L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

By
Download on the App Store

L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung episodes

  • „Deutschlands Glaubwürdigkeit hat im Globalen Süden stark gelitten“


    Interview mit Madita Standke-Erdmann und Karoline Färber über feministische Außenpolitik und koloniale Kontinuitäten

    Mit dem Koalitionsvertrag der 2021 geschlossen Ampelkoalition wurde „feministische Außenpolitik“ erstmals zur offiziellen Leitlinie der deutschen Außenpolitik. Das Auswärtige Amt stellte darin zudem ausdrücklich einen Bezug zur Aufarbeitung der eigenen Kolonialgeschichte her. Doch der ambitionierte, moralisch stark aufgeladene Politikansatz verschwand mit dem Bruch der Koalition und dem Regierungs­wechsel Anfang des Jahres nahezu geräuschlos von der politischen Bühne. Im Interview ziehen die Politik­wissen­schaft­lerinnen Madita Standke-Erdmann (King’s College, London) und Dr. Karoline Färber (Universität Erfurt) eine kritische Bilanz.
    0 min
  • Nazis wider Willen?


    Zu Gast bei L.I.S.A. mit Peter Longerich

    Wie standen die Deutschen wirklich zum NS-Regime und zu Hitlers Herrschaft? Dieser Frage geht der Historiker Prof. Dr. Peter Longerich in seinem neuen Buch „Unwillige Volks­ge­nos­sen“ nach. Dafür hat er mehrere tausend Seiten offizieller Stimmungs­berichte von Gestapo, SD und anderer Behörden des national­sozia­lis­ti­schen Staates ausgewertet. Welche Eindrücke diese Quellen vermitteln und welche Schluss­folge­run­gen sich daraus ziehen lassen, darüber haben wir mit dem Historiker in einer neuen Folge von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ gesprochen.
    0 min
  • Lioba und Bonifatius: Die Engländer missionieren die Deutschen


    Podcast „Wer wird sind und warum das nicht klappte...“

    Man weiß nicht, ob sie 25 oder 35 Jahre alt war. Jedenfalls war sie eine Frau voller Tatkraft. 735 n. Chr. reiste Lioba von der englischen Südküste nach Mainfranken, um die Süddeutschen zu missionieren. Sie verließ ihr Heimatkloster in Wessex, fuhr und wanderte 1000 km bis nach Tauber-Bischofsheim. Dort gründete sie mehrere Klöster und brachte jungen Mädchen lesen und schreiben bei. Sie gehörte zu einer ganzen Gruppe englischer Nonnen und Mönche, die die Bayern, Thüringer und die Friesen zu Christen machten. Allen voran ihr Onkel Winfrid, besser bekannt als Bonifatius, ein hochgebildeter englischer Geistlicher, dessen Lebensziel es war, die ehemaligen Germanen zu bekehren. Die Idee eines Deutschlands gab es damals noch nicht. Auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik herrschten 735 n. Chr. eher chaotische Zustände.
    Liobas Onkel, Bonifatius, wurde 754 auf einer Missionsreise nach Friesland in Dokkum, im heutigen Holland, erschlagen. Lioba verbrachte ihren Lebensabend nicht in einem ihrer Klöster. Stattdessen schenkte ihr Karl der Große Gut Schornsheim in der Nähe von Mainz.
    Ein Gespräch mit Gisela Muschiol und Schwester Jakoba Zöll vom Institut für Kirchengeschichte der Uni Bonn.
    0 min
  • Unsicherheit als Erkenntnis­raum: Die virtuelle Rekonstruktion der STURM-Galerie als interaktives Forschungstool


    Deborah Ehlers | Digitale Geschichte(n). Projekte und Praktiken der Digital History

    Was wäre, wenn wir heute eine Ausstellung besuchen könnten, die vor mehr als 100 Jahren in Berlin zu sehen war? Virtuelle Rekonstruktionen eröffnen genau diese Möglichkeit. Sie verleihen nicht mehr existenten, historischen Gebäuden eine erneute Zugänglichkeit. Mit der richtigen wissenschaftlichen Aufbereitung werden virtuellen Rekonstruktionen zu wertvollen Informations- und Erkenntnisträgern, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch als Forschungswerkzeuge dienen können. Für Disziplinen, die sich mit räumlichen Konstellationen, Bedeutungszusammenhängen und historischen Kontexten befassen, liegt hier ein enormes Potenzial und eine Erweiterung der Analysemöglichkeiten.
    0 min
  • „Was also ist die Zeit?“ Rechtszeiten in Europa 1450–1750


    Historisches Kolleg | Vortrag von Andreas Thier

    Wandlungen von Zeitdeutungen beeinflussen den Wandel von Recht und Rechtswissen. Die Entwicklungsdynamiken dieser Verflechtungen in der europäischen Rechtskultur 1450–1750 sind Gegenstand des Vorhabens. Der Rechtshistoriker Prof. Dr. Andreas Thier (Universität Zürich) beleuchtet in seinem Vortrag die Entstehung von rechtlich verbindlichen Zeit­re­gi­men, die Bedeutung von Vergangenheiten und Ursprüngen für die Legitimation von Recht sowie den Stellenwert von linearen Zeitkonzepten.
    0 min
  • „Gewiß, ich bin sehr happy: Doch glücklich bin ich nicht.“ Mascha Kaléko zwischen Ländern, Sprachen und Künsten


