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  • Das Kriegsende 1945 in Deutschland und Europa


    John Zimmermann | Passage 1945 – Kriegsende und Neuordnung

    In dem Vortrag von Oberst PD Dr. John Zimmermann (Potsdam) das Kriegsende in Deutschland und Europa aufgezeigt, dass der größte Teil der deutschen Generalität seit 1943 den Krieg als verloren betrachtet, der Kampf von diesen Generalen aber trotz besserer Einsicht – zur Überraschung der Alliierten – fortgesetzt worden ist, was nur auf deutscher Seite monatlich durchschnittlich 300.000 Tote Soldaten zur Folge hatte. Mit der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reichs endete der Krieg jedoch nicht überall in Europa.
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  • Buchvorstellung: Blumen und Brandsätze. Eine deutsche Geschichte, 1989–2023


    Württembergische Landesbibliothek und online

    Spätestens seit den 1980er Jahren erregt kaum etwas die Öffentlichkeit so sehr wie die Frage, wie viele und welche Menschen, »die wir nicht gerufen haben«, Deutschland aufnehmen sollte. Klaus Neumann beschäftigt sich mit Antworten auf diese Frage: von Forderungen nach der Änderung von Artikel 16 des Grundgesetzes in den frühen 1990er Jahren über die sogenannte Willkommenskultur 2015 bis zur Neuauflage der Behauptung, das Boot sei voll, nach der Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine 2022.
    Der Historiker untersucht die unterschiedlichen Motivationen, Schutz zu gewähren oder Schutzsuchende abzuweisen. Im Mittelpunkt seiner Betrachtung stehen dabei lokale und lokalpolitische Auseinandersetzungen: im Westen Hamburgs und im südöstlichen Sachsen. Er macht anschaulich, wie sehr Aushandlungsprozesse um die lokale Aufnahme von DDR-Übersiedlern und Asylsuchenden, Aussiedlerinnen und Kriegsflüchtlingen verquickt waren mit Debatten über Rassismus und Rechtsextremismus, demokratische Teilhabe sowie west- und ostdeutsche Identitäten.
    Klaus Neumanns Buch erlaubt neue Einblicke in dreieinhalb Jahrzehnte deutscher Geschichte. Zugleich ist es ein Plädoyer für eine umfassende und gut informierte Debatte über die Frage, warum Deutschland Schutzsuchende aufnehmen sollte.
    Klaus Neumann ist Historiker und Kulturwissenschaftler. Er zog 1985 nach Australien, um dort mit einer Arbeit über Geschichte und Geschichten in Papua-Neuguinea zu promovieren. Er war bis vor kurzem Professor für Geschichte in Melbourne.
    Donnerstag, 5. Juni 2025, 18 UhrTeilnahme vor Ort in der Württembergischen Landesbibliothek, Saal (Konrad-Adenauer-Str. 10, 70173 Stuttgart) oder online über den Zugangslink: https://bitbw.webex.com/meet/wlb
    Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Haus der Heimat Baden-Württemberg und der Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek.
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  • „Das beständige Ausprobieren neuer Musiken“


    Interview mit Sebastian Hansen über die Konzertgesellschaft der frühen Moderne

    Haydn, Mozart, Beethoven – sie, ihre Musik und Symphonien stehen stellvertretend für eine neue Musikepoche in der Geschichte Europas. Ein Kanon besonders wertvoller Musik entstand, das Konzert als bürgerliche Veranstaltung entwickelte sich zu einem bis heute etablierten Format. Aber waren es die Komponisten, die das Entstehen einer Konzertgesellschaft maßgeblich betrieben haben, oder waren dafür ganz andere, oft kaum beleuchtete Akteuere verantwortlich? Der Historiker PD Dr. Sebastian Hansen von der Universität Düsseldorf hat eben jene genauer in den Blick genommen und sie in den jeweils musikalischen Zentren des 19. Jahrhunderts untersucht. Wir haben ihm zu seiner Studie über die poetische Konzertgesellschaft unsere Fragen gestellt.
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  • Konrad Adenauer: Kanzler nach der Katastrophe


