Leica Enthusiast Podcast - Fotopodcast mit Michel Birnbacher

Leica Enthusiast Podcast - Fotopodcast mit Michel Birnbacher

By Michel BirnbacherArtsVisual Arts
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Leica Enthusiast Podcast - Fotopodcast mit Michel Birnbacher episodes

  • Mario Stumpf zu Gast bei Michel Birnbacher

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    • 26.09.2026 Nürnberg - Conceptual Street Photography - Mit Stefan Czurda
    • 05.-08.11.2026 Venedig - Für alle Kameramarken - Veranstalter: fotosafari.de
    • 26.-29.11.2026 Venedig - WORK THE M - Masterclass Leica M
    -.-.-


    Fünf Kernaussagen der Episode
    1. Werbefotografie ist zu 80–90 % Konzeptarbeit – das Bild entsteht lange vor dem Auslösen.
    2. Die Fujifilm GFX ist für Mario Stumpf das präzise Arbeitstier für Kampagnen und kommerzielle Produktionen.
    3. Die Leica M steht für Reduktion, Nähe und bewusste Fotografie – auch im professionellen Kontext.
    4. Analoge Fotografie schafft Distanz zur Produktionsroutine und erhöht den emotionalen Wert eines Bildes.
    5. KI ist ein sinnvolles Werkzeug in Planung und Postproduktion, ersetzt aber keine kreative Handschrift.
    Vom Art Director zum FotografenMario Stumpf kommt ursprünglich aus der klassischen Agenturwelt. Als Art Director arbeitete er mehrere Jahre in Agenturen, bevor er sich aus diesem Umfeld löste und als Freelancer selbstständig machte .Die Fotografie begann zunächst als Ausgleich – entwickelte sich jedoch zunehmend zum Kern seiner Arbeit. Heute ist er Gründer des multidisziplinären Creative Studios „6ix9ine“ in Köln, das sich auf Content-Produktionen, Fotografie und Film spezialisiert hat .Sein Hintergrund prägt seine Arbeitsweise bis heute: Fotografie ist für ihn nie nur das einzelne Bild, sondern immer Teil einer übergeordneten visuellen Strategie.

    Werbefotografie: Das Bild entsteht vor dem ShootingEin zentraler Punkt des Gesprächs: In der professionellen Werbefotografie entsteht der Großteil der kreativen Arbeit vor dem ersten Auslösen.Location-Scouting, Lichtkonzeption, Shot-Listen, Model-Auswahl, Styling – all das definiert bereits 80 bis 90 Prozent des späteren Ergebnisses .Gerade im kommerziellen Umfeld ist Präzision gefragt. Kunden erwarten klare Motivplanung und definierte Ergebnisse. Spontaneität existiert – aber innerhalb eines strategischen Rahmens.Diese strukturierte Vorbereitung unterscheidet professionelle Kampagnenarbeit fundamental von freier Fotografie.

    Das Arbeitstier: Mittelformat für KampagnenFür den Großteil seiner bezahlten Aufträge setzt Mario auf die Fujifilm GFX 100 II – digitales Mittelformat mit hoher Detailtiefe und enormer Auflösung .Die Gründe sind pragmatisch:
    • Hohe Auflösung für Plakatwände und Großformate
    • Flexibilität für Crops
    • Farbcharakteristik, die zu seiner Bildsprache passt
    • Handhabung als robustes Produktionswerkzeug
    Dabei fotografiert er überwiegend aus der Hand. Ergonomie, Menüführung und Bedienbarkeit spielen deshalb eine zentrale Rolle. Ein Werkzeug muss nicht nur technisch überzeugen – es muss sich richtig anfühlen.

    Warum die Leica M trotzdem mitkommtTrotz Mittelformat greift Mario in bestimmten Produktionen bewusst zur Leica M – insbesondere dann, wenn Nähe, Authentizität und weniger technische Dominanz gefragt sind .Gerade bei Kampagnen mit dokumentarischem Charakter oder bei Shootings mit Models und Influencern kann die kleinere, unaufdringliche Kamera eine andere Dynamik erzeugen. Sie schafft:
    • geringere Distanz zwischen Fotograf und Motiv
    • mehr organische, spontane Momente
    • eine andere ästhetische Anmutung durch klassische M-Optiken
    Hier wird deutlich: Kameraentscheidungen sind nicht nur technisch motiviert – sie beeinflussen Kommunikation und Atmosphäre am Set.

    Analoge Fotografie als GegenpolPrivat und auf Reisen – etwa in Japan, das Mario mehrfach besucht hat – greift er häufig zur Leica M6 .Die analoge Fotografie erfüllt für ihn mehrere Funktionen:
    • bewussteres Auslösen
    • geringere Bildmenge
    • höhere emotionale Bindung
    • zeitliche Distanz zwischen Aufnahme und Betrachtung
    Während digitale Dateien oft in großen Mengen unbearbeitet auf der Festplatte liegen bleiben, erzeugt der Entwicklungsprozess analoger Filme eine andere Form der Wertschätzung .Die Verzögerung wird Teil der Erfahrung.

    Digital vs. Analog: Mehr als nur TechnikMario beschreibt, dass analoge Bilder – selbst nach dem Scan – eine andere ästhetische Qualität besitzen: Kornverhalten, Farbcharakteristik, Imperfektionen .Gleichzeitig erkennt er die Vorteile digitaler Serienbildfunktion bei dynamischen Motiven. Hier wird deutlich: Es geht nicht um Ideologie, sondern um bewusste Wahl des passenden Werkzeugs.

    KI in der WerbefotografieDas Thema Künstliche Intelligenz begegnet ihm regelmäßig. Seine Haltung ist differenziert:
    • KI kann bei Mood-Visualisierungen und Konzeptentwicklung helfen.
    • In der Postproduktion erleichtert sie Prozesse.
    • Als Ersatz für kreative Vision sieht er sie nicht.
    Gerade im Bereich E-Commerce erkennt er, dass KI bereits eingesetzt wird . Doch für narrative, markenprägende Kampagnen bleibt die menschliche Handschrift entscheidend.

    Blick nach vorne: Ausstellung und BuchEin persönliches Ziel formuliert Mario klar: Eine Ausstellung und ein eigenes Buchprojekt stehen auf seinem Vision Board für 2026 .Dabei geht es weniger um kommerzielle Arbeit, sondern um freie, persönliche Projekte – insbesondere aus Japan.

