Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 24.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Französische Parteien versammeln sich hinter Macron:
    Nach dem ersten Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahlen haben Sozialisten und Konservative angekündigt, in der Stichwahl den parteilosen Sieger Emmanuel Macron zu unterstützen. Der wirtschaftsfreundliche und pro-europäische Jungstar hatte sich bei der Wahl am Sonntag mit knapp 24 Prozent der Stimmen gegen seine Konkurrentin Marine Le Pen vom rechtspopulistischen Front National durchgesetzt. Le Pen kam auf rund 21,5 Prozent und fuhr damit das beste Ergebnis in der Geschichte ihrer Partei in einer ersten Runde der Präsidentschaftswahlen ein. Macron werden gute Chancen eingeräumt, Le Pen am 7. Mai in der Stichwahl klar zu schlagen.
    Gratulation und Erleichterung aus Politik und Wirtschaft:
    Nach dem Erfolg des parteilosen und europafreundlichen Emmanuel Macron in der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen gingen in Paris zahlreiche Glückwünsche ein. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wünschte Macron für die Stichwahl viel Erfolg. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel teilte über Twitter mit, Macron sei der einzige wirklich pro-europäische Kandidat gewesen. Marcel Fratzscher vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung nannte das Resultat ein vielversprechendes Zeichen auch für Deutschland und Europa. Europa habe eine wichtige Hürde zur Beendigung der Finanz- und Wirtschaftskrise genommen.
    Chinas Staatschef Xi spricht mit US-Präsident Trump über Nordkorea:
    Chinas Staatschef Xi Jinping hat in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump erneut um Zurückhaltung im Konflikt mit Nordkorea aufgerufen. Er hoffe, dass die beteiligten Parteien Handlungen vermeiden würden, die die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel weiter verschärfen könnten, sagte Xi laut einem Bericht des staatlichen Fernsehsenders CCTV in dem Gespräch mit Trump. Der US-Präsident telefonierte in der Sache außerdem mit Japans Regierungschef Shinzo Abe. Beide stimmten darüber ein, Nordkorea zu einer Abkehr provokanter Aktionen zu drängen. Im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm hatten die Spannungen zwischen Washington und Pjöngjang zuletzt zugenommen.
    Welt gibt mehr Geld für Militär aus:
    Die weltweiten Rüstungsausgaben sind 2016 im zweiten Jahr in Folge gestiegen. Insgesamt erreichten die Rüstungsverkäufe im vergangenen Jahr ein Volumen von rund 1,69 Billionen Dollar, wie das internationale Friedensforschungsinstitut Sipri in Stockholm mitteilte. Das ist gegenüber 2015 ein Plus von 0,4 Prozent. Die USA nehmen mit 611 Milliarden Dollar erneut mit Abstand die Spitzenposition ein. Den zweiten Platz belegt China mit Ausgaben in Höhe von 215 Milliarden Dollar. Russland rückt mit 69,2 Milliarden Dollar auf den dritten Platz vor. Deutschland erhöhte seine Militärausgaben im vergangenen Jahr um 2,9 Prozent auf 41,1 Milliarden Dollar und bleibt damit auf Platz neun.
    Neue Protestwelle gegen Venezuelas Regierung erwartet:
    Mit erneut Hunderttausenden Demonstranten will die Opposition in Venezuela von diesem Montag an Neuwahlen und ein Ende der Präsidentschaft des Sozialisten Nicolás Maduro erzwingen. Das Bündnis "Demokratische Einheit" hat zu weiteren Massenprotesten in der Hauptstadt Caracas und anderen Städten aufgerufen. Bisher starben bei Demonstrationen, Unruhen und Plünderungen 21 Menschen, laut Angaben von Anwälten gab es rund 1300 Festnahmen. Auslöser der Anfang April gestarteten Proteste waren die zeitweise Entmachtung des von der Opposition dominierten Parlaments und Sorgen vor einem Abdriften in eine Diktatur. Zudem ist das seit 1999 von den Sozialisten regierte Land trotz der größten Ölreserven der Welt in die schlimmste Versorgungskrise seiner Geschichte gerutscht.
    7 min
  • 22.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Taliban töten mehr als 140 afghanische Soldaten:
    Bei dem Taliban-Angriff auf einen afghanischen Militärstützpunkt am Freitag sind nach jüngsten Behördenangaben mindestens 140 Soldaten getötet worden. Die Attacke auf die Basis nahe der Stadt Masar-i-Scharif im Norden des Landes habe mehrere Stunden gedauert, erklärte ein US-Sprecher. Die Lage sei erst am frühen Abend wieder unter Kontrolle gewesen. Laut dem Verteidigungsministerium in Kabul trugen die radikalislamischen Angreifer afghanische Armeeuniformen. Mehrere von ihnen seien getötet worden, andere hätten sich in die Luft gesprengt. Die Sicherheitslage in Afghanistan ist angespannt. Im vergangenen Jahr wurden rund 11.500 Zivilisten in Afghanistan getötet. In Masar-i-Scharif ist auch die Bundeswehr stationiert.
    Verdächtiger im Fall BVB schweigt:
    Der nach dem Anschlag auf den Fußballbundesligisten Borussia Dortmund (BVB) festgenommene Verdächtige hat sich laut Bundeskriminalamt noch nicht zur Tat geäußert. BKA-Präsident Holger Münch widersprach im Zweiten Deutschen Fernsehen einem Bericht des Magazins "Focus", wonach der Mann geständig sei. Gegen den 28-Jährigen war zuvor Haftbefehl erlassen worden. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, er habe vergangene Woche den BVB-Mannschaftsbus aus Habgier mit Sprengsätzen attackiert. Ziel sei es gewesen, den Kurs der BVB-Aktie abstürzen zu lassen. Dadurch hätte der Verdächtige Aussicht auf hohe Gewinne gehabt, weil er an der Börse auf Kursverluste gewettet hatte. Anhaltspunkte für mögliche Mittäter gibt es nach Angaben der Ermittler bisher nicht.