    Fritz Thyssen Stiftung | Köln | 18:30 Uhr

    Unter den Kanzlern der Bundesrepublik Deutschland ragt Konrad Adenauer heraus. Er ist es, der nach NS-Diktatur, Zweitem Weltkrieg und Holocaust die erste Bundesregierung bilden kann und die von außen gestiftete Demokratie im Westen verankert. Damit legt er die Fundamente einer Erfolgsgeschichte, die den Westdeutschen auf Jahrzehnte hinaus Wohlstand und Frieden beschert. Aber Adenauer ist es auch, der die deutsche Teilung in Kauf nimmt und Millionen seiner Landsleute ein Beschweigen ihrer Vergangenheit ermöglicht. Der renommierte Zeithistoriker Norbert Frei nimmt den 150. Geburtstag des Gründungskanzlers zum Anlass für ein unbestechliches Portrait des Mannes, der die deutsche Geschichte nach 1945 geprägt hat wie niemand sonst. 
    In seiner schlanken, elegant geschriebenen Biographie schildert Norbert Frei Leben und Leistung des ersten Bundeskanzlers aus der Perspektive der Gegenwart. Er beschreibt Adenauers politische Stationen vom Kölner Oberbürgermeister der Weimarer Republik über die Zeit des Dritten Reiches bis zum zupackenden Gründungskanzler. Vor allem aber analysiert er Adenauers Politik nach der deutschen Katastrophe: die unbedingte Westbindung, die er gegen zahlreiche Widerstände und Hindernisse durchsetzte, aber auch seine gravierenden Versäumnisse bei der Entwicklung einer demokratischen politischen Kultur. Frei stellt uns einen konservativen Katholiken, einen autokratischen Parteiführer, einen skrupellosen Taktiker, einen weitblickenden Europäer und einen seinem eigenen Volk mit viel Skepsis, ja Misstrauen begegnenden Deutschen vor – einen der großen Staatsmänner des 20. Jahrhunderts.
    Norbert Frei ist Professor em. für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und war von 2007 bis 2022 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Fritz Thyssen Stiftung.
    Norbert Frei liest aus seinem Buch und kommt darüber mit Anja Reinhardt (Deutschlandfunk) ins Gespräch.
    Anmeldung zur Veranstaltung
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  • Internationale Geschichte und Völkerrecht


    Kölner Vorträge zur Neueren und Neuesten Geschichte im Wintersemester 2025/26

    Die vom Historischen Institut der Universität zu Köln veranstaltete Vortragsreihe wird im Wintersemester 2025/26 vom Lehrstuhl für Internationale Geschichte und historische Friedens- und Konfliktforschung orga­ni­siert. L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung ist erneut Medienpartnerin der Vortragsreihe. Die Aufzeichnungen der Vorträge werden im Nachgang auf L.I.S.A. zum Abruf bereitgestellt.
    Dienstags, 17:45, Seminargebäude 106, Raum 004Interessierte sind herzlich willkommen! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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  • Arbeitspolitik und Frieden


    Natali Stegmann I Frieden schaffen und Frieden erhalten im 20. Jahrhundert. Forum Neuzeit des Instituts für Geschichtswissenschaften an der HHU Düsseldorf

    Natali Stegmann (Universität Regensburg) geht in ihrem Vortrag auf das Verhältnis zwischen Arbeits- und Sozialpolitik und Frieden ein. Die Begriffe Soziale Gerechtigkeit, Soziale Rechte und Soziale Sicherheit stehen dabei im Mittelpunkt der Diskussion, da sie auf unterschied­lichen Ebenen und in internationalen Organisa­tio­nen, wie der International Labour Organi­sa­tion (ILO), durch beispielweise den Bürger- und Menschen­­rechten verankert waren. Sie erlangten jeweils nach den zwei Weltkriegen eine erhöhte Bedeutung. Allerdings erlebt die ILO seit den 1970er einen kontinuierlichen Bedeutungs­verfall, weshalb Stegmann ihren Beitrag mit der Frage enden lässt, wie zeitgemäß das Modell der ILO für die Diskussionen um den Zusammen­hang Soziale Gerechtigkeit und Frieden noch ist.
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  • Die Merowinger gründen Bayern