    Fazit: Haltung vor TechnikDiese Episode zeigt eindrucksvoll:Technik ist wichtig.
    Werkzeuge prägen Arbeitsweisen.
    Aber entscheidend bleibt die Haltung hinter der Kamera.Ob Mittelformat für Präzision oder Leica M für Reduktion – am Ende geht es um bewusste Entscheidungen. Und um den Mut, zwischen professioneller Produktion und persönlicher Fotografie klar zu unterscheiden.Eine Folge für alle, die Fotografie nicht nur als Technik, sondern als Haltung verstehen.

    Linksammlung
    Mario Instagram: https://www.instagram.com/sixnine/sixnine Instagram: https://www.instagram.com/sixninestudios/ Mario LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/mario-stumpf-242b05148/sixnine LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/sixnine/ Website sixnine: https://www.sixnine.de/ 

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    1 hr 14 min
  • Andreas Groth zu Gast bei Michel Birnbacher

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    • 26.09.2026 Nürnberg - Conceptual Street Photography - Mit Stefan Czurda
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    • 26.-29.11.2026 Venedig - WORK THE M - Masterclass Leica M
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    Fünf Kernaussagen der Episode
    1. Fotografische Arbeit mit Betroffenen verlangt klare ethische Haltung und Schutzmechanismen.
    2. Ausstellungskonzepte sind Teil der Aussage – nicht nur die Bilder selbst.
    3. Emotionale Nähe entsteht oft durch bewusste Distanz in der Bildgestaltung.
    4. Kameras und Objektive sind Werkzeuge, nicht der Kern fotografischer Aussage.
    5. Serienarbeit ist ein zentraler Entwicklungsschritt für Fotograf:innen.

    Fotografie als Haltung – ein Gespräch mit Andreas Groth

    In dieser besonderen Episode des Leica Enthusiast Podcasts ist Andreas Groth bereits zum zweiten Mal zu Gast bei Michel Birnbacher. Anlass sind zwei aktuelle Ausstellungsprojekte, die im Frühjahr auf Tour gehen, sowie ein neues fotografisches Community-Projekt. Anders als sonst steht dabei weniger Technik im Vordergrund – sondern Verantwortung, Wirkung und Haltung in der Fotografie.

    „Angefasst“ – Erinnerungskultur in Bildern

    Die Ausstellung „Angefasst“ besteht aus 20 lebensgroßen Roll-Up-Porträts. Fotografiert wurden Menschen, die sexualisierte Gewalt im kirchlichen Kontext erlebt haben. Groth kennt viele der Beteiligten aus seiner Arbeit als empathischer Zeuge und Begleitperson bei Aufarbeitungsprozessen.

    Die Bildidee ist bewusst reduziert und zugleich stark:
    Die porträtierten Personen stehen hinter einer Glasscheibe, die mit Wasser benetzt ist. Sie halten selbst gewählte Schlagworte in die Kamera – Aussagen wie „angefasst“ oder „Die hat’s doch auch gefallen“. Die Schärfe liegt auf der Schrift, nicht auf der Person dahinter. Distanz wird zum Schutzraum, Unschärfe zum Ausdruck von Verletzlichkeit.

    Die Ausstellung verzichtet bewusst auf erklärende Texte. Stattdessen sind bei Präsentationen Ansprechpersonen vor Ort, um Gespräche zu ermöglichen. Ziel ist es nicht, abzuschließen, sondern Dialoge zu eröffnen.

    Frauenhaus-Projekt – Emotion ohne Sensation

    Ein zweites Projekt führte Andreas Groth in ein Frauenhaus. Elf Frauen erklärten sich bereit, Teil der Ausstellung zu werden – eine davon anonym. Der fotografische Ansatz unterscheidet sich deutlich vom ersten Projekt: Ein einfacher Stuhl wird zum zentralen Bildmotiv und Stellvertreter für Gefühle, Übergänge und Stabilität.
    Die Frauen zeigen sich in verschiedenen Situationen: vor dem Einzug, während der Zeit im Frauenhaus, beim Aufbruch in ein neues Leben. Die Bilder wurden an einem einzigen Tag realisiert, bewusst klar und ohne visuelle Effekte. Gedruckt auf großformatiger Leinwand (120 × 80 cm), entfalten sie ihre Wirkung über Präsenz und Größe.
    Auch hier steht nicht das Spektakuläre im Fokus, sondern Würde, Selbstbestimmung und Sichtbarkeit.

    Technik als Nebensache – bewusst und intuitiv

    Im Gespräch wird deutlich: Technik spielte bei beiden Projekten eine untergeordnete Rolle. Groth beschreibt, dass er bei sensiblen Motiven sehr genau spürt, mit welcher Kamera und welchem Setup er arbeiten kann. Entscheidungen entstehen intuitiv – aus Erfahrung, nicht aus Datenblättern.


    Ein zentrales Stichwort fällt dabei mehrfach: Improvisation mit Erfahrung.

    „36 durch 12“ – ein analoges Gemeinschaftsprojekt

    Zum Abschluss stellt Andreas Groth ein neues Jahresprojekt vor: 36 durch 12. Mit einer einfachen analogen Kleinbildkamera sollen Teilnehmende über zwölf Monate hinweg fotografische Serien entwickeln – maximal drei Bilder pro Monat, ein Film für ein Jahr.

    Ziel ist nicht Perfektion, sondern Konzentration: Serien denken, Einschränkungen akzeptieren, Austausch fördern. Begleitet wird das Projekt über Social Media und einen offenen Community-Raum. Die Ergebnisse sollen erst nach Ablauf des Jahres sichtbar werden.

    Fazit

    Diese Episode ist weniger Technik-Talk als vielmehr ein Gespräch über Verantwortung in der Fotografie. Über Nähe und Distanz, über Gestaltung als Haltung und über Bilder, die nicht gefallen müssen – sondern etwas auslösen dürfen.


    Eine Folge, die zeigt, wie Fotografie bewegen kann.


