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L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung episodes

  • Wie gerecht kann Imperialismus sein? Antike Debatten über die Herrschaft Roms
    Wie antike Vorstellungen von Gerechtigkeit miteinander kollidieren konnten, vermittelt der Konflikt um die Rede des Karneades von Kyrene (214/13-129/128 v.Chr.), der sich im Zuge der philosophischen Gesandtschaft von 155 v.Chr. in Rom aufhielt, und die darauf folgende Reaktion der Verfechter althergebrachter römischer Tugenden, wie Cato dem Älteren (234-149 v.Chr.). In diesem Vortrag beleuchtet PD Dr. Andreas Hartmann antike Gerechtig­keits­dis­kurse. Er stellt dar, wie diese auch Philosophen späterer Zeiten noch maßgeblich beeinflussten und warum uns diese antiken Diskurse auch heute noch betreffen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/augsburger_historische_ringvorlesung_gerechtigkeit_hartmann
    1 hr 1 min
  • Wird der Fußballsport durch den Einsatz von Technik gerechter, Martina Heßler?
    Wer im Fußballstadion war, hat es vielleicht selbst erlebt: Die eigene Mannschaft schießt ein Tor, ekstatischer Jubel, der plötzlich jäh abbricht, weil der Schiedsrichter auf dem Platz sich ans Ohr greift. Denn der VAR, sprich der Videoassistent, hat sich per Funk gemeldet – Verdacht auf eine Abseitsstellung oder ein Handspiel. Das Versprechen bei der Einführung des Videoschiedsrichters war: Eindeutigkeit. Was der Schiedsrichter auf dem Platz übersieht, am Fernseher aber zu sehen ist, wird nun entsprechend korrigiert. Ende der Diskussion. Die Praxis aber sieht anders aus. Die Debatten um Entscheidungen im Stadion sind nicht abgerissen - im Gegenteil. Was wiederum bedeutet das für unsere Erwartung an den Einsatz von Technik und unsere Vorstellungen von Objektivität und Gerechtigkeit? Und: Wird der Fußballsport durch den Einsatz von Technik gerechter? Wir haben diese Fragen der Historikerin Martina Heßler von der Technischen Universität Darmstadt gestellt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/lisa_am_telefon_martina_hessler_fussball_technik
    24 min
  • Welche Geschichte steckt im Eis des Ararat, Achim Lichtenberger?
    Der Ararat ist mit über 5.000 Metern der höchste Berg der Türkei. Der an der Grenze zu Armenien gelegene Berg birgt in seinem Gletscher ein bislang unerschlossenes Archiv der Kultur- und Klimageschichte. Um herauszufinden, welche historischen Informationen das Eis bereithält, unternahm der Archäologe Prof. Dr. Achim Lichtenberger gemeinsam mit einem internationalen und interdisziplinären Forschungsteam und mit Unterstützung der Gerda Henkel Stiftung eine Expedition auf den Ararat. Auf über 5.000 Metern untersuchte das Team den Gletscher mit Georadar und Seismik und suchte nach einer geeigneten Stelle für die Entnahme eines Eisbohrkerns. Welche Vorbereitungen eine solche Expedition erfordert, vor welchen logistischen und körperlichen Herausforderungen das Team stand und welche Erkenntnisse sich die Forschenden vom Eis des Ararat erhoffen, darüber spricht Achim Lichtenberger bei L.I.S.A. am Telefon.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/lisa_am_telefon_achim_lichtenberger_ararat
    33 min
  • Die Rechnung ohne den Wirt gemacht? Konflikte an Stand­ort­ge­mein­den für er­neu­er­bare Energien
    Umgang mit Konflikten an Stand­ort­ge­mein­den für er­neu­er­bare Energien
    Windenergie ja, aber bitte nicht vor der eigenen Haus­tür! E-Autos sind cool, aber ich bleibe doch lieber bei einem Benziner! Ich stelle gerne auf eine Wärmepumpe um, wenn der Staat mir die Investitionen zahlt. So oder ähnlich schallt es aus Ge­sell­­schaft und Medien: Stimmt das so? Scheitert die Energiewende an mang­eln­der Akzep­tanz? Im Vortrag von Prof. Dr. Ortwin Renn (Akademiemitglied, Nach­haltig­keits­­for­scher) geht es darum, eine realis­tische und wissenschaftlich fundierte Sicht der aktuellen Akzeptanz für er­neuer­bare Energien in Deutschland zu ver­mit­teln. Wie lassen sich die Ein­stell­ungen der Menschen charak­teri­sieren und wie reagieren sie auf geplante Energie­an­lagen vor Ort? Lassen Sie sich über­raschen!
    Ein Vortrag beim Salon Sophie Charlotte in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (17.01.2026)
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/salon_sc_2026_ortwin_renn_konflikte_erneuerbare_energien
    49 min
  • Wie Judo und Jiu-Jitsu nach Deutschland kamen
    Die Öffnung Japans im späten 19. Jahrhundert bewirkte eine Vielzahl an wechsel­seitigen Einflüssen, die sich in Westeuropa in der Kunst und im Design, aber auch im Sport nieder­schlu­gen: Japanische Kampfkunst­meister präsen­tier­ten in populären Show­kämpfen ihre Techniken. Nach dem Ersten Weltkrieg etablierte sich nicht zuletzt in Deutschland schnell eine Kampfsportszene, die einerseits die Lehren aus Japan adaptierte, aber auch eigene Wege beschritt. Wie wurden Jiu-Jitsu und Judo in der Anfangszeit in Deutschland praktiziert? Und mit welchen Theorien versuchten die Kampfsportpioniere vor dem Hintergrund des auf­kom­men­den nationalistischen und völkischen Denkens ihren Sport als etwas „urdeutsches“ dar­zu­stel­len? Darüber haben wir in der neuen Folge von „Zeitlupe“ mit dem Historiker Dr. Marcus Coesfeld gesprochen.
