L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

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L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung episodes

  • Wie präsentieren sich die Repräsentanten? Neue Formen der politischen Ansprache und Fürsprache
    Die demokratische Gesell­schaft befindet sich inmitten eines tief­greifenden Wan­dels der Orte und Medien des Sozialen. Begeg­nungen und Ko­opera­tionen, aber auch Aus­einan­der­setzungen und Kon­flikte finden immer häu­figer in neuen tech­nisch-me­dialen Kon­texten statt. Dabei verändern sich auch die tra­ditio­nellen Formen politi­scher Re­prä­sen­tation. Politi­ker­innen und Politiker nutzen neue Mög­lichkeiten, sich selbst zu entwerfen und zu prä­sen­tieren. Konsum, Klei­dung, Körper­haltung, Spra­che – private Ent­schei­dungen werden dabei oft inszeniert und politisch auf­geladen. Politik­wissen­schaft­lerin Astrid Séville (Leuphana Univer­sität Lüne­burg), So­zio­loge Julian Müller (Univer­sität Ham­burg) und Literatur­wissen­schaftler Chris­tian Kirch­­meier (Univer­sität Bremen) zeigen, wie sich politische Präsentation und Re­präsentation umformen, moderiert von Hannah Bethke (Welt).
    Eine Diskussion beim Salon Sophie Charlotte 2026 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (17.01.2026)
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/salon_sc_2026_formen_politischer_ansprache_fuersprache
    45 min
  • Polens Wirtschaftswunder. Wie wurde aus dem Sorgenkind ein Erfolgsland?
    Vortrag von Dr. hab. Sebastian Płóciennik (Warschau) in der Vortragsreihe „Verlieren wir Osteuropa?!“
    Polen hat in nur einer Generation einen bemer­kens­­werten wirt­schaft­lichen Aufstieg vollzogen. Aus einem der ärmsten Länder Europas wurde eine dynamische Wachs­tums­­öko­no­mie, die heute zu den 20 größten Volkswirtschaften der Welt zählt und deren Markt für deutsche Exporte inzwischen wichtiger ist als China. Der Vortrag zeichnet nach, welche Stärken, Reformen und wirtschafts­poli­tischen Ideen diesen Erfolg ermöglicht haben. Vielleicht ist es an der Zeit, aus dem polnischen Wirtschafts­wunder auch Lehren für den Standort Deutschland zu ziehen?
    Dr. hab. Sebastian Płóciennik ist Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit und Professor für Ökonomie am Institut für Wirtschaft der Akademie für Finanzen und Business Vistula in Warschau. Er studierte Rechts­wissen­schaften und erwarb einen Doktortitel sowie eine Habilitation in Wirtschafts­wissen­schaften an der Wirtschafts­uni­versi­tät Breslau. Seine wissen­schaft­liche Arbeit begann am Willy Brandt-Zentrum für Deutschland- und Europa­studien in Breslau. An der Universität Breslau leitete er das internationale Master­studien­pro­gramm Global Studies – a European Perspective. Er hat an Universitäten in Deutschland, Kanada, Südkorea, Südafrika und Indien gelehrt. Seine Spezia­li­sie­rung liegt in der Erforschung der deutschen Wirtschaft, der wirtschaftlichen Inte­gra­tions­pro­zesse in Europa sowie der institutionellen Ökonomie.
    Die Veranstaltung fand am 16. April 2026 in der Württembergischen Landes­biblio­thek Stuttgart statt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/vortraege_zur_zeitgeschichte_sebastian_p_ociennik_polen
    54 min
  • Schöner Wohnen im antiken Rom
    Archäologie trifft Literatur – Folge 5: Wohlfühlfaktor oder reine Notwendigkeit? Häuser dienen als persönlicher Rückzugs- und Repräsentationsort. Ihre Ausstattung offenbart Zeitgeschmack, spiegelt aber auch soziale Gegebenheiten wider. Römische Wandmalereien und Bodenmosaike zeigen Wohlstand an und dienen repräsentativen Zwecken. Neben die Funktion trat früh schon ein ästhetischer Anspruch. Schöner Wohnen ohne den praktischen Nutzen zu vernachlässigen. Wie das geht, wussten die Menschen, die es sich leisten konnten, auch schon damals.
