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L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung episodes

  • Audio: Krieg geht weiter
    1918 beginnt das 20. Jahrhundert: Ein Weltkrieg geht zu Ende, ein zweiter wird vorbereitet. Diesen Moment wählt der Journalist und Historiker Andreas Platthaus für einen genauen Blick auf die deutsche Geschichte zwischen Waffenstillstand, Revolution, Republikgründung und Versailler Friedensvertrag. Wir fragten nach dem Übergang von alten in neue Konflikte, und nach den damit verbundenen Illusionen.
    1 hr 18 min
  • Holocaust, Himmlers Hirn Heydrich und die Macht des Bösen
    So wie jede neue Generation von Historikerinnen und Historikern neue Fragen an die Vergangenheit stellt, aus der im besten Fall neue Perspektiven entstehen, so haben auch alle anderen Medienschaffenden ihre jeweils eigenen Fragen an die Geschichte. Beispielsweise die Produzenten der US-Serie "Holocaust", die in den 1970er Jahren produziert, 1979 erstmals in Deutschland ausgestrahlt und Anfang des Jahres 2019 nach 40 Jahren wiederholt wurde. Wie haben wir, Dr. Nora Hilgert und Georgios Chatzoudis, diese Serie gesehen? Was fällt auf, wenn man sich dazu noch andere gegenwärtige mediale Auseinandersetzungen mit dem nationalsozialistischen Terror genauer anschaut? Diskutiert haben wir das Buch von Laurent Binet "HhHH" sowie den darauf basierenden Film "Macht des Bösen". Einig sind wir uns in der Beurteilung nicht geworden. Im Gegenteil...
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugumzug_folge4
    43 min
  • The Hieroglyphics Initiative: an open source digital platform for Egyptology
    Can we train a machine to translate Egyptian hieroglyphs? This is the question the independent production company Psycle explored in a Ubisoft research project. Taking the facsimiles created by Egyptologists as our starting point, we created a processing pipeline that begins with photographs of hieroglyphs in situ, and ends with possible translations in a modern language. The pipeline uses computer vision techniques to find candidate glyphs and glyph groups in an automatically generated facsimile. Next, neural nets are used to recognise the candidate glyphs and, finally, sequences of glyphs are compared to dictionaries of glyph words in order to find possible translations.
    The lecture discusses not only the technical challenges of the project, but also highlights the limitations of machine learning, and the critical importance of the amount and consistency of data for enterprises of this type. The engagement and support of the academic community, which was crucial in giving direction and substance to the project, is also discussed. The project has generated a research and teaching tool for Egyptologists, an open-source repository of code, and several avenues for further research and collaboration.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/the_hieroglyphics_initiative_an_open_source_digital_platform_for_egyptology?nav_id=8238
    53 min
  • Die Vermessung des Universums
    Die Astrophysiker haben es gemessen: Das Universum hat derzeit einen Durchmesser von 14 Milliarden Lichtjahren. Wenn man dem gegenüberstellt, wie weit der Mensch jemals von der Erde entfernt war - 400.000 Kilometer im Verlauf der Apollo 13-Mission -, übersteigt diese Distanz jedes menschliche Vorstellungsvermögen. Denn: Ein Lichtjahr entspricht zehn Billionen Kilometern. Bei solchen Dimensionen steht vor allem eine Frage im Raum: Wie misst man das? Wie ist es möglich, von einem Partikel des Universums aus solche Berechnungen anzustellen? Der Astrophysiker Prof. Dr. Matthias Steinmetz vom Leibniz-Institut für Astrophysik in Potsdam (AIP) zeigt in seinem Vortrag, dass bereits die Griechen der Antike den Umfang der Erde messen konnten, ohne die damals bekannte Welt jemals verlassen zu haben. Was sich seitdem an Messverfahren zur Berechnung der Ausmaße des Universums entwickelt hat, davon handelt diese Präsentation.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/die_vermessung_des_universums?nav_id=8231
    48 min
  • Eröffnung des Salons Sophie Charlotte