    Salon Sophie Charlotte 2025

    Die Lyrikerin Mascha Kaléko war ein Star im Berlin der frühen 30er Jahre - bis ihre Bücher als „Asphalt­literatur“ von den Nazis verboten und sie als Jüdin verfolgt wurde. Es war nicht ihre erste Flucht, die Kaléko 1938 in die USA antrat; ihr ganzes Leben war von Sprach- und Kultur­wechseln geprägt - und von Literatur und Musik. Über das Zusammen­spiel von diesen Künsten in Kalékos Leben, über die musika­li­sche Umsetzung ihres Werkes und einen „dritter Raum“, der daraus entsteht, spricht Nikola Herweg (Deutsches Literatur­archiv Marbach am Neckar) mit der Kompo­nis­tin und Hörspiel­macherin Ulrike Haage.
    0 min
  • Hidmo Houses and the Making of Modernity


    Vernacular Architecture in Tigray’s Rural–Urban Transition

    The hidmo house of Tigray is not merely a vernacular building type; it is a spatial theory materialised in stone, earth, and timber. It embodies an architectural intelligence where climate, kinship, subsistence, and ritual life converge into a coherent system of dwelling. To approach the hidmo as a static artifact or picturesque residue of a rural past is therefore a profound misreading. It is, rather, a living archive of socio-ecological knowledge through which communities historically structured their relationship to landscape, labour, and belonging.
    Within the Tigray HeritageScapes Initiative, funded by the Gerda Henkel Foundation under its Patrimonies programme, the documentation and analysis of hidmo houses constitute a critical lens through which to examine not only heritage loss but the deeper transformation of spatial life under the pressures of post-conflict reconstruction, urbanisation, and accelerated modernity. Vernacular architecture here becomes both object of study and diagnostic tool for understanding the shifting condition of contemporary Tigrayan society.
    0 min
  • Schlussdiskussion


    Passage 1945 – Kriegsende und Neuordnung

    ­Die Potsdamer Konferenz und die Nürnberger Kriegs­ver­brecher­kon­fe­renz in den breiteren Kontext des Welt­kriegs­endes zu stellen, war das Anliegn der Tagung „Passage 1945“. Im abschließen­den Gespräch ziehen die Orga­nisa­toren PD Dr. John Zimmermann, Dr. Frank Reichherzer und Dr. Jürgen Luh eine Bilanz des zweitägigen Workshops und iden­ti­fi­zieren weiter­gehende Frage­stel­lun­gen.
    0 min
  • „Chronos zerstört nicht nur, sondern tritt auch als Bewahrer auf“


    Interview mit Angelika Eder über die Personifikation der Zeit in der Kunst des Barock

    „Tempus fugit“, wusste schon Vergil. Die Zeit flieht und wir können sie nicht anhalten, so sehr wir das auch manchmal wünschen. Künstlerinnen und Künstler haben unterschied­liche Strategien gewählt, um die ambiva­len­te Wirkung der Zeit – mal verhäng­nis­voll, mal Trost stiftend – darzustellen. Seit der Renaissance bedienten sie sich dabei nicht zuletzt der Personi­fi­ka­tion: Chronos tritt als greiser Zeitgott mit Sense und Stundenglas auf. Über die Ursprünge der Chronos-Figur und ihre verschiedenen Bedeutungen und Kontexte haben wir mit der Kunst­histo­ri­kerin Dr. Angelika Eder ge­spro­chen, die ihre Disser­ta­tion über die Zeit-Perso­ni­fi­ka­tionen in der euro­pä­i­schen Kunst des 17. und 18. Jahr­hun­derts geschrieben hat.
    0 min
  • Universities and the Public Good


    Research, Education, and Democracy since 1945

    From September 10 to 12, 2025 scholars discussed in Hanover, Germany, the history of today’s conflicts about the role of colleges and universities in shifting social, cultural, economic, and ideological contexts.
    As the current controversies indicate, universities and colleges remain sites of conflict and contestation among competing social, cultural, economic, and ideological forces. These conflicts have deep historical roots. After World War II, universities on both sides of the Atlantic were celebrated as symbols of enlightened liberalism, promoting a democratic ethos and social responsibility: ideals and traditions, that were tested and reinterpreted for the first time in the 1960s. By the early 1980s, higher education institutions faced twin challenges: a conservative backlash and the rise of neoliberal economic ideologies. To better understand higher education’s role in the current political climate, the conference in Hanover invited to reflect on the role of colleges and universities in North America and Europe since 1945, highlighting how these “world institutions” responded to global opportunities and pressures from their own particular perspectives and perceived societal roles.
    The conference has been supported by the VolkswagenStiftung.
    0 min

About L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

From the publisher's feed

L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung