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  • Kant: Die Revolution des Denkens


    vhs.wissen live mit Marcus Willaschek

    Kants „Kritik der reinen Vernunft“ ist ein Meilenstein der Geistesgeschichte, weil sie ein neues Verständnis unseres menschlichen Standpunkts in der Welt entwickelt. Kant nennt das seine „Revolution der Denkart“. Sie besteht in der Einsicht, dass ein objektives Bild der Welt sich nicht allein aus den Eigenschaften der erkannten Dinge ergibt, sondern auch aus der Funktionsweise menschlicher Erkenntnis. Manche Aspekte unseres Weltbildes, etwa Raum und Zeit, gehen Kant zufolge nicht auf Eigenschaften der Welt selbst zurück, sondern auf den menschlichen Geist. Trotzdem sind sie objektiv gültig, weil sie ein objektives, für alle Menschen gültiges Bild der Realität erst möglich machen. Dieser revolutionäre Gedanke einer „Objektivität des menschlichen Standpunktes” ist nicht nur für Kants Erkenntnistheorie, sondern auch für seine Ethik und Ästhetik grundlegend.
    Der Philosoph Marcus Willaschek erklärt in seinem Vortrag Kants Revolution des Denkens auf anschauliche und verständliche Weise und gibt so einen guten Einblick in die Grundlagen der kantischen Philosophie Marcus Willaschek ist ein international führender Kant-Experte und Professor für Philosophie in Frankfurt am Main. Forschungsaufenthalte führten ihn unter anderem nach Harvard und Berkeley.
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  • How Wars End


    Munich History Lecture | Gespräch Margaret MacMillan und Jörn Leonhard

    Frieden schaffen – aber wie? Kaum eine Frage erscheint gegenwärtig so aktuell und zugleich so kontrovers. Welche Lehren lassen sich aus der Geschichte von Krieg und Kriegs­been­di­gung ziehen? Welche Phasen durchlaufen bewaffnete Konflikte, ehe sie zu einem stabilen Ende finden? Wann und wie entsteht ein „reifer Moment“ für den Friedens­schluss? Welche Akteure sind für die Friedensfindung entscheidend, und welche Mittel müssen sie einsetzen? Was muss berücksichtigt werden, damit aus einem Waffenstillstand ein tragfähiger Friedensschluss wird?
    Professor Margaret MacMillan (University of Toronto/University of Oxford) und Professor Jörn Leonhard (Universität Freiburg) blicken auf die Kriege der jüngeren Vergangenheit und machen historische Erkenntnisse für das Verständnis unserer Gegenwart fruchtbar.
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  • Walls, Doors and Bridges: A Changing Legacy of 1989 for Our Time


    Paul Betts | Europe's History of the Present: Universalism and Particularism

    It has been widely remarked that the 21st century has become a New Age of Walls, and not just in Europe. Its emergence seems to spell the end of the open and cosmopolitan spirit of 1989 in Central Europe and across the world. By contrast our era is often described as an illiberal “counter-revolution” that explicitly rejects the hopes and values of the annus mirabilis 35 years ago. Paul Betts addresses this interpretation in several ways by revisiting some of the forgotten lessons and legacies of that revolutionary year, and argues why its evolving relevance has become a new foundational past for our own time.
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  • Wissen ohne Hof? Bergbau, Wasserinfrastrukturen und technisches Know-how im 16. Jahrhundert


    Franziska Neumann | Frühneuzeittag 2024 „Wissenswelten“

    Technik spielte im 16. Jahrhundert eine herausragende Rolle. Herzöge wie Julius von Braunschweig und Kurfürst August von Sachsen, in deren Territorien Bergbau betrieben wurde, zeigten dafür ein außer­gewöhn­liches Interesse, die mehr als eine höfische Spielerei war. Dabei entsteht eine gezielte am Hof konzentrierte Wissens- und nicht zuletzt Ressour­cen­politik der Fürsten. Doch wie viel Hand­lungs­macht hatten die Fürsten als Regalherren um die Mitte des 16. Jahrhunderts? Welchen Einfluss hatten sie auf die Technikförderung? Um diese Fragen geht es im Vortrag von Prof. Dr. Franziska Neumann (TU Braunschweig) beim Früh­neu­zeit­tag 2024. Außerdem beschäftigt sie sich mit jenen „Wasser­künsten“, ohne die Bergbau im 16. Jahrhundert nicht zu betreiben war.
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  • US-Wirtschaftspolitik im Wahlkampf. Wo stehen die USA nach vier Jahren ‚Bidenomics‘?


