L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

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L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung episodes

  • A Glance Into the Economic Dynamics of Colonial Venezuela


    A new comprehensive digital archival holding reveals a wealth of new sources on commodities

    The Fundación Red de Historia Digital Venezolana (Red Historia Venezuela) recently concluded one of its largest digitization projects to date. Approximately 210,818 pages of documentation derived from 1,672 records and sixteen volumes focused on various commodities are now accessible online for researchers worldwide. This immense undertaking was made possible through strategic partnerships on the ground and the generous financial support of the Gerda Henkel Stiftung. The result is a digital archival holding that promises to reshape international research on Spanish America and the early decades of Latin American nations in the nineteenth century. A closer look at its content confirms its far-reaching potential.
    This new archival resource is derived from original collections housed at the Academia Nacional de la Historia de Venezuela, one of the most prestigious institutions in the country. Founded in 1888, this public institution has a long history of preserving archival materials and generating new knowledge about Venezuela’s and Latin America’s past. Its vast library encompasses nearly 200,000 titles, and its archives contain more than 100,000 documents spanning both the colonial and republican eras. However, only a small portion of these holdings is currently available online—primarily through redhistoriave.org—leaving many materials unknown to both local and international researchers.
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  • „Goldenes Zeitalter“


    geschichtlich gesprochen mit Kurt Bayertz

    Zölle gegen China und Europa, Friedensverhandlungen mit Russland und der Ukraine, Umgestaltung von Bundesregierung und Bildungs- und Kultureinrichtungen: Mit großem Eifer ist Donald Trump in seine zweite Amtszeit als US-Präsident gestartet und hat weltweit politische Turbulenzen ausgelöst. Mit diesen Maßnahmen will Trump die Vereinigten Staaten von Amerika in ein neues „Goldenes Zeitalter“ führen – so hat es der 47. US-Präsident in seiner Rede zur Amtseinführung im Januar versprochen. Was sich ideengeschichtlich hinter der Rede vom Goldenen Zeitalter verbirgt, haben wir mit dem Philosophen Prof. Dr. Kurt Bayertz erörtert.
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  • LVR-Kulturkonferenz „Kultur. Nachhaltig. Wirtschaften.“


    Krefeld, Kulturzentrum Fabrik Heeder

    Welchen Beitrag leistet Kultur zum wirtschaftlichen Wachstum? Wie handeln Kulturorganisationen und Kulturakteure ökonomisch nachhaltig?
    Für Kunst und Kultur ist klar: Möglichst viel Energie soll in den kulturellen Output fließen. Dafür müssen an anderer Stelle Ressourcen schonend eingesetzt werden, um ökonomisch nachhaltig wirken zu können. Good Practice-Beispiele zeigen: Kultur kann! Beispielsweise durch kreative Partnerschaften oder durch die Wiederverwendung von Materialien. Ressourcenschonend, synergiebildend und effektiv. Auch, und gerade in, Zeiten von angespannten Haushalten. Grundsätzlich aber bedarf es einer Änderung des Mindsets und einer (Rück-) Besinnung auf gemeinsame Werte.
    Ist Wachstum wirklich der (einzige) richtige Weg? Oder anders: Wie wachsen Kulturorganisationen im Rahmen ihrer Werte und Fähigkeiten?
    Hier geht es zur Anmeldung
    Hier geht es zum Programm.
    (Das Programm wird regelmäßig aktualisiert.)
     
    Alle Informationen zur LVR-Kulturkonferenz finden Sie unter www.kulturkonferenz.lvr.de
     
    Die Kulturkonferenz richtet sich an Kulturakteure des Rheinlands, Kulturschaffende und Studierende, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kultureinrichtungen aller Sparten, Kulturpolitik und -verwaltung.
    Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
    In Kooperation mit den rheinischen Koordinierungsbüros des Regionalen Kulturprogramm des Landes NRW
    Die LVR-Kulturkonferenz wird veranstaltet vom LVR-Dezernat Kultur.
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  • Universitäten im National­sozialismus. Der Fall Köln