    Linksammlung:
    26.9.2025 Gast im Leica Enthusiast Podcast: https://www.leica-enthusiast-podcast.de/episode/andreas-groth-zu-gast-bei-michel-birnbacher

    Instagram: https://www.instagram.com/der_groth/

    Instagram zum Podcast Gast&Groth https://www.instagram.com/gastundgroth
    YouTube: https://www.youtube.com/@Der_Groth

    Blogbeitrag: https://www.birnbacher.com/blog/2025/09/andreas-groth/




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    43 min
  • Meik Merkelbach zu Gast bei Michel Birnbacher

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    • 26.09.2026 Nürnberg - Conceptual Street Photography - Mit Stefan Czurda
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    Fünf Kernaussagen der Episode
    1. Ein klar kommunizierter fotografischer Stil ist wichtiger als Anpassung an jeden Kundenwunsch.
    2. Regeln der Bildgestaltung sind Werkzeuge – kein Dogma.
    3. Leica M steht für bewusste Fotografie, Leica SL für Verlässlichkeit im professionellen Alltag.
    4. Fotografie ist für Meik Merkelbach kein Stressabbau, sondern ein bewusst gewählter Freiraum.
    5. Die Kennzeichnung echter Bilder wird im Zeitalter von KI unverzichtbar.
    Fotografie zwischen Dienstleistung und HaltungMeik Merkelbach arbeitet seit über zwölf Jahren als Hochzeitsfotograf und versteht seine Arbeit klar als Dienstleistung – jedoch ohne seinen eigenen Stil zu verleugnen. Paare buchen ihn nicht wegen eines austauschbaren Looks, sondern weil ihnen seine Bildsprache gefällt. Genau deshalb kommuniziert er von Anfang an offen, was sie erwarten können – und was nicht. Gefällt der Stil nicht, kommt es nicht zur Buchung. Für beide Seiten ist das der ehrlichste Weg.Bildgestaltung, Cropping und PragmatismusIn der Hochzeitsreportage bleibt keine Zeit, jede Regel bewusst anzuwenden. Drittelregel, goldener Schnitt oder Fibonacci-Spirale sind bekannt, spielen aber im Moment der Aufnahme oft keine Rolle. Cropping ist für Meik kein Tabu, sondern ein legitimes Werkzeug, wenn es dem Bild dient. Entscheidend ist nicht die Regel, sondern das Ergebnis.Leica, Messsucher und bewusste FotografieDer Weg zu Leica führte über analoge Experimente und Neugier auf den Messsucher. Die Leica M wurde für Meik ein Werkzeug der Entschleunigung: Fotografieren mit Zeit, Aufmerksamkeit und bewusster Entscheidung. Sie kommt dann zum Einsatz, wenn Motive Ruhe zulassen – Reisen, Street, persönliche Projekte.Für Situationen mit Dynamik, etwa Kinder oder Reportage unter Zeitdruck, greift er bewusst zur Leica SL. Autofokus ist hier kein Stilbruch, sondern schlicht das bessere Werkzeug. Technik wird nicht romantisiert, sondern situationsgerecht eingesetzt.Reisen, Reduktion und MotivationFotografie ist für Meik kein spontanes Ventil nach einem stressigen Arbeitstag. Stattdessen plant er bewusst fotografische Auszeiten: reduzierte Reisen, wenige Objektive, Fokus auf Licht, Ort und Moment. Ob Kanada, Lofoten oder Städtereisen – das Bild ist oft nur das Ergebnis eines längeren Prozesses aus Beobachtung, Warten und Wahrnehmen.KI, Bildmanipulation und Content CredentialsEin zentrales Thema der Episode ist der Umgang mit KI-generierten Bildern. Meik sieht die größten Herausforderungen nicht im kreativen Bereich, sondern in der Frage nach Echtheit und Vertrauen. Besonders in journalistischen und dokumentarischen Kontexten wird es entscheidend, reale Fotografien eindeutig zu kennzeichnen.Die von Leica implementierten Content Credentials bewertet er grundsätzlich positiv – nicht als perfektes System, sondern als wichtigen Schritt. Für ihn ist klar: Nicht das künstliche Bild sollte gekennzeichnet werden, sondern das echte.Ausgabeformate und Wertigkeit von BildernHochzeitskunden wünschen heute überwiegend digitale Dateien. Drucke entstehen meist in Eigenregie. Meik sieht den Mehrwert hochwertiger Fotobücher, räumt aber offen ein, dass deren Produktion zeitlich kaum realistisch ist. Der Gedanke bleibt dennoch spannend: Bilder entfalten ihre Wirkung besonders dann, wenn sie physisch erlebbar sind.FazitDiese Episode ist ein ehrliches Gespräch über Fotografie ohne Mythen. Über Technik ohne Dogma. Und über die Frage, wie man im Spannungsfeld zwischen Leidenschaft, Dienstleistung und technologischem Wandel eine klare fotografische Haltung bewahrt.

    Linksammlung
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    1 hr 9 min
  • Falk Frassa zu Gast bei Michel Birnbacher

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    • 26.09.2026 Nürnberg - Conceptual Street Photography - Mit Stefan Czurda
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    • 26.-29.11.2026 Venedig - WORK THE M - Masterclass Leica M
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    Fünf Kernaussagen der Episode
    1. Falk Frassa versteht Fotografie als inneren Prozess, nicht als Mittel zur Optimierung von Ergebnissen.
    2. Die Entscheidung für eine Leica M ist Ausdruck von Reduktion, nicht von Nostalgie.
    3. Einschränkung kann Kreativität und Achtsamkeit fördern.
    4. Community entsteht durch Haltung, nicht durch Kameramodelle.
    5. In einer Welt voller Automatisierung wird das bewusste Fotografieren zum Gegenentwurf.
    Rückkehr mit HaltungFalk Frassa ist kein Unbekannter im Leica Enthusiast Podcast. Bereits 2021 war er zu Gast – damals im Kontext seiner vielbeachteten Artikelserie „Gibt’s den Leica Look?“. Die Serie endete offen, mit mehr Fragen als Antworten. Genau dort setzt diese Episode an: Was ist aus dieser Reise geworden? Und warum führt sie Falk heute, einige Jahre später, zurück zur Leica M?Im Gespräch mit Host Michel Birnbacher wird schnell klar: Es geht nicht um Technik, nicht um Auflösung oder Autofokusgeschwindigkeit. Es geht um Haltung. Um die bewusste Entscheidung, Fotografie wieder als Erlebnis zu begreifen – und nicht als Leistungsdisziplin.

