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L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung episodes

  • Anti-Western Approaches to Human Rights Discourse in the Soviet Union and Putin’s Russia


    Caroline von Gall | Europe's History of the Present: Universalism and Particularism

    Caroline von Gall's lecture explores the different functions of human rights and human rights discourse for authoritarian regimes. It can be shown that the universal claim of human rights is met with different responses from different authoritarian leaders. The case of the late Soviet Union and the Russian Federation irrefutably demonstrates that human rights discourse changes in direct correlation with the evolving nature of the regime, inextricably linked to the interdependent pillars of authoritarian rule, namely repression and ideology. The lecture examines the role of international human rights standards in Russian post-socialist discourse. It also investigates the impact of authoritarian influence on international human rights development and the challenges authoritarian member states pose to the legitimacy and functioning of democratic international institutions such as the Council of Europe or the European Union. Finally, it explores the significance of the political regime (democracy and authoritarianism) as a framework for further studies in comparative constitutional law and comparative international law.
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  • Rhetorik, Medien und Populismus


    Vortrag von Anne Ulrich in der Vortragsreihe Klartext?!

    In einer Zeit, in der politische und gesellschaftliche Diskurse zunehmend polarisiert sind, spielt es eine entscheidende Rolle, wie öffentlich kommuniziert wird. Welche Bedeutung haben rhetorische Strategien, wenn einzelne Rede-Elemente aus dem konkreten Kontext gelöst werden können und in den (sozialen) Medien zirkulieren? Wie beeinflussen Soziale Netzwerke die Wahrnehmung und Verbreitung von Redeinhalten? Und können Populisten tatsächlich besser mit Social Media umgehen als andere? Diesem so spannenden wie aktuellen Zusammenhang zwischen Rhetorik, Medien und Populismus geht die Medienwissenschaftlerin Dr. Anne Ulrich (Universität Tübingen) in ihrem Vortrag nach.
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  • Umstrittene Gewaltexzesse und kontroverse Friedensverhandlungen: Kolonialkriege in der englischen und deutschen Öffentlichkeit um 1900


    Christian Methfessel | Wer hat Angst vor Normativität? 40 Jahre Historische Friedens- und Konfliktforschung

    Um 1900 brachen im deutschen Kolonialreich und im britischen Empire zahlreiche Kriege aus. Für die aufstrebende Massenpresse waren die Kolonialkriege ein lukratives Thema, das die Auflage steigerte und politische Kontroversen entfachen konnte. Im Zentrum der Debatte stand die Frage, ob sich die europäischen Mächte auch in den Kolonien an ‚zivilisierte‘ Normen halten sollten oder nicht. Anhand zeitgenössischer Berichte über von den Truppen der Kolonialmächte begangene Massaker und Gewaltexzesse beleuchtet Dr. Christian Methfessel (Institut für Zeitgeschichte München – Berlin) in seinem Vortrag diese Auseinandersetzungen.
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  • Spiegel der Vergangenheit – Spiegel meiner selbst


    Lilly Vieting | Idee Archäologie. Positionen und Konturen einer Wissenschaft

    In einer Welt voller Selfies und digitaler Spiegelbilder fällt es kaum auf, wenn sich das eigene Gesicht irgendwo widerspiegelt. Doch vor einer Museumsvitrine, neben einem jahrtausendealten Artefakt, wird die Spiegelung zu einer unerwarteten Begegnung: Ich sehe nicht nur das Objekt, sondern auch mich selbst. Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen für einen kurzen Moment – ein Bild, das nicht nur mich, sondern auch die Archäologie als Disziplin beschreibt. Doch was bedeutet es, wenn wir auf ein Fundstück blicken und gleichzeitig uns selbst darin erkennen?
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  • The Wind of Eridu


    Eridu is a city in southern Mesopotamia founded in the middle of the 6th millennium BC. For six years, an Italo-Iraqi mission has been conducting archaeological excavations at the tell, which has been listed as a UNESCO World Heritage site since 2016. The excavations have primarily uncovered a period of Mesopotamian history called the Ubaid period, which predates the birth of large urban conglomerates. The video describes a day in the life of a mission located thousands of kilometers away from home.
    The research project was supported by the Gerda Henkel Foundation.
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  • Der Streit der Schwester-Künste: Episode 3 - Modena