    Vortrag von Natalie Rauscher in der Vortragsreihe USA auf der Kippe?!

    Als Joe Biden im Januar 2021 sein Amt antrat, befand sich die USA noch auf dem Weg aus der Covid-Krise und es war zunächst unklar, wie genau sich die US-Wirtschaft entwickeln würde. Der 46. Präsident der USA startete gleichwohl mit einem ambitionierten Programm in seine Amtszeit, sprach davon die Infrastruktur zu reformieren, die wirtschaftliche Lage von Minderheiten und der Mittelschicht zu stärken und auch soziale Reformen durchzuführen. Nach der erneuten Wahl Donald Trumps ist klar, dass die Ära der ‚Bidenomics‘ nun endet – was konnte Joe Biden also in vier Jahren umsetzen? Dieser Vortrag wirft einen Blick zurück auf die Amtszeit Bidens und gibt eine Einschätzung zu Erfolgen und Herausforderungen in der US-Wirtschaftspolitik.
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  • Call for Applications: GSO Leadership Academy 2025


    GSO vergibt 25 Fellowships für die 9. Leadership Academy

    GSO – Guidance, Skills & Opportunities for Researchers e.V. vergibt 25 Fellowships für die 9. Leadership Academy, die sich an deutschsprachige Nachwuchswissenschaftler*innen aller Fachrichtungen richtet.
    Programm-Highlights:

    Workshops: Zwei Präsenzphasen in Berlin und Heidelberg, geleitet von erfahrenen Trainern, die Ihnen ein interaktives Curriculum zu Karriereentwicklung, Führungskompetenzen und praktischen Werkzeugen und Wissen für Ihren nächsten Karriereschritt bieten.
    Zusätzliche Veranstaltungen: Mehrere Exkursionen zu interessanten Orten helfen Ihnen, einen Blick über den Tellerrand der akademischen Welt hinaus zu werfen.
    Networking: Knüpfen Sie Kontakte zu Gleichaltrigen, Mentoren und Fachleuten aus dem akademischen Bereich und anderen Branchen.
    Individuelles Coaching: Persönliche Beratung, um Ihre Karriereziele zu erreichen.

    Jedes Stipendium deckt die Teilnahme am Programm sowie die Reise- und Unterkunftskosten ab. Das Programm steht deutschsprachigen Forscher*innen aller Fachrichtungen offen, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit, derzeit im Ausland forschen oder seit max. 18 Monaten (wieder) in Deutschland sind  und eine Führungsrolle in der Wissenschaft, Industrie oder anderen Bereichen anstreben.
    Bewerbungsschluss ist der 22. April 2025 – weitere Informationen zum Programm findet Ihr hier.
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  • Antike Athleten (2) – Ein Lob dem Sieger


    Zeitlupe. Der sporthistorische Podcast von L.I.S.A.

    War ein Athlet im antiken Griechenland bei den Olympischen Spielen oder einem anderen bedeutenden Wettkampf siegreich, winkten ihm zu Hause in seiner Heimat­stadt Anerkennung und Prämien. Aber die Sieger taten auch selbst einiges dafür, damit ihr Triumph nicht in Verges­­sen­­heit geriet. Sie ließen Sieges­monu­mente errich­ten mit eingravierten Gedichten, die von ihrem Erfolg kün­de­ten. Die Selbst­­dar­­stel­­lung der Athleten ermöglicht einen beson­deren Zugang zum antiken Sport: Warum die Thebaner vor allem auf den Jugend­sport setzten, die Spartaner stolz auf die „rohe Kraft“ ihrer Ringer waren und die Dynastie der Ptolemäer ihre Erfolge bei Pferde­rennen heraus­strichen – um all dies geht es im zweiten Teil von „Antike Athleten“.
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  • Der Streit der Schwester-Künste: Episode 1 - Mailand


