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L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung episodes

  • Die Zustimmung der Deutschen im NS-Staat


    Zu Gast bei L.I.S.A. mit Gerd Krumeich und Janosch Steuwer

    Wie standen die Deutschen zum national­­sozia­­lis­tischen Regime? Und wie lässt sich das überhaupt ermitteln? Diese Frage beschäftigt die Geschichts­wissen­schaft schon seit langem. Mit seinem Buch „Unwillige Volksgenossen“ hat der Historiker Prof. Dr. Peter Longerich nun einen neuen Versuch zur Klärung vor­ge­legt, wobei er sich insbe­son­dere auf die offiziellen Lage- und Stim­mungs­berichte stützt. Demzufolge war die Unzufrie­den­heit der Bevöl­ke­rung mit dem Regime deutlich größer als bisher ange­nom­men. In der neuen Ausgabe von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ setzen sich die Historiker Prof. Dr. Gerd Krumeich und Dr. Janosch Steuwer mit Longerichs Thesen aus­ei­nan­der. Denn was bedeutete Stimmung oder Meinung eigentlich unter den Bedin­gun­gen der national­sozia­lis­ti­schen Diktatur?
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  • The Difficulty of Dealing with Loss. The Demolition of the Center of Johanngeorgenstadt in the 1950s


    Manuel Schramm | Abandoned Cities

    After 1945, the Soviet-German Wismut company began large-scale uranium mining in the Ore Mountains. The small town of Johanngeorgenstadt was among the most important mining areas. As a result of the intensive mining operations, the old town—under which numerous tunnels lay—had to be demolished, in some cases against the resistance of the local population. In his lecture, Manuel Schramm describes the lasting effects that the demolition of the old town has had on the city’s cultural and social identity up to the present day.
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  • Niger: Manuscript Preservation Project (MAP)


    at the Institute for Research in the Human Sciences, Abdou Moumouni University of Niamey

    The project Niger: Manuscript Preservation Project (MAP) has inventoried, catalogued and digitized the of ancient manuscript collection of the Institute for Research in Human Sciences (IRSH) at University of Niamey (Niger) for better conservation and accessibility. This collection reflects centuries of intellectual production in West Africa. This scholarly written tradition is more focused on religious notables and reflects the popular tradition in its various dimensions.  The manuscripts come from the long tradition of manuscripts found in the societies of the Sahel-Saharan region. In Niger, manuscript sources constitute one of the main sources of historiography. It conveys popular culture and the expression of all social strata.
    This collection contribute to the affirmation of a cultural aspects and contain humanistic values and the socio-cultural integration of peoples. Its main themes are: social and cultural history, theology, sufism, geomancy, pharmacopeia, literature, rhetoric, etc. These manuscripts constitute a scientific and heritage collection of great value to the world, to Africa, and to Niger in particular.
    The manuscripts represent an impressive wealth of information from several generations of local authors. It is a well-known collection, which is particularly significant in that it constitutes an essential source complement to the archaeological and oral heritage. These manuscripts constitute a scientific and patrimonial collection of great value for humanity.
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  • „Großes Volksrednertum“? Die Reden von Theodor Heuss


    Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Baumgärtner (München) in der Vortragsreihe Klartext?!

    Der erste Bundespräsident galt zu seiner Zeit als eindrucksvoller Redner. Insgesamt hielt Theodor Heuss über 2.300 Reden, allein fast 700 als Staatsoberhaupt. Damit war er stilbildend für dieses Amt. Doch anders als seine Nachfolger entwarf er seine Vorträge selbst und sprach meist frei. Mit seiner direkten Ansprache vermittelte er seinen Zuhörern das Gefühl eines persönlichen Gesprächs und wollte so für die junge Demokratie werben. Heute hingegen wirken sein Stil und seine weitschweifigen Gedankengänge auf manche antiquiert. Was machte damals die Faszination seiner Reden aus? War Heuss wirklich der „große Volksredner“?
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  • Empire of Water. Wasser, Kolonialismus und das internationale Recht, 1919–2024


    Verena Steller | Kölner Vorträge zur Neueren und Neuesten Geschichte

    Aufbauend auf ihren aktuellen Forschungen zum Thema „Empire of Water. Wasserrechte, Umweltgeschichte und Kolonialismus im 19. und 20. Jahrhundert“ stellt PD Dr. Verena Steller (Frankfurt a. M.) im Kölner Vortrag Über­le­gun­gen zum Verhältnis von Wasser, Macht, Recht und Geschichte vor. Welchen Zugriff wählte das Recht auf die Umwelt, hier: das Wasser, den Ozean? Welche Rolle spielte dabei die Geschichte? Als Fall­beispiel stehen die völkerrechtlichen Auseinander­setzungen zwischen Mauritius und Großbritannien um die Souve­rä­ni­tät über den Chagos-Archipel im Mittelpunkt des Vortrags.
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  • Fixiert und vergessen? Zur stillen Präsenz von Fotopappen in archäologischen Bildarchiven


    Luzie Jofer | Idee Archäologie. Positionen und Konturen einer Wissenschaft

    Nahezu unscheinbar wirkt die Schwarzweißfotografie mit der Darstellung einer Inschrift – sorgfältig auf Karton montiert, handschriftlich ergänzt durch den Standort Cangas de Onís (Oviedo) und die Inventarnummer C-129. Nichts deutet zunächst darauf hin, dass es sich hierbei um eine der meistangefragten Aufnahmen der Fotothek des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) in Madrid handelt. Erst ein Blick auf die Rückseite verrät ihre Besonderheit: der entscheidende Zusatz lautet „Inschrift seit 1939 verloren“.
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  • Nürnberger Prozesse – Zum Umgang mit Vergangenheit und Zukunft