    Fotografie als VerarbeitungFalk spricht offen über seine Biografie, über seine Arbeit im Gesundheits- und Pflegebereich, über Konfrontationen mit Krankheit, Endlichkeit und Verantwortung. Fotografie war für ihn immer ein Ausgleich, ein Mittel zur Verarbeitung, ein Weg, Ordnung in innere Bilder zu bringen. Genau deshalb wurde der professionelle Anspruch irgendwann zur Belastung.Der Abschied von Auftragsarbeiten, von Hochzeiten und B2B-Jobs war kein Rückzug, sondern eine Befreiung. Mit ihm verschwand die Notwendigkeit, jederzeit „abliefern“ zu müssen. An ihre Stelle trat die Frage: Was brauche ich wirklich, um mit Freude und Aufmerksamkeit zu fotografieren?

    Entscheidungsminimalismus und ReduktionEin zentrales Motiv der Episode ist der Entscheidungsminimalismus – inspiriert durch Gespräche mit Falks früherem Podcastpartner Steffen Böttcher. Weniger Entscheidungen bedeuten mehr Energie für das Wesentliche. Übertragen auf die Fotografie heißt das: weniger Kameras, weniger Objektive, weniger Optionen.Die Leica M wird in diesem Kontext nicht romantisiert, sondern funktional begründet. Eine Kamera, die entschleunigt. Die zwingt, vorher zu sehen. Die nicht alles kann – und genau deshalb viel ermöglicht.

    Messsucher als DenkraumAusführlich diskutieren Michel Birnbacher und Falk Frassa den Unterschied zwischen Messsucher- und elektronischem Sucher. Während moderne Kameras das fertige Bild bereits vor der Aufnahme zeigen, verlangt der Messsucher Vorstellungskraft, Erfahrung und Vertrauen.Für Falk ist genau das entscheidend: Das Bild entsteht zuerst im Kopf, nicht auf dem Display. Dieser Prozess schärft den Blick – auch ohne Kamera. Fotografie wird damit wieder zu einer Form des bewussten Sehens, nicht des permanenten Kontrollierens.

    Community statt StatussymbolEin weiteres Thema ist die Leica-Community. Falk widerspricht klar dem Klischee von Status und Abgrenzung. Seine Erfahrung ist eine andere: Offenheit, Gespräche, gegenseitiges Erkennen. Nicht das Modell entscheidet über Zugehörigkeit, sondern die Haltung zur Fotografie.Dabei betont er, dass diese Offenheit längst nicht mehr auf M-Fotograf:innen beschränkt ist. Q, SL oder D-Lux – entscheidend ist nicht die Kamera, sondern die Beziehung zu ihr.

    Fotografie im Zeitalter von KIZum Ende der Episode wird der Blick weiter: Was bedeutet Fotografie in einer Zeit, in der Bilder generiert werden können, ohne dass jemand draußen war? Für Falk liegt die Antwort nicht im Wettbewerb um Realismus, sondern im Prozess.Fotografie bleibt relevant, wenn sie erlebt wird. Wenn sie Begegnung schafft. Wenn sie ein echtes Verhältnis zur Welt ausdrückt. Die Leica M ist für ihn kein Garant dafür – aber ein Werkzeug, das diesen Weg begünstigt.

    FazitDiese Episode ist kein Technik-Talk. Sie ist ein Gespräch über Entscheidungen, über Reduktion, über das Loslassen von Erwartungen. Falk Frassa erzählt, warum er heute lieber weniger fotografiert – und dabei mehr spürt. Eine Folge für alle, die Fotografie nicht optimieren, sondern erleben wollen.

    Linksammlung
    Homepage: https://www.falkfrassa.com
    Instagram: https://www.instagram.com/falkfrassa

    Fotografie tut gut-Podcast: https://www.fotografietutgut.de

    Co-Host des fotocommunity-Podcasts „Zwischen Blende und Zeit“: https://www.fotocommunity.de/podcast

    Link zu unserer letzten Episode vom 24.04.2021
    https://www.leica-enthusiast-podcast.de/episode/gespraech-mit-falk-frassa-fotografie-tut-gut

    Artikelserie:
    Teil 1: https://fotografr.de/26186/gibt-es-den-leica-look-1
    Teil 2: https://fotografr.de/26607/gibt-es-den-leica-look-2
    Teil 3: https://fotografr.de/27276/gibt-es-den-leica-look-3
    Teil 4: https://fotografr.de/27588/mein-vorlaeufiges-fazit-zur-leica-m240



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    1 hr 18 min
  • Mehrdad Abedi zu Gast bei Michel Birnbacher

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    Fünf Kernaussagen der Episode
    • Die Leica M EV1 erweitert das M-System sinnvoll, ersetzt aber nicht den Messsucher als Identitätskern.
    • Fotografische Praxis – Reisen, Gewicht, Handling – ist entscheidender als technische Maximalwerte.
    • Hasselblad überzeugt im Studio, verliert jedoch im mobilen Einsatz an Relevanz.
    • Ehrliche Reviews bedeuten Arbeit, Verantwortung und oft bewusste Ablehnung von Kooperationen.
    • Leica ist für viele Nutzer mehr kulturelles Objekt als bloßes Kamerasystem.
    Ein Gespräch ohne Skript – aber mit Haltung
    Michel Birnbacher und Mehrdad Abedi knüpfen an ihr letztes Gespräch aus dem Jahr 2022 an und setzen bewusst auf ein offenes, nicht vorbereitetes Format. Schnell wird klar: Beide teilen nicht nur eine Leidenschaft für Leica, sondern auch eine reflektierte Sicht auf Fotografie jenseits von Marketing und Technikfetischismus.
    Mehrdad beschreibt, warum Leica für ihn nie ernsthaft zur Disposition stand – trotz Neugier auf andere Systeme. Entscheidend sei nicht Markenloyalität, sondern das Zusammenspiel aus Haptik, Reduktion und fotografischer Haltung.
    Hasselblad: beeindruckend, aber nicht alltagstauglich
    Im Gespräch über Hasselblad wird deutlich, warum größere Sensoren nicht automatisch zu besseren Entscheidungen führen. Mehrdad schildert offen, wie ihn große Dateien, sperrige Objektive und das Gesamtgewicht des Systems im Alltag – insbesondere auf Reisen – eingeschränkt haben. Für seine Art der Fotografie sei das Kleinbildformat deutlich praktikabler.
    Gleichzeitig analysiert er kritisch die Marketingstrategie von Hasselblad, insbesondere die massive Präsenz bei Influencern, ohne diese pauschal zu verurteilen.
    YouTube, Kooperationen und der Mythos der Käuflichkeit
    Einen großen Raum nimmt die Diskussion über Content Creation ein. Mehrdad erklärt detailliert, wie viel Arbeit hinter einem Review steckt – vom Fotografieren über Bildauswahl, Bearbeitung, Videodreh und Schnitt. Leihstellungen seien keine Geschenke, sondern Teil einer klaren Erwartungshaltung seitens der Hersteller.
    Besonders wichtig: Er beschreibt seine klare Linie, Produkte abzulehnen oder gar nicht zu veröffentlichen, wenn sie ihn nicht überzeugen. Ehrlichkeit sei nicht nur ethisch, sondern langfristig auch die einzige Möglichkeit, Glaubwürdigkeit zu bewahren.
    Qimago: Qualität statt Charts
    Mehrdad erläutert die Entstehung von Qimago als gemeinsames Projekt mit seiner Frau und später als Blog und YouTube-Kanal. Ziel war von Anfang an, Fotografie visuell und erfahrungsbasiert zu vermitteln – nicht über Testcharts, sondern über Bilder. Ein Objektiv sei dann interessant, wenn es bestimmte Bilder ermögliche, nicht wenn es Messwerte erfüllt.

