L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

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L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung episodes

  • Metamorphosen des Ruhrgebiets, 1850–2024


    Stefan Berger | Salon Sophie Charlotte 2025

    Der Vortrag des Historikers Stefan Berger (Ruhr-Universität Bochum) beschäf­tigt sich mit dem Struktur­wandel im Ruhrgebiet seit dem 19. Jahr­hun­dert. Wie entwickelte sich die Region innerhalb von wenigen Jahr­zehn­ten zum wichtigsten schwer­indus­tri­ellen Zentrum des Deutschen Reiches vor 1914? Wie wurde es zum Ort sozialer Revolution und nationaler Solidarität in der Weimarer Republik, wie zur Waffen­schmiede der Nation im National­sozia­lis­mus? Wie ist es zu vereinbaren, dass auch international die Neuerfindung des Ruhrgebiets als Erfolgs­ge­schich­te des Strukturwandels seit den 1960er Jahren mit Modell­charak­ter für andere postindustrielle Regionen der Welt gefeiert wird, während gleichzeitig in vielen Repor­tagen das Ruhrgebiet als das Armen­haus der Republik charak­te­ri­siert wird?
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  • Living among the Ruins of Teotihuacan: a General Overview


    Natalia Moragas Segura, Alessandra Pecci | Abandoned Cities

    Between 100 and 650 AD Teotihuacán was the dominant cultural, economic and military centre of Mesoamerica. Approximately more than 200,000 people lived in the city in the central highlands of Mexico. The city was largely abandoned in the 7th and 8th centuries for reasons that are still unclear, but the cultural influences of Teotihuacán remained formative until the Spanish conquest of Mexico. In their lecture, archaeologists Dr Natalia Moragas Segura and Dr Alessandra Pecci (University of Barcelona) present their ongoing research project, which investigates how later indigenous groups such as the Toltecs and Aztecs dealt with the abandoned city and its ruins. In doing so, they also address questions of contemporary science communication.
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  • Die Kelten


    Podcast „Wer wird sind und warum das nicht klappte...“

    Die Kelten bewegten sich an der Schwelle zur Hochkultur, waren bei Ihren Feinden schwer gefürchtet und lebten fast 800 Jahre in Süd­deutsch­land. Gleichwohl verschwanden sie inner­halb weniger Jahrzehnte. Als die Römer das Alpen­vor­land 15 v. Chr. eroberten, trafen sie dort wo die Kelten gelebt hatten, auf ein fast menschen­leeres Land. Wo sind sie geblieben? Welche Spuren finden wir heute von Ihnen? Und was haben wir von den Kelten Vorfahren geerbt? Darüber spreche ich mit Prof. Dr. Carola Metzner-Nebelsick – sie ist Professorin für Vor- und Früh­geschichte an der Universität München.
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  • Rereading the Winding Path of the Indonesian Islamic Modernism Period of 1970–2020


    Auerbach Lecture | Media Zainul Bahri (Islamic Studies)

    This lecture will elaborate on the expression and articulation of Indonesian Islamic movements in the period of 1970–2020, which focuses on the idea of Islamic modernism as a response to Western modernity. Several scattered previous studies show that Indonesian Muslims, especially modernist Muslims, from the era of Dutch colonialism to the reformation period actually struggled intensely with the problems of modernity and the search for the authenticity of their Islamic identity (Johan Meuleman 2002, Carool Kersten 2018, John Obert Voll 1997, John Cooper and Mohamed Mahmoud 2004, Robert W. Hefner and Patricia Horvatich 2001, and many others). The focus of this study consists of two parts:
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  • Die „Gefüllte Erdbeere“. Über Rezepte für ein Studium der Klassischen Archäologie


    Matthias Steinhart | Idee Archäologie. Positionen und Konturen einer Wissenschaft