    Passage 1945 – Kriegsende und Neuordnung

    Das zweite Schlüssel­ereignis des Jahres 1945 waren die Nürnberger Prozesse gegen die Haupt­kriegs­verbrecher, die Ende des Jahres begannen. Sie sind wichtiger, bis heute bedeut­samer Ausgangs­punkt für den Umgang mit der Vergangen­heit. Die Kriegsverbrecher­prozesse waren nicht nur ein neues und internationales juristisches Projekt, sondern auch ein moralischer wie auch politischer Versuch der Vergangenheits­bewäl­ti­gung – und gleichzeitig ein Forum, um Ordnungs­vor­stellungen zu entwickeln. Es diskutierten: Takuma Melber (Heidelberg), Henning de Vries (Marburg) und Annette Weinke (Jena). Moderation: Marcus M. Payk (Hamburg)
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  • Dritte Auflage der Veranstaltungsreihe „Montagsdebatte“des Netzwerks Zeitgeschichte


    Humboldt-Universität zu Berlin | Wintersemester 2025/26

    Bei der dritten Auflage der Veranstaltungsreihe „Montagsdebatte“ lädt das Netzwerk Zeitgeschichte von Dezember 2025 bis März 2026 zu vier Diskussionsrunden zur Fragestellung „Gefährdung der Demokratie? Geschichte, Gegenwart, Zukunft“ in die Humboldt-Universität zu Berlin ein. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob die bundesdeutsche Demokratie mit ihrem Erfahrungshintergrund von NS-Terror und Holocaust, von Teilung und DDR-Diktatur angesichts eines erstarkenden Rechtsextremismus und globaler Krisen gefestigt ist.
    Den Auftakt bildet am Montag, 8. Dezember 2025, um 18.00 Uhr eine Gesprächsrunde zum Thema „Das Ende der liberalen Demokratie? Historische Perspektiven auf die Zukunft“. Ausgehend vom Menetekel „Weimar“ diskutieren der Autor Jens Bisky und die Historikerin Stefanie Middendorf Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen damals und heute, über den Demokratiebegriff, den wir unserem Handeln zugrunde legen, und darüber, wie es sich bei aktuellen Debatten mit dem Neutralitätsgebot verhält. Der Abend wird von Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Projektleiter des Netzwerks Zeitgeschichte, moderiert.
    Die drei weiteren Montagsdebatten widmen sich Erlösungshoffnungen, die mit Radikalismus und Terrorismus von Rechtsextremisten und Islamisten einhergehen (12. Januar 2026), Wirtschaftskrisen als Herausforderungen der Demokratie (9. Februar 2026) und Unterschieden von Demokratiegefährdungen in Ost- und Westdeutschland (23. März 2026).
    Die 2023 erfolgreich gestartete „Montagsdebatte“ ist eine Veranstaltungsreihe des „Netzwerks Zeitgeschichte“, das den wechselseitigen Austausch von Gedenkstätten, Forschung und Zivilgesellschaft fördert. Das Netzwerk wird von der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam getragen. Die „Montagsdebatte“ wird von der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt.
    Ort: Humboldt-Universität zu Berlin | Senatssaal | Unter den Linden 6| 10117 Berlin
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  • The Nexus Between Conscious but Long-Deceased Narrator, Elaborated Narrative, and Events in the Distant Past


    David DeVore | 20 Jahre Jacobi-Stipendienprogramm

    The Jacobi Fellowship of the Commission for Ancient History and Epigraphy for doctoral students celebrates its 20th anniversary in 2025. In this anniversary year, we will be presenting twelve former Jacobi scholarship holders, who will talk about their current work. We asked them five questions, which they answered in writing. In November, we get to know Dr. David DeVore, associate professor at the California State Polytechnic University at Pomona. Dr. DeVore was a Jacobi Fellow in Munich in 2010 with his project The Use of Biographic Forms and Themes in Eusebius’ Historia Ecclesiastica.
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  • Körper von Bedeutung


    Barbara Stollberg-Rilinger | Konferenz „Körper und Herrschaft“

    Welche Rolle spielt der Körper in der Politik? Moderne Rechtsstaat­lich­keit beruht grund­sätz­lich auf der Fiktion völliger Unpersön­lich­keit bei der Ausübung von Staatsgewalt. Die Vorstellung von körper-, geschlechts- und emotions­losen Amtsträgern stößt jedoch auch an Grenzen. Nicht erst die forcierte Insze­nie­rung von Körperlich­keit bei Donald Trump oder Wladimir Putin erinnert daran, dass es immer Menschen aus Fleisch und Blut sind, die Ämter bekleiden. Im Abendvortrag der Gothaer Konferenz „Körper und Herrschaft“ stellt die Historikerin Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger (Berlin) fünf Thesen zum Verhältnis von Körper und Herrschaft in der Vormoderne vor, die sie am Beispiel von Herrscher­figuren des 18. Jahr­hun­derts wie Maria Theresia, Friedrich Wilhelm I. von Preußen oder Marie Antoinette verdeutlicht.
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