    Leica M EV1: sinnvoller Schritt mit offenen Fragen
    Kern der Episode ist die Auseinandersetzung mit der neuen Leica M EV1. Mehrdad sieht sie als logische Erweiterung des Systems, insbesondere für Brillenträger, Weitwinkel- und Nachtfotografie. Gleichzeitig kritisiert er den elektronischen Sucher als „halbherzig“ umgesetzt und vermisst eine konsequentere technische Weiterentwicklung.
    Für ihn bleibt die klassische M der persönliche Referenzpunkt – die M EV1 ist eine Option, kein Ersatz. Beide Gesprächspartner sind sich einig: Entscheidend ist, dass Leica Wahlmöglichkeiten schafft, ohne den Charakter des Systems aufzugeben.

    Fazit: Leica als Werkzeug und Kultur
    Am Ende steht weniger eine Kaufempfehlung als eine Standortbestimmung. Leica ist für Mehrdad Abedi kein Statussymbol, aber auch kein beliebiges Werkzeug. Es ist ein System, das bewusste Entscheidungen verlangt – und genau darin seinen Reiz entfaltet.
    Eine Episode für alle, die Fotografie nicht nur machen, sondern verstehen wollen.

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    1 hr 12 min
  • Dr. Andreas Kaufmann zu Gast bei Michel Birnbacher

    -.-.- Meine Workshops & Veranstaltungen -.-.-

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    Weitere Termine:
    • 26.09.2026 Nürnberg - Conceptual Street Photography - Mit Stefan Czurda
    • 05.-08.11.2026 Venedig - Für alle Kameramarken - Veranstalter: fotosafari.de
    • 26.-29.11.2026 Venedig - WORK THE M - Masterclass Leica M
    -.-.-


      • 100 Jahre Leica wurden bewusst weltweit gefeiert, um zu zeigen: Leica ist eine globale Marke mit historischer Bedeutung und starker Gegenwart.
      • Die M11-Familie und die neue EV-Variante eröffnen technische und kreative Möglichkeiten, ohne die Leica-DNA aufzugeben.
      • Leica arbeitet langfristig an eigener Sensorentwicklung
      • Smartphones mit Leica-Technologie sind wichtiger strategischer Baustein – als Einstiegskamera und Brücke zur Fotowelt.
    In dieser besonderen Podcastepisode spricht Dr. Andreas Kaufmann, Aufsichtsratsvorsitzender von Leica, über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einer der ikonischsten Kameramarken der Welt. Ausgangspunkt ist das große Jubiläum: 100 Jahre Leica Kamera. 
    Statt nur in Deutschland zu feiern, fand das Jubiläum rund um den Globus statt – unter anderem in Dubai, New York, Wetzlar, Shanghai und Tokio. Dahinter steckt ein klares Statement: Leica war immer international geprägt, hat eine Exportquote von rund 90 % und versteht sich als weltweite Kulturmarke der Fotografie.
    Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist die technologische Entwicklung. Von den frühen digitalen Schritten über die M8 bis hin zur aktuellen M11-Reihe zeigt sich, dass Leica konsequent Innovation wagt – ohne Tradition zu opfern. Besonders spannend: die neue Variante mit elektronischem Sucher. Sie erweitert das System um neue Einsatzmöglichkeiten, insbesondere im Hinblick auf Objektive und Flexibilität, ohne die klassische Messsucherwelt zu verdrängen. Leica öffnet damit bewusst einen zweiten Systemzweig innerhalb der M-Familie.
    Ein großes Zukunftsthema ist die Sensorentwicklung. Während in den letzten Jahren verstärkt mit externen Partnern gearbeitet wurde, treibt Leica parallel wieder eigene Sensorprojekte voran.
    Ein weiterer wichtiger Bereich: Smartphones. Leica sieht sie nicht als Konkurrenz zur Kamera, sondern als logischen Bestandteil der Fotowelt. Smartphones sind mittlerweile die „immer dabei“-Kamera, gleichzeitig Einstiegspunkt in ernsthafte Fotografie. Kooperationen – etwa mit Xiaomi – sowie Softwarelösungen wie die Leica Lux App sollen Fotografie-Erlebnis, Bildcharakter und Kreativität verbessern.
    Neben Technik und Strategie geht es in der Episode auch um Wahrnehmung und Märkte. Interessant: In Deutschland wird bei Leica fast reflexartig über Preise gesprochen, während in vielen internationalen Märkten deutlich stärker die Wertigkeit, Kultur und emotionale Bedeutung wahrgenommen werden. Leica positioniert sich bewusst in einer Klasse, in der Qualität, Beständigkeit und Fotokultur zählen – nicht nur Features.
    Zum Abschluss wird Dr. Kaufmann persönlich. Neben allen technischen Visionen äußert er einen klaren Wunsch...

