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Diesen Monat wegen technischer Probleme leider keine Videoaufnahme, wir sehen uns bei der nächsten Folge wieder.
Vor ein paar Wochen wurde in Berlin und in Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Kurz vor der Wahl einigte die Koalition sich auf einen Tankrabatt, damit der dritte Tankrabatt seit 2022. Sieben Milliarden Euro kosten diese Tankrabatte über die Jahre, von denen einiges bei den Ölkonzernen landete. Und währenddessen macht die Koalition das Deutschlandticket immer teuer.
Und genau da wollen wir tiefer einsteigen. Wir diskutieren, wie fossile Brennstoffe auf zwei Wegen zu steigenden Preisen führen, die wir alle im Geldbeutel spüren; als sogenannte fossilflation direkt über ihre periodische Knappheit, und als climateflation über die Auswirkungen der Verbrennung fossiler Brennstoffe auf das Klima, auf Ernten und Transport-Infrastrukturen
Wir sprechen mit Adam Tooze über die Hintergründe. Warum treiben speziell Dieselpreise die Inflation so stark an? Welche geopolitischen Konflikte stecken dahinter? Warum bittet Trump jetzt wegen der hohen Dieselpreise sogar Xi Jinping um Hilfe? Und was müsste jetzt getan werden?
Adam Tooze ist Wirtschaftshistoriker, Publizist und Professor an der Columbia Universität in New York. 2019 zeichnete ihn das Foreign Policy Magazine als einen der 10 bedeutendsten Wirtschaftsdenker des Jahrzehnts aus. Er ist Mitherausgeber des Wirtschaftsmagazins "Surplus". Sein Newsletter "Chartbook" informiert über weltweite wirtschaftliche und politische Entwicklungen.
Hosts: Jörg Haas und Sarah Ribbert, Referat Globalisierung und Transformation, Heinrich-Böll-Stiftung
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Weiterführende Links
Ölmarkt: Warum der große Ölschock ausbleibt. Noch.(paywall)
Paul Krugman: Of Donald and Diesel
Paul Krugman: Imperialist Delusions and the Price of Fuel
Tagesschau zur Lebensmittelinflation
Carbon Brief: How this summer's heat and drought impacted crops in six charts
Isabella Weber zu antifaschistischer Wirtschaftspolitik
MME Update:
Hitzesommer
Rheinpegel auf historischem Tiefstand
Carbon Brief zu Super-El Nino
Globale Ungerechtigkeit
Künstliche Intelligenz
Erneuerbare Energien
Kapitelmarken
(00:00) Intro
Credits: Tanktafel: IMAGO/HMB-Media, Graph: Kohinur/Adobe Stock; Montage: hbs
Ist das das neue Hitzezeitalter? Dieser Sommer war vor allem eines: sehr heiß und sehr trocken. Es hat überall gebrannt – in Spanien, in Frankreich, sogar hier bei uns in der Eifel. Immer wieder neue Hitzerekorde gab es und die Zahl der Hitzetoten schoss dramatisch nach oben. Für Deutschland rechnet das Robert-Koch-Institut für die letzten Monate mit rund 14.000 hitzebedingten Todesfällen, für Europa wird on mindestens 35.000 zusätzlichen Todesfällen ausgegangen. Wenig überraschend wird damit 2026 voraussichtlich das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen.
Wir fragen uns: Ist das ein Ausreißer – oder ist das der Beginn von etwas Neuem, einem regelrechten Hitzezeitalter? Was bedeutet das Ganze wirtschaftlich – für uns hier in Deutschland, für Europa, und global? Und vor allem: Was müsste jetzt politisch passieren?
Adam Tooze ist Wirtschaftshistoriker, Publizist und Professor an der Columbia Universität in New York. 2019 zeichnete ihn das Foreign Policy Magazine als einen der 10 bedeutendsten Wirtschaftsdenker des Jahrzehnts aus. Er ist Mitherausgeber des Wirtschaftsmagazins "Surplus". Sein Newsletter "Chartbook" informiert über weltweite wirtschaftliche und politische Entwicklungen.
