zukunft Mossuls in Paris hatte Hollande davor gewarnt, dass sich IS-Kämpfer vom Nordirak aus in die gut 200 Kilometer entfernte syrische IS-Bastion Rakka absetzen könnten.
    11 min
  • 31.12.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel: 2016 war Jahr schwerer Prüfungen:
    Zum neuen Jahr hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Deutschen zu Zuversicht und Vertrauen in die Demokratie aufgerufen. Die "schwerste Prüfung" im Jahr 2016 sei "ohne Zweifel der islamistische Terrorismus" gewesen, sagte die Regierungschefin in ihrer Neujahrsansprache in Berlin. Insbesondere im Zeichen des Anschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt mit zwölf Toten versicherte die CDU-Vorsitzende, der Staat tue alles, um seinen Bürgern Sicherheit in Freiheit zu gewährleisten. Die notwendigen Maßnahmen würden schnellstens in die Wege geleitet und umgesetzt. Gleichzeitig verteidigte Merkel erneut die Entscheidung zur Aufnahme zehntausender Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien ab Sommer 2015. Mitmenschlichkeit und Zusammenhalt seien stärker als der Hass der Terroristen.
    Trump voll des Lobes für Putin:
    Der designierte US-Präsident Donald Trump hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin überschwänglich dafür gelobt, dass dieser nach den neuen US-Sanktionen vorerst keine Gegenmaßnahmen ergriffen hat. Das sei "ein großartiger Zug", schrieb Trump im Kurznachrichtendienst Twitter. Er habe immer gewusst, dass Putin "sehr klug" sei. Der Kremlchef hatte nach der Ausweisung russischer Diplomaten aus den USA erklärt, auf einen ähnlichen Schritt verzichten zu wollen. Man wolle warten, welche Schritte Trump unternehme. Der scheidende US-Präsident Barack Obama hatte am Donnerstag mit ungewöhnlich harten Sanktionen auf angebliche Hackerangriffe während des Präsidentschaftswahlkampfes reagiert. Die neuen Strafmaßnahmen richten sich unter anderem gegen die russischen Geheimdienste GRU und FSB sowie gegen Unternehmen.
    Waffenruhe in Syrien nur vereinzelt gebrochen:
    Die von Russland und der Türkei vermittelte Waffenruhe in Syrien scheint weitgehend zu halten, ungeachtet kleinerer Verstöße. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete Gefechte zwischen Armee und Rebellen in der Provinz Hama und nahe der Hauptstadt Damaskus. Russland sucht nach Angaben seines UN-Botschafters Witali Tschurkin mit einer Resolution die Unterstützung des UN-Sicherheitsrats für die Feuerpause und die Gespräche über einen Friedensplan im kasachischen Astana. Die Kurden in Syrien beschlossen für die von ihnen beanspruchten Gebiete im Norden des Landes eine Art Verfassung. Der so genannte "Sozialvertrag" sehe in den "autonomen Verwaltungen" Afrin, Kobane und Dschasira eine gesetzgebende Versammlung und Wahlen "innerhalb von sechs Monaten" vor, teilten die Kurden mit.
    Türkei: Haft für preisgekrönten Journalisten Ahmet Sik:
    Ein türkisches Gericht hat gegen einen bekannten kritischen Journalisten Haftbefehl wegen "Terror-Propaganda" erlassen. Ahmet Sik müsse wegen einer Reihe von Artikeln für die Oppositionszeitung "Cumhuriyet" in Haft, in denen er die türkischen Geheimdienste kritisiert hatte, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu. Zudem werde ihm vorgeworfen, Propaganda für die linksradikale Partei DHKP-C und das Netzwerk des islamischen Predigers Fethullah Gülen betrieben zu haben. Der am Donnerstag festgenommene Sik war 2014 mit dem UNESCO-Preis für Pressefreiheit ausgezeichnet worden. Die UN-Kulturorganisation würdigte ihn dabei als "glühenden Verteidiger der Menschenrechte". Sik verbüßte bereits in den Jahren 2011 und 2012 eine längere Haftstrafe.
    Chile: Drei deutsche "Colonia-Dignidad"-Anführer verurteilt:
    Der Oberste Gerichtshof in Chile hat drei Führungsmitglieder der deutschen Sektensiedlung "Colonia Dignidad" in letzter Instanz verurteilt. Die drei Männer seien wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung schuldig, erklärten die Richter. Kurt Schnellenkamp, Gerhard Mücke und Karl van den Berg sowie zwei frühere Geheimdienstmitglieder erhielten Haftstrafen von jeweils fünf Jahren und einem Tag. Damit wurden die vorinstanzlichen Strafen um jeweils ein Jahr verschärft. Vier weitere Mitglieder der deutschen Sekte wurden freigesprochen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die "Colonia Dignidad" eng mit dem Geheimdienst unter Diktator Augusto Pinochet zusammenarbeitete und dabei systematisch Verbrechen wie Mord, Folter und Kindesmissbrauch begangen wurden.
