Leica Enthusiast Podcast - Fotopodcast mit Michel Birnbacher

Leica Enthusiast Podcast - Fotopodcast mit Michel Birnbacher

By Michel BirnbacherArtsVisual Arts
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Leica Enthusiast Podcast - Fotopodcast mit Michel Birnbacher episodes

  • Stefan Czurda: Conceptual Street Photography bei Michel Birnbacher im Leica Enthusiast Podcast

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    Weitere Termine:
    • 26.09.2026 Nürnberg - Conceptual Street Photography - Mit Stefan Czurda
    • 05.-08.11.2026 Venedig - Für alle Kameramarken - Veranstalter: fotosafari.de
    • 26.-29.11.2026 Venedig - WORK THE M - Masterclass Leica M
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    - Stefan Czurda erklärt, warum konzeptionelle Street Photography für ihn mit einer klaren Idee beginnt.
    - Bewegungsunschärfe, Nähe und Persönlichkeit werden im Gespräch als Werkzeuge einer eigenen Bildsprache sichtbar.
    - Die Episode zeigt, wie Serien, Portfolio Reviews und ehrliches Feedback fotografische Entwicklung auslösen können.

    In dieser Episode des Leica Enthusiast Podcast spricht Michel Birnbacher mit Stefan Czurda über einen Ansatz, der Street Photography nicht dem reinen Zufall überlässt. Für Stefan Czurda ist Street Photography Fotografie im urbanen öffentlichen Raum. Doch statt jedes Mal nur auf den nächsten besonderen Moment zu warten, geht er mit einer Idee, einem Konzept und einer klaren inneren Suchbewegung auf die Straße.

    Im Zentrum steht seine konzeptionelle Street Photography. Dieser Ansatz verbindet Inspiration, Persönlichkeit, Handwerk und Thema. Stefan beschreibt, wie aus visuellen Entscheidungen eine wiedererkennbare Bildsprache entstehen kann. Dabei geht es nicht darum, bekannte Fotografen zu imitieren, sondern zu verstehen, welche Techniken und Haltungen eine Arbeit erkennbar machen. Nähe zum Motiv, Bewegungsunschärfe, Gestik, Mimik und Emotionen sind bei ihm keine Zufallsprodukte, sondern über Jahre geübte Werkzeuge.

    Besonders deutlich wird das an seinen Urban Ghosts und der Serie Street Melancholy. Stefan arbeitet ausschließlich mit Bewegungsunschärfe und meist mit 28 mm. Er bewegt sich selbst, während sich die Menschen vor der Kamera bewegen. Blende und ISO laufen automatisch, die Belichtungszeit bestimmt den Charakter der Aufnahme. Entscheidend ist für ihn aber nicht die Technik allein. Die Magie entsteht erst, wenn visuelle Werkzeuge mit einer persönlichen Haltung verbunden werden. Bei Street Melancholy geht es um melancholische Momente im urbanen Raum, um Nachdenklichkeit, Empathie und das bewusste Wahrnehmen von Menschen in einer schnellen, oft abwesenden Umgebung.

    Ein wichtiger Teil des Gesprächs ist die Frage, wann aus einzelnen Bildern eine Serie wird. Stefan betont, dass eine Idee Substanz braucht. Erst durch Wiederholung, Auswahl und strenges Kuratieren entsteht eine Arbeit, die mehr trägt als ein einzelnes starkes Foto. Gleichzeitig spricht er offen darüber, wie sehr Portfolio Reviews seine Entwicklung beeinflusst haben. Ehrliches Feedback, auch wenn es zunächst weh tut, kann helfen, die eigene Arbeit klarer zu sehen und neue Ansätze zu finden.

    Michel Birnbacher und Stefan Czurda sprechen außerdem über den geplanten Street-Workshop am 26.09. in Nürnberg. Dort soll es weniger um Kameratechnik als um Mindset, Stilfindung, Persönlichkeit und das Entwickeln eigener fotografischer Ideen gehen. Brennweiten, Kameras und Ausrüstung bleiben offen. Entscheidend ist die Frage, wie jeder Mensch aus seiner eigenen Art heraus im urbanen Raum fotografieren kann.

    Auch rechtliche und ethische Fragen der Street Photography kommen zur Sprache. Stefan plädiert für einen respektvollen Mittelweg: fotografieren mit künstlerischem Anspruch, aber mit Bedacht, Gesprächsbereitschaft und der Bereitschaft, ein Bild zu löschen, wenn jemand das ausdrücklich möchte.

    Termin für den Workshop ist mittlerweile veröffentlicht:
    26.9.2026: https://www.birnbacher.com/angebot/conceptual-street-photography/

    Homepage: https://www.stefanczurda.at/
    Instagram: https://www.instagram.com/stefan_czurda/

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    49 min
  • Bettina Meister bei Michel Birnbacher: She Shoots Leica, SL3 und Ausstellungen

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    - Bettina Meister spricht über Sichtbarkeit von Fotografinnen, She Shoots Leica und ihre Ausstellung in der Leica-Welt Wetzlar.
    - Im Gespräch geht es um Workshops, Einzelcoachings für Frauen, Portraitfotografie und Fotoreisen nach Marokko.
    - Technisch wird es bei Leica SL3, Leica SL3-S, Nikon Z8, analoger Leica M2, Sensorstaub, Ergonomie und Bildbearbeitung.

    Bettina Meister ist erneut zu Gast bei Michel Birnbacher im Leica Enthusiast Podcast. Seit ihrem letzten Gespräch ist viel passiert: Sie wurde Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie, war Teil der Ausstellung von She Shoots Leica im Leitz Café in der Leica-Welt Wetzlar und ist aktuell in mehrere Ausstellungsprojekte in Stuttgart eingebunden.

    Ein zentrales Thema dieser Episode ist die Sichtbarkeit von Fotografinnen. Bettina erzählt, wie She Shoots Leica entstanden ist, warum Frauen in der Fotografie oft weniger sichtbar sind und weshalb gegenseitige Unterstützung, Austausch und Ermutigung so wichtig sind. Dabei geht es nicht um einfache Klischees zwischen Männern und Frauen, sondern um Selbstvertrauen, Fragenstellen, Lernen und den Mut, sich fotografisch zu zeigen.

    Michel und Bettina sprechen außerdem über Workshops und Coachings. Bettina bietet spezielle Einzelcoachings für Frauen an, unter anderem in Zusammenarbeit mit Leica Stores, aber auch unabhängig davon an verschiedenen Orten. Ihr Ziel ist es, Hemmschwellen abzubauen und komplexe fotografische Themen einfach zu erklären – egal ob es um Technik, Bildaufbau, Motivsuche oder Bildbesprechung geht. Auch ihre Portrait-Workshops für Frauen stehen im Fokus: Sie sollen nicht nur Studiofotografie vermitteln, sondern Licht, Aufbau und fotografisches Sehen so erklären, dass es auch für Familien-, Reise- und Alltagsfotografie nutzbar wird.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist Marokko. Bettina spricht über ihre Fotoreisen, über den Norden des Landes, über Artist Talks in Stuttgart und Berlin und über die Bedeutung von Begegnungen. Besonders eindrücklich ist ihre Geschichte aus Marrakesch, in der ein Lampenmacher ihr ein Geschenk machen wollte, einfach weil sie da war und ihn gesehen hat. Genau solche Erfahrungen prägen ihre fotografische Haltung.

