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  • Was ist eine Metamorphose? Zur Elastizität eines Begriffs


    Salon Sophie Charlotte 2025

    Während die Metamorphose in der Zoologie sehr eng und klar definiert ist als „Um­wand­lung der Larven­form zum Adult­stadium, dem geschlechts­reifen, erwachsenen Tier“, weckt sie in den Geistes­­wissen­­schaf­ten eine Fülle von Asso­zia­tionen. Diese produktive Span­nung der Metamorphose, ihre Präzision ebenso wie ihre Elastizität, ihr unge­mei­nes Potential, ihre Grenzen und Entgrenzungen diskutieren die Biologin Christiane Nüsslein-Volhard (Nobel­­preis­­trä­ge­rin, Akademie­­mit­­glied) und Kunst­histo­ri­kerin Bénédicte Savoy (TU Berlin, Akademie­mitglied) mit Christoph Markschies (Akademie­prä­si­dent).
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  • Gestaltwechsel einer Akademie


    Salon Sophie Charlotte 2025

    Eröffnung des Salon Sophie Charlotte 2025 durch Christoph Markschies, Präsident der Berlin-Branden­bur­gi­schen Aka­de­mie der Wissenschaften (BBAW).
    Beim Salon Sophie Charlotte am 18. Januar 2025 drehte sich alles um Meta­mor­pho­sen: In der Natur. Aber auch in der wissen­schaft­lichen, poli­ti­schen, kulturellen und gesell­schaft­lichen Welt. Der Dichter Ovid schrieb einst: „Keines bleibt in derselben Gestalt, und Verän­de­rung liebend, / schafft die Natur stets neu aus anderen Formen“, und setzte fort: „Und in der Weite der Welt geht nichts – das glaubt mir – verloren“. Aber stimmt das denn? Geht nicht gerade unendlich viel auf dieser Welt verloren? 
    Was verändert sich gerade? Und wie soll man diese Veränderungen beurteilen? Und muss man sie hin­neh­men wie das Verblühen der Blume? Solche Fragen hat der Salon der Akademie in der bekannt unter­halt­samen, an- und aufre­gen­den Weise mit vielen Gästen gestellt, ange­schaut und debattiert.
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  • SYP goes Abschlussarbeiten


    Forschungsprojekte der Studierenden und Young Professionals in der Public History

    In der Reihe „SYP goes Abschlussarbeiten“ haben Studierende und Young Professionals der Public History im vergangenen Semester ihre Abschlussarbeiten und Projekte vorgestellt. Das digitale Kolloquium wurde organisiert von den Studierenden und Young Professionals in der AG Angewandte Geschichte/Public History im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands – kurz: SYP. An sechs Terminen stellten die Referent_innen ihre Arbeiten und Projekte vor und über das Semester entstand ein reger Austausch über Methodiken, Fragestellungen und mögliche Forschungsgegenstände. Die SYP hat damit eine Plattform geschaffen, auf der sich der Nachwuchs der Public History über eigene Interessen, Herausforderungen und best practice in Forschung und Praxis sowie zentrale Forschungsdesiderate austauschen konnte. Eine zweite Runde ist geplant.
    Für alle, die nicht dabei sein konnten, haben die Referent_innen ihre Arbeiten hier noch einmal zusammengefasst:
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  • Wie Zeitzeugen des Bauernkriegs auf den Aufstand zurückblicken


    Vortrag von Marian Elsenheimer | 500 Jahre Bauernkrieg


    2024/25 erreicht das Gedenken an den sogenannten „Bauernkrieg“ einen weiteren Meilen­stein: sein 500. Gedenk­jahr. Am Anfang dieser langen Erinne­rungs­geschichte stehen die Zeit­zeu­g*innen selbst. Noch bevor die letzten Aufstän­di­schen geschlagen waren, begannen die Miterlebenden bereits auf den Bauernkrieg zurück­zu­blicken. Für viele war der Aufstand, der eine bisher unge­kann­te Verbreitung erreicht hatte, ein ein­schnei­den­des Ereignis. Als solches wurde er zum Fixpunkt unter­schied­lichs­ter Erinnerung in Liedern, Flug­blät­tern oder Denkmälern. Marian Elsenheimer ist wissen­schaft­licher Volontär in der Abteilung Kunst- und Kultur­geschichte des Landes­museums Württemberg.
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  • Der Streit der Schwester-Künste: Episode 4 - Mantua