    In der Reihe „Archäologie trifft Literatur“ stellen die Archäologin Dr. Astrid Fendt und die Rezitatorin Barbara Greese antike Artefakte aus dem Landesmuseum Württemberg in einen kulturhistorischen Kontext. Im Dialog zwischen archäologischen Erläuterungen zu ausgewählten Objekten aus dem Museum mit der Lesung von poetischen und philosophischen Texten von der Antike bis heute zeigen sich Wohnideen für ein stilvolles Zuhause – Inspiration für unsere moderne Wohnkultur durchaus nicht ausgeschlossen.
    Credits
    Konzept Reihe:
    Barbara Greese (Rezitatorin), Dr. Astrid Fendt (Archäologin)
    Konzept Episode „Schöner Wohnen im antiken Rom“, Redaktion und Sprecherinnen:
    Barbara Greese, Dr. Astrid Fendt
    Ton & Schnitt, Musik:
    Roland Meifert, Audio-Medienservice Meifert München
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/archaeologie_trifft_literatur_05_schoener_wohnen
    1 hr 7 min
  • Familie und Revolution: Wie 1848 nach Amerika kam
    Nach dem Scheitern der Revolution von 1848/49 suchten tausende Revolutionäre in den USA eine neue Zukunft. Auf der Flucht mussten sie nicht nur ihre Heimat, sondern oft auch Besitz, Freunde und Verwandte zurücklassen. Welche Rolle spielte die Familie bei diesem transatlantischen Neuanfang? Und wie prägten Ehefrauen und Kinder die Erinnerung an die Revolution und ihre Ideale? Diesen Fragen geht die Historikerin PD Dr. Sarah Panter in ihrem Buch „Revolutionäre Familien. Die transatlantischen Leben der ‚Achtundvierziger/Forty-Eighters‘, 1848/49–1914“ nach. In dieser Ausgabe von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ sprechen wir mit ihr über Migration, politische Identität und die oft verschlungenen Lebenswege revolutionärer Familien zwischen Europa und den USA.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_sarah_panter_familie_und_revolution_1848_usa
    1 hr 18 min
  • Happy Birthday? In welcher Verfassung sind die USA?
    250 Jahre alt und in der schwersten Krise ihrer Geschichte: Die USA gelten als Mutterland der modernen Demokratie – doch seit Donald Trump zentrale Verfassungsbestimmungen missachtet, stehen ihre Grundprinzipien auf dem Spiel. Was 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der 13 nordamerikanischen Kolonien als Versprechen einer besseren Welt begann und zum – nicht unumstrittenen – Maßstab für Demokratien weltweit wurde, scheint heute zu erodieren. Wie gefährdet ist die amerikanische Demokratie wirklich – und was bedeutet ihr Wanken für Deutschland und Europa?
    Der jährliche Festvortrag der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus zum Verfassungstag im Mai würdigt Theodor Heuss‘ Tätigkeit als einen der Verfassungsväter des Grundgesetzes. Die Vorträge nehmen dabei internationale und aktuelle Verfassungsfragen in den Blick.
    Der Historiker Prof. Dr. Manfred Berg ist Inhaber des Curt-Engelhorn-Lehrstuhls für Amerikanische Geschichte an der Universität Heidelberg. Im Mittelpunkt seiner Forschung steht die politische und soziale Geschichte der Vereinigten Staaten mit einem besonderen Interesse an Themen wie Bürgerrechten, Demokratie und politischer Polarisierung.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/thh_250jahre_usa_manfred_berg
    52 min
  • Das Ballspiel der Maya
    Mexiko, das zusammen mit Kanada und den USA die Fußball-Welt­meister­schaft 2026 aus­rich­tet, hat eine lange Ballspiel­tradi­tion, die weit über die Zeit der spanischen Erobe­rung hinaus­reicht. Tatsächlich war das Ballspiel eines der wesentlichen verbindenden Elemente aller mesoamerikanischen Kulturen. Die Maya waren geradezu ballspiel­verrückt: Im Maya-Kern­gebiet haben Archäologen mehr als 3.000 Ballspielplätze identifizieren können. Wie und nach welchen Regeln wurde aber auf diesen Plätzen gespielt? Und welche politische und religiöse Bedeutung hatte das Ballspiel für die Maya? Darüber haben wir in der neuen Folge von „Zeitlupe“ mit dem Archäologen und Maya-Experten Dr. Nicolaus Seefeld (Bonn) gesprochen.