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Weiterführende Links
Hot Summer Economics by Triodos Bank
Kurzanalyse wirtschaftliche Kosten Extremsommer 2026 von Greenpeace
Carbon Brief Explainer on El Nino
Munich RE zum Super-El Nino
Robert-Koch-Institut zur hitzebedingten Übersterblichkeit
MME Update:
Fünfjahresplan China
Q&A: What does China’s 15th five-year plan for coal mean for climate action?](https://www.carbonbrief.org/qa-what-does-chinas-15th-five-year-plan-for-coal-mean-for-climate-action))
Q&A: What is in China’s new five-year plan for climate change?](https://www.carbonbrief.org/qa-what-is-in-chinas-new-five-year-plan-for-climate-change))
Straße von Hormus
Adam Tooze bei Surplus: China bestimmt jetzt den Ölpreis
Die Tankstellen-Wut wäre ohne China noch größer](https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/iran-krieg-wie-chinas-krisenmanagement-europas-benzinpreise-auffaengt-a-aba31e82-e517-41ed-a143-a5aba21f5313))
Santa Marta Konferenz
China-Schock und deutsche Autoindustrie
KI-Bubble
Kapitelmarken
(00:00) Intro
Credits: © IMAGO / dts Nachrichtenagentur; MAXSHOT_PL/max dallocco, Adobe Stock, Bearbeitung: hbs.
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Globale Ungleichheit und Klimakrise
Die reichsten 10 Prozent der Weltbevölkerung besitzen heute drei Viertel des globalen Vermögens, die ärmere Hälfte der Menschheit kommt laut World Inequality Report 2026 zusammen auf gerade einmal 2 Prozent. Noch krasser wird es, wenn man ganz nach oben schaut: Multimillionäre – die reichsten 0,001 Prozent – besitzen heute zusammen dreimal so viel Vermögen wie die ärmere Hälfte der gesamten Menschheit. Das ist nicht nur ein Problem für die Demokratie, sondern auch für das Klima angesichts enormer Pro-Kopf-Emissionen und privatem Kapitalbesitz.
In dieser Folge schauen wir uns die Ursachen und Entwicklungen von Ungleichheit an. Was hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert und welche Rolle spielt die Globalisierung dabei? Wie hängen Klimakrise und Ungleichheit eigentlich zusammen? Und wie kann man übermäßige Ungleichheit bekämpfen, global und in Deutschland?
Adam Tooze ist Wirtschaftshistoriker, Publizist und Professor an der Columbia Universität in New York. 2019 zeichnete ihn das Foreign Policy Magazine als einen der 10 bedeutendsten Wirtschaftsdenker des Jahrzehnts aus. Er ist Mitherausgeber des Wirtschaftsmagazins "Surplus". Sein Newsletter "Chartbook" informiert über weltweite wirtschaftliche und politische Entwicklungen.
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Weiterführende Links
Max Roser: The history of global economic inequality.
Max Roser: Global economic inequality: what matters most for your living conditions is not who you are, but where you are
Global income inequality: time to revise the elephant
World Inequality Report 2026
Klimakluft: Wie Reiche das Klima belasten
Global Income Calculator
Kapitelmarken
(00:00) Intro
(02:30) Historischer Überblick zur Ungleichheit
(14:42) Globalisierung und Ungleichheit
(21:17) Sind die Reichen reich weil die Armen arm sind?
(27:53) Bekämpfung der Ungleichheit
(33:04) "Die Klimakrise ist eine Krise und Ungleichheit"
(42:04) Was tun gegen die Ungleichheit?
(54:54) Outro
Credits: © IMAGO / dts Nachrichtenagentur; ungleichheit.info, CC BY-NC 4.0, Bearbeitung: hbs.
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Boom, Bubble, Burst? KI und Finanzmärkte
Erst viereinhalb Jahren ist es her, dass im November 2022 das Sprachmodell ChatGPT von der Firma OpenAI veröffentlicht wurde. Seitdem hat KI unser Leben stark verändert. Das sehen wir auch in der Weltwirtschaft, wo es einen regelrechten KI-Boom gibt.
Am 12. Juni ging SpaceX an die Börse, Elon Musks Weltraum-Tech-Firma. Sie schoss in den ersten Tagen kurz auf einen Börsenwert von 2,85 Billionen US-Dollar. Elon Musk machte das zum ersten Dollar-Billionär der Welt.
Neue Börsengänge von OpenAI und Anthropic sind ebenfalls geplant, mit jeweils über 1 Billion Dollar an Börsenbewertung. Hinzu kommen gigantische Kreditaufnahmen von KI-Firmen für den Bau von Rechenzentren.
Doch so schnell wie es hoch geht, geht es auch runter. Im Juni verloren die Magnificent 7 fast 3 Billionen US-Dollar an Marktwert. Seitdem sind sie wieder etwas gestiegen, aber der
Adam Tooze ist Wirtschaftshistoriker, Professor an der Columbia Universität in New York und Publizist. 2019 zeichnete ihn das Foreign Policy Magazine als einen der 10 bedeutendsten Wirtschaftsdenker des Jahrzehnts aus. Er ist Mitherausgeber des Wirtschaftsmagazins "Surplus". Sein Newsletter "Chartbook" informiert über weltweite wirtschaftliche und politische Entwicklungen.
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Weiterführende Links
Adam Tooze: Chartbook 448 Price controls, nationalization, financial repression, fiscal-monetary coordination - embracing the Four Horsemen of Heterodoxy
Adam Tooze: Chartbook 455 The AI boom, China's walled-in-wealth and the financial barriers that separate the two. - World Economy July 2026.
Jahresbericht der Bank für internationalen Zahlungsausgleich
IEA: Energy Demand from AI
IEA: Executive Summary on Energy and AI
Electricity Demand and Grid Impacts of AI Data Centers: Challenges and Prospects
Heinrich-Böll-Stiftung | Digitalisierung: Künstliche Intelligenz und Wasserverschwendung
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(00:00) Intro
(02:56) Woher kommt der KI-Boom?
(06:32) Ist KI eine Blase?
(15:03) Kommt es zur Wirtschaftskrisekrise?
(20:50) Die ungebrochene Macht der Tech-Milliardäre
(30:16) Klima, Wasser und KI
(37:45) Kreditvergabe für die KI
(44:30) Können wir die Krise umgehen?
(48:15) Outro
Lange Jahre fuhren Deutschland und Europa große Exportüberschüsse im Handel mit China ein. Doch in den letzten Jahren hat sich diese Entwicklung umgedreht. Die deutsche und europäische Industrie exportiert weniger nach China als zuvor. Sie leidet verstärkt unter chinesischer Konkurrenz in europäischen Binnenmarkt, aber auch auf Drittmärkten. Auch in Branchen, in denen sie traditionell stark war, wie Maschinenbau, Autoindustrie und Chemie.
Vor 20-25 Jahren erlitt die USA einen sogenannten China-Schock, in dessen Rahmen zahlreiche Industriearbeitsplätze verschwanden. Die Importe chinesischer Güter in die USA stiegen stark an. Nicht selten wird diese Deindustrialisierung im sogenannten Rust Belt der USA als ein Faktor gesehen, der den Aufstieg der MAGA Bewegung Donald Trumps befördert hat. Die Sorge, dass ähnliches auf Deutschland und in Teilen Europa zukommen könnte, ist groß.
Was sind die Ursachen der extremen Exportstärke Chinas? Erleben wir gerade einen China-Schock 2.0 für die deutsche und europäische Industrie? Wie kann Europa mit der chinesischen Konkurrenz umgehen? Was bedeutet die hohe Wettbewerbsfähigkeit der chinesischen Industrie für die Aspirationen mancher Schwellenländer, eigene Industrien aufzubauen?
Adam Tooze ist Wirtschaftshistoriker, Professor an der Columbia Universität in New York und Publizist. 2019 zeichnete ihn das Foreign Policy Magazine als einen der 10 bedeutendsten Wirtschaftsdenker des Jahrzehnts aus. Er ist Mitherausgeber des Wirtschaftsmagazins "Surplus". Sein Newsletter "Chartbook" informiert über weltweite wirtschaftliche und politische Entwicklungen.
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Folge hören: China-Schock 2.0? Industrie unter Druck
Weiterführende Links
Complementary, Cooperative or Competitive? The EU’s and China’s Engagement in Global Net-Zero Emissions Development | Studie von Germanwatch und Heinrich-Böll-Stiftung
China shock 2.0: The cost of Germany's complacency | Studie von Sander Tordoir und Brad Setser
OECD MAGIC Database of Industrial Subsidies
Deutscher Warenhandel mit China im Jahr 2025: China-Schock trifft vor allem die Auto-Industrie
IMF Country Report China
How China’s Economy Can Pivot to Consumption-led Growth
OECD Policy Brief | Zu nah an der Sonne: Die Subventionen
Kapitelmarken
(00:00) Intro
(02:28) Bedroht China die deutsche Industrie?
(08:29) Klima, Sicherheit oder Industriejobs?
(13:47) Industriepolitik und Währungsdruck
(22:12) Chinesische Subventionen
(30:45) Kapital und Finanzierung in China
(33:21) China-Squeeze in Ostasien?