    Ende des 15. Jahrhunderts geriet Norditalien in den Strudel machtpolitischer Auseinandersetzungen: Fremde Mächte, allen voran Frankreich und die konkurrierenden Habsburger, rangen um die Vorherrschaft über die italienische Halbinsel. Die Grafschaft Mantua in der Lombardei lag im Zentrum des Konflikts, der als grandi guerre d’Italia in die Geschichte einging und Niccolò Machiavelli zu seinen Werken über das Staats- und Militärwesen inspirierte. Trotz der Kriege erlebte die Kunst eine Blütezeit. In Abwesenheit ihres Ehemannes, Markgraf Franz II., führte Isabella d'Este die Regierungsgeschäfte in Mantua und machte ihren Hof zu einem Zentrum der Kultur und Diplomatie. Sie umgab sich mit den größten Künstlern ihrer Zeit, darunter Giovanni Bellini, Leonardo da Vinci, Raffael und Tizian. Und auch Antonio Tebaldeo, ihr Erzieher, gehörte zu diesem erlesenen Kreis.
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  • „Wissenschafts­­geschichte könnte zur Brückenbauerin werden“


    Interview mit Josephine Musil-Gutsch über die Zusammenarbeit von Natur- und Geisteswissenschaften

    Interdisziplinarität hat sich spätestens mit der Einführung der Sonder­for­schungs­bereiche in Deutschland als zentra­les Para­dig­ma in der Wissen­schaft etabliert. Das Schlag­wort „inter­dis­zi­pli­när“ gehört zum Standard­reper­toire von Dritt­mittel­an­trä­gen, Ausschrei­bun­gen und wissen­schaft­lichen Publikationen. Insbe­son­dere die großen Heraus­forde­run­gen unserer Zeit ließen sich, so eine verbreitete Sichtweise, nur in disziplin­über­greifen­der Zu­sam­men­arbeit lösen – von der Bewältigung des Klima­wandels über nachhaltige Städte­planung bis zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Dass Inter­dis­zi­pli­­na­ri­tät aber oft im Kleinen stattfindet, zeigt Dr. Josephine Musil-Gutsch (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) in ihrem Buch über die kooperative Forschungspraxis von Natur- und Geisteswissenschaften um 1900. Wie diese frühe Kooperation funktionierte und wie interdisziplinäre Forschung heute gelingen kann, haben wir sie im Interview gefragt.­
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  • Salon Sophie Charlotte 2025


    „Metamorphosen“

    Wir leben in Zeiten des Wandels. Alles ist in ständiger Veränderung, alles wechselt fortwährend seine Gestalt. Das gilt für die Natur, für die Jahreszeiten, den Menschen und all seine Lebensbereiche, für die Gesellschaft, für politische Ordnungen – für all das, was das Leben ausmacht und prägt. Nichts bleibt, wie es war. Was aber bringt der Wandel? Wie gehen wir in Wissenschaft und Gesellschaft mit Veränderungen um? Wie verändern sich Wissenschaft und Gesellschaft selbst? Gehen Sie mit uns auf eine Reise durch Metamorphosen in Geschichte und Gegenwart! Beim Salon Sophie Charlotte am 18. Januar 2025 befasste sich die Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) gemeinsam mit prominenten Gästen mit dem Thema „Metamorphosen“.
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  • After Circulation. Wie betreiben wir die Globalisierung der Wissensgeschichte?