    „Maß und Messen“ - so lautet das Motto des Salons Sophie Charlotte 2019. Flüchtig klingt das Thema nach einem Heimspiel für die Naturwissenschaften, bei denen Anwendungen, in denen Maß genommen oder etwas gemessen beziehungsweise vermessen wird, zum Forschungsalltag gehören. Aber wäre es nicht vermessen, bei Maß und Messen nicht auch an andere Wissenschaftler und deren Disziplinen zu denken? Zum Beispiel an Sozialwissenschaftler, die ebenfalls messen, Daten miteinander vergleichen und ins Verhältnis zueinander setzen. Und auch die Geisteswissenschaften, die sich längst natur- und sozialwissenschaftlichen Verfahren geöffnet haben, dort, wo es Sinn macht und erkenntnisfördernd sein kann, stehen hier alles andere als im Abseits. Ihre Disziplinen sind es nicht zuletzt, die sterile Messverfahren in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext rücken und entscheidende Fragen nach Sinn, Zweck und Verantwortung stellen. Prof. Dr. Martin Grötschel, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, eröffnet den Salon Sophie Charlotte 2019 in diesem holistischen Verständnis von "Maß und Messen". Seiner Eröffnung schließt sich eine erste musikalische Darbietung des RIAS-Kammerchors an.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/eroeffnung_salonsc
    32 min
  • Die ganze Welt schaute zu. Neue Zugänge zum Sport im Kalten Krieg
    Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wächst die städtische Bevölkerung: Immer mehr Menschen ziehen vom Land in die Stadt. Diese Entwicklung geht mit einem Bedeutungsgewinn des Sports einher, der vor allem in der Stadt als Beschäftigungsmöglichkeit dient. Sport hatte in den Jahren des Kalten Krieges jedoch noch weitere Bedeutungen, denn er bedingte zahlreiche Innovationen und ebenso die Freizeit- und Gesundheitspolitischen Maßnahmen. Prof. Dr. Christopher Young, der zurzeit als Honary Fellow am Historischen Kolleg in München forscht, beschäftigt sich intensiv mit der Bedeutung des Sports. In seinem Vortrag gibt er einen ersten Einblick in seine gewonnenen Erkenntnisse.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_christopheryoung
    1 hr 2 min
  • Bild und Kontext
    Emil Nolde war nicht nur einer der bedeutendsten Vertreter des Expressionismus; der Maler hatte auch ein ausgeprägtes Gespür für die Inszenierung von Heldengeschichten. Noch lange nach 1945 galt Nolde als Opfer der Nationalsozialisten, die sein Werk für "entartet" erklärt und ihn mit einem Berufsverbot sanktioniert hatten. An dieser Geschichte gibt es nicht erst seit heute begründete Zweifel. Es ist schon seit längerem erwiesen, dass Emil Nolde Antisemit war und sich öffentlich zum Nationalsozialismus bekannt hatte. Wie aber erklärt sich dann die Entstehung der lange geltenden Legende von einem Künstler, der verfemt die innere Emigration angetreten habe und vereinsamt malte? Der Historiker Dr. Bernhard Fulda von der University of Cambridge hat in seinem Forschungsprojekt diese Frage in den Mittelpunkt gerückt. Der erstmalige Zugang zu bislang unveröffentlichten Dokumenten ist dabei der Fluchtpunkt einer neuen Perspektive auf den Künstlermythos Emil Nolde.
    9 min
  • Ideen vom optimalen Menschen
    Ideen, den Menschen zu verbessern, ihn leistungsstärker, moralisch gut und auch glücklicher zu machen, sind nicht neu. Schon Platon entwarf in seiner Politeia Konzepte von einem Staat mit einer optimal zusammengesetzten Bevölkerung. Diese Überlegungen muten heute modern und erschreckend zugleich an. Hier wird nach einem Plan gezüchtet und aussortiert - unweigerlich denkt man an eugenische Verfahren des 19. und vor allem 20. Jahrhunderts. Wie tief solche Phantasien historisch verankert sind, zeigt die Historikerin Prof. Dr. Maren Lorenz von der Universität Bochum in ihrem neuen Buch "Menschenzucht. Frühe Ideen und Strategien, 1500-1870". Wir haben ihr dazu unsere Fragen gestellt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/marenlorenz_menschenzucht
    1 hr 3 min
  • Denken in einer schlechten Welt mit Maria Stuart
    Die Debatte um die sogenannte VHD-Resolution hat alte Fragen neu aufgeworfen: Wie politisch darf Wissenschaft, konkreter: die Geschichtswissenschaft, sein? Dürfen oder müssen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sogar in Belange des öffentlichen Interesses einschalten? Der französische Philosoph und Soziologe Geoffroy de Lagasnerie von der École Nationale Supérieure d’Arts in Cergy hat zuletzt einen kleinen Band verfasst, in dem er die Wissenschaft dazu auffordert, sich kritisch in gesellschaftliche Debatten einzumischen. Wir haben sein Buch "Denken in einer schlechten Welt" gelesen und diskutieren darüber mit Blick auf die VHD-Resolution. Unser zweites Thema schließt daran nicht gerade geschmeidig an, greift aber ein anderes Public History-Phänomen auf: die cineastische Verarbeitung eines historischen Stoffes - in unserem Fall die Lebensgeschichte von Maria Stuart. Wir haben zwei Verfilmungen miteinander verglichen - den aktuellen Film "Maria Stuart, Königin von Schottland" von 2018 und sein gleichnamiges Pendant von 1971. Was sagen uns die jeweiligen Umsetzungen über die Zeit ihrer Entstehung?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugumzug_folge3
    58 min

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