Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 31.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Scharfe Kritik an Entmachtung von Venezuelas Parlament:
    Die Entmachtung des venezolanischen Parlaments durch das Oberste Gericht hat scharfe internationale Kritik hervorgerufen. Das US-Außenministerium teilte mit, man betrachte dies als einen ernsten Rückschlag für die Demokratie in Venezuela. Den Venezolanern werde durch die Parlamentsentmachtung das Recht vorenthalten, über die Zukunft ihres Landes durch die gewählten Abgeordneten mitzubestimmen. Der Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Luis Almagro, sprach von einem "Selbstputsch des Staates". Mit der Ausschaltung des Parlaments entfalle die letzte Säule der Regierungsgewalt, die noch vom Willen der Menschen in Venezuela legitimiert gewesen sei. Kritik kam auch aus Mexiko und Brasilien. Peru hatte zuvor seinen Botschafter aus Venezuela abgezogen.
    Israelisches Kabinett billigt Bau neuer Siedlungen - erstmals seit 25 Jahren:
    Zum ersten Mal seit 25 Jahren hat Israel den Bau einer völlig neuen Siedlung im Westjordanland genehmigt. Das Sicherheitskabinett billigte einstimmig die Errichtung einer neuen Ortschaft nördlich der palästinensischen Stadt Ramallah. Sie soll als Ersatz für den Außenposten Amona entstehen, der nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Anfang Februar dieses Jahres geräumt wurde. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte unmittelbar nach der Räumung, bei der es teilweise heftigen Widerstand gab, den Bau einer neuen Siedlung angekündigt. Aus internationaler Sicht sind alle israelischen Siedlungen im Westjordanland illegal. Der UN-Sicherheitsrat hatte Israel im Dezember zu einem vollständigen Siedlungsstopp in den besetzten Palästinensergebieten einschließlich Ost-Jerusalems aufgefordert.
    Rückzug Assads hat für Washington keine Priorität mehr:
    Die USA sehen den Rückzug des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad von der Macht nicht mehr als vordringliches Ziel an. Die neue US-Regierung setze andere Prioritäten und konzentriere sich nicht länger darauf, "Assad loszuwerden", sagte die US-Botschafterin bei der UNO, Nikki Haley. Zwar stelle Assad ein "Hindernis" für einen Frieden dar, die Regierung von US-Präsident Donald Trump werde sich aber nicht so sehr auf den syrischen Machthaber konzentrieren wie Trumps Vorgänger Barack Obama. US-Außenminister Rex Tillerson hatte zuvor bei einem Besuch in der Türkei erklärt, über Assads Schicksal sollten die Syrer selbst entscheiden.
    Südkoreas entmachtete Präsidentin Park verhaftet:
    Südkoreas ehemalige Präsidentin Park Geun Hye ist wegen ihrer Rolle in einem Korruptionsskandal verhaftet worden. Das teilte ein Justizsprecher in Seoul mit. Das zuständige Gericht habe zuvor Haftbefehl gegen Park wegen Amtsmissbrauchs, Nötigung, Bestechlichkeit und der Weitergabe vertraulicher Informationen erlassen. Park war vor drei Wochen ihres Amtes enthoben worden, am Montag hatte die Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen die Ex-Präsidentin beantragt. Park war über eine Korruptionsaffäre einer engen Vertrauten gestürzt. Die Freundin, die mittlerweile in Haft sitzt, soll ihre Beziehungen zur Präsidentin ausgenutzt haben, um Millionenspenden von Firmen für Stiftungen einzutreiben und sich persönlich zu bereichern.
    Einer der meistgesuchten Islamisten in Kenia gefasst:
    In Kenia ist ein Somalier gefasst worden, der als zentrale Figur im dortigen Netzwerk des "Islamischen Staates" (IS) und der Islamistenmiliz Al-Shabaab gilt. Ali Hussein Ali, genannt "der Verlässliche", soll Menschenschmuggel und Terrorfinanzierung organisiert haben. Ali und zwei seiner Komplizen seien bereits am Montag in der Stadt Malindi in Ostkenia gefasst worden, teilte die kenianische Polizei mit. Kenia beteiligt sich an der 22.000 Mann starken Truppe der Afrikanischen Union zur Bekämpfung von Al-Shabaab in Somalia. Die Islamistengruppe greift daher auch Ziele in Kenia an. Al-Shabaab will am Horn von Afrika einen islamischen Gottesstaat errichten und orientiert sich am vom IS in Syrien und im Irak ausgerufenen Kalifat.
    Erste Recycling-Rakete ins All gestartet:
    In den USA ist erstmals eine recycelte Rakete ins Weltall gestartet. Das private US-Unternehmen SpaceX schickte vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral eine Trägerrakete auf die Reise, von der eine sogenannte Raketenstufe bereits früher für einen Raumflug verwendet worden war. Die Falcon-9-Rakete beförderte einen luxemburgischen Satelliten. Bei der Wiederverwendung von Raketen-Komponenten hatte das Unternehmen SpaceX im Dezember 2015 den Durchbruch geschafft. Damals gelang es ihm erstmals, die sogenannte erste Stufe der Falcon 9 unbeschadet zurück zur Erde zu bringen. Inzwischen ist dies dem Unternehmen schon acht Mal gelungen: Fünf der Erststufen - die wie eigene Raketen gebaut sind - landeten auf Plattformen im Meer, drei auf dem Land.
    9 min
  • 30.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Medien: Bundeswehr lieferte Aufklärungsfotos für tödlichen Luftangriff in Syrien:
    Deutsche Tornados sollen Aufklärungsbilder für einen Luftangriff in Syrien geliefert haben, bei dem zahlreiche Zivilisten getötet wurden. Das berichten NDR und WDR. Der Angriff ereignete sich demnach bereits am 19. März in einer von der IS-Terrormiliz kontrollierten Ortschaft in der Nähe von Rakka. Nach Informationen der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden bei dem Angriff auf ein Schulgebäude mindestens 33 Zivilisten getötet, darunter auch Frauen und Kinder. Wahrscheinlich seien Jets der US-geführten internationalen Koalition für die Bombardierung gegen den IS verantwortlich. Das Verteidigungsministerium wollte den Angriff aus Geheimhaltungsgründen nicht bestätigen.
    Türkei erklärt Militäreinsatz in Syrien für beendet:
    Die Türkei beendet nach eigenen Angaben ihren seit dem Vorjahr dauernden Militäreinsatz im Norden Syriens. Der Nationale Sicherheitsrat erklärte, die Offensive sei erfolgreich abgeschlossen. Unklar blieb, ob die Türkei ihre Soldaten aus dem Nachbarland abziehen wird. Regierungschef Binali Yildirim schloss weitere Einsätze der türkischen Armee in Syrien nicht aus. Das türkische Militär und verbündete syrische Rebellen hatten den gemeinsamen Einsatz im August vergangenen Jahres aufgenommen und gegen Einheiten der Terrormiliz "Islamischer Staat" sowie gegen kurdische Milizen gekämpft.
