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L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung episodes

  • Verhandeln, verfolgen, entschädigen. Die Nachkriegszeit des Bauernkriegs in Freiburg und im Breisgau


    Philip Hoffmann-Rehnitz | Freiburg und der Breisgau im Bauernkrieg

    Anfang Oktober 1526 erreichte Freiburg eine Kommission, die auf Geheiß Erzherzog Ferdinands von Österreich das Verhalten der Kommune während des Bauernkriegs unter­suchen sollte. Sie versuchte aufzu­klären, welche Personen die Stadt im Mai 1525 belagert hatten und was die Stadt damals bewogen hatte, sich mit den aufständischen Bauern zu ver­binden. Die Episode, so zeigt Dr. Philip Hoffmann-Rehnitz (Freiburg) in seinem Vortrag, macht deutlich, dass auch ein Jahr nach Ende des Aufruhrs der Bauernkrieg nach wie vor die städtische Politik stark beschäf­tig­te. Aufbauend auf diesem Befund stellt er Über­le­gun­gen zu einer Geschichte der Nachkriegszeit des Bauernkriegs vor.
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  • Reviving a Traditional Craft


    The Production of High Quality Gypsum Morter for Restoration Purposes | Koya – Kurdistan – Iraq

    In the past, gypsum was one of the most important building materials in the region around Koya in Kurdistan-Iraq. However, due to the use of cheaper cement, it has almost fallen into oblivion as a mortar, a problem that current restoration projects in the Old Town of Koya are struggling with. Nowadays, gypsum is only used as gypsum plaster, which requires a different, simpler production method.
    The General Director of Antiquities and Heritage, Kaify Mustafa Ali, the Department of Antiquities in Koya (Yekaty Wahip and Hemin Kawez), WADI e.V. (Anne Mollenhauer) and Klessing-Hoffschildt  Architects (Andreas Hoffschildt), have therefore revitalized this old craft tradition with the generous support of the Gerda Henkel Foundation.
    This film documents the process of revitalizing this craft, starting with a survey of regional quarries and kiln though the revitalizing of an old kiln and gypsum burning process to the application of the newly produced gypsum mortar in two historic buildings in the old town of Koya.
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  • „Roter Sultan oder Höchster Herrscher?“: Die Gegenwart der osmanischen Geschichte in der Türkei


    Elke Hartmann | Antike im Zerrspiegel politischer Ideologien

    Das Osmanische Reich erlebte im 15. und 16. Jahrhundert seine Blütezeit. Bereits im 17. Jahr­hun­dert beklagten erste Chroniken und Fürstenspiegel Verfall und Korruption ihrer Gegen­wart, der sie das Goldene Zeitalter entgegenhielten. Im 19. Jahr­hun­dert formulierten die Modernisierer selbst tiefgreifende Reformen nicht als Erneuerung, sondern als vermeint­liche Restauration. Viele der politischen und gesellschaftlichen Grundprobleme des 19. Jahr­hun­dert sind in der Türkei bis heute ungelöst und werden immer wieder neu verhandelt. Politik und Medien greifen dabei immer wieder auf Figuren und Deutungen der osmanischen Geschichte zurück. Umgekehrt spiegelt die Beschäftigung mit bestimmten historischen Themen immer auch politische Positionen in der Gegenwart. Der Vortrag von der Turkologin Prof. Dr. Elke Hartmann (Freie Universität Berlin) bietet einen Überblick über die Entwick­lung der verschiedenen historisch-politischen Diskurse, Bezugnahmen und Verein­nah­mun­gen. Er reflektiert schließlich auch die Bedingungen der Geschichts­schrei­bung einer Geschichte, die bis weit zurück ins 19. Jahr­hun­dert noch längst nicht vergangen ist.
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  • Słowianie na północy