    Auch Kameratechnik kommt nicht zu kurz. Bettina arbeitet heute vor allem mit der Leica SL3, der Leica SL3-S und einer analogen Leica M2. Eine Nikon Z8 behält sie nur noch für Situationen mit Aufsteckblitz. Im Gespräch erklärt sie, warum die Leica für sie ergonomisch besser funktioniert, warum sie weniger Nachbearbeitung braucht und weshalb sie bei Events, Studioarbeit und Reisen fast ausschließlich mit Leica fotografiert. Dazu gibt sie praktische Tipps für Reisen in staubige Regionen: keine Objektivwechsel im Sand, Festbrennweiten bei Wind, Rain-Sleeves, Reinigungstücher, Pinsel und Vorsicht beim marokkanischen Tee.

    Diese Episode zeigt Bettina Meister als Fotografin, Dozentin, Reisende und Erzählerin, die Technik ernst nimmt, aber immer den Menschen und die Begegnung in den Mittelpunkt stellt.

    Die Zusammenfassung wurde ausschließlich mit Hilfe von KI erstellt.

    Linksammlung
    • Homepage: https://www.bettinameister.com/
    • Instagram: https://www.instagram.com/bettinameister.photography
    • Podcast-Episode vom 22.8.2025  https://www.leica-enthusiast-podcast.de/episode/bettina-meister-zu-gast-bei-michel-birnbacher
    • Fotoreisen nach Marokko: https://fotoworkshops-individuell.de/


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    47 min
  • Steeven Zeiss: Von Canon und Fujifilm zur Leica M6 und M11-P

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    Die von der KI erstellen Show Notes zur Episode:

    - Steeven Zeiss erzählt, wie aus frühen Urlaubserinnerungen mit analogen Kameras ein vielseitiger fotografischer Weg wurde.
    - Im Gespräch geht es um Leica Q3, M6, M11-P, SL3-S, Fujifilm, Canon und die Frage, welche Kamera zu welcher Arbeitsweise passt.
    - Paris, Norwegen, Porträtfotografie, analoger Film und gedruckte Bilder zeigen, warum Fotografie für ihn mehr ist als Technik.

    In dieser Episode des Leica Enthusiast Podcast ist Steeven Zeiss zu Gast. Im Gespräch mit Michel Birnbacher zeichnet er seinen fotografischen Weg nach: von der analogen Point-and-Shoot-Kamera in der Kindheit über Minolta, Canon EOS 350D und 50D bis hin zum Wechsel zu Fujifilm. Entscheidend waren dabei nicht nur technische Daten, sondern ganz praktische Fragen: Wie viel Kamera möchte man auf Reisen wirklich mitnehmen? Wie verändert ein kleineres System die Lust am Fotografieren? Und warum können Retro-Design, Filmsimulationen und ein leichteres Packmaß den Blick wieder freier machen?

    Ein zentraler Teil der Episode ist Steevens Weg zu Leica. Der erste Besuch in Wetzlar, das Ausprobieren der Leica Q2 auf dem Campus und später die Leica Q3 in Heidelberg haben den Einstieg vorbereitet. Doch geblieben ist er nicht bei der Q. Über die analoge Leica M6 Re-Issue von 2022 fand er zur Messsucherfotografie und später zur digitalen Leica M11-P. Dazu kommt die Leica SL3-S, die für seine Reisen nach Norwegen und auf die Lofoten eine andere Rolle spielt: wetterfest, robust und zusammen mit dem 24-70 mm auch dann verlässlich, wenn Regen und Wind stärker werden als die eigene Regenjacke.

    Besonders ausführlich sprechen Michel und Steeven über analoge Fotografie. Für Steeven liegt der Reiz nicht allein im späteren Ergebnis, sondern im Prozess: Film einlegen, bewusster entscheiden, mit 36 Bildern anders umgehen als mit hunderten digitalen Aufnahmen und nicht sofort kontrollieren können, ob alles gelungen ist. Seine Paris-Reise wurde so zu einem fast vollständig analogen Erlebnis mit der M6 und einem 50-mm-Objektiv. Das veränderte nicht nur die Motive, sondern auch das Tempo und die Wahrnehmung.

    Auch Street- und Porträtfotografie bekommen viel Raum. Paris wird dabei nicht nur als Kulisse beschrieben, sondern als Ort für Beobachtungen: Menschen am Handy, gestellte Fotos vor Sehenswürdigkeiten, Szenen im Palais Royal, Mittagspausen an den Säulen, Tanz und kleine Alltagsmomente. Daneben erzählt Steeven, wie er Menschen für Porträts anspricht, warum die Zusammenarbeit mit einem Model anders ist als allein auf der Straße zu fotografieren und welche Rolle analoge Technik bei solchen Shootings spielen kann.

    Zum Schluss geht es um Bilder, die nicht auf dem Smartphone enden. Steeven spricht über Fotobücher, eigene Ausdrucke, Papier, Haptik und den Wunsch, Fotografie wieder stärker greifbar zu machen. Eine Episode über Kameras, Reisen, Menschen, bewusste Arbeitsweisen und die Freude daran, Bilder nicht nur zu machen, sondern wirklich zu erleben.

    Links:https://instagram.com/steeven_zeisshttps://glass.photo/steeven-zeisshttps://steeven-zeiss.de/

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    58 min
  • Mic Gruber: Reisen, Leica und der Blick auf schwierige Orte

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    Shownotes von der KI zusammengefasst...

    - Mic Gruber verbindet Reisefotografie mit beruflichen Erfahrungen aus der Entwicklungszusammenarbeit.
    - Im Gespräch geht es um Afghanistan, Südostasien, Kanada, Leica M, Q und SL sowie um das bewusste Reduzieren der Ausrüstung.
    - Ein Schwerpunkt ist sein Projekt „Expatria“, in dem Expats in Frankfurt über Herkunft, Ankommen und Zuhause erzählen.

    Mic Gruber ist beruflich viel im Ausland unterwegs und bringt aus diesen Reisen Bilder und Geschichten mit, die weit über klassische Reisefotografie hinausgehen. In dieser Episode des Leica Enthusiast Podcast spricht er mit Michel Birnbacher über Afghanistan, über Entwicklungszusammenarbeit, über intensive Orte und darüber, warum ihm Fotografie hilft, genauer zu sehen.

    Ein zentraler Teil des Gesprächs führt nach Afghanistan. Mic lebte dort insgesamt fünf Jahre und erinnert sich an Bildserien aus Chak-e-Wardak und Badakhshan. In Chak-e-Wardak ging es um ein altes, 1937 von Siemens gebautes Kraftwerk, das in einer vom Taliban kontrollierten Region mit enormem Aufwand überhaupt erreichbar war. Die Bilder erzählen von zivil-militärischer Zusammenarbeit, von alten Turbinen, dramatischen Landschaften, Hubschraubern, Geländewagen und Menschen, die unter schwierigsten Bedingungen Infrastruktur am Laufen halten. Badakhshan zeigt eine andere Seite Afghanistans: Berge, Dörfer, Menschen mit Eseln und ein wildes Buskashi-Spiel, bei dem Mic schließlich auf einem Tanklaster den einzigen sicheren Ort zum Fotografieren fand.