    Massives Polizeiaufgebot sichert AfD-Parteitag:
    In Köln werden an diesem Samstag 50.000 Menschen erwartet, die anlässlich des Bundesparteitags der "Alternative für Deutschland" (AfD) gegen die rechtspopulistische Partei protestieren wollen. Aufgerufen zu den Demonstrationen hat ein Bündnis aus Kirchen, Parteien und Vereinen. Auch die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker werden erwartet. Die Polizei rechnet damit, dass mehrere hundert gewaltbereite Aktivisten aus dem linksextremistischen Spektrum anreisen, und ist mit rund 4000 Beamten im Einsatz. Die AfD will auf ihrem zweitägigen Treffen die Weichen für den Bundestagswahlkampf stellen. Die Partei-Vorsitzende Frauke Petry fordert eine Entscheidung über die künftige Ausrichtung der AfD. Petry wirft ihren innerparteilichen Gegnern vor, mit einem fundamental-oppositionellen Kurs bürgerliche Wähler zu verschrecken.
    Richter genehmigt VW-Vergleich mit US-Justiz:
    Ein Gericht in den USA hat im VW-Abgasskandal einen Milliardenvergleich zwischen den US-Behörden und Volkswagen genehmigt. Damit werden die strafrechtlichen Ermittlungen gegen VW eingestellt. Der Konzern zahlt demnach 4,3 Milliarden US-Dollar Strafe und hat außerdem zugestimmt, sich für drei Jahre von einem unabhängigen Experten begutachten zu lassen. Dieser soll die Bemühungen von VW zur Einhaltung der Umweltgesetze bewerten. Als Aufseher bei dem Konzern ernannte das Justizministerium den früheren Staatssekretär Larry Thompson, der von 2001 bis 2003 unter Präsident George W. Bush im Justizministerium arbeitete. Das Ministerium hat im Zuge des Skandals Anklage gegen insgesamt sieben ehemalige und derzeitige VW-Manager erhoben. Auch in Deutschland laufen Ermittlungen.
    Drahtzieher des Istanbuler "Reina"-Anschlags getötet:
    US-Soldaten in Syrien haben nach Angaben der Regierung in Washington einen ranghohen Kämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) getötet. Er soll ein Hintermann des Anschlags auf den Istanbuler Nachtclub "Reina" sein. Demnach handelt es sich bei dem Toten um Abdurachmon Usbeki. Der enge Vertraute von IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi soll am 6. April im Osten Syriens getötet worden sein. Das Gebiet wird häufig von der US-geführten Anti-IS-Koalition aus der Luft bombardiert. In der Silvesternacht hatte ein bewaffneter Mann in dem Istanbuler Nachtclub 39 Menschen erschossen. Zu dem Anschlag bekannte sich der IS. Zwei Wochen später wurde der Usbeke Abdulkadir Mascharipow in Istanbul als der mutmaßliche Attentäter festgenommen.
    Hoffenheim qualifiziert sich für Europapokal:
    Die TSG Hoffenheim hat ein Stück Vereinsgeschichte geschrieben und sich zum ersten Mal vorzeitig für die Europa League qualifiziert. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann spielte 1:1 gegen den 1. FC Köln. Damit könnte Hoffenheim allerdings am 30. Spieltag der Bundesliga vom dritten Tabellenplatz verdrängt werden, der am Saisonende die direkte Qualifikation für die Champions-League bedeutet.
    9 min
  • 21.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.28-Jähriger nach Anschlag auf BVB-Bus festgenommen:
    Eineinhalb Wochen nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund haben die Ermittler im Raum Tübingen einen Tatverdächtigen gefasst. Das bestätigte die Bundesanwaltschaft. Bei dem festgenommenen Mann handelt es sich um einen 28-Jährigen mit deutscher und russischer Staatsbürgerschaft, der aus Geldgier den Anschlag ausgeführt haben soll. Ihm werden versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen. Demnach soll er versucht haben, möglichst viele BVB-Spieler zu töten, um die Aktie des Vereins zum Absturz zu bringen und dann mit Börsenspekulationen ein Millionenvermögen zu verdienen. Bei dem Anschlag am Dienstag vergangener Woche waren drei Sprengsätze in der Nähe des BVB-Mannschaftsbusses explodiert, als die Spieler auf dem Weg zu der Champions-League-Partie gegen den AS Monaco waren. Dabei wurden der BVB-Fußballer Marc Bartra und ein Polizist verletzt.
    IS reklamiert Anschlag von Paris für sich:
    In Frankreich ist drei Tage vor der ersten Runde der Präsidentenwahl mitten in Paris wohl ein weiterer islamistisch motivierter Anschlag verübt worden. Auf dem Boulevard Champs-Élysées feuerte ein Angreifer auf einen Mannschaftsbus der Polizei. Er tötete dabei einen Polizisten und verletzte zwei weitere sowie eine Passantin, bevor er von Sicherheitskräften erschossen wurde. Wie das Innenministerium weiter mitteilte, könnte ein weiterer Attentäter noch auf der Flucht sein. Der 39-jährige Schütze ist der Polizei einschlägig bekannt. Dem Vernehmen nach wurde er 2005 zu einer längeren Haftstrafe verurteilt. Er hatte versucht, einen Polizisten, einen Polizeischüler und dessen Bruder zu töten. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) reklamierte die Tat in Paris umgehend für sich. Staatspräsident François Hollande sagte, es spreche einiges für einen Terrorakt.
    US-Justizminister: Festnahme von Wikileaks-Gründer Assange hat "Priorität":
    US-Justizminister Jeff Sessions hat die Festnahme von Wikileaks-Gründer Julian Assange sowie den Kampf gegen die Veröffentlichung von Staatsgeheimnissen zu einer "Priorität" der neuen US-Regierung erklärt. Der Justizminister sagte vor Journalisten weiter, der Geheimnisverrat habe ein nie da gewesenes Ausmaß angenommen. Erfahrene Sicherheitsexperten seien "schockiert über die Zahl der undichten Stellen". Laut einem Bericht der "Washington Post" haben US-Staatsanwälte in den vergangenen Wochen an einem Memo gearbeitet, das Anklagen gegen Assange und andere Wikileaks-Mitarbeiter wegen Verschwörung, Diebstahl von Regierungseigentum und Verstößen gegen das Spionagegesetz vorsehe. Assange lebt seit 2012 im Exil in der ecuadorianischen Botschaft in London.
