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  • Das Museum von morgen - alles digital?
    Als Institution, in der Geschichte kuratiert wird, gehört das Museum zu den Orten der Public History schlechthin. Wer aber entscheidet, wie gesammeltes Wissen arrangiert und der Öffentlichkeit als Narrativ angeboten wird? Und wie verändert sich das Museum unter den Bedingungen der Digitalisierung? Eröffnen sich neue Kommunikationsmöglichkeiten, die aus ortsgebundenen Museen entgrenzte virtuelle Räume werden? Braucht es überhaupt noch Originale oder sind Digitalisate die bessere Wahl? Man denke nur an den Brand des Nationalmuseums in Rio de Janeiro, der kürzlich zahlreiche Artefakte zerstörte. Welchen Platz hat also das Digitale in den Museen?  
    Es diskutieren Prof. Dr. Eckart Köhne (Direktor Badisches Landesmuseum Karlsruhe), Prof. Dr. Marko Demantowsky (Neuere/Neueste Geschichte und ihre Didaktik PH FHNW/Universität Basel), Dr. Christian Gries (Projekt „Digitale Strategien für Museen“ Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern), Laura Edinger (Interdisziplinäre Anthropologie) und Sonja Thiel (Koordinatorin museOn | weiterbildung & netzwerk, Universität Freiburg / freie Kuratorin). Moderiert wird das Gespräch von Georgios Chatzoudis (Gerda Henkel Stiftung).
    1 hr 19 min
  • Nach Napoleon: Kriegstraumata und ihre öffentliche Bearbeitung im Deutschen Bund, 1814–1840
    Die napoleonischen Kriege waren für die Bewohner der deutschen Staaten mit traumatische Erfahrungen, aber auch neuen Möglichkeiten verbunden. Gleichwohl gibt es überraschend wenige Studien darüber, wie der 20 Jahre währende Konflikt Militär und Zivilgesellschaft verändert hat. Der Vergleich ausgewählter deutscher Staaten im Vormärz zeigt daher, wie sehr diese Kriege die Einstellung der Gesellschaft gegenüber Krieg und Soldaten neu geprägt haben. Die Analyse im Schnittpunkt von Militär und Zivilgesellschaft verdeutlicht außerdem, wie unterschiedlich das Soldatenhandwerk in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde. Die Untersuchung von Prof. Dr. Katherine Aaslestad lässt zudem die komplexen Mechanismen erkennen, mit denen die Kriegserfahrungen eine Militarisierung der Gesellschaft infrage stellten, während sie paradoxerweise die symbolische Bedeutung des Militärs in öffentlichen Ritualen unterstrichen. In einem öffentlichen Vortrag am Historischen Kolleg in München gab Prof. Dr. Aaslestad erste Einblicke in ihr Forschungsprojekt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_katherineaaslestad
    1 hr
  • Audio: Jenseits des Alltags
    Sie sind bunt, laut, voll und vor allem Orte, die von den Verpflichtungen des Alltags befreien: Jahrmärkte, Kirmes- und Freizeitparks. Normen des Alltags werden hier buchstäblich auf den Kopf gestellt, und Technik wird zum Mittel lustvoller Selbsterfahrung.
    Der Unterhaltungswissenschaftler Sacha Szabo beschreibt in seiner Sozialanalyse des Vergnügens den Wandel dieser Amüsierwelten und warum sie heute an den Rand der Städte verbannt wurden, wie der Leipziger Vergnügungspark Belantis. Wir fragten nach dem Sinn von Populärkultur und wie hedonistisch die Wissenschaft sein darf.