    Zur Leica kam Mic nicht über Afghanistan, sondern über den Leitz-Park in Wetzlar. Als jemand mit Hintergrund in Stadtplanung faszinierte ihn zunächst das Gebäudeensemble, dann der Shop – und später besonders die Leica M10 Monochrom. Sie war für ihn die erste Kamera, bei der ihn die eigenen Bilder am großen Bildschirm wirklich überraschten. Heute fotografiert er unter anderem mit Leica M10 Monochrom, Leica M10-D, Leica Q und Leica SL. Dabei entscheidet er vor jeder Reise bewusst, welche Kamera und welche Objektive mitkommen. Meist wird es weniger statt mehr: ein Body, höchstens zwei, oft 35 oder 50 mm, manchmal 75 oder 90 mm. Die Q nutzt er, wenn es schnell gehen muss, die SL, wenn Autofokus und Flexibilität wichtiger sind, etwa bei Porträts oder Theaterproben.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist Mics Porträtprojekt „Expatria – Expat Portrait Stories“. Zusammen mit Mavis und Julie besucht er Menschen aus Brasilien, Korea, Ägypten, den USA, Italien, Indien und anderen Ländern in ihren Wohnungen in Frankfurt. Die Gespräche drehen sich um Ankommen, Herkunft, persönliche Gegenstände, Lieblingsorte, Irritationen und die Frage, was Zuhause bedeutet. Fotografiert wird ohne großes Lichtsetup, mitten im echten Wohnumfeld.

    Den Hinweis auf zur Ausstellung:
    EXPATRIA Portrait Stories
    vom 18.-27. Juni im Atelier Frankfurt (Schwedlerstr. 1-5, 60314 Frankfurt)
    Zusammen mit der Ausstellung gibt es einige Special Events.
    Öffnungszeiten und weitere Infos über Email: [email protected]
    Auch Mics abstrakte Serien kommen zur Sprache. Mit dem Thambar experimentiert er mit Unschärfe, Farbe und Form, fotografiert Fassaden, Städte und Lichtpunkte so, dass Realität noch spürbar bleibt, sich aber fast auflöst. So entsteht ein Gespräch über Fotografie als Werkzeug des Sehens, Erinnerns, Begegnens und Reduzierens.

    Linksammlung:
    Bildbeispiele: https://micgruber.smugmug.com/
    Interesse an der Leica? [email protected]

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    1 hr 5 min
  • Live Leica-Talk mit Dennis Weissmantel

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    Fünf Kernaussagen der Episode
    1. Der Live-Leica-Talk verbindet Community, Technikgespräch und fotografische Praxis in einem offenen, spontanen Format.
    2. Workshops und Fotowalks bleiben ein zentraler Bestandteil der Leica- und Fotografie-Community rund um Michel Birnbacher und Dennis Weissmantel.
    3. Der Godox IT32 zeigt, wie kompakt und flexibel modernes Blitzen auch im Leica-Kontext funktionieren kann.
    4. Superweitwinkelobjektive für Leica M eröffnen kreative Möglichkeiten, verlangen aber Erfahrung in Bildgestaltung und Handling.
    5. Die Zukunft von Leica M, EVF-Modellen, eigenen Sensoren und möglichen neuen SL-Kameras bleibt offen, wird aber aus Anwendersicht kritisch und neugierig diskutiert.
    Live-Leica-Talk: Community, Termine und fotografischer Austausch