    Anwälte von "Welt"-Korrespondent Yücel ziehen vor türkisches Verfassungsgericht:
    Die Anwälte des inhaftierten "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel ziehen vor das türkische Verfassungsgericht. Sie beantragten die Freilassung des Journalisten aus der Untersuchungshaft, berichtete die "Welt". Die Inhaftierung Yücels verletze "sein Recht auf körperliche Unversehrtheit und seine persönliche Freiheit, das Recht auf ein faires Verfahren, sein Recht auf die Unschuldsvermutung, sein Recht auf Schutz vor Verleumdung, das Recht auf Privatsphäre und freie Kommunikation sowie seine Meinungsfreiheit", hieß es demnach in dem bereits am Montag eingereichten Antrag.
    US-Bundesrichter verlängert Stopp von Trumps Einreiseverbot:
    Ein US-Bundesrichter in Hawaii hat den landesweit verhängten Stopp der Einreiseverbote verlängert. Der Bundesstaat hatte gegen Trumps Anordnung geklagt, weil er sie als Diskriminierung von Muslimen und damit einen Verstoß gegen die Verfassung wertet. Betroffen von dem bisherigen Verbot waren Reisende und Flüchtlinge aus sechs Staaten. Trump bezeichnet die Einreiseverbote hingegen als zwingend notwendige Schutzmaßnahme gegen die Terrorgefahr. Die neue Verfügung gelte nun zeitlich unbegrenzt, hieß es aus dem Justizministerium von Hawaii. Eine Inkraftsetzung des Dekrets während der laufenden gerichtlichen Verfahren ist damit unmöglich.
    NATO-Russland-Rat tagt - zum ersten Mal in diesem Jahr:
    Erstmals in diesem Jahr tritt der NATO-Russland-Rat zusammen. Die Botschafter beider Seiten treffen sich am Vormittag in Brüssel. Bei den Gesprächen soll es nach NATO-Angaben um die Situation "in und um die Ukraine", die Sicherheitslage in Afghanistan sowie die "Terrorbedrohung" gehen. Zudem steht erneut das Thema "Risikovermeidung" auf der Tagesordnung, um verhängnisvolle Missverständnisse zwischen den Militärs beider Seiten zu vermeiden. Die Gespräche im NATO-Russland-Rat waren wegen der Ukraine-Krise fast zwei Jahre lang unterbrochen gewesen. Erst im April 2016 kam es erstmals wieder zu einem Treffen, zwei weitere folgten im vergangenen Jahr.
    Geheimdienst-Kontrolleure zu Amri: Umgang mit Gefährdern neu ordnen:
    Knapp dreieinhalb Monate nach dem Terroranschlag von Berlin dringen die Geheimdienst-Kontrolleure des Bundestags auf Nachbesserungen im Umgang mit Gefährdern. Die Mitglieder des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr) sprachen sich etwa für bundesweit einheitliche Maßnahmen aus. Das Gremium zog damit die Konsequenz daraus, dass aus seiner Sicht die Gefährlichkeit des Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri falsch eingeschätzt wurde. Eine interne Ermittlergruppe des PKGr hatte knapp zwei Monate lang mögliche Fehler oder Pannen im Fall Amri untersucht. Das Gremium beriet über den nun vorgelegten Bericht ihrer sogenannten Task Force. Der abgelehnte tunesische Asylbewerber Amri hatte am 19. Dezember einen Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gesteuert und insgesamt zwölf Menschen getötet. Er war als islamistischer Gefährder eingestuft und fiel mehrfach als Krimineller auf.
    CDU zufrieden mit Verhandlungsergebnissen des Koalitionsausschusses:
    Die schwarz-rote Koalition hat sich trotz des Wahlkampfes in sechseinhalbstündigen Verhandlungen bei einer Reihe von Streitthemen geeinigt. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) zeigte sich zufrieden mit den Beschlüssen, auch wenn es in mehreren Streitfragen keine Einigung gegeben habe wie zum Beispiel bei der von beiden Seiten angestrebten Begrenzung von Management-Gehältern. Grünes Licht gab es in der Runde für das Verbot von Kinderehen und eine bessere Bekämpfung von Sozialbetrug durch Asylbewerber. Die Stimmung in der Runde um Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz wurde als kollegial und sachorientiert beschrieben.
    9 min
  • 29.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Premierministerin May unterzeichnet Brexit-Antrag:
    Großbritanniens Premierministerin Theresa May hat den Brexit-Antrag unterschrieben und damit den Weg für das Austrittsverfahren aus der Europäischen Union freigemacht. Sie setzte in der Downing Street ihre Unterschrift unter das historische Dokument. Der britische EU-Botschafter Tim Barrow soll den Austritts-Antrag an diesem Mittwoch gegen 13.30 Uhr MESZ an EU-Ratspräsident Donald Tusk übergeben. Damit wird offiziell Artikel 50 des EU-Vertrags ausgelöst. Laut Artikel 50 haben London und die übrigen 27 EU-Staaten dann genau zwei Jahre Zeit, um die Bedingungen der Trennung auszuhandeln. May hat mehrfach betont, dass sie einen "sauberen" Brexit anstrebe, also einen möglichst harten Schnitt. Zum ersten Mal seit der Gründung der EU stellt mit Großbritannien ein Mitgliedsstaat einen Austrittsantrag.
    Schottlands Parlament stimmt für zweites Unabhängigkeitsreferendum:
    Das schottische Parlament in Edinburgh hat einer neuen Volksabstimmung über die Loslösung von Großbritannien zugestimmt. Mit einer Mehrheit von 69 zu 59 Stimmen erteilten die Abgeordneten Regierungschefin Nicola Sturgeon das Mandat für entsprechende Verhandlungen mit London. Für ein rechtsverbindliches Referendum ist die Zustimmung der Regierung von Premierministerin Theresa May notwendig, doch die sperrt sich. Vor allem der Zeitplan ist umstritten. Sturgeon will noch vor dem Ende der Brexit-Verhandlungen in zwei Jahren abstimmen lassen. May will die Sache bis nach 2019, womöglich bis nach der nächsten Parlamentswahl in Schottland 2021, aussitzen. Anlass für die neue Volksabstimmung über die Trennung vom Vereinigten Königreich ist der Brexit, den die Mehrheit der Schotten ablehnt.