    English version below
    Der erste deutsche Fernsehkoch Clemens Wilmenrod, von Hause aus Schauspieler, erfand in den 1960er Jahren so manch erstaunliches Gericht, darunter die legendäre „Gefüllte Erdbeere“ (Abb. 1). Die Zubereitung ist überschaubar, wurde jedoch im Fernsehen geradezu zelebriert: Man nehme eine Erdbeere und entferne das Grün, womit ein zugegebenermaßen in diesem Fall nur kleiner Hohlraum entsteht. In selbigen stecke man eine gehobelte Mandel. Das ist die „Gefüllte Erdbeere“. Man kann auch mehrere davon auf einem Teller anrichten. Zugegeben, das Ergebnis wird vielleicht nicht als allzu eindrucksvoll erscheinen, immerhin bleiben Erdbeeren und Mandeln auf jeden Fall etwas Feines. Und mitunter sind ja die einfachen Rezepte die besten.
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  • Türkisch-Deutsches Kino-Bündnis: Episode 3 - Enver Pascha und der Kaiser


    Kaiser Wilhelm II. war der erste deutsche Filmstar. Als eines der ersten Staats­ober­häupter übrhaupt erkennte er das propagan­dis­tische Potenzial des Films und nutzte das neue Medium gezielt zur Selbst­insze­nie­rung. Sein gezwirbelter Schnurrbart wurde zum unver­wechsel­baren Marken­zeichen. Als der junge Enver Pascha 1909 als osmanischer Militär­attaché nach Berlin kam, ließ er sich nicht nur von der kaiserlichen Bartmode inspirieren, sondern auch von dessen Filmpropaganda. Enver Pascha, der den Kaiser verehrte und fließend Deutsch sprach, schmiedete die deutsch-osmanische Militärallianz und legte zugleich den Grundstein für das türkisch-deutsche Kinobündnis. Nach seiner Rückkehr nach Istanbul initiierte er nach deutschem Vorbild den Aufbau einer militärische Filmabteilung.
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  • Türk-Alman Sinema İttifakı: Episode 3 - Enver Paşa ve Kayzer


    Kaiser Wilhelm II, Almanya’nın ilk sinema yıldızıydı. Devlet başkanları arasında film propagandasının potansiyelini fark eden ilk kişilerden biri olarak, bu yeni medyayı bilinçli şekilde kendini tanıtmak için kullandı. Kendine özgü kıvrımlı bıyığı onun ayırt edici simgesi haline geldi. Genç Enver Paşa 1909’da Osmanlı askeri ataşesi olarak Berlin’e geldiğinde, sadece imparatorun bıyık modasından değil, aynı zamanda onun sinema propagandasından da ilham aldı. Almanca’yı akıcı konuşan ve imparatoru hayranlıkla takip eden Enver Paşa, Alman-Osmanlı askeri ittifakını kurdu ve aynı zamanda Türk-Alman sinema iş birliğinin temelini attı. İstanbul’a döndükten sonra, Alman örneğini takip ederek bir askeri sinema biriminin kurulmasını başlattı.
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  • „Das Nicht-Wissen um Gorillas bestimmte das Wissen über sie“


    Interview mit Annekathrin S. Krieger über Gorillas und ihre Inszenierung im Kaiserreich

    King Kong ist die bekannteste Gorilla-Figur. 1933 trat sie im gleichnamigen Film erstmals auf und prägte seitdem ein gebrochenes Bild vom Gorilla. Auf der einen Seite entwurzelt, verschleppt und ausgebeutet, auf der anderen zerstörerisch und brutal, schließlich ein nicht minder gewalttätiges, aber tragi­sches Ende mit anthropo­mor­phi­sie­ren­den Zügen. Dieses Zerrbild des zur Familie der Menschenaffen gehörenden Gorillas entsteht lange vor dem Kinofilm – etwa in Deutschland während des Kaiserreichs im 19. Jahrhundert, als die ersten Gorillas in Afrika gejagt, gefangen und nach Europa transportiert wurden. Die Historikerin Dr. Annekathrin S. Krieger hat in ihrem Dissertations­projekt untersucht, welches Wissen über Gorillas damals bestand. Wo und wie hat die Gesellschaft des Kaiserreichs Gorillas ausgestellt, inszeniert und wahrgenommen? Diese und weitere Fragen haben wir Dr. Krieger gestellt.
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  • Internationale Tagung: Kein Preußen ohne Polen! 500 Jahre Preußen und die deutsch-polnischen Beziehungen