    Arkansas richtet Häftling hin - erstmals seit 12 Jahren:
    Das Oberste Gericht im US-Staat Arkansas hat nun doch den Einsatz der zuvor verbotenen Hinrichtungsdroge Vecuronium erlaubt. Unmittelbar danach wurde das umstrittene Todesurteil gegen den 51-jährigen verurteilten Mörder Ledell Lee mit einer Giftspritze vollstreckt. Der republikanische Gouverneur von Arkansas, Asa Hutchinson, hat per Dekret die größte Hinrichtungswelle in den USA seit 40 Jahren angeordnet: Er will bis Ende April acht Häftlinge töten lassen, weil das Haltbarkeitsdatum der bei Injektionen verwendeten Substanz Midazolam, die Teil dieses Giftcocktails ist, Ende des Monats abläuft. Die Gerichte stoppten jedoch bislang mehrere der geplanten Hinrichtungen. Die Verwendung von Midazolam ist wegen Berichten über qualvolles Sterben höchst umstritten.
    UN-Sicherheitsrat verurteilt Nordkoreas Raketentest:
    Fünf Tage nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas hat der UN-Sicherheitsrat die Aktion offiziell missbilligt. In einer Mitteilung hieß es, die Mitglieder des Gremiums behielten sich "weitere bedeutende Maßnahmen inklusive Sanktionen" vor. Russland hatte der Erklärung zugestimmt, nachdem in den Text ein Abschnitt aufgenommen worden war, in dem zu einer Lösung des Konflikts durch Dialog aufgefordert wird. Nordkorea hatte am vergangenen Sonntag erneut eine Rakete zu Testzwecken abgefeuert, sie war allerdings kurz nach dem Start explodiert.
    8 min
  • 20.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Türkische Opposition will gegen Wahlkommission vorgehen:
    Nach dem umstrittenen Verfassungsreferendum in der Türkei will die größte Oppositionspartei CHP gegen die Wahlkommission vorgehen. Parteivize Bülent Tezcan kündigte an, man werde alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen. Die CHP werde an diesem Donnerstag entscheiden, ob sie vor dem türkischen Verfassungsgericht oder vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Klage einreichen werde. Zuvor hatte die Wahlkommission den Antrag der Opposition auf Annullierung des Referendums vom vergangenen Sonntag mit zehn zu einer Stimme zurückgewiesen. Bei der Volksabstimmung hatte nach offiziellen Zahlen eine knappe Mehrheit der Türken für eine Verfassungsreform gestimmt, durch die die Machtbefugnisse von Präsident Recep Tayyip Erdogan deutlich ausgeweitet werden. Die Opposition kritisiert Unregelmäßigkeiten bei der Abstimmung und spricht von Wahlbetrug.
    Bundesaußenminister Gabriel setzt Besuch im Irak fort:
    Bundesaußenminister Sigmar Gabriel setzt seinen Besuch im Irak fort. Am zweiten Tag seiner Visite will er Gespräche mit kurdischen Politikern führen und Hilfsgüter für von der Terrormiliz "Islamischer Staat" befreite Gebiete übergeben. Zudem macht sich Gabriel im nordirakischen Erbil ein Bild von der Ausbildung der kurdischen Peschmerga-Armee durch die Bundeswehr. Die Peschmerga sind an einer seit dem vergangenen Oktober laufenden Offensive zur Rückeroberung der mehr als zwei Jahre vom IS kontrollierten Stadt Mossul beteiligt. Am Mittwoch hatte Gabriel Gespräche mit der irakischen Zentralregierung in Bagdad geführt. Dabei mahnte der Minister Reformen an. Eine weitere militärische Unterstützung Deutschlands im Kampf gegen den IS schloss er aus.
    Russland blockiert Erklärung des UN-Sicherheitsrats zu Nordkorea:
    Russland hat im UN-Sicherheitsrat eine Verurteilung des jüngsten nordkoreanischen Raketentests verhindert. Wie Diplomaten in New York mitteilten, wandte sich Moskau gegen eine von den USA eingebrachte Erklärung, die die Regierung in Pjöngjang mit scharfen Worten dazu aufrufen sollte, ihre Tests zu stoppen. Stattdessen habe Russland eine Formulierung aufnehmen wollen, wonach es nötig sei, den Konflikt durch Dialog beizulegen. Pjöngjangs Verbündeter China hätte der Erklärung offenbar zugestimmt. Nordkorea hatte am Sonntag erneut eine Rakete abgeschossen. Nach Angaben der USA und Südkoreas explodierte sie aber unmittelbar nach dem Start. Das Raketen- und Atomprogramm Nordkoreas sorgt immer wieder für Spannungen zwischen dem international weitgehend isolierten Land und der Weltgemeinschaft.
    Zwei Tote bei neuen Protesten in Venezuela:
    Nach dem Tod zweier weiterer Demonstranten in Venezuela haben die Regierungsgegner eine Ausweitung der Massenproteste gegen Präsident Nicolas Maduro für diesen Donnerstag angekündigt. Das ganze venezolanische Volk sei aufgerufen, daran teilzunehmen, sagte Oppositionsführer Henrique Capriles bei einer Pressekonferenz. Am Mittwoch starb in der Hauptstadt Caracas ein 17-jähriger Demonstrant durch einen Kopfschuss. In San Cristobal im Westen des Landes wurde einer 23-jährigen Frau ebenfalls in den Kopf geschossen, wie der örtliche Bürgermeister mitteilte. Die Opposition wirft Anhängern des sozialistischen Präsidenten Maduro vor, gezielt gegen Demonstranten vorzugehen. Die Polizei setzte bei den Protesten massiv Tränengas ein, nach Angaben der Behörden gab es mehr als 400 Festnahmen. In den vergangenen Wochen wurden insgesamt mindestens sieben Menschen bei Protestkundgebungen in Venezuela getötet.
