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Baustellen im Winter sind schwieriger als im Sommer: Feuchtigkeit und Kälte können Produkte und Baumaterialien in ihrer Funktion einschränken. Zudem wird die Konstruktion stark belastet, wenn bestimmte Bauabläufe nicht beachtet werden. In diesem Blogartikel und in der aktuellen Podcastfolge beschäftigen sich Zimmermeister Jan Bernhardt und Autor Holger Merkel mit Winterbaustellen. Sie listen viele erschreckende Beispiele aus der Praxis auf und erklären gleichzeitig, wie Bauschäden und Irritationen auf der Baustelle verhindert werden können.
Auf den ersten Blick wirkt es so, als würden die Klebebänder halten. Am nächsten Tag jedoch baumeln sie von der Folie herab. Im Winter können dies die Ursachsen sein:
Hier unser Tipp: Immer Verarbeitungshinweise lesen und mit der Hand überprüfen, ob sich Feuchtigkeit bereits auf den Oberflächen abgesetzt hat. Zudem immer lüften: Einfach nur das Kellerfenster kippen, reicht nicht aus.
Die Zusammenfassung per Text, Fotos, Grafiken und ausführlichen Shownotes mit Verlinkungen findest du auf unserem Blog https://luftdichtheit-geprueft.de, Wenn du Fragen zu Luftdichtung, Blower-Door-Tests oder diesen Podcast hast, freuen wir uns über Kommentare; du kannst uns natürlich auch direkt kontaktieren: Das Luftdichtheit-geprüft-Team [email protected] | Tel: 07272-927385; Jochen Götz [email protected]; Holger Merkel [email protected]; Heide Merkel h[email protected] | 07272/77 01 911 | https://www.besser-als-marketing.de
Die Dampfbremse aus dem Lkw geholt, hochgeschleppt und gleich fleißig verarbeitet: Leider kann dies im Winter problematisch sein. Beispielsweise, wenn die Luftdichtungsbahn in der Kälte war, Luftfeuchte kondensiert und die Bahn direkt, ohne zu trocknen, weiterverarbeitet wird. Mögliches Resultat: Klebebänder haften nicht richtig, die Feuchtigkeit wandert in die Konstruktion und auf der Dampfbremse bleibt die Feuchtigkeit stehen. Schimmel könnte eine Konsequenz sein.
Fast alle Steildächer sind aus Holz. Holz nimmt Feuchtigkeit auf und hat die Eigenschaft, dass es die Feuchtigkeit auch wieder abgibt.
Im Winter empfiehlt Jan, dass erst Dämmung und Luftdichtung ausgeführt werden – also 100 % luftdicht mit allen Anschlüssen und Übergängen. Dann sollten erst die Nassarbeiten gemacht werden, z. B. Verlegung des Estrichs. Das bedeutet, dass hier die Gewerke klar kommunizieren müssen, wer wann kommen möchte.
Holger hingegen sagt, dass er auch bei dieser Reihenfolge schon Schimmel und Bauschäden gesehen hat, da auch wirklich alle Anschlüsse und Durchdringungen dicht sein müssen.
Bunte Farben am Holz sind meist nicht schön, weil es oft bedeutet, dass verschiedene Pilze sprießen. Das kann im Neubau im Dachgeschoss in kurzer Zeit vorkommen, wenn die Luftfeuchte zu hoch ist. Holger und Jan beschreiben in der aktuellen Podcastfolge 36 Beispiele dazu.
Wenn ein Estrich verlegt wurde, dampft die Feuchtigkeit aus. Hier gilt: Am besten sollte die Dampfbremse bzw. luftdichte Ebene nicht kurz vorher verlegt worden sein. Vor allem, wenn diese aus OSB-Platten besteht. Besser: Erst Estrich trockenen lassen, dann OSB Platten einbauen. Holger beschreibt ab Minute 8 in der Podcastfolge ein Beispiel, das er live erlebt hat: verschimmelte OSB-Platten.
Am Freitag haben alle fleißig auf der Baustelle gearbeitet, den Estrich verlegt. Am Wochenende war es plötzlich sehr kalt, am Montag war alles verschimmelt.
„Wenn ihr es nicht weggelüftet bekommt, dann müsst ihr für Bautrocknung sorgen.
Sonst geht es schief“
Holger Merkel, Autor und Blower-Door-MessdienstleisterFrüher war doch alles besser, oder? Nun, was Luftdichtheit anbelangt, nicht unbedingt, aber was Baufeuchte betrifft schon: Der Zeitdruck war nicht so groß, fast fertige Baustellen standen teilweise monatelang leer und konnten somit austrocknen. Manchmal wird dies auch in ländlichen Regionen noch praktiziert. Manche Häuser haben dann noch keine Fenster. Das ist perfekt, um möglichst viel Feuchtigkeit aus der Konstruktion zu leiten. Ganz früher gab es auch die Methode, dass ärmere Menschen in neue Häuser zum Trockenwohnen geschickt worden sind. Baufeuchte im Neubau ist inzwischen für alle selbstverständlich. Die Gerüche und Belastung in der Raumluft hinterfragt fast keiner mehr.
Zu dem Mythos, dass früher alles besser gewesen ist, haben wir in der Podcastfolge 11 gesprochen: „Luftdichtheit und Feuchteschäden an Gebäuden: War früher wirklich alles besser?“ und Holger hat dazu auch mehrere Fachartikel veröffentlicht. Eine Version findet ihr kostenfrei in unserem Blog:
Luftdichtheit und Feuchteschäden an Gebäuden: War früher alles besser (Fachartikel).
Auf Winterbaustellen können feuchtevariable oder feuchteadaptive Dampfbremsen ihre Funktion verlieren. Wenn es sehr feucht und warm ist, öffnen sie sich und lassen Feuchtigkeit in die Konstruktion. Allerdings sind die Mengen in der Regel überschaubar. Schäden entstehen meist durch Konvektion.
Hier auch auf die Herstellerhinweise achten. Holger sagt, seine Erfahrung ist, dass er nur wenig Bauschäden mit feuchteadaptiven Materialien gesehen hat. Und wenn, dann waren Leckagen das Problem in der luftdichten Ebene. Holz übrigens ist auch feuchtevariabel.
Feuchtigkeit im Winter belastet Mensch und Konstruktion auf der Baustelle mehr, obwohl im Sommer mehr Feuchtigkeit in der Luft ist. Die Gründe:
Der Estrich wird verlegt und die Handwerker kleben eine Notiz an die Bautür, dass die kommenden Tage und Wochen die Baustelle nicht gelüftet werden darf. Gleichzeitig haben sie die Heizung aufgedreht, die Fenster bleiben zu und auf einmal herrscht tropisches Klima im Gebäude. Die Fehler sind hier, dass nicht hinterfragt wird, wie lange der Estrich eigentlich nicht betreten werden darf (normalerweise maximal 2 Tage) bzw. ab wann gelüftet werden darf.
Erfahrungswert: Wenn das Gebäude 3 Tage lang feucht ist, werden Oberflächen angegriffen und es kommt zu Feuchteschäden wie Schimmel.
Die Anekdoten und Schreckensbeispiele in ausführlicher Form kannst du dir in der 20-minütigen Podcastfolge anhören oder anschauen.
Welche Erfahrungen hast du mit Baufeuchte und Bauen im Winter? Schreib uns an [email protected] oder in die Kommentare. Wir freuen uns auf deine Rückmeldung.
Hierauf verweisen wir in der aktuellen Podcastfolge:
Wer ist schuld? Durchdringungschaos.
Luftdichtheitsnorm DIN 4108-7: praktische Hinweise, die die Planung vereinfachen
#12 Luftdichtheit: So sind 100 % möglich – Pfuschen ist keine Option mehr
Perfektes Material für die Luftdichtung: Das sagt die Luftdichtheitsnorm DIN 4108-7 | #19 Podcast
Mehr Beispiele auch im Fachbuch von bionic3 Luftdichtheit geprüft Kollegen Holger Merkel: Luftdichtheit von Gebäuden. Ratgeber für die Praxis. Hier kannst du es bestellen.
Verarbeitungstipps und typische Fehler sind in ausführlicherer Form auch in Holgers neuem Buch nachzulesen und anzuschauen. Warum es das Buch gibt und was das Besondere daran ist, hört und seht ihr in unserer Spezial-Podcastfolge: Neu: Fachbuch Luftdichtheit von Gebäuden. Ratgeber für die Praxis
„Luftdichtheit und Feuchteschäden an Gebäuden: War früher wirklich alles besser?“
Luftdichtheit und Feuchteschäden an Gebäuden: War früher alles besser (Fachartikel)
Diffusion vs. Konvektion: So könnt ihr euren Kunden die Begriffe einfach erklären.
Neu: Fachbuch Luftdichtheit von Gebäuden. Ratgeber für die Praxis
Wer ist schuld? Durchdringungschaos.
Luftdichtheitsnorm DIN 4108-7: praktische Hinweise, die die Planung vereinfachen
#12 Luftdichtheit: So sind 100 % möglich – Pfuschen ist keine Option mehr
Perfektes Material für die Luftdichtung: Das sagt die Luftdichtheitsnorm DIN 4108-7 | #19 Podcast
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Der Beitrag Bauen im Winter: Gefahren für die Konstruktion erschien zuerst auf Luftdichtheit geprüft.
Zimmerer und Luftdichtheit: eigentlich ein gutes Team. Aber inzwischen erleben wir immer mehr Baustellen, bei denen Fehler passieren, die Zimmerer eigentlich besser wissen sollten. Zimmermeister Jochen Götz ist Referent bei diversen Meisterschulen und Ausbildungszentren. Er wird öfter belächelt, wenn er nochmal ausdrücklich auf Luftdichtheitsdetails hinweist. Gleichzeitig ist er als Luftdichtheitsberater, Blower-Door-Messdienstleister und Qualitätsüberprüfer auf Baustellen und stellt fest, dass genau die Verarbeitungsfehler gemacht werden, vor denen er warnt.
Die Zusammenfassung per Text, Fotos, Grafiken und ausführlichen Shownotes mit Verlinkungen findest du auf unserem Blog https://luftdichtheit-geprueft.de, Wenn du Fragen zu Luftdichtung, Blower-Door-Tests oder diesen Podcast hast, freuen wir uns über Kommentare; du kannst uns natürlich auch direkt kontaktieren: Das Luftdichtheit-geprüft-Team [email protected] | Tel: 07272-927385; Jochen Götz [email protected]; Holger Merkel [email protected]; Heide Merkel h[email protected] | 07272/77 01 911 | https://www.besser-als-marketing.de
Ein Sparren hat vier Seiten. Aber wenn es in der Realität – also auf der Baustelle – zu einer Sparren-Luftdichtheits-Begegnung kommt, wird die vierte Seite oft großzügig übersehen, sagt Zimmermeister Jochen Götz. Vor allem, wenn die Stellen bei einer Sanierung schwerer zugänglich sind. Die vierte Seite ist die Unterseite im Bereich der Kerven. Es hilft jedoch nichts: Wenn bei allen Sparren die 4. Seite nicht luftdicht angeschlossen wird, zieht es und Bauschäden sind vorprogrammiert.