(41:30) Wie weiter für Europa?
(45:15) Outro
Credits: © IMAGO / dts Nachrichtenagentur; Richard Bartz, CC BY-SA 3.0, Bearbeitung: hbs.
"American Energy Dominance", das hat Donald Trump als Ziel in die US-Sicherheitsstrategie aufgenommen. Und Energy - das ist für ihn natürlich fossile und nukleare Energie. Etwas das man packen kann, wegnehmen und kontrollieren kann.
57 Staaten machen sich auf einen anderen Weg: Raus aus den fossilen Energien. Vor zwei Wochen trafen sich ihre Vertreter*innen im kolumbianischen Hafenort Santa Marta, um über den Weg zum Ausstieg aus Produktion und Verbrauch von fossilen Energien zu diskutieren. Wir sprechen heute mit Adam Tooze darüber, was dabei raus kam und ob sich hier eine vielversprechende Alternative zu den Weltklimakonferenzen abzeichnet, bei denen die Fortschritte so schwer zu erreichen sind.
Währenddessen ist der Krieg am Persischen Golf weiterhin festgefahren. Wir diskutieren, ob ser zu einem Wendepunkt der Weltenergieordnung werden könnte. „Demand destruction“, die Zerstörung der Nachfrage nach Öl und Gas durch hohe Preise, ist das Stichwort. Neue Analysen geben Grund zur Hoffnung.
Adam Tooze ist Wirtschaftshistoriker, Professor an der Columbia Universität in New York und Publizist. 2019 zeichnete ihn das Foreign Policy Magazine als einen der 10 bedeutendsten Wirtschaftsdenker des Jahrzehnts aus. Er ist Mitherausgeber des Wirtschaftsmagazins "Surplus". Sein Newsletter "Chartbook" informiert über weltweite wirtschaftliche und politische Entwicklungen.
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Jetzt anmelden fürs Berlin Forum on Global Cooperation
Ember | The New Twin Fossil Shock
‘The damage is done’: global oil crisis has changed fossil fuel industry for ever, IEA chief says
Santa Marta: Key outcomes from first summit on ‘transitioning away’ from fossil fuels
Dirk Specht: Der 2020er Fossilpreisschock muss logische Folgen haben
Global Energy Crisis Policy Monitor 2026
Big Oil Stays the Course Despite Historic Dislocation in Energy Markets
Kapitelmarken
(00:00) Intro
(02:44) Historischer Vergleich zum Ölpreisschock in den 1970er
(11:03) Santa Marta Konferenz
(14:03) Wer nimmt an Santa Marta teil und warum?
(17:33) Von Emissionsreduktion zu Ausstieg aus den Fossilen
(20:11) Finanzierung des Ausstiegs aus den Fossilen
(30:43) Ausgestaltung des Fossilen Ausstiegs
(39:45) Outro
Credits: IMAGO / dts Nachrichtenagentur; Sergey Ilin/Adobe Stock, Bearbeitung: hbs, alle Rechte vorbehalten.
Für die größte Bedrohung für die globale Energieversorgung in der Geschichte hält Fatih Birol, Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur, den Krieg im Nahen Osten.
Im zweiten Teil geht es um den 15. Fünfjahresplan, den die Volksrepublik China kürzlich veröffentlicht hat. Darin werden die strategischen Prioritäten und Entwicklungsziele bis 2030 dargelegt. Uns interessiert dabei besonders, wie weit Chinas Klima-Ambitionen gehen und was das für das globale Klima bedeutet.
Adam Tooze ist Wirtschaftshistoriker, Professor an der Columbia Universität in New York und Publizist. 2019 zeichnete ihn das Foreign Policy Magazine als einen der 10 bedeutendsten Wirtschaftsdenker des Jahrzehnts aus. Er ist Mitherausgeber des Wirtschaftsmagazins "Surplus". Sein Newsletter "Chartbook" informiert über wirtschaftliche und politische Entwicklungen weltweit.
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• Böll.Global | Eskalation in Nahost: Wie wirkt sich der Krieg in den Ländern der Region aus?
• Krieg gegen Iran schafft keinen Frieden im Nahen Osten | Heinrich-Böll-Stiftung
• Q&A: What does China’s 15th ‘five-year plan’ mean for climate change?
• Rising oil prices and developing country debt – the next shock is already here
• Iran war energy crisis equal to 70s twin oil shocks and fallout from Ukraine war, says IEA chief
• Das sind Chinas Ziele im neuen Fünfjahresplan
• Implications of China’s 15th Five-Year Plan for the Climate and Energy Transition
• China’s 15th Five-Year Plan — Implications for climate and energy transition
• EU-China Relations: Bound by Clean Tech or Divided by It? | Heinrich-Böll-Stiftung
• Carbon Brief | What does Chinas 15th five year plan mean for climate change?
• Carbon Brief | Five key climate questions for China’s next five-year plan
Kapitelmarken
(00:00) Intro
(03:10) Update zum Iran-Krieg
(07:13) Ist Frieden im Nahen Osten möglich?
(10:07) Auswirkungen der Hormus-Blockade auf die Weltwirtschaft
(19:11) Historischer Vergleich
(25:07) Entwicklungsländer leiden besonders unter Iran-Krieg
(30:00) Bedeutung 5-Jahresplan Chinas für Klima und Energie
Credits: IMAGO / dts Nachrichtenagentur; sea and sun/Adobe Stock, Bearbeitung: hbs, alle Rechte vorbehalten.
Seit dem 28. Februar herrscht wieder Krieg im Nahen Osten. Der völkerrechtswidrige und mutwillige Angriff der USA und Israels auf den Iran fordert seitdem zahlreiche Todesopfer, zivile und militärische: Über 1300 Menschen sind bis heute, Montag den 9. März, vor allem auf iranischer Seite umgekommen, darunter etwa 170 Mädchen und ihre Lehrerinnen bei einer Attacke auf ihre Schule.
Aber der Krieg hat auch weltweite Folgen. Die Region am Persischen Golf produziert einen maßgeblichen Anteil des weltweit benötigten Erdöls und Erdgases sowie wichtige Grundchemikalien und Düngemittel. Die Gaspreise in Europa schossen rasch in die Höhe, die Ölpreise steigen ebenfalls weltweit und durchbrachen am 9. März die symbolische Schwelle von 100$/Barrel. Welche Folgen hat der Krieg am Persischen Golf für die Weltwirtschaft, für Europa und – bislang weniger beleuchtet - für den globalen Süden?
Wer diesen Krieg antreibt und mit welchen Motiven, auch darüber sprechen wir mit Adam Tooze, Wirtschaftshistoriker, Professor an der Columbia Universität in New York und Publizist. 2019 zeichnete ihn das Foreign Policy Magazine als einen der 10 bedeutendsten Wirtschaftsdenker des Jahrzehnts aus. Er ist Mitherausgeber des Wirtschaftsmagazins "Surplus". Sein Newsletter "Chartbook" informiert über wirtschaftliche und politische Entwicklungen weltweit.
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Weiterführende Links
• Böll.Podcast zu Iran mit Bauke Baumann: Krieg in Nahost – Wie geht es weiter im Iran?
• Böll-Veranstaltung vom 10. März: Der Anfang vom Ende des iranischen Regimes Livestream=> https://www.youtube.com/watch?v=VTcFLsBi9N8
• Aktuelle Artikel und Analysen der Heinrich-Böll-Stiftung zum Iran
• Chartbook 436 Unseasonal war. How the US-Israeli war on Iran threatens the global agricultural cycle
• How will the Iran conflict hit European energy markets?
• More Patriot missiles used in Middle East in 3 days than in Ukraine since 2022, Zelensky says
• A Dark and Killing Cloud over Tehran
• U.S. Tomahawk Hit Naval Base Beside Iranian School, Video Shows
Kapitelmarken
(00:00) Intro
(02:42) Interessen USA und Israel am Krieg in Iran
(05:25) Hoffnung auf einen freien Iran?
(10:33) Wirtschaftspolitische Auswirkungen des Iran-Kriegs
(21:32) Auswirkungen auf Düngemittelproduktion & die globale Ernährung
(27:15) Auswirkungen des Iran-Kriegs auf Entwicklungsländer
(32:24) Preisschock & Inflation
(43:32) Rüstungs-Dimension des Iran-Kriegs
(48:08) US-Innenpolitik und MAGA
(53:52) Outro
Credits: vladsv/Adobe Stock, WEF/flickr, CC BY-NC-SA 2.0; Montage: hbs, alle Rechte vorbehalten.