    Zu Gast bei L.I.S.A. mit Hans-Peter Ullmann

    Waren die deutschen Uni­versi­tä­ten Opfer der national­sozia­lis­tischen Herr­schaft? Wie er­folg­te ab 1933 ihre Ein­be­ziehung in die NS-Diktatur? Und wie positio­nier­ten sich die einzelnen Fach­be­rei­che und Wissen­schafts­zweige – von den Geistes­wissen­schaf­ten bis zur Medizin – gegen­über Ideologie und Krieg? Diese Fragen haben wir in einer neuen Folge von Zu Gast bei L.I.S.A. anhand des Beispiels der Uni­versi­tät zu Köln mit dem Histo­ri­ker Prof. Dr. Hans-Peter Ullmann (Köln) erörtert. Dabei wird auch die Stellung der Kölner Uni­versi­tät als Groß­stadt­uni­versi­tät und als „Kind der Weimarer Repub­lik“ be­rück­sich­tigt, ebenso die spätere Insze­nie­rung als „Geis­ti­ge Grenzwacht“ sowie die unmittel­bare Nach­kriegs­zeit zwi­schen Entnazi­fi­zie­rung und Wieder­auf­bau. Gerade die Spezifika und „Sonder­wege“ des Kölner Falls lassen deutlich werden, wie stark die deutschen Hoch­schulen in die NS-Herr­schaft ver­strickt waren.
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  • Der Stammheim-Prozess. Die RAF und das Baader-Meinhof-Verfahren 1975 bis 1977


    Stadtarchiv Stuttgart und online

    Buchvorstellung mit Sven-Felix Kellerhoff (Berlin)
    „Stammheim“ ist seit dem Prozess gegen die erste Führungsgeneration der RAF zum Mythos geworden. Die Wahlverteidiger der Angeklagten taten alles, um das Strafverfahren zum Schauprozess zu machen. So drang fast nur die einseitige Interpretation der RAF-Anwälte in die deutsche Öffentlichkeit – und wirkt bis heute fort. Sie lässt das Verfahren als „systematische Zerstörung aller rechtsstaatlichen Garantien“ (Otto Schily) erscheinen. Dabei ist das Gegenteil richtig: Die Richter gewährleisteten ein ordentliches Strafverfahren. Ein halbes Jahrhundert später ist es an der Zeit, dem Verfahren und damit dem Rechtsstaat Gerechtigkeit widerfahren zu lassen – auf Grundlage vielfältigster Quellen. Der Bogen spannt sich von der Ankunft der RAF-Führung in der Untersuchungshaft 1972 bis zum Selbstmord von Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe am 18. Oktober 1977. Gezeigt wird, was beim Jahrhundertprozess wirklich geschah. Er ist ein Vorbild für den Umgang des Rechtsstaats mit Terror.
    Sven-Felix Kellerhoff geboren 1971 in Stuttgart, studierte Zeitgeschichte, Alte Geschichte und Medienrecht. Seit mehr als 20 Jahren ist er Leitender Redakteur für Zeit- und Kulturgeschichte der Welt. Er ist Autor zahlreicher zeithistorischer Sachbücher, unter anderem über Hitlers „Mein Kampf“ und über die NSDAP.
    Wann? 9. April 2025, 19 UhrWo? Stadtarchiv Stuttgart (Bellingweg 21, Stuttgart-Bad Cannstatt)Wie? vor Ort oder online über den YouTube-Kanal des Stadtarchivs Stuttgart https://www.youtube.com/@stadtarchivstuttgart7583
    Eine gemeinsame Veranstaltung des Stadtarchivs Stuttgart und der Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek.
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  • Ethnisierung und Gewalt. Afrikas langes 18. Jahrhundert der Dschihade


    Stephanie Zehnle | Aufruhr und Gewalt. Forum Neuzeit des Instituts Geschichtswissenschaft an der HHU Düsseldorf

    Westafrika erlebte im 18. Jahrhundert eine Vielzahl von islamisch gerahmten Revolutionen und Staatsgründungen. Diese dehnten sich entsprechend der Migrationsroute der viehhaltenden Fulbe von Westen nach Osten aus. Die Fulbe-Dschihadisten gründeten zu Beginn des Jahrhunderts im Norden des heutigen Nigeria das rasch expandierende Kalifat von Sokoto. Stephanie Zehnle (Universität Passau) geht der Frage nach, wie und in welche Richtungen sich Prozesse der Ethnisierung durch die Erfahrung von Krieg und Gewalt exemplarisch in Sokoto entwickelten. Den ländlichen Raum, in dem die mobilen Fulbe mit den sesshaften Hausa zusammenstießen, rückt Zehnle dabei in den Vordergrund und differenziert die komplexen Interessen der jeweiligen Akteure aus. Warum adressierte ein Fulbe Dschihadist in seinen selbstverfassten Gedichten immer wieder die Interessen der Hausa-Ackerbauern? Warum galt für die Dschihadisten gerade die Kolonisierung neuer Gebiete in der Peripherie als Lösung der bestehenden ethnischen Konflikte?
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  • Building Futures


    The Netzero Training Center Empowering Youth and Reviving Sustainable Architecture