    Dr. Nicolaus Seefeld (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) ist Archäologe mit dem Schwerpunkt Mesoamerika. Er ist seit 2018 Leiter eines Forschungsvorhabens zum Massengrab von Uxul und der Funktion ritueller Gewalt in der klassischen Maya-Gesellschaft, das von der Gerda Henkel Stiftung unterstützt wurde.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_maya_ballspiel
    1 hr 7 min
  • Lebendig oder museal? Die deutsche Erinne­rungs­kul­tur im 21. Jahrhundert
    Zu Gast bei L.I.S.A. mit Per Leo und Janosch Steuwer. Die Kontroversen, die sich an der Erinne­rungs­kul­tur in Deutschland entzünden, reißen nicht ab. Der „Historiker­streit 2.0“, die Debatte um die Gedenk­stätten­kon­zep­tion des Bundes oder Protest­aktionen wie zuletzt „Kufiyas in Buchenwald“ sind nur einige Beispiele. Mit den Histo­ri­kern Dr. Janosch Steuwer (Köln) und Dr. Per Leo (Berlin) blicken wir in der neuen Ausgabe von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ zunächst zurück: Unter welchen Bedin­gun­gen entstand die Erinne­rungs­kul­tur und wie wurde sie zur bestim­men­den Form der Aus­ei­nan­der­­setzung der Deutschen mit dem Holocaust und der national­sozia­lis­ti­schen Gewalt­herr­schaft? Um davon aus­ge­hend zu fragen, wo heute die Grenzen dieses Umgangs mit der Geschichte liegen – insbe­son­dere, wenn der Holocaust-Erinne­rung eine identitäts­stiftende Funk­tion zu­ge­schrie­ben wird. Und inwie­weit können Geschichts­erzählungen heute überhaupt noch kollektive Bindekraft ent­fal­ten?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_per_leo_janosch_steuwer
    1 hr 43 min
  • Europa im Krieg: Determinanten von Krieg und Frieden
    Vortrag von Prof. Dr. Andreas Heinemann-Grüder (Bonn) in der Vortragsreihe „Verlieren wir Osteuropa?!“
    Den Erwartungen an eine „Rückkehr nach Europa“ folgten in den letzten Jahren Populismus, Ethno­natio­na­lis­mus, Enttäuschung über die EU, Korruption, teilweise autoritäre Regression und Orientierung an Putin. Welche Konflikte prägen die Gesell­schaften, was beeinflusst den Werte­wandel, wie hängen wirt­schaft­liche Ent­wick­lung und Ein­stel­lungs­muster miteinander zusammen? Schließlich: Was ist an den ost­euro­pä­ischen Entwicklungen „östlich“, welche übergreifenden euro­pä­ischen Trends lassen sich identifizieren? Das Bild ist vielschichtig.
    Andreas Heinemann-Grüder ist Senior Fellow beim CASSIS und außer­plan­mäßiger Professor für Politik­wissen­schaft an der Universität Bonn. Seine Forschungs­schwer­punkte sind Politik und Konflikte im postsowjetischen Raum, vergleichender Föderalismus, das Wiederaufleben des Autoritarismus und gewaltsame politische Krisen mit irregulären bewaffneten Gruppen. Heinemann-Grüder studierte Geschichte, Politik­wissen­schaft und Germanistik an der Freien Universität Berlin und absolvierte ein Postgraduierten­studium an der Lomonossow-Universität in Moskau. Er promovierte 1989 an der Freien Universität Berlin und habilitierte sich 1999 an der Humboldt-Universität. Er ist Mitglied des Beirats der Bundes­regierung für zivile Konflikt­präven­tion und Friedens­för­de­rung.
