Alle Weinkenner sind sich einig: der Jahrgang 2015 wird ein ganz großer. Hitze und später Regen im Sommer, dazu ein goldener Herbst haben Beeren reifen lassen, wie sie in Mitteleuropa nur selten vorkommen. Diese guten Nachrichten haben die Nachfrage stark ansteigen lassen - jetzt ist die richtige Vermarktungstaktik gefragt.
Wie gehen die Winzer und wie geht Hawesko, Deutschlands größter Weinhändler, mit dieser Angebotssituation um? Die Qualität der Ernte ist herausragend, nur die Menge nicht - die Trauben sind recht kleinbeerig ausgefallen. Als Winzer pokert man in einer solchen Situation bis zum Schluss und kellert auch mindestens zehn Prozent langfristig ein, denn die Nachfrage wird in den nächsten Jahren absehbar steigen. Spannender geht’s eigentlich nicht für Hawesko, das Hanseatische Wein- und Sektkontor. Die Ausbeute des 2015ers wird im kommenden Jahr die Kassen klingeln lassen. Auch die Winzer können sich vor Euphorie kaum bremsen. In Rheinhessen, auf den Weingütern St. Antony und Wittman, wirft Joachim Eggers einen Blick in die wertvollen Keller.