    Introduction
    Nigeria faces pressing challenges: high youth unemployment, the rising cost of housing, and construction practices often reliant on unsustainable, imported materials ill-suited to the climate. In response, and with the support of Gerda Henkel Stiftung, I launched the Netzero Sustainable Housing Skilled Training and Demonstration Center in Nigeria. This social impact project has a multifaceted mission: to empower unemployed youth with valuable construction skills, champion sustainable building using locally sourced materials, make housing more affordable, and pioneer netzero construction practices in Nigeria. This initiative is more than just building; it's about building futures and reclaiming indigenous knowledge systems.
    Reimagining Construction
    Conventional construction in Nigeria typically involves cement blocks, steel rods, concrete foundations, plaster ceilings, and heat-absorbing metal roofs. These methods often rely on costly, energy-intensive materials, resulting in buildings requiring artificial cooling in a humid climate. Thus, with my team at the Foundation for the Preservation of Cultural Heritage in Nigeria (FOPCHEN), we sought a different path – one inspired by the rich heritage of West African architecture.
    Earth buildings were commonplace across the region before colonial influence shifted preferences towards so-called "modern" materials that often pollute and disregard local context. Our project embraces this Indigenous knowledge, specifically opting for rammed-earth construction with a traditional thatched roof. This approach allows us to create structures naturally suited to Nigeria's climate, minimizing or eliminating the need for mechanical ventilation.
    The design, conceived by Architect Dr. Tokie Laotan-Brown and drawn by her and Architect Robert Utietiang, embodies this connection to heritage. It draws inspiration from the Nsibidi symbol of Unity, an ancient script from Southern Nigeria. It reflects our aspiration for the center to be a unifying force, bringing together diverse people from across Nigeria and Africa.
    From Unskilled Youth to Sustainable Builders
    The goal from the beginning was to recruit youth with no prior construction experience, aiming to transition them from unskilled laborers into skilled artisans proficient in sustainable building techniques. The journey began with intensive training in Ghana, facilitated by Kanea Kasa Konsult. Four Nigerian youths joined their Ghanaian counterparts to master rammed earth technology. Upon returning, these pioneers became trainers themselves, sharing their skills with other young Nigerians. After more than a year of practice and skill refinement, they were ready to lead the construction of our  Demonstration Center.
    Construction commenced last April with an initial team of seven trained youth alongside eight recruits starting as unskilled laborers. Over the year-long construction period, we've rotated different groups of young people, providing hands-on training in rammed earth techniques directly on-site. This continuous learning process is fundamental to our model, giving the youth a hands-on, daily practical experience. 
    Innovating with Local Resources: The Building Process
    Staying true to our commitment to local sourcing and sustainability, the entire building structure is built primarily from laterite earth and excavated locally. This earth is stabilized with a small percentage (around 5%) of cement and stone dust for durability.

    Foundation: Recognizing Abuja's geological landscape, we chose a stone foundation instead of concrete. Finding experienced stone masons proved challenging initially, as the skill is less common now in Nigeria. We adapted by training regular masons and guiding them in applying their skills to stone construction. The foundation utilizes compacted laterite and stone dust, reinforced by the stonework, creating a remarkably stable base without relying on conventional concrete.
    Walls: The building's walls are constructed entirely without steel reinforcing rods – a point of great interest to local builders facing the high cost of steel. We achieved this structural integrity by designing substantial 18-inch thick walls, making every wall load-bearing. A crucial learning moment came early when we had to tear down the first wall section because testing revealed inadequate stabilization. This reinforced a vital lesson for our trainees: quality is paramount, and one shouldn't fear correcting work that doesn't meet the standard. The beauty of rammed earth is its recyclability; the material from the demolished wall was simply reused.
    Lintels: Instead of steel-reinforced concrete lintels above doors and windows, we innovatively used bamboo, a rapidly renewable local resource known for its impressive tensile strength, comparable to steel.
    Decking and Flooring: Locally sourced timber was used for the building's decking (the structural base of the upper floor or roof) and flooring. This timber was carefully cured and treated to ensure longevity with proper maintenance.
    Roofing and Ceiling: We consciously avoided standard aluminum or steel roofing, which are expensive and contributes significantly to indoor heat gain. Instead, we opted for a traditional thatch roof, training youth in this valuable skill. We chose traditional raffia mats for the ceiling rather than modern plasterboard or asbestos. Hand-processed locally from plant fibers, these mats are traditionally used as cooling sleeping mats. Adapting them as ceiling panels enhances the building's natural cooling properties, which is crucial for our goal of avoiding mechanical ventilation.
    Manual Methods: A deliberate choice was made to minimize the use of heavy machinery, reduce our carbon footprint, and keep the techniques accessible and affordable. We employed manual wooden and iron rammers instead of pneumatic ones. While constructing the building's distinctive curved walls manually presented challenges – requiring experimentation with formwork and delaying the project slightly (we eventually used marine boards split into narrower sections) – it underscored our commitment to low-tech, replicable methods. Though perhaps not perfectly smooth, the resulting curves are a testament to the manual skill developed.

