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Wenn das Dachgeschoss zieht, Schimmel entsteht oder ein Gutachten nötig wird, ist es meist zu spät. Die Sanierung war teuer, aber nicht durchdacht.
Wir sehen diese Fälle regelmäßig. Die Ursachen sind oft die gleichen. Sie treten bei Einfamilienhäusern ebenso auf wie bei größeren Objekten. Deshalb haben wir sieben typische Fehler zusammengefasst, die immer wieder gemacht werden.
Ein Teil unserer Arbeit besteht darin, entstandene Schäden zu analysieren. Wir unterstützen Sachverständige, Gutachter und manchmal auch Gerichte dabei, die Ursache zu klären. Aber eigentlich wollen wir genau das verhindern. Deshalb sprechen wir darüber. Und deshalb gibt es diesen Artikel.
Holger Merkel hat mehrere Fachartikel zum Thema Luftdichtheit im Dachgeschoss verfasst. Die aktuelle Podcastfolge basiert auf seinem Beitrag im Fachmagazin Sanierungsvorsprung, Ausgabe 70. Wir ergänzen den Artikel mit weiteren Baustellenbeispielen und Hintergründen. Es lohnt sich also, Fachartikel und Podcastfolge zu konsumieren.
Der Fachartikel steht hier im Blog als PDF kostenlos zur Verfügung:
https://xn--luftdichtheit-geprft-6ec.de/wp-content/uploads/2025/05/2025-Merkel-bionic3-Blower-Door-Fachartikel-Dachgeschoss-sanieren-Fehler.pdf
„Soll ich das wirklich schon wieder filmen?“ Diese Frage höre ich oft, wenn ich unsere Kollegen bitte, neue Baustellenaufnahmen zu machen. Immer wieder dieselben Bilder. Immer wieder dieselben Fehler. Und das Gefühl: Wir haben doch schon alles gesagt.
Wie man richtig saniert. Wie man richtig plant. Wie man Bauschäden vermeidet.
Trotzdem begegnet unserem Team bei bionic3 jede Woche dieselbe Realität. Fehler, die sich vermeiden ließen. Fehler, die teuer werden. Fehler, die Schäden verursachen. Gerade bei der Sanierung von Dachgeschossen zeigt sich das immer wieder.
Luftdichtheit ist planbar. Trotzdem fehlt es vielen Beteiligten an Sorgfalt, Verständnis oder schlicht an Planung. Auch erfahrene Handwerker greifen gern auf ihr bewährtes Repertoire zurück. Und übersehen, dass jede Sanierung neue Details mit sich bringt. Dabei zeigen genau diese Fehler: Sie wären vermeidbar gewesen.
Viele verlassen sich darauf, dass eine Aufsparrendämmung die Luftdichtheit schon mitliefert. In der Fläche kann das stimmen. An den Anschlüssen aber beginnt das Problem. Sparrendurchdringungen, Ortgänge, alte Schalungen – das sind die Stellen, an denen es oft zieht. Wird auf bestehende Bretterschalungen geklebt oder auf Blindsparren verzichtet, entstehen Leckagen. Manchmal zieht es. Manchmal schimmelt es. Und manchmal kriechen sogar Insekten durchs Dach.
Luftdichtheit entsteht nicht durch Dämmung, sondern durch Planung. Und durch Sorgfalt im Detail.
Du bist neu bei Luftdichtheit-geprüft.de? Willkommen. Ich bin Heide Haruyo Merkel – ausgebildete Journalistin, Referentin und Prokuristin bei der bionic3 GmbH. Ich habe mit Blower-Door-Messdienstleister, Autor und Referent Holger Merkel diesen Blog und Podcast initiiert. 1999 begann Holger, Wärmedämmsysteme zu beraten und zu verkaufen. Seit 2006 ist er Geschäftsführer der bionic3 GmbH. Er ist verantwortlich für die qualitätsüberprüfenden Blower-Door-Tests. Mit seinem Team führt er Differenzdruckmessungen bei Ein- und Mehrfamilienhäusern, öffentlichen Gebäuden und großen Hallen durch.
Diesen Podcast findest du als Audio, Video und Textzusammenfassung hier im Blog: https://luftdichtheit-geprüft.de/
Hier geht’s zu unserem YouTube-Kanal, hier findest du neben den Video-Podcastfolgen auch Baustellen-Videos und Praxistipps : https://www.youtube.com/c/Luftdichtheitgeprueft.de
Fragen? Fragen! Schreib uns an [email protected]
Möchtest du eine Leckagesuche, Blower-Door-Test für ein Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus, Bürogebäude oder größere Hallen? Dann schreib uns oder rufe an. Büro: 07272-927385
Oft wird zuerst gedämmt und dann gefragt, wo eigentlich die luftdichte Ebene verlaufen soll. Dabei ist genau das der Anfang jeder Sanierung.
Ohne Plan bleiben wichtige Fragen offen. Welche Materialien werden verwendet? Wo liegen die Anschlusspunkte? Welche Bauteile bleiben sichtbar? Wer koordiniert die Schnittstellen zwischen den Gewerken?
Ein Luftdichtheitskonzept klärt das früh. Es macht deutlich, was technisch nötig ist und was später nicht mehr zugänglich sein wird.
Es sieht auf den ersten Blick praktikabel aus. Die Folie wird einfach am Estrich angeschlossen oder an der Fußpfette fixiert. In der Praxis ist das eine häufige Fehlerquelle.
Beide Anschlusspunkte sind ungeeignet. Der Estrich kann hinterströmt werden, unter der Fußpfette zieht es durch. Die Folge: Feuchtigkeit dringt ein, die Luft entweicht.
Der richtige Anschluss liegt tiefer. In der Regel ist es der Rohboden oder der Ringanker. Dort hält die Verbindung, dort ist sie planbar. Alles andere ist Flickwerk.
Wird nur das Dachgeschoss saniert, bleibt die darunterliegende Decke oft unbeachtet. Dabei ist sie entscheidend. Denn durch sie zieht es. Undichte Holzbalkendecken oder Einhängesteine mit Hohlräumen lassen Luftströme aufsteigen, direkt in die neue Dämmebene.
Beim Blower Door Test zeigt sich das deutlich. Die Leckage liegt nicht oben, sondern kommt von unten. Wer das ignoriert, misst am falschen Punkt und behebt nicht die Ursache.
Empfehlung: Immer das ganze Gebäude prüfen. Und die Decke ernst nehmen.
Möchtest du sehen, wie wir diese Folge aufgenommen und diskutiert haben? Hier geht’s zur Videopodcastfolge 56: https://youtu.be/-N6QPVVaMrE
Auf unserem YouTube-Kanal zeigen wir zudem dir echte Baustellensituationen, Tipps zur Leckagesuche, Erklärvideos zu Bezugsgrößen, GEG-Nachweis und vieles mehr.
Direkt reinschauen: https://www.youtube.com/c/Luftdichtheitgepr%C3%BCft
Du hast Fragen oder brauchst Unterstützung? Schreib uns an [email protected]
Stein gilt als solide. Viele schließen daraus: Mauerwerk ist luftdicht. Das stimmt nicht. Ohne Putz oder Glattstrich bleibt fast jede Wand durchlässig. Besonders Hochlochziegel, Naturstein oder poröse Steine haben offene Fugen. Selbst kleine Leckagen summieren sich bei großen Flächen schnell.
Wer davor eine Vorsatzschale stellt, kaschiert das Problem. Sichtmauerwerk muss nachträglich ertüchtigt werden. Alles andere ist optisch schön, technisch mangelhaft.
Gipskarton, abgehängte Decken, Vorwandinstallationen. All das ist üblich und oft notwendig. Aber es muss luftdicht ausgeführt werden, wenn es die luftdichte Ebene darstellt. Fehlt die Anbindung an angrenzende Bauteile oder werden keine luftdichten Elektroinstallationsdosen verwendet, entstehen Luftströmungen. Spätestens beim Blower Door Test wird klar: Die Luft findet ihren Weg.
Besser ist, die bestehende Wand als luftdichte Ebene zu ertüchtigen. Vollflächiger Putz, saubere Anschlüsse, keine Hohlräume. Nur dann funktioniert das Konzept.
Innendämmung funktioniert, wenn sie sauber ausgeführt ist. Wird nicht vollflächig geklebt oder fehlt die luftdichte Schürze, zieht die Luft hinter der Dämmebene entlang. Die warme Innenluft trifft auf die kalte Bestandswand. Dort kondensiert sie. Die Folge: Feuchteschäden, Schimmel, langfristige Risiken.
Innendämmung braucht mehr als nur Dämmstoff. Daher sollten sich Planer:innen und Handwerker:innen mit Strömungen, Temperaturverläufen und Anschlusspunkten beschäftigen.
Sichtbare Holzkonstruktionen wirken handwerklich sauber, sind es aber oft nicht im Detail. Gerade bei Verblattungen, Eckverbindungen oder aufeinandertreffenden Balken gibt es feine Spalten. Und durch die zieht es.
Die Lösung liegt in der Vorbereitung. Wer die Verbindung rückseitig abklebt oder eine luftdichte Ebene schon vor dem Zusammenbau plant, spart sich später Klebestreifen und Improvisation. Vor allem bei sichtbarem Holz gilt: Die Dichtung muss unsichtbar integriert sein.
Wird die Statik durch Stahlträger oder Aufdopplungen ergänzt, fehlt oft das Luftdichtheitskonzept. Die Elemente werden eingebaut, die Luftdichtheit soll nachträglich folgen. Das funktioniert selten.
Dabei ist es einfach. Ein Folienstreifen unter dem Träger, ein Anschlusspunkt auf dem Balken, etwas Kompriband an der richtigen Stelle – und das Detail ist dicht. Was oft fehlt, ist der Blick dafür im Vorfeld.
Neulich rief uns jemand an, weil er in unserem Podcast etwas zur Luftdichtheit gehört hatte. Es ging um seine Dachsanierung. Sein Eindruck: Das, was wir da erzählen, klingt sinnvoll. Aber sein Dachdecker wollte davon nichts wissen.
Dabei war die Frage berechtigt. Es ging nicht um Schuld oder Besserwisserei, sondern darum, wie man es besser machen kann.
Wenn ihr euch unsicher seid oder etwas aus dem Podcast bei euch auf der Baustelle anders läuft: Meldet euch gern. Wir beraten neutral und mit Erfahrung.
[email protected] 07272-927385
Weitere empfohlene Podcastfolgen – immer mit Zusammenfassung und Video:
Erwähnte Videos und Beiträge:
YouTube-Video: Thermografie mit Blower-Door-Messtechnik – Baustellenbeispiele
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Der Beitrag Dachgeschoss sanieren: 7 typische Fehler bei der Luftdichtheit – mit kostenlosem Fachartikel [56] erschien zuerst auf Luftdichtheit geprüft.
Blower-Door-Tests sind entscheidend für die energetische Qualität und Förderfähigkeit eines Gebäudes – und trotzdem gefürchtet. Warum eigentlich? In diesem Blogartikel zur Podcastfolge 55 zeigen wir, warum du vor einem Blower-Door-Test keine Angst haben musst – wenn du rechtzeitig planst, sauber arbeitest und die richtigen Partner an deiner Seite hast.
Viele denken beim Stichwort Blower-Door-Test zuerst an Stress, Grenzwerte und Probleme. Dabei kann ein Test problemlos bestanden werden – wenn er frühzeitig mitgedacht wird. Die wichtigsten Empfehlungen:
Manchmal ist die Anspannung vor dem Blower-Door-Test spürbar – besonders bei Bauleiter:innen. Dabei zeigt die Erfahrung: Angst entsteht vor allem dann, wenn niemand vorher sagt, was zu tun ist. Ein gutes Beispiel: In der aktuellen Podcastfolge erzähle ich von einer angespannten Situation, die sich auflöste, als das Testergebnis hervorragend war. Gleichzeitig habe ich festgestellt, dass viel Unklarheit bei Blower-Door-Tests herrscht und wir auch noch mit unserem Podcast und Blog Menschen – v.a. auch Bauleiter:innen und Architekt:innen auf der Baustelle unterstützen können. Daher haben wir die Folge aufgenommen.
Du bist neu bei Luftdichtheit-geprüft.de? Willkommen. Ich bin Heide Haruyo Merkel – ausgebildete Journalistin, Referentin und Prokuristin bei der bionic3 GmbH. Ich habe mit Blower-Door-Messdienstleister, Autor und Referent Holger Merkel diesen Blog und Podcast initiiert. 1999 begann Holger, Wärmedämmsysteme zu beraten und zu verkaufen. Seit 2006 ist er Geschäftsführer der bionic3 GmbH. Er ist verantwortlich für die qualitätsüberprüfenden Blower-Door-Tests. Mit seinem Team führt er Differenzdruckmessungen bei Ein- und Mehrfamilienhäusern, öffentlichen Gebäuden und großen Hallen durch.
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Die größte Sorge bei Blower-Door-Tests ist nicht, dass etwas kaputtgeht – sondern dass Fördermittel verloren gehen. Denn wenn der Grenzwert nicht erreicht wird, kann es teuer werden. Viele Planer:innen und Bauherr:innen haben das schon erlebt oder davon gehört. Die Folge: Anspannung – und oft auch Ablehnung gegenüber dem Test. Dabei kann genau diese Prüfung viele Probleme sichtbar machen, bevor sie teuer werden.
Luftdichtheit ist nicht nur Handwerk, sondern beginnt bei der Planung. Hier spielt das Luftdichtheitskonzept eine große Rolle – also eine saubere Definition, wie die Hülle aussieht, wo Übergänge geplant sind und wie die luftdichte Ebene funktioniert. Hier liegt die Verantwortung bei Planenden – aber auch bei Bauleitungen, die die Umsetzung kontrollieren. Je früher alle Beteiligten dieselben Informationen haben, desto besser.
In der Planung ist die Luftdichtheit nur ein dünner Strich. Er wird oft übersehen oder mitgedacht, aber nicht ausgeführt. Selbst Architekt:innen, die alles andere perfekt planen, vergessen häufig diese Ebene – mit teuren Konsequenzen.
Nicht jede:r muss Expert:in für Luftdichtheit werden. Aber jede:r sollte wissen, wo das Wissen zu finden ist. Bei luftdichtheit-geprüft.de gibt’s Blog, Podcast, Videos und Holgers Fachbuch zu Luftdichtheit in der Praxis. In Vorträgen, Seminaren oder direkt auf der Baustelle vermitteln wir die Grundlagen – verständlich und umsetzbar. Der wichtigste Schritt: einfach anfangen.
Ein engagierter Bauherr stand mitten in der Sanierung eines Altbaus. Unsicherheiten zu Folienanschlüssen, Übergängen, historischen Wandaufbauten und Materialkombinationen führten zu zahlreichen Fragen. Nach einem ersten Telefonat bat Holger Merkel um einige gezielte Fotos. Auf Basis dieser Bilder wurde ein zweites Gespräch vereinbart, bei dem sich schnell herausstellte: der geplante Aufbau hätte in der Praxis massive Probleme verursacht – unter anderem mit Tauwasser, Hinterströmungen und nicht funktionierenden Luftdichtheitsanschlüssen. Durch die Beratung konnte die Planung noch vor Ausführung grundlegend überarbeitet werden – ein Beispiel dafür, wie viel schon mit einem Blick von außen erreicht werden kann.
In einem anderen Projekt wurde eine Architektin erst in einer späten Phase der Sanierung hinzugezogen – das Gebäude war fast fertig geplant. Doch einige Details waren unklar: Gehört der Keller zur Hülle? Wie ist die luftdichte Ebene im Dachgeschoss gelöst? Die Architektin schickte Fotos, auf denen sich einzelne Problemstellen zeigten. Holger Merkel konnte auf Basis dieser Bilder gezielt nachfragen – etwa nach verwendeten Materialien, Detaillösungen und Planungsannahmen. Mit dieser Grundlage konnte Holger Merkel konkrete Empfehlungen aussprechen, wie das Projekt noch optimiert und auf den Blower-Door-Test vorbereitet werden kann. Auch hier war keine Vor-Ort-Beratung nötig – der Fall zeigt, wie viel mit strukturierter Bildanalyse und gezielter Rückmeldung möglich ist.
Wir helfen gern – aber bitte mit klarem Auftrag. Viele Anliegen lassen sich am Telefon oder mit ein paar Fotos klären. Doch auch wir müssen Zeit sinnvoll einteilen. Deshalb unser Appell: Ruft früh an, sagt uns, was ihr braucht – und dann helfen wir gerne. Vor-Ort-Termine bleiben das wirksamste Mittel, um Luftdichtheit sichtbar und überprüfbar zu machen.
Eine Leckagesuche vor dem finalen Blower-Door-Test ist wie eine Generalprobe: Sie zeigt Schwachstellen, ohne dass es ernst wird. Gerade bei komplexen Projekten oder Sanierungen ist das der Schlüssel, um nicht durchzufallen. Wichtig: Fenster und Türen sollten drin sein – und abgesprochen sein, was geprüft werden kann.
Auch wenn der Test noch nicht möglich ist, kann oft beraten werden. Per Foto oder Baustellenbesichtigung lassen sich viele typische Schwachstellen erkennen. Entscheidend ist: offen kommunizieren, wie weit die Baustelle ist – und nicht „blind“ messen.
Das GEG erlaubt Messungen, sobald die luftdichte Ebene fertig ist. Aber: In der Praxis wird später oft noch gebohrt, geschraubt oder ergänzt. Dann stimmt das früh gemessene Ergebnis nicht mehr. Unser Tipp: früh messen – aber auch später kontrollieren.
Viele fokussieren sich auf den Messwert – aber vergessen, was Luftdichtheit eigentlich bringt: Behaglichkeit, Schallschutz, Schutz vor Gerüchen und Wärmeverlust. Holgers Lieblingsfrage: „Findest du’s geil, wenn’s zieht?“ – trifft es auf den Punkt. Der Testwert ist nur das eine – wie es sich später anfühlt, ist das andere.
Ob Berlin, Frankfurt oder Karlsruhe – auch in Luxuswohnungen kann es ziehen. Manchmal ist die Luftdichtheit rechnerisch gegeben – aber praktisch nicht spürbar. Die Folge: Mietminderung, Beschwerden, Unzufriedenheit. Blower-Door sollte mehr sein als ein Wert auf Papier.
Eine perfekte Planung hilft – aber nur, wenn sie auch umgesetzt und überprüft wird. Wir berichten von einem Fall, bei dem Energieberater, Bauleitung und Architekturbüro alles „richtig“ gemacht haben – und es trotzdem schief ging. Fazit: Luftdichtheit braucht Begleitung.
Luftdichtheit ist planbar. Der Blower-Door-Test ist kein Grund zur Panik. Mit guter Vorbereitung, Leckagesuche und klarer Kommunikation ist fast jede Baustelle testbereit. Falls du Hilfe brauchsts, meld dich einfach bei uns.
Verarbeitungstipps und typische Fehler sind in ausführlicherer Form auch in Holgers Buch nachzulesen und anzuschauen. Warum es das Buch gibt und was das Besondere daran ist, hört und seht ihr in unserer Spezial-Podcastfolge: Neu: Fachbuch Luftdichtheit von Gebäuden. Ratgeber für die Praxis
Möchtest du sehen, wie wir diese Folge aufgenommen und diskutiert haben? Hier geht’s zur Videopodcastfolge 55: https://www.youtube.com/watch?v=9a7CoCXoHPo
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Der Beitrag Keine Angst vor dem Blower-Door-Test: So klappt’s sicher| 55 erschien zuerst auf Luftdichtheit geprüft.
Falsche Bezugsgrößen führen zu ungültigen Messergebnissen – oder teuren Nachmessungen. In diesem Artikel und Podcastfolge 54 erklären wir typische Fehler und Verantwortlichkeiten.
Ein hervorragender Wert – aber niemand darf ihn verwenden? Genau das passiert auf Baustellen immer wieder. In diesem Beitrag erfährst du, warum ein gutes Messergebnis beim Blower-Door-Test wertlos sein kann, wenn die Bezugsgrößen nicht stimmen. Meist liegt es daran, dass die bilanzrelevante Gebäudehülle zum Zeitpunkt des Blower-Door-Tests nicht richtig kommunziert wurde.
In diesem Artikel und der Podcastfolge erfährst du, was Energieberater:innen, Bauleiter:innen und Messdienstleister tun können, um das zu verhindern. Wir schreiben und sprechen über aktuelle Baustellensituationen. Auch darüber, dass u.a. ein Gebäude nun nochmal gemessen werden muss.
Ein typisches Szenario: Der Blower-Door-Test verläuft problemlos, das Ergebnis ist deutlich unter dem Grenzwert – alle Beteiligten sind erleichtert. Doch im Büro folgt das böse Erwachen: Das gemessene Volumen war nicht das, was bilanziert wurde.
Es wurden zum Beispiel Bereiche erfasst, die gar nicht zur offiziell bilanzierten Gebäudeülle gehören. Das führt dazu, dass der Prüfbericht nicht verwertet werden kann – ein Ergebnis, das gut aussieht, aber unbrauchbar ist. Schließlich ist der bilanzierte Teil relevant für Fördermittel. Im GEG-Nachweis sollte das sichtbar sein- ist jedoch manchmal nicht deutlich ausgewiesen. Generell haben wir immer wieder Anfragen für Blower-Door-Tests mit der Aussage, der GEG-Nachweis werde nachgereicht. Das kann problematisch sein.
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Diesen Podcast findest du als Audio, Video und Textzusammenfassung hier im Blog: https://luftdichtheit-geprüft.de/
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Der GEG-Nachweis (nach Gebäudeenergiegesetz) legt unter anderem fest:
Die Herausforderung hierbei: Der Energieberater erstellt das Konzept des Gebäudes. Er berechnet den Energiehaushaltes des Gebäudes. Dabei gibt es verschiedene Stellschrauben. Er entscheidet, wie er das Gebäude bilanziert- z.B. er kann dickere Dämmung ansetzen, Lüftungsanlage und bzw. oder Blower-Door-Test.
Entscheidend für den Blower-Door-Messdienstleister sind die vorgegebenen finalen Daten. Fehlen diese Angaben oder sind sie veraltet, arbeitet der Messdienstleister mit falschen Grunddaten. Und trägt dafür auch noch die Verantwortung. Dabei gibt es oft Unsicherheiten, gerade bei großen oder komplexen Gebäuden.
Immer wieder heißt es: „Machen Sie die Messung schon mal, den GEG-Nachweis reiche ich nach.“ Doch ohne vollständige und schriftliche Bezugsgrößen ist die Messung rechtlich nicht belastbar. Mündliche Aussagen helfen im Zweifel niemandem weiter.
Ein Klassiker auf der Baustelle: Der Bauleiter oder die Bauleiterin sagt, dass die Angaben später nachgereicht werden – aber das ist hochriskant. Denn in der Zeit zwischen Messung und Nachreichung kann sich viel ändern: Räume werden anders genutzt, Grenzen verschoben oder Dokumente überarbeitet.
In der Praxis herrscht oft Unklarheit: Wer haftet eigentlich, wenn falsch gemessen wurde?
Beide Seiten müssen sich aufeinander verlassen können – aber schriftlich. Auch Aussagen wie „der Energieberater hat gesagt, das passt so“ schützen im Zweifel nicht. Gleichzeitig muss der Energieberater transparent kommunizieren, was genau bilanziert wurde.
Gemessen wurde korrekt – aber nur ein Teil war bilanziert. Treppenhäuser? Unklar. Ergebnis: Nachfragen vor Ort, Planstudium auf dem Boden, erneute Absicherung mit dem Energieberater.
In diesem Fall landeten Holger und der Bauleiter auf dem Boden. Sie schauten sich den über den Boden gelegten Gebäudeplan an und rechneten die Hüllfläche aus. Die Zahl die ins Büro geschickt worden war, war nicht ganz plausibel. Die Aufgabe für den Messdienstleister: Ein Teilbereich eines Autohauses sollte geprüft werden.
Die Schwierigkeit: Auf der Baustelle war unklar, ob die angrenzenden Treppenhäuser zur Hülle gehörten.
Erst durch genaue Planprüfung und ein klärendes Gespräch mit dem Energieberater konnte sichergestellt werden, was gemessen werden sollte – eigentlich ein Vorgang, der vor dem Termin hätte geklärt werden müssen.
Es war ein aufwendiger Blower-Door-Test einer großen Halle mit mehreren Messgeräten. Gemessen wurde „am Stück“. Hinterher kam diese Information: bilanziert waren drei getrennte Hallenteile. Die Halle war in drei GEG-Nachweise aufgeteilt, was aber auf der Baustelle nicht bekannt war.
Der Spitzboden war laut Bauplanung nicht Teil der beheizten Hülle – wurde aber während der Messung geöffnet. Ergebnis: Test durchgefallen. Ursache: Fehlende Klarheit bei der Abgrenzung.
Was auf dem Papier zur Hülle gehört, muss auch in der Praxis berücksichtigt werden. Eine geöffnete Bodentreppe kann ein Testergebnis verfälschen – besonders wenn der Spitzboden nicht zur beheizten Hülle zählt. Solche Details entscheiden darüber, ob ein Gebäude besteht oder durchfällt.
Nicht jeder angrenzende Raum zählt zur Hülle – auch wenn er warm ist. Entscheidend ist die Bilanzierung laut GEG.
Gerade in Nichtwohngebäuden ist das häufig unklar. Ob eine Wand zur Außenhülle gehört oder zu einem unbeheizten Nebenraum, lässt sich oft nur mit dem GEG-Nachweis eindeutig klären. In manchen Fällen erkennt man am Verlauf der Dämmung, wo das Gebäude energetisch gesehen aufhört.
Ein vollständiger, gut kommunizierter GEG-Nachweis ist Gold wert:
Wenn Energieberater:innen frühzeitig klare Infos bereitstellen, sparen sie Zeit, Geld und Nerven. Dabei geht es nicht nur um Fördergelder, sondern auch um Qualitätssicherung und Haftungssicherheit. Auch einfache Hinweise wie „Treppenhaus gehört nicht zur Hülle“ oder „Spitzboden ist mit drin“ machen einen großen Unterschied.
Gerade bei größeren Gebäuden, gewerblichen Einheiten oder Mischnutzungen kommt es auf Details an. Eine fehlende Türdichtung, ein unklarer Luftverbund oder falsche Hüllflächendefinitionen können ein Gebäude durchfallen lassen – obwohl eigentlich alles passt.
Sonderfälle wie Schutzdruckmessung oder Mehrzonenmessung erfordern Erfahrung. Ein guter Messdienstleister erkennt typische Probleme und fragt im Zweifel nach. Doch auch hier gilt: Ohne GEG-Nachweis kann man nicht beurteilen, ob die Zonen korrekt gewählt und abgedichtet sind.
Wenn Bezugsgrößen nicht klar sind, ist jedes Messergebnis riskant. Wer korrekt bilanzieren will, muss wissen, was gemessen wird – und das auch schriftlich belegen können.
Für Energieberater:innen, Bauleiter:innen und Messdienstleister heißt das:
Gute Zusammenarbeit beginnt nicht auf der Baustelle, sondern im Büro – mit einem klaren Blick auf den GEG-Nachweis.
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Verarbeitungstipps und typische Fehler sind in ausführlicherer Form auch in Holgers neuem Buch nachzulesen und anzuschauen. Warum es das Buch gibt und was das Besondere daran ist, hört und seht ihr in unserer Spezial-Podcastfolge: Neu: Fachbuch Luftdichtheit von Gebäuden. Ratgeber für die Praxis
Wie berechnet ihr die Hüllfläche eures großen Gebäudes (mehr als 1500 m3) für einen Blower-Door-Test? Hier erklären wir euch in weniger als 90 Sekunden, was die Blower-Door-Normen (DIN EN ISO 9972: 2018-12 und DIN EN 13829) fordern.
Dort ist auch eine Grafik abgebildet, die wir im Video kurz erklären. 1. Ihr braucht einen Grundriss oder ihr messt live vor Ort 2. Ihr messt nicht jeden Raum – die Innenwände werden übermessen. 3. Ihr messt nur die Innenmaße. 4. Ihr addiert alle Flächen der Decken, Wände und Böden der untersuchten Gebäudehülle. Fazit: Innenmaße über alles.
Das Video: https://www.youtube.com/watch?v=OfnGeethSeo
Achtung: Das ist nicht die wärmeübertragende Umfassungsfläche nach dem Gebäudenenergiegesetz GEG. Diese wird außen gemessen. Es kommt immer wieder zur Verwechslung, weil sich viele Maße auf das Äußere beziehen. Daher fragen wir von bionic3 bei unserem Datenblatt nach dem Innenvolumen.
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Der Beitrag Bezugsgrößen beim Blower-Door-Test: der GEG-Nachweis muss bekannt sein | 54 erschien zuerst auf Luftdichtheit geprüft.
Wie misst man die Luftdichtheit bei Hallen, beispielsweise mit mehr als einer Million Kubikmetern Volumen? Von Leckagesuche bis zur Abschlussmessung, von Checklisten bis zur Kommunikation mit der Bauleitung: Diese Folge gibt praxisnahe Einblicke für alle, die große Gebäude energetisch bewerten, Blower-Door-Tests beauftragen oder selbst ausführen wollen.
Bei neu errichteten Einfamilienhäusern ist die Messung oft standardisiert: Ein Blower-Door-Gerät reicht aus, die Gebäudehülle ist übersichtlich, die Kommunikation mit den Baufamilien oft direkt. Ganz anders bei Industriehallen: Hier sprechen wir von Hallenkomplexen mit mehreren hunderttausend bis über eine Million Kubikmetern Innenvolumen.
Das bedeutet: mehr Technik, mehr Planung, mehr Kommunikation – und mehr mögliche Fehlerquellen. Dirk Kabisch von bionic3-Team berichtet in dieser Podcastfolge 53 über ein konkretes Projekt, bei dem er mehr als zwölf Gebläse eingesetzt hat. Entscheidend ist dabei, dass die Geräte synchron laufen, die Messeinrichtung über große Distanzen miteinander kommuniziert – und dass der Aufbau an die Gebäudestruktur angepasst wird.
Was du in Folge 53 lernst:
• Wie Großmessungen mit mehr als 12 Gebläsen organisiert werden
– von der Planung bis zur Durchführung
• Warum Erfahrung wichtiger ist als Theorie bei Mehrgeräte-Messungen
• Welche Fehlerquellen bei Industriehallen häufig auftreten
– z. B. undichte Rauchabzüge, offene Rolltore, fehlende Abdichtungen
• Weshalb eine enge Abstimmung mit Bauleitung und Energieberatung entscheidend ist
• Warum die Messung oft abends oder am Wochenende stattfinden muss
• Wie sich Druckverluste vermeiden lassen – auch bei 1 Mio. m³ Volumen
• Was in der Praxis wichtiger ist als perfekte Pläne
– und wann man lieber selbst vor Ort prüft
• Wie man trotz Pannen (z. B. vergessener Laptop) handlungsfähig bleibt
• Warum die bionic3-Checkliste für Großmessungen ein Must-have ist
• Wie bionic3 andere Messdienstleister als „Ghostloader“ unterstützt
Ghostloader“ oder „Subler“ ist ein etwas augenzwinkernder Begriff – und bedeutet sinngemäß:Wir führen eine Blower-Door-Messung im Namen eines anderen Büros durch, ohne dass unsere Marke nach außen sichtbar ist. Also ähnlich wie ein Ghostwriter, der Texte für andere schreibt, ohne selbst genannt zu werden – nur eben im Bereich Luftdichtheitsmessung.
Ghostloader bei bionic3 heißt konkret:
• Ein Ingenieurbüro, Energieberater oder ein anderes Messteam hat einen Auftrag, kann ihn aber nicht selbst abwickeln (z. B. wegen fehlender Technik, Know-how oder Kapazitäten).
• bionic3 übernimmt die Messung vor Ort, ggf. auch die Kommunikation mit der Baustelle.
• Die Außenkommunikation (Bericht, Auftritt) erfolgt im Namen des Auftraggebers.
• Die Kunden merken nicht, dass bionic3 dahintersteckt – wir liefern nur „im Hintergrund“ zu.
Interesse? Schreibe an [email protected] oder rufe an. Bürozentrale: 07272-927385
Bei Großmessungen ist die Vorbereitung alles. Dirk betont im Gespräch: „Pläne sind gut – aber was auf dem Papier steht, stimmt selten mit der Realität überein.“ Deshalb ist ein Vor-Ort-Termin oder ein ausführliches Telefonat mit der Bauleitung bzw. dem Energieberater vorab essenziell.
Eine wichtige Grundlage ist dabei die bionic3-Checkliste für große Hallen. Sie enthält alle relevanten Punkte, die vor der Messung geprüft und dokumentiert werden müssen – von der Zugänglichkeit über Abdichtungen bis hin zu den betroffenen Gebäudeteilen.
Gerade bei Bestandsgebäuden, die energetisch saniert werden, ist oft nicht mehr klar, wie genau gebaut wurde. Baupläne fehlen oder stimmen nicht mehr, Anbauten wurden ergänzt, Rauchabzüge nachgerüstet. Dirk nimmt sich daher bei großen Projekten bewusst Zeit, die Halle vorab zu begehen – idealerweise, wenn er das Objekt oder andere Hallenteile bereits zuvor gemessen hat.
Für Energieberater:innen sind Großmessungen oft ein kritischer Punkt im Förderprozess: Die Luftdichtheitsmessung muss erfolgen, um die energetische Qualität nachzuweisen oder Fördermittel zu erhalten. Gleichzeitig sind viele Beteiligte auf der Baustelle mit anderen Themen beschäftigt – Luftdichtheit steht nicht immer oben auf der Prioritätenliste.
Deshalb ist Kommunikation so wichtig. Heide Merkel (Gastgeberin des Podcasts, Prokuristin bei bionic3 GmbH) und Dirk Kabisch schildern im Podcast typische Stolperfallen: unklare Zuständigkeiten, nicht abgeschlossene Abdichtarbeiten, fehlende Informationen über Durchdringungen oder Rauchabzüge. „Wenn ich dann mit zwölf Gebläsen vor Ort stehe und keinen Druck aufbauen kann, ist das teuer – für alle.“
Ein wiederkehrendes Thema: Zu viele Missverständnisse entstehen, weil Bauleitung und das Blower-Door-Messteam zu spät oder gar nicht direkt miteinander sprechen. „Manche denken: Das ist doch nur eine Messung – das machen die schon. Aber ohne Abstimmung klappt das nicht.“
Besonders problematisch wird es, wenn Annahmen getroffen werden: dass zum Beispiel alle Durchdringungen bereits luftdicht sind, oder dass Rolltore funktionieren. Dirk erzählt im Podcast von einem Projekt, bei dem die Dachöffnung angeblich fertig war – bis sich bei der Messung herausstellte, dass Kabel durch die Öffnung hingen. Ergebnis: kein Druckaufbau, Abbruch.
Frühzeitiger Austausch ist daher unverzichtbar – idealerweise mit einer gemeinsam durchgearbeiteten Checkliste. So lassen sich Verzögerungen, Fehlfahrten und Kosten vermeiden.
Großmessungen sind technisch anspruchsvoll – aber mit der richtigen Vorbereitung machbar. Für Energieberater:innen und Bauleiter:innen empfehlen wir:
Natürlich passiert oft etwas Unerwartetes. Der Vorteil vom bionic3-Team ist, dass wir täglich auf Baustellen sind und uns ständig mit der Materie beschäftigen, daher finden wir auch meistens eine Lösung. Dirk Kabisch, Leiter der Blower-Door-Messtechnik sagt: „Du musst wissen, was du tust. Improvisation gehört dazu – aber nur auf Basis von Erfahrung.“
Die bionic3-Checkliste für Großmessungen kann auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden – für Energieberater:innen ein wertvolles Tool zur Projektplanung. Schreibe einfach an [email protected]
Jetzt reinhören in Folge 53 von „Luftdichtheit geprüft“ – überall, wo es Podcasts gibt:
Holger Merkel
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Verarbeitungstipps und typische Fehler sind in ausführlicherer Form auch in Holgers neuem Buch nachzulesen und anzuschauen. Warum es das Buch gibt und was das Besondere daran ist, hört und seht ihr in unserer Spezial-Podcastfolge: Neu: Fachbuch Luftdichtheit von Gebäuden. Ratgeber für die Praxis
Dieses Making-of-Foto entstand im Januar 2025 bei der Aufnahme von Folge 53 unseres Podcasts „Luftdichtheit geprüft“. Dirk Kabisch und Holger Merkel waren gerade von einer intensiven Großmessung in einer Industriehalle zurück – voller Erlebnisse, Anekdoten und technischer Herausforderungen. Heide Merkel nutzte die Gelegenheit: Mikro an, Aufnahme läuft. Unsere Hörer:innen lieben echte Erfahrungsberichte – und so entstand diese spontane Folge direkt aus dem Arbeitsalltag.
Mit auf dem Bild: unser geliebter Bobtail, der das bionic3-Team jahrelang begleitet hat und leider inzwischen verstorben ist.
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Der Beitrag Großmessung in Halle mit mehr als 12 Gebläsen: Ein Praxisbericht mit Herausforderungen [53] erschien zuerst auf Luftdichtheit geprüft.
Leider ist es oft schon zu spät für eine schnelle Korrektur, wenn wir zu Gutachten gerufen werden. Meist steckt monatelanges oder sogar jahrelanges Leid dahinter. Nicht jeder Blower-Door-Messdienstleister ist in der Leckagesuche erfahren. Denn um die Ursache für eine Undichtigkeit und einen Bauschaden zu finden, muss man wissen, wie ein Gebäude konstruiert ist.
Mein Kollege Jan Bernhardt, TÜV-zertifizierter Blower-Door-Messdienstleister und Zimmermeister, sagt:
„Jede Leckagesuche ist anders. Wenn ich anfange, weiß ich nicht, ob und wie das Ergebnis aussehen wird.“
Er findet Leckagesuchen mit Thermographie und Blower-Door-Messtechnik besonders spannend – weil sie immer wieder Überraschungen bereithalten.
Wir haben eine Podcastfolge und ein Kurz-Video mit Bildern zu wirklich erschreckenden Leckagen aufgenommen. Erschreckend deshalb, weil die Konsequenzen für die Bewohner schwerwiegend waren. Ein besonderer Fall: Plötzlich tauchten Käfer in einem Gebäude auf.
Käfer im Haus – eine überraschende Ursache
Einer der kuriosesten Fälle, die Jan begleitet hat, betraf ein Wohnhaus, in dem regelmäßig nachts Käfer auftauchten. Zunächst schien das Problem nichts mit der Gebäudehülle zu tun zu haben – bis die Bewohner feststellten, dass die Insekten bevorzugt in bestimmten Räumen auftraten.
Durch eine Blower-Door-Messung mit Thermographie konnte Jan feststellen, dass warme Innenraumluft durch eine kleine Undichtigkeit nach außen strömte. Diese warme, feuchte Luft schuf ein ideales Mikroklima für Käfer in der Gebäudekonstruktion.
Sobald es kühler wurde, fanden die Insekten durch kleinste Spalten den Weg zurück in den Wohnraum. Dieser Fall zeigt deutlich: Luftdichtheit ist nicht nur für Energieeffizienz, sondern auch für Hygiene und Wohnqualität entscheidend.
Neben Insektenproblemen gibt es eine Vielzahl an Leckagen, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken, aber große Auswirkungen haben.
Ungewollte Luftströmungen innerhalb eines Gebäudes können dazu führen, dass Heizwärme nicht effizient genutzt wird oder es zu Zugluft-Erscheinungen kommt.
Jan berichtet von Fällen, in denen kalte Luft aus der unteren Etage durch Undichtigkeiten in der Decke nach oben gesogen wurde. Das führte dazu, dass Bewohner trotz hoher Raumtemperatur ständig kalte Füße hatten.
Blower-Door-Tests und Thermographie helfen dabei, genau zu bestimmen, wo sich diese versteckten Luftbewegungen befinden – und wie stark die Temperaturunterschiede sind.
Viele Gutachter setzen Thermographie vor allem im Winter ein. Warum? Weil sich durch den großen Temperaturunterschied zwischen innen- und außen Leckagen besonders gut abbilden lassen.
Jan zeigt, dass auch im Sommer unter bestimmten Bedingungen effektive Messungen möglich sind:
Dachkonstruktionen erwärmen sich stark – ein Temperaturunterschied zwischen Innenraum und Dachhaut kann genutzt werden.
Klimaanlagen oder gezielte Kühlung helfen, Temperaturunterschiede künstlich zu erzeugen.
Schatten- und Sonnenbereiche liefern Hinweise auf undichte Stellen.
Das bedeutet: Leckagesuche ist nicht nur auf die kalte Jahreszeit beschränkt – mit der richtigen Technik kann sie ganzjährig durchgeführt werden.
Die Kombination aus Blower-Door-Messung und Thermographie liefert wertvolle Erkenntnisse über die Luftdichtheit eines Gebäudes.
Undichtigkeiten sind nicht nur ein Problem für den Energieverbrauch, sondern können auch:
Feuchtigkeitsschäden verursachen
Schimmelbildung begünstigen
Schädlingsbefall fördern
In Podcast-Folge 52 spreche ich mit Jan Bernhardt ausführlich über mehrere spannende Leckagesuchen für Gutachten.
Zusätzlich haben wir ein kurzes Video aufgenommen, in dem Jan die einzelnen Vorfälle beschreibt. Ihr findet es auf Youtube: Thermografie mit Blower-Door-Messtechnik: Baustellenbeispiel https://www.youtube.com/watch?v=Nr-TNtceXz8&t=1s
Habt ihr Grusel-Leckagebilder oder Fragen? Kommentiert direkt auf YouTube, Linked in oder schreibt uns an [email protected].
Ihr braucht Support bei einem Gutachten oder Blower-Door-Tests?
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Fachbuch, Newsletter, Online-Kurs
Wenn ihr tiefer in die Thematik einsteigen wollt:
Fachbuch: https://xn--luftdichtheit-geprft-6ec.de/fachbuch/
Online-Kurs zu Blower-Door inkl. Spezialfragestunde mit Holger Merkel: Mit dem Gutscheincode #bionic3_10% reduziert sich der Preis von € 329,– auf € 269,– (zzgl. MwSt.).
https://bauleiter-plattform.de/online-kurs-blower-door/
Newsletter mit Baustellenanekdoten: https://www.bionic3.de/newsletter/
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Der Beitrag Blower-Door & Thermographie – Schockierende Leckage-Funde erschien zuerst auf Luftdichtheit geprüft.
Blower-Door-Tests sind in vielen Bauprojekten Pflicht – doch die Qualität der Messungen variiert stark. Das Problem? Fehlerhafte Prüfberichte, die teure Folgen haben können. Ob für Messdienstleister:innen, Energieberater:innen oder Bauleiter:innen – eine fundierte Blower-Door-Ausbildung schafft Sicherheit.
Die TÜV-zertifizierte Blower-Door-Weiterbildung vermittelt praxisnahes Wissen, das sich sofort anwenden lässt. In nur zwei Tagen lernen Teilnehmer:innen alles über die Blower-Door-Messung, typische Fehlerquellen und rechtssichere Prüfberichte. Wer den Kurs erfolgreich abschließt, kann DENA-Punkte sammeln und sich als zertifizierte:r Messdienstleister:in ausweisen.
Diese Schulung setzt auf echte Baustellenfälle statt PowerPoint-Vorträgen. Teilnehmer:innen lernen direkt von den erfahrenen Referenten Holger Merkel, Jan Bernhardt oder Dirk Kabisch. Diese Referenten führen selbst täglich Blower-Door-Luftdichtheitstests durch, analysieren Leckagen und erstellen normgerechte Prüfberichte.
Nach dem Kurs allein auf der Baustelle? Kein Problem. Das Team von bionic3 steht auch nach der Schulung telefonisch zur Seite – selbst nach Feierabend. Ein einzigartiger Service für alle, die mit dem Blower-Door-Test starten
Das TÜV-Zertifikat für Blower-Door-Messdienstleister:innen ist ein anerkanntes Gütesiegel. Viele Ausschreibungen erfordern inzwischen einen Nachweis über die Qualifikation. Wer sich zertifizieren lässt, hebt sich von nicht-ausgebildeten Messdienstleister:innen ab.
Diese Podcastfolge gibt es auch als Video auf Youtube:
Ein fehlerhafter Prüfbericht kann schwerwiegende Folgen haben – etwa, wenn KfW-Fördergelder verweigert werden. Die Schulung vermittelt, wie man Blower-Door-Tests nach aktuellen Normen durchführt und Prüfberichte erstellt, die auch vor Gericht Bestand haben.
Teilnehmer:innen der Blower-Door-Ausbildung bleiben oft über Jahre vernetzt. Außerdem erhalten sie vergünstigtes Blower-Door-Equipment – eine Investition, die sich langfristig auszahlt.
Die Schulung richtet sich an:
• Energieberater:innen, die sicherstellen müssen, dass Messprotokolle korrekt sind – denn sie haften mit ihrer Unterschrift.
• Bauleiter:innen, die den Messprozess verstehen und typische Fehler frühzeitig erkennen wollen.
• Handwerker:innen, die Luftdichtheitsmessungen als Zusatzleistung anbieten möchten.
• Sachverständige, die gerichtsfeste Prüfberichte benötigen.
Luftdichtheit ist essenziell für die Bauqualität. Schlechte Planung und unsaubere Verarbeitung führen zu teuren Schäden. Immer mehr Sachverständige und Gutachter:innen werden für Leckagesuchen beauftragt – ein Trend, der zeigt, dass Luftdichtheitstests oft unterschätzt werden.
Fehlende Luftdichtheit kann hohe Folgekosten verursachen, etwa durch Wärmeverluste, Schimmelbildung oder Bauschäden. Die richtige Blower-Door-Messung schützt Gebäude, spart Energie und sichert Fördergelder.
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Fachbuch und Online-Kurse zur Blower-Door-Ausbildung
Fachbuch “Luftdichtheit von Gebäuden. Ratgeber für die Praxis“ https://www.blowerdoor-unlimited.de/Buch-Luftdichtheit-von-Gebaeuden/SW10107 →Mit Signatur bei der BlowerDoor GmBH und uns bionic3 erhältlich.
Online-Kurs Blower-Door-Test → Praxiswissen jederzeit abrufbar.
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Das Fachbuch mit Praxiswissen zu Luftdichtheit und Blower-Door als gebundenes Buch und E-Book:
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Luftdichtheit ist nicht optional – sie ist essenziell für Bauqualität. Die richtige Ausbildung schützt vor Fehlern, spart Kosten und sorgt für professionelle Messungen.
Habt ihr Fragen? Dann kommentiert auf Youtube, auf Linked in oder kontaktiert uns direkt: DAs Luftdichtheit-geprüft-Team: [email protected] 07272-927385 [email protected] 0171 706 1344 07272-927385 https://bionic3.de Dirk Kabisch: [email protected], Jan Bernhardt: [email protected], Simon Kohnert: [email protected] [email protected] Tel: 07272-7701911 https://www.besser-als-marketing.de
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Der Beitrag Blower-Door-Ausbildung: Warum sich eine TÜV-Weiterbildung lohnt |51 erschien zuerst auf Luftdichtheit geprüft.
Stell dir vor, du wohnst in einem schicken Altbau – alles scheint perfekt, bis der Zigarettenrauch aus der Spielhalle im Erdgeschoss plötzlich dein Dachgeschoss erreicht. Unangenehme Gerüche, Rauch und sogar Brandschutzprobleme können durch unscheinbare Leckagen entstehen. Doch wo genau liegt das Problem – und wie lässt es sich beheben?
Ob Zigarettenrauch oder Essensgerüche – wenn unangenehme Düfte durch ein Gebäude ziehen, leidet die Wohnqualität enorm. Besonders betroffen sind ältere Gebäude, in denen Leckagen häufig unentdeckt bleiben. Doch auch in Neubauten können unscheinbare Schwachstellen für erhebliche Probleme sorgen.
In unserem Fallbeispiel führte Zigarettenrauch aus einer Spielhalle im Erdgeschoss zu massiver Geruchsbelästigung in den oberen Stockwerken. Warum? Interne Leckagen zwischen den Etagen und der sogenannte Kamineffekt sorgen dafür, dass Rauch und Gerüche in die oberen Einheiten ziehen.
Leckagen entstehen oft an unscheinbaren Stellen wie Leitungsschächten, undichten Decken oder Übergängen zwischen Bauteilen. Diese Schwachstellen erlauben es, dass Luft und damit auch Gerüche ungehindert sich ausbreiten. Der Kamineffekt – der durch Druckunterschiede im Gebäude entsteht – verstärkt das Problem zusätzlich.
Mit modernen Messtechniken wie Überdrucktests oder Nebelverfahren können Leckagen sichtbar gemacht werden. Doch die eigentliche Lösung beginnt schon in der Bauphase: luftdichte Einheiten und durchdachte Lüftungskonzepte sind der Schlüssel, um Rauch und Geruchsbelästigungen effektiv zu verhindern.
Die beste Prävention beginnt bei der Planung. Architekten, Baufamilien und Bewohner sollten sicherstellen, dass luftdichte Lösungen zwischen den Einheiten umgesetzt werden. Auch in bestehenden Gebäuden können gezielte Maßnahmen helfen, um den Wohnkomfort wiederherzustellen
Ob Zigarettenrauch, Essensgerüche oder Lärm – interne Leckagen sind ein oft unterschätztes Problem, das den Alltag erheblich beeinträchtigen kann. Mit der richtigen Planung und Umsetzung lassen sich jedoch viele Streitigkeiten und Ärgernisse vermeiden..
Fachartikel
Luftdichtheit und Feuchteschäden an Gebäuden: War früher alles besser
https://luftdichtheit-geprüft.de/2021/03/luftdichtheit-und-feuchteschaeden-an-gebaeuden-war-frueher-alles-besser-fachartikel/
Luftdichtheit kann mehr als nur Wärmeschutz
https://www.bionic3.de/wp-content/uploads/2024/12/Fachartikel_Luftdichtheit_mehralsWaermeschutz.pdf
Podcastfolgen
Schutzdruck erklärt: Blower-Door-Tests bei Leckagen und Sanierungen (49)
https://luftdichtheit-geprüft.de/podcast/schutzdruck-messung-blowerdoor/
Brandschutz, Schallschutz, Geruchsschutz: Die Luftdichtung ist der Schlüssel. | Folge 23
https://luftdichtheit-geprüft.de/podcast/brandschutz-schallschutz-geruchsschutz-23/
Gründe für einen Blower-Door-Test: Geld sparen und Argumente für luftdichtes Bauen | Folge 22
https://luftdichtheit-geprüft.de/podcast/blower-door-test-gruende-22/
Laubengänge und Blower-Door-Tests bei großen Gebäuden: Die 20 % Regelung ist falsch (20)
https://luftdichtheit-geprüft.de/podcast/laubengaenge-und-blower-door-tests/
Leckagesuche mit Blower-Door-Tests: So spürst Du gefährliche Löcher auf (7)
https://luftdichtheit-geprüft.de/podcast/007-leckagesuche/
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Der Beitrag Gerüche und Luftdichtheit: Wie Leckagen Probleme im Gebäude verursachen| 50 erschien zuerst auf Luftdichtheit geprüft.
Schon mal von einer Schutzdruckmessung gehört? Nein? Kein Problem, ich erkläre es euch.Holger Merkel und Dirk Kabisch waren vor Kurzem auf einer echten Abenteuer-Baustelle: ein altes Industriegebäude, aufgeteilt in mehrere Einheiten, sollte auf Luftdichtheit geprüft werden. Das Besondere: Es mussten vier Blower-Door-Geräte gleichzeitig laufen, um die gesamte Gebäudehülle zu testen, weil beim Messen der Einheiten nacheinander der geforderte Grenzwert nicht eingehalten wurde. Im Podcast spreche ich mit Holger darüber, wie sie das geschafft haben und welche Herausforderungen sie dabei meistern mussten.
Blower-Door-Test und Schutzdruck: Was tun bei schwierigen Sanierungen?
Eine Schutzdruckmessung wird dann nötig, wenn die Standard-Methoden nicht mehr ausreichen. Das passiert oft bei größeren Gebäuden mit mehreren Einheiten, wie Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus oder Gewerbeobjekte, die alle von außen erschlossen sind und nich tüber ein Treppenhaus.. Das Problem: Leckagen zwischen den Einheiten können die Messwerte völlig durcheinanderbringen, sodass der Grenzwert für die Luftdichtheit nicht eingehalten wird.
Die Lösung? Alle Einheiten gleichzeitig messen und dabei den Druckunterschied zwischen ihnen ausgleichen. So bewerten wir nur die äußere Gebäudehülle. Hört sich simpel an, oder? Ist es aber nicht. Mehr Geräte bedeuten mehr Abstimmung, mehr Aufwand und auch mehr Raum für Fehler. Vier Geräte im Einsatz – warum so kompliziert?Warum Schutzdruck bei Sanierungen unverzichtbar ist
Bei diesem Projekt haben Holger und Dirk vier Gebläse gleichzeitig verwendet, eines für jede Einheit. Das klingt erstmal logisch, aber hier steckt der Teufel im Detail: Jede Einheit war unterschiedlich groß und unterschiedlich luftdicht, deshalb musste jedes Gerät individuell eingestellt werden.
Das allein wäre schon knifflig genug, aber die Geräte beeinflussen sich auch gegenseitig. Wenn eines den Druck erhöht, gleicht ein anderes ihn automatisch aus – und das kann die Ergebnisse komplett verfälschen. Holger hat mir erzählt, dass sie ständig alles im Blick haben und nachjustieren mussten. Anders als bei einer normalen Mehrgerätemessung war hier nichts automatisiert. Es war echte Handarbeit und ein Balanceakt. Kalte Baustelle, heiße Diskussionen
Die Arbeit fand an einem kalten Samstagmorgen statt – und ich gebe zu, das klingt nicht gerade nach einem Traumjob. Holger und Dirk haben sich die Arbeit geteilt: Einer hat die Drücke überwacht, während der andere die Einstellungen an den Geräten vorgenommen hat. Im Podcast erzählt Holger, wie sie dabei immer wieder improvisieren mussten, um alles ans Laufen zu bekommen. Sinn oder Unsinn? Schutzdruck kritisch betrachtet
Natürlich haben wir auch darüber gesprochen, ob Schutzdruckmessungen immer sinnvoll sind. Oft sind sie der letzte Rettungsanker, wenn die Gebäudequalität nicht stimmt. Das bringt uns zu einem Punkt, der uns wirklich wichtig ist: Wären Schutzdruckmessungen überhaupt nötig, wenn von Anfang an sauber gearbeitet würde? Leider gibt es keine Anforderung an die Luftdichtheit zwischen einzelnen Nutzeinheiten.
Und es geht ja nicht nur um die Messwerte: Schlechte Luftdichtheit wirkt sich auch auf Schallschutz, Brandschutz und – mein persönliches Lieblingsthema – Gerüche aus. Niemand möchte, dass der Curry-Geruch aus der Nachbarwohnung durch die Wände zieht, oder? Unser Appell: Baut keinen Quatsch!
Ich sage es ganz deutlich: Baut keinen Quatsch! Gute Planung und saubere Ausführung könnten viele dieser Probleme vermeiden. Schutzdruckmessungen sind wichtig, aber sie sollten die Ausnahme bleiben, nicht die Regel. Warum ich euch diese Geschichte erzähle
Holger liebt solche Herausforderungen – auch wenn sie anstrengend sind. Und das merkt man auch im Podcast: Er nimmt uns mit hinter die Kulissen, berichtet von den technischen Details und den praktischen Herausforderungen, die sie auf der Baustelle gemeistert haben.
Wenn ihr wissen wollt, warum Holger und Dirk sich diesen Spezialprojekten widmen und was sie daraus gelernt haben, dann hört euch die Folge an. Nach dieser Episode versteht ihr nicht nur, wie Schutzdruckmessungen funktionieren, sondern auch, was sie so besonders macht.
Also, Kaffee schnappen und reinhören – diese Folge lohnt sich.
Shownotes: Links und Empfehlungen
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Der Beitrag Schutzdruck erklärt: Blower-Door-Tests bei Leckagen und Sanierungen|49 erschien zuerst auf Luftdichtheit geprüft.
Retten Gutachter:innen Gebäude? Wieso sind Sachverständige anders auf der Baustelle, wenn sie von einem Gericht bestellt sind? Wie helfen Blower-Door-Tests bei Gutachten? Was ist eigentlich schon wieder mit dieser Luftdichtung? Fragen über Fragen, die wir in dieser Podcastfolge mit unserem Gast Professor Matthias Zöller diskutieren. Professor Zöller ist von der IHK Pfalz öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schäden an Gebäuden. Er bildet zudem andere Sachverständige und damit auch Gerichtsgutachter:innen aus.
Im Raum ist es warm, draußen ist es kalt, Feuchtigkeit sammelt sich im Innenraum und will raus. Wenn die Luftdichtung schlecht verarbeitet ist, kommt es zur Konvektion. In Bauteilen sammelt sich dann Tauwasser an. Das kann dazu führen, dass die Wärmedämmkonstruktion anfängt zu faulen und zu schimmeln. Spätestens wenn es stinkt und ein Fleck an der Wand sichtbar wird, fällt es den Nutzer:innen oder Bewohner:innen auf.
Zudem gibt es wieder jede Menge interessante Anekdoten aus dem Baustellenalltag
Die Zusammenfassung per Text, Fotos, Grafiken und ausführlichen Shownotes mit Verlinkungen findest du auf unserem Blog https://luftdichtheit-geprueft.de. Wenn du Fragen zur Luftdichtung, Blower-Door-Tests oder dem Podcast hast, freuen wir uns über Kommentare; du kannst uns natürlich auch direkt kontaktieren: Das Luftdichtheit-geprüft-Team: [email protected], Tel.: 07272-927385; [email protected]; Heide Merkel: [email protected], Tel.: 07272-7701910, https://www.besser-als-marketing.de. Die YouTube-Version der Folge und viele hilfreiche Videos findest du auf unserem Kanal: https://www.youtube.com/@Luftdichtheitgepruft
Der Gutachter oder die Gutachterin holt sich in solchen Fällen oft Blower-Door-Messdienstleister wie uns als Unterstützung. Denn wir können zeigen, wo die Leckstelle, also die Undichtheit in der Konstruktion liegt. Denn dort, wo es feucht ist, ist nicht unbedingt das Loch.
Das haben wir bereits mehrmals in unserem Podcast thematisiert, beispielsweise in unserer Premierenfolge „Hilfe, es tropft im Bad – Leckagenalarm“. Hier dachte der Besitzer, dass es ein Loch im Dach gebe. Die Ursache war jedoch ein mit Schaum abgedichtetes Rohr im Bad. Das Resultat: Die Rohrdurchführung war undicht. Und wie bereits die Norm DIN 4108– 7 sagt, Schaum ist nicht luftdicht, also zur Herstellung der luftdichten Ebene absolut ungeeignet. Und in diesem Fall war der Handwerker auch mit dem Schaum nicht an alle Stellen gekommen, konnte also gar nicht alles abdichten. Mehr dazu lest, hört und seht ihr in der Podcastfolge Nummer 1, in unserem Blog, auf YouTube oder auf den gängigen Podcastplattformen. Hier der Link zum Blogartikel: https://luftdichtheit-geprüft.de/podcast/001-hilfe-bad-tropft/
Professor Matthias Zöller sagt, dass die Probleme mit Löchern in der luftdichten Ebene sichtbar geworden sind durch die gestiegenen Wärmeschutzanforderungen seit etwa 1995. Vor allem bei Dächern haben diese dann zugenommen. Der Druck im Inneren ist höher als außen. Er erklärt dies mit dem Kamineffekt: Die feuchte Luft strömt durch das Bauteil Dach und somit kommt es zur Tauwasserbildung in der Konstruktion.
Matthias Zöller sagt, dass er seit Anfang der 2000er als Sachverständiger mit diesem Problem „Bauschäden durch mangelhafte Luftdichtung“ konfrontiert ist.
Kamineffekt
Der bauphysikalische Effekt – der Kamineffekt – ist die zentrale Erklärung für diese „mysteriösen“ Leckagen bzw. Leckstellen und deren Auswirkungen an ganz anderen Orten.
Wir haben dazu mehrere Artikel oder Podcastfolgen:
Wenn der Dachboden zieht wie Hechtsupp: 5 typische Fehlerquellen
Sanierung von Fachwerkhäusern: Das machen die meisten falsch
Innendämmung der Außenwände: anspruchsvolle Konstruktionen richtig planen und ausführen
Luftdichtheit und Feuchteschäden an Gebäuden: War früher alles besser (Fachartikel)
Kompaktwissen für Energieberater: Blower-Door-Tests für die KfW mit der richtigen Blower-Door-Norm (Fachartikel)
Kleine Leckagen: so gefährlich sind sie für eure Gebäude
Achtung hier zieht’s: Leckageortung bei Gebäuden mit dem Blower-Door-Verfahren (Fachartikel)
Vor 10 Jahren habe ein Kollege den Begriff selbstkompostierbare Dächer entwickelt. Professor Matthias Zöller engagiert sich beim Aachener Institut für Bauschadensforschung. Bei der Bauforschung haben sie viele der Konstruktionen untersucht, von denen eigentlich abgeraten werde, die dann jedoch gut funktionieren: beispielsweise Flachdächer in Holzbauweise ohne Hinterlüftung. Er habe daher mit vielen Architekten und Architektinnen gesprochen, warum diese Konstruktionen so oft geplant werden. Die Antwort sei gewesen: Weil sie gute Erfahrungen damit gemacht haben.
Holger Merkel ist von Holzbaukonstruktionen überzeugt: von der Nachhaltigkeit, besserem Raumluftklima für gesundes Wohnen und Dauerhaftigkeit der Konstruktionen. Daher fand er den Kampfbegriff selbstkompostierbare Dächer schon immer fragwürdig. Konventionelle Massivbau-Billigkonstruktionen weisen sicherlich genauso viele Bauschäden auf – vor allem, da hier wenig zur Luftdichtheit gedacht wird. Als Blower-Door-Messdienstleister sieht Holger Merkel häufig vergammelte Polystyrol-Dämmungen, besser bekannt als Styropor.
Wichtig ist einfach, dass auf die Luftdichtheit geachtet und diese gut geplant und anschließend fehlerfrei ausgeführt wird.
Ob ein Sachverständiger im Privatauftrag oder im Auftrag eines Gerichts auf der Baustelle ist, macht einen Unterschied im Ergebnis. Darüber habe ich mich mit Professor Matthias Zöller in Folge 47 von Luftdichtheit geprüft unterhalten.
In dieser Folge bestätigt er, dass wenn es laut Gericht zum Beispiel um ein undichtes Fenster geht und ein Blower-Door-Messdienstleister auf der Baustelle bei der Leckagesuche supportet, hier der Fokus liegt. Dass dann die Toilette, in der es vielleicht zieht, gar nicht beachtet wird. Hier gelte der Beweisbeschluss und alles müsse mit dem Gericht abgestimmt werden.
Ist der Sachverständige im Privatauftrag da, dann würde er darauf aufmerksam machen, sollte es bei Unterdruck und 50 Pascal stark durch die Drückerklappe der Toilette ziehen, eventuell ein größerer Schaden dahinter steckt.
Holger Merkel erzählt von seiner Erfahrung bei der Begleitung eines Gerichtsgutachtens. Erst gab es den offiziellen Teil, dann den inoffiziellen Teil.
Als Bauschadenssachverständiger interessiert Matthias Zöller nicht die Luftwechselrate oder ein normgerechter Blower-Door-Test, sondern die Leckageortung. Im Winter setzen wir meist auch Thermografie ein. Weitere Hilfsmittel sind Anemometer, Nebel und auch die eigene Hand. Dazu haben wir verschiedene weitergehende Artikel:
Leckagesuche bei Bauschäden mit Endoskop
#007 Leckagesuche mit Blower-Door-Tests: So spürst Du gefährliche Löcher auf
#12 Luftdichtheit: So sind 100 % möglich – Pfuschen ist keine Option mehr
Ist die Dachabdichtung schuld? Professor Matthias Zöller musste der Frage nachgehen, warum Farbe am Dachüberstand abblätterte. Dazu ließ er das Dach öffnen und sah eine verfaulte Dämmung. Aber es ging um die abblätternde Farbe und nicht um den Dachquerschnitt. Und die Dachabdichtung hatte nichts mit der abblätternden Farbe zu tun.
Der Sachverständige hat die Frage beantwortet und dann darauf hingewiesen, dass sicherlich eine Beweisschlusserweiterung komme, bei der das Dach nochmal geöffnet werden muss. Daher könne er sich auch jetzt das Dach anschauen. Aber alle müssten damit einverstanden sein. So sei die formale Reihenfolge. Wird das Dach einvernehmlich geöffnet und näher begutachtet muss dies dem Gericht mitgeteilt werden.
Wenn jemand nein gesagt hätte, hätte er sozusagen seine „Klappe“ halten müssen.
Matthias Zöller erzählt einige Anekdoten und Beispiele aus seinem Berufsalltag in dieser Podcastfolge. Beispielsweise von „Geruchsbelästigung“ aufgrund schlechter Luftdichtung.
Holger Merkel erzählt von internen Leckagen, die u. a. auch durch falsch eingebaute Lüftungsanlagen vorkommen.
Inzwischen wird Holger Merkel mit seinem bionic3-Team immer öfter zu Gutachten und Gerichtsgutachten hinzugezogen. Im Podcast fasst er mit dem Sachverständigen Matthias Zöller wichtige Eigenschaften und Verhaltensweisen zusammen, die ein Blower-Door-Messdienstleiter oder eine Blower-Door-Messdienstleisterin haben sollte.
Was kann ein Bauherr, eine Baufamilie, ein/e Auftraggeber:in mit einem Gutachten anfangen? Ist es verbindlich? Die offizielle Antwort: Nein. Gutachten sind Beweismittel. Gutachten sind also nicht verbindlich. Die Gerichte sind jedoch meist dankbar, wenn die Sachverständigen die Argumente bringen, damit sie leichter entscheiden können.
Diese Info war für mich völlig neu: Wenn ein Gutachten für das Gericht nicht verwendbar ist, wird es nicht honoriert.
Mehr zu Professor Matthias Zöller: http://www.sv-zoeller.de/person.html
Lehrgang Sachverständige(r) für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücke – mit Professor Matthias Zöller
Allgemein anerkannte Regel der Technik vs. Stand der Technik| bionic3 Wissen pur
Seminarübersicht von Matthias Zöller: https://www.ibr-seminare.de/Visitenkarte/10047
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Als Beruf ist es spannend, als Hausbesitzer:in ist es meist unschön, mit ihnen zu tun zu haben: Sachverständige von Gebäuden bzw. Gerichtsgutachter:innen. Manche können sehr hilfreich sein, andere wiederum viel Nerven und Geld kosten, weil sie den Drang zum Gerichtsverfahren schüren.
In der aktuellen Podcastfolge 47 gibt Professor Matthias Zöller Einblick in seinen Berufsalltag. Er ist von der IHK Pfalz öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schäden an Gebäuden. Er bildet zudem andere Sachverständige und damit auch Gerichtsgutachter:innen aus.
Sachverständige:r oder die offizielle Bezeichnung Sachverständige:r für Schäden an Gebäuden: Die Hürden für diesen Titel sind jedoch nicht besonders hoch, wenn man in der Baubranche arbeitet. Generell sind vom ursprünglichen Sinn her alle Baubeteiligte Sachverständige, da sie sich mit ihrer Materie auskennen.
Der Begriff Sachverständige:r ist nicht geschützt. Es reicht, Grundkenntnisse im entsprechenden Gebiet nachzuweisen, um Sachverständige:r zu sein. Eine offizielle Weiterbildung ist nicht gefordert. Der Sachverständige Matthias Zöller bildet selbst seit Jahren fundierte Sachverständige aus. Gerichtsgutachter:innen sind Menschen, die dann vom Gericht beauftragt werden.
Gutachten können schriftlich und mündlich erstellt werden. Sachverständige sollen bei einem Gutachten ein Problem fundiert analysieren und bewerten. Wichtig ist, dass die Sachverständigen im Gutachten fachlich kompetent und objektiv sind.
Gerichtsgutachten sind eine Variante von Gutachten, bei der das Gericht einen Sachverständigen offiziell bestellt. Gerichtsgutachten sollen Juristen durch Expertenwissen und Analysen unterstützen, eine faire Entscheidung zu treffen.
Die Zusammenfassung dieser Folge per Text und ggf. Fotos, Grafiken und ausführlichen Shownotes mit Verlinkungen findest du auf unserem Blog https://luftdichtheit-geprueft.de
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Früher waren es die Gelben Seiten, heutzutage nutzt fast jede:r eine Suchmachine, um etwas zu recherchieren. Aber nur weil jemand bei Google als Bausachverständige:r angezeigt wird oder eine hübsche Webseite hat, bedeutet es nicht, dass die Qualität stimmt oder diese Person für diese spezielle Anfrage und Aufgabe geeignet ist.
Oft wird einfach irgendwer gewählt und dann sind später die Auftrageber:innen, meist Baufamilien, enttäuscht, dass nicht das erhoffte Resultat sichtbar wurde.
Hilfreich ist es, sich nach Empfehlungen umzuhören, zu schauen, ob der- oder diejenige bereits in ähnliche Fälle involviert waren oder sinnvolle Lösungen hatten.
Eine qualifizierte:r Sachverständige:r soll den ratsuchenden Auftraggeber:innen helfen, objektive Einschätzungen zu erhalten und sinnvolle Lösungen zu finden. Die Kommunikation zwischen den Parteien und die Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten stehen im Vordergrund. In vielen Fällen geht es darum, Konflikte zu entschärfen und vernünftige Entscheidungen zu treffen.
Professor Matthias Zöller warnt davor, generell Gerichtsverfahren anzustreben. In der Podcastfolge Nr. 47 von Luftdichtheit geprüft erzählt er ab Minute 3 von Sachverständigen, die Bauherr:innen zu Gerichtsverfahren ermutigen, die Kosten aber dann von diesen selbst getragen werden müssen.
Gerichtsgutachter Matthias Zöller nennt einige Beispiele aus seinem Arbeitsalltag. So wird er regelmäßig vom Landgericht Mainz als Sachverständiger bestellt. Bei einem Fall hat der Bauherr, der das Gerichtsverfahren angestrebt hat, festgestellt, dass die Untersuchungen teurer werden, als wenn er den Mangel selbst beseitigt. Dieser habe seinen Antrag dann zurückgezogen.
Schäden oder Probleme, zu denen Gutachter:innen gerufen werden, haben meist mit Feuchtigkeit, Wasser, Schimmel, Löchern und Akustikproblemen zu tun.
Ein guter Sachverständiger bzw. eine kompetente Sachverständige handelt ethisch korrekt und sagt direkt nach der Beratung, ob es Sinn macht, ein Gerichtsverfahren anzustreben.
„Manche Hausbesitzer:innen werden von Sachverständigen in ein Gerichtsverfahren getrieben, das sie nie gewinnen können. Zum Schluss bleibt ein riesen Zeitaufwand und ein riesen Packen an Kosten, stellt Matthias Zöller fest.
Generell sei es sinnvoll, Gerichtsverfahren zu vermeiden. Diese dauern meist Jahre, kosten Geld und extrem viele Nerven. Das habe häufig auch damit zu tun, dass sich die Menschen bereits vor dem Verfahren schon zerstritten haben. Es gibt die Möglichkeit, eine Rechtsschutzversicherung für gerichtliche Verfahren vorab abzuschließen. Eine private Konsultation durch Gutachter:innen muss jedoch in der Regel selbst bezahlt werden.
Gerichtsgutachter Matthias Zöller erzählt, dass es im Vergleich zu Italien in Deutschland die doppelte Anzahl von Streitigkeiten hinsichtlich Schalls und Akustik gibt. Es ist somit also auch ein subjektives Empfinden, wie leise etwas sein soll: „In der Akustik ist es so, dass wir einen immer mehr sinkenden Grundgeräuschpegel haben“, so Zöller.
Eigentlich sind alle Ingenieur:innen und Architekt:innen Sachverständige, sie wissen es nur nicht. Im Podcast sprechen wir ab Minute 8 über die geschichtliche Entwicklung dieses Berufs.
Prof. Zöller listet historische Bauprojekte auf, deren Bauzeit sich teilweise über Jahrzehnte erstreckte, beispielsweise der Petersdom in Rom oder das Berliner Schloss. Dabei erklärt er, warum und wie sich das Berufsbild des Sachverständigen entwickelte.
Schon im 15. Jahrhundert befassten sich Expert:innen mit der Analyse von Bauwerken wie dem Petersdom in Rom. Diese frühen Sachverständigen waren Mathematiker und Naturwissenschaftler, die zur Klärung von Fragen herangezogen wurden, wenn es um die Integrität von Bauwerken ging.
Die Geschichte zeigt, dass Bauprojekte oft mit langwierigen Herausforderungen und sogar Rechtsstreitigkeiten einhergehen können. Professor Zöller hebt hervor, dass Aufklärung und Kommunikation von größter Bedeutung sind, um Missverständnisse zu vermeiden und Mängel frühzeitig zu erkennen. Die Tatsache, dass es heutzutage spezialisierte Sachverständige gibt, verdeutlicht, dass ein Bedarf für Klarheit und Expertise besteht, um Fehler zu vermeiden und gerechte Lösungen zu finden.
Matthias Zöller schätzt an seinem Beruf die Abwechslung. Auch wenn vielekuriose Erlebnisse im Leben eines Gerichtsgutachter dazugehören. So erzählt Professor Matthias Zöller im Podcast von einem Baustellentermin, bei dem Porschefahrer dachten, dass sie das Sagen haben. Oder von einem Mann, der so sauer auf seinen Nachbarn war, dass er vor die Tür urinierte. Als Gerichtsgutachter:in bekommt man Einblick in alle Gesellschaftsschichten und in viele mentale Zustände.
Matthias Zöller ist Sachverständiger aus Überzeugung. Er erwähnt, dass es private Anfragen gibt, die oft schnell telefonisch geklärt werden können. In diesen Fällen hilft er kostenfrei, da es Teil seiner Aufgabe ist, Menschen aus ihrer Unsicherheit zu helfen. Er stellt fest, dass die Fälle oft sehr differenziert sind und es keine pauschalen Antworten gibt.
Matthias Zöller bildet Sachverständige an Gebäuden aus. Es ist eine Weiterbildung, in der erst fachliche und ethische Grundlagen vermittelt werden und dann an Beispielen geübt wird. In der Podcastfolge spricht er ausführlich über die Stufen der Weiterbildung.
Die Teilnehmer:innen sollten bereits über eine gewisse Erfahrung in der Bauleitung oder einem verwandten Bereich verfügen. Während der Ausbildung werden sowohl technische Aspekte als auch gesellschaftliche Aufgaben behandelt. Themen wie anerkannte Regeln der Technik, die Bedeutung von Normen und die richtigen Verfahren stehen im Fokus.
Es ist ihm ein Anliegen, Nachwuchs und vor allem auch Frauen in diesem Bereich zu fördern. Aktuell gebe es in Deutschland zu wenige Gutachterinnen und Gutachter. Er müsse fast täglich eine Anfrage ablehnen. Für ihn ist es dennoch ein sehr erfüllender Beruf, weil es um Gerechtigkeit gehe. Wichtig sei auch, dass die Sachverständigen ihre eigenen Grenzen kennen, wissen, wann sie jemanden externen zu Rate ziehen sollten.
Bei einem Baustellentermin hat Matthias Zöller ein Diktiergerät in der Hand, in dem er seine Beobachtungen und Analysen festhält. Nach dem Termin trägt er dann die wichtigen Punkte in sein Protokoll ein.
Diese Folge von Luftdichtheit geprüft ist mit 40 Minuten etwas länger als unsere anderen Folgen, dafür sehr intensiv und aufschlussreich. Also hört oder schaut rein.
Mehr zu Professor Matthias Zöller: http://www.sv-zoeller.de/person.html
Lehrgang Sachverständige(r) für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücke – mit Professor Matthias Zöller
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Seminarübersicht von Matthias Zöller: https://www.ibr-seminare.de/Visitenkarte/10047
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Verarbeitungstipps und typische Fehler sind in ausführlicherer Form auch in Holgers neuem Buch nachzulesen und anzuschauen. Warum es das Buch gibt und was das Besondere daran ist, hört und seht ihr in unserer Spezial-Podcastfolge: Neu: Fachbuch Luftdichtheit von Gebäuden. Ratgeber für die Praxis
Ganz zum Schluss: Blick hinter die Kulissen der Podcastaufnahme mit Matthias Zöller. Wir hatten den Luftdichtheitsbobtail Amy in den Pausen dabei. Und Patrick Hubig von hubig.info hat uns bei der Aufnahme unterstützt.
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Der Beitrag Gerichtsgutachten und Gutachter:innen: Was ist das, kann ich das werden und was wird dadurch besser? erschien zuerst auf Luftdichtheit geprüft.
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