    Die Renaissance propagierte die Wiedergeburt der klassischen Antike, und wie viele andere seiner künstlerischen Zeitgenossen suchte Antonio Tebaldeo nach Inspiration im alten Rom und im antiken Griechenland. Es überrascht daher nicht, dass Tebaldeo in seiner Dichtung griechische Epigramme nachahmte und viele seiner Gedichte in lateinischer Sprache verfasste. Sein lateinisches Werk wurde zu seinen Lebzeiten gar mit Ovid und Vergil verglichen, blieb jedoch größtenteils unveröffentlicht. Eines seiner bedeutendsten lateinischen Manuskripte wird heute in der Biblioteca Estense in Modena aufbewahrt. In kunstvollen Versen spricht er darin der Malerei die Fähigkeit ab, das Innenleben von Menschen wiedergeben zu können – für Diletta Gamberini ein zentrales Puzzlestück in ihrer Forschung zum Paragone, dem Wettstreit der Künste.
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  • „Entwicklungspolitiken mit dem Ziel einer Verringerung der Ungleichheit in der Welt“


    Interview mit Berthold Unfried zu seiner Monographie „Entwicklungshilfe“ und „Internationale Solidarität“

    Seit der Industrialisierung hat sich eine große Kluft zwischen Europa und anderen Regionen gebildet, was zu erheblichen Ungleichheiten führte. Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg versuchten die Bundesrepublik und die DDR, ihre politischen Modelle durch Entwicklungs­zusammen­arbeit weltweit zu verbreiten. In seiner Monographie „Entwicklungs­hilfe“ und „Internationale Solidarität“ untersucht Dr. Berthold Unfried (Universität Wien) diese Thema­tik und verdeutlicht, dass Entwicklungs­politik nie nur humanitär motiviert war, sondern stets auch politisch und wirtschaftlich gesteuert wurde.
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  • Adorno nach Adorno


    Zu Gast bei L.I.S.A. mit Jörg Später

    Eigentlich wollte sich Theodor W. Adorno im Sommerurlaub von den Strapazen und Konflikten mit den revoltierenden Frankfurter Studenten erholen, als er in den Schweizer Alpen unerwartet einem Herzinfarkt erlag. Sein plötzlicher Tod im Sommer 1969 markierte eine Zäsur – sowohl für die sogenannte Frankfurter Schule als auch für die Bundesrepublik. Adornos Schülerinnen und Schüler verstreuten sich daraufhin über das ganze Land, von Lüneburg bis zum Starnberger See. Während einige sein geistiges Erbe selbstbewusst weiterführten, setzten andere an, die Kritische Theorie neu zu interpretieren und weiterzuentwickeln. Der Freiburger Historiker Dr. Jörg Später hat in seinem Buch „Adornos Erben“ die Wege von zwölf dieser Adepten nachgezeichnet. In dieser Ausgabe von Zu Gast bei L.I.S.A. sprechen wir mit ihm darüber, was von Adorno nach Adorno geblieben ist.
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  • Schloss Fürstenstein – Hitlers Schloss in Schlesien


    Christel Focken | Schlösser in der Zeit des Nationalsozialismus

    Während des Zweiten Weltkriegs fanden auf Schloss Fürstenstein (Zamek Książ) bei Waldenburg (Wałbrzych) umfang­reiche Bau­maß­nah­men unter Einsatz von Zwangs­arbeitern statt. Auch wenn ein Großteil der Anlage später aufwen­dig restauriert wurde, wirft das Schloss bis heute Fragen auf. Welche Zwecke wurden mit den monu­men­talen Umbau­ten verfolgt? Wozu dienten das unter­ir­dische Gang­system und die Bahn­an­schlüs­se? Christel Focken (Bundes­ver­band der privaten Historiker e.V.) gibt im Vortrag Einblick in ihre Forschun­gen.
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  • Thomasius Club mit Simon Schaupp: Der ökologische Arbeitsabdruck


    20:00 Uhr I Café Alibi, Universitätsbibliothek Leipzig

    Während populäre Messinstrumente wie der ökologische Fußabdruck den Klimawandel zu einem Problem der Konsumsphäre machen, nimmt Simon Schaupp in seinem Buch „Stoffwechselpolitik“ vor allem die Seite der Produktion in den Blick und geht den vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Arbeit und Umwelt auf den Grund. Dabei zeigt sich immer wieder ein bemerkenswerter Eigensinn der Natur, die sich nicht nur als passives, vom Menschen zugerichtetes Objekt erweist, sondern ihrerseits Einfluss auf die Organisation von Gesellschaften zu nehmen scheint. Wir fragen unter anderem nach, was die stofflichen Eigenschaften der Kohle mit der Entstehung von Gewerkschaften zu tun haben und wie Sand-Abbau und Finanzkrisen miteinander zusammenhängen.
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