    Martin Mulsow, Ulinka Rublack, Marian Füssel, Peter Burschel | Frühneuzeittag 2024 „Wissenswelten“

    Wohin geht die Forschung zur Frühen Neuzeit? Geht die Bemühung um eine global­ge­schichtl­iche ‚Provinzia­li­sie­rung‘ Europas zu Lasten des cultural turn, da Globalgeschichte zu ‚großen‘ und ‚harten‘ Fakten aus der Militär-, Politik- und Wirtschafts­geschichte tendiert? Aber wie ist dann die seit einigen Jahren erkennbare Konjunktur der Wissens­geschichte zu bewerten? Kann sie ganz neue, auch makro­geschicht­liche Akzente setzen? Die bisherigen Termini der Wissensgeschichte – man sprach jahrelang recht unbesehen von einer ‚Zirku­la­tion‘ von Wissen, so wie man auch sehr schnell – zu schnell? – von Mobilität, Verbindungen und Verflech­tun­gen ausging – haben jüngst Skepsis hervorgerufen. Das Panel fragt, inwie­weit die neuere sich global ver­stehen­de Wissens­geschichte möglich macht, solche Kategorien zu überdenken und (Nicht-)­Verbin­dun­gen über weite Distanzen adäquat zu beschreiben.
    Mit Beiträgen von Prof. Dr. Martin Mulsow (Uni Erfurt/Gotha), Prof. Dr. Peter Burschel (Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel), Prof. Dr. Marian Füssel (Uni Göttingen) und Prof. Dr. Ulinka Rublack (Uni Cambridge)
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  • Die kurze Stunde der Frauen. Wie Frauen nach dem 2. Weltkrieg die Emanzipation wagten und alte Machtstrukturen bekamen


    vhs.wissen live mit Miriam Gebhardt

    In der Phase der Nachkriegszeit wurden Frauen nachträglich mehr bewundert als in jeder anderen Epoche. Bis heute hält sich hartnäckig die Legende der Trümmerfrauen. Wie die Frauen selbst aber die damalige Zeit erlebten, ist kaum bekannt. Welche Hoffnungen hegten sie? Wie erfuhren sie die belastenden Lebensumstände? Und was dachten sie, als die neu empfundene Freiheit bald wieder den alten Machtverhältnissen weichen musste?
    Miriam Gebhardt ist Journalistin und außerplanmäßige Professorin für Geschichte an der Universität Konstanz. Neben ihrer journalistischen Arbeit ist sie Autorin mehrerer Bücher, darunter der Bestseller „Als die Soldaten kamen. Die Vergewaltigung deutscher Frauen am Ende des Zweiten Weltkriegs” (2015) und „Unsere Nachkriegseltern. Wie die Erfahrungen unserer Väter und Mütter uns bis heute prägen” (2022).
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  • Alles Campus?


    Anna Minta, Veronika Müller, Julia Rüdiger | Ringvorlesung „Diskurse der Öffentlichkeit“

    Räumliche Konstellationen und Potenziale der Begegnung vom 19. Jahrhundert bis heute: Universitäten sind sowohl archi­tek­tonisch geformter Austragungs­ort als auch bildungs­politischer Gegenstand von Diskursen der Öffentlichkeit. Sie bilden den offiziellen Rahmen für Lehre und Wissenschaft, die beide durch diskur­si­ven Charakter geprägt sein sollten. Als institu­tio­nelle Prestige­projekte auf regionaler oder nationaler Ebene durch­laufen Universi­täts­bauten einen komplexen, häufig kontro­versen Planungs­prozess, in dem Architektur und ihre Ausstattung oft zur Projektions­fläche soziopolitischer Zuschrei­bun­gen wird.
    Im Werkstatt­gespräch diskutieren Anna Minta die gemeinschafts­konstitu­ieren­den Quali­täten von Campus-Universitäten in nationalen Prozesse nach 1945, Julia Rüdiger die Grund­riss­disposition des Wiener Haupt­gebäudes, das nach den Erfahrungen von 1848 öffentlichen Protest ausgrenzen sollte, und Veronika Müller bildungs­politische und bau­kultu­relle Quali­täten im aktuellen Linzer Campus-Projekt.
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