L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

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L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung episodes

  • Unsere Highlights des Jahres


    Das L.I.S.A. Jahr 2025 aus Sicht der Redaktion

    574 Beiträge, 311 Videos, 55 Audios, 195 Beitragende, 342 neue Newsletter-Abonnentinnen und -Abonnenten, 52 Interviews und 17 Leserbriefe – ein Redaktionsjahr lässt sich scheinbar mühelos in Zahlen erzählen, die unser Redaktionssystem automatisiert ausspuckt. Doch bilden Zahlen, wie bekannt sein dürfte, nicht immer vollständig und nicht immer exakt die Realität ab. Aussagekräftiger sind doch häufig persönliche Eindrücke und Geschichten von Erlebnissen und Begegnungen, die in Erinnerung bleiben. Deshalb wollen wir in diesem Jahresrückblick nicht nur die Zahlen sprechen lassen, sondern von unseren ganz persönlichen Höhepunkten aus dem L.I.S.A.-Jahr 2025 berichten.
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  • Die faszinierende Aufgabe der Rekonstruktion von Geschichte aus antiken Überresten


    Adrian Robu | 20 Jahre Jacobi-Stipendien­programm

    Das Jacobi-Stipendium der Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik für Doktorandinnen und Doktoranden feiert 2025 sein 20-jähriges Bestehen. Im Jubiläumsjahr stellen wir in monatlicher Folge zwölf ehemalige Jacobi-Stipendiatinnen und -Stipendiaten vor, die aus ihrer derzeitigen Arbeit berichten. Wir haben ihnen fünf Fragen gestellt, die sie schriftlich beantwortet haben. Im letzten Portrait der Reihe lernen wir Prof. Dr. Adrian Robu kennen. Er ist Professor für griechische Geschichte an der Universität Paris 8 Vincennes Saint-Denis. Prof. Robu war im Jahr 2006 mit dem Projekt La cité de Mégare et les établissements mégariens de Sicile, de la Propontide et du Pont Euxin Jacobi-Stipendiat in München.
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  • Für die Freiheit: Der Bauernkrieg 1525


    vhs.wissen live mit Lyndal Roper

    Der deutsche Bauernkrieg war der größte Volksaufstand in Westeuropa vor der Französischen Revolution. Die Menschen waren wütend darüber, dass die Grundherren das Eigentum an den natürlichen Ressourcen, dem Wasser oder dem Gemeindeland für sich beanspruchte, obwohl dieses zu Gottes Schöpfung und damit allen Menschen gehörten. Lyndal Roper zeigt in ihrem Vortrag, dass die Utopie der Bauern und ihr Blick auf die Natur und ihre Ressourcen uns näher sind, als wir glauben.
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  • „Wolle die Wandlung“. Rainer Maria Rilkes „Sonette an Orpheus“ aus dem Archiv


    Salon Sophie Charlotte 2025

    Immer wollte Rilke sich wandeln, die Metamorphose war sein Lebensthema, er gestaltete sie in seiner Literatur. Zurückgezogen im abgelegenen Chateau de Muzot schrieb er im Februar und März 1922 den größten Teil der „Sonette an Orpheus“. Die insgesamt 55 Sonette, in denen Rilke den Orpheus-Mythos aufgreift, verwandelt und neu deutet, prägen mit ihrer Poetik das Spätwerk des Dichters. Ausgehend von Rilkes Notizbüchern, den Entwürfen und Briefen aus der Zeit, die sich in seinem Nachlass befinden und erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden, gehen Sandra Richter (Deutsches Literaturarchiv) und Anna Kinder (Deutsches Literaturarchiv) auf den Entstehungsspuren dem Wandel in Rilkes Werk nach.
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  • Bevölkerung im Wandel. Ein Überblick über Ursachen, Folgen und Trends


    Vortrag von Elisabeth K. Kraus (Wiesbaden) in der Reihe „Im Umbruch!“

    Der Vortrag gibt einen Überblick über die Bevölkerungs­entwicklung in Deutschland und weltweit. Er zeigt, wie sich Geburten, Lebenserwartung und Migration im Laufe der Zeit verändert haben und erläutert die wichtigsten Ursachen und Dynamiken des demogra­fischen Wandels. Abschließend werden mögliche Perspektiven für die Zukunft sowie gesellschaft­liche Herausforde­run­gen skizziert.
    Dr. Elisabeth K. Kraus ist Migrations- und Bevölkerungs­forscherin am Bundesinstitut für Bevölkerungs­­forschung (BiB) in Wiesbaden und leitet dort seit Ende 2024 die Forschungs­gruppe zu globalen und regionalen Bevölkerungs­dynamiken. Nach dem Studium der Spanischen Studien sowie der Politik- und Verwaltungs­wissen­schaft an der Universität Konstanz und der Universitat Pompeu Fabra (UPF), Barcelona, arbeitete sie als wissen­schaft­liche Mitarbeiterin beim spanischen Nationalen Forschungsrat (CSIC) in Madrid, wo sie an mehreren inter­natio­nalen Forschungs­projekten beteiligt war, u.a. zu Migrations­bewegungen zwischen Afrika und Europa. Ihre Promotion befasste sich mit demografischen Prozessen und insbesondere der Fertilität von migrierten Personen in verschiedenen euro­pä­ischen Zielländern. Familien­demo­gra­fische Prozesse im Kontext von (Flucht-) Migration und Integration zählen seitdem zu ihren Forschungs­schwer­punkten.
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  • Macht in der Moderne. Perspektiven der Forschung auf Geschichte und Gegenwart