    10178 Berlin, Humboldt Forum, Schlossplatz, EG, Saal 3

    Eine Veranstaltung der University of Aberdeen (UA), der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (HAB) und des Research Center Sanssouci (RECS) in Kooperation mit der Geschichte des Ortes der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss (SHF) gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung.
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    Vor 500 Jahren huldigte Albrecht von Hohenzollern, der letzte Hochmeister des Deutschen Ordens, dem polnischen König. Die Ereignisse von 1525 gründeten auch den ersten protestantischen Staat in Europa, der bis 1657 in einer Vasallenbeziehung mit dem polnischen Königreich stand.
    Das polnisch-preußische Beziehungsgefüge von der Entstehung des Herzogtums zu den Teilungen Polen-Litauens (1772-1795), in denen Preußen eine aktive Rolle spielte, und darüber hinaus das Zeitalter des Nationalismus, stehen in dieser Tagung zur Debatte.  In sieben Panels, 16 Vorträgen und einer Podiumsdiskussion geht es um vier Themenbereiche: staatsrechtlich-politische Verbindungen, multikonfessionelle Gemeinschaften, lokale Identitätsbildungen, sowie Brüche und Kontinuitäten in der Erinnerungspolitik bis in die Gegenwart.
    500 lat temu Albrecht von Hohenzollern, ostatni Wielki Mistrz Zakonu Krzyżackiego, złożył hołd lenny polskiemu królowi. Wydarzenia z 1525 roku dały również początek pierwszemu państwu protestanckiemu w Europie, które do 1657 roku pozostawało w stosunku lennym z królestwem polskim.
    Celem konferencji jest bliższe przyjrzenie się stosunkom polsko-pruskim od utworzenia księstwa aż do rozbiorów Rzeczypospolitej polski-litewskiej (1772-1795), w których Prusy odegrały aktywną rolę, i do czasów nacjonalizmu.  Siedem paneli, 16 wykładów i dyskusja panelowa skupią się na czterech obszarach tematycznych: powiązaniach konstytucyjno-politycznych, wspólnotach wielowyznaniowych, kształtowaniu tożsamości lokalnej, a także zerwaniach i ciągłości w polityce pamięci do dnia dzisiejszego.
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    Das ausführliche Programm sowie weitere Informationen finden Sie im angehängten Flyer.
    Mi., 10.09. bis Do. 11.09.202510178 Berlin, Humboldt Forum, Schlossplatz, EG, Saal 3 Wir bitten um eine verbindliche Anmeldung zur Tagung bis zum 2. September 2025 unter: [email protected]
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    PROGRAMM:
    Mittwoch, 10.09.2025

    10.00–11.00 Uhr Anmeldung
    11.00–12.30 Uhr Begrüßung und Einleitung

    BegrüßungHartmut Dorgerloh, Alfred Hagemann, Humboldt Forum BerlinJürgen Luh, RECS
    EinleitungThomas Biskup, Wolfenbüttel/Karin Friedrich, Aberdeen


    Panel 1 Die Realität der Zeichen: Der Hold Pruski im Kontext

    Wie gründet man eine Dynastie? Der Fall Herzog AlbrechtRahul Kulka, Wien
    Facetten einer Legende – Albrecht von Brandenburg-Ansbach in der preußischen Historiographie des 16./17. JahrhundertsMarie-Luise Heckmann, Potsdam


    12.30 –14.00 Uhr Mittagspause
    14.00 –16.15 Uhr Panel 2 Politik vor dem Machtstaat: Regionale Verfechtungen und europäische Dimensionen

    Verfechtungen und Mehrfachherrschaften in Praxisund ErinnerungMichael Rohrschneider, Bonn
    Zur Bedeutung des Lehnswesens für die Verfechtung Brandenburg-Preußens mit dem Heiligen Römischen Reich und Polen-Litauen: vergleichende Studien zu Mitteleuropa als ForschungsaufgabeTobias Schenk, Wien
    Conficting Loyalties: the Protestant Radziwiłłs between Hohenzollern Prussia and the Polish-Lithuanian RepublicKarin Friedrich, Aberdeen


    16.15 –16.45 Uhr Kaffeepause
    16.45 –18.15 Uhr Panel 3 Stand und Geld: Adliger Status und halbstaatlicher Handel

    Identifkation und Repräsentation – Adeliges Bauen im Königlichen Preußen und im Herzogtum PreußenSabine Jagodzinski, Wolfenbüttel
    Handelsdynamiken und Politik: Preußische Seehandlung und polnische TeilungenKlaus Weber/Felix Töppel, Frankfurt/O.