    Die Veranstaltung fand am 26. März 2026 in der Württembergischen Landes­biblio­thek statt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/europa_im_krieg_determinanten_von_krieg_und_frieden?nav_id=13106
    1 hr
  • Hamburger SV – Fußballvereine im Nationalsozialismus (3)
    Otto „Tull“ Harder und Asbjørn „Assi“ Halvorsen zählten in den 1920er- und 1930er-Jahren zu den großen Legenden des Hamburger SV. Gemeinsam führten sie den Verein 1923 und 1928 zu den ersten Meister­titeln der Vereins­ge­schich­te. Der Norweger Halvorsen galt als einer der ersten auslän­di­schen Stars im deutschen Fußball, während Harder nach Uwe Seeler bis heute der erfolg­reichste Torschütze des HSV ist. Doch mit der Macht­über­nahme der National­sozia­listen trennten sich ihre Wege radikal: Halvorsen verließ Deutschland, Harder wurde KZ-Aufseher. Am Ende des Zweiten Welt­kriegs kreuzten sich die Wege von „Tull“ und „Assi“ 1945 noch einmal – unter völlig veränderten Vorzeichen.
    In dieser Folge von „Zeitlupe“ sprechen wir mit Paula Scholz, Mitarbeiterin der KZ-Gedenk­stätte Neuengamme und Mitglied des „Netz­werks Erinne­rungs­arbeit“, über den Hamburger SV im National­sozia­lis­mus, die Biografien von Harder und Halvorsen sowie die Frage, wie der Verein und die Fan­szene des HSV heute mit diesem dunklen Kapitel der eigenen Geschichte umgehen.
    Die Expertin: Paula Scholz ist wissen­schaft­lich-päda­go­gische Mitarbeiterin in der Abteilung Bildung und Studien­zen­trum der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Dort ver­ant­wor­tet sie die Organisation und kon­zep­tio­nel­le Weiter­­ent­wick­lung der Erwachsenen­bildung.
    Die Politologin und Kriminologin begann 2014 als studentische Hilfskraft an der Gedenkstätte und initiierte unter anderem die Sonderausstellung „Hamburger Fußball im National­sozia­lis­mus“. Sie engagiert sich in verschiedenen Kontexten der histo­risch-poli­tischen Bildungs- und Erinnerungs­arbeit, unter ande­rem im „Netzwerk Erinne­rungs­arbeit“ des Hamburger SV. Ihre Master­arbeit widmete sie dem Fußball in der Weimarer Republik.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_hamburger_sv_fussball_nationalsozialismus_hsv
    1 hr 9 min
  • Hitler übersetzen. Über die Sprache des Faschismus und ihre unheilvolle Wirkmacht
    Buchvorstellung mit Olivier Mannoni | Bibliothek für Zeitgeschichte
    Zehn Jahre lang übersetzte Mannoni Hitlers „Mein Kampf“ für eine kritisch-wissenschaftliche Edition ins Französische. Das Werk, mit dem Hitler seine antisemitischen Thesen und nationalsozialistische Weltanschauung auf über 700 Seiten in eine für den Normalbürger kaum zugängliche Prosa ergoss und sie dennoch „salonfähig“ machte. Zwölf Millionen Exemplare waren bis 1945 im Umlauf.
    Was macht es mit einem Menschen, sich jahrelang in die Tiefen von Hitlers Sprache zu versenken? Angesichts einer politischen Realität, in der rechtspopulistische Parteien Regierungen stellen, demagogische Reden ein Revival erleben und nationalsozialistisches Vokabular in unseren Alltag zurückkehrt, warnt uns Olivier Mannoni vor der Wirkmacht sprachlich irreführender Überfrachtungen und dem damit einhergehenden suggestiven Kalkül.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_sprache_faschismus_mannoni
    1 hr 15 min

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