    O projekcieDziś wikingowie są przede wszystkim znani ze swoich najazdów na Wyspy Brytyjskie i państwo Franków. Mniej znane jest to, że utrzymywali również kontakty – czasami pokojowe, czasami mniej – z ludami zamieszkującymi obszary nad Morzem Bałtyckim, w krajach bałtyckich i na terenach dzisiejszej Polski. W X–XI wieku ludy nad Bałtykiem nie tylko prowadziły handel, ale również podejmowały wspólne ekspedycje wojenne, utrzymywały stosunki dyplomatyczne i zawierały małżeństwa między sobą. Ale jaki był cel tych kontaktów? Jakie korzyści spodziewano się czerpać z wymiany? Jak Skandynawowie postrzegali „obcych” Słowian? I jak Słowianie zachowywali swoją tożsamość z dala od rodzimych stron?
    Na te pytania odpowiada archeolog dr hab. Leszek Gardeła (Uniwersytet Ludwika i Maksymiliana w Monachium) w ramach swojego projektu badawczego. Przy wsparciu Fundacji Gerdy Henkel bada on kontakty między elitami słowiańskimi a skandynawskimi w epoce wikingów – w tym władcami takimi jak Harald Sinozęby, Swen Widłobrody czy Mieszko I z dynastii Piastów.
    Śledzi on ślady Słowian w nordyckich sagach i koncentruje się przede wszystkim na znaleziskach archeologicznych. Luksusowe przedmioty z grobów elit – np. wojowników czy jeźdźców – a także z innych stanowisk w Polsce i Skandynawii dostarczają informacji o relacjach międzykulturowych: ozdobna broń, amulety i biżuteria, że kontakty między Słowianami a wikingami były znacznie bliższe, niż dotychczas sądzono.Na te pytania odpowiada archeolog dr Leszek Gardeła (Uniwersytet Ludwika Maksymiliana w Monachium) w ramach swojego projektu badawczego. Przy wsparciu Fundacji Gerda Henkel bada on kontakty między elitami słowiańskimi a skandynawskimi w epoce Wikingów – w tym władcami takimi jak Harald Błękitny, Swen Widłobrody czy Mieszko I z dynastii Piastów.
    Śledzi on ślady Słowian w nordyckich sagach i koncentruje się przede wszystkim na znaleziskach archeologicznych. Dary grobowe z grobów elit – np. wojowników, królów czy jeźdźców – w Skandynawii dostarczają informacji o materialnych kontaktach: zdobione pochewki na miecze, pierścienie, szkatułki amuletowe, uzdy i strzemiona wskazują, że kontakty między Słowianami a Wikingami były znacznie bliższe, niż dotychczas sądzono.
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  • Slawen im Norden


    Über das ProjektDie skandinavischen Wikinger sind heute vor allem für ihre Eroberungszüge gegen die britischen Inseln und das Frankenreich bekannt. Weniger bekannt ist, dass sie auch mit den Völkern am Rande der Ostsee, des Baltikums und des heutigen Polens in mal mehr, mal weniger friedlichem Kontakt standen. Zwischen dem 10. und 11. Jahrhundert handelten die Völker rund um die Ostsee nicht nur miteinander, sondern unternahmen auch gemeinsame militärische Expeditionen, pflegten diplomatische Beziehungen und schlossen Ehen untereinander. Doch wozu dienten diese Verbindungen? Welche Vorteile versprach man sich davon? Wie nahmen die Skandinavier die „fremden“ Slawen wahr? Und wie bewahrten die Slawen fern der Heimat ihre Identität?
    Diesen Fragen widmet sich der Archäologe Dr. Leszek Gardeła (Ludwig-Maximilians-Universität München) in seinem Forschungsprojekt. Mit Unterstützung der Gerda Henkel Stiftung untersucht er die interkulturellen Kontakte zwischen den slawischen und skandinavischen Eliten der Wikingerzeit – darunter Herrscher wie Harald Blauzahn, Sven Gabelbart oder Mieszko I. aus der Piastendynastie.
    Dabei geht er den Spuren von Slawen in nordischen Sagas nach und legt den Schwerpunkt auf archäologische Funde. Grabbeigaben aus Gräbern sozialer Eliten in Skandinavien und Polen geben Aufschluss über die materiellen Beziehungen: Verzierte Schwertscheiden, Ringe, Amulettkästchen, Zaumzeug und Steigbügel deuten darauf hin, dass die Kontakte zwischen Slawen und Wikingern deutlich enger waren, als bislang angenommen.
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  • Türkisch-Deutsches Kino-Bündnis: Episode 4 - Film als Waffe


