L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

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  • Über die Ungeradlinigkeit von Wegen und Pfaden


    Sebastian Adlung & Paula Michalski | Idee Archäologie. Positionen und Konturen einer Wissenschaft

    Die Detailaufnahme eines Kraters der sog. Hirschfeld-Werkstatt aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. zeigt ein fortlaufendes und stets die Richtung änderndes Linienstrichmuster, ein Mäanderband (Abb. 1). In der griechischen Eisenzeit war dieses Ornament nicht nur dekorativ, sondern symbolisch aufgeladen – es mag dabei auch für Kontinuitäten trotz Veränderungen gestanden haben. Betrachten wir dieses archäologische Objekt in der Gegenwart, offenbart sich eine überraschende Analogie zu Lebens- und Karrierewegen.
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  • Tölpel und Reformer – Bauern und Bäuerinnen in der Kunst der Dürerzeit


    Vortrag von Ingrid-Sibylle Hoffmann | 500 Jahre Bauernkrieg

    Künstlerische Darstellungen von Bäuer*innen waren zu Beginn des 16. Jahrhunderts gefragt. Wirklichkeitsgetreue Alltagsschilderungen oder gar Porträts sucht man allerdings weitgehend vergebens. Vielmehr transportieren insbesondere Grafiken entweder idealisierte, meist aber satirische „Bauernbilder“ oder moralisierende Spottbilder von „bäurisch“-derben Menschen. Was verraten uns diese zeitgenössischen „Bauernbilder“ über die Akteur*innen des Bauernkriegs? Welche Einblicke in den gesellschaftlichen Aufbruch der Frühen Neuzeit, die epochalen Umwälzungen und die Vielstimmigkeit und Komplexität der Zeit können sie vermitteln? Dieser Vortrag findet im Rahmen der Vortragsreihe „500 Jahre Bauernkrieg“ statt und widmet sich einem der bedeutendsten Ereignisse unserer Geschichte: dem Bauernkrieg von 1524/25. Die Vortragsreihe begleitet die Große Landesausstellung „500 Jahre Bauernkrieg“ des Landesmuseums Württemberg sowie die Ausstellung „Herzog Ulrich von Württemberg und die Bauern im Krieg von 1525“ des Hauptstaatsarchivs Stuttgart. Dr. Ingrid-Sibylle Hoffmann ist Kuratorin der Großen Landesausstellung „UFFRUR! Utopie und Widerstand im Bauernkrieg 1524/25“ des Landesmuseums Württemberg.
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  • Xiphilinos’ Heilige: Episode 1 - Verschollene Heilige


    Das Kloster Gelati im Westen Georgiens liegt malerisch auf einer grünen Anhöhe, umgeben von den Bergen des Nordkaukasus. Es gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Landes und ist Teil des UNESCO-Welterbes. Im sogenannten „goldenen Zeitalter“ Georgiens im 11. Jahrhundert ließ König Dawit IV., bekannt als „der Erbauer“, das Kloster errichten und machte es zum intellektuellen und kulturellen Zentrum seines Reiches. Bis heute bewahrt das Kloster eine bedeutende Sammlung von Handschriften aus dem 12. bis 17. Jahrhundert – Zeugnisse der Bedeutung Georgiens als kulturelle Brücke zwischen Byzanz und dem Kaukasus sowie seiner Rolle in der orthodoxen Welt. Für die Historiker Dr. Marijana Vukovic und Dr. Sandro Nikolaishvili bildet Gelati den Ausgangspunkt ihrer Forschungen über den byzantinischen Mönch und Gelehrten Xiphilinos und die von ihm verfassten Heiligen­kalender.
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  • HeritageScapes Restoration Initiative


    Documentation and Conservation of Cultural Landscapes in Tigray, Ethiopia

    The Tigray HeritageScapes Initiative is a two-year research and restoration project led by Dr. Alula Tesfay Asfha at Goethe University of Frankfurt/ Mekelle Univesity and funded by the Gerda Henkel Foundation. It focuses on the post-conflict documentation, assessment, and conservation of cultural heritage in the Tigray region of Ethiopia. Building on earlier work which surveyed over 50 heritage sites and identified four representative clusters in urgent need of intervention study, the project applies a landscape-based approach to address the spatial, historical, and social dimensions of heritage loss and resilience.
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  • Alte Geschichte als historische Sozialwissenschaft


    Christoph Lundgreen | 20 Jahre Jacobi-Stipendienprogramm

    Das Jacobi-Stipendium der Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik für Doktorandinnen und Doktoranden feiert 2025 sein 20-jähriges Bestehen. Im Jubiläumsjahr stellen wir in monatlicher Folge zwölf ehemalige Jacobi-Stipendiatinnen und -Stipendiaten vor, die aus ihrer derzeitigen Arbeit berichten. Wir haben ihnen fünf Fragen gestellt, die sie schriftlich beantwortet haben. Im März lernen wir Prof. Christoph Lundgreen kennen. Er ist Professor für Alte Geschichte an der Technischen Universität Dresden. Prof. Lundgreen war im Jahr 2009 mit dem Projekt Lex, ius, mos – aber keine Verfassung? Normenhierarchie und Metaregeln in der römischen Republik Jacobi-Stipendiat in München.
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  • Auerbach Lectures Sommer 2025


