Diplomatie oder Krieg? Eine Frage, die in Europa von 1945 bis 1990 keine wirkliche Frage war, weil sie stets mit Diplomatie beantwortet wurde. Erst mit der Auflösung der Blockkonfrontation kehrte der Krieg nach Europa zurück – zuerst nach Jugoslawien, später in den Kaukasus und nach Georgien und aktuell in die Ukraine und nach Palästina. Hinzu kommen die zahlreichen sogenannten Out-of-area-Einsätze europäischer Staaten und die vielen Kriege an europäischen Grenzen wie in Libyen oder Syrien. Diplomatie zieht dabei oft den Kürzeren und stößt gegenwärtig offenbar an ihre Grenzen. So zumindest scheint es. Aber ist es auch tatsächlich so? Ist Diplomatie nicht mehr das Gebot der Stunde? Oder agiert sie eher still und leise und spielt sich zwar unterhalb des Radars öffentlicher Aufmerksamkeit, aber dennoch mit Erfolg ab? Hat sich historisch etwas grundsätzlich geändert oder ist das Verhältnis aus Diplomatie und Krieg stabiler als es scheint?
Es diskutieren der ehemalige Diplomat der Bundesrepublik Martin Kobler (Botschafter u. a. in Pakistan und UN-Sondergesandter in Libyen), die Politologin Linn Selle (Alfred-von-Oppenheim-Leiterin des Europa-Zentrums der DGAP) und der Militärhistoriker Stig Förster (Universität Bern) mit Moderator Georgios Chatzoudis (Gerda Henkel Stiftung).
Eine Diskussion beim Salon Sophie Charlotte in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (17.01.2026)
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/salon_sc_2026_chancen_und_grenzen_der_diplomatie