    In dieser Episode des Leica Enthusiast Podcasts begrüßt Host Michel Birnbacher Dennis Weissmantel zu einer weiteren Ausgabe des Live-Leica-Talks. Das Format bleibt bewusst offen: Es geht um aktuelle Termine, neue Ausrüstung, Fragen aus der Community und persönliche Erfahrungen aus der fotografischen Praxis.
    Zu Beginn stehen verschiedene Veranstaltungen im Mittelpunkt. Michel und Dennis sprechen über den gemeinsamen Workshop in Prag vom 15. bis 18. Oktober. Dabei wird deutlich, dass der Workshop nicht als starres Programm gedacht ist, sondern Raum für Interessen der Teilnehmenden lassen soll. Dennis bringt die Idee ein, über mehrere Tage hinweg an einer eigenen fotografischen Serie zu arbeiten, die sich am Ende etwa als kleiner Bildband denken ließe. Für beide steht fest: Ein gutes Workshop-Format braucht Struktur, aber auch Pausen, Flexibilität und die Möglichkeit, auf die Gruppe einzugehen. 
    Daneben werden weitere Termine angesprochen: Fotowalks und Events von Dennis, unter anderem bei Händlerveranstaltungen, Michels Workshops in Frankfurt und Köln sowie Fotoreisen nach Rom und Venedig. Auch größere Veranstaltungen wie die Leica Experience Days in Wetzlar, die Erlebnistage im Leica Store Nürnberg, die Reframe in Heidelberg und die Imaging World in der Region Nürnberg werden thematisiert. Die Episode funktioniert damit auch als aktueller Überblick für Hörerinnen und Hörer, die Leica- und Fotografie-Events im Blick behalten möchten. 
    Fragen aus der Community: Akkus, Gäste und Voigtländer-WünscheEin wiederkehrendes Element des Gesprächs sind Fragen und Hinweise aus dem Publikum. Zur Sprache kommen unter anderem Patona-Akkus und Ladegeräte für Leica SL3 und M11. Dennis berichtet, dass er Ladegeräte von Patona aus früherer Nutzung kennt und deren praktische Vorteile, etwa USB-Laden und Doppelladegeräte, schätzt. Bei Fremdakkus bleibt er vorsichtiger, weil Qualität, Schutzschaltungen und Langzeitverhalten wichtige Faktoren sind. Michel ergänzt, dass bei Akkus und Ladegeräten technische Details wie Ladestrom, Spannung und Schutzmechanismen nicht unterschätzt werden sollten. 
    Eine weitere Frage betrifft lichtstarke Superweitwinkelobjektive für das Leica-M-Bajonett. Aus der Community kommt der Wunsch nach Brennweiten unterhalb von 21 mm mit hoher Lichtstärke, etwa 20, 18, 16 oder 14 mm. Dennis erklärt aus seiner Perspektive als Voigtländer-Ambassador, dass solche Wünsche durchaus weitergegeben werden, die Nachfrage aber offenbar nicht ausreicht, um eine Produktion realistisch anzustoßen. Besonders ein 24 mm f/1.4 habe er selbst wiederholt angeregt, doch selbst gesammelte Rückmeldungen seien nicht genug gewesen, um eine Umsetzung wahrscheinlicher zu machen. Das Gespräch zeigt hier ein typisches Spannungsfeld: In der enthusiastischen Leica-Blase wirken manche Produktwünsche naheliegend, aus Sicht eines Herstellers müssen jedoch weltweite Nachfrage, Produktionsmengen, Kosten und Vertrieb zusammenspielen. Michel verweist in diesem Zusammenhang auch darauf, dass nationale Märkte nur einen Teil des Gesamtbildes darstellen. 
    Godox IT32: Kompakter Blitz mit cleverem SystemfußEin technischer Schwerpunkt der Episode ist der Godox IT32. Dennis stellt den kompakten Aufsteckblitz vor, dessen Besonderheit im modularen Fußsystem liegt. Blitz und Fuß werden getrennt gekauft, wodurch derselbe Blitz grundsätzlich mit verschiedenen Kamerasystemen genutzt werden kann. Der Fuß bleibt auf der Kamera und dient beim Abnehmen des Blitzes als Sender. Dadurch lässt sich der Blitz schnell von der Kamera lösen und entfesselt einsetzen, ohne jedes Mal ein komplett neues Setup aufzubauen. Dennis hebt besonders die Alltagstauglichkeit hervor: Wer mit mehreren Systemen arbeitet, etwa Leica und Sony, kann mit entsprechenden Füßen flexibel zwischen Kameras wechseln. Der Blitz selbst ist kompakt, preislich vergleichsweise moderat und für Dennis vor allem dann interessant, wenn man manuell arbeitet. TTL ist im Gespräch ein offener Punkt: Für Leica M-Modelle wird angemerkt, dass TTL laut Hinweisen nicht oder nicht vollständig funktionieren könnte. Dennis will dies noch genauer testen, betont aber, dass er persönlich TTL nur selten nutzt und in vielen Situationen manuelles Blitzen bevorzugt. Michel ergänzt technische Vorsicht beim Thema Blitzfüße: Leica und Nikon können äußerlich ähnliche Kontaktanordnungen haben, sind aber nicht automatisch kompatibel. Dass ein Zubehör mechanisch passt, bedeutet nicht, dass alle Funktionen zuverlässig oder korrekt unterstützt werden. 
    Voigtländer 15 mm: Superweitwinkel zwischen Freiheit und RisikoMichel berichtet ausführlich von seinem neuen Voigtländer Super Wide-Heliar 15 mm f/4.5. Für ihn ist das Objektiv ein Beispiel dafür, wie stark Superweitwinkel die eigene fotografische Wahrnehmung verändern können. 15 mm sind deutlich weiter als 21 mm und eröffnen neue Gestaltungsmöglichkeiten, können aber auch schnell zu langweiligen oder überzeichneten Bildern führen, wenn Vordergrund, Linienführung und Motivaufbau nicht stimmen. Ein praktischer Vorteil liegt im Fokussieren: Bei Blende 8 reicht der Schärfebereich von sehr nah bis unendlich, sodass aktives Fokussieren praktisch kaum noch nötig ist. Michel beschreibt das augenzwinkernd als schneller als jeder Autofokus, weil schlicht nicht mehr fokussiert werden muss. Dazu kommt der optische Aufstecksucher für 15 mm. Michel lobt dessen Helligkeit und Nutzbarkeit, berichtet aber auch von einem praktischen Problem: Durch die lange Nutzung einer Daumenstütze war der Blitzschuh seiner M11 offenbar so locker geworden, dass der Sucher herausrutschen konnte. Die provisorische Lösung mit einem Stück Taschentuch zeigt den pragmatischen Charakter der Episode: Technik wird nicht nur besprochen, sondern im realen Einsatz mit ihren Eigenheiten erlebt. 
    Dennis ergänzt eigene Erfahrungen mit sehr weiten Voigtländer-Brennweiten, etwa bei Architektur- und Porträtaufnahmen in urbanen Umgebungen. Gerade Hochhäuser, Spiegelungen und dramatische Perspektiven profitieren von 15 oder 18 mm, wenn man bewusst mit Nähe, Tiefe und Linien arbeitet. 
    Leica M12, EVF, Sensoren und die Frage nach der Leica-DNAIm späteren Verlauf öffnet sich das Gespräch in Richtung Zukunft der Leica-Systeme. Aus der Community kommt die Frage, ob es die M12 bereits gebe und ob sie einen Leica-Sensor bekommen solle. Michel und Dennis ordnen dies vorsichtig ein: Eine M12 ist im Handel nicht verfügbar, und alles Weitere bleibt Spekulation. Zugleich verweisen sie auf Aussagen und Hinweise, dass Leica an eigener Sensortechnologie arbeitet. Entscheidend ist für Michel nicht nur die Fertigung, sondern vor allem die Frage, wie stark Leica Einfluss auf Sensorcharakteristik, Auslesung, Bildqualität und Farbwiedergabe nehmen kann. Dennis argumentiert aus Nutzersicht: Mit seiner M11 beziehungsweise M EV1 wisse er aktuell nicht genau, was ihm fehlen würde. Er nennt Hybridverschluss, leises Auslösen, Content Credentials, starken Akku und gute ISO-Leistung als Punkte, die den aktuellen Stand für ihn sehr rund machen. Michel hält dagegen, dass Nutzer oft erst dann merken, was ihnen gefehlt hat, wenn ein Hersteller neue Funktionen überzeugend integriert. Auch das Thema Klappdisplay wird diskutiert. Michel erinnert daran, wie groß der Aufschrei war, als bei der M11 die klassische Bodenplatte verschwand. Gleichzeitig habe sich in der Praxis gezeigt, dass Vorteile wie USB-C-Laden und einfacherer Zugriff auf Akku und Speicherkarte viele Nutzer überzeugt haben. Bei einem Klappdisplay wäre die Frage noch heikler: Verändert es die Leica-M-DNA stärker als der Wegfall der Bodenplatte? Oder wäre es vor allem bei einer EVF-orientierten M sinnvoll? 
    Individualisierung: Dennis’ M6 und der Wunsch nach GrünEin persönlicher Moment entsteht, als Dennis über seine silber-schwarze Leica M6 spricht. Ursprünglich wollte er genau diese Farbkombination, passend zu seiner früheren M10. Inzwischen besitzt er jedoch eine grüne Leica und stellt fest, dass die M6 optisch nicht mehr ganz in sein Setup passt. Der Wunsch: eine M6 in Grün. Michel erklärt, dass Belederungen über Leica beziehungsweise einzelne Stores möglich sein können. Aufwendiger wäre jedoch eine farbliche Veränderung der Metallteile. Hier empfiehlt er den direkten Weg über Wetzlar oder kompetente Ansprechpartner im Leica-Store-Umfeld, weil solche Eingriffe deutlich über eine einfache neue Belederung hinausgehen. 
    Fazit: Technikgespräch mit fotografischem KernDiese Folge lebt weniger von einer einzelnen großen Nachricht als von der Mischung aus Praxis, Community und Leica-Kultur. Michel Birnbacher und Dennis Weissmantel sprechen über Workshops, Blitztechnik, Weitwinkelobjektive, Produktwünsche, Zubehör, Gerüchte und persönliche Vorlieben. Dabei bleibt der Ton locker, aber die Perspektive ist klar fotografisch: Was hilft im Einsatz? Was ist nur Wunschdenken? Und wo verändert Technik tatsächlich die Art, wie man fotografiert?
    Für Leica-Enthusiasten bietet die Episode einen lebendigen Überblick über aktuelle Diskussionen in der Community — von konkreten Zubehörfragen bis zur großen Zukunftsfrage, wie viel Veränderung eine Leica M verträgt, ohne ihren Charakter zu verlieren.