    Letzte Episode im Podcast
    Episode vom 24.8.2021 (nur Audio im Podcast)
    https://www.leica-enthusiast-podcast.de/episode/gespraech-mit-dr-andreas-kaufmann

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    39 min
  • Jean-Claude Zeiter zu Gast bei Michel Birnbacher

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    • 26.09.2026 Nürnberg - Conceptual Street Photography - Mit Stefan Czurda
    • 05.-08.11.2026 Venedig - Für alle Kameramarken - Veranstalter: fotosafari.de
    • 26.-29.11.2026 Venedig - WORK THE M - Masterclass Leica M
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    Die 5 wichtigsten Punkte der Episode

    • Jean-Claude Zeiter ist Schweizer Fotograf, der ursprünglich aus der Landschaftsfotografie kommt und heute vor allem Street- und Reportagefotografie betreibt.
    • Die Leica M hat seine Fotografie entscheidend verändert: weniger Technik, mehr Bewusstsein, mehr Nähe zum Motiv.
    • Ein Foto von ihm landete sogar beim Papst, als offizielles Geschenk einer Schweizer Bundesrätin.
    • Jean-Claude stellte bereits erfolgreich aus – u. a. eine große Schwarzweiß-Serie in einer Schweizer Klinik.
    • Er spricht offen über Workflow, Bildauswahl, Brennweitenwahl und den emotionalen Wert von Fotografie.
    In dieser Podcast-Episode spricht Michel Birnbacher mit Jean-Claude Zeidler aus der Schweiz – einem leidenschaftlichen Fotografen, dessen Weg exemplarisch zeigt, wie sich fotografische Leidenschaft entwickeln kann. Jean-Claude begann ursprünglich klassisch: mit Kodak-Kamera, Landschaften, Bergen, Sonnenaufgängen und Natur. Doch mit der Zeit veränderte sich sein fotografischer Fokus deutlich. Der entscheidende Wendepunkt war die Anschaffung einer Leica M – eine Kamera, die für ihn nicht nur Werkzeug, sondern Inspirationsquelle wurde. Die bewusste Arbeit ohne Autofokus, die Reduktion auf das Wesentliche und das handwerkliche Fotografieren haben sein Sehen und seine Herangehensweise nachhaltig geprägt.Statt schwerem Equipment, Zoom-Optiken und Stativarbeit zog es ihn zunehmend auf die Straße: hin zur Reportage und Streetfotografie, zu Menschen, Emotionen, urbanen Momenten und Alltagsszenen. Jean-Claude beschreibt sehr reflektiert, dass eine Leica ihn näher an Menschen bringt – nicht nur technisch, sondern auch emotional. Die Kamera ermutigt ihn, offener zu sein, auf Menschen zuzugehen und Situationen bewusster zu gestalten, statt nur abzudrücken.Ein besonderes Highlight seiner fotografischen Laufbahn war ein Bild, das tatsächlich bis nach Rom gelangte – zum Papst. Im Rahmen einer offiziellen Reise der Schweizer Bundesrätin Viola Amherd wurde sein fotografiertes Motiv als symbolisches Geschenk überreicht. Für Jean-Claude war das natürlich ein besonderer Moment – nicht wegen der Symbolik des Fotos allein, sondern wegen der Geschichte dahinter.Außerdem berichtet er von einer umfangreichen Ausstellung, die er in einer Schweizer Höhenklinik realisieren durfte. Dafür fotografierte er ein Jahr lang verschiedene Orte in seinem Heimatkanton, entwickelte eine Serie in Schwarzweiß, druckte selbst, wählte sorgfältig aus – und erlebte, wie viel Arbeit, Emotion, aber auch Freude in einem solchen Projekt steckt. Der Auswahlprozess war intensiv, teils schmerzhaft – aber lehrreich.Jean-Claude spricht offen über seinen Workflow: Er fotografiert RAW, sichert konsequent, lässt Bilder bewusst reifen, bevor er endgültig aussortiert. Bearbeitung: ja, aber nicht exzessiv. Statt Perfektion zählt für ihn Authentizität. Auch seine bevorzugten Brennweiten – vor allem 28 und 50 mm – stehen für eine bewusste Reduktion und Klarheit im Bild. Und obwohl Streetfotografie sein Schwerpunkt geworden ist, bleibt er offen, neugierig, experimentierfreudig. Seine Zukunftsideen reichen von neuen Projekten bis zu möglichen weiteren Ausstellungen.Diese Episode zeigt eindrucksvoll, was Fotografie sein kann: nicht Technikshow, sondern persönlicher Ausdruck, Freude, Begegnung, Emotion und Weiterentwicklung.


    Linksammlung
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    "Enorm stolz, dass Papst Franziskus offizieller Pate eines Rebstockes von uns geworden ist."
    https://www.instagram.com/p/Cr8w390qC2b/


    Weinkellerei, welche den Wein für den Papst geliefert haben.Cave du Rhodan, 3970 Salgesch, www.rhodan.chinstagram https://www.instagram.com/cavedurhodan/




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    1 hr 4 min
  • Denis Unger zu Gast bei Michel Birnbacher