    Das osmanische Militär war eine Armee von Analphabeten: Nicht einmal 20 Prozent der osma­ni­schen Bevölkerung konnten zur Zeit des Ersten Weltkriegs lesen oder schreiben – ein Umstand, der die militärische Ausbildung erheblich erschwerte. Der Kriegs­minister Enver Pascha erkannte früh das Potenzial des Films nicht nur als Propaganda­instru­ment, sondern auch als Schulungs­mittel für Soldaten und Offiziere. Bei seinen Recherchen in deutschen und türkischen Filmarchiven ist Enis Dinç auf eine Schulungsfilm gestoßen, der das Beladen einer deutschen „Krupp-Kanone“ demonstriert.
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  • Türk-Alman Sinema İttifakı: Episode 4 - Bir Silah Olarak Film


    Osmanlı ordusu büyük ölçüde okuma yazma bilmeyen askerlerden oluşuyordu: Birinci Dünya Savaşı döneminde Osmanlı nüfusunun %20’sinden daha azı okuma yazma biliyordu – bu durum askerî eğitimi ciddi şekilde zorlaştırıyordu. Dönemin Harbiye Nazırı Enver Paşa, sinemanın yalnızca bir propaganda aracı değil, aynı zamanda asker ve subaylar için bir eğitim aracı olarak da potansiyelini erken dönemde fark etti. Film arşivlerinde yaptığı araştırmalar sırasında Enis Dinç, Alman yapımı bir “Krupp topu”nun nasıl yüklendiğini gösteren bir eğitim filmine rastladı.
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  • „Kleopatra besitzt einen weltweiten Wiedererkennungseffekt“


    Interview mit Ann-Cathrin Harders über Ägyptens letzte Königin

    Kleopatra VII., die letzte ägyptische Herrscherin aus der Dynastie der Ptolemäer, übt wie wenige andere Frauen­gestalten der Welt­ge­schich­te bis heute eine große Faszination aus. Ob im Kino, der Popmusik, oder in der Werbung: als Chiffre für Luxus und die tragische Verquickung von Liebe und Macht ist Kleopatra nach wie vor gefragt. Aber wie hängen die moderne Medien­figur und die historische Persönlichkeit zusammen? Welcher Kern steckt in den zahlreichen Anekdoten, die sich um Kleopatras Leben ranken? Und was verrät die heutige Popu­lari­tät der ägyptischen Königin über unsere Gegen­wart? Wir haben diese Fragen der Althistorikerin Dr. Ann-Cathrin Harders (Universität Bielefeld) gestellt, die kürzlich eine konzise Einführung in die Biographie und Rezeptions­geschichte Kleopatras vorgelegt hat.
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  • Antisemitismus an Hochschulen und Schulen. Austausch über Erfahrungen und wirksame Interventionen


    Podiumsdiskussion des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD)

    Der 7. Oktober 2023 markiert auch an Hoch­schulen und Schulen eine Zäsur. Infolge des Terrorangriffs der Hamas in Israel kam es zu einer Zunahme offenen Anti­semi­tis­mus auch an Bildungs­ein­rich­tun­gen, infolge derer sich jüdische Studierende nicht mehr sicher fühlen. In Zeiten, in denen sich im gesell­schaft­lichen Diskurs die Fronten verhärteten, hatte der Verband der Historiker und Histo­ri­ke­rin­nen Deutschlands (VHD) am Donnerstag, den 10. Juli 2025, unter dem Titel „Anti­semi­tis­mus an Hoch­schulen und Schulen“ zum Gespräch über Erfahrungen und wirk­same Inter­ven­tio­nen eingeladen.
    Im Frankfurter Haus am Dom disku­tier­ten der Beauftragte der Bundes­re­gie­rung im Kampf gegen Anti­semi­tis­mus Felix Klein, Meron Mendel, Leiter der Bildungs­stätte Anne Frank, sowie die Publizist:innen Thomas Thiel (FAZ) und Saba-Nur Cheema. Daniel Navon brachte die Pers­pek­tive jüdischer Studierender ein, während Frank Schweppenstette, Geschichts­lehrer an einem Kölner Gym­na­sium und stell­ver­tre­ten­der Vorsitzender des Verbands der Geschichts­lehrer­innen und –lehrer Deutschlands, die Runde um den Bereich Schule ergänzte. Für den VHD saß Lutz Raphael auf dem Podium. Die Co-Vorsitzende des VHD, Dorothea Weltecke, moderierte den Abend.
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