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    1 hr 55 min
  • Hans-Jürgen Pirenz: Leica M11 Monochrom, Q2 Monochrom und S3: Werkzeuge für seinen Blick auf Irland

    -.-.- Meine Workshops & Veranstaltungen -.-.-

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    Weitere Termine:
    • 26.09.2026 Nürnberg - Conceptual Street Photography - Mit Stefan Czurda
    • 05.-08.11.2026 Venedig - Für alle Kameramarken - Veranstalter: fotosafari.de
    • 26.-29.11.2026 Venedig - WORK THE M - Masterclass Leica M
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    • Hans-Jürgen Pirenz fotografiert Landschaft nicht als schnelle Ausbeute, sondern als bewussten, langsamen Prozess mit Stativ, manueller Arbeit und klarer Bildidee.
    • Im Gespräch geht es um Irland als fotografische Heimat, um Leica M11 Monochrom, Q2 Monochrom und S3 sowie um Filter, Wetter, Bildgestaltung und Motivauswahl.
    • Die Episode zeigt, warum starke Landschaftsbilder oft nicht aus Technik allein entstehen, sondern aus Konzentration, Disziplin, Zeit und einem sehr persönlichen Zugang zur Fotografie.

    Hans-Jürgen Pirenz lebt zwischen Hamburg und Irland und hat dort nicht nur seine fotografische Heimat gefunden, sondern auch eine alte Farm direkt am Atlantik aufgebaut. Im Leica Enthusiast Podcast spricht er mit Michel Birnbacher darüber, warum ihn gerade Irland mit seiner Natur, seinen Geschichten, dem wechselhaften Wetter und den gewaltigen Wolkenformationen fotografisch so stark anzieht.

    Im Zentrum des Gesprächs steht eine Arbeitsweise, die sich bewusst gegen Hektik, Serienbilder und permanente technische Optionen stellt. Hans-Jürgen beschreibt, warum ihn gerade die Reduktion fasziniert: manuelles Fokussieren, sorgfältiges Aufbauen des Stativs, bewusste Belichtung und der Einsatz passender Filter. Für ihn ist das keine Einschränkung, sondern der Reiz der Landschaftsfotografie. Das Stativ verlangsamt, reduziert Ausschuss und hilft dabei, ein Motiv wirklich zu sehen.

    Besonders ausführlich geht es um seine Arbeit mit der Leica M11 Monochrom und der Q2 Monochrom. Schwarzweiß ist für ihn kein nachträglicher Look, sondern eine fotografische Entscheidung schon vor dem Auslösen. Deshalb spielen Filter eine große Rolle: Rot, Orange, Gelb, Grün, Polfilter, Neutraldichte und sogar Infrarot. Gerade in Irland mit seinen dramatischen Himmeln und mächtigen Wolken liefert das für ihn die Bildsprache, die er sucht. Gleichzeitig spricht er über seine Objektive vom 18er und 21er bis zum 90er Summilux sowie über den Verzicht auf starkes Cropping.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist die Leica S3. Hans-Jürgen beschreibt, warum ihn diese Kamera trotz Größe und Gewicht emotional wie qualitativ so stark packt. Für ihn liefert die Kombination aus Sensor, Objektiven, Haptik und Bildwirkung eine Qualität, die ihn nachhaltig beeindruckt. Die SL3 dagegen erkennt er zwar als starke Kamera an, sie spricht ihn persönlich aber deutlich weniger an.

    Darüber hinaus geht es um konkrete fotografische Projekte in Irland, etwa verfallene „Blind Harbors“, also versteckte alte Hafenanlagen. Hier wird deutlich, wie stark Wetter, Licht und Stimmung seine Bildideen beeinflussen. Gutes Wetter ist für ihn oft gerade kein gutes Fotowetter. Nebel, Regen, Wolken und gedämpftes Licht passen besser zu seiner Bildsprache als strahlender Sonnenschein.

    Zum Schluss spricht Hans-Jürgen über seine eigene Dance Gallery in Irland, in der er seine Arbeiten zeigt und verkauft. Dort wird sichtbar, wie eng seine Fotografie mit dem Ort verbunden ist: Lokale Motive berühren Besucher oft stärker als spektakuläre Aufnahmen aus der Arktis. Genau das macht diese Episode so spannend: Sie verbindet Technik, Haltung, Landschaft und persönliche Entwicklung zu einem konkreten Blick auf entschleunigte Fotografie.

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    56 min
  • Stephan Brenk zu Gast bei Michel Birnbacher

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    • 26.09.2026 Nürnberg - Conceptual Street Photography - Mit Stefan Czurda
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    ## 5 Kernaussagen
    - Stephan Brenk fand über Design und Mediengestaltung zur Fotografie.
    - Sein Weg führte von digitalen Kameras über analoge Nikon-Modelle zur Leica M.
    - Heute arbeitet er vor allem mit 28 Millimetern, ergänzt durch 50 Millimeter.
    - Farbe und Schwarzweiß entscheidet er meist nach Licht, Stimmung und Motiv.
    - Für ihn ist Bildwirkung wichtiger als technische Perfektion.

    ## Shownotes
    In dieser Episode spricht Michel Birnbacher mit Stephan Brenk über dessen fotografische Entwicklung. Aus der Arbeit als Mediengestalter und Designer heraus entstand zunächst ein praktischer Zugang zur Fotografie. Später wuchs das Interesse an analogen Kameras und an einer bewussteren, reduzierten Art des Fotografierens. Über Nikon und erste Erfahrungen mit Film kam Stephan Brenk schließlich zur Messsucherfotografie und damit zur Leica M6. Später folgten unter anderem eine M9P, eine MP à la carte und heute die M11 sowie die M11 Monochrom.

    Ein zentrales Thema der Episode ist Stephans fotografischer Blick. Besonders wichtig ist für ihn die Brennweite 28 Millimeter, die seinem natürlichen Seheindruck sehr nahekommt. Gleichzeitig erklärt er, warum 50 Millimeter in bestimmten Situationen, etwa bei Reflexionen auf Wasseroberflächen, ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Auch die Entscheidung zwischen Farbe und Schwarzweiß beschreibt er nicht als feste Regel, sondern als intuitiven Prozess, der stark von Licht, Stimmung und Motiv abhängt.

    Darüber hinaus geht es um Grundsatzfragen der Fotografie. Stephan Brenk spricht offen über seine Haltung zu Technik, Schärfe, Cropping und Bildwirkung. Für ihn zählt weniger, ob ein Bild technisch perfekt ist, sondern ob es Atmosphäre transportiert und eine Aussage hat. Genau darin sieht er auch die Stärke der Leica M: nicht in maximaler Funktionsfülle, sondern in Reduktion, Haptik und Konzentration auf das Wesentliche.

    Linksammlung
    FARBE: https://www.instagram.com/planyt.pictures/
    BW: https://www.instagram.com/planyt.mono
    Website: https://www.planyt.com/

    Das Foto von Stephan Brenk hat seine Lebensgefährtin Anke Sundermeier (https://www.ankesundermeier.de/) geschossen.

    (Dieser Text wurde von der KI aus dem Transkript erstellt)

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    1 hr 10 min
  • Ingo Merz zu Gast bei Michel Birnbacher

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    Ausführliche Zusammenfassung / Shownotes / BlogbeitragFünf Kernaussagen der Episode
    1. Ingo Merz versteht Fotografie nicht primär als Technikfrage, sondern als bewussten Prozess des Sehens, Beobachtens und Reduzierens.
    2. Die einjährige Familienreise wurde mit erstaunlich wenig Ausrüstung fotografisch dokumentiert: Leica M240, 35 mm, sonst kaum etwas.
    3. Die Beschränkung auf eine feste Brennweite erwies sich als befreiend, weil sie Entscheidungen vereinfachte und den Blick schärfte.
    4. Aus dem Reisejahr entstand eine Publikation mit zwei getrennten, aber zusammengehörenden Bildwelten: Schwarzweiß und Farbe.
    5. Die Episode zeigt eindrucksvoll, wie eng kreative Praxis, Familienalltag, Reisen und dokumentarische Fotografie miteinander verbunden sein können.
    Veranstaltung:Leica Store Heidelberg:
    11. Juni um 18 Uhr
    Vortrag im Leica Store Heidelberg über meine Reise und mein Magazin.
    https://leica-store-heidelberg.de/products/vortrag-von-ingo-merz
    Ein Jahr unterwegs: Familie, Feuerwehrauto, LeicaWas für viele ein diffuser Lebenstraum bleibt, hat Ingo Merz tatsächlich umgesetzt: Gemeinsam mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern war er rund ein Jahr lang im selbst ausgebauten Feuerwehrfahrzeug unterwegs. Die Reise begann im Sommer 2024 und führte über Italien, Albanien und Griechenland weiter in die Türkei und schließlich bis nach Georgien. Insgesamt kamen rund 17.000 Kilometer zusammen. Ursprünglich stand sogar die Mongolei als Ziel im Raum, doch die geopolitische Lage und die Verantwortung als reisende Familie führten zu einer bewussten Anpassung der Route. Im Gespräch mit Michel Birnbacher wird schnell deutlich: Diese Reise war kein spontaner Ausbruch, sondern das Ergebnis einer langen Vorbereitungszeit. Rund drei Jahre dauerte es, bis aus einem alten Feuerwehr-Mannschaftswagen von 1988 ein wohnlicher, familiengerechter Reisewagen wurde. Küche, Schlafplätze, Bad, Stauraum – alles musste geplant und gebaut werden. Parallel dazu wuchs die Familie weiter. Die Reise war also nicht nur ein logistisches Projekt, sondern Ausdruck einer bewussten Lebensentscheidung: nicht irgendwann, sondern jetzt. Fotografie als Haltung, nicht als MaterialschlachtBesonders spannend ist die fotografische Konsequenz, mit der Ingo unterwegs war. Statt mehrere Kameras, Zooms oder ergänzendes Zubehör mitzunehmen, reduzierte er sich auf das Wesentliche: eine Leica M240 und ein Voigtländer Nokton Classic 35 mm f/1.4. Mehr war nicht dabei – und mehr wurde am Ende auch nicht vermisst. Gerade in einer Zeit, in der Reisefotografie oft mit maximaler Ausrüstung, Drohnenbildern und permanentem Content-Output verbunden wird, wirkt dieser Ansatz fast radikal. Doch genau darin liegt die Stärke dieser Episode. Ingo beschreibt die Reduktion nicht als Verzicht, sondern als Entlastung. Die Frage „Welches Objektiv nehme ich heute mit?“ stellte sich schlicht nicht. Stattdessen konnte er sich auf Motive, Situationen und den fotografischen Moment konzentrieren. Das ist mehr als ein pragmatischer Minimalismus. Es ist eine fotografische Haltung. Für Ingo steht längst nicht mehr allein das Ergebnis im Vordergrund, sondern der Prozess selbst: das Sehen, das manuelle Arbeiten, die Konzentration auf Licht, Distanz und Bildaufbau. Leica wird im Gespräch deshalb nicht als Statussymbol beschrieben, sondern als Werkzeug, das genau diese Form des Arbeitens unterstützt. Warum 35 Millimeter?Ein zentrales Thema der Episode ist die Wahl der Brennweite. Für Ingo sind 35 Millimeter längst zu einer Art natürlichem Blick geworden. Er beschreibt diese Perspektive als besonders nah an seinem unmittelbaren Erleben. Genau das macht sie für ihn passend – nicht nur für Street Photography, sondern auch für das Dokumentieren einer Reise, in der Landschaft, Alltag, Fahrzeug, Zwischenmomente und Begegnungen nebeneinander existieren. Bemerkenswert ist, dass gerade die vermeintlichen Grenzen dieser Brennweite kreativ genutzt wurden. Wenn eine Landschaft größer war, als sie das Objektiv auf Anhieb fassen konnte, dann bedeutete das nicht automatisch technisches Defizit, sondern körperliche Bewegung: einen Hügel hochklettern, Abstand gewinnen, Perspektive verändern. Manche Bilder wirken dadurch fast wie Drohnenaufnahmen, obwohl gar keine Drohne dabei war. Die Episode liefert damit einen wertvollen Gegenakzent zu der verbreiteten Annahme, für besondere Reisen brauche es zwangsläufig möglichst viel Equipment. Ingo erzählt das Gegenteil: Gerade die Beschränkung hat seinen Blick geschärft.

    Von Street Photography zur dokumentarischen ReiseerzählungIngo kommt nicht aus der professionellen Fotografie, sondern aus der engagierten Hobby-Praxis. Sein Schwerpunkt vor der Reise lag vor allem in der Street Photography. Dabei geht es ihm weniger um Spektakel als um das stille Beobachten. Er beschreibt Fotografie als eine Form, das Leben um sich herum bewusster wahrzunehmen – fast wie das Sitzen in einem Straßencafé, von wo aus man Menschen und Situationen beobachtet. Diesen Blick hat er mit auf die Reise genommen. Im Gespräch definiert er seinen dokumentarischen Ansatz als Versuch, Situationen möglichst unverändert festzuhalten. Menschen werden nicht vor dem Bild aktiv inszeniert, vielmehr geht es um authentische Momente, die zunächst unberührt bleiben. Kontakt entsteht, wenn überhaupt, oft erst nach dem Bild. Genau darin sieht Ingo die Stärke dokumentarischer Fotografie: nicht eingreifen, sondern aufmerksam sein. Interessant sind auch seine Beobachtungen dazu, wie unterschiedlich Fotografie in verschiedenen Ländern wahrgenommen wird. Während Street Photography für ihn in Deutschland oder auf dem Balkan eher zurückhaltender funktioniert, erlebte er die Türkei als sehr offen und zugewandt. Dort sei es einfacher gewesen, näher an Menschen heranzugehen, weil Fotografiertwerden oft positiver aufgenommen wurde. 

    Familienalltag ist kein NebenschauplatzWas diese Folge besonders macht, ist der realistische Blick auf das Reisen als Familie. Michel Birnbacher deutet es mehrmals an: Ein Jahr unterwegs mit zwei kleinen Kindern ist eben kein romantischer Endlosurlaub. Und Ingo bestätigt das sehr klar. Reisen in einem kleinen Fahrzeug, oft ohne festen Schlafplatz für die Nacht, mit wechselnden Bedingungen, engem Raum und dem Rhythmus kleiner Kinder, ist herausfordernd. Gerade deshalb bekommt die Fotografie hier eine andere Rolle. Sie ist kein dominierendes Produktionssystem, das den Alltag bestimmt, sondern muss sich in ihn einfügen. Bilder entstehen nicht gegen das Familienleben, sondern innerhalb davon. Fotografiert wird, wenn es passt. Bearbeitet wird abends, wenn die Kinder schlafen. Social Media lief nur in kleinem Rahmen nebenher, eher als Form der persönlichen Nachbereitung und um Familie und Freunde auf dem Laufenden zu halten. Diese Ehrlichkeit macht die Episode stark: Gute Fotografie braucht Raum, aber sie muss nicht alles andere verdrängen.