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    Weitere Termine:
    • 26.09.2026 Nürnberg - Conceptual Street Photography - Mit Stefan Czurda
    • 05.-08.11.2026 Venedig - Für alle Kameramarken - Veranstalter: fotosafari.de
    • 26.-29.11.2026 Venedig - WORK THE M - Masterclass Leica M
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    Zehn zentrale Aussagen aus dem Gespräch
    1. Fotografie beginnt mit Respekt – besonders gegenüber Menschen am Rand der Gesellschaft.
    2. „Frankfurt ungeschminkt“ ist keine Sensation, sondern eine ehrliche, langfristige Auseinandersetzung mit einem Stadtviertel.
    3. Nähe entsteht durch Zeit und Vertrauen, nicht durch Technik oder Heimlichkeit.
    4. Alltagsfotografie bedeutet Freiheit, fernab von Genres, Etiketten und Trends.
    5. Die Leica M zwingt zur Entschleunigung – und genau das prägt die Bildsprache.
    6. Nicht jedes Bild darf gemacht werden, auch wenn es technisch möglich wäre.
    7. Das Bahnhofsviertel ist ein Mikrokosmos, nicht nur ein Problemraum.
    8. Zuhören ist wichtiger als Auslösen – oft entsteht das Bild erst nach dem Gespräch.
    9. Reportage heißt Verantwortung, sowohl fotografisch als auch menschlich.
    10. Fotografie kann Würde bewahren, selbst in schwierigen und dunklen Situationen.
    Ausführliche ShownotesIn dieser Episode des Leica Enthusiast Podcast spricht Gastgeber Michel Birnbacher mit dem Fotografen und Autor Denis Unger über Fotografie als Haltung – und über sein Buch „Frankfurt ungeschminkt“.Das Buch ist das Ergebnis einer rund anderthalbjährigen Langzeit-Reportage im Frankfurter Bahnhofsviertel. Denis Unger hat sich bewusst Zeit genommen: für Gespräche, für Nähe, für Verständnis. Entstanden ist kein schneller Streetfotografie-Band, sondern eine vielschichtige dokumentarische Arbeit über Menschen, Lebensrealitäten und Würde.Vom Auftragsjob zur freien FotografieDenis erzählt von seinem beruflichen Weg: von der Ausbildung über Agenturarbeit, Produkt- und Werbefotografie bis zu dem Punkt, an dem er merkte, dass ihm die kreative Freiheit verloren ging. Die Entscheidung, wieder ausschließlich das zu fotografieren, was ihn selbst interessiert, war ein Wendepunkt – und der Beginn seiner dokumentarischen Arbeit.Alltagsfotografie statt Genre-DenkenEin zentrales Thema des Gesprächs ist Denis’ Selbstverständnis als Alltagsfotograf. Er lehnt starre Begriffe wie Streetfotografie ab und beschreibt, warum ihn das Beobachten alltäglicher Situationen mehr interessiert als das Befolgen fotografischer Trends oder Dogmen.Frankfurt ungeschminkt – ein Viertel, viele GeschichtenDas Bahnhofsviertel beschreibt Denis als multikulturellen Mikrokosmos: Wohnraum, Arbeitsplatz, Durchgangsstation, Drogenumschlagplatz, Rotlichtviertel – alles auf engstem Raum. Seine Bilder zeigen nicht nur Sucht und Elend, sondern auch Zusammenhalt, Sensibilität und Menschlichkeit innerhalb der Szene.Besonders eindrücklich schildert er seine Arbeit:
    • mit Streetworkern und Polizei
    • in der Drogenszene
    • im Laufhaus, inklusive Gesprächen mit Sexarbeiterinnen
    • bei Menschen, die sonst selten gesehen oder gehört werden
    Dabei wird klar: Viele Bilder entstehen erst nach Gesprächen – manche Bilder entstehen bewusst nicht.Respekt, Grenzen und VerantwortungEin wichtiger Teil des Gesprächs dreht sich um ethische Fragen:
    Wann darf man fotografieren? Wann sollte man die Kamera senken? Denis spricht offen darüber, warum er Gesichter verpixelt, warum Einverständnis wichtiger ist als ein starkes Bild – und weshalb „ungeschminkt“ niemals respektlos bedeutet.Warum Leica M?Für diese Reportage entschied sich Denis bewusst für die Leica M. Nicht aus Nostalgie, sondern wegen der Arbeitsweise: manuelles Fokussieren, bewusste Bildgestaltung, langsames Arbeiten. Fotografiert wurde überwiegend mit 35 mm und 15 mm, meist bei Blende 4 – der Mensch stets im Kontext seiner Umgebung.Die Kamera wurde dabei nicht als Barriere wahrgenommen, sondern oft als Vertrauensanker: als sichtbares Werkzeug eines Fotografen, nicht als beiläufiges Smartphone.Lesungen, Ausstellungen und AusblickNeben dem Buch spricht Denis über Lesungen, Ausstellungen, geplante Termine (u. a. bei Hugendubel und Leica Stores) sowie über seine Arbeit abseits des Buches. Workshops wird es künftig wieder geben – vor allem für Fotograf:innen, die Hemmungen haben, sich bestimmten Orten oder Themen zu nähern.🎙 Eine Episode über Fotografie mit Haltung
    Diese Folge ist kein Technik-Talk, sondern ein intensives Gespräch über Verantwortung, Nähe und darüber, was Fotografie leisten kann, wenn man Menschen wirklich begegnet.

    Linksammlung
    Internet: www.denis-unger.de
    Instagram: https://www.instagram.com/denis.unger.official/

    Buchvorstellung / Ausstellungen
    https://denis-unger.de/lesungen-ausstellung-frankfurt-ungeschminkt/
    auch im Leica Store Heidelberg! Freitag, 16. Januar 2026, um 18:30 Uhr. [Link zur kostenfreien Anmeldung]

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    55 min
  • Jean-Luc Caspers zu Gast bei Michel Birnbacher

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    Weitere Termine:
    • 26.09.2026 Nürnberg - Conceptual Street Photography - Mit Stefan Czurda
    • 05.-08.11.2026 Venedig - Für alle Kameramarken - Veranstalter: fotosafari.de
    • 26.-29.11.2026 Venedig - WORK THE M - Masterclass Leica M
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    5 Kernaussagen
    1. Kunst und Mathematik verbindet eine gemeinsame Ästhetik, die Jean-Lucs fotografische Arbeit wesentlich beeinflusst. 
    2. Intuition entsteht aus Vorbereitung – fotografische Projekte beginnen für ihn mit einem klaren konzeptionellen Rahmen. 
    3. Das neue Buch L’odeur de la Patrie ist eine Reise durch Familiengeschichte, Europa und kollektive Erinnerung. 
    4. Bildausswahl und Kuration sind ein dialogischer Prozess, bei dem Strenge und Empathie gleich wichtig sind. 
    5. Der „Leica-Look“ ist kein einzelner Look, sondern ein subtiler, historisch gewachsener Charakter vieler Objektivgenerationen. 
    1. Jean-Lucs Weg: Kunst – Mathematik – KunstJean-Luc Caspers begann an der Kunstakademie, wechselte dann überraschend in ein Mathematikstudium und fand später zurück zur Kunst und Fotografie. Der scheinbare Widerspruch zwischen rationaler Wissenschaft und kreativem Ausdruck ist für ihn keiner: Beide Welten teilen eine tiefgehende Ästhetik, etwa in Beweisführung, Struktur oder Komposition. Dieses Spannungsfeld prägt bis heute seine künstlerische Arbeit. 

    2. Ästhetik, Intuition und fotografischer ProzessJean-Luc spricht darüber, wie Intuition in der Fotografie entsteht: nicht aus Zufall, sondern aus gedanklicher Vorbereitung.
    Er arbeitet mit „Schubladen“ – Projekten und Fragestellungen, die im Hintergrund mitlaufen. Begegnet ihm eine Szene, die zu einer dieser Schubladen passt, reagiert er intuitiv. Manche Momente fotografiert er bewusst nicht – die Entscheidung selbst ist Teil des künstlerischen Prozesses.