    Donnerstag, 11.09.2025

    08.00–09:00 Uhr Anmeldung 
    09.00–10.30 Uhr Panel 4 Religiöse Dynamiken: Der erste protestantische Staat Europas und Polen-Litauen

    Alternativen. Die Säkularisation des Deutschen Ordens in Preußen vor dem Hintergrund der Geschichte anderer Ritterorden an der Wende zur frühen NeuzeitIgor Kąkolewski, Berlin
    Compassionate Christian Duty? Receiving Bohemian Exiles in the Duchy of PrussiaNatalia Woszczyk, Florenz


    10.30 – 11.00 Uhr Kaffeepause
    11.00 – 13.00 Uhr Panel 5 Glaube über Grenzen: Interkonfessionalität und religiöse Gemeinschaftsbildung

    Preußen, Litauen und das Baltikum: Vom »Heidentum« zur MultikonfessionalitätKestutis Daugirdas, Emden/Tübingen
    Religious dynamics across borders: Hosius’s Catholic Reform in the Ermland, and Albrecht’s Reformation in PrussiaHoward Louthan, Minneapolis
    All for “the beloved Unity”? The Berlin-Leszno Connection in the Early Eighteenth CenturyAleksandra Frączek, Warszawa/Julian Pfau, Berlin


    13.00–14.00 Uhr Mittagspause
    14.00–15.30 Uhr Panel 6 Liminale Räume: Identitätsbildungen zwischen Lokalität und Minderheit

    Malbork as Laboratory for Local History and Identity, 16–18th CenturiesAleksandra Girsztowt-Biskup, Gdańsk
    Die Taurogger Juden im 18. Jahrhundert zwischen Litauen und PreußenJurgita Verbickienė, Vilnius


    15.30–16.00 Uhr Kaffeepause
    16.00–17.30 Uhr Panel 7 Bedeutungswandel: Transformationen und Geschichtsbilder seit der Frühen Neuzeit

    Forgetting Exile: How the Prussian Church (the First Protestant National Church) obscured its refugee origins, 1525–1945Maximilian Scholz, Tallahassee
    Schwindende Bedeutung. Danzig und die Provinz Preußen (Ost- und Westpreußen) im langen 19. Jahrhundert (bis 1914)Edmund Kizik, Gdánsk


    19.00–20.30 Uhr ORTS-Termin: Kein Preußen ohne Polen! Öffentliche Podiumsdiskussion

    Agnieszka Pufelska, Berlin
    Maciej Ptaszyński, Warszawa
    Peter Oliver Loew, Darmstadt
    Igor Kąkolewski, BerlinInformationen zum ORTSTerminunter: https://www.humboldtforum.org/de/programm/event-reihe/diskurs/orts-termin-14203/



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  • Krieg als Geschäft. Waffenhandel zwischen den Weltkriegen


    Zu Gast bei L.I.S.A. mit Daniel Stahl

    Nach den Schrecken des Ersten Weltkriegs sollte der neu gegründete Völkerbund den Weltfrieden sichern. Den Kriegs­verlierern wurden strenge Auflagen gemacht, die eine Wieder­be­waff­nung und neue Kriege verhin­dern sollten. Rüstungsproduktion und Waffenhandel sollten kontrolliert und reguliert werden. Doch die Widersprüche zwischen imperia­lis­ti­schen Interessen, antikolonialen Bewegungen und revanchis­ti­schen Bestrebungen verhinderten eine stabile internationale Friedensordnung. Der Historiker PD Dr. Daniel Stahl (Universität Erlangen-Nürnberg) hat sich mit den Versuchen befasst, den inter­natio­nalen Waffen­handel in der Zwischenkriegszeit zu kontrollieren. In einer neuen Ausgabe von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ haben wir mit ihm über die Ambivalenz der Friedens­ordnung sowie über Parallelen zur heutigen globalen Auf­rüs­tung gesprochen.
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