    Erneut Tote durch Schlammlawinen in Kolumbien:
    Durch Schlammlawinen sind in Kolumbien mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Acht Menschen werden nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde noch vermisst. Tagelanger, schwerer Regen hatte in der westkolumbianischen Stadt Manizales zahlreiche Erdrutsche ausgelöst. Häuser wurden mitgerissen, Bäume entwurzelt. Der Ort liegt im Kaffeeanbaugebiet von Kolumbien in bergigem Hochland. In weiten Teilen der Stadt mit 400.000 Einwohnern brach die Wasser- und Stromversorgung zusammen. Präsident Juan Manuel Santos reiste nach Manizales, um sich ein Bild vom Ausmaß der Katastrophe zu machen. Er beurteilte die Erdrutsche als eine Folge des Klimawandels. Bereits Ende März waren bei Erdrutschen in der südkolumbianischen Stadt Mocoa hunderte Menschen ums Leben gekommen.
    8 min
  • 19.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Wieder Proteste nach türkischem Referendum:
    In der Türkei haben erneut tausende Gegner des Präsidialsystems gegen das Ergebnis des Referendums protestiert. Die Demonstranten versammelten sich unter anderem in der Hauptstadt Ankara sowie in Istanbul, Izmir und weiteren Städten des Landes. Die Proteste richten sich gegen die Entscheidung der Wahlkommission, auch Stimmzettel ohne amtlichen Stempel als gültig zu akzeptieren. Die größte Oppositionspartei CHP hatte deshalb beantragt, das Referendum zu annullieren. Auch internationale Wahlbeobachter hatten das Vorgehen der Wahlkommission kritisiert. Die EU-Kommission verlangte eine Untersuchung der "mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten". Die Wahlkommission erklärte später, über die vorgebrachten Beschwerden beraten zu wollen. Russlands Staatschef Wladimir Putin gratulierte dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan derweil telefonisch zum "erfolgreichen Ablauf" des Volksentscheids.
    Erneut Anschlag nahe christlicher Einrichtung in Ägypten:
    In Ägypten ist in der Nähe eines christlichen Klosters ein Polizist erschossen worden. Mindestens drei weitere Menschen wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums verletzt. Der Angriff ereignete sich an einem Kontrollposten vor dem Katharinenkloster im Süden der Sinai-Halbinsel, einem der ältesten christlichen Klöster der Welt. Die Terrormiliz IS bekannte sich zu dem Anschlag. Erst vor gut einer Woche waren bei zwei Anschlägen auf koptische Christen in Ägypten 45 Menschen getötet worden. Auch für diese beiden Attentate hatte die Terrormiliz die Verantwortung übernommen.
    Deutschland will Irak beim Wiederaufbau helfen:
    Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hält sich im Irak auf, wo er mit der Regierung über Hilfen zum Wiederaufbau zerstörter Gebiete sprechen will. Dabei handelt es sich um Landesteile, die zuletzt von der Herrschaft der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) befreit worden waren. Die muslimischen Terroristen hatten im Sommer 2014 große Teile des Nordiraks erobert, verlieren aber seit zwei Jahren beständig an Boden. Der deutsche Außenminister will außerdem für den Zusammenhalt des ölreichen Landes werben, in dem es neben Sunniten, Schiiten und religiösen Minderheiten wie den Jesiden auch einen großen kurdischen Bevölkerungsanteil gibt. Der Besuch findet unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt. In der Hauptstadt Bagdad kommt es fast jeden Tag zu Terroranschlägen, oft sind es sogar mehrere am Tag.
    Trump unterzeichnet Dekret gegen Visa-Missbrauch:
    US-Präsident Donald Trump will die Ausstellung von Arbeitsvisa für ausländische Fachkräfte erschweren und so gegen angeblichen Missbrauch bei der Visavergabe vorgehen. Beim Besuch eines Werkzeugherstellers im Bundesstaat Wisconsin unterzeichnete Trump ein entsprechendes Dekret. Konkrete Änderungen ergeben sich daraus vorerst allerdings nicht. Das Dekret richtet sich vielmehr an die Ministerien, die Visa-Vergabe zu überprüfen und Änderungsvorschläge zu machen.
    Tausende Slowaken protestieren gegen Korruption:
    In der slowakischen Hauptstadt Bratislava haben tausende Menschen gegen die Korruption im Land protestiert. Sie waren einem Aufruf von Jugendlichen gefolgt, die die gründliche Aufklärung aktueller sowie älterer Korruptionsskandale verlangen. Die Demonstranten forderten unter anderem den Rücktritt von Innenminister Robert Kalinak. Er steht im Verdacht, einen wegen Steuerhinterziehung angeklagten Unternehmer begünstigt und dafür eine Belohnung angenommen zu haben. Im slowakischen Parlament waren Misstrauensanträge der Opposition mehrfach an der Mehrheit der Regierungskoalition von Ministerpräsident Robert Fico gescheitert.
    WHO meldet Erfolg in Kampf gegen Tropenkrankheiten:
    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vermeldet große Erfolge im Kampf gegen 18 schwere Tropenkrankheiten. Wie Generaldirektorin Margaret Chan in Genf mitteilte, erhielten im Jahr 2015 rund eine Milliarde Menschen in Entwicklungsländern eine vorbeugende Behandlung oder eine Therapie gegen Flussblindheit, Elefantiasis oder andere vernachlässigte Krankheiten. Dies sei durch koordinierte Anstrengungen der WHO mit Hilfsorganisationen und Pharmaunternehmen ermöglicht worden. Im Jahr 2012 hatten WHO, Regierungen und Pharma-Konzerne einen gemeinsamen Kampf gegen Tropenkrankheiten vereinbart.
    8 min
  • 18.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Türkei verlängert Ausnahmezustand:
    Nach dem umstrittenen Sieg von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan beim Verfassungsreferendum wird der landesweite Ausnahmezustand in der Türkei um weitere drei Monate verlängert. Dies teilte Vize-Ministerpräsident Numan Kurtulmus in Ankara mit. Formal muss das Parlament noch zustimmen. Erdogan hatte den Ausnahmezustand erstmals nach dem Putschversuch in der Türkei im Juli vergangenen Jahres ausgerufen. Unter den Sonderregeln war in der Türkei eine einzigartige Welle von Verhaftungen und Entlassungen etwa von Richtern oder Hochschullehrern angelaufen. Erdogan wies die Kritik der türkischen Opposition und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa am Verlauf des Referendums zurück. Alle Debatten seien jetzt beendet, sagte der Präsident in Ankara. Bei der Abstimmung am Sonntag hatten nach offiziellen Angaben 51,4 Prozent der Wähler für die Einführung des Präsidialsystems gestimmt. Nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu gratulierte US-Präsident Donald Trump Erdogan zum Sieg.