    Trump hebelt Obamas Klimaplan aus:
    US-Präsident Donald Trump hat Maßnahmen seines Vorgängers Obama zum Klimaschutz rückgängig gemacht. Er unterzeichnete in Washington einen entsprechenden Präsidial-Erlass. Überprüft und zumindest deutlich abgeschwächt werden soll unter anderem der sogenannte "Clean Power Plan", der Treibhausgasemissionen von Kohlekraftwerken beschränkt. Trump sagte, er setze dem - Zitat - "Krieg gegen die Kohle" nun ein Ende. Dies werde zu vielen neuen Jobs führen. Trump ordnete zudem an, dass Bundesbehörden bei Entscheidungen künftig nicht mehr die Auswirkungen auf das Klima bedenken müssen. Der Präsident sagte, viele der Regulierungen seien unnötig. Die USA hätten auch so saubere Luft und sauberes Wasser. Die Europäische Kommission bedauerte Trumps Vorgehen. US-Umweltschutzorganisationen hatten bereits im Vorfeld der Entscheidung Klagen angekündigt.
    Bundesregierung findet acht Ausweich-Standorte zu Incirlik:
    Bei der Suche nach einer Alternative zum türkischen Incirlik hat die Bundesregierung acht mögliche Standorte für die Bundeswehr ausgemacht. Sie lägen in Kuwait, Jordanien und Zypern, schreibt die Tageszeitung "Die Welt". Über die Untersuchung auf eine militärische Eignung hinaus seien aber "keine Gespräche hinsichtlich einer möglichen Stationierung geführt" worden, heißt es demnach in der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion. Etwa 270 Bundeswehrsoldaten sind auf den Luftwaffenstützpunkten Konya und Incirlik in der Türkei am internationalen Anti-Terror-Einsatz gegen die Miliz "Islamischer Staat" (IS) beteiligt. Die Beziehungen zwischen Berlin und Ankara sind zurzeit extrem angespannt. Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland haben für Aufregung gesorgt. Schon vorher gab es das Problem, dass die türkische Seite deutschen Politikern den Besuch der Soldaten nicht gestattete.
    FIFA sperrt Lionel Messi für vier Länderspiele:
    Argentiniens Fußball-Nationalmannschaft muss für vier Spiele auf ihren Spitzenspieler Lionel Messi verzichten. Der 29-Jährige habe bei der Begegnung gegen Chile am vergangenen Donnerstag einen Schiedsrichter-Assistenten beleidigt, teilte der Fußball-Weltverband FIFA mit. Der Fußball-Weltverband begründete die drastische Maßnahme mit einem Verstoß gegen Artikel 57 der Disziplinar-Regeln. Zusätzlich muss Messi 10.000 Schweizer Franken zahlen. Überführt wurde Messi wohl durch TV-Bilder. Ohne Messi hat Argentinien einen herben Rückschlag in der Qualifikation für die Fußball-WM in Russland erlitten. In La Paz schlug Bolivien den zweifachen Weltmeister mit 2:0.
    8 min
  • 28.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Medien: Ankara spioniert Türken in Deutschland aus:
    Laut deutschen Medienberichten spioniert der türkische Geheimdienst in großem Umfang angebliche Unterstützer des im US-Exil lebenden Predigers Fethullah Gülen in Deutschland aus. Der türkische Geheimdienst MIT führe detaillierte Namenslisten. Neben mehr als 300 Einzelpersonen seien auch gut 200 angeblich der Gülen-Bewegung zuzurechnende Vereine, Schulen und sonstige Einrichtungen aufgeführt. Das Dokument enthält dem Bericht zufolge Meldeadressen, Handy- und Festnetznummern sowie in vielen Fällen Fotos der Betroffenen. Die Spionageabwehr der Bundesrepublik habe begonnen, die Liste auszuwerten, um herauszufinden, wie der MIT an die Informationen gekommen ist. Erste Untersuchungen hätten ergeben, dass etliche der Fotos offenbar heimlich aufgenommen worden seien, etwa durch Überwachungskameras. Die türkische Regierung macht den islamischen Prediger Gülen für den gescheiterten Putsch vom Juli 2016 verantwortlich und verfolgt seine Anhänger als "Terroristen".
    Amnesty: Hunderte Zivilisten bei Luftangriffen in Mossul getötet:
    Im Kampf um die irakische Stadt Mossul sind nach einer Untersuchung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hunderte Zivilisten bei Luftangriffen getötet worden. Mossul ist von Kämpfern der Terrororganisation "Islamischer Staat" besetzt. Die irakische Regierung hatte die Bürger Mossuls zuvor aufgefordert, an Ort und Stelle zu bleiben und nicht aus Häusern oder vermeintlich sicheren Orten zu fliehen, wie Überlebende und Augenzeugen der Organisation berichten. Die hohe Zahl getöteter Zivilisten bei der Rückeroberung Mossuls hatte die Offensive zuletzt zunehmend belastet. Die USA und der Irak kündigten eine Prüfung von Vorwürfen an, Jets der US-geführten Koalition hätten im Westen der Metropole beim Kampf gegen den IS viele Zivilisten getötet. Vergangene Woche waren bei einer gewaltigen Explosion verschiedenen Berichten zufolge mehr als 100 Zivilisten getötet worden.
    Mehr als 100 Demonstranten in Weißrussland verurteilt:
    Nach Protesten am Wochenende gegen die Politik des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko sind mindestens 130 Demonstranten zu mehrtägigen Haftstrafen oder zu Geldbußen verurteilt worden. Nach Angaben der Bürgerrechtsbewegung Wiasna erschienen in der Hauptstadt 111 Angeklagte vor Gericht, in anderen Städten weitere 20. Die meisten Angeklagten erhielten demnach vier bis 15 Tage Haft. Die Staatsführung in Minsk hatte die Demonstrationen für illegal erklärt. Präsident Lukaschenko, der die Ex-Sowjetrepublik seit 1994 autoritär regiert, steht schon seit Wochen massiv unter Druck. Seit Februar gibt es immer wieder Demonstrationen gegen eine Steuer, die Arbeitslose belasten wird. Angesichts der Proteste setzte er das Dekret vorläufig wieder außer Kraft.
    London verlängert Frist für Regierungsbildung in Nordirland:
    Die britische Regierung hat den zerstrittenen Parteien in der zu Großbritannien gehörenden Provinz Nordirland mehr Zeit eingeräumt, eine neue Regierung zu bilden. Es gebe nun "ein kurzes Fenster der Möglichkeiten", sagte der britische Nordirlandminister James Brokenshire nach Ablauf der ursprünglichen Frist am Montag. Kurz zuvor hatten die an den Verhandlungen beteiligten Parteien Sinn Fein und die Democratic Unionist Party (DUP) die Gespräche abgebrochen. Die beiden führenden Nordirlandparteien sind sich in vielen Dingen uneins. So befürwortet die DUP den Brexit, Sinn Fein ist dagegen. Minister Brokenshire hätte alternativ zu der neuen Frist Nordirland auch zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt wieder unter Londons Direktverwaltung stellen oder Neuwahlen ausschreiben können, die dritten binnen eines Jahres.
    UN verhandeln über weltweites Atomwaffenverbot:
    Bei den Vereinten Nationen haben Gespräche über ein weltweites Verbot von Nuklearwaffen begonnen. Da aber keiner der mutmaßlich neun Staaten, die weltweit Atomwaffen besitzen, an den Gesprächen teilnimmt, hat das Treffen mehr symbolischen Wert als Aussicht auf Erfolg. Deutschland hält sich wie die meisten NATO-Staaten mit der Begründung heraus, dass die Gespräche ohne die Atommächte keine Chancen hätten. Selbst Japan, das als einziges Land Angriffe mit Atombomben erlitten hatte, stimmte gegen die Verhandlungen. Unterstützt werden die Gespräche von 123 der 193 UN-Mitgliedstaaten. Die meisten nuklearen Sprengköpfe besitzen die USA und Russland. Auch Großbritannien, Frankreich, China, Indien und Pakistan zählen zu den Atommächten. Israel hat den Besitz von Atomwaffen nie zugegeben, aber auch nicht dementiert. Wie weit das weitgehend abgeschottete Nordkorea bei der Entwicklung von Atomwaffen ist, ist unklar.
    8 min
  • 27.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.CDU gewinnt Landtagswahl im Saarland:
    Aus der Landtagswahl im Saarland sind die Christdemokraten von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer eindeutig als Sieger hervorgegangen. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis gewann die CDU 5,5 Prozentpunkte hinzu und kam auf 40,7 Prozent. Die Sozialdemokraten schnitten mit 29,6 Prozent noch etwas schlechter ab als bei der Wahl vor fünf Jahren. Nach der Kür von Martin Schulz zum SPD-Chef und Kanzlerkandidaten hatte die Partei gehofft, im Saarland deutlich mehr Stimmen zu holen. Die Linke landete bei 12,9 Prozent, die rechtspopulistische AfD zog mit 6,2 Prozent erstmals in das Landesparlament in Saarbrücken ein. Vieles deutet nun darauf hin, dass die CDU und Kramp-Karrenbauer weiter mit der SPD als Juniorpartner an der Saar regieren werden. Ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl war die Abstimmung im kleinsten deutschen Flächenland auch in Berlin verfolgt worden.
    Bürgerliche gewinnen Parlamentswahl in Bulgarien:
    In Bulgarien hat die bürgerliche Partei GERB die vorgezogene Parlamentswahl gewonnen, die absolute Mehrheit aber verfehlt. Für die Bürgerlichen stimmten fast 33 Prozent der Wähler, teilte die Zentrale Wahlkommission nach Auszählung von rund 80 Prozent der abgegebenen Stimmen mit. Der GERB-Vorsitzende und Ex-Regierungschef Boiko Borissow muss sich damit für die Regierungsbildung Koalitionspartner suchen. Die Sozialisten, die als zweitstärkste Kraft knapp 27 Prozent der Stimmen erhielten, haben eine Zusammenarbeit bereits abgelehnt. Drei weitere Parteien schafften den Angaben zufolge die Vier-Prozent-Hürde für den Einzug in das Parlament: die Nationalisten, die Türkenpartei DPS und die neue populistische Partei Wolja. Das amtliche Endergebnis soll innerhalb der kommenden drei Tage feststehen.
    Haftbefehl für Südkoreas Ex-Präsidentin beantragt:
    Südkoreas Staatsanwaltschaft hat nach Medienberichten einen Haftbefehl gegen die entmachtete Präsidentin Park Geun Hye beantragt. Es bestehe die Gefahr, dass Beweismaterial vernichtet werde, zitiert die nationale Nachrichtenagentur Yonhap eine Erklärung der Ermittler. Die Ermittler werfen Park unter anderem Bestechlichkeit und Machtmissbrauch vor. Das Verfassungsgericht hatte Park am 10. März ihres Amtes enthoben. Aus Sicht der Richter hat sie ihrer Freundin Choi Soon Sil die Einmischung in Regierungsgeschäfte erlaubt.
    Nach Hongkong-Wahl: Polizei geht gegen Aktivisten vor:
    Einen Tag nach der Wahl der neuen Regierungschefin in Hongkong hat die Polizei die Strafverfolgung von Aktivisten aufgenommen. Mehrere Studentenführer und Anhänger der "Regenschirm-Bewegung" hätten Anrufe der Polizei erhalten, dass sie sich auf der Wache melden sollten, berichtete der Bürgerrechtler Joshua Wong. Die Vorwürfe gehen zurück auf die wochenlangen Proteste und Straßenblockaden 2014, mit denen Demonstranten freie Wahlen in der Sonderverwaltungsregion Chinas gefordert hatten. Es wurde vermutet, dass es um Anklagen wegen Störung der öffentlichen Ordnung geht. Entgegen dem Versprechen freie Wahlen durchführen zu lassen, bestimmt die Volksrepublik China seit Jahren die obersten Regierungsämter für Hongkong. Am Sonntag erst war eine Pro-Festland-Kandidatin für das Amt der Regierungspräsidentin benannt worden.
    Auslands-Türken stimmen über Präsidialsystem ab:
    Von diesem Montag an können im Ausland lebende Türken über die Verfassungsreform abstimmen, mit der der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seine Macht erheblich ausweiten will. In Deutschland sind 1,4 Millionen türkische Staatsbürger wahlberechtigt. Abgestimmt wird hierzulande in den Generalkonsulaten, die dafür bis zum 9. April täglich von 9.00 bis 21.00 Uhr geöffnet haben. In der Türkei selbst findet das Referendum zu der Reform, mit der zugleich die Befugnisse des Parlaments beschnitten werden sollen, am 16. April statt. Ein Streit um Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland hatte die Spannungen zwischen beiden Ländern zuletzt nochmals verschärft. Nach der Absage von Veranstaltungen in deutschen Städten sprach Erdogan immer wieder von "Nazi-Methoden".
    UNICEF: Fast 500.000 Kinder im Jemen in akuter Gefahr:
    Zwei Jahre nach Kriegsausbruch geraten im Jemen nach Angaben von UNICEF immer mehr Kinder in Lebensgefahr. Wegen extremer Nahrungsmittelknappheit und des Zusammenbruchs der Wasserversorgung in vielen Städten leiden rund 462.000 Kinder an akuter schwerer Mangelernährung, wie das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen mitteilte. Die Daten stammen aus dem UNICEF-Bericht "The children of Yemen - Falling through the Cracks". UNICEF appellierte an die Konfliktparteien und die internationale Gemeinschaft, eine Hungersnot zu verhindern und die Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern sicher zu stellen. Im bitterarmen Jemen tobt ein Bürgerkrieg zwischen der sunnitischen, international anerkannten Regierung des Landes und schiitischen Huthis.