    Topthema beim Historikertag 2025 in Bonn

    Seit dem 19. Jahrhundert veränderten sich Machtkonstellationen rasant. Ebenso verschoben sich die Begriffe und Vorstellungen von Macht – und dies prägte auch die historische Forschung, die stets nicht nur Beobachterin, sondern selbst in Machtgefüge eingebunden war und ist. Eine Debatte über die Machtkonzepte, mit denen unterschiedliche Konstellationen, Phasen und Regionen analysiert werden, findet jedoch in der Geschichtswissenschaft selten statt. Machttheorien wirken oft subkutan in Forschungen hinein, ihre politische Dimension wird selten artikuliert. Zudem gelten das Streben nach oder die Anwendung von Macht vielfach per se als illegitim. Eine bewusste Historisierung auch dieser selbstverständlich gewordenen Machtkritik kann dazu beitragen, klarer über die Legitimität von Entscheidungen und Herrschaft in der Gegenwart nachzudenken.
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  • Mensch-Tier-Beziehungen in Felsbildern der Chiquitania


    Ein Projekt aus Ost-Bolivien

    Dass Mensch und Tier biologisch verwandt sind, ist klar. Aber die Beziehung zwischen beiden wird in verschiedenen Kulturen ganz unterschiedlich gesehen. In der europäischen Philosophie, angefangen von Aristoteles – der Mensch und Tier als beseelte Wesen ansah, aber nur dem Menschen Vernunft zusprach – hat sich ein Anthropozentrismus herausgebildet, in dem Tieren eine sekundäre und untergeordnete Rolle zugeordnet wird. Eine völlig andere Sicht der Rolle von Tieren lässt sich in manchen indigenen Gesellschaften feststellen. Jüngste Forschungen der bolivianischen Felsbilder-Organisation SIARB zeigen eine spezifische Kosmovision der Chiquitanos im Osten Boliviens auf, die keine klaren Grenzen zwischen Tier und Mensch zieht.
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  • Higher Education in the United States and Europe since 1945: Game Over? Multiple Transformations and the Current Crisis


    Keynote by Mitchell Ash | Universities and the Public Good

    Since World War II, research institutions and institutions of higher education in the United States and in Europe have been transformed in significant ways, but changes induced by the current administration in the U.S. may be the most fundamental yet. Their outcomes will have an immense impact on academia in many countries around the world. In his historical keynote, Mitchell G. Ash (Vienna) takes a relational approach, examining both the interactions between higher education, science, and politics, on the one hand, and the complex, asymmetrical relationship between the American and European systems, including both Western and Eastern Europe, on the other. Does the current crisis in higher education and science in the United States signify just another transformation in a series of changes, or does it portend the end of American predominance in this field?
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  • Die Histothek | Das aschkenasische Judentum


    Uwe Kullnick spricht mit Peter Schäfer

    Aschkenas: So nannten die seit dem Mittelalter in Europa ansässigen Juden ihr Siedlungsgebiet vor allem in Deutschland. Peter Schäfer bietet mit diesem Buch erstmals einen auf archäo­lo­gi­schen und schriftlichen Quellen basierenden Überblick über Herkunft und Blüte des aschkena­sischen Judentums und seinen erzwungenen Weg nach Osteuropa. Seine glänzende Darstellung umfasst mehr als 2000 Jahre jüdischer Geschichte, von der Antike bis zum 20. Jahrhundert, und wird für lange Zeit Maßstäbe setzen.
    Ein Edikt des Kaisers Konstantin aus dem Jahr 321 betrifft die Juden in Köln, doch erst für die Zeit um das Jahr 1000 sind jüdische Gemeinden in Köln, Mainz, Speyer, Worms, Regensburg, Prag oder Frankfurt sicher belegt. Woher kamen diese Juden? Wie waren ihre Gemeinden organisiert? Wovon lebten sie, und welche Beziehungen pflegten sie zu ihrer christlichen Umgebung? Peter Schäfer kennt wie kaum ein anderer die Schriften des mittelalterlichen Judentums und beschreibt auf ihrer Grundlage – jenseits der bis heute verbreiteten Klischee­vorstellungen – den Alltag und die mystisch geprägte Frömmigkeit der aschkenasischen Juden. Er erzählt von den Verfolgungen und Vertreibungen im Spätmittel­alter, der erneuten Blüte jüdischen Lebens in Polen, Litauen und Russland und vom Weg der Juden in eine ambivalente Moderne, die Emanzipation versprach und Vernichtung brachte. Seither liegen die Zentren des aschkenasischen Judentums in den USA und Israel, doch seine Wurzeln reichen weit in das europäische Ostjudentum, in das mittel­alter­liche Deutschland und in die Antike zurück.
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