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Ihre ehrenamtlichen Einsätze retten Leben: Philipp transportiert Stammzellspenden für Blutkrebspatienten. Er spüre dabei "pures Glück und absolute Zufriedenheit". Kevin übernimmt als First Responder die Erstversorgung an Unfallorten: "Meine Zeit kommt anderen zugute."
Ein Leben ohne Musik ist für sie nicht vorstellbar: Die Soloflötistin Claudia Stein, der Oud-Spieler Bakr Khleifi und der Pianist Jascha Nemtsov. Über kulturelle Grenzen hinweg, ist ihre Musik ihnen Muttersprache und Weltsprache zugleich.
Evangelische und katholische Schulen haben einen guten Ruf, nicht nur bei Kirchenmitgliedern. Dass Religion ein Pflichtfach ist, scheint kirchenferne und Eltern anderer Religionszugehörigkeit nicht zu stören. Bildung wird auch bei der muslimischen Hizmet-Bewegung groß geschrieben. In Spandau betreibt sie ein eigenes privates Schulzentrum. Sind Anspruch und Erwartungen hier ähnlich wie bei den Konfessionsschulen?
Jüdinnen und Juden sind in Brandenburg nur eine sehr kleine Minderheit. Angriffe und Beleidigungen in Folge des Gaza-Kriegs kommen hier viel seltener vor als in Berlin. Eher machen ihnen Verharmlosungen oder gar die Leugnung des Holocausts zu schaffen. Dennoch fürchten sich einige der meist russischsprachigen Juden mehr vor muslimischen Zuwanderern als vor einem starken Abschneiden der AfD bei der Landtagswahl.
Am nördlichsten Zipfel Großbritanniens liegen die Shetlands. Von hier startete während des Zweiten Weltkriegs eine geheime Widerstandsoperation: Der Shetland-Bus. Kleine Fischerboote brachten Spione und Waffen über die raue See in das von Nazis besetzte Norwegen. Auf ihrer Rückfahrt nahmen die jungen Fischer Flüchtlinge auf die Shetlands. Manche haben dort geheiratet. Aber 44 Freiwillige bezahlten ihren mutigen Einsatz mit dem Leben.
Materialmangel und die kirchenfeindliche Politik in der jungen DDR erschwerten nach 1945 den Wiederaufbau und Erhalt der Kirchen. Doch 1972 gab es das Sonderbau-programm "Neue Kirchen für neue Städte". Gebaut wurde vom Staat, bezahlt wurde mit Devisen aus der Bundesrepublik. Allein im Osten Berlins wurden acht neue Gotteshäuser errichtet – sie spiegelten auch das Selbstverständnis der Gemeinde.
Wer Dinge, die er nicht mehr braucht, tauscht oder verschenkt, schont nicht nur Ressourcen. Über Nachbarschaftsplattformen kommen Menschen mit anderen in Kontakt, die oft ganz in der Nähe wohnen. Im Repaircafé, im Unverpacktladen oder bei der Pflanzaktion im Quartier trifft man ebenfalls auf Gleichgesinnte. So lernt man neue Leute kennen und macht zusammen die Welt ein bisschen besser.
Vom Terminal 2 des Frankfurter Flughafens werden jedes Jahr mehrere Tausend Menschen in ihre Heimatländer abgeschoben – oft Hals über Kopf. Finn Dohrmann und Melisa Ergül-Puopolo sind als Abschiebe-Beobachter im Auftrag von Diakonie und Caritas dabei. Sie verleihen ihr Diensthandy, damit sich Rückzuführende wenigstens kurz verabschieden können, sorgen für Kleidung, wenn jemand von der Polizei im Schlaf überrascht wurde und achten darauf, dass die Würde der Betroffenen gewahrt wird.
Familie Alsilo überlebte den Genozid an Jesiden im Nordirak und rettete sich mit hilfe der baden-württembergischen Regierung in den Südwesten. Hier fasste sie neuen Lebensmut. Es war der 3. August 2014, als Dschihadisten der Terrororganisation Islamischer Staat jesidische Dörfer im Nordirak überfielen. Sie töteten tausende Männer, missbrauchten und versklavten jesidische Frauen und Mädchen wie Zeytun und Khawla Alsilo. Ihr kleiner Bruder Farhad musste mitansehen, wie sein Vater getötet wurde. In Deutschland fassten sie wieder neuen Lebensmut und lernten deutsch. So studiert Farhad inzwischen Maschinenbau und Zeytun schneidert in einer kleinen Nähstube. Doch das Trauma bleibt und die Angst vor Abschiebung ist groß. Denn die Gewalt gegen Jesiden im Nordirak geht weiter.
(Hinweis: Übernahme von SWR Kultur "Glauben" vom 30.06.24)
Klimaaktivisten wie die "Letzte Generation" protestieren mit allen Mitteln: Sie kleben sich auf die Straße, besprühen Denkmäler und blockieren den Flugverkehr. Dafür werden sie beschimpft und riskieren Gefängnis- und Geldstrafen. Direkte Erfolge ihrer Aktionen werden nicht sichtbar. Trotzdem halten sie an ihrem Protest fest.
(Hinweis: Übernahme aus ARD Podcast "Wofür ich lebe" – Folge 6 "Klimarettung" vom 21.06.24)
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