    9 min
  • 25.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Schwere innenpolitische Niederlage für Trump:
    US-Präsident Donald Trump ist mit seinen Bestrebungen, das Gesundheitssystem seines Vorgängers Barack Obama zu beseitigen und durch ein neues Modell zu ersetzen, vorerst gescheitert. Kurz vor der geplanten Abstimmung im Repräsentantenhaus ließ Trump den entsprechenden Gesetzentwurf zurückziehen - Grund war, dass zahlreiche seiner republikanischen Parteikollegen sich der Vorlage weiterhin widersetzten und somit die Mehrheit fehlte. Man müsse auf absehbare Zeit mit "Obamacare" weiterleben, sagte der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, anschließend. Trump will nun die oppositionellen Demokraten mit ins Boot holen. "Ein parteiübergreifendes Gesetz wäre ein großer Fortschritt", sagte er mit Blick auf die Abweichler in seiner Partei.
    Merkel: Gemeinsam Lösung in Flüchtlingskrise finden:
    Vor dem EU-Sondergipfel zum 60. Jahrestag der Römischen Verträge hat Kanzlerin Angela Merkel das Engagement aller Mitgliedsstaaten zur Bewältigung der Flüchtlingskrise verlangt. Europa müsse eine gemeinsame Lösung finden, sagte die CDU-Politikerin italienischen Medien. Zuvor hatte Papst Franziskus, der die 27 EU-Staats- und Regierungschefs im Vatikan empfing, die Europäische Union eindringlich zu mehr Solidarität und Zusammenhalt aufgerufen. Solidarität sei das wirksamste Heilmittel gegen die modernen Formen des Populismus. An diesem Samstag feiern die 27 EU-Mitglieder - ohne das abtrünnige Großbritannien - in der italienischen Hauptstadt die Unterzeichnung der Verträge von 1957, die zur Grundlage für die Europäische Union wurden.
    Trump-Regierung gratuliert EU:
    US-Präsident Donald Trump hat der Europäischen Union zu ihrem Jubiläum gratuliert. Das Weiße Haus in Washington unterstrich in einer Erklärung das gemeinsame Engagement der Vereinigten Staaten und der EU für "die Freiheit, die Demokratie und den Rechtsstaat". Das Statement stellt einen bemerkenswerten Wechsel der Tonlage dar. Trump hatte sich in der Vergangenheit überaus kritisch zur EU geäußert und die britische Austrittsentscheidung als "großartige Sache" begrüßt. Vor seinem Amtsantritt bezeichnete er die EU als "ein Mittel zum Zweck für Deutschland".
    Abschiebung von Terrorverdächtigem auf dem Rollfeld gestoppt:
    Die geplante Abschiebung eines terrorverdächtigen Tunesiers ist wenige Minuten vor seinem Abflug vom Frankfurter Flughafen unterbrochen worden. Der 36-Jährige hatte kurz vor dem Start einen Asylantrag gestellt, wie der hessische Radiosender hr-info berichtete. Außerdem wandte sich der Verdächtige über seinen Anwalt mit einem Eilantrag an das Frankfurter Verwaltungsgericht. Zur Begründung verwies er auf die ihm drohende Todesstrafe und die Menschenrechtslage in seiner Heimat. Das Gericht ließ die Abschiebung stoppen. Polizisten holten den Tunesier aus dem Flugzeug und nahmen ihn wieder in U-Haft. Die Ermittlungen gegen ihn dauern laut Generalstaatsanwaltschaft an. Haykel S. wird vorgeworfen, ein Terrornetzwerk aufgebaut und einen Anschlag in Deutschland geplant zu haben.
    IS bekennt sich zu Anschlag auf russischen Stützpunkt in Tschetschenien:
    Die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) hat den Anschlag auf einen russischen Militärstützpunkt in der Teilrepublik Tschetschenien für sich reklamiert. Sechs Angreifer hatten versucht, in die Kaserne der Garde in Naurskaja einzudringen, die nordwestlich der tschetschenischen Hauptstadt Grosny liegt. Sie seien den Märtyrertod gestorben, erklärte der IS auf Twitterkanälen, die ihm zugerechnet werden. Bei den mehrstündigen Gefechten wurden auch sechs Nationalgardisten getötet. Die im vergangenen Jahr gebildete Nationalgarde ist direkt dem russischen Präsidenten Wladimir Putin unterstellt. Sie hat den Auftrag, Grenzen zu schützen und Extremisten zu bekämpfen. Aus der Unruheregion Nordkaukasus, zu der auch Tschetschenien zählt, haben sich viele Muslime dem IS in Syrien oder im Irak angeschlossen.
    Maduro bittet UN um Hilfe bei Medikamentenmangel:
    Wegen der drastischen Arzneimittelknappheit in Venezuela hat Präsident Nicolás Maduro die Vereinten Nationen um Hilfe gebeten. Er habe die für Lateinamerika zuständige Vertreterin des UN-Entwicklungsprogramms gebeten, das Problem zu regeln, sagte Maduro in einer Fernsehansprache. Venezuela leidet seit dem Verfall des Ölpreises auf dem Weltmarkt unter einer Wirtschaftskrise, die zu schwersten Versorgungsengpässen und zur Hyperinflation in dem südamerikanischen Land führte. Nach Angaben des venezolanischen Ärzteverbandes verfügen die Krankenhäuser nur noch über drei Prozent der benötigten Medikamente und Materialien. Patienten stürben, weil Krebsmittel fehlten, andere würden Gliedmaße wegen fehlender Antibiotika verlieren.
    9 min
  • 24.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump stellt eigener Partei ein Ultimatum zu "Obamacare":
    US-Präsident Donald Trump hat seiner eigenen Partei ein Ultimatum gestellt: Demnach nehmen die Republikaner die verhandelte Reform von Obamacare entweder an diesem Freitag im Repräsentantenhaus an oder er lässt das Gesetz fallen. Das erklärte der Haushaltsdirektor im Weißen Haus, Mick Mulvaney, nach der abrupten Verschiebung der Abstimmung über die Gesundheitsreform am Donnerstagabend. Der Präsident habe genug verhandelt, so Mulvaney. Hintergrund der Terminverschiebung sind Unstimmigkeiten innerhalb der Republikanischen Partei. Eine größere Zahl von Abgeordneten ist nicht bereit, für das neue Krankenversicherungsmodell zu stimmen. Eine Mehrheit für die Gesetzesänderung galt daher als unwahrscheinlich. Trump will "Obamacare" durch ein stärker marktwirtschaftlich ausgerichtetes System ersetzen.
    250 Tote bei Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer befürchtet:
    Bei einem Bootsunglück im Mittelmeer könnten internationalen Helfern zufolge bis zu 250 Menschen ums Leben gekommen sein. Private Rettungsorganisationen berichteten von zwei Schlauchboten, die vor der Küste Libyens gekentert waren. Nach Angaben der spanischen Organisation Pro-Activa Open Arms wurden fünf Tote geborgen. Die restlichen Menschen seien "verschwunden". Auf jedem Boot könnten mehr als 120 Menschen gewesen sein, hieß es. Bei den entdeckten Ertrunkenen handelt es sich nach ersten Ergebnissen um Afrikaner im Alter zwischen 16 und 25 Jahren. Im Mittelmeer kentern immer wieder Flüchtlingsboote. Das UN-Flüchtlingskommissariat schätzte die Zahl der in diesem Jahr ertrunkenen Migranten vor dem jüngsten Unglück auf 440.