    1 hr 14 min
  • „Afrikaner müssen wissen, wer sie sind“
    Warum lernt ein Kameruner in Kamerun Deutsch? Warum studiert er sogar Germanistik? Die spontane Antwort Bertrand Collins Ngongs: "Aus Liebe." Das macht stutzig und neugierig. Immerhin war Kamerun einst deutsche Kolonie - von 1884 bis 1919. In seiner Masterarbeit untersuchte Bertrand Collins Ngong die deutsche Sprache auf Anglizismen. Inzwischen hat er sich von der Germanistik ab- und der Afrikanistik zugewandt und mit seiner Dissertationsarbeit begonnen. Zusätzlich arbeitet er bei der Fondation AfricAvenir International in Douala in Kamerun und transkribiert unter anderem Interviews, die seit den 1980er Jahren mit Zeitzeugen der kolonialen Vergangenheit geführt und auf Tonband festgehalten wurden. In unserer Rubrik L.I.S.A.video findet sich eine ausführliche Videodokumentation dieses Forschungsprojekts, das von Prinz Kum'a Ndumbe III. geleitet wird. Von unserem Gast wollten wir nun wissen, was Deutschland für ihn bedeutet, welche Rolle für ihn die deutsche Kolonialzeit in Kamerun spielt und was er unter afrikanischer Identität versteht.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/afrikaner_muessen_wissen_wer_sie_sind?nav_id=7950
    37 min
  • Wozu noch Geschichte?
    Welchen Wert hat Geschichte in der heutigen Zeit? In einer Zeit, in der wieder sagbar wird, was nach 1945 als unsagbar galt, in der wieder Feindbilder konstruiert werden, die sich über Kriterien des Anderen, des Fremden, des Bedrohlichen definieren - nicht selten in Anlehnung an rassistische Denkfiguren. All das galt lange als überwunden in Deutschland. Aus der Geschichte sei gelernt worden, darin war man sich sicher. Aber ist das wirklich so? Welche Lehren wurden aus der Geschichte gezogen, wenn Flüchtlingsheime angegriffen werden, wenn Menschen anderer Hautfarbe attackiert oder wie zuletzt in Chemnitz durch die Stadt gehetzt werden, wenn "besorgte Bürger" im Zusammenhang mit Flüchtlingen im Mittelmeer gemeinsam "Absaufen!" brüllen? Wozu dann noch Geschichte? Über diese und andere aktuelle Fragen der Geschichte und Geschichtspolitik haben wir - Dr. Nora Hilgert vom Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands und Georgios Chatzoudis von der Gerda Henkel Stiftung - auf dem 52. Historikertag in Münster mit unseren Gästen diskutiert - mit Prof. Dr. Maren Lorenz von der Universität Bochum, Prof. Dr. Andreas Rödder von der Universität Mainz, Prof. Dr. Marko Demantowsky von der Pädagogischen Hochschule FHNW in der Schweiz und Sven Felix Kellerhoff von der Tageszeitung "Die Welt".
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/gts7000_historikertag18
    1 hr 34 min
  • Wozu noch Geschichte?
    Welchen Wert hat Geschichte in der heutigen Zeit? In einer Zeit, in der wieder sagbar wird, was nach 1945 als unsagbar galt, in der wieder Feindbilder konstruiert werden, die sich über Kriterien des Anderen, des Fremden, des Bedrohlichen definieren - nicht selten in Anlehnung an rassistische Denkfiguren. All das galt lange als überwunden in Deutschland. Aus der Geschichte sei gelernt worden, darin war man sich sicher. Aber ist das wirklich so? Welche Lehren wurden aus der Geschichte gezogen, wenn Flüchtlingsheime angegriffen werden, wenn Menschen anderer Hautfarbe attackiert oder wie zuletzt in Chemnitz durch die Stadt gehetzt werden, wenn "besorgte Bürger" im Zusammenhang mit Flüchtlingen im Mittelmeer gemeinsam "Absaufen!" brüllen? Wozu dann noch Geschichte? Über diese und andere aktuelle Fragen der Geschichte und Geschichtspolitik haben wir - Dr. Nora Hilgert vom Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands und Georgios Chatzoudis von der Gerda Henkel Stiftung - auf dem 52. Historikertag in Münster mit unseren Gästen diskutiert - mit Prof. Dr. Maren Lorenz von der Universität Bochum, Prof. Dr. Andreas Rödder von der Universität Mainz, Prof. Dr. Marko Demantowsky von der Pädagogischen Hochschule FHNW in der Schweiz und Sven Felix Kellerhoff von der Tageszeitung "Die Welt".
    1 hr 34 min
  • Politische Pöbeleien von Luther bis Trump
    Der gegenwärtige politische Diskurs erscheint ungewöhnlich aufgeheizt, nicht zuletzt durch die sozialen Medien. So kann der amerikanische Präsident seine politischen Gegner auf Twitter öffentlich beleidigen, während die Gesellschaft über Tabubrüche, die Grenzen der Meinungsfreiheit und soziale Kontrolle diskutiert. In historischer Perspektive sind politische Pöbeleien jedoch kein neues Phänomen. Schon Luther hetzte gegen die aufständischen Bauern, Juden und Muslime. Wie lassen sich Schmähungen und Beleidigungen historisch und rechtlich einordnen? Können die gegenwärtigen Auswüchse juristisch geregelt werden oder muss hier die Gesellschaft einschreiten? Darüber diskutieren mit dem FAZ-Mitherausgeber Jürgen Kaube der Historiker Uffa Jensen und der Rechtswissenschaftler Christoph Möllers.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/politische_poebeleien_von_luther_bis_trump?nav_id=7627
    51 min
  • Weltgeschichte aus der Nähe: Der Siebenjährige Krieg in Selbstzeugnissen
    Der Siebenjährige Krieg (1756–1763) war ein Konflikt globalen Ausmaßes und verband Kriegsschauplätze und Konfliktlinien in Europa, Nordamerika, der Karibik, Afrika und Südasien. Auf der Grundlage von Selbstzeugnissen wird ein plastisches Bild eines globalen Konfliktes "aus der Nähe" gezeichnet, das die Effekte der globalen Verflechtung als Wahrnehmungs- und Deutungsgeschichte sichtbar macht. Der globale Konflikt bildete ein kulturelles Laboratorium, in dem alte und neue Praktiken nebeneinander wirkten und sich aus der Wiederverwendung alter Muster neue generierten. Die traditionellen Bündnissysteme in Europa wurden revolutioniert und der Streit um die Hegemonie auf den Weltmeeren zugunsten Großbritanniens entschieden. In einem öffentlichen Vortrag stellt Prof. Dr. Marian Füssel sein Forschungsprojekt vor.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_marianfuessel_sieben
    56 min
  • Siri, Alexa & Co
    Digitale Sprachassistenten wie Siri oder Alexa erobern unsere Wohnungen. Wie wirken sich die kleinen Helfer auf unser Leben aus? Welche Interessen verfolgen Google und Co mit der Durchsetzung ihrer Produkte am Markt? Und was bedeutet es, dass wir uns mit Gesprächspartnern unterhalten, die durch ihre Stimmprogrammierung zwar menschlich anmuten, letztlich aber unbelebte Gegenstände sind? Trotz ständig perfektionierter Technik kommt es etwa immer wieder zu Missverständnissen in der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine, wie der Schriftsteller Ulrich Woelk in einem Hörspiel humorvoll dargestellt hat. Im Gespräch mit dem Google-Mitarbeiter Jens Redmer und dem Leiter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, Wolfgang Wahlster, werden die Veränderungen durch die neuesten technischen Entwicklungen im Bereich der Computerlinguistik diskutiert. Die Moderation übernimmt die Tagesspiegel-Redakteurin Dorothee Nolte.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/siri_alexa_co?nav_id=7629
    1 hr 2 min
  • Audio: Mythos Maria Theresia
    Barbara Stollberg-Rilinger ist eine deutsche Historikerin der Frühen Neuzeit, die vielfach durch Preise ausgezeichnet wurde. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher und Herausgeberin wichtiger Fachzeitschriften sowie Mitglied mehrerer Akademien. In ihrem Buch über die Kaiserin Maria Theresia (Preis der Leipziger Buchmesse 2017) stellt sie mit nüchternem Blick eine Herrscherin vor, die schon zu Lebzeiten ihre eigene mythische Überhöhung förderte. Wir fragten nach den Ansprüchen einer solchen historischen Rekonstruktion.
    1 hr 9 min

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