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  • „In Portugal warten noch viele Entdeckungen“<br />


    Interview mit Paul Scheding – Direktor des DAI Madrid – über die Chancen der Archäologie in Portugal

    Als das Römische Reich auf dem Höhepunkt seiner Ausdehnung stand und sich über drei Kontinente erstreckte, lag das Gebiet des heutigen Portugals am äußersten westlichen Rand und war Teil von Hispania. Erst unter Kaiser Augustus wurde das Gebiet südlich des Douro als Lusitania zur eigenständigen Provinz erhoben. Trotz seiner Randlage ist Portugal reich an Zeugnissen römischer Geschichte – und dennoch blieb es lange Zeit am Rande des archäologischen Interesses. Mit neuen Perspektiven und interdisziplinären Ansätzen rückt die Region nun stärker in den Fokus der wissenschaftlichen Aufmerksamkeit. Über die archäologischen Potenziale dieser Kontaktzone zwischen Europa und Nordafrika haben wir mit Dr. Paul Scheding, dem Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) in Madrid, gesprochen.
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  • Brauchen wir einen Papst?


    Papst und Zeit | Mit Petra Bahr, Franz-Josef Overbeck, Otto Kallscheuer und Joachim Frank

    Zum Abschluss des Symposiums „Papst und Zeit“, das Otto Kallscheuers monu­men­ta­ler (Ideen-) Geschichte des Papst­tums gewidmet war, diskutierte Joachim Frank in seiner Talkreihe frank & frei in der Karl Rahner Akademie mit dem Autor, der evange­li­schen Bischöfin Dr. Petra Bahr (Landeskirche Hannover) und dem katho­li­schen Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Bistum Essen) über das Papstamt zwischen Mystik und Macht, zwischen Heiligenschein und heiligem Schein, zwischen Er­star­rung und Erneuerung.
    Denn dass die katholische Kirche als Gemein­schaft von Glaubenden Leitung braucht, dürfte unbestreitbar sein. Aber braucht sie dafür den Papst? Auf diese Frage gibt es innerhalb des Christen­tums spätestens seit der Refor­ma­tion konträre Antworten.
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  • Der Stammheim-Prozess. Die RAF und das Baader-Meinhof-Verfahren 1975 bis 1977


    Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek | Buchvorstellung mit Sven-Felix Kellerhoff

    „Stammheim“ ist seit dem Prozess gegen die erste Führungsgeneration der RAF zum Mythos geworden. Die Wahlverteidiger der Angeklagten taten alles, um das Strafverfahren zum Schauprozess zu machen. So drang fast nur die einseitige Interpretation der RAF-Anwälte in die deutsche Öffentlichkeit – und wirkt bis heute fort. Sie lässt das Verfahren als „systematische Zerstörung aller rechtsstaatlichen Garantien“ (Otto Schily) erscheinen. Dabei ist das Gegenteil richtig: Die Richter gewährleisteten ein ordentliches Strafverfahren. Ein halbes Jahrhundert später ist es an der Zeit, dem Verfahren und damit dem Rechtsstaat Gerechtigkeit widerfahren zu lassen – auf Grundlage vielfältigster Quellen. Der Bogen spannt sich von der Ankunft der RAF-Führung in der Untersuchungshaft 1972 bis zum Selbstmord von Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe am 18. Oktober 1977. Gezeigt wird, was beim Jahrhundertprozess wirklich geschah. Er ist ein Vorbild für den Umgang des Rechtsstaats mit Terror.
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  • Revolution der Bilder. Fotografie und Gewalt im Russischen Reich, circa 1900–1924


    Moritz Florin | Aufruhr und Gewalt. Forum Neuzeit des Instituts Geschichtswissenschaft an der HHU Düsseldorf

    Fotografien und Filmaufnahmen drastischer Gewalt prägten die Revolutionsepoche im Russischen Reich zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Moritz Florin (Universität Erlangen) untersucht in seinem Vortrag die bildimmanenten Botschaften und die mediale Verbreitung von Gewaltfotografien. Anhand der international publizierten Bilder des Pogroms von Chișinău, eines revolutionären Flugblattes über die Massaker an den Armeniern und des Films „Panzerkreuzer Potemkin“ zeigt Florin auf, wie solche Aufnahmen ihre intendierte Schockwirkung erzielten und darüber hinaus eine eigene Wirkmächtigkeit entfalteten. Sie waren nicht nur Mittel der politisch-medialen Auseinandersetzung zwischen Regierung und Revolutionären, sondern wurden selbst zu einer Form des Terrors. Florin ordnet seine Beispiele zudem in größere Kontexte und Fragen ein: Wie wurde zeitgenössisch international darüber diskutiert, ob und wie Gewaltfotografien in Zeitungen gezeigt werden dürfen? Und warum markierten gerade die russischen Revolutionen von 1905 und 1917 eine Zäsur in der Bildgeschichte der Neuzeit bezüglich der Darstellbarkeit von Gewalt?
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  • Sakral(isiert)e Landschaften und religiöses Wissen im südlichen Andenraum im Kontext der spanischen Kolonialherrschaft


    Milagros Pacco / Astrid Windus | Frühneuzeittag 2024 „Wissenswelten“

    Wie lassen sich digitale Kartierungs­metho­den für die Wissens­geschichte nutzen? Wie können Karten das prekäre Wissen um sakrale bzw. sakralisierte Räume im vor­kolo­nialen und kolo­nia­len Süd­amerika abbilden? Milagros Pacco und PD Dr. Astrid Windus berichten in ihrem Vortrag über Erfahrungen bei der karto­gra­phi­schen Visuali­sie­rung von histo­rischen und archäo­lo­gischen Forschungs­ergeb­nissen, die im Rahmen eines DFG-Projekt ent­stan­den sind, das den sakralen Topo­gra­phien im Kontext kolonialer Herr­schaft in der bolivia­nischen Anden-Hoch­land­region rund um den Vulkan Sajama gewid­met ist.
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  • What was, what is, and what can be done?