    China verspricht Verbot von Elfenbeinhandel:
    China will den Handel mit Elfenbein und dessen Verarbeitung bis Ende kommenden Jahres verbieten. Die Regierung werde den Elfenbeinhandel und die Verarbeitung von Elfenbein zu kommerziellen Zwecken bis Ende 2017 schrittweise stoppen, verlautete über die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Artenschützer begrüßten den Schritt. Die Volksrepublik gilt als der weltgrößte Absatzmarkt für Elfenbein. In Afrika werden deshalb jedes Jahr tausende Elefanten von Wilderern getötet, das Elfenbein wird nach Fernost geschmuggelt.
    9 min
  • 30.12.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA weisen 35 russische Geheimagenten aus:
    Als Reaktion auf die Hackerangriffe haben die USA eine Reihe harter Strafmaßnahmen gegen Russland verhängt. 35 russische Geheimagenten wurden zu "unerwünschten Personen" erklärt und haben 72 Stunden lang Zeit, das Land zu verlassen, heißt es in einer von US-Präsident Barack Obama unterzeichneten Anordnung. Außerdem sollen zwei russische Niederlassungen in den USA geschlossen werden. Die Sanktionen richten sich gegen den russischen Militärgeheimdienst GRU und den Inlandsgeheimdienst FSB. Die USA werfen höchsten Regierungsstellen in Moskau vor, sich mit Cyberangriffen in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingemischt zu haben. So sollen Hacker mit Billigung des Kreml in das Computersystem der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton eingedrungen sein und interne E-Mails an die Öffentlichkeit weitergegeben haben. Russland streitet die Vorwürfe ab und kündigte eine "angemessene" Reaktion auf die Strafmaßnahmen an.
    Türkei nimmt erste Hürde zum Präsidialsystem:
    Eine Kommission des türkischen Parlaments hat die geplante Verfassungsreform für ein Präsidialsystem angenommen. Damit könne der Gesetzentwurf zur Debatte und Abstimmung ins Plenum gehen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Nach dem Parlamentsvotum soll die Reform noch in einem Referendum bestätigt werden. Die Verfassungsänderung sieht deutlich größere Machtbefugnisse für Präsident Recep Tayyip Erdogan vor. Bislang spielt der türkische Präsident laut Verfassung eine vornehmlich repräsentative Rolle. Erdogan will das ändern und plant den Umbau des Staates in ein Präsidialsystem, in dem er deutlich mehr Macht hat.
    Waffenruhe in Syrien – Kämpfe gegen den IS:
    Die seit Mitternacht geltende Waffenruhe in Syrien weckt Hoffnungen auf eine Atempause für die Menschen in dem zerrütteten Bürgerkriegsland. Ausgenommen davon sind Gruppen, die vom UN-Sicherheitsrat als Terrororganisationen eingestuft werden. So haben russische und türkische Kampfflugzeuge Angriffe auf die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) im Gebiet von Al-Bab im Norden Syriens geflogen. Dabei sollen 38 IS-Kämpfer getötet worden sein, berichtet die türkische Armee. Russland und die Türkei hatten die Waffenruhe zwischen der Regierung von Präsident Baschar al-Assad und mehreren Oppositionsgruppen ausgehandelt. Die beiden Länder fungieren auch als Garantiemächte.
    De Maizière fordert mehr Anstrengung bei Integration:
    Nach der Attacke auf einen Obdachlosen in einem Berliner U-Bahnhof hat Innenminister Thomas de Maizière verstärkte Anstrengungen bei der Integration von Flüchtlingen gefordert. Es sei eine "immense Aufgabe", die Menschen, die gekommen seien und eine Bleibeperspektive hätten, zu integrieren. Dieser Prozess werde viele Jahre dauern, sagte de Maizière den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Es werde sicher auch Rückschläge geben. Doch er sei davon überzeugt, dass die Integration gelingen könne, wenn "alle sich so verhalten, dass sie unsere Grundwerte achten, die uns einen". Integrationskurse leisteten dabei einen großen Beitrag. Der Innenminister nannte die Tat in der Berliner U-Bahn einen abscheulichen Vorfall, der "wirklich konsequent geahndet" werden müsse. Die Tatsache, dass mehrere Tatverdächtige Flüchtlinge aus Syrien seien, ändere nichts daran, dass die nach Deutschland Gekommenen in großer Anzahl vor Gewalt und Terror geflohen seien und beides ablehnten, betonte de Maizière. Eine Gruppe junger Leute hatte in der Weihnachtsnacht versucht, einen schlafenden Obdachlosen anzuzünden. Mit Hilfe einer öffentlichen Fahndung konnten die mutmaßlichen Täter schnell gestellt werden.
    Zeitung: Mehr anhängige Asylverfahren als im Vorjahr:
    Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat einem Zeitungsbericht zufolge derzeit mehr anhängige Asylverfahren als am Jahresende 2015. Das berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf die Nürnberger Behörde. Demnach startet das BAMF voraussichtlich mit 450.000 noch nicht abgeschlossenen Asylverfahren ins neue Jahr. Ende 2015 hatte die Zahl noch deutlich unter 400.000 gelegen. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer der zwischen Januar und November gestellten Asylanträge liegt nach Auskunft der Behörde bei aktuell 6,9 Monaten. Im Vorjahr waren es dem Zeitungsbericht zufolge 5,2 Monate. Das BAMF begründete die längere Dauer mit zunehmend komplexeren Altfällen. Es gehe etwa um Fälle, in denen die Identität der Antragsteller nur schwer nachweisbar sei. Weil vielen Antragstellern die Asylverfahren zu lange dauern, werden vor deutschen Gerichten immer mehr Untätigkeitsklagen eingereicht.
    9 min
  • 29.12.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Israels Regierungschef kritisiert Kerry-Rede:
    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Rede von US-Außenminister John Kerry zum Nahostkonflikt als "voreingenommen gegenüber Israel" kritisiert. Kerry habe sich zwanghaft mit den Siedlungen befasst und kaum mit der Wurzel des Konfliktes. Dies sei die Opposition der Palästinenser gegen einen jüdischen Staat in irgendwelchen Grenzen, so Netanjahu. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sagte nach der Rede Kerrys, er sei bereit, Friedensgespräche wiederaufzunehmen, falls Israel den Siedlungsbau stoppe und unterzeichnete Verträge umsetze. Der US-Außenminister hatte die israelische Siedlungspolitik kritisiert und sich eindringlich für eine Zwei-Staaten-Lösung als einzigen Weg zu einem dauerhaften Frieden im Nahen Osten stark gemacht.
    Kolumbiens Parlament stimmt für FARC-Amnestiegesetz:
    Das kolumbianische Parlament hat den ersten Teil des Friedensabkommens mit der Guerilla-Organisation FARC umgesetzt. Beide Kammern stimmten für ein Amnestiegesetz für die FARC-Rebellen. Ausgenommen sind Kämpfer, denen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Massaker oder Vergewaltigungen vorgeworfen werden - diese müssen sich dem Friedensvertrag zufolge vor Sondergerichten verantworten. Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos schrieb auf Twitter, der "erste Schritt für die Konsolidierung des Friedens" sei geschafft. Im November hatten sich Regierung und Rebellen nach jahrelangen Verhandlungen auf ein Friedensabkommen geeinigt. Für seine diesbezüglichen Bemühungen wurde Santos mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
    Bericht: Automatik stoppte Todes-LKW vom Berliner Weihnachtsmarkt:
    Ein automatisches Bremssystem hat einem Medienbericht zufolge die Fahrt des Berliner Anschlags-LKW gestoppt. Nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR kam das Fahrzeug nur deshalb nach 70 bis 80 Metern zum Stehen, weil die Zugmaschine mit einer Bremsautomatik ausgerüstet war. Dieses System reagiert laut dem Bericht auf einen Aufprall und betätigt von selbst die Bremsen. Bei dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz am 19. Dezember war der mutmaßliche Täter, Anis Amri, mit einem LKW in die Menschenmassen gerast und hatte 12 Menschen getötet.
    Japanische Ministerin besucht Kriegsschrein:
    Japans rechtskonservative Verteidigungsministerin Tomomi Inada hat mit einem Besuch im höchst umstrittenen Kriegsschrein Yasukuni in Tokio einen Protest Südkoreas provoziert. In dem Schrein wird der 2,5 Millionen japanischen Kriegstoten gedacht, darunter befinden sich auch hingerichtete Kriegsverbrecher. Derartige Besuche von führenden japanischen Politikern verärgern immer wieder vor allem Südkorea und China, die Opfer Japans im Zweiten Weltkrieg waren und in den Pilgergängen eine Glorifizierung der damaligen japanischen Aggression sehen.
    Obama stellt zwei große Wüstengebiete unter Schutz:
    Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat zwei weitere große Naturschutzgebiete ausgewiesen. Es handelt sich um zwei Wüstengebiete: Bears Ears im Bundesstaat Utah und Gold Butte im Süden von Nevada. Obama habe als Präsident mehr Naturschutzgebiete geschaffen als jeder seiner Vorgänger, hieß es in einer Erklärung des Weißen Hauses dazu. Gold Butte ist berühmt für seine historische Felsbildkunst. In Bears Ears wird die US-Bundesregierung erstmals ein nationales Schutzgebiet zusammen mit der indigenen Urbevölkerung verwalten. In dem Gebiet befinden sich Überreste alter Pueblo-Siedlungen, die mehr als 3500 Jahre alt sind.
    7 min

About Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

From the publisher's feed

B2 | Deutsch für Fortgeschrittene: Verbessert euer Deutsch mit aktuellen Tagesnachrichten der Deutschen Welle – für Deutschlerner besonders langsam und deutlich gesprochen.

Best of Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Ranked by our users in the last 21 days

More shows like Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Coffee Break German by Coffee Break Languages

Coffee Break German

1,463 Listeners

Deutsche im Alltag – Alltagsdeutsch | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Deutsche im Alltag – Alltagsdeutsch | Audios | DW Deutsch lernen

98 Listeners

Top-Thema mit Vokabeln | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Top-Thema mit Vokabeln | Audios | DW Deutsch lernen

126 Listeners

Wort der Woche | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Wort der Woche | Audios | DW Deutsch lernen

37 Listeners

Das sagt man so! | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Das sagt man so! | Audios | DW Deutsch lernen

75 Listeners

News in Slow German (Intermediate) by Linguistica 360

News in Slow German (Intermediate)

221 Listeners

Slow German by Annik Rubens

Slow German

450 Listeners

Auf Deutsch gesagt! by Robin Meinert

Auf Deutsch gesagt!

107 Listeners

Easy German: Learn German with native speakers | Deutsch lernen mit Muttersprachlern by Cari, Manuel und das Team von Easy German

Easy German: Learn German with native speakers | Deutsch lernen mit Muttersprachlern

945 Listeners

Deutsch Podcast - Deutsch lernen by Deutsch-Podcast

Deutsch Podcast - Deutsch lernen

144 Listeners

Deutsch lernen durch Hören by www. einfachdeutschlernen.com

Deutsch lernen durch Hören

82 Listeners

Learn German | Deutsch lernen | ExpertlyGerman Podcast by expertlygerman.com

Learn German | Deutsch lernen | ExpertlyGerman Podcast

98 Listeners

German Stories - Learn German with Stories by german-stories.com

German Stories - Learn German with Stories

184 Listeners

14 Minuten - Deine tägliche Portion Deutsch - Deutsch lernen für Fortgeschrittene by Patrick Thun und Jan Kruse

14 Minuten - Deine tägliche Portion Deutsch - Deutsch lernen für Fortgeschrittene

47 Listeners

Slow German listening experience by Teja D.

Slow German listening experience

97 Listeners