    Der Experte: Dr. Marcus Coesfeld ist seit 2024 Direktor des Museums „Keltenwelt am Glauberg“, einem von zwei Standorten des Archäologischen Landesmuseums Hessen. Der Historiker, Lehrer und Museumspädagoge wurde an der Universität Duisburg-Essen zur Geschichte von Judo und Jiu-Jitsu in Deutschland promoviert. Die Dissertation erschien 2026 unter dem Titel „Japanischer Kampfsport im Deutschen Reich“.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_wie_judo_und_jiu_jitsu_nach_deutschland_kamen
    1 hr 22 min
  • Große Versprechen der Moderne
    Thomasius Club mit Detlef Pollack am 6. Mai. 2026. Woher kommt das Unbehagen an der Moderne? Warum verfangen die Versprechen nicht mehr uneingeschränkt, mit denen sie angetreten war? Und welche Folgen hätte es, wenn man den für die Moderne zentralen Glauben an einen Fortschritt gänzlich preis gibt? Diese und weitere Fragen diskutieren wir mit dem Soziologen Detlef Pollack. In seinem Buch bilanziert er die Versprechen der Moderne und ihre Paradoxie, hinterfragt aber ebenso prominente Modernekritiken. Was sind die Herausforderungen, denen wir uns zukünftig stellen müssen? Detlef Pollack im Thomasius Club Antwort.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/thomasius_club_detlef_pollack_moderne
    1 hr 26 min
  • Demokratie: Lösung oder Teil des Problems?
    Ist Demokratie die Lösung für Kon­flikte? Vor einigen Jahren hätte man die Frage mit Gewiss­heit bejaht, heute ist man sich da nicht mehr so sicher, hofft es vielleicht noch. Zu fragen wäre aber zuvor: Wessen Demo­kratie ist eigentlich gemeint, und zu welcher Zeit? Die Wahl­demo­kratie des 19. Jahr­hunderts? Die Massen- und Fort­schritts­demo­kratie des 20. Jahr­hunderts? Oder vielleicht die Werte­demo­kratie der Gegen­wart? Demo­kratie bedeutet dem­nach nicht im­mer dasselbe, sondern ist nur histo­risch zu ver­stehen. Es ist zu fragen: Welche Kon­flikte wur­den zu welcher Zeit gelöst? Und welche Demo­­kratie war dabei mög­licher­­weise die Lö­sung? Oder aber auch das Problem? Es dis­kutieren die Politik­wissen­schaft­ler Michael Zürn (WZB Berlin) und David Salomon (Tech­nische Univer­sität Darm­stadt) mit Mode­rator Georgios Chatzoudis (Gerda Henkel Stiftung).
    Eine Diskussion beim Salon Sophie Charlotte 2026 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (17.01.2026)
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/salon_sc_2026_demokratie_loesung_oder_teil_des_problems
    46 min
  • Fremde aufnehmen – oder von der Schwelle weisen. Antworten auf die Migrationsfrage im Mittelalter
    Das Mittelalter war wie alle Zeiten der Ge­schich­te von viel­fäl­tigen Arten und Reich­wei­ten der Migra­tion geprägt. Gewiss lassen sich aus dem Umgang mit ihnen keine prak­tischen Lö­sungen für heutige Konflikte über die Einwanderung aus anderen Län­dern und Kulturen ableiten; eine historische Analyse zeigt aber, dass und wie eine an­dere Ein­stellung zur Migrationsfrage zu grö­ßerer Gelassen­heit verhelfen kann. Der Vor­trag von Prof. Dr. Michael Borgolte (Akademie­mit­glied, Mittel­alter­his­toriker, Humboldt Uni­ver­sität zu Berlin) geht, mit ver­gleich­enden Streif­lich­tern auf ältere Kulturen und Reli­gio­nen, auf die bib­lische Über­­lie­ferung zurück und ver­folgt die Tra­di­tio­nen des latein­christ­lichen Um­gangs mit Mi­gra­tions­­willigen und Exi­lan­ten bis ins frühe Mittel­alter.
    Ein Vortrag beim Salon Sophie Charlotte in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (17.01.2026)
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/salon_sc_2026_migrationsfrage_im_mittelalter
    48 min
  • Wird Nolans „Odyssee“ Homer gerecht, Martin Zimmermann?
    L.I.S.A. am Telefon zum Kinofilm „Die Odyssee“ von Christoper Nolan
    Der lang erwartete und im Vorfeld schon vielbesprochene Film „Odyssee“ des US-amerikanischen Regisseurs Christopher Nolan ist inzwischen in den deutschen Kinos angekommen. Diskutiert wird unter anderem darüber, wie originalgetreu die Umsetzung des Homerschen Epos ist, ob die Besetzung der Protagonisten gelungen ist, wie stimmg Rüstungen, Schiffe oder Topographien sind usw. Von dem Allthistoriker Michael Zimmermann von der LMU München wollten wir nicht nur seine Sicht auf diese vordergründigen Themen haben, sondern vielmehr wissen, wie sich inhaltlich Homers Odyssee zu der Nolans verhält. Welche Leitmotive, welche Fragen, welche Ästhetiken, welche Deutungen werden jeweils transportiert? Kurzum: Wird Nolans „Odyssee“ Homer gerecht, Herr Zimmermann?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/lisa_am_telefon_martin_zimmermann_odyssee
    39 min

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