    Vorlesungsreihe des Erich Auerbach Institute for Advanced Studies, Universität zu Köln

    Das Erich Auerbach Institute for Advanced Studies lädt Sie herzlich zu den Auerbach Lectures im Sommersemester 2025 ein. Gäste sind herzlich willkommen! Immer montags um 18:00 Uhr in der Bibliothek des Erich Auerbach Instituts:
    Weyertal 59 (Rückgebäude, 3. OG), 50937 Köln.
    Für mehr Informationen besuchen Sie gerne unsere Homepage.Kontakt: Maximilian Kloppert, [email protected].
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  • Zur aktuellen Bauernkriegsforschung


    Lyndal Roper, Gerd Schwerhoff, Horst Buszello und André Krischer | Freiburg und der Breisgau im Bauernkrieg

    Das Jubiläum „500 Jahre Bauernkrieg“ gibt Anlass, den Wandel der geschichts­wissen­schaft­lichen Aus­einander­setzung mit dem Bauernkrieg von 1525 zu diskutieren: Welche Rolle spielte die Reformation? Wie lassen sich kultur- und gender­histo­rische Erkennt­nis­se in die Erin­ne­rung an den Bauernkrieg inte­grieren? Und was bleibt von Peter Blickles Formel von der „Revolution des gemeinen Mannes“? Darüber sprachen im Rahmen der Freiburger Tagung Lyndal Roper (Oxford) und Gerd Schwerhoff (Dresden), die beide neue Überblicks­dar­stellungen zur Geschichte des Bauern­kriegs vorgelegt haben, mit Horst Buszello (Freiburg), Vertreter einer struktur­geschicht­lichen Bauern­kriegs­forschung und Teilnehmer der Memminger Bauern­kriegs­tagung von 1975. Die Diskussion moderierte André Krischer (Freiburg).
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  • Freiburg und der Breisgau im Bauernkrieg


    Organisation, Vollzug und Folgen bäuerlicher Gewalt gegen Burgen, Städte und Klöster 1524/1525

    Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte I und Abteilung Landesgeschichte und in Kooperation mit dem Alemannischen Institut veranstaltete die Professur für Geschichte der Frühen Neuzeit der Universität Freiburg im März 2025 eine Tagung unter dem Titel Freiburg und der Breisgau im Bauernkrieg. Organisation, Vollzug und Folgen bäuerlicher Gewalt gegen Burgen, Städte und Klöster 1524/1525. Die Tagung wurde von der Irene Kyncl-Stiftung finanziert.
    Die Vorträge und Diskussionen der Tagung wurden in Medienpartnerschaft mit L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung aufgezeichnet und der Öffentlichkeit bereitgestellt.
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  • Pax vobiscum – Päpste in der internationalen Politik?


    Papst und Zeit | Mit Claus Leggewie, Johannes Ludwig, Ursula Nothelle-Wildfeuer und Otto Kallscheuer

    Der dritte Teil des Symposiums „Papst und Zeit“ ist der Frage gewid­met, welche Rolle das Papsttum in den internationalen Beziehungen im 21. Jahrhundert spielen kann. Kann die katholische Kirche glaub­haft als „moral entrepreneur“ in der Welt­politik agieren und einen Beitrag zur Befrie­dung des heutigen Welten­laufs leisten?
    Diese Fragen kommentierten Dr. Johannes Ludwig (Bistum Limburg), Prof. Dr. Claus Leggewie (Justus-Liebig-Universität Gießen) und Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg). Im Rahmen der anschließenden Diskussion war Prof. Dr. Otto Kallscheuer einge­la­den, zu repli­zie­ren. Es mode­rier­te Joachim Frank (Kölner Stadt-Anzeiger).
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  • Metamorphosen. Eröffnung der Ausstellung von Herlinde Koelbl


    Salon Sophie Charlotte 2025

    In der langen Reihe der Fotoprojekte von Herlinde Koelbl sind zum ersten Mal keine Menschen zu sehen. Doch ein Thema, das sich durch ihre Arbeiten zieht, ist geblieben: Veränderung, Vergäng­lich­keit. Der Fokus liegt nun auf der Natur. In ihr bleibt nichts wie es ist. Die Foto­grafin Herlinde Koelbl schafft mit den Fotografien der Reihe „Metamor­pho­sen“ eine visuelle Archäologie, die sich überlagert oder auch kollidiert mit den Bildern und Vor­stel­lun­gen, die wir zu kennen glauben. Nach einem Impuls von Kunst­histo­ri­ker Horst Bredekamp (HU zu Berlin, Akademie­mitglied) zur Er­öff­nung der Ausstellung im Aka­de­mie­­ge­bäu­de spricht die Foto­gra­fin Herlinde Koelbl mit ihm und Christoph Markschies (Akade­mie­präsident) über ihre Arbeiten und die Kunst der Verwandlung in der Natur.
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