    Leonardo da Vincis La Belle Ferronnière zeigt eine elegante Dame mit geheimnisvollem Blick – ähnlich wie die berühmte Mona Lisa. In einem Couplet preist der Dichter Antonio Tebaldeo (1463–1537) die meisterhafte, naturgetreue Darstellung der Frau, bei der es sich vermutlich um eine Mätresse des Herzogs von Mailand, Ludovico Sforza, handelt. Doch ironisch fügt Tebaldeo hinzu, dass der dargestellten Lucrezia die Seele fehle, da diese – Ausdruck der Liebe – ganz dem Geliebten, Ludovico Sforza, gehöre. Für Dr. Diletta Gamberini ist dieses doppeldeutige Lob ein typisches Beispiel für den intellektuellen Wettstreit zwischen den „Schwester-Künsten“ der Poesie und der Malerei in der Renaissance. In ihrem von der Gerda Henkel Stiftung geförderten Forschungsprojekt untersucht die Kunsthistorikerin die kreative Auseinandersetzung zwischen Dichtung und bildender Kunst in den Werken von Tebaldeo und da Vinci, die um die Gunst der Kunstmäzene buhlten.
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  • „Die Trennung von Ratio und Emotio halten wir für einen Selbstbetrug“


    Interview mit Sebastian Ernst und Ralf Pröve über Emotionen in Forschung und Lehre

    Objektivität, Rationalität und sprachliche Sachlichkeit gelten als Grundpfeiler von wissenschaftlichem Arbeiten. Doch Emotionen sind im Alltag von Forschung und Lehre stets präsent: Freude über ein gelungenes Experiment, Frustration über kritisches Feedback oder Lampenfieber vor einem Vortrag. Wie beeinflussen diese Gefühle die wissen­schaft­liche Arbeit? Wie kann man mit Emotionen konstruktiv und bestenfalls erkenntnis­bringend umgehen? Im Interview erklären die Historiker Prof. Dr. Ralf Pröve und Dr. Sebastian Ernst (beide Universität Potsdam), warum Emotionen nicht nur eine Begleiterscheinung, sondern ein essenzieller Bestandteil wissen­schaft­lichen Denkens und Handelns sind, und warum die Realitäten des akade­mi­schen Lebens häufig zu Frust führen.
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  • Ein neues Amt entsteht. Biblische Grundlagen und dogmatische Fixierungen


    Papst und Zeit | Mit Michael Seewald, Thomas Söding und Otto Kallscheuer

    Otto Kallscheuer, Philosoph und politischer Theoretiker, hat mit „Papst und Zeit. Heils­geschich­te und Weltpolitik“ ein Werk vor­ge­legt, das die Debatte über die katholische Kirche und das Papsttum auf eine neue Grundlage stellt. Die katholische Kirche wird hier als eine einzigartige religiöse Vergemein­schaf­tung und Institution vorgestellt: gefährdet, paradox, anachro­nis­tisch und zugleich resilient, auf Einheit bedacht und als Akteurin der Welt­geschichte unver­zicht­bar.
    Expertinnen und Experten aus Theologie, Geschichts- und Politik­wissen­schaft greifen in drei Foren zentrale Themen aus Kallscheuers Werk auf und eröffnen das Gespräch mit ihren jeweiligen Erkennt­nissen. Otto Kallscheuer ist jeweils einge­la­den, zu replizieren.
    Der erste Teil des Symposiums „Papst und Zeit“ ist der Frage gewidmet, wie sich aus der kleinen Gruppe jüdischer Wander­prediger eine hochdiffe­ren­zierte Kirche entfalten konnte. Wie bildete sich jene spezifische Ämter­hierar­chie heraus, die auf den Bischof von Rom als Spitze konzentriert ist und mit dem Konzept der Sakramente eine Verbindung zwischen irdisch und himmlisch zieht?
    Mit Prof. Dr. Michael Seewald (Universität Münster), Prof. Dr. Thomas Söding (Ruhr-Universität Bochum) und Prof. Dr. Otto Kallscheuer. Es moderiert Joachim Frank (Kölner Stadt-Anzeiger).
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