Vor allem bei der Sanierung von älteren Gebäuden wird der untere Anschluss nicht fachgerecht verarbeitet: Oft wird die Dampfbremse an die Schwelle angeschlossen und nicht direkt ans Mauerwerk bzw. an den nächst liegenden Teil der luftdichten Ebene. Es zieht dann zwischen Ringanker und Schwelle durch.
Wenn ein Ringanker vorhanden ist, sollte an diesen angeschlossen werden. Direkt ans Mauerwerk kann nicht angeschlossen werden, da Mauerwerk nicht luftdicht ist. Hier muss vorher ein Glattstrich erfolgen, das Mauerwerk muss verputzt sein.
Beim Massivbau ist der Innenputz die luftdichte Ebene. Daher sollte an diese angeschlossen werden. Der Betonringanker ist in der Regel luftdicht, daher kann hier problemlos angeschlossen werden.
Beim Schwellenanschluss am Deckenbalken ist die Herausforderung, dass bei einer Sanierungssituation zwischen Deckenbalken poröses Material als Füllung des Blindbodens verbaut wurde (Bims, Lehmwickel, Schlacken etc.).
Ein oft gesehener Fehler ist: Die Dampfbremse ist nur an die Schwelle angeschlossen und der Übergang von der Schwelle zur Decke ist nicht luftdicht verarbeitet. Also zieht es durch.
Lösung: Nachdem die Dampfbremse an der Schwelle angeschlossen ist, hier eine Sprühpaste bzw. streichbare Luftdichtung verarbeiten. Dazu haben wir mit Jochen eine extra Podcastfolge aufgenommen, die offiziell erst im November 22 erscheint, du bekommst jedoch exklusiv schon Zugang auf die YouTube-Version: Podcastfolge 37 zur flüssigen Dichtung (erscheint offiziell im November 22)
Die Alternativen für diese Situation sind etwas aufwendiger. Hier könnte man auch einen Glattstrich machen oder eine Hilfskonstruktion mit Holz bauen. Wenn hier nicht ordentlich gearbeitet wird, kann es leichter zu Bauschäden kommen, die Luftwechselrate im Gebäude ist höher, es zieht und die Energieeffizienz ist auch niedriger. Gefährlich ist es zudem, weil sich Feuchtigkeit an diesen nicht richtig angeschlossenen Bauteilen sammeln kann und diese dann in die Konstruktion dringt und zu Bauschäden führen kann.
Viele denken, Mauerwerk sei luftdicht. Daher wird die Dampfbremse auch oft falsch angeschlossen, beispielsweise am Mauerwerksgiebel.
Ein Artikel mit Variation und Video von Jochen dazu findest du hier: Luftdichter Anschluss Dampfbremse an Mauerwerksgiebel.
Das ist übrigens unsere beliebteste Podcastfolge: Mythos Mauerwerk: Achtung, Steine sind nicht luftdicht.
Dampfbremse ist perfekt verlegt und angeschlossen – aber dann kommt jemand und schneidet sie auf, um Rohre zu verlegen. Oder es sind Rohre und Kabel schon da und die Handwerker dichten sie irgendwie ab. Teilweise sieht das dann abenteuerlich aus.
Solche Situationen erlebt das bionic3-Team wöchentlich. Mit Kollege Jan Bernhardt, der auch Zimmermeister ist, haben wir dazu zwei Videos aufgenommen, in denen auch die Fotos eingebunden sind. In der vorherigen Podcastfolge beschreibt er einen Fall ausführlicher: Wenn der Dachboden zieht wie Hechtsupp: 5 typische Fehlerquellen.
In der aktuellen Podcastfolge beharrt Jochen darauf, dass die klaffenden Löcher in der Dampfbremse keine Fehler der Zimmerer waren. Dennoch gibt es Zimmerer, die nicht wissen, dass Kabeldurchdringungen am besten mit vorgefertigten Lösungen wie Manschetten abgedichtet werden.
In einer unserer ersten Podcastfolgen, haben wir uns intensiv mit Rohren und Kabeln beschäftigt. Hör, schau oder lies mal rein: Kaputte Luftdichtheit durch Kabel- und Rohrdurchdringungen.
Diese Lösungen sind aufwendiger und man muss sich vorher Gedanken machen. Aber dafür sind auch Zimmerer bekannt: dass sie Gebäude nachhaltig bauen wollen, dass diese lange erhalten bleiben.
Wenn hier nicht ordentlich gearbeitet wird, dann kann es leichter zu Bauschäden kommen, die Luftwechselrate im Gebäude ist höher, es zieht und die Energieeffizienz ist auch niedriger. Gefährlich ist es zudem, weil sich Feuchtigkeit an diesen nicht richtig angeschlossenen Bauteilen sammeln kann. Wenn diese dann in die Konstruktion eindringt, führt das häufig zu Bauschäden.
Vorbeugen ist besser, als später über die Fehler zu diskutieren. Aber wieso passieren solche Fehler? Gründe sind Hektik auf der Baustelle und Kostendruck. Aus dem Kostendruck resultiert dann die Einstellung: „Ich muss gucken, dass ich möglichst schnell mit meiner Arbeit durchkomme“, sagt Zimmermeister Jochen Götz. Jeder schaue auf sich, daher werden offensichtliche Fehlstellen häufig erst bei der Qualitätskontrolle entdeckt oder wenn der Schaden bereits entstanden ist.
Um sein eigenes Gewerk abzusichern und nachweisen zu können, dass alles fachgerecht verarbeitet wurde, empfiehlt Jochen, die Arbeiten per Foto zu dokumentieren. Bei größeren Projekten sind Baustellendokumentationen üblich. Obwohl die Bauleiter diese meist übernehmen, macht es Sinn, wenn die Zimmerer und Zimmerinnen selbst auch dokumentieren.
Zimmerer sind traditionsbewusst und stolz – so Heide Merkels Hypothese. Dieser Gewerkestolz führt dazu, dass nicht miteinander geredet wird. Jochen sagt, dass inzwischen die Fronten zwischen den Gewerken nicht mehr so verhärtet sind und Zimmerer sehr zugänglich sind. Da er selbst Zimmermeister ist, wird Heide das demnächst genauer Beobachten und schauen, ob das mehr als eine subjektive Wahrnehmung von Jochen ist.
Auch dem Handwerker kostet Nacharbeiten unnötig Geld und Zeit. Daher ist das der beste Anlass, um schon jetzt zu vereinbaren, beim nächsten Projekt einzelne Schritte und Details besser zu besprechen.
Es hört sich logisch an, wird auf Baustellen jedoch zu wenig gemacht: miteinander reden. Daher appelliert Zimmerermeister Jochen: „Alle Gewerke mit ins Boot nehmen, Dachdecker, Gipser, Elektriker, Heizungsbauer – kommuniziert miteinander, bevor auf der Baustelle ein Problem entstanden ist.“ Falls du mal auf der Baustelle stehst und denkst: Hilfe, wie soll ich das denn lösen? Ruft einfach Jochen an: 0151 56267523.
Mehr Beispiele auch im Fachbuch von bionic3 Luftdichtheit geprüft Kollegen Holger Merkel: Luftdichtheit von Gebäuden. Ratgeber für die Praxis. Hier kannst du es bestellen.
Verarbeitungstipps und typische Fehler sind in ausführlicherer Form auch in Holgers neuem Buch nachzulesen und anzuschauen. Warum es das Buch gibt und was das Besondere daran ist, hört und seht ihr in unserer Spezial-Podcastfolge: Neu: Fachbuch Luftdichtheit von Gebäuden. Ratgeber für die Praxis
Luftdichter Anschluss Dampfbremse an Mauerwerksgiebel
Mythos Mauerwerk: Achtung, Steine sind nicht luftdicht
Wenn der Dachboden zieht wie Hechtsupp: 5 typische Fehlerquellen
Kaputte Luftdichtheit durch Kabel- und Rohrdurchdringungen
Wer ist schuld? Durchdringungschaos
Pfusch bei Rohren: 3 Tipps für Handwerker:innen, wenn Rohrdurchdringungen falsch abgedichtet sind
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Der Beitrag Zimmerer und ihre typischen Fehler bei der Luftdichtheit erschien zuerst auf Luftdichtheit geprüft.
Oft schaut hier keiner mehr nach und deswegen bleiben viele Fehler unbemerkt: In dieser Folge geht es um den unbewohnten Dachboden. Wenn er zur Gebäudehülle zählt, aber nicht luftdicht ist, kann es unangenehm werden: für die Bewohner:innen, Nutzer:innen und die Konstruktion.
Zimmermeister und Blower-Door-Messdienstleister Jan Bernhardt vom bionic3-Luftdichtheit-geprüft-Team hatte diesen Monat einige zugige Begegnungen auf der Baustelle. Beim ersten Mal hat er etwas länger gesucht, bis er die Ursache fand. Dann ist er routinemäßig immer zum Dachspitz, um zu schauen, was mal wieder schief lief bei der Planung und Verarbeitung.
Diese Podcastfolge ist für das Luftdichtheit-geprüft-Team eine Premiere, denn 1. ist Jan Bernhardt zum ersten Mal Mit-Gastgeber und präsent im Podcast, 2. Haben wir nicht im Studio gedreht, sondern spontan am Rhein in einem Café in Speyer. Wenn du also diese Folge hörst oder auf YouTube schaust, hört du eventuell ein paar Nebengeräusche.
Wir bekommen inzwischen regelmäßig Rückmeldungen zu unseren Blogartikeln und Podcastfolgen von luftdichtheit-geprüft.de: Die meisten schätzen die Praxisnähe und den Mix aus tiefem Fachwissen und schonungslosen Baustellen-Anekdoten. In dieser Folge spreche ich mit meinem Kollegen Jan über seine Woche und die erschreckende Erkenntnis, dass bei jeder 3. Baustelle im Dachboden die fast identischen Fehler bei der Verarbeitung oder Planung der Luftdichtheit gemacht wurden. Er erläutert einen Fall, bei dem der Architekt entsetzt schnell angereist ist. Die Situation konnte gelöst, die Luftdichtung nachgebessert und die Qualitätsüberprüfung positiv abgeschlossen werden.
Die Zusammenfassung mit Text, Fotos, Grafiken und ausführlichen Shownotes mit Verlinkungen findest du auf unserem Blog https://luftdichtheit-geprueft.de.
Wenn du Fragen zur Luftdichtung, zu Blower-Door-Tests oder unserem Podcast hast, freuen wir uns über Kommentare. Du kannst uns natürlich auch direkt kontaktieren: das Luftdichtheit-geprüft-Team: [email protected], Tel: 07272-927385; Holger Merkel [email protected]; Heide Merkel h[email protected], 07272/77 01 911 https://www.besser-als-marketing.de.