    Hunderte Menschen gedenken Opfer des Anschlags in London:
    Zum Gedenken an die Londoner Terroropfer haben sich einen Tag nach dem Anschlag Hunderte Menschen im Zentrum der britischen Hauptstadt versammelt. Auf dem schwer bewachten Trafalgar Square im Herzen von London zündeten die Teilnehmer einer Trauerkundgebung Kerzen an und legten Blumen nieder. Auf Schildern waren Botschaften wie "Hass wird uns nicht spalten" oder "Wir haben keine Angst" zu lesen. Bürgermeister Sadiq Khan sagte, die Londoner würden sich "niemals vom Terrorismus einschüchtern" lassen. Bei dem Anschlag nahe dem britischen Parlament waren insgesamt fünf Menschen getötet und 40 weitere verletzt worden. Der Attentäter wurde von der Polizei erschossen. Der 52-jährige K. Masood war der Polizei wegen diverser Vergehen bekannt, er galt aber nicht als Gefährder. Der sogenannte "Islamische Staat" bekannte sich in einer Botschaft seines Sprachrohrs Amaq zu der Tat. Die Polizei nahm am Donnerstag in verschiedenen Städten des Landes drei Frauen und fünf Männer fest. Sie werden verdächtigt, Terroranschläge vorbereitet zu haben.
    Präsidentschaftskandidat Fillon erhebt schwere Vorwürfe gegen Hollande:
    Der angeschlagene französische Präsidentschaftskandidat François Fillon hat schwerwiegende Vorwürfe gegen Staatschef François Hollande erhoben. Der Konservative beschuldigte Hollande, gezielt vertrauliche Informationen über die gegen ihn laufenden Ermittlungen durchsickern zu lassen und damit seine Kandidatur zu untergraben. Hollande stehe an der Spitze eines "schwarzen Kabinetts", das den Medien Informationen zuspiele, sagte Fillon im TV-Sender France 2 und forderte eine Untersuchung. Fillon bezog sich bei seinen Vorwürfen auf ein bald erscheinendes Buch zweier Enthüllungsjournalisten, in das er vor dem Druck Einblick erhalten habe. Hollande wies die Darstellungen als "lügnerische Unterstellungen" zurück. Fillon steht wegen der Scheinbeschäftigungsaffäre um seine Frau massiv unter Druck. Die Wahlchancen des ursprünglich als Favorit gehandelten Konservativen haben sich infolge der Affäre deutlich verschlechtert.
    Hardliner Friedman wird US-Botschafter in Israel:
    Der US-Senat hat den rechtsgerichteten Hardliner David Friedman als Botschafter der USA in Israel bestätigt. Die Senatoren stimmten der Nominierung des Anwalts mit 52 zu 46 Stimmen knapp zu. Der von US-Präsident Donald Trump ernannte Friedman steht mit seinen Ansichten zum Nahost-Konflikt der israelischen Rechten nahe. Wegen seiner Positionen wird er unter anderem von den US-Demokraten und linksgerichteten jüdischen Gruppierungen in den Vereinigten Staaten heftig kritisiert. Friedman befürwortet die Ausweitung jüdischer Siedlungen in den besetzten Palästinensergebieten sowie die Verlegung der US-amerikanischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. In der Vergangenheit stellte er außerdem das Ziel eines Palästinenserstaates in Frage. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zeigte sich erfreut über die Bestätigung Friedmans und hieß ihn auf Twitter als engen "Freund Israels" willkommen.
    10 min
  • 23.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.London: Polizei bestätigt sieben Festnahmen im Zusammenhang mit Attentat:
    Die britische Polizei hat sieben Personen im Zusammenhang mit dem Londoner Attentat festgenommen. Laut dem Chef der Terrorismusbekämpfungseinheit gehen die Ermittler von einem islamistisch motivierten Terrorangriff aus. In der nordenglischen Stadt Birmingham stürmten Einsatzkräfte in der Nacht eine Wohnung und nahmen drei Männer in Gewahrsam. Eine Verbindung des Einsatzes zu dem Terroranschlag bestätigte die Polizei bislang nicht. Britische Politiker wie Premierministerin Theresa May und der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan bekräftigten nach dem Angriff, ihr Land werde sich dem Terrorismus niemals beugen oder sich von ihm einschüchtern lassen. May hatte nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts angekündigt, die Terrorwarnstufe nicht erhöhen zu wollen. Derzeit gilt in Großbritannien die zweithöchste Stufe. Nach dieser gilt ein Anschlag als "sehr wahrscheinlich". Ein Angreifer hatte am Mittwochnachmittag im Londoner Parlamentsviertel vier Menschen getötet und wurde selbst von einem Polizisten erschossen.
    Neue Erkenntnisse um Trumps Abhörvorwürfe:
    In der undurchsichtigen Affäre um ein angebliches Abhören von US-Präsident Donald Trump vor seiner Amtseinführung sind neue Erkenntnisse aufgetaucht. Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im US-Repräsentantenhaus, Devin Nunes, sagte, es sei möglich, dass Gespräche von Trump und seinen Mitarbeitern durch routinemäßige Abhöraktionen mitgeschnitten worden seien. Nunes sagte, er habe beim Sichten von ihm zugeleiteten Geheimdienstunterlagen bemerkt, dass es offenbar zufällig gesammelte Informationen gegeben habe. Das sei "normales, zufälliges Sammeln". Nunes sagte aber auch, dass die Vorwürfe gegen Obama weiterhin haltlos seien. Trump sagte trotzdem, er empfinde durch die Erkenntnisse "so etwas wie eine Rehabilitierung". Der US-Präsident wirft seinem Vorgänger Barack Obama vor, dieser habe ihn in seinem Wahlkampf-Hauptquartier in New York abhören lassen. Die US-Geheimdienste verneinen dies.
    In Genf beginnen neue Friedensgespräche zu Syrien:
    Unter Vermittlung der Vereinten Nationen werden an diesem Donnerstag in Genf die Friedensverhandlungen zwischen der syrischen Regierung und der Opposition fortgesetzt. An der fünften Verhandlungsrunde nehmen nach UN-Angaben sowohl die Rebellengruppen als auch die Regierung teil. Die Konfliktparteien sollen dabei zunächst getrennt voneinander mit Ezzeldin Ramzy zusammenkommen, dem Stellvertreter des Syrien-Gesandten Staffan de Mistura. Die Teilnahme aller Rebellengruppen an den Genfer Friedensgesprächen könnte den von den UN vermittelten Friedensprozess voranbringen. In der vergangenen Woche hatten einige Oppositionsgruppen ihre Teilnahme an einer neuen Runde der parallel laufenden Gespräche im kasachischen Astana verweigert. Die Verhandlungen waren von Russland, dem Iran und der Türkei initiiert worden und sollen den vereinbarten Waffenstillstand in Syrien stabilisieren.