    Training the Trainers and Shaping the Industry
    Having successfully demonstrated the construction process and trained numerous unskilled youth, our focus is evolving. We are concentrating on training professionals established in the construction sector – architects, urban planners, and building technologists. These individuals are uniquely positioned to influence industry standards and practices on a larger scale, creating demand for the skills our youth trainees now possess.
    The interest has been overwhelming. Within 24 hours of an announcement for a one-day professional training workshop in January this year, over 80 registrations were received. We successfully conducted the first session for around 20 professionals, and more workshops are planned for the coming summer and year.
    Looking Ahead: A Hub for Sustainable Architecture
    Our vision extends beyond the current structure. We aim for the Netzero Center to become a recognized hub for specialized training in sustainable construction and indigenous architecture. Through a five-year Memorandum of Understanding (MOU) with the University of Calabar, we plan to partner on training programs, offering university students invaluable practical experience.
    Ultimately, we plan to expand the facility, potentially constructing limited rammed earth accommodations for trainees visiting the center. Our goal is to demonstrate the viability and beauty of rammed-earth construction and to actively equip a new generation of builders and designers to create monumental shifts towards sustainability in the construction industry.
    Gratitude
    I am grateful to the Gerda Henkel Stiftung for believing in and supporting this monumental project. Their contribution is pivotal in our efforts to reshape traditional architecture and build a more sustainable and equitable future in West Africa.
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  • Normen im Deutsch-Französischen Krieg (1870/71)


    Jan-Martin Zollitsch | Wer hat Angst vor Normativität? 40 Jahre Historische Friedens- und Konfliktforschung

    „La guerre a ses rigueurs; mais elle a ses règles aussi, basées sur les lois de l’honneur et de l’humanité“ – In einem Leserbrief, der hohe Wellen schlagen sollte, pochte der französische Herzog de Fitz-James infolge der Gewaltakte deutscher Soldaten während der Schlacht von Sedan (1. September 1870) auf das Vorhandensein einer verbindlichen Normenordnung („règles“) für die Kriegführung, „begründet“ auf die Prinzipien von „Ehre“ und „Humanität“. In seinem Vortrag nähert sich Jan-Martin Zollitsch (Humboldt-Universität Berlin) diesem Sinnhorizont mithilfe zeitgenössischer Quellen zum deutschen Umgang mit den Franktireurs. Wann war militärische Gewalt legitim, wann illegitim? Wie bestimmten Normen das Denken und Handeln deutscher Soldaten im Krieg von 1870/71? Und bildet der Deutsch-Französische Krieg den Ausgangspunkt eines deutschen „Sonderwegs“ der Entgrenzung militärischer Gewalt?
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  • The Unknown History of Spilberk Castle


    Michal Hančák & Filip Kyrc | Schlösser in der Zeit des Nationalsozialismus

    During World War II, Spilberk Castle in Brno was used as barracks by the German Wehrmacht and as a Gestapo prison. Michal Hančák and Filip Kyrc from the Brno City Museum provide an introduction to the eventful history of the 700 years old fortress and former seat of the Moravian margraves. In their lecture, they discuss the transformation of the castle during the war years, establishing links to the urban development of the second largest city in the Czech Republic and the cultural heritage policy. The results of the reconstruction works (1939-1941) under the German occupation are illustrated by numerous photographs.
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  • Xiphilinos’ Heilige


    Über das ProjektJohannes Xiphilinos war ein byzantinischer Mönch und Gelehrter des 11. Jahrhunderts, der vor allem für seine Epitomen der „Römischen Geschichte“ des Cassius Dio bekannt ist. Neben seiner historiographischen Tätigkeit verfasste er auch theologische Werke, darunter eine Sammlung von Heiligenviten. Diese Sammlung steht im Zentrum des Forschungsprojekts von Dr. Marijana Vukovic und Dr. Sandro Nikolaishvili (Odense). Ziel des Projekts ist es, die Heiligenviten, die vermutlich im Kloster Gelati in Georgien überliefert wurden, zu analysieren und ihre Bedeutung für die byzantinische und georgische Liturgie sowie die sich in ihnen spiegelnde politische und kulturelle Geographie herauszuarbeiten. Besonders im Fokus stehen dabei Xiphilinos’ Methodik der „Metaphrase“, die von ihm verwendeten Quellen sowie die Auswahl der Heiligen und deren Platzierung im liturgischen Kalender. Ziel der Forschung ist ein tieferes Verständnis von Xiphilinos’ Werk und seiner Bedetung für die kulturellen Verbindungen zwischen Byzanz und Georgien im Mittelalter. Zudem sollen Lücken in der Forschung zu den verlorenen Originalen der Heiligenviten geschlossen und neue Perspektiven auf die byzantinische und georgische Geschichte eröffnet werden.
    Mehr zum Projekt.
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