Dachböden gehören meist zur beheizten Hülle, da die Luftdichtung so einfacher verlegt werden kann. Viele Dach- und Spitzböden sind nicht aktiv genutzt. In diesem Fall sollte Kollege Jan einen finalen, normgerechten Luftdichtheitstest ausführen. Jan wunderte sich, dass die Software seines Blower-Door-Equipments schnell große Luftdurchlässigkeit anzeigte. Er hatte die typischen Stellen für Leckagen gecheckt, aber dennoch war der Wert zu schlecht, als dass das Gebäude den Blower-Door-Test bestehen könnte.
Also lief er nochmal alle Stockwerke durch und landete auf dem Spitzboden: Dieser wirkte wie ein Lagerraum. Zudem kam ihm ein gefühlter Orkan entgegen: Es zog wie Hechtsupp. Der Grund: 12 Rohre waren durch die sauber verlegte und fachgerecht angeschlossene Dampfbremse durchgestochen worden. Das wäre nicht tragisch, wenn sie danach auch abgedichtet oder Rohrmanschetten eingesetzt worden wären. Stattdessen ragten diese durch die Dampfbremse und es klaffte ein großes Loch. Von Klebeband oder Versuchen, diese riesige Leckage abzudichten, war keine Spur.
Jan rief den Architekten an, der schnell herbei eilte und feststellte, dass wohl keiner der Handwerker dem Loch durch die 12 Rohre der Lüftungsanlage Beachtung geschenkt hatte. Denn hätte irgendein Gewerk früher reagiert und Bescheid gegeben, hätte die Situation früher diskutiert und gelöst werden können.
Wer die Verantwortung für das klaffende Loch in der Dampfbremse trägt, ist nachträglich schwer zu sagen: Waren die Lüftungsrohre oder die Dampfbremse zuerst montiert worden? Gab es ein Luftdichtheitskonzept? Wurde die Luftdichtung geplant? – Offensichtlich nicht, oder die Planung wurde nicht kommuniziert.
Auch wenn es ein Luftdichtheitskonzept gibt, ist es wichtig, dass die Gewerke sich absprechen, weil der Bauablauf sich häufig spontan verändert.
Wie es nächstes Mal besser funktioniert oder wie die Riesen-Rohr-Leckage verhindert hätte werden können: Jede:r, der die luftdichte Ebene verletzt, sollte wissen, dass er sie wieder abdichten muss.
In diesem Fall hatten die Rohre noch viel Platz und konnten nachträglich abgeklebt werden. Wären die Rohre enger aneinander gewesen, wäre dies schwieriger geworden.
Die Situation mit den nicht abgedichteten Rohren ist u. a. auch entstanden, weil kein Gewerk Alarm geschlagen hat. Wenn ihr also Ahnung von Luftdichtheit habt, weist eure Kolleg:innen bitte darauf hin, wie wichtig es ist, dass es keine spontanen Durchdringungen gibt, die dann nicht abgedichtet werden.
In dieser Podcastfolge 34 fassen wir die typischen Fehler am Dachboden zusammen.
Einige Verarbeiter wissen nicht, wie sie mit der vorgefertigten Schürze umgehen sollen, die mit dem Dachflächenfenster geliefert wird. Sie vergessen oft, genügend Schrauben einzudrehen und die Dachflächenfenster fachgerecht anzuschließen. Zudem neigen manche Handwerker dazu, nicht in einem System zu arbeiten: Das bedeutet, sie kleben und dichten mit verschiedenen Materialien von verschiedenen Herstellern. Das sieht bunt und spannend aus, hat aber mehrere Nachteile: schlechtes Erscheinungsbild gegenüber den Auftraggeber:innen und, wenn nicht im System gearbeitet wird, ist die Herstellergarantie schwieriger einzufordern.
Wir wussten es nicht, bevor wir diesen Podcast gestartet haben, aber nun sind wir uns sicher: Die meisten Menschen, die überwiegend mit Mauerwerk und Massivbau arbeiten, wissen nicht, dass Mauerwerk nicht unbedingt luftdicht ist, denn Stein ist nicht automatisch luftdicht – erst, wenn er verputzt ist. Daher zieht es durch Giebel und Kamin, wenn diese nicht verputzt werden.
Wir haben dazu unsere beliebteste Podcastfolge aufgenommen und ein paar Videos ergänzt:
Dachflächenfenster
1. Viele wissen nicht, wie sie mit der vorgefertigten Schürze, die vom Hersteller kommt, umgehen sollen: Einige Verarbeiter wissen nicht, wann konkret das Dachflächenfenster 100 % luftdicht angeschlossen ist.
2. Oft arbeiten Handwerker nicht in einem System, sondern verwenden verschiedene Klebebänder und Produkte. Hat Kollege Jan schon öfter gesehen: 8 Dachflächenfenster, an denen 10 Lösungen der Luftdichtheit praktiziert wurden.
Kabel und Rohre (wie bspw. im geschilderten Fall der Lüftungsanlage)
1. nachträglich eingebaute Kabel und Rohre, die nicht abgedichtet wurden
2. Kabel und Rohre, die vorher da waren und die luftdichte Ebene nicht richtig angeschlossen wurde
Giebel und Kamin
1. unverputzte Giebel und Kamine: weil nicht bekannt ist, dass Mauerwerk nicht unbedingt luftdicht ist und verputzt werden muss
2. weil gedacht wird: Da oben sieht es eh keiner, da spare ich Geld.
Wieso diese Fehler passieren? Ein Grund: Hier kommen viele Gewerke zusammen, die häufig nicht miteinander arbeiten.
Fazit: Planen ist alles – Reden ist alles.
Klickt mal drauf und ihr lest und seht weitere Baukatastrophen: https://luftdichtheit-geprüft.de/category/leckagen/
Mehr Beispiele auch im Fachbuch von bionic3 Luftdichtheit geprüft Kollegen Holger Merkel: Luftdichtheit von Gebäuden. Ratgeber für die Praxis. Hier kannst du es bestellen.
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Luftdichtheit: Typische Fehler bei der Verarbeitung, die du auf fast jeder Baustelle findest
Mythos Mauerwerk: Achtung, Steine sind nicht luftdicht
Luftdichter Anschluss Dampfbremse an Mauerwerksgiebel
Achtung: Mauerwerk ist nicht luftdicht – Was die DIN 4108-7 dazu sagt
Dachsanierung: Traufanschluss bei Entfernung der Sparrenköpfe – Serie Aufdachdämmung (4/4)
Kategorie: Leckagen: Zieht wie Hechtsuppe
Tropfendes Bad wegen falsch eingebautem und abgedichtetem Rohr
Luftdichtheit: Typische Fehler bei der Verarbeitung, die du auf fast jeder Baustelle findest
Dachdecker-Podcast: Wir sprechen über Luftdichtheit bei Dächern
Luftdichtheitsnorm 4108-7: Wer sie beachtet, vermeidet Bauschäden (Fachartikel)
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Der Beitrag Wenn der Dachboden zieht wie Hechtsupp: 5 typische Fehlerquellen erschien zuerst auf Luftdichtheit geprüft.
Ein Blower-Door-Test kann einfach sein, muss es aber nicht. Beim bionic3-Luftdichtheit-geprüft-Team klingelt regelmäßig das Telefon, mit teils verzweifelten Menschen, die live von der Baustelle anrufen. Der Grund: Mal ist die Messung abrupt abgebrochen, mal spielen Messpunkte auf dem Display verrückt oder es kracht.
Wenn du regelmäßig bei Blower-Door-Tests dabei bist, weißt du, dass einiges schief gehen kann. In diesem Artikel und in der Podcastfolge listen wir die typischen Vorfälle auf und wie diese gelöst oder verhindert werden können.
In dieser Folge 33 „Troubleshooting: Erste Hilfe bei Blower-Door-Tests“ lernst du,
Das Blower-Door-Messgerät benötigt Strom, damit die Gebläse sich drehen. Manchmal gibt es auf der Baustelle keinen Strom – aus verschiedenen Gründen:
Tipps und Lösungen:
Wann es gut ist, dass der Strom nicht fließt: Die Lüftung sollte aus sein.
Während des Differenzdrucktests darf kein Lüftungsanlage laufen. Manche sind permanent im Einsatz wie beispielsweise Badlüfter. Da ist es gut, wenn die Sicherung für diese Zeit entfernt wurde.
Wenn der oder die Stecker beim Drehzahlregler oder Messgerät nicht richtig eingesteckt sind, kann es sein, dass nichts läuft. Vor allem bei Großmessungen mit mehreren Geräten kommt das gerne vor: Ein Stecker ist nicht richtig reingedrückt und somit dreht sich kein Gebläse; oder die Gebläse hören plötzlich bei einer bestimmten Drehzahl auf.
Tipp: Die einzelnen Geräte testen, indem du vorher am Drehzahlregler drehst.
Plötzlicher Abbruch kann auch eine nicht abgewickelte Kabeltrommel verursachen. Daher der Tipp: Kabeltrommel immer richtig abwickeln – vor allem bei den Mehrgerätemessungen.
Wenn parallel gemessen wird, beispielsweise bei Laubengangmessungen, sollte jeder Blower-Door-Messdienstleister seinen eigenen Strom, eine eigene Kabeltrommel und am besten seinen eigenen Stromkreis haben. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Geräte sich gegenseitig beeinflussen können, wenn sie gemeinsam aus einer Quelle gespeist werden.
Einliegerwohnung und Haupthaus sollten nicht gleichzeitig gemessen werden, weil es dann zu Überstromung kommt und das Ergebnis verfälscht. Das liegt meistens an internen Leckagen.
Holger Merkel sagt, dass ihm das in 20 Jahren nur 3 Mal passiert ist, andere haben fast ein Abo zum Nachrüsten: Wenn der Drehzahlregler vor dem Einschalten auf Maximum steht und dann der Strom angeknipst wird, fliegt die Sicherung heraus.
Zwar ist das Auswechseln der Sicherung auch vor Ort machbar, kostet jedoch etwas Zeit und Geld.
Tipp: Der Regler muss auf Null sein. Das immer vorher kontrollieren, dann erst den Strom einschalten. So bleibt auch die Sicherung erhalten.
Irgendwie lassen sich die 50 Pascal nicht erzeugen oder der Druck steigt und senkt sich wieder. Das liegt dann nicht am Gebläse, sondern daran, dass irgendwo im Gebäude sich plötzlich etwas geöffnet hat.
Die Fenstergriffe sind nicht montiert, die Fenster nur angelehnt, wirken aber geschlossen. Wenn du dann dein Gebläse anschaltest und einen Unterdruck erzeugst, gehen solche Fenster einfach auf.
Tipp: Wenn Druck steigt und plötzlich fällt, ist es ein Anzeichen dafür, dass Türen oder Fenster sich geöffnet haben. Daher immer vorher das Gebäude inspizieren – also begehen – und kritische Punkte kontrollieren. Am besten kurz an den Fenstern ziehen.
Es kommt leider öfter vor, als wir wollen: Die Kollegen reisen zu einem Blower-Door-Test an und stellen dann fest, dass das Gebäude noch gar nicht in einem messfähigen Zustand ist. Beispielsweise, weil die luftdichte Hülle noch nicht fertiggestellt ist oder weil noch riesengroße Löcher klaffen. Sei es ein noch nicht eingebautes Fenster oder die fehlende Türanlage. Darüber haben wir in der vorherigen Folge 32 geschrieben und gesprochen: 10 wichtige Messvoraussetzungen bei Blower-Door-Tests.
Tipp: Immer das Gebäude vorher begehen, bevor das Equipment aufgebaut wird.
Sie gehört oft zur beheizten Hülle, muss mit kontrolliert werden, aber es gibt keinen Zugang mehr: Der Spitzboden ohne Bodentreppe kann zur polternden Herausforderung werden, wenn die Dampfbremse nicht mit einer Lattung gesichert wurde. Denn: Entweder reißt es die Dampfbremse ab, wenn es draußen etwas stürmt – oder bereits während der Blower-Door-Tests.
Tipp: Immer Dampfbremsen mit Lattung anbringen. Vorher die Luftdichtheit planen. Das empfiehlt und fordert auch die Luftdichtheitsnorm 4108-7.
Wenn ihr euch mit der Luftdichtheitsnorm 4108-7 beschäftigt, kann quasi nix schief gehen. Wir haben sie euch in zwei Podcastfolgen unterhaltsam zusammengefasst:
Luftdichtheitsnorm DIN 4108-7: praktische Hinweise, die die Planung vereinfachen
Perfektes Material für die Luftdichtung: Das sagt die Luftdichtheitsnorm DIN 4108-7
Wie von Geisterhand dreht sich das Gebläse, obwohl es noch nicht angeschaltet ist. Die Plane wölbt sich leicht nach innen. Ist leider nicht hilfreich und zeigt, dass im Gebäude ein Kamineffekt herrscht, der einen Druck von mehr als 5 Pascal erzeugt. Diesen Wert zeigt in diesem Fall das Druckmessgerät an.
Mögliche Ursache: Badlüfter ist noch an, Fenster im oberen Teil des Gebäudes sind geöffnet.
Tipp: Begehung des Gebäudes.
Wenn gar kein Druck möglich ist, dann hilft es, das Gebläse auf Maximum einzustellen und dem Luftstrom nachzugehen. Da sind im Sommer kurze Hosen und T-Shirts hilfreich. So spürst du mit deinem Körper die Ursache auf. Meist sind es Fenster, die übersehen und nicht geschlossen wurden oder eine nicht fertige Baustelle.
Mit dem DG 1000 der Minneapolis BlowerDoor ist es theoretisch recht einfach: In der Eingabemaske kann direkt die Blende angegeben werden. Du kannst die Blende auch direkt in der Software eingeben. Es kann vorkommen, dass Blende A angegeben ist, aber beim Gerät Blende C eingesetzt ist. Dies führt zur Verwirrung beim Gerät und der Druck baut sich nicht auf.
Bei der Ursachensuche nach ungewollten Leckagen, wie noch geöffneten Fenstern, sollte sich der Entdecker nicht zu hastig freuen: Wenn er das Fenster zuknallt, ändert sich der Druck eventuell so plötzlich und schnell, dass der Rahmen des Messgeräts samt Equipment rausfallen kann.
Tipp: Während einer laufenden Leckagesuche Fenster ganz langsam schließen.
Dirk Kabisch vom bionic3 Team organisiert die fachgerechte Kalibrierung. Ist das Gerät wieder beim Messdienstleister, kommen oft empörte Anrufe: Das W-Lan geht nicht mehr.
Ursache: Im Werk wird wohl nach der Kalibrierung mit Kabel getestet. Also muss das W-Lan nochmals eingestellt werden. So läuft eine Blower-Door-Kalibrierung ab – Besuch im Prüflabor
Tipp: Das Equipment vorher zu Hause testen.
Du stehst vor deinem Rechner und die Software findet die Messpunkte nicht. Ursache: Einbauort oder Wind.
Wenn bei Hausfluren von Mehrfamilienhäusern das Blower-Door-Messgerät in die Haustür eingebaut wird, ist es sinnvoll, einen zusätzlichen Schlauch (Kanal A) nach innen zu verlegen. Idealerweise weit weg von der Messeinrichtung, am besten in einem anderen Raum oder ins eigentliche Treppenhaus. Direkt am Messgerät weicht der Druck zu sehr ab.
Wenn es windet oder stürmt, hilft es, auf der windabgewandten Seite das Blower-Door-Equipment einzubauen. Zudem hilft es, halbautomatisch zu messen. Mehr dazu in unserer Podcastfolge und dem Video live aus dem windigen Helgoland:
Blower-Door-Test bei schlechtem Wetter, im Winter und bei Sturm – so geht’s trotzdem
Blower-Door-Messungen bei starkem Wind – aus Helgoland mit Steffi Rolfsmeier.
Das Blower-Door-Gebläse schaltet sich ab, wenn der Luftdruck zu schnell hochschnellt. Beispielweise beim Blendenwechsel.
Tipps:
Wenn die Messkurve nicht mehr gerade ist, könnten die Intervalle verlängert werden.
Tipp: Standardmäßig sind 100 oder 200 Punkte eingestellt. Intervalle auf 300 einstellen – somit sind die Intervalle der einzelnen Messpunkte länger und die Messkurve wirkt gerader. Das hilft vor allem bei Wind. Aber die Messung dauert länger.
Wenn der Druck in einem Haus zu unterschiedlich ist, schaltet sich das Gebläse ab. Oft passiert das bei verwinkelten Gebäuden, Bürokomplexen mit mehreren Stockwerken und vor allem bei dichten Gebäuden, da sich der Druck nicht schnell genug gleichmäßig aufbaut.
Tipp: Halbautomatik nutzen und die Drehzahlregler per Hand regulieren.
Am liebsten hat der Blower-Door-Messdienstleister nur einen weiteren Menschen auf der Baustelle: den oder die Bauleiter:in. Die Realität ist jedoch gefüllter: Andere Gewerke und künftige Bewohner wuseln noch etwas herum. Wenn einer aus Versehen auf den Schlauch tritt, fällt die Messung in sich zusammen.
Tipp: Schlauch so verlegen, dass niemand darauf treten kann: am besten an der Wand des Gebäudes fixieren.
Wenn plötzlich komische Messpunkte erscheinen oder sich das Gerät ausschaltet, kann es sein, dass ein Schlauch abgefallen ist.
Nach der Messung kann man auf den Messpunkt gehen, der ausgeschlagen hat – wenn die anderen Messpunkte weniger als 10 Pascal Abstand haben, kann man den Messpunkt löschen. Die Messung ist dann weiterhin normgerecht.
Welche der 19 Fälle ist euch persönlich schon begegnet? Kennt ihr noch andere Pleiten, Pech und Pannen bei Blower-Door-Tests? Dann schreibt uns: [email protected]
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Der Beitrag Troubleshooting: Erste Hilfe bei Blower-Door-Tests erschien zuerst auf Luftdichtheit geprüft.
Wie weit muss das Gebäude fertig sein, müssen die Dachflächenfenster schon angeschlossen sein und wieso muss die Toilette schon Wasser haben? Mit solchen Fragen wird das bionic3-Team täglich konfrontiert. Auch unsere Blogleser:innen und Podcasthörer:innen haben uns gefragt: Könnt ihr mal die Messvoraussetzungen gut zusammenfassen? In diesem Artikel und der Podcastfolge bekommt ihr eine Übersicht über die wichtigsten Punkte und Fragen vor einem Blower-Door-Test.
In der Podcastfolge – die hier auf unserer Seite luftdichtheit-geprueft.de, auf allen gängigen Podcastplattformen und auf YouTube anhören könnt – ergänzen Holger Merkel und ich die Regelungen mit Beispielen und Anekdoten von der Baustelle.
Nach dieser Podcastfolge 32 von Luftdichtheit geprüft wisst ihr:
Diese Folge widmen wir allen Baubeteiligten, die ab und zu dringend eine Gießkanne mit Wasser organisieren müssen. Wie wichtig dieses Werkzeug bei Blower-Door-Tests sein kann, erfahrt ihr in der Podcastfolge und in unserem Blogartikel.
Es ist ein bisschen wie die Zeitumstellung. Auch Profis, die regelmäßig Blower-Door-Tests beauftragen, fragen sich vorher: Wie war das nochmal genau? Was brauche ich wann?
Die Vorbereitungen, die Bezeichnungen der einzuhaltenden Werte und der Messzeitpunkt unterscheiden sich bei EnEV und GEG.
Wenn ein Gebäude nach EnEV bilanziert wurde, muss nach der DIN EN 13829 gemessen werden. Die wichtigsten Vorgaben:
Da die Norm die Punkte nur versteckt auflistet, gibt es eine Checkliste vom Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen FLiB. Die Checkliste ist kostenfrei abrufbar auf der Seite des FliB.
Wasser in den Toiletten ist meist selbstverständlich, wenn das Gebäude bereits genutzt wird. Meist wird das Wasser erst kurz vor dem Nutzungsbeginn eingefüllt, aus Angst vor Verschmutzungen im Wasser wie beispielsweise Legionellen.
Die EnEV und das GEG schreiben vor, dass die Siphons mit Wasser gefüllt oder abgeklebt sein müssen. Diese Info fehlt den Baubeteiligten oft und somit rennt final meist jemand mit einer Gießkanne umher und füllt alle Toiletten. Bei einem Mehrfamilienhaus kann dies recht aufwendig sein. Mehr dazu hört ihr ab Minute 6 im Podcast.
Steckdosen dürfen nicht abgeklebt werden – das ist auch gut so. Schließlich zieht es dort sehr unangenehm, wenn es nicht dicht ist. In der Norm steht jedoch nicht, dass man nichts in die Steckdosen stecken darf. So machen das manch pfiffige Messdienstleister:innen oder Auftraggeber:innen, wenn der Wert nicht erreicht wird.
(Übrigens: Holger meint das Wort „Hack“ sei ihm unbekannt. Hack ist neudeutsch für „Kniff“ oder „kreative Problemlösung“, oder in Denglish ein „Workaround“)
Das Gebäudeenergiegesetz GEG hat festgelegt, dass Blower-Door-Tests nach den Vorgaben der DIN EN ISO 9972:2018-12 ausgeführt werden müssen. Das Schöne an der Norm ist, sie sagt genau, wie der Zustand des Gebäudes sein muss: Beispielsweise, dass während des Blower-Door-Tests die Innentüren geöffnet sein dürfen, die Außentüren hingegen nicht.
Was sich durch das GEG geändert hat, erklären wir in unserer Podcastfolge 10.
Das GEG und die neue Messnorm ISO 9972: die wichtigsten Änderungen.
Zudem haben meine Kollegin Cornelia Lässing (besser-als-marketing.de) und Holger eine Tabelle erstellt, die die wichtigsten Unterschiede zeigt. Diese könnt ihr kostenfrei auf der bionic3 Seite herunterladen und bis zur Größe A3 ausdrucken: GEG: exklusive Tabelle zur Blower-Door-Norm.
Badentlüfter, Abluftanlagen, Lüftungsanlage – das GEG fordert, dass genau geschaut wird, für was die Gebäudetechnik eingesetzt wird. Je nach Verwendungszweck darf diese temporär abgeklebt werden.
Daher gilt es vorher zu wissen:
Nur permanent eingesetzte Lüftungstechnik darf abgeklebt werden. Anlagen zur Entfeuchtung (Badentfeuchter) dürfen nicht abgeklebt werden.
Bei der EnEV wird bei kleineren Gebäuden nach n50 gemessen, bei größeren wird der q50-Wert ermittelt. Allerdings nur ab 1500 m3, wenn das Gebäude nach DIN V18599 bilanziert wurde. Beim GEG zählt ab 1500 m3 immer der hüllflächenbezogene Wert, der allerdings dann qe50 heißt.
Luftwechselrate: Was bedeutet sie und wie setzt sich der n50 Wert zusammen?
Die Messdienstleister:innen müssen den Wert nicht ermitteln, meist haben Planer:innen oder Energieberater:innen den Wert in ihren Programmen errechnet. Das GEG spricht von Nettoraumfläche, die EnEV von Nettogrundfläche. Beide meinen das Gleiche.
Grenzwerte für Gebäude bis 1500m3 und für Wohngebäude über 1500 m3, die nach DIN 4108 bilanziert wurden: Bezogen auf das beheizte oder gekühlte Luftvolumen bei einer Druckdifferenz von 50 Pascal (Luftwechselrate n50):
Grenzwerte für Nichtwohngebäude über 1500 m3 und für Wohngebäude über 1500 m3, die nach DIN V 18599 bilanziert wurden: Bezogen auf die Hüllfläche des Gebäudes bei einer Druckdifferenz von 50 Pascal (Luftdurchlässigkeit q50):
Grenzwerte für Gebäude bis 1500m3: Bezogen auf das beheizte oder gekühlte Luftvolumen bei einer Bezugsdruckdifferenz von 50 Pascal:
Grenzwerte für Gebäude ab 1500m3: Bezogen auf die Hüllfläche bei einer Bezugsdruckdifferenz von 50 Pascal:
In Deutschland beziehen sich alle einzuhaltenden Grenzwerte auf 50 Pascal. Das entspricht in etwa:
Je nach Höhe und Breite der Tür benötigt der Blower-Door-Messdienstleister ein anderes Equipment. Daher sollten folgende Punkte vorher geklärt werden:
Das bionic3 Team baut gerne ihr Equipment in die Haustüre ein.
Grund, das Blower-Door-Gebläse in die Haustüre einzubauen: Die Eingangstür hat einen ausreichend breiten Falz und ist somit stabil genug – auch während Unter- und Überdruck erzeugt wird.
Manchmal fehlt das Türblatt – das ist kein Problem. Wenn das Eingangselement komplett fehlt, kann jedoch nicht gemessen werden, denn man kann auch nicht richtig abkleben
Wenn wir gerade von fehlenden Bauteilen schreiben: Dass das komplette Dach fehlte, kam noch nicht vor, vermisst haben wir aber schon das Dachflächenfenster, Rolltor oder auch die Bodentreppe.
Wenn die Bodentreppe fehlt und die Dämmung über den First läuft, dann kann die luftdichte Hülle nicht normgerecht überprüft werden. Denn die komplette beheizte Hülle muss mit einem Blower-Door-Test kontrolliert werden.
Der luftdichte Anschluss des Dachflächenfensters wird oft falsch gemacht. Daher misst das bionic3-Team auch nicht, wenn Dachflächenfenster nicht angeschlossen sind.
Dem bionic3-Team ist es wichtig, dass ein Verantwortlicher, also ein:e Ansprechpartner:in auf der Baustelle ist. Das ist auch hilfreich für die Auftraggeber:innen. Denn auch bei normgerechten Messungen, kann es Abweichungen geben. Diese muss der Blower-Door-Messdienstleister im Prüfbericht vermerken. Daher vorher am besten abklären: Wer ist vor Ort? Wie lautet die Handynummer?
Wenn Gebäude abschnittsweise gemessen werden, dann müssen die Wände auch getrennt sein.
Zu Laubengangmessungen haben wir auch eine Podcastfolge aufgenommen:
Laubengänge und Blower-Door-Tests bei großen Gebäuden: Die 20 % Regelung ist falsch.
Zudem hat das bionic3 Team, vor allem die Kollegen Jan Bernhardt und Dirk Kabisch, neulich bei einem Blower-Door-Tests bei Laubengangerschließung gedreht. Das Video findet ihr in unserem YouTube-Kanal:
Wie gefällt euch dieser Artikel und unsere Podcastfolge 32? Wir freuen uns über Feedback in den Kommentaren oder per E-Mail: [email protected]
Checkliste vom Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen FLiB für Messungen nach DIN EN 13829: https://www.flib.de/publikationen/Beiblatt/FLiB_Checkliste_Verfahren_B.pdf?
Das GEG und die neue Messnorm ISO 9972: die wichtigsten Änderungen: Podcastfolge 10
Was sich durch das GEG geändert hat: GEG: exklusive Tabelle zur Blower-Door-Norm
Laubengänge und Blower-Door-Tests bei großen Gebäuden: Die 20 % Regelung ist falsch. Podcastfolge 20
Blower-Door-Tests bei Laubengangerschließung – Live von der Baustelle.
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Der Beitrag 10 wichtige Messvoraussetzungen bei Blower-Door-Tests erschien zuerst auf Luftdichtheit geprüft.
Baustellenanekdoten, Infos über das Wachstum des bionic3-Teams und eine kleine Vorschau zur Juni Episode unseres Podcast: In dieser Folge gibt es Anekdoten vom TÜV-zertifizierten Blower-Door-Messdienstleister Dirk Kabisch. Und wir stellen unsere Teamerweiterung bei bionic3 und Besser als Marketing vor.
Die ursprünglich geplante 32. Folge gibt es erst am 1. Juni, denn leider hatte und hat es unser Luftdichtheit-geprüft-Team krankheitsmäßig ziemlich erwischt.
Die Idee der Juni-Folge kommt von euch, denn ihr habt uns mehrmals gefragt:
Was sind die Unterschiede bei der Gebäudevorbereitung bei verschiedenen Blower-Door-Tests? Was darf abgeklebt werden, was nicht? Wann darf man messen?
bionic3 macht seit 1999 Blower-Door-Messungen und seitdem hat sich vieles verändert: Die gesetzlichen Vorgaben, Fördermittel, das Bewusstsein für Luftdichtheit und die Anzahl der Blower-Door-Messdienstleister. Was sich nicht verändert hat, ist die Unsicherheit zu den Voraussetzungen und die Definitionen von Blower-Door-Tests.
Es kommt vor, dass unser Blower-Door-Messteam erst auf der Baustelle feststellen kann, dass eine Überprüfung der Luftdichtheit nicht möglich ist oder nicht normgerecht ausgeführt werden kann. Die entsetzten Auftraggeber antworten meist: Aber das wussten wir gar nicht – wie sehen denn konkret die Voraussetzungen für eine Blower-Door-Messung aus?
Manchmal passiert es auch, dass die Abschlussmessung ausgeführt wird und das Gebäude nicht besteht. Hier werden wir dann mit Aussagen konfrontiert wie: „Wieso seid ihr nicht früher gekommen? Jetzt müssen wir ja alles abreißen.“ Hier leiden auch wir mit. Wir wollen nicht als Kontrolleure auftreten, die sagen, was falsch ist. Unsere Mission ist es, vorher schon so aufzuklären, damit Häuser, Bürogebäude und Hallen ideal luftdicht geplant und mit den richtigen Materialien und Techniken luftdicht gebaut werden können.
Das war auch die Motivation von Holger und mir, als wir 2013 unseren Blog gestartet haben – der damals noch Airtight-Junkies.de hieß. 2020 kam dann unser Podcast dazu. Der hieß erst Blower-Door-Wissen – bis wir festgestellt haben, dass sich die Inhalte um mehr als Luftdichtheits-Tests und Qualitätsüberprüfung drehen. Es geht um gutes, luftdichtes Bauen.
Wir haben vor allem durch die Rückmeldung zu den Podcastfolgen festgestellt, wie viel Unwissen und Mythen in der Baubranche zur Luftdichtheit kursieren – aber auch, wie viel Interesse und Motivation da ist, richtig luftdicht zu bauen. Und eure Reaktionen, eure Fragen und natürlich auch euer Lob machen uns glücklich und motivieren uns, aktuelle Themen und Fragen zur Luftdichtheit aufzugreifen und kritisch zu hinterfragen.
Was uns auch freut: Wir bekommen nun viele spannende Fälle zugeschickt: Holger sagt dann immer, dass er sich wie ein Detektiv fühlt. Oder, dass er vielleicht doch noch die Phänomene wissenschaftlich auswerten und zusammenfassen wird. Aber erst einmal ist eine Schreibpause angesagt: Holgers Fachbuch „Luftdichtheit von Gebäuden. Ratgeber für die Praxis“ ist seit ein paar Monaten gedruckt und veröffentlicht.
Die komplette Zusammenfassung mit Shownotes und Ergänzung durch Bilder und Grafiken findet ihr auf unserer Seite https://luftdichtheit-geprueft.de
Updates zu unserem Blog, Weiterbildungen und Aktionen bekommt ihr in unserem Newsletter: https://www.bionic3.de/newsletter/
Falls ihr dringende Fragen zu einem aktuellen Projekt habt, dann schreibt uns [email protected] oder ruft an: 07272-927385 . Der direkte Draht zu Holger Merkel: 0171/706 1344
In den vergangenen Monaten hat sich viel bei uns – sowohl bei bionic3, als auch bei Besser als Marketing – verändert: Wir sind jetzt ein größeres Team und können euch noch schneller und besser unterstützen: Sei es bei Luftdichtheit, Leckagesuche oder Blower-Door-Tests. Unser Referententeam ist gewachsen und wir planen neue und individuelle Seminare – zugeschnitten auf die jeweiligen Anforderungen bei Planung, Verarbeitung und Auftragsvergabe.
Neu im Team ist beispielsweise Zimmermeister Jan Bernhardt. Wir haben früher zusammen bei einem Hersteller für Luftdichtheitsprodukte gearbeitet. Jetzt ist er u. a. TÜV-zertifizierter Blower-Door-Messdienstleister. Jan trefft ihr auch auf Baustellen, wenn die Luftdichtheitsebene mal nicht gut verarbeitet ist oder wenn ihr wissen wollt, mit welchen Details es schneller und besser geht.