    Podcast „Wer wird sind und warum das nicht klappte...“

    Als die Römer ihre Macht in West- und Mitteleuropa verloren, sprang eine damals unbe­deu­tende fränkische Herrscherfamilie in das Vakuum: Die Merowinger. Eigentlich waren sie nur eine von vielen fränkischen Familien. Die Merowinger waren – wie viele Franken – irgendwann vom Niederrhein ins heutige Belgien eingewandert. Dort herrschten sie anfangs nur über eine kleine Region. Konsequent und skrupellos bauten sie in 50 Jahren ein europäisches Reich auf. Sie waren clevere Politiker und brutale Krieger, die auch vor den eigenen Verwandten nicht Halt machten, wenn sie ihnen im Weg standen. Chlodwig I. war ihr berühmtester Anführer. Er kam 481 an die Macht und hat aus seinem Minikönigreich eine Herrschaft über weite Teile Frankreichs, die Niederlande, Teile Südwest­deutschlands und das Rheinland aufgebaut. Er machte Paris zu seiner Haupstadt. Seine merowingischen Nachfolger erobern das Königreich Thüringen und gründen Bayern. „Mord und Totschlag als Mittel der Politik war eine zeitübliche Verhaltensweise“ sagt Dr. Brigitte Haas-Gebhard von der Archäologischen Staatssammlung München. Ein Gespräch über den Aufstieg der Merowinger, die Gründung Bayerns und wie aus den „Findelkindern der Völkerwanderung“ die Bajuwaren wurden.
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  • Hambacher Gespräch: „Zwischen KI-Waffen und Internetpropaganda. Hybride Kriege als Gefahr für die äußere Sicherheit“


    Neustadt an der Weinstraße, Hambacher Schloss

    KI-gesteuerte Desinformationskampagnen, Ausspähaktionen per Drohne, Hackerangriffe auf deutsche Parteien und Paketbomben, die in Frachtflugzeugen explodieren – all das sind Elemente hybrider Kriegsführung. Hochrangige Militärs betonen, dass Russland mit solchen Maßnahmen bereits einen hybriden Krieg gegen Deutschland begonnen habe. Deutlich höhere Ausgaben für die Bundeswehr sollen Deutschland daher auch im hybriden Feld verteidigungsfähig machen. Schließlich wurde der hybride Raum zwischen digitalen und konventionellen Waffen lange vernachlässigt.
    Doch welche Formen der hybriden Kriegsführung sind tatsächlich sicherheitsrelevant für Deutschland? Was bezwecken Russland und andere Akteure mit dieser Art von Angriffen? Wo steht Deutschland im Bereich digitaler Verteidigung und wie akut ist der Handlungsdruck?
    Über diese Fragen diskutieren wir mit Dr. Christoph Heusgen und Prof. Dr. Haya Schulmann.
    Der Diplomat Dr. Christoph Heusgen war sicherheitspolitischer Berater von Bundeskanzlerin Merkel, ständiger Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen und zuletzt Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz. Prof. Dr. Haya Schulmann ist Professorin für Cybersicherheit am Institut für Informatik der Goethe-Universität Frankfurt und Mitglied im Direktorium des Nationalen Forschungszentrums für angewandte Cybersicherheit ATHENE.
    Beginn: 19 Uhr
    Der Eintritt ist frei. Anmeldungen richten Sie bitte mit Vor- und Zunamen an: [email protected]
    Eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, des Frank-Loeb-Instituts an der RPTU Kaiserslautern-Landau und der Stiftung Hambacher Schloss.
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  • Lost-but-found: Armenian Capital Ani at Contested Crossroads


    Bálint Kovács, Elke Hartmann | Abandoned Cities

    The Lost City of Ani was once the capital of the Armenian Bagratid Kingdom in the 9th and 10th centuries. Known as the “City of 1001 Churches,” Ani experienced a highly eventful history marked by alternating periods of prosperity, military devastation, and natural disasters. Although the city – now part of the UNESCO World Heritage – has been abandoned for several centuries, it continues to play a significant role in Armenian identity. Despite that, the deserted city remained largely inaccessible for a long time due to its location on the border between present-day Turkey and Armenia – a situation that has gradually begun to change in recent years.
    In their lecture, Dr. Balint Kovaczs and Professor Elke Hartmann describe the multifaceted dynamics that Ani has generated across centuries within and beyond the Ottoman Empire, and how it continues to do so today in Armenia, Turkey, and the Armenian diaspora.
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  • Abscheulich, struppig, wunderschön. Menschliche Körper und die Konstruktion des Fremden im Spätmittelalter


    Historisches Kolleg | Vortrag von Christian Hoffarth

    Menschliche Körper und Aspekte von Körperlichkeit zählen zu den grundlegenden Kategorien, anhand derer Menschen zwischen Eigenem und Fremdem unterscheiden. In seinem Forschungs­projekt untersucht der Historiker Dr. Christian Hoffarth die Bedeutung des Körpers für die Wahrnehmung asiatischer, afrikanischer und amerikanischer Menschen in europäischen Reisetexten des Spät­mittel­alters. Es geht von der Annahme aus, dass die Beobachtungen und Erfahrungen spätmittel­alter­licher Fern­rei­sen­der großen Einfluss auf Wissens­bestände über den menschlichen Körper in Europa übten und die Maxime der Überlegen­heit des eigenen über den fremden Körper befeuerten.
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