    Nordkorea droht den USA mit einem Krieg:
    Nordkorea hat weitere Raketentests angekündigt und den USA mit einem Krieg gedroht. Der britische Sender BBC zitiert den nordkoreanischen Vizeaußenminister Han Song-Ryol mit den Worten: "Wir werden weitere Raketentests durchführen - auf wöchentlicher, monatlicher und jährlicher Basis." Sollte Amerika militärisch intervenieren, werde ein "totaler Krieg" ausbrechen. Der stellvertretende nordkoreanische UN-Botschafter Kim In Ryong hielt den USA vor, die Situation mit Militärmanövern in der Region an den Rand eines Krieges zu treiben. Zuvor hatte US-Vizepräsident Mike Pence bei seinem Besuch in Südkorea gesagt, die Zeit "der strategischen Geduld" mit Pjöngjang sei vorbei. Das Land solle die Entschlossenheit von US-Präsident Donald Trump oder die Stärke der US-Streitkräfte nicht auf die Probe stellen.
    UN schlagen Alarm: Mossul in Not:
    Die Vereinten Nationen (UN) haben auf die prekäre humanitäre Lage in Mossul, der irakischen Hochburg der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS), aufmerksam gemacht. Seit Beginn der Offensive der irakischen Streitkräfte auf Mossul vor sechs Monaten seien mehr als 493.000 Menschen aus der Stadt vertrieben worden. Der Kampf um Mossul habe die humanitäre Hilfe der UN an ihre Grenzen gebracht, erklärte die UN-Koordinatorin im Irak, Lise Grande. Allein in der dicht bevölkerten Altstadt von Mossul sollen noch 400.000 Menschen eingeschlossen sein.
    Odebrecht in Schmiergeldskandal zu Milliardenstrafe verurteilt:
    Ein US-Gericht hat den brasilianischen Großkonzern Odebrecht wegen eines Schmiergeldskandals zu einer hohen Strafe verurteilt. Er muss wegen Bestechung von Regierungsfunktionären rund 2,6 Milliarden Dollar zahlen. Wie Richter Raymond Dearie mitteilte, geht mit 2,39 Milliarden Dollar der Großteil der Strafzahlung nach Brasilien. 116 Millionen Dollar fließen an die Schweizer und 93 Millionen an die US-Behörden. Odebrecht und seine Petrochemie-Tochter Braskem hatten im Dezember ein Schuldbekenntnis abgegeben. Der Konzern soll Beamte in zwölf Ländern - vor allem in Lateinamerika - mit insgesamt rund 780 Millionen Dollar geschmiert haben, um Regierungsaufträge zu erhalten. Zum Teil sollen die Mittel über US-Banken geflossen sein. Der Oberste Gerichtshof Brasiliens hatte in der vergangenen Woche grünes Licht für Ermittlungen wegen Korruptionsverdachts gegen neun Minister des konservativen Präsidenten Michel Temer gegeben.
    Facebook gelobt nach Mordvideo Besserung:
    Facebook will den Umgang mit Gewaltvideos verbessern. Es müsse für Nutzer einfacher werden, Beiträge mit verwerflichen Inhalten zu melden, teilte das weltgrößte soziale Netzwerk mit. Auch die anschließende Prüfung müsse schneller ablaufen. Anlass ist die Videoaufzeichnung eines Mordes in Cleveland im US-Bundessaat Ohio, die am Sonntag zwei Stunden lang online und über die Facebook-App zu sehen war. Der Polizei zufolge stellte der mutmaßliche Täter das Video selbst ins Netz, auf dem zu sehen ist, wie er einen 74 Jahre alten Rentner erschießt. Die Fahndung nach dem Todesschützen läuft mit Hochdruck. Die Behörden lobten eine Belohnung von 50.000 Dollar für Hinweise aus, die zur Festnahme führen.
    8 min
  • 17.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Wahlkommission erklärt Erdogan zum Sieger:
    Nach dem von der Wahlkommission bestätigten Sieg beim Verfassungsreferendum will Staatschef Recep Tayyip Erdogan die Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei auf die Tagesordnung setzen. Das werde seine "erste Aufgabe" sein, kündigte Erdogan in Istanbul vor begeisterten Anhängern an. Wenn er für die Einführung der Todesstrafe keine Mehrheit im Parlament erhalte, wäre ein weiteres Referendum möglich. Gleichzeitig sprach Erdogan von einer "historischen Entscheidung" der Wähler. Das Ausland rief er auf, das Ergebnis des Referendums zu respektieren. Die Opposition hatte bereits angekündigt, das knappe Ergebnis anzufechten und eine Neuauszählung von zwei Drittel der Stimmen verlangt.
    Proteste gegen Ergebnis des Referendums in der Türkei:
    Nach dem knappen Ausgang des Referendums in der Türkei haben Oppositionelle gegen das Ergebnis protestiert. Wie ein Reporter der dpa berichtete, versammelten sich in Ankara Anhänger der größten Oppositionspartei CHP und riefen "Schulter an Schulter gegen den Faschismus". Die Demonstranten äußerten auch ihren Unmut über den Parteivorsitzenden Kemal Kilicdaroglu. Er solle die Opposition zu Demonstrationen aufrufen, so die Forderung. Kilicdaroglu hatte erklärt, er werde das Votum nicht akzeptieren, die CHP-Anhänger forderten jedoch ein klareres Zeichen des Widerstands.
    EU reagiert nüchtern auf türkisches Referendum:
    Die EU-Kommission hat zurückhaltend auf den Ausgang des türkischen Referendums reagiert. Man warte noch auf die Bewertung der internationalen Wahlbeobachter, auch mit Blick auf angebliche Unregelmäßigkeiten, teilten die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, der EU-Kommissar für Nachbarschaftspolitik, Johannes Hahn, und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker mit. Die Verfassungsänderungen und insbesondere ihre praktische Umsetzung sollten im Lichte der Verpflichtungen der Türkei als EU-Beitrittskandidat und als Mitglied des Europarats begutachtet werden, kündigten die EU-Vertreter an. Die Regierung in Ankara solle sich die Bedenken und Empfehlungen des Europarats zu Herzen nehmen und sich bei der Umsetzung der Verfassungsreformen um die größtmögliche nationale Einheit bemühen, mahnten die EU-Vertreter.