Außerdem ist er recht häufig in der Schule – nicht, um selbst zu lernen, sondern um sein Theorie-und Praxiswissen an angehende Zimmerer und Zimmermeister weiterzugeben. Er postet darüber in unserem Instagram– und Facebook-Kanal bionic3 Luftdichtheit geprüft. Wir haben inzwischen auch eine Seite bei LinkedIn: bionic3 Luftdichtheit geprüft – schaut mal vorbei.
Seit zwei Jahren veröffentlichen wir zwei Videos pro Monat auf unserem YouTube-Kanal bionic3 Luftdichtheit geprüft.
Hier haben wir gerade eine Serie zum Flachdach abgedreht, die ihr euch anschauen könnt. Unser Ziel ist es, die Videos unter 3 Minuten zu publizieren – bei manchen hat’s geklappt, manche sind etwas länger. Besonders beliebt ist das Video „Dampfbremse an Mauerwerksgiebel anschließen“, da macht bionic3-Kollege Jochen Götz auf typische Fehler aufmerksam: z. B. wird ja gerne die Dehnschlaufe vergessen. Schaut mal rein. Jochen ist Zimmermeister und wir empfinden es als große Ehre und Anerkennung seiner Kompetenz, dass er inzwischen auch an der Dachdeckerschule unterrichtet.
Öfter als Referent anzutreffen ist auch bionic3-Kollege Dirk Kabisch, ebenfalls TÜV-zertifiziert: Er war neulich erst an der Dualen Hochschule Mosbach. Im Podcast spricht er über kluge Fragen der Studierenden und warum auch Planer:innnen, Energieberater:innen und Handwerker:innen sich diese Fragen stellen sollten.
Neu im Team ist auch die Wissensexpertin und Spezialistin für strategisches Design Cornelia Lässing. Sie arbeitet sowohl für bionic3 als auch für Besser als Marketing. Sie hat uns von Anfang an bei unserem Podcast Luftdichtheit geprüft unterstützt. Sie ist der kreative Kopf hinter den mal lustigen und mal provozierenden Episodenbildern.
Mit Conny werden wir bionic3 auf ein neues Level der Wissensvermittlung bringen: Sie weiß, wie man komplexe Inhalte grafisch und bildlich so darstellt, damit sie jede:r gut versteht. Und vor allem, damit das Fachwissen auch im Gehirn bleibt und in der Praxis umgesetzt werden kann. Vielleicht kennt ihr die Übersicht, die Conny gestaltet hat: Die wichtigsten Unterschiede bei Blower Door-Messungen von GEG und EnEV. Diese findet ihr im Fachbuch von Holger, oder auch hier direkt im Blog. Als Service für euch haben wir die Tabelle so gestaltet, dass ihr sie bis auf A3 ausdrucken und ins Büro hängen könnt.
Nun zurück zum bionic3-Team: Neu dabei ist Carina Kratz. Sie hat auch schon gemerkt, dass Blower-Door-Tests das Fitnessstudio ersetzen können: Sie robbte durch Flure, um bei der Gebäudepräparation die richtigen Öffnungen abzukleben. Sie raste mit Dirk – unter Beachtung des vorgeschriebenen Tempolimits – von Blower-Door-Messung zur Leckagesuche und wieder zur Messung, um festzustellen, dass das, was wir in den 31 Podcastfolgen erzählen, tatsächlich stimmt: Es passieren typische Fehler. Das größte Problem ist die Abstimmung vor und auf der Baustelle und meist sind die Aufregung und der Schaden groß, wenn es mit der Luftdichtung schief geht.
Carina unterstützt das bionic3-Team quasi in allen Bereichen – sie war auch schon bei der Podcastproduktion dabei. Sie findet Blower-Door-Tests und Abläufe so spannend, dass sie inzwischen auch mit Freude Prüfberichte erstellt.
Wir werden demnächst unser Team auch auf unserem YouTube Kanal bionic3 Luftdichtheit geprüft vorstellen.
Was interessiert euch noch an unserem Team? Habt ihr einen Wunsch für eine Podcastfolge? Dann schreibt uns an info@luftdichtheit-geprüft.de oder [email protected]. Ihr könnt uns auch eine Direktnachricht senden oder gleich hier einen Kommentar da lassen.
In unserem Blog luftdichtheit-geprüft.de findet ihr alle Links und Quellen und noch ein paar Fotos. Wenn ihr eine dringende Frage habt, könnt ihr auch einfach im Büro durchklingeln: 07272-927385.
Dann freuen wir uns über eine Gesundheitswelle – bis zum 1. Juni, wenn wir die Frage beantworten: Was sind die Unterschiede bei der Gebäudevorbereitung bei verschiedenen Blower-Door-Tests? Was darf abgeklebt werden, was nicht? Wann darf man messen?
Wenn ihr spezielle Fragen zu unserer Juni-Folge habt: Meldet euch, wir werden sie dann im Podcast beantworten. Danke für euren Support. Wir wünschen euch eine tolle Woche.
Holger Merkel
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Verarbeitungstipps und typische Fehler sind in ausführlicherer Form auch in Holgers neuem Buch nachzulesen und anzuschauen. Warum es das Buch gibt und was das Besondere daran ist, hört und seht ihr in unserer Spezial-Podcastfolge: Neu: Fachbuch Luftdichtheit von Gebäuden. Ratgeber für die Praxis
Shownotes
Fachbuch: Holger Merkel, „Luftdichtheit von Gebäuden. Ratgeber für die Praxis“
Die wichtigsten Unterschiede bei Blower Door-Messungen von GEG und EnEV: Übersichtstabelle
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Der Beitrag Anekdoten von der Baustelle & Erweiterung des bionic3 Luftdichtheit-geprüft-Teams erschien zuerst auf Luftdichtheit geprüft.
Die Luftdichtheitsebene fachgerecht zu verlegen und anzuschließen, kann schwierig sein. Vor allem, wenn die Planung nicht gut durchdacht ist. Manchmal scheitert die Luftdichtheit auch an der Verarbeitung: sei es durch angeblichen Zeitmangel oder fehlendes Fachwissen. In diesem Artikel und in der Podcastfolge 31 fassen wir die häufigsten Fehler zusammen. Wir diskutieren darüber, wieso es zu typischen Fehlern kommt und welche Schäden dadurch entstehen können. Wir zeigen zudem, wie diese Fehler vermieden werden können.
Die meisten Verarbeitungsfehler entstehen durch falsches Verkleben. Hier hilft es,
In Verarbeitungshinweisen stehen auch simple Anweisungen: beispielsweise, dass die Oberfläche vorher gereinigt werden sollte. Dennoch kommt es vor, dass Handwerker:innen versuchen, Luftdichtheitsfolien und Klebebänder auf staubigen oder fettigen Untergründen anzuschließen. Hier hilft auch keine sprühbare Luftdichtung.
Wichtig ist, dass Oberflächen immer sauber sind: Mauerwerk oder Putz darf nicht sanden und Klebebänder halten nicht auf schmutzigem oder sägerauem Holz – hier ist ein Glattstrich bzw. Primer notwendig.
Aufruf: Hinterfragt die Planung oder protestiert, wenn die Planung der Luftdichtheit fehlt.
Manchmal passt das Material, aber es wird einfach an der falschen Stelle angeklebt. Holger Merkel erzählt, wie oft im Dachgeschoss an der Fußpfette angeschlossen wird, statt am Ringanker. Das Problem ist eigentlich bekannt und viel diskutiert, dennoch begegnen Holger bei seinen Blower-Door-Tests häufiger solch falsch angeschlossene Details. Mehr dazu ab Minute 8 in der Podcastfolge.
In der Theorie funktioniert die luftdichte Ebene bei Folien und Platten ähnlich: Klebebänder, Kartuschenkleber, sprühbare Luftdichtung – alle müssen sauber und an den richtigen Stellen angeschlossen werden. Bei Plattenmaterial gibt es manchmal Sägerückstände und oft ist es staubig. Daher bitte vorher drüberkehren oder wischen. Übrigens: OSB-Platten sind am Stoß nicht luftdicht, sie müssen also nochmal überklebt werden.
Wasserbasierte Verbindungsmittel vereisen bei Minusgraden und sollten daher im Winter nicht nachts auf der Baustelle gelassen werden. Mehr dazu in Minute 4 im Podcast.
Wenn ihr Anschlüsse anfertigt, bitte immer die Klebebänder andrücken. Der Anpressdruck ist wichtig für die dauerhafte Festigkeit der Verbindung.
Auf einen Blick:
Herausforderungen beim Anschließen der Luftdichtheitsebene mit Klebstoffen
Elektrokabel, Photovoltaik, Rohre werden meist nach Fertigstellung der Luftdichtheitsebene verlegt. Daher muss die luftdichte Ebene nochmal durchbrochen werden. Das ist an sich kein Problem, wenn nachträglich die Kabel und Rohre abgedichtet werden. Die Herausforderung hier ist die Kommunikation auf der Baustelle und das Verantwortungsbewusstsein: Auch ein Lüftungsbauer muss wissen, wie wichtig die Luftdichtheit ist und dass Löcher nachträglich 100 % abgedichtet werden müssen. Darüber sprechen wir ab Minute 10 im Podcast.
Dazu gibt es auch einen extra Artikel und eine Podcastfolge:
Kaputte Luftdichtheit durch Kabel- und Rohrdurchdringungen
Blower-Door-Messdienstleister wissen: An Fenstern zieht es zu 99 %. Aber es reicht nicht zu wissen, dass es zieht. Wichtiger ist herauszufinden, woran es konkret liegt.
Wir haben am Fenster drei Bereiche, an denen es problematisch werden kann:
Wir haben uns deswegen auch in einer gesonderten Podcastfolge mit diesem Thema beschäftigt. Undichte Fenster: Gründe, Dramen und Lösungen
Wer bestimmt, wo das Dunstrohr entlang geht? Meistens der Dachdecker. Die Position des Dunstrohres wird meist durch Ziegeleinteilung und Dachlattung bestimmt. Oft passiert es, dass es dadurch zu nah an der Wand landet. Zu nah, weil es schwierig wird, das Rohr nachträglich wieder luftdicht abzukleben.
Daher der Tipp für alle, die für die Luftdichtheit verantwortlich sind: Sprecht mit dem Dachdecker bzw. der Dachdeckerin.
Obwohl inzwischen ein Luftdichtheitskonzept empfohlen wird, passieren öfter Fehler, weil es nicht richtig durchdacht ist. So erleben wir öfter, dass die Luftdichtheitsebene nicht dort angebracht wird, wo sie hingehört. Beispielweise wird nicht an der tatsächlichen Wand angeschlossen, sondern an einer Vorsatzschale. Resultat: Stetig wandert die Feuchtigkeit in die Konstruktion bis der Schaden sichtbar wird.