    Eisdecke in Arktis so niedrig wie noch nie:
    Noch nie war die Eisdecke der Arktis vor Ende des Winters so klein wie 2017. Das teilte die US-Weltraumbehörde Nasa mit. Die Eisschicht auf den Meeren rund um den Nord- und Südpol konnte sich demnach in der kalten Jahreszeit nicht erholen. Die Ursache für den Negativrekord in der Arktis war den Angaben zufolge der warme Herbst und Winter. Im März erreicht das Nordpoleis normalerweise seine größte Ausdehnung. Nach Angaben von Forschern des Nationalen Schnee- und Eisdatenzentrums der USA hat die Eisdecke in der Arktis nur 14,42 Millionen Quadratkilometer erreicht. Auch in der Antarktis habe das Meereis "die geringste je von Satelliten gemessene Ausdehnung zu diesem Zeitpunkt in der südlichen Hemisphäre" erreicht, erklärten die Forscher. Seit 38 Jahren wird die Entwicklung der Eisflächen an den Polen gemessen.
    Leipziger Buchmesse mit Auszeichnung für Mathias Enard gestartet:
    Die Leipziger Buchmesse ist mit einem Bekenntnis zu einem geeinten Europa eröffnet worden. Der französische Schriftsteller Mathias Enard erhielt für seinen Roman "Kompass" den mit 20.000 Euro dotierten Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Dieser zählt zu den wichtigsten Literaturpreisen in Deutschland. Die Jury sagte, Enards neues Buch über das Verhältnis Europas zur arabischen Welt zeige auf, wie die islamische, die christliche und die jüdische Tradition ineinandergriffen. In einer Zeit von Spaltung und Hass trete der Autor als "einzigartiger Vermittler" und "leidenschaftlicher Orientforscher" auf. Mit der Preisverleihung beginnt traditionell der Frühjahrstreff der Buchbranche in Leipzig. Die Messe dauert bis Sonntag. Es sind fast 2500 Aussteller aus 43 Ländern vertreten. Die Veranstalter rechnen mit rund 190.000 Besuchern.
    Podolski verabschiedet sich mit Traumtor und Sieg gegen England:
    Bei seinem letzten Spiel für die deutsche Fußballnationalmannschaft hat Lukas Podolski seinem Team mit einem fulminanten Tor den Sieg gegen England beschert. In der 69. Minute platzierte der 31-Jährige den Ball aus über 20 Metern Entfernung mit einem Linksschuss ins Tor. Die Mannschaft unter Trainer Joachim Löw feierte mit dem 1:0 den ersten Heimsieg gegen die "Three Lions" seit 30 Jahren. Podolski gab bei dem Freundschaftsspiel seinen Abschied als Nationalspieler. In seinen 130 Länderspielen erzielte der Kölner 49 Tore. Unter tosendem Applaus wurde Podolski von den knapp 61.000 Zuschauern im Dortmunder Stadion verabschiedet.
    12 min
  • 22.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump plant Besuch von NATO-Gipfel:
    US-Präsident Donald Trump will am NATO-Gipfel Ende Mai teilnehmen. Mitte April will er bereits NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg treffen, bestätigte das Weiße Haus und erklärte, der US-Präsident wolle bei dem Gipfel das "starke Engagement" der Vereinigten Staaten in der NATO bekräftigen und zugleich "kritische Fragen" der Allianz mit den Bündnispartnern erörtern. Dabei gehe es Trump insbesondere um die "Lastenverteilung und die Rolle der NATO beim Kampf gegen den Terrorismus". Die NATO wiederum teilte mit Blick auf die Begegnung beider Politiker mit: "Sie werden darüber diskutieren, wie wichtig eine starke NATO für kollektive Verteidigung und für Stabilität über die Grenzen der Allianz hinaus ist." Trump hatte das Militärbündnis noch Mitte Januar als "obsolet" bezeichnet und ein zu geringes Engagement der Allianz im Anti-Terror-Kampf beklagt.
    Brüssel gedenkt Anschlägen:
    Ein Jahr nach den Anschlägen in Brüssel hat Belgien mit einer Schweigeminute am Flughafen der 32 Opfer gedacht. Angehörige und Hinterbliebene, Flughafenpersonal, Regierungsvertreter sowie König Philippe und Königin Mathilde hielten am Mittwoch um 7.58 Uhr dem Zeitpunkt des Anschlags - in der Abflughalle des Brüsseler Flughafens Zaventem eine Minute lang inne. Im Laufe des Tages sind weitere Gedenkveranstaltungen für die Opfer der Brüsseler Terroranschläge geplant. Mit einem Zug wird das Königspaar in die Metrostation Maelbeek einfahren, um auch dort der Anschlagsopfer zu gedenken. Am Vormittag wird außerdem eine Statue in der Nähe der EU-Kommission enthüllt. Am Morgen des 22. März 2016 hatten sich zwei Selbstmordattentäter in der Abflughalle des Brüsseler Flughafens Zaventem in die Luft gesprengt, etwa eine Stunde später folgte eine dritte Bombe in der Metrostation Maelbeek im EU-Viertel der belgischen Hauptstadt. Bei den Attentaten wurden 32 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt.
    London verbietet Laptops im Handgepäck auf manchen Flügen:
    Nach den USA verbietet auch Großbritannien die Mitnahme von Laptops und Tablet-Computern im Handgepäck auf bestimmten Flügen. Wie die britische Regierung mitteilte, sind von dem Verbot Flugreisende betroffen, die direkt aus Ägypten, Jordanien, dem Libanon, Saudi-Arabien, Tunesien oder der Türkei nach Großbritannien reisen. Das Verbot gilt für Verbindungen von 14 Fluggesellschaften. Zuvor hatte die US-Regierung ein entsprechendes Verbot erlassen. Sie begründete dies mit dem Schutz vor Anschlägen mithilfe elektronischer Geräte. Das Verbot der USA gilt für Direktverbindungen von zehn Flughäfen im Nahen Osten und in Nordafrika, darunter die wichtigen Drehkreuze Dubai und Istanbul.
    Bundesregierung stoppt Rüstungsexporte in die Türkei:
    Die Bundesregierung hat seit Anfang 2016 insgesamt elf Rüstungsexporte ins NATO-Partnerland Türkei abgelehnt. Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Jan van Aken hervor, die der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt. Dabei ging es um Anträge der Rüstungsindustrie zur Lieferung von Handfeuerwaffen, Munition sowie Komponenten für andere Rüstungsgüter. Zur Begründung heißt es, bei Rüstungsexportentscheidungen werde der Beachtung der Menschenrechte ein besonderes Gewicht beigemessen. Seit dem Putschversuch vom Juli 2016 ist Berlin zurückhaltender geworden, weil es die Sorge gibt, die Waffen könnten in der Türkei zur Unterdrückung der eigenen Bevölkerung eingesetzt werden.