    US-Vizepräsident Pence zu Besuch in Südkorea:
    Einen Tag nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas hat US-Vizepräsident Mike Pence mit einem Besuch an der innerkoreanischen Grenze Entschlossenheit im Konflikt mit der Regierung in Pjöngjang demonstriert. Die USA wollten mit friedlichen Mitteln für Sicherheit sorgen, sagte Pence im Dorf Panmunjon an der entmilitarisierten Zone zwischen Süd- und Nordkorea. Zugleich erklärte er im Hinblick auf das weitere Vorgehen Washingtons, es lägen alle Optionen auf dem Tisch. Die US-Regierung stehe an der Seite Südkoreas. Pence trifft an diesem Montag mit dem kommissarischen Präsidenten Südkoreas, Hwang Kyo-ahn zusammen. Es wird erwartet, dass beide die Nordkorea-Politik von US-Präsident Donald Trump erörtern. Das nordkoreanische Militär hatte am Sonntag eine Rakete abgeschossen. Nach Angaben aus Seoul und Washington scheiterte der Test allerdings. Das international weitgehend isolierte Nordkorea strebt den Bau von Atomwaffen mit großer Reichweite an. Amerika und seine Verbündeten wollen dies verhindern.
    Deutsche Helfer im Mittelmeer offenbar in Seenot:
    Auf dem Mittelmeer sind zwei private deutsche Rettungsschiffe wegen zu vieler Flüchtlinge an Bord in Seenot geraten. Die "Iuventa" der Hilfsorganisation "Jugend rettet" aus Berlin und die "Sea-Eye" aus Regensburg haben nach Angaben von "Jugend rettet" am Ostersonntag das Notsignal "Mayday" an die Seenotrettungsstelle in Rom gesendet. Die mit Flüchtlingen überfüllten Schiffe seien manövrierunfähig, die "Sea-Eye" habe zudem einen Motorschaden. Beide Besatzungen hätten insgesamt etwa 600 Flüchtlinge an Bord genommen. Wie die Hilfsorganisation mitteilte, befinden sich noch schätzungsweise 400 Menschen auf Schlauchbooten in unmittelbarer Nähe des Schiffs. Viele von ihnen seien Frauen, Schwangere und Kinder ohne Rettungswesten. Ein Unwetter drohe die ohnehin schon angespannte Situation weiter zu verschärfen.
    Macron: Wirtschaftliche Stärke Deutschlands nicht tragbar:
    Der unabhängige französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron hat die hohen Handelsüberschüsse Deutschlands kritisiert und einen Abbau des Ungleichgewichts gefordert. Deutschland werde hoffentlich zu der Einsicht kommen, dass die wirtschaftliche Stärke des Landes in der jetzigen Ausprägung nicht tragbar sei, sagte Macron den Zeitungen der Funke Mediengruppe sowie "Ouest-France". Die Handelsüberschüsse seien weder für die Wirtschaft Deutschlands noch für die Wirtschaft der Euro-Zone gut. Hier müsse ein Ausgleich geschaffen werden. Aber auch Frankreich müsse endlich strukturelle Reformen einleiten, sagte er. Solange man diese hinauszögere, könne man nicht auf das Vertrauen der Deutschen setzen. Die Bundesregierung verteidigte sich jüngst gegen Kritik an den Überschüssen. Diese gingen überwiegend auf die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte zurück und nicht auf direkte wirtschafts- oder finanzpolitische Maßnahmen, heißt es.
    9 min
  • 15.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Weiteres Bekennerschreiben nach Anschlag auf BVB-Bus aufgetaucht:
    Nach dem Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund ist ein drittes angebliches Bekennerschreiben aufgetaucht. Die Mail mit rechtsextremistischem Duktus ging beim Berliner "Tagesspiegel" ein. Der anonyme Verfasser bezieht sich der Zeitung zufolge auf Adolf Hitler, hetzt gegen "Multi Kulti" und droht mit einem weiteren Angriff. Das Schreiben wird nun von der Bundesanwaltschaft auf seine Echtheit überprüft. Der Tagesspiegel zitierte Sicherheitskreise, wonach alles ernst genommen werden müsse, da es bisher keine Spur zum Täter gebe. Die neue Mail könne mit der Tat zu tun haben, es könne aber auch ein Trittbrettfahrer sein. Direkt nach dem Anschlag mit zwei Verletzten waren am Tatort drei gleichlautende Bekennerschreiben mit islamistischen Bezügen entdeckt worden. In einem islamwissenschaftlichen Gutachten wird Medienberichten zufolge aber bezweifelt, dass das Schreiben tatsächlich von Islamisten stammt. Es werde weiter in alle Richtungen ermittelt, auch in Richtung Links- oder Rechtsextremismus, berichteten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Ermittlerkreise.
    Nordkorea feiert Staatsgründer Kim Il Sung - Angst vor Atomtest:
    In Nordkorea finden an diesem Samstag die Feierlichkeiten zum 105. Geburtstag des verstorbenen Staatsgründers Kim Il Sung statt. Weltweit wird befürchtet, dass die nordkoreanische Führung unter Kim Jong Un anlässlich des Jahrestages einen neuen Atomwaffentest durchführen könnte. Oft nimmt die Führung die Geburtstage Kim Il Sungs oder andere Feiertage zum Anlass, militärische Stärke zu demonstrieren. Nach Angaben der John-Hopkins-Universität in den USA zeigten Satellitenbilder bereits verdächtige "Aktivitäten" auf dem Testgelände Punggye Ri. Es wäre der sechste verbotene Test seit 2006. Das stalinistisch geführte Land verstößt mit den Tests gegen UN-Resolutionen. Die USA kündigten an, wegen der Gefahr aus Nordkorea "militärische Optionen" zu prüfen. Medienberichten zufolge ist die US-Führung darauf vorbereitet, einen Präventivschlag auszuführen, sollte sie davon überzeugt sein, dass Nordkorea einen Atomtest vornehmen wolle. Die Regierung in Pjöngjang drohte in einem solchen Falle mit Vergeltung.