    Historians on Democracy #1

    Democracy is the subject of intense scholarly and public debate in the United States and around the world. The online discussion series brings together international experts working on the past and present of democracy on both sides of the Atlantic. The first conversation, initiated by Christina Morina (Bielefeld University / New School for Social Research) took place on 8 April 2025.
    Moderator: Ute Frevert (Max Weber Foundation)
    Other panellists: Colin Berg (New School), James Grossman (American Historical Association), Dagmar Herzog (City University of New York), Jürgen Kocka (Wissen­schafts­zentrum Berlin), Christina Morina (Uni Bielefeld / New School)
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  • Historians on Democracy


    A transnational network of historians on democracy from US, Germany, and Europe engaged in a series of transnational virtual conversations about democracy in the past and present.
    Upcoming Events
    Part 3: Democratic InstitutionsTuesday, May 6, 2025, 5-6 p.m. CET (11 a.m.-12 p.m. EST)with Adam Knowles (Universität Zürich), Martina Kessel (Universität Bielefeld), Debarati Bagchi (Max Weber Forum Delhi)
    Part 4: On Transatlantic AlliancesTuesday, May 20, 2025, 5-6 p.m. CET (11 a.m.-12 p.m. EST) with Paul Nolte (FU Berlin), Jeffrey Herf (University of Maryland), Kerstin Maria Pahl (MPI für Bildungsforschung), Harold James (Princeton University)
    Part 5: The Rule of LawTuesday, June 3, 2025, 5-6 p.m. CET (11 a.m.-12 p.m. EST) 
    Part 6: Liberal Democracy and CapitalismTuesday, June 24, 2025, 5-6 p.m. CET (11 a.m.-12 p.m. EST)
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  • Schloss Klessheim, das einzige Gästehaus des „Führers“


    Imma Walderdorff | Schlösser in der Zeit des Nationalsozialismus

    Da der Obersalzberg nicht für die Unter­bringung von Staats­gästen ausgelegt war, ließ Adolf Hitler nach einem reprä­sen­ta­tiven Gäste­haus suchen. Die Wahl fiel 1940 auf Schloss Kleßheim, einst Sommersitz der Salzburger Erzbischöfe, das un­mittelbar an die Reichs­auto­bahn angebun­den war. Als „Gäste­haus des Führers“ beher­berg­te Kleßheim unter ande­ren Benito Mussolini, Miklós Horthy und Ion Antonescu. In ihrem Vortrag geht die Kunst­histo­ri­kerin Dr. Irma Walderdorff (Landes­konser­va­torat Nieder­österreich) den Spuren der national­sozia­lis­tischen Nutzung des Barock­schlosses und der umfang­reichen Kunst­aus­stattung nach.
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  • Wann ist etwas nicht mehr, was es mal war? Konservativ sein in Zeiten des Wandels


    Düzen Tekkal, Christoph Möllers, Simon Strauß | Salon Sophie Charlotte 2025

    Was kann es bedeuten, heute konservativ zu sein? Wie lässt sich aus konservativer Sicht auf gesell­schaft­liche Erneuerungen blicken? Wann wird aus dem Wunsch nach Bewahren eine Blockade? Wie kann ein neues „Wir“ gelingen, das Tradition und Offenheit verbindet? Und welche Orien­tie­rung können Bekenntnisse zu Religion, Familie und Heimat dabei noch geben? Düzen Tekkal (Autorin und Journalistin), Christoph Möllers (HU zu Berlin, Aka­de­mie­­mitglied) und Simon Strauß (Autor und Journalist) sprechen mit Moderatorin Shelly Kupferberg (rbb Kultur, Deutschlandfunk Kultur) über die Möglichkeiten konserva­tiven Denkens und Lebens in Zeiten weit­rei­chen­der Umbrüche und Transfor­mationen.
    Eine Veranstaltung von Villa Aurora & Thomas Mann House e.V. und BBAW
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  • Die sieben Todsünden: Menschheitswissen für das Zeitalter der Krise


    vhs.wissen live mit Annette Kehnel

    Wir leben im Zeitalter der Krise – und haben doch kaum eine Vorstellung davon, wie wir dem Imperativ des «Immer mehr» entkommen können. Dabei kannten unsere Vorfahren, wie Annette Kehnel zeigt, doch Mittel und Wege. Sie nimmt uns mit auf eine Reise in die Antike und ins Mittelalter, wo sie jahrtausendealtes Menschheitswissen entdeckt – ausgerechnet in den sieben Todsünden, die sie als Lehre vom Umgang mit der Naturgewalt Mensch neu interpretiert. Jede der Todsünden spiegelt eine Bedingung unserer menschlichen Existenz: So geht es bei luxuria (Wollust) letztlich um maßvollen Konsum, bei avaritia (Habgier) um die Einsicht, dass Besitz und Reichtum beschränkt werden müssen; ira (Zorn) bearbeitet Aggression und Gewalt, invidia (Neid) die Kehrseite von ungezügeltem Wettbewerb und superbia (Hochmut) unser Streben nach Status und Macht.
    Annette Kehnel lehrt Mittelalterliche Geschichte an der Universität Mannheim. Ihr Buch «Wir konnten auch anders» wurde mit dem NDR-Sachbuchpreis ausgezeichnet.
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