Die Europäische Union und Indien haben ein Freihandelsabkommen vereinbart. Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete es als „Die Mutter aller Deals“. Mit der Einigung Ende Januar in Neu Delhi ging es beiden Seiten aber auch um ein politisches Signal: in Zeiten, in denen die USA die bisherige Handelsordnung aufkündigen, sucht man sich neue, verlässliche Partner.
Nur wenige Tage später vermeldete Donald Trump nun auch einen „Deal“ mit Indiens Premier Modi. Hierzu sind bisher nur wenige Details bekannt. Allerdings soll sich Indien – laut Trump – unter anderem dazu verpflichtet haben, kein Rohöl mehr aus Russland zu importieren. Dieser Forderung hatte sich Indien bisher zum Schutz der eigenen Interessen und seiner strategischen Unabhängigkeit zwischen den Großmächten verwehrt. Wirtschaftliche, geopolitische, energie- und klimapolitische Fragen sind also auch für Indien eng miteinander verwoben.
Wir sprechen mit Adam Tooze, Wirtschaftshistoriker, Professor an der Columbia Universität in New York und Publizist. 2019 zeichnete ihn das Foreign Policy Magazine als einen der 10 bedeutendsten Wirtschaftsdenker des Jahrzehnts aus. Er ist Mitherausgeber des Wirtschaftsmagazins "Surplus". Sein Newsletter "Chartbook" informiert über wirtschaftliche und politische Entwicklungen weltweit.
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Weiterführende Links
Europäische Kommission zum Freihandelsabkommen mit Indien
Handelsabkommen EU - Indien könnte bilateralen Handel um bis zu 65 Prozent steigern
Für neuen Freihandel in einer neuen Zeit
Böll-Dossier zu Beziehungen zwischen EU und Indien
India and China: Leaders of the Global South?
India and its Quest for Leadership of the Global South
India’s electrotech fast-track: where China built on coal, India is building on sun
Guns and Oil: Continuity and Change in Russia-India Relations
Kapitelmarken
(00:00) Intro
(01:48) Wirtschaft, Klima und Außenpolitik in Indien
(06:56) Freihandelsabkommen EU und Indien
(14:25) Außenpolitik Indiens
(20:10) Energie und Klima in Indien
(27:37) Erneuerbare in Indien
(37:06) Deal zwischen Trump und Modi
(46:38) Outro
Credits: IWayan/Adobe Stock, WEF/flickr, CC BY-NC-SA 2.0; Montage: hbs, alle Rechte vorbehalten.
„Rupture“: Das steht im Englischen für Bruch oder Riss. Das Wort stand am Anfang eine vielbeachteten Rede, die der kanadische Premier Mark Carney am vergangenen Dienstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos gehalten hat. Er sprach über das Schwinden der sogenannten „internationalen regelbasierten Ordnung“, und wie selektiv ihre Regeln angewandt wurden.
Adam Tooze, Publizist und Wirtschaftshistoriker an der Colombia-Universität in New York, war vor Ort in Davos. Er hat dort auf zahlreichen Panels mitdiskutiert oder sie moderiert. Schockiert berichtet er aus erster Hand vom brutalen Auftreten der US-Delegation. Im Gespräch diskutieren wir, ob Davos 2026 als historischer Wendepunkt in Erinnerung bleiben wird: als Moment des endgültigen Abschieds von der transatlantischen Ordnung oder als Beginn einer neuen, multipolaren Phase. Welche Rolle spielen Mittelmächte wie Kanada oder europäische Staaten? Wie realistisch ist eine wertebasierte, aber machtbewusste Politik jenseits alter Allianzen? Und was bedeutet all das für Europa?
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Weiterführende Links:
Carneys Rede in Davos auf deutsch
Sammlung der meisten Reden der Staats- und Regierungschefs in Davos
Fraktionsbeschluss der Grünen vom 19 Januar 2026: Für eine europäische Strategie der Gegenmacht
Faktencheck zu Trumps Rede
Adam Tooze Substack „After the thugs“
Adam Tooze Substack „From transition to rupture“
Adam Tooze Substack „To matter or not to matter“
Adam Tooze Substack „Convening, staging, acting“
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Kapitelmarken:
(00:00) Intro
(02:40) Bruch des transatlantischen Bündnisses?
(06:21) Stimmung beim World Economic Forum in Davos
(14:56) Rede Mark Carney
(25:03) Neue Bündnisse der „Mittelmächte“?
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Credits: IMAGO / Christian Ohde, WEF/flickr, CC BY-NC-SA 2.0; Montage: hbs, alle Rechte vorbehalten.
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