    Wahlkampf-Endspurt in der Türkei:
    Einen Tag vor dem historischen Referendum in der Türkei geht der Wahlkampf in den Endspurt. Noch bis zum Samstagabend können Befürworter und Gegner des von Staatschef Recep Tayyip Erdogan angestrebten Präsidialsystems um Stimmen werben. Erdogan plant vier Wahlkampfauftritte in der Provinz Istanbul. Auch das gegnerische Lager will weitere Kundgebungen abhalten. Der Vertreter der größten Oppositionspartei CHP in der Wahlkommission kritisierte einen unfairen Wahlkampf. CHP-Politiker Mehmed Hadimi Yakupoglu warf der regierenden AKP vor, Staatsmittel zu missbrauchen, um für das Präsidialsystem zu werben. Die Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hatten zuvor in ihrem Zwischenbericht beklagt, dass sich die Gegner der Verfassungsänderung erheblichen Behinderungen im Wahlkampf ausgesetzt sehen. Erdogan kritisierte den Bericht. Am Sonntag stimmen die Türken über die Einführung des Präsidialsystems ab, das Erdogan deutlich mehr Macht verleihen würde.
    Drei humanitäre Helfer bei Kämpfen im Südsudan getötet:
    Bei Kämpfen im Südsudan sind drei Mitarbeiter des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) ums Leben gekommen. Wie das WFP mitteilte, hatten die Opfer in einem Depot der humanitären Organisation gearbeitet. Einer der Männer wurde demnach erschossen, die beiden anderen wurden mit Macheten so schwer verletzt, dass sie starben. Joyce Luma, WFP-Direktor im Südsudan, sagte, man sei "schockiert und untröstlich" angesichts des Todes der Kollegen. Sie hätten jeden Tag dafür gearbeitet, dass lebensrettende Nahrung an Millionen Menschen verteilt werden könne. In dem seit 2013 herrschenden Bürgerkrieg sind bisher Zehntausende Menschen getötet worden. Fast jeder Dritte Südsudanese ist wegen der Kämpfe auf der Flucht. Ende Februar riefen die Vereinten Nationen außerdem eine Hungersnot für Teile des Landes aus. 100.000 Menschen sind unmittelbar vom Hungertod bedroht.
    Hinrichtungen in Arkansas vorerst gestoppt:
    Im US-Bundesstaat Arkansas haben Gerichte die geplante Hinrichtung von sieben Todeskandidaten vorerst gestoppt. Hintergrund des Hinrichtungsstopps ist der Gebrauch des Medikaments Vecuronium, das Teil der Giftmischung für Exekutionen ist. Geklagt hatte der Pharmahändler McKesson, der das Mittel für Muskelentspannung an den Bundesstaat verkauft hatte. McKesson machte geltend, getäuscht worden zu sein. Der Bundesstaat habe angegeben, das Medikament zu medizinischen Zwecken benutzen zu wollen, aber nicht für Hinrichtungen. Menschenrechtsaktivisten hatten gegen die geplanten Hinrichtungen protestiert. Die Generalstaatsanwältin des Bundesstaates, Leslie Rutledge, will die Entscheidung der Gerichte anfechten.
    9 min
  • 14.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Druck auf Nordkorea wächst - USA erwägen angeblich Präventivschlag:
    Im Streit um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm erhöhen die USA den Druck auf das kommunistische Regime in Pjöngjang. Die US-Streitkräfte seien darauf vorbereitet, einen Präventivschlag auszuführen, sollte Washington davon überzeugt sein, dass Nordkorea einen weiteren Atomwaffentest vornehmen wolle, berichtete der Fernsehsender NBC unter Berufung auf Geheimdienstmitarbeiter. Zwei mit Marschflugkörpern bewaffnete US-Zerstörer befänden sich in der Nähe der koreanischen Halbinsel. Das US-Verteidigungsministerium lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Experten zufolge steht ein nordkoreanischer Atomwaffentest möglicherweise kurz bevor. So könnte Pjöngjang etwa anlässlich des 105. Geburtstags des verstorbenen Staatsgründers Kim Il Sung an diesem Samstag einen nuklearen Sprengsatz zünden, hieß es. US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Tagen mehrmals damit gedroht, das Atomprogramm Nordkoreas notfalls im Alleingang zu stoppen, wenn China seinen Verbündeten nicht zur Raison bringe.
    Evakuierung von vier syrischen Städten begonnen:
    Nach mehrtägiger Verzögerung hat nach Korrespondentenberichten in Syrien die zwischen Regierung und Rebellen vereinbarte Evakuierung von Zivilisten aus vier belagerten Städten begonnen. Nach der unter Vermittlung von Katar und dem Iran zustande gekommenen Vereinbarung sollen insgesamt mehr als 30.000 Menschen aus den von Rebellen belagerten Städten Fua und Kafraja sowie aus den von Regierungstruppen umzingelten Städten Madaja und Sabadani gebracht werden. Durch die jahrelange Belagerung gibt es in den vier Städten kaum Lebensmittel und medizinische Versorgung. Katar unterstützt im syrischen Bürgerkrieg die Rebellen, der Iran die Regierung von Staatschef Baschar al-Assad.
    USA setzen größte nicht-atomare Bombe ein - 36 Tote:
    Im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat", IS, in Afghanistan haben die USA erstmals ihre größte nicht-atomare Bombe abgeworfen. Sie hat eine Sprengkraft von elf Tonnen TNT. Ein Pentagon-Sprecher erklärte, Ziel seien Höhlen- und Tunnel-Komplexe der Dschihadistenmiliz in der östlichen Provinz Nangarhar gewesen. Dort war am vergangenen Wochenende ein US-Soldat im Einsatz gegen die Dschihadisten getötet worden. Nach Angaben des afghanischen Verteidigungsministeriums wurden durch die Bombe mindestens 36 IS-Kämpfer getötet.
    Internationale Afghanistan-Konferenz in Russland:
    Russland richtet an diesem Freitag eine internationale Afghanistan-Konferenz mit Staaten der Region aus. Moskau will auf diesem Weg versuchen, Gespräche zwischen den radikalislamischen Taliban und der afghanischen Regierung in Gang zu bringen. Vertreter von NATO-Staaten oder der Vereinten Nationen sind nicht beteiligt. Bisher scheiterte ein Friedensprozess in Afghanistan vor allem an der mangelnden Bereitschaft der Taliban, mit Kabul zu verhandeln. Das Auswärtige Amt in Berlin hob erst kürzlich hervor, dass das internationale Engagement in Afghanistan nur dann zu dauerhafter Stabilität beitragen könne, wenn endlich ein Friedensprozess in Gang komme.