    3. L’odeur de la Patrie: Eine Reise durch Erinnerung und EuropaSein neues Buch ist ein fotografischer Reisebericht durch Frankreich und Norditalien – über 4.400 Kilometer.
    Es verbindet eigene Bilder, historische Familienfotos und Dias seines Vaters und Großvaters. Jean-Luc untersucht darin, wie aus Konflikten Freundschaft und europäisches Selbstverständnis entstehen konnten.
    Der Titel „Der Geruch der Heimat“ verweist auf sensorische Erinnerung und die Frage: Wie riecht Heimat für mich?

    4. Kuration: Wie Bilder zu Serien werdenJean-Luc arbeitet häufig als Kurator und unterstützt Künstlerinnen und Künstler bei Portfolio-Auswahl oder Ausstellungsaufbau. Entscheidend sind Fragen wie:
    – Welche Bilder tragen wirklich etwas bei?
    – Wo gibt es Redundanzen?
    – Welche Nuance – im Licht, im Ausdruck, im Fokus – macht ein Bild stärker als ein anderes?Wichtig sei, Strenge mit Sensibilität zu verbinden: Die Kritik darf fordern, aber nie demotivieren. Ziel ist, eine Serie zu finden, die schlüssig erzählt – ob für ein Buch oder eine Ausstellung.

    5. Ausstellungen: Räume erzählen anders als BücherEin Buch liest sich linear, ein Ausstellungsraum dagegen über Blickachsen.
    Türposition, Lichthöhe und Reihenfolge verändern die Wirkung komplett.
    Deshalb ist eine Hängung kein rein technischer, sondern ein erzählerischer Akt. Die Zusammenarbeit zwischen Künstler und Kurator bleibt dabei essenziell – Konflikte gehören dazu, werden aber durch starke Argumente und gemeinsames Ziel gelöst.

    6. Werkzeuge, Formate und der viel zitierte „Leica-Look“Jean-Luc entscheidet kameraseitig projektbezogen – wie ein Maler, der zum passenden Pinsel greift. Die Wahl beeinflusst den Look, doch wichtiger ist für ihn das konzeptionelle Arbeiten.
    Zum Leica-Look sagt er: Es ist weniger ein klar definierter Look als vielmehr ein charakteristischer, wiederkehrender „Schmelz“, der sich durch viele Generationen von Objektiven zieht – modern bis historisch. 

    Linksammlung:
    Homepage: https://www.jlcaspers.eu/
    Instagram: https://www.instagram.com/jlcaspers/

    DreiDrittel Podcast: https://linktr.ee/dreidrittel

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    1 hr 3 min
  • Patrick Lipke zu Gast bei Michel Birnbacher

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    5 Kernaussagen
    1. Patricks fotografische Reise begann mit Naturmotiven – und dem Gefühl, dass Fotografie mehr sein könnte als ein Hobby.
    2. Das Praktikum bei Steffen Böttcher war ein Schlüsselmoment für Technik, Haltung und Mut zur Selbstständigkeit.
    3. Hochzeiten wurden zum Einstieg ins Berufsleben – wegen Nähe, Emotion und ehrlicher Begegnungen.
    4. Leica veränderte Patricks Blick: Die Q1 wurde zur täglichen Begleiterin, die M10R zur kreativen Entschleunigung.
    5. Erfolg bedeutet für Patrick nicht Technik, sondern Menschen, Vertrauen und ein stabiles Business-Fundament.
    Vom Jugendfotopreis zum Beruf – Patricks WegPatrick Lipke beginnt seine fotografische Laufbahn fernab von Menschen: Natur, Wälder, Wiesen – vor allem Motive, die nicht weglaufen können. Ein Jugendfotowettbewerb bringt überraschend Anerkennung, und langsam wächst der Gedanke, dass Fotografie vielleicht mehr sein könnte als nur ein Hobby.Der entscheidende Wendepunkt folgt während seines Zivildienstes: Patrick stößt auf die Arbeiten von Steffen Böttcher, schreibt ihn an – und landet nach einem mutigen Schritt im Praktikum. Dort lernt er technische Grundlagen, aber vor allem den Blick fürs Wesentliche: Nähe, Vertrauen und die Fähigkeit, Menschen zu sehen. Die ersten eigenen Hochzeiten folgen. Und mit ihnen das Verständnis, dass gute Fotos nicht entstehen, weil jemand perfekt posiert, sondern weil echte Momente passieren.Selbstständigkeit und Business – zwei Seiten derselben MedaillePatrick erzählt offen, wie schwierig der Start war und wie hilfreich der Rat eines Business-Coaches: Investiere weniger in Statussymbole, mehr in dich selbst. Diese Haltung zieht sich bis heute durch seine Arbeit. Er spricht darüber, wie wichtig Zeitmanagement, Grundlagen der Selbstständigkeit und Vernetzung vor Ort sind – und warum Leidenschaft allein nicht reicht. Wer brennt, sagt er, muss auch bereit sein, den Preis in Form von Zeit, Fokus und Konsequenz zu zahlen.Hochzeiten, Menschen und der Wert echter BegegnungenHochzeiten prägen Patricks Anfangsjahre: Emotionale Tage, schöne Menschen, dankbare Atmosphäre. Er erzählt, wie sehr ihn die Nähe zu fremden Familien berührt hat, wie viele Freundschaften genau dort entstanden sind – und warum er irgendwann weniger Hochzeiten annahm, weil Wochenenden mit der Familie wichtiger wurden.Leica: Ein Aha-Moment auf MallorcaAuf einer Hochzeit in Spanien erkennt Patrick erstmals eine Leica Q. Er probiert sie aus – und ist sofort verloren. Die Haptik, der Look, die Einfachheit: all das setzt einen Prozess in Gang, der heute zu seiner täglichen Ausrüstung gehört. Seine Q1 begleitet ihn seit 2017. Die M10R ergänzt sie als entschleunigtes Werkzeug, das ihn zwingt, bewusster zu fotografieren und seine kreative Energie neu zu entdecken.Warum Fotografie für ihn mehr ist als TechnikIm Gespräch wird schnell klar: Patrick fotografiert Menschen, keine Dateien. Er schafft es, auch unsichere Kund*innen mitzunehmen, ihnen Unwohlsein zu nehmen und echte Verbindungen zu schaffen. „Unfotogen gibt es nicht“, sagt er. Und er meint es so.Ein Gespräch voller Offenheit, Humor und Leidenschaft – über Fotografie als Beruf, als Kunst und als Lebensbegleiter.

    Website: www.patricklipke.de/Instagram: www.instagram.com/patricklipke/Weitere Projekte: www.sailingphotographers.de 


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