    Der Workflow unterwegsAuch der praktische Teil kommt nicht zu kurz. Ingo schildert einen erstaunlich schlanken Workflow: Die Bilder wurden auf einem Tablet mit Lightroom bearbeitet, zusätzlich in der Cloud gesichert und bereits unterwegs stark vorsortiert. Er gehört zu den Fotografen, die früh löschen – teilweise schon in der Kamera. Das Ziel ist klar: kein Datenballast, kein riesiger Berg an Bildern, der später kaum noch zu bewältigen ist. Hier zeigt sich erneut die Konsequenz seines Ansatzes. Nicht Masse, sondern Auswahl. Nicht maximale Datensammlung, sondern bewusste Verdichtung. Am Ende bleiben nicht tausende wahllose Dateien, sondern eine überschaubare Zahl von Bildern, die eine echte Relevanz für ihn haben. Die Leica habe ihm dabei sogar geholfen, weil der Messsucher ihn präziser im Bildausschnitt gemacht habe. Er croppe seitdem deutlich weniger als früher. Fotografiert wurde in RAW, parallel aber auch mit JPEG-Vorschau in Schwarzweiß. Diese schwarzweiße Vorschau half ihm beim Einschätzen von Belichtung, Struktur und Motivwirkung schon beim Fotografieren. Wenn Staub auf dem Sensor plötzlich zum großen Problem wirdEine der anschaulichsten Passagen der Episode ist zugleich eine der unspektakulärsten – und gerade deshalb so lehrreich. Das größte technische Problem unterwegs war nicht die falsche Kamera, nicht eine fehlende Brennweite und auch kein Stromthema, sondern schlichter Staub auf dem Sensor. In der Zentraltürkei fand Ingo keine Möglichkeit, den Sensor professionell reinigen zu lassen. Selbst in größeren Städten Georgiens blieb das schwierig. Erst eine Freundin brachte später das nötige Reinigungsmaterial mit. 

    Daraus ergibt sich fast nebenbei ein praktischer Rat für längere Reisen: Sensorreinigung gehört ins Gepäck. Nicht spektakulär, aber im Zweifel wichtiger als manches Zubehör, das man für unverzichtbar hält.
    Die Publikation: zwei Bildsprachen, ein ProjektAus der Reise ist inzwischen eine eigene Publikation entstanden. Besonders interessant ist deren Konzept: Das Heft ist als eine Art Zwei-in-eins-Magazin aufgebaut. Von der einen Seite beginnt ein Schwarzweiß-Teil, von der anderen ein Farbteil. Beide Hälften erzählen dieselbe Reise, aber in unterschiedlichen visuellen Sprachen. Der Schwarzweiß-Teil steht eher für Ingos persönliche fotografische Handschrift – reduziert, still, beobachtend. Der Farbteil transportiert stärker das Reiseleben selbst: das rote Feuerwehrfahrzeug in der Landschaft, die Orte, die Weite, das Vanlife-Motiv. Farbe war hier nicht bloß dekorativ, sondern notwendig, weil manche Motive ihre Wirkung gerade durch ihre Farbigkeit entfalten. Das rote Fahrzeug vor karger Landschaft ist dafür das beste Beispiel. Die Bildauswahl für diese Publikation beschreibt Ingo als langen und anspruchsvollen Prozess. Bilder wurden ausgedruckt, nebeneinander gelegt, neu kombiniert, verworfen und wieder aufgenommen. Über Wochen entstand so Schritt für Schritt eine Verdichtung, die nicht nur auf Einzelbilder setzte, sondern auf Beziehungen zwischen Bildern: Kontraste, Harmonien, Übergänge. Bemerkenswert ist auch, was bewusst fehlt: Viele der emotional wichtigsten Bilder zeigen die eigenen Kinder und das unmittelbare Familienleben. Gerade diese Bilder hat Ingo jedoch nicht veröffentlicht. Das sagt viel über seine Haltung aus. Nicht alles, was fotografisch oder biografisch wichtig ist, muss automatisch öffentlich werden. 

    Aus der Reise entstand ein umkehrbares 2-in-1-Magazin mit 96 Seiten.
    Ein Teil ist einer reduzierten Schwarz-Weiß-Serie gewidmet.
    Der andere erzählt die Reise in Farbe - Bewegung, Landschaft, Menschen, das Unterwegssein.
    Zwei Anfänge. Zwei visuelle Sprachen.
    Eine Geschichte.
    Zwischen Wohlstand, Fremdheit und GastfreundschaftNeben der Fotografie berührt die Episode auch gesellschaftliche Fragen. Ingo spricht offen darüber, wie sich das Reisen durch Regionen anfühlt, in denen der eigene Wohlstand sehr sichtbar wird. Nicht Angst vor den anderen, sondern eher ein Unbehagen über die eigene privilegierte Position wurde für ihn stellenweise zum Thema. Das betrifft sowohl das Fahrzeug als auch die Kamera – beides Dinge, die in manchen Gegenden wie Luxusobjekte wirken. Gleichzeitig beschreibt er, wie viele eigene Ängste sich unterwegs als unbegründet erwiesen. Situationen, die zunächst bedrohlich wirkten, endeten oft in Freundlichkeit und Gastfreundschaft. Das Klopfen am Bus am Morgen bedeutete nicht Ärger, sondern mitunter eine Tüte vom Bäcker. Diese Erfahrungen haben das Sicherheitsgefühl und auch den Blick auf andere Länder offenbar nachhaltig verändert. Was von der Reise bleibtAm Ende ist diese Episode weit mehr als ein Gespräch über eine Reise. Sie ist eine Reflexion über fotografische Reduktion, über den Wert des Beobachtens und über die Frage, wie viel Ausrüstung man wirklich braucht. Sie zeigt, dass man mit einer einzigen Kamera und einer einzigen Brennweite nicht nur auskommen, sondern womöglich sogar klarer sehen kann. Zugleich ist sie ein sehr menschliches Gespräch über Familie, Alltag, Improvisation und die Verbindung von Leben und Fotografie. Dass aus all dem am Ende ein Magazin entstanden ist, wirkt nur konsequent: als Form, ein abgeschlossenes Kapitel sichtbar und greifbar zu machen. 
    Wer sich für Leica, dokumentarische Fotografie, Street Photography oder schlicht für einen sehr konzentrierten fotografischen Ansatz interessiert, findet in dieser Folge viele Anregungen. Und vielleicht auch eine kleine Erinnerung daran, dass die beste kreative Entscheidung manchmal nicht darin besteht, noch etwas mitzunehmen – sondern bewusst etwas wegzulassen. 

    Erwähnte Eckdaten aus der EpisodeZu Gast ist Ingo Merz bei Host Michel Birnbacher.
    Fotografiert wurde auf der Reise mit Leica M240 und 35 mm.
    Die Route führte über Italien, Albanien, Griechenland, Türkei und Georgien.
    Aus der Reise entstand eine Publikation mit rund 100 Seiten und ungefähr 100 Bildern, aufgeteilt in Schwarzweiß und Farbe.

    Link zu Ingo:
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    51 min
  • Livestream Leica Talk mit Dennis Weissmantel

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    • 26.09.2026 Nürnberg - Conceptual Street Photography - Mit Stefan Czurda
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    Leica Talk - Livestream vom 29.3.2026
    mit Dennis Weissmantel

    Du hörst hier die Aufzeichnung des Leica Talk mit Dennis Weissmantel und Michel Birnbacher. Wir waren am 29.3.2026 ca. 2 Stunden live auf Sendung und sprechen über Leica und andere wichtigen Themen.

    Willst du das nächste Mal auch live im Studio sein? 
    https://www.birnbacher.com/live-im-studio/

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    Workshop Streetfotografie in Prag
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    Youtubekanal von Dennis
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    1 hr 49 min
  • Robin Disselkamp zu Gast bei Michel Birnbacher

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    5 Kernaussagen / Thesen der Episode
    1. Der „Waschmaschinen“-Aufhänger ist ein humorvoller Einstieg, der eigentlich auf Robins anstehenden Leica-Store-Termin in Stuttgart zielt. 
    2. Robin Disselkamp versteht sich als Menschen- und Portraitfotograf und zeigt, wie man mit einfachen Mitteln außerhalb von Studio-Setups starke Portraits macht. 
    3. Im Workshop steht weniger Kameratechnik im Vordergrund als das „Sehen lernen“: Motive, Licht, Fluchten, Reflexionen und Störer im Alltag erkennen und kreativ nutzen. 
    4. Robin arbeitet bewusst ohne Blitz/Dauerlicht und baut Effekte pragmatisch selbst (z. B. Wassertropfen an Scheiben, Fotografieren durch Glas/Objekte). 
    5. Der Workshop ist markenoffen und eignet sich auch für Einsteiger; empfohlen werden klassische Portrait-Brennweiten (35/50/75) und gute Laune. 
    Shownotes (lang) für die Homepage

    Worum geht’s in dieser Episode?Michel Birnbacher eröffnet die Folge mit einem augenzwinkernden Thema: „Wie finanziert man eine Waschmaschine?“ Der Running Gag kommt nicht von ungefähr – Robin Disselkamps Waschtrockner-Kombi hat kürzlich den Geist aufgegeben, und Robin hat (ganz Sohn eines Kfz-Mechanikers) erst einmal versucht, das Gerät selbst zu reparieren. Doch schnell wird klar: Die „Finanzierungsfolge“ ist eigentlich eine charmante Klammer für den echten Anlass dieser Episode. Robin ist zu Gast, weil er erstmals im Leica Store Stuttgart einen Vortrag und am Folgetag einen Portrait-Workshop gibt – und Michel ihm dabei hilft, die Termine bekannter zu machen. 

    Gast: Robin DisselkampRobin ist im Leica Enthusiast Podcast kein Unbekannter (laut Michel bereits zum fünften Mal zu Gast). Er beschreibt sich als Portrait- bzw. Menschenfotograf. Ausgangspunkt war lange Zeit klassische Model-Fotografie – inzwischen hat er sein Thema erweitert und fotografiert Menschen in sehr unterschiedlichen Kontexten: von Almwirtschaft über Motorsport bis hin zu Bands. Der rote Faden bleibt dabei der Mensch als Motiv und das Portrait als Ausdruck. 

    Robins Ansatz: Portraits mit einfachen Mitteln – ohne Studio-ZirkusIm Gespräch betont Robin, worum es ihm in seinen Workshops geht: Teilnehmende sollen Bilder, wie man sie von seinem Stil kennt, ähnlich reproduzieren können – ohne großes Setup. Kein teures Studio, keine aufwendige Technikschlacht, sondern „Bauern-Tricks“ und pragmatische Lösungen vor Ort. Michel greift dabei ein Bild auf, das viele von Robin kennen: Wenn es „Regen“ im Foto braucht, wird eben nachgeholfen – zum Beispiel mit einer Sprühflasche und Wassertropfen auf einer Scheibe. Robin erklärt, warum er solche Elemente liebt: Sie machen Portraits visuell interessanter als eine reine Frontalaufnahme, und sie sorgen dafür, dass er sich selbst beim Fotografieren nicht langweilt. Dazu kommen weitere Mittel: durch Glas fotografieren, Kanten oder Objekte in den Vordergrund halten, bewusst mit „Störern“ arbeiten – alles, was dem Bild Tiefe, Atmosphäre und eine eigene Handschrift geben kann. 

    Der Kern des Workshops: Sehen lernen statt Technik abspulenEin zentraler Punkt: Robin geht davon aus, dass die meisten Teilnehmer ihre Kamera grundsätzlich bedienen können. Was oft fehlt, ist ein kreativer Blick in einer alltäglichen Umgebung: Was mache ich mit dem Model vor der Tür? Wo ist ein Hintergrund, der trägt? Wo sind Licht und Linien? Genau dort setzt er an. In Stuttgart (wo Robin nach eigenen Worten noch nie war) will er mit der Gruppe und dem Model gemeinsam „auf Motivsuche“ gehen:
    • Wo gibt es Fensterflächen und Spiegelungen?
    • Wo entstehen Fluchten und klare Linien?
    • Wo fallen Lichtspots?
    • Welche Hauseingänge, Treppen, Geländer oder urbanen Strukturen funktionieren als Bühne fürs Portrait? 
    Der Lerneffekt entsteht laut Robin genau dann, wenn Teilnehmende anfangen, ihre Umgebung anders wahrzunehmen – und plötzlich selbst Orte und Details entdecken, die sie vorher übersehen hätten. 

    Licht: vorhandenes Licht statt „Gear“Robin arbeitet im Workshop ohne Blitz und ohne Dauerlicht. Er nutzt, was er findet – Tageslicht, vorhandene Lichtquellen, im Zweifel auch mal eine Straßenlaterne (als Beispiel aus seiner Praxis). Entscheidend ist nicht, möglichst viel Technik zu schleppen, sondern das vorhandene Licht zu verstehen und kreativ einzusetzen. Was soll ich mitbringen?

    Ganz konkret wird’s zum Ende der Folge:
    • Objektiv/Brennweite: 35 mm funktioniert, 50 mm ist Robins Standard, 75 mm ebenfalls gut; alles dazwischen passt. Längere Portraitbrennweiten (z. B. 90 mm) sind möglich, aber nicht nötig. 
    • Markenoffen: Man muss keine Leica besitzen, um teilzunehmen. 
    • Kein Stativ, kein Blitz, kein „Blah“: Kamera + Lieblings-Portraitobjektiv reichen. 
    • Zweiter Akku: Michel empfiehlt ihn ausdrücklich, weil man im Workshop mehr kontrolliert und damit mehr Strom braucht. 
    • Gute Laune: ausdrücklich erwünscht. 
    Kleine Randnotiz mit AugenzwinkernWer nach dem Vortrag ein gutes schwäbisches Lokal kennt, darf Robin laut eigener Einladung gern „an die Hand nehmen“ – lokale Küche ist ihm wichtig. Und wer’s ganz freundlich meint: Schokolade wurde ebenfalls erwähnt.

    Episoden mit Robin:
    1.7.2020 [Link zur Episode]
    9.2.2024 [Link zur Epiosode]

    Linksammlung:
    • Homepage: https://www.robindisselkamp.eu/
    • Instagram: https://www.instagram.com/robindisselkamp/

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