    Erdogan bleibt im Fall Yücel auf Konfrontationskurs:
    Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat eine Freilassung des inhaftierten deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel ausgeschlossen. So lange er Präsident sei, werde der Korrespondent der Tageszeitung "Die Welt" nicht nach Deutschland zurückkehren, sagte Erdogan in einem Interview. Da die Bundesrepublik die Auslieferung terrorverdächtiger türkischer Staatsbürger verweigere, würden Deutsche wie Yücel auch nicht überstellt. Die Bundesregierung fordert die Freilassung des Journalisten, der in der Türkei unter Terrorverdacht in Untersuchungshaft sitzt. Beweise für die Vorwürfe legten bislang weder die Justiz noch Erdogan vor.
    7 min
  • 13.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump nennt NATO nicht mehr "obsolet":
    US-Präsident Donald Trump hat sich in deutlichen Worten zur NATO bekannt. Er wolle mit den anderen Ländern zusammenarbeiten, um das Bündnis zu stärken, sagte Trump bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Das Bündnis sei nicht länger obsolet, sondern ein "Bollwerk für Frieden und Sicherheit". Zugleich ermahnte der US-Präsident die anderen Bündnispartner erneut, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Während seines Wahlkampfs hatte Trump erklärt, die Militärallianz mit 28 Mitgliedstaaten sei ineffektiv und überholt.
    "Eiszeit" zwischen den USA und Russland:
    Die Beziehungen zwischen Russland und den USA sind laut US-Außenminister Rex Tillerson wegen des Syrien-Konflikts auf einem Tiefpunkt. Es gebe nur wenig Vertrauen, sagte Tillerson bei seinem Antrittsbesuch in Moskau. Sein Gastgeber, der russische Außenminister Sergej Lawrow, sprach von kleinen Fortschritten. Russland sei trotz der Probleme "offen für einen Dialog" mit den USA. Bei zentralen Fragen die Zukunft Syriens betreffend blieben die Fronten aber unverändert verhärtet.
    Russland blockiert UN-Resolution zu Gasangriff in Syrien:
    Russland hat mit seinem Veto im UN-Sicherheitsrat eine UN-Resolution zum Giftgasangriff in der syrischen Rebellenhochburg Chan Scheichun verhindert. Der Entwurf war von den drei westlichen ständigen UN-Sicherheitsratsmitgliedern USA, Großbritannien und Frankreich vorgelegt worden. Sie machen die Luftwaffe des syrischen Machthabers Baschar al-Assad für den Angriff verantwortlich, bei dem am 4. April 87 Menschen getötet wurden, darunter viele Kinder. Die Resolution sollte die Attacke auf das Schärfste verurteilen und die Regierung in Damaskus verpflichten, den Vorfall durch internationale Ermittler untersuchen zu lassen. Die Regierungen in Moskau und Damaskus wiesen den Vorwurf zurück, wonach Assads Truppen für den Angriff verantwortlich sind. Die USA bombardierten als Vergeltungsschlag eine syrische Luftwaffenbasis.
    Zwei weitere Demonstranten in Venezuela erschossen:
    Bei den anhaltenden Protesten gegen den sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro sind in Venezuela erneut zwei Menschen getötet worden. Ein 14-jähriger Junge und ein 36-jähriger Mann seien in der Stadt Barquisimeto im Westen des Landes erschossen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Damit stieg die Zahl der Todesopfer bei den einwöchigen Demonstrationen auf fünf. Nach Medienberichten waren die Opfer von bewaffneten Anhängern der Regierung angegriffen worden. Am Donnerstag wurden zudem dutzende Demonstranten verletzt und mehr als hundert Menschen festgenommen. Venezuela steckt seit Monaten in einer tiefen politischen Krise. Zudem machen die Regierungsgegner im ölreichen Venezuela Maduro für die schwere Wirtschaftskrise verantwortlich. Sie verlangen die Freilassung der politischen Gefangenen und Neuwahlen. Auch die Organisation Amerikanischer Staaten tritt für Neuwahlen ein.
    Deutscher Diplomat Steiner soll UN-Entwicklungsprogramm leiten:
    Der deutsche Top-Diplomat Achim Steiner soll Chef des UN-Entwicklungsprogramms UNDP werden. UN-Generalsekretär Antonio Guterres bat die Vollversammlung der Vereinten Nationen, der Personalie zuzustimmen. Das Entwicklungsprogramm wird seit 2009 von der früheren neuseeländischen Premierministerin Helen Clark geleitet. Ihre zweite Amtszeit endet noch im April. Der Posten ist einer der ranghöchsten innerhalb der UN-Hierarchie. Steiner lehrt derzeit an der Universität in Oxford. Zwischen 2006 und 2016 hatte er die UN-Umweltorganisation UNEP geleitet. Geboren in Brasilien als Kind deutscher Einwanderer hatte er in Oxford, London, Harvard und Berlin studiert und dann unter anderem für die deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit und die Weltnaturschutzunion (IUCN) gearbeitet.
    Renommierter Kameramann Michael Ballhaus ist tot:
    Der Kameramann Michael Ballhaus ist tot. Wie seine Familie bekanntgab, starb er nach kurzer Krankheit in Berlin. Er wurde 81 Jahre alt. Ballhaus galt als einer der renommiertesten Kameramänner der Filmgeschichte. Er arbeitete insbesondere an der Seite von Rainer Werner Fassbinder, drehte aber auch Filme mit Martin Scorsese, darunter den Klassiker "Good Fellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia". Zu seinen bekanntesten Werken zählen "Die Ehe der Maria Braun", "Die fabelhaften Baker Boys" und "Gangs of New York". Für seine Arbeit wurde Ballhaus vielfach ausgezeichnet. Sein Markenzeichen war der sogenannte Ballhaus-Kreisel, eine 360-Grad-Kamerafahrt um seine Protagonisten herum.
    9 min

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