    Umweltschützer warnen vor globaler Wasserkrise:
    Anlässlich des Weltwassertags an diesem Mittwoch haben Umweltschützer vor einer globalen Wasserkrise gewarnt. Bis 2030 drohe wegen des Klimawandels sowie des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern eine "gefährliche Verschärfung" der Lage, erklärte die Naturschutzorganisation WWF. Ohne geeignete Gegenmaßnahmen sei mit verheerenden Folgen für Mensch und Natur zu rechnen. Die Süßwasserressourcen werden in Zukunft am stärksten in Gebieten beansprucht, "in denen die Bevölkerung ansteigt, die Wirtschaft boomt und der Klimawandel besonders heftig zuschlägt", erklärte der WWF. Von der "globalen Wasserkrise" seien aber auch Teile Europas und der USA betroffen.
    Steinmeier wird vereidigt und skizziert Programm:
    Der neue Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird an diesem Mittwoch in einer gemeinsamen Sitzung von Bundestag und Bundesrat vereidigt. Die offizielle Amtseinführung des 61-Jährigen findet um 12 Uhr im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes statt. Steinmeier wird anschließend seine erste Ansprache als Staatsoberhaupt halten. Unmittelbar nach seiner Wahl am 12. Februar hatte er dazu aufgerufen, in schwierigen Zeiten Mut zu beweisen und Freiheit und Demokratie zu bewahren. Sein Vorgänger Joachim Gauck war am Freitag mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedet worden.
    10 min
  • 21.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Französische Präsidentschaftskandidaten treffen aufeinander:
    Knapp einen Monat vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich sind die fünf wichtigsten Kandidaten in einer ersten TV-Debatte gegeneinander angetreten. Dabei gerieten besonders der unabhängige Kandidat Emmanuel Macron und die Rechtspopulistin Marine Le Pen immer wieder aneinander. Im Mittelpunkt standen Themen wie Einwanderung, Islam und Sicherheitspolitik. Neben Macron und Le Pen nahmen der Konservative François Fillon, der Sozialist Benoît Hamon und Linkspartei-Gründer Jean-Luc Mélenchon an der Debatte teil. Im Rennen um die Nachfolge des unpopulären Sozialisten François Hollande sehen Umfragen derzeit den früheren Wirtschaftsminister Macron und Front-National-Chefin Le Pen vorne. Macron würde sich demnach in der Stichwahl am 7. Mai klar durchsetzen.
    Weißes Haus hält an Abhörvorwürfen fest:
    Das Weiße Haus nimmt die Abhörvorwürfe gegen Barack Obama nicht zurück. US-Präsident Donald Trumps Sprecher Sean Spicer sagte, die Aussage von FBI-Chef James Comey, er habe keine Erkenntnisse über ein solches Abhören, habe nichts an der Lage geändert. Es handle sich nur um eine erste Anhörung, und es sei noch ein weiter Weg zu gehen. Comey hatte sich zuvor in einer Kongressanhörung geäußert. Dabei hatte er außerdem bestätigt, dass das FBI wegen möglicher Verbindungen des Trump-Wahlkampfteams mit Russland ermittle. Spicer sagte, Ermittlungen und Beweise seien nicht dasselbe. Er beschrieb Paul Manafort, dessen Name im Zusammenhang mit Ermittlungen oft fällt, als jemanden mit einer "sehr begrenzten Rolle" in einer "sehr begrenzten Zeit". Tatsächlich war Manafort der Wahlkampfchef Trumps.
    Frankreichs Innenminister beschäftigte Töchter im Parlament:
    Der französische Innenminister Bruno Le Roux hat zeitweilig seine beiden Töchter als parlamentarische Mitarbeiterinnen beschäftigt. Sie hätten zwischen 2009 und 2016 im Sommer oder während der Schulferien für ihn gearbeitet, bestätigte Le Roux dem Fernsehsender TMC. Die Einnahmen aus mehreren befristeten Verträgen hätten insgesamt rund 55.000 Euro betragen. Regierungschef Bernard Cazeneuve werde den Minister an diesem Dienstag zu einem Gespräch empfangen, meldete die Nachrichtenagentur AFP. Die Anstellung von Familienangehörigen als parlamentarische Mitarbeiter ist in Frankreich grundsätzlich legal. Im Fall des konservativen Präsidentschaftskandidaten François Fillon ermittelt jedoch die Justiz wegen des Verdachts auf Scheinbeschäftigung.
    Ermittler verhören Südkoreas entmachtete Präsidentin:
    Südkoreas Ex-Präsidentin Park Geun Hye ist im Zuge des Korruptionsskandals von Staatsanwälten befragt worden. Zuvor entschuldigte sich Park bei der Bevölkerung, wie örtliche Medien berichteten. Sie kündigte an, mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten. Park war durch das Verfassungsgericht vor knapp zwei Wochen ihres Amtes enthoben worden. Sie wird der Bestechlichkeit und des Amtsmissbrauchs beschuldigt. Unter anderem soll sie ihrer langjährigen Freundin Choi Soon Sil die Einmischung in Regierungsgeschäfte erlaubt und für deren Interessen ihre Macht missbraucht haben. Park bestreitet, in kriminelle Aktivitäten verstrickt zu sein.
    Mindestens 13 Tote bei Anschlag in Bagdad:
    Bei einem Autobombenanschlag der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens 13 Menschen getötet und mehr als 30 verletzt worden. Das Auto sei in einer belebten Geschäftsstraße in einem hauptsächlich von Schiiten bewohnten Viertel explodiert, berichteten Sicherheitskreise und Augenzeugen. Der IS reklamierte die Tat für sich und sprach von 21 Toten. Die Angaben der Islamisten können nicht überprüft werden und liegen meist höher als die Opferzahlen der Behörden. Erst im Februar hatte die Terrormiliz bei einem Autobombenanschlag in Bagdad 45 Menschen in den Tod gerissen.
    Nordirischer Sinn-Fein-Politiker Martin McGuinness ist tot:
    Der frühere nordirische Vize-Regierungschef Martin McGuinness ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Das bestätigte die Sinn-Fein-Partei, für die McGuinness das Karfreitagsabkommen von 1998 verhandelt hatte. Parteichef Gerry Adams würdigte ihn in einer Mitteilung als "leidenschaftlichen Republikaner", der "unermüdlich für Frieden und Versöhnung und für die Wiedervereinigung seines Landes" gearbeitet habe. Der ehemalige Anführer der IRA war erst im Januar von seinem Amt als stellvertretender Erster Minister in Nordirland zurückgetreten. Anfang März gab es vorgezogene Neuwahlen, aus denen die Sinn-Fein erheblich gestärkt hervorging.
    10 min

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