Weitere lustige und traurige Anekdoten dazu hört ihr in unserer aktuellen Podcastfolge 31.
Alle Gewerke sollten miteinander kommunizieren. Auf einer guten Baustelle werden die Gewerke koordiniert, am besten durch gute Bauleiter:innen. Denn auch wenn das Planungs- oder Architekturbüro ausgezeichnet ist, das Team der Handwerker:innen engagiert und fachlich sehr gut, kann es zu Fehlern kommen. An dieser Stelle erwähnen wir immer unseren Lieblingsbauschaden, bei dem durch eine winzige Undichtheit bei einem Neubau die Attika verfaulte. Mehr dazu in Minute 21 im Podcast.
Den Bauschaden hat Holger in mehreren Fachartikeln erörtert, u. a. auch in der Mikado: Hier geht’s zum Download.
Wie gefährlich und unterschätzt kleine Undichtheiten in der Konstruktion sind, könnt ihr auch in Folge 16 lesen, hören und sehen: Kleine Leckagen: so gefährlich sind sie für eure Gebäude
Verarbeitungstipps und typische Fehler sind in ausführlicherer Form auch in Holgers neuem Buch nachzulesen und anzuschauen. Warum es das Buch gibt und was das Besondere daran ist, hört und seht ihr in unserer Spezial-Podcastfolge: Neu: Fachbuch Luftdichtheit von Gebäuden. Ratgeber für die Praxis
Bei Neubau gibt es eine Planung – bei Sanierungen oft nicht. Außerdem sind früher verwendete Materialien nicht immer bekannt, daher sagt Holger: Sanierung ist was für Profis. Mehr über Fehler in der Sanierung ab Minute 27 im Podcast. Ein paar Punkte vorab: Mauerwerk wird oft mit Gipskarton verkleidet und dahinter zieht es, es findet kein baubegleitender Blower-Door-Test statt und somit können Undichtheiten nicht rechtzeitig nachgebessert werden.
Bei Sanierungen wird häufig das Argument gebracht: 100 % luftdicht geht doch nicht. Aber, falsch! Wenn ihr Gegenargumente braucht, hört euch die Folge 12 an:
So sind 100 % möglich – Pfuschen ist keine Option mehr
Unverputztes Mauerwerk ist schön anzusehen, es zieht jedoch durch. Generell sind Steine bzw. deren Fugen nicht luftdicht. Sogar Beton ist nicht immer 100 % luftdicht – eine noch zu unbekannte Tatsache. Daher folgt ein typischer Fehler: unverputztes Mauerwerk. Tipp: Denkt an den Glattstrich.
Unsere meist abgerufene Podcastfolge beschäftigt sich mit dem Mauerwerk: Mythos Mauerwerk: Achtung, Steine sind nicht luftdicht
Die meisten – wenn nicht sogar alle – Fehler beim Bauen könnten mit einer guten Bestandsaufnahme vermieden werden. Der klassische Fehler: die Ist-Analyse wird ausgelassen.
Schickt uns eure Erfahrungen und typischen Fehler, denen ihr auf der Baustelle begegnet. Was sagt ihr zu unserer Folge? Gibt es eurer Meinung weitere typische Fehler, die wir auflisten sollten? Schreibt es in die Kommentare. Wenn ihr Bilder des Grauens habt, schickt sie uns an: [email protected]
Wenn ihr diese Folgen zur Luftdichtheitsnorm angehört habt, kann euch auf der Baustelle keine:r was vormachen:
#11 Luftdichtheit und Feuchteschäden an Gebäuden: War früher wirklich alles besser?
#18 Luftdichtheitsnorm DIN 4108-7: praktische Hinweise, die die Planung vereinfachen
#19 Perfektes Material für die Luftdichtung: Das sagt die Luftdichtheitsnorm DIN 4108-7
Minute 02:38 #14: Baunormen
Wenn ihr Probleme mit ominösen Leckagen oder zieht-wie-Hechtsupp-Erscheinungen auf der Baustelle habt, fragt uns. Wir helfen euch sicher weiter.
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Der Beitrag Luftdichtheit: Typische Fehler bei der Verarbeitung, die du auf fast jeder Baustelle findest erschien zuerst auf Luftdichtheit geprüft.
Mythen bei Luftdichtheit werden genutzt, um Fehler bei der luftdichten Planung und Verarbeitung zu vertuschen oder zu verzeihen. Hier fassen wir typische Vorurteile zusammen und erklären den Hintergrund. Wir lösen die Vorurteile auf und geben euch Argumente, wie ihr euch gegen Vorurteile wehrt oder liebevoll aufklärt. Wenn ihr Fragen habt oder mehr wissen wollt, schreibt Holger [email protected] oder ruft an: Tel. 07272-927385.
„Wir haben luftdicht saniert und haben neue Fenster, seitdem schimmelt es“ – das ist eine Aussage, die öfter getroffen wird. Aber nicht das luftdichte Bauen ist verantwortlich für den Schimmel, sondern andere bauphysikalischen Phänomene. Diese können jedoch von Nutzer:innen, Handwerker:innen und Planer:innen beeinflusst werden.
Schimmel in Wohnräumen entsteht durch hohe relative Luftfeuchtigkeit und wenn die Wände kälter sind als die Raumluft. Also merke: Hohe relative Luftfeuchtigkeit plus Temperaturgefälle zwischen Raumluft und raumbildender Oberfläche führt zu Kondensat. Das erhöht die Schimmelgefahr.
Einfacher formuliert:
Feuchtigkeit + warme Luft + kalte Wände = Wasser an den Wänden → Schimmel
Gedämmte Wände sind weniger anfällig für Kondensat und Schimmel. Oft entsteht Schimmel nach einer Sanierung, weil nur die Fenster ausgetauscht wurden und die Feuchtigkeit nicht mehr durch die undichten Fenster ausgeleitet wird und die ungedämmten Wandoberflächen kalt sind.
Räume mit gedämmten Wänden sind gemütlicher als ungedämmte Oberflächen. Die menschliche Haut kommuniziert über Wärmestrahlung mit den Wänden: Die Haut strahlt auf die Wände ab. Sind diese kalt, empfindet der Mensch diese auch als kälter. Mehr dazu ab Minute 8 im Podcast.
Lüftungsanlagen helfen beim Feuchtemanagement und beim Luftaustausch. Das hat Vorteile beim Staubwischen und beim Atmen: Moderne Lüftungsanlagen filtern die Luft, d. h. wer beispielsweise in einer Großstadt wohnt, bekommt dadurch sauberere Luft in die Wohnung.
Heutzutage beziehen Menschen meist unverzüglich ihre neue Wohnung, ihr Haus oder die neuen Büroräume, sobald diese eingerichtet sind. Früher ließen sich Menschen oft mehr Zeit und im 19. Jahrhundert ließen sie die Gebäude teilweise durch arme Leute, deren Gesundheit vernachlässigt wurde, sogar trocken wohnen. Mehr dazu ab Minute 10 im Podcast.
Holger empfiehlt, den Rohbau bis zu einem Jahr stehen zu lassen, damit die Baufeuchte sich verflüchtigt.
Planung ist beim Bauen sinnvoll – nicht nur vor Beginn des Bauens, sondern auch während des Prozesses. Der Bauablauf, vor allem in den kälteren Monaten des Jahres, entscheidet darüber, ob zu viel Feuchtigkeit in die Konstruktion eindringt oder nicht.
Holgers beliebtes Feuchte-Horror-Szenario: wenn die luftdichte Ebene gerade verlegt wurde und dann der nasse, feuchtwarme Estrich verlegt wird. Wer mit Holz baut, sollte darauf achten, dass das Holz trocken ist. Dass das nicht immer der Fall ist, bemerkte auch Bauphysiker Robert Borsch-Laaks, der in den vorherigen Folgen bei unserem Podcast zu Gast war. Hier könnt ihr euch beispielsweise seine Tipps zur erfolgreichen Konstruktion eines Flachdachs in Holzbauweise anhören: luftdichtheit-geprüft.de | Flachdach in Holzbauweise.
Generell ist es wichtig, dass der Wasserdampf durch die Bauteile wandert, ohne Schäden anzurichten, denn ein möglicher Schaden bei falscher Planung, schlecht koordiniertem Bauablauf und schlechten Materialien ist Schimmel.
Und auch beim Einrichten der Wohnung hilft es, nicht nur Plastikelemente zu wählen. So kann beispielsweise ein Laminatboden keine Feuchtigkeit aufnehmen im Gegensatz zu einem Holzfußboden. Auch bei Möbeln und Teppichen macht es einen Unterschied, ob diese aus feuchtigkeitsregulierenden Materialien wie Holz oder Wolle bestehen oder aus Metall, Stahl und Polyester. Auch Kleidung aus Kunstfaser nimmt keine Feuchtigkeit auf und reichert die Raumluft mit teils unangenehmen Ausdünstungen an.
Beim Einrichten der Wohnung hilft es, bauphysikalische Gesetze zu beachten und potenziell feuchte Bauteile erst austrocknen zu lassen. Also vermeidet es, die Einbauküche zu früh direkt an der Wand anzuschließen.
„Wenn es zu luftdicht ist, kann das Haus doch nicht atmen“ – schon vor 20 Jahren war dies ein Argument der Gegner effizienter Wärmedämmung. Unser bionic3-Kollege Dirk Kabisch hat neulich bei einer Blower-Door-Messung eine Situation dokumentiert, die wir als „atmendes Haus“ interpretiert haben. Hier seht ihr, wie sich eine Folie hebt und senkt, weil es undicht ist.
Eine Wand ist meist diffusionsfähig und kann Raumluft und Feuchtigkeit ausleiten. Früher wurden meist diffusionsfähige Materialien verbaut (Kalk, Lehm, Stroh). Bei Planung der Luftdichtheitsebene sollten Materialien eingesetzt werden, die die Feuchtigkeit sehr gut regulieren können – beispielsweise Dampfbremsen.
Auch beim Rest der Konstruktion sollten Materialien eingesetzt werden, die Feuchtigkeit aufnehmen können. Hier sind traditionelle Baustoffe wie Lehm und Kalk sehr wertvoll. Unserer Meinung nach ist eine Außenwand mit Polystyrol-Dämmung eher schimmelfördernd.
Vermutlich hat sich keiner der Haus-Atmer-Befürworter Gedanken gemacht, wo genau das Haus atmen muss. Was reguliert werden muss und organisch laufen sollte ist die Zufuhr der frischen Luft und das Abziehen der Feuchtigkeit – ohne, dass die Konstruktion dabei beschädigt wird.
Fazit
Nein, das Haus muss nicht atmen. Die Menge der Feuchtigkeit muss geregelt und eine gute Raumluft sichergestellt werden können.
Waren Häuser früher undicht? Ich bin in einem undichten Haus aufgewachsen (Fertighaus der 1960er Jahre); Holger sagt, dass alte Häuser dicht waren, weil die meisten Oberflächen verputzt waren. Wir diskutieren darüber ab Minute 25 im Podcast.
Lesetipp!
Fachartikel: Luftdichtheit und Feuchteschäden an Gebäuden: War früher alles besser?
Podcastfolge zum Fachartikel: luftdichtheit-geprüft.de | War früher wirklich alles besser?
Holger erzählt, dass er schon Häuser gemessen hat, die vor der Sanierung dichter waren als nach der Modernisierung. Er empfiehlt einen Besuch in einem Freilandmuseum, denn diese Museen zeigen, wie Häuser früher gebaut wurden.
100 % Luftdichtheit bedeutet nicht, dass man nicht mehr atmen kann. 100 % bedeutet nicht, dass wir in einer Konservendose oder einem U-Boot leben. 100 % bedeutet, dass die Bauteile fachgerecht ausgeführt wurden und zu 100 % das tun, wofür sie geplant sind. Denn wenn sie nicht luftdicht ausgeführt sind, funktionieren Konstruktionen wie beispielsweise der Wärmeschutz nicht.
Holger ist überzeugt: „Wer sagt, 100 % sei nicht möglich, hat gar nicht vor, fachgerecht zu planen oder zu bauen.“ Darüber sprechen wir ab Minute 34 im Podcast.
Holger weist auch daraufhin, dass in keinem anderen Gewerk die Ausrede „100 % geht nicht“ akzeptiert wird.
Die Luftdichtungsgegner assoziieren Luftdichtung mit PE-Folien. Bei billigen Bauweisen werden tatsächlich eher PE-Folie eingesetzt. Aber PE ist nur ein Luftdichtungsmaterial unter vielen. Seit mehreren Jahrzehnten hat sich die diffusionsoffene Bauweise durchgesetzt.
Viele wissen auch nicht, dass gemauerte und verputzte Wände, je nach verwendeter Steinart, sowohl luftdicht als auch diffusionsoffen sind.
Fazit
Die Vorurteile entstehen aus einem Mix von Unwissenheit, Halbwissen und veraltetem Wissen. Für die, die wissen, wie wichtig Luftdichtheit für funktionierende, dauerhafte schadensfreie Gebäude ist: Holgers Buch ist endlich da.
Seit Februar zum Anfassen und Downloaden: Holger Merkels Fachbuch „Luftdichtheit von Gebäuden. Ratgeber für die Praxis“ ist im Rudolf Müller Verlag erschienen. Dazu haben wir auch eine Podcastfolge aufgenommen:
Das Buch ist bei den gängigen Buchhändlern und Online-Plattformen bestellbar, u. a. auch direkt beim Verlag: https://www.baufachmedien.de/luftdichtheit-von-gebaeuden.html#buch
Das Kompendium zur Luftdichtheit – Jetzt neu: Luftdichtheit von Gebäuden. Ratgeber für die Praxis von Holger Merkel | bionic3 Luftdichtheit geprüft.
Wer dieses Buch liest, weiß wie Schäden an Gebäuden rechtzeitig vermieden werden.
Hier steht alles Wichtige zur Luftdichtheit von Gebäuden. Neben dem dichten und kompakten Fachwissen sind zahlreiche aktuelle Baustellenbilder und Beispiele aufgeführt, die gute und negative Beispiele zeigen, wie Luftdichtheit geplant und ausgeführt wird.
Das Kompendium besticht durch tiefgründiges Fachwissen, viele Praxisbeispiele und Klartext zur Luftdichtheit und Qualitätskontrolle auf der Baustelle und kann über Baufachmedien.de und allen gängigen Buchhandlungen bestellt werden.
Autor: Holger Merkel, Geschäftsführer bionic3 GmbH, Autor und Podcast-Gastgeber von Luftdichtheit-geprüft.
ISBN 978-3-481-04294-3
Erscheinungsjahr: 2022
Verlagsgesellschaft Rudolf Müller
Buch
200 Seiten
Format: 17,0 x 24,0 cm
Artikelnummer: 110-3004294
Tipps zur erfolgreichen Konstruktion eines Flachdachs in Holzbauweise:
luftdichtheit-geprüft.de | Flachdach in Holzbauweise
Fachartikel: Luftdichtheit und Feuchteschäden an Gebäuden: War früher alles besser?
luftdichtheit-geprüft.de | War früher wirklich alles besser?
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Der Beitrag Die besten Vorurteile gegenüber der Luftdichtheit erschien zuerst auf Luftdichtheit geprüft.
Sie ist einfach nur ein dünner Strich in der Zeichnung, hat aber eine enorme Wirkung: die Luftdichtheit. Die Bedeutung der Luftdichtheit für ein Gebäude wird oft erst bemerkt, wenn die Luftdichtung falsch verarbeitet wurde und Schäden entstanden sind. Ab sofort gibt es ein kompaktes Fachbuch, das die wichtigsten Aspekte umfasst: Luftdichtheit von Gebäuden. Ratgeber für die Praxis.
In dieser Spezial-Podcastfolge von Luftdichtheit geprüft sprechen wir (Heide und Holger Merkel) darüber, warum es sich lohnt, das Buch zu lesen und wie euch die Bilder in eurem Baustellenalltag weiterhelfen werden.
Autor des Fachbuchs ist Luftdichtheitsexperte, Blower-Door-Messdienstleister, bionic3 GmbH Geschäftsführer und Mit-Initiator von Luftdichtheit geprüft: Holger Merkel. Das Buch ist ab sofort hier verfügbar: baufachmedien.de | Luftdichtheit von Gebäuden
Falls ihr Holger noch nicht kennt, hier findet ihr ein paar Details zu ihm, seiner Mission und seinem Fachwissen: luftdichtheit-geprüft.de | Holger Merkel oder luftdichtheit-geprüft.de | über uns
Fachartikel zu Luftdichtheit, Blower-Door-Tests und Qualität am Bau luftdichtheit-geprüft.de | Fachartikel
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Der Beitrag Neu: Fachbuch Luftdichtheit von Gebäuden. Ratgeber für die Praxis erschien zuerst auf Luftdichtheit geprüft.
Innendämmung? Nein, danke: Das ist eine häufige Reaktion von Planer:innen und Handwerker:innen, weil sie schlechte Erfahrung mit dieser anspruchsvollen Konstruktionsweise gemacht haben. Eine fachgerechte Innendämmung der Außenwände ist eine Königsdisziplin bei der Sanierung.
Deswegen haben wir die Baupyhsik-Koryphäe Robert Borsch-Laaks in unser Podcast-Studio eingeladen. Holger Merkel von bionic3 und er sprechen in dieser Folge darüber, wie Innendämmung der Außenwände richtig gut funktionieren kann.
Falls ihr Fragen zu diesem Thema oder dieser Folge habt, kommentiert im Blog, Social Media oder schreibt oder ruft Holger direkt an: Mail [email protected], Mobil 0171/706 1344. Viele Antworten findet ihr auch in den Fachartikeln, Videos und Podcastfolgen unter luftdichtheit-geprüft.de
Kaum jemand mag sie, aber sie ist oft notwendig: Innendämmung der Außenwände. Wer jedoch die typischen Herausforderungen und Lösungen kennt, kann Innendämmung gut planen und umsetzen. Sowohl Robert Borsch-Laaks als auch Holger Merkel haben einige Bauprojekte mit Innendämmung erlebt und begleitet. Ihre Erfahrungen und ihr Hintergrundwissen dazu geben sie in dieser Podcastfolge wieder.
Robert Borsch-Laaks ist Bauphysiker, Referent und Autor. Er hat zu dieser Podcastfolge ein auführliches Video zur Innendämmung aufgenommen, das du auch auf unserem Youtube-Kanal bionic3 luftdichtheit-geprüft.de findest.
Bei der Planung der Innendämmung solltest du dich unbedingt vorher fragen: Wie und wo verläuft die luftdichte Ebene bei der künftigen Innendämmung der Außenwände? Wer dieser Frage genau nachgeht, entdeckt unerwartete Hohlräume. Denn eine der Gefahren bei solch einer Konstruktion ist, dass Hinterströmungen entstehen. Mehr dazu ab Minute 20 im Podcast.
Robert Borsch-Laaks und Holger Merkel diskutieren verschiedene Konstruktionen: Innendämmung bei Mauerwerk, Fachwerkhaus und Holzhaus. Sie erläutern Beispiele aus der Baupraxis, wo Fehler und Schäden entstanden sind und wie welche verhindert werden konnten.
Oft ist Konvektion die Ursache solcher Schäden. Was genau das ist und wie ihr das einfach erklären könnt, erfahrt ihr von Kollege Jan Bernhardt.
In der Podcastfolge erläutert Bauphysiker Robert Borsch-Laaks, in welchen Stockwerken das Holz schneller fault und warum.
Wenn du unseren Podcast schon länger hörst oder liest, kennst du sicherlich, dass die druckneutrale Zone eine Rolle spielt.
In Folge 16 „Kleine Leckagen: so gefährlich sind sie für eure Gebäude“ erklären wir den Kamineffekt und die druckneutrale Zone. https://luftdichtheit-geprüft.de/podcast/kleine-leckagen-gefaehrlich/
Einfach eine Innendämmung auf das Mauerwerk kleben, hat oft Bauschäden zur Folge. Wichtig ist, den Hohlraum zu füllen – beispielsweise mit einer Einblasdämmung. Mehr dazu ab Minute 35 im Podcast.
Robert empfiehlt, Hilfskonstruktionen zu errichten. Damit sei man beispielsweise mit einer neuen Innenwand bzw. Vorsatzschale unabhängig von der alten Außenwand.
Heutzutage sind ausreichend Fachwissen, Systeme und Materialien vorhanden, dass eine gute, effektive und dauerhaft schadensfreie Innendämmung der Außenwände ausgeführt werden kann. Auch die Angst einiger Menschen, dass sie dann extrem oft lüften müssen, ist unbegründet.
Eine unserer beliebtesten Podcastfolgen beschäftigt sich mit Leckagen im Mauerwerksbau. Es ist vielen nicht klar, wie undicht Mauerwerk sein kann.
Hier geht’s zu Audio, Text und Video der Folge: „Echt jetzt: Mauerwerk ist undicht“: https://luftdichtheit-geprüft.de/podcast/005-mauerwerk-undicht/
Hier im Video zeigt bionic3 Kollege Jochen Götz, wie ein fachgerechter Anschluss am Mauwerksgiebel aussieht: https://luftdichtheit-geprüft.de/2021/02/luftdichter-anschluss-dampfbremse-an-mauerwerksgiebel/
Kontakt
Robert Borsch-Laaks
https://holzbauphysik.de/ueber-uns/robert-borsch-laaks.php
Holger Merkel
bionic3.de/ueber-uns/
E-Mail:[email protected]
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Der Beitrag Innendämmung der Außenwände: anspruchsvolle Konstruktionen richtig planen und ausführen erschien